Bastian Lutz schrieb:
> ... [VeraCrypt] ...
> Und es gibt soviele Tools die z. B. aus ISOs bootbare USB-Sticks machen
> oder Notfall-USB-Sticks mit Bootmanager machen & Co. Da kannst du dich
> mal umschauen, wenn du nicht in Handarbeit sowas erstellen willst. Wobei
> nicht alle Tools in allen Faellen funktionieren, je nach dem ob z. B.
> Win oder Linux, IIRC manchmal sogar abh. von der Linux-Distri.
>
Vielen Dank für die Antwort.
Mir geht es darum, so gut bescheid zu wissen, dass erstens ich
wieder nachvollziehen kann, was solche Tools tun, und zweitens
ich so etwas auch "von Hand" bzw durch entsprechende Vorbereitung
eines Dateisystems und entsprechende Nachbearbeitung der daraus
erzeugten .iso-Datei per Hex-Editor machen kann, wie seinerzeit
mit den nach El Torito Standard bootbaren CDs/DVDs.
Die in meinem vorigen Posting verlinkten UEFI-Spezifikationen
haben mir da sehr weiter geholfen.
Konkreter Anlass war der Wunsch, bootbare USB-Festplatten zu
basteln, von denen per Bootmenü sowohl mehrere Versionen von
CloneZilla-Live als auch Knoppix gebootet werden können, und zwar
sowohl von x86- als auch von x64-Plattormen aus, sowohl via UEFI
als auch via BIOS, und auf der auch gleich die mit CloneZilla
angelegten Images/Sicherungen abgelegt werden können.
Das selbe wollte ich auch als bootbare DVD haben.
Außerdem wollte ich die Möglichkeiten, Bootprozesse bei nach
GPT-Schema partitionierten Festplatten zu gestalten, besser
verstehen, um bei der Einrichtung von Systemen, bei denen sowohl
Windows 7 als auch Windows 10 oder 8.1 booten können, weniger
Probleme zu haben.
Der Grund für letzteres ist, dass mich zur Zeit etliche Leute
ansprechen, die sich erst jetzt um ihren Umstieg von Windows 7
zu etwas neuerem kümmern.
Da ich dazu übergegangen bin, meine Installationen älterer
Betreiebssysteme in virtuellen Maschinen zu halten, die nach der
Session postwendend entsorgt werden, habe ich meine Bildung in
Sachen Multiboot-Plattformen leider etwas vernachlässigt.
Der Grund für die Möglichkeit mehrerer CloneZilla-Versionen war/
ist:
Vor zwei Wochen wurde ich mal wieder mit einem alten Windows95-
Rechner konfrontiert (Intel Pentium 200MMX, also zB kein PAE),
der unvernetzt herumsteht, d.h. ohne jegliche Internetanbindung,
vom Besitzer aber wacker fürs Einscannen von Dokumenten und
Schreiben und Ausdrucken von Serienbriefen genutzt wird, und von
dem es keine Backups gab.
Die Hauptplatine dieses Rechners hat USB 1.0-Anschlüsse von denen
man nicht booten kann. Von CD kann man auch nicht booten. Nur von
Festplatte bzw Diskette.
Ich habe also eine alte CloneZilla-Version ausgegraben, die mit
dieser Rechnerarchitektur noch zurechtkommt und auf einer
externen Festplatte installiert, die als MBR/GPT-Hybrid
partitioniert und eingerichtet ist, sodass dort also auch alle
Infrastrukturen fürs MBR-Booten vorhanden sind.
Außerdem habe ich eine Boot-Diskette mit dem Plop Boot
Bootmanager von Elmar Hanlhofer erstellt.
Wenn der betreffende Rechner von dieser Diskette gebootet wird
während die externe Festplatte am USB 1.0-Anschluss
angeschlossen ist, kann man im per Bootdiskette angezeigten
Plop-Bootmenü auswählen, dass von USB weitergebootet werden soll.
Dann wird freundlicherweise dieses alte CloneZilla gebootet und
dann können Backups vom Rechner auf der externen Festplatte
angelegt werden. Das alles dauert zwar ewig, allein der
Bootvorgang, bis CloneZilla geladen ist, braucht auf dieser
Maschine zehn Minuten, aber es funktioniert.
Ulrich