Irgendwann ist es ja wieder mal soweit, dass ein neuer Rechner her muss.
Ich wollte mal konkret nachhören: Was sind die aktuellen
Hardwareempfehlungen, mit denen sich ein Visual Studio 2008 und 2010 auf
Windows 7 komfortabel betreiben lässt. Wie sollte ein Hardwareprofil
hinsichtlich Prozessor (-en), Grafikkarte und Arbeitsspeicher idealiter
aussehen. Auf was sollte man konkret achten?
Nach den Beiträgen zu urteilen, wird die Möglichkeit wird zwar regelmäßig
äußerst skeptisch beurteilt, aber ist überhaupt eine Systemkonstellation
denkbar, mit der sich Visual Studio auch auch in einer virtuellen Maschine
vernünftig betreiben lässt?
Bin auch offen für konkrete Produkthinweise, -zusammenstellungen.
Danke für Hinweise, Tipps und Erfahrungsberichte.
Mit besten Grüßen
Josef Morlo
Ein paar Kunden von mir haben sich ihre 5 Jahre alten PC's für ca. 200 Euro
Hardwarekosten aufrüsten lassen und sind sehr zufrieden. Der Aufrüstsatz
umfasste ein neues Motherboard ASRock N68..., eine Phenom CPU (von AMD) mit
4 Prozessoren und 4 oder 8 GB RAM. Wer 2 Bildschirme nutzen wollte, hat dann
noch eine Grafikkarte eingebaut. Als Grafikkarte funktionierte schon jede
neue Grafikkarte von 20 bis 30 Euro sehr gut. Darauf läuft dann Windows 7 64
Bit. Wer mit virtuellen PCs arbeitet, sollte gleich 8GB RAM einbauen. Bei
4GB kann man nur sinnvoll eine virtuelle Maschine betreiben.
Besonders wichtig ist die Geschwindigkeit der Festplatte. Da sollte eine SSD
eingebaut werden, die aber mit 400 Euro für 256 GB zu Buche schlägt (Crucial
C300). Auch sollte bei Nutzung einer SSD das Motherboard passend ausgewählt
werden, damit die Leistungsfähigkeit der SSD auch voll zur Geltung kommen
kann. Wem die 400 Euro zu viel sind, kann auch eine kleinere SSD kombiniert
mit einer mechanischen Festplatte betreiben und gezielt die Dateien
verteilen. Wer viel Geld ausgeben kann, kann auch die neue m4 von Crucial
mit 512GB SSD für knapp 1000 Euro in D oder knapp 1000 Dollar in den USA
kaufen und einbauen:-)
--
Viele Grüße
Peter
zunachst mal vielen Dank für Dein ausführliches Statement.
Peter Fleischer schrieb :
[...]
> Besonders wichtig ist die Geschwindigkeit der Festplatte. Da sollte eine SSD
> eingebaut werden, die aber mit 400 Euro für 256 GB zu Buche schlägt (Crucial
> C300). Auch sollte bei Nutzung einer SSD das Motherboard passend ausgewählt
> werden, damit die Leistungsfähigkeit der SSD auch voll zur Geltung kommen
> kann. Wem die 400 Euro zu viel sind, kann auch eine kleinere SSD kombiniert
> mit einer mechanischen Festplatte betreiben und gezielt die Dateien
> verteilen. Wer viel Geld ausgeben kann, kann auch die neue m4 von Crucial
> mit 512GB SSD für knapp 1000 Euro in D oder knapp 1000 Dollar in den USA
> kaufen und einbauen:-)
Gut, dass ich gefragt habe:-)
Ich hatte die Bedeutung einer Festkörperplatte sträflich unterschätzt, wohl
deswegen, weil ich gewohnheitsmäßig erst dann zum Kauf neige, wenn sich
eine neue Technik etabliert hat und dementsprechend preislich erschwinglich
geworden ist. Bei einer kleineren Platte (120 GB), die immer noch mit rund
200 Euro zu Buche schlägt, würde es mit einem *zusätzlichen virtuellen
System und entsprechendem Bedarf an System-Speicherplatz* aber doch auch
eng werden, auch wenn man die Arbeitsdaten auslagert. Sehe ich das richtig?
> Ein paar Kunden von mir haben sich ihre 5 Jahre alten PC's für ca. 200 Euro
> Hardwarekosten aufrüsten lassen und sind sehr zufrieden. Der Aufrüstsatz
> umfasste ein neues Motherboard ASRock N68..., eine Phenom CPU (von AMD) mit
> 4 Prozessoren und 4 oder 8 GB RAM.
[...]
Da dringender Handlungsbedarf angesagt ist - das sporadische Summen eines
Kondensators (Laiendiagnose) kann kann ich nicht länger ignorieren, werde
ich mich wohl einstweilen mit der 'kleinen' Lösung einer Aufrüstung, wie
vorgeschlagen, neue Systemplatine und Prozessor und acht GB
Arbeitsspeicher, bescheiden müssen.
Anschlussfrage: macht es vom Leistungniveau einen erheblichen Unterschied,
ob ich mit zwei oder vier Kernen arbeite?
Herzlichen Dank und Grüße
Josef Morlo
Josef Morlo schrieb:
> Hallo Peter,
>
> zunachst mal vielen Dank für Dein ausführliches Statement.
>
> Peter Fleischer schrieb :
> [...]
>> Besonders wichtig ist die Geschwindigkeit der Festplatte. Da sollte eine SSD
>> eingebaut werden, die aber mit 400 Euro für 256 GB zu Buche schlägt (Crucial
>> C300). Auch sollte bei Nutzung einer SSD das Motherboard passend ausgewählt
>> werden, damit die Leistungsfähigkeit der SSD auch voll zur Geltung kommen
>> kann. Wem die 400 Euro zu viel sind, kann auch eine kleinere SSD kombiniert
>> mit einer mechanischen Festplatte betreiben und gezielt die Dateien
>> verteilen. Wer viel Geld ausgeben kann, kann auch die neue m4 von Crucial
>> mit 512GB SSD für knapp 1000 Euro in D oder knapp 1000 Dollar in den USA
>> kaufen und einbauen:-)
>
> Gut, dass ich gefragt habe:-)
>
> Ich hatte die Bedeutung einer Festkörperplatte sträflich unterschätzt, wohl
> deswegen, weil ich gewohnheitsmäßig erst dann zum Kauf neige, wenn sich
> eine neue Technik etabliert hat und dementsprechend preislich erschwinglich
> geworden ist. Bei einer kleineren Platte (120 GB), die immer noch mit rund
> 200 Euro zu Buche schlägt, würde es mit einem *zusätzlichen virtuellen
> System und entsprechendem Bedarf an System-Speicherplatz* aber doch auch
> eng werden, auch wenn man die Arbeitsdaten auslagert. Sehe ich das richtig?
> ...
Ich mische mich mal kurz ein. Sinnvollerweise packt man alles, was
schnell gelesen (und evtl. auch geschrieben) werden muß, auf eine SSD,
den Rest auf eine herkömmliche HD. Auf die SSD gehören:
- die Systempartition samt Auslagerungsdatei. Selbst bei W7 reichen 50 GB
- die ständig benötigten Programme samt allem Drumrum. Hier sollten 20 -
40 GB ausreichen
Bis dahin max 90 GB. Wenn Du ein virtuelles System zusätzlich aufsetzen
willst, kommts drauf an, welches OS und welche Programme da drin laufen
sollen. Für XP max 15 GB und VisualStudio nochmal 15? Wären dann 120 GB.
--
Ulrich Korndoerfer
VB tips, helpers, solutions -> http://www.prosource.de/Downloads/
MS Newsgruppen Alternativen -> http://www.prosource.de/ms-ng-umzug.html
Nch wie vor gilt die alte Weißheit: RAM ist duch nichts zu ersetzen, außer
durch noch mehr RAM.
meine PCs haben alle mind. 8 GB RAM, manche auch 16 GB.
Ich stalliere überall nur noch Vmware-Workstation oder vmware-Player und
starte damit meine virtuellen Maschinen. Da drin läuft dann z.B. W2008R2,
VS2010, SQL-Server 2008, Mit ordentlich RAM klappt das alles auch auf
herkömmlichen HDDs. SDDs sind schon schneller, aber bei gleichen Geldeinsatz
bringt die Aufrüstung auf 8 GB *deutlich* mehr Geschindigkeit.
Eine virtuelle Maschine mit VS2010 sollte mind. 4 GB RAM zu Verfügung
stehen.
--
Viele Grüße - Dieter
EDV-Kommunikation Strassner e.K.
68623 Lampertheim
Internet: www.strassner.biz
Dieter Strassner schrieb:
> RAM ist duch nichts zu ersetzen, außer
> durch noch mehr RAM.
> meine PCs haben alle mind. 8 GB RAM, manche auch 16 GB.
> Ich stalliere überall nur noch Vmware-Workstation oder vmware-Player und
> starte damit meine virtuellen Maschinen. Da drin läuft dann z.B. W2008R2,
> VS2010, SQL-Server 2008, Mit ordentlich RAM klappt das alles auch auf
> herkömmlichen HDDs. SDDs sind schon schneller, aber bei gleichen Geldeinsatz
> bringt die Aufrüstung auf 8 GB *deutlich* mehr Geschindigkeit.
> Eine virtuelle Maschine mit VS2010 sollte mind. 4 GB RAM zu Verfügung
> stehen.
das hab ich auch schon früh verinnerlicht. Ich arbeite ja auch derzeit mit
vier GB RAM unter XP (ohne VM), obwohl XP bekanntlich den verfügbaren
Speicher nicht ganz ausreizt. Bei einer Aufrüstung - neue Hauptplatine,
neuer Prozessor, Win 7 - sind auch mindestens acht GB Speicher
selbstverständlich (s. meine Antwort an Peter).
Die Frage ist für mich nur, ob ich die Aufrüstung, sie ist unumgänglich,
schon mit einer ja nicht ganz billigen kleinen Festkörperplatte verbinde,
oder warte, bis sich die SSD’s verbilligt haben.
Weiterhin, ob ich zu oder vier Kernen greife. Macht das einen spürbaren
Unterschied? Ich kanns mangels Erfahrung nicht abschätzen.
Danke für Deinen Beitrag und Grüße
Josef Morlo
Ulrich Korndoerfer schrieb:
>
> Ich mische mich mal kurz ein. Sinnvollerweise packt man alles, was
> schnell gelesen (und evtl. auch geschrieben) werden muß, auf eine SSD,
> den Rest auf eine herkömmliche HD. Auf die SSD gehören:
>
> - die Systempartition samt Auslagerungsdatei. Selbst bei W7 reichen 50 GB
> - die ständig benötigten Programme samt allem Drumrum. Hier sollten 20 -
> 40 GB ausreichen
>
> Bis dahin max 90 GB. Wenn Du ein virtuelles System zusätzlich aufsetzen
> willst, kommts drauf an, welches OS und welche Programme da drin laufen
> sollen. Für XP max 15 GB und VisualStudio nochmal 15? Wären dann 120 GB.
Genau so hatte ich mir das auch vorgestellt. Unsere Rechnungen sind nicht
allzu verschieden. Nur unterscheiden wir uns der Bewertung. Du kommst bei,
zugegeben großzügiger Rechnung, auf 120 GB - genau das meinte ich mit
'eng'. Da fehlen mir doch ein paar GB fürs 'Rundum-Wohlfühlen'.
Im übrigen, ich müsste in ein virtuelles XP nicht nur ein älteres Visual
Studio, sondern all das reinpacken, was unter Win 7 nicht oder nicht rund
läuft bzw. mit neueren Programmversionen unverträglich ist.
Frage auch an Dich: machts - abgesehen vielleicht von der
Threadprogrammierung - einen erheblichen Unterschied, ob ich mit zwei oder
vier Kernen arbeite?
Jedenfalls: Da die Plädoyers für eine SSD ziemlich eindeutig ausfallen,
werde noch nochmal verschärft nachdenken müssen.
Danke fürs 'Einmischen' und Grüße
Josef Morlo
> Die Frage ist für mich nur, ob ich die Aufrüstung, sie ist
> unumgänglich, schon mit einer ja nicht ganz billigen kleinen
> Festkörperplatte verbinde, oder warte, bis sich die SSD’s verbilligt
> haben.
Schwer zu beantworten. Bei einem neuen System nehme ich nur noch
eine/mehrere SSDs, eine altes aufrüsten würde ich dagegen nicht unbedingt.
Die Halbwertszeiten für alte Systeme sind einfach zu kurz, das lohnt einfach
nicht.
> Weiterhin, ob ich zu oder vier Kernen greife. Macht das einen
> spürbaren Unterschied? Ich kanns mangels Erfahrung nicht abschätzen.
XP läuft nur mit maxiaml 2 Kernen schneller. In der vm bringen 4 Kerne
gegenüber 2 auch nur in bestimmten Situationen merklich Performance
(Threadprogrammierung? viele Programme die nebenher noch laufen?). Hab bei
meinem I7-860 die vm mal auf 2 Kerne beschränkt, ich habe innerhalb des
VS2010 kein eklatanten Unterschied bemerkt (allerdings nur "normales"
kleines Progrämmchen entwickelt).
Mein Tipp: Fang günstig an/steig günstig um, in 1-2 Jahren steht die
Entscheidung eh wieder an, oder?
Josef Morlo schrieb:
> ...
> Genau so hatte ich mir das auch vorgestellt. Unsere Rechnungen sind nicht
> allzu verschieden. Nur unterscheiden wir uns der Bewertung. Du kommst bei,
> zugegeben großzügiger Rechnung, auf 120 GB - genau das meinte ich mit
> 'eng'. Da fehlen mir doch ein paar GB fürs 'Rundum-Wohlfühlen'.
>
Du brauchst natürlich zusätzlich noch eine HD. Auf die kann man dann
immer noch Teile auslagern, wenns auf der SSD eng werden sollte. Und Du
solltest bei der SSD den Schwerpunkt auf Qualität legen. Lieber mehr
Geld für die Qualität ausgeben als für mehr GBs.
> Im übrigen, ich müsste in ein virtuelles XP nicht nur ein älteres Visual
> Studio, sondern all das reinpacken, was unter Win 7 nicht oder nicht rund
> läuft bzw. mit neueren Programmversionen unverträglich ist.
>
Auf meinem 5 Jahre alten Entwicklungsrechner mit XP belegt zur Zeit das
System 7 GB und die Programme 13 GB, also gesamt 20 GB. Bei den
Programmen dabei sind hunderte von Utilities, Graphikprogramme, VS6, 2
mal VS2010 Express (C++ und VB), Javaentwicklungsumgebung,
Pythonentwicklungsumgebung, FreePascal Entwicklungsumgebung, QT
Entwicklungsumgebung, Racket (Scheme-Dialekt) Entwicklungsumgebung,
XULRunner, diverse Runtimes wie GTK etc pp. 25 GB für eine VM würden da
dicke ausreichen, zumal man ja zB VirtualBox so konfigurieren kann, daß
es auch auf die HD-Bereiche außerhalb der VM zugreifen kann (dorthin
könnten dann die Daten wie zb der Sourcecode der Programme gelegt werden).
> Frage auch an Dich: machts - abgesehen vielleicht von der
> Threadprogrammierung - einen erheblichen Unterschied, ob ich mit zwei oder
> vier Kernen arbeite?
> ...
Wenn Du ständig eine VM mitlaufen lässt, würde ich 4 Kerne nehmen: 1
Kern fürs System, 1 Kern für die VM, und 2 für den Rest (zB für die
wenigen Programme, die 2 oder mehr Threads verwenden können).
2 Kerne für die VM lohnt sich eher nicht, da ja die VM einen virtuellen
Rechner darstellt, duch den alles durchmuß. Typische
Betriebssystemaufgaben delegiert sie sowieso ans Hostssystem, und das
hat ja seinen eigenen Kern.
Eins wäre noch zu beachten: da die weitaus meisten Programme auch heute
noch nur mit einem Thread arbeiten, ist es wichtig, bei Bedarf genügend
GHz zur Verfügung zu haben. Damit wird die Turboboost-Fähigkeit des
Prozessors wichtig. Soviel ich weiss, funktioniert das mit dem
Turboboost aber umso besser, je weniger Kerne der Prozessor hat.
Ich hab' noch keines abgegeben - meines lautet anders: Wenn Dir nicht das
Geld aus den Taschen quillt, gibt es überhaupt keinen Grund, jetzt in SSD
zu investieren; S-ATA und IDE (mit 7200 RPM und großem Cache) reichen
völlig aus.
--
Thorsten Albers
gudea at gmx.de
> Die Frage ist für mich nur, ob ich die Aufrüstung, sie ist
> unumgänglich, schon mit einer ja nicht ganz billigen kleinen
> Festkörperplatte verbinde, oder warte, bis sich die SSDÿs
> verbilligt haben.
Also für um die 100Euro bekommst Du z.B. bei Alternate
(oder auch anderen Versendern) eine 'OCZ-Vertex-2' 60GB,
schon mit einem der neueren SandForce-Controller (280/270
MB/sec Read/Write-Leistung und ebenfalls ordentlichen
IOs per second).
Läuft bei mir als Systemplatte (Win7-64, 16GB Ram).
Bootzeiten, Programm-Startup-Zeiten - lokale Compiler-
Läufe die temporär Files schreiben - alles profitiert
*deutlich* spürbar. Hab inzwischen meine ganze
Palette an Entwicklungs-Kram installiert - und liege
erst so bei 33GB (von 55GB formatierter Kapazität).
Die VMs und die SystemBackups liegen auf 'ner zus.
lokalen 7200'er 1 TB-Disk.
> Weiterhin, ob ich zu oder vier Kernen greife. Macht das
> einen spürbaren Unterschied?
> Ich kanns mangels Erfahrung nicht abschätzen.
Macht nur dann einen Unterschied, wenn Du z.B. umfangreiche
Video-Sequenzen transkodieren musst, oder 3D-Raytracing-
Software benutzt - oder mit riesigen Photos und komplexen
Photoshop-Filtern hantierst (also mit prof. Anwendungen, die
von multiplen Cores entscheidend profitieren, und ihre Algorithmen
(inzwischen) entspr. ausgelegt haben.
Auch ein VS-C++ (über den /MP-switch) oder der GCC kann
beim Kompilieren von (großen) Projekten von den multiplen
Cores profitieren.
Wenn Du zu Intel greifst (was sich beim derzeitigen Stand der
Dinge hinsichtlich höherer Single-Core-Leistung empfiehlt),
dann kannst Du ja einen Kompromiss gehen - die Intel-Einsteiger-
CPUs wie z.B. i3-2100 (2*3.1GHz, Sandybridge, Sockel 1155)
oder i3-550 (2*3.2GHz, Clarkdale, Sockel 1156) kosten so
um die 100Euro - und kommen mit Hyperthreading (4 virtuelle Cores) -
ist nicht ganz "volle Quadcore-Power" - aber Hyperthreading bringt
durchaus etwa 20-35% Mehrleistung - und das System fühlt sich
unter Last schon ein wenig reaktionsfreudiger an, als bei "nur 2
physischen Cores" (falls man mit einem "reinen" AMD-Dualcore
vergleichen möchte).
Dazu vielleicht ein MSI-Micro-ATX-Board (MSI gehört bei
den Verbrauchsmessungen im Leerlauf immer zu den Spitzen-
reitern bei modernen 1155 oder 1156 Intel-Sockeln) - und
gut ist... (für die nächsten 2-3 Jahre) ... ;-)
Clarkdale- und Sandybridge-CPUs haben die Grafik
integriert - separate Grafikkarte kann man sich also sparen.
Der etwas ätere Sockel 1156 (Clarkdale-CPUs) hat den Vorteil,
dass man durch moderates Übertakten im Bios nochmal so
um 15% Mehrleistung einstellen kann (alles noch problemlos
per Standard-Lüfter kühlbar) - bei den 1155-Sandybridge-Boards
bieten nur spezielle (teure) "Gamer-Boards" mit angepassten
Chipsätzen entsprechende Optionen.
Olaf
> Bei einem neuen System nehme ich nur noch
> eine/mehrere SSDs, eine altes aufrüsten würde ich dagegen nicht unbedingt.
> Die Halbwertszeiten für alte Systeme sind einfach zu kurz, das lohnt einfach
> nicht.
>
[...]
> Mein Tipp: Fang günstig an/steig günstig um, in 1-2 Jahren steht die
> Entscheidung eh wieder an, oder?
Dass die Halbwertszeiten ziemlich kurz sind, ist mir gerade noch mal
bewusst geworden. Wenn ich nämlich auf ein modernes Board ausweiche, unter
dem eine SSD venüftig laufen würde, müsste ich auch vermutlich wegen
absehbarer Schnittstellenprobleme einige Laufwerke austauschen oder mit
Schnittstellenkarten arbeiten - da ist, denke ich, der Systemtausch die
sinnvollere Lösung, auch wenn's nicht, wie Du sagst, "günstig umgestiegen
ist".
Bei einem neuen System, soweit ich mich bislang kundig gemacht habe, macht
sich auch der Aufpreis für mehrere Kerne, im Gesamt gesehen, nicht derartig
bemerkbar.
Ulrich Korndoerfer schrieb:
> Du brauchst natürlich zusätzlich noch eine HD. Auf die kann man dann
> immer noch Teile auslagern, wenns auf der SSD eng werden sollte.
Klar, hatte ich auch so verstanden.
>
> Auf meinem 5 Jahre alten Entwicklungsrechner mit XP belegt zur Zeit das
> System 7 GB und die Programme 13 GB, also gesamt 20 GB.
[...]
Ich habe selbst noch mal den Speicherbedarf für die älteren Programme
überschlagen. Neben XP, VS 2008 und SQL Server 2005 Express, fällt für die
VM eigentlich nichts wesentlich ins Gewicht. Nun weiß man allerdings nicht,
was in den nächsten zwei, drei Jahren an neueren Programmklötzen
daherkommen wird, auch wenn uns Microsoft ein Visual Studio 2012 und 2013
erspart;-). Eine stille Reserve an schnellem Speicherplatz hätte ich
trotzdem ganz gerne.
>
>> Frage auch an Dich: machts - abgesehen vielleicht von der
>> Threadprogrammierung - einen erheblichen Unterschied, ob ich mit zwei oder
>> vier Kernen arbeite?
>> ...
>
> Wenn Du ständig eine VM mitlaufen lässt, würde ich 4 Kerne nehmen: 1
> Kern fürs System, 1 Kern für die VM, und 2 für den Rest (zB für die
> wenigen Programme, die 2 oder mehr Threads verwenden können).
>
> 2 Kerne für die VM lohnt sich eher nicht, da ja die VM einen virtuellen
> Rechner darstellt, duch den alles durchmuß. Typische
> Betriebssystemaufgaben delegiert sie sowieso ans Hostssystem, und das
> hat ja seinen eigenen Kern.
>
So wie es aussieht, wird wohl XP zumindest die erste Zeit ständig
mitlaufen. Ok, in dem Bereich sehe ich nun auch ein bisschen klarer.
Bislang war das noch eher Neuland für mich.
Herzlichen Dank für Deine Ausführungen und Grüße.
Josef Morlo
Olaf Schmidt schrieb:
> Also für um die 100Euro bekommst Du z.B. bei Alternate
> (oder auch anderen Versendern) eine 'OCZ-Vertex-2' 60GB,
> schon mit einem der neueren SandForce-Controller (280/270
> MB/sec Read/Write-Leistung und ebenfalls ordentlichen
> IOs per second).
>
> Läuft bei mir als Systemplatte (Win7-64, 16GB Ram).
> Bootzeiten, Programm-Startup-Zeiten - lokale Compiler-
> Läufe die temporär Files schreiben - alles profitiert
> *deutlich* spürbar.
[...]
>
>> Weiterhin, ob ich zu oder vier Kernen greife. Macht das
>> einen spürbaren Unterschied?
>> Ich kanns mangels Erfahrung nicht abschätzen.
>
> Macht nur dann einen Unterschied, wenn Du z.B. umfangreiche
> Video-Sequenzen transkodieren musst, oder 3D-Raytracing-
> Software benutzt
Avancierteren graphischen Aufgaben werde ich mich nicht stellen müssen.
Bliebe als Argument die Virtuelle Maschine.
>
[...]
> Wenn Du zu Intel greifst (was sich beim derzeitigen Stand der
> Dinge hinsichtlich höherer Single-Core-Leistung empfiehlt),
> dann kannst Du ja einen Kompromiss gehen
[...]
>
> Dazu vielleicht ein MSI-Micro-ATX-Board (MSI gehört bei
> den Verbrauchsmessungen im Leerlauf immer zu den Spitzen-
> reitern bei modernen 1155 oder 1156 Intel-Sockeln) - und
> gut ist... (für die nächsten 2-3 Jahre) ... ;-)
Das Zwinkermännchen war nicht ganz unwichtig ;-)
>
> Clarkdale- und Sandybridge-CPUs haben die Grafik
> integriert - separate Grafikkarte kann man sich also sparen.
Merci für die detaillierte Zusammenstellung! Ich werde mal meinen lokalen
Händler darauf ansprechen, was er davon günstig liefern und zu einem
erschwinglichen Komplettsystem ergänzen könnte. Auf ein solches wird’s
vermutlich hinauslaufen.
Wichtig ist mir allerdings eine deutlich größere Systemplatte.
Thorsten Albers schrieb:
> Josef Morlo <Josef.Morl...@gmx.de> schrieb im Beitrag
> <1mztkqmg0i4ce.1x8ncfk3f8w6b$.d...@40tude.net>...
>> Jedenfalls: Da die Plädoyers für eine SSD ziemlich eindeutig ausfallen,
>
> Ich hab' noch keines abgegeben - meines lautet anders
Ok, dann ist meine Feststellung eindeutig revisionsbedürftig ;-)
> Wenn Dir nicht das
> Geld aus den Taschen quillt, gibt es überhaupt keinen Grund, jetzt in SSD
> zu investieren; S-ATA und IDE (mit 7200 RPM und großem Cache) reichen
> völlig aus.
Das entspricht im wesentlichen meiner aktuellen Konfiguration. Wie Du
möglicherweise gelesen hast, ist der Austausch ja nicht ganz freiwillig,
und ich frage mich - trotz sehr konservativen Kaufverhaltens - wo ab- und
zuzugeben ist. Triftige Gründe sind ja genannt worden.
Herzlichen Dank und Gruß
Josef Morlo
Ich stimme vor allem Dieter zu: RAM-Speicher ist das wichtigste und
entscheidende.
M.E. sollte man seine Konfiguration nach Möglichkeit nicht allzuweit
entfernt von der Standard-Konfiguration der Kunden entfernt ansiedeln. Wenn
man sich eine Super-Multi-Mega-Konfiguration zulegt, verliert man schnell
aus dem Auge, daß die Anwendung bei den meisten Kunden vielleicht
wesentlich 'behäbiger' abläuft, vielleicht sogar ganz anders bedient wird
bzw. auf dem Bildschirm erscheint (z.B. wenn bei der Entwicklung mehrere
Monitor verwendet werden, der durchschnittliche Kunde aber nur einen hat).
IDE, S-ATA, 2-4 GB Speicher sind heute wohl schon so als Standard
anzunehmen, SSDs dagegen ganz und gar nicht.
Die engagierten, teilweise sehr detaillierten Empfehlungen haben für mich
eine ganze Fülle neuer Aspekte eröffnet. Wenn ich für mich eine
Zwischenbilanz ziehe, so wird’s wohl doch auf die (vorgezogene) Anschaffung
eines *neuen Systems* hinauslaufen. Ich muss selbst mal genauer überprüfen,
ob und welche der Altkomponenten ich wegen absehbarer
Schnittstellenprobleme hinüberretten kann. Was es dann im Endeffekt werden
kann, wird maßgeblich das Budget entscheiden.
Merci, habe eine ganze Menge gelernt.
Josef Morlo