Betreff war: Re: Erfahrungen mit Epson V370 Photo?
Am 31.01.2013 14:29, schrieb Ka Prucha:
> Wenn du nicht besonders gute Objektive und feinkᅵrnige Filme verwendet
> hast, ist alles ᅵber echte 3000dpi praktisch nicht bemerkbar. Falls du
> wirklich einmal ein metergroᅵes Plakat von einem Bild benᅵtigst, ist
> eben ein externen Dienstleister erforderlich.
Ich hatte die Canon-FD Objektive mit Festbrennweite an einer AE-1,
zuletzt aber aus Bequemlichkeit hᅵufig das etwas schwᅵchere FD 35-70 als
"Immerdrauf". Und ich habe mir doch den CanoScan 9000F gekauft, weil der
wenigstens ehrliche 1700 dpi scannt, die Epson 500 und 600 nur 1560 dpi.
Allerdings muᅵ man beim Canon eine hᅵhere dpi-Zahl einstellen, damit man
auf die 1700 kommt. Diese dpi-Angaben der Hersteller sind
Augenauswischerei, steht hier:
http://www.filmscanner.info/CanonCanoScan9000F.html
"Ein Scan mit 1700 ppi liefert eine Bilddatei mit ca. 4 Megapixeln;
dieser Wert wird heutzutage von den einfachsten Digitalkameras
ᅵbertroffen. Um 1700 ppi effektiv zu erzielen muss man die Vorlage mit
4800 ppi scannen. Der Scan eines Kleinbild-Negatives oder -Dias mit 4800
ppi liefert eine Bilddatei mit 32 Megapixeln. Von diesen 32 Millionen
Bildpunkten sind aber nur 4 Millionen an tatsᅵchlicher Information im
Scan enthalten; die ᅵbrigen Pixeln sind doppelt und mehrfach. Der Canon
CanoScan 9000F liefert also bei Durchlichtscans extrem aufgeblᅵhte
Bilddateien, die nach dem Scannen in einem aufwᅵndigen
Bildbearbeitungsprozess wieder auf eine vernᅵnftige Grᅵᅵe reduziert
werden mᅵssen.
Wir haben die Auflᅵsung sowohl mit 4800 dpi als auch mit der
Maximalauflᅵsung von 9600 dpi gemessen; in beiden Fᅵllen kommen effektiv
ca. 1700 ppi heraus. Die Steigerung der Auflᅵsung gegenᅵber dem
Vorgᅵngermodell scheint also eher Marketingcharakter zu haben, in der
Praxis ist davon nichts zu bemerken. Stellt man jedoch eine noch
niedrigere Auflᅵsung als 4800 ppi ein, dann reduziert sich auch die
gemessene Auflᅵsung auf Werte weit unter die 1700 ppi."
Ich scanne also mit 4800 dpi und reduziere nachher in Photoshop Elements
die Schmalseite des Bildes auf 2000dpi. Sicher ist sicher, vielleicht
sollte ich aber 1700 nehmen, die genᅵgen ja auch, wenn der Scanner nicht
mehr kann.
Und dass die 1700 gegenᅵber echten 4000 dpi eines hochwertigen
Filmscanners in den meisten Fᅵllen reichen, steht hier:
http://www.henner.info/ ---> Bildbearb. --->Bi. scannen
> Die Hoffnung auf eine automatische, immer richtig liegend Farbkorrektur
> muss ich dir, besonders bei Negativen, auch noch rauben.
Ja, das sehe ich jetzt anhand von ca. 340 Kodacolor-Negativen aus 1990,
Segeltᅵrn/Bootsᅵberstellung Tunesien-Malta-Griechenland. Ein
Bilderstreifen-Scan wᅵre vielleicht mit meinem alten Epson 2450 Photo
gegangen in relativ guter Qualitᅵt, jedoch recht langsam und ohne
Staubkorrektur/Infrarotkanal.
Die Ergebnisse mit dem 9000F und VueScan prof. in Einzelausarbeitung
sind jedoch fᅵr mich ᅵberwᅵltigend! So schᅵne, klare und brillante
Farben habe ich nicht erwartet! Allerdings ist die Arbeit nicht ohne -
vergleichbar mit meiner frᅵheren Dunkelkammer-Arbeit, doch sie macht
ebenfalls Spaᅵ, weil was sehr gutes dabei rauskommt. An meinem workflow
muᅵ ich allerdings noch arbeiten, vielleicht sind doch noch gewisse
Automatismen und Stapelverarbeitung drinnen. Derzeit bearbeite ich jedes
Bild einzeln, ziehe an den Reglern von VueScan bis es gut aussieht m
vergrᅵᅵerten Einzelbild, korrigiere den Bildausschnitt, speichere und
exportiere in PhEl.
> Wenn du nicht
> gewillt bist, oder Zeitmangel nicht mᅵglich ist, dich eher mᅵhsam in
> die Farbkorrektur einzuarbeiten, solltest du das Scannen in Auftrag
> geben.
Nach 23 Jahren haben diese Bilder auch noch Zeit, bis sie in eine
Tonbildschau in HD-Qualitᅵt fᅵr den LED-Fernseher geschnitten werden -
als MPEG-Video. Das will ich doch lieber selber machen, allein der
Erinnerung wegen, die da hochkommt.
Gruᅵ, Norbert