ich betreue eine WLAN-Installation, die mit Mikrotik-Accesspoints auf
Basis des RB532 mit RouterOS 3.17 arbeitet. Jeder Accesspoins hat zwei
Radios, eines auf 802.11bg und eins auf 802.11a. Ansonsten sind die
Radios identisch konfiguriert. Virtuelle WLANs sind im Einsatz: Eins
ist unverschlüsselt und zwei sind WPA-verschlüsselt; jedes virtuelle
WLAN landet auf dem Kabel-Ethernet in seinem eigenen VLAN. Die Netze
haben auf allen Accesspoints dieselben SSIDs. Parallel zum
Mikrotik-WLAN ist aus historischen Gründen eine zweite
WLAN-Infrastruktur gebaut, die mit Cisco-Accesspoints arbeitet.
Im 2.4-GHz-Band sind die Accesspoints mehr oder weniger geschickt
statisch auf Kanäle 1, 6 und 11 verteilt, wobei es aufgrund der
Gebäudestruktur kaum einen Bereich gibt, an dem man nicht mindestens
zwei Accesspoints empfangen kann. Andere Mieter betreiben in dem
Gebäude ebenfalls WLANs.
Nun kommt es regelmäßig dazu, dass an einem beliebigen der
Mikrotik-WLANs angemeldeten Clients gemeinsam die Assoziation
verlieren. Das tritt besonders häufig auf, wenn mehrere Clients in
einem Raum sind (z.B. bei Besprechungen). Dabei verlieren eigentlich
immer mehrere Clients gleichzeitig die Assoziation zum Accesspoint,
jedoch ganz selten alle. Während die die Assoziation verlierenden
Maschinen größtenteils unter Windows XP laufen, bleiben meine unter
Linux laufenden Testmaschinen in aller Regel ständig korrekt
connected.
Die Massendisassociations kommen dabei unabhängig davon vor, ob ein
Client ein verschlüsseltes oder das unverschlüsselte WLAN benutzt, in
welchem Teil des Gebäudes die Geräte eingesetzt sind und treten sowohl
im 802.11a als auch im 802.11bg-Netz auf.
Habt Ihr eine Idee, woran diese Störungen liegen könnten? Ich habe
noch folgende Ideen zum Debuggen:
(a)
Einen der Accesspoints auf andere SSIDs umkonfigurieren und gucken, ob
Connects zu dieser nur einmal ausgestrahlten SSID stabiler sind
(b)
Alle Accesspoints bis auf einen abschalten und gucken, ob Connects zu
diesem Rumpf-WLAN stabiler sind
(c)
Einen der Accesspoints gegen einen anderen Hersteller austauschen und
gucken, ob Connects zu diesem Accesspoint stabiler sind. Was für
Hersteller außer Mikrotik und Cisco kommen in Frage, wenn man (1)
802.11a und 802.11bg parallel, (2) externe Antennen, (3) multi-SSID
und (4) VLANs LAN-seitig haben möchte?
Habt Ihr noch andere Ideen, was hier eine Fehlerursache sein könnte
und wie man ihr auf den Grund gehen könntet? Gibt es eine Firma mit
Sitz grob zwischen Frankfurt, Freiburg und Stuttgart, die meßtechnisch
hinreichend gut ausgestattet ist und auch das hinreichende Know-How
für eine Vor-Ort-Debugging-Aktion mitbringt?
Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
> (c)
> Einen der Accesspoints gegen einen anderen Hersteller austauschen und
> gucken, ob Connects zu diesem Accesspoint stabiler sind. Was für
> Hersteller außer Mikrotik und Cisco kommen in Frage, wenn man (1)
> 802.11a und 802.11bg parallel, (2) externe Antennen, (3) multi-SSID
> und (4) VLANs LAN-seitig haben möchte?
Lancom kann das. Allerdings ist dort die Vlan Konfiguration meiner
Meinung nach extrem unintuitiv.
Zumindest über GUI. CLI habe ich noch nicht probiert.
> Habt Ihr noch andere Ideen, was hier eine Fehlerursache sein könnte
> und wie man ihr auf den Grund gehen könntet? Gibt es eine Firma mit
Debug Log auf einen externen Syslog schreiben und nach Fehlerfall
auswerten.
Versucheweise mal das OS für die Boards wechseln.
mfG Thomas Richter
>(c)
>Einen der Accesspoints gegen einen anderen Hersteller austauschen und
>gucken, ob Connects zu diesem Accesspoint stabiler sind. Was f�r
>Hersteller au�er Mikrotik und Cisco kommen in Frage, wenn man (1)
>802.11a und 802.11bg parallel, (2) externe Antennen, (3) multi-SSID
>und (4) VLANs LAN-seitig haben m�chte?
Lancom?
Ahja, Mikrotik hat letztens auch neuere firmware f�r viele Ger�te
ver�ffentlicht.
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
Weißt Du aus dem Hut wie das mit Mikrotik geht, oder les ich besser
nach?
>Versucheweise mal das OS für die Boards wechseln.
Auf welche Version?
> >Debug Log auf einen externen Syslog schreiben und nach Fehlerfall
> >auswerten.
>
> Weißt Du aus dem Hut wie das mit Mikrotik geht, oder les ich besser
> nach?
Habe noch kein Mikrotik in der Hand gehabt.
Aber der Wiki scheint ganz gut zu sein:
http://wiki.mikrotik.com/wiki/Wireless_Debug_Logs
> >Versucheweise mal das OS für die Boards wechseln.
Ich meinte das OS. Es gibt ja diverse andere die auch auf der Mikrotik
Plattform laufen.
mfG Thomas Richter
Ja, aber das remote log auf den externen Syslog-Server hab ich noch
nicht hinbekomme, da gehen einfach keine Pakete raus aus dem
Accesspoint. Und im Speicher ist die Information nicht lang genug
gehalten.
>> >Versucheweise mal das OS für die Boards wechseln.
>
>Ich meinte das OS. Es gibt ja diverse andere die auch auf der Mikrotik
>Plattform laufen.
Phew, das ist aber eine heiße Sache, da frickelt man sicher
wochenlang.
> Ja, aber das remote log auf den externen Syslog-Server hab ich noch
> nicht hinbekomme, da gehen einfach keine Pakete raus aus dem
> Accesspoint. Und im Speicher ist die Information nicht lang genug
> gehalten.
Syslog Config angepasst? Das muß ungefähr so in die Richtung
konfiguriert werden.
http://www.ipcop-forum.de/forum/viewtopic.php?t=15225
> >Ich meinte das OS. Es gibt ja diverse andere die auch auf der Mikrotik
> >Plattform laufen.
>
> Phew, das ist aber eine heiße Sache, da frickelt man sicher
> wochenlang.
Du sollst es ja nicht neu schreiben sondern nur neu konfigurieren.
Ich würde maximal 1 Tag schätzen. Davon halber Tag Docs lesen.
mfG Thomas Richter
Nein, muss es nicht, auf dem (funktionierenden) syslog-Server ist
rsyslog im Einatz. Außerdem schrieb ich oben, dass asu dem Accesspoint
keine Pakete rausgehen. Das impliziert, dass ich das auch geprüft
habe.