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Spricht technisch was gegen Cat5e oder Cat6 für ADSL?

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Ralph Aichinger

unread,
Jun 14, 2014, 4:30:16 PM6/14/14
to
Ich hab an der Stelle an der das Telefonkabel im Keller ins
Haus kommt einen verplombten kleinen Kasten, aus dem
die Telefonkabel rauskommen. Von dort bis zu meinem
Schaltschrank kann ich vermutlich entweder den "Postler"
(das Unternehmen formerly known as "Post" heißt bei uns
in dem Bereich derzeit A1, würde ich nicht wundern, wenn
das bald unter einer mexikanischen Marke firmiert) ein
von ihm mitgebrachtes Kabel anbringen lassen, aber weil
die Durchführung durch die Decke und eine Wand eher
vertrackt ist, möchte ich das eher nicht, sondern es nach
eigenen Vorstellungen und in Ruhe selbst machen.

Oder ich lege mir selbst ein Kabel und hoffe, daß der
A1-Techniker das im Klemmkasten anklemmt, und am
anderen Ende entweder eine Telefondose befestigt, oder
(mir noch lieber) mich das andere Ende einfach im Patchpanel
auflegen läßt (keine Ahnung, ob das heute möglich ist,
früher war die quasi-amtliche Telefonsteckdose ja fast
heilig).

Spricht was dagegen im Haus Cat5 oder Cat6 Ethernetkabel
für sowas zu verwenden? Klar, ein "echtes" Telefonkabel
ist was anderes, aber sogar Cat5 sollte ja eher besser
sein. Oder hat man da irgendwelche Impedanzsprünge drin
(bei ADSL/VDSL, bei Telefonie ist es natürlich Powidl).

Ich hab einfach noch eine 100er-Rolle Ethernet-Verlegekabel
hier, und Sternvierer oder sowas müßte ich extra kaufen.
Außerdem ist es mir sympathischer, wenn ich die drei Kabel
die ich jetzt in den Keller lege nach Bedarf von ADSL-Leitung
zu Ethernet machen kann und umgekehrt.

Bei der kurzen Strecke die ich habe, ist die Frage
vermutlich rein akademisch (unter 20m), aber mich interessiert
das prinzipiell: Wie schaut es mit den Eigenschaften von
TP-Ethernetkabel bezüglich ADSL aus?

Ist es heute üblich ADSL-Leitungen einfach über die strukturierte
Gebäudeverkabelung zu schicken? Oder wird das sauber getrennt
zwischen Kundennetzen und Kabeln die dem Netzbetreiber
"gehören"?

/ralph

Bastian Lutz

unread,
Jun 14, 2014, 4:42:38 PM6/14/14
to
Hallo Ralph!

Am 14.06.2014 22:30, schrieb Ralph Aichinger:

[...]

> Spricht was dagegen im Haus Cat5 oder Cat6 Ethernetkabel
> für sowas zu verwenden? Klar, ein "echtes" Telefonkabel
> ist was anderes, aber sogar Cat5 sollte ja eher besser
> sein. Oder hat man da irgendwelche Impedanzsprünge drin
> (bei ADSL/VDSL, bei Telefonie ist es natürlich Powidl).

Geht zumindest mit Annex B (Annex J noch nicht testen koennen und
Deutschland ist Annex-A-freie Zone), solange es elektrisch eine
Direktverbindung ist (Ethernet-Switch zwischen DSL-Modem und
Vermittlungsstelle wird nicht gehen ;-)). Allerdings wuerde ich auf
jeden Fall an beiden Enden gleich eine Dose setzen bzw. ans Patchpanel
anschliessen als ob das eine Gigabit-Ethnernet-Verbindung werden soll
und dann noch die passenden Adapter zusammenpfuschen, damit's mit dem
DSL-Modem hinterher auch wirklich funktioniert und evtl. sogar parallel
noch eine Fast-Ethernet-Verbindung moeglich ist.

Bastian Lutz

--
Wenn jemand irgendwas von Anonymitaet faselt, wenn er oder jemand
anderes (meist Newbies) darauf hingewiesen wurde, dass er einen Realname
verwenden sollte, hat er den Hinweis nicht richtig gelesen.

Ralph Aichinger

unread,
Jun 14, 2014, 5:08:52 PM6/14/14
to
Bastian Lutz <news...@arcor.de> wrote:
> Geht zumindest mit Annex B (Annex J noch nicht testen koennen und
> Deutschland ist Annex-A-freie Zone), solange es elektrisch eine

Bei mir wird es erst einmal ziemlich sicher Annex A, aber ein
gefährlich brummender (was ist an den Hütten so laut?) großer
grauer Kasten steht schon drei Straßen weiter.

> Direktverbindung ist (Ethernet-Switch zwischen DSL-Modem und
> Vermittlungsstelle wird nicht gehen ;-)). Allerdings wuerde ich auf
> jeden Fall an beiden Enden gleich eine Dose setzen bzw. ans Patchpanel
> anschliessen als ob das eine Gigabit-Ethnernet-Verbindung werden soll

Am Ende von meinem Netzwerkschrank werde ich natürlich gleich direkt
auflegen, in der Hoffnung daß der Telekom-Techniker nicht das Kabel
abschneiden und eine "amtliche Telefondose" (österreichischer Stecker
schaut fast aus wie der deutsche) will.

Am Anderen Ende wäre mir am liebsten wenn der A1-Techniker "mein"
kabel direkt in seine verplombte Klemmbox hängt, also ohne Wurm-
fortsatz in Form von irgendwelchen Dosen oder Steckverbindungen
dazwischen. Natürlich werde ich die "überzählig" eingezogenen
Kabel auf eine Dose direkt daneben legen (man weiß ja nie was
man im Heizungskeller in dem die Telefonleitung reinkommt
mal alles steuern will).

Alleine ich weiß natürlich nicht, wie das derzeit rechtlich aussieht,
und wie das derzeit praktisch aussieht, ob der Techniker das tut.
Eventuell mit gut zureden ;)

Wenn er die "amtliche Dose" oben bei meinem Schaltschrank an mein
Kabel befestigt, dann kann ich die immerhin abschneiden und selbst
auflegen, nachdem er bei der Tür draußen ist.

> und dann noch die passenden Adapter zusammenpfuschen, damit's mit dem
> DSL-Modem hinterher auch wirklich funktioniert und evtl. sogar parallel
> noch eine Fast-Ethernet-Verbindung moeglich ist.

Klar, Adapter RJ-45 auf RJ-11 wird natürlich beschafft oder hergestellt.
Selbst wenn RJ-11 in die Patchpanel-Buchsen paßt, ideal ist das nicht.

/ralph -- du siehst also von der reinen Leitung her kein Problem mit
ADSL auf Cat5/6? Bei den Steckern und Zwischendosen gilt für
mich: Less is more ;)

Marcel Müller

unread,
Jun 14, 2014, 6:11:02 PM6/14/14
to
Hallo!

Am 14.06.2014 22:30, schrieb Ralph Aichinger:
> Spricht was dagegen im Haus Cat5 oder Cat6 Ethernetkabel
> für sowas zu verwenden? Klar, ein "echtes" Telefonkabel
> ist was anderes, aber sogar Cat5 sollte ja eher besser
> sein. Oder hat man da irgendwelche Impedanzsprünge drin

Passt. Ist alles 100 Ohm.
BTDT.

> Bei der kurzen Strecke die ich habe, ist die Frage
> vermutlich rein akademisch (unter 20m), aber mich interessiert
> das prinzipiell: Wie schaut es mit den Eigenschaften von
> TP-Ethernetkabel bezüglich ADSL aus?

Geht prima.

> Ist es heute üblich ADSL-Leitungen einfach über die strukturierte
> Gebäudeverkabelung zu schicken? Oder wird das sauber getrennt
> zwischen Kundennetzen und Kabeln die dem Netzbetreiber
> "gehören"?

Naja, der Netzbetreiber nimmt das billigste, was zuverlässig geht. Cat 6
gehört nicht dazu.


Marcel

Marc Haber

unread,
Jun 15, 2014, 2:36:23 AM6/15/14
to
Ralph Aichinger <ra...@pangea.at> wrote:
>Am Ende von meinem Netzwerkschrank werde ich natürlich gleich direkt
>auflegen, in der Hoffnung daß der Telekom-Techniker nicht das Kabel
>abschneiden und eine "amtliche Telefondose" (österreichischer Stecker
>schaut fast aus wie der deutsche) will.
>
>Am Anderen Ende wäre mir am liebsten wenn der A1-Techniker "mein"
>kabel direkt in seine verplombte Klemmbox hängt, also ohne Wurm-
>fortsatz in Form von irgendwelchen Dosen oder Steckverbindungen
>dazwischen. Natürlich werde ich die "überzählig" eingezogenen
>Kabel auf eine Dose direkt daneben legen (man weiß ja nie was
>man im Heizungskeller in dem die Telefonleitung reinkommt
>mal alles steuern will).

Ich würde das so machen wie Bastian empfohlen hat. Der Komiker soll
seine "amtliche" Dose direkt neben den Kasten (in Deutschland würde
dre APL - Abschlußpunkt Linientechnik - heißen) setzen, Du legst Deine
Verbindnug zum Serverschrank im Serverschrank auf ein zur Leitung
passendes Patchfeld und neben dem APL auf eine ordentlich mit allen
vier Paaren angeschlossene Dose auf und steckst Dir ein
"Adapterkabel". Das hat auch den Vorteil, dass man im Störungsfall
trivial messen kann, ob die Störung innerhalb Deiner Verkabelung oder
bei der Telekom liegt.

Mit der Ausführung "Deiner" Leitung als Cat 5 oder Cat 6 oder besser
erwarte ich keinerlei Probleme.

Grüße
Marc
--
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Ralph Aichinger

unread,
Jun 15, 2014, 4:07:39 AM6/15/14
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:
> Ich würde das so machen wie Bastian empfohlen hat. Der Komiker soll
> seine "amtliche" Dose direkt neben den Kasten (in Deutschland würde
> dre APL - Abschlußpunkt Linientechnik - heißen) setzen, Du legst Deine
> Verbindnug zum Serverschrank im Serverschrank auf ein zur Leitung
> passendes Patchfeld und neben dem APL auf eine ordentlich mit allen
> vier Paaren angeschlossene Dose auf und steckst Dir ein
> "Adapterkabel". Das hat auch den Vorteil, dass man im Störungsfall
> trivial messen kann, ob die Störung innerhalb Deiner Verkabelung oder
> bei der Telekom liegt.
>
> Mit der Ausführung "Deiner" Leitung als Cat 5 oder Cat 6 oder besser
> erwarte ich keinerlei Probleme.

So wird es dann wohl werden. Das Argument mit dem Störungsfall hat
schon was, auch wenn ich zum Glück noch nie eine problematischere
Störung diesbezüglich gehabt habe (und das obwohl der Verteiler über
den meine Leitung läuft auf der anderen Straßenseite früher regelmäßig
von umdrehenden Autos umfgefahren worden ist (so ca. halbjährlich,
insgesamt sicher zwischen 5 und 10mal, bis dann die Telekom Lernfähigkeit
gezeigt hat und Beton statt Plastik verwendet, und von "mitten auf einem
Parkplatz aber juristisch an der Grundstücksgrenze" abgegangen ist).

/ralph

Bastian Lutz

unread,
Jun 15, 2014, 4:25:00 AM6/15/14
to
Hallo Ralph!

Am 14.06.2014 23:08, schrieb Ralph Aichinger:
> Bastian Lutz <news...@arcor.de> wrote:
>> Geht zumindest mit Annex B (Annex J noch nicht testen koennen und
>> Deutschland ist Annex-A-freie Zone), solange es elektrisch eine
>
> Bei mir wird es erst einmal ziemlich sicher Annex A, aber ein
> gefährlich brummender (was ist an den Hütten so laut?) großer
> grauer Kasten steht schon drei Straßen weiter.

Entweder das fette(?) Netzteil oder aufgrund der vielen Abwaerme laeuft
da ein (billiger?) Luefter im Dauerbetrieb, was bedeutet, dass da
irgendwann mal die Lager ausgeschlagen sind, wodurch er noch mehr Laerm
macht also im Neuszustand.

>> Direktverbindung ist (Ethernet-Switch zwischen DSL-Modem und
>> Vermittlungsstelle wird nicht gehen ;-)). Allerdings wuerde ich auf
>> jeden Fall an beiden Enden gleich eine Dose setzen bzw. ans Patchpanel
>> anschliessen als ob das eine Gigabit-Ethnernet-Verbindung werden soll
>
> Am Ende von meinem Netzwerkschrank werde ich natürlich gleich direkt
> auflegen, in der Hoffnung daß der Telekom-Techniker nicht das Kabel
> abschneiden und eine "amtliche Telefondose" (österreichischer Stecker
> schaut fast aus wie der deutsche) will.
>
> Am Anderen Ende wäre mir am liebsten wenn der A1-Techniker "mein"
> kabel direkt in seine verplombte Klemmbox hängt, also ohne Wurm-
> fortsatz in Form von irgendwelchen Dosen oder Steckverbindungen
> dazwischen. Natürlich werde ich die "überzählig" eingezogenen
> Kabel auf eine Dose direkt daneben legen (man weiß ja nie was
> man im Heizungskeller in dem die Telefonleitung reinkommt
> mal alles steuern will).

In Deutschland ist es so, dass (zumindest wenn man Telekom-Kunde ist),
bis zur ersten Telefonsteckdose in der Wohnung (also nicht nur bis zur
Klemmleiste im Keller) alles von der Telekom gemacht wird, auch wenn's
spaeter mal Probleme gibt. Deswegen wurde ich den Telekomiker seine Dose
ganz normal setzen lassen. Wenn du deine Leitung direkt anklemmst,
wird's IMHO im Problemfall schwierig zu testen, ob's an deiner
Verkabelung liegt oder an der von der Telekom.
Am besten fragst du vllt. vorher nach.

[...]

>
> /ralph -- du siehst also von der reinen Leitung her kein Problem mit
> ADSL auf Cat5/6? Bei den Steckern und Zwischendosen gilt für
> mich: Less is more ;)

Kommt drauf an: Alles was irgendwie an den Kabeln haengt muss auch mind.
Cat5e/6 (Cat5 nur Fast-Ethernet!) haben, im Zweifelfall kriegst du sonst
Probleme wg. "schwaechstem Glied in der Kette". Da gilt "More is more".
Dagegen solltest du jede Verbindungsstelle vermeiden wo moeglich. Also
angenommen Raum A, B und C liegen nebeneinander und du willst eine
Verbindung von der ersten Telefon-Steckdose in Raum A zum DSL-Modem in
Raum C und eine Verbindung von eine weiteren Rechner in Raum B zum
Router nach Raum C, dann wuerde ich da eine eine Leitung A<->C und B<->C
legen und nicht der Flexibilitaet wegen eine Leitung A<->B und zwei
Leitungen B<->C legen und dann in Raum B ein Patchkabel die Verbindung
A<->C herstellen lassen.

Hoffe mal du verstehst, was ich meine.
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