Thomas Krenzel . <
thurga...@gmx.de> wrote:
> Am 02.01.2018 um 14:32 schrieb Sven Hartge:
>> Marc Haber <
mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>> "Thomas Krenzel ." <
thurga...@gmx.de> wrote:
>>>> Am 02.01.2018 um 08:30 schrieb Marc Haber:
>>>>> um den auf 10 Mbit Halbduplex reduzierte Link zwischen meinen
>>>>> beiden Laborswitchen so auszulasten, dass sich die Last auf ein
>>>>> über denselben Link laufendes Telefonat ausgewirkt hat. Mit TCP
>>>>> ging da gar nix.
>>>>
>>>> Den letzten Satz verstehe ich nicht so recht. Du meinst es ist
>>>> schwierig 10MBit Halbduplex mit TCP-Paketen auszulasten?
>>
>>> Es war schwierig, 10 Mbit Halbduplex mit TCP-Paketen so auszulasten,
>>> dass da nicht noch ein VoIP-Gespräch dazwischengepasst hat. TCP ist
>>> einfach zu gutmütig und geht freiwillig von der Leitung runter.
>>
>> Ich kann die Experimente von Marc bestätigen. Ich hatte das gleiche
>> Erlebnis. Erst ein Fluten der Leitung mit UDP-Pakete aus dem
>> Paket-Generator hat zum Ansteigen von Jitter und Latenz und
>> schließlich zu hörbaren Veränderungen an der Qualität des Telefonates
>> geführt.
> Ok dann habe ich das richtig gelesen.
> Laborbedingungen (also genau definierte Umgebungen) sind ja nun nicht
> immer in der Praxis anzutreffen, aber das ein VoIP-Datenstream nicht
> ausreicht um eine 10Mbit/hx-Verbindung auszulasten ist ja schon gut zu
> wissen.
Das dies der Fall ist, kann man ja schon theoretisch ausrechnen, da
selbst der verschwenderischste VoIP-Codec nicht mehr wie 100KBit/s
(sprich 0,1% einer 10MBit/s-Leitung) verbraucht. Das geht schon fast im
Rauschen unter.
> Andersrum könnte man ableiten, das VoIP ziemlich robust ist (was auch
> meine Erfahrung ist) bzw wenn Probleme auftreten die eher
> grundlegender Natur sein werden.
Wenn bei meinem Arbeitgeber Probleme im VoIP-Bereich auftreten, dann
deutet dies meist auf eine defekte Leitung oder andere massive Probleme
hin, also Dinge wie:
a) SFP kaputt, Error-Zähler am Port steigt rapide an
b) gequetchtes TP-Kabel beim Endgerät, Error-Zähler am Port steigt
rapide an
c) gehacktes System partizipiert an DDoS und füllt eine Uplink-Leitung,
Discard-Zähler am Port steigt rapide an
Was bisher noch nicht vorgekommen ist, ist dass auf den
Backbone-Leitungen während des normalen Betriebs Probleme mit VoIP
durch den normalen Traffic verursacht wurden.
Dennoch haben wir auf den Switchen das VoIP-VLAN via QoS priorisiert.
Dies ist kein Aufwand und durch das zentrale Management mit einem Klick
erledigt.
Da wir $hier den VoIP-Traffic via VLANs strickt vom restlichen Traffic
trennen, müssen wir auch nicht mehr machen. Wenn man die VoIP-Daten aber
*im* normalen Datennetz hat, wird es aufwändiger.
Notwendig wird dies meinen Erfahrungen nach aber nur auf extrem
unterdimensionierten Leitungen. In der Regel nichts, was man im
Privat-Haus erlegt.
Selbst mehrere parallele Zugriffe auf ein NAS hinter einem zweiten
Switch im Haus bringen VoIP-Datenströme über den gleichen zweiten
Switch nicht aus dem Tritt.