Am 14.01.2017 um 10:55 schrieb Marcel Mueller:
> On 14.01.17 09.22, Thomas Einzel wrote:
...
>> Sollte man in so einer Umgebung zu bestimmten Tageszeiten ein Problem
>> mit der Netto-Datenübertragungsrate bekommen sind Simultan Dualband APs
>> sehr hilfreich. Ein älteres nur 2,4GHz Smartphone hat dann eben temporär
>> nur ein paar Mbit, der neue Laptop mit ac kann friedlich sein Backup
>> machen ohne von dem Gedrängel etwas zu merken und der parallele HD
>> Stream im 802.11n 5GHz Band ruckelt auch nicht.
>
> Dann benötigt man aber in *jedem Zimmer* einen AP.
Das kommt drauf an [tm].
Größe, Gliederung, Wände, Nutzung, Planung, Vernunft... usw.
> 5 GHz geht faktisch nicht durch gemauerte Wändeund Decken
Bei Decken kommt es auch auf das Material an. Aber zu prüfen, ob man
jeweils einen Etagen-AP planen und testen sollte, ist nicht der
schlechteste Plan.
> jedenfalls nicht mit Datenraten jenseits eines übervölkerten 2,4 GHz Kanals.
5GHz Wlan wird auch durch viele dünne Trennwände und vor allem durch
normale Zimmertüren wie Waben oder Röhrenspan nicht bis zur
Unbenutzbarkeit gedämpft. Dass man dann an selten genutzten Stellen in
der Wohnung keine 300Mbit/s Netto bei 4 Streams mehr hat, finde ich
nicht ganz so tragisch. Wer es überall "schneller" will, muss es anders
lösen.
> Und wenn ich in jedem
> Zimmer sowieso Festnetz für den AP brauche, kann ich auch alle halbwegs
> fest installierten Geräte gleich damit ankabeln. Vom Kosten und
> Stromverbrauch für die ganzen APs ganz zu schweigen.
Für den ganzen mobilen Kram werden viele Nutzer ohnehin WLAN in so
ziemlich der ganzen Wohnung haben wollen.
Selten genutzte APs kann man mittels einfachem Steckdosenschalter o.ä.
auch nur nach Bedarf anschalten. Mache ich z.B. im Garten so. Die APs
booten ja recht schnell.
>> Wo es geht ist LAN natürlich immer die erste Wahl.
>
> Auf jeden Fall.
> Zuverlässige Bandbreite und lizenzfrei schließt sich bei Funk aus.
Ich wollte mit dem WLAN Hinweis nur sagen, dass vor allem Mieter, die
Cat-x nicht nach ihren Wünschen einfach neu und fest verlegen dürfen wie
sie wollen, auch mal über (simultan) Dualband APs *nachdenken* könnten.
Was sie tatsächlich machen, müssen sie ohnehin selber entscheiden.
Man könnte z.B. einen AP kaufen und an verschiedenen Stellen probieren,
so habe ich vor sehr vielen Jahren mit einem Buffalo WHR-HP-G54 mal mit
WLAN begonnen. Diesen einen zusätzlichen AP kann man dann auch mit
_einer_ der genannten Flachleitung anbinden und soweit man einen
passenden gekauft hat, dessen restliche Ethernetports vor Ort nutzen.
Allen Wohneigentumsbesitzern kann ich nur raten als erstes die
Verlegemöglicheit von Verlegeleitungen ab Cat5(e) zu prüfen. Das kann
nominal "nur" 1Gbit/s vollduplex, dürfte aber *je* Client für die
meisten Nutzer deutlich oberhalb der absehbaren praktischen
Anforderungen liegen. Wer mehr braucht, oder glaubt mehr zu brauchen,
verlegt eben 10Gbit taugliches. Und die potenziellen AP Standorte bei
der Planung nicht vergessen ;-)
--
Thomas