was ist eigentlich der Unterschied zwischen eine TokenRing Netzwerkkarte
und eine "normale" Netzwerkkarte?
Mir wurde eine TokenRing Netzwerkkarte für meinen Drucker angeboten. Ich
wollte wissen, ob ich mit einer TokenRing Netzwerkkarte auch im
Hauseingenen Netzwerk von allen Rechner, die an einem Router hängen,
zugreifen kann ( wie eine "normale" Netzwerkkarte )
Das kann mir der Verkäufer nciht sagen, da er sich auch nicht auskennt.
Danke
Gruß,
AQ
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> Hallo,
>
> was ist eigentlich der Unterschied zwischen eine TokenRing Netzwerkkarte
> und eine "normale" Netzwerkkarte?
> Mir wurde eine TokenRing Netzwerkkarte für meinen Drucker angeboten. Ich
> wollte wissen, ob ich mit einer TokenRing Netzwerkkarte auch im
> Hauseingenen Netzwerk von allen Rechner, die an einem Router hängen,
> zugreifen kann ( wie eine "normale" Netzwerkkarte )
> Das kann mir der Verkäufer nciht sagen, da er sich auch nicht auskennt.
>
> Danke
> Gruß,
> AQ
Hallo
Die "Normale" Netzwerkkarte wird wohl eine Ethernetkarte sein ?
Das übertragungsprotokoll bei Ethernet ist CSMA/CD und das hat mit Token
Ring nun garnichts zu tun, geht also nicht.
Gruss Rüdiger
> IMHO ist Token-Ring ein lahmes, überholtes und störanfälliges System,
> welches mit BNC-Anschlüssen arbeitet und deshalb nur selten (bzw. mit
> großem aufwand) an bestehende Netzwerke angeschlossen werden kann.
> Sollte ich mich irren, bitte berichtigen
Störanfällig ist TR nun wirklich nicht, ansonsten im Prinzip: ACK.
Bye
woffi
--
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Jan Schejbal schrieb:
> IMHO ist Token-Ring ein lahmes, überholtes und störanfälliges System,
> welches mit BNC-Anschlüssen arbeitet und deshalb nur selten (bzw. mit
> großem aufwand) an bestehende Netzwerke angeschlossen werden kann.
Also störanfällig ist Token Ring nicht, es ist nur weniger
fehlertolerant wie Ethernet, wenn es mal Fehler gibt. Token Ring ist
auch lahm, allerdings sind die Bandbreiten der einzelnen Clients
weitgehend sicher, da nur der Client in der ringförmigen Struktur senden
darf, der den ständig umlaufenden Token hat. Die Übertragungssicherheit
von Token Ring wird jedoch mit weit höheren Hardware- und
Installationskosten bezahlt.
Zum Thema Token-Ring-Netzwerkkarte: Nein, die wird in einem Ethernet so
nicht funktionieren. Dazu müsste man zwei Netzwerksegmente einrichten,
jeweils eines mit Token Ring und eines mit Ethernet und zwischen diesen
Netzwerken ein Gateway haben, dass zwischen den Netzwerken einen
Übergang schafft. Teuer... sehr teuer.
Besim
--
Besim at Karadeniz dot de >> Pforzheim/GER >> PGP (RSA 3072) 0xC3251240
netplanet - Verstehen Sie mal das Internet! - http://www.netplanet.org/
"Mein Bruder Dozer und ich, wir sind beide 100 % Mensch aus
kontrolliert biologischem Anbau." -- Tank in "The Matrix"
TR geht auch ueber Cat5. Jedenfalls hat die TR-Karte, die hier
noch rumliegt einen RJ45-Anschluss.
Gerrit
Du irrst.
Token Ring kann nicht deswegen nicht an Ethernet-Netze (die sollen wohl mit
"normale Netze" gemeint sein) angeschlossen werden, weil es BNC-Anschlüsse
verwende, sondern weil das Protokoll völlig anders funktioniert.
(siehe http://www.faqs.org/faqs/LANs/token-ring-faq/ [3.1])
Token Ring läuft grundsätzlich über Twisted Pair Kabel, sei es IBM Cabling
System Type 3 Kabel oder auch "normales" CatX Twisted Pair Kabel.
Token Ring Karten haben entweder einen DB9-Anschluss oder ebenfalls einen
RJ45-Anschluss, aber auch wenn sie einen RJ45-Anschluss haben, sind sie nicht
mit Ethernet kompatibel. Um ein Token Ring Netz mit einem Ethernet zu
verbinden, braucht es Bridges oder spezielle Router.
Token Ring ist auch keinesfalls besonders störanfällig, im Gegenteil,
erst mit mit den sternverkabelten *-Base-T* Techniken kommt IMHO Ethernet
an die Robustheit des Token Rings heran.
Token Ring gibt es im allgemeinen bis 16 MBit/s Durchsatz, schnelleres
Token Ring mit 100MBit/s konnte sich nicht durchsetzen, da inzwischen
geswitchtes Fast Ethernet bevorzugt wird.
Kurzfassung für den Originalposter:
Eine Token Ring Karte kannst Du NICHT ohne Zusatzaufwand in einem
Ethernet verwenden. Finger weg davon.
Grüße,
Florian
Was war denn so aufwendig an der Verkabelung?
Zumindest aus heutiger Sicht dürfte es doch wenig Unterschied machen,
ob die Sternverkabelung nun für TR oder für Ethernet ist, und das
Kabel ist auch das gleiche.
Grüße,
Florian
> Jan Schejbal wrote:
>
>> IMHO ist Token-Ring ein lahmes, überholtes und störanfälliges System,
>> welches mit BNC-Anschlüssen arbeitet und deshalb nur selten (bzw. mit
>> großem aufwand) an bestehende Netzwerke angeschlossen werden kann.
>> Sollte ich mich irren, bitte berichtigen
>
> Störanfällig ist TR nun wirklich nicht, ansonsten im Prinzip: ACK.
TR geht bei uns über Cat5 bzw. Glasfaser, was die Umstellung auf
Ethernet schoneinmal extrem vereinfacht.
Jens
--
I just found out that the brain is like a computer.
If that's true, then there really aren't any stupid people.
Just people running Windows.
> Um ein Token Ring Netz mit einem Ethernet zu verbinden, braucht es
> Bridges oder spezielle Router.
So speziell muß der Router garnicht sein. Ein P75 unter Linux reicht
vollkommen, mal abgesehen von den Problemen die Linux mit TR hat.
> Lange Zeit kamen AFAIR auch keine handelsüblichen TP-Kabel zum
> Einsatz, sondern spezielle Koaxkabel, die sich IBM fürstlich bezahlen
> ließ.
Koaxkabel waren das nicht - da waren vier Adern drin, auf der einen Seite
ein DSUB9-Stecker, auf der anderen Seite ein quadradischer Klotz, der bei
etwas Gewalt leicht auseinander gefallen ist. Damals konnte man mit so einem
Krams richtig Geld machen - heute gibts bei Ebay noch nicht mal einen EUR
dafür. Sogar die Ringleitungsverteiler gibts fürn Appel und ein Ei. Momentan
dürfte es die billigste Netzwerklösung sein - sofern einem 16 MBit
ausreichen.Ich bin grad eine PCMCIA-Karte für 2 EUR los geworden.
Gruss Siegfried
Das macht die MAU, bzw. ein intelligenterer TR-Konzentrator.
Den brauche ich natürlich, genauso wie ich für Twisted Pair Ethernet
einen Hub/Switch brauche, aber am Patchpanel selbst dürfte sich nicht
viel ändern.
Die MAUs/TR-Konzentratoren waren aber leider abartig teuer, das stimmt.
> Lange Zeit kamen AFAIR auch keine handelsüblichen TP-Kabel zum
> Einsatz, sondern spezielle Koaxkabel, die sich IBM fürstlich bezahlen
> ließ.
Du meinst IBM Cabling System? Mit Hermaphrodit-Steckern?
Tja, IBM == "Ich Bezahle Mehr", wie auch bei den MAUs.
Aber Koaxkabel wurde AFAIK nie für TR eingesetzt.
Grüße,
Florian
Ja. Ich wollte damit nur andeuten, dass es der durchschnittliche
DSL-Router nicht tut.
Grüße,
Florian
teuer, dick, störrisch - und die Stecker konnten leicht von der
Reinemachefrau mit dem Gesäßmuskel aus der Dose entfernt werden ;-)
Stimm MAU - hiess das Teil - Multiple Access Unit. Ich hatte zuletzt drei
Stück zu Hause - 80 EUR - fünf EUR - nicht verkauft (mittlerweile
verschenkt). So der Preisverfall bei Ebay innerhalb eines Jahres.
> Florian Laws <fl-u...@void.s.bawue.de> wrote:
>
>>Tja, IBM == "Ich Bezahle Mehr", wie auch bei den MAUs.
>>Aber Koaxkabel wurde AFAIK nie für TR eingesetzt.
>
> Kann sein, weiß nicht mehr genau, was das für Strippen waren. Nur, daß
> sie teuer waren ;)
IIRC nannte sich das Kabel Twinax und ausgesehen hat das fast wie Coax,
nur mit 2 Innenleitern. Wurde auch oft und gerne als 'dies komische IBM
Coax' bezeichnet.
>
> Hergen
Oliver
Das wurde meines Wissens eingesetzt um Terminals und Drucker mit
IBM-Grosseisen (360/390 bzw. AS/400) zu verbinden, aber nicht für
Token Ring.
Grüße,
Florian
> Also störanfällig ist Token Ring nicht, es ist nur weniger
Wenn man mehrere hundert Clients an einem TR-Hub hat und einer spinnt,
dann beginnt der gesamte Hub mit Beaconings. Die Relais prasseln, die
Leuchtdioden machen jedem Karussel auf der Kirmes Konkurrenz. Eine faule
Karte oder ein plattgequetsches Patchkabel im Kreis reicht um das
komplette Netz zu plätten:-(
Bye Eric
--
Spam alike mails will be pre-filtered
> Hallo!
> IMHO ist Token-Ring ein lahmes,
Falsch. TR gibt es durchaus auch mit 100MBit/s. Selbst Gigabit ist
spezifiziert, aber ich kenne keinen hersteller ;-)
> überholtes und störanfälliges System,
Flasch. Es ist deutlich robuster als Ethernet.
> welches mit BNC-Anschlüssen
Auch falsch. TR arbeitet mit IBM Type 1 oder RJ45 Steckverbindern. BNC
benutzt Ethernet nach 10Base2.
> arbeitet und deshalb nur selten (bzw. mit
> großem aufwand) an bestehende Netzwerke angeschlossen werden kann.
Es ist nur ein Router oder eine Bridge notwendig. Nichts aufwendiges also.
> Sollte ich mich irren, bitte berichtigen
[x] Done.
--
B.Eckstein, e...@ivu.de Cheap, Fast, Good - pick any two of them
Die FAQ zu de.comp.hardware.netzwerke: http://how.to/dchn
Mozilla-Tips: http://mozilla-anleitung.de/ http://www.holgermetzger.de/
"Auch wenn ich die Funktionsweise dieser Konsole nicht kenne, glaube
ich nicht, dass sie rauchen sollte"
> Aufwendig ist vor allem das Patchpanel. Da es keinen Hub gibt, muß
Heutzutage auch nicht mehr. Das macht alles der TR Switch.
Der geht dann mit handelsüblichen Patchkabeln aufs handelsuebliche
Patchpanel.
kind regards thomas richter
--
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> IMHO ist Token-Ring ein lahmes, überholtes und störanfälliges System,
> welches mit BNC-Anschlüssen arbeitet und deshalb nur selten (bzw. mit
> großem aufwand) an bestehende Netzwerke angeschlossen werden kann.
> Sollte ich mich irren, bitte berichtigen
Steckverbinder fuer TR sind IBM Typ 1, ADO und RJ45.
>Steckverbinder fuer TR sind IBM Typ 1, ADO und RJ45.
Ich kenn Typ 1 als IVS-Kabel, STP, 150 Ohm, massiver Draht, AWG 22 für
feste Installation, doppelt geschirmt.
ADO sagt mir nichts, soll das der IBM-Datenstecker sein?
Gruß Willi
Nicht eher Medium Attachment Unit?
--
The _S_anta _C_laus _O_peration
or "how to turn a complete illusion into a neverending money source"
-> Andre "ABPSoft" Beck +++ ABP-RIPE +++ Dresden, Germany, Spacetime <-
Irgendwie ungeschickt, dass sowohl Ethernet als auch TR
diese Abkürzung verwenden, aber jeweils anders. ;-)
Multistation Access Unit heißts bei TR.
Grüße,
Florian
Warum?
Grüße,
Florian
>> Steckverbinder fuer TR sind IBM Typ 1, ADO und RJ45.
> Ich kenn Typ 1 als IVS-Kabel, STP, 150 Ohm, massiver Draht, AWG 22
> für feste Installation, doppelt geschirmt.
Ist so eine schwarze recht dicke Strippe mit zwei Doppeladern.
Ideal als Peitsche zu benutzen...
> ADO sagt mir nichts, soll das der IBM-Datenstecker sein?
Anschlussdose. 8 polig. Vorgaenger von TAE. Da wurde frueher TR und X21
und sowas angeschlossen.
Warum sollte ein "Token Ring Switch" nicht das klassische
Token Ring Verhalten gewährleisten können?
Auch in einem "geswitchten" Token Ring wandern ja Tokens,
mindestens zwischen Client und "Switch".
Grüße,
Florian
Gereon W.
Gereon W.
Genauso, wie ein Ethernet Switch viele kleine Ethernet-Segmente jeweils
zwischen dem Switch und den einzelnen Clients hat, und Pakete zwischen
diesen Segmenten bridged, hat man bei einem TR-Switch viele kleine Ringe
zwischen dem Switch und den einzelnen Clients, und bridged zwischen diesen.
(Mit dem kleinen Unterschied, dass traditionelle TR-Bridges nicht
transparent sind, und man dort sog. "Source Route Bridgung" verwendet,
während TR-Switches transparent sind.)
> Eigentlich ist es doch gerade das wesentliche Merkmal eines Switch,
> daß er die Clients von der Arbitration entlastet, und es ihnen
> ermöglicht, über "ihren" Link exklusiv zu verfügen.
Von der Arbitration werden die Clients keineswegs entlastet (machen eh
deren NICs), schliesslich gehört das mit zum Protokoll, ob Ethernet oder TR.
Dass die Clients exklusiv über ihren Link verfügen können, stimmt,
dafür gibt es ja das exklusive Netzwerksegment zwischen Client und Switch.
Grüße,
Florian
> Wo hat denn Linux ein TR Problem?
> www.linuxtr.net beweist das Gegenteil
Schauen wir mal:
1. Kabel ziehen und wieder reinstecken geht (meistens) nicht gut und
endet bei neustart des Interfaces mit einer Kernelpanic. (Auf
Nachfrage beim Maintainer des olympic Treibers bekam ich die Antwort,
dass der Fehler bekannt sei (und auf SMP Systemen noch viel lustiger),
aber nur sehr schwer zu lösen sei und ausserdem würde man bei TR
nicht einfach das Kable ziehen[1].)
2. Im promiscuous Mode verabschiedet haben sich bei mir diverse Rechner,
mit diversen Karten, mit einer Kernelpanic verabschiedet.
3. Ich habe es bis heute nicht geschafft einen der Madge Treiber für
meine PCMCIA Karte unter Linux zu übersetzen (zusammen mit einem
hinreichend akt. Kernel)
Jens
Footnotes:
[1] Eine Antwort, wie ich sie von MS erwartet hätte....
Du hast recht. Ich hatte angenommen, man könnte worst-case-Laufzeiten
angeben, aber bei genauerem Nachdenken ist das nicht mehr haltbar. :)
>>Von der Arbitration werden die Clients keineswegs entlastet (machen eh
>>deren NICs), schliesslich gehört das mit zum Protokoll, ob Ethernet oder TR.
>
> Falsch. Bei einem Full-Duplex-Link zu einem Ethernet-Switch wird die
> (CSMA-)Arbitration komplett abgeschaltet, dem Client ist es gestattet,
> JEDERZEIT zu senden. Ein Carrier Sense auf der Empfangsleitung würde
> ja wenig Sinn machen, und auf der Sendeleitung noch viel weniger.
Korrekt. Full Duplex gehört bei Ethernet über Twisted Pair ja auch
mit zum Protokoll. ;-) Full Duplex Token Ring (DTR) dagegen ist meines
Wissens kein richtiger Standard, und hat sich auch nur in Spezialfällen
durchgesetzt.
Grüße,
Florian
Was würde sich da denn anbieten? ich hab hier ein Netz dazubekommen dessen
Umstellung wohl noch ein Jahr dauern wird.
MfG rm
Frag mal bei der GAD (www.gad.de) oder einer Volks- oder Raiffeisenbank
nördlich von Koblenz an, da dort gerade von Token Ring auf Ethernet
umgestellt wird und teilweise beide Netze zusammen laufen.
Alles was ich herausfinden konnte (über unser Intranet), war, dass es
nicht besonders preiswert ist.
Gruß
Thomas
--
Ich bin hier nur der Banker. ;-))
Wie wäre es mit einem PC mit einer TR und einer Ethernet Karte als Router?
Gruß Micha