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Sowas wie die Fingbox?

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Jörg Tewes

unread,
Jan 22, 2018, 5:07:12 PM1/22/18
to
Hallo

Kennt jemand ein Gerät wie die Fingbox [1] nur ohne Cloud?


[1]<https://www.fing.io/fingbox/>


Bye Jörg

--
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand.
Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe.
(René Descartes)

Heiko Wetteborn

unread,
Jan 23, 2018, 12:50:05 AM1/23/18
to
Am 22.01.2018 23:07, schrieb Jörg Tewes:
> Hallo
>
> Kennt jemand ein Gerät wie die Fingbox [1] nur ohne Cloud?
>
>
> [1]<https://www.fing.io/fingbox/>
Es gibt da angeblich auch etwas dergleichen aus Deutschland. Ich weiß
nicht mehr genau, wann und wo ich das gehört habe, aber Du müsstest Dich
mal auf der Website des Computerclub2 (www.cczwei.de) in den Podcasts
von Wolfgang Back umsehen, ich glaube er hat da mal etwas in 2016 oder
späten 2015 zu einer entsprechenden Box erwähnt.
Wenn ich Zeit habe, schaue ich mal, ob ich das noch finde.

Gruß
Heiko

Thomas Krenzel .

unread,
Jan 23, 2018, 2:12:22 AM1/23/18
to
Am 23.01.2018 um 06:48 schrieb Heiko Wetteborn:
> ich glaube er hat da mal etwas in 2016 oder späten 2015 zu einer
> entsprechenden Box erwähnt


War das nicht so eine Kommunikations-Geschichte? Ein Mail/Inet-Proxi
sozusagen? Trutzbox?

Fing ist doch ein Neztwerkscanner, oder?


Wenn es darum geht möglichst viele Sensoren zu haben, die den Zustand
eines Netzes anzeigen, dann kann auch prtg-networkscanner interessant
sein, da brauchts nur einen host mit Windows zum laufen lassen - ohne
Cloud-Gedöhns.

Grüße
Thomas

Ralph Aichinger

unread,
Jan 23, 2018, 3:36:58 AM1/23/18
to
Jörg Tewes <jogi...@gmx.net> wrote:
> Kennt jemand ein Gerät wie die Fingbox [1] nur ohne Cloud?

Als all-in-one-Teil wahrscheinlich nicht. Ich denke das ist sehr
oft das Mißverständnis, daß jemand was "ohne Cloud" haben möchte
aber "mit Dienstleistung".

Es gibt auch kein Festnetztelefon "ohne Cloud". Bzw. wenn du
das Festnetztelefon "ohne Cloud" willst, dann hast du ein
Kinderspielzeug wie man es im Kindergarten nutzt, wo man nur
intern reden kann.

Wenn du bestimmte Aspekte davon haben willst, und bereit
bist das, was die als Dienstleistung bieten selbst an
Arbeit beizusteuern, dann gibt es dafür genug
Alternativen. Einfach einen Raspberry Pi oder anderen
Linux-Rechner aufsetzen, und z.B. Icinga 2

https://www.icinga.com/products/icinga-2/

und z.B. OpenVAS

http://sectools.org/tag/vuln-scanners/

und du kannst nicht nur das machen was die Fingbox macht, sondern
viel mehr. Allerdings u.U. mit ein paar Wochen Arbeit.
Zu aufwändig, zu kompliziert? Genau deswegen hat die Fingbox ja
"die Cloud", damit andere für dich diese Dienstleistung
erbringen. You cannot eat your cake and have it.

/ralph

Arno Welzel

unread,
Jan 23, 2018, 8:25:52 AM1/23/18
to
Jörg Tewes:

> Hallo
>
> Kennt jemand ein Gerät wie die Fingbox [1] nur ohne Cloud?
>
>
> [1]<https://www.fing.io/fingbox/>

Das wird ohne Cloud nicht gehen, weil die Erkennung potentiell "böser"
Dinge ja auch davon abhängt, ob das auch bei anderen Leuten beobachtet
wurde.


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de

Jörg Tewes

unread,
Jan 23, 2018, 11:57:58 AM1/23/18
to
Ralph Aichinger schrieb:
Na ich muß das Teil nicht per Internet abfragen können, und auch eine
Smartphone App ist nicht unbedingt notwendig, und für den Rest wollen
sie ja auch noch Geld haben. Also würde ich die Wochen Arbeit bezahlen.


Bye Jörg

--
Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne
Mitwirkung von Juristen zustandegekommen sind.
(Charles de Gaulle)

Kay Martinen

unread,
Jan 26, 2018, 5:28:05 PM1/26/18
to
Hallo Ralph

Da muß ich jetzt auch mal was zu sagen.

Am 23.01.2018 um 09:36 schrieb Ralph Aichinger:
> Jörg Tewes <jogi...@gmx.net> wrote:
>> Kennt jemand ein Gerät wie die Fingbox [1] nur ohne Cloud?
>
> Als all-in-one-Teil wahrscheinlich nicht. Ich denke das ist sehr
> oft das Mißverständnis, daß jemand was "ohne Cloud" haben möchte
> aber "mit Dienstleistung".

WENN es NUR eine Dienstleistung ist!? Und kein Spionage-schleichweg,
Datenkrake oder ähnlich unerwartetes...

> Es gibt auch kein Festnetztelefon "ohne Cloud". Bzw. wenn du

Natürlich gibt es das! Außer du siehst das Telefonnetz (POTS, ISDN o.a.)
als "Cloud" an. Effektiv wird bei VoIP auch nur die Technik vom Lokalen
in das Globale (Netz) UMgelagert.

Andererseits hab ich früher oft mit Fernmeldetechnik zu tun gehabt.
Daher weiß ich das eine Batterie und Zwei Telefone schon reichen können
um eine Kommunikation zw. A und B zu ermöglichen. Die Technik heute ist
effektiv keinen Deut besser, nur zentralisierter und abgefeimter.


> das Festnetztelefon "ohne Cloud" willst, dann hast du ein
> Kinderspielzeug wie man es im Kindergarten nutzt, wo man nur
> intern reden kann.

Mit einer Vernünftigen heimischen TK-Anlage kannst du ggf. aber nicht
nur das. Dagegen ist bei Internet-ausfall ein VoIP-Telefon sofort
Kinderspielzeug und man kommt nicht mal mehr an seine eigene
Cloudifizierte Telefonanlage heran. Das ist auch kein Vorteil.

> Wenn du bestimmte Aspekte davon haben willst, und bereit
> bist das, was die als Dienstleistung bieten selbst an
> Arbeit beizusteuern, dann gibt es dafür genug
> Alternativen. Einfach einen Raspberry Pi oder anderen
> Linux-Rechner aufsetzen, und z.B. Icinga 2

und Check_MK? Oder schlicht und banal Webmin (kann auch Dienste
überwachen) oder etwa doch Spiceworks? Gibt/GAB es mal zum Lokalen
Installieren, hatte aber auch vor Jahren schon die Tendenz beim
Hersteller zu Petzen. IMHO. In jedem Fall telefoniert es nach Hause.

> ...
> Zu aufwändig, zu kompliziert? Genau deswegen hat die Fingbox ja
> "die Cloud", damit andere für dich diese Dienstleistung
> erbringen. You cannot eat your cake and have it.

Ich kenne jetzt nicht alles was Fingbox kann, nur das IOS "Fing" tool
(Ein Netzwerkscanner). Aber solche Dienste die FÜR ein Lokales Netz sind
AUS diesem Netz aus zu lagern hielte ich für eine ganz blöde Idee. Von
Datenschutzbedenken will ich gar nicht erst anfangen.

Und mich nervt an all diesen Cloud"diensten" das sie bewußt so gestrickt
werden das man sie kaum - oder nur mit Schmerzen - lokal Installieren
könnte. Oder es schlicht nicht dürfte, z.B. weil mit gesponsorter HW
verdongelt.

Den Hauptzweck dabei sehe ich immer nur darin das es dem Hersteller
ermöglicht ein Geschäftsmodell drauf zu stopfen. Die Lokale HW wird
klein, billig und Dumm gehalten und damit die Cloud als Heilsbringer
angepriesen. Bis das Internet ausfällt und buchstäblich NICHTS mehr
funktioniert!

Aber ich bin sicher man KÖNNTE die Lokale HW schlauer, ebenso klein und
weniger Billig so gestalten das die Dienste dort laufen wo sie auch
gebraucht werden - und die Vendor-Lock-Wolke sich auflöste und das ohne
an Komfort, Nutzen und Einfachheit zu verlieren.

Man verliert allerdings an einfacher Wartbarkeit der Software - als
Hersteller. Andererseits ist das was an dummen IoT-Zeug heute verkauft
wird meines Erachtens eh Sondermüll (HW & SW). Die Zahl der Bugmeldungen
solcher Geräte ist doch schon legende.

Kay

--
Sent via SN (Eisfair-1)

Kay Martinen

unread,
Jan 26, 2018, 5:32:32 PM1/26/18
to
Am 23.01.2018 um 14:25 schrieb Arno Welzel:
> Jörg Tewes:
>
>> Hallo
>>
>> Kennt jemand ein Gerät wie die Fingbox [1] nur ohne Cloud?
>>
>>
>> [1]<https://www.fing.io/fingbox/>
>
> Das wird ohne Cloud nicht gehen, weil die Erkennung potentiell "böser"
> Dinge ja auch davon abhängt, ob das auch bei anderen Leuten beobachtet
> wurde.

Und so was geht nicht lokal mit Pattern-download von <irgendwoher>?

Das Problem liegt dann wohl eher darin das <irgendwoher> Geld will für
die Bösen Muster.

Bleibt also die Wahl zwischen Teufel (gemietete Cloudpetze) und
Beelzebub (lokal aber mit Lösegeld an Listenupdater)

Thomas Krenzel .

unread,
Jan 27, 2018, 5:22:00 AM1/27/18
to
Am 26.01.2018 um 23:28 schrieb Kay Martinen:
>> das Festnetztelefon "ohne Cloud" willst, dann hast du ein
>> Kinderspielzeug wie man es im Kindergarten nutzt, wo man nur
>> intern reden kann.

> Mit einer Vernünftigen heimischen TK-Anlage kannst du ggf. aber nicht
> nur das. Dagegen ist bei Internet-ausfall ein VoIP-Telefon sofort
> Kinderspielzeug und man kommt nicht mal mehr an seine eigene
> Cloudifizierte Telefonanlage heran. Das ist auch kein Vorteil.

Selbst wenn Du noch POTS in Haus hast, bedeutet das doch nicht das ab
dem KV oder Schaltschrank an der Strasse immer noch POTS verwendet wird.
Ich vermute ja eher das die Telekom im eigenen Netz längst alles
Digitalisiert hat. Wenn da mal jemand was verkonfiguriert ist man im
'analogen' Netz auch aufgeschmissen. (POTS, ISDN und auch All-IP nutzen
ja die gleiche Doppelader in Deutschland.)

Mit der 'vernünftigen heimischen TK-Anlage' kannst Du auch genau gar
nichts anfangen wenn Baggerfahrer Schorse das Kabel gekappt hat.

Und da kannst Du nicht einfach so ein neues Kabel nutzen.

Wenn aber deine VoIP-Telefone nicht mehr funktionieren weil die
Buchhaltung die Rechnung für den Carrier nicht gezahlt hat dann kaufst
Du ein 3g oder 4g-Modem und telefonierst darüber - es ist eine
Netzunabhängige Technik.

Und Du kannst deine Telefone und/oder deine App einfach dort nutzen, wo
Du ein IP-Netz hast.

Aber das ist eine andere Baustelle.
Spannendes Thema!


Thomas

Arno Welzel

unread,
Jan 27, 2018, 6:07:19 AM1/27/18
to
Kay Martinen:

> Am 23.01.2018 um 14:25 schrieb Arno Welzel:
>> Jörg Tewes:
>>
>>> Hallo
>>>
>>> Kennt jemand ein Gerät wie die Fingbox [1] nur ohne Cloud?
>>>
>>>
>>> [1]<https://www.fing.io/fingbox/>
>>
>> Das wird ohne Cloud nicht gehen, weil die Erkennung potentiell "böser"
>> Dinge ja auch davon abhängt, ob das auch bei anderen Leuten beobachtet
>> wurde.
>
> Und so was geht nicht lokal mit Pattern-download von <irgendwoher>?

Nein, da das "Pattern" heissen kann, dass Datenpakete in einer
bestimmten Weise bei vielen Nutzern in gleicher Weise auftreten und
daher mutmasslich die Folgen enes Botnetzes sind. Sowas kann man nur
erkennen, wenn man die Gesamtheit aller Installationen im Blick hat.

Ralph Aichinger

unread,
Jan 27, 2018, 8:38:40 AM1/27/18
to
Kay Martinen <k...@martinen.de> wrote:
> WENN es NUR eine Dienstleistung ist!? Und kein Spionage-schleichweg,
> Datenkrake oder ähnlich unerwartetes...

Das ist bei jeder Dienstleistung so.

Das altmodische Telefonnetz war schon vor 100 Jahren ein Spionage-
Schleichweg (es gibt nette Dokumentationen wie die Amerikaner
russische Telefonleitungen in der DDR angezapft haben und umgekehrt).

Und jedes analoge Fotolabor hat die Möglichkeit beinhaltet, daß der
Laborant sich Nacktaufnahmen auf den Garderobenspind pinnt als
Kopie. Und ja, auch "Spionage": Eine Bekannte von mir hat für
die Aufnahmeprüfung an eine Kunsthochschule ein Foto von ihrem
kleinen Bruder gemacht (nackt) und die Polizei vor der Tür gehabt.

Bei Finanzdienstleistunge kann man vermutlich auch schon seit ewigen
Zeiten die Spuren von Überweisungen nachvollziehen. Mit den gleichen
Kontrollmöglichkeiten staatlicher und privater Stellen.

>> Es gibt auch kein Festnetztelefon "ohne Cloud". Bzw. wenn du
>
> Natürlich gibt es das! Außer du siehst das Telefonnetz (POTS, ISDN o.a.)
> als "Cloud" an. Effektiv wird bei VoIP auch nur die Technik vom Lokalen
> in das Globale (Netz) UMgelagert.

Ja, ich sehe auch das analoge Telefonnetz in vielen praktischen Belangen
äquivalent zur "Cloud" an: Abhörbarkeit, staatliche Kontrolle, Kontrolle
durch private Konzerne, intransparenter Aufbau, Ausrichtung auf Gewinn,
etc.

> Mit einer Vernünftigen heimischen TK-Anlage kannst du ggf. aber nicht
> nur das. Dagegen ist bei Internet-ausfall ein VoIP-Telefon sofort
> Kinderspielzeug und man kommt nicht mal mehr an seine eigene
> Cloudifizierte Telefonanlage heran. Das ist auch kein Vorteil.

Aber selbst ein in den 50er-Jahren eingerichteter Telefonanschluß kann
auf jeden Fall von staatlichen Stellen vor Ort, ziemlich sicher von
"befrenundeten" Geheimdiensten, und wahrscheinlich auch vom motivierten
Bastler der sich in den Keller einschleicht oder den Verteilerkasten
gegenüber auf der Straße aufbricht abgehört werden. Oder außer Betrieb
gesetzt. Natürlich auch vom "Dienstleister" (von der Putzfrau bis zum
"Servicetechniker" oder Vermieter).

> und Check_MK? Oder schlicht und banal Webmin (kann auch Dienste
> überwachen) oder etwa doch Spiceworks? Gibt/GAB es mal zum Lokalen
> Installieren, hatte aber auch vor Jahren schon die Tendenz beim
> Hersteller zu Petzen. IMHO. In jedem Fall telefoniert es nach Hause.

Drum hab ich Icinga2 geschrieben, das telefoniert nicht nach hause.

> Den Hauptzweck dabei sehe ich immer nur darin das es dem Hersteller
> ermöglicht ein Geschäftsmodell drauf zu stopfen. Die Lokale HW wird
> klein, billig und Dumm gehalten und damit die Cloud als Heilsbringer
> angepriesen. Bis das Internet ausfällt und buchstäblich NICHTS mehr
> funktioniert!

Tell News. Ich kann mich an die "guten alten Zeiten" vor der Cloud
erinnern, da hat mir die österreichische Post ihrem Geschäftsmodell
entsprechend pro Minute ein horrendes Geld abknöpfen wollen, wenn
ich Daten schicken wollte. Was ist da in der Konseqenz groß anders?
Firmen wollen verdienen, so oder so. Freie Software ist oft gratis,
dafür hat man mehr Arbeit und Aufwand.

> Aber ich bin sicher man KÖNNTE die Lokale HW schlauer, ebenso klein und
> weniger Billig so gestalten das die Dienste dort laufen wo sie auch
> gebraucht werden - und die Vendor-Lock-Wolke sich auflöste und das ohne
> an Komfort, Nutzen und Einfachheit zu verlieren.

IMHO nein.

> Man verliert allerdings an einfacher Wartbarkeit der Software - als
> Hersteller. Andererseits ist das was an dummen IoT-Zeug heute verkauft
> wird meines Erachtens eh Sondermüll (HW & SW). Die Zahl der Bugmeldungen
> solcher Geräte ist doch schon legende.

Ikea zeigt wie es richtig gemacht wird. Das Tradfri-System scheint zumindest
aus Sicherheitssicht alles richtig zu machen.

/ralph

Kay Martinen

unread,
Jan 27, 2018, 3:22:15 PM1/27/18
to
Am 27.01.2018 um 12:07 schrieb Arno Welzel:
> Kay Martinen:
>
>> Am 23.01.2018 um 14:25 schrieb Arno Welzel:
>>> Jörg Tewes:
>>>
>>>> Hallo
>>>>
>>>> Kennt jemand ein Gerät wie die Fingbox [1] nur ohne Cloud?
>>>>
>>>>
>>>> [1]<https://www.fing.io/fingbox/>
>>>
>>> Das wird ohne Cloud nicht gehen, weil die Erkennung potentiell "böser"
>>> Dinge ja auch davon abhängt, ob das auch bei anderen Leuten beobachtet
>>> wurde.
>>
>> Und so was geht nicht lokal mit Pattern-download von <irgendwoher>?
>
> Nein, da das "Pattern" heissen kann, dass Datenpakete in einer
> bestimmten Weise bei vielen Nutzern in gleicher Weise auftreten und
> daher mutmasslich die Folgen enes Botnetzes sind. Sowas kann man nur
> erkennen, wenn man die Gesamtheit aller Installationen im Blick hat.
>

Du meinst die Algorithmen/Programme die neue unbekannte Zugriffsmuster
in einem LAN erkennen und daraus ein mögliches Angriffsmuster ableiten,
die funktionierten nur wenn tausend LANs aus EINER Cloud überwacht
werden - aber nicht wenn diese Programme in Tausend LANs liefen und ihre
Ergebnisse an einen Server leiten, der dann für alle eine Musterdatei
verteilt?

Ich denke z.b. SNORT (das man bei ipfire leicht einbinden kann) belegt
das es auch ohne Cloud geht. Jedenfalls habe ich dort nur Regeldownloads
gesehen, aber keine Erwähnung von Cloud....

Sebastian Suchanek

unread,
Jan 28, 2018, 3:38:45 AM1/28/18
to
Thus spoke Thomas Krenzel .:
> Am 26.01.2018 um 23:28 schrieb Kay Martinen:
>>>
>>> das Festnetztelefon "ohne Cloud" willst, dann hast du ein
>>> Kinderspielzeug wie man es im Kindergarten nutzt, wo man
>>> nur intern reden kann.
>
>> Mit einer Vernünftigen heimischen TK-Anlage kannst du ggf.
>> aber nicht nur das. Dagegen ist bei Internet-ausfall ein
>> VoIP-Telefon sofort Kinderspielzeug und man kommt nicht
>> mal mehr an seine eigene Cloudifizierte Telefonanlage
>> heran. Das ist auch kein Vorteil.
>
> Selbst wenn Du noch POTS in Haus hast, bedeutet das doch
> nicht das ab dem KV oder Schaltschrank an der Strasse immer
> noch POTS verwendet wird. Ich vermute ja eher das die
> Telekom im eigenen Netz längst alles Digitalisiert hat.
> Wenn da mal jemand was verkonfiguriert ist man im
> 'analogen' Netz auch aufgeschmissen. (POTS, ISDN und auch
> All-IP nutzen ja die gleiche Doppelader in Deutschland.)
>
> Mit der 'vernünftigen heimischen TK-Anlage' kannst Du auch
> genau gar nichts anfangen wenn Baggerfahrer Schorse das
> Kabel gekappt hat.
> [...]

Mit einer 'vernünftigen heimischen TK-Anlage' kann man immer
noch hausintern telefonieren, 'wenn Baggerfahrer Schorse das
Kabel gekappt hat'. Das ist nicht mehr möglich, wenn die All-IP-
"Telefonanlage" voll cloudifiziert ist. Und ja, gerade in Firmen
macht es einen Unterschied, ob wenigstens noch das hausinterne
Telefon noch funktioniert oder einfach alles tot ist.


Tschüs,

Sebastian

Thomas Krenzel .

unread,
Jan 28, 2018, 5:48:59 AM1/28/18
to
Da hast Du recht.

Ralph ist ja weiter oben im ersten Satz zitiert.
Wie internes Telefonieren bewertet wird scheint doch sehr
unterschiedlich zu sein.

Letztlich ist aber VoIP ziemlich robust, wenn man sich überlegt das es
überall dort eingesetzt werden kann wo ich TCP/IP als Protokoll habe.

Das geht nicht mit POTS.

VoIP geht aber sehr wohl mit allem über das sich Ethernet transportieren
lässt, und das ist mehr als Kupferkabel.

Und mit einer vernünftigen hausinternen VoIP-Anlage/Software (3cx,
uralte Elmeg auf VoIP umgestellt usw.) ist interner Traffic ja auch kein
Problem, glaube ich.

Firmen, die auf Cloud umstellen werden zwangsläufig ein zweites bzw.
erweitertes Fallback-Konzept haben. Ehrlich gesagt habe ich da aber
keinen Einblick - vermutlich ist es wie überall, es wird gespart. Wozu
sich noch einen Router mit 3G hinstellen, einer reicht ja. Passiert
schonn nix ;)

Schönen Sonntag
Thomas




tim...@googlemail.com

unread,
Jul 10, 2018, 4:33:58 AM7/10/18
to
Was war noch mal die Ausgangsfrage? Und was wird hier diskutiert?

OMG

Jörg Tewes

unread,
Jul 10, 2018, 11:54:12 AM7/10/18
to
tim...@googlemail.com schrieb:
Nichts. leg dich wieder schlafen.


Bye Jörg

--
"How will this end?"
"In fire."
(Centauri Emperor and Kosh, "The Coming of Shadows")

Arno Welzel

unread,
Jul 12, 2018, 2:51:33 PM7/12/18
to
Kay Martinen:

> Am 27.01.2018 um 12:07 schrieb Arno Welzel:
>> Kay Martinen:
>>
>>> Am 23.01.2018 um 14:25 schrieb Arno Welzel:
>>>> Jörg Tewes:
>>>>
>>>>> Hallo
>>>>>
>>>>> Kennt jemand ein Gerät wie die Fingbox [1] nur ohne Cloud?
>>>>>
>>>>>
>>>>> [1]<https://www.fing.io/fingbox/>
>>>>
>>>> Das wird ohne Cloud nicht gehen, weil die Erkennung potentiell "böser"
>>>> Dinge ja auch davon abhängt, ob das auch bei anderen Leuten beobachtet
>>>> wurde.
>>>
>>> Und so was geht nicht lokal mit Pattern-download von <irgendwoher>?
>>
>> Nein, da das "Pattern" heissen kann, dass Datenpakete in einer
>> bestimmten Weise bei vielen Nutzern in gleicher Weise auftreten und
>> daher mutmasslich die Folgen enes Botnetzes sind. Sowas kann man nur
>> erkennen, wenn man die Gesamtheit aller Installationen im Blick hat.
>>
>
> Du meinst die Algorithmen/Programme die neue unbekannte Zugriffsmuster
> in einem LAN erkennen und daraus ein mögliches Angriffsmuster ableiten,
> die funktionierten nur wenn tausend LANs aus EINER Cloud überwacht
> werden - aber nicht wenn diese Programme in Tausend LANs liefen und ihre
> Ergebnisse an einen Server leiten, der dann für alle eine Musterdatei
> verteilt?

Worin besteht genau der Unterschied zwischen:

Server holt sich von 1000 Client die Daten

und

1000 Clients schicke die Daten an einen Server

Marc Haber

unread,
Jul 12, 2018, 4:19:38 PM7/12/18
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>Worin besteht genau der Unterschied zwischen:
>
>Server holt sich von 1000 Client die Daten
>
>und
>
>1000 Clients schicke die Daten an einen Server

Bei hinter NAT stehenden Clients ist der Unterschied gewaltig.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Jon Tom

unread,
Jul 12, 2018, 4:34:08 PM7/12/18
to
Wo schläfst du? Komme vorbei

Arno Welzel

unread,
Jul 13, 2018, 4:03:07 AM7/13/18
to
Marc Haber:

> Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:
>> Worin besteht genau der Unterschied zwischen:
>>
>> Server holt sich von 1000 Client die Daten
>>
>> und
>>
>> 1000 Clients schicke die Daten an einen Server
>
> Bei hinter NAT stehenden Clients ist der Unterschied gewaltig.

Ich habe vergessen dazuzusagen, dass die Clients beim Start natürlich
eine Verbindung zum Server aufbauen, damit er sich regelmäßig Daten
abholen kann.
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