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Stromverbrauch bei ausgeschaltetem PC ?

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Axel Pötzinger

unread,
May 28, 2012, 9:47:26 AM5/28/12
to
Hallo NG,

mein PC verbraucht im ausgeschalteten Zustand 9 W.
Wo könnte ich "schrauben", so dass er wirklich AUS ist.
Ist das BIOS oder wo?

Servus
Axel

Thak Hinnerk

unread,
May 28, 2012, 10:01:34 AM5/28/12
to
Axel Pötzinger <a.p...@gmx.net> wrote:

> Wo könnte ich "schrauben", so dass er wirklich AUS ist.

Schaltbare Steckdosenleiste. Oder Stecker aus der Wand ziehen (kostet
kein Geld). Oder anständigen Rechner kaufen (kostet viel Geld).

--
Thak.

Christian Müller

unread,
May 28, 2012, 10:17:18 AM5/28/12
to
Axel Pötzinger schrieb:

> mein PC verbraucht im ausgeschalteten Zustand 9 W.

Deine Zusatzgeräte werden auch einen Verbrauch >0 haben. Daher...


> Wo könnte ich "schrauben", so dass er wirklich AUS ist.

... schlage ich pragmatisch eine schaltbare Steckdosenleiste vor,
an die du alle deine Geräte hängst.

Du scheinst ja keinen Bedarf für die Optionen deines PCs, die
einen Verbrauch im Standby verursachen, zu haben (wake_on_keyboard,
wake_on_(W)LAN, wake_on_FAX, wake_on_Fronttaster, wake_on_time).
Ehe du also versuchst, im BIOS was zu erreichen, hast du schneller
und erfolgreicher deinen Computer und die Peripherie an die
schaltbare Steckdosenleiste angeschlossen.
Sowas gibt es auch als Schaltkasten und wird unter den Monitor gestellt.
Bei Conrad heißt das "Power Manager" und bietet separat schaltbare
Steckdosen. Dieser Manager kostet etwas mehr als eine Steckdosenleiste,
bietet aber mehr Flexibilität bei der Auswahl der zu schaltenden Geräte.

Deinen Drucker solltest du allerdings vor dem Anschluss an die
schaltbare Steckdosenleiste/Powermanager testen.
Bei einigen Geräten wird bei jedem Neuanschließen an das
Stromnetzt ein Selbsttest mit Düsen- oder Tonerreinigung erzeugt.
Damit verschwendest du bei jedem Einschalten etwas Tinte/Toner.
Solche Geräte müssen dauerhaft am Netz bleiben.


Gruß Christian

Jens Fittig

unread,
May 28, 2012, 10:24:59 AM5/28/12
to

Axel Pötzinger schrieb:
Dazu muss man nicht schrauben, sondern den echten Ausschalter
bedienen. Sofern er einen hat. Oder eine schaltbare Steckdose davor
schalten.

Ausserdem ist deine WATT-Zahl anzuzweifeln. Mit was hast du das
gemessen? Mit so einem Discounter-Billig-Müll von
"Energiekostenmessgerät"? Da kommt meist alles Mögliche raus. Nur
nichts Brauchbares.

Shinji Ikari

unread,
May 28, 2012, 1:34:03 PM5/28/12
to
Guten Tag

Axel Pötzinger <a.p...@gmx.net> schrieb

>mein PC verbraucht im ausgeschalteten Zustand 9 W.
>Wo könnte ich "schrauben", so dass er wirklich AUS ist.

Am Netzschalter des Netzteiles. Alternativ an einer Steckdosenleiste.

Detlef Wirsing

unread,
May 28, 2012, 2:29:57 PM5/28/12
to
Axel Pötzinger schrieb:

>mein PC verbraucht im ausgeschalteten Zustand 9 W.
>Wo könnte ich "schrauben", so dass er wirklich AUS ist.
>Ist das BIOS oder wo?

Das ist mehr, als meiner im Ruhemodus braucht. Vermutlich ist er gar
nicht heruntergefahren, sondern im Standby. Wie schnell startet er
denn das Betriebssystem? Im Zweifelsfall hilft eine schaltbare
Steckerleiste, den Verbrauch auf 0 zu senken.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing

Marcel Müller

unread,
May 28, 2012, 5:17:55 PM5/28/12
to
Hallo,

On 28.05.2012 20:29, Detlef Wirsing wrote:
> Das ist mehr, als meiner im Ruhemodus braucht. Vermutlich ist er gar
> nicht heruntergefahren, sondern im Standby.

täusche Dich nicht. Die Dinger gönnen sich einiges. Etliche Netzteile
genehmigen sich schon die ersten 5W für sich. Und wenn die Mainboards
dann noch für Wake-on-was-weiß-ich das halbe Mainboard nebst USB-Geräten
aus +5V StandBy immer versorgt, dann wird man ganz schnell auch mal
zweistellig.


Marcel

Matthias Hanft

unread,
May 29, 2012, 3:12:36 AM5/29/12
to
Marcel Müller schrieb:
>
> täusche Dich nicht. Die Dinger gönnen sich einiges. Etliche Netzteile genehmigen sich schon die
> ersten 5W für sich. Und wenn die Mainboards dann noch für Wake-on-was-weiß-ich das halbe Mainboard
> nebst USB-Geräten aus +5V StandBy immer versorgt, dann wird man ganz schnell auch mal zweistellig.

In meinem BIOS kann man z.B. "Deep S4/S5" ankreuzen, um das abzustellen
- allerdinge geht dann logischerweise kein WakeOnLAN mehr.

Gruß Matthias.

Detlef Wirsing

unread,
May 29, 2012, 5:30:38 AM5/29/12
to
Marcel Müller schrieb:
Das ändert nichts am Stromverbrauch meines PCs, wenn er sich im
Ruhemodus befindet. Klar mag es welche geben, die auch ausgeschaltet
jeder leuchtenden Glühbirne Konkurrenz machen. Der Normalfall dürfte
das aber nicht sein. Und neuere Netzteile, bei denen die Leistung
scheinbar gar nicht hoch genug sein kann, können oft Lot 6, wodurch
der Standbyverlust weiter sinkt.

Gerd Schweizer

unread,
May 29, 2012, 9:11:02 AM5/29/12
to
Axel Pötzinger schrieb:
Schau mal hinten beim Netzteil, ob da nicht ein Schalter ist. Bei meinem
PC schalte ich den immer aus und zum Hochfahren wieder ein.


--
Liebe Grüße, Gerd
Satelliten FAQ, DVB-T, Katzen, Mopped, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/

Arno Welzel

unread,
May 29, 2012, 9:41:11 AM5/29/12
to
Am 28.05.2012 15:47, schrieb Axel Pᅵtzinger:

> Hallo NG,
>
> mein PC verbraucht im ausgeschalteten Zustand 9 W.
> Wo kᅵnnte ich "schrauben", so dass er wirklich AUS ist.
> Ist das BIOS oder wo?

Im BIOS kᅵnnte eine Einstellung aktiv sein, dass die USB-Ports auch im
Standby Strom bekommen - z.B. um ᅵber USB-Gerᅵte den PC "aufwecken" zu
kᅵnnen.

Zusᅵtzlich kᅵnnte es auf dem Mainboard entsprechende Jumper geben, die
die relevanten Teile der Elektronik auch im Standby versorgen. Genaueres
dazu sollte man im Handbuch des Mainboards finden.

Ansonsten - Netzteil mit echtem Schalter oder schaltbare Steckdosenleiste.


--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de

Ned Kelly

unread,
May 29, 2012, 2:55:15 PM5/29/12
to
Am 29.05.2012 11:30, schrieb Detlef Wirsing:
> Das ändert nichts am Stromverbrauch meines PCs, wenn er sich im
> Ruhemodus befindet. Klar mag es welche geben, die auch ausgeschaltet
> jeder leuchtenden Glühbirne Konkurrenz machen. Der Normalfall dürfte
> das aber nicht sein. Und neuere Netzteile, bei denen die Leistung
> scheinbar gar nicht hoch genug sein kann, können oft Lot 6, wodurch
> der Standbyverlust weiter sinkt.

2010 trat ein EU-weites Gesetz in Kraft, welches
besagt, daß Standby-Geräte nur 0,5 Watt als
Obergrenze verbrauchen dürfen, d. h. dein PC
ist älter oder er verstößt gegen die Vorschrift,
was dir die Möglichkeit gibt dein Gerät
außerhalb der Garantiezeit nachbessern (erneuern)
zu lassen.
--
Ciao, Ned.

Detlef Wirsing

unread,
May 29, 2012, 3:13:09 PM5/29/12
to
Ned Kelly schrieb:

[...]
>2010 trat ein EU-weites Gesetz in Kraft, welches
>besagt, daß Standby-Geräte nur 0,5 Watt als
>Obergrenze verbrauchen dürfen, d. h. dein PC
>ist älter oder er verstößt gegen die Vorschrift,
>was dir die Möglichkeit gibt dein Gerät
>außerhalb der Garantiezeit nachbessern (erneuern)
>zu lassen.

Es würde mich wundern, wenn das stimmte. Erstens habe ich meinen PC
selbst gebaut. Das Netzteil ist älter als 2010, das Motherboard nicht.
Mit der Peripherie sieht es ähnlich aus. Davon abgesehen, daß ich
nicht vorhabe, von mir selbst Garantie zu fordern, kann man die
Energiespareinstellungen von Windows 7 weitgehend beeinflussen. Auf
welche der unzähligen Spielarten von Standby-/Ruhemodi sollen sich die
0,5 Watt denn beziehen?

Übrigens gilt bis 2013 1 Watt (mit Anzeige 2 Watt), soweit ich weiß.
Erst danach wird die Grenze weiter gesenkt.

Hergen Lehmann

unread,
May 29, 2012, 4:35:46 PM5/29/12
to
On 29.05.2012 20:55, Ned Kelly wrote:

> 2010 trat ein EU-weites Gesetz in Kraft, welches

Die EU erlässt keine Gesetze, sondern nur Richtlinien!

Diese Richtlinien entfalten erst dann eine rechtliche Wirkung, wenn der
jeweilige Mitgliedsstaat ein entsprechendes Gesetz erlassen hat - wobei
es regelmäßig erhebliche Verzögerungen sowie inhaltliche
Detailabweichungen gegenüber der Richtlinie gibt.

> besagt, daß Standby-Geräte nur 0,5 Watt als
> Obergrenze verbrauchen dürfen, d. h. dein PC
> ist älter oder er verstößt gegen die Vorschrift,

Nein. :-P

Erstens fallen PCs nur dann unter diese Richtlinie (Nr.1275/2008), wenn
sie "Überwiegend zum Einsatz im Wohnbereich bestimmt" sind.

Zweitens wird die 0.5W-Grenze erst vier Jahre nach Inkrafttreten der
Richtlinie wirksam, was erst Anfang 2013 der Fall ist. Dieses Jahr gilt
noch eine laschere Grenze von 1-2W.

Drittens gelten die 0.5W(1W) nur für Geräte, die im Standby keinerlei
Funktion mehr haben, außer auf das Wiedereinschalten zu warten. Geräte,
die im Standby noch eine Statusanzeige haben, dürfen bereits 1W(2W)
verbrauchen. Und sobald der Standby-Zustand "mit der vorgesehenen
Funktion nicht vereinbar" ist, darf das Gerät sogar beliebig viel
verbrauchen.

Wenn ein Hersteller will, gibt es also genug Schlupflöcher...

Hergen

Ned Kelly

unread,
May 29, 2012, 5:35:02 PM5/29/12
to
Am 29.05.2012 22:35, schrieb Hergen Lehmann:

> Drittens gelten die 0.5W(1W) nur für Geräte, die im Standby keinerlei
> Funktion mehr haben, außer auf das Wiedereinschalten zu warten. Geräte,
> die im Standby noch eine Statusanzeige haben, dürfen bereits 1W(2W)
> verbrauchen. Und sobald der Standby-Zustand "mit der vorgesehenen
> Funktion nicht vereinbar" ist, darf das Gerät sogar beliebig viel
> verbrauchen.

Ja, danke. Ich hatte nur noch dieses halbe Watt im
Hinterkopf. Den Rest hab ich erfolgreich verdrängt.
--
Ciao, Ned.

Marcel Müller

unread,
May 30, 2012, 2:15:08 AM5/30/12
to
Hallo,

On 29.05.2012 11:30, Detlef Wirsing wrote:
[Verbrauch von ausgeschalteten PCs]
>> täusche Dich nicht. Die Dinger gönnen sich einiges. Etliche Netzteile
>> genehmigen sich schon die ersten 5W für sich. Und wenn die Mainboards
>> dann noch für Wake-on-was-weiß-ich das halbe Mainboard nebst USB-Geräten
>> aus +5V StandBy immer versorgt, dann wird man ganz schnell auch mal
>> zweistellig.
>
> Das ändert nichts am Stromverbrauch meines PCs, wenn er sich im
> Ruhemodus befindet.

was ist "Ruhemodus". Ich kenne Ruhezustand aber nicht Ruhemodus.
Mit/ohne Wake-on-was-weiß-ich macht jedenfalls einen Faktor zwei und
mehr für den Verbrauch im nominell ausgeschalteten Zustand aus.

> Klar mag es welche geben, die auch ausgeschaltet
> jeder leuchtenden Glühbirne Konkurrenz machen. Der Normalfall dürfte
> das aber nicht sein.

Stark schwankend. Zwischen 2W und 20W gibt es so ziemlich alles. Meist
sind es aber eher 4-12W.

> Und neuere Netzteile, bei denen die Leistung
> scheinbar gar nicht hoch genug sein kann, können oft Lot 6, wodurch
> der Standbyverlust weiter sinkt.

Was auch immer Lot 6 ist. Aber wenn das Board wirklich die
Netzwerkkarte, und die USB-Geräte im ausgeschalteten Zustand versorgt,
sind die Möglichkeiten des Netzteils begrenzt.


Marcel

Detlef Wirsing

unread,
May 30, 2012, 3:50:41 AM5/30/12
to
Ned Kelly schrieb:
Dann solltest Du Dein Gedächtnis auffrischen, bevor Du falsche
Behauptungen in die Welt setzt. Mache ich auch regelmäßig. Trotzdem
passieren Fehler, aber nicht mehr so oft.

Detlef Wirsing

unread,
May 30, 2012, 4:48:33 AM5/30/12
to
Marcel Müller schrieb:

[...]
>was ist "Ruhemodus". Ich kenne Ruhezustand aber nicht Ruhemodus.

Es ist nicht auf meinem Mist gewachsen, den einen Zustand "Modus" zu
nennen, und den anderen Modus "Zustand". Da liegen Verwechslungen
nahe. Ich hätte mich entweder für Standby- und Ruhemodus, oder für
Standby- und Ruhezustand entschieden. Wie auch immer: Einen
signifikanten Unterschied zwischen Modus und Zustand sehe ich in
diesem Zusammenhang nicht.

>Mit/ohne Wake-on-was-weiß-ich macht jedenfalls einen Faktor zwei und
>mehr für den Verbrauch im nominell ausgeschalteten Zustand aus.
[...]

Wenn ein moderner PC wirklich aus sein soll, muß man von Hand den
Strom abschalten, sei es über den Schalter am Netzteil oder eine
schaltbare Steckerleiste. Einfach "herunterfahren" oder am Fronttaster
ausmachen reicht nicht mehr, wie du weißt.

Der Stromverbrauch meines PCs, wenn ich ihn nicht benutze, sieht
folgendermaßen aus:
heruntergefahren: 5,2 W
Ruhezustand: 7,9 W
Standbymodus: 8,3 W

Das macht 9 Euro pro Jahr, wenn er heruntergefahren wird, und 5 Euro
mehr in den beiden anderen Zuständen. Ich bin zwar nicht gut bei
Kasse, aber ehrlich gesagt habe ich wichtigere Probleme.

Mein alter 19" Eizo CRT-Monitor z.B. frißt mit durchschnittlich 90 W
mehr als mein PC, der im normalen Betrieb mit ca. 80 W auskommt. Soll
heißen, daß man an anderer Stelle bessere Einsparmöglichkeiten hat,
statt 0,4 W zwischen Standby und Ruhezustand, oder selbst 3 W zwischen
Standby und heruntergefahren.

Auf der Suche nach einem Programm, mit dem sich die verschiedenen
Energiesparmodi leichter einstellen lassen, bin ich auf das "MCE
Standby Tool" (http://slicksolutions.eu/mst.shtml) gestoßen. Ich
möchte meinen Mediaplayer im Schlafzimmer mit dem PC im Wohnzimmer
vernetzen. Dabei soll der PC wie bisher in den Ruhezustand gehen, wenn
er nichts mehr zu tun hat, aber anbleiben, solange Netzwerkzugriffe
stattfinden. Schön wäre auch, wenn ich ihn mit dem Mediaplayer über
WLAN aufwecken könnte. Mal sehen, ob das klappt. Sollte jemand bereits
einschlägige Erfahrung haben, würde ich mich über einen Kontakt
freuen. Meine E-Mail-Adresse ist real.

Marcel Müller

unread,
May 31, 2012, 6:17:50 AM5/31/12
to
Hallo,

On 30.05.2012 10:48, Detlef Wirsing wrote:
>> Mit/ohne Wake-on-was-weiß-ich macht jedenfalls einen Faktor zwei und
>> mehr für den Verbrauch im nominell ausgeschalteten Zustand aus.
> [...]
>
> Wenn ein moderner PC wirklich aus sein soll, muß man von Hand den
> Strom abschalten, sei es über den Schalter am Netzteil oder eine
> schaltbare Steckerleiste. Einfach "herunterfahren" oder am Fronttaster
> ausmachen reicht nicht mehr, wie du weißt.

ja, habe auch diese Lösung.

> Der Stromverbrauch meines PCs, wenn ich ihn nicht benutze, sieht
> folgendermaßen aus:
> heruntergefahren: 5,2 W
> Ruhezustand: 7,9 W

Dieser Unterschied ist mehr als nur seltsam, da Ruhezustand und
Herunterfahren aus Sicht der Hardware exakt das gleiche ist. Der einzige
Unterschied ist, dass auf der Festplatte vermerkt wird, dass beim
nächsten Start nicht normal gebootet, sondern ein in eine Datei
gesicherter Zustand wiederhergestellt werden soll. Hardwareunterstützung
wird dafür nicht gebraucht. (Treiberunterstützung aber dringend. Das
wird gerne mal verwechselt.)
Aus diesem Grund ist auch ausnahmslos /jeder/ PC für den Ruhezustand
geeignet. Ich habe es selbst schon mit einem 486er BJ '92 gemacht.

Kurzum, die 8W im Ruhezustand sind im Verhältnis zu heruntergefahren zu
hoch. Es ist bewiesen, dass es diese Hardware besser kann.


> Standbymodus: 8,3 W

Das wiederum ist ein ganz guter Wert.

> Das macht 9 Euro pro Jahr, wenn er heruntergefahren wird, und 5 Euro
> mehr in den beiden anderen Zuständen. Ich bin zwar nicht gut bei
> Kasse, aber ehrlich gesagt habe ich wichtigere Probleme.

Meist bleibt es nicht dabei, weil sich weitere Peripheriegeräte
ebenfalls in diesen Größenordnungen bedienen. Da kommt nochmal ein
Monitor mit 3W dazu und vielleicht ein Drucker mit 5W und ein Satz
aktiver Brüllwürfel mit 1W. In Summe landet man oft beim doppelten und mehr.

Ich habe durch geeignete Maßnahmen an allerlei Stand-By Verbrauchern,
den Stromverbrauch im Haushalt merklich senken können (>150€/J). Dabei
war nur in einem einzigen Fall eine direkte Investition erforderlich.
Das Netzteil des 24/7 Servers habe ich durch ein 200W 80+ ersetzt.
Kostenpunkt gut 40€, Einsparung ca. 14W => 1,5 Jahre ROI.
In allen anderen Fällen konnte ich mit anderen Maßnahmen ans Ziel
kommen. Darunter bei Neuanschaffungen und bei der Konfiguration auf
Stand-By-Verbrauch achten, Geräte mit Abhängigkeiten automatisch
komplett vom Strom trennen und hier und da auch mit einer geschalteten
Steckdosenleiste.
Wenn ich z.B. einen DVB-S Receiver mit <0,5W Stand-By habe, kann ich mit
dem Steuersignal, was selbiger im Betrieb ausgibt (über SCART oder von
mir aus auch HDMI), ein Triac schalten, was den TV mit Strom versorgt
(aus altem Schrott selber gebastelt). Das funktioniert auch dann, wenn
der Receiver im ausgeschalteten Zustand ein Signal eines anderen
Zuspielers (DVD) durchschleift. Gibt für Stand-By für TV von 0,0W, ohne
Komfortverlust.
Die SAT-Anlage arbeitet mit einem 8xMultischalter, der vom ersten
eingeschalteten Receiver mit versorgt wird, also ohne Netzteil und damit
ohne Stand-By Verbrauch.
Der Receiver der Stereoanlage in einem Zimmer (Yamaha RX396) hat selbst
0,5W Stand-By und hat eine geschaltete Steckdosenleiste schon eingebaut.
Da hängen CD, DVD, SAT-Receiver, aktiver Subwoofer und sogar der TV mit
dran. Da wiederum tut es auch ein alter SAT-Receiver, der 10W Stand-By
braucht.
Die Sammlung der Radiowecker habe ich kurz vermessen, und genau jene
raus gepickt, die /keine/ 6W dauerhaft brauchen.
Bei einer anderen Stereoanlage mit 20W Stand-By (Onkyo) und bei
Desktop-PCs musste eine Steckdosenleiste ran.
Einen Zeitschalter für ein Licht im Kinderzimmer habe ich so
angeschlossen, dass er sich selbst mit vom Strom trennt. Der Schalter
zum Einschalten überbrückt dann das Ganze und versorgt es wieder.


> Mein alter 19" Eizo CRT-Monitor z.B. frißt mit durchschnittlich 90 W
> mehr als mein PC, der im normalen Betrieb mit ca. 80 W auskommt. Soll
> heißen, daß man an anderer Stelle bessere Einsparmöglichkeiten hat,
> statt 0,4 W zwischen Standby und Ruhezustand, oder selbst 3 W zwischen
> Standby und heruntergefahren.

Kommt darauf an. Wenn Du einen LCD haben willst, der in einer ähnlichen
Bildqualität spielt, braucht der auch 50W. Und die meisten privat
genutzten PCs sind 90% der Zeit aus und vielleicht 10% der Zeit an. Wenn
du dann 5W im Stand-By sparst hast Du effektiv 4,5W im Mittel raus. Bei
30W im Betrieb gespart sind es aber nur 3W im Mittel.

Die Gretchenfrage ist immer, wie lange ist der PC an. Beim meinem Server
habe ich auch darauf geachtet. Der liegt bei 36W. Viel mehr war mit
vertretbarem Aufwand nicht zu holen.

Bei meinem PC wäre eigentlich auch noch etwas zu holen. Das Altgerät
braucht mit fast 100W ziemlich viel und ist auch nicht eben schnell
(AthlonXP, G550). Daran hängt ein 21" CRT mit 1920*1440 der nochmal ca.
110W schluckt. Und genau das ist das Problem. Wenn ich in der Klasse von
Bildqualität bleiben möchte, wird es richtig teuer. LCDs in mindestens
der Auflösung gibt es nicht in bezahlbar, und wenn dann sind es 30"
Trümmer, die bald genauso viel Strom brauchen, nicht auf den Tisch
passen und ein pixeliges Bild haben. Neue PCs wiederum können den alten
CRT nicht so ansteuern, dass das Bild noch scharf ist.
Aufgrund der hohen Investitionen ist an einen ROI durch
Energieeinsparung nicht zu denken.


> Auf der Suche nach einem Programm, mit dem sich die verschiedenen
> Energiesparmodi leichter einstellen lassen, bin ich auf das "MCE
> Standby Tool" (http://slicksolutions.eu/mst.shtml) gestoßen. Ich
> möchte meinen Mediaplayer im Schlafzimmer mit dem PC im Wohnzimmer
> vernetzen. Dabei soll der PC wie bisher in den Ruhezustand gehen, wenn
> er nichts mehr zu tun hat, aber anbleiben, solange Netzwerkzugriffe
> stattfinden. Schön wäre auch, wenn ich ihn mit dem Mediaplayer über
> WLAN aufwecken könnte.

Wake-On-WLAN gibt es nicht. Das liegt schlicht daran, dass es derzeit
keine WLAN-Implementierung für PCs gibt, die ohne die CPU auskommt.
Es spricht aber nichts dagegen, ein WOL-Magic-Packet erst über WLAN zu
schicken und dann auf den letzten Metern über ein normales LAN-Kabel zu
dem Gerät zu führen, das es wecken soll.

> Mal sehen, ob das klappt. Sollte jemand bereits
> einschlägige Erfahrung haben, würde ich mich über einen Kontakt
> freuen. Meine E-Mail-Adresse ist real.

Nein, bisher habe ich mich darum erfolgreich gedrückt. Ich habe
stattdessen versucht so viele wie möglich Funktionen auf dem einen,
durchlaufenden Server zusammenzufassen. Also File-Server, Media-Server,
VM-Server für komplette Remote nutzbare, virtuelle Office-PCs, DVB-S
Recorder. Da ich nicht alleine im Haushalt bin, wären die Zeiten, sind
denen die Dienste tatsächlich /alle/ nicht gebraucht werden zu wenig, um
ihn ständig in den Schlaf zu schicken. Und sobald ich es auf mehr Geräte
verteile, damit einige davon aus bleiben können, frisst der zusätzliche
Verbrauch der zusätzlichen Gerätschaften den Vorteil leicht wieder auf.
Irgendwann bringe ich dem Server nochmal bei, in den Ruhezustand zu
gehen, wenn nachts nichts los ist, aus dem man ihn per WOL dann wieder
aufwecken kann. Damit sollten sich nochmal ca. 30% Zeit holen lassen, wo
er wirklich aus ist. Bei geschätzt 25W Einsparung in dieser Zeit wären
nochmal gut 15-20€/Jahr zu holen.
Aber so weit bin ich noch nicht. Wegen den VMs ist das auch gar nicht so
trivial, denn ich muss zuerst alle VMs Einfrieren und speichern, damit
ich den Server herunterfahren kann. Wenn ich da bin, habe ich natürlich
auch die Erwartungshaltung, dass das Aufwecken vom Notebook aus per WLAN
geht.


Marcel

Arno Welzel

unread,
May 31, 2012, 6:53:43 AM5/31/12
to
Am 31.05.2012 12:17, schrieb Marcel Müller:

> On 30.05.2012 10:48, Detlef Wirsing wrote:
>>> Mit/ohne Wake-on-was-weiß-ich macht jedenfalls einen Faktor zwei und
>>> mehr für den Verbrauch im nominell ausgeschalteten Zustand aus.
>> [...]
>>
>> Wenn ein moderner PC wirklich aus sein soll, muß man von Hand den
>> Strom abschalten, sei es über den Schalter am Netzteil oder eine
>> schaltbare Steckerleiste. Einfach "herunterfahren" oder am Fronttaster
>> ausmachen reicht nicht mehr, wie du weißt.
>
> ja, habe auch diese Lösung.
>
>> Der Stromverbrauch meines PCs, wenn ich ihn nicht benutze, sieht
>> folgendermaßen aus:
>> heruntergefahren: 5,2 W
>> Ruhezustand: 7,9 W
>
> Dieser Unterschied ist mehr als nur seltsam, da Ruhezustand und
> Herunterfahren aus Sicht der Hardware exakt das gleiche ist. Der einzige

Kommt auf das OS an. Bei Windows 7 wird im Ruhezustand auch der Speicher
weiterhin mit Strom versorgt. Das Sicherung des Zustands auf der
Festplatte ist nur für den Notfall da, falls der Strom doch komplett weg
sein sollte.

Auch kann es sein, dass im Ruhezustand diverse USB-Geräte noch versorgt
werden, die bei "Heruntgefahren" abgeschaltet werden.

Marcel Müller

unread,
May 31, 2012, 7:34:40 AM5/31/12
to
Hallo,

On 31.05.2012 12:53, Arno Welzel wrote:
>> Dieser Unterschied ist mehr als nur seltsam, da Ruhezustand und
>> Herunterfahren aus Sicht der Hardware exakt das gleiche ist. Der einzige
>
> Kommt auf das OS an. Bei Windows 7 wird im Ruhezustand auch der Speicher
> weiterhin mit Strom versorgt. Das Sicherung des Zustands auf der
> Festplatte ist nur für den Notfall da, falls der Strom doch komplett weg
> sein sollte.

dafür das Microsoft den bereits eingebürgerten Begriff "Ruhezustand"
plötzlich für etwas funktionell komplett anderes verwendet, das früher
"Suspend to RAM" hieß, kann ich auch nichts. Aber ich gebe Dir recht,
das wird der Punkt sein. Win7 hat den Ruhezustand nur vorgetäuscht, weil
es nur den Hybriden Modus aktiviert hat, und deshalb ist der Verbrauch
so hoch ausgefallen.
Es ist mal wieder gelungen die Nachteile beider Methoden effektiv zu
kombinieren. Der hohe Verbrauch von Suspend to RAM mit dem langsamen
Ausschalten von Suspend to Disk. Bei Desktops mag der Unterschied noch
überschaubar sein, aber kein Notebook verbraucht im (echten) Suspend to
Disk eine in irgendeiner Weise relevante Strommenge. Bei Suspend to RAM
ist die Kiste hingegen spätestens in ein, zwei Tagen leer.


> Auch kann es sein, dass im Ruhezustand diverse USB-Geräte noch versorgt
> werden, die bei "Heruntgefahren" abgeschaltet werden.

Das ist abwegig. Kennst Du ein konkretes Beispiel?


Marcel

Detlef Wirsing

unread,
May 31, 2012, 7:38:57 AM5/31/12
to
Marcel Müller schrieb:

>On 30.05.2012 10:48, Detlef Wirsing wrote:
[...]
>> Auf der Suche nach einem Programm, mit dem sich die verschiedenen
>> Energiesparmodi leichter einstellen lassen, bin ich auf das "MCE
>> Standby Tool" (http://slicksolutions.eu/mst.shtml) gestoßen. Ich
>> möchte meinen Mediaplayer im Schlafzimmer mit dem PC im Wohnzimmer
>> vernetzen. Dabei soll der PC wie bisher in den Ruhezustand gehen, wenn
>> er nichts mehr zu tun hat, aber anbleiben, solange Netzwerkzugriffe
>> stattfinden. Schön wäre auch, wenn ich ihn mit dem Mediaplayer über
>> WLAN aufwecken könnte.
>
>Wake-On-WLAN gibt es nicht. Das liegt schlicht daran, dass es derzeit
>keine WLAN-Implementierung für PCs gibt, die ohne die CPU auskommt.
>Es spricht aber nichts dagegen, ein WOL-Magic-Packet erst über WLAN zu
>schicken und dann auf den letzten Metern über ein normales LAN-Kabel zu
>dem Gerät zu führen, das es wecken soll.

Die Fritzbox, die direkt an dem angesprochenen PC hängt, könnte das
vielleicht hinbekommen. Ich muß sie nur über den WLAN-Adapter im
Schlafzimmer dazu bringen, einen entsprechenden Befehl zu senden.

Detlef Wirsing

unread,
May 31, 2012, 8:12:06 AM5/31/12
to
Arno Welzel schrieb:

>Am 31.05.2012 12:17, schrieb Marcel Müller:
[...]
>> Dieser Unterschied ist mehr als nur seltsam, da Ruhezustand und
>> Herunterfahren aus Sicht der Hardware exakt das gleiche ist. Der einzige
>
>Kommt auf das OS an. Bei Windows 7 wird im Ruhezustand auch der Speicher
>weiterhin mit Strom versorgt. Das Sicherung des Zustands auf der
>Festplatte ist nur für den Notfall da, falls der Strom doch komplett weg
>sein sollte.

Wie ich es verstanden habe, wird im Ruhezustand der Speicher nicht mit
Strom versorgt. Das trifft nur auf den Standbymodus zu, in dem er den
letzten Zustand puffert. Im Ruhezustand ist er abgeschaltet, das
Speicherabbild liegt auf der Platte und wird bei der Aktivierung
geladen.

Zusätzlich kann Windows 7 noch den sogenannten "hybriden
Standbymodus". In ihm werden, zusätzlich zum normalen Standby, die
Daten auf der Platte gesichert, was bei Stromausfall hilfreich sein
kann.

>Auch kann es sein, dass im Ruhezustand diverse USB-Geräte noch versorgt
>werden, die bei "Heruntgefahren" abgeschaltet werden.

Das vermute ich in meinem Fall eher. Früher ließ ich den PC immer den
ganzen Tag ballern, weil ich zwischendurch nur Pausen von 30 Minuten
oder maximal 1 Stunde einlegte. Inzwischen geht er nach 10 Minuten in
den hybriden Standby, was billiger sein dürfte. Nachts fahre ich ihn
herunter, falls keine Aufnahmen anstehen. Aber ich bin auch noch am
optimieren.

Detlef Wirsing

unread,
May 31, 2012, 8:15:11 AM5/31/12
to
Marcel Müller schrieb:

[...]
>dafür das Microsoft den bereits eingebürgerten Begriff "Ruhezustand"
>plötzlich für etwas funktionell komplett anderes verwendet, das früher
>"Suspend to RAM" hieß, kann ich auch nichts. Aber ich gebe Dir recht,
>das wird der Punkt sein. Win7 hat den Ruhezustand nur vorgetäuscht, weil
>es nur den Hybriden Modus aktiviert hat, und deshalb ist der Verbrauch
>so hoch ausgefallen.
[...]

Den hybriden Standbymodus kann man abschalten. Aber ich glaube nicht,
daß es hilft. Vermutlich geht der PC nur etwas schneller in Standby,
weil kein Speicherabbild mehr auf Platte geschrieben wird.

Arno Welzel

unread,
May 31, 2012, 10:38:54 AM5/31/12
to
Am 31.05.2012 13:34, schrieb Marcel Müller:

> On 31.05.2012 12:53, Arno Welzel wrote:
[...]
>> Auch kann es sein, dass im Ruhezustand diverse USB-Geräte noch versorgt
>> werden, die bei "Heruntgefahren" abgeschaltet werden.
>
> Das ist abwegig. Kennst Du ein konkretes Beispiel?

Spontan - nein, das war nur eine Vermutung. Tatsächlich sind bei einem
meiner PCs die USB-Ports allesamt *immer* unter Strom, solange das
Netzkabel noch angeschlossen ist, egal ob Heruntergefahren oder im
Hibernate-Zustand und an einem anderen Gerät wird nur eine Buchse (die
auch entsprechend hervorgehoben ist) versorgt und soll u.A. auch für das
Laden mobiler Geräte via USB genutzt werden.

Detlef Wirsing

unread,
May 31, 2012, 11:17:50 AM5/31/12
to
Arno Welzel schrieb:

[...]
>Tatsächlich sind bei einem
>meiner PCs die USB-Ports allesamt *immer* unter Strom, solange das
>Netzkabel noch angeschlossen ist, egal ob Heruntergefahren oder im
>Hibernate-Zustand und an einem anderen Gerät wird nur eine Buchse (die
>auch entsprechend hervorgehoben ist) versorgt und soll u.A. auch für das
>Laden mobiler Geräte via USB genutzt werden.

Ein PC an meiner früheren Arbeitsstelle machte das auch. Die
Infrarot-Maus war immer hell.
Message has been deleted

Christian Brandt

unread,
Jun 1, 2012, 12:59:15 AM6/1/12
to
Am 28.05.2012 15:47, schrieb Axel Pötzinger:

> mein PC verbraucht im ausgeschalteten Zustand 9 W.
> Wo könnte ich "schrauben", so dass er wirklich AUS ist.
> Ist das BIOS oder wo?

Im BIOS alle Standby/Wakeup-Funktionen deaktivieren bringt ordentlich
was (Wakeup on Ethernet, on PCI, on PCIE, on serial, on mouse, on
keyboard, on alarm clock usw...) alles danach lohnt nicht mehr.

Ob 9W normal sind hängt auch vom Alter des Systems ab.

Christian Brandt

Marcel Müller

unread,
Jun 1, 2012, 2:08:28 AM6/1/12
to
Hallo,

On 01.06.2012 02:00, Martin Gerdes wrote:
>> Ein PC an meiner früheren Arbeitsstelle machte das auch. Die
>> Infrarot-Maus war immer hell.
>
> Wie konntest Du die Infrarotstrahlung aus der Maus feststellen? Hand
> drunterhalten und prüfen, ob sie warm wird?

ziemlich einfach, er hat vergessen den Infrarotsensor einzubauen!
IR ist zwar gut für LEDs lässt sich aber weniger gut bildgebend
detektieren. Deshalb haben die meisten optischen Mäuse Rotlicht um die
650nm rum. Und damit auch jeder kapiert, dass es eine optische Maus ist,
gibt es auch noch einige Modelle, die zusätzlich eine rote Deko-LED an
der Front haben. Die MS Intelli-Serie fällt mir da spontan ein.


Marcel

Marcel Müller

unread,
Jun 1, 2012, 2:10:53 AM6/1/12
to
On 01.06.2012 06:59, Christian Brandt wrote:
> Ob 9W normal sind hängt auch vom Alter des Systems ab.

Kann man so leider auch nicht sagen. Ich kenne uralte Möhren, die unter
3W liegen, und neuere, die es kaum unter 10W schaffen. Mainboard und
Netzteil tragen gleichermaßen zu diesem Ergebnis bei. Da gibt es
erhebliche, konstruktionsbedingte Unterschiede, die aber allesamt selten
kaufentscheidend und damit im Fokus sind.


Marcel

Detlef Wirsing

unread,
Jun 1, 2012, 4:11:04 AM6/1/12
to
Marcel Müller schrieb:
Die meisten Menschen kaufen Computer auch nicht in Einzelteilen,
sondern komplett - zumindest beim ersten Mal. Das Netzteil wird dann
beim nächsten Umbau in aller Regel nicht getauscht. So auch bei mir.
Normalerweise hätte ich alles einzeln bestellt und zusammengebaut,
aber der letzte (inzwischen mein einziger) PC wurde mir gestellt.

Detlef Wirsing

unread,
Jun 1, 2012, 4:16:42 AM6/1/12
to
Marcel Müller schrieb:
So ist es in der Tat. Ich hatte bis vor kurzem eine MS Intellimouse,
die irgendwann beim Klicken so stark prellte, daß ich sie austauschen
mußte. Die leuchtete rot, sogar ziemlich stark. Wenn ich sie von der
Tischoberfläche abhob, konnte ich sie kurzzeitig als Taschenlampe
zweckentfremden. So ähnlich war es auch bei der Maus auf der Arbeit,
von der ich schrieb.

Inzwischen habe ich eine Lasermaus von HP. Da leuchtet nichts.
Manchmal finde ich es schade, weil ich so durch die geschlossene
Wohnzimmertür (Milchglas) nachts nicht mehr bemerken kann, daß der PC
noch läuft, und weil ich keine "Taschenlampe" mehr habe. Andererseits
ist es wohl besser, denn ich möchte nicht jede Woche die Batterien
tauschen müssen. ;-)

Michael Unger

unread,
Jun 1, 2012, 1:32:14 PM6/1/12
to
On 2012-05-31 13:34, "Marcel Müller" wrote:

> [...]
> [...] aber kein Notebook verbraucht im (echten) Suspend to
> Disk eine in irgendeiner Weise relevante Strommenge. Bei Suspend to RAM
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> ist die Kiste hingegen spätestens in ein, zwei Tagen leer.

Da muss ich Dich enttäuschen. Bei meinem Notebook (ThinkPad A30p, unter
Windows 2000, "Ruhezustand") war der Akku nach knapp einem Monat
Nichtbenutzung leerer als leer, nämlich tiefentladen und damit hinüber.

Ich habe nie herausfinden können, was den "leergenuckelt" hat, und nutze
das Gerät nur noch am Netz, wo es immer noch einwandfrei funktioniert.
(Für Textverarbeitung und ähnliche Anwendungen ist das "uralte" Notebook
immer noch völlig ausreichend -- ich schreibe auch heute noch nicht mit
zwanzig Fingern gleichzeitig ...)

> [...]

Michael

--
Real names enhance the probability of getting real answers.
My e-mail account at DECUS Munich is no longer valid.

Marcel Müller

unread,
Jun 2, 2012, 3:13:25 AM6/2/12
to
Hallo,

On 01.06.2012 19:32, Michael Unger wrote:
> On 2012-05-31 13:34, "Marcel Müller" wrote:
>
>> [...]
>> [...] aber kein Notebook verbraucht im (echten) Suspend to
>> Disk eine in irgendeiner Weise relevante Strommenge. Bei Suspend to RAM
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> ist die Kiste hingegen spätestens in ein, zwei Tagen leer.
>
> Da muss ich Dich enttäuschen. Bei meinem Notebook (ThinkPad A30p, unter
> Windows 2000, "Ruhezustand") war der Akku nach knapp einem Monat
> Nichtbenutzung leerer als leer, nämlich tiefentladen und damit hinüber.
>
> Ich habe nie herausfinden können, was den "leergenuckelt" hat, und nutze
> das Gerät nur noch am Netz, wo es immer noch einwandfrei funktioniert.

Win2k dürfte aber einigermaßen unschuldig sein, da es BIOS-Funktionen
für den Ruhezustand noch nicht nutzen konnte. Kurzum, das Notebook
wusste noch gar nicht, dass es /nicht/ aus ist.

Ich kenne solche Szenarien nur, wenn die Notebooks beim Herunterfahren
abstürzen. Aber selbst dann, sollte der Akku bei drohender Tiefentladung
komplett ohne Unterstützung von außen eine Notabschaltung machen. Das
hat jedenfalls mal jemand in der Notebook-Gruppe behauptet, der Akkus
seziert und die entsprechenden Schaltelemente gefunden hat.
Kurzum, es ist wahrscheinlich, dass der Akku sich auch so desintegriert
hätte. Wenn die Isolation einer Zelle Aufgibt, passiert das zum
Beispiel. Es muss nicht immer zu einem spektakulären Brand führen, wie
seinerzeit bei einigen Sony-Zellen.

> (Für Textverarbeitung und ähnliche Anwendungen ist das "uralte" Notebook
> immer noch völlig ausreichend -- ich schreibe auch heute noch nicht mit
> zwanzig Fingern gleichzeitig ...)

Ja wie, nicht?


Marcel

Heinz-Mario Frühbeis

unread,
Jun 2, 2012, 8:20:55 AM6/2/12
to
"Detlef Wirsing"...
> Andererseits
> ist es wohl besser, denn ich möchte nicht jede Woche die Batterien
> tauschen müssen. ;-)

Hallo!?; Akkus?
IIRC kostet die Aufladung eines Vierersatzes 10 Euro/Cent ...
Ich habe Akkus, die sind über 20 Jahre alt und für Uhr, Tastatur, Maus und
Co. allemal ausreichend!

Mit Gruß
Heinz-Mario Frühbeis


Michael Unger

unread,
Jun 2, 2012, 8:54:43 AM6/2/12
to
On 2012-06-02 09:13, "Marcel Müller" wrote:

> [...]
>
> [...] Aber selbst dann, sollte der Akku bei drohender Tiefentladung
> komplett ohne Unterstützung von außen eine Notabschaltung machen. Das
> hat jedenfalls mal jemand in der Notebook-Gruppe behauptet, der Akkus
> seziert und die entsprechenden Schaltelemente gefunden hat.

Das hätte ich ja eigentlich auch erwartet. Allerdings verlor der Akku
von Anfang an etwa 4 bis 5 Prozent seiner Kapazität pro Tag; da muss es
also etwas gegeben haben, das auch im eigentlich "abgeschalteten"
Zustand des Notebooks noch daran gesaugt hat.

Detlef Wirsing

unread,
Jun 2, 2012, 9:20:33 AM6/2/12
to
Heinz-Mario Frühbeis schrieb:
Meine Erfahrungen sind genau umgekehrt. Ich habe es vor Jahrenden mit
1,2 Volt Akkus probiert, die damals keinen Hering vom Teller zogen.
Gebraucht habe ich sie vor allem für den Motor einer meiner
Spiegelreflexkameras. Dazu taugten sie wie gesagt nicht, also nahm ich
sie für die Taschenlampe und für Fernbedienungen. Dafür taugten sie
auch nicht, denn sie waren immer ruckzuck leer.

Jahre später sprach ich mit einem Bekannten darüber, und er meinte, da
dürfe ich mich nicht wundern. Schließlich hätten die Akkus nicht
dieselbe Spannung. Es gäbe inzwischen Akkus mit 1,5 Volt und
entsprechende Ladegeräte. Also der nächste Versuch. Ladegerät noch
teurer als das alte, Akkus so teuer, daß es einem die Schamröte ins
Gesicht treibt. Wenn man sie, wie auf der Verpackung beschrieben, mehr
als 1000 mal aufladen kann, rechnet es sich trotzdem.

Die Kameras sind samt Motor inzwischen eingemottet. Also bleiben "nur"
noch Fernbedienungen, Taschenlampen etc. Fernbedienungen vermehren
sich bei mir wie die Karnickel. Insofern ist immer reichlich Bedarf
vorhanden. Die Akkus funktionieren gut - eine Zeitlang. Nicht so lang
wie Batterien, längst nicht so lang. Also regelmäßig aufladen. Ist ja
nicht so schlimm. Ob unter den Umständen der Break-Even-Point jemals
erreicht wird, kann mir inzwischen egal sein - das Geld ist ja bereits
ausgegeben.

Nach durchschnittlich weniger als 20 Aufladungen sind die Akkus
fratze, obwohl Ladegerät und Akkus aus demselben Haus stammen
(Rayovac). In meinem Mini-Maglite funktionieren die Akkus auch nicht,
ganz im Gegensatz zu Batterien. Sie geben einfach nicht (mehr?) genug
Strom ab. Die letzten noch verbliebenen Akkus, die funktionieren,
verbrate ich in Fernbedienungen und Uhren. Lange wird es nicht dauern,
bis auch sie den Geist aufgeben.

Für das Geld, das ich in Akkus und Ladegeräte gesteckt habe, hätte ich
Batterien kaufen können, bis ich 200 Jahre alt bin. Meiner Meinung
nach sind Batterien für Schwachverbraucher wie Fernbedienungen, Uhren
etc. einfach nicht geeignet. Und Motoren oder Blitzgeräte speise ich
heute nicht mehr.

Ich kaufe inzwischen die billigsten Batterien mit guter
Testbeurteilung oder das, was mein Supermarkt gerade hat. Alles andere
ist für mich rausgeschmissenes Geld.

Detlef Wirsing

unread,
Jun 2, 2012, 9:23:37 AM6/2/12
to
Ich schrieb:

[...]
>Meiner Meinung
>nach sind Batterien für Schwachverbraucher wie Fernbedienungen, Uhren
>etc. einfach nicht geeignet.
[...]

Das muß natürlich Akkus heißen, nicht Batterien.

Michael Unger

unread,
Jun 2, 2012, 9:38:44 AM6/2/12
to
On 2012-06-02 15:23, "Detlef Wirsing" wrote:

> Ich schrieb:
>
> [...]
>>Meiner Meinung
>>nach sind Batterien für Schwachverbraucher wie Fernbedienungen, Uhren
>>etc. einfach nicht geeignet.
> [...]
>
> Das muß natürlich Akkus heißen, nicht Batterien.

Es gibt seit Jahren "low self-discharge"-NiMH-Typen, beispielsweise
"eneloop", die für solche Fälle (und auch für selten benutzte
Taschenlampen beispielsweise, wenn es deren Bauart zulässt) durchaus
geeignet sind.

Als Hochstromverbraucher werden hier eine Taschenlampe [1] und ein
Blitzgerät [2] damit bestückt und das ohne Probleme.

Michael


[1] <http://obramo-taschenlampen.de/LED-Lenser-M14>
[2] <http://www.nikon.de/de_DE/product/speedlights/speedlight-sb-900>

Detlef Wirsing

unread,
Jun 2, 2012, 12:27:00 PM6/2/12
to
Michael Unger schrieb:

[...]
>Es gibt seit Jahren "low self-discharge"-NiMH-Typen, beispielsweise
>"eneloop", die für solche Fälle (und auch für selten benutzte
>Taschenlampen beispielsweise, wenn es deren Bauart zulässt) durchaus
>geeignet sind.
>
>Als Hochstromverbraucher werden hier eine Taschenlampe [1] und ein
>Blitzgerät [2] damit bestückt und das ohne Probleme.

Beim ersten Ladegerätkauf wollte ich Geld sparen. Das hat nicht
geklappt. Beim zweiten Ladegerätkauf wollte ich Geld sparen. Das hat
nicht geklappt. Einen dritten Versuch wird es nicht geben.

Ich bin sicher, daß es für jede Anwendung passende Akkus gibt. Ich
bezweifle nur, daß ich damit Geld spare. Meine bisherigen Erfahrungen
haben gezeigt, daß das nicht der Fall ist. Wenn man etwas immer und
immer wieder versucht, obwohl es jedesmal danebengeht, kann man das
als Durchhaltevermögen bewundern. Man kann es auch als Starrsinn
belächeln. Für mich ist das Thema gestorben.

Heinz-Mario Frühbeis

unread,
Jun 2, 2012, 3:20:44 PM6/2/12
to
"Detlef Wirsing"...
> Ich kaufe inzwischen die billigsten Batterien mit guter
> Testbeurteilung oder das, was mein Supermarkt gerade hat. Alles andere
> ist für mich rausgeschmissenes Geld.

Ich kann dir versichern, daß ich hier alles mit Akkus betreibe.
Durch die, alleine der letzten 2 Jahre, gekauften Geräte, wo Batterien bei
sind, hat sich mittlerweile 'en richtiger Haufen an originalverpackten
Batterien angehäuft.

Mein T&M-Funk-Bundle 'Marlin' von Cherry z. Bsp.:
Maus:
1 x AA 2, 3 Wochen und länger (Maus)
2 x AAA 2 Monate (oder länger, da keine Ahnung da die Akkus so lange halten,
daß ich gar nicht zurückhalten kann) (Tastatur)
Mein Ladegerät ist wirklich über 20 Jahre alt; das mit 4 x AAA (als Bundle)
habe ich mal für 10, 15 DM gekauft.
Es sieht auch wirklich so aus, so mit Ablagerungen und so, aber es lädt und
lädt und lädt ...

Worauf man bei Akkus achten kann, ist diese "komische" Zahl (für die
Leistung?) 1500, 2500, 5000 (oder so) und höher ist besser (und teurer).
Für die Maus nutze ich idR höhere, aber auch bei 1500er komme ich nicht
unter einer Woche und das Bundle nutze ich quasi den ganzen Tag.

Mit Gruß
Heinz-Mario Frühbeis


Detlef Wirsing

unread,
Jun 2, 2012, 4:38:26 PM6/2/12
to
Heinz-Mario Frühbeis schrieb:

[...]
>Ich kann dir versichern, daß ich hier alles mit Akkus betreibe.
[...]

Das glaube ich Dir unbesehen. Es bringt mir nur nichts. Wir haben halt
unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Heiko Nocon

unread,
Jun 2, 2012, 5:18:40 PM6/2/12
to
Heinz-Mario Frühbeis wrote:

>Ich kann dir versichern, daß ich hier alles mit Akkus betreibe.

Das kann ich glauben.

>Durch die, alleine der letzten 2 Jahre, gekauften Geräte, wo Batterien bei
>sind, hat sich mittlerweile 'en richtiger Haufen an originalverpackten
>Batterien angehäuft.

Allerdings würde dieser Sachverhalt, so er denn tatsächlich besteht, die
Meinung deines Opponenten stärken...

Tipp: Die sich stapelnden Batterien hast du bezahlt. _Zusätzlich_ zu
Akkus und Ladegerät...

>Worauf man bei Akkus achten kann, ist diese "komische" Zahl (für die
>Leistung?) 1500, 2500, 5000 (oder so) und höher ist besser (und teurer).

Das ist die "Kapazität", typischerweise in mAh oder Ah angegeben. In
etwa beschreibt es die Menge an Energie, die in die Dinger reinpaßt. Und
natürlich ist nicht immer höher=besser.

Erstens sind sowieso nur die Angaben direkt vergleichbar, die wenigstens
dasselbe Einheitenvielfache nutzen. Z.B. NiMH-AAA mit 700 mAh ist
natürlich schlechter als NiMH-AAA mit 1Ah, obwohl 700 ganz erheblich
größer ist als 1...

Und zweitens ist die "Kapazität"sangabe leider nicht wirklich eine
Angabe zum Energiegehalt. Das wird sie erst, wenn man Zellenzahl und
Zellenspannung kennt (eigentlich reicht nichtmal dies wirklich aus).

Vergleichbar sind über diese "Kapazität"sangeben also bestenfalls
Energiespeicher gleicher Technologie und Zellenzahl.

>Für die Maus nutze ich idR höhere, aber auch bei 1500er komme ich nicht
>unter einer Woche und das Bundle nutze ich quasi den ganzen Tag.

Entweder deine Akkus oder deine Maus oder beides sind offensichtlich
grottige Scheiße...

Wenn ich jede Woche die Akkus meiner Maus laden müßte, wäre ich schon
längst ausgerastet. Das darf höchstens so alle viertel Jahre mal
passieren, nicht öfter. Das ist absolut Stand der Technik und nicht nur
mit irgendwelchen ausgesuchten, unbezahlbaren Edelkomponenten zu
erreichen. Mir denen wären Laufzeiten im Bereich mehrerer Jahre
erreichbar...

Michael Landenberger

unread,
Jun 3, 2012, 7:02:14 AM6/3/12
to
Am 02.06.2012 15:20, schrieb Detlef Wirsing:

> Jahre später sprach ich mit einem Bekannten darüber, und er meinte, da
> dürfe ich mich nicht wundern. Schließlich hätten die Akkus nicht
> dieselbe Spannung. Es gäbe inzwischen Akkus mit 1,5 Volt

Wo gibt es solche Akkus? Ich habe noch keine gesehen. Die 1,2 Volt bei
Akkus sind ebenso wie die 1,5 Volt bei Alkalibatterien chemisch bedingt
und lassen sich nicht ohne weiteres verändern.

Übrigens gibt es schon seit geraumer Zeit auch Akkus mit geringer
Selbstentladung (häufig gekennzeichnet mit "Ready to use"), z. B. Sanyo
Eneloop. Die eignen sich auch für Geräte mit geringem Stromverbrauch wie
z. B. Uhren oder Fernbedienungen und halten dort fast genauso lange wie
Batterien. Ich hatte 3 Stück von diesen Akkus (allerdings nicht Eneloop,
sondern Conrad-Eigenmarke) in einem Tischtelefon im Einsatz. Ich musste
sie dort nicht öfter aufladen als ich früher Batterien gewechselt habe.
Das Tischtelefon hat übrigens inzwischen das Zeitliche gesegnet, während
die Akkus immer noch leben und in einer Fernbedienung und 2 Uhren weiter
ihren Dienst tun.

"Ready-to-use"-Akkus können auch in stinknormalen Ladegeräten geladen
werden, teure Spezial-Ladegeräte sind nicht nötig.

Voraussetzung für den Einsatz dieser Akkus ist natürlich, dass die
Geräte, für die sie verwendet werden, mit 1,2 Volt pro Zelle laufen.
Wenn das nicht der Fall ist, helfen auch "Ready-to-use"-Akkus nicht weiter.

Lidl hat übrigens nächste Woche "Ready-to-Use"-Akkus im Angebot,
wahlweise 4 Stück AA (Mignon), 4 Stück AAA (Micro) oder 1 Stück
9-Volt-Block für jeweils 3,99 Euro. Der 9-Volt-Block ist zwar mit 9 Volt
angegeben, dürfte aber wegen der obligatorischen 1,2 Volt pro Zelle nur
8,4 Volt liefern. Die für 9,6 Volt nötige 8. Zelle hat man sich
vermutlich gespart.

Gruß

Michael

Michael Unger

unread,
Jun 3, 2012, 7:19:00 AM6/3/12
to
On 2012-06-03 13:02, "Michael Landenberger" wrote:

> Wo gibt es solche Akkus? Ich habe noch keine gesehen. [...]

Stichwort "AccuCell" oder auch "RAM-Zellen" [1].

> [...]
>
> Voraussetzung für den Einsatz dieser Akkus ist natürlich, dass die
> Geräte, für die sie verwendet werden, mit 1,2 Volt pro Zelle laufen.

Mein digitales Thermo-/Hygrometer fängt bereits an zu schwächeln, wenn
die Zellenspannung (2x AAA) unter jeweils etwa 1,32 Volt sinkt.

> Wenn das nicht der Fall ist, helfen auch "Ready-to-use"-Akkus nicht weiter.

Leider.

> [...]

Michael


[1]
<http://www.reichelt.de/RAM-Zellen/2/index.html?;ACTION=2;LA=2;GROUP=P58;GROUPID=1021;START=0;OFFSET=16;SHOW=1>

Rainer Knaepper

unread,
Jun 3, 2012, 8:42:00 AM6/3/12
to
spameim...@arcor.de (Michael Landenberger) am 03.06.12:

>Voraussetzung für den Einsatz dieser Akkus ist natürlich, dass die
>Geräte, für die sie verwendet werden, mit 1,2 Volt pro Zelle laufen.
>Wenn das nicht der Fall ist, helfen auch "Ready-to-use"-Akkus nicht
>weiter.

Ja, das habe ich bitter bei meinem Olympus-Diktiergerät lernen müssen.
Hätte ich gewußt, daß das nicht mit Eneloops geht, dann hätte ich nach
einem anderen Gerät gesucht.

Nuja, alles andere hier wird mit Akku betrieben.

Rainer

--
Microsoft hat *nichts* auf der Homepage; nicht wirklich. Das ist
alles nur Schein. Die Wahrheit ist HIER. Hier ist das USENET.
(Gabriele Neukam in microsoft.public.de.german.win98.allgemein)

Michael Paul

unread,
Jun 3, 2012, 9:25:21 AM6/3/12
to
Am Sat, 02 Jun 2012 14:54:43 +0200 schrieb Michael Unger:

> On 2012-06-02 09:13, "Marcel Müller" wrote:
>
>> [...]
>>
>> [...] Aber selbst dann, sollte der Akku bei drohender
>> Tiefentladung komplett ohne Unterstützung von außen eine Notabschaltung
>> machen. Das hat jedenfalls mal jemand in der Notebook-Gruppe behauptet,
>> der Akkus seziert und die entsprechenden Schaltelemente gefunden hat.
>
> Das hätte ich ja eigentlich auch erwartet. Allerdings verlor der Akku
> von Anfang an etwa 4 bis 5 Prozent seiner Kapazität pro Tag;

Wie hast Du das bestimmt?

Michael
--
Ohne Smartphone gesendet

Michael Unger

unread,
Jun 3, 2012, 9:53:07 AM6/3/12
to
Ich habe mich vermutlich nicht ganz korrekt ausgedrückt: Gemeint war,
dass die Akkuladeanzeige, ausgehend von 100%, täglich um rund 5%
abgenommen hat; angezeigt wird da aber wohl die (noch) vorhandene Ladung
im Vergleich zur maximalen Ladung.

Michael Landenberger

unread,
Jun 3, 2012, 10:42:48 AM6/3/12
to
Am 03.06.2012 13:19, schrieb Michael Unger:

> Stichwort "AccuCell" oder auch "RAM-Zellen" [1].

Danke, wieder was gelernt. Lt.
<http://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-Mangan-Batterie#RAM-Zellen> kann
man die Dinger aber nur ca. 25 Mal aufladen. Als "Akku" im herkömmlichen
Sinn würde ich sie nicht bezeichnen ;-) Außerdem brauchen RAM-"Akkus"
tatsächlich spezielle Ladegeräte. Und dann sind sie auch noch
vergleichsweise teuer und empfindlich wie Mimosen.

Gruß

Michael

Michael Unger

unread,
Jun 3, 2012, 10:56:03 AM6/3/12
to
Diese Bauform, die es nicht erst seit gestern gibt, war wohl von Anfang
an ziemlich umstritten; ich habe daher darauf verzichtet, damit eigene
Erfahrungen zu sammeln. Außerdem kommt sie wohl nicht gut mit höheren
Lastströmen klar.

Michael

Detlef Wirsing

unread,
Jun 3, 2012, 11:08:42 AM6/3/12
to
Michael Landenberger schrieb:

[...]
>Wo gibt es solche Akkus? Ich habe noch keine gesehen. Die 1,2 Volt bei
>Akkus sind ebenso wie die 1,5 Volt bei Alkalibatterien chemisch bedingt
>und lassen sich nicht ohne weiteres verändern.
[...]

Den Hersteller Rayovac hatte ich schon genannt. Eine kurze Websuche
fand zwar nicht den gewünschten Typ, aber als Alternative z.B.
http://www.akkushop.de/accucell-ac1800-mignonaa-rechargeable-alkaline-battery-4pack-p-11.html

Detlef Wirsing

unread,
Jun 3, 2012, 11:11:54 AM6/3/12
to
Michael Landenberger schrieb:

>Am 03.06.2012 13:19, schrieb Michael Unger:
>
>> Stichwort "AccuCell" oder auch "RAM-Zellen" [1].
>
>Danke, wieder was gelernt. Lt.
><http://de.wikipedia.org/wiki/Alkali-Mangan-Batterie#RAM-Zellen> kann
>man die Dinger aber nur ca. 25 Mal aufladen.

Das entspricht ziemlich genau meiner Erfahrung. Damit kosten Mignon
pro Ladevorgang ca. 10 Cent zzgl. der Stromkosten. Ein spezielles,
natürlich teures Ladegerät muß zusätzlich angeschafft werden.

>Als "Akku" im herkömmlichen
>Sinn würde ich sie nicht bezeichnen ;-) Außerdem brauchen RAM-"Akkus"
>tatsächlich spezielle Ladegeräte. Und dann sind sie auch noch
>vergleichsweise teuer und empfindlich wie Mimosen.

Jo!

Michael Unger

unread,
Jun 3, 2012, 3:47:40 PM6/3/12
to
On 2012-06-03 16:56, "Michael Unger" wrote:

> Diese Bauform, die es nicht erst seit gestern gibt, [...]

So, Nachtrag: Die Marke "AccuCell" wurde als Wortmarke von einem Herrn
Müller aus Remshalden beim DPMA [1] am 02.12.1994 angemeldet und am
13.07.1995 eingetragen, Registernummer 39404677, Schutzendedatum
31.12.2014. Ist also bald zwanzig Jahre her ...

Michael


[1] <http://register.dpma.de/DPMAregister/Uebersicht>

Michael Paul

unread,
Jun 5, 2012, 4:38:02 PM6/5/12
to
Am Sun, 03 Jun 2012 15:53:07 +0200 schrieb Michael Unger:

> On 2012-06-03 15:25, "Michael Paul" wrote:
>
>> Am Sat, 02 Jun 2012 14:54:43 +0200 schrieb Michael Unger:
(...)
>>> Das hätte ich ja eigentlich auch erwartet. Allerdings verlor der Akku
>>> von Anfang an etwa 4 bis 5 Prozent seiner Kapazität pro Tag;
>>
>> Wie hast Du das bestimmt?
>
> Ich habe mich vermutlich nicht ganz korrekt ausgedrückt: Gemeint war,
> dass die Akkuladeanzeige, ausgehend von 100%, täglich um rund 5%
> abgenommen hat; angezeigt wird da aber wohl die (noch) vorhandene Ladung
> im Vergleich zur maximalen Ladung.

Diese 5 Prozentpunkte hast du schon bei jedem Hochfahren des Rechners, um
den Akkustand zu prüfen ;-)
Oder sollte es wirklich Akkus geben, die eine entsprechend fein
granulierte integrierte Anzeige haben?

Michael

Michael Unger

unread,
Jun 6, 2012, 11:39:32 AM6/6/12
to
On 2012-06-05 22:38, "Michael Paul" wrote:

> [...]
> Oder sollte es wirklich Akkus geben, die eine entsprechend fein
> granulierte integrierte Anzeige haben?

Der Akku selbst hat (natürlich) keine derartige Anzeige; die Werte
stammen vom Programm "Akku-MaxiMiser", das IBM damals mit dem ThinkPad
A30p ausgeliefert hatte.

Helmut Hullen

unread,
Jun 6, 2012, 12:02:00 PM6/6/12
to
Hallo, Michael,

Du meintest am 06.06.12:

>> [...]
>> Oder sollte es wirklich Akkus geben, die eine entsprechend fein
>> granulierte integrierte Anzeige haben?

> Der Akku selbst hat (nat�rlich) keine derartige Anzeige; die Werte
> stammen vom Programm "Akku-MaxiMiser", das IBM damals mit dem
> ThinkPad A30p ausgeliefert hatte.

Auf Linux-Ebene wird der Ladezustand in 1-Prozent-Schritten angezeigt,
und die Lade-Leistung allemal in 10-Milliwatt-Schritten. Da d�rfte also
irgendetwas im Rechner eingebaut sein, das diese Daten bereitstellt.

Viele Gruesse!
Helmut

Michael Paul

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Jun 6, 2012, 3:41:02 PM6/6/12
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Am Wed, 06 Jun 2012 17:39:32 +0200 schrieb Michael Unger:

> On 2012-06-05 22:38, "Michael Paul" wrote:
>
>> [...]
>> Oder sollte es wirklich Akkus geben, die eine entsprechend fein
>> granulierte integrierte Anzeige haben?
>
> Der Akku selbst hat (natürlich) keine derartige Anzeige; die Werte
> stammen vom Programm "Akku-MaxiMiser", das IBM damals mit dem ThinkPad
> A30p ausgeliefert hatte.

Um also den aktuellen Ladungszustand des Akkus festzustellen, ist es also
notwendig, den Rechner hochzufahren. Wundert sich da jemand noch über den
Rückgang der aktuell verfügbaren Kapazität um 5% der Nennkapazität
täglich?

Michael

Michael Paul

unread,
Jun 6, 2012, 3:44:03 PM6/6/12
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Am Wed, 06 Jun 2012 18:02:00 +0200 schrieb Helmut Hullen:

> Hallo, Michael,
>
> Du meintest am 06.06.12:
>
>>> [...]
>>> Oder sollte es wirklich Akkus geben, die eine entsprechend fein
>>> granulierte integrierte Anzeige haben?
>
>> Der Akku selbst hat (natürlich) keine derartige Anzeige; die Werte
>> stammen vom Programm "Akku-MaxiMiser", das IBM damals mit dem ThinkPad
>> A30p ausgeliefert hatte.
>
> Auf Linux-Ebene wird der Ladezustand in 1-Prozent-Schritten angezeigt,
> und die Lade-Leistung allemal in 10-Milliwatt-Schritten. Da dürfte also
> irgendetwas im Rechner eingebaut sein, das diese Daten bereitstellt.

ACPI. So sieht das für das alte Vostro aus, das ich hier gerade habe:

micha@ubuntu:/$ cat /proc/acpi/battery/BAT0/info
present: yes
design capacity: 7800 mAh
last full capacity: 5444 mAh
battery technology: rechargeable
design voltage: 11100 mV
design capacity warning: 780 mAh
design capacity low: 236 mAh
cycle count: 0
capacity granularity 1: 78 mAh
capacity granularity 2: 78 mAh
model number: DELL UW2808
serial number: 4042
battery type: LION
OEM info: Sanyo

Programme unter Windows nutzen die gleichen Daten. Und zeigen sie schöner
an.

Michael


Michael Unger

unread,
Jun 7, 2012, 10:57:59 AM6/7/12
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On 2012-06-06 21:41, "Michael Paul" wrote:

> Um also den aktuellen Ladungszustand des Akkus festzustellen, ist es also
> notwendig, den Rechner hochzufahren. Wundert sich da jemand noch über den
> Rückgang der aktuell verfügbaren Kapazität um 5% der Nennkapazität
> täglich?

Du missverstehst da etwas. Der Rechner wird _natürlich_ nicht täglich
hochgefahren, nur um den aktuellen Akku-Status festzustellen; wenn er
aber nach längerer Pause wieder hochgefahren wurde, war der Verlust der
Akku-Ladung ziemlich genau "Anzahl der Tage mal fünf Prozent".

Michael Paul

unread,
Jun 7, 2012, 4:18:50 PM6/7/12
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Am Thu, 07 Jun 2012 16:57:59 +0200 schrieb Michael Unger:

> On 2012-06-06 21:41, "Michael Paul" wrote:
>
>> Um also den aktuellen Ladungszustand des Akkus festzustellen, ist es
>> also notwendig, den Rechner hochzufahren. Wundert sich da jemand noch
>> über den Rückgang der aktuell verfügbaren Kapazität um 5% der
>> Nennkapazität täglich?
>
> Du missverstehst da etwas. Der Rechner wird _natürlich_ nicht täglich
> hochgefahren, nur um den aktuellen Akku-Status festzustellen; wenn er
> aber nach längerer Pause wieder hochgefahren wurde, war der Verlust der
> Akku-Ladung ziemlich genau "Anzahl der Tage mal fünf Prozent".

Sowas hatte ich bei meinem Acer 1810TZ auch mal. Ein Bios-Update konnte
dieses Problem deutlich entschärfen.

Michael
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