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Notebook zugeklappt einschalten?

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erichgmuell...@yahoo.de

unread,
Apr 10, 2014, 2:44:02 PM4/10/14
to
Kann man ein Notebook, an das ein Bildschirm und eine Tastatur angeschlossen sind, zugeklappt einschalten und verwenden? Bei allen Notebooks, die ich kenne, befindet sich der Ein/Aus-Schalter an einer Stelle, die man nur im aufgeklappten Zustand erreicht, und wenn man zuklappt, legt sich der rechner schlafen. Gibt es auch welche, wo nicht? Oder kann man das irgendwie umgehen? Der Plan ist, ein Notebook als Heim-PC zu verwenden (mit richtigem Bildschirm), den man halt auch mit in den Urlaub nehmen kann.


Marcel Müller

unread,
Apr 10, 2014, 3:34:23 PM4/10/14
to
Hallo,

Am 10.04.2014 20:44, schrieb erichgmuell...@yahoo.de:
> Kann man ein Notebook, an das ein Bildschirm und eine Tastatur angeschlossen sind, zugeklappt einschalten und verwenden?

ja. BTDT.

> Bei allen Notebooks, die ich kenne, befindet sich der Ein/Aus-Schalter an einer Stelle, die man nur im aufgeklappten Zustand erreicht,

Dafür gibt es Docking-Stations. Die haben meist einen (erreichbaren)
Schalter. War jedenfalls bei allen so, die ich bisher hatte.
Ansonsten Deckel kurz öffnen, Schalter drücken und wieder zu.

> und wenn man zuklappt, legt sich der rechner schlafen.

Das macht Windows, nicht das Notebook. Und das kann man ihm abgewöhnen.
Das ist immer eine meine ersten Amtshandlungen bei einem neuen Gerät. Es
ist schließlich vollkommen idiotisch jedes mal das Gerät abzuschalten
und alle offenen Verbindungen zu verlieren, wenn man mal mit dem Gerät
im Gebäude von A nach B läuft. Und diejenigen, die das umgehen, indem
sie die Geräte im offenen Zustand herumbalancieren riskieren viel. Eine
falsche Bewegung und das Gelenk leidet oder man eckt irgendwo an.
Schließlich ist in der anderen Hand ja noch die Kaffetasse, und die Tür
will auch geöffnet werden. ;-)

> Gibt es auch welche, wo nicht? Oder kann man das irgendwie umgehen?

Ja, s.o.

> Der Plan ist, ein Notebook als Heim-PC zu verwenden (mit richtigem Bildschirm), den man halt auch mit in den Urlaub nehmen kann.

Dazu muss der Deckel aber nicht immer geschlossen sein. Im Gegenteil:
lass ihn offen, und Du hast einen Zweitbildschirm. Das mache ich jeden Tag.


Marcel

Bastian Lutz

unread,
Apr 10, 2014, 3:54:45 PM4/10/14
to
Hallo Erich!

Am 10.04.2014 20:44, schrieb erichgmuell...@yahoo.de:
> Kann man ein Notebook, an das ein Bildschirm und eine Tastatur angeschlossen sind, zugeklappt einschalten und verwenden? Bei allen Notebooks, die ich kenne, befindet sich der Ein/Aus-Schalter an einer Stelle, die man nur im aufgeklappten Zustand erreicht, und wenn man zuklappt, legt sich der rechner schlafen. Gibt es auch welche, wo nicht? Oder kann man das irgendwie umgehen? Der Plan ist, ein Notebook als Heim-PC zu verwenden (mit richtigem Bildschirm), den man halt auch mit in den Urlaub nehmen kann.

Ein dafuer geeignetes Notebook sollte man z. B. daran erkennen koennen,
dass die dazugehoerige Docking-Station selbst einen Einschalter hat. Am
besten aber den Hersteller/Verkaeufer fragen.

Bastian Lutz

--
Wenn jemand irgendwas von Anonymitaet faselt, wenn er oder jemand
anderes (meist Newbies) darauf hingewiesen wurde, dass er einen Realname
verwenden sollte, hat er den Hinweis nicht richtig gelesen.

Tim Ritberg

unread,
Apr 10, 2014, 3:57:22 PM4/10/14
to
Am 10.04.2014 20:44, schrieb erichgmuell...@yahoo.de:
WakeOnLAN.
Über ACPI, wake on Keyboard oder Mouse

Hergen Lehmann

unread,
Apr 10, 2014, 3:49:32 PM4/10/14
to
On 10.04.2014 20:44, erichgmuell...@yahoo.de wrote:

> Kann man ein Notebook, an das ein Bildschirm und eine Tastatur angeschlossen sind, zugeklappt einschalten und verwenden?

Natürlich. Unter hoher CPU-Last kann es aber eventuell thermische
Probleme geben.

> und wenn man zuklappt, legt sich der rechner schlafen.
> Gibt es auch welche, wo nicht? Oder kann man das irgendwie umgehen?

Die meisten Business-Notebooks haben extra zu diesem Zweck einen zweiten
Ein/Ausschalter an der Docking-Station.

Ansonsten kann man das automatische Schlafenlegen beim Zuklappen auch
irgendwo abschalten, muss dann aber natürlich im mobilen Betrieb
Disziplin wahren.

> Der Plan ist, ein Notebook als Heim-PC zu verwenden (mit richtigem Bildschirm), den man halt auch mit in den Urlaub nehmen kann.

Das ist meines Erachtens nicht sinnvoll.

Kauft man ein leistungsstarkes Gerät, um stationär gut arbeiten zu
können, schleppt man unnötiges Gewicht mit sich herum und/oder ärgert
sich über kurze Akkulaufzeiten. Kauft man ein für den mobilen Betrieb
optimiertes Gerät mit etwas weniger Power und langer Laufzeit, wird man
sich im stationären Betrieb schnell eingeengt fühlen.

Dazu kommt, dass ein Notebook praktisch nicht erweiterbar ist. Im Urlaub
kann man sich damit abfinden, wenn der Schuh mit den Jahren zunehmend
drückt, zu Hause stört das sehr viel mehr.

Platz sparen tut man auch nicht, im Gegenteil, ein zugeklapptes Notebook
auf dem Schreibtisch ist sehr viel sperriger als ein moderner Kompakt-PC
unter demselben.

Hergen

Helmut Hullen

unread,
Apr 10, 2014, 4:06:00 PM4/10/14
to
Hallo, erichgmueller-nutznetz,

Du meintest am 10.04.14:

> Bei allen
> Notebooks, die ich kenne, befindet sich der Ein/Aus-Schalter an einer
> Stelle, die man nur im aufgeklappten Zustand erreicht, und wenn man
> zuklappt, legt sich der rechner schlafen.

Wie auch Marcel schon erwähnte: das macht das Betriebssystem (kenne ich
sowohl bei Windows als auch bei Linux), meistens im Umfeld der Energie(-
Spar)-Optionen.

Viele Gruesse!
Helmut

Tim Ritberg

unread,
Apr 10, 2014, 4:39:07 PM4/10/14
to
Ich würde eher sagen, dass macht das APCI.

Ralph Aichinger

unread,
Apr 10, 2014, 4:50:03 PM4/10/14
to
erichgmuell...@yahoo.de wrote:
> Kann man ein Notebook, an das ein Bildschirm und eine Tastatur angeschlossen
> sind, zugeklappt einschalten und verwenden?

Ja, ich hab so eines, und das auch so gemacht.

> Bei allen Notebooks, die ich
> kenne, befindet sich der Ein/Aus-Schalter an einer Stelle, die man nur im
> aufgeklappten Zustand erreicht,

Ich wecke meines per Wake on Lan auf.

> und wenn man zuklappt, legt sich der rechner
> schlafen.

Das kann man in der Software abdrehen. Hab ich so gemacht. Gleichzeitig
natürlich den Bildschirm ausschalten, damit er nicht die Tastatur sinnlos
beleuchtet.

> Gibt es auch welche, wo nicht? Oder kann man das irgendwie umgehen?
> Der Plan ist, ein Notebook als Heim-PC zu verwenden (mit richtigem
> Bildschirm), den man halt auch mit in den Urlaub nehmen kann.

Dafür wär es mir zu mühevoll. Außerdem: Was spricht bei der Anwendung
dagegen den Monitor im Notebook als Zweitbildschirm zu verwenden?

/ralph

Shinji Ikari

unread,
Apr 11, 2014, 1:45:45 AM4/11/14
to
Guten Tag

erichgmuell...@yahoo.de schrieb

> Kann man ein Notebook, an das ein Bildschirm und eine Tastatur
> angeschlossen sind, zugeklappt einschalten und verwenden?

Einige ja, einige nein. Das haengt vom Geraet und dessen BIOS und
erreichbarkeit der erforderlichen Tasten und Netzwerkfaehigkeiten ab.

> Bei allen
> Notebooks, die ich kenne, befindet sich der Ein/Aus-Schalter an einer
> Stelle, die man nur im aufgeklappten Zustand erreicht,

... was bei funktionierendem WOL nicht unbedingt ein Problem ist. Auch
mag es Notebooks geben, die auf Power-tasten von entsprechenden
Tastaturen oder gar Power-Taster an Docking-Stations reagieren.
Das haengt vom Geraet und dessen BIOS, Erweiterungen und
Netzwerkfaehigkeiten ab.

> und wenn man
> zuklappt, legt sich der rechner schlafen.

Das ist eine Option des OS und nicht zwingend des Notebook. Das kann
man meist einstellen.

> Gibt es auch welche, wo
> nicht?

Bei einigen ja. Das haengt vom Geraet und Faehigkeiten des Benutzers
ab die Software zu bedienen/einzustellen/baendigen.

> Oder kann man das irgendwie umgehen?

Bei vielen ja. Das haengt vom Geraet und Faehigkeiten des Benutzers ab
die Software zu bedienen/einzustellen/baendigen.

> Der Plan ist, ein Notebook
> als Heim-PC zu verwenden (mit richtigem Bildschirm), den man halt auch
> mit in den Urlaub nehmen kann.

Die Antwort ist: Ja, das kann klappen.

Helmut Hullen

unread,
Apr 11, 2014, 4:21:00 AM4/11/14
to
Hallo, Shinji,

Du meintest am 11.04.14:

>> Kann man ein Notebook, an das ein Bildschirm und eine Tastatur
>> angeschlossen sind, zugeklappt einschalten und verwenden?

> Einige ja, einige nein. Das haengt vom Geraet und dessen BIOS und
> erreichbarkeit der erforderlichen Tasten und Netzwerkfaehigkeiten ab.

Nur ergänzend: bei meinen Laptops (Thinkpad T2x, Thinkpad T4x, Thinkpad
T410) betätigt der Deckel einen Schalter, den ich zum Testen auch mit
Hilfe eines Zahnstochers/Kugelschreibers/Mikado-Stäbchens o.ä. betätigen
kann, um das Verhalten bei "Klappe zu" zu erproben. Sollte bei Laptops
von anderen Herstellern ähnlich sein.

Viele Gruesse!
Helmut

Marcel Müller

unread,
Apr 13, 2014, 2:38:29 AM4/13/14
to
Hallo,

On 10.04.14 21.49, Hergen Lehmann wrote:
>> Der Plan ist, ein Notebook als Heim-PC zu verwenden (mit richtigem
>> Bildschirm), den man halt auch mit in den Urlaub nehmen kann.
>
> Das ist meines Erachtens nicht sinnvoll.
>
> Kauft man ein leistungsstarkes Gerät, um stationär gut arbeiten zu
> können, schleppt man unnötiges Gewicht mit sich herum und/oder ärgert
> sich über kurze Akkulaufzeiten.

Naja, solange man nicht gerade Numbercrunching (und seine Derivate) als
Arbeit bezeichnet, gibt es eigentlich keine signifikanten
Geschwindigkeitsunterschiede mehr. Die sind alle schnell genug, solange
man nicht bis in die Atom-Klasse absteigt. Es gibt zum Arbeiten nur zwei
Geschwindigkeitsklassen: die mit SSD und die ohne. Aber da SSDs von den
Anschlüssen her wie Festplatten sind, kann man ein Gerät ohne SSD für
einen guten hunderter in eines mit verwandeln.


> Kauft man ein für den mobilen Betrieb
> optimiertes Gerät mit etwas weniger Power und langer Laufzeit, wird man
> sich im stationären Betrieb schnell eingeengt fühlen.

Woran soll es da fehlen?

> Dazu kommt, dass ein Notebook praktisch nicht erweiterbar ist.

USB halt.

> Im Urlaub
> kann man sich damit abfinden, wenn der Schuh mit den Jahren zunehmend
> drückt, zu Hause stört das sehr viel mehr.

Naja, die Zeiten, da man ein halbes Dutzend Steckkarten in den PC
gesteckt hat, sind auch schon lange vorbei. Heute ist doch fast alles,
was an braucht, an Bord. Und wenn man Notebooks der ca. 15"-Klasse
nimmt, gilt das eigentlich genauso.


> Platz sparen tut man auch nicht, im Gegenteil, ein zugeklapptes Notebook
> auf dem Schreibtisch ist sehr viel sperriger als ein moderner Kompakt-PC
> unter demselben.

Das ist so, und ich würde noch den Preisfaktor ins Rennen werfen. Ein
Notebook mit Dock kostet das doppelte. Wenn man allerdings den Faktor
Mobil sowieso auch braucht, lohnt es sich trotzdem. Immer noch besser
als zwei Geräte zu betreiben.


Marcel

Falk Dµ€b b€rt

unread,
Apr 13, 2014, 6:28:55 AM4/13/14
to
Marcel Müller:
>
> Naja, solange man nicht gerade Numbercrunching (und seine Derivate)
> als
> Arbeit bezeichnet, gibt es eigentlich keine signifikanten
> Geschwindigkeitsunterschiede mehr.

Lege mal ein Mobile Workstation und ein normales Business Notebook neben
einander und sehe und staune.

> Es gibt zum Arbeiten nur zwei
> Geschwindigkeitsklassen: die mit SSD und die ohne. Aber da SSDs von den
> Anschlüssen her wie Festplatten sind, kann man ein Gerät ohne SSD für
> einen guten hunderter in eines mit verwandeln.

Davon Speichercontroller, Festplattencontroller und Grafikchipsatz
schnell und der Grafikspeicher liegt dann nicht mehr im RAM?

> > Kauft man ein für den mobilen Betrieb
> > optimiertes Gerät mit etwas weniger Power und langer Laufzeit, wird man
> > sich im stationären Betrieb schnell eingeengt fühlen.
>
> Woran soll es da fehlen?

RAM fehlt immer, die meisten aktuellen Modelle rennen schon bei 16GB an
ihre Grenze, einen zweiten Festplattenplatz haben nur wenige Modelle.
Die Mobil-Chipsätze aktivieren im Normalfall nur zwei Lanes.

> > Dazu kommt, dass ein Notebook praktisch nicht erweiterbar ist.
>
> USB halt.

In der Regel haben Notebooks nur einen Controller mit nur zwei Roothubs.
USB3 machen sie nicht halb voll (s.o.).

> Naja, die Zeiten, da man ein halbes Dutzend Steckkarten in den PC
> gesteckt hat, sind auch schon lange vorbei. Heute ist doch fast alles,
> was an braucht, an Bord. Und wenn man Notebooks der ca. 15"-Klasse
> nimmt, gilt das eigentlich genauso.

"Man" ja. Ich kaufe meine Mainboards anhand der Zahl der PCIe-4x-Slots
und ich kenne viele, die mir ihren Jammer klagen.

> > Platz sparen tut man auch nicht, im Gegenteil, ein zugeklapptes Notebook
> > auf dem Schreibtisch ist sehr viel sperriger als ein moderner Kompakt-PC
> > unter demselben.
>
> Das ist so, und ich würde noch den Preisfaktor ins Rennen werfen. Ein
> Notebook mit Dock kostet das doppelte. Wenn man allerdings den Faktor
> Mobil sowieso auch braucht, lohnt es sich trotzdem. Immer noch besser
> als zwei Geräte zu betreiben.

Als Vorteil der PC und Notebook-Lösung würde ich, wenn man über ein
Netzlaufwerk und XCopy oder Freefilesync synchronisiert, noch die
weitere Redundanz in den Ring werfen. Seit ich HTPC + Notebook + PC (+
Server + NAS + Backup) habe, kann mich ein schiefgelaufenes Upgrade oder
ein defekter PC nicht mehr schocken. Ich kaufe den Ersatz wann ich will
und nicht wenn ich muss.

Falk D.

Hergen Lehmann

unread,
Apr 13, 2014, 6:08:26 AM4/13/14
to
On 13.04.2014 08:38, Marcel Müller wrote:

>> Kauft man ein für den mobilen Betrieb
>> optimiertes Gerät mit etwas weniger Power und langer Laufzeit, wird man
>> sich im stationären Betrieb schnell eingeengt fühlen.
>
> Woran soll es da fehlen?

Rechenleistung. Für mobilen Einsatz optimierte Notebooks sind da oft
recht knapp dimensioniert. Und selbst bei leistungsfähigen Geräten kann
die volle Leistung nur über wenige Sekunden bis Minuten abgerufen
werden, bevor das Kühlsystem einknickt und die CPU herunter getaktet wird.

Speicherkapazität. Es passt halt nur genau eine 2.5"-Festplatte hinein,
und auch RAM-Aufrüstungen sind nur in engem Rahmen unter Garantieverlust
möglich.

Schnittstellen. Zwei Bildschirme sind in meinem Arbeitsumfeld
obligatorisch (nein, der eingebaute Mini-Bildschirm ist KEINE
Alternative). In der neuesten Generation wird teilweise sogar schon so
Elementares wie Ethernet eingespart bzw. auf einen wackligen Notbehelf
reduziert. Die Audio-Anschlüsse sind bei einem Notebook auch eher
unpraktisch für den stationären Einsatz platziert, es sei denn, man hat
ein teures Business-Modell mit Dock. Da ist die Audio-Qualität dann aber
oft schlecht.

>> Dazu kommt, dass ein Notebook praktisch nicht erweiterbar ist.
>
> USB halt.

Unzuverlässiger Frickelkram. Besonders Speichermedien möchte ich
bestenfalls temporär so anschließen. Zu oft ist es schon passiert, das
sich während eines Kopiervorgangs die USB-Platte spontan unter
Datenverlust abmeldet.

> Naja, die Zeiten, da man ein halbes Dutzend Steckkarten in den PC
> gesteckt hat, sind auch schon lange vorbei. Heute ist doch fast alles,
> was an braucht, an Bord. Und wenn man Notebooks der ca. 15"-Klasse
> nimmt, gilt das eigentlich genauso.

Mein Desktop-PC ist jetzt seit acht Jahren im Einsatz, und dank RAM- und
Festplattenerweiterung immer noch so gut praxistauglich, das es schwer
fällt, nur wegen der etwas knappen CPU auf einen Neukauf zu argumentieren.

In der gleichen Zeit habe ich zwei Notebooks verbraucht. Das dritte tut
es technisch zwar noch, nervt aber (trotz nur 14") mit unzeitgemäßem
Gewicht...

> Das ist so, und ich würde noch den Preisfaktor ins Rennen werfen. Ein
> Notebook mit Dock kostet das doppelte. Wenn man allerdings den Faktor
> Mobil sowieso auch braucht, lohnt es sich trotzdem. Immer noch besser
> als zwei Geräte zu betreiben.

Das möchte ich bezweifeln.

Ein sinnvoll ausgesuchtes Urlaubs-Notebook (ohne Mega-Power und ohne
Dock, ggf. sogar nur ein Tablet) plus ein handelsüblicher Desktop-PC
sind eher die billigere Variante.

Hergen

Thorsten Albrecht

unread,
Apr 13, 2014, 7:37:14 AM4/13/14
to
Falk Dµ€b b€rt <kok...@bio-signal.de> wrote:

>Marcel Müller:
>>
>> Naja, solange man nicht gerade Numbercrunching (und seine Derivate)
>> als
>> Arbeit bezeichnet, gibt es eigentlich keine signifikanten
>> Geschwindigkeitsunterschiede mehr.
>
>Lege mal ein Mobile Workstation und ein normales Business Notebook neben
>einander und sehe und staune.

An welches Workstation-Modell denkst Du dabei? Lenovo W530?

Thorsten

Marcel Müller

unread,
Apr 13, 2014, 10:13:14 AM4/13/14
to
Hallooo!

On 13.04.14 12.28, Falk Dµ€b b€rt wrote:
>> Naja, solange man nicht gerade Numbercrunching (und seine Derivate)
>> als
>> Arbeit bezeichnet, gibt es eigentlich keine signifikanten
>> Geschwindigkeitsunterschiede mehr.
>
> Lege mal ein Mobile Workstation und ein normales Business Notebook neben
> einander und sehe und staune.

Die sind beide schneller als ich beim Bedienen. Der eine um einen Faktor
10 und der andere vielleicht nur um einen Faktor 3. Wen interessiert's?

>> Es gibt zum Arbeiten nur zwei
>> Geschwindigkeitsklassen: die mit SSD und die ohne. Aber da SSDs von den
>> Anschlüssen her wie Festplatten sind, kann man ein Gerät ohne SSD für
>> einen guten hunderter in eines mit verwandeln.
>
> Davon Speichercontroller, Festplattencontroller und Grafikchipsatz
> schnell und der Grafikspeicher liegt dann nicht mehr im RAM?

Das einzige, worauf man bei normalem SOHO-Betrieb wartet, ist die
Festplatte. Der Rest wartet im Zweifel nur schneller auf meine Anweisungen.

>>> Kauft man ein für den mobilen Betrieb
>>> optimiertes Gerät mit etwas weniger Power und langer Laufzeit, wird man
>>> sich im stationären Betrieb schnell eingeengt fühlen.
>>
>> Woran soll es da fehlen?
>
> RAM fehlt immer, die meisten aktuellen Modelle rennen schon bei 16GB an
> ihre Grenze,

Was macht ihr alle mit eurem Speicher? Den hat man doch nur gebraucht,
damit Windows (oder was auch immer) alles relevante von der
schnarchlahmen Notebookplatte in den Cache packen konnte. Mit SSD ist
der doch eher ein Stromfresser. Selbst in meinem VM-Server habe ich nur
8 GB. Wozu auch mehr? Die Hälfte steht doch sowieso leer. Aktueller
Stand: 4174676 free, bei 3 VMs mit FF, TB, Eclipse und ein bisschen
Kleinkram + Server. OK, ich musste ihn kürzlich wegen dem
OpenSSL-Desaster neu booten. Ein bisschen wird es wohl mit der Zeit noch
wachsen und Ein paar Lastspitzen mag es auch mal geben.

> einen zweiten Festplattenplatz haben nur wenige Modelle.

Das stimmt. Das bekommt man i.A. erst in der 17" Klasse.

Aber 1/4 TB Samsung SSD rein, und gut ist es. Und wenn das nicht reicht,
dann halt einhalbes TB. Mittlerweile ist das glücklicherweise alles
halbwegs bezahlbar.

> Die Mobil-Chipsätze aktivieren im Normalfall nur zwei Lanes.

Wen interessiert das? Von Zocken war nicht die Rede.


>>> Dazu kommt, dass ein Notebook praktisch nicht erweiterbar ist.
>>
>> USB halt.
>
> In der Regel haben Notebooks nur einen Controller mit nur zwei Roothubs.
> USB3 machen sie nicht halb voll (s.o.).

?

>> Naja, die Zeiten, da man ein halbes Dutzend Steckkarten in den PC
>> gesteckt hat, sind auch schon lange vorbei. Heute ist doch fast alles,
>> was an braucht, an Bord. Und wenn man Notebooks der ca. 15"-Klasse
>> nimmt, gilt das eigentlich genauso.
>
> "Man" ja. Ich kaufe meine Mainboards anhand der Zahl der PCIe-4x-Slots
> und ich kenne viele, die mir ihren Jammer klagen.

Und was steckt drin?

SATA-Ports haben die doch mittlerweile alle genug. GBit LAN ist auch
seit langem Standard. Eine Graka von mir aus, obwohl die OnBoard
mittlerweile für den Normalbetrieb auch locker ausreichen - seit einiger
Zeit auch bei Intel und nicht nur bei AMD.


>> Das ist so, und ich würde noch den Preisfaktor ins Rennen werfen. Ein
>> Notebook mit Dock kostet das doppelte. Wenn man allerdings den Faktor
>> Mobil sowieso auch braucht, lohnt es sich trotzdem. Immer noch besser
>> als zwei Geräte zu betreiben.
>
> Als Vorteil der PC und Notebook-Lösung würde ich, wenn man über ein
> Netzlaufwerk und XCopy oder Freefilesync synchronisiert, noch die
> weitere Redundanz in den Ring werfen.

Wenn man es denn gescheit konfiguriert hat und auch regelmäßig
durchführt - sprich wenn regelmäßig beide Rechner längere Zeit
/gleichzeitig/ laufen und faktisch entweder beide eine SSD haben oder
gerade nicht gebraucht werden. Während eines aktiven Sync-Jobs werden
Notebook oder Consumer-Desktopplatten nämlich ziemlich träge.


Marcel

Falk Dµ€b b€rt

unread,
Apr 13, 2014, 12:42:11 PM4/13/14
to
Thorsten Albrecht:
HP Z Book 15 Mobile Workstation
HP Part-No. F0U61ET#ABD

gegen

HP EliteBook 840
HP Part-No. H5G28ET#ABD

Beide zeitgleich losgeschickt - Betriebsystem, Virenschutz und VPN etc.
installieren, alle Updates holen, Office installieren, nochmal Updates
holen, Festplatte verschlüsseln und Backup synchronisieren.

Das Z-Book brauchte drei Stunden und das Elite keine Ahnung, war am
Feierabend noch am Rödeln, also mehr als 6 Stunden.

Falk D.

Falk Dµ€b b€rt

unread,
Apr 13, 2014, 1:24:08 PM4/13/14
to
Marcel Müller:
>
> Hallooo!
>
> On 13.04.14 12.28, Falk Dµ€b b€rt wrote:
> > Lege mal ein Mobile Workstation und ein normales Business Notebook
> > neben einander und sehe und staune.
>
> Die sind beide schneller als ich beim Bedienen. Der eine um einen
> Faktor 10 und der andere vielleicht nur um einen Faktor 3. Wen
> interessiert's?

Jetzt also eine "schnell genug"-Argumentation... Bose-Boxen machen "für
die Größe" auch tollen Sound. Aber Du hast oben absolut argumentiert und
lagst falsch: die neuen Notebook-Chipsätze sind sogar langsamer als die
der zweiten iCore-Generation.

> >> Es gibt zum Arbeiten nur zwei Geschwindigkeitsklassen: die mit SSD
> >> und die ohne. Aber da SSDs von den Anschlüssen her wie Festplatten
> >> sind, kann man ein Gerät ohne SSD für einen guten hunderter in
> >> eines mit verwandeln.
> >
> > Davon Speichercontroller, Festplattencontroller und Grafikchipsatz
> > schnell und der Grafikspeicher liegt dann nicht mehr im RAM?
>
> Das einzige, worauf man bei normalem SOHO-Betrieb wartet, ist die
> Festplatte. Der Rest wartet im Zweifel nur schneller auf meine
> Anweisungen.

Erstens nein. Die 7200er-Festplatten zeigen in der Regel schon klar auf
den Chipsatz als Engstelle. Zweitens macht eine SSD spezielle Probleme,
die sie eigentlich für den Produktiveinsatz disqualifizieren.

> >> Woran soll es da fehlen?
> >
> > RAM fehlt immer, die meisten aktuellen Modelle rennen schon bei 16GB
> > an ihre Grenze,
>
> Was macht ihr alle mit eurem Speicher? Den hat man doch nur gebraucht,

SAP mit vier Modulen auf: ~2,5 GB Umsatztabelle aus SAP in Excel: ~1,2
GB Crystal Reports dazu: ~2,0 GB Outlook: ~0,6GB Browser mit Sharepoint,
Business-Intelligence, LinkedIn und etwas mehr: ~0,5 GB ... und das sind
jetzt nur die BWLer. Ein Dev'ler hat das ganze noch mal in einer VM und
seine IDE offen.

> Mit SSD ist der doch eher ein Stromfresser. Selbst in meinem VM-Server
> habe ich nur 8 GB. Wozu auch mehr?

"VM-Server" also Hosts verbaue ich nur noch mit mindestens 432GB RAM.
Darunter ist mir die Höheneinheit zu schade/teuer. Ist aber ein anderes
Thema.

> > einen zweiten Festplattenplatz haben nur wenige Modelle.
>
> Das stimmt. Das bekommt man i.A. erst in der 17" Klasse.
>
> Aber 1/4 TB Samsung SSD rein, und gut ist es. Und wenn das nicht
> reicht, dann halt einhalbes TB. Mittlerweile ist das glücklicherweise
> alles halbwegs bezahlbar.

Gerade Samsung hat durch die Bank weg furchtbar kurze Write-Endurance,
und ist beim Reassignment nicht stateful, so dass ein SSD-only Betrieb
sich damit nicht gerade bietet.

> > Die Mobil-Chipsätze aktivieren im Normalfall nur zwei Lanes.
>
> Wen interessiert das? Von Zocken war nicht die Rede.

Leute, die arbeiten. Zocken ist bei aktuellen Notebooks kein Thema von
PCIe mehr, da die CPU integrierte Grafik hat.

> > Als Vorteil der PC und Notebook-Lösung würde ich, wenn man über ein
> > Netzlaufwerk und XCopy oder Freefilesync synchronisiert, noch die
> > weitere Redundanz in den Ring werfen.
>
> Wenn man es denn gescheit konfiguriert hat und auch regelmäßig
> durchführt - sprich wenn regelmäßig beide Rechner längere Zeit
> /gleichzeitig/ laufen und faktisch entweder beide eine SSD haben oder
> gerade nicht gebraucht werden. Während eines aktiven Sync-Jobs werden
> Notebook oder Consumer-Desktopplatten nämlich ziemlich träge.

Bei den Synchronisierungen ist das Netzwerk der Flaschenhals und hier
kommt es ausnahmsweise mal auf den Durchsatz an.

Falk D.

Marcel Müller

unread,
Apr 13, 2014, 5:00:28 PM4/13/14
to
On 13.04.14 19.24, Falk Dµ€b b€rt wrote:
>> Die sind beide schneller als ich beim Bedienen. Der eine um einen
>> Faktor 10 und der andere vielleicht nur um einen Faktor 3. Wen
>> interessiert's?
>
> Jetzt also eine "schnell genug"-Argumentation... Bose-Boxen machen "für
> die Größe" auch tollen Sound.

Aber auch wirklich nur für die Größe...

> Aber Du hast oben absolut argumentiert und
> lagst falsch: die neuen Notebook-Chipsätze sind sogar langsamer als die
> der zweiten iCore-Generation.

Hast Du Details? Wo liegt das Problem?


>> Das einzige, worauf man bei normalem SOHO-Betrieb wartet, ist die
>> Festplatte. Der Rest wartet im Zweifel nur schneller auf meine
>> Anweisungen.
>
> Erstens nein. Die 7200er-Festplatten zeigen in der Regel schon klar auf
> den Chipsatz als Engstelle.

? - Ein Chipsatz soll keine 50 IOPS schaffen???
Das schafft vermutlich ein 486er.

Bei mir ist selbst bei 15kUpM Cheetah Platten immer die Platte der
Engpass. Und das auch schon in einem uralten nForce2, der nun wahrlich
nicht mit aktuellem Zeug mithalten kann. Erst als ich die Cheetah durch
eine alte Intel SSD ersetzt habe, hat sich das Blatt gewendet. Die kann
der alte Rechner natürlich nicht mehr an die Wand fahren. Deutlich
schneller ist er trotzdem geworden.


> Zweitens macht eine SSD spezielle Probleme,
> die sie eigentlich für den Produktiveinsatz disqualifizieren.

Du meinst im Gegensatz zu Consumer-Festplatten, die nur die Garantiezeit
gerade so ohne Lesefehler überstehen?

Also ich halte das einfach nur für oft wiederholte und wenig fundierte
Behauptungen. Sicherlich geschürt durch den einen oder anderen
Firmware-Bug in der Anfangszeit, der aber keinerlei Rückschlüsse auf
aktuelle Modelle zulässt.

Ich habe mittlerweile 3 SSDs in Summe über 4 Jahre am laufen. Auch im
Server und ohne Fierlefanz wie no-swap noatime oder ohne Temp-Files.
Gehustet hat noch keine davon. Wenn sie verrecken, tausche ich sie aus
und fertig. In der Zeit bis dahin haben sie locker ihren Kaufpreis als
Strom eingespart und den Rechner um einen heftigen Faktor schneller gemacht.

Klar können SSDs ausfallen. Festplatten aber auch. Und häufiger ist es
bei SSD auch nicht. Nur die Ursachen und die Ausfallmuster sind halt andere.


>> Was macht ihr alle mit eurem Speicher? Den hat man doch nur gebraucht,
>
> SAP mit vier Modulen auf:

OK, mit SAP bekommt man jede Kiste klein. Vor allem wenn es eine
Dual-Stack Installation ist. Aber ist das wirklich die Anwendung für
Otto-Normalverbraucher hier in der Gruppe? Da habe ich doch erhebliche
Zweifel.

> GB Crystal Reports dazu:

Und Crystal Reports benutzt man auch nur unter Androhung von Gewalt.
(Grauslig das Zeug, vor allem, wenn man dafür programmieren muss. Schüttel.)

> Ein Dev'ler hat das ganze noch mal in einer VM und
> seine IDE offen.

Nö. Unsere Entwicklungs-VMs haben erst seit kurzem 8 GB. Und 2 Visual
Studio 2012 + IIS + .NET 4.5 App Pool + 1 x Eclipse Keppler J2EE + SQL
Management Studio + Oracle SQL Developer oder statt dessen Hermes JMS
verdauen die locker gleichzeitig in einer Instanz. Mindestens 3-4 von
den Dingern laufen eigentlich immer. Das ging auch schon, als sie noch 4
GB hatten. Wir waren allerdings schlau genug, die Datenbank nicht auch
noch auf die Kisten zu quetschen.

> "VM-Server" also Hosts verbaue ich nur noch mit mindestens 432GB RAM.
> Darunter ist mir die Höheneinheit zu schade/teuer. Ist aber ein anderes
> Thema.

Jetzt sind wir aber in der Profi-Liga im unbemannten, klimatisierten
Rechenzentrum. Ein Vergleich damit ist reichlich unangebracht.
Solche Büchsen haben wir im RZ auch. Da laufen dann aber je 80 VMs
drauf, und nicht 4. Mit Deduplication und COW geht auch noch mehr.


>> Das stimmt. Das bekommt man i.A. erst in der 17" Klasse.
>>
>> Aber 1/4 TB Samsung SSD rein, und gut ist es. Und wenn das nicht
>> reicht, dann halt einhalbes TB. Mittlerweile ist das glücklicherweise
>> alles halbwegs bezahlbar.
>
> Gerade Samsung hat durch die Bank weg furchtbar kurze Write-Endurance,
> und ist beim Reassignment nicht stateful, so dass ein SSD-only Betrieb
> sich damit nicht gerade bietet.

Läuft jetzt seit gut einem Jahr im Home-Server. Sogar in der
Consumer-Version. Die Drehplatte ist praktisch immer aus. Da sind nur
Filme und Backups drauf.
Ob man da gleich die Primäre Datenbank eines mittelständischen
Unternehmens darauf legen sollte ist eine andere Sache. (Sollte man
tunlichst lassen.)


>>> Die Mobil-Chipsätze aktivieren im Normalfall nur zwei Lanes.
>>
>> Wen interessiert das? Von Zocken war nicht die Rede.
>
> Leute, die arbeiten. Zocken ist bei aktuellen Notebooks kein Thema von
> PCIe mehr, da die CPU integrierte Grafik hat.

Naja, zum Zocken ist eher Hybrid-Grafik angesagt. So die Renner sind die
internen Chips mal nicht.


[Backup]
>> Wenn man es denn gescheit konfiguriert hat und auch regelmäßig
>> durchführt - sprich wenn regelmäßig beide Rechner längere Zeit
>> /gleichzeitig/ laufen und faktisch entweder beide eine SSD haben oder
>> gerade nicht gebraucht werden. Während eines aktiven Sync-Jobs werden
>> Notebook oder Consumer-Desktopplatten nämlich ziemlich träge.
>
> Bei den Synchronisierungen ist das Netzwerk der Flaschenhals und hier
> kommt es ausnahmsweise mal auf den Durchsatz an.

Ja, aber nur auf den vom Netzwerk. Und da ist in der Heim-Klasse bei
GBit, sprich bei spätestens 70 MB/s, Schluss. Das schafft jede SSD,
jeder Chipsatz aber nicht jede Drehplatte, wenn sie den Kram
zusammensuchen muss.

Und ggf. kommt es noch auf die Software an. Über SMB ist die Sache vor
allem bei Linux ziemlich CPU-intensiv. Und da Samba eine einzelne
Verbindung nicht auf CPU-Kerne parallelisieren kann, kommt man da schon
mal ans Limit der Single Core Leistung. (Kann sein, dass Samba 4 es
mittlerweile besser hinbekommt.)


Marcel
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Marcel Müller

unread,
Apr 14, 2014, 11:50:05 AM4/14/14
to
Hallo,

Am 14.04.2014 14:00, schrieb Martin Gerdes:
> Mal kurz nachgerechnet:
>
> Eine SSD kostet um die 200 Euro; 1 Watt Strom kostet bei Dauerbetrieb
> (365/24/7) etwa 2 Euro im Jahr. Wenn die SSD in 4 Jahren ihren Kaufpreis
> über die Stromersparnis wieder hereinholen soll, müßte die
> Dreheisenplatte, die sie ersetzt, 25 W Dauerleistung mehr aufgenommen
> haben als die SSD.
>
> Braucht Dreheisen wirklich so viel Strom?

hast Recht mit der Kalkulation. Ich hatte eine 10k-Veliciraptor und eine
15k Cheetah abgelöst. Und mutmaßlich kamen beide im Mittel nicht über
10W (nie nachgemessen). Allerdings haben meine SSDs auch kein 200
gekostet, sondern gut die Hälfte (die eine 100, die andere 130). Und 2€
pro Watt reicht heutzutage auch nicht mehr ganz. Es sind schon bald
2,50€ (und im RZ wäre es nochmal das doppelte für die Klima).

Aber wirklich herumreißen tut das die Kalkulation auch nicht. Mit
Energiekosten alleine spielt die SSD ihre Kosten nicht ein. Allerdings
ist es durchaus ein erheblicher Teil der ROI-Rechnung. Ich habe auch
immer darauf geachtet, Modelle zu nehmen, die nicht schon Idle mehrere
Watt brauchen. In der Praxis liege ich bei 0,1 bis 0,6W (hab's mal
gemessen). Also größer 90% des Plattenstroms wird da schon eingespart -
jedenfalls im Vergleich zu 10k-Platten.


Marcel

Falk Dµ€b b€rt

unread,
Apr 15, 2014, 1:19:50 AM4/15/14
to
Martin Gerdes:
> Braucht Dreheisen wirklich so viel Strom?
>

Seagate RED idle etwa 1,3W, access 5,7W, spin up 6,7W mit dem
Oszilloskop gemessen. Es ist übrigens Drehaluminium.

Falk D.

Ralph Aichinger

unread,
Apr 15, 2014, 3:34:32 AM4/15/14
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
> Eine SSD kostet um die 200 Euro; 1 Watt Strom kostet bei Dauerbetrieb
> (365/24/7) etwa 2 Euro im Jahr. Wenn die SSD in 4 Jahren ihren Kaufpreis
> über die Stromersparnis wieder hereinholen soll, müßte die
> Dreheisenplatte, die sie ersetzt, 25 W Dauerleistung mehr aufgenommen
> haben als die SSD.

Wenn es nur ums Stromsparen geht, dann ist es vermutlich sinnvoller,
3,5"-Platten gegen 2,5"-Notebookplatten zu tauschen. Wo die einen vielleicht
10 Watt brauchen, brauchen die anderen oft nur 2-3 W oder so.

/ralph

Rainer Wahl

unread,
Apr 15, 2014, 4:55:30 AM4/15/14
to
Am Tue, 15 Apr 2014 09:34:32 +0200 (CEST) schrieb Ralph Aichinger:

> Wenn es nur ums Stromsparen geht,

...und zwar nur darum, sind SSD am sinnvollsten.

> dann ist es vermutlich sinnvoller, 3,5"-Platten gegen
> 2,5"-Notebookplatten zu tauschen. Wo die einen vielleicht 10 Watt
> brauchen, brauchen die anderen oft nur 2-3 W oder so.

Wenn man dagegen die Wirtschaftlichkeit mit ins Spiel bringt, könntest du
Recht haben. Ich würd's trotzdem lassen...


-=( Rainer )=-

--
Ich bin schon ein sehr geselliger Mensch, nur nicht mit anderen Leuten.
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Marcel Müller

unread,
Apr 15, 2014, 8:13:02 AM4/15/14
to
Am 15.04.2014 12:30, schrieb Martin Gerdes:
> Falk Dµ€b b€rt <kok...@bio-signal.de> schrieb:
>
>> Seagate RED idle etwa 1,3W, access 5,7W, spin up 6,7W mit dem
>> Oszilloskop gemessen. Es ist übrigens Drehaluminium.
>
> Oh! Wieder was gelernt. Ich dachte bisher immer, daß Festplatten auf
> ferromagnetischem Material aufzeichnen.

Er meinte dass die Magnetschicht auf Alu-Plattern sitzt nicht auf Glas.


Marcel

Marcel Müller

unread,
Apr 15, 2014, 8:22:44 AM4/15/14
to
Am 15.04.2014 12:30, schrieb Martin Gerdes:
>> Allerdings haben meine SSDs auch keine 200 gekostet, sondern gut die Hälfte
>
> Dann werden sie von der Kapazität aber deutlich kleiner gewesen sein als
> das Dreheisen.

Nein, in beiden Fällen größer. 36GB 15k Cheetah -> 40GB Postville G2
(ist schon ein paar Jahre her) und 150er Velociraptor gegen 250er
Samsung 840 (die erste Serie, auch schon eine Weile im Einsatz). Seither
sind die SSD-Preise nicht mehr gefallen.


> Aber -- wie gesagt -- dazu kommt halt auch noch die Kapazität. Es GIBT
> SSDs mit 1 TB Kapazität zu kaufen -- aber momentan halt noch nicht für
> 100 Euro.

Das wird ein wenig eng. ;-)
Aber die 0,5TB-Klasse ist mit 200€ definitiv im bezahlbaren Bereich
angekommen.

Ich habe schon vor längerem beschlossen, keine Karusselle mehr
anzuschaffen. Die SSDs haben einfach einen höheren
Wiederverwendungswert. Wenn sie aus dem Server wegen zu klein raus
fliegen, kann man immer noch ein altes Notebook damit pimpen.


Marcel

Norbert Hahn

unread,
Apr 15, 2014, 10:13:06 AM4/15/14
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:

>Falk Dµ€b b€rt <kok...@bio-signal.de> schrieb:
>
>>> Braucht Dreheisen wirklich so viel Strom?
>
>>Seagate RED idle etwa 1,3W, access 5,7W, spin up 6,7W mit dem
>>Oszilloskop gemessen. Es ist übrigens Drehaluminium.
>
>Oh! Wieder was gelernt. Ich dachte bisher immer, daß Festplatten auf
>ferromagnetischem Material aufzeichnen.

Ja, genau deswegen kann man kein ferromagnetischem Material als
Träger für das Eisenoxid haben.

Norbert
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