On 13.04.14 19.24, Falk Dµ€b b€rt wrote:
>> Die sind beide schneller als ich beim Bedienen. Der eine um einen
>> Faktor 10 und der andere vielleicht nur um einen Faktor 3. Wen
>> interessiert's?
>
> Jetzt also eine "schnell genug"-Argumentation... Bose-Boxen machen "für
> die Größe" auch tollen Sound.
Aber auch wirklich nur für die Größe...
> Aber Du hast oben absolut argumentiert und
> lagst falsch: die neuen Notebook-Chipsätze sind sogar langsamer als die
> der zweiten iCore-Generation.
Hast Du Details? Wo liegt das Problem?
>> Das einzige, worauf man bei normalem SOHO-Betrieb wartet, ist die
>> Festplatte. Der Rest wartet im Zweifel nur schneller auf meine
>> Anweisungen.
>
> Erstens nein. Die 7200er-Festplatten zeigen in der Regel schon klar auf
> den Chipsatz als Engstelle.
? - Ein Chipsatz soll keine 50 IOPS schaffen???
Das schafft vermutlich ein 486er.
Bei mir ist selbst bei 15kUpM Cheetah Platten immer die Platte der
Engpass. Und das auch schon in einem uralten nForce2, der nun wahrlich
nicht mit aktuellem Zeug mithalten kann. Erst als ich die Cheetah durch
eine alte Intel SSD ersetzt habe, hat sich das Blatt gewendet. Die kann
der alte Rechner natürlich nicht mehr an die Wand fahren. Deutlich
schneller ist er trotzdem geworden.
> Zweitens macht eine SSD spezielle Probleme,
> die sie eigentlich für den Produktiveinsatz disqualifizieren.
Du meinst im Gegensatz zu Consumer-Festplatten, die nur die Garantiezeit
gerade so ohne Lesefehler überstehen?
Also ich halte das einfach nur für oft wiederholte und wenig fundierte
Behauptungen. Sicherlich geschürt durch den einen oder anderen
Firmware-Bug in der Anfangszeit, der aber keinerlei Rückschlüsse auf
aktuelle Modelle zulässt.
Ich habe mittlerweile 3 SSDs in Summe über 4 Jahre am laufen. Auch im
Server und ohne Fierlefanz wie no-swap noatime oder ohne Temp-Files.
Gehustet hat noch keine davon. Wenn sie verrecken, tausche ich sie aus
und fertig. In der Zeit bis dahin haben sie locker ihren Kaufpreis als
Strom eingespart und den Rechner um einen heftigen Faktor schneller gemacht.
Klar können SSDs ausfallen. Festplatten aber auch. Und häufiger ist es
bei SSD auch nicht. Nur die Ursachen und die Ausfallmuster sind halt andere.
>> Was macht ihr alle mit eurem Speicher? Den hat man doch nur gebraucht,
>
> SAP mit vier Modulen auf:
OK, mit SAP bekommt man jede Kiste klein. Vor allem wenn es eine
Dual-Stack Installation ist. Aber ist das wirklich die Anwendung für
Otto-Normalverbraucher hier in der Gruppe? Da habe ich doch erhebliche
Zweifel.
> GB Crystal Reports dazu:
Und Crystal Reports benutzt man auch nur unter Androhung von Gewalt.
(Grauslig das Zeug, vor allem, wenn man dafür programmieren muss. Schüttel.)
> Ein Dev'ler hat das ganze noch mal in einer VM und
> seine IDE offen.
Nö. Unsere Entwicklungs-VMs haben erst seit kurzem 8 GB. Und 2 Visual
Studio 2012 + IIS + .NET 4.5 App Pool + 1 x Eclipse Keppler J2EE + SQL
Management Studio + Oracle SQL Developer oder statt dessen Hermes JMS
verdauen die locker gleichzeitig in einer Instanz. Mindestens 3-4 von
den Dingern laufen eigentlich immer. Das ging auch schon, als sie noch 4
GB hatten. Wir waren allerdings schlau genug, die Datenbank nicht auch
noch auf die Kisten zu quetschen.
> "VM-Server" also Hosts verbaue ich nur noch mit mindestens 432GB RAM.
> Darunter ist mir die Höheneinheit zu schade/teuer. Ist aber ein anderes
> Thema.
Jetzt sind wir aber in der Profi-Liga im unbemannten, klimatisierten
Rechenzentrum. Ein Vergleich damit ist reichlich unangebracht.
Solche Büchsen haben wir im RZ auch. Da laufen dann aber je 80 VMs
drauf, und nicht 4. Mit Deduplication und COW geht auch noch mehr.
>> Das stimmt. Das bekommt man i.A. erst in der 17" Klasse.
>>
>> Aber 1/4 TB Samsung SSD rein, und gut ist es. Und wenn das nicht
>> reicht, dann halt einhalbes TB. Mittlerweile ist das glücklicherweise
>> alles halbwegs bezahlbar.
>
> Gerade Samsung hat durch die Bank weg furchtbar kurze Write-Endurance,
> und ist beim Reassignment nicht stateful, so dass ein SSD-only Betrieb
> sich damit nicht gerade bietet.
Läuft jetzt seit gut einem Jahr im Home-Server. Sogar in der
Consumer-Version. Die Drehplatte ist praktisch immer aus. Da sind nur
Filme und Backups drauf.
Ob man da gleich die Primäre Datenbank eines mittelständischen
Unternehmens darauf legen sollte ist eine andere Sache. (Sollte man
tunlichst lassen.)
>>> Die Mobil-Chipsätze aktivieren im Normalfall nur zwei Lanes.
>>
>> Wen interessiert das? Von Zocken war nicht die Rede.
>
> Leute, die arbeiten. Zocken ist bei aktuellen Notebooks kein Thema von
> PCIe mehr, da die CPU integrierte Grafik hat.
Naja, zum Zocken ist eher Hybrid-Grafik angesagt. So die Renner sind die
internen Chips mal nicht.
[Backup]
>> Wenn man es denn gescheit konfiguriert hat und auch regelmäßig
>> durchführt - sprich wenn regelmäßig beide Rechner längere Zeit
>> /gleichzeitig/ laufen und faktisch entweder beide eine SSD haben oder
>> gerade nicht gebraucht werden. Während eines aktiven Sync-Jobs werden
>> Notebook oder Consumer-Desktopplatten nämlich ziemlich träge.
>
> Bei den Synchronisierungen ist das Netzwerk der Flaschenhals und hier
> kommt es ausnahmsweise mal auf den Durchsatz an.
Ja, aber nur auf den vom Netzwerk. Und da ist in der Heim-Klasse bei
GBit, sprich bei spätestens 70 MB/s, Schluss. Das schafft jede SSD,
jeder Chipsatz aber nicht jede Drehplatte, wenn sie den Kram
zusammensuchen muss.
Und ggf. kommt es noch auf die Software an. Über SMB ist die Sache vor
allem bei Linux ziemlich CPU-intensiv. Und da Samba eine einzelne
Verbindung nicht auf CPU-Kerne parallelisieren kann, kommt man da schon
mal ans Limit der Single Core Leistung. (Kann sein, dass Samba 4 es
mittlerweile besser hinbekommt.)
Marcel