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35 Jahre unterwegs im Weltraum mit 68 Kilobyte

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Werner Tann

unread,
Sep 7, 2012, 3:15:21 AM9/7/12
to
Die Sonde Voyager 1, die seit 1977 unterwegs ist, hat nun als erstes
menschliches Ger�t den Rand unseres Sonnensystems erreicht, mehr als
17 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt.

"�ber 68 Kilobyte Computerspeicher verf�gt die Sonde, Relikt aus der
fr�hen Raumfahrt. Die Voyager 1 hat auch noch ein achtspuriges
Tonbandger�t zur Datensicherung an Bord."

http://tinyurl.com/9plyl39
(www.welt.de/...)

Das war noch "Wertarbeit". :-)
Okay, einiges an dem Teil ist nat�rlich schon hin. Aber Programmierer,
die heute noch *irgendwas* f�r 68 KB schreiben k�nnen, scheinen
ausgestorben.

Ralf Lehmeier

unread,
Sep 7, 2012, 3:36:52 AM9/7/12
to
Werner Tann schrieb:
Die gibt es bestimmt noch, aber damals wurde auch sicherlich viel mehr
Wert auf Qualit�tssicherung und Effizienz gelegt als heute.

Andererseits : Wenn jede neue Software so getestet w�rde wie die
damalige, dann g�be es kein Debian und erst recht kein M$ Win7. ;-)

MfG R.Lehmeier

Arno Welzel

unread,
Sep 7, 2012, 4:01:18 AM9/7/12
to
Am 07.09.2012 09:15, schrieb Werner Tann:

> Die Sonde Voyager 1, die seit 1977 unterwegs ist, hat nun als erstes
> menschliches Ger锟絫 den Rand unseres Sonnensystems erreicht, mehr als
> 17 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt.
>
> "锟絙er 68 Kilobyte Computerspeicher verf锟絞t die Sonde, Relikt aus der
> fr锟絟en Raumfahrt. Die Voyager 1 hat auch noch ein achtspuriges
> Tonbandger锟絫 zur Datensicherung an Bord."

Und das Bandger锟絫 funktioniert noch nach 35 Jahren im Weltall bei
widrigen Bedingungen, wie extreme K锟絣te? Erstaunlich. Ich habe schon
Probleme mit durchaus robusten SLR-Streamer-B锟絥dern nach deutlich
weniger als 10 Jahren erlebt.

> http://tinyurl.com/9plyl39
> (www.welt.de/...)
>
> Das war noch "Wertarbeit". :-)
> Okay, einiges an dem Teil ist nat锟絩lich schon hin. Aber Programmierer,
> die heute noch *irgendwas* f锟絩 68 KB schreiben k锟絥nen, scheinen
> ausgestorben.

Nicht wirklich - ist halt nur nicht mehr so bekannt, weil niemand mehr
mit einem Computer dieser Leistungsklasse arbeiten will. Aber 64K-Demos
von der Assembly und anderen Veranstaltungen zeigen durchaus, was man
auch mit weniger als 68 KB hinbekommen kann ;-) Auch bei
Microcontrollern ist eher Sparsamkeit angesagt.


--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de

Stefan Enzinger

unread,
Sep 7, 2012, 4:18:14 AM9/7/12
to
Stimmt. mir f�llt da immer .kkrieger ein. Ist ein 3d-shooter in 96kB.
http://www.youtube.com/watch?v=KgNfqYf_C_Q

Allerdings wird da wohl einiges vom BS mitbenutzt werden, denk ich mal.

Hergen Lehmann

unread,
Sep 7, 2012, 4:28:10 AM9/7/12
to
On 07.09.2012 10:01, Arno Welzel wrote:

> Nicht wirklich - ist halt nur nicht mehr so bekannt, weil niemand mehr
> mit einem Computer dieser Leistungsklasse arbeiten will. Aber 64K-Demos
> von der Assembly und anderen Veranstaltungen zeigen durchaus, was man
> auch mit weniger als 68 KB hinbekommen kann ;-) Auch bei
> Microcontrollern ist eher Sparsamkeit angesagt.

Jup. Controller mit Flash-Kapazit�ten im einstelligen Kilobyte-Bereich
und RAM-Kapazit�ten von zum Teil nicht mal 100Byte werden nach wie vor
in Milliardenst�ckzahlen verbaut...

Hergen

Norbert Hahn

unread,
Sep 7, 2012, 5:06:01 AM9/7/12
to
Werner Tann <wt...@gmx.at> wrote:

>Okay, einiges an dem Teil ist nat�rlich schon hin. Aber Programmierer,
>die heute noch *irgendwas* f�r 68 KB schreiben k�nnen, scheinen
>ausgestorben.

Wenn man Viren oder andere Schadprogramme in einem zu infizierenden Programm
unterbringen will, muss man auch mit dem Speicher sparsam umgehen.

Norbert

cs.s...@gmx.de

unread,
Sep 7, 2012, 5:37:36 AM9/7/12
to
Am Freitag, 7. September 2012 09:36:52 UTC+2 schrieb Ralf Lehmeier:
> Andererseits : Wenn jede neue Software so getestet würde wie die
> damalige, dann gäbe es kein Debian und erst recht kein M$ Win7. ;-)

Äh, ja, jedenfalls nicht auf 68 Kilobyte.

mfg Chris

Michael Limburg

unread,
Sep 7, 2012, 6:00:20 AM9/7/12
to
Werner Tann wrote:

> Okay, einiges an dem Teil ist natürlich schon hin. Aber Programmierer,
> die heute noch *irgendwas* für 68 KB schreiben können, scheinen
> ausgestorben.

Das ist natürlich Unsinn. Wahrscheinlich hat es noch nie mehr
Programmierer gegeben, die das können! Gerade heute, wo selbst
in einfachen Geräten (Kaffeemaschine, Waschmaschine, Autoschlüssel)
Mikrokontroller residieren.
Da gibt's z.B. von Atmel Mikrokontroller mit 1KB Flashspeicher und
32 Byte RAM oder von Microchip mit < 512 Byte und 16 Byte RAM.
Da die Teile deutlich <1 Euro kosten, werden damit z.B. Logikbausteine
ersetzt. Das ist ein echter Massenmarkt.

MfG Michael

Werner Tann

unread,
Sep 7, 2012, 6:54:36 AM9/7/12
to
Michael Limburg <ml...@gmx.de> schrieb:

>Das ist nat�rlich Unsinn. Wahrscheinlich hat es noch nie mehr
>Programmierer gegeben, die das k�nnen! Gerade heute, wo selbst
>in einfachen Ger�ten (Kaffeemaschine, Waschmaschine, Autoschl�ssel)
>Mikrokontroller residieren.

Okay, jetzt wei� ich endlich, warum die Benutzersteuerung meines
HDD-Rekorders teilweise unn�tig umst�ndlich ist und oft einfache
Navigationsfunktionen fehlen. Die tollen Programmierer mu�ten Bytes
sparen. Aber gekonnt h�tten sie, wenn sie gedurft h�tten.

Helmut Hullen

unread,
Sep 7, 2012, 6:40:00 AM9/7/12
to
Hallo, Norbert,

Du meintest am 07.09.12:

>> Okay, einiges an dem Teil ist nat�rlich schon hin. Aber
>> Programmierer, die heute noch *irgendwas* f�r 68 KB schreiben
>> k�nnen, scheinen ausgestorben.

> Wenn man Viren oder andere Schadprogramme in einem zu infizierenden
> Programm unterbringen will, muss man auch mit dem Speicher sparsam
> umgehen.

"Flame" und "Gauss" sind etwa 20 MByte gross.

Viele Gruesse!
Helmut

Werner Tann

unread,
Sep 7, 2012, 7:38:22 AM9/7/12
to
Norbert Hahn <Norber...@nospam.invalid> schrieb:

>Wenn man Viren oder andere Schadprogramme in einem zu infizierenden Programm
>unterbringen will, muss man auch mit dem Speicher sparsam umgehen.

Dann sollten z. B. Grafikkarten-Hersteller vielleicht ein paar
Virenprogrammierer anstellen, damit die Patches kleiner werden. Vor
einigen Jahren noch war ein Patch ein paar MB gro�, heute mu� man sich
etwa f�r NVIDIA-Karten 140 MB runterladen.

�ber Microsoft-Office-Pakete, Nero-Brennsuiten und die diversen
Adobe-Pakete will ich gar nicht erst reden. Schon klar, da� bei denen
iimer wieder neue (und von 90% der User nicht ben�tigte) Funktionen
dazukommen, die Bytes verbraten. Aber da� das Ganze nicht schlanker
ginge, lasse ich mir nicht einreden. Mir scheint, kurzer Programmcode
ben�tigt mehr Programmierzeit. Und Zeit ist Geld. Von daher wird
lieber umst�ndlich umfangreich programmiert, und man ist schneller
fertig.

Thomas Krenzel

unread,
Sep 7, 2012, 8:06:53 AM9/7/12
to
rofl ;)

Thomas

Joseph Terner

unread,
Sep 7, 2012, 9:39:30 AM9/7/12
to
On Fri, 07 Sep 2012 10:18:14 +0200, Stefan Enzinger wrote:
> On 09/07/2012 10:01 AM, Arno Welzel wrote:
>> Am 07.09.2012 09:15, schrieb Werner Tann:
>
>> Nicht wirklich - ist halt nur nicht mehr so bekannt, weil niemand mehr
>> mit einem Computer dieser Leistungsklasse arbeiten will. Aber 64K-Demos
>> von der Assembly und anderen Veranstaltungen zeigen durchaus, was man
>> auch mit weniger als 68 KB hinbekommen kann ;-) Auch bei
>> Microcontrollern ist eher Sparsamkeit angesagt.
>
> Stimmt. mir fällt da immer .kkrieger ein. Ist ein 3d-shooter in 96kB.
> http://www.youtube.com/watch?v=KgNfqYf_C_Q
>
> Allerdings wird da wohl einiges vom BS mitbenutzt werden, denk ich mal.

So ist es. Eine standardmäßige Windows7-Installation bringt bereits
mehrere GB Entropie mit, die nur passend referenziert werden muß. Seit es
dynamisches Linken gibt, ist auch der Größenvergleich mit Demos aus der
Frühzeit hinfällig.

Nicht den gesamten Inhalt der Festplatte zu rechnen, sondern nur die
Größe einer einzigen Datei, ist deswegen albern, schon der benutzte
Grafiktreiber ist über 100 MB schwer.

Joseph

Gerd Schweizer

unread,
Sep 7, 2012, 9:50:22 AM9/7/12
to
Werner Tann schrieb:
> Okay, einiges an dem Teil ist nat�rlich schon hin. Aber Programmierer,
> die heute noch *irgendwas* f�r 68 KB schreiben k�nnen, scheinen
> ausgestorben.
>
Scheinen, aber ich lebe noch. Programmierer in dem Sinn war ich aber
nicht. Nur musste unsere Testsoftware f�r Hardwarekomponenten noch mit
24 kB auskommen. 8 kB f�r BS1000 und den Rest durfte ich verbraten ;-)
Da war manchmal wirklich viel Hirnschmalz erforderlich. Am meisten
Speicher brauchte die Plausiblilisierungsphase, um Fehlbedienungen der
Techniker auszuschliessen.

--
Liebe Gr��e, Gerd
Satelliten FAQ, DVB-T, Katzen, Mopped, Garten, Heimwerken:
http://www.satgerd.de/

Werner Tann

unread,
Sep 7, 2012, 12:01:06 PM9/7/12
to
Joseph Terner <jtusene...@gmx.de> schrieb:

>Nicht den gesamten Inhalt der Festplatte zu rechnen, sondern nur die
>Gr��e einer einzigen Datei, ist deswegen albern, schon der benutzte
>Grafiktreiber ist �ber 100 MB schwer.

Ist es nicht einfach/bequem/primitiv und geht schnell, wenn man sich
als Programmierer gar nicht erst �berlegt, wo und wie man das an
Windows-Bibliotheken einh�ngt, und stattdessen alles, was gebraucht
wird, ins Programmpaket packt? (Ich wei�, da� jede Software auch immer
etwas vom OS ben�tigt.)

Marcel Müller

unread,
Sep 7, 2012, 1:56:45 PM9/7/12
to
Hallo,

On 07.09.2012 09:15, Werner Tann wrote:
> Das war noch "Wertarbeit". :-)
> Okay, einiges an dem Teil ist nat�rlich schon hin. Aber Programmierer,
> die heute noch *irgendwas* f�r 68 KB schreiben k�nnen, scheinen
> ausgestorben.

soso, dann schau Dich mal auf einer Demo-Party wie Evoke um. Da finden
ganze Wettbewerbe in der 4kB-Klasse statt.


Marcel

Werner Tann

unread,
Sep 8, 2012, 2:28:03 AM9/8/12
to
Marcel M�ller <news.5...@spamgourmet.com> schrieb:

>> Okay, einiges an dem Teil ist nat�rlich schon hin. Aber Programmierer,
>> die heute noch *irgendwas* f�r 68 KB schreiben k�nnen, scheinen
>> ausgestorben.
>
>soso, dann schau Dich mal auf einer Demo-Party wie Evoke um. Da finden
>ganze Wettbewerbe in der 4kB-Klasse statt.

Okay, okay, ich nehme das "irgendwas" zur�ck. Ich dachte an Programme,
mit denen es normale Konsumenten t�glich zu tun haben. Und die man
auch als Programme erkennt. Irgendwelcher Code im Toaster oder
Software f�r Wissenschaftler und Techniker z�hlen also nicht dazu.

Goetz Hoffart

unread,
Sep 8, 2012, 5:15:46 AM9/8/12
to
Werner Tann <wt...@gmx.at> wrote:

> Ich dachte an Programme, mit denen es normale Konsumenten t�glich zu tun
> haben. Und die man auch als Programme erkennt. Irgendwelcher Code im
> Toaster oder Software f�r Wissenschaftler und Techniker z�hlen also nicht
> dazu.

Du meinst also sowas wie Word, Excel, Powerpoint und Outlook. Oder
ziemlich genau nur diese. Denn wenn ich dich richtig deute, geh�rt iOS,
WP7.5, Android da f�r den normalen Konsumenten auch nicht recht zu
"Software", genausowenig wie das Navi.

Gr��e
G�tz
--
http://www.knubbelmac.de/

Arno Welzel

unread,
Sep 8, 2012, 10:31:09 AM9/8/12
to
Goetz Hoffart, 08.09.2012 11:15:
A propos - meiner erste Android-Anwendung belegt ca. 80 KB... und da ist
ein Gro�teil der GUI geschuldet, weil ich faul war. Wenn ich das etwas
intelligenter machen w�rde, kame das Ding vermutlich auch mit weniger
als der H�lfte zurecht.

Andreas Erber

unread,
Sep 9, 2012, 4:10:36 AM9/9/12
to
Werner Tann wrote:

> Ist es nicht einfach/bequem/primitiv und geht schnell, wenn man sich
> als Programmierer gar nicht erst �berlegt, wo und wie man das an
> Windows-Bibliotheken einh�ngt, und stattdessen alles, was gebraucht
> wird, ins Programmpaket packt? (Ich wei�, da� jede Software auch immer
> etwas vom OS ben�tigt.)

Wei� nicht. Wenn du was mit .Net programmierst hat das Programm hinterher
oft nur 1 oder 2 MB. Das Framework dazu gibts aber nicht unter 40 MB. Das
schon ein Unterschied wenn der Verbreitungsweg Internet hei�t.

Gr��e,
Andy

Andreas Erber

unread,
Sep 9, 2012, 4:13:57 AM9/9/12
to
Arno Welzel wrote:

> A propos - meiner erste Android-Anwendung belegt ca. 80 KB... und da
> ist ein Gro�teil der GUI geschuldet, weil ich faul war. Wenn ich das
> etwas intelligenter machen w�rde, kame das Ding vermutlich auch mit
> weniger als der H�lfte zurecht.

War das Java? Naja das "z�hlt" irgendwie nicht oder? :-)

Gr��e,
Andy

Arno Welzel

unread,
Sep 9, 2012, 1:03:30 PM9/9/12
to
Andreas Erber, 09.09.2012 10:13:
Wieso? Weil es geDEXter Bytecode f�r die Darwin-VM ist? Dann m�ssten ja
alle Android-Apps so klein sein - sind sie aber nicht... Beispiele:

ClockSync (NTP-Client) - 408 KB
GPS-Status (GPS-Statusanzeige und AGPS-Download) - 252 KB
�ffi (Fahrplanauskunft) - 1,9 MB
imo Messenger - 2,9 MB
Google Maps - 23,4 MB (�rks...)

Da bin ich mit ca. 80 KB doch echt sparsam - und bei mir gibt es
immerhin auch einen interaktiven Kalender (einzelne Tage zum Antippen,
Swipe zum Montaswechsel), eine Listenansicht und mehrere Dialoge ;-)
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