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Stromaufnahme externe USB 3.1-SSDs

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Ralph Aichinger

unread,
Jun 9, 2018, 7:49:50 AM6/9/18
to
Ich überleg mir für meinen Raspi eine kleine USB-SSD
zu kaufen, weniger wegen des Durchsatzes, mehr wegen
der Zugriffszeiten (u.a. Mail, News, Webserver,
Router, Proxy ... d.h. duchaus öfter mal geleichtzeige
Prozesse).

Hat jemand eine Idee, ob die eher mehr oder eher
weniger Strom brauchen als eine externe 2,5"-Platte?

Ich hätte an sowas gedacht:

https://www.amazon.de/dp/B06XNN2WQM/

/ralph
--
-----------------------------------------------------------------------------
https://aisg.at
ausserirdische sind gesund

Arno Welzel

unread,
Jun 9, 2018, 9:18:19 AM6/9/18
to
Ralph Aichinger:

> Ich überleg mir für meinen Raspi eine kleine USB-SSD
> zu kaufen, weniger wegen des Durchsatzes, mehr wegen
> der Zugriffszeiten (u.a. Mail, News, Webserver,
> Router, Proxy ... d.h. duchaus öfter mal geleichtzeige
> Prozesse).
>
> Hat jemand eine Idee, ob die eher mehr oder eher
> weniger Strom brauchen als eine externe 2,5"-Platte?

Der Verbrauch dürfte ähnlich sein. 2,5"-Platten brauchen primär beim
Einschalten kurzzeitig mehr Strom als die an USB 2 zulässigen 2,5 Watt,
aber im laufenden Betrieb ist der Unterschied zu SSDs eher gering.


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de

Bernd Mayer

unread,
Jun 9, 2018, 10:09:38 AM6/9/18
to
Am 09.06.2018 um 13:49 schrieb Ralph Aichinger:
> Ich überleg mir für meinen Raspi eine kleine USB-SSD
> zu kaufen, weniger wegen des Durchsatzes, mehr wegen
> der Zugriffszeiten (u.a. Mail, News, Webserver,
> Router, Proxy ... d.h. duchaus öfter mal geleichtzeige
> Prozesse).
>
> Hat jemand eine Idee, ob die eher mehr oder eher
> weniger Strom brauchen als eine externe 2,5"-Platte?
>
> Ich hätte an sowas gedacht:
>
> https://www.amazon.de/dp/B06XNN2WQM/

Hallo,

hier mal Datenblätter von WD Festplatte/SSD als Beispiele dazu :

WD Blue Laptop Festplatte 2,5 Zoll:
https://www.wdc.com/content/dam/wdc/website/downloadable_assets/eng/spec_data_sheet/2879-771437.pdf

WD Green SSD:
http://products.wdc.com/library/SpecSheet/DEU/2879-800083.pdf


Bernd Mayer

Marcel Mueller

unread,
Jun 9, 2018, 11:50:24 AM6/9/18
to
On 09.06.18 13.49, Ralph Aichinger wrote:
> Ich überleg mir für meinen Raspi eine kleine USB-SSD
> zu kaufen, weniger wegen des Durchsatzes, mehr wegen
> der Zugriffszeiten (u.a. Mail, News, Webserver,
> Router, Proxy ... d.h. duchaus öfter mal geleichtzeige
> Prozesse).
>
> Hat jemand eine Idee, ob die eher mehr oder eher
> weniger Strom brauchen als eine externe 2,5"-Platte?

Die brauchen wesentlich /weniger/.

Jetzt kommt bestimmt irgendeiner, und behauptet mit Verweis auf
Datenblätter das Gegenteil. Das ist aber hier nicht relevant.
Der Raspi schafft es nicht, auf der SSD eine Last zu erzeugen, die einen
hohen Stromverbrauch erzeugt. Dazu müsste er mit mehreren 100 MB/s
schreiben. Davon ist der Raspi weit entfernt. Der schafft es nicht mal,
seinen USB2 Port an den Anschlag zu fahren.


> Ich hätte an sowas gedacht:
>
> https://www.amazon.de/dp/B06XNN2WQM/

Wird funktionieren.

Man sollte aber prüfen, ob nicht eine Standard SATA SSD + USB-Gehäuse
günstiger ist. Die externen Gehäuse kosten gerade mal 5-8€, und diese
Lösung ist flexibler, weil man die SSD, wenn man sie da nicht mehr
braucht auch mal in ein altes Notebook stecken kann.


Marcel

Arno Welzel

unread,
Jun 9, 2018, 1:54:58 PM6/9/18
to
Bernd Mayer:
Daraus die Zahlen:

Die WD Blue HDD braucht etwa 1,5 bis 1,7 Watt
Die WD Green SSD braucht etwa 2,2 bis 2,8 Watt

D.h. SSDs brauchen *mehr* Leistung als HDDs.

Sebastian Suchanek

unread,
Jun 9, 2018, 2:07:41 PM6/9/18
to
Am 09.06.2018 um 13:49 schrieb Ralph Aichinger:
> Ich überleg mir für meinen Raspi eine kleine USB-SSD
> zu kaufen,
> [...]

Da rate ich aufgrund einschlägig negativer Erfahrungen zur Vorsicht:

https://hirnfasching.de/2017/09/03/ssds-am-raspberry-pi/


HTH,

Sebastian

Ralph Aichinger

unread,
Jun 9, 2018, 3:00:42 PM6/9/18
to
Sebastian Suchanek <sebastian...@gmx.de> wrote:
> Da rate ich aufgrund einschlägig negativer Erfahrungen zur Vorsicht:
>
> https://hirnfasching.de/2017/09/03/ssds-am-raspberry-pi/

Danke!

Marcel Mueller

unread,
Jun 9, 2018, 3:29:47 PM6/9/18
to
On 09.06.18 19.54, Arno Welzel wrote:
> Die WD Blue HDD braucht etwa 1,5 bis 1,7 Watt
> Die WD Green SSD braucht etwa 2,2 bis 2,8 Watt
>
> D.h. SSDs brauchen *mehr* Leistung als HDDs.

In der Praxis ist das Gegenteil der Fall.

OK, für die WD-Teile kann ich jetzt nicht sprechen, sondern nur über die
namhafter Hersteller wie Samsung, Intel oder Micron/Crucial - WD hat von
SSDs nicht den Hauch einer Ahnung und ist da nur Noname Reseller.

Aber die Verbrauchsdaten kommen nur dadurch zustande, dass SSDs extrem
hohe Schreibgeschwindigkeiten erreichen können, bei denen sie dann auch
entsprechend Strom ziehen. Der mittlere Verbrauch liegt um
Größenordnungen niedriger, typisch zwischen 0,1W und 0,5W. Und im Falle
des Raspberry Pi fehlen eben auch die Lastspitzen, weil der das gar
nicht packt. Kurzum, die SSD wird niemals über 1W kommen.


Marcel

Bernd Mayer

unread,
Jun 9, 2018, 4:16:58 PM6/9/18
to
Am 09.06.2018 um 19:54 schrieb Arno Welzel:
> Bernd Mayer:
>
>> Am 09.06.2018 um 13:49 schrieb Ralph Aichinger:
>>> Ich überleg mir für meinen Raspi eine kleine USB-SSD
>>> zu kaufen, weniger wegen des Durchsatzes, mehr wegen
>>> der Zugriffszeiten (u.a. Mail, News, Webserver,
>>> Router, Proxy ... d.h. duchaus öfter mal geleichtzeige
>>> Prozesse).
>>>
>>> Hat jemand eine Idee, ob die eher mehr oder eher
>>> weniger Strom brauchen als eine externe 2,5"-Platte?
>>>
>>
>> hier mal Datenblätter von WD Festplatte/SSD als Beispiele dazu :
>>
>> WD Blue Laptop Festplatte 2,5 Zoll:
>> https://www.wdc.com/content/dam/wdc/website/downloadable_assets/eng/spec_data_sheet/2879-771437.pdf
>>
>> WD Green SSD:
>> http://products.wdc.com/library/SpecSheet/DEU/2879-800083.pdf
>
> Daraus die Zahlen:
>
> Die WD Blue HDD braucht etwa 1,5 bis 1,7 Watt
> Die WD Green SSD braucht etwa 2,2 bis 2,8 Watt
>
> D.h. SSDs brauchen *mehr* Leistung als HDDs.

Hallo,

aber idle 500 mW (HD) gegenüber 30 mW (SSD).

Insgesamt hängt das also davon ab ob die Geräte überwiegend im
Ruhezustand sind oder im aktiven Lese- und Schreibbetrieb.


Bernd Mayer

Michael Unger

unread,
Jun 9, 2018, 4:18:25 PM6/9/18
to
On 2018-06-09 21:29, "Marcel Mueller" wrote:

> Aber die Verbrauchsdaten kommen nur dadurch zustande, dass SSDs extrem
> hohe Schreibgeschwindigkeiten erreichen können, bei denen sie dann auch
> entsprechend Strom ziehen. Der mittlere Verbrauch liegt um
> Größenordnungen niedriger, typisch zwischen 0,1W und 0,5W. Und im Falle
> des Raspberry Pi fehlen eben auch die Lastspitzen, weil der das gar
> nicht packt. Kurzum, die SSD wird niemals über 1W kommen.

Hast Du eine konkrete Empfehlung für eine Qualitäts-SSD, bei der
sichergestellt ist, dass beim _Lesen_ niemals mehr als 0,4A benötigt
werden, damit für das externe Gehäuse auch noch etwas übrig bleibt?
(Anschluss über USB-2; für Schreibzwecke könnte ich ein 5V-Netzteil
anschließen.)

Interessant wäre so etwas als robustes mobiles Datengrab -- im
Wesentlichen für ISOs und PDFs. Samsung wurde ja gerne empfohlen; aber
das letzte Mal, als ich dort geschaut hatte, waren Datenblätter aus der
Mode gekommen.

Michael

Shinji Ikari

unread,
Jun 9, 2018, 5:35:51 PM6/9/18
to
Guten Tag

Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> schrieb

>Daraus die Zahlen:
>Die WD Blue HDD braucht etwa 1,5 bis 1,7 Watt
>Die WD Green SSD braucht etwa 2,2 bis 2,8 Watt
>D.h. SSDs brauchen *mehr* Leistung als HDDs.

Ja, es gibt diverse SSD, welche mehr elektrische Leistung benoetigen
als eníne baugroessengleiche einfache HDD. Aber auch sehr viele HDD
sind in Spitzenmomenten oberhalb dessen, was USB 1.x und 2.0 laut
Spezifikation liefern sollen.

Aber dennoch funktioniert es oft, weil viele USB-Ports etwas
toleranter und einige (wenige) SSD mit Pufferkondensatoren
ausgestattet sind.
Ob/wie tolerant die USB-Ports eines Raspi sind, weis sich nicht.

Dem OP (Ralph) hingegen wuerde ich zu einer (micro)SD Karte mit A1
oder besserer Spezifikation raten, da diese entgegen normalen SD
bessere IO Werte aufweisen sollen und sich somit auch besser als
sparsames Bootmedium eignen muessten.

Ralph Aichinger

unread,
Jun 9, 2018, 5:59:21 PM6/9/18
to
Shinji Ikari <shi...@gmx.net> wrote:
> Dem OP (Ralph) hingegen wuerde ich zu einer (micro)SD Karte mit A1
> oder besserer Spezifikation raten, da diese entgegen normalen SD
> bessere IO Werte aufweisen sollen und sich somit auch besser als
> sparsames Bootmedium eignen muessten.

SD-Karten will ich nicht, weil die "normalen" sich zu schnell abnutzen,
und die Industrietypen teuer, klein und/oder schwer zu bekommen sind.
Und 128GB hätte ich schon gern, eher mehr.

Arno Welzel

unread,
Jun 10, 2018, 10:19:28 AM6/10/18
to
Marcel Mueller:

> On 09.06.18 19.54, Arno Welzel wrote:
>> Die WD Blue HDD braucht etwa 1,5 bis 1,7 Watt
>> Die WD Green SSD braucht etwa 2,2 bis 2,8 Watt
>>
>> D.h. SSDs brauchen *mehr* Leistung als HDDs.
>
> In der Praxis ist das Gegenteil der Fall.

Wie festgestellt? Nachgemessen?

Marcel Mueller

unread,
Jun 10, 2018, 10:38:57 AM6/10/18
to
On 09.06.18 22.16, Michael Unger wrote:
> On 2018-06-09 21:29, "Marcel Mueller" wrote:
>
>> Aber die Verbrauchsdaten kommen nur dadurch zustande, dass SSDs extrem
>> hohe Schreibgeschwindigkeiten erreichen können, bei denen sie dann auch
>> entsprechend Strom ziehen. Der mittlere Verbrauch liegt um
>> Größenordnungen niedriger, typisch zwischen 0,1W und 0,5W. Und im Falle
>> des Raspberry Pi fehlen eben auch die Lastspitzen, weil der das gar
>> nicht packt. Kurzum, die SSD wird niemals über 1W kommen.
>
> Hast Du eine konkrete Empfehlung für eine Qualitäts-SSD, bei der
> sichergestellt ist, dass beim _Lesen_ niemals mehr als 0,4A benötigt
> werden, damit für das externe Gehäuse auch noch etwas übrig bleibt?

Sicher gestellt ist da meist gar nichts, aber es wird laufen. OK, stimmt
nicht ganz, ich habe noch eine alte 40GB Intel SSD die Tatsächlich laut
Datenblatt nie mehr als 0,15A zieht, die war halt auch noch nicht so
schnell - an der schaffe ich übrigens gerade.

Ich habe am Pi3 auch eine ganz normale USB3-Platte ohne Netzteil und Hub
laufen. Am selben Pi hängt auch noch ein externes DVD -
selbstverständlich auch ohne Netzteil. Theoretisch sollte das auch nicht
laufen, aber wenn man dem Pi ein gescheites Netzteil verpasst, geht das
alles vollkommen problemlos.


> Interessant wäre so etwas als robustes mobiles Datengrab -- im
> Wesentlichen für ISOs und PDFs.

Dafür würde ich eher eine Spindel nehmen. Da bekommst Du für ca. 50€ ein
Tera, schon mit Alu-USB-Gehäuse. Vorne und hinten einen dicken Gummi
drumwickeln, und es ist auch einigermaßen robust.

> Samsung wurde ja gerne empfohlen; aber
> das letzte Mal, als ich dort geschaut hatte, waren Datenblätter aus der
> Mode gekommen.

Klar, ohne garantierte Eigenschaften, kann man verkaufen, was man will. ;-)

Aber bezogen auf die SSDs spielen die definitiv ganz vorne mit. Ich
würde gar sagen, jenseits von echten Server-SSDs das Beste, was man
derzeit kriegen kann.
Selbst deren Consumer-Class kann man problemlos in einen kleinen Server
stecken. Die c't hat die Dinger bei Tests nicht einmal mit
Dauerschreiben bis Redaktionsschluss kurz gekriegt. Erst bis zur
nächsten Ausgabe war sie dann hin - bei einem großen Vielfachen der
vorgesehenen Schreibleistung.

Aber das beruhigende: selbst die Billigdinger von Micron/Cruial haben,
nachdem die vorgesehene Endurance aufgebraucht war, nochmal doppelt so
lange gehalten. Eine davon teste ich gerade im Server. Die ersten 12500
Stunden hat sie schon weg.


Marcel

Marcel Mueller

unread,
Jun 10, 2018, 10:40:10 AM6/10/18
to
On 09.06.18 22.16, Bernd Mayer wrote:
> aber idle 500 mW (HD) gegenüber 30 mW (SSD).
>
> Insgesamt hängt das also davon ab ob die Geräte überwiegend im
> Ruhezustand sind oder im aktiven Lese- und Schreibbetrieb.

Bei /derselben/ Schreibgeschwindigkeit braucht die SSD auch weniger. Das
rettet ihn mit dem USB Port.


Marcel

Marcel Mueller

unread,
Jun 10, 2018, 10:46:57 AM6/10/18
to
On 09.06.18 23.59, Ralph Aichinger wrote:
> Shinji Ikari <shi...@gmx.net> wrote:
>> Dem OP (Ralph) hingegen wuerde ich zu einer (micro)SD Karte mit A1
>> oder besserer Spezifikation raten, da diese entgegen normalen SD
>> bessere IO Werte aufweisen sollen und sich somit auch besser als
>> sparsames Bootmedium eignen muessten.
>
> SD-Karten will ich nicht, weil die "normalen" sich zu schnell abnutzen,
> und die Industrietypen teuer, klein und/oder schwer zu bekommen sind.
> Und 128GB hätte ich schon gern, eher mehr.

Mit einer normalen SD hat der Raspi hier auch 5 Jahre 24/7
durchgehalten, und da vdr darauf läuft, wird das Log sogar ziemlich
zugemüllt, und apt (für Updates) ist auch nicht zu verachten - ich habe
mir da keine Mühe gegeben.
Zu allem Überfluss wurde die Karte auch noch getauscht, weil Kingston
Lifetime Warranty auf jegliche Speicherprodukte hat, auch SD-Karten -
das war aber ehrlich gesagt auch das einzige mal wo ich von denen
irgendetwas kaputt gekriegt habe.

Bekannte haben ähnliche Erfahrungen. Kurzum, wenn man die Karte alle
paar Jahre tauscht, dann geht es auch so ohne signifikante Kosten. Klar,
als Datengrab sollte man sie nicht missbrauchen. Aber man tut gut daran,
das System auf der SD zu belassen. Andernfalls tut sich der Raspi noch
mehr um den einzigen USB-Port (der CPU) prügeln.


Marcel

Ralph Aichinger

unread,
Jun 10, 2018, 11:00:26 AM6/10/18
to
Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> wrote:
> Mit einer normalen SD hat der Raspi hier auch 5 Jahre 24/7
> durchgehalten, und da vdr darauf läuft, wird das Log sogar ziemlich
> zugemüllt, und apt (für Updates) ist auch nicht zu verachten - ich habe
> mir da keine Mühe gegeben.
> Zu allem Überfluss wurde die Karte auch noch getauscht, weil Kingston
> Lifetime Warranty auf jegliche Speicherprodukte hat, auch SD-Karten -
> das war aber ehrlich gesagt auch das einzige mal wo ich von denen
> irgendetwas kaputt gekriegt habe.

Leider sind meine Erfahrungen andere: Lebensdauern irgendwo zwischen
Wochen und Monaten. Und das nervt dann. Seitdem ich USB-Festplatten
verwende und die SD nur mehr readonly mounte (für /boot) laufen meine
Pis durch.

Mag sein, daß ich sie zu sehr getreten habe, ich habe den Newsserver
über den das Posting hier rausgeht auf einem Pi, und einen Mailserver,
sowie diverses Kleinzeug.

> Bekannte haben ähnliche Erfahrungen. Kurzum, wenn man die Karte alle
> paar Jahre tauscht, dann geht es auch so ohne signifikante Kosten. Klar,

Von Jahren hab ich nur träumen können.

> als Datengrab sollte man sie nicht missbrauchen. Aber man tut gut daran,
> das System auf der SD zu belassen. Andernfalls tut sich der Raspi noch
> mehr um den einzigen USB-Port (der CPU) prügeln.

Ich glaub nicht, daß auf die paar Systemlibraries nenneswert zugegriffen
wird, 1GB ist für vieles durchaus ausreichend um es im Speicher zu lassen.

Marcel Mueller

unread,
Jun 10, 2018, 11:30:31 AM6/10/18
to
On 10.06.18 17.00, Ralph Aichinger wrote:
> Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> wrote:
>> Mit einer normalen SD hat der Raspi hier auch 5 Jahre 24/7
>> durchgehalten, und da vdr darauf läuft, wird das Log sogar ziemlich
>> zugemüllt, und apt (für Updates) ist auch nicht zu verachten - ich habe
>> mir da keine Mühe gegeben.
>> Zu allem Überfluss wurde die Karte auch noch getauscht, weil Kingston
>> Lifetime Warranty auf jegliche Speicherprodukte hat, auch SD-Karten -
>> das war aber ehrlich gesagt auch das einzige mal wo ich von denen
>> irgendetwas kaputt gekriegt habe.
>
> Leider sind meine Erfahrungen andere: Lebensdauern irgendwo zwischen
> Wochen und Monaten. Und das nervt dann. Seitdem ich USB-Festplatten
> verwende und die SD nur mehr readonly mounte (für /boot) laufen meine
> Pis durch.

Markenware?

Ich hatte bisher weder mit Samsung noch mit SanDisk in den PIs Probleme,
und naja, die Kingston darf man eigentlich auch nicht als Problem
werten. Die hat wirklich was erlebt.

> Mag sein, daß ich sie zu sehr getreten habe, ich habe den Newsserver
> über den das Posting hier rausgeht auf einem Pi, und einen Mailserver,
> sowie diverses Kleinzeug.

News ist tatsächlich recht übel. Das sind faktisch Datenbanken. Damit
bekommt man zuweilen selbst SSDs klein.
Ich würde aber einfach aus Geschwindigkeitsgründen trotzdem nicht alles
auf USB legen. Die passenden /var Ordner sollten reichen.

>> als Datengrab sollte man sie nicht missbrauchen. Aber man tut gut daran,
>> das System auf der SD zu belassen. Andernfalls tut sich der Raspi noch
>> mehr um den einzigen USB-Port (der CPU) prügeln.
>
> Ich glaub nicht, daß auf die paar Systemlibraries nenneswert zugegriffen
> wird, 1GB ist für vieles durchaus ausreichend um es im Speicher zu lassen.

Hier ist eigentlich schon immer ein wenig auf dem SD Device los. Nicht
so viel, aber über USB würde dabei trotzdem jedes mal die ganze Kiste
hängen, wenn einer gerade mal eine größere Datei kopiert - Netzwerk
hängt ja auch dran.


Marcel

Ralph Aichinger

unread,
Jun 10, 2018, 11:38:30 AM6/10/18
to
Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> wrote:
> Markenware?

Ja, nur. SanDisk, Kingston, Transcend, Samsung ... alles mögliche
probiert. Daß man Garantie drauf hat hilft da auch nur beschränkt,
wegen einer 10-Euro-SD-Karte dann recherchieren wie das mit der
Abwicklung läuft (wer zahlt das Porto, wohin schicken etc.),
das ist u.U. dann ein Nullsummenspiel wo man für Porto ähnliche
Beträge ausgibt wie eine neue Karte wert ist.

> News ist tatsächlich recht übel. Das sind faktisch Datenbanken. Damit
> bekommt man zuweilen selbst SSDs klein.

Aja, eine PostgreSQL-Datenbank läuft auch drauf ;)

> Hier ist eigentlich schon immer ein wenig auf dem SD Device los. Nicht
> so viel, aber über USB würde dabei trotzdem jedes mal die ganze Kiste
> hängen, wenn einer gerade mal eine größere Datei kopiert - Netzwerk
> hängt ja auch dran.

Hängen bleibt bei mir nix, langsamer wird es natürlich. Hänger kenn ich
eher von meinem HP-billignotebook mit aufgelöteter (?) SSD. Da scheint
irgendwo ein Engpaß zu sein, der manchmal sogar kurz den Cursor einfrieren
läßt, wenn man im Hintergrund ein dist-upgrade macht.

Michael Unger

unread,
Jun 10, 2018, 2:15:41 PM6/10/18
to
On 2018-06-10 16:38, "Marcel Mueller" wrote:

> On 09.06.18 22.16, Michael Unger wrote:
>> On 2018-06-09 21:29, "Marcel Mueller" wrote:
>>
>>> [...]
>>
>> Hast Du eine konkrete Empfehlung für eine Qualitäts-SSD, bei der
>> sichergestellt ist, dass beim _Lesen_ niemals mehr als 0,4A benötigt
>> werden, damit für das externe Gehäuse auch noch etwas übrig bleibt?
>
> Sicher gestellt ist da meist gar nichts, aber es wird laufen. [...]

Ich wäre da halt auf einen fehlerfreien Betrieb angewiesen, da ich für
die Fälle, in denen nur gelesen werden soll, nicht auch noch ein
Netzteil mitnehmen will.

> [...]
>
>> Interessant wäre so etwas als robustes mobiles Datengrab -- im
>> Wesentlichen für ISOs und PDFs.
>
> Dafür würde ich eher eine Spindel nehmen. Da bekommst Du für ca. 50€ ein
> Tera, schon mit Alu-USB-Gehäuse. Vorne und hinten einen dicken Gummi
> drumwickeln, und es ist auch einigermaßen robust.

Bei einer HDD bin ich halt sehr unsicher, ob das nicht an einem
USB-2-Port Probleme gibt; "Y-Kabel" werden ja immer wieder genannt. Ein
passendes Gehäuse (intern SATA-2, extern außer USB-2 auch noch FW-400)
hätte ich schon. Außerdem hat eine SSD keine bewegten Komponenten.

>> Samsung wurde ja gerne empfohlen; aber
>> das letzte Mal, als ich dort geschaut hatte, waren Datenblätter aus der
>> Mode gekommen.
>
> Klar, ohne garantierte Eigenschaften, kann man verkaufen, was man will. ;-)
>
> Aber bezogen auf die SSDs spielen die definitiv ganz vorne mit. Ich
> würde gar sagen, jenseits von echten Server-SSDs das Beste, was man
> derzeit kriegen kann.

Weißt Du, ob Samsung "normale" oder komprimierende Controller verwendet?
Soweit ich das jetzt noch in Erinnerung habe, gibt es dort "Evo"- und
"Pro"-Modelle.

> Selbst deren Consumer-Class kann man problemlos in einen kleinen Server
> stecken. Die c't hat die Dinger bei Tests nicht einmal mit
> Dauerschreiben bis Redaktionsschluss kurz gekriegt. [...]
>
> Aber das beruhigende: selbst die Billigdinger von Micron/Cruial haben,
> nachdem die vorgesehene Endurance aufgebraucht war, nochmal doppelt so
> lange gehalten. [...]

Mir ist Zuverlässigkeit im Betrieb deutlich wichtiger, als den einen
oder anderen Euro zu sparen.

Michael

Bernd Mayer

unread,
Jun 11, 2018, 7:34:29 AM6/11/18
to
Am 10.06.2018 um 16:19 schrieb Arno Welzel:
> Marcel Mueller:
>
>> On 09.06.18 19.54, Arno Welzel wrote:
>>> Die WD Blue HDD braucht etwa 1,5 bis 1,7 Watt
>>> Die WD Green SSD braucht etwa 2,2 bis 2,8 Watt
>>>
>>> D.h. SSDs brauchen *mehr* Leistung als HDDs.
>>
>> In der Praxis ist das Gegenteil der Fall.
>
Hallo,

eine Kingston A400 SSD benötigt laut Datenblatt maximal 1,535 W beim
Schreiben: https://www.kingston.com/datasheets/SA400S37_de.pdf

Hier noch eine Samsung 850 PRO (Active Write (Average) max 3,4 W):
http://downloadcenter.samsung.com/content/UM/201711/20171115103115156/Samsung_SSD_850_PRO_Data_Sheet_Rev_3.pdf

Das bedeutet, die Stromaufnahme hängt offenbar auch vom Typ der SSD und
vom Hersteller ab.


Bernd Mayer

Marcel Mueller

unread,
Jun 11, 2018, 3:51:10 PM6/11/18
to
On 10.06.18 20.13, Michael Unger wrote:
>> Sicher gestellt ist da meist gar nichts, aber es wird laufen. [...]
>
> Ich wäre da halt auf einen fehlerfreien Betrieb angewiesen, da ich für
> die Fälle, in denen nur gelesen werden soll, nicht auch noch ein
> Netzteil mitnehmen will.

Bisher wie gesagt ohne Probleme.


> Außerdem hat eine SSD keine bewegten Komponenten.

Der Punkt geht eindeutig an die SSD.


>> Aber bezogen auf die SSDs spielen die definitiv ganz vorne mit. Ich
>> würde gar sagen, jenseits von echten Server-SSDs das Beste, was man
>> derzeit kriegen kann.
>
> Weißt Du, ob Samsung "normale" oder komprimierende Controller verwendet?

Samsung verwendet in allen mir bekannten Modellen keine Kompression. Man
kann sie also mit Verschlüsselung nutzen.

> Soweit ich das jetzt noch in Erinnerung habe, gibt es dort "Evo"- und
> "Pro"-Modelle.

Die unterscheiden sich in der Endurance. Aber selbst die EVO sind schon
sehr gut.

>> Selbst deren Consumer-Class kann man problemlos in einen kleinen Server
>> stecken. Die c't hat die Dinger bei Tests nicht einmal mit
>> Dauerschreiben bis Redaktionsschluss kurz gekriegt. [...]
>>
>> Aber das beruhigende: selbst die Billigdinger von Micron/Cruial haben,
>> nachdem die vorgesehene Endurance aufgebraucht war, nochmal doppelt so
>> lange gehalten. [...]
>
> Mir ist Zuverlässigkeit im Betrieb deutlich wichtiger, als den einen
> oder anderen Euro zu sparen.

Dann machst Du mit einer Samsung Pro nicht viel falsch. Aber mutmaßlich
hält selbst eine EVO länger als das Gerät im Einsatz ist.
USB-Netzteile verrecken übrigens gerne mal - billigster Chinaplunder,
sieht ja keiner was drin ist.


Marcel

Marcel Mueller

unread,
Jun 11, 2018, 4:08:17 PM6/11/18
to
On 10.06.18 16.19, Arno Welzel wrote:
> Marcel Mueller:
>
>> On 09.06.18 19.54, Arno Welzel wrote:
>>> Die WD Blue HDD braucht etwa 1,5 bis 1,7 Watt
>>> Die WD Green SSD braucht etwa 2,2 bis 2,8 Watt
>>>
>>> D.h. SSDs brauchen *mehr* Leistung als HDDs.
>>
>> In der Praxis ist das Gegenteil der Fall.
>
> Wie festgestellt? Nachgemessen?

Teilweise ja.

Bei meiner ersten SSD habe ich der Sache nicht getraut und gemessen. Der
Verbrauch war mit vertretbarem Aufwand(*) kaum messbar. Auch nicht beim
Schreiben größerer Daten. Der Verbrauch lag bei ca. 0,15A.

Bei der derzeitigen habe ich nur den Plastiktütentest gemacht. Mangels
Einbaumöglichkeit für 2,5" (oder auch 3,5") Hardware im recycelten
Uralt-Gehäuse, steckt die SSD bei mir in einer Plastiktüte mit Gummi
drum frei im Gehäuse. Darin erfährt sie natürlich keinerlei Kühlung.
Dennoch bekommt man die Temperatur nicht signifikant nach oben.
Spitzenwert laut Smart waren 48°C, und so viel kälter ist es im
Gehäuseinneren im Sommer nicht. Bereits bei wenigen Watt Verbrauch würde
sich da ein Hitzestau mit deutlich höheren Temperaturen entwickeln. Und
größere Schreibaktionen waren definitiv dabei, z.B. beim Kopieren der
alten SSD mit wenigen 100 MB/s.


(*) Messverfahren: Handmultimeter mit im kleinsten Spannungsmessbereich
in beide Enden des Stromkabels zur SSD rein gesteckt und Spannungsabfall
im Betrieb gemessen. Dann mit einem alten PC-Netzteil einen Strom von 1A
(12V + 12Ohm Widerstand) in die Leitung eingekoppelt. Daraus bekommt man
eine Kalibrierung, wieviel mV wieviel Strom entsprechen, also den
Widerstand der Leitung. Auf die Tour lässt sich der Verbrauch aller
Komponenten im PC relativ genau bestimmen.


Marcel

Michael Unger

unread,
Jun 13, 2018, 1:32:59 PM6/13/18
to
Da wäre ich mir nicht so sicher. Bei mir sind Geräte deutlich länger im
Betrieb, als das deren Hersteller lieb ist ...

> USB-Netzteile verrecken übrigens gerne mal - billigster Chinaplunder,
> sieht ja keiner was drin ist.

Die hier (noch) vorhandenen USB-Netzteile scheinen sehr robust zu sein.
Deren Baugröße lässt allerdings vermuten, dass das kein billigster
Schaltnetzteil-Schrott ist.

Michael

Michael Unger

unread,
Jun 13, 2018, 1:33:01 PM6/13/18
to
On 2018-06-11 22:08, "Marcel Mueller" wrote:

> [...]
>
> (*) Messverfahren: Handmultimeter mit im kleinsten Spannungsmessbereich
> in beide Enden des Stromkabels zur SSD rein gesteckt und Spannungsabfall
> im Betrieb gemessen. Dann mit einem alten PC-Netzteil einen Strom von 1A
> (12V + 12Ohm Widerstand) in die Leitung eingekoppelt. Daraus bekommt man
> eine Kalibrierung, wieviel mV wieviel Strom entsprechen, also den
> Widerstand der Leitung. Auf die Tour lässt sich der Verbrauch aller
> Komponenten im PC relativ genau bestimmen.
^^^^^^^^^^^^^

Wieviele Messungen macht Dein Multimeter in der Sekunde? Welche
Mess-Bandbreite ist garantiert? Hat das einen "Peak-Hold"? (Ich bin mir
ziemlich sicher, dass ich mir ein für diesen Zweck geeignetes Messgerät
nicht leisten könnte.)

Michael

Marcel Mueller

unread,
Jun 13, 2018, 2:26:58 PM6/13/18
to
On 13.06.18 19.30, Michael Unger wrote:
>> (*) Messverfahren: Handmultimeter mit im kleinsten Spannungsmessbereich
>> in beide Enden des Stromkabels zur SSD rein gesteckt und Spannungsabfall
>> im Betrieb gemessen. Dann mit einem alten PC-Netzteil einen Strom von 1A
>> (12V + 12Ohm Widerstand) in die Leitung eingekoppelt. Daraus bekommt man
>> eine Kalibrierung, wieviel mV wieviel Strom entsprechen, also den
>> Widerstand der Leitung. Auf die Tour lässt sich der Verbrauch aller
>> Komponenten im PC relativ genau bestimmen.
> ^^^^^^^^^^^^^
>
> Wieviele Messungen macht Dein Multimeter in der Sekunde?

Standard Dual-Slope ADC. Der integriert jeweils über ca. 1/2s, es kommt
also der der Mittelwert über den Zeitraum raus. Dieser wiederum ist
zeitlich ziemlich stabil, solange man nicht grundlegend am
Nutzungsprofil dreht.

> Welche
> Mess-Bandbreite ist garantiert? Hat das einen "Peak-Hold"?

Wozu? Kurze Impulsspitzen werden sowieso von den Kondensatoren
abgefangen. Und längere Spitzen, die über den halben Meter Stromkabel
zum Netzteil zuverlässig gedämpft würden, sind für den Anwendungsfall
atypisch. Sie würden bei den PC-üblichen Geschwindigkeiten explizite
Arbeitspausen (mit weniger Verbrauch) erfordern. Warum sollte es die geben?

> (Ich bin mir
> ziemlich sicher, dass ich mir ein für diesen Zweck geeignetes Messgerät
> nicht leisten könnte.)

Also, ich habe das ganze auch noch in schnell hier stehen (4*2GHz DSO).
Aber das habe ich nicht verwendet, da für den Anwendungsfall völliger
Overkill.


Marcel

Andreas M. Kirchwitz

unread,
Jun 14, 2018, 8:08:31 AM6/14/18
to
Ralph Aichinger <r...@pi.h5.or.at> wrote:

> Marcel Mueller <news.5...@spamgourmet.org> wrote:
>> Markenware?
>
> Ja, nur. SanDisk, Kingston, Transcend, Samsung ...

Wo hast Du die gekauft? Amazon? eBay? MediaMarkt? Saturn?

Grüße, Andreas

Ralph Aichinger

unread,
Jun 14, 2018, 9:03:11 AM6/14/18
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Andreas M. Kirchwitz <a...@spamfence.net> wrote:
>> Ja, nur. SanDisk, Kingston, Transcend, Samsung ...
> Wo hast Du die gekauft? Amazon? eBay? MediaMarkt? Saturn?

Amazon, e-tec.at, Saturn, ...
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