On 09.06.18 22.16, Michael Unger wrote:
> On 2018-06-09 21:29, "Marcel Mueller" wrote:
>
>> Aber die Verbrauchsdaten kommen nur dadurch zustande, dass SSDs extrem
>> hohe Schreibgeschwindigkeiten erreichen können, bei denen sie dann auch
>> entsprechend Strom ziehen. Der mittlere Verbrauch liegt um
>> Größenordnungen niedriger, typisch zwischen 0,1W und 0,5W. Und im Falle
>> des Raspberry Pi fehlen eben auch die Lastspitzen, weil der das gar
>> nicht packt. Kurzum, die SSD wird niemals über 1W kommen.
>
> Hast Du eine konkrete Empfehlung für eine Qualitäts-SSD, bei der
> sichergestellt ist, dass beim _Lesen_ niemals mehr als 0,4A benötigt
> werden, damit für das externe Gehäuse auch noch etwas übrig bleibt?
Sicher gestellt ist da meist gar nichts, aber es wird laufen. OK, stimmt
nicht ganz, ich habe noch eine alte 40GB Intel SSD die Tatsächlich laut
Datenblatt nie mehr als 0,15A zieht, die war halt auch noch nicht so
schnell - an der schaffe ich übrigens gerade.
Ich habe am Pi3 auch eine ganz normale USB3-Platte ohne Netzteil und Hub
laufen. Am selben Pi hängt auch noch ein externes DVD -
selbstverständlich auch ohne Netzteil. Theoretisch sollte das auch nicht
laufen, aber wenn man dem Pi ein gescheites Netzteil verpasst, geht das
alles vollkommen problemlos.
> Interessant wäre so etwas als robustes mobiles Datengrab -- im
> Wesentlichen für ISOs und PDFs.
Dafür würde ich eher eine Spindel nehmen. Da bekommst Du für ca. 50€ ein
Tera, schon mit Alu-USB-Gehäuse. Vorne und hinten einen dicken Gummi
drumwickeln, und es ist auch einigermaßen robust.
> Samsung wurde ja gerne empfohlen; aber
> das letzte Mal, als ich dort geschaut hatte, waren Datenblätter aus der
> Mode gekommen.
Klar, ohne garantierte Eigenschaften, kann man verkaufen, was man will. ;-)
Aber bezogen auf die SSDs spielen die definitiv ganz vorne mit. Ich
würde gar sagen, jenseits von echten Server-SSDs das Beste, was man
derzeit kriegen kann.
Selbst deren Consumer-Class kann man problemlos in einen kleinen Server
stecken. Die c't hat die Dinger bei Tests nicht einmal mit
Dauerschreiben bis Redaktionsschluss kurz gekriegt. Erst bis zur
nächsten Ausgabe war sie dann hin - bei einem großen Vielfachen der
vorgesehenen Schreibleistung.
Aber das beruhigende: selbst die Billigdinger von Micron/Cruial haben,
nachdem die vorgesehene Endurance aufgebraucht war, nochmal doppelt so
lange gehalten. Eine davon teste ich gerade im Server. Die ersten 12500
Stunden hat sie schon weg.
Marcel