die diskussion Autocad2000 vs. Nemetschek war ja interessant. ein aspekt
darin besonders: ist vectorworks ein ausgereiftes, mächtiges programm
das eine alternative zum autocad sein könnte?
liebe grüsse, armin
Nein, ganz einfach weil VectorWorks als geschlossenes homogenes System
für Architektur et al entwickelt wurde, AutoCAD aber ein offenes
heterogenes System ohne branchenspezifische Ausrichtung ist. Du willst
hier Äpfel mit Glühbirnen vergleichen.
Falls Du also eigentlich fragen willst, ob VectorWorks für den Einsatz
in der Architektur besser geeignet ist als AutoCAD, dann ist die Antwort
ein ganz klares: Jein. Du kannst mit AutoCAD Dinge machen, an die kannst
Du bei VectorWorks noch nicht mal denken. Dafür kannst Du mit
VectorWorks sehr viel einfacher Gebäude planen als mit AutoCAD pur. Und
auch beim Vergleich zwischen VectorWorks und AutoCAD+Architekturaufsatz
hast Du Dich vermutlich schneller in VectorWorks eingearbeitet. Dafür
fehlt Dir dann wiederum bei VectorWorks der für AutoCAD überall
verfügbare Support, die überall verfügbaren Schulungsmöglichkeiten, die
große Zahl von Applikationen uswusf.
Ich weiß, ich wiederhole mich, aber die Vorteile eines offenenen, nach
den Vorstellungen des Anwenders beliebig konfigurierbaren und
ausbaubaren heterogenen Systems überwiegen IMHO immer und ausnahmslos
gegen geschlossene homogene Systeme. Es muß ja nicht AutoCAD sein, es
darf ruhig auch IntelliCAD sein, Microstation, MegaCAD usw ...
Tom Berger
--
ArchTools: Architektur-Werkzeuge für AutoCAD (TM)
ArchDIM - architekturgerechte Bemaßung und Höhenkoten
ArchAREA - Flächenermittlung und Raumbuch nach DIN 277
Info und Demo unter http://www.archtools.de
Stimmt nicht ganz, da es auch für VectorWorks branchenspezifische
Aufsätze gibt (Maschinenbau, Möbelbau, Holzrahmenbau, Bühnenbau,
Landschaftsplanung, Städtebau, Messebau )
>
>Falls Du also eigentlich fragen willst, ob VectorWorks fŸr den Einsatz
>in der Architektur besser geeignet ist als AutoCAD, dann ist die
>Antwort
>ein ganz klares: Jein. Du kannst mit AutoCAD Dinge machen, an die
>kannst
>Du bei VectorWorks noch nicht mal denken.
Welche denn ? Jetzt mal bitte ganz genau und ausführlich !
DafŸr kannst Du mit
>VectorWorks sehr viel einfacher GebS<caron>ude planen als mit AutoCAD
pur.
>Und
>auch beim Vergleich zwischen VectorWorks und
>AutoCAD+Architekturaufsatz
>hast Du Dich vermutlich schneller in VectorWorks eingearbeitet.
Mit Bestimmtheit !
DafŸr
>fehlt Dir dann wiederum bei VectorWorks der fŸr AutoCAD Ÿberall
>verfŸgbare Support, die Ÿberall verfŸgbaren
Schulungsms<caron>glichkeiten,
Bitte ? Was ist damit gemeint ? Das VectorWorks angeblich keine DWG
lesen kann, oder es angeblich keinen technischen support gibt ?
>die
>gro§e Zahl von Applikationen uswusf.
Das stimmt .
>
>Ich wei§, ich wiederhole mich, aber die Vorteile eines offenenen, nach
>den Vorstellungen des Anwenders beliebig konfigurierbaren und
>ausbaubaren heterogenen Systems Ÿberwiegen IMHO immer und ausnahmslos
>gegen geschlossene homogene Systeme.
Was bedeutet denn nun konkret "offenes System" ?
Michael
Es mu§ ja nicht AutoCAD sein, es
>darf ruhig auch IntelliCAD sein, Microstation, MegaCAD usw ...
>
>Tom Berger
>
>--
>ArchTools: Architektur-Werkzeuge fŸr AutoCAD (TM)
> ArchDIM - architekturgerechte Bema§ung und
Hs<caron>henkoten
> ArchAREA - FlS<caron>chenermittlung und Raumbuch nach DIN
Für Maschinenbau? Alles andere hat ja mehr oder weniger weitgehend mit
Architektur und/oder Bauen zu tun. Das Minicad bzw VectorWorks, das ich
kenne, kommt schon von Haus aus mit bauspezifischen Funktionen, die
würde ein Maschinenbauer sich nie im Leben antun.
> >Du bei VectorWorks noch nicht mal denken.
>
> Welche denn ? Jetzt mal bitte ganz genau und ausführlich !
Wie wär's mit freier Programmierung von was immer Dir auch einfällt (wie
wär's für den Anfang mit der Konstruktion eines kleinen hyperbolischen
Paraboloids - sowas ist ja heute in der Archtiektur nicht mehr ganz
ungewöhnlich), beliebig freier Programmanpassung, mit
Volumenmodellierung, NURBS-Import z.B. von Rhino3D, freier Auswahl von
zig Renderern, zig Branchenapplikationen, ...
> DafŸr
> >fehlt Dir dann wiederum bei VectorWorks der fŸr AutoCAD Ÿberall
> >verfŸgbare Support, die Ÿberall verfŸgbaren
> Schulungsms<caron>glichkeiten,
>
> Bitte ? Was ist damit gemeint ? Das VectorWorks angeblich keine DWG
> lesen kann, oder es angeblich keinen technischen support gibt ?
Unsinn. Lies nochmals, was ich geschrieben habe: "überall" verfügbarer
Support. Du findest im kleinsten Kaff jemanden, der bei Dir im Büro
persönlich vorbeikommt, und Dir Dein AutoCAD System nach Deinen
Anforderungen einrichten kann. Für'n Appel und'n Ei! Genauso die
Schulung, oder die individuelle Programmierung Deiner individuellen
Aufgabenlösungen.
> Was bedeutet denn nun konkret "offenes System" ?
An ein offenes System kann jeder, der will, anklinken, was er will. Der
Nachteil ist natürlich eine gewisse Heterogenität, der Vorteil dagegen
ist halt die gewisse Heterogenität :-) Ein geschlossenes System wie
ArchiCAD, Allplan, oder eben auch VectorWorks erlaubt da sehr viel
weniger. Der Hersteller sorgt selbst dafür, daß die nötigsten Funktionen
im System enthalten sind, aber Du mußt halt mit dem Vorlieb nehmen, was
der Hersteller Dir mitgibt. Bei einem offenen System hast Du dagegen die
freie Auswahl ...
Leider sind offene Systeme inzwischen ziemlich am Ende. Autodesk selbst
hat durch die Branchenapplikationen ADT, MDT usw das Ende des offenen
AutoCAD eingeläutet (die vollständig "geschlossenen" Nachfolger Inventor
und Revit stehen schon bereit), Microstation dümpelt kläglicher vor sich
hin als je zuvor, MegaCAD war ohnehin noch nie eine richtige Alternative
... Die Hersteller haben halt bemerkt, daß es lohnender ist, die
Kontrolle über die ganzen Zusatzapplikationen selbst in der Hand zu
halten.
Tom Berger
PS - überprüfe mal die in Deinem Newsreader eingestellte
Zeichencodierung, da ist was verbogen. Außerdem solltest Du das Plenken
abstellen.
--
ArchTools: Architektur-Werkzeuge für AutoCAD (TM)
ArchDIM - architekturgerechte Bemaßung und Höhenkoten
ArchAREA - Flächenermittlung und Raumbuch nach DIN 277
Ich dachte ArchiCAD sei auch relativ offen mit seiner Möglichlkeit
GDL-"Makros" zu implementieren?
> Leider sind offene Systeme inzwischen ziemlich am Ende. Autodesk selbst
> hat durch die Branchenapplikationen ADT, MDT usw das Ende des offenen
> AutoCAD eingeläutet (die vollständig "geschlossenen" Nachfolger Inventor
> und Revit stehen schon bereit),
Glaubst Du wirklich, daß diese "Komplettpakette" eines Tages reine
"Zeichen/Konstruktions-Proggis" ablösen werden?
Ich hab's ein bisschen schwer, mir vorzustellen, daß das Publikum da
mitzieht. Diverse Arch-Büros z.B. haben doch schon reine "Free-Form-Modeler"
in ihre Palette aufgenommen, eben um nicht dem Diktat der "Fertig-Lösungen"
zu unterliegen, weil jeder doch wohl gemerkt hat, daß - so groß die
Möglichkeiten, das Verbessern des "Workflows" auch sein mögen, die diese
Pakete mit sich bringen - so engen sie doch auch ein. Persönlich war ich mal
der Ansicht, daß es doch ein Programm geben müsse, das die Vorzüge der
Fertigpakete mit den Freiheiten eines Auto/IntelliCAD verbindet. Da das
bisher aber imho nicht gegeben ist - und wir davon wahrscheinlich auch noch
weit entfernt sind - finde ich, daß jedes Programm für seine Spezialität
eingesetzt werden sollte.
Naja - aber das ist glaub ich in ähnlicher Form schon gesagt worden.
Wollen'mer mal die Suppe nicht n-mal aufwärmen.
Bonsoir, Mesdames, Mesdemoiselles, Messieurs
Alexander
> Ich dachte ArchiCAD sei auch relativ offen mit seiner Möglichlkeit
> GDL-"Makros" zu implementieren?
Das Zauberwort hast Du selbst gebraucht: "relativ". AutoCAD kannst Du
offiziell in C++, LISP und VB(A) programmieren, inoffiziell geht
prinzipiell alles. Und damit steht Dir natürlich auch die komplette
Systemprogrammierung offen.
> Glaubst Du wirklich, daß diese "Komplettpakette" eines Tages reine
> "Zeichen/Konstruktions-Proggis" ablösen werden?
Ein Irrtum, dem viele immer erliegen: AutoCAD LT ist ein reines
"Zeichen/Konstruktions-Proggi", AutoCAD oder Microstation aber sind das,
was Programierer daraus machen. Das erste kommerzielle objektorientierte
CAD beispielsweise gab's für AutoCAD.
> Ich hab's ein bisschen schwer, mir vorzustellen, daß das Publikum da
> mitzieht.
Das sollte aber nicht sehr schwer sein, denn der Trend ist schon seit
Jahren absolut klar und deutlich sichtbar.
> Diverse Arch-Büros z.B. haben doch schon reine "Free-Form-Modeler"
> in ihre Palette aufgenommen, eben um nicht dem Diktat der "Fertig-Lösungen"
> zu unterliegen,
Naja, v.a. wohl eher, weil kein einziges Komplettpaket über solche
Möglichkeiten verfügt. Dummerweise haben aber bisher auch die großen wie
Nemetschek usw es versäumt, das durch die Börsengänge hereingekommene
Kapital in solche sinnvollen Entwicklungen zu stecken. Statt dessen
haben sie ihr Geld in sinnlose und überteuerte Firmenaufkäufe
investiert, mit denen sie sich einen Kundenstamm zusammenkaufen wollten.
> Pakete mit sich bringen - so engen sie doch auch ein. Persönlich war ich mal
> der Ansicht, daß es doch ein Programm geben müsse, das die Vorzüge der
> Fertigpakete mit den Freiheiten eines Auto/IntelliCAD verbindet.
Naja, ArchiCAD hat m.E. da bisher die besten Chancen, die haben sich
nicht so verzettelt wie die pleitegangene MB Software oder wie
Nemetschek, die haben sich zu Standards bekannt (IFC, Step), und die
müßten halt jetzt noch ihr ArchiCAD offen programmierbar machen. Um die
Klippe, daß sie halt ein Bausoftwarehaus sind, kommen sie aber nicht so
leicht herum - und in offenen Systemen profitiert ein Architekt nicht
selten eben auch von den Funktionen, die für Maschinenbauer geschrieben
wird.
Tom Berger
Du hast letztens geschrieben:
> Wie wär's mit freier Programmierung von was immer Dir auch einfällt
> (wie wär's für den Anfang mit der Konstruktion eines kleinen
> hyperbolischen Paraboloids - sowas ist ja heute in der Archtiektur
> nicht mehr ganz ungewöhnlich), beliebig freier Programmanpassung,
> mit Volumenmodellierung, NURBS-Import z.B. von Rhino3D, freier
> Auswahl von zig Renderern, zig Branchenapplikationen, ...
Seien wir mal ehrlich: welches Architekturbüro nutzt denn tatsächlich
diese Erweiterbarkeit? Man ist doch schon froh das spröde Acad
überhaupt in den Griff zu bekommen. Es werden fast nur fertige
Architekturaplikationen verwendet und selbst die sind inzwischen nach
und nach am Aussterben, weil immer mehr auf Speziallösungen setzen,
die leichter zu bedienen sind. Acad haben nur die Architekten, denen
man eingeredet hat, daß man unbedingt kompatibel sein muß (zu was
auch immer) und das sind nicht wenige, zugegeben.
Ich habe selbst in einem Büro gearbeitet wo parallel Acad und Nem
gelaufen sind. Mit Nem (kannst da auch ArchiCAD oder Vektor Works
einsetzen oder sonstwas), gingen sämtliche Sachen entschieden
schneller. Die wenigen Spezialfälle wo Allplans Zeichenkünste nicht
ausreichen kann man da vernachläßigen. Autocad LT wurde dort nur
wegen des niedrigeren Preises eingesetzt und weils man beliebig oft
installieren konnte (in Österreich ist diese Vorgehen inzwischen
legalisiert worden).
Allerdings bin ich auch der Meinung, daß solch überfrachtete Monster
wie Allplan und ArchiCAD nur die wenigsten Architekten wirklich
brauchen. So wie es aussieht hats Nemetschek kapiert und bieten nun
Allplan LT an. Bin gespannt wann die anderen nachziehen.
Acad mag zwar flexibel ohne Ende sein, aber leider für den Preis
einer schweren Benutzbarkeit für Nichttechniker. Offene Systeme haben
zumindest im Architekturbereich nur die wenigsten wirklich zu nutzen
vermocht.
Alice
On Thu, 30 May 2002 23:58:42 +0200, alice <al...@allgaeu.org> wrote:
>
>Ich habe selbst in einem Büro gearbeitet wo parallel Acad und Nem
>gelaufen sind. Mit Nem (kannst da auch ArchiCAD oder Vektor Works
>einsetzen oder sonstwas), gingen sämtliche Sachen entschieden
>schneller. Die wenigen Spezialfälle wo Allplans Zeichenkünste nicht
>ausreichen kann man da vernachläßigen. Autocad LT wurde dort nur
>wegen des niedrigeren Preises eingesetzt und weils man beliebig oft
>installieren konnte (in Österreich ist diese Vorgehen inzwischen
>legalisiert worden).
Dazu sollte allerdings beachtet werden, daß Nemetschek sein Allplan
derzeit umstrickt zu einer Aplikation auf der Basis von AutoCAD,
alldieweil man auch dort erkannt hat, daß Insellösungen bisweilen doch
recht einsam machen können - soll heißen nicht wirklich
zukunftsorientiert sind :-)
>Allerdings bin ich auch der Meinung, daß solch überfrachtete Monster
>wie Allplan und ArchiCAD nur die wenigsten Architekten wirklich
>brauchen. So wie es aussieht hats Nemetschek kapiert und bieten nun
>Allplan LT an. Bin gespannt wann die anderen nachziehen.
Das ist eben einer der Schritte Richtung "Acad-Standard".
>Acad mag zwar flexibel ohne Ende sein, aber leider für den Preis
>einer schweren Benutzbarkeit für Nichttechniker. Offene Systeme haben
>zumindest im Architekturbereich nur die wenigsten wirklich zu nutzen
>vermocht.
>
Mal ehrlich Alice - nimm doch mal das aktuelle Allplan und daneben
Palladio von AcadGraph, auf der Basis AutoCAD - wo sind denn da nun
die Unterschiede? Die, die vielleicht noch da sind werden derzeit
ausgemerzt, da beide ja nun im Grunde genommen aus dem gleichen Hause
sind. Man ist sich dort aber sehr einig, daß Palladio die zukünftige
Entwicklung für Allplan bestimmen wird und ein eigenständiges Allplan
derweil keine Zukunft hat. Kann man gut finden oder doof, daß ist
derzeit jedenfalls die Richtung und ich denke mal, daß grundsätzlich
gegen einen gemeinsamen Standard auch nicht viel spricht - muß
Autodesk nur noch mal seine Lizenzpolitik kräftig überarbeiten (aber
das ist ja 'nen anderes Thema ;-))
Gruß von der Elbe
Klaus
Viele.
> Es werden fast nur fertige
> Architekturaplikationen verwendet
Nein. In den USA verwenden 90% der Architekten keinen speziellen
Architekturaufsatz auf AutoCAD, in DE sind es etwa die Hälfte. Dieser
interessante Unterschied der Märkte hat Autodesk sehr lange bewogen,
anders als in den USA keinen eigenen Architekturaufsatz anzubieten.
> und selbst die sind inzwischen nach
> und nach am Aussterben, weil immer mehr auf Speziallösungen setzen,
Nein, die Aufsätze sind in DE alleine durch ADT gekillt worden. Es hat
hier sowieso viel zu viele solcher Programme gegeben, und allesamt waren
sie extrem überteuert (ein lausiges Programm wie Acadgraph Bitmap
kostete alleine etwa 10 bis 15 TDM). Nachdem Autodesk sein ADT
herausgebracht hat, wollten die Anwender erstans natürlich sowieso das
"Original" haben, und zweitens wollten sie nicht mehr Geld ausgeben, als
Autodesk für sein ADT verlangt hat. Da waren die Anbieter teurer
Programme ganz. ganz schnell weg vom Markt.
> die leichter zu bedienen sind. Acad haben nur die Architekten, denen
> man eingeredet hat, daß man unbedingt kompatibel sein muß (zu was
> auch immer) und das sind nicht wenige, zugegeben.
Nein. Aber warum ich offene Systeme wie AutoCAD trotz der miesen
Firmenpolitik bevorzuge, habe ich schon oft geschrieben.
> Ich habe selbst in einem Büro gearbeitet wo parallel Acad und Nem
> gelaufen sind. Mit Nem (kannst da auch ArchiCAD oder Vektor Works
> einsetzen oder sonstwas), gingen sämtliche Sachen entschieden
> schneller.
Acad oder Acad+Aufsatz? Da würde ich Deiner Darstellung nämlich
zumindest für einige Applikationen widersprechen. Und Allplan mit
AutoCAD zu vergleichen ist eben Äpfel mit Glühbrinen zu vergleichen.
> Acad mag zwar flexibel ohne Ende sein, aber leider für den Preis
> einer schweren Benutzbarkeit für Nichttechniker. Offene Systeme haben
> zumindest im Architekturbereich nur die wenigsten wirklich zu nutzen
> vermocht.
Und dafür gibt's ja dann Leute wie mich :-)
Tom Berger
[...]
> Dazu sollte allerdings beachtet werden, daß Nemetschek sein Allplan
> derzeit umstrickt zu einer Aplikation auf der Basis von AutoCAD,
> alldieweil man auch dort erkannt hat, daß Insellösungen bisweilen doch
> recht einsam machen können - soll heißen nicht wirklich
> zukunftsorientiert sind :-)
[...]
Verbürgt ?
Gruß Andreas
> Verbürgt ?
Ich muß gestehen, mir kommt das auch sehr unwahrscheinlich vor. Der
Trend der letzten Jahre war ja, daß jede Menge Hersteller von
Architekturapplikationen sich vom AutoCAD Markt zurückgezogen haben.
Grund dafür war sicher v.a., daß Autodesk mit ADT selbst so eine App
anbietet. Und dann steht mit Revit ja schon der Nachfolger von Acad/ADT
aus dem Haus Autodesk bereit.
Tom Berger
Du hast letztens geschrieben:
> Mal ehrlich Alice - nimm doch mal das aktuelle Allplan und daneben
> Palladio von AcadGraph, auf der Basis AutoCAD - wo sind denn da nun
> die Unterschiede? Die, die vielleicht noch da sind werden derzeit
> ausgemerzt, da beide ja nun im Grunde genommen aus dem gleichen
> Hause sind. Man ist sich dort aber sehr einig, daß Palladio die
> zukünftige Entwicklung für Allplan bestimmen wird und ein
> eigenständiges Allplan derweil keine Zukunft hat. Kann man gut
> finden oder doof, daß ist derzeit jedenfalls die Richtung und ich
> denke mal, daß grundsätzlich gegen einen gemeinsamen Standard auch
> nicht viel spricht - muß Autodesk nur noch mal seine Lizenzpolitik
> kräftig überarbeiten (aber das ist ja 'nen anderes Thema ;-))
Wir hatten uns damals auch Gedanken darüber gemacht, wie es mit CAD
weiter gehen sollte, Acad war zu spröde, Allplan zu teuer. So wie ich
den Markt damals mitbekommen habe, schien es eher so, daß Palladio so
langsam zum Sterben verurteilt war. Hat sich die Meinung bei
Nemetschek inzwischen wirklich sooo drastisch geändert? Und nun
sollen sie auch auf Acad aufsetzen wollen, wo Acad auch so langsam
untergeht? Allplan funktioniert auch nur deswegen so gut weils eine
darauf ausgerichtete Struktur hat. Es ist leicht zu bedienen, weils
eben eine eigene darauf ausgelegte Struktur hat. Als Aufsatz zu Acad
währen alle wirklichen Vorteile von Allplan dahin. So logisch klingt
das für mich ein Übergang zu Acad absolut nicht, vor allem weil ein
Übergang nicht möglich ist, da Allplan kein Aufsatz ist, sondern
eigenständig. Sie müßten dann komplett was neues machen. Klingt nicht
sehr glaubwürdig...
Alice
On Fri, 31 May 2002 22:51:23 +0200, alice <al...@allgaeu.org> wrote:
Ich antworte mal lieber euch dreien gemeinsam, ist inhaltlich
letztendlich ja auch identisch :-))
>Wir hatten uns damals auch Gedanken darüber gemacht, wie es mit CAD
>weiter gehen sollte, Acad war zu spröde, Allplan zu teuer. So wie ich
>den Markt damals mitbekommen habe, schien es eher so, daß Palladio so
>langsam zum Sterben verurteilt war. Hat sich die Meinung bei
>Nemetschek inzwischen wirklich sooo drastisch geändert?
Anscheinend ja, gerade Tom weiß ja um die Vorteile einer offenen CAD
wie eben AutoCAD. Ich denke schon, daß ein Applikationsentwickler da
wesentlich flexibler auf den Markt reagieren kann, als der Anbieter
einer Einzellösung.
>Und nun
>sollen sie auch auf Acad aufsetzen wollen, wo Acad auch so langsam
>untergeht?
Das hat ja im Grunde nicht so viel mit dem Produkt zu tun, sondern
vielmehr mit dieser desaströsen Firmenpolitik von Autodesk -
vielleicht merken die das ja noch, ansonsten gebe auch ich ihnen wenig
Chancen.
>Allplan funktioniert auch nur deswegen so gut weils eine
>darauf ausgerichtete Struktur hat. Es ist leicht zu bedienen, weils
>eben eine eigene darauf ausgelegte Struktur hat. Als Aufsatz zu Acad
>währen alle wirklichen Vorteile von Allplan dahin. So logisch klingt
>das für mich ein Übergang zu Acad absolut nicht, vor allem weil ein
>Übergang nicht möglich ist, da Allplan kein Aufsatz ist, sondern
>eigenständig. Sie müßten dann komplett was neues machen.
Das allerdings würde schon grundsätzlich Sinn machen, weil dann das
Ergebnis sicherlich sehr viel schlanker und flotter wäre - bei einer
kompletten Neuentwicklung fliegt immer auch sehr viel Ballast von Bord
- siehe hierzu als Beispiel den Übergang von 3D-Studio R4 und
3D-Studio MAX - Max wurde seit R2 parallel entwickelt und das Ergebnis
war seiner Vorgängerversion in allen Belangen weit weit überlegen -
oder schau Dir doch im Vergleich mal AutoCAD und IntelliCAD an ist
allein von der Programmgröße her doch ein deutlicher Unterschied -
oder zig andere Beispiele - eigentlich sollte das turnusmäßig zur
Pflicht für Softwarehersteller werden ;-)
>Klingt nicht
>sehr glaubwürdig...
Klingt sicher so, wie Du sagst Alice, ist derzeit wohl auch noch
absolut nichts Offizielles. Trotzdem ist's so, daß derzeit bei Nem
daran gearbeitet wird - ob's denn irgendwann auch ein marktfähiges
Produkt wird, sei dahingestellt, es wird jedenfalls in der Richtung
wohl entwickelt.
Dies sollen jetzt keine Gerüchteköchelei sein, sondern sind konkrete
Infos, die ich direkt von Nem-Leuten erfahren habe und die ich dieser
Diskussion hier nicht unbedingt vorenthalten wollte :-) Wäre für
einige Anwender immerhin eine recht einschneidende Veränderung.
Gruß aus Hamburg
Klaus
> Dies sollen jetzt keine Gerüchteköchelei sein, sondern sind konkrete
> Infos, die ich direkt von Nem-Leuten erfahren habe und die ich dieser
> Diskussion hier nicht unbedingt vorenthalten wollte :-) Wäre für
> einige Anwender immerhin eine recht einschneidende Veränderung.
AutoCAD ist nicht nur wg der Firmenpolitik von Adesk am Ende, sondern
weil das Programm aufgrund seiner inneren Datenstruktur usw deutlich
überaltert ist. Um gegen ADT konkurrieren zu können, dürfte Nemetschek
seine Acad-Applikation kaum teurer als für etwa 500 bis 700 Euro
anbieten. Bei diesen Preisen müßte Nemetschek befürchten, den Markt für
seine bisherigen Umsatzbringer komplett zu kannibalisieren. Nemetschek
hat in den USA übrigens schon mal versucht, ein
Lowcost-AutoCAD-basiertes-CAAD zu vermarkten, und damit sind sie
kläglichst gescheitert. Das Programm war sehr stark modular, die
einzelnen Module kosteten jeweils 99 US$.
Ich vermute sehr stark, daß es sich bei der AutoCVAD-basierten
Allplan-Version doch um ein Gerücht mit einem kleinen wahren Kern
handelt. Nemetschek hat in den letzten 3 Jahren ziemlich viele Firmen
aufgekauft, die auch AutoCAD-basierte CAAD Programme verkaufen (schon
aus diesem Grund wäre es überaus blöde von Nemetschek, wenn sie da
zusätzlich zu den Aufkäufen noch mal was völlig Neues entwickeln
würden). Bei den Aufkäufen war Nemetschek kaum an den Programmen oder an
Softwaretechnologie interessiert, sondern wollte sich einen breiten
Kundenstamm zusammenkaufen. Man hat nun wohl bemerkt, daß die
zugekauften Kunden weniger flexibel sind, als man zunächst angenommen
hatte. Man bringt einen AcadGraph Anwender nicht einfach zum Kauf von
Allplan Updates, sondern man muß ihn langsam dort hin führen. Meine
Vermutung ist, daß dies die Grundlage des Gerüchts ist: Nemetschek wird
eine AcadGraph Palladio Version herausbringen, die schon mehr oder
weniger kompatibel ist zu Allplan.
Tom Berger
On Mon, 03 Jun 2002 11:56:04 +0200, Tom Berger <ber...@archtools.de>
wrote:
>
>AutoCAD ist nicht nur wg der Firmenpolitik von Adesk am Ende, sondern
>weil das Programm aufgrund seiner inneren Datenstruktur usw deutlich
>überaltert ist.
Jau, das kommt sicherlich hinzu, wenngleich der durchschnittliche
Anwender sich ersteinmal nicht über diese Programmstruktur ärgern
wird, weil er sie i.d.R. wohl eher nicht wahrnimmt, aber über den
Umgang mit Kunden seitens Autodesk wohl recht bald ;-)
>Um gegen ADT konkurrieren zu können, dürfte Nemetschek
>seine Acad-Applikation kaum teurer als für etwa 500 bis 700 Euro
>anbieten. Bei diesen Preisen müßte Nemetschek befürchten, den Markt für
>seine bisherigen Umsatzbringer komplett zu kannibalisieren.
Vielleicht ist ja die Zeit dieser überteuren Softwaredinosaurier ja
tatsächlich bald vorbei, mich würd's nicht wundern :-)
>Nemetschek hat in den USA übrigens schon mal versucht, ein
>Lowcost-AutoCAD-basiertes-CAAD zu vermarkten, und damit sind sie
>kläglichst gescheitert. Das Programm war sehr stark modular, die
>einzelnen Module kosteten jeweils 99 US$.
Das ist interessant und mir bislang neu :-)
>Ich vermute sehr stark, daß es sich bei der AutoCVAD-basierten
>Allplan-Version doch um ein Gerücht mit einem kleinen wahren Kern
>handelt.
Is' wie gesagt von Nem-Leuten, die ich z.T. schon sehr lange und gut
kenne - wenn ich von da höre, daß derzeit in dieser Richtung
entwickelt wird, so habe ich für mich wenig Grund daran zu zweifeln.
Aber wie gesagt, was dabei letztendlich auf dem Markt landet, oder
ob's die beteiligten Firmen dann überhaupt noch gibt, wer weiß ;-)
>Nemetschek hat in den letzten 3 Jahren ziemlich viele Firmen
>aufgekauft, die auch AutoCAD-basierte CAAD Programme verkaufen (schon
>aus diesem Grund wäre es überaus blöde von Nemetschek, wenn sie da
>zusätzlich zu den Aufkäufen noch mal was völlig Neues entwickeln
>würden).
Jau, das is' wohl war - jedoch haben Aufkäufe ja so manchesmal etwas
vertraktes - scheint am Anfang das Verhältnis noch recht klar, wer da
wen aufkauft, so gibt's doch immer wieder Fälle, wo das nach kurzer
Zeit nicht mehr so wirklich deutlich ist - da wird dann der gekaufte
Teil auf einem Mal zu einer recht lebendigen Kraftquelle innerhalb der
Firma - da kenn ich noch einige Beispiele in der Richtung :-)
>Bei den Aufkäufen war Nemetschek kaum an den Programmen oder an
>Softwaretechnologie interessiert, sondern wollte sich einen breiten
>Kundenstamm zusammenkaufen.
Im Prinzip jein - würd' ich sagen. Es bestand sicherlich ein wirklich
berechtigtes Interesse an Palladio (von Bitmap hat nie jemand geredet
und wird wohl auch nicht mehr passieren - zum Glück ;-))
>Man hat nun wohl bemerkt, daß die
>zugekauften Kunden weniger flexibel sind, als man zunächst angenommen
>hatte. Man bringt einen AcadGraph Anwender nicht einfach zum Kauf von
>Allplan Updates, sondern man muß ihn langsam dort hin führen.
Wenn das bei Nem jemals jemand geglaubt hat, so wäre man dort ja von
Anfang an von falschen Annahmen ausgegangen.
Immerhin hat ja jeder CAD-Anwender für sein Bitmap mal 15.000,- DM
gezahlt und kann damit umgehen - der nächste Schritt wird dann für die
allermeisten sicherlich zu Palladio gehen und nicht zu einem völlig
anderen System.
Vom AcadGraph Geschäftsbereich Norddeutschland weiß ich, daß es hier
im Prinzip keiner gemacht hat - der Kundenstamm ist eher gewachsen.
>Meine
>Vermutung ist, daß dies die Grundlage des Gerüchts ist: Nemetschek wird
>eine AcadGraph Palladio Version herausbringen, die schon mehr oder
>weniger kompatibel ist zu Allplan.
>
Ja, aber vermutlich weil sich mittlerweile Allplan dem Palladio
annähert, so ist das eben manchmal mit den Firmenaufkäufen - verkehrte
Welt (aber irgendwie auch ganz lustig)
Wir haben es überigens ganz anders gemacht - Bitmap ist von unseren
Rechnern verschwunden und seit Acad 2002 wird ohne App und ohne CAAD
gearbeitet und siehe (keiner hat's mir in unserem Büro geglaubt) die
Arbeit wird trotzdem erledigt :-))
Gruß aus Hamburg
Klaus
BTW Gibt's was Neues hinsichtlich Archtools für Intelli? Ich meine ja
nur, ich würde nämlich auch Acad 2002 so langsam gerne rausschmeißen
;-)
> Vielleicht ist ja die Zeit dieser überteuren Softwaredinosaurier ja
> tatsächlich bald vorbei, mich würd's nicht wundern :-)
Ja, aber dann ist gleichzeitig auch die Aera der Dinosaurier-Hersteller
vorbei. Nemetschek ist so sehr an Software für Gebäudeplanung gebunden,
daß es ihnen kaum möglich sein wird, komplett neue Geschäftsfelder zu
erschließen, um damit die bei solchen Preisen drohenden immensen
Umsatzrückgänge auszugleichen.
> Jau, das is' wohl war - jedoch haben Aufkäufe ja so manchesmal etwas
> vertraktes - scheint am Anfang das Verhältnis noch recht klar, wer da
> wen aufkauft, so gibt's doch immer wieder Fälle, wo das nach kurzer
> Zeit nicht mehr so wirklich deutlich ist - da wird dann der gekaufte
> Teil auf einem Mal zu einer recht lebendigen Kraftquelle innerhalb der
> Firma - da kenn ich noch einige Beispiele in der Richtung :-)
Ja, schau einfach noch mal in's Subject :-)
> Im Prinzip jein - würd' ich sagen. Es bestand sicherlich ein wirklich
> berechtigtes Interesse an Palladio (von Bitmap hat nie jemand geredet
> und wird wohl auch nicht mehr passieren - zum Glück ;-))
Das halte ich für ÄUSSERST unwahrscheinlich, daß Nemetschek an der
Software-Technologie von Palladio interessiert war. Da ist nichts 'drin,
was man nicht auch selber genau so schnell stricken könnte, wie man Zeit
aufwenden müßte um, die Technologie ins eigene Produkt zu integrieren.
Und vergiß nicht: zum Zeitpunkt der Übernahme war Palladio nur ein kaum
halbfertiges Produkt (und sehr viel weiter sind sie bis heute auch nicht
gekommen). Als ich 1996 mit meiner Firma noch einen eigenen Stand auf
der ACS hatte, kam der Moelle von AcadGraph (der damalige Firmeninhaber)
zu mir, um mich über meine Objekt-Techologie auszuhorchen. Die hatten
damals ganz offensichtlich die gleichen Probleme wie ich mit dem
Editieren von Wänden.
> Ja, aber vermutlich weil sich mittlerweile Allplan dem Palladio
> annähert, so ist das eben manchmal mit den Firmenaufkäufen - verkehrte
> Welt (aber irgendwie auch ganz lustig)
Palladio war vom Ansatz her das modernere Produkt, es war (ist) eben
weitgehend objektorientiert. Aber objektorientiertes Programmieren ist
heute und war damals kein Geheimnis, dafür braucht man keine Firma zu
kaufen.
> Wir haben es überigens ganz anders gemacht - Bitmap ist von unseren
> Rechnern verschwunden und seit Acad 2002 wird ohne App und ohne CAAD
> gearbeitet und siehe (keiner hat's mir in unserem Büro geglaubt) die
> Arbeit wird trotzdem erledigt :-))
Ja, das Bitmap war wirklich nichts wert. Ich hatte immer die Vermutung,
daß die Anwender einfach nicht wußten, daß viele der in den
Bitmap-Prospekten gefeierten Features ganz elementare AutoCAD-Funktionen
waren. Man konnte eigentlich mit ein wenig Suchen einfache Progrämmchen
für lau oder ein paar billige Shareware-Märker finden, die mindestens
das Gleiche leisteten wie das völlig maßlos überteuerte Bitmap..
> BTW Gibt's was Neues hinsichtlich Archtools für Intelli? Ich meine ja
> nur, ich würde nämlich auch Acad 2002 so langsam gerne rausschmeißen
> ;-)
Nö. Hängt nicht von mir ab. Änderung ist nicht so bald zu erwarten. Im
Moment bastle ich das gute alte ArchDIM um, so daß die Bemaßungen sich
automatisch an veränderte Plotmaßstäbe anpassen (auch der Abstand der
Maßketten zueinander). Damit hab' ich dann erst mal den Sommer über zu
tun.
Gruß
Du hast letztens geschrieben:
> Ja, aber vermutlich weil sich mittlerweile Allplan dem Palladio
> annähert, so ist das eben manchmal mit den Firmenaufkäufen -
> verkehrte Welt (aber irgendwie auch ganz lustig)
Was, um Himmels Willen, soll Palladio haben, was Allplan nicht hat?
Vieleicht das DWG-Format, das nicht alle Features von Allplan
unterstützt? Mittlerweile kann man in Allplan dwg´s einladen, die
ACAD verschmäht. Die Flexibilität selbst mit den dwg´s würde in einem
Acad-Allplan verloren gehen. Kann man in Acad inzwischen auf
Knopfdruck Planschnitte machen? Das war auch so ein KO-Kriterium für
Acad, damals bei der Suche. Wie siehts mit einer leichten
Filterfunktionalität aus, unabhängig der Layerzuordnungen und ohne
Befehlstipperei-Orgien? Bisher sehe ich nur Rückschritte, wenn das
wahr währe was Du erzählst.
> BTW Gibt's was Neues hinsichtlich Archtools für Intelli? Ich meine
> ja nur, ich würde nämlich auch Acad 2002 so langsam gerne
> rausschmeißen ;-)
Ja eben, Tom, was´n nu damit? :-)
Alice
>Ja, schau einfach noch mal in's Subject :-)
>
>> Im Prinzip jein - würd' ich sagen. Es bestand sicherlich ein wirklich
>> berechtigtes Interesse an Palladio (von Bitmap hat nie jemand geredet
>> und wird wohl auch nicht mehr passieren - zum Glück ;-))
>
>Das halte ich für ÄUSSERST unwahrscheinlich, daß Nemetschek an der
>Software-Technologie von Palladio interessiert war. Da ist nichts 'drin,
>was man nicht auch selber genau so schnell stricken könnte, wie man Zeit
>aufwenden müßte um, die Technologie ins eigene Produkt zu integrieren.
Right :-), hinzu kommt aber, daß man im gleichen Abwasch sich auch
noch einen Konkurenten einverleibt hat, obwohl unsere obersten
Wettbewerbshüter Nem im Nachhinein dazu verdonnert haben, den Happen
zumindest teilweise wieder auszuspucken -> AG mußte als eigene Firma
mit eigenen Strukturen weiterexistieren - Synergien konnten kaum mehr
stattfinden, bzw. mußten wieder rückgängig gemacht werden ;-)
>Und vergiß nicht: zum Zeitpunkt der Übernahme war Palladio nur ein kaum
>halbfertiges Produkt (und sehr viel weiter sind sie bis heute auch nicht
>gekommen).
Ein bisserl weiter sind's schon - hab's mir im Frühjahr auf den HCT
angesehen - aber im Grunde bleibt ja eins, viel mehr als ein EFH
möchte ich objektorientiert und dreidimensional nicht werkplanerisch
bearbeiten müssen, vermutlich wird das auch mit Pentium VII - Rechnern
noch so sein ;-)
> Als ich 1996 mit meiner Firma noch einen eigenen Stand auf
>der ACS hatte, kam der Moelle von AcadGraph (der damalige Firmeninhaber)
>zu mir, um mich über meine Objekt-Techologie auszuhorchen. Die hatten
>damals ganz offensichtlich die gleichen Probleme wie ich mit dem
>Editieren von Wänden.
Moelle kenn' ich und ich weiß das sie immer Probleme hatten und auch
immer haben werden - haben ja aber andere auch ;-)
>> Ja, aber vermutlich weil sich mittlerweile Allplan dem Palladio
>> annähert, so ist das eben manchmal mit den Firmenaufkäufen - verkehrte
>> Welt (aber irgendwie auch ganz lustig)
>
>Palladio war vom Ansatz her das modernere Produkt, es war (ist) eben
>weitgehend objektorientiert. Aber objektorientiertes Programmieren ist
>heute und war damals kein Geheimnis, dafür braucht man keine Firma zu
>kaufen.
>
>> Wir haben es überigens ganz anders gemacht - Bitmap ist von unseren
>> Rechnern verschwunden und seit Acad 2002 wird ohne App und ohne CAAD
>> gearbeitet und siehe (keiner hat's mir in unserem Büro geglaubt) die
>> Arbeit wird trotzdem erledigt :-))
>
>Ja, das Bitmap war wirklich nichts wert. Ich hatte immer die Vermutung,
>daß die Anwender einfach nicht wußten, daß viele der in den
>Bitmap-Prospekten gefeierten Features ganz elementare AutoCAD-Funktionen
>waren.
Jau - habe mit der Abschaffung von Bitmap bei uns die Kollegen auch
auf Acad pur "geschult" - häufige Frage: Ja kann AutoCAD das denn
auch?? Antwort: Das kann's nicht nur, sondern das IST AutoCAD! :-)
wirklich lustig manchmal.
>Man konnte eigentlich mit ein wenig Suchen einfache Progrämmchen
>für lau oder ein paar billige Shareware-Märker finden, die mindestens
>das Gleiche leisteten wie das völlig maßlos überteuerte Bitmap..
Heute ist es ja auch nur noch eine optionale Bedienoberfläche unter
Palladio, speziell für die Ewiggestrigen ;-))
>> BTW Gibt's was Neues hinsichtlich Archtools für Intelli? Ich meine ja
>> nur, ich würde nämlich auch Acad 2002 so langsam gerne rausschmeißen
>> ;-)
>
>Nö. Hängt nicht von mir ab. Änderung ist nicht so bald zu erwarten. Im
>Moment bastle ich das gute alte ArchDIM um, so daß die Bemaßungen sich
>automatisch an veränderte Plotmaßstäbe anpassen (auch der Abstand der
>Maßketten zueinander). Damit hab' ich dann erst mal den Sommer über zu
>tun.
>
Schade, aber hier sind wir dann immerhin bei den wirklich
interessanten CAD-Fragen (vielleicht etwas OT) - aber das mit der
Plotmaßstabsabhängigkeit ist eine starke Sache. Kurze Frage: ließe
sich eigentlich nicht auch noch hinsichtlich des Acad-Texteditors
etwas machen in Richtung Silbentrennung etc. (hat sogar AG jetzt bei
Palladio mit drin - das kann also nix kompliziertes sein?)
Gruß aus Hamburg
Klaus
On Mon, 03 Jun 2002 20:54:13 +0200, alice <al...@allgaeu.org> wrote:
>Aloha Klaus Horstmann,
>
>Du hast letztens geschrieben:
>
>> Ja, aber vermutlich weil sich mittlerweile Allplan dem Palladio
>> annähert, so ist das eben manchmal mit den Firmenaufkäufen -
>> verkehrte Welt (aber irgendwie auch ganz lustig)
>
>Was, um Himmels Willen, soll Palladio haben, was Allplan nicht hat?
>Vieleicht das DWG-Format, das nicht alle Features von Allplan
>unterstützt? Mittlerweile kann man in Allplan dwg´s einladen, die
>ACAD verschmäht. Die Flexibilität selbst mit den dwg´s würde in einem
>Acad-Allplan verloren gehen. Kann man in Acad inzwischen auf
>Knopfdruck Planschnitte machen?
Acad kann natürlich keine Schnitte von sich aus generieren, soll's ja
auch nicht ;-) aber Acad mit entsprechender App wie Palladio kann's
latürnich - das tut sich wahrlich nicht mehr viel. Ich zeichne meine
Schnitte überigens lieber selbst :-))
>Das war auch so ein KO-Kriterium für
>Acad, damals bei der Suche. Wie siehts mit einer leichten
>Filterfunktionalität aus, unabhängig der Layerzuordnungen und ohne
>Befehlstipperei-Orgien? Bisher sehe ich nur Rückschritte, wenn das
>wahr währe was Du erzählst.
Der "Rückschritt" zu Acad pur / Intellicad wird von mir mittlerweile
als wahrer Schritt nach vorn empfunden :-)) habe mich viel zu lange
mit AcadGraph und der ganzen CAAD-Kiste rumgequält :-( ich glaub' ich
werd's mir mal wieder in einigen Jahren anschauen und sehen, ob's dann
was taugt und bezahlbar ist ;-)
>> BTW Gibt's was Neues hinsichtlich Archtools für Intelli? Ich meine
>> ja nur, ich würde nämlich auch Acad 2002 so langsam gerne
>> rausschmeißen ;-)
>
>Ja eben, Tom, was´n nu damit? :-)
>
Hey Alice, wollen wir nicht mal eine Intellicad-Whishlist aufbauen,
die wir regelmäßig erweitern und Tom so zwei- drei Mal die Woche
zuschicken? ;-)
Gruß
Klaus
> Kurze Frage: ließe
> sich eigentlich nicht auch noch hinsichtlich des Acad-Texteditors
> etwas machen in Richtung Silbentrennung etc. (hat sogar AG jetzt bei
> Palladio mit drin - das kann also nix kompliziertes sein?)
Man kann Programmbibliotheken kaufen, die so was erledigen. Das ist
allerdings erstens nicht mein Gebiet, zweitens wäre es mir zu teuer.
Du hast letztens geschrieben:
> Acad kann natürlich keine Schnitte von sich aus generieren, soll's
> ja auch nicht ;-) aber Acad mit entsprechender App wie Palladio
> kann's latürnich - das tut sich wahrlich nicht mehr viel. Ich
> zeichne meine Schnitte überigens lieber selbst :-))
Damit meine ich keine Schnitte durch Gebäude sondern ausgeschnittene
Pläne. Beispiel: ich will jemanden einen Plan per dwg oder dxf
zusenden. Die Zeichnung ist ein riesen Einkaufszentrum und ich will
jemandem nur einen Bauabschnitt zuschicken, weil die anderen
Bauabschnitte haben denjenigen nix zu interessieren. In Allplan geht
man ins Planmodul (ACAD: Papierbereich) und exportiert den Plan,
alles was über das Blattrand hinausgeht wird rigoros am Blattrand
abgeschnitten.
Bei Acad wird prinzipiell alles exportiert, incl. der eingefrorenen
Layer (die bei Allplan nicht exportiert werden, wenn man es nicht
will). Alles was über das Blatt hinaus geht muß man selbst mühevoll
löschen (vorher natürlich unter neuem Namen abspeichern :-) ).
Ey Tom, das währe eine Idee für Deine Tools ;-)
Solche Beispiele gibts viele, die man als Acad-User aber nur
versteht, wenn man länger mit anderen Programmen gearbeitet hat
(ähnlich einem Win-User den Unterschied zwischen Dos-Eingabe und
Unix-Shell zu erklären, geht fast nicht ;-) ). Wenn das System (acad)
es nicht kann, dann können solche Sachen auch Aufsätze meist nicht.
Auf die Filterfunktionalität bist Du garnicht eingegangen. Geht das
nun einfach und flexibel oder nicht? Die Filter habe ich in Allplan
zur Auswahl z.B. recht oft und gern benutzt, weils einfach easy ging
(wenn man umfangreiche Änderungen machen muß, will man das nicht mehr
missen).
> Der "Rückschritt" zu Acad pur / Intellicad wird von mir mittlerweile
> als wahrer Schritt nach vorn empfunden :-))
Das ist für mich kein Argument Allplan durch Palladio zu ersetzen. Du
hast zwar damit im Prinzip recht, aber das erklärt nicht den Umstieg
der Nem-eigenen Engine zu Acad für Allplan (darum ging es nämlich).
Alice
On Tue, 04 Jun 2002 22:37:26 +0200, alice <al...@allgaeu.org> wrote:
>
>Damit meine ich keine Schnitte durch Gebäude sondern ausgeschnittene
>Pläne. Beispiel: ich will jemanden einen Plan per dwg oder dxf
>zusenden. Die Zeichnung ist ein riesen Einkaufszentrum und ich will
>jemandem nur einen Bauabschnitt zuschicken, weil die anderen
>Bauabschnitte haben denjenigen nix zu interessieren. In Allplan geht
>man ins Planmodul (ACAD: Papierbereich) und exportiert den Plan,
>alles was über das Blattrand hinausgeht wird rigoros am Blattrand
>abgeschnitten.
Ooops - da habe ich dich aber gründlich mißverstanden - sorry :-)
>Bei Acad wird prinzipiell alles exportiert, incl. der eingefrorenen
>Layer (die bei Allplan nicht exportiert werden, wenn man es nicht
>will). Alles was über das Blatt hinaus geht muß man selbst mühevoll
>löschen (vorher natürlich unter neuem Namen abspeichern :-) ).
Da hast Du recht, da könnte Acad tatsächlich mehr bieten - wir halten
es i.d.R. so, daß zu versendende Pläne z.B. an Fachplaner der guten
Ordnung halber eh in ein spezielles Ausgangsverzeichnis abgespeichert
werden, dies machen wir dann eben über Wblock, damit ist das meiste
Gerumpel, was den Empfänger nix angeht eh raus - und schnell geht's
auch.
>Ey Tom, das währe eine Idee für Deine Tools ;-)
Ja genau :-)) wir sollten das mit der Wunschliste wirklich mal machen
;-)
>Solche Beispiele gibts viele, die man als Acad-User aber nur
>versteht, wenn man länger mit anderen Programmen gearbeitet hat
>(ähnlich einem Win-User den Unterschied zwischen Dos-Eingabe und
>Unix-Shell zu erklären, geht fast nicht ;-) ).
Oder (mal wieder typisch ich dies Beispiel ;-)) mit 3D-Max (is' ja
auch Autodesk) da könnte Autodesk mal von einem eigenen Produkt lernen
wie man allein den Bedienkomfort deutlich verbessern könnte. Bei
anderen Proggis, da hast Du sicher recht, findet man dann entsprechend
noch mehr Anregungen :-)
>Wenn das System (acad)
>es nicht kann, dann können solche Sachen auch Aufsätze meist nicht.
Meist nicht - aber gerade mit dem aktuellen Palladio hat sich AG doch
recht viel Mühe gegeben - aber wie gesagt, ich bin halt derzeit nicht
so der Freund dieser "großen" Lösungen.
>Auf die Filterfunktionalität bist Du garnicht eingegangen. Geht das
>nun einfach und flexibel oder nicht? Die Filter habe ich in Allplan
>zur Auswahl z.B. recht oft und gern benutzt, weils einfach easy ging
>(wenn man umfangreiche Änderungen machen muß, will man das nicht mehr
>missen).
Nochmal 'tschuldigung - mir fehlt hier zwar der direkte Vergleich
zwischen Acad-Systemen und Allplan, aber die Filter in Acad sind
durchaus sehr gut einsetzbar - notwendig ist's in der täglichen Arbeit
für uns kaum, da wir i.d.R. die Struktur der Pläne vorgeben und alle
anderen Beteiligten dies zu übernehmen haben - Ausnahme war bis
letztes Jahr nur Hochtief, die mit ihrem seltsamen Eigengewächs
gezeichnet haben - die Pläne die wir bekamen waren komplett in Gelb
und Rot - grauslig sage ich Dir :-( - da mußte dann ersteinmal
heftigst gefiltert und nachgearbeitet werden. Aber mittlerweile haben
die ihr Augustus wohl auch in die Ecke gestellt und sind jetzt mit
Acad unterwegs.
>> Der "Rückschritt" zu Acad pur / Intellicad wird von mir mittlerweile
>> als wahrer Schritt nach vorn empfunden :-))
>
>Das ist für mich kein Argument Allplan durch Palladio zu ersetzen. Du
>hast zwar damit im Prinzip recht, aber das erklärt nicht den Umstieg
>der Nem-eigenen Engine zu Acad für Allplan (darum ging es nämlich).
>
Nee, haste ja Recht, is' es ja auch nicht. Ein Argument für die
Entwicklung eines Allplan als App für Acad kann ich dir natürlich
nicht nennen, es ist halt nur das, was mir meine lieben Bekannten bei
Nemetschek im Umfeld der diesjährigen HCT gesteckt haben - wobei ich
schon so etwas gerüchteweise im vergangenen Jahr aus ganz anderer Ecke
hörte. Und da ich diese Leute recht gut und lange kenne, bin ich davon
überzeugt, daß diese Entwicklung derzeit auch stattfindet. Ob das nun
gut ist oder schlecht, sei mal dahingestellt. Ich bin ganz froh da nur
interessierter Beobachter zu sein und nicht im Zweifelsfall
Betroffener :-)
Viele Grüße von der Elbe
Klaus
> Damit meine ich keine Schnitte durch Gebäude sondern ausgeschnittene
> Pläne. Beispiel: ich will jemanden einen Plan per dwg oder dxf
> zusenden. Die Zeichnung ist ein riesen Einkaufszentrum und ich will
> jemandem nur einen Bauabschnitt zuschicken, weil die anderen
> Bauabschnitte haben denjenigen nix zu interessieren. In Allplan geht
> man ins Planmodul (ACAD: Papierbereich) und exportiert den Plan,
> alles was über das Blattrand hinausgeht wird rigoros am Blattrand
> abgeschnitten.
Das kannst Du in AutoCAD aber auch sehr problemlos machen. Sogar auf
viele verschiedene Arten. Wie wär's z.B. mit einem WMFOUT der von Dir
gewünschten Export-Ausschnitte, und dem WMFIN in einer neuen Zeichnung?
Du hast letztens geschrieben:
> Das kannst Du in AutoCAD aber auch sehr problemlos machen. Sogar auf
> viele verschiedene Arten. Wie wär's z.B. mit einem WMFOUT der von
> Dir gewünschten Export-Ausschnitte, und dem WMFIN in einer neuen
> Zeichnung?
Scheint aber niemand zu wissen. Unsere Austauschpartner haben uns
immer die Megapläne geschickt mit riesen Lageplänen und nem kleinen
Haus irgendwo in der Landschaft :-)
Alice
Na, die hast Du dann aber auch nicht gut erzogen ;-) Oder es war nett
gemeint von denen, schließlich kosten digitale Weltkarten ja i.d.R.
doch recht viel - du bekommst sie da umsonst ;-))
Gruß
Klaus :-)
Du hast letztens geschrieben:
>>Scheint aber niemand zu wissen. Unsere Austauschpartner haben uns
>>immer die Megapläne geschickt mit riesen Lageplänen und nem kleinen
>>Haus irgendwo in der Landschaft :-)
>>
> Na, die hast Du dann aber auch nicht gut erzogen ;-) Oder es war
> nett gemeint von denen, schließlich kosten digitale Weltkarten ja
> i.d.R. doch recht viel - du bekommst sie da umsonst ;-))
Das war damals in Österreich, da kosten Katasterauszüge als DXF-Pläne
die normale Gebür wie Papierpläne auch. Gewonnen ist da nicht viel.
Lustig ist es dann schon, wenn man den kompletten Plan eines
Einkaufszentrum bekommt, wenn es nur um einen kleinen Ladenausbau
geht. Und das vom Konkurenten, dem es garnicht recht ist, weil man
das nächste mal, bei einer Erweiterung in direkter Konkurenz steht,
wenns um den Auftrag geht (in Österreich kannste die Büros an einer
Hand abzählen, die in diesem Segment tatsächlich von Bedeutung sind).
Dann kann man den Plan gleich her nehmen und loslegen :-)
Aber das man Pläne nach Tom´s Methode beschneiden kann, wissen
anscheinend wirklich nicht viele, zumindest nicht die
Architekturbüros. :-)
Alice
> Aber das man Pläne nach Tom´s Methode beschneiden kann, wissen
> anscheinend wirklich nicht viele, zumindest nicht die
> Architekturbüros. :-)
Ich wundere mich auch immer, warum die Leute viel Geld für Updates z.B.
von AutoCAD ausgeben, und dann doch nur so weiter machen wie bisher
auch. Geld für Schulung wird so gut wie nie ausgegeben.
Beispielsweise das GEOMCAL Tool wurde m.W. in AutoCAD R12 eingeführt. Es
erleichtert bestimmte Arten von Konstruktionen außerordentlich, in
vielen komplizierten Fällen kann man auf eine sonst nötige
Hilfskonstruktion komplett verzichten. Ich wette, daß weniger als 10%
der AutoCAD Anwender davon überhaupt je gehört haben, und daß weniger
als 5% das Tool einsetzen. Aufgabe 1 zum Kennenlernen von GEOMCAL: Setze
einen Punkt in 1/3 Entfernung zwischen zwei bekannte Punkte (z.B.
Endpunkte zweier Linien). Aufgabe 2: finde (in 3D) die Durchstoßpunkte
eines Schornsteins durch ein Satteldach.
Du hast letztens geschrieben:
> Ich wundere mich auch immer, warum die Leute viel Geld für Updates
> z.B. von AutoCAD ausgeben, und dann doch nur so weiter machen wie
> bisher auch. Geld für Schulung wird so gut wie nie ausgegeben.
Ich gehe mal davon aus, daß das auf alle CAD´s zutrifft.
> Beispielsweise das GEOMCAL Tool wurde m.W. in AutoCAD R12
> eingeführt. Es erleichtert bestimmte Arten von Konstruktionen
> außerordentlich, in vielen komplizierten Fällen kann man auf eine
> sonst nötige Hilfskonstruktion komplett verzichten. Ich wette, daß
> weniger als 10% der AutoCAD Anwender davon überhaupt je gehört
> haben, und daß weniger als 5% das Tool einsetzen.
Könnte es daran liegen, daß es umständlich ist?
> Aufgabe 2: finde (in 3D) die Durchstoßpunkte eines Schornsteins
> durch ein Satteldach.
Wer zeichnet mit nacktem Acad ein Haus in 3D? Ich nehme mal an, daß
diese Funktion von den Architektur-Aufsätzen verwendet wird?
Alice
Das kann ich nur (bedauernd) bestätigen. Ich habe in etlichen Firmen
gesehen, daß man sich zwar gelegentlich für ein Software_Update
durchringt (wenn auch manchmal etwas genötigt - aber da wären wir wieder
bei einem anderen Thema, das ich hier nicht schon wieder anreißen
möchte). Dann aber sitzen die Leute vor einem sagen wir AutoCAD 2002 und
arbeiten, als hätten sie noch AutoCAD Rel. 12 vor sich. Und wundern
sich, warum das alles so "unproduktiv" ist.
> > Geld für Schulung wird so gut wie nie ausgegeben.
Auch hier kann ich Dir nur Recht geben. Zig-Tausende für die Soft- und
Hardware ausgeben, an den paar Mark für eine qualifizierte Schulung wird
dann aber geknausert. Die Dokumentation liest kaum einer, ein paar neue
Funktionen werden mehr oder weniger zufällig entdeckt, der Rest - siehe
oben. Das schrecklichste aller Argumente, das ich dann zu hören bekomme:
"Das haben wir schon immer so gemacht!" *grrrr*
> Ich gehe mal davon aus, daß das auf alle CAD´s zutrifft.
Gewiß.
> > Beispielsweise das GEOMCAL Tool wurde m.W. in AutoCAD R12
> > eingeführt. Es erleichtert bestimmte Arten von Konstruktionen
> > außerordentlich, in vielen komplizierten Fällen kann man auf eine
> > sonst nötige Hilfskonstruktion komplett verzichten. Ich wette, daß
> > weniger als 10% der AutoCAD Anwender davon überhaupt je gehört
> > haben, und daß weniger als 5% das Tool einsetzen.
>
> Könnte es daran liegen, daß es umständlich ist?
So 'ne schnucklige Oberfläche wie der WINDOW-Rechner wäre zwar denkbar,
aber bedienen können muß man den dann eben auch. GEOMCAL ist nicht
"umständlicher" als AutoCAD insgesamt. Ein bißchen lernen (sich damit
beschäftigen) muß man eben. Damit sind wir wieder beim obigen Thema.
>
> > Aufgabe 2: finde (in 3D) die Durchstoßpunkte eines Schornsteins
> > durch ein Satteldach.
>
> Wer zeichnet mit nacktem Acad ein Haus in 3D? Ich nehme mal an, daß
> diese Funktion von den Architektur-Aufsätzen verwendet wird?
Ohne jetzt für Tom sprechen zu wollen denke ich, daß das Beispiel doch
sicherlich nur verdeutlichen sollte (für alle diejenigen, die den
Rechner gar nicht kennen), was für ein mächtiges Werkzeug ihnen damit
bisher durch die Lappen gegangen ist.
Summa summarum: Wenigstens ein Grundkurs, bei Bedarf auch eine auf die
konkrete Situation zugeschnittene Aufbauschulung täte manchem
(Auto-)CAD-Anwender gut. Dann wäre hier sicherlich nur halb so viel
Traffic - und darum wär's dann aber auch wieder schade ;-))
Au weia, nun bin ich aber völlig vom Thema weg (s. subject).
Schnell tschüß
Jürgen
Nö, da ist absolut nichts umständliches dabei. Man gibt auf Anfrage auf
dem Befehlsprompt statt der Koordinaten die Formeln zur Berechnung an.
Den Cursor kannman mit der "Variablen" CUR abfragen.
Da wollte ich eigentlich auch noch was dazu sagen.
Man kann ja alle möglichen Aufsätze für AutoCAD verwenden und damit dann
auch ein bißchen sowas wie 3D hinkriegen (nicht weniger als bei den
meisten anderen CAAD Programmen übrigens auch). Aber wie immer stößt man
halt schnell an die Grenzen solcher Aufsätze. Da mögen vordefinierte
Bauteile noch ganz gut funktionieren, aber was ist, wenn Du mal 'nen
rustikalen konisch zulaufenden Kamin hast wie F.L.Wright?
Einer der größten Vorteile von AutoCAD ist halt, daß man so ziemlich
alles auch wirklich damit schaffen kann, auch wenn's manchmal vielelicht
etwas ukständlich ist.
Meine AutoCAD Zeiten sind zwar schon ein paar Jahre her, aber ich
habe mich schon damals darueber gewundert, dass die Leute mit den
"umstaendlichen" Programmen vieles doppelt so schnell erledigt haben
wie die mit den "nicht-umstaendlichen".
Ich hatte abe nie Mitleid mit den "Umstaendlichen", die waren
schliesslich selber schuld dran ;-)
Man verzeihe mir das bisschen Zynismus...
Gerhard Reithofer - Techn. EDV Reithofer - Technical software solutions
mailto:gerh...@tech-edv.co.at http://www.tech-edv.co.at
Peierlhang 31b, A-8042 Graz, Austria Phone/Fax number +43-316/405707