Hallo,
On 22.12.2011 15:53, Arno Schuh wrote:
>> /für den Anbieter/ ist FLAC nicht verlustfrei. Wie viel Euro es sind,
>> musst Du ihn aber schon selbst fragen. ;-)
>
> Wie schon zuvor geschrieben, wenn er für MP3 Lizenzgebühren abdrücken
> muss, während flac ja frei ist, wüsste ich nicht, inwiefern ihn das
> teurer käme - vom erhöhten Platzbedarf vielleicht abgesehen. Also rein
> der Preis kann eigentlich kein Argument sein. Da stimme ich dir eher zu,
> bezüglich Ahnungslosigkeit auf Kompressionsverfahren.
Ich meinte eigentlich mehr die $$$ bezüglich der Rechteinhaber.
>> Fairerweise muss man dazu sagen, dass es den Ohren total egal ist, ob
>> die Qualität nun ein /gutes/ MP3, ein besseres MP1 oder irgendwas
>> verlustfreies ist. Bei dem Level nimmt niemand mehr Unterschiede wahr.
>
> Sicher nicht, wenn man nur *ein* Medium zur Auswahl hat, also nicht das
> gleiche Beispiel im Original bzw. einer digitalen Alternative.
> Davon abgesehen gibt es sicher hörbare Unterschiede - je nach Material.
Wenn alle beteiligten Encoder etwas taugen, sollte das bei der Bitrate
Banane sein.
> Als ich mir seinerzeit einen MD-Recorder gekauft habe, überspielte ich
> einmal eine Test-CD via optischem Kabel. Es gab auf dieser CD auch
> Testtöne von 10.000 Hz bis 20.000 Hz. Natürlich hörte man dann bei
> 14.000, 15.000 Hz das nutzsignal nicht mehr. Hörte man auf der CD, war
> schlichtweg nichts mehr zu hören. Auf der MD hörte man natürlich auch
> nicht mehr den Ton, dafür aber jedesmal, wenn der Ton auf der CD lief,
> ein Rauschen.
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die ATRAC Encoder von Sony einige
Jahre gebraucht haben, um zu reifen. Das ist ein schönes Beispiel, wo
der Encoder einen hochfrequenten Ton völlig überbewertet und dabei seine
Arbeit vernachlässigt. Er hätte die hohen Frequenzen ungenauer codieren
sollen, sprich das Rauschen in die höheren Frequenzbänder verschieben.
Natürlich muss man Kompromisse machen, denn junge Menschen schaffen auch
mal 17-18kHz. Allerdings auch nur sehr ungenau, und das ist der Spielraum.
> Dieses Rauschen und ähnliche Artefakte, die wahrscheinlich durch die
> Datenreduktion erzeugt werden, fallen bei unkritischem Material (normale
> POP-Musik etc.) wahrscheinlich nie auf, bei Klassik - und ich höre sehr
> viel Orgelmusik - könnte das schon verfälschend sein.
Normale Musik, auch hochwertig produzierte, enthält üblicherweise keine
großen Energiemengen in kaum hörbaren Spektralbereichen - wozu auch.
Marcel