Am 04.05.20 um 11:20 schrieb Louis Noser:
> Es wäre doch denkbar, dass, je kleiner die Wellenlängen von Strahlung,
> das biologische Gewebe von Lebewesen eher Schaden nimmt.
Im Prinzip ja, aber...
nach den im Mobilfunk genutzten Mikrowellenbändern (Wellenlänge ~10cm)
kommen erst mal noch sehr viele Zehnerpotenzen Luft, dann die harmlose
Infrarotstrahlung (ca. 1-100 Mikrometer) und das ebenfalls noch
unbedenkliche sichtbare Licht (400-800nm), bevor es mit UV-B (<300nm)
und Röntgenstrahlung (<10nm) langsam gefährlich für biologische Systeme
wird.
Entscheidender ist bei diesen niedrigen Frequenzen die Energie, die im
Gewebe ankommt. Und da bringt 5G insofern einen Unterschied, als das die
Basisstationen nicht mehr hoch oben auf Masten montiert werden, sondern
dichter ans Fußvolk heran wandern sollen, etwa an Laternenmasten und an
Hauswände.
Ob das relevant ist, wissen die Götter...
> Handelt es sich bei 5G um kleinere Wellenlängen als der vorherigen
> Generationen?
5G wurde in Deutschland für die Bereiche 2GHz und 3.4 - 3.8GHz
lizenziert. Für LTE werden Frequenzen bei 800MHz, 1.8GHz und 2.6GHz genutzt.
Also kein wesentlicher Unterschied. Trotz dem Werbegetöse handelt es
sich auch nicht wirklich um eine grundlegend neue Technologie, sondern
letztlich nur um Detailverbesserungen an LTE.
Hergen