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Re: Unheimlicher Besuch eines Telekom-Technikers

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hannes wendelfinger

unread,
Jun 11, 2009, 1:37:01 PM6/11/09
to
Chris wrote:
> meiner Eltern und gab an, unseren DSL-Anschluᅵ durchmessen zu mᅵssen.

ist der telco zu soetwas in deutschland berechtigt? hausverweis
aussprechen. eigentuemer des grundstuecks/haus/wohnung?

> _dᅵrfen_. Wie ist nun vorzugehen? Laut Hotline haben wir weiterhin DSL-1000.

dasl 1000er paket enthaelt sog. rueckfallprodukte/bandbreiten. in 1000
sind 768 und 384 enthalten. in 2000 ist 15xx enthalten, ind 6000 ist
3072enthalten.

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Kaweh Jazayeri

unread,
Jun 11, 2009, 1:55:17 PM6/11/09
to
Chris schrieb:
> Moin,
> ich erhielt gerade einen aufgeregten Anruf meiner Eltern.
> Heute Nachmittag erschien plᅵtzlich und ohne Voranmeldung ein Techniker der
> T-Com (ja, der war echt, grosses Tcom-Auto, Mᅵnsteraner Kennzeichen) im Haus

> meiner Eltern und gab an, unseren DSL-Anschluᅵ durchmessen zu mᅵssen.

komisch, sowas sollte von jedem Messplatz der T-Com aus gehen. Vor Ort
mᅵsste da keiner kommen, ausser es gibt eine Stᅵrung und man schaut ob
vielleicht bei den verschiedenen Stellen wie:

HVT, KvZ, APL oder TAE ein Problem gibt, z.B. schlechte /unsaubere
Verkablung.

> Sie lieᅵen in gewᅵhren. Er ging kurz darauf wieder, mit der Aussage, er mᅵsse
> den Anschluss von DSL-1000 auf DSL-Light (384) herunterstellen lassen, da die
> Leitungsqualitᅵt zu schlecht sei. Hallo? Klar, unsere Leitung ist nicht die
> beste, und die Fritzbox bekam da auch nur noch selten einen Sync. Aber seitdem
> ich ein Alcatel-Modem dazwischengeschaltet habe, hᅵlt die Verbindung bombensicher!

DAs ist mehr als komisch, hier wᅵrde ich mal schriftlich bei der T-Home
in Bonn nachfragen ob das die neue Service-Politik ist.

Ich denke Deine Eltern sind nicht mehr die Jᅵngsten und sowas macht man
dann nicht.

> Wie kommt denn die Tcom jetzt dazu, wo doch die Verbindung so stabil ist, diese
> plᅵtzlich begrenzen zu wollen? Er hat angeblich was gefaselt von Problemen mit anderen
> Anschlᅵssen etc., aber, hey, *unser* Anschluᅵ ist doch super-stabil, was soll das
> ganze?

Das kann schon sein, das es Stᅵrungen durch ᅵbersprechen oder andere
Dinge gibt. ;) Vielleicht wird ein T-Mobil Sendemast gestᅵrt oder ein
T-Systems-Kunde.

> Das beste: Meine Nachfrage beim Support/Technik/Vertrieb ergab, dass fᅵr unsere
> Adresse kein "Ticket" vorgelegen hᅵtte, und gar kein Techniker hᅵtte vorbei kommen


> _dᅵrfen_. Wie ist nun vorzugehen? Laut Hotline haben wir weiterhin DSL-1000.

> Das soll auch so bleiben. Also regelmᅵssige Speedchecks. Aber dennoch. Habt ihr
> so etwas schon einmal erlebt?

Kaufmᅵnnisch habt Ihr auch bei 384 ein T-DSL 1000, aber eben als
Rᅵckfallprodukt. Hier wie gesagt schᅵn freundlich aber bestimmend bei
der Konzernzentrale nachfragen.

Nach den letzten ᅵffentlichen Pannen wie Mitarbeiter aushorchen,
Sexleben von Fᅵhrungspositionen durchleuchten und Konten abfragen,
mᅵchte man bestimmt nicht auch noch als Oma-Schreck in den Nachrichten
stehen.

> Thx,
> Chris
>

Gruᅵ

Kaweh Jazayeri

Kaweh Jazayeri

unread,
Jun 11, 2009, 2:00:05 PM6/11/09
to
Chris schrieb:

> Mh.
> Der Techniker hat wohl einen Kasten am Anschluss bei uns im Haus hingestellt, ist
> zur ca. 7km entfernten Vermittlungsstelle gefahren, hat von dort irgendwie durch-
> gemessen (der Kasten hat dann wohl gepiept, oder sollte das zumindest), und meinte
> dann er mᅵsse auf Light herunterstellen, und wir kᅵnnten dies auch nicht beeinflussen.
> Was soll das die Verbindung synct doch dank dem Alcatel-Modem prima!?

Alcatel-Modem? Alcatel hat meines Wissens schon lange keine Modems mehr
gebaut.

Lucent hat noch Modems vertrieben und vertreibt immer noch Modems jetzt
als A-L Firma.

;) Oder sind SpeedTouch gemeint welche frᅵher eine Marke der Alcatel
war, aber schon lange zum Thomson Konzern gehᅵrt.

Wie heiᅵt das Modem denn?

>
>>> _dᅵrfen_. Wie ist nun vorzugehen? Laut Hotline haben wir weiterhin DSL-1000.
>> dasl 1000er paket enthaelt sog. rueckfallprodukte/bandbreiten. in 1000
>> sind 768 und 384 enthalten. in 2000 ist 15xx enthalten, ind 6000 ist
>> 3072enthalten.

> Wie gesagt, es geht darum, dass die Leitung wohl _dauerhaft_ auf DSL-384 (Light)
> zurᅵck gestellt werden soll. Dies gilt es zu vermeiden.
> Kᅵnnte es denn sein, dass mein Alcatel-Modem irgendwelche Stᅵrungen verursacht?
> Oder warum vertreibt die Telekom nur Fritzboxen bzw. Speedports?
> Ich meine, die Verbinung ist mit dem Modem in jedem Fall deutlich besser!

Man kann natᅵrlich je nach Einstellung des DSLAMs diese beeinflussen,
wenn die DSLAMs das zulassen.

Welche Marke von DSLAM wird den bei Dir verwendet?
Haste am SRN und anderen Dingen gespielt am Modem (Stichwort DTM-Tool)?

> Gruss,

Oliver Bartels

unread,
Jun 11, 2009, 2:20:52 PM6/11/09
to
On Thu, 11 Jun 2009 19:55:17 +0200, Kaweh Jazayeri
<Mann...@Arcor-Team.de> wrote:
>DAs ist mehr als komisch, hier w�rde ich mal schriftlich bei der T-Home
>in Bonn nachfragen ob das die neue Service-Politik ist.
>
>Ich denke Deine Eltern sind nicht mehr die J�ngsten und sowas macht man
>dann nicht.

Wohl wahr.

>Das kann schon sein, das es St�rungen durch �bersprechen oder andere
>Dinge gibt. ;) Vielleicht wird ein T-Mobil Sendemast gest�rt oder ein
>T-Systems-Kunde.

Das k�nnte die Sache gut treffen, Vor-Ort-Einsatz mit Messtechnik
riecht nach St�rung von benachbarter E1 auf Kupferbasis oder von
benachbaren 10M EtherConnect.

Gru� Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obar...@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Oliver Bartels

unread,
Jun 11, 2009, 2:16:36 PM6/11/09
to
On 11 Jun 2009 17:50:03 GMT, Chris <m...@privacy.net> wrote:

>hannes wendelfinger <inv...@invalid.invalid> wrote:
>> ist der telco zu soetwas in deutschland berechtigt? hausverweis
>> aussprechen. eigentuemer des grundstuecks/haus/wohnung?

Was nat�rlich in der Sache nicht weiter hilft.
Der DSLAM steht nicht im Haus ...

>Mh.
>Der Techniker hat wohl einen Kasten am Anschluss bei uns im Haus hingestellt, ist
>zur ca. 7km entfernten Vermittlungsstelle gefahren,

Oh je, 7km, ich ahne was.

> hat von dort irgendwie durch-
>gemessen (der Kasten hat dann wohl gepiept, oder sollte das zumindest), und meinte

>dann er m�sse auf Light herunterstellen, und wir k�nnten dies auch nicht beeinflussen.


>Was soll das die Verbindung synct doch dank dem Alcatel-Modem prima!?

Wenn Du das Forum hier etwas n�her betrachtest, dann
wirst Du sehen, dass das �bersprechen zwischen den
Teilnehmeranschlu�leitungen (abgek�rzt TAL) hier regelm��ig
ein Thema ist.

Der Telekom fliegt gerade - langsam, aber sicher - ihr Kupfer-TAL
Netz um die Ohren, �berbeschaltung, zuviel DSL auf zu wenig
und damit zu eng benachbarten Leitungen, weil man keinen
Spielraum mehr f�r freie oder nur analog benutzte Leitungen hat.

F�r die T-echniker ist das wenig lustig, die rangieren
irgendwo einen DSL um und schon zickt wieder ein
anderer.

>Wie gesagt, es geht darum, dass die Leitung wohl _dauerhaft_ auf DSL-384 (Light)

>zur�ck gestellt werden soll. Dies gilt es zu vermeiden.
>K�nnte es denn sein, dass mein Alcatel-Modem irgendwelche St�rungen verursacht?

Das Modem ist sehr hartn�ckig beim Aufrechterhalten der
Verbindung, befindet sich aber innerhalb der zul�ssigen
Grenzen.

Wir verwenden die Teile auch gerne, um wackelige DSL
im Funk-Zuf�hrungsbereich zu stabilisieren.

In einem Fall hatten wir auch schon, dass benachbarte
Kupfer-E1 (in dem Fall eines GSM/UMTS Netzbetreibers)
in die Knie gegangen waren, auch mit Speedtouch,
die Messung hat aber ganz klar ergeben, dass das
Modem nichts unrechtes getan hat.

Da unsere DSL Anschl�sse in dem Fall aber politisch heikel
sind (da h�ngen einige hundert Kunden im B�ndel ebenfalls
per Funk dran, die zu "degradieren" h�tte in der Region und
bei einigen gro�en DTAG-Kunden mit betroffenen
Mitarbeitern und Aussenstellen viel Stress gegeben) und auch
dank ZISP-Geb�hr f�r die Telekom gutes Geld abwerfen, kam
dann kurz vor Weihnachten der "Schnellbautrupp" an und hat
neue Kabel zum Turm eingezogen :-)
( Da wurde in der Tat einiges aufgegraben, da hat sich die
Telekom ausnahmsweise echt nicht lumpen lassen. )

>Oder warum vertreibt die Telekom nur Fritzboxen bzw. Speedports?
>Ich meine, die Verbinung ist mit dem Modem in jedem Fall deutlich besser!

Ja, ist sie.

Du kannst nichts f�r das Problem, es liegt im ADSL Verfahren
(G.992.1 ff.) selber begr�ndet, das macht etwas, was man in
sauber entwickelter Nachrichtentechnik nicht machen sollte,
aus Gr�nden der Einfachheit und weil man damals
(das Zeug ist rund 15 Jahre alt) keine anderen wirtschaftlich
machbaren M�glichkeiten hatte, um eine vergleichbar
hohe Effizienz bez�glich der Datenrate zu erreichen.

Das �bersprech-Thema war schon zu Zeiten des
"Geheimen Spezialagenten" ;-) (GS, wo ist er eigentlich ? )
in der Newsgroup hier ein Thema, ich hab' IHNEN das damals
schon geschrieben, dass das scheppern wird.

Es gibt aber Chancen f�r etwas Besseres, wir stellen gerade
die Entwicklung fertig und das schaut sehr gut aus.
Zum Beispiel 10km, 2 MBit/s ;-)

Gru� Oliver
* sieht vor seinem geistigen Auge einen neuen zufriedenen
mvox Kunden, sobald auch dieser HVT ausgebaut ist ;-) *

Oliver Bartels

unread,
Jun 11, 2009, 2:24:40 PM6/11/09
to
On Thu, 11 Jun 2009 20:00:05 +0200, Kaweh Jazayeri
<Mann...@Arcor-Team.de> wrote:
>Alcatel-Modem? Alcatel hat meines Wissens schon lange keine Modems mehr
>gebaut.

Er wird die guten Speedtouch meinen, das Zeug ist einmal in
Frankreich zwischen den �blichen Verd�chtigen, die eh'
zusammenarbeiten, hin- und hergeschoben worden.

Das sind jene Modems, die mit schlechten Leitungen noch
am besten zurande kommen, die Franzosen haben da
gute Arbeit geleistet.

>Lucent hat noch Modems vertrieben

Lucent ist der Ami-Zukauf, die d�rften aber nicht gemeint sein.

Gru� Oliver

hannes wendelfinger

unread,
Jun 11, 2009, 2:37:20 PM6/11/09
to
Oliver Bartels wrote:
> benachbaren 10M EtherConnect.

wie war das jetzt mit 10m ethernetconnect bzw companyconnect. ist das
jetzt auf alter 4stueck 2mbit sdsl technologie auf tal, aber dann
eigentlich "8"mbit oder buendeln die dafuer inzwischen tatsaechlich 5tals?

mfg.

Oliver Bartels

unread,
Jun 11, 2009, 2:50:01 PM6/11/09
to
On Thu, 11 Jun 2009 20:37:20 +0200, hannes wendelfinger
<inv...@invalid.invalid> wrote:
>wie war das jetzt mit 10m ethernetconnect bzw companyconnect. ist das
>jetzt auf alter 4stueck 2mbit sdsl technologie auf tal, aber dann
>eigentlich "8"mbit oder buendeln die dafuer inzwischen tatsaechlich 5tals?

Bei den Strecken, die ich kenne, sind 4 TAL geb�ndelt
und per wohl HDSL zum DSLAM gef�hrt, ab da geht es
auf vier VC12 Containern in der SDH weiter, bis zum
DSLAM am anderen Ende. Der Durchsatz ist ergo
etwas kleiner als 10M.

Die TAL ben�tigen gerne mehrere Repeater (bei uns wohl
zwei je TAL und Leitung, mehr macht mit der Speisung
Stress, bei weniger kommt bei l�ngeren TAL nix mehr an).

Gru� Oliver
* sieht heute mal wieder eine tote solche 10M Strippe im
Nagios ... *

hannes wendelfinger

unread,
Jun 11, 2009, 4:38:20 PM6/11/09
to
Oliver Bartels wrote:
> Gru� Oliver
> * sieht heute mal wieder eine tote solche 10M Strippe im
> Nagios ... *

danke fuers feedback.
mfg:)

Shinji Ikari

unread,
Jun 11, 2009, 4:46:07 PM6/11/09
to
Guten Tag

hannes wendelfinger <inv...@invalid.invalid> schrieb

>wie war das jetzt mit 10m ethernetconnect bzw companyconnect. ist das
>jetzt auf alter 4stueck 2mbit sdsl technologie auf tal,

Ethernetconnect10M: So ungefaer. Ja.

> aber dann
>eigentlich "8"mbit

Nein, rund 10. 4x2,5 = 10

Shinji Ikari

unread,
Jun 11, 2009, 4:54:28 PM6/11/09
to
Guten Tag

Oliver Bartels <spam...@bartels.de> schrieb

>Bei den Strecken, die ich kenne, sind 4 TAL geb�ndelt

bei Ethernetconnect10M in Auspraegung E10

>und per wohl HDSL

SHDSL

>zum DSLAM gef�hrt, ab da geht es
>auf vier VC12 Containern in der SDH weiter, bis zum
>DSLAM am anderen Ende. Der Durchsatz ist ergo
>etwas kleiner als 10M.

Aber nur ein bisschen.

>Die TAL ben�tigen gerne mehrere Repeater

Je TAL und ab 22dB (knapp ueber 2km bei 0,4mm) ist ein
Zwischenregenerator erforderlich (wenn Stoerer in der Naehe liegen).
Gespeist werden koennen bei speziellen ZWR-Typen bis zu zwei Stueck
pro TAL von der Seite des LT2MSKU (von Dir DSLam genannt).

>(bei uns wohl
>zwei je TAL und Leitung, mehr macht mit der Speisung
>Stress, bei weniger kommt bei l�ngeren TAL nix mehr an).

Wenn man von 0,4mm Kabeln ausgeht sind bei vorhandenen hochbitratigen
Strecken in naechster Naehe somit rund 6,5km Kabelstrecke moeglich
(Angaben mit Absicht etwas gerundet).
Hoehere Durchmesser oder weniger Stoerer in der Naehe ermoeglichen
auch groessere Kabelstrecken.

Oliver Bartels

unread,
Jun 11, 2009, 4:58:18 PM6/11/09
to
On Thu, 11 Jun 2009 22:46:07 +0200, Shinji Ikari <shi...@gmx.net>
wrote:

>Nein, rund 10. 4x2,5 = 10

Hmm, und wie passt das dann in die vier VC12 ;-)

Shinji Ikari

unread,
Jun 11, 2009, 5:16:49 PM6/11/09
to
Guten Tag

Oliver Bartels <spam...@bartels.de> schrieb

>>Nein, rund 10. 4x2,5 = 10


>Hmm, und wie passt das dann in die vier VC12 ;-)

Zum Teil reduzierter Overhead.

Oliver Bartels

unread,
Jun 11, 2009, 5:18:24 PM6/11/09
to
On Thu, 11 Jun 2009 22:54:28 +0200, Shinji Ikari <shi...@gmx.net>
wrote:
>SHDSL

Ok, also G.991.2, 16PAM, 2304kBit/s in 64k Einheiten ?

Bilden die Kisten das dann eigentlich SDH-intern irgendwie
z.B auf GFP (G.7041) & Co ab, oder ist das irgendein
Spezialformat ?

>Je TAL und ab 22dB (knapp ueber 2km bei 0,4mm) ist ein
>Zwischenregenerator erforderlich (wenn Stoerer in der Naehe liegen).

Sind das eigentlich echte intelligente _Regeneratoren_ mit
TCM/Viterbi-Rekonstruktion usw. oder nur signalaufpeppende
Verst�rker ggf. mit Quantisierung der 16PAM ?

Irgendwo ist mit zu Ohren gekommen, dass die neuen
Regeneratoren wohl nicht mehr fernwartbar sind, also eher
simpel ?!

Das mit den St�rern d�rfte das gleiche Thema wie bei
anderem SDSL sein: Keine Option, sie auszublenden,
da reines Time Domain Verfahren. D.h. man kann nur
lauter sein, woraufhin der St�rer auch wieder lauter werden
muss usw. und am Ende alle nur noch ins Kabel br�llen :-(

>Wenn man von 0,4mm Kabeln ausgeht sind bei vorhandenen hochbitratigen
>Strecken in naechster Naehe somit rund 6,5km Kabelstrecke moeglich
>(Angaben mit Absicht etwas gerundet).
>Hoehere Durchmesser oder weniger Stoerer in der Naehe ermoeglichen
>auch groessere Kabelstrecken.

... zumindest bis dann gen�gend
Oma-Kwasunke-braucht-16000er-billidsch-DSL TAL
nebendran belegt sind, das Problem haben wir in Beilngries.

Das ADSL Zeug konzentriert dann die Energie in bestimmten
gut �bersprechf�higen Frequenzbereichen und haut zu allem
�berdruss harte Phasen�berg�nge rein, was in der Kombination
f�r SDSL wie eine Bitfolge aussieht => Peng!

Gru� Oliver

Kaweh Jazayeri

unread,
Jun 11, 2009, 5:26:19 PM6/11/09
to
Oliver Bartels schrieb:

> On Thu, 11 Jun 2009 20:00:05 +0200, Kaweh Jazayeri
> <Mann...@Arcor-Team.de> wrote:
>> Alcatel-Modem? Alcatel hat meines Wissens schon lange keine Modems mehr
>> gebaut.
>
> Er wird die guten Speedtouch meinen, das Zeug ist einmal in
> Frankreich zwischen den �blichen Verd�chtigen, die eh'
> zusammenarbeiten, hin- und hergeschoben worden.
>
> Das sind jene Modems, die mit schlechten Leitungen noch
> am besten zurande kommen, die Franzosen haben da
> gute Arbeit geleistet.

;) Als eine der beiden Deutschen-Distributoren habe ich mir das schon
gedacht. SpeedTouch jetzt Thomson Gateway (TG) geh�rt wie gesagt schon
lange nicht mehr der Alcatel. Alcatel hat nur in einigen L�ndern wie
z.B. AT noch Distrie gespielt.

>> Lucent hat noch Modems vertrieben
>
> Lucent ist der Ami-Zukauf, die d�rften aber nicht gemeint sein.

:) Sch�n ist das kurz nach der Fusion die Kollegen von Alcatel auf der
CeBit nicht die Produkte der Lucent kannten.

> Gru� Oliver
>
Gru�

Kaweh Jazayeri

Shinji Ikari

unread,
Jun 11, 2009, 5:33:47 PM6/11/09
to
Guten Tag

Oliver Bartels <spam...@bartels.de> schrieb

>Bilden die Kisten das dann eigentlich SDH-intern irgendwie


>z.B auf GFP (G.7041) & Co ab, oder ist das irgendein
>Spezialformat ?

Kann ich nicht sagen.

>Sind das eigentlich echte intelligente _Regeneratoren_ mit
>TCM/Viterbi-Rekonstruktion usw. oder nur signalaufpeppende

>Verst�rker ggf. mit Quantisierung der 16PAM ?

Hier empfehle ich Dir dich direkt an die produzierenden Firmen Quante,
Elcon, Sphairon, etc.. zu wenden. Vielleicht werden sie Dir deren
Firmengeheimnisse und Detailinformationen mitteilen.

>Irgendwo ist mit zu Ohren gekommen, dass die neuen
>Regeneratoren wohl nicht mehr fernwartbar sind, also eher
>simpel ?!

Nach meinen Informationen sind alle von den rosa Jungs eingesetzten
ZWR in diesen SHDSL (oder auch gerne SDSL genannt) Strecken per
Fernkonfiguration zu erreichen/messen.

>Das mit den St�rern d�rfte das gleiche Thema wie bei


>anderem SDSL sein: Keine Option, sie auszublenden,
>da reines Time Domain Verfahren.

Bei den vorgesehenen (und firmenuebergreifenden) Kompatibilitaeten ist
nicht vorgesehen bestimmte Stoerungen im Frequenzbereich aufzufinden
und auszublenden. Wenn die Daempfung oder das Stoersignal zu hoch ist,
muss einfach der ZWR naeher heran gesetzt oder eine andere Doppelader
verwendet werden. Wenn man mit zwingend auf SHDSL angewiesen ist, kann
man (bei anderen Produkten) auch auf HDSL-Technik ausweichen, die bis
knapp unter 30dB mit 2DA ueberbruecken kann.

>D.h. man kann nur
>lauter sein, woraufhin der St�rer auch wieder lauter werden
>muss usw. und am Ende alle nur noch ins Kabel br�llen :-(

Das ist leider so, da die Nutzer der Kabel (egal ob blau, rosa, gelb,
gruen oder weoche Farbe die Firma gerade bevorzugt) wenig Ruecksicht
auf die anderen nimmt.

>>Wenn man von 0,4mm Kabeln ausgeht sind bei vorhandenen hochbitratigen
>>Strecken in naechster Naehe somit rund 6,5km Kabelstrecke moeglich
>>(Angaben mit Absicht etwas gerundet).
>>Hoehere Durchmesser oder weniger Stoerer in der Naehe ermoeglichen
>>auch groessere Kabelstrecken.

>... zumindest bis dann gen�gend


>Oma-Kwasunke-braucht-16000er-billidsch-DSL TAL
>nebendran belegt sind, das Problem haben wir in Beilngries.

Es werden bei SHDSL (dieser Art) nur die umliegenden Sternvierer und
das 10DA Buendel beachtet. Was da weiter entfernt liegt mag sich zwar
minimal auswirken und summieren, aber wenn die umliegenden Sternvierer
keien anderen hochbitratigen Strecken fuehren, sind auch langfristig
keine solchen Probleme zu erwarten. Doch leider ist die Belegung der
Kabel und auch der umliegenden Sternvierer eben nicht statisch
reservierbar.

Oliver Bartels

unread,
Jun 11, 2009, 6:03:21 PM6/11/09
to
On Thu, 11 Jun 2009 23:33:47 +0200, Shinji Ikari <shi...@gmx.net>
wrote:

>Hier empfehle ich Dir dich direkt an die produzierenden Firmen Quante,
>Elcon, Sphairon, etc.. zu wenden. Vielleicht werden sie Dir deren
>Firmengeheimnisse und Detailinformationen mitteilen.

Ohje, wenn heute schon die Unterscheidung Verst�rker
vs. Regenerator ein "Firmengeheimnis" ist, dann gute
Nacht.

Ich ahne aber schon wieder, wieviel Know How dann
da wirklich drinsteckt, man nehme einen 08-15 Standard-IC
Made in Taiwan ;-/

Und genau so funktioniert es auch in der Praxis :-|

>Nach meinen Informationen sind alle von den rosa Jungs eingesetzten
>ZWR in diesen SHDSL (oder auch gerne SDSL genannt) Strecken per
>Fernkonfiguration zu erreichen/messen.

Hat man uns angesichts einer der vielen St�rungen
anders erkl�rt, die neuen seien angeblich nicht mehr aus der
Ferne erreichbar.

>Wenn man mit zwingend auf SHDSL angewiesen ist, kann
>man (bei anderen Produkten) auch auf HDSL-Technik ausweichen, die bis
>knapp unter 30dB mit 2DA ueberbruecken kann.

Wobei HDSL auch nur wieder simples 2B1Q ist.

>Das ist leider so, da die Nutzer der Kabel (egal ob blau, rosa, gelb,
>gruen oder weoche Farbe die Firma gerade bevorzugt) wenig Ruecksicht
>auf die anderen nimmt.

Och, mit etwas _echtem_ Know How kann man die St�rer
schon ausblenden ;-)

>Es werden bei SHDSL (dieser Art) nur die umliegenden Sternvierer und
>das 10DA Buendel beachtet. Was da weiter entfernt liegt mag sich zwar
>minimal auswirken und summieren, aber wenn die umliegenden Sternvierer
>keien anderen hochbitratigen Strecken fuehren, sind auch langfristig
>keine solchen Probleme zu erwarten.

Naja, ich wei� von Kabeln, die zu 95% hochbitratig belegt sind,
da hat man verloren.

Es ist ja nicht so, dass die 10M, die hier im Netz sind, nie getan
h�tten, aber sie sind immer schlechter geworden und inzwischen
ist der Betrieb reine Gl�ckssache. Das kann es eigentlich bei
einem hochwertigen Produkt mit Verf�gbarkeitsgarantien nicht
sein, vorallem, wenn es dann hei�t, man k�nne nichts mehr
machen.

Ich halte diese Technik inzwischen f�r ziemlich veraltet, im
Grunde braucht man sich nicht wundern, wenn man auf den
einen TAL ein System mit knallhartem Bruch in der Phase
nach jedem Symbol betreibt (ADSL), auch noch mit spektraler
Konzentration der Leistung, und auf den anderen ein System,
das im Grunde mit simplen Spannungsspr�ngen in der Zeitebene
bestenfalls mit einem Tiefpass und ein bisserl Convolutional
Encoding ohne viel Intelligenz arbeitet, dass das am Ende
bei der heutigen Dichte an hochbitratigen Leitungen heftig
scheppert.

Das w�re so, wie wenn man einen heutigen
Hochleistungs-Turbo-DI-Motor mit �l Marke "ach da nehmen
wir die mittlere Fraktion, von der haben wir am meisten"
ohne Additive und mit unbekannter Zusammensetzung
schmiert, das wird er nicht lange mitmachen. Fr�her mag man
Motoren mal so ge�lt haben. Aber wahrscheinlich ist das
alles wieder viel zu kompliziert ;-/

Ich schrieb ja schon oben: Wenn es wirklich das technische
"Niveau" der Industrie ist, dass man den Regenerationsumfang
als Firmengeheimnis betrachtet, dann sollte man derlei am besten
ganz schnell vergessen und sich vielleicht doch wieder auf die
Produktion von W48 und EMD konzentrieren, die Feinmechanik
scheinen sie ja wohl besser zu k�nnen.

hannes wendelfinger

unread,
Jun 11, 2009, 6:34:13 PM6/11/09
to
Oliver Bartels wrote:
> Hmm, und wie passt das dann in die vier VC12 ;-)

in der ethernetconnect10m pdf war jedoch von maximal 88%-96%
ethernetdurchsatz bei 1518bytes framegroesse die rede.
<http://www.t-home.de/dlp/agb/35829.pdf> koennen sie also dann
tatsaechlich mehr als die 2mbit oder gar 2,3mbit (shdsl nutzrate?) oder
wie machen sie das bei nur 4tals?

Message has been deleted

hannes wendelfinger

unread,
Jun 12, 2009, 4:19:20 AM6/12/09
to
Chris wrote:
> das Modem steuert, bekomme ich leider keine Daten ᅵber die Verbindungsqualitᅵt.

also diese speedtouch haben oft diverse webseiten, telnetinterfaces und
jemand hatte auch mal n gui fuer win/lin programmiert was da viele
infos, traeger, daempfung etc visualisiert. am besten mal im
speedtouchforum oder anderen foren nachlesen, dann kannst deine strecke
auch debuggen und detailinfos nachlesen.
<http://www.speedtouchforum.de/>

dmt, dsl-modem-tool hiess das teil glaube ich, schon ewig nichts mehr
mit speedtouch zu tun gehabt, aber frueher an adsl/adsl2 leitungen hatte
ich das auch in gebrauch.
<http://dmt.mhilfe.de/>

Oliver Bartels

unread,
Jun 12, 2009, 4:20:20 AM6/12/09
to
On 12 Jun 2009 07:34:57 GMT, Chris <m...@privacy.net> wrote:
>Auf jeden Fall drohen sie ja jetzt damit, den Anschluss auf 384kb zu drosseln.

Es ist halt die Frage, ob Du Dich darauf einlassen willst.

F�r die Gro�konzernangestellten - speziell den nichtidentifizierten,
wie wir aus brandeins gelernt haben ;-/ - geht das gerne nach
geringstem Aufwand, der Kunde, der gedrosselt ist und das
gleiche zahlt, der entspricht diesem Profil. Gedrosselt,
abgehakt, Urlaub angetreten ...

Die haben ihre internen Vorgaben und schauen immer ganz
komisch, wenn der Kunde ihnen mit Vertr�gen, BGB usw. kommt,
das bringt den ganzen Arbeitsablauf durcheinander.
Aber der Kunde darf das.

Denn nichtsdestotrotz hast Du einen Vertrag �ber einen DSL mit
einer Datenrate von 1000 kBit/s, diese mal eben von heute
auf morgen einseitig auf unter 40% runterzusetzen d�rfte
rechtlich kaum m�glich sein. Entsprechende Klauseln in den
AGB werden kaum standhalten, die w�ren IMHO bestenfalls
�berraschend und damit nichtig. Ich halte diese bequeme
Praxis des hart konfigurierten Downgrade f�r rechtlich
�u�erst fragw�rdig. Wenn ein ADSL2+ weniger bringt, dann
bringt er weniger, ok, aber hart runtersetzen wegen den
Interessen Dritter ist ein Ding, das nicht geht.

Ich glaube kaum, dass man es - speziell bei �lteren Leuten und
angesichts des Imageproblems - auf einen Streit wird ankommen
lassen, wenn Du hartn�ckig bleibst, wird halt rangiert oder ein
neues Kabel gezogen. Jaja, ich wei�, das ist eine Investition,
zudem ganz schlimm eine l�ngerfristige solche, in Zeiten der
Quartalsdenke ist derlei ganz p�se und velboten ;-/

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 12, 2009, 4:37:28 AM6/12/09
to
Oliver Bartels schrieb:

> Die haben ihre internen Vorgaben und schauen immer ganz

> komisch, wenn der Kunde ihnen mit Verträgen, BGB usw. kommt,


> das bringt den ganzen Arbeitsablauf durcheinander.
> Aber der Kunde darf das.

Jeder der beiden Vertragspartner darf den Vertrag kündigen, auch der
Anbieter darf das. Es gibt bisher kein Grundrecht auf DSL, hab ich mal
sagen hören...

> neues Kabel gezogen. Jaja, ich weiß, das ist eine Investition,
> zudem ganz schlimm eine längerfristige solche, in Zeiten der
> Quartalsdenke ist derlei ganz pöse und velboten ;-/

Du bist doch selber Unternehmer. Würdest du wegen eines einzelnen Kunden
wirklich Aufwendungen tätigen, welche sich auch in 10 Jahren noch nicht
amortisieren können, statt dem betroffenen Kunden zu kündigen und/oder
ihm ein Produkt anzubieten, welches zu liefern ohne zusätzlichen
Investitionsaufwand möglich ist?
Insbesondere in einer Lage, wie im Fall des OP, welche man mit einer
Änderungskündigung "elegant" bereinigen kann?
Auch wenn Telekom-Bashing immer Applaus bringt, so mag man ja doch auch
mal einen Gedanken daran verschwenden, ob eine Maßnahme wirtschaftlich
sinnvoll sein mag.
Vielleicht solltest du deine neue Technik für DSL über eine TAL von 10km
ja doch mal in die Realität umsetzen - von Ankündigungen allein hat der
OP ja nichts :-)

MfG
Rupert

Marcel Pennewiß

unread,
Jun 12, 2009, 5:06:18 AM6/12/09
to
Oliver Bartels wrote:
> Ich glaube kaum, dass man es - speziell bei �lteren Leuten und
> angesichts des Imageproblems - auf einen Streit wird ankommen
> lassen, wenn Du hartn�ckig bleibst, wird halt rangiert oder ein
> neues Kabel gezogen.

Hier ist es meist ganz hilfreich die Lokalpresse mit ins Boot zu holen.
Wir hatten hier mal einen Fall, da hatte der Kunde auch DSL768, dann 384
und irgendwann gar nix mehr. O-Ton Telekom: "Ja tut uns leid, wir k�nnen
die Physik auch nicht �ndern".

Marcel

Marcel Pennewiß

unread,
Jun 12, 2009, 5:11:30 AM6/12/09
to
Rupert Haselbeck wrote:
> Du bist doch selber Unternehmer. Wᅵrdest du wegen eines einzelnen Kunden
> wirklich Aufwendungen tᅵtigen, welche sich auch in 10 Jahren noch nicht
> amortisieren kᅵnnen, statt dem betroffenen Kunden zu kᅵndigen und/oder
> ihm ein Produkt anzubieten, welches zu liefern ohne zusᅵtzlichen
> Investitionsaufwand mᅵglich ist?

Die Telekom macht aber nur ersteres statt Produkte (gᅵnstiger)
anzubieten, die man realisieren kann. Und das selbst bei Geschᅵftskunden!

> Auch wenn Telekom-Bashing immer Applaus bringt, so mag man ja doch auch

> mal einen Gedanken daran verschwenden, ob eine Maᅵnahme wirtschaftlich
> sinnvoll sein mag.

Tja, der Kunde darf jetzt fᅵr ein "Missmanagement" seines Providers/der
BNetzA/wemauchimmer dran glauben? Das hat nichts mit wirtschaftlich
sinnvoll zu tun, sondern u.a. mit Profitgier. Lieber 100 ADSL-Zahler
also z.B. so nen doofen SDSL-Geschᅵftskunden (ja, ich hab das hier so
erlebt!).
Sorry, aber dafᅵr habe ich kein Verstᅵndnis. Aber Neukunden sind ja
heutzutage in der TK-Branche eh mehr wert als Bestandskunden. Insofern...

Marcel

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 12, 2009, 6:29:52 AM6/12/09
to
Marcel Pennewiß schrieb:

> Rupert Haselbeck wrote:
>> Du bist doch selber Unternehmer. Würdest du wegen eines einzelnen
>> Kunden wirklich Aufwendungen tätigen, welche sich auch in 10 Jahren
>> noch nicht amortisieren können, statt dem betroffenen Kunden zu
>> kündigen und/oder ihm ein Produkt anzubieten, welches zu liefern ohne
>> zusätzlichen Investitionsaufwand möglich ist?
>
> Die Telekom macht aber nur ersteres statt Produkte (günstiger)


> anzubieten, die man realisieren kann. Und das selbst bei

> Geschäftskunden!

Leider versteh ich nicht, was du damit meinst, insbesondere in Bezug
auf "Geschäftskunden".
Ich hatte den Eindruck, beim OP ginge es um die Herabsetzung von
1000kbit/s auf 384kbit/s. Letzteres ist weniger als Ersteres.

>> Auch wenn Telekom-Bashing immer Applaus bringt, so mag man ja doch

>> auch mal einen Gedanken daran verschwenden, ob eine Maßnahme
>> wirtschaftlich sinnvoll sein mag.
>
> Tja, der Kunde darf jetzt für ein "Missmanagement" seines
> Providers/der BNetzA/wemauchimmer dran glauben?

Worin besteht das Mißmanagement?

> Das hat nichts mit
> wirtschaftlich sinnvoll zu tun, sondern u.a. mit Profitgier.

Je nach Sichtweise mag der eine es Profitgier nennen, der andere als
wirtschaftlich sinnvoll bezeichnen. Tatsache ist aber, daß jeder
Anbieter danach trachten muß, Einnahmen zu erzielen und zwar möglichst
mehr als Ausgaben. Unternehmen werden regelmäßig des
Geldverdienenswegen betrieben

> Lieber
> 100 ADSL-Zahler also z.B. so nen doofen SDSL-Geschäftskunden (ja, ich


> hab das hier so erlebt!).

Wenn sich das so rechnet, dann ist das doch durchaus vernünftig.
Der (egal ob Geschäfts- oder Privat-)Kunde kann ja versuchen, den
Anbieter von der Kündigung abzuhalten, z.B. mit Geld

> Sorry, aber dafür habe ich kein Verständnis. Aber Neukunden sind ja


> heutzutage in der TK-Branche eh mehr wert als Bestandskunden.

Wenn der Bestandskunde weniger einbringt als der Neukunde, dann wird man
kaum umhin können, den Neukunden vorzuziehen, auch wenn es dem
Bestandskunden verständlicherweise nicht gefallen muß, sich das Produkt
nun anderswo, vermutlich teurer, besorgen zu müssen.

MfG
Rupert

Shinji Ikari

unread,
Jun 12, 2009, 7:09:14 AM6/12/09
to
Guten Tag

Oliver Bartels <spam...@bartels.de> schrieb

>Ohje, wenn heute schon die Unterscheidung Verst�rker


>vs. Regenerator ein "Firmengeheimnis" ist, dann gute
>Nacht.

Verkauft werden sie ans ZWR (irgendeine zusaetzliche
Typenbezeichnung). Die Innereien und das Verhalten entspricht den
gewuenschten Forderungen. Wie der Hardwareproduzent es dann realisiert
ist seine Sache.

>Und genau so funktioniert es auch in der Praxis :-|

Eine sehr pauschale Aussage.
Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Firmen es vor 'kurzem' erst
hinbekommen haben ueberhaupt 2 ZWR in Reihe zu speisen.
Somit sind je nach Portkarte anstatt vorher 8 oer 12 nun 16 bis 32
ZWR moeglich. So billige Bananenware ist das nicht wirklich.
Und ohne diese ZWR waeren fuer die vbon Dir bemaengelten
Ethernetconnect10M gar nicht moeglich. Haettest Du lieber fuer die
selbe Anbindung 4 Stueck E1 bezahlt?

>>Das ist leider so, da die Nutzer der Kabel (egal ob blau, rosa, gelb,
>>gruen oder weoche Farbe die Firma gerade bevorzugt) wenig Ruecksicht
>>auf die anderen nimmt.

>Och, mit etwas _echtem_ Know How kann man die St�rer
>schon ausblenden ;-)

Das Know How ist an den erforderlichen Stellen (meist) vorhanden. Aber
wenn so ein riesen Verein bundesweit nun andere ZWR kaufen muss, geht
das mehr ins Geld als aus den vorhandenen Rahmenvertraegen das
Material zu nehmen.
Alles eien Frage des Geldes und wenn jemand eben billigere Produkte
nehmen will...

>Naja, ich weiďż˝ von Kabeln, die zu 95% hochbitratig belegt sind,
>da hat man verloren.

Ja, das kann passieren.

>Es ist ja nicht so, dass die 10M, die hier im Netz sind, nie getan

>h�tten, aber sie sind immer schlechter geworden und inzwischen
>ist der Betrieb reine Gl�ckssache.

Dann bleiben einem die vertraglichen Moeglichkeiten.
Von Stoerungsmeldung und pochung aus Vertragserfuellung incl. den dort
zugestandenen Shadensersaetzen bis zu Kuendigung (im rahmen der
Vertragsbedingungen) ist es den vertragspartnern ueberlassen, wie sie
reagieren.

>Das kann es eigentlich bei

>einem hochwertigen Produkt mit Verf�gbarkeitsgarantien nicht
>sein, vorallem, wenn es dann hei�t, man k�nne nichts mehr
>machen.

1. Eine 100%ige Verfuegbarkeitsgarantie wird bei Etherconnect10M ohne
HP1, HP2 oderHP3 nicht gegeben.
2. Es gibt vertragliche Entstoerfristen.
3. Etherconnect10M befindet meines wissens zumindest bei den Rosa
Jungs weiterhin in der EInfuehrungsphase. Kann es sein das Euch der
zustaendige Kundenberater darauf hingewiesen hat? Wenn nicht: darauf
ansprechen!

>Ich halte diese Technik inzwischen f�r ziemlich veraltet,

Es hindertDich nicht eine Ethernetconnect100M in der E12 Auspraegung
zu ordern. Da legt man Dir ggf. (evtl. mit Kostenbeteiligung) sogar
Glasfaser/Optisch hin. Aber Strom und geeigneter Platz fuer die
Endgeraete muessen bereitgestellt werden.
Kostet aber auch mehr 8)

Shinji Ikari

unread,
Jun 12, 2009, 7:14:47 AM6/12/09
to
Guten Tag

hannes wendelfinger <inv...@invalid.invalid> schrieb

>> Hmm, und wie passt das dann in die vier VC12 ;-)

Die 4 TALS sind da kaum ein problem. Die TAL-Strecke wird mit SHDSL
gefahren und die koennen knapp unter 2,5MBit/s. Wenn also beid
eEndstellen nahe beiiennander liegen (im selben Anschlussbereich)
werden bis zu 4 Strecken Endstelle A mit bis zu 4 Strecken Endstelle B
im selben SDSL-System (DSLam) zusammen geschaltet und somit sind da
keine begrenzenden VC12 Container zwischen.
Wenn die Endstellen A und B aber weiter auseinander sind
(unterschiedliche Anschlussbereiche oder Techniken/Technikhersteller),
sind in deutschland bsi zu 4 Stueck VC12 erforderlich, die aber
(soweit man mich informiert hat) dennoch durch Aenderung der
Konfiguration in den sonst SDH-konformen Systemen etwas mehr
transportieren koennen.
Erst wenn man von einem zu einem anderen Netzanbieter uebersetzen
muss, geht dieser Trick nichtmehr, weil der andere netzanbieter
vertraglich auf konforme VC12 Container pochen kann. Dann werden 5*
VC12 benutz. Das ist im internationalen Verkehr ueblich.

hannes wendelfinger

unread,
Jun 12, 2009, 7:24:48 AM6/12/09
to
Shinji Ikari wrote:
> selbe Anbindung 4 Stueck E1 bezahlt?

was ich nicht ganz verstehe ist diese E1 bezeichnung. was verbirgt sich
dahinter technisch? mir wurden von der dtag diese klassischen (noch vor
cc-flex zeiten) companyconnect2m verkauft, und es wurde immer behauptet
es waere ja alles viel besser als das was alle anderen verkaufen weil
e1, aka standleitung, an der wand hing dann eines dieser nt2kmu oder wie
sie auch alle heissen.

hatten versch. aufbauten. solche aelteren quante teile eckig, in so
einer wandaufhaengung, drei oder vier davon potentiell nebeneinander in
groesserem kasten. oder auch in tischbauweise sah aus wie hier im pdf
<http://www.watel.hr/katalog%20p/HD2M.pdf>

der telekomtechniker sagte mir dass sei hdsl, und tolle qualitaet, und
repeaterfaehig und besonders wichtiger dtag kunde, und man wuerde uns
den arsch kuessen etc.... war auch arschteuer sozusagen....

ich kenn mich da nicht so genau aus.
was heisst jetzt e1 eigentlich technisch gesehen genau, ist das genormt
was da physikalisch zum uebertragen genommen wird? e1=2mbit ueber hdsl?
oder soll e1 eine qualitaets- oder preisstufe darstellen wie es hier oft
den anschein hat? :) oder heisst e1 einfach nur man verkaufts teurer?

ich hatte schon oft von salesdroiden den spruch, ne echte standleitung
ist nur das was e1 heisst, alles andere ist billiger mist, sdsl usw.

kann das jemand mal genauer techn. erklaeren? wieso kostet ne e1
vielfaches von "billig"produkten, wieso sind andere sachen im vergleich
zum buzzword e1 verpoehnt, oder wieso ist eine e1 auch nur hdsl, und
g.shdsl ist ja scheinbar eine weiterentwicklung von hdsl, also wieso ist
das was heute als shdsl verkauft wird nicht genau so toll wie e1?

Oliver Bartels

unread,
Jun 12, 2009, 7:35:31 AM6/12/09
to
On Fri, 12 Jun 2009 10:37:28 +0200, Rupert Haselbeck
<mein-re...@gmx.de> wrote:
>Jeder der beiden Vertragspartner darf den Vertrag k�ndigen, auch der
>Anbieter darf das.

V�llig korrekt.

Aber solange wie der Vertrag l�uft, gilt die Vertragsbindung f�r
beide Seiten.

Es geht hier nicht um "bitte suchen Sie sich in 6 Monaten
einen neuen Anbieter", sondern um "Hoppla, ab morgen
spielt ihr Anschlu� nicht mehr so wie fr�her."

Und genau _das_ ist ein Unding.

>Es gibt bisher kein Grundrecht auf DSL, hab ich mal

>sagen h�ren...

Korrekt. Aber _wenn_ ein DSL Anschlu� da ist, dann kann
der nicht fristlos von heute auf morgen gedowngraded werden.

Der Kunde sollte eine reele Chance haben, sich anderweitig
umzusehen, genau daf�r gibt es _K�ndigungsfristen_.

>Du bist doch selber Unternehmer. W�rdest du wegen eines einzelnen Kunden
>wirklich Aufwendungen t�tigen, welche sich auch in 10 Jahren noch nicht
>amortisieren k�nnen, statt dem betroffenen Kunden zu k�ndigen und/oder
>ihm ein Produkt anzubieten, welches zu liefern ohne zus�tzlichen
>Investitionsaufwand m�glich ist?

Zu unterscheiden sind zwei Dinge:
- Ein Kunde m�chte neu etwas, das z.B. Deinen Kriterien der
Unwirtschaftlichkeit entspricht: Dann kommt ein:
"Sorry, nicht zu dem Preis."
- Ein Kunde bezieht Service und es kommt zum Ausfall.
Dann m�ssen wir schon zusehen, dass es bei ihm akzeptabel
wieder l�uft, sonst ist man, speziell bei Firmenkunden, ganz
schnell raus aus dem Gesch�ft.

Es spricht sich n�mlich rum, wenn man seine Kunden in
der Not im Stich l��t.

>Insbesondere in einer Lage, wie im Fall des OP, welche man mit einer

>�nderungsk�ndigung "elegant" bereinigen kann?

Dann sollten sie die �nderungsk�ndigung offiziell mit _Frist_
aussprechen.

>Vielleicht solltest du deine neue Technik f�r DSL �ber eine TAL von 10km
>ja doch mal in die Realit�t umsetzen - von Ank�ndigungen allein hat der
>OP ja nichts :-)

Wir haben erste Kunden noch mit klassischem SDSL an entsprechend
langen TAL, wenn auch mit gewissen Einschr�nkungen, da Versuch,
und zum Herbst d�rfte, wenn alles glatt geht, CIFDM kommen.

Nach ersten Tests schaut das sehr, sehr gut aus.
Und ja, es gibt Hardware.
Und es gibt schon einige Gemeinden, f�r die das konkret geplant wird.

Nur ist das eine _Grundlagenentwicklung_, das geht nicht von
jetzt auf gleich im n�chsten Quartal, und es ist traurig genug,
dass derlei in Deutschland offenbar nur noch von kleineren Firmen
gemacht wird und dass man sich dann L�stereien anh�ren darf
und selbstredend steuerlich satt zur Kasse gebeten wird, damit dieses
Geld dann als "Rettungskohle" in �beralteten Gro�konzernstrukturen
verheizt wird. Dir ist schon bekannt, dass Forschung und Entwicklung
in Deutschland praktisch steuerlich nicht gef�rdert wird.

Im �brigen werden wir selbstverfreilich bei der Lizenzvergabe
sehr genau hinsehen, wer uns fr�her unterst�tzt hat und wer nicht.

Und zu Bayern: Die tun politisch rein garnix.
Die f�hrenden Parteien erz�hlen nur und erz�hlen usw., die
Realit�t sieht leider v�llig anders aus.
Die ersten Frequenzzuteilungen mit hoher Leistung sind z.B.
in Brandenburg erfolgt.

Im �brigen wird eine hohe vierstellige Zahl von Kunden und daraus
resultierend eine f�nfstellige Zahl von Nutzern konkret heute in der
Sekunde, in der Du das liest, �ber unseren Backbone mit Breitband
via Funk versorgt, und zwar fast alles Kunden, die von der Telekom
nicht bedient werden.

Und all diese Kunden von Schleswig-Holstein bis S�dbayern
werden �ber IP Routing L�sungen versorgt, die hier in Erding in
jahrelanger Arbeit entwickelt und nicht aus China zugekauft wurden.

Nebenbeigesagt wurde auch einiges im GSM und UMTS
mit meiner EDA Software entwickelt.

Ich m�chte mal andere sehen, die hier schreiben und �hnliches
zur Probleml�sung "DSL auf dem Land" beigetragen haben.

Aber den Mund aufrei�en, das k�nnen sie in Teutonien alle :-(

hannes wendelfinger

unread,
Jun 12, 2009, 7:45:26 AM6/12/09
to
Oliver Bartels wrote:
> Wir haben erste Kunden noch mit klassischem SDSL an entsprechend
> langen TAL, wenn auch mit gewissen Einschr�nkungen, da Versuch,
> und zum Herbst d�rfte, wenn alles glatt geht, CIFDM kommen.

gabs schon einverstaendnis der bnetza fuer versuch?


> Nach ersten Tests schaut das sehr, sehr gut aus.

wie testet man wenn bnetza zustimmen muss? im metallummantelten testlabor?

Marcel Pennewiß

unread,
Jun 12, 2009, 8:24:19 AM6/12/09
to
Rupert Haselbeck wrote:
> Leider versteh ich nicht, was du damit meinst, insbesondere in Bezug
> auf "Geschᅵftskunden".

Es ging mir drum, dass die Telekom keine Alternativtechnik dafᅵr nutzen
wird, auch wenn sie es technisch kᅵnnte. Um das zu verdeutlichen kam der
Hinweis, dass dies nicht mal bei Geschᅵftskunden der Fall ist. Selber
erlebt sowas...

>> Tja, der Kunde darf jetzt fᅵr ein "Missmanagement" seines
>> Providers/der BNetzA/wemauchimmer dran glauben?
>
> Worin besteht das Miᅵmanagement?

Schaltung von ADSL auf "Teufel komm raus" obwohl die Auswirkungen
hinlᅵnglich bekannt sind. Blᅵdes Beispiel: Wenn deine Imbissbude nur
noch fᅵr 50 Leute Pommes hat und 100 dastehen, dann bekommt doch nicht
auch jeder nur die Hᅵlfte oder?

> Je nach Sichtweise mag der eine es Profitgier nennen, der andere als

> wirtschaftlich sinnvoll bezeichnen. Tatsache ist aber, daᅵ jeder
> Anbieter danach trachten muᅵ, Einnahmen zu erzielen und zwar mᅵglichst
> mehr als Ausgaben. Unternehmen werden regelmᅵᅵig des
> Geldverdienenswegen betrieben

Klar. Aber ich kann nicht was verkaufen, wenn ich dadurch andere Kunden
in Mitleidenschaft ziehe. Aber vermutlich bin ich zu "lieb" fᅵr diese
Unternehmerwelt.

>> Lieber
>> 100 ADSL-Zahler also z.B. so nen doofen SDSL-Geschᅵftskunden (ja, ich


>> hab das hier so erlebt!).
>

> Wenn sich das so rechnet, dann ist das doch durchaus vernᅵnftig.
> Der (egal ob Geschᅵfts- oder Privat-)Kunde kann ja versuchen, den
> Anbieter von der Kᅵndigung abzuhalten, z.B. mit Geld

Wurde probiert. Es muss dann aber auch im Rahmen bleiben.
Der Ausbau des Ortsnetzes sollte geplant werden. Die Telekom hat es in 5
Jahren nicht geschafft ein Angebot vorzulegen, obwohl die Stadt auch
einiges an Geld investieren wollte. Ja, sicherlich hᅵtte ein anderer
Anbieter ausbauen kᅵnnen. Da die T-Com aber immer mit "vielleicht bauen
wir demnᅵchst aus" argumentiert hat hatten die auch wenig Lust. Nunja,
jetzt ist das Thema hier durch und seit letzter Wochen stehen 4
Outdoor-DSLAMs fᅵr 800 Haushalte. Der Weg dahin war aber nicht einfach.

Aber egal... lassen wir das.

Marcel

Oliver Bartels

unread,
Jun 12, 2009, 9:13:21 AM6/12/09
to
On Fri, 12 Jun 2009 13:45:26 +0200, hannes wendelfinger
<inv...@invalid.invalid> wrote:
>gabs schon einverstaendnis der bnetza fuer versuch?

Funk: Ja, wir haben hochoffiziell mehrere Versuchsfunkzuteilungen
im UHF Band. Teilweise mit niedriger Leistung "einfach so"
und teilweise mit h�herer Leistung und Abnahme durch die
BNetzA.

In einem ersten Test bei der BNetzA ergab sich, dass unser
�bertragungsverfahren ein um ca. 10dB (Leistungsfaktor 10)
geringeres St�rpotenzial gegen�ber DVB-T als WCDMA hat :-)

Das hat �berzeugt.

Draht: Das l�uft als Erg�nzung zum TAL Vertrag, es wird sicher
recht lustig, wenn in K�rze der Auftrag zur Evaluierung bei DTAG
eingeht ;-) Vorher machen wir selbstredend alles 100% rund.

Sollte es da "ist p�ser Wettbewerb" Zicken geben, dann kommt
wieder die BNetzA ins Spiel. Wir gehen aber davon aus, dass
DTAG hier vern�nftig agiert, alles andere k�me bei der Thematik
auch bei den entsprechenden Stellen schlecht an.

>wie testet man wenn bnetza zustimmen muss? im metallummantelten testlabor?

Die Funksysteme haben alle genormte Steckverbinder.

Befor wir neue Software (das ist ja ein Software Defined Radio)
"on air" gehen lassen, wird der Antennenport sinnvollerweise
erstmal mit einem D�mpfungsglied mit einem Spektrumanalysator
verbunden und das Signal entsprechend untersucht.
Danach geht man erstmal mit viel kleinerer als der bewilligten
Leistung on air und schaut vorsichtig, ob es in einer ganz realen
DVB-T Empfangssituation zu St�rungen kommt, oder man
speist z.B. das Signal per Koppler in einen Receiver ein.
Das gilt selbst f�r den Bereich ohne Abnahme.

Das sind wir der BNetzA schuldig, wenn es zu St�rungen k�me,
w�rden die auch bei k�nftigen Versuchsfunkzuteilungen
vorsichtig sein. Da wir aber zeigen wollen, dass wir es k�nnen,
wird entsprechend bereits bei uns getestet.

hannes wendelfinger

unread,
Jun 12, 2009, 9:58:38 AM6/12/09
to
Oliver Bartels wrote:
> Draht: Das l�uft als Erg�nzung zum TAL Vertrag, es wird sicher
> recht lustig, wenn in K�rze der Auftrag zur Evaluierung bei DTAG
> eingeht ;-) Vorher machen wir selbstredend alles 100% rund.

Das waere meine naechste Frage gewesen, ich hatte vorhin diesen
Heiseartikel und eure Mvox und Meconet PDFs gefunden, liest sich ganz
interessant, und auch die Geschichte mit kabelbasiertem CIFDM. Die DTAG
wacht doch recht streng auf ihren TALs. Wie ist das mit CIFDM, wie kann
man das vereinfacht gesagt mit aktuellen Uebertragungsverfahren vergleichen?

In den PDFs war da von MVOX SDSL KVZs die Rede, ist dann CIFDM eine Art
Abwandlung eines bestehende Standards, bildhaft gesprochen ein dialekt
von SDSL z.B., kann man CIFDM auch fuer ADSL2+, VDSL2 usw benutzen? Kann
man vereinfacht sagen, dass CIFDM immer weniger stoert als aktuelle
bisherige Varianten dieser Breitbanduebertragungsstandards? Wieso ist es
dann nicht automatisch erlaubt, wenn man es physikal. so als generell
weniger stoerend beschreiben kann?

MfG.

Michael Unger

unread,
Jun 12, 2009, 11:15:08 AM6/12/09
to
On 2009-06-12 15:13, "Oliver Bartels" wrote:

> [...]


>
> Befor wir neue Software (das ist ja ein Software Defined Radio)
> "on air" gehen lassen, wird der Antennenport sinnvollerweise

> erstmal mit einem Dämpfungsglied mit einem Spektrumanalysator


> verbunden und das Signal entsprechend untersucht.

Ich vermute aber, dass Ihr für die Umsetzung in den GHz-Bereich
konventionelle Mischer einsetzt.

> [...]

Michael

--
Real names enhance the probability of getting real answers.
My e-mail account at DECUS Munich is no longer valid.

Oliver Bartels

unread,
Jun 12, 2009, 12:06:14 PM6/12/09
to
On Fri, 12 Jun 2009 17:15:08 +0200, Michael Unger
<spam.t...@spamgourmet.com> wrote:
>Ich vermute aber, dass Ihr f�r die Umsetzung in den GHz-Bereich
>konventionelle Mischer einsetzt.

Je nachdem, wie "konventionell" man einen Direct Conversion
Vektormodulator mit optional zus�tzlichem Frequenzversatz
per 800MSPS DDS ansieht ;-)

Aber klar, am Ende vom Tag ist da eine Gilbertzelle (oder zwei ;-)
und danach irgendwo sp�ter ein Leistungstransistor oder zwei.

Spielt aber keine Rolle, da die Signalformung im Basisband
erfolgt, eventuelle Nichtliniarit�ten des PA kann man ebenfalls dort
vorab korrigieren, das ist Stand der Technik.

Oliver Bartels

unread,
Jun 12, 2009, 12:02:17 PM6/12/09
to
On Fri, 12 Jun 2009 15:58:38 +0200, hannes wendelfinger
<inv...@invalid.invalid> wrote:
>Das waere meine naechste Frage gewesen, ich hatte vorhin diesen
>Heiseartikel und eure Mvox und Meconet PDFs gefunden, liest sich ganz
>interessant, und auch die Geschichte mit kabelbasiertem CIFDM. Die DTAG
>wacht doch recht streng auf ihren TALs. Wie ist das mit CIFDM, wie kann
>man das vereinfacht gesagt mit aktuellen Uebertragungsverfahren vergleichen?

Ja, es st�rt auch weniger. Wir haben selber Kabelmessm�glichkeiten
und es zeigt sich, dass auch da der Effekt greift.

Der Punkt ist, dass wir ann�hernd mit Gauss-Funktionen geformte
Pulse senden, da die Gauss-Funktion die Eigenfunktion der
Fouriertransformation ist, bleibt der Einflu� in Zeit- wie Frequenz-
ebene jeweils m�glichst klein. Das gilt insbesondere, wenn
das Signal der Nachbar-TAL wie bei DMT im Empf�nger
wieder einer Fouriertransformation unterzogen wird.

Die Gaussfunktion hat das kleinstm�gliche Zeit-/Bandbreite-
Produkt, sie wird auch z.B. bei der Erkl�rung der Heisenbergschen
Unsch�rferelation als Mass hergenommen.

>In den PDFs war da von MVOX SDSL KVZs die Rede, ist dann CIFDM eine Art
>Abwandlung eines bestehende Standards, bildhaft gesprochen ein dialekt
>von SDSL z.B., kann man CIFDM auch fuer ADSL2+, VDSL2 usw benutzen?

Man k�nnte �hnliche A- oder S- Varianten daraus bauen, aber
CIFDM ist ein v�llig eigenes �bertragungsverfahren, nicht
kompatibel zu den genannten. Es ben�tigt einen v�llig neuen
CODEC, es ist keine "kleine �nderung" zu ADSL oder SDSL.

Es gibt zwei geplante Varianten f�r CIFDM auf Kabel:
a) Zuf�hrungssystem mit hoher Datenrate zu einem
neuen Schaltverteiler, welcher gem�� der Entscheidung der
BnetzA zu setzen ist.

D.h. HVT <== CIFDM ==> Schaltverteiler <== xDSL ==> Kunde.

b) Direkt vom HVT/Kvz zum Endkunden.

Die Modems zu b) sind etwas aufwendiger, daf�r sind die
Ausbaukosten reduziert.

>Kann
>man vereinfacht sagen, dass CIFDM immer weniger stoert als aktuelle
>bisherige Varianten dieser Breitbanduebertragungsstandards?

Ich denke, diese Verallgemeinerung ist bei vergleichbaren
Sendeparametern (Leistung, Bandbreite etc.) im Gro�en und
Ganzen erlaubt. Es hat das beste BT Produkt aller Verfahren
sowohl bez�glich des Sende- als auch bez�glich des
Empfangsfilters. Es ist ein Matched-Filter-Verfahren und
holt daher ein f�r diese Filterkombination optimales S/N raus.

Bei ADSL kommt ein Phasenbruch zwischen den Symbolen
hinzu, der sich aus dem Cyclic Prefix ergibt. Angenommen,
man w�hlt jenen Tr�ger, der innerhalb des FFT Blocks
genau einer Sinusschwingung von Anfang bis Ende
entspricht. Dann verl�ngert der Cyclic Prefix diesen Sinus
bis zu einem gewissen Phasenwinkel, der dann abrupt in
einem anderen Winkel an der Symbolgrenze �bergeht,
selbst wenn die Phasenlage der Modulation unver�ndert ist.
D.h. OFDM/DMT produziert einerseits an der Symbolgrenze
ziemlich viel breitbandigen M�ll, andererseits ist dessen
Rechteck-"Filter" genau dort auch f�r St�rungen empf�nglich.
Das ist locker f�r eine Verschlechterung von 10dB gut.

Man hat bisher OFDM/DMT aus Gr�nden der Einfachheit
verwendet, eine Hardware-FFT konnte man auch 1990
schon bauen, die wird einfach zyklisch verl�ngert und als
Samplefolge auf die Leitung geblasen. Der Empf�nger kann
recht einfach wegen des Faltungssatzes der Fouriertransformation
aus einer �berlagerung dieser Folgen wieder eine
R�cktransformation vornehmen, ein Zeitversatz f�hrt in der
Frequenzebene lediglich zu einer Phasendrehung, die per
komplexer Multiplikation korrigiert wird. Das Verfahren ist
einfach, es ist auf ungest�rten TAL effizient, da orthogonal.
Eine Optimalfilterung ist aber etwas _ganz_ anderes.

CIFDM filtert sehr gut, muss aber zwecks hoher Datenrate
die K�mme ineinanderschieben, um die Orthogonalit�t
des DMT zu ersetzen. Das geht sehr gut, die
lassen sich nachher auch gut trennen, allerdings war
bisher nicht bekannt, wie man das Problem des effizienten
_Erzeugens_ (die Analyse ist einfach) des krummen
Abstands zwischen den Kamm-Symbolen l�st, denn
im Dreieck kommen f�r Diagonalen gerne Distanzen
wie "Wurzel aus 2 bzw. 3" vor. Bei der FFT ist aber die
Symbolrate mit der Anzahl der Untertr�ger und der
Samplerate (und damit der Bandbreite) fest verkn�pft.
Hinzu kommt, dass bei CIFDM die Symbole wie bei einer
klassischen Matched Filter �bertragung (Fax & Co.)
flie�end ineinandergreifen, ein Symbol hat theoretisch
eine unendliche Ausdehnung in die Vergangenheit
wie in die Zukunft.

Das Problem wird durch eine neuartige Signalverarbeitungs-
struktur gel�st, die liegt ebenfalls beim Patentamt.
Grob dient die FFT nur als Rechenhilfe f�r eine
Mischer/Filter-Kombination (Polyphasenfilter), der Gag ist,
dass bei diesem speziellen Polyphasenfilter durch eine
geschickte Anordnung der Abtastwerte und Wahl einer
Bitmaske im Rahmen eines Bitreversal (das nicht das
der FFT ist!) ganz bestimmte (n�mlich die richtigen ;-)
Abtastwerte wiederholt werden und alle FFT aus
Vergangenheit wie Zukunft geeignet permutiert werden.

Das ist alles, nur leider nicht trivial und nicht einfach
zu verstehen. Aber es funktioniert ;-)

Es gibt eine Full Duplex Implementierung in einem FPGA,
um die Frage "wie real ist das" zu beantworten.

Bei CIFDM hat man btw. auch die M�glichkeit, Uplink-
und Downlink st�ckweise ineinander zu verschachteln
und wir haben auch einen neuen variable Impedance
Leitungstreiber.

>Wieso ist es
>dann nicht automatisch erlaubt, wenn man es physikal. so als generell
>weniger stoerend beschreiben kann?

<mode=Loriot>
Weil alte Postb�rokraten manchmal viel b�rokratischer sein
k�nnen als echte Beamte ...
</mode>

Nein, ich will jetzt kein Telekom Bashing anfangen, es
macht prinzipiell schon Sinn, auf neue Verfahren zu schauen.
Es gibt durchaus Verfahren wie Reach, die echt Probleme
mit ISDN machen.

Andererseits ging das bei dem Kontakt, den ich mal nach
Bonn hatte, so, dass irgendwelche Leute dann gestern
gleich den fix- und fertigen DSLAM haben wollten, mit
vollem Management-Tralala, und das geht bei einem
grundlegend neuen Verfahren halt nicht so schnell.

Die Arroganz "Gro� kauft nur bei Gro�" ist da schon sehr
ausgepr�gt, das k�nnte nat�rlich in unserem Fall voll nach
hinten losgehen, wenn die weiter so schlafen.
Es gibt n�mlich andere (sehr Gro�e ;-), die sehr ernsthaft
um uns bem�ht sind, und soetwas kann durchaus massiven
Einflu� auf ein Gesch�ftsmodell haben.

Auto vs. Pferdekutsche, you know ;-)

Michael Unger

unread,
Jun 12, 2009, 12:51:08 PM6/12/09
to
On 2009-06-12 18:02, "Oliver Bartels" wrote:

> [...]


>
> Es gibt eine Full Duplex Implementierung in einem FPGA,
> um die Frage "wie real ist das" zu beantworten.

Ist das eine effiziente Lösung? Ich denke mal, "throw hardware at it"
hilft hier nur begrenzt. Gibt es Überlegungen, ab welcher Datenrate ein
(Semi-) Custom-IC notwendig wird oder auch nur sinnvoll ist?

Oliver Bartels

unread,
Jun 12, 2009, 1:17:25 PM6/12/09
to
On Fri, 12 Jun 2009 18:51:08 +0200, Michael Unger
<spam.t...@spamgourmet.com> wrote:
>Ist das eine effiziente L�sung? Ich denke mal, "throw hardware at it"
>hilft hier nur begrenzt. Gibt es �berlegungen, ab welcher Datenrate ein

>(Semi-) Custom-IC notwendig wird oder auch nur sinnvoll ist?

Die FPGA L�sung kommt auf >100 MBit/s, das ist weniger
das Problem.

Sie ist auch unheimlich flexibel.

Es gibt zwei Einschr�nkungen:
a) Sie ist sp�rbar teurer als ein ASIC, was f�r die Basisstation
keine Rolle spielt, wohl aber f�r das Kundenmodem.
b) Sie produziert mehr W�rme und ist etwas langsamer, weil
die Routing Delays (also die Verz�gerungszeit von Gatter A
nach Gatter B im Array) dominieren.

Man sollte aber bedenken, dass es in der Einf�hrungsphase
kaum eine Alternative gibt, �nderungen an ASIC Masken sind
speziell bei der n�tigen 90nm Technologie eine extrem teure
Angelegenheit. D.h. ASIC lohnt erst ab St�ckzahlen >100000,
mit einem 300nm ASIC kommt man da nicht weit.

Sprich: Wenn der "Stick" kommt, gibt es einen ASIC.

Nur mal so: Wir haben rund 80 Multiplizierer in dem FPGA
beansprucht, da sind neben vier Hardware-FFT-Einheiten
auch zwei Vektor DSP's und die ganze Filterbank-Hardware
drin, plus der Tralala Richtung Datenseite (Encryption etc.)
und Richtung Funk/Leitung (Up/Downsampling, PA Korrektur).
Das l��t sich auch kaum simulieren, es braucht einfach den
Praxistest und die schnelle �nderungsm�glichkeit, wobei
"schnell" relativ ist, ein neuer FPGA Code braucht mehr als
eine Stunde Rechenzeit (geladen ist er dann nat�rlich
in Sekunden).

Das mit dem FPGA ist schon eine richtig vollwertige L�sung,
auch viele GSM und UMTS Basisstationen basieren nur
auf FPGA.

Michael Unger

unread,
Jun 12, 2009, 1:48:29 PM6/12/09
to
On 2009-06-12 19:17, "Oliver Bartels" wrote:

> Die FPGA Lösung kommt auf >100 MBit/s, das ist weniger


> das Problem.
>
> Sie ist auch unheimlich flexibel.

Unbestritten, denn die FPGAs gibt es ja "off the shelf" -- zumindest,
sofern nicht "allocation" herrscht.

> [...]
>
> Man sollte aber bedenken, dass es in der Einführungsphase
> kaum eine Alternative gibt, Änderungen an ASIC Masken sind
> speziell bei der nötigen 90nm Technologie eine extrem teure
> Angelegenheit. D.h. ASIC lohnt erst ab Stückzahlen >100000,


> mit einem 300nm ASIC kommt man da nicht weit.
>
> Sprich: Wenn der "Stick" kommt, gibt es einen ASIC.

Noch 2009, oder doch erst 2010? ;-)

Oliver Bartels

unread,
Jun 12, 2009, 1:57:10 PM6/12/09
to
On Fri, 12 Jun 2009 19:48:29 +0200, Michael Unger
<spam.t...@spamgourmet.com> wrote:
>On 2009-06-12 19:17, "Oliver Bartels" wrote:
>> Sprich: Wenn der "Stick" kommt, gibt es einen ASIC.
>Noch 2009, oder doch erst 2010? ;-)

Realistisch 2010, es gibt hohe Nachfrage, aber alleine die
n�tigen Runs kosten viel Zeit und Geld und das macht man
nicht, bevor nicht alles wirklich 100%ig sicher ist.

F�r die aktuelle Funk- und Festnetzthematik in .de
reicht FPGA.

Shinji Ikari

unread,
Jun 12, 2009, 2:22:34 PM6/12/09
to
hannes wendelfinger <inv...@invalid.invalid> schrieb

>> selbe Anbindung 4 Stueck E1 bezahlt?
>was ich nicht ganz verstehe ist diese E1 bezeichnung. was verbirgt sich
>dahinter technisch?

http://de.wikipedia.org/wiki/Synchrone_Digitale_Hierarchie
Ueber den dicken Daumen kann man sagen, dass E1 eine 2Mbit/s
Verbindung ist.

>mir wurden von der dtag diese klassischen (noch vor
>cc-flex zeiten) companyconnect2m verkauft, und es wurde immer behauptet
>es waere ja alles viel besser als das was alle anderen verkaufen weil
>e1, aka standleitung, an der wand hing dann eines dieser nt2kmu oder wie
>sie auch alle heissen.

NT2MKU sind die Endgeraete (NT) fuer HDSL Technik auf KUpferbasis. Ja,
das klingt nach einer 2Mbit/s Standleitung (bidirektional).
Ja, das ist (auch aufgrund der Moeglichkeit der Zwischenregeneration)
die Moeglichkeit diese ca. 2MBit/s stabil zu ermoeglichen.
Im Gegensatz zu ueblichen Consumer T-DSL Anbindungen erreicht man hier
durch (mehrere) ZWR ohne Geschwindigkeitsverlust grosse
Streckenlaengen.

>der telekomtechniker sagte mir dass sei hdsl, und tolle qualitaet, und
>repeaterfaehig und besonders wichtiger dtag kunde, und man wuerde uns
>den arsch kuessen etc.... war auch arschteuer sozusagen....

Ja, die sind teurer, dafuer werden bei der Bereitstellung und
Entstoerung von den rosa Jungs auch Tiefbauarbeiten in Kauf genommen.
Ein paar ZWR verbuddeln sich nicht von selbst.

>was heisst jetzt e1 eigentlich technisch gesehen genau, ist das genormt
>was da physikalisch zum uebertragen genommen wird? e1=2mbit ueber hdsl?

E1 ist anzusehen wie 2MBit/s. Ob man dafuer als Transportmedien HDSL,
SHDSL, HDB3, Kupfer, Glas, Richtfunk oder spezielle Buendelungssysteme
nimmt ist egal. Es zaehlt, was hinterher heraus kommt.
je nachdem, was man haben will, kann man bei den verschiedenen
Anbietern auch unterschiedliche Schnittstellen und Auspraegungen
bekommen.

>ich hatte schon oft von salesdroiden den spruch, ne echte standleitung
>ist nur das was e1 heisst, alles andere ist billiger mist, sdsl usw.

Tja, das ist hier eben ein problem (und damit sind wie wieder bei
DSL):
das ADSL, dass der Standardconsumer bekommt ist ein billiges Produkt.
Wenn man die unterschiedlichen Datenraten (up/down und auch
wechselnde Geschwindigkeiten bei/durch resync) akzeptiert und auch
damit lebt, dass die Ausfallrate weit hoeher und die Entstoerung fuer
Consumerprodukte nicht so hoch priorisiert wird, kann man sowas im
Rahmen des vertraglich erlaubten nutzen.
Das gibt im Prinzip auch fuer VDSL.
Die Business-Produkte haben hingegen (je nachdem ob man es
wuenscht/bestellt) gleiche up/down Datenraten, werden bei zu grossen
Daempfungen (Streckenlaenge) und Stoerunegn bevorzugt (um)geschaltet
und im Bedarfsfall werden auch Zwischenregeneratoren eingesetzt um die
stabile Datenrate zu ermoeglichen.
Selbstverstaendlich gibt es auch da Ausfaelle, doch wird da je nach
Netzbetreiber ein erheblicher Aufwand betrieben, um das wieder hin zu
bekommen.

>wieso kostet ne e1
>vielfaches von "billig"produkten,

Bei Strecken mit bis zu 7 ZWR (HDB3 oder HDSL) im Tiefbau sind allein
die Bereitstellungskosten durch die Tiefbaufirmen sehr hoch. Das Geld
will dann auch irgendwann wieder 'rein kommen.

>oder wieso ist eine e1 auch nur hdsl,

Eine E1 ist nicht zwingend HDSL. Es gibt einige Varianten eine E1
bereit zu stellen (siehe oben).

>und
>g.shdsl ist ja scheinbar eine weiterentwicklung von hdsl, also wieso ist
>das was heute als shdsl verkauft wird nicht genau so toll wie e1?

SHDSL (auch vereinfacht SDSL genannt - aber nicht mit dem billigeren
SDSL zu verwechseln) ist der naechste Schritt gewesen.
HDSL ist aelter, aber kann mit 2Doppeladern groessere Strecken
ueberbruecken und eien groessere Anzhal von ZWR beinhalten.
SHDSL laeuft auf 1Doppelader und kann je nach Variation bis zu 4 ZWR
beinhalten [bei den vorher erwaehnten Ethernetconnect10M sind nur 2
Stueck moeglich].
SHDSL wird bevorzugt eingesetzt, ist aber, weil es neurere Technik und
nicht bei allen Netzanbietern bundesweit verfuegbar ist, teilweise mit
zusaetzlichen umfangreichen Neuaufbauten in den Lokationen verbunden.
Jede dieser Techniken (HDSL und SHDSL) hat ihre Vor- und Nachteile und
im Bezug auf Nutzdatenrate der E1 Strecke ist da fuer den Nutzer kein
Unterschied. Deshalb wird beispielsweise bei den rosa Jungs bei diesen
Business-Technikern fuer jede Strecke manuell geprueft, was und wie es
sinnvoll moeglich ist.
Hier wird nicht einfach nur in einem System vollautomatisch eine
Doppelader durchgebucht.

Oliver Bartels

unread,
Jun 12, 2009, 3:54:56 PM6/12/09
to
On Fri, 12 Jun 2009 20:22:34 +0200, Shinji Ikari <shi...@gmx.net>
wrote:

>http://de.wikipedia.org/wiki/Synchrone_Digitale_Hierarchie
>Ueber den dicken Daumen kann man sagen, dass E1 eine 2Mbit/s
>Verbindung ist.

E1 ist 2048 MBit/s, so nicht Daten f�r das Framing abgehen.

Aber E1 ist _nicht_ SDH, sondern PDH, auch wenn man E1
als VC12 �ber SDH f�hren kann.

SDH f�ngt real ab STM-1 / 155 MBit/s an und ist u.a. das
Tr�germedium f�r auch E1 und E3 auf der Ferndistanz.

E1 transparent sind wirklich einfach nur 2048000 Bits pro
Sekunde reingetaktet und am anderen Ende wieder
rausgetaktet, wobei der Takt innerhalb gewisser Grenzen
mit �bertragen wird.

Bei G.703 ganz einfach abwechselnd ein positiver oder
negativer Puls f�r ein "1" Bit und kein Puls f�r ein "0"
Bit sowie eine Sonderregelung (Puls in die falsche
Richtung, also nicht wechselnd), falls vier "0" Bits
aufeinander folgen, damit der Takt nicht verloren geht,
sowie da wieder eine Regelung, um das Signal
gleichspannungsfrei zu halten.

Thats it.

Ob die Bits IP Daten, PCM30 oder hochaufl�sende
Abtastwerte eines bayerischen Defiliermarschs ohne
jedes IP Framing sind, ist der Leitung v�llig egal. Sie "wei�"
gar nicht, ob die Bits ein IP Paket bilden und kann und
darf daher auch keine IP Pakete wegwerfen.

>E1 ist anzusehen wie 2MBit/s. Ob man dafuer als Transportmedien HDSL,
>SHDSL, HDB3, Kupfer, Glas, Richtfunk oder spezielle Buendelungssysteme
>nimmt ist egal. Es zaehlt, was hinterher heraus kommt.

Korrekt.

>Tja, das ist hier eben ein problem (und damit sind wie wieder bei
>DSL):
>das ADSL, dass der Standardconsumer bekommt ist ein billiges Produkt.
>Wenn man die unterschiedlichen Datenraten (up/down und auch
>wechselnde Geschwindigkeiten bei/durch resync) akzeptiert und auch
>damit lebt, dass die Ausfallrate weit hoeher und die Entstoerung fuer
>Consumerprodukte nicht so hoch priorisiert wird, kann man sowas im
>Rahmen des vertraglich erlaubten nutzen.

Nein, das ist so nicht richtig, auch wenn es immer wieder so
kolpotiert wird.

ASDL/SDSL muss kein billiges Produkt sein, der Punkt ist ein ganz
anderer:

Ein ADSL/SDSL "wei�" im allgemeinen von IP bzw. ATM Paketen
und kann daher in der Zuf�hrung _�berbucht_ werden.
Dadurch, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass alle Kunden
gleichzeitig die Maximalbandbreite aussch�pfen, wird der Backhaul
mal dem einen und mal dem anderen Kunden zugeteilt und ist
dementsprechend g�nstiger zu realisieren.

Hingegen muss bei PDH/SDH der Datenstrom auf der gesamten
Strecke fest reserviert sein, da den Bits per se erstmal keine
Bedeutung zugeordnet ist.

Wir haben z.B. 4,6M SDSL Anschl�sse von der M"Net, die sind
sehr wohl mit Qualit�tsgarantien �hnlich PDH E1 versehen, auch
mit Bandbreitengarantien bzgl. der �berbuchung. In dem Fall
l�uft das so, dass dann per QoS die preiswerteren Privatkunden-
ADSL zur�ckstecken m�ssen, was aber sehr selten passiert.

Trotzdem hat der Carrier einen gro�en Vorteil: Immer, wenn wir
nichts senden, kann er die Bandbreite anderweitig vergeben.
Und da das statistisch h�ufig genug geschieht, ist der Anschlu�
entsprechend g�nstiger.

>Selbstverstaendlich gibt es auch da Ausfaelle, doch wird da je nach
>Netzbetreiber ein erheblicher Aufwand betrieben, um das wieder hin zu
>bekommen.

So die Theorie und so war es fr�her.

Als bei uns bei einer STM-1 mit ausgefallenem Erstweg nach
_10_Tagen_ (!) der Service meinte, man m�sste mal schauen,
wie da die Vertragssituation mit den beiden Wegen sei, da hat
es mir schiergar die Socken ausgezogen.

Es gab dann ein freundliches, aber bestimmtes Donnerwetter.

>Bei Strecken mit bis zu 7 ZWR (HDB3 oder HDSL) im Tiefbau sind allein
>die Bereitstellungskosten durch die Tiefbaufirmen sehr hoch. Das Geld
>will dann auch irgendwann wieder 'rein kommen.

HDB3 will man auf TAL eigentlich gar nicht mehr, durch die fehlende
Mehrstufencodierung und das fehlende Scrambling ist das Signal
sehr hochfrequent und produziert abh�ngig vom Datenmuster
lustige St�rungen.

HDB3 ist hingegen immer noch das Protokoll zur Kupfer-�bergabe
auf G.703, siehe oben.

>SHDSL (auch vereinfacht SDSL genannt - aber nicht mit dem billigeren
>SDSL zu verwechseln) ist der naechste Schritt gewesen.
>HDSL ist aelter, aber kann mit 2Doppeladern groessere Strecken
>ueberbruecken und eien groessere Anzhal von ZWR beinhalten.

HDSL ist einfach 2B1Q, d.h. vier Zust�nde pro Symbol
("00","01","10","11"), somit die halbe h�chste Frequenz und
wegen der Tiefpasscharackteristik der TAL viel mehr Reichweite.

>SHDSL laeuft auf 1Doppelader und kann je nach Variation bis zu 4 ZWR
>beinhalten [bei den vorher erwaehnten Ethernetconnect10M sind nur 2
>Stueck moeglich].

SHDSL/SDSL ist IMHO eine Sammelbecken-Bezeichnung
f�r vielerlei Zeug mit PAM (Pulsamplitudenmodulation, also
einfach Spannungswerte mit Matched Filter auf die TAL,
z.B. 16 Spannungen f�r 4 Bit, aber davon die untersten 2 Bit
zu einem per Convolutional Encoding ("Trellis"-like/Viterbi)
zusammengefasst.

Da gibt es dann eben die feinen Unterschiede zwischen
synchronem Betrieb und ATM/IP.

Jörg Tewes

unread,
Jun 12, 2009, 5:03:00 PM6/12/09
to
Oliver Bartels schrub

> Und all diese Kunden von Schleswig-Holstein bis S�dbayern
> werden �ber IP Routing L�sungen versorgt, die hier in Erding in
> jahrelanger Arbeit entwickelt und nicht aus China zugekauft wurden.

Und all diese Kunden sind bereit daf�r ein Haufen mehr Geld auszugeben
als der Massenmarktkunde dies ist.


Und Tsch�ss J�rg

--
"You're so cute when you're worried about investigating someone close to
you."
(Ivanova (to Garibaldi), "A Race Through Dark Places")

Jörg Tewes

unread,
Jun 12, 2009, 5:00:00 PM6/12/09
to
Marcel Pennewi� schrub

> Rupert Haselbeck wrote:

>> Worin besteht das Mi�management?

> Schaltung von ADSL auf "Teufel komm raus" obwohl die Auswirkungen

> hinl�nglich bekannt sind. Bl�des Beispiel: Wenn deine Imbissbude
> nur noch f�r 50 Leute Pommes hat und 100 dastehen, dann bekommt
> doch nicht auch jeder nur die H�lfte oder?

Wenn der Kunde einverstanden ist und bereit ist denselben Preis wie
f�r eine volle Portion zu bezahlen, warum nicht? Und wenn man vor der
Wahl steht zu verhungern, oder eine halbe Portion zum vollen Preis zu
nehmen, k�nnte ich mir vorstellen die halbe Portion zu nehmen.

Verhungern w�re hier jetzt gleichzustellen mit gar kein DSL.


Und Tsch�ss J�rg

--
"I don't trust telepaths. Never have, never will."
(Garibaldi, "The Gathering")

Jörg Tewes

unread,
Jun 12, 2009, 4:55:00 PM6/12/09
to
Oliver Bartels schrub

> On 12 Jun 2009 07:34:57 GMT, Chris <m...@privacy.net> wrote:
>> Auf jeden Fall drohen sie ja jetzt damit, den Anschluss auf 384kb
>> zu drosseln.

> Es ist halt die Frage, ob Du Dich darauf einlassen willst.

Naja K�ndigung ist beiderseits m�glich.

[...]


> Denn nichtsdestotrotz hast Du einen Vertrag �ber einen DSL mit
> einer Datenrate von 1000 kBit/s, diese mal eben von heute
> auf morgen einseitig auf unter 40% runterzusetzen d�rfte
> rechtlich kaum m�glich sein.

Wenn der Kunde zustimmt sicherlich.

> Entsprechende Klauseln in den AGB werden kaum standhalten, die w�ren
> IMHO bestenfalls �berraschend und damit nichtig.

Du meinst die Klausel wo drin steht das man mit Zustimmung des Kunden
auch einen 384 Kbit/s Anschlu� schaltet? Naja und wenn der Kunde
nicht zustimmt, kann man halt keinen DSL Anschlu� bekommen. Ich denke
schon das die Telekom das technisch begr�nden kann.


Und Tsch�ss J�rg

--
A theologian is like a blind man in a dark room searching for a black cat
which isn't there - and finding it!

Oliver Bartels

unread,
Jun 13, 2009, 1:36:51 AM6/13/09
to
On Fri, 12 Jun 2009 23:03:00 +0200, J�rg Tewes <jogi...@gmx.net>
wrote:

>Und all diese Kunden sind bereit daf�r ein Haufen mehr Geld auszugeben
>als der Massenmarktkunde dies ist.

Woran man sieht, dass es sehr wohl einen Premium Markt
auch bei DSL gibt. Denn selbst wenn irgendwann mal die
Billisch-Anbieters anklopfen, bleiben trotzdem ganz viele
Kunden bei uns.

Weil es n�mlich gen�gend Menschen gibt, denen ihre
Lebenszeit und der gesparte �rger mit dummen Callcentern,
hopplahopp gedowngradeten Anschl�ssen, nur mit
"war niemand da" Zettel pr�senten Teckies und belegten
Ports usw. viel mehr wert ist als die gesparten paar Euro.

Und es gibt auch einige, die stinkig dar�ber sind, dass
sie von einem magentafarbenen Anbieter fast ein
Jahrzehnt hingehalten worden sind und dem jetzt
freundlich aber bestimmt "LMAA" sagen ;-)
Da braucht es dann mindestens ein weiteres Jahrzehnt,
um den �rger verblassen zu lassen.

Wir haben in einigen Orten noch ganz viele Kunden,
obwohl die Telekom dort mit Outdoor DSLAM inzwischen
pr�sent ist. Genau _das_ bereitet einigen Leuten beim
lieben Wettbewerb Kopfzerbrechen, diese Premium
Kunden sind n�mlich dann _dauerhaft_ weg. Und wenn
wir CIFDM auf Draht ausrollen und damit auf Draht
ein echtes technisches Unterscheidungsmerkmal haben,
das f�r einiges Mehr an Durchsatz und Qualit�t auch
bei langen TAL gut ist, werden es noch viel mehr werden.

Die powersaugenden Billigproviderhopper d�rfen die Telekom
und 1&1 & Co. gerne behalten ;-)

Und ob Du es glaubst oder nicht: Viele wollen einfach
nur eine funktionsf�hige L�sung, Geiz ist nicht f�r jeden geil.

Wolfgang Jäth

unread,
Jun 13, 2009, 2:35:23 AM6/13/09
to
Oliver Bartels schrieb:

> On 12 Jun 2009 07:34:57 GMT, Chris <m...@privacy.net> wrote:
>> Auf jeden Fall drohen sie ja jetzt damit, den Anschluss auf 384kb zu drosseln.
>
> Es ist halt die Frage, ob Du Dich darauf einlassen willst.

Ist nicht auch bei der Telecom fᅵr DSL1000 die Rᅵckfalloption aka
Mindestgarantie nur 384kb? Dann hᅵtte der Kunde doch gar keine Wahl, oder?

Wolfgang
--

Oliver Bartels

unread,
Jun 13, 2009, 4:08:48 AM6/13/09
to
On Sat, 13 Jun 2009 08:35:23 +0200, Wolfgang J�th
<jawo.us...@goldmail.de> wrote:
>Ist nicht auch bei der Telecom f�r DSL1000 die R�ckfalloption aka
>Mindestgarantie nur 384kb? Dann h�tte der Kunde doch gar keine Wahl, oder?

Doch, er kann sagen:
"Bitte vertragsgem�� liefern und bitte ordentliche _schriftliche_
�nderungsk�ndigung, wenn ein Downgrade kommen soll."

Einfach "mal eben, hopplahopp" runtersetzen ist nicht, egal
was in den AGB drinsteht. Eine derartige Klausel d�rfte rechtlich
kaum Bestand haben.

Und ob man _das_ wirklich m�chte, dass man dem Kunden
schriftlich eine �nderungsk�ndigung als Bescheinigung der
eigenen technischen Unf�higkeit gibt, das wage ich arg
zu bezweifeln. Dann kommt lieber der Bautrupp.

Gru� Oliver

P.s.: Ich hab' durchaus Verst�ndnis f�r technische Probleme,
Fehler passieren, auch bei uns, Technik kann zicken machen.
Alles soweit klar.

Ich hab' aber kein Verst�ndnis daf�r, wenn man so ein Netz
regelrecht vergammeln l��t. Wir hatten heute morgen schon
das dritte Mal innerhalb eines Monats, immer zum Wochenende,
einen Totalausfall _aller_ Zuf�hrungsleitungen nach Schnaitsee.
Da sind auch diverse Business-Produkte mit SLA dabei.
Unsere Kunden haben bis auf eine kurze Unterbrechung nichts
gemerkt, da Schwenk auf die von der Telekom unabh�ngige
Richtfunkzuf�hrung, die jetzt auch ausgebaut wird, weil wir
den �rger jedesmal zum Wochenende einfach leid sind.

Und diese "hoppla, ab morgen liefern wir nicht mehr" Mentalit�t,
die geht im TK Gesch�ft gleich gar nicht und dreimal nicht.
Da nimmt man den Stempel "Lieferant unzuverl�ssig" und
das war es dann. Punkt.

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 13, 2009, 4:08:53 AM6/13/09
to
Wolfgang Jäth schrieb:

> Ist nicht auch bei der Telecom für DSL1000 die Rückfalloption aka
> Mindestgarantie nur 384kb? Dann hätte der Kunde doch gar keine Wahl,
> oder?

oder!
Wenn sich bei Beauftragung von DSL1000 ergibt, daß nur 384kbit/s möglich
sind, dann wird der Auftrag nur nach Rückfrage und mit ausdrücklicher
Zustimmung des Kunden ausgeführt.
Wenn sich, wie im Fall des OP, später Probleme ergeben, dann muß, wenn
eine technische Lösung nicht möglich oder, von wem auch immer, nicht
gewünscht wird, der Vertrag gekündigt werden und endet dann mit Ablauf
einer etwa vereinbarten Mindestlaufzeit bzw. zum Ende der
Kündigungsfrist.

MfG
Rupert

Gert Link

unread,
Jun 13, 2009, 4:42:06 AM6/13/09
to
Oliver Bartels schrieb:

> On Sat, 13 Jun 2009 08:35:23 +0200, Wolfgang J�th
> <jawo.us...@goldmail.de> wrote:
>> Ist nicht auch bei der Telecom f�r DSL1000 die R�ckfalloption aka
>> Mindestgarantie nur 384kb? Dann h�tte der Kunde doch gar keine Wahl, oder?
>
> Doch, er kann sagen:
> "Bitte vertragsgem�� liefern und bitte ordentliche _schriftliche_
> �nderungsk�ndigung, wenn ein Downgrade kommen soll."

wieso gehen hier eigentlich alle davon aus, dass die Telecom das in
diesem Fall nicht auch *genau so* machen wird?

Gr��e Gert

Oliver Bartels

unread,
Jun 13, 2009, 4:49:20 AM6/13/09
to
On Sat, 13 Jun 2009 10:42:06 +0200, Gert Link <gertlin...@gmx.de>
wrote:

>wieso gehen hier eigentlich alle davon aus, dass die Telecom das in
>diesem Fall nicht auch *genau so* machen wird?

Aus leidvoller Erfahrung.

Wir hatten einen derartigen Fall beispielsweise mit einer teuren
10M Standleitung, die heute bestenfalls noch 8M kann und
ohne Ende Zicken gemacht hat, trotz SLA und MLZ.
"Geht halt nicht mehr besser, k�nnen wir nichts machen."
Das kam auch Knall-auf-Fall.

Die �bersprechthematik auf Cu-TAL hat die Telekom einfach
nicht im Griff, da haben sie restlos gepennt und das d�rfen die
Kunden jetzt ausbaden.

Gru� Oliver

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 13, 2009, 4:56:28 AM6/13/09
to
Marcel Pennewiß schrieb:

> Schaltung von ADSL auf "Teufel komm raus" obwohl die Auswirkungen

> hinlänglich bekannt sind. Blödes Beispiel: Wenn deine Imbissbude nur
> noch für 50 Leute Pommes hat und 100 dastehen, dann bekommt doch nicht
> auch jeder nur die Hälfte oder?

Die Probe aufs Exempel machen: Halbiere die Portionen aber laß den Preis
und prüfe, ob die Leute das akzeptieren. Wenn nein, dann reduziere den
Preis oder verkaufe nur an die ersten 50 eine Portion
Und komme mir hier keiner mit sittenwidrig oder Wucher. Dann nehmen wir
anstelle der Pommes für die Verhungernden einfach BILD; die liest
bekanntlich eh keiner...

> Klar. Aber ich kann nicht was verkaufen, wenn ich dadurch andere
> Kunden in Mitleidenschaft ziehe.

Das kommt darauf an, was du verkaufst, welche Eigenschaften dein Produkt
haben muß, um vertragsgerecht zu sein und wie duldsam deine Kunden sind

> Aber vermutlich bin ich zu "lieb" für
> diese Unternehmerwelt.

Vermutlich :-)



> Wurde probiert. Es muss dann aber auch im Rahmen bleiben.
> Der Ausbau des Ortsnetzes sollte geplant werden. Die Telekom hat es in
> 5 Jahren nicht geschafft ein Angebot vorzulegen, obwohl die Stadt auch

> einiges an Geld investieren wollte. Ja, sicherlich hätte ein anderer
> Anbieter ausbauen können.

Lustigerweise kenne ich ein paar derartige Erschließungsgebiete. Die
alternativen Anbieter haben in der Regel nichts gegen die Übernahme der
Kunden, nachdem die Telekom, gerne auch mit Unterstützung der Stadt
oder des Erschließungsunternehmens, die Infrastruktur geschaffen hat,
aber sie nehmen recht ungern Geld in die Hand, um das selbst zu tun.
(Am Ende käme dann ja noch jemand auf die Idee, einen Telekomanschluß
haben zu wollen und man müßte den Gewinn aus der teuren Investition mit
der Telekom teilen. Nein, das Risiko überläßt man lieber der Telekom)
In der Regel bleibt es dann doch dabei, daß die Telekom die Leitungen
verbuddelt und diese dann zu einem mehr oder minder großen Teil an
andere vermieten darf.
Anders mag es in Nischenmärkten aussehen, z.B. in Regionen, welche mit
Standardtechnik nicht abgedeckt werden können. Denn dort kann man
wesentlich höhere Erlöse erzielen als bei einem normalen DSL-Anschluß
und dort wird dann auch mal etwas mehr investiert. Denn derjenige,
welcher unbedingt eine mehr oder minder breitbandige Anbindung haben
möchte und kein DSL bekommen kann, der gibt nunmal notgedrungen auch
deutlich mehr Geld aus, um eine alternative Lösung realisiert zu
bekommen.

MfG
Rupert

Marc Haber

unread,
Jun 13, 2009, 5:42:01 AM6/13/09
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> wrote:
>Doch, er kann sagen:
>"Bitte vertragsgemäß liefern und bitte ordentliche _schriftliche_
>Änderungskündigung, wenn ein Downgrade kommen soll."

>
>Einfach "mal eben, hopplahopp" runtersetzen ist nicht, egal
>was in den AGB drinsteht. Eine derartige Klausel dürfte rechtlich
>kaum Bestand haben.

Nichtsdestotrotz wird der Anbieter diese Aufforderung, wenn sie nicht
vom Anwalt kommt oder gar vom Richter vorgelesen wird, schlicht
ignoriren. Der Papierkorb der Callcenter ist groß und das Fell der
Agenten dick.

Grüße
Marc

--
" Wenn's nur billig genug ist, würden die | Marc Haber
Leute sogar Stockhiebe auf die nackten | Mailadresse im Header
Fußsohlen akzeptieren. " - Carsten Müller | http://www.zugschlus.de/
in de.comp.sys.ibm-pc, 05. Dezember 1998 | No courtesy copies, please!

Oliver Bartels

unread,
Jun 13, 2009, 5:43:06 AM6/13/09
to
On Sat, 13 Jun 2009 10:56:28 +0200, Rupert Haselbeck
<mein-re...@gmx.de> wrote:
>Lustigerweise kenne ich ein paar derartige Erschlie�ungsgebiete. Die
>alternativen Anbieter haben in der Regel nichts gegen die �bernahme der
>Kunden, nachdem die Telekom, gerne auch mit Unterst�tzung der Stadt
>oder des Erschlie�ungsunternehmens, die Infrastruktur geschaffen hat,

>aber sie nehmen recht ungern Geld in die Hand, um das selbst zu tun.

Hier solltest Du unterscheiden zwischen:

a) Erschlie�ungsgebiet im Sinne klassischer Land-Neuerschlie�ung,
also vorher Acker, nachher Wohngebiet.

Hier wird sinnvollerweise derjenige die Kabel ziehen, der schon in
der Nachbarschaft die Kabel hat, alles andere ist �konomischer
Unfug. Man wird kaum die alte Finken-, Amsel- und Drosselgasse
zum HVT f�hren und dann in der neuen Spatzengasse die
Strippen auf die Outdoor-Kiste des Wettbewerbs.
Und derjenige, der dort die klassischen Kupferkabel hat, ist infolge
der �bergabe des alten Bundespost-TAL-Netzes eben meist die
Telekom.

Anders sieht das bei gr��eren Gebieten aus, da kenne ich durchaus
F�lle, in denen das Netz nicht der Telekom geh�rt. Und in der
Verwandschaft hatte ich auch einen Fall, in dem die Telekom noch
nicht mal z�gig Telefon liefern konnte (mangels freier TAL), wohl
aber die KDG.

Und wir sind z.B. in einem gro�en Gewerbebereich s�dlich
von M�nchen mit eigener LWL pr�sent, da schaut es f�r die
Telekom eher sehr mau aus. Zumal wir die gewerblichen Anschl�sse
so bepreist haben, dass die Kunden irgendwie sehr gerne auf dem
Netz sind und kaum Lust auf Magenta haben ;-)

b) Nicht mit _DSL_ erschlossenen Gebieten, siehe unten.

>(Am Ende k�me dann ja noch jemand auf die Idee, einen Telekomanschlu�
>haben zu wollen und man m��te den Gewinn aus der teuren Investition mit
>der Telekom teilen. Nein, das Risiko �berl��t man lieber der Telekom)

N�, aber Du wirst die Aufschaltung des neuen TAL Netzes auf das
bestehende Telekom Netz nur schwer hinbekommen. Da bockt
n�mlich die Telekom ganz gewaltig.

Da �ndert sich aber jetzt, denn die Bundesnetzagentur hat die
Telekom verpflichtet, auch neue Schaltverteiler an geeigneten
�bergabepunkten zu setzen und die Kabelpl�ne rauszur�cken.
Das machen sie nat�rlich auch "trotzdem" grad eben wieder
nicht, ergo ist das Donnerwetter vom Regulierer schon wieder
vorprogrammiert.

>In der Regel bleibt es dann doch dabei, da� die Telekom die Leitungen
>verbuddelt und diese dann zu einem mehr oder minder gro�en Teil an
>andere vermieten darf.

Sie wollen es so. Sie leisten hartn�ckig Widerstand z.B. gegen
eine Netzkopplung mitten im "Feld".

Again: Es gibt noch nicht mal Kabelpl�ne, damit man sehen
k�nnte, wo eine Zusammenschaltung am besten geht, trotz
eindeutiger Regulierungsverf�gung. Wahrscheinlich muss
man erst den "Executor" vorbeischicken, damit der die abholt.

>Anders mag es in Nischenm�rkten aussehen, z.B. in Regionen, welche mit
>Standardtechnik nicht abgedeckt werden k�nnen. Denn dort kann man
>wesentlich h�here Erl�se erzielen als bei einem normalen DSL-Anschlu�


>und dort wird dann auch mal etwas mehr investiert.

So, jetzt zu
b) "kein DSL".

Hier wird, wie Du richtig sagst, mit der Schaltverteiler-Entscheidung
wie auch mit neuen Technologien einiges bewegt.

Dass das teurer sein _kann_ als ein Massenprodukt, das ergibt sich
rein aus der Tatsache, dass es eben kein Massengesch�ft ist und
das im Bereich Internet/DSL/Breitband Skaleneffekte eine ganz
wesentliche Rolle spielen.

Es macht nunmal einen Unterschied, ob auf einer STM-1 schon
1000 DSL Kunden h�ngen und nur 20 dazukommen, oder ob f�r
die 20 Kunden eigens eine STM-1 zu schalten ist. Die gro�en
Anbieter haben hier nat�rlich Skalenvorteile, ein kleinerer kann das
ggf. durch Innovation und neue Technologien kompensieren.

Und ganz ehrlich: Den meisten Leuten, die zehn Jahre lang von
der Telekom kein DSL bekommen haben, denen ist es egal,
ob das jetzt vom Mitbewerb 5 oder 10 Euro mehr pro Monat kostet,
die wollen nur endlich den Anschlu� finden. Zudem ein kleinerer
Anbieter beispielsweise zus�tzlich einen besseren und pers�nlicheren
Service liefern kann, das ist doch auch etwas wert.

>Denn derjenige,
>welcher unbedingt eine mehr oder minder breitbandige Anbindung haben

>m�chte und kein DSL bekommen kann, der gibt nunmal notgedrungen auch
>deutlich mehr Geld aus, um eine alternative L�sung realisiert zu
>bekommen.

Eben. Aber das ist dann normale Marktwirtschaft, solange wie
die L�sung im gro�en und ganzen bezahlbar bleibt.

Es gibt auch kein Grundrecht auf billigste Butter.

Shinji Ikari

unread,
Jun 13, 2009, 6:38:02 AM6/13/09
to
Guten Tag

Oliver Bartels <spam...@bartels.de> schrieb

>>http://de.wikipedia.org/wiki/Synchrone_Digitale_Hierarchie
>>Ueber den dicken Daumen kann man sagen, dass E1 eine 2Mbit/s
>>Verbindung ist.
>E1 ist 2048 MBit/s, so nicht Daten f�r das Framing abgehen.
>Aber E1 ist _nicht_ SDH,

Habe ich auch nicht behauptet.
Ich habe den Link genannt, damit er lesen und den auch dort
hinterlegten Linbks folgen kann.
"...von 2 Mbit/s-Signalen (E1)..."


>>Tja, das ist hier eben ein problem (und damit sind wie wieder bei
>>DSL):
>>das ADSL, dass der Standardconsumer bekommt ist ein billiges Produkt.
>>Wenn man die unterschiedlichen Datenraten (up/down und auch
>>wechselnde Geschwindigkeiten bei/durch resync) akzeptiert und auch
>>damit lebt, dass die Ausfallrate weit hoeher und die Entstoerung fuer
>>Consumerprodukte nicht so hoch priorisiert wird, kann man sowas im
>>Rahmen des vertraglich erlaubten nutzen.
>Nein, das ist so nicht richtig, auch wenn es immer wieder so
>kolpotiert wird.
>ASDL/SDSL muss kein billiges Produkt sein,

1. Ich schrieb "ADSL, dass der Standardconsumer bekommt" und habe SDSL
und Business mit Absicht nicht genannt.
2. ADSL (fuer Standardconsumer) ist im vergleich zu den
Business-Produkten ein billiges Produkt. Ja es muss nicht billiger
sein, aber kein Standardconsumer will 10.000 Euro fuer einen Standard
16Mbit/s ADSL-Anschluss ausgeben, deswegen ist es ein billiges
Produkt.

>der Punkt ist ein ganz anderer:

>Ein ADSL/SDSL "wei�" im allgemeinen von IP bzw. ATM Paketen
>und kann daher in der Zuf�hrung _�berbucht_ werden.
>Dadurch, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass alle Kunden
>gleichzeitig die Maximalbandbreite aussch�pfen, wird der Backhaul
>mal dem einen und mal dem anderen Kunden zugeteilt und ist
>dementsprechend g�nstiger zu realisieren.

Die Preise fielen durch den Massenmarkt und die niedrigen
Servicekosten, wegen eben kaum vorhandenem Service.

>Wir haben z.B. 4,6M SDSL Anschl�sse

das ist kein ADSl fuer Standardconsumer. Hier bist Du im Bereich der
Businessprodukte, Dass es dort anders aussieht, schrieb ich ja.

>Und da das statistisch h�ufig genug geschieht, ist der Anschlu�
>entsprechend g�nstiger.

Guenstig wie ein ADSL fuer Standardconsumer?

>>Selbstverstaendlich gibt es auch da Ausfaelle, doch wird da je nach
>>Netzbetreiber ein erheblicher Aufwand betrieben, um das wieder hin zu
>>bekommen.
>So die Theorie und so war es fr�her.

So ist es auch heute (je nach Anbieter).
Die SDH-Technik wird meist 24/7 mit Personal besetzt.

>Als bei uns bei einer STM-1 mit ausgefallenem Erstweg nach
>_10_Tagen_ (!) der Service meinte, man m�sste mal schauen,
>wie da die Vertragssituation mit den beiden Wegen sei, da hat
>es mir schiergar die Socken ausgezogen.

Tja, ich kenne Deine Vertragsbedingungen nicht.
Wenn es eine High-Performance-Solution oder ein Access-Solution ist,
gibt es dafuer vorgegebene Entstoerfristen und Vertragsstrafen.
Wenn Du es sauber dokumentieren kannst und der Vertrag entsprechend
falsches Verhalten der Techniker hergibt, gib es Deinem Anwalt. Der
holt da dann noch ein bisschen Geld 'raus.

>>Bei Strecken mit bis zu 7 ZWR (HDB3 oder HDSL) im Tiefbau sind allein
>>die Bereitstellungskosten durch die Tiefbaufirmen sehr hoch. Das Geld
>>will dann auch irgendwann wieder 'rein kommen.
>HDB3 will man auf TAL eigentlich gar nicht mehr,

Bitte einschraenken:
HDB3 auf reiner Kuperbasis im bereich oeffentlicher Strecken wird
abgebaut.
HDB3auf Glasfaserbasis, in nicht oeffentlichen Kabeln oder zur
Heranfuehrung an MobFu Standorte ist weiterhin in Betrieb und Neubau.
Und ja, auch in HDB3-Teil-GF-Strecken sind Umsetzungs-ZWr im Einsatz.

Oliver Bartels

unread,
Jun 13, 2009, 10:16:41 AM6/13/09
to
On Sat, 13 Jun 2009 12:38:02 +0200, Shinji Ikari <shi...@gmx.net>
wrote:

>2. ADSL (fuer Standardconsumer) ist im vergleich zu den
>Business-Produkten ein billiges Produkt. Ja es muss nicht billiger
>sein, aber kein Standardconsumer will 10.000 Euro fuer einen Standard
>16Mbit/s ADSL-Anschluss ausgeben, deswegen ist es ein billiges
>Produkt.

Naja, "10000 Euro" wird man im Ortsbereich selbst f�r eine
STM-16 CFV kaum mehr monatlich ausgeben, h�chstens im Jahr.

Es gibt sowas selten, dein AG h�tte hier ein Gl�cklos
bekommen k�nnen, wenn er nicht so bockig auf "ich akzeptiere
nur unsere eigene STM-1 als Zuf�hrung, auch wenn die
eh' mit Schaltung schon �berlastet ist" bestanden h�tte.

>Die Preise fielen durch den Massenmarkt und die niedrigen
>Servicekosten, wegen eben kaum vorhandenem Service.

Ich glaube, Du solltest Dir mal die M"Net ansehen.

Die haben einen sehr guten Service, von dem dein AG sich
eine Scheibe abschneiden kann. Zu vielleicht nicht den
allerbilligsten, aber doch g�nstigen Preisen.

>das ist kein ADSl fuer Standardconsumer. Hier bist Du im Bereich der
>Businessprodukte, Dass es dort anders aussieht, schrieb ich ja.

So ein 4,6M symmetrisch mit Vierdraht kostet erstaunlich
wenig. Man kann sich das durchaus leisten, den bei einem
Mitarbeiter zu installieren.

>Guenstig wie ein ADSL fuer Standardconsumer?

Nicht ganz, aber fast.
Die genauen Vorprodukt-Konditionen sind vertraulich, aber
Du kannst gerne mal hier die Endkundenprodukte ansehen:
http://www.m-net.de/uploads/media/auftrag_sdsl_ff7752.pdf

Du siehst: Wenn ein Carrier taugt, wird das hier auch lobend
erw�hnt.

Und btw.: Wir haben auch neulich von Deinem AG wieder
was erworben, aber ganz andere Sparte. Wenn es taugt,
werde ich berichten.

>Wenn es eine High-Performance-Solution oder ein Access-Solution ist,
>gibt es dafuer vorgegebene Entstoerfristen und Vertragsstrafen.

Die SDH 10 Tage rumgammeln lassen ist einfach nur peinlich,
vorallem f�r einen Gro�konzern der Gr��e Telekom.

Wir haben nicht auf einen Tag Druck gemacht, da Ersatzweg,
wir wissen, dass der Service manchmal personell ausged�nnt ist,
ich hab' ja daf�r Verst�ndnis. Aber die SDH ist die Grundlage
des Netzes, es sind die besten und teuersten Produkte, die
darauf basieren. Da diskutiert man nicht, sowas bringt man
einfach nur schnell in Ordnung, da stellt man den Kunden mit
dem Produkt in jeder Hinsicht zufrieden.

Ergo: Ab in die Ecke ;-)

>Wenn Du es sauber dokumentieren kannst und der Vertrag entsprechend
>falsches Verhalten der Techniker hergibt, gib es Deinem Anwalt. Der
>holt da dann noch ein bisschen Geld 'raus.

Nein, das ist mir zu bl�d.
Ich schreibe einfach dar�ber.

Wenn das nicht gef�llt: Einfach k�nftig besseren Service bieten.

Dann schreibe ich auch wieder, dass mir irgendwas am Telekom
Service besonders gut gefallen hat.

Und ob Du es glaubst oder nicht: Manche Leute lesen, was
ich schreibe, und das kann auch Einflu� auf Kundenentscheidungen
im Gesch�ftskundenbereich haben. Und nein, wir sind hier nicht
von M"Net, Vodafone oder sonstwem gesponsort.

>HDB3auf Glasfaserbasis, in nicht oeffentlichen Kabeln oder zur
>Heranfuehrung an MobFu Standorte ist weiterhin in Betrieb und Neubau.
>Und ja, auch in HDB3-Teil-GF-Strecken sind Umsetzungs-ZWr im Einsatz.

HDB3 Glas ist aber eine _ganz_ andere Baustelle als HDB3 Kupfer.

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 13, 2009, 10:39:28 AM6/13/09
to
Oliver Bartels schrieb:

> Eben. Aber das ist dann normale Marktwirtschaft, solange wie

> die Lösung im großen und ganzen bezahlbar bleibt.

Jo, das ist genau das, was ich in diesem Thread auch schon ein paarmal
betont habe. Hin und wieder aber scheint manch einer der Ansicht zu
sein, es sei böse, nach marktwirtschaftlichen Kriterien zu entscheiden
und zu handeln, möglicherweise in Abhängigkeit davon, wie der Anbieter
heißt



> Es gibt auch kein Grundrecht auf billigste Butter.

Die Butter muß ja nicht so billig sein, kauft eh meist Frau oder
Freundin, so daß mann nicht sieht, was sie kostet, das "Internet" aber
darf nichts kosten, schließlich ist das Auto schon so teuer, und das
Moped!

MfG
Rupert

Marcel Pennewiß

unread,
Jun 13, 2009, 11:07:37 AM6/13/09
to
Gert Link wrote:
>> Doch, er kann sagen:
>> "Bitte vertragsgem�� liefern und bitte ordentliche _schriftliche_
>> �nderungsk�ndigung, wenn ein Downgrade kommen soll."
>
> wieso gehen hier eigentlich alle davon aus, dass die Telecom das in
> diesem Fall nicht auch *genau so* machen wird?

Eigene Erfahrung. Die Runterstufung unsers SDSL-Anschlusses
(Gesch�ftskunde!) von 2MBit auf 1MBit/s, von 1MBit/s auf 512KBit, von
512KBit/s auf 384KBit/s verlief jedesmal _OHNE_ Ank�ndigung mitten am
Tag. Ich bin jedesmal dort vorstellig geworden, nachdem ich erstmal
etwas Zeit in die lokale Fehlersuche und einige "Resyncs" gesteckt hatte.

Marcel

Oliver Bartels

unread,
Jun 13, 2009, 11:08:48 AM6/13/09
to
On Sat, 13 Jun 2009 16:39:28 +0200, Rupert Haselbeck
<mein-re...@gmx.de> wrote:
>Jo, das ist genau das, was ich in diesem Thread auch schon ein paarmal
>betont habe. Hin und wieder aber scheint manch einer der Ansicht zu
>sein, es sei b�se, nach marktwirtschaftlichen Kriterien zu entscheiden
>und zu handeln, m�glicherweise in Abh�ngigkeit davon, wie der Anbieter
>hei�t

Dann sind wir uns v�llig einig.

Der Punkt in dem Thread ist nur, aber das hast Du ja ebenfalls
schon geschrieben, dass derartige Downgrades �ber die �bliche
(marktwirtschaftliche) Frist anzuk�ndigen sind, unabh�ngig davon,
wie der Anbieter hei�t. Wie das realisiert wird (Reserven!), ist
Sache des Anbieters.

Dann hat der Kunde ebenfalls die M�glichkeit, sich auf dem
freien Markt einen anderen Anbieter zu suchen, der ggf.
bereit ist, wieder mehr zu liefern. Letzteres ist sogar gar nicht
so unwahrscheinlich (RAM, anderes �bertragungsverfahren,
Funk).

Wenn Du mit der Erschlie�ung neuer Baugebiete befasst bist,
dann wirst Du es auch nicht als lustig empfinden, wenn die
Baufirma von heute auf morgen den Ausbau der neuen Strasse
bei der H�lfte stoppt und tsch�ss sagt. Ja, ich wei�, solche
F�lle (Baupleiten) passieren, aber an einen renomierten Konzern
hat man irgendwie eine andere Erwartungshaltung als an eine
osteurop�ische Pleitebaubude.

>Die Butter mu� ja nicht so billig sein, kauft eh meist Frau oder
>Freundin, so da� mann nicht sieht, was sie kostet, das "Internet" aber
>darf nichts kosten, schlie�lich ist das Auto schon so teuer, und das
>Moped!

Wohl wahr :-/

Marcel Pennewiß

unread,
Jun 13, 2009, 11:19:28 AM6/13/09
to
Marc Haber wrote:
> Nichtsdestotrotz wird der Anbieter diese Aufforderung, wenn sie nicht
> vom Anwalt kommt oder gar vom Richter vorgelesen wird, schlicht
> ignoriren. Der Papierkorb der Callcenter ist gro� und das Fell der
> Agenten dick.

Jo, einfach direkt mal in Bonn anrufen (oder 'ne Mail schicken) und dem
"Vorstands-Team" den Fall schildern, wenn keine Antwort innerhalb der
gesetzten Frist kam. Da gabs dann bisher immer sehr fix eine Antwort.

Marcel

Marc Haber

unread,
Jun 13, 2009, 3:49:37 PM6/13/09
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> wrote:
>Und ganz ehrlich: Den meisten Leuten, die zehn Jahre lang von
>der Telekom kein DSL bekommen haben, denen ist es egal,
>ob das jetzt vom Mitbewerb 5 oder 10 Euro mehr pro Monat kostet,
>die wollen nur endlich den Anschluß finden.

... und sobald derjenige, der dann die Leute zehn Jahre lang
hängengelassen hat, auch ausgebaut hat und die fünf Euro billiger
sind, sind die Kunden zum nächsten Kündigungszeitpunkt wieder weg.

Michael Koslowski

unread,
Jun 13, 2009, 4:40:10 PM6/13/09
to
"Marc Haber" <mh+usene...@zugschl.us> schrieb

> ... und sobald derjenige, der dann die Leute zehn Jahre lang

> h�ngengelassen hat, auch ausgebaut hat und die f�nf Euro
> billiger sind, sind die Kunden zum n�chsten K�ndigungszeitpunkt
> wieder weg.

Dazu kommt, dass man bei Olivers Firma zu "�blichen Preisen gerade Mal
eine 2000er bekommt. 16000 und viel billiger, dann hat er keine
Traffic-Sperre mehr n�tig :-).


Michael

Oliver Bartels

unread,
Jun 13, 2009, 5:22:50 PM6/13/09
to
On Sat, 13 Jun 2009 21:49:37 +0200, Marc Haber
<mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>... und sobald derjenige, der dann die Leute zehn Jahre lang
>h�ngengelassen hat, auch ausgebaut hat und die f�nf Euro billiger

>sind, sind die Kunden zum n�chsten K�ndigungszeitpunkt wieder weg.

Manche.

Allerdings kann die Quote derer, die nicht wechseln, so hoch
sein, dass sich derjenige, der die Leute zehn Jahre lang h�ngen
gelassen hat, sich wirtschaftlich gesehen eine blutige Nase holt.

Das ist schon irgendwie dumm gelaufen, wenn man glaubt,
gegen einen Wettbewerber schie�en zu k�nnen, der bereits
ausgebaut hat, dazu eine viertel bis halbe Millionen Euro in
den Sand setzt, um eine Handvoll Kunden mit Billig-DSL zu
versorgen, weil der, der wegen 5 Euro wechselt, dann eben
die 5 Euro nicht gleich wieder f�r andere Produkte des
neuen Anbieters ausgeben will. Sprich: Diese Kundenbeziehung
ist eher wenig ausbauf�hig.

Und was die anderen Kunden in derlei Gebiet betrifft:
Gerade in Bayern auf dem Land k�nnen die Leute ganz
sch�n stur sein (der Stiernacken kommt nicht von umsonst ;-)
und das demjenigen, der die Leute hat h�ngenlassen, ziemlich
�bel nehmen. Das �ndert sich, je dichter man an die Gro�stadt
kommt, aber selbst Netze wie Langenbach in Flughafenn�he
sind heute immer noch interessant.

Wir haben momentan in S�dbayern einen Fall, wo SIE sich
richtig blamiert haben: Erst nicht ausgebaut und den abgesetzten
Stadtteil vergammeln lassen, die Bev�lkerung dort war erst
gegen Funk und total skeptisch, jetzt ist der Ortsteil fast komplett
bei mvox, auch sehr viele mit ihrem Telefon, SIE wollten dann
�ber einen Billigdeal mit der Gemeinde (eingemeindet) einen
noch kleineren Ortsteil daneben erschlie�en, um den Fu�
in die T�r zu bekommen, nunja, derzeitiger Stand:

Viele km LWL f�r ein paar tausend Euro verbuddelt,
dabei nutzlos verbuddelt, weil ein Fehler bei der Bauplanung
gemacht wurde, Baustop, wieder kein Draht-DSL f�r die, denen
das versprochen wurde, inzwischen ist der Ruf nach weiteren
Funk-Basisstationen recht laut geworden.

Ich glaube, auch SIE k�nnen dann echt nix mehr machen,
wenn der lokale Bauernverband einstimmig zur Mistgabel ruft,
um die "W�hlm�use" vom Acker zu scheuchen ;-))

Nunja, inzwischen gibt es ja mal wieder eine 180 Grad
Wende, viele Gemeinden haben die Tage Schriebe mit
dem Ausdruck des Bedauerns erhalten, angeblich war der
ach so p�se, p�se Regulierer schuld, die 30 Cent TAL-
Nachlass (knapp 3%, andere nennen das Skonto) sind
doch einfach runin�s und da ginge dann nat�rlich nichts mehr.
Uns solls recht sein, wer nicht will, der hat.

Ciao Oliver

P.s.: Ich sehe inzwischen DSL Access im h�cherwertigen
Bereich wirklich als guten Markt an, der Service ist durch die
mikrigen Preise bei vielen etablierten Anbietern so hundsmiserabel
geworden, dass die Kunden f�rmlich nach besseren Angeboten
schreien und gerne mehr zahlen, wenn die Leistung stimmt.
Wenn man dann noch eine Technologie hat, die einen USP
erm�glicht, wird das echt interessant.

Oliver Bartels

unread,
Jun 13, 2009, 5:26:15 PM6/13/09
to
On Sat, 13 Jun 2009 22:40:10 +0200, "Michael Koslowski"
<ko...@alles-kossi.de> wrote:
>Dazu kommt, dass man bei Olivers Firma zu "�blichen Preisen gerade Mal
>eine 2000er bekommt. 16000 und viel billiger, dann hat er keine
>Traffic-Sperre mehr n�tig :-).

Von wegen:

Gerade auf dem Land bleiben die 16000er vielfach nichts weiter
als ein Traum, die Kabel sind da h�ufig so schlecht, das selbst mit
Outdoor-DSLAM nicht viel geht. Versprochen wird selbstredend
immer 16000, von allen, immer und sowieso.

Shinji Ikari

unread,
Jun 13, 2009, 6:09:57 PM6/13/09
to
Guten Tag

Oliver Bartels <spam...@bartels.de> schrieb

>>2. ADSL (fuer Standardconsumer) ist im vergleich zu den


>>Business-Produkten ein billiges Produkt. Ja es muss nicht billiger
>>sein, aber kein Standardconsumer will 10.000 Euro fuer einen Standard
>>16Mbit/s ADSL-Anschluss ausgeben, deswegen ist es ein billiges
>>Produkt.

>Naja, "10000 Euro" wird man im Ortsbereich selbst f锟絩 eine
>STM-16 CFV kaum mehr monatlich ausgeben, h锟絚hstens im Jahr.

Es war ein absichtlich hoch gegriffener Betrag um den Unterschied zu
ADSL fuer Standardconsumer darzustellen.
Wobei es sich hier nicht um eine Ortsverbindung alleine handelt.
In aller Regel wuenscht ein Nutzer die Daten irgendwo hin zu
transportieren.

>Es gibt sowas selten, dein AG h锟絫te hier ein Gl锟絚klos
>bekommen k锟絥nen,

1. Mein AG?
2. Was ist ein "gluecklos"?

>>Guenstig wie ein ADSL fuer Standardconsumer?
>Nicht ganz, aber fast.

Also habe ich recht.

>Und btw.: Wir haben auch neulich von Deinem AG wieder
>was erworben, aber ganz andere Sparte. Wenn es taugt,
>werde ich berichten.

Nur weil ich Einblick in die Strukturen diverser Netzanbieter habe,
finde ich es belustigend dass Du glaubst meinen AG zu kennen.

>Wir haben nicht auf einen Tag Druck gemacht, da Ersatzweg,

"Druck" machen oder Stoerung melden ist ein Unterschied. Die
Vertragsfristen gelten bei den meisten Anbietern ab offizieller
Stoerungsmeldung. Wenn das geschehen ist, stehen die weiteren
Vertragsbedingungen und -strafen/-zahlungen zur Verfuegung.

>Ergo: Ab in die Ecke ;-)

Sag das Deinem dafuer zustaendigen Vertragspartner.

>>Wenn Du es sauber dokumentieren kannst und der Vertrag entsprechend
>>falsches Verhalten der Techniker hergibt, gib es Deinem Anwalt. Der
>>holt da dann noch ein bisschen Geld 'raus.

>Nein, das ist mir zu bl锟絛.

Und denen ist die Entstoerung zu bloed. 8)

>Ich schreibe einfach dar锟絙er.

.. oder zweifach...

>>HDB3auf Glasfaserbasis, in nicht oeffentlichen Kabeln oder zur
>>Heranfuehrung an MobFu Standorte ist weiterhin in Betrieb und Neubau.
>>Und ja, auch in HDB3-Teil-GF-Strecken sind Umsetzungs-ZWr im Einsatz.
>HDB3 Glas ist aber eine _ganz_ andere Baustelle als HDB3 Kupfer.

Korrekt, deshalb ist diese Pauschalisierung auch von mir gerade
gerueckt worden.

Shinji Ikari

unread,
Jun 13, 2009, 6:15:24 PM6/13/09
to
Guten Tag

Oliver Bartels <spam...@bartels.de> schrieb

>>2. ADSL (fuer Standardconsumer) ist im vergleich zu den
>>Business-Produkten ein billiges Produkt...


>Naja, "10000 Euro" wird man im Ortsbereich selbst f�r eine
>STM-16 CFV kaum mehr monatlich ausgeben, h�chstens im Jahr.

Es war ein absichtlich hoch gegriffener Betrag um den Unterschied zu
ADSL fuer Standardconsumer darzustellen.
Wobei es sich hier nicht um eine reine Ortsverbindung alleine handelt.


In aller Regel wuenscht ein Nutzer die Daten irgendwo hin zu
transportieren.

>Es gibt sowas selten, dein AG h�tte hier ein Gl�cklos
>bekommen k�nnen,

1. Mein AG?


2. Was ist ein "gluecklos"?

>>Guenstig wie ein ADSL fuer Standardconsumer?
>Nicht ganz, aber fast.

Also habe ich recht.

>Und btw.: Wir haben auch neulich von Deinem AG wieder
>was erworben, aber ganz andere Sparte. Wenn es taugt,
>werde ich berichten.

Nur weil ich Einblick in die Strukturen diverser Netzanbieter habe,
belustigt es mich, dass Du glaubst meinen AG zu kennen.

>Wir haben nicht auf einen Tag Druck gemacht, da Ersatzweg,

"Druck" machen oder Stoerung melden ist ein Unterschied. Die


Vertragsfristen gelten bei den meisten Anbietern ab offizieller
Stoerungsmeldung. Wenn das geschehen ist, stehen die weiteren
Vertragsbedingungen und -strafen/-zahlungen zur Verfuegung.

>Ergo: Ab in die Ecke ;-)

Sag das Deinem dafuer zustaendigen Vertragspartner.

>>Wenn Du es sauber dokumentieren kannst und der Vertrag entsprechend


>>falsches Verhalten der Techniker hergibt, gib es Deinem Anwalt. Der
>>holt da dann noch ein bisschen Geld 'raus.
>Nein, das ist mir zu bl�d.

Und denen ist die Entstoerung zu bloed. 8)

>>Und ja, auch in HDB3-Teil-GF-Strecken sind Umsetzungs-ZWr im Einsatz.


>HDB3 Glas ist aber eine _ganz_ andere Baustelle als HDB3 Kupfer.

Korrekt, deshalb ist diese Pauschalisierung auch von mir gerade
gerueckt worden.

Oliver Bartels

unread,
Jun 14, 2009, 1:47:33 AM6/14/09
to
On Sun, 14 Jun 2009 00:15:24 +0200, Shinji Ikari <shi...@gmx.net>
wrote:
>1. Mein AG?
Du klingst in allen Postings extrem Telekom-nah.
Aber gut, dann war die Vermutung wohl falsch.

>2. Was ist ein "gluecklos"?

Da fehlt ein "s": Gl�ckslos.

Also ein f�nfstelliger Umsatz pro Monat.

Ein Kunde halt, um den man sich aktiv bem�hen sollte,
f�r den man eine flexible L�sung bietet und den man
tunlichst nicht mit internen Strukturen nervt.

Wenn man da mal den Umgang verschiedener Anbieter
mit dem Kunden mitbekommst, dann wundert einen
gar nichts mehr. Von Null Bock bis richtig aktiv r�deln
war alles dabei.

>Also habe ich recht.

Soll ich Dir jetzt die offizielle teutonische "Habrecht-Urkunde"
von 2009 zukommen lassen, mit Siegel und B�rdelband ? ;-)

Ich k�nnte Dir auch das hier zukommen lassen, um ein
Beispiel einer Firma zu geben, bei der ich nicht mitmische:
http://www.m-net.de/uploads/media/auftrag_premiumcall_aktion_18.pdf
oder das:
http://www.alicecomfort.de/kundencenter/export/de/comfort/index.html

Beidesmal ADSL f�r Gesch�ftskunden, aber mit
privatkundentauglichen Preisen, ohne Zwangstrennung und
mit immerhin schon gewissen Servicegarantien.

ADSL muss nicht nur deshalb g�nstig sein, weil man am
Service spart. Ich rede hier wohlgemerkt nicht von den
Geiz-ist-Geil-Ramschangeboten, wer sich die antut, hat
selber schuld ;-) Aber mit 10 Euro Mehrausgabe l��t sich
der Servicelevel durchaus deutlich anheben, jeder darf
sich selbst �berlegen, ob die beim Billidsch-Callcenter
vergebene eigene Zeit 10 Euro wert ist oder nicht.

Und generell: Schlechter Service ist kein Aush�ngeschild.

>>Ergo: Ab in die Ecke ;-)
>Sag das Deinem dafuer zustaendigen Vertragspartner.

Schon passiert. Und geh' mal davon aus, dass wir uns
ab Beginn der St�rung sehr wohl die Ticketnr. geben lassen.

>Und denen ist die Entstoerung zu bloed. 8)

Dann werden sie halt k�nftig weniger verkaufen und
die eigenen Arbeitspl�tze werden unsicherer.

Diese gerne in Gro�konzernen vorherrschende Einstellung
mancher Mitarbeiter:
a) "Wir sind unersetzlich, wir haben das Monopol,
der Kunde _muss_eh_ bei uns einkaufen."
b) "Mein Arbeitszeitende, mein Urlaub etc. hat Vorrang!"
c) "Unsere internen Strukturen gehen �ber alles, sie
sind unantastbar, der Kunde hat sich danach zu richten!"

hat ja nun schon mehrfach zusammen mit gewissen
"Managementk�nsten" dazu gef�hrt, dass Gro�konzerne
in Bausch und Bogen pleite gegangen sind.
Man schimpft dann gerne auf die Manager (ich auch,
vielfach zu Recht ;-) aber es liegt nicht nur an denen.
Es ist auch diese Strukturgl�ubigkeit und die daraus
abgeleitete teilweise Kafka-gleiche Handlungsweise der
Mitarbeiter, die schnurstracks in Pleite oder Aufl�sung
ganzer Bereiche f�hrt. Ich kenne da einige konkrete
Beispiele.

Doch, auch $BIG can fail und der Kunde muss erstmal
gar nichts.

Und dann glaubt man am Ende noch, der Steuerzahler
m�ge bitte daf�r aufkommen, wenn es knallt.

>>>Und ja, auch in HDB3-Teil-GF-Strecken sind Umsetzungs-ZWr im Einsatz.
>>HDB3 Glas ist aber eine _ganz_ andere Baustelle als HDB3 Kupfer.
>Korrekt, deshalb ist diese Pauschalisierung auch von mir gerade
>gerueckt worden.

Dir ist aber bekannt, dass auf Glas das HDB3 Signal
_ganz_ anders aussieht, wir hatten �ber Kupfer und die
Signaldarstellung dort diskutiert. Das ergibt sich alleine
schon daraus, dass es auf der HDB3 LWL nur "Licht an"
und "Licht aus" gibt, aber keine Polarit�t.

Wolfgang Jäth

unread,
Jun 14, 2009, 2:07:10 AM6/14/09
to
Rupert Haselbeck schrieb:
>
>> Ist nicht auch bei der Telecom fᅵr DSL1000 die Rᅵckfalloption aka
>> Mindestgarantie nur 384kb? Dann hᅵtte der Kunde doch gar keine Wahl,
>> oder?
>
> oder!
> Wenn sich bei Beauftragung von DSL1000 ergibt, daᅵ nur 384kbit/s mᅵglich
> sind, dann wird der Auftrag nur nach Rᅵckfrage und mit ausdrᅵcklicher
> Zustimmung des Kunden ausgefᅵhrt.

Ist das jetzt schᅵne Theorie, oder ist das wirklich so bei der Telekom?
Bei den meisten ihrer Konkurenten ist das doch jedenfalls ersteres.

> Wenn sich, wie im Fall des OP, spᅵter Probleme ergeben, dann muᅵ, wenn
> eine technische Lᅵsung nicht mᅵglich oder, von wem auch immer, nicht
> gewᅵnscht wird, der Vertrag gekᅵndigt werden und endet dann mit Ablauf


> einer etwa vereinbarten Mindestlaufzeit bzw. zum Ende der

> Kᅵndigungsfrist.

Wieso? Wenn das die vertraglich vereinbarte Rᅵckfalloption *ist*, wie
ich vermute, dann wird der Vertrag damit doch nach wie vor erfᅵllt.

Das einzige Argument des Kunden wᅵre IMHO das Gewohnheitsrecht ('Das hat
die letzten paar Jahre doch auch funktioniert').

Wolfgang
--

Marc Haber

unread,
Jun 14, 2009, 4:10:56 AM6/14/09
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> wrote:
>P.s.: Ich sehe inzwischen DSL Access im höcherwertigen

>Bereich wirklich als guten Markt an, der Service ist durch die
>mikrigen Preise bei vielen etablierten Anbietern so hundsmiserabel
>geworden, dass die Kunden förmlich nach besseren Angeboten

>schreien und gerne mehr zahlen, wenn die Leistung stimmt.
>Wenn man dann noch eine Technologie hat, die einen USP
>ermöglicht, wird das echt interessant.

Die Problematik an der Stelle ist, wenn Anbieter wie Alice mt ihren
Comfortprodukten den Ruf der Besserserviceprodukte in Gänze kaputt
macht.

$KUNDE hat sich privat vor drei Monaten Alice Comfort bestellt und bis
auf die Lieferung eines DSL-Modems noch nichts gehört. Keine
Auftragsbestätigung, kein gar nichts, und auf die schriftlichen
Kommunikationsversuche stellt Alice sich tot.

Oliver Bartels

unread,
Jun 14, 2009, 4:50:08 AM6/14/09
to
On Sun, 14 Jun 2009 08:07:10 +0200, Wolfgang J�th
<jawo.us...@goldmail.de> wrote:
>Wieso? Wenn das die vertraglich vereinbarte R�ckfalloption *ist*, wie
>ich vermute, dann wird der Vertrag damit doch nach wie vor erf�llt.

Wird er nicht, typische Formulierung:
"Die Deutsche Telekom �berl�sst auf Wunsch dem Kunden den
Internet-Zugang auch dann, wenn ..."

Kundenwunsch liegt nicht vor, da es bisher auch funktionierte.

>Das einzige Argument des Kunden w�re IMHO das Gewohnheitsrecht ('Das hat

>die letzten paar Jahre doch auch funktioniert').

Das hat mit Gewohnheitsrecht wenig zu tun, sondern damit,
dass man nicht immer mehr Kunden auf eine bestehende
Infrastruktur aufschalten kann, ohne diese irgendwann zu
erweitern, wenn man zufriedene Kunden w�nscht.
Letzteres liegt im Verantwortungsbereich des Anbieters.

Und da in dem Fall der Betreiber des TAL-Netzes sogar mit dem
Anbieter identisch ist, gibt es herzlich wenig Ausfl�che.

Das gilt hier besonders, da ja die Datenrate _dauerhaft_
herabgesetzt wird, also nicht "bis zu 3000 und zur
Spitzenzeit halt mal etwas weniger", sondern der Kunde kann
danach _nie_mehr_ die urspr�nglich vereinbarte Datenrate
nutzen. Spitzenzeit w�re ja entschuldbar, das kommt
�berall mal vor, dass da weniger geht, auch bei uns.

Die L�sung des Problems ist eine ganz einfache:

Wenn mehr TAL nachgefragt wird und man mehr TAL
vermieten m�chte, weil das Gesch�ft trotz der 30 Cent
Preissenkung vielleicht doch nicht soooo schlecht ist,
dann darf man irgendwann mal zur Kabelrolle greifen.
Egal ob das nun Outdoor+LWL oder doch wieder
klassisches Kupfer ist.

Ich wei� auch nicht, was daran so unheimlich schwer zu
verstehen ist, jede W�rstchenbude muss ihren Einkauf
steigern, wenn sie hinten mehr W�rstchen verkauft, der
Typ hinter der Theke kann dem Kunden auch nicht
pl�tzlich nur noch eine halbe Wurst liefern, wenn er
vorab eine ganze verkauft hat, und das mit unabwendbarer
Resourcenknappheit begr�nden. Nur f�r Gro�konzern-
Manager mit der "Cheffe hat aber gesagt, ich darf nix
investieren und das ist interne Policy und Policy ist
Policy und die ist immer richtig und da kann man
machen garnix" Einstellung ist das wohl echt schwer
zu verstehen.

Und noch was: Frage mal Telekom-Techniker hinter
vorgehaltener Hand, die sehen das fast alle ganz genau so.
Die sind es n�mlich auch leid, beim Endkunden st�ndig
daf�r den Kopf hinzuhalten und als die Deppen
dazustehen, nur weil das Management der Meinung ist,
einen strikten Nullos Investos Kurs in bestimmten Bereichen
durchzuziehen und den Service personell immer weiter
auszud�nnen. Das gef�hrdet n�mlich langfristig
auch deren Arbeitspl�tze.

Btw.: Ich glaube, dass sich das Problem sehr bald
hat, es gibt ja jetzt die Schaltverteiler bzw.
"Strategische Outdoor Lokation" Entscheidung, das
wird andere Netzbetreiber motivieren, entsprechend
an strategischen Stellen selber �berg�nge in das TAL
Netz zu schaffen und das so auszubauen.

Dann gibt es langsam Wettbewerb im TAL Bereich und gut ist.

Oliver Bartels

unread,
Jun 14, 2009, 4:52:21 AM6/14/09
to
On Sun, 14 Jun 2009 10:10:56 +0200, Marc Haber
<mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>$KUNDE hat sich privat vor drei Monaten Alice Comfort bestellt und bis
>auf die Lieferung eines DSL-Modems noch nichts geh�rt. Keine
>Auftragsbest�tigung, kein gar nichts, und auf die schriftlichen

>Kommunikationsversuche stellt Alice sich tot.

Machen die jetzt auch schon so einen Mist :-(
Schade, deren Service galt auch schon mal als besser.

Andererseits: Wieder mehr Markt, ich glaube nicht, dass
alle Leute wegen f�nf gesparten Euro bereit sind, auf
jedes Service-Niveau zu verzichten.

Gru� Oliver

Herbert Rosenau

unread,
Jun 14, 2009, 4:58:59 AM6/14/09
to
On Fri, 12 Jun 2009 11:35:31 UTC, Oliver Bartels <spam...@bartels.de>
wrote:

> Und zu Bayern: Die tun politisch rein garnix.

Bayern ist noch lsnge nicht Bayern. Da gibt es Bayern - das Bayern das
zu Lebzeiten von FJS mal nur dann Geld gesehen hat, wenn es dem
privaten Spendensᅵckel des schwarzen Kᅵnigs zupaᅵ kan und heute von
dessen Nachwuchs gespinert wird - vorausgesetzt das Pareibuch stimmt.

Dann gibt es das von Bayen mal eroberte ober- und dann noch das
Unterfranken. Gerade letzteres hat nett von den Subventionen Kohl
(West) und Mekel (Ost) als Dauernotleidendes Zonenrandgebiet (vor der
Wende) und Dauerkrisenregion (danach) auch in Dᅵrfern von deutlich
unter 100 (aber doch krᅵftig ᅵber 99 Einwohnern), entsprechend
verteilten Partei- und Spendenbᅵchern profitiert.
Gesamteinwohnerzahlen Landkreis deutlich unter 5stellig - DSL16000 in
jedem Kuhstall (soweit Parteibᅵcher und Spendenzahlungen an die
richtigen in richtiger Hᅵhe von den richtigen erfolgten.

> Die fᅵhrenden Parteien erzᅵhlen nur und erzᅵhlen usw., die
> Realitᅵt sieht leider vᅵllig anders aus.

Nein, die Realitᅵt wird durch das richtige Parteibuch sowie
unabdingbar der regelmᅵᅵige sonnᅵgliche Kirchbesuch und ausreichende
Einladungen an den Herrn Pastor (regional unterschiedlich katholisch
oder evangelisch) und den Herrn Lehrer bestimmt. Die lokslen
Honoritatoren halten schon immer richtig fest zusammen und lassen sich
fᅵrdern - fᅵrdern aber auch selbst heftig.

> Die ersten Frequenzzuteilungen mit hoher Leistung sind z.B.
> in Brandenburg erfolgt.
>
> Im ᅵbrigen wird eine hohe vierstellige Zahl von Kunden und daraus
> resultierend eine fᅵnfstellige Zahl von Nutzern konkret heute in der
> Sekunde, in der Du das liest, ᅵber unseren Backbone mit Breitband
> via Funk versorgt, und zwar fast alles Kunden, die von der Telekom
> nicht bedient werden.

Wer in Franken kein DSL 6000 oder besser bekommt, bekommt auch
keinerlei Handyempfang, weil die Strahlen sind ja soo unendlich
schᅵdlich, daᅵ zwar der Kreisbauhof auf seinem Gelᅵnde eine
Funkantenne halten darf, der im selben Stadteil liegende Wohnbezirk
aber weder Handy noch DSL nutzen kann, Amateurfunker zum Auswandern in
ein anderes Bundesland gezwungen werden.

Bayern ist deutsches, frᅵhestes Mittelalter. Hexenverbrennungen sind
Gegenwart. Bezogen auf den regionalen Fᅵrsten kann Bayern aber auch so
weit weg in die Zukunft abgehoben sein daᅵ 2 Nachbrdᅵrfer nicht mehr
miteinander reden kᅵnnen. Wobei wundersam das technisch fest mit dem
Mittelalter verwachsene Dorf in der praktischen Anwendung der
progrssiven Nachbarstadt Lichtjahre davon lᅵuft.

In Bayern gehen die Uhren einfach anders - keiner weiᅵ wie.Auf der
ᅵrtlichen Hauptstraᅵe gibts kein DSLL - in der letzten Dorfᅵhtte gibts
DSL16000 - nur brauchts mal eben 6 Monate um dem Technologiewunder
Deutsche Telekom-AG beizubiegen daᅵ der Telefonanschluᅵ ᅵber dem diese
DSL16000 in die Hᅵtte schickt auch noch den Telefonanschluᅵ dessen
Rechnung monatlich vom Bankkonto abegbucht wird duch tatsᅵchlich unter
der Telefonnummer erreicht wird auf dem die tᅵglich einfallenen
Spam-Anrufe von eben dieser T-Com belᅵstigt werden. Kurz: "dieser
Anschluᅵ ist unbekannt!" Jeder beliebige Anrufer aus Nambibia, Kongo,
Paris (Utah, nicht France), Berlin (Texas, nicht Brandenburg), der
Nachbar nebenan kᅵnnen anrufen, nur selbst zu hause anrufen? "Dieser
Anschluᅵ ist unbekannt!"

Ein einziger T-Com-Telefonanschluᅵ kann durchaus nur und
ausschlieᅵlich ᅵber die Vorwahl des ᅵbernᅵchsten Nachbardorfes
erreichbar sein, auch wenn er in allen Telefonbᅵchern unter eben
dieser Nummer einfach nicht gefunden werden kann. Im eigenen
Ortsverzeichnis aber auch nicht zu finden ist.

Man muᅵ einfach wissen daᅵ die T-Com einfach nicht verpflichtet werden
kann Telefonanschlᅵsse auch unter der niesem Anschluᅵ zugeteilten
Rufnummer listen soll und nicht unter Ortsnetzen die nichts mit dem
eigenen zu tun haben.

Mᅵnchen Kansas, USA kann durchaus leichter erreichbar sein als Mᅵnchen
Bayern, Bananenrepublik Deutschland.


--
Tschau/Bye
Herbert

Visit http://www.ecomstation.de the home of german eComStation
eComStation 1.2R Deutsch ist da!

Thomas Einzel

unread,
Jun 14, 2009, 5:38:29 AM6/14/09
to
Herbert Rosenau schrieb am 14.06.2009 10:58:
...

> Wer in Franken kein DSL 6000 oder besser bekommt, bekommt auch
> keinerlei Handyempfang

Nur um in einer technischen NG mal wieder eine technische Bemerkung zu
machen: der Einsatz von externen Antennen kann sich in solchen
Situationen als sehr vorteilhaft erweisen, besonders dann, wenn eine
quasioptische Sicht zum Sender besteht, dieser aber fᅵr die winzigen
Leiterbahnstᅵckchen als Antenne in Funktelefonen viel zu weit weg ist.

z.B.
9db 30ᅵ
http://www.thiecom.de/index.php?&cl=details&anid=123457c15cb1660b7.98699483
oder 12dB fᅵr 60ᅵ http://www.conrad.de/goto.php?artikel=768094

Thomas

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Jun 14, 2009, 6:06:28 AM6/14/09
to
Thomas Einzel <Usene...@einzel.de> wrote:

>Nur um in einer technischen NG mal wieder eine technische Bemerkung zu
>machen: der Einsatz von externen Antennen kann sich in solchen
>Situationen als sehr vorteilhaft erweisen, besonders dann, wenn eine

>quasioptische Sicht zum Sender besteht, dieser aber f�r die winzigen
>Leiterbahnst�ckchen als Antenne in Funktelefonen viel zu weit weg ist.

Nur will man ein Mobiltelephon in der Regel mit sich herumtragen,
nicht an eine Dachantenne anschlie�en. Klar, f�r heimischen
Internetzugang ist freilich die Au�enantenne zu empfehlen, aber
unterwegs nutzt einem das nix.


-ras

--

Ralph A. Schmid

http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/

Wolfgang Jäth

unread,
Jun 14, 2009, 7:29:54 AM6/14/09
to
Herbert Rosenau schrieb:

>
>> Und zu Bayern: Die tun politisch rein garnix.
>
> Bayern ist noch lsnge nicht Bayern. Da gibt es Bayern - das Bayern das
> zu Lebzeiten von FJS mal nur dann Geld gesehen hat, wenn es dem
> privaten Spendensᅵckel des schwarzen Kᅵnigs zupaᅵ kan und heute von
> dessen Nachwuchs gespinert wird - vorausgesetzt das Pareibuch stimmt.
>
> Dann gibt es das von Bayen mal eroberte ober- und dann noch das
> Unterfranken.

Unterfranken wurde /nicht/ von den Bayern 'erobert' (um in Deiner
Terminologie zu bleiben)?

>Gerade letzteres hat nett von den Subventionen Kohl
> (West) und Mekel (Ost) als Dauernotleidendes Zonenrandgebiet (vor der
> Wende) und Dauerkrisenregion (danach) auch in Dᅵrfern von deutlich
> unter 100 (aber doch krᅵftig ᅵber 99 Einwohnern), entsprechend
> verteilten Partei- und Spendenbᅵchern profitiert.

ROTFL; /ganz/ Unterfranken bestand seinerzeit aus Zohnenrandgebiet?

> Gesamteinwohnerzahlen Landkreis deutlich unter 5stellig - DSL16000 in
> jedem Kuhstall

Also wenn ich mir den Breitbandatlas auf
http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Navigation/Breitbandatlas/breitbandsuche.html
anschaue, dann bekomme ich da einen geringfᅵgig [tm] anderen Eindruck;
Wenn Du ᅵber mehr und genauere Informationen als BMWT besitzt, dann
teile die doch bitte mit uns.

>(soweit Parteibᅵcher und Spendenzahlungen an die
> richtigen in richtiger Hᅵhe von den richtigen erfolgten.

Das ist zwar eine weit verbreitete (und auch meiner Meinung nach
zutreffende) Vermutung, aber wenn Du irgend welche *Beweise* dafᅵr hast,
dann lege sie bitte vor.

>> Die fᅵhrenden Parteien erzᅵhlen nur und erzᅵhlen usw., die
>> Realitᅵt sieht leider vᅵllig anders aus.
>
> Nein, die Realitᅵt wird durch das richtige Parteibuch sowie
> unabdingbar der regelmᅵᅵige sonnᅵgliche Kirchbesuch und ausreichende
> Einladungen an den Herrn Pastor (regional unterschiedlich katholisch
> oder evangelisch) und den Herrn Lehrer bestimmt.

ᅵhem. Genau /das/ hat Oliver ebenfalls angedeutet; kann es sein, daᅵ Du
nicht unbedingt immer sonderlich intensiv liest, worauf Du antwortest?

> Wer in Franken kein DSL 6000 oder besser bekommt,

Mal dummfrag: Was hast Du eigentlich immer mit Deinem Franken? /Bist/ Du
etwa einer?

>bekommt auch
> keinerlei Handyempfang, weil die Strahlen sind ja soo unendlich
> schᅵdlich, daᅵ zwar der Kreisbauhof auf seinem Gelᅵnde eine
> Funkantenne halten darf, der im selben Stadteil liegende Wohnbezirk
> aber weder Handy noch DSL nutzen kann, Amateurfunker zum Auswandern in
> ein anderes Bundesland gezwungen werden.

Hint: Ein bischen /weniger/ kᅵnstlerische Freiheit wᅵre in technischen
Gruppen wie hier IMO schon angebracht.

> Bayern ist deutsches, frᅵhestes Mittelalter. Hexenverbrennungen sind
> Gegenwart.

Meinst Du das jetzt im Rahmen der Festspiele in Oberammergau, des
Ritterturniers in Kaltenberg oder der Landshuter Hochzeit? SCNR

>Bezogen auf den regionalen Fᅵrsten kann Bayern aber auch so
> weit weg in die Zukunft abgehoben sein daᅵ 2 Nachbrdᅵrfer nicht mehr
> miteinander reden kᅵnnen.

Sorry, aber das ist in Franken aufgrund der Dialektvielfalt teilweise
schon seit mindestens dem Mittelalter so; und die Reformation hat es
auch nicht gerade besser gemacht.

> In Bayern gehen die Uhren einfach anders - keiner weiᅵ wie.

Doch; gehe in das Uhrengeschᅵft Deines Vertrauens, und frage nach einer
'bayerischen Uhr'.

Wolf 'Hint: Die Uhr lᅵuft tatsᅵchlich /gegen/ den Uhrzeigersinn' gang
--

Wolfgang Jäth

unread,
Jun 14, 2009, 7:42:04 AM6/14/09
to
Oliver Bartels schrieb:
>> Wieso? Wenn das die vertraglich vereinbarte Rᅵckfalloption *ist*, wie
>> ich vermute, dann wird der Vertrag damit doch nach wie vor erfᅵllt.

>
> Wird er nicht, typische Formulierung:
> "Die Deutsche Telekom ᅵberlᅵsst auf Wunsch dem Kunden den

> Internet-Zugang auch dann, wenn ..."
>
> Kundenwunsch liegt nicht vor, da es bisher auch funktionierte.

Ok; /so/ gesehen hast Du recht. Die Frage ist IMHO trotzdem, ob ein
Gericht sich dieser Ansicht anschlieᅵen wᅵrde (oder gips da gar schon
entsprechende Urteile?).

>> Das einzige Argument des Kunden wᅵre IMHO das Gewohnheitsrecht ('Das hat

>> die letzten paar Jahre doch auch funktioniert').
>
> Das hat mit Gewohnheitsrecht wenig zu tun, sondern damit,
> dass man nicht immer mehr Kunden auf eine bestehende
> Infrastruktur aufschalten kann, ohne diese irgendwann zu

> erweitern, wenn man zufriedene Kunden wᅵnscht.


> Letzteres liegt im Verantwortungsbereich des Anbieters.

Ich weiᅵ, was Du meinst, und ich stimme Dir inhaltlich auch voll zu.
Trotzdem habe ich meine Zweifel, ob im Zweifelsfall auch das
/juristische/ Verstᅵndnis mit dem (hoffentlich <g>) gesunden
Menschenverstand von Dir und mir konform geht.

> Ich weiᅵ auch nicht, was daran so unheimlich schwer zu
> verstehen ist, jede Wᅵrstchenbude muss ihren Einkauf
> steigern, wenn sie hinten mehr Wᅵrstchen verkauft,

Nicht ganz; sie kann die /Wᅵrstchen/ auch /kleiner/ machen (das
entsprᅵche genau dem Verhalten der - nicht nur - IT-Provider).

>der
> Typ hinter der Theke kann dem Kunden auch nicht

> plᅵtzlich nur noch eine halbe Wurst liefern, wenn er


> vorab eine ganze verkauft hat,

Freilich kann er (s. o.); zumindest versuchen (und wenn er keine
Konkurrenz hat, dann kommt er mᅵglicherweise damit sogar durch :-( ).

> Dann gibt es langsam Wettbewerb im TAL Bereich und gut ist.

Hoffentlich. :-)

Wolfgang
--

Oliver Bartels

unread,
Jun 14, 2009, 8:31:17 AM6/14/09
to
On Sun, 14 Jun 2009 13:42:04 +0200, Wolfgang J�th
<jawo.us...@goldmail.de> wrote:
>Ok; /so/ gesehen hast Du recht. Die Frage ist IMHO trotzdem, ob ein
>Gericht sich dieser Ansicht anschlie�en w�rde (oder gips da gar schon
>entsprechende Urteile?).

a) Mein Bauchgef�hl sagt mir, dass der Richter sich dieser
Ansicht anschlie�t. Man kann nicht von heute auf morgen
einfach einseitig die Konditionen �ndern.

b) Es gibt IMHO keine Urteile und ich behaupte auch, dass
es so schnell keine geben wird.

Denn das Problem l��t sich ja l�sen, Bagger sind erfunden,
Outdoor-DSLAM sind erfunden, Regeneratoren sind erfunden
und es gibt Tatsache dieses Krone-Schneitklemm-Auflegetool.

�hrlich!

Bevor es zu einem Urteil kommt, wird das Problem gel�st.
Denn das Urteil will man nicht. �berhaupt nicht.

>Ich wei�, was Du meinst, und ich stimme Dir inhaltlich auch voll zu.

>Trotzdem habe ich meine Zweifel, ob im Zweifelsfall auch das

>/juristische/ Verst�ndnis mit dem (hoffentlich <g>) gesunden

>Menschenverstand von Dir und mir konform geht.

Die Gerichte sind nicht so weltfremd, wie h�ufig berichtet
wird. Ich meine die Zahl im Kopf zu haben, dass mehr als 90%
der Verfahren mit der ersten Instanz enden, entweder per
Vergleich oder per Urteil, welches beiden Seiten einleuchtet.

Gerade bei so einer Sache ist das recht simpel: Es wurde
vorher geliefert und es gibt keinen Grund, warum nicht
auch jetzt weitergeliefert werden soll. Wenn der Anbieter
sich seine eigene Infrastruktur planm��ig kaputtmacht, ist
das doch nicht Sache des Kunden.

Umgekehrt ist nat�rlich die Frage, wie hoch der Schadenersatz
ist, wenn wirklich nicht mehr geliefert wird. Da wir hier nicht
in den USA sind, kommen da auch keine Fantastiliarden
zusammen, was aber sein kann, ist, dass die Differenz zu einem
in vern�nftigtem Rahmen teureren Angebot eines anderen Anbieters
bis zum Ende der Vertragslaufzeit zu bezahlen ist. Wobei ggf.
zu ber�cksichtigen ist, inwieweit der Kunde diese Situation
erwarten konnte (Schaltung war schon immer "b�h" oder
pl�tzliches Versagen). Das ist im Grunde das, was auch der
gesunde Menschenverstand sagen w�rde (wenn man kein
US-Geieranwalt ist ;-/

Und genau dazu wird es nicht kommen, bevor man die Kohle
dem p�sen Wettbewerb �berweist, wird man es selber in
Ordnung bringen ;-)

>Nicht ganz; sie kann die /W�rstchen/ auch /kleiner/ machen (das
>entspr�che genau dem Verhalten der - nicht nur - IT-Provider).

Das h�ngt davon ab, was angeboten wurde.
Zu Risken und Nebenwirkungen fragst Du am besten den
VGBE ;-))

( VGBE: Der "Verein gegen betr�gerisches Einschenken" hat
dem Unterschank auf dem Oktoberfest den Kampf angesagt ;-)

>Freilich kann er (s. o.); zumindest versuchen (und wenn er keine

>Konkurrenz hat, dann kommt er m�glicherweise damit sogar durch :-( ).

Das ist der Punkt: Wer den Mund nicht aufmacht, dem sein
Anschluss wird kurz und knapp gedrosselt.
Kommt Widerstand, dann werden ggf. auch andere, aufwendigere
L�sungsvarianten in Betracht gezogen.

>Hoffentlich. :-)

Ich kann nur sagen, dass wir auf Gemeindeebene ein unheimlich
positives Feedback f�r den Ansatz mit neuer Technologie
bekommen haben.

Offenbar sind wir hier im Thread nicht die einzigen, denen
diese Hoppla-hier-kommt-der-Landvogt Mentalit�t auf den Geist
geht. Im Grunde stellt sich die Telekom da selber ein Bein, wenn
sie offener auf Kunden wie auch Wettbewerber zugehen t�te
und man sich mehr austauschen w�rde (es m�ssen ja nicht
gleich alle Gesch�ftsgeheimnisse verraten werden, aber andere
Provider treffen sich auch in Verb�nden wie auch au�erhalb
davon), dann w�re f�r sie selber vieles leichter.

Christian Appenzeller

unread,
Jun 14, 2009, 9:00:23 AM6/14/09
to
Hallo zusammen,

[Oliver Bartels schrieb:]

>Denn das Problem laesst sich ja loesen, Bagger sind erfunden,


>Outdoor-DSLAM sind erfunden, Regeneratoren sind erfunden

>und es gibt Tatsache dieses Krone-Schneitklemm-Auflegetool. (...)
>
>Bevor es zu einem Urteil kommt, wird das Problem geloest.
>Denn das Urteil will man nicht. Ueberhaupt nicht.

Nun, es ist natuerlich durchaus argerlich, wenn aus einem DSL 768-
ein DSL-384-Anschluss wird.

Ich halte es aber fuer fraglich, dass wegen einem einzelnen
(Privat-)Kunden mehere Tausend EUR (oder sogar noch mehr)
fuer Grabungsarbeiten, Outdoor-Technik etc. investiert werden.

Rechtlich gesehen wuerde das wohl schlimmstenfalls auf � 275 Abs. 2
BGB rauslaufen (ggf. mit den entsprechenden Folgen nach Abs. 4).

Und wie schon frueher gesagt: Ich bin mir nicht sicher, inwiefern die
Telekom ueberhaupt mit Argumenten wie "Hauptkabel fuer DSL
bereits voll" die Schaltung neuer DSL-Anschluesse fuer Konkurrenten
verhindern kann. Letztere duerften mit ihren oft aggressiven
RAM-Schaltungen die Situation sicher nicht gerade vereinfachen.

mvox waere sicher auch nicht begeistert (und wuerde Diskriminierung
oder aehnliches vermuten), wenn die Telekom das Schalten neuer
DSL-Anschluesse fuer die Zufuehrung verweigern wuerde, um bestehende
Anschluesse nicht zu gefaehrden ... ;-)

CU Christian

Christian Appenzeller

unread,
Jun 14, 2009, 9:00:58 AM6/14/09
to
Hallo zusammen,

[Oliver Bartels schrieb:]

>Denn das Problem laesst sich ja loesen, Bagger sind erfunden,


>Outdoor-DSLAM sind erfunden, Regeneratoren sind erfunden

>und es gibt Tatsache dieses Krone-Schneitklemm-Auflegetool. (...)
>
>Bevor es zu einem Urteil kommt, wird das Problem geloest.
>Denn das Urteil will man nicht. Ueberhaupt nicht.

Nun, es ist natuerlich durchaus argerlich, wenn aus einem DSL 768-
ein DSL-384-Anschluss wird.

Ich halte es aber fuer fraglich, dass wegen einem einzelnen

(Privat-)Kunden mehrere Tausend EUR (oder sogar noch mehr)

Christian Appenzeller

unread,
Jun 14, 2009, 9:03:34 AM6/14/09
to
Hallo zusammen,

[Oliver Bartels schrieb:]

>Denn das Problem laesst sich ja loesen, Bagger sind erfunden,


>Outdoor-DSLAM sind erfunden, Regeneratoren sind erfunden

>und es gibt Tatsache dieses Krone-Schneitklemm-Auflegetool. (...)
>
>Bevor es zu einem Urteil kommt, wird das Problem geloest.
>Denn das Urteil will man nicht. Ueberhaupt nicht.

Nun, es ist natuerlich durchaus argerlich, wenn aus einem DSL 1000-
ein DSL-384-Anschluss wird.

Ich halte es aber fuer fraglich, dass wegen einem einzelnen
(Privat-)Kunden mehrere Tausend EUR (oder sogar noch mehr)
fuer Grabungsarbeiten, Outdoor-Technik etc. investiert werden.

Rechtlich gesehen wuerde das wohl schlimmstenfalls auf � 275 Abs. 2
BGB rauslaufen (ggf. mit den entsprechenden Folgen nach Abs. 4).

Und wie schon frueher gesagt: Ich bin mir nicht sicher, inwiefern die
Telekom ueberhaupt mit Argumenten wie "Hauptkabel fuer DSL
bereits voll" die Schaltung neuer DSL-Anschluesse fuer Konkurrenten
verhindern kann.

Letztere duerften mit ihren oft aggressiven RAM-Schaltungen die

Situation sicher auch nicht gerade vereinfachen. Von daher muesste
man vielleicht eine Art hoehere Mindest-SNR-Reserve festlegen, die
RAM-Anschluesse einhalten muessen. ;-)

Christian Appenzeller

unread,
Jun 14, 2009, 9:17:19 AM6/14/09
to
Hallo zusammen,

[Marc Haber schrieb:]

>Die Problematik an der Stelle ist, wenn Anbieter wie Alice mt ihren

>Comfortprodukten den Ruf der Besserserviceprodukte in Gaenze kaputt
>macht.

Alice Comfort gibt es jetzt uebrigens auch als NGN-Anschluss (wie vorher
schon die normalen Alice-Privatkundenprodukte).

Damit ist auch Alice Comfort kein Garant mehr fuer einen "echten"
ISDN-Anschluss. :-(

CU Christian

Thomas Einzel

unread,
Jun 14, 2009, 9:35:52 AM6/14/09
to
Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

> Thomas Einzel <Usene...@einzel.de> wrote:
>
>> Nur um in einer technischen NG mal wieder eine technische Bemerkung zu
>> machen: der Einsatz von externen Antennen kann sich in solchen
>> Situationen als sehr vorteilhaft erweisen, besonders dann, wenn eine
>> quasioptische Sicht zum Sender besteht, dieser aber f�r die winzigen
>> Leiterbahnst�ckchen als Antenne in Funktelefonen viel zu weit weg ist.
>
> Nur will man ein Mobiltelephon in der Regel mit sich herumtragen,
> nicht an eine Dachantenne anschlie�en. Klar, f�r heimischen
> Internetzugang ist freilich die Au�enantenne zu empfehlen, aber
> unterwegs nutzt einem das nix.

Im Kontext mit kein DSL(6000) schloss ich k�hn auf einen gewissen
Zusammenhang mit heimischer Daten�bertragung - und daf�r war der Hinweis.

F�r GSM Mobile Outdoork�nnten etwas gr��ere Antennen auch helfen, aber
das sage ich nicht dir, sondern anderen, deine Funkerfahrungen sind
vermutlich deutlich �ber dem NG Durchschnitt :-)

Thomas

Jörg Tewes

unread,
Jun 13, 2009, 6:53:00 PM6/13/09
to
Oliver Bartels schrub

> On Fri, 12 Jun 2009 23:03:00 +0200, J�rg Tewes <jogi...@gmx.net>
> wrote:
>> Und all diese Kunden sind bereit daf�r ein Haufen mehr Geld
>> auszugeben als der Massenmarktkunde dies ist.

> Woran man sieht, dass es sehr wohl einen Premium Markt
> auch bei DSL gibt.

Das es keinen gibt hat wohl auch niemand bestritten, ob er gro� genug
ist das sich Gro�firmen darum k�mmern m�ssen, ist noch zu beweisen.

> Denn selbst wenn irgendwann mal die Billisch-Anbieters anklopfen,
> bleiben trotzdem ganz viele Kunden bei uns.

Sicher solange ihnen die Billiganbieter auch nur DSL 1000 maximum
anbieten k�nnen. Wenn allerdings die Telekom irgendwo nen Outdoor
DSLAM aufstellen w�rde....

> Weil es n�mlich gen�gend Menschen gibt,

F�r euch sind es gen�gend.

> denen ihre Lebenszeit und der gesparte �rger mit dummen Callcentern,
> hopplahopp gedowngradeten Anschl�ssen, nur mit "war niemand da"
> Zettel pr�senten Teckies und belegten Ports usw. viel mehr wert ist
> als die gesparten paar Euro.

Paar Euro sollte man definieren. Es ist ja nicht so das es nur 5 Euro
oder so sind. In den 24 Monaten kommen zwischen euren Angeboten mit
DSL 2000 und den Billiganbietern, locker 240 oder mehr Euro raus. Das
d�rften f�r den Gro�teil der Kunden nicht nur ein "paar" Euro sein.

> Und es gibt auch einige, die stinkig dar�ber sind, dass
> sie von einem magentafarbenen Anbieter fast ein
> Jahrzehnt hingehalten worden sind und dem jetzt
> freundlich aber bestimmt "LMAA" sagen ;-)
> Da braucht es dann mindestens ein weiteres Jahrzehnt,
> um den �rger verblassen zu lassen.

Oder entsprechende Angebote. Ich habe zumindest etliche Kunden gesehen
die f�r 5 Euro Ersparnis monatlich diverse Kr�ten geschluckt haben.

> Die powersaugenden Billigproviderhopper d�rfen die Telekom
> und 1&1 & Co. gerne behalten ;-)

Das d�rfte aber die gro�e Mehrheit sein. Das hei�t ihr werdet immer
ein Kleinstprovider bleiben, mit nur einigen 100.000 Kunden.

> Und ob Du es glaubst oder nicht: Viele wollen einfach
> nur eine funktionsf�hige L�sung, Geiz ist nicht f�r jeden geil.

Sagt auch niemand, mir ja auch nicht, ich bezahle f�r eine
entsprechende Leistung auch gern entsprechende Summen. Nat�rlich mu�
es im Rahmen bleiben, aber ich habe gern 10 Euro mehr gezahlt um eine
16 Mbit/s Leitung zu bekommen. Aber die gro�e Mehrheit will eben
billig. Zumindest meiner Erfahrung nach.


Und Tsch�ss J�rg

--
Computer games don't affect kids. If Pacman would have affected us as
children, we would now run around in darkened rooms, munching pills and
listening to repetetive music.

Oliver Bartels

unread,
Jun 14, 2009, 10:27:46 AM6/14/09
to
On Sun, 14 Jun 2009 13:03:34 GMT, chappe...@hotmail.com (Christian
Appenzeller) wrote:
>Nun, es ist natuerlich durchaus argerlich, wenn aus einem DSL 1000-
>ein DSL-384-Anschluss wird.

Absolut.

>Ich halte es aber fuer fraglich, dass wegen einem einzelnen
>(Privat-)Kunden mehrere Tausend EUR (oder sogar noch mehr)
>fuer Grabungsarbeiten, Outdoor-Technik etc. investiert werden.

So ein Urteil nagt halt an der Zuverl�ssigkeit ...

>Rechtlich gesehen wuerde das wohl schlimmstenfalls auf � 275 Abs. 2
>BGB rauslaufen (ggf. mit den entsprechenden Folgen nach Abs. 4).

Beachte aber den zweiten Satz unter (2), wobei ich vermute,
dass der Kadi die Buben nicht soooo schnell aus der
Leistungspflicht entlassen w�rde, sonst k�nnte ja jeder
daherkommen.

>Und wie schon frueher gesagt: Ich bin mir nicht sicher, inwiefern die
>Telekom ueberhaupt mit Argumenten wie "Hauptkabel fuer DSL
>bereits voll" die Schaltung neuer DSL-Anschluesse fuer Konkurrenten
>verhindern kann.

Sie m�ssten dann halt ein realistisches Ausbauszenario aufzeigen.
"Jetzt nicht, aber in einem Monat, oder Umschaltung einer
bestehenden TAL" ist etwas anderes wie "Jetzt nicht und auch
nicht in f�nf Jahren".

Das Kernproblem ist doch ein ganz anderes:
Das TAL Netz wird ausgequetscht wie eine Zitrone und vergammelt
langsam, aber sicher.

Warum erinnert mich das nur an die britische Eisenbahn ?

Und dazu immer das Gejaule, dass der TAL Preis ach so niedrig
sei und daher kein Outdoor DSLAM Ausbau mehr auf dem Land
m�glich sei. Hallo, was bitte hat das eine mit dem anderen zu
tun, sollen jetzt auch noch die Wettbewerber eine TAL-Steuer
f�r den DTAG-eigenen _DSL_ Ausbau zahlen und dann nochmals
f�r die Netz�berg�nge l�hnen, daf�r dass an der TAL selber fast
nichts mehr investiert wird ?

Ich meine, wenn das alles so schlimm und unrentabel ist, dann
m�ge DTAG doch einen Preis f�r die Kupfermiene ansagen und
dann wird sich zeigen, ob nicht die Branche das z.B. per
Verband oder Tr�gergesellschaft stemmen kann. Aber das wollen
sie auch wieder nicht, ergo kann es so weit her mit den ach so
schlimmen Verlusten doch nicht sein.

>mvox waere sicher auch nicht begeistert (und wuerde Diskriminierung
>oder aehnliches vermuten), wenn die Telekom das Schalten neuer
>DSL-Anschluesse fuer die Zufuehrung verweigern wuerde, um bestehende
>Anschluesse nicht zu gefaehrden ... ;-)

Hatten wir schon bei Zuf�hrungs-DSL-Bestellungen wenige 100m
von der Vst entfernt, angeblich B�ndelkapazit�t �berschritten.
Beim Wettbewerb geht das Verweigern komischerweise immer
recht schnell.

Jörg Tewes

unread,
Jun 14, 2009, 3:39:00 PM6/14/09
to
Oliver Bartels schrub

> Btw.: Ich glaube, dass sich das Problem sehr bald
> hat, es gibt ja jetzt die Schaltverteiler bzw.
> "Strategische Outdoor Lokation" Entscheidung, das
> wird andere Netzbetreiber motivieren, entsprechend
> an strategischen Stellen selber �berg�nge in das TAL
> Netz zu schaffen und das so auszubauen.

Du meinst diese Verf�gung nach der die Telekom irgendwo am Dorfeingang
auf das HAuptkabel nen Kasten setzt und die Anbieter dort eigene
Technik einbauen d�rfen?

Du wei�t aber das die alternativen Anbieter den Aufwand bezahlen
m�ssen? Und dann auch auf eigene Kosten Technik da rein tun m�ssen?
Und das f�r vielleicht 300 m�glichen Kunden die m�glichst nicht mehr
als 30 Euro f�r alles Flat bezahlen wollen. Ich bezweifel ganz
ernsthaft das sich das viele antun werden. Und ich bin da durchaus
nicht allein mit meiner Meinung.


Und Tsch�ss J�rg

--
"Cannot run out of time. There is infinite time ... You are finite. Zathras
is finite ... This ... is wrong tool."
(Zathras in "War without End")

Jörg Tewes

unread,
Jun 14, 2009, 3:42:00 PM6/14/09
to
Oliver Bartels schrub

> Andererseits: Wieder mehr Markt, ich glaube nicht, dass
> alle Leute wegen f�nf gesparten Euro bereit sind, auf
> jedes Service-Niveau zu verzichten.

Gehen wir konform damit, das die Telekom vor einigen Jahren noch
besseren Service bot als die meisten alternativen Anbieter? TRotzdem
hat die Telekom massiv Kunden verloren als sie noch Tarife hatte die
monatliche K�ndigung anboten. Wenn der Kunde damals nicht bereit war
f�r Service wesentlich mehr zu bezahlen, warum meinst du er w�re heute
dazu bereit?


Und Tsch�ss J�rg

--
"You have always been here."
(Kosh (to Sheridan), "All Alone in the Night")

Marc Haber

unread,
Jun 14, 2009, 5:45:26 PM6/14/09
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> wrote:
>On Sun, 14 Jun 2009 10:10:56 +0200, Marc Haber
><mh+usene...@zugschl.us> wrote:
>>$KUNDE hat sich privat vor drei Monaten Alice Comfort bestellt und bis
>>auf die Lieferung eines DSL-Modems noch nichts gehört. Keine
>>Auftragsbestätigung, kein gar nichts, und auf die schriftlichen

>>Kommunikationsversuche stellt Alice sich tot.
>
>Machen die jetzt auch schon so einen Mist :-(
>Schade, deren Service galt auch schon mal als besser.

Jo. Und NGN verkaufen sie inzwischen auch als Comfort. Eigentlich gar
nicht ungeschickt: Komfortprodukt anbieten, anfänglich guten Service
liefern damit es sich rumspricht, und dann die Servicekosten denen des
Normalprodukts annähern. Schwupps, hat man Kunden an denen man mehr
verdient.

Marc Haber

unread,
Jun 14, 2009, 5:47:06 PM6/14/09
to
Jörg Tewes <jogi...@gmx.net> wrote:
>Gehen wir konform damit, das die Telekom vor einigen Jahren noch
>besseren Service bot als die meisten alternativen Anbieter? TRotzdem
>hat die Telekom massiv Kunden verloren als sie noch Tarife hatte die
>monatliche Kündigung anboten.

Mich hat die Telekom als Kunden verloren weil der Service immer
schlechter wurde. Da hab ich mir irgendwann mal gedacht, jetzt
probierst Du's mal mit wem anders. Und, welch Wunder, Alice ist gar
nicht so viel schlechter als das, was T inzwischen leistet.

Marc Haber

unread,
Jun 14, 2009, 5:48:41 PM6/14/09
to
Jörg Tewes <jogi...@gmx.net> wrote:
>Oliver Bartels schrub
>> Die powersaugenden Billigproviderhopper dürfen die Telekom

>> und 1&1 & Co. gerne behalten ;-)
>
>Das dürfte aber die große Mehrheit sein.

Ich bin - obwohl Billigproviderkunde - weder Powersauger[1] noch
Hopper[2].

> Das heißt ihr werdet immer


>ein Kleinstprovider bleiben, mit nur einigen 100.000 Kunden.

Das muss ja nicht unbedingt was schlechtes sein.

Grüße
Marc

[1] bei mir gehen selten mehr als 10 GB im Monat durch
[2] Alice-Kunde seit April 2008

Marc Haber

unread,
Jun 14, 2009, 5:58:52 PM6/14/09
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> wrote:
>Die Gerichte sind nicht so weltfremd, wie häufig berichtet

>wird. Ich meine die Zahl im Kopf zu haben, dass mehr als 90%
>der Verfahren mit der ersten Instanz enden, entweder per
>Vergleich oder per Urteil, welches beiden Seiten einleuchtet.

... oder weil die Berufung/Revision nicht zugelassen wurde, oder eine
Partei sich vor dem Prozessrisiko scheut.

Grüße
Marc

Oliver Bartels

unread,
Jun 15, 2009, 1:26:33 AM6/15/09
to
On Sun, 14 Jun 2009 21:39:00 +0200, J�rg Tewes <jogi...@gmx.net>
wrote:

>Du meinst diese Verf�gung nach der die Telekom irgendwo am Dorfeingang
>auf das HAuptkabel nen Kasten setzt und die Anbieter dort eigene
>Technik einbauen d�rfen?

Ja.

>Du wei�t aber das die alternativen Anbieter den Aufwand bezahlen
>m�ssen? Und dann auch auf eigene Kosten Technik da rein tun m�ssen?
>Und das f�r vielleicht 300 m�glichen Kunden die m�glichst nicht mehr
>als 30 Euro f�r alles Flat bezahlen wollen. Ich bezweifel ganz
>ernsthaft das sich das viele antun werden. Und ich bin da durchaus
>nicht allein mit meiner Meinung.

mvox wird das in Bereichen, in denen es kein DSL gibt,
ganz massiv nutzen. Allerdings "nur" mit moderaten
Angeboten und nicht mit Billidsch-Flat.

Wobei man ehrlicherweise dazusagen muss, dass mvox
einen strategischen Vorteil hat:
Es kann auch eine Kupferzuf�hrung genutzt werden, das
Patent f�r die entsprechende Technologie und
die Quellcodes f�r z.B. die Software des gesamten
Einwahlrouter-Systems liegen bei mir.

Hei�t: Man braucht f�r ein Feature nicht lange beim
Vendor betteln ;-)

Und die L�sung (Zuf�hrung per Kupfer oder Richtfunk)
funktioniert auch dort, wo DTAG erstmal 10km LWL
vergraben darf, um selber anbieten zu k�nnen.

Oliver Bartels

unread,
Jun 15, 2009, 1:36:19 AM6/15/09
to
On Sun, 14 Jun 2009 21:42:00 +0200, J�rg Tewes <jogi...@gmx.net>
wrote:

>Gehen wir konform damit, das die Telekom vor einigen Jahren noch
>besseren Service bot als die meisten alternativen Anbieter?

Ja.

>TRotzdem
>hat die Telekom massiv Kunden verloren als sie noch Tarife hatte die
>monatliche K�ndigung anboten. Wenn der Kunde damals nicht bereit war
>f�r Service wesentlich mehr zu bezahlen, warum meinst du er w�re heute
>dazu bereit?

Vielleicht:
- weil nicht alle Kunden so denken ?
- Geiz mittlerweile gar nicht mehr als so geil gilt ?
- Auch ein Grund sein k�nnte, dass die Telekom ihre
Servicequalit�t massiv heruntergefahren hat ?

Ich hatte vor nicht allzulanger Zeit den Telekom Service noch
gelobt, auch hier. Leider habe auch ich erfahren m�ssen, dass
es selbst bei sehr hochwertigen Produkten nicht mehr so l�uft,
wie ich mir das vorstelle. Das k�nnte auch anderen so gegangen
sein.

Und andererseits hat es die Werbung einer gewissen Handelskette
tats�chlich geschafft, einer Vielzahl der K�ufer ein "Geiz ist Geil"
einzuh�mmern, da sieht man mal wieder, wie leicht sich viele
Menschen kurzfristig manipulieren lassen. Nun sind dieselbigen,
wer h�tte es gedacht, inzwischen mehrfach mit Schrottprodukten
auf die Nase gefallen und so langsam scheint sich das Blatt zu
wenden, wenn nach dem Kick �ber den angeblich ach so billigen
Einkauf am Ende der fiese Kater kommt. Dann ist die Ent�uschung
doppelt gro�, nicht umsonst durfte auch besagte Handelskette
ganz schnell den Slogan �ndern ;-)

Wolfgang Jäth

unread,
Jun 15, 2009, 1:49:57 AM6/15/09
to
Jᅵrg Tewes schrieb:

>
>> Andererseits: Wieder mehr Markt, ich glaube nicht, dass
>> alle Leute wegen fᅵnf gesparten Euro bereit sind, auf

>> jedes Service-Niveau zu verzichten.
>
> Gehen wir konform damit, das die Telekom vor einigen Jahren noch
> besseren Service bot als die meisten alternativen Anbieter?

Hint: Es gab sogar eine Zeitlang mal eine eigene Comedy-Sendung, in der
die schlimmsten Fehlleistungen der Telecom durch den Kakao gezogen
wurden. Ok, damals gab es ᅵberhaupt noch gar keine nennenswerten
alternativen Anbieter, aber der rosa Service hat sich seitdem trotzdem
nicht verbessert.

Wolfgang
--

Wolfgang Jäth

unread,
Jun 15, 2009, 1:42:39 AM6/15/09
to
Oliver Bartels schrieb:
> On Sun, 14 Jun 2009 13:42:04 +0200, Wolfgang Jᅵth

> <jawo.us...@goldmail.de> wrote:
>> Ok; /so/ gesehen hast Du recht. Die Frage ist IMHO trotzdem, ob ein
>> Gericht sich dieser Ansicht anschlieᅵen wᅵrde (oder gips da gar schon
>> entsprechende Urteile?).
>
> a) Mein Bauchgefᅵhl sagt mir, dass der Richter sich dieser
> Ansicht anschlieᅵt. Man kann nicht von heute auf morgen
> einfach einseitig die Konditionen ᅵndern.

Die werden doch gar nicht geᅵndert (s. u.).

> Gerade bei so einer Sache ist das recht simpel: Es wurde
> vorher geliefert und es gibt keinen Grund, warum nicht
> auch jetzt weitergeliefert werden soll.

$PROVIDER kᅵnnte[1] argumentieren, daᅵ vorher mehr als vertraglich
vereinbart (nᅵmlich die 384 kb) geliefert wurde, und jetzt halt nur noch
das vertraglich Vereinbarte. Fᅵr mich als Nicht-Jurist klingt das
gefᅵhrlich glaubwᅵrdig.

[1] Machen das die anderen nicht teilweise eh schon?

>> Nicht ganz; sie kann die /Wᅵrstchen/ auch /kleiner/ machen (das

>> entsprᅵche genau dem Verhalten der - nicht nur - IT-Provider).
>
> Das hᅵngt davon ab, was angeboten wurde.


> Zu Risken und Nebenwirkungen fragst Du am besten den
> VGBE ;-))
>

> ( VGBE: Der "Verein gegen betrᅵgerisches Einschenken" hat


> dem Unterschank auf dem Oktoberfest den Kampf angesagt ;-)

Ja; und regelmᅵᅵig beanstanden sie die Maᅵkrᅵge (will sagen, regelmᅵᅵig
/wird/ von den Ausschenkern betrogen).

> Offenbar sind wir hier im Thread nicht die einzigen, denen

> diese Hoppla-hier-kommt-der-Landvogt Mentalitᅵt auf den Geist


> geht. Im Grunde stellt sich die Telekom da selber ein Bein,

Naja, das hat sie seit der Privatisierung schon immer. :-/

Aber genaugenommen nicht nur die Telekom, auch andere Groᅵbetriebe
(besonders die ex-staatlichen wie Bahn, Post usw.) leiden massiv daran.

Wolfgang
--

Marc Haber

unread,
Jun 15, 2009, 4:25:49 AM6/15/09
to
Wolfgang Jäth <jawo.us...@goldmail.de> wrote:
>Hint: Es gab sogar eine Zeitlang mal eine eigene Comedy-Sendung, in der
>die schlimmsten Fehlleistungen der Telecom durch den Kakao gezogen
>wurden.

Gemessen daran, welche Banalitäten die drei mit den Mützen in mancher
Sendung berichten mussten, muss der Service ganz gut gewesen sein,
wenn sich nicht einmal in der Woche eine Geschichte gefunden hat, die
es wirklich wert gewesen wäre.

Herbert Rosenau

unread,
Jun 15, 2009, 2:46:45 PM6/15/09
to
On Sun, 14 Jun 2009 11:29:54 UTC, Wolfgang Jᅵth
<jawo.us...@goldmail.de> wrote:

> Herbert Rosenau schrieb:
> >
> >> Und zu Bayern: Die tun politisch rein garnix.
> >
> > Bayern ist noch lsnge nicht Bayern. Da gibt es Bayern - das Bayern das
> > zu Lebzeiten von FJS mal nur dann Geld gesehen hat, wenn es dem
> > privaten Spendensᅵckel des schwarzen Kᅵnigs zupaᅵ kan und heute von
> > dessen Nachwuchs gespinert wird - vorausgesetzt das Pareibuch stimmt.
> >
> > Dann gibt es das von Bayen mal eroberte ober- und dann noch das
> > Unterfranken.
>
> Unterfranken wurde /nicht/ von den Bayern 'erobert' (um in Deiner
> Terminologie zu bleiben)?

Ganz Franken wurde von Bayern erobert - und das schon etliche Jahre
bevor der Groᅵvater von dem braunᅵugigen, schwarzhaarigen reinrassigen
Arier aus dem Ausland.



> >Gerade letzteres hat nett von den Subventionen Kohl
> > (West) und Mekel (Ost) als Dauernotleidendes Zonenrandgebiet (vor der
> > Wende) und Dauerkrisenregion (danach) auch in Dᅵrfern von deutlich
> > unter 100 (aber doch krᅵftig ᅵber 99 Einwohnern), entsprechend
> > verteilten Partei- und Spendenbᅵchern profitiert.
>
> ROTFL; /ganz/ Unterfranken bestand seinerzeit aus Zohnenrandgebiet?

Ja, doch, und die damit verbundene Fᅵrderung hat nicht nur, aber auch
hochwertige Autozulieferer am Leben erhalten. Bis die Gier dann die
Arbeitsplᅵtze doch geschafft hat.



> > Gesamteinwohnerzahlen Landkreis deutlich unter 5stellig - DSL16000 in
> > jedem Kuhstall
>
> Also wenn ich mir den Breitbandatlas auf
> http://www.zukunft-breitband.de/BBA/Navigation/Breitbandatlas/breitbandsuche.html
> anschaue, dann bekomme ich da einen geringfᅵgig [tm] anderen Eindruck;

Kᅵnigsberg (Franken, nicht Polen) ist z.B. auf diesem Atlas blᅵtenweiᅵ
- tatsᅵchlich ist kaum ein Hof im Umland ohne DSL. Wenn es nach diesem
Atlas gehen wᅵrde, wᅵrde ich nichtmal ADSL386 erhalten kᅵnnen -
tatsᅵchlich hat die T-Com schonvor 5 Jahren aus effektiv 11000 satte
16000 gemacht - und das ganz ohne Not.

Hofheim - vor der letzten kreisreform noch Kreisstadt: Nach diesem
Plan angeblich gerademal so eben halbwegs Altstadt mit ADSL1 versorgt,
effektiv ADSL2+ in sᅵmtlichen umliegenden Orten verfᅵgbar.

Haᅵfurt, die kreisstadt ist nach diesem Plan absolut unterversorgt,
effektiv, ist fᅵr die Mehrzahl der angeblichen Vordᅵrfer (Stᅵdte wᅵre
von der Geografie und Einwohnerzahl maᅵlos ᅵbertrieben) ADSL2+ zum
selbstverstᅵndlichen Wohlgefᅵhl.

> Wenn Du ᅵber mehr und genauere Informationen als BMWT besitzt, dann
> teile die doch bitte mit uns.

Ebern: angeblich ohne Chance DSL zu erhalten. Fakt: Seit 4 Jahren
bestens versorgt, keine Lᅵcke feststellbar.

Nun, ich stᅵtze mich da auf die Anzahl der tatsᅵchlich ver
mittelten
und wirklich stᅵrungsfrei laufenen Vertrᅵge.

kein DSL 6000 oder besser bekommt,
>
> Mal dummfrag: Was hast Du eigentlich immer mit Deinem Franken? /Bist/ Du
> etwa einer?

Nᅵ, nur reingeschmeckter. Ist halt nur die nᅵhere Region in der die
weitaus grᅵᅵte Mehrzahl meiner DSL-Kunden zu hause ist.



> >bekommt auch
> > keinerlei Handyempfang, weil die Strahlen sind ja soo unendlich
> > schᅵdlich, daᅵ zwar der Kreisbauhof auf seinem Gelᅵnde eine
> > Funkantenne halten darf, der im selben Stadteil liegende Wohnbezirk
> > aber weder Handy noch DSL nutzen kann, Amateurfunker zum Auswandern in
> > ein anderes Bundesland gezwungen werden.
>
> Hint: Ein bischen /weniger/ kᅵnstlerische Freiheit wᅵre in technischen
> Gruppen wie hier IMO schon angebracht.

Ich erlebe es beinahe tᅵglich wie die eine Hᅵlfte der Bevᅵlkerung der
anderen alle nur denkbaren Steine in den Weg legt um den sehnlichst
erwarteten Fortschritt zu verhindern. Handystrahlen von noch lange
nichtmal angeschlosseneen Sendemasten, Verweigerung des Outdoor-DSLAM,
(um ᅵberhaupt irgendwie DSL in die Gemeinde zu bekommen), zum Teil
aber auch schlicht Unflexibilitᅵt (3stellige Telefonnummer aus
Vorkriegszeiten kann man nicht aufgeben, da hᅵngts Herblut dran.)

> > Bayern ist deutsches, frᅵhestes Mittelalter. Hexenverbrennungen sind
> > Gegenwart.
>
> Meinst Du das jetzt im Rahmen der Festspiele in Oberammergau, des
> Ritterturniers in Kaltenberg oder der Landshuter Hochzeit? SCNR

Nᅵ, einfach nur den tᅵglichen Kleinkrieg der alteingesessenen mit/ohne
Geld. Neid, Miᅵgunst und Schikane nur um der Schikane willen.

Michael Landenberger

unread,
Jun 16, 2009, 7:23:22 PM6/16/09
to
"Christian Appenzeller" <chappe...@hotmail.com> schrieb:

> Alice Comfort gibt es jetzt uebrigens auch als NGN-Anschluss
> (wie vorher schon die normalen Alice-Privatkundenprodukte).
>
> Damit ist auch Alice Comfort kein Garant mehr fuer einen
> "echten" ISDN-Anschluss. :-(

Ich habe vorhin mal einen Test gemacht und die Verf�gbarkeit von Alice
Comfort einmal in 14169 Berlin-Zehlendorf (Hansenet-Ausbaugebiet) und
ein anderes Mal in 71640 Ludwigsburg (QSC-/Telefonica-Gebiet) gepr�ft.
F�r beide Standorte wurde Alice Comfort als verf�gbar gemeldet. Aber
f�r Ludwigsburg gab es zus�tzlich den Hinweis, dass der Anschluss nicht
mit Hansenet-eigener, sondern mit Fremdtechnik realisiert wird und das
deshalb bestimmte Dienste (z. B. Home TV) nicht verf�gbar sind. F�r
Berlin fehlte dieser Hinweis, und neben Alice Comfort w�re ohne
weiteres auch Home TV bestellbar gewesen. Ich werte das als hinreichend
genaue Information zum Anschlusstyp und gehe bis zum Beweis des
Gegenteils davon aus, dass man dann mit konventionellem Festnetz
rechnen kann, wenn Alice Comfort *und* Home TV verf�gbar sind und
au�erdem bei der Pr�fung kein Hinweis darauf erscheint, dass sich der
gepr�fte Standort au�erhalb des Hansenet-Ausbaugebiets befindet.

Gru�

Michael

Martin Bodenstedt

unread,
Jun 17, 2009, 3:10:37 AM6/17/09
to
J�rg Tewes schrieb:

> Oliver Bartels schrub
>
>> Andererseits: Wieder mehr Markt, ich glaube nicht, dass
>> alle Leute wegen f�nf gesparten Euro bereit sind, auf
>> jedes Service-Niveau zu verzichten.
>
> Gehen wir konform damit, das die Telekom vor einigen Jahren noch
> besseren Service bot als die meisten alternativen Anbieter? TRotzdem
> hat die Telekom massiv Kunden verloren als sie noch Tarife hatte die
> monatliche K�ndigung anboten. Wenn der Kunde damals nicht bereit war
> f�r Service wesentlich mehr zu bezahlen, warum meinst du er w�re heute
> dazu bereit?

Es ist nicht nur der Service.

Es ist mittlerweile vor allem die Vertriebsmentalit�t, die sich in
nichts mehr von Dr�ckerkolonnen unterscheidet.

Im �brigen rennen die Kunden auch weg, weil die Telekom einfach die
Produkte nicht (mehr) liefern, die man als Kunde w�nscht. Man scheint zu
glauben, die Kunden w�rden sich alles gefallen lassen und ist dann bass
erstaunt, wenn der Kunde (z.B.) zum �rtlichen Kabelanbieter wechselt
(was sie nat�rlich mitbekommen durch den Portierungsauftrag der
Telefonnummern).

--
Martin Bodenstedt

(www.die-bodenstedts.de / www.maboko.de)

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