On 02/28/2012 12:23 PM, Hans-Joachim Zierke wrote:
>
> Detlef Bosau schrieb:
>
>
>> Ich weiß nicht, was JavaScript mit kommerziellen Interessen zu tun hat.
>
> Ich hatte es erklärt. Lies es einfach noch einmal.
>
Du hast von Webseiten mit Werbeeinblendern geschrieben.
Und was hat das mit JavaScript zu tun? Wenn Dir die Bedienoberfläche der
Fritz!Box ein Popup-Menu anbietet, hat das ncihts mit Kommerz zu tun.
Man kann trefflich darüber streiten, wie man IAD etc. konfiguriert. Wenn
ich dort mit Brachialgewalt ne Japs-Falle draufknallen will, verlange
ich eine Konfiguration über SNMP und biete dazu irgend ein closed source
tool an.
Aber heute will jeder der große Fachmann sein - und darum macht man
keine Bedienoberflächen mehr sondern ganze Multimedia-Shows, und wenn
die Multimedia Kunden dann Multi kriegen oder gar Media, dann ist es
auch wieder verkehrt.
> Hint: Du bist nicht der Kunde eines Webseitenbetreibers, genauso, wie Du
> nicht der Kunde von RTL oder Sat1 bist.
Wenn ich die Bedienoberfläche meines Routers aufrufe, steht da weder was
von RTL noch von Sat1 noch von irgend einem Webseitenbetreiber.
Ich muß JavaScript nicht schön finden, schon gar nicht dort, wo es
problemlos auch ohne JS ginge.
Aber sich an sowas aufzuregen ist, als wenn ich jetzt alles und jedes an
Computer als kommeziell verseucht betrachten würde, was ich nicht mit
Handtakt, Kippschalterkonsole und LED Display für die Registerinhalte
bedienen kann.
>
>
>
>> Schon gar nicht, wenn es um die Bedienung irgend eines Routers oder
>> dergl. geht.
>
> Da hast Du allerdings völlig Recht. Da ist es halt Unfähigkeit oder
> schlechte Angewohnheit.
>
> Mal die AVM-Startseite an den W3C-Validator verfüttern: 13 Fehler. Das
> ist gut für eine kommerzielle Webseite.
>
>
Entschuldige bitte, aber ich meine, daß Du mal gesagt hast, daß Du
Mobbing nicht schön findest. Und wenn irgendwelche Spinner z.B. meine
Webseite durch den W3C Validator donnern um dann wirr zu beckmessern,
ist das zum Kotzen.
Für mich ist es nicht wichtig, daß (m)eine Webseite durch den W3C
Validator geht sondern die Seite muß einsichtig sein.
D.h. konkret, daß ich da mit den handelsüblichen Browsern draufgehe
(bzw. draufgehen lasse) und die Seite so herrichte, daß sie vernünftig
aussieht.
Gerade HTML Standards und dergl. entwickeln in der Tat eine gewisse
Dynamik und wenn Du nicht 20 Stunden täglich mit sowas arbeitest,
kriegst Du nicht jede aktuelle Änderung mit.
Auch ist es schlicht die Anerkenntnis der normativen Kraft des
Faktischen, darauf Wert zu legen, daß Seiten einsichtig sind - und nicht
mit irgend einem akademischen Validierungstool, das irgendwer als
Diplom- oder Masterarbeit abgeleifert hat, als fehlerfrei bewertet werden.
Was nützt mir die fehlerfreieste Seite, wenn sie der Benutzer weder mit
IE noch mit Firefox einsehen kann?
Was glaubst Du wohl, was bei GMX oder bei Web.de los ist, wenn auf
einmal 10 Mio. Kunden nicht mehr über das Webinterface an ihre e-mail
kommen, weil die nicht den handelsüblichen Browsern einsichtig sind,
aber irgend ein Entwickler bei denen sagt: "Chef,der W3C Validator
meldet keine Fehler!" So schnell ist aber noch nie jemand bei Hartz IV
gelandet, der kriegt nicht mal den Umweg über eine Kündigung.
Daß man bei IAD die Oberflächen defensiv programmiert, ist nett und
höflich. Aber der Markt will es anders. Der wollte es schon immer anders.
Was glaubst Du wohl, um ein Beispiel zu nennen, was beim Telefonbanking
für die Calldesk-Mitarbeiter angenehmer ist? Eine gute alte 3270
Emulation und dann rufen die händisch und über Nummer die "Transaktion
57000" für Inlandsüberweisung oder die "Transaktion 38379" für
"Kontostand erfragen" oder die Transaktion 22554" für "Übertrag auf
Sparbuch" auf - oder sie klicken sich durch ne SAP Gui?
Rate mal.
Und dann rate mal, was der Markt will - und kriegt.
Und dann rate mal, was Arbeitsmediziner dazu sagen - und wer ihnen nicht
zuhört.
>
> Hans-Joachim