weiß zufällig jemand, was für einen Stromverbrauch (Leistungsaufnahme in
Watt) die aktuellen O2-Router¹) haben?
Nach meiner Rechnung würde z.B. ein Stromfresser von 30 Watt bereits ca.
4 Euro/Monat Zusatzkosten verursachen.
Markus
_______
¹) http://www.o2online.de/nw/dslinternet/studenten/router/index.html
Das weiß ich nicht...
> Nach meiner Rechnung würde z.B. ein Stromfresser von 30 Watt bereits ca. 4
> Euro/Monat Zusatzkosten verursachen.
...aber 30W wird er niemals haben. Stell Dir eine 30W Glühlampe vor, die Du
in das Routergehäuse packst.
Das würde schlichtweg wegschmelzen.
>weiß zufällig jemand, was für einen Stromverbrauch (Leistungsaufnahme in
>Watt) die aktuellen O2-Router¹) haben?
Alle Router haben die gleichen Werte lt. Details:
Netzteil: Input 230V ~ 50Hz, Output 18V DC, 1A
>Nach meiner Rechnung würde z.B. ein Stromfresser von 30 Watt bereits ca.
>4 Euro/Monat Zusatzkosten verursachen.
30W dürften bei 18V und 1A nicht möglich sein.
Wahrscheinlich nicht. Aber die 18 Watt sind das Maximum für die
Sekundärseite. Für die durchschnittliche Leistungsaufnahme auf der
Primärseite suche ich jemanden, der das mal gemessen hat.
Markus
Wer weiß. Unter
<http://www.damaschke.de/notizen/index.php/arger-mit-alice/> schreibt
jemand (hier für Alice):
> Bei meinem alten Anschluss konnte ich das Modem bei Nichtgebrauch
> einfach abschalten. Mit der tollen Alice-Box geht das nicht, sonst
> erreicht mich ja keiner. Kosten f ür unnötigen Stromverbrauch auf meiner
> Seite (Gerät zieht 30 Watt), die Umwelt bedankt sich.
Ob er das wirklich gemessen hat, weiß ich nicht. Aber ich halte diese
Verschwendung nicht für unmöglich.
Markus
> Hallo,
>
> Nach meiner Rechnung würde z.B. ein Stromfresser von 30 Watt bereits ca. 4 Euro/Monat Zusatzkosten verursachen.
Nun, jetzt im Winter ist es nicht soo schlimm, da die xx Watt zu 100% in
Wärme umgesetzt werden, und so der Termostat deiner Heizung runter
regeln wird.
Das Messen der Leistungsaufnahme solcher Kleingeräte ist nicht ganz un-
problematisch, wegen der "Scheinleistung" (Phasenverschiebung von Strom
und Spannung)
Mein Speedport & das Netzteil bleibt kälter, als eine kleine Energiespar-
lampe. (Schätzungsweise 10- 15 Watt)
Da die aufgenomme Leistung letztendlich zu 100% in Wärme umgesetzt wird,
sind 30W absolut unrealistisch.
Die Frage ist, ob er wirklich gemessen hat, und wenn ja - womit.
Übliche Messgeräte, die man so für 20EUR bekommt, zeigen bei niedrigen
Leistungen gerne mal +/- 100% an. Ich hatte eins gesehen, welches alleine
nach den technischen Daten einen Messfehler von +/- (5W + 5%) haben sollte.
Dazu kommen die Probleme mit dem hohen cos(phi) eines Trafos bzw. dem hohen
Klirrfaktor eines getakteten Netzteils.
In einer anderen Antwort wurde ja auf die Angabe 18V / 1A der Netzteile
hingewiesen. Das wären dann maximal 18W abgegebene Leistung.
Aber die wird der Router wohl nicht dauerhaft ziehen (können), weil auch
diese 18W für ein kleines Plastikgehäuse eine schwer abzuführende thermische
Belastung darstellen.
Messergebnisse kann ich Dir leider nicht liefern. Und wenn Du welche
bekommst, dann kannst Du sie bei Verwendung handelsüblicher
Energiekostenmessgeräte auch leider nicht Ernst nehmen.
Das mir zur Verfügung stehende Messgerät ist zwar sehr exakt, liefert aber
erst ab ca. 5A brauchbare Ergebnisse. (Messbereich geht dafür aber bis 1000A
/ 700.000 VA)
Je nach Netzteil kommen noch die Wandlungsverluste dort hinzu - 18V *
1A sind zwar rechnerisch 18 Watt, aber eben auf der Sekundärseite.
Bezahlt wird jedoch für die Leistung auf der Primärseite.
Darüberhinaus wird nicht jede Energie in Wärme gewandelt - ein
gewisser Teil geht über die LEDs als Licht ab, ein anderer Teil als
Form elektrischer Energie über die Anschlüsse (DSL, Ethernet, Telefon,
usw.).
Und ob das Gehäuse bei 18..25 Watt schmelzen wird - das wage ich zu
bezweifeln. Immerhin wird die thermische Energie großflächig über das
gesamte Gehäuse abgegeben. Je nach Gehäuse gibt es durchaus mal
Luftschlitze für die bessere Durchlüftung.
Gruß, Dirk
Warum gehst Du nicht auf "Details" und liest selbst nach? "Netzteil:
Input 230V ~ 50Hz, Output 18V DC, 1A". Damit solltest Du schonmal eine
grobe Richtung haben. Jetzt noch grob Pi mal Daume 50% für
Wandlungsverluste obendrauf und Du landest so bei 20..27 Watt.
> Nach meiner Rechnung würde z.B. ein Stromfresser von 30 Watt
> bereits ca. 4 Euro/Monat Zusatzkosten verursachen.
Dann würde ich erstmal den Kühlschrank gegen ein AA-Gerät tauschen,
ebenso den Gefrierschrank, die Umwälzpumpe an der Heizung gegen ein
effizienteres Modell tauschen und ansonsten die Beleuchtung auf
Energiespar- oder LED-Lampen umstellen. Es gibt viele Stromfresser im
Haushalt und viele davon hängen 24h am Netz und verursachen so Kosten
...
Gruß, Dirk
>gewisser Teil geht über die LEDs als Licht ab, ein anderer Teil als
>Form elektrischer Energie über die Anschlüsse (DSL, Ethernet, Telefon,
>usw.).
Ist aber zu vernachlässigen...
-ras
--
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
> Jetzt noch grob Pi mal Daume 50% für
Nur bei der Sorte Netzteile, die man im Betrieb nicht mehr anfassen
kann. Die 50% müssen ja auch wo hin. In der Praxis ist das weitaus
besser.
> [...]
>
> Das mir zur Verfügung stehende Messgerät ist zwar sehr exakt, liefert aber
> erst ab ca. 5A brauchbare Ergebnisse. (Messbereich geht dafür aber bis 1000A
> / 700.000 VA)
Schmeiß halt den Stromwandler raus, dann müsste es für kleinere
Messbereiche passen ...
SCNR, Michael
--
Real names enhance the probability of getting real answers.
My e-mail account at DECUS Munich is no longer valid.
>>Das mir zur Verfügung stehende Messgerät ist zwar sehr exakt, liefert aber
>> erst ab ca. 5A brauchbare Ergebnisse. (Messbereich geht dafür aber bis
>> 1000A
>> / 700.000 VA)
> Schmeiß halt den Stromwandler raus, dann müsste es für kleinere
> Messbereiche passen ...
Rogowski Spulen sind da verbaut.
Die liefern ja eine Spannung, die proportional zum Strom ist.
Und da wird es haarig: Ein einfacher Messwiderstand liefert sowas ja auch,
ist aber dann potenzialgebunden und dürfte den Eingängen des Gerätes nicht
sehr zuträglich sein.
in de.comm.technik.dsl Carsten Kreft <car...@bugmenot.com> wrote:
> ...aber 30W wird er niemals haben. Stell Dir eine 30W Glühlampe vor, die Du
> in das Routergehäuse packst.
> Das würde schlichtweg wegschmelzen.
Richtig, man kann die tatsächliche Leistungsaufnahme ganz gut mit ein
paar Vergleichswerten über die Abwärme schätzen (das ist realistischer
als das, was auf dem Typenschild steht).
Geeignete Vergleichswerte liefern Eierkocher, Bügeleisen, Lötkolben,
Schreibtischlampen usw.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
Reset-Knopf?
Ich habe kein Windows! (Peter Kobel)
>> Bei meinem alten Anschluss konnte ich das Modem bei Nichtgebrauch
>> einfach abschalten. Mit der tollen Alice-Box geht das nicht, sonst
>> erreicht mich ja keiner. Kosten f ür unnötigen Stromverbrauch auf meiner
>> Seite (Gerät zieht 30 Watt), die Umwelt bedankt sich.
> Ob er das wirklich gemessen hat, weiß ich nicht. Aber ich halte diese
> Verschwendung nicht für unmöglich.
Ich auch nicht. Bei Routern wird wohl eher kein besonders effizientes
(=teures) Netzteil zum Einsatz kommen.
Gruß
Christian
--
Ich kam.
Ich ging.
Und ich war da gewesen.
>> Nach meiner Rechnung würde z.B. ein Stromfresser von 30 Watt bereits ca.
>> 4 Euro/Monat Zusatzkosten verursachen.
> 30W dürften bei 18V und 1A nicht möglich sein.
Nee, 1A bei 18V sind ja nur 18W. :-)
Du (christian.baer) meintest am 16.10.08:
>>> Nach meiner Rechnung würde z.B. ein Stromfresser von 30 Watt
>>> bereits ca. 4 Euro/Monat Zusatzkosten verursachen.
>> 30W dürften bei 18V und 1A nicht möglich sein.
> Nee, 1A bei 18V sind ja nur 18W. :-)
Auf der Ausgangsseite.
Das Netzteil dürfte nicht den Wirkungsgrad 1 haben. Insbesondere nicht
im Leerlauf.
Viele Gruesse!
Helmut
> Nun, jetzt im Winter ist es nicht soo schlimm, da die xx Watt zu 100% in
> Wärme umgesetzt werden, und so der Termostat deiner Heizung runter
> regeln wird.
Zu 100% wird die Energie wohl nicht in Wärme übertragen. In einem Router
ist ja auch etwas mehr als ein Heizdraht. :-) Unwesentlich wird er
Anteil aber bestimmt nicht sein, das sehe ich auch so.
> Das Messen der Leistungsaufnahme solcher Kleingeräte ist nicht ganz un-
> problematisch, wegen der "Scheinleistung" (Phasenverschiebung von Strom
> und Spannung)
Dafür gibt es spezielle Meßgeräte.
> Mein Speedport & das Netzteil bleibt kälter, als eine kleine Energiespar-
> lampe. (Schätzungsweise 10- 15 Watt)
Ich habe meine Fritz noch nicht gemessen, aber sie wird ganz ordentlich
warm an der Unterseite. Mit dem Handrücken gefühlt wird die Temperatur
schon fast unangenehm. Ein echter Stromsparer ist das Teil also nicht.
Natürlich ist die Kiste um Längen sparsamer als ein normaler PC, den man
als Router einsetzt, z.B. mit m0n0, IP-Cop oder fli4l.
>Ich auch nicht. Bei Routern wird wohl eher kein besonders effizientes
>(=teures) Netzteil zum Einsatz kommen.
Doch, teilweise schon. Sowohl bei meinem Bintec wie auch beim W920V
wird nicht groß was warm, und besonders gut sind die kleinen, grauen
Schaltnetzteile von Linksys, die eine Zeit lang mit den WRT54GL
ausgeliefert worden waren.
>> Ich auch nicht. Bei Routern wird wohl eher kein besonders effizientes
>> (=teures) Netzteil zum Einsatz kommen.
>
> Doch, teilweise schon. Sowohl bei meinem Bintec wie auch beim W920V
> wird nicht groß was warm, und besonders gut sind die kleinen, grauen
> Schaltnetzteile von Linksys, die eine Zeit lang mit den WRT54GL
> ausgeliefert worden waren.
Nun, das Netzteil von meiner Fritz wird auch nnur sehr verhalten warm.
Ob ich dem Teil deshalb eine hohe effizient zuschreiben will, weiß ich
noch nicht.
>>> 30W dürften bei 18V und 1A nicht möglich sein.
>> Nee, 1A bei 18V sind ja nur 18W. :-)
>
> Auf der Ausgangsseite.
> Das Netzteil dürfte nicht den Wirkungsgrad 1 haben. Insbesondere nicht
> im Leerlauf.
Ich weiß, das war so ein Fall von SCNR. Ohne das Netzteil wirklich zu
kennen (und ich gehe davon aus, daß es auch nicht immer das gleiche sein
wird), kann man das auch nicht sagen.
So ganz im Leerlauf wird das Netzteil ja praktisch nie laufen. Der
Stromverbrauch eines Routers ist ja relativ konstanst, wenn WLAN nicht
ein- und ausgeschaltet wird.
Gehen wir mal von 0,7 im Leerlauf und 0,85 unter Last aus. Das ist schon
recht optimistisch. Das wären dann 21 Watt unter vollast.
>Nun, das Netzteil von meiner Fritz wird auch nnur sehr verhalten warm.
>Ob ich dem Teil deshalb eine hohe effizient zuschreiben will, weiß ich
>noch nicht.
Wo soll denn ggf. vernichtete Energie sonst hin?
das Ufo wandelt sie in Masse um
Gruss Olaf
Du (ralph) meintest am 16.10.08:
>> Nun, das Netzteil von meiner Fritz wird auch nnur sehr verhalten
>> warm. Ob ich dem Teil deshalb eine hohe effizient zuschreiben will,
>> weiß ich noch nicht.
> Wo soll denn ggf. vernichtete Energie sonst hin?
Zum Mars.
Obwohl ich die Venus bevorzuge.
Viele Gruesse!
Helmut
>> Nun, das Netzteil von meiner Fritz wird auch nur sehr verhalten warm.
>> Ob ich dem Teil deshalb eine hohe effizient zuschreiben will, weiß ich
>> noch nicht.
> Wo soll denn ggf. vernichtete Energie sonst hin?
Vernichtet? Oha, wenn das mein alter Physiklehrer lesen könnte... :-)
Eine ganz so witzige Erklärung wie der Olaf habe ich gerade nicht parat,
aber man kann sicher davon ausgehen, daß der Router einen Teil seiner
Energie durchaus in das Verschieben von Elektronen und erzeugen von
Magnetfeldern steckt. Er routet halt. :-) ...und hat ein Webinterface,
steuert Telefone an, etc.
Sorry, irgendwo muss man immer den "worst case" betrachten - denn
sonst überhitzt Dir das Ganze, wenn Du immer nur vom Idealfall
ausgehst. Auch ein normaler Transformator hat einen Widerstand und
heizt sich deshalb im Betrieb auf - der "worst case" ist hier meist
mit einer Thermosicherung von 80..95°C abgefangen. Jetzt kannst Du Dir
mal überlegen, wieviel Widerstand so ein Trafo wohl haben mag, wenn er
sich innerlich so stark aufheizen kann ... ach ja, bessere
"klassische" Steckernetzteile (d.h. ohne Schaltznetzteil) haben den
Wert der Thermosicherung auf dem Typenschild angegeben.
> Es bedeutet nur, daß das Netzteil _bis_ xy belastbar ist.
> Beispiel: Angaben auf Schaltnetzteil IN: 110-240 Volt/ 0,5 A
> Out: 5Volt/1,2 A. Im Leerlauf zeigt mein Messgerät
> 0,002 A bzw. 0,5 Watt an.
Nun, der OP wollte wissen, wie es um den regulären Betrieb bestellt
ist, also Netzteil *mit* Last. Es ist ja wohl völlig klar, dass ein
unbelastetes Netzteil sich anders verhält als ein teil- oder
vollbelastetes Netzteil! Bei linear geregelten Netzteilen steigen die
Verluste recht proportional mit der Belastung an, bei Schaltnetzteilen
gibt es einen "Idealbereich", meistens so 2/3 bis 70% Auslastung, in
dem sich mit dem besten Wirkungsgrad arbeiten. Deshalb ist es ja auch
gesponnen, wenn sich Leute fette Schaltnetzteile in ihren PC hängen,
wenn sie effektiv nur 10..30% der Maximalleistung tatsächlich
benötigen.
> Nun will ich meinen W 701V nicht vom Netz trennen.
> In der technischen Beschreibung stet aber (anderes Netzzteil!):
> Leistungsaufnahme mit WLAN 7,2 Watt, ohne 'W' 6 Watt.
> Maximale Aufnahme 10 Watt.
Schön - meine Fritz Box hat auch so um den Dreh ... aber der Router
davor (Targa) schluckte locker das Doppelte ... was willst Du also
aussagen? Gerade auch: Was willst Du damit dem OP sagen?
Gruß, Dirk
(a) die Summe macht's
(b) wenn USB-Host, dann können darüber bis zu 2,5 Watt "exportiert"
werden (5V, max. 500mA).
(c) wenn das Teil Anschlüsse für analoge Telefone hat, dann muss für
diese eine Speisespannung zur Verfügung gestellt werden - schlag' mich
nicht, aber ich denke, da kommen auch 1-3 Watt zusammen.
Wenn man also mal (b) und (c) zusammen nimmt, dann sind das mal knapp
5-6 Watt, die gar nicht *im* Gehäuse verbleiben. Das wäre dann rund
1/3 bis 1/5 der gesamten Leistung (bei 18..25 Watt).
Gruß, Dirk
Die "armen" Leute mit LED-Schreibtischlampen ... und: Was empfiehlst
Du als Messfühler? Den justierten Zeigefinger oder doch besser die
Zunge? *SCNR*
Gruß, Dirk
Wieviele setzen Schaltznetzteile bei solchen kleinen Leistungen ein?
Und selbst da liegen die Werte bei bestenfalls 70..80%. Wenn Du aber
ein längsgeregeltes Netzteil vorfindest, so liegt die Eingangsspannung
des Reglers üblicherweise um 2..2,5 V höher als die (geregelte)
Ausgangsspannung. Am Gleichrichter fallen nochmals 1,2..1,4 V ab
(Vierweggleichrichter). Machen also im schlimmsten Fall knapp 4V
Spannungsabfall im Netzteil ... multipliziert mit dem durchfließenden
Strom ein nettes Produkt ;-)
Gruß, Dirk
Da fragt man sich natürlich schon, warm man schon mit einfachsten
Multimetern für paar Euro *Gleich*spannungen bis 1000 Volt messen kann
und darf, dass sowas in Deutschland frei verkäuflich ist ... *SCNR*
Gruß, Dirk
in de.comm.technik.dsl Christian Baer <christi...@uni-dortmund.de> wrote:
> Zu 100% wird die Energie wohl nicht in Wärme übertragen. In einem Router
> ist ja auch etwas mehr als ein Heizdraht. :-) Unwesentlich wird er
> Anteil aber bestimmt nicht sein, das sehe ich auch so.
Dochdoch, letztlich sind es 100%. Es müssen 100% sein, sagt die Energie-
erhaltung.
Die reinkommende Energie teilt sich in etwa wie folgt auf:
- Abwärme aus dem Spannungsregler (ich vermute, 30% sind das da schon).
- Abwärme aus den elektronischen Bauteilen. 65%, tippe ich.
- Licht der LEDs - 2%.
- Strom, der wieder rausgeht (zum Rechner), 2%.
- elektromagnetische Wellen, 1%.
Die 3% Licht werden auf den nächstliegenden Wand in Wärme umgewandelt.
Die 2%, die wieder rauskommen, werden am Eingangswiderstand der Netzwerk-
karte in Wärme umgewandelt.
Die 1% der EM-Wellen werden in umliegenden Metallgegenständen in Wärme
umgewandelt. Ein kleiner Teil entfleucht ins Weltall und wird da irgendwo
absorbiert und in Wärme umgewandelt.
Die Prozentsätze können variieren, es gibt Geräte, die z.B. intern mit
5 V arbeiten, aber ein 9-V-Netzteil haben. Da verheizt der Spannungs-
regler im Gerät dann schon mal knapp die Hälfte. Andere strahlen etwas
mehr im EM-Bereich. Ist letztlich aber egal - was reingeht, kommt auch
wieder raus, drin bleibt nix in so einem Modem.
Man kann jetzt höchstens hergehen und das Licht und den herauskommenden
Strom zum Rechner als "Nutzenergie" bezeichnen und kommt dann auf
4% Wirkungsgrad, aber auch diese Energie wird letztlich in Wärme
umgewandelt.
>Wenn man also mal (b) und (c) zusammen nimmt, dann sind das mal knapp
>5-6 Watt, die gar nicht *im* Gehäuse verbleiben.
Aber nur, während eben telephoniert wird, oder wenn man dauerhaft (was
ja nicht der Normalfall ist :-) USB-Krempel dran betreibt.
>Wenn Du aber
>ein längsgeregeltes Netzteil vorfindest,
Sowas habe ich seit Jahren nicht in Netzwerktechnik gesehen. Entweder
ein Schaltnetzteil, oder einen simplen Trafo mit Gleichrichter und
Elko, und ein Schaltregler im gespeisten Gerät...das ist so dsa
Übliche.
Mit Batteriebetrieb ist das relativ einfach realisierbar -- ich
bezweifle aber stark, dass Carstens Gerät mit so wenig Energie auskommt,
dass es aus Batterien betrieben werden könnte.
>Mit Batteriebetrieb ist das relativ einfach realisierbar -- ich
>bezweifle aber stark, dass Carstens Gerät mit so wenig Energie auskommt,
>dass es aus Batterien betrieben werden könnte.
Genau.
Er benötigt 230V zur Eigenversorgung, die wahlweise aus der zu messenden
Anlage oder über einen 230V Stecker kommen.
Deshalb wäre ich doch skeptisch, was das Gerät sagt, wenn auf dem
Strommesseingang auf einmal 230V liegen würden. Vermutlich BUMM.
Die Strommmesseingänge erwarten ja potenzialfreie, stromabhängige Spannungen
von einigen mV. Die sind sicher auf der Platine einseitig auf die Masse der
Schaltung gelegt. Also ich probier das lieber nicht.
Habe gestern beim LIDL ein Energiekostenmessgerät für 10EUR erstanden, mal
schauen ob ich da den Messwiderstand nicht ein bisschen tunen kann, so dass
das bei niedrigen Leistungen mehr Auflösung hat.
Es mag aber leider nur max. 15% Harmonische, das wird wohl nix bei einfachen
Schaltnetzteilen.
Ach ... und da ist natürlich ein 1:1- oder sonstiger Trafo nicht
denkbar? Sonderbar ... also wenn Du von Zwangserdung der
Messelektronik reden würdest, dann ja vielleicht eher. Aber nur wegen
des 230-Volt-Direktanschlusses ... nö.
Gruß, Dirk
Targa WV500 VoIP - 16V bei max. 900mA
Gruß, Dirk
Vielleicht mit einem Uralttelefon, aber nicht bei einem modernen
Telefon, welches Rufnummernspeicher und andere Features hat und mit
Amtsspeisung auskommt ...
Gruß, Dirk
(a) das habe ich auch nicht behauptet
(b) zählt ja wohl das, was an Leistung der Energieversorger in
Rechnung stellt und nicht, was im Routergehäuse verbraten wird
Gruß, Dirk
>Vielleicht mit einem Uralttelefon, aber nicht bei einem modernen
>Telefon, welches Rufnummernspeicher und andere Features hat und mit
>Amtsspeisung auskommt ...
Auch dieses kann nur wenige mA entnehmen, da ansonsten die Leitung als
belegt erkannt würde. Srom entnehmen heißt ja so viel wie "abnehmen".
>Targa WV500 VoIP - 16V bei max. 900mA
Wirklich mit einem Längsregler drin? Krass.
Da habe ich aber noch keins gesehen, das für den Rufnummernspeicher die
Speisespannung braucht. Das wäre ja auch ziemlich doof denn dann wären
die Nummern nach dem abstecken jedesmal weg. Mein Signo jedenfalls
kannte auch nach Jahren ohne Speisung im Keller noch alle gespeicherten
Nummern.
Gruß,
Andreas
in de.comm.technik.dsl Christian Baer <christi...@uni-dortmund.de> wrote:
> Vernichtet? Oha, wenn das mein alter Physiklehrer lesen könnte... :-)
> Eine ganz so witzige Erklärung wie der Olaf habe ich gerade nicht parat,
> aber man kann sicher davon ausgehen, daß der Router einen Teil seiner
> Energie durchaus in das Verschieben von Elektronen und erzeugen von
Genau, und das Verschieben der Elektronen bedeutet physikalisch nichts
anderes als die Erzeugung von Wärme.
Ein bisschen Energie könnte man in einen Kondensator stecken (der
geladene Kondensator kann Energie enthalten), aber die Kondensatoren
in so einem Router werden ja auch wieder entladen, die werden nicht
im Laufe des Betriebs immer voller. Ein teil der Energie wird nicht
sofort, sondern ein paar Millisekunden später in Wärme umgewandelt,
das wars dann aber auch.
> Magnetfeldern steckt. Er routet halt. :-) ...und hat ein Webinterface,
> steuert Telefone an, etc.
Der Strom, der zum Telefon rausgeht, wird dann von diesem in Wärme
umgewandelt.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
Glotzt der Waschbär ziemlich bang'
beutelt ihn der Schleudergang. (Thomas Zimmer)
in de.comm.technik.dsl Dirk Ohme <dirk...@hotmail.com> wrote:
> Die "armen" Leute mit LED-Schreibtischlampen ... und: Was empfiehlst
> Du als Messfühler? Den justierten Zeigefinger oder doch besser die
> Zunge? *SCNR*
Handfläche, Lippen, warum nicht. Der Profi fühlt mit den Lippen
nach, ob die Lötkolbenspitze die richtige Temperatur hat.
Unsere Sinne sind für Absolutwerte zwar absolute Kacke, übertreffen aber
für Relativwerte noch oft die Technik.
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
Wenn ich mir was wünschen dürfte, möcht' ich etwas glücklich sein,
denn wenn ich gar zu glücklich wäre hätt' ich Heimweh nach dem Traurigsein.
(Rio Reiser)
Ich würd auch lieber die Venus nehmen, denn Mars bringt verbrauchte
Energie zurück. :-)
Und Tschüss Jörg
--
E-Mails sollten Text sein, Text und nur Text. Wenn Gott gewollt hätte, dass
E-Mail in HTML geschrieben würden, endeten Gebete traditionell mit </amen>.
Dann hoffe ich mal schwer für Deine Gesundheit, dass Du bleifreies Lot
verwendest ...
Gruß, Dirk
Du magst viele gesehen haben, aber halt nicht alle ...
Gruß, Dirk
Konstantstromquelle bei 60mA ... klaro. Hat man aber genügend
"vernachlässigbare" Optionen, stellt sich die Frage, ob deren Summe
doch noch vernachlässigbar ist ...
Gruß, Dirk
>Du magst viele gesehen haben, aber halt nicht alle ...
Eh klar. Aber Du hast meine Frage noch nicht direkt beantwortet, da
ist wirklich im Netzteil ein Längsregler, also so ein Dreibeiner mit
Kühlkörper o.Ä.?
Soll ich's Dir gegen den Kopf werfen, damit Du mir glaubst? Irgendwie
ist diese Fragerei ja wohl mehr als kindisch ... was soll bei dem
Gewicht und Kühlschlitzen im Gehäuse sonst sein? Und dann weisst Du
selber, dass diese Steckernetzteile heute praktisch nur noch extrem
schwer ohne Zerstörung zu öffnen sind. Also was erwartest Du von mir
als "Beweis"? Ich weiss, wie schwer ein Netzteil in Form eines
Schaltnetzteils sein müsste (bzw. ist -> siehe Netzteil für Nokia 3410
in klassischer Form mit Längsregler und 3110c mit Schaltznetzteil) und
wie schwer eben ein klassisches Netzteil ist.
Das Targa Teil wiegt ungefähr soviel wie das olle Netzteil des
Netgear-ISDN-Routers - das lieferte so 18V Wechselspannung bei 1A.
Dreimal darfst Du raten, was das mit Sicherheit (Wechselspannung auf
der Sekundärseite) nicht war ...
Also: Reicht Dir diese Gegenüberstellung oder willst Du mir Kohle
überweisen, damit Du den Router und das Netzteil für weitere
Untersuchungen selbst öffnen kannst?
Gruß, Dirk
>Soll ich's Dir gegen den Kopf werfen, damit Du mir glaubst? Irgendwie
>ist diese Fragerei ja wohl mehr als kindisch ... was soll bei dem
>Gewicht und Kühlschlitzen im Gehäuse sonst sein?
Ein Trafo, ein Gleichrichter, ein Elko. Warum sollte da ein
Längsregler sein?
Weil es auf dem Typenschild angegeben ist ...
Gruß, Dirk
PS: Bitte alles weitere als Mail.
Ich hab hier ein altes Binatone F 100. Das benötigt Speisung dafür. Hat
aber kein »Telefonbuch«, sondern nur zehn Kurzwahltasten.
> Das wäre ja auch ziemlich doof denn dann wären die Nummern nach dem
> abstecken jedesmal weg.
Sind sie auch. Weswegen der Speicher beim genannten Gerät auch leer
bleibt.
ciao, Joseph