gestern wurde durch einen Bagger ein Glasfaserkabel geschrottet und
dadurch Teile des DSL-Netzes, das komplette D1-Netz und einige
Grosskunden gekappt. Mich wurde jetzt doch mal interessieren, wi so ein
Glasfaserkabel wieder repariert werden kann. Nach knapp drei Stunden war
der ganze Spuk nämlich wieder vorbei.
Dankeschön und entschuldigung fürs OT-Posten.
Gruß Uwe
--
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unsere auf der Rückseite aufgeführten AGBs. Vielen Dank!
E-mail: (ROT13) h...@ubrymre-csbemurvz.qr
Nicht wirklich, oder? Da muss doch immer noch jede Glasfaser einzeln wieder
zusammengeschweisst werden, und das auch noch so, dass der Glaskörper dabei
so wenig "trüber" wie möglich wird. Oder gibt es da inzwischen irgendwelche
genialen Gerätschaften, um das zu automatisieren?
Gruss,
--
Robert Schlabbach
e-mail: nor...@cs.TU-Berlin.DE
Technical University of Berlin, Germany
> Beschädigtes Stück herausschneiden, neues Stück einsetzen, mit zwei
> Muffen mit dem alten Kabel verbinden.
>
Na ja, so ähnlich hab ich mir das schon vorgestellt, aber bei Kupfer
werden doch die Adern verlötet, isoliert und in einen Kasten eingeteert.
Aber Glasfaser löten/verschweissen? So einfach?
Danke Uwe
>Na ja, so ähnlich hab ich mir das schon vorgestellt, aber bei Kupfer
>werden doch die Adern verlötet, isoliert und in einen Kasten eingeteert.
Naja, die Zeiten des Lötkolbens sind längst vorbei. Entweder wird das
Kabel gespleißt oder es werden Quetschverbinder benutzt.
>Aber Glasfaser löten/verschweissen? So einfach?
Ganz einfach. Mit dem entsprechenden Spezialwerkzeug. Bei der
Verlegung neuer Glasfaserkabel muß schließlich auch schon verbunden
werden, denn eine Kabeltrommel ist endlich... :-)
Gruß Sven
Zusammendrehen und Schrumpfschlauch. Hab ich schon gesehen.
FaUl
end
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--
> Was Du hier aber einforderst, ist
> eine Server-Steuer.
Nein, das Geld ist ja nicht weg.
[Mario Klebisch und Christoph Moench-Tegeder in dcounm]
> Nö, ist immer noch viel Handarbeit, wenn auch mit Unterstützung guter
> Werkzeuge. Aber erforderlich ist diese Technologie ohnehin beim
> Verlegen der Kabel und beim Herstellen von Abzweigen. Und bei den
Also ein Lehrer von mir hat da mal so ein Gerät entwickelt, um Glasfaserkabel
miteinander zu verknüpfen. Ich kann ihn gerne mal nach einem Statement fragen.
Es gibt für Glasfaserleitungen übrigens auch Stecker. Mit denen wird das Kabel
in die Router gesteckt.
Zu den Abzweigen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der Optik sowas wie die
T-Stücke von BNC-Kabeln eingesetzt werden. Dafür gibt es die sog.
Add-Drop-Multiplexer. Das sind sowas wie T-Stücke auf einer höheren
Netzwerkebene (wohl Layer 2).
--
Ciao,
Andreas
> Na ja, so ähnlich hab ich mir das schon vorgestellt, aber bei Kupfer
> werden doch die Adern verlötet, isoliert und in einen Kasten eingeteert.
> Aber Glasfaser löten/verschweissen? So einfach?
Glasfsasern werden mit nem Lichtbogen einzeln verschweißt. ist ne
fummelarbeit, aber wenn man es kann, dann klappt das relativ zügig.
Kupferkabel werden entweder verspleißt (verdreht) oder mit LSA-Leisten
(schneid klemm technik)verbunden.
also wir reden hier ja von Erdkabeln mit einem ganzen Haufen Fasern. Da
wird bestimmt nichts mit Steckern oder so gemacht. Die werden noch schön
in gespleißt und nachher wieder mit Muffen verschlossen.
--
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Nelling
> Heute sind die Adern mit Kunststoff isoliert. Vielleicht kann ja mal
> jemand erklären, wie die das da heute machen? Mit
> Schneid-Klemm-Techniken?
Richtig. Wird mit Schneid-Klemm-Technik gemacht. Sind so viereckige
Plastikverbinder, in denen die Adernpaare verbunden werden. Diese kann
man dann über einfache Klippse aneinander reihen, so dass das ganze in
der Muffe nachher schön ordentlich aussieht.
Was hast denn du für Vorstellungen? Da wird nichts verlötet, es sei denn, es
handelt sich um eine Würgeverbindung mit stark unterschiedlichen
Aderndurchmessern. Das ist aber extrem selten. Im Normalfall werden die
adern mit LSA-Adernverbindungselementen verpresst und damit kontaktiert oder
einfach verwürgt. Und nebenbei, eingeteert wird überhaupt nichts. Da kommen
Muffen drum, welche man auch wieder öffnen kann.
Glasfasern werden wirklich verschweisst, allerdings so einfach ist das auch
wieder nicht.
Gruss, Heiko
Das setzt natürlich voraus, dass es sich um Bleimantelkabel handelte. ;-)
> Heute sind die Adern mit Kunststoff isoliert. Vielleicht kann ja mal
> jemand erklären, wie die das da heute machen? Mit
> Schneid-Klemm-Techniken?
Jupp, obwohl das gute alte Verwürgen auch noch nicht ganz vom Tisch ist,
wird aber nur noch selten angewand.
Cu, Heiko
Nicht ganz, diese Doppeladernverbinder gibt es schon seit zwei jahren nicht
mehr. in den meisten Fällen werden Adernverbindungsleisten zu 10 oder 20 DA
verwendet. Ausserdem gibt es noch Kopfverbinder für einzelne Adern und ob
und zu wird auch noch verwürgt.
Cu, Heiko
Schön wär´s. Bei GfK muss meist das gesamte Kabelstück zwischen den
bestehenden Muffen oder Abschlüssen ausgewechselt werden, wenn es die
Dämpfungswerte hergeben, dann kann notfalls noch an der Schadenstelle eine
Muffe gebaut und das Kabel nur nach einer Richtung ausgetauscht werden.
Einfach ein Stück einsetzen, ist bei OPAL nicht, das kann man bei Cu-Kabeln
machen.
Gruss, Heiko
>> [...] bei Kupfer werden doch die Adern verlötet, isoliert und
>> in einen Kasten eingeteert.
>
> Wie die das heute machen, weiss ich nicht, löten glaube ich aber
> nicht.
Weder Löten noch einteeren :-)
> Heute sind die Adern mit Kunststoff isoliert. Vielleicht kann ja mal
> jemand erklären, wie die das da heute machen? Mit
> Schneid-Klemm-Techniken?
Exakt so. Immer 10 Doppeladern auf eine Schneid-/Klemmleiste. Und dann eine
Kunststoffmuffe; bei kleinen Kabeln zum Schrumpfen, bei Großen zum
Verschrauben.
--
mfg Wastl
Soll es wohl aber geben. In Verbindung mit VDSL ist immer von "APONs" die
Rede - ATM Passive Optical Networks. Entscheidend ist dabei das "Passive" -
ein "passives" Glasfasernetz, dass mit _optischen Splittern_ die Verbindung
von der Vst zu mehreren Verteilerkästen herstellt, wobei zeitgemultiplext
wird.
Nicht unbedingt. Vor allem im HK-Bereich werden fast nur AVL20 eingesetzt.
> Und dann eine
> Kunststoffmuffe; bei kleinen Kabeln zum Schrumpfen, bei Großen zum
> Verschrauben.
Schraubklemmmuffen gibt es schon eine ganze Weile nicht mehr. Aus
Kostengründen werden heute auch die grössten Kabel mit Schrumpfmuffen
verschlossen. weiterhin gibt es für spezielle Anwendungen auch
wiederverschliessbare Bohr- und Injektionsklemmmuffen, bei ersteren wird der
Dichtungskörper entsprechend der Kabel aufgebohrt, bei den letzteren wird
eine Dichtungspaste zwischen kabel und Muffenkörper gepresst.
Cu, Heiko
Am Thu, 26 Sep 2002 10:10:20 +0200, schrieb Hergen Lehmann
<hlehmann.ex...@snafu.de>:
>>> Beschädigtes Stück herausschneiden, neues Stück einsetzen,
>>> mit zwei Muffen mit dem alten Kabel verbinden.
>>Nicht wirklich, oder?
>Vor dem Schweißen von Glasfasern muß von jedem Faserende ein Stück
>abgeschnitten und die Enden poliert werden, um eine saubere Stoßstelle
>zu erhalten. Zudem braucht man zum Hantieren mit der Faser auch noch
>ein wenig Luft, so daß selbst im Idealfall eines sauberen Bruchs ein
>Stück von 20-30cm fehlt.
Vor einigen Jahren (6 oder so) war ein Vertreter der Firma 3M bei uns
und stellte und eine Art Kunstharz vor. Beide Enden in eine
vorgefertigte Vorrichtung legen, dieses harz in einen Einfuellstutzen
kippen, in einem speziellen Miniofen erhitzen, wieder herausnehmen und
etwas warten. Fertig.
Nach seiner Aussage hatte er es bei dem rosa T in den
Glasfaser-Baubezirken auch mal vorgefuehrt und die Leutchen dort haben
die faser dann genommen und durch diverse Mess-/Sichtgerade gejagt und
waren erstaunt, dass die Werte besser waren als bei einer
herkoemmlichen Verschweissung.
Vielleicht ist sowas ja heutzutage sogar schon gang und gebe?
--
MfG, Shinji
>> Exakt so. Immer 10 Doppeladern auf eine Schneid-/Klemmleiste.
>
> Nicht unbedingt. Vor allem im HK-Bereich werden fast nur AVL20
> eingesetzt.
>
>> Und dann eine Kunststoffmuffe; bei kleinen Kabeln zum Schrumpfen,
>> bei Großen zum Verschrauben.
>
> Schraubklemmmuffen gibt es schon eine ganze Weile nicht mehr. Aus
> Kostengründen werden heute auch die grössten Kabel mit Schrumpfmuffen
> verschlossen. [...]
Heiko, ist schon ne lange Weile her, daß ich als Kabel'löter' unterwegs war
:-)
--
mfg Wastl
> Glasfasern werden wirklich verschweisst, allerdings so
> einfach ist das auch wieder nicht.
Das ist Ansichtssache, je nachdem, wie oft man es tut. Um mal eine
Vorststellung von den Größen zu bekommen: Ein heute übliches (Einmoden-)
Glasfaserkabel hat bis zu 192 Fasern. Gesamtdurchmesser der ist Faser 250
Mikrometer. Davon 125 Mikrometer ist Glas, der Rest ist Schutzhülle. Vom
Glas wiederum 10 Mikrometer ist Kern, in dem die Übertragung erfolgt.
Zuerst wird mit einer Spezialzange die Schutzhülle auf 3 cm Länge
abgeschabt. Dann wird das Faserende in eine Brechvorrichtung gelegt. In
dieser wird durch gezieltes Brechen eine exakt rechtwinklige Bruchstelle
erzeugt ("einfach" durch Heruterdrücken eines Griffes. Danach werden die
Faserenden in das Schweißgerät eingelegt und der Startknopf bedient.
Anschließend ist die Schweißstelle (in der Regel) meßtechnisch nicht mehr
feststellbar.
Gruß Steffen
Macht nix, ich darf´s immer noch machen. ;-)
Es gab aber auch schon vor Jahrzehnten Stahlwellmantelkabel und die bekamen
früher auch Bleimuffen drum.
Ähm, und das - bei Einsetzen eines Teilstückes - dann *384* mal
wiederholen? Autsch! Und vor allem frage ich mich: Wie verbindet man dann
alles richtig, die Verwechselungsmöglichkeiten bei 384 offenen Enden an
jeder Seite sind ja schier unendlich. Oder verbindet man einfach irgendwie,
und "verdrahtet" dann an den ONUs neu, damit alles wieder richtig
zusammenpasst...?
> Ähm, und das - bei Einsetzen eines Teilstückes - dann *384* mal
> wiederholen? Autsch! Und vor allem frage ich mich: Wie verbindet man
> dann alles richtig, die Verwechselungsmöglichkeiten bei 384 offenen
> Enden an jeder Seite sind ja schier unendlich. Oder verbindet man
> einfach irgendwie, und "verdrahtet" dann an den ONUs neu, damit
> alles wieder richtig zusammenpasst...?
Im Ortsanschlußnetz werden Kupferkabel mit 2000 DA eingesetzt, auch da
finden sich die Kabellöter (meistens) durch. Warum soll das bei so ein
paar LWL nicht auch klappen?.
Gruß
Olli
Die Glasfasern sind zu Bündeln zusammengefasst und farblich markiert. Wenn
man weiß wie man durchzählen muß dann klappt das.
[Verbinden (Spleissen) von GF-Kabeln]
> Ähm, und das - bei Einsetzen eines Teilstückes - dann *384* mal
> wiederholen? Autsch! Und vor allem frage ich mich: Wie verbindet man
> dann alles richtig, die Verwechselungsmöglichkeiten bei 384 offenen
> Enden an jeder Seite sind ja schier unendlich. Oder verbindet man
> einfach irgendwie, und "verdrahtet" dann an den ONUs neu, damit alles
> wieder richtig zusammenpasst...?
Ganz einfach. Die Umhüllungen der Einzelfasern sind farblich kodiert,
genauso wird das ja auch bei CU-Kabeln gemacht. Und es würde nicht wirklich
Sinn machen, an einer Spleißstelle 'einfach so' durch zu verbinden und dann
an den Enden (GF-Verteiler) alles umzudröseln.
--
mfg Wastl
Wie heißt es doch so schön? Gelbe Seiten...
Wenn ich den Quelltext eines Treibers lesen sollte, würde ich genauso wie
ein Schwein ins Uhrwerk gucken ;-)
In einem Gf- Kabel sind bis zu 16 Bündeladern (eine Art Plasteschlauch von
ca. 5mm Durchmesser enthalten. Einer davon ist rot, der Rest gelb. Da diese
Bündel als Lage um ein mittiges Stützelement gewickelt sind, kann man sie
der Reihe nach, mit der roten beginnend durchzählen. Die Zählrichtung ist
festgelegt (Betriebsrichtung des Verbindungskabels bzw. Vst --> Tln). Die
Zwischenräume des Kabels sind mit verschiedenen Füllstoffen ausgefüllt. Das
Reinigen des ganzen ist eigentlich die zeitraubenste Arbeit. Innerhalb eines
Bündels sind dann in der Regel 12 verschiedenfarbige Glasfasern und eine
Fettmasse als Füllstoff.
Gruß Steffen
Selbstverständlich, allerdings sind solche GfK meist die Ausnahme. Die
meisten, mit denen man es in der täglichen Praxis zu tun hat, bewegen sich
im Bereich zwischen 4 und 16 Fasern.
> Autsch! Und vor allem frage ich mich: Wie verbindet man dann
> alles richtig, die Verwechselungsmöglichkeiten bei 384 offenen Enden an
> jeder Seite sind ja schier unendlich. Oder verbindet man einfach
irgendwie,
> und "verdrahtet" dann an den ONUs neu, damit alles wieder richtig
> zusammenpasst...?
Selbstverständlich nicht, die werden exakt ausgezählt. Ein Cu-Hauptkabel mit
2000 DA hat über 4000 Einzeladern. Die werden an einer Verbindungsstelle
auch 1:1 miteinander verspleisst.
Gruss, Heiko