Geht das???
Besten Dank für eure Statements, Bastian!
Das ist mir absolut neu. Wir haben hier bei uns ISDN-Anschlüsse, die sind
über 15 km geschalten und das nur über eine ganz normale DA.
> Wäre es prinzipiell auch möglich so die DSL-Reichweite zu erhöhen? Wenn ja
> müsst ich nurnoch bei den hiesigen Telekom-Leuten es hinbekommen, daß die
> mir 2 Paare parallel schalten. Vom "lokalen Straßenverteiler" zu meinem
Haus
> sind es dann nur noch 10Meter.
So etwas lässt sich weder im Kontes-ORKA, noch im DSL-Server buchen. Hab ich
persönlich noch nie erlebt.
Cu, Heiko
Wie siehts damit aus?
"Heiko Maliers" <H.Ma...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:aahgva$mdp$03$1...@news.t-online.com...
"Bastian Stahmer" <bas...@bullitt68.com> schrieb im Newsbeitrag
news:aahhdf$d3b$01$1...@news.t-online.com...
> Es wurde / wird ja auch nicht gebucht sondern es musste in real life der
> Telekom-Techniker mit seinem LSA+ 2 Leitungen auf eine Klemme legen...
Technisch ist das durchaus möglich durch das Parallelschalten der Adern die
Dämpfung zu verbessern.
Nur wie Heiko schon schrieb ist das Organisatorisch schwierig, da man in der
Datenbank für die Ortsanschlußkabel nicht zwei Adern für einen Anschluß
"Buchen" kann. Zudem sind HK-Adern meist ein knappes Gut, so dass man bei T.
(bis auf wenige Ausnahmen) wohl kaum darauf eingehen wird.
Carsten Odendahl
Am Sun, 28 Apr 2002 19:32:13 +0200 schrieb "Bastian Stahmer"
<bas...@bullitt68.com> :
>Hallo! Ich wohne auch zu weit von einer Vermittlungsstelle weg.
>Von einem bekannten Kommunikationstechniker hab ich erfahren, daß bei ISDN
>in manchen fällen 2 Adernpaare in der von der Vermittlungsstelle bis zu
>diesen grauen "Straßenverteilern" parallel geschaltet werden um die Dämpfung
>zu verringern. Ist zwar bei seinen Kunden erst ein paar mal vorgekommen aber
>die Telekom macht wohl sowas.
Das ist meiner Meinung nach Blödsinn. Der Schleifenwiderstand würde
sich zwar verringern. Die Dämpfung wird sich dabei aber nur
unwesentlich ändern. Ich kann mir vorstellen, dass sich Probleme mit
Reflexionen auf der Leitung (Stoßstellen durch Rangierungen, Muffen
etc. auf dem Stromweg, dadurch unterschiedliche Signallaufzeiten auf
den beiden parallelen Adern) dadurch erst so richtig negativ bemerkbar
machen.
MfG
Thomas
--
"Zu Hause ist da, wo die Rechnungen ankommen ..."
Die Leitung muss aber irgendwo auch verbucht und eingetragen werden. Ein
Telekom Techniker kann sich schliesslich nicht einfach ein freies
Adernpaar nehmen und zu Dir durchschalten.
Im übrigen habe ich hiervon bei ISDN Anschlüssen noch nichts gehört.
Praktiziert wird dies meines Wissens nach nur bei 2Mbit HDSL
Anschlüssen, die hierfür aber auch speziell auf 2 DA Betrieb
umgeschaltet werden können. Dabei wird aber nicht der doppelte
Querschnitt genutzt, sondern die 2Mbit werden in der Baugruppe mit je
1Mbit auf ein Adernpaar gegeben und am Ende wieder zusammengefügt.
Wenn Du die HDSL Signale als PMXer fährst bekommst Du am Ende natürlich
normale 64 Kbit ISDN Kanäle. Allerdings handelt es sich dabei ja nicht
um einen Standart Mehrgeräte bzw. Anlagenanschluss.
--
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Nelling
>Wie siehts damit aus?
Dann ändert sich die Impedanz des Systemes,
was einige Folgeprobleme nach sich ziehen könnte,
falls das nicht von Anfang an eingeplant wurde.
Gruß,
Karl
--
Http://www.Wir-Warten.de Bürgerinitiative für raschen
und nicht diskrimierenden Ausbau der Breitbandnetze
sowie werbefreies Technik- und Softwareforum zu allen Breitband-Themen!
Das ist theoretisch schon richtig, würde aber praktisch bei einem
ISDN-Anschluss wohl kaum ins Gewicht fallen. Auf jeden fall ist durch eine
Veränderung der Symmetrie der DA ein störungsfreier Betrieb nicht voll
gewährleistet. In der Praxis hab ich so was auch noch nie erlebt.
Ohne ZWR oder PCM2FA? Unwahrscheinlich.
> > Wäre es prinzipiell auch möglich so die DSL-Reichweite zu erhöhen? Wenn
ja
> > müsst ich nurnoch bei den hiesigen Telekom-Leuten es hinbekommen, daß
die
> > mir 2 Paare parallel schalten. Vom "lokalen Straßenverteiler" zu meinem
> Haus
> > sind es dann nur noch 10Meter.
>
> So etwas lässt sich weder im Kontes-ORKA, noch im DSL-Server buchen. Hab
ich
> persönlich noch nie erlebt.
Die zweite DA müßte in ORKA per Hand gesperrt werden, kein Problem. Aber was
hat man gewonnen? Halben ohmschen (Gleichstrom-)Widerstand. Na und, wie
sieht es mit dem Wechselstromwiderstand bei den 2,2 MHz aus? Es ist ein
Irrglaube, daß man dadurch den Querschnitt verdoppelt. Der geometrische
Aufbau ist ein anderer, so daß der gewünschte Effekt nicht so stark
auftritt. Wäre doch mal eine schöne Rechenaufgabe für unsere
Informatik-Studenten in Systemtheorie, oder ;-)?
Gruß
Olli
>Bastian Stahmer wrote:
>> Es wurde / wird ja auch nicht gebucht sondern es musste in real life der
>> Telekom-Techniker mit seinem LSA+ 2 Leitungen auf eine Klemme legen...
>> also 2x2 Adern parallel...
>Im übrigen habe ich hiervon bei ISDN Anschlüssen noch nichts gehört.
Was sicher nicht an deinen Ohren liegt. Das wird nicht gemacht, da
sich zwar der Ohmsche Widerstand, aber auch die Induktivitaet der
Leitung halbiert, waerend deren Kapazitaet verdoppelt wird (mit
ansteigender Daempfung). Es findet zudem eine (recht unkontrollierte)
Aenderung der Leitungsimpedanz statt. Letztendlich werden die
Verhaeltnisse auf der Leitung eher schlechter denn besser.
>Praktiziert wird dies meines Wissens nach nur bei 2Mbit HDSL
>Anschlüssen,
Auch da wird nichts parallel geschaltet.
>die hierfür aber auch speziell auf 2 DA Betrieb
>umgeschaltet werden können. Dabei wird aber nicht der doppelte
>Querschnitt genutzt, sondern die 2Mbit werden in der Baugruppe mit je
>1Mbit auf ein Adernpaar gegeben und am Ende wieder zusammengefügt.
Eben, HDSL wird ueblicherweise mit 2x1168 kbps ueber 2 DA uebertragen.
Dabei wird jede DA von einem eigenen HDSL-Tranceiver bedient. Das ist
elektrisch eine ganz andere Baustelle.
gruss manfred
--
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Doch, durchgehend 0,8 mm. Auf jeden fall geht es. Eine ZWR-Strecke besteht
nur zu der neben dem KvZ stehenden FONTAS, nicht aber zu den normalen
Kundenanschlüssen.
> > So etwas lässt sich weder im Kontes-ORKA, noch im DSL-Server buchen. Hab
> ich
> > persönlich noch nie erlebt.
>
> Die zweite DA müßte in ORKA per Hand gesperrt werden, kein Problem.
Bei gleichzeitigen DSL-Anschluss wird das schon etwas komplizierter. Eine
automatische Verbindung wäre dann nicht möglich. Man könnte nur einen
Vermerk auf eine gesperrte DA machen, aber wer nicht darauf achtet , und mit
so einem Unsinn rechnet man ja nicht, wird das spätestens bei der nächsten
Umschaltung übersehen.
Widmen wir uns lieber reellen Themen. ;-)
Cu, Heiko
> Widmen wir uns lieber reellen Themen. ;-)
Genau, Kunstschaltungen bringen uns nicht weiter.
Gruß
Olli
Kunde beantragt ISDN für sich und übernimmt alte Nummer + die Nummer seiner
Mutter (Haus gegenüber).
Telekom-Mitarbeiter benutzt freie DA, um AB-Port der Anlage zum KVZ und von
dort zum APL seiner Mutter durchzuschleifen.
Kundenfreundlich, aber ich habs erst geglaubt, als ich selbst gesehen hab!
wirklich kaum zu glauben. Als nächstes schaltet er dann bis zum HVT
durch und von dort zu seinem besten Kumpel (gleicher ASB vorausgesetzt).
Geschwindigkeitsreduzierte LAN Lösungen auf 2 Drahttechnik gibt es ja schon.
> Kunde beantragt ISDN für sich und übernimmt alte Nummer + die Nummer
seiner
> Mutter (Haus gegenüber).
> Telekom-Mitarbeiter benutzt freie DA, um AB-Port der Anlage zum KVZ und
von
> dort zum APL seiner Mutter durchzuschleifen.
> Kundenfreundlich, aber ich habs erst geglaubt, als ich selbst gesehen hab!
Was hat das mit kundenfreundlich zu tun, wenn der Techniker etwas illegales
tut? Ander kunden müssen für so etwas bezahlen, Standardfestverbindung nennt
sich so etwas.
Gruß
Olli
Ich habe letztens sogar eine Muffe geöffnet, um diverse Querverbindungen für
genau solch einen Fall zu schalten. ;-)