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Was heißt eigentlich "APL voll" bei der Telekom?

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Manfred Haertel

unread,
Mar 23, 2018, 1:00:02 AM3/23/18
to
Wenn die Telekom einen Auftrag zur Neuschaltung von DSL nicht ausführen
kann, weil der APL voll ist, was heißt das dann genau? Ich möchte das
einfach nur verstehen.

Kann das auch heißen, dass einfach eine Klemmleiste im Keller fehlt oder
sind dann ganz sicher nicht genügend Leitungen zwischen KVz und APL
vorhanden?

Wenn letzteres: Wer muss das zahlen? Der Kunde? Sein Vermieter (falls
zutreffend)? Die Telekom?

Wäre die Situation anders, wenn statt DSL nur ISDN beauftragt wird?
Thema "Grundversorgungsauftrag".

--
Manfred Härtel, DB3HM mailto:Manfred...@rz-online.de
http://rz-home.de/mhaertel

Marc Haber

unread,
Mar 23, 2018, 2:05:16 AM3/23/18
to
Manfred Haertel <Manfred...@rz-online.de> wrote:
>Wenn die Telekom einen Auftrag zur Neuschaltung von DSL nicht ausführen
>kann, weil der APL voll ist, was heißt das dann genau? Ich möchte das
>einfach nur verstehen.
>
>Kann das auch heißen, dass einfach eine Klemmleiste im Keller fehlt oder
>sind dann ganz sicher nicht genügend Leitungen zwischen KVz und APL
>vorhanden?

Letzteres.

>Wenn letzteres: Wer muss das zahlen? Der Kunde? Sein Vermieter (falls
>zutreffend)? Die Telekom?

Das kommt darauf an.

>Wäre die Situation anders, wenn statt DSL nur ISDN beauftragt wird?
>Thema "Grundversorgungsauftrag".

Könntest es ja probieren. Aber dass es in einem Haus weniger
Zuleitungspaare als Wohneinheiten gibt, sollte eigentlich nicht sein.
Und einmal Telefon erfüllt die Grundversorgung.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " |
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Manfred Haertel

unread,
Mar 23, 2018, 4:30:02 AM3/23/18
to
Marc Haber schrieb:

>> Wenn letzteres: Wer muss das zahlen? Der Kunde? Sein Vermieter (falls
>> zutreffend)? Die Telekom?
>
> Das kommt darauf an.

Auf was denn *genau*?

>> Wäre die Situation anders, wenn statt DSL nur ISDN beauftragt wird?
>> Thema "Grundversorgungsauftrag".
>
> Könntest es ja probieren. Aber dass es in einem Haus weniger
> Zuleitungspaare als Wohneinheiten gibt, sollte eigentlich nicht sein.
> Und einmal Telefon erfüllt die Grundversorgung.

Einmal Telefon pro Wohnheinheit, nehme ich an.

Was ist mit Bürogebäuden? Eins pro Firma?

Der Grundversorgungs-Paragraph spricht übrigens auch von Datenleitungen,
die geeignet sind, einen Internet-Zugang zu gewährleisten. Es ist also
etwas mehr als Telefon.

Manfred Haertel

unread,
Mar 23, 2018, 6:01:32 AM3/23/18
to
Hans-Juergen Lukaschik schrieb:

> Was meinst du? Wie alt könnte der Anschluss sein?

Es geht nicht um einen konkreten Einzelfall, sondern um die strukturelle
Frage, wer unter welchen Umständen die Erweiterung bezahlen muss.

hannes wendelfinger

unread,
Mar 23, 2018, 6:12:30 AM3/23/18
to
On 23.03.2018 05:44, Manfred Haertel wrote:
> Wenn die Telekom einen Auftrag zur Neuschaltung von DSL nicht ausführen
> kann, weil der APL voll ist, was heißt das dann genau? Ich möchte das
> einfach nur verstehen.
>
> Kann das auch heißen, dass einfach eine Klemmleiste im Keller fehlt oder
> sind dann ganz sicher nicht genügend Leitungen zwischen KVz und APL
> vorhanden?
>
> Wenn letzteres: Wer muss das zahlen? Der Kunde? Sein Vermieter (falls
> zutreffend)? Die Telekom?
>
> Wäre die Situation anders, wenn statt DSL nur ISDN beauftragt wird?
> Thema "Grundversorgungsauftrag".
>

zu wenig adern zwischen kvz/outdoor/mfg und apl

ja Du koenntest versuchen (isdn wird ja nicht mehr vermarktet) einen
standardanschluss mit kleiner laufzeit (6tage?) zu buchen. das muss laut
grundversorgungsauftrag die dtag deutsche telekom ag realisieren

zaubern kann sie aber auch nicht, also wenn sie wirklich neue
doppeladern ins haus einfuehren muss, vor dem gebaeude in der strasse
existieren evtl noch kabel die adern unbeschaltet haben usw, dann dauert
das bischen mit tiefbau oder solchen massnahmen.

danach kann man diesen anschluss der dtag z.b. auf dsl oder vdsl usw
hochstufen sofern technisch machbar, leitungslaengen etc
oder auch kuendigen und alternativanbieter draufschalten lassen sofern
technisch moeglich, aber reseller sollten machbar sein

viel erfolg

Thomas Einzel

unread,
Mar 23, 2018, 6:36:08 AM3/23/18
to
Am 23.03.2018 um 05:44 schrieb Manfred Haertel:
> Wenn die Telekom einen Auftrag zur Neuschaltung von DSL nicht ausführen
> kann, weil der APL voll ist, was heißt das dann genau?

Abschlußpunkt Linientechnik voll belegt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Abschlusspunkt_Linientechnik

= keine freien Adern mehr im Hausanschlußkästchen.

Für den APL wird auch EVz (Endverzweiger) als Begriff genutzt.
Vom EVz gehen im Haus die Leitungen zu den 1. TAE der Kunden.

> Ich möchte das einfach nur verstehen.

Vermutlich interessiert es dich überhaupt nicht, du willst einen
funktionieren DSL Anschluss.

> Kann das auch heißen, dass einfach eine Klemmleiste im Keller fehlt oder
> sind dann ganz sicher nicht genügend Leitungen zwischen KVz und APL
> vorhanden?

Nein, wenn APL voll tatsächlich zutrifft sind keine freien Adern mehr in
dem Kabel da, was ins Haus führt. Manchmal/früher gab es auch Querkabel
zwischen den Kabelverzweigern und "Ausgleichsadern" zwischen Häusern, wo
freie Adern aus benachbarten Häusern o.ä. genutzt werden konnten/können.
Das sit aber ehr für Telefonie ausgelegt und für dämpfungsempfindliche
DSL Anschlüsse ungünstig.
In einigen Fällen sind die Adern aber gar nicht tatsächlich benutzt,
sondern durch noch nicht vollzogene Anschlußkündigungen/Umschaltungen
noch belegt. Wenn die Leitungen als TAL bei einem anderen Anbieter
belegt sind, sind sie natürlich auch nicht frei.

Du bist vermutlich neu eingezogen, hatte der Vormieter denn kein Telefon
oder DSL? Rufnummer bekannt? Damit könntest du nachhaken.
--
Thomas

Manfred Haertel

unread,
Mar 23, 2018, 7:49:10 AM3/23/18
to
hannes wendelfinger schrieb:

> zaubern kann sie aber auch nicht, also wenn sie wirklich neue
> doppeladern ins haus einfuehren muss, vor dem gebaeude in der strasse
> existieren evtl noch kabel die adern unbeschaltet haben usw, dann dauert
> das bischen mit tiefbau oder solchen massnahmen.

Und wer müsste die Tiefbaumaßnahmen zahlen? Derjenige, der unbedingt die
Leitung haben will, die den Eimer übervoll macht, während die, die die
vorhandenen Adern nutzen, sich ins Fäustchen lachen können?

Manfred Haertel

unread,
Mar 23, 2018, 7:49:10 AM3/23/18
to
Thomas Einzel schrieb:

> In einigen Fällen sind die Adern aber gar nicht tatsächlich benutzt,
> sondern durch noch nicht vollzogene Anschlußkündigungen/Umschaltungen
> noch belegt. Wenn die Leitungen als TAL bei einem anderen Anbieter
> belegt sind, sind sie natürlich auch nicht frei.

Ah, an die Möglichkeit hatte ich gar nicht gedacht, danke!

Fragt sich nur, wie man das rauskriegt, ob dieser Fall vorliegt.
Wahrscheinlich aus Datenschutz-Gründen *gar nicht*, außer indem man alle
möglichen/denkbaren Nutzer fragt und auf eine Good-Will-Antwort hofft.

> Du bist vermutlich neu eingezogen, hatte der Vormieter denn kein Telefon
> oder DSL? Rufnummer bekannt? Damit könntest du nachhaken.

Es geht nicht um meine Privatwohnung.

Andreas Bockelmann

unread,
Mar 23, 2018, 8:04:02 AM3/23/18
to
hannes wendelfinger schrieb:

>
> zu wenig adern zwischen kvz/outdoor/mfg und apl
>
> ja Du koenntest versuchen (isdn wird ja nicht mehr vermarktet) einen
> standardanschluss mit kleiner laufzeit (6tage?) zu buchen. das muss laut
> grundversorgungsauftrag die dtag deutsche telekom ag realisieren
>
> zaubern kann sie aber auch nicht, also wenn sie wirklich neue
> doppeladern ins haus einfuehren muss, vor dem gebaeude in der strasse
> existieren evtl noch kabel die adern unbeschaltet haben usw, dann dauert
> das bischen mit tiefbau oder solchen massnahmen.


Zu Analaogzeiten wurden dann ein PCM2AB oder anderer Multiplexer eingesetzt.
So ein Dingen habe ich noch im Keller hängen. Ist nicht in Betrieb, aber die
Telekom will ihn nicht abbauen. Da machste Du mit ISDN/DSL rein gar nichts.
Aber ich habe irgendwo noch ein V32bis Mode herumliegen, damit ginge dann
auch Internet. Ist immer noch schneller als meine ersten IP-Verbindungen per
Zyxel 1496 und SLIP-Device :-)


--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann

Thomas Einzel

unread,
Mar 23, 2018, 8:15:22 AM3/23/18
to
Am 23.03.2018 um 12:48 schrieb Manfred Haertel:
...
>> Du bist vermutlich neu eingezogen, hatte der Vormieter denn kein Telefon
>> oder DSL? Rufnummer bekannt? Damit könntest du nachhaken.
>
> Es geht nicht um meine Privatwohnung.

Wenn es Geschäftsräume sind/werden/waren sehe ich keinen Unterschied bei
Mieterwechsel.
Ist es hingegen ein Neubau ist IMO "APL voll" eine vermutlich falsche
Auskunft. *Ein* richtiger Ansprechpartner bei einem Neubau für den
Bauherrn ist die Bauherrenberatung der Telekom.

Auch bei einem Umbau/Ausbau/Erweiterung des Hauses würde auch empfehlen
die Bauherrenberatung zu nutzen, egal wozu die Räume dienen.

z.B.
https://www.telekom.de/hilfe/auftrag-erste-schritte/bauherren-service?samChecked=true

https://www.telekom.de/umzug/bauherren

--
Thomas

Manfred Haertel

unread,
Mar 23, 2018, 8:42:32 AM3/23/18
to
Hans-Juergen Lukaschik schrieb:

>> Es geht nicht um einen konkreten Einzelfall, sondern um die
>> strukturelle Frage, wer unter welchen Umständen die Erweiterung
>> bezahlen muss.
>
> Ach! Dann muss ich "Der Grundversorgungs-Paragraph spricht übrigens
> auch von Datenleitungen, die geeignet sind, einen Internet-Zugang zu
> gewährleisten. Es ist also etwas mehr als Telefon." wohl falsch
> verstanden haben.

Nö, hast Du nicht. :-)

Wenn eine DSL-Leitung zur Grundversorgung gehört, muss auf jeden Fall
die Telekom für die entsprechende Erweiterung zahlen, weil sie ja die
Grundversorgung sicherstellen muss. Es sei denn, ich verstehe da was falsch.

Ob / in wie weit die Grundversorgung auch für Büroräume und Geschäfte
gilt, habe ich auch noch nicht verstanden (§78 TKG gilt jedenfalls
explizit auch für "Geschäftsorte"). Da liegen ja unter Umständen ganz
viele Leitungen, die auch noch unterschiedlichen Firmen gehören können.

Ist da denn die Grundversorgung gewährleistet, wenn dort ein einziger
ISDN-Anschluss liegt, wem auch immer der gehört?

Manfred Haertel

unread,
Mar 23, 2018, 8:42:34 AM3/23/18
to
Thomas Einzel schrieb:

> *Ein* richtiger Ansprechpartner bei einem Neubau für den
> Bauherrn ist die Bauherrenberatung der Telekom.

Bei einem Neubau sicher. Auch bei einem "vollem APL" in einem älteren
Gebäude?

Kann denn ein Mieter von Geschäftsräumen oder gar ein Dritter, der dort
eine Leitung legen lassen will, die überhaupt kontaktieren? Oder muss
das nicht wieder der Eigentümer/Vermieter der Geschäftsräume machen?

Thomas Einzel

unread,
Mar 23, 2018, 9:36:51 AM3/23/18
to
Am 23.03.2018 um 13:42 schrieb Manfred Haertel:
> Thomas Einzel schrieb:
>
>> *Ein* richtiger Ansprechpartner bei einem Neubau für den
>> Bauherrn ist die Bauherrenberatung der Telekom.
>
> Bei einem Neubau sicher. Auch bei einem "vollem APL" in einem älteren
> Gebäude?

Es ist dein Recht keine Details zu veröffentlichen.

> Kann denn ein Mieter von Geschäftsräumen oder gar ein Dritter, der dort
> eine Leitung legen lassen will, die überhaupt kontaktieren? Oder muss
> das nicht wieder der Eigentümer/Vermieter der Geschäftsräume machen?

Du könntest deinen Vermieter fragen, oder die Telekom, oder beide.
--
Thomas

hannes wendelfinger

unread,
Mar 23, 2018, 11:00:59 AM3/23/18
to
On 23.03.2018 12:45, Manfred Haertel wrote:
> hannes wendelfinger schrieb:
>
>> zaubern kann sie aber auch nicht, also wenn sie wirklich neue
>> doppeladern ins haus einfuehren muss, vor dem gebaeude in der strasse
>> existieren evtl noch kabel die adern unbeschaltet haben usw, dann dauert
>> das bischen mit tiefbau oder solchen massnahmen.
>
> Und wer müsste die Tiefbaumaßnahmen zahlen? Derjenige, der unbedingt die
> Leitung haben will, die den Eimer übervoll macht, während die, die die
> vorhandenen Adern nutzen, sich ins Fäustchen lachen können?
>

habe frueher schon solche faelle gehabt. gehoert zum grundauftrag der
dtag, kein endnutzer, auch kein eigentuemer des objekts musste bei
meinen faellen was bezahlen. warum hoeren sich hier unterhaltungen oft
so agressiv an? bevor kosten aufschlagen wird die dtag auch eine
rechnung oder ein angebot praesentieren oder eine aufforderung zur
kostenuebernahme etc pp. aber bei sowas hatte ich das noch nicht.
mfg

hannes wendelfinger

unread,
Mar 23, 2018, 11:02:55 AM3/23/18
to
ja sowas gabs frueher mal da hat man dann eher isdn geordert bei der
dtag um sowas auszuschliessen. und dann konnte man auf anderes produkt
wechseln. ich glaube nicht dass die dtag solche multiplexer etc noch
wirklich einsetzen will, denn sie wollen doch mit all ihren leitungen
auf ip produkte, die auf xdsl basieren.

gabs irgendwelche agb produkt der dtag die xdsl und kuerzeste laufzeit
haben? dann muss man sowas ordern als wegbereiter.
mfg.

Michael Unger

unread,
Mar 23, 2018, 11:35:43 AM3/23/18
to
On 2018-03-23 07:05, "Marc Haber" wrote:

> [...]
>
> Könntest es ja probieren. Aber dass es in einem Haus weniger
> Zuleitungspaare als Wohneinheiten gibt, sollte eigentlich nicht sein.

Ich kenne das noch aus eigener Anschauung. Bei älteren Gebäuden gab es
wohl durchaus das Schema "Der Hausbesitzer will sicherlich Telefon
haben, vielleicht findet er auch noch den ein oder anderen besonders
solventen Mieter".

Dort, wo ich so um 1970 herum gewohnt hatte, gab es im Haus einen
"Doppelanschluss"(?) der Bundespost -- zwei Anschlüsse wurden über eine
einzelne Doppelader geführt, an deren Ende im Haus ein "Kästchen" war,
was die beiden Rufnummern wieder aufteilte; wie das technisch realisiert
war, weiß ich allerdings nicht. Wenn das Telefon also scheinbar "tot"
war, telefonierte eben gerade der andere Anschlussinhaber.

> Und einmal Telefon erfüllt die Grundversorgung.

Weswegen es in abgelegenen Gemeinde(teile)n im Südschwarzwald schon
öfter heftig Stunk mit der Telekom gab. Früher konventioneller
Telefonschluss mit "Dorf-DSL" darüber, anschließend Umstellung auf
IP-Telefonie. Nun reichte die Bandbreite nicht mehr für DSL, so dass nur
noch ein POTS übrig geblieben ist. (Die "Badische Zeitung" hatte dazu
häufiger mal eine entsprechende Notiz.)

Michael

Marc Haber

unread,
Mar 23, 2018, 12:50:26 PM3/23/18
to
Michael Unger <spam.t...@spamgourmet.com> wrote:
>Dort, wo ich so um 1970 herum gewohnt hatte, gab es im Haus einen
>"Doppelanschluss"(?) der Bundespost -- zwei Anschlüsse wurden über eine
>einzelne Doppelader geführt, an deren Ende im Haus ein "Kästchen" war,
>was die beiden Rufnummern wieder aufteilte; wie das technisch realisiert
>war, weiß ich allerdings nicht. Wenn das Telefon also scheinbar "tot"
>war, telefonierte eben gerade der andere Anschlussinhaber.

GLeichgerichtete Klingespannung, positive Halbwelle für den einen
Teilnehmer, negative für den anderen. Sobald ein Telefon abgenommen
wird, wurde das andere abgeklemmt, aktuell zu den AWaDos der
80er/90er. Wie die Abrechnung getrennt wurde weiß ich nicht.

Michael Limburg

unread,
Mar 23, 2018, 4:10:08 PM3/23/18
to
Marc Haber wrote:

> Michael Unger <spam.t...@spamgourmet.com> wrote:
>>Dort, wo ich so um 1970 herum gewohnt hatte, gab es im Haus einen
>>"Doppelanschluss"(?) der Bundespost -- zwei Anschlüsse wurden über eine
>>einzelne Doppelader geführt, an deren Ende im Haus ein "Kästchen" war,
>>was die beiden Rufnummern wieder aufteilte; wie das technisch realisiert
>>war, weiß ich allerdings nicht. Wenn das Telefon also scheinbar "tot"
>>war, telefonierte eben gerade der andere Anschlussinhaber.
>
> GLeichgerichtete Klingespannung, positive Halbwelle für den einen
> Teilnehmer, negative für den anderen. Sobald ein Telefon abgenommen
> wird, wurde das andere abgeklemmt, aktuell zu den AWaDos der
> 80er/90er. Wie die Abrechnung getrennt wurde weiß ich nicht.

Nö, das war was anderes. Ich bin auch mal in Genuß eines
solchen Kästlein für 2 Anschlüsse an einer Leitung gekommen.
Die genaue Bezeichnung ist mir entfallen. War, wenn ich mich
recht erinnere, irgendetwas mit Zeitmultiplex. Modembetrieb
war kritisch und lief, im Gegensatz zum Nachbarn mit kompletter
Leitung nie schneller als mit etwa der halben damals möglichen
Geschwindigkeit.

MfG









Manfred Haertel

unread,
Mar 24, 2018, 1:30:02 AM3/24/18
to
Marc Haber schrieb:

> GLeichgerichtete Klingespannung, positive Halbwelle für den einen
> Teilnehmer, negative für den anderen. Sobald ein Telefon abgenommen
> wird, wurde das andere abgeklemmt, aktuell zu den AWaDos der
> 80er/90er. Wie die Abrechnung getrennt wurde weiß ich nicht.

Das hatten meine Eltern mal in den sechziger Jahren, als es genau zwei
Telefone bei uns in der Straße gab... :-)

Und jetzt sind wir anscheinend wieder soweit, dass die Leitungen in
manchen Gebäuden knapp werden... :-\

Manfred Haertel

unread,
Mar 24, 2018, 1:30:03 AM3/24/18
to
hannes wendelfinger schrieb:

> habe frueher schon solche faelle gehabt. gehoert zum grundauftrag der
> dtag, kein endnutzer, auch kein eigentuemer des objekts musste bei
> meinen faellen was bezahlen. warum hoeren sich hier unterhaltungen oft
> so agressiv an? bevor kosten aufschlagen wird die dtag auch eine
> rechnung oder ein angebot praesentieren oder eine aufforderung zur
> kostenuebernahme etc pp. aber bei sowas hatte ich das noch nicht.

Danke für die Info.

Komischerweise habe ich bislang so eine klare Aussage nicht von der
Telekom bekommen können. Ich werde nächste Woche mal intensiver nachhaken.

Eine agressive Aussage lag nicht in meiner Absicht. War eher Verunsicherung.

Marc Haber

unread,
Mar 24, 2018, 6:26:43 AM3/24/18
to
Michael Limburg <ml...@gmx.de> wrote:
>Marc Haber wrote:
>> GLeichgerichtete Klingespannung, positive Halbwelle für den einen
>> Teilnehmer, negative für den anderen. Sobald ein Telefon abgenommen
>> wird, wurde das andere abgeklemmt, aktuell zu den AWaDos der
>> 80er/90er. Wie die Abrechnung getrennt wurde weiß ich nicht.
>
>Nö, das war was anderes. Ich bin auch mal in Genuß eines
>solchen Kästlein für 2 Anschlüsse an einer Leitung gekommen.
>Die genaue Bezeichnung ist mir entfallen. War, wenn ich mich
>recht erinnere, irgendetwas mit Zeitmultiplex.

Das ist schon die modernere Variante, wurde dann noch später durch
eine Art ISDN Light ersetzt.

hannes wendelfinger

unread,
Mar 24, 2018, 8:12:57 AM3/24/18
to
On 24.03.2018 06:00, Manfred Haertel wrote:
> hannes wendelfinger schrieb:
>
>> habe frueher schon solche faelle gehabt. gehoert zum grundauftrag der
>> dtag, kein endnutzer, auch kein eigentuemer des objekts musste bei
>> meinen faellen was bezahlen. warum hoeren sich hier unterhaltungen oft
>> so agressiv an? bevor kosten aufschlagen wird die dtag auch eine
>> rechnung oder ein angebot praesentieren oder eine aufforderung zur
>> kostenuebernahme etc pp. aber bei sowas hatte ich das noch nicht.
>
> Danke für die Info.
>
> Komischerweise habe ich bislang so eine klare Aussage nicht von der
> Telekom bekommen können. Ich werde nächste Woche mal intensiver nachhaken.
>
> Eine agressive Aussage lag nicht in meiner Absicht. War eher
> Verunsicherung.
>

Na es in Deutschland soweit ich weiss keine explizite Methode gibt, die
sich ungefaehr so heissen wuerde wie etwa: "gib/leg mir eine neue
Teilnehmer Anschlussleitung", kann man nur die methode nehmen, die laut
Grundversorungsauftrag existiert. Das war frueher auch schon nur der
Analoganschluss durch die Telekom, auch ISDN (ohne Muxer-Tricks etc)
waere nicht vom Grundauftrag gedeckt gewesen).

Du musst Dir also keine weiteren Gedanken zu machen bei "APL Voll", als
"ich will einen Analoganschluss"

Die Telekom muss dann einen Analoganschluss bereitstellen. Ob sie dazu
graebt usw, kann und muss den Endkunden egal sein. Wie im Thread
erwaehnt gab es zu Analogprodukten diverse Tricks wie man Leitungen
nutzen konnte und auf mehrere Personen verteilt hatte (Muxer).

Ich stellte die Vermutung dass die Telekom das heute nicht mehr fahren
wuerde weil das nicht mehr in ihrem Sinne der Voll-IP Anschluesse waere.

Aber im Endeffekt koennen wir das alles nur dann sehen, wenn wir konkret
einen Analoganschluss bestellen. Wenn alles gut und optimal geht,
entsteht eine neue TAL, nicht durch Zauberei, sondern durch Bau/Technik usw.

Danach kann man eine hoffentlich neue echte TAL, wieder fuer die
naechsten Dinge benutzen.
MfG.

Shinji Ikari

unread,
Mar 26, 2018, 8:47:02 AM3/26/18
to
Guten Tag

Manfred Haertel <Manfred...@rz-online.de> schrieb

>Wenn die Telekom einen Auftrag zur Neuschaltung von DSL nicht ausführen
>kann, weil der APL voll ist, was heißt das dann genau? Ich möchte das
>einfach nur verstehen.

Dass die zur Versorgung des APL (AbschlusspunktLineientechnik[Kasten
im Hausanschlussraum in dem das Erdkabel endet]) zur verfuegung
stehenden Kabel bis zum naechsten vertzeiler (KVZ (Kabelverzeiger
[Kasten an der Strasse]) schon alle beschaltet/beplant/reserviert
sind.

>Kann das auch heißen, dass einfach eine Klemmleiste im Keller fehlt

Nein.

>oder
>sind dann ganz sicher nicht genügend Leitungen zwischen KVz und APL
>vorhanden?

Abgesehen von Erfassungsfehler: Ja, alles ist
belegt/reserviert/defekt/beplant...

>Wenn letzteres: Wer muss das zahlen?

Wofuer?

>Der Kunde? Sein Vermieter (falls
>zutreffend)? Die Telekom?

Kontaktiere die Bauherrenberatung des Anbieters. Die solltenn wissen
wer da unterschreiben und dann ggf. auch zahlen muss.
Es gbt unterschiedliche Szenarien und deshalb keine ueberall und fuer
alle gueltige Aussage.

>Wäre die Situation anders, wenn statt DSL nur ISDN beauftragt wird?
>Thema "Grundversorgungsauftrag".

ISDN wird aktiv neu nicht/kaum noch angeboten.

Shinji Ikari

unread,
Mar 26, 2018, 8:48:30 AM3/26/18
to
Guten Tag

Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> schrieb

>>Wäre die Situation anders, wenn statt DSL nur ISDN beauftragt wird?
>>Thema "Grundversorgungsauftrag".
>Könntest es ja probieren. Aber dass es in einem Haus weniger
>Zuleitungspaare als Wohneinheiten gibt, sollte eigentlich nicht sein.
>Und einmal Telefon erfüllt die Grundversorgung.

Vielleicht wird dann fuer ihn extra nochmal ein PCM2 oder so eine
Technik ausgebaut. 8)

Shinji Ikari

unread,
Mar 26, 2018, 8:51:54 AM3/26/18
to
Guten Tag

Manfred Haertel <Manfred...@rz-online.de> schrieb

>> Könntest es ja probieren. Aber dass es in einem Haus weniger
>> Zuleitungspaare als Wohneinheiten gibt, sollte eigentlich nicht sein.
>> Und einmal Telefon erfüllt die Grundversorgung.
>Einmal Telefon pro Wohnheinheit, nehme ich an.

Solange der Besichjter nicht aus einem 1Fammilienhaus eine 20er
Bauarbeiter Schlafhotel macht...

>Was ist mit Bürogebäuden? Eins pro Firma?

Je nach Situation wird mit der Firma eines Vertragswerk unterzeichnet.

>Der Grundversorgungs-Paragraph spricht übrigens auch von Datenleitungen,
>die geeignet sind, einen Internet-Zugang zu gewährleisten.

Seit es Modems gibt ist das mit Telefonleitungen grundlegend moeglich.

>Es ist also
>etwas mehr als Telefon.

Ja, aber nicht viel mehr. Und es mus snicht zwingend DSL sein.

Kay Martinen

unread,
Mar 26, 2018, 2:08:18 PM3/26/18
to
Am 23.03.2018 um 21:10 schrieb Michael Limburg:
> Marc Haber wrote:
>
>> Michael Unger <spam.t...@spamgourmet.com> wrote:
>>> Dort, wo ich so um 1970 herum gewohnt hatte, gab es im Haus einen
>>> "Doppelanschluss"(?) der Bundespost -- zwei Anschlüsse wurden über eine
>>> einzelne Doppelader geführt, an deren Ende im Haus ein "Kästchen" war,
>>> was die beiden Rufnummern wieder aufteilte; wie das technisch realisiert
>>> war, weiß ich allerdings nicht. Wenn das Telefon also scheinbar "tot"
>>> war, telefonierte eben gerade der andere Anschlussinhaber.
>>
>> GLeichgerichtete Klingespannung, positive Halbwelle für den einen
>> Teilnehmer, negative für den anderen. Sobald ein Telefon abgenommen
>> wird, wurde das andere abgeklemmt, aktuell zu den AWaDos der
>> 80er/90er. Wie die Abrechnung getrennt wurde weiß ich nicht.

Ich glaube da verwechselst du den AWaDo mit etwas intelligenterem Marc.
AWaDo steht eigentlich nur für eine Automatische Wechselschaltung.
Sprich: es klingelt an zwei Aparaten und wer zuerst abnimmt bekomt das
Gespräch. Beide sind aber nur an einer TAL angeschlossen.

>
> Nö, das war was anderes. Ich bin auch mal in Genuß eines
> solchen Kästlein für 2 Anschlüsse an einer Leitung gekommen.
> Die genaue Bezeichnung ist mir entfallen. War, wenn ich mich
> recht erinnere, irgendetwas mit Zeitmultiplex. Modembetrieb
> war kritisch und lief, im Gegensatz zum Nachbarn mit kompletter
> Leitung nie schneller als mit etwa der halben damals möglichen
> Geschwindigkeit.

Zeitmultiplex auf einer TAL? Warum nicht gleich Tonfrequenz-Modulation
mit zwei oder mehr Kanälen. Auf solche; oder ähnliche Weise; arbeiteten
die TF oder EVZ Geräte die ich bei der Bundeswehr kennen lernte. Um
mehrere Sprach und/oder Fernschreib-Kanäle auf eine Leitung oder
Richtfunk-Verbindung zu quetschen.

Das dürfte aber dann kein Kleines Kästchen mehr gewesen sein. Jedenfalls
deutlich größer als ein AWaDo.

Nebenbei. Wenn "APL voll" wirklich heißt das kein funktionierendes
Adernpaar mehr verfügbar ist, dann können auf dem Weg zum Haus ja nur
1-x Adern defekt sein.

Oder, wenn der OP bereits einen POTS Telefonanschluß hat, sind keine
Ports am DSLAM mehr frei. Dann bliebe wohl nur noch Internet per Modem.
Denn das heute noch ISDN-Anschlüsse neu geschaltet würden ist kaum an zu
nehmen.

An der Erfordernis von "Ein funktionierendes Adernpaar" ändert die
Technik da drauf nichts. Dafür ist dann nur die Qualität dieser Leitung
ausschlaggebend. Gut: (x)DSL möglich, Mittel: ISDN (optional), Schlecht:
POTS um es mal grob zu kategorisieren.

Wenn also weder ein Telefon vorhanden, noch Adern frei sind: Pech
gehabt! SMS per Rauchzeichen, Trommeln oder ???

Kay

--
Sent via SN (Eisfair-1)

Michael Limburg

unread,
Mar 26, 2018, 6:20:16 PM3/26/18
to
Kay Martinen wrote:

> Am 23.03.2018 um 21:10 schrieb Michael Limburg:

>> Nö, das war was anderes. Ich bin auch mal in Genuß eines
>> solchen Kästlein für 2 Anschlüsse an einer Leitung gekommen.
>> Die genaue Bezeichnung ist mir entfallen. War, wenn ich mich
>> recht erinnere, irgendetwas mit Zeitmultiplex. Modembetrieb
>> war kritisch und lief, im Gegensatz zum Nachbarn mit kompletter
>> Leitung nie schneller als mit etwa der halben damals möglichen
>> Geschwindigkeit.
>
> Zeitmultiplex auf einer TAL? Warum nicht gleich Tonfrequenz-Modulation
> mit zwei oder mehr Kanälen. Auf solche; oder ähnliche Weise; arbeiteten
> die TF oder EVZ Geräte die ich bei der Bundeswehr kennen lernte. Um
> mehrere Sprach und/oder Fernschreib-Kanäle auf eine Leitung oder
> Richtfunk-Verbindung zu quetschen.

In <ouqhbdp3prugmg51e...@4ax.com> war das Stichwort.
Ein PCM2TA2 war's, siehe de.wikipedia.org/wiki/PCMxA

> Das dürfte aber dann kein Kleines Kästchen mehr gewesen sein. Jedenfalls
> deutlich größer als ein AWaDo.

Ein wenig größer als ein NTBA ist das Kästlein. AWaDo ist ne Dose
und ne Dose ist immer kleiner als ein Kästlein :-p

MfG

Marc Haber

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Mar 27, 2018, 3:32:00 AM3/27/18
to
Kay Martinen <k...@martinen.de> wrote:
>Am 23.03.2018 um 21:10 schrieb Michael Limburg:
>>> GLeichgerichtete Klingespannung, positive Halbwelle für den einen
>>> Teilnehmer, negative für den anderen. Sobald ein Telefon abgenommen
>>> wird, wurde das andere abgeklemmt, aktuell zu den AWaDos der
>>> 80er/90er. Wie die Abrechnung getrennt wurde weiß ich nicht.
>
>Ich glaube da verwechselst du den AWaDo mit etwas intelligenterem Marc.
>AWaDo steht eigentlich nur für eine Automatische Wechselschaltung.
>Sprich: es klingelt an zwei Aparaten und wer zuerst abnimmt bekomt das
>Gespräch. Beide sind aber nur an einer TAL angeschlossen.

Genau so haben diese Zweieranschluß-Dinger funktioniert, mit der
Ergänzung des selektiven Klingelns und irgendwelchem Abrechnungsfoo.
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