Am 23.03.2018 um 21:10 schrieb Michael Limburg:
> Marc Haber wrote:
>
>> Michael Unger <
spam.t...@spamgourmet.com> wrote:
>>> Dort, wo ich so um 1970 herum gewohnt hatte, gab es im Haus einen
>>> "Doppelanschluss"(?) der Bundespost -- zwei Anschlüsse wurden über eine
>>> einzelne Doppelader geführt, an deren Ende im Haus ein "Kästchen" war,
>>> was die beiden Rufnummern wieder aufteilte; wie das technisch realisiert
>>> war, weiß ich allerdings nicht. Wenn das Telefon also scheinbar "tot"
>>> war, telefonierte eben gerade der andere Anschlussinhaber.
>>
>> GLeichgerichtete Klingespannung, positive Halbwelle für den einen
>> Teilnehmer, negative für den anderen. Sobald ein Telefon abgenommen
>> wird, wurde das andere abgeklemmt, aktuell zu den AWaDos der
>> 80er/90er. Wie die Abrechnung getrennt wurde weiß ich nicht.
Ich glaube da verwechselst du den AWaDo mit etwas intelligenterem Marc.
AWaDo steht eigentlich nur für eine Automatische Wechselschaltung.
Sprich: es klingelt an zwei Aparaten und wer zuerst abnimmt bekomt das
Gespräch. Beide sind aber nur an einer TAL angeschlossen.
>
> Nö, das war was anderes. Ich bin auch mal in Genuß eines
> solchen Kästlein für 2 Anschlüsse an einer Leitung gekommen.
> Die genaue Bezeichnung ist mir entfallen. War, wenn ich mich
> recht erinnere, irgendetwas mit Zeitmultiplex. Modembetrieb
> war kritisch und lief, im Gegensatz zum Nachbarn mit kompletter
> Leitung nie schneller als mit etwa der halben damals möglichen
> Geschwindigkeit.
Zeitmultiplex auf einer TAL? Warum nicht gleich Tonfrequenz-Modulation
mit zwei oder mehr Kanälen. Auf solche; oder ähnliche Weise; arbeiteten
die TF oder EVZ Geräte die ich bei der Bundeswehr kennen lernte. Um
mehrere Sprach und/oder Fernschreib-Kanäle auf eine Leitung oder
Richtfunk-Verbindung zu quetschen.
Das dürfte aber dann kein Kleines Kästchen mehr gewesen sein. Jedenfalls
deutlich größer als ein AWaDo.
Nebenbei. Wenn "APL voll" wirklich heißt das kein funktionierendes
Adernpaar mehr verfügbar ist, dann können auf dem Weg zum Haus ja nur
1-x Adern defekt sein.
Oder, wenn der OP bereits einen POTS Telefonanschluß hat, sind keine
Ports am DSLAM mehr frei. Dann bliebe wohl nur noch Internet per Modem.
Denn das heute noch ISDN-Anschlüsse neu geschaltet würden ist kaum an zu
nehmen.
An der Erfordernis von "Ein funktionierendes Adernpaar" ändert die
Technik da drauf nichts. Dafür ist dann nur die Qualität dieser Leitung
ausschlaggebend. Gut: (x)DSL möglich, Mittel: ISDN (optional), Schlecht:
POTS um es mal grob zu kategorisieren.
Wenn also weder ein Telefon vorhanden, noch Adern frei sind: Pech
gehabt! SMS per Rauchzeichen, Trommeln oder ???
Kay
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