Es ist unglaublich liebe Group,
ich schrub:
> nun hats mich auch erwischt - mein Anbieter will NGN.
> Dazu hat er mir die O2 homebox 6641 zugesendet.
Zwischen diesen neutral formulierten Worten hatte ich meinen
Hass gegenüber der neuen Technik versteckt. Ich wollte das nicht!
Nicht nur, weil das pauschal bäh ist, sondern weil ich auch keine
Veränderung wollte.
Den Ärger bestärkte noch der mitten in der Woche liegende
Umschaltzeitpunkt und die kurzfristig angeordnete Maßnahme
(die Umstellung habe ich nicht angestoßen).
Ich erwartete das Schlimmste, als am Dienstag eine Kurznachricht
auf das Handy gesendet wurde, dass am Mittwoch ab 2Uhr (also
mitten in der Nacht) die Umstellung von mir vorzunehmen sei.
Dabei hatte ich den Termin telefonisch auf heute (Samstag) verlegt.
Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag funktionierte allerdings alles so,
wie bisher. Sogar am Samstag hat meine Fritzbox um 5Uhr eine
neue IP-Adresse bekommen, was mich vermuten ließ, dass O2 mich
vergessen hätte.
Ein Anruf mit dem Handy zeigte aber, dass meine Rufnummern nicht
mehr erreichbar waren (ausgehend telefonieren ging noch, da ich
VoIP abgehend verwende).
Ich überlegte, die O2-Box nicht anzuschließen und stattdessen all
meinen Kommunikationspartnern meine Ortsrufnummer von GMX
mitzuteilen. Aber der Basteldrang siegte doch.
Wenigstens wollte ich versuchen, die Box zu verwenden, damit ich
im Falle der anstehenden Kündigung ein Argument (zu schwierig...)
vorwerfen konnte.
Nungut, ich entfernte im Flur den Eingang vom NTBA (den Splitter
ließ ich drin (ist alles mit Klemmen verkabelt, Umstecken geht also
nicht) und schloss im Arbeitzimmer die O2-Box an den Uk0 (Highband)
an. Meine Fritzbox schloss ich mit S0 und LAN-A (PPPoE pass through)
an die O2-Box an - es funktionierte auf Anhieb!
OK, ich habe hinterher der O2-Box eine freie IP-Adresse gegeben und
in meiner Fritzbox eingestellt, dass sie die Internetverbindung von einer
bestehenden IP-Adresse bekommen soll.
Zwei Anrufe (VoIP von GMX und "Fest"netz von O2 zeigten keine
nennenswerten Unterschiede in der Latenz).
Daher frage ich mich nun:
Soll ich die O2-Box als "Durchreicher" betreiben - PPPoE mit pass
through verwenden oder soll die O2-Box als Router dienen?
Der Splitter scheint die Datenrate nicht zu beeinflussen. Kann der
im Signalweg verbleiben?
"Negativ" aufgefallen ist mir, dass ich von der Fritzbox keine Wahl
der abgehenden "Festnetz"leitung habe.
Da ich aber eh über GMX telefoniere, ist das kein wirklicher Nachteil.
"Negativ" ist zweifelsohne, dass meine Energieversorgung nun über
meine Kommunikationsfähigkeit entscheidet - aber das auch nur
theoretisch, denn da ich eine FritzBox als Telefonanlage verwende,
hätte ich bei einem Stromausfall zunächst grummelnd nach der
Taschenlampe, dann fluchend nach frischen Batterien suchen müssen,
um dann das notspeisefähige ISDN-Telefon aus der Schublade direkt
am NTBA anschließen zu müssen...
Da hätte ich wohl eher zum Handy gegriffen.
Wenn nicht gerade ein Atomkrieg oder Alien-Besuch stattfindet,
hat doch ein großer Teil der Bevölkerung einen redundanten
Kommunikationsweg, sodass die batteriegespeiste Versorgung
über das Telefonnetz an Bedeutung verloren hat.
Vielleicht ziehe ich meine Hardware auf die O2-Box um.
Dann entfällt eine DECT- und eine (bedarfsweise eingeschaltete) WLAN-
Station, ein zusätzlicher Router, sowie die FritzBox.
Mal sehen, was die von Alice verlassene Wunderwelt mir zukünftig bietet...
Gruß Christian