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o2 homebox 6641 ohne Internet konfigurieren

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Christian Müller

unread,
May 13, 2016, 5:56:38 AM5/13/16
to
Hallo Group,

nun hats mich auch erwischt - mein Anbieter will NGN.
Dazu hat er mir die O2 homebox 6641 zugesendet.
Damit am Umschalttag der Aufwand nicht so groß ist (die
Box wird meiner bestehenden Verkabelung vorgeschaltet;
ich sehe nicht ein, dass ich meine Installation auf die
neue Box umziehe), will ich die Box vorab konfigurieren.

Wenn ich die Box aufrufe, dann kommt allerdings eine
Oberfläche, die durch die Installation der Box führen will.
Der erste Schritt muss wohl sein, dass die Box über
den DSL-Anschluss eine Verbindung zum Betreiber aufbauen will.
Kennt einer die Box - kann ich das umgehen?


Gruß Christian

Helmut Hullen

unread,
May 13, 2016, 7:22:10 AM5/13/16
to
Hallo, Christian,

Du meintest am 13.05.16:
Ich habe mir mal

http://www.zyxel.com/de/de/support/o2_homebox_6641.shtml

angeschaut, dort wird das Handbuch unter

<http://www.zyxel.de/uploads/images/sphairon/Handbuch_o2_HomeBox_6641_v16.pdf>

angeboten. Es erklärt u.a. die Einrichtungsvarianten je nach
Betriebssystem.

Und Abschnitt 3 (Einrichtung) sollte Dir auch anzeigen, wie diese Box
vor-eingestellt ist und wie Du sie an Dein LAN anpassen kannst.
Verbindung nach draussen kommt später.

Viele Gruesse!
Helmut

Christian Müller

unread,
May 13, 2016, 7:58:31 AM5/13/16
to
Helmut Hullen schrieb:

> Ich habe mir mal [das Handbuch angeschaut].
[...]
> Und Abschnitt 3 (Einrichtung) sollte Dir auch anzeigen, wie diese Box
> vor-eingestellt ist und wie Du sie an Dein LAN anpassen kannst.

Das Handbuch habe ich gesehen.
Wenn ich wie dort vorgehe, komme ich (so wie im OP beschrieben)
nicht weiter, weil die Box auf eine Verbindung zum DSL wartet.


Gruß Christian

Marc Haber

unread,
May 13, 2016, 8:15:11 AM5/13/16
to
Christian Müller <spamal...@yahoo.de> wrote:
>Wenn ich die Box aufrufe, dann kommt allerdings eine
>Oberfläche, die durch die Installation der Box führen will.
>Der erste Schritt muss wohl sein, dass die Box über
>den DSL-Anschluss eine Verbindung zum Betreiber aufbauen will.
>Kennt einer die Box - kann ich das umgehen?

Dein Anbieter möchte die Box per TR.069 aus der Ferne konfigurieren.
Dazu ist nötig, dass sie als ersten Schritt an die Leitung angehängt
wird.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Christian Müller

unread,
May 13, 2016, 8:44:17 AM5/13/16
to
Marc Haber schrieb:

> Dein Anbieter möchte die Box per TR.069 aus der Ferne konfigurieren.
> Dazu ist nötig, dass sie als ersten Schritt an die Leitung angehängt
> wird.

Mir ist schon klar, dass die Umstellung nicht nur aus dem Grund passiert,
weil der Anbieter gerne Güter durch die Gegend schickt.
Ich unterwerfe mich der Steuerungsmöglichkeit durch den Anbieter auch
nur bedingt, denn ich habe mir vorgenommen, diese Umstellung (welche
für mich keinen Vorteil hat) nur in soweit hinzunehmen, wie ich sie in
Eigenleistung innerhalb vertretbarer Zeit durchführen kann.
Klappt das nicht (meine Verkablung weicht von dem ab, was die
Anbeiter gerne voraussetzen), werde ich die Kündigung einreichen.

Klar, ich habe dem Anbieter bisher kein Geld eingebracht (trotz
fehlender Flatrate für Telefonie keine Telefonie-Umsätze (dank
GMX mit 1Cent/Minute)). Daher wird der Anbieter mich eher mit
Freude loswerden.
Allerdings trifft mich die möglicherweise notwendige Kündigung
nicht mit dem Donnerschlag, den andere Kunden erfahren, denn

- wenn ich mal auf verkabeltes Telefonieren und Surfen verzichten
muss, geht die Welt nicht unter.

- ich habe eine redundante Verbindung in meine Wohnung liegen.
Bis auf eine andere Rufnummer, die ich meinen Kommunikations-
partnern mitteilen muss, sowie den Verlust meines Anrufbeantworters
habe ich keinen Ausfall.


Bisher hatte ich PSTN-ISDN für eingehende Gespräche.
Für ausgehende Gespräche nutze ich seit mehr als 10 Jahren VoIP.
NGN ist für mich nicht mehr das Feindbild, was es früher war.
Wenns halt sein muss, dann nutze ich eben NGN - entweder über O2,
wenn sich der Umstellungsaufwand in Grenzen hält oder über einen
anderen Anbieter, der die bisherigen Kosten unterbietet.



Gruß Christian

Helmut Hullen

unread,
May 13, 2016, 10:08:26 AM5/13/16
to
Hallo, Marc,

Du meintest am 13.05.16:

>> Wenn ich die Box aufrufe, dann kommt allerdings eine
>> Oberfläche, die durch die Installation der Box führen will.
>> Der erste Schritt muss wohl sein, dass die Box über
>> den DSL-Anschluss eine Verbindung zum Betreiber aufbauen will.
>> Kennt einer die Box - kann ich das umgehen?

> Dein Anbieter möchte die Box per TR.069 aus der Ferne konfigurieren.
> Dazu ist nötig, dass sie als ersten Schritt an die Leitung angehängt
> wird.

Und diese Fürsorge ist nicht abschaltbar?

Und der Anbieter haftet für alle Schäden, die auf diesem Weg
eingeschleust werden können?

Viele Gruesse!
Helmut

Helmut Hullen

unread,
May 13, 2016, 10:08:26 AM5/13/16
to
Hallo, Christian,

Du meintest am 13.05.16:

Oh! Das wäre für mich ein Grund, das Gerät zurückzugeben.
Sicherheitsrelevante Einstellungen will ich vornehmen können, ohne dass
die Kiste Kontakt ins Internet hat.

Pure Vermutung: so etwas dürfte bereits mehrfach bemängelt worden sein.

Viele Gruesse!
Helmut

Bernd Lauert

unread,
May 13, 2016, 12:58:04 PM5/13/16
to
On Fri, 13 May 2016 14:38:07 +0200, Christian Müller wrote:

> Bisher hatte ich PSTN-ISDN für eingehende Gespräche.
> Für ausgehende Gespräche nutze ich seit mehr als 10 Jahren VoIP.
> NGN ist für mich nicht mehr das Feindbild, was es früher war.
> Wenns halt sein muss, dann nutze ich eben NGN - entweder über O2,
> wenn sich der Umstellungsaufwand in Grenzen hält oder über einen anderen
> Anbieter, der die bisherigen Kosten unterbietet.

Setze eine Anrufweiterschaltung auf deinen VoIP-Anschluß und stell die
"Homebox 6641" in den Schrank.

Trage die neuen PPPoE-Zugangsdaten in deinen vorhandenen Router ein, die
gibt es bei der Hotline. Nur bei Telefonie zieren sie sich, aber wenn du
die nicht nutzen willst, ist es sowieso egal.

Jörg Tewes

unread,
May 13, 2016, 8:35:26 PM5/13/16
to
Helmut Hullen schrieb:
> Hallo, Marc,
>
> Du meintest am 13.05.16:
>
>>> Wenn ich die Box aufrufe, dann kommt allerdings eine
>>> Oberfläche, die durch die Installation der Box führen will.
>>> Der erste Schritt muss wohl sein, dass die Box über
>>> den DSL-Anschluss eine Verbindung zum Betreiber aufbauen will.
>>> Kennt einer die Box - kann ich das umgehen?
>
>> Dein Anbieter möchte die Box per TR.069 aus der Ferne konfigurieren.
>> Dazu ist nötig, dass sie als ersten Schritt an die Leitung angehängt
>> wird.
>
> Und diese Fürsorge ist nicht abschaltbar?

War es bei O2 noch nie, ebenso wie beim Kabelrouter.


Bye Jörg

--
"They are not ready. They would not understand."
"Am I ready?"
"No. You do not even understand yourself."
(Kosh and Sheridan, "Hunter, Prey")

Michael Landenberger

unread,
May 14, 2016, 5:05:05 AM5/14/16
to
"Christian Müller" schrieb am 13.05.2016 um 14:38:07:

> Marc Haber schrieb:

>> Dein Anbieter möchte die Box per TR.069 aus der Ferne konfigurieren.
>> Dazu ist nötig, dass sie als ersten Schritt an die Leitung angehängt
>> wird.

> Mir ist schon klar, dass die Umstellung nicht nur aus dem Grund passiert,
> weil der Anbieter gerne Güter durch die Gegend schickt.

Bekannte von mir haben einen O2-Anschluss. Denen wurde mitgeteilt, dass wegen
einer Umstellung auf VDSL ein Austausch der Box notwendig sei (die alte Box
unterstützt VDSL nicht). Die Bekannten haben einen Tarif mit maximal 16 MBit/s
DSL-Geschwindigkeit, von denen bisher aber nur ca. die Hälfte ankam. Nach
Austausch der Box (beim Anschluss half ich meinen Bekannten) änderte sich
daran zunächst nichts. Als ich dann einige Wochen später wieder mal da war,
führte ich erneut einen Geschwindigkeitstest durch und siehe da: jetzt kamen
(seit Bestehen des Anschlusses zum ersten Mal!) die vollen 16 MBit/s an. Die
VDSL-Umstellung hatte also offenbar inzwischen stattgefunden.

> Ich unterwerfe mich der Steuerungsmöglichkeit durch den Anbieter auch
> nur bedingt, denn ich habe mir vorgenommen, diese Umstellung (welche
> für mich keinen Vorteil hat) nur in soweit hinzunehmen, wie ich sie in
> Eigenleistung innerhalb vertretbarer Zeit durchführen kann.

Wenn du an deinem Anschluss telefonieren willst, brauchst du dafür
(VoIP-)Zugangsdaten. Die bekommst du aber von O2 nicht. O2 hält die
Zugangsdaten (noch) geheim und möchte sie selbst auf die Box schicken. Wenn du
TR.069 unterbindest, klappt das nicht und die Box wird nicht zum Telefonieren
freigeschaltet. Du kannst dann nur den Internetzugang nutzen.

Der Routerzwang soll aber demnächst fallen. Dann ist O2 verpflichtet, auch die
Telefonie-Zugangsdaten an den Kunden 'rauszurücken, damit dieser auch
Fremdhardware einsetzen kann. Sofern die O2-Box eine Eingabemöglichkeit für
die Zugangsdaten bietet (was ich bezweifle), könntest du sie dann tatsächlich
händisch konfigurieren. Muss diese Eingabemöglichkeit per Firmware-Update
nachgerüstet werden, gehe ich aber davon aus, dass dieses Update wieder nur
über TR.069 auf die Box kommt. Ansonsten könntest du die Box aber durch einen
anderen geeigneten Router ersetzen, sobald dir O2 die Zugangsdaten mitgeteilt
hat.

Gruß

Michael

Bernd Lauert

unread,
May 14, 2016, 5:47:59 AM5/14/16
to
On Sat, 14 May 2016 11:07:32 +0200, Michael Landenberger wrote:

> Der Routerzwang soll aber demnächst fallen. Dann ist O2 verpflichtet,
> auch die Telefonie-Zugangsdaten an den Kunden 'rauszurücken, damit
> dieser auch Fremdhardware einsetzen kann.

Aber nur für Neukunden. An Bestandsverträgen ändert sich nichts.

Marc Haber

unread,
May 14, 2016, 7:16:22 AM5/14/16
to
Ist das so?

Bernd Lauert

unread,
May 14, 2016, 7:27:40 AM5/14/16
to
On Sat, 14 May 2016 13:16:19 +0200, Marc Haber wrote:
> Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com> wrote:
>>On Sat, 14 May 2016 11:07:32 +0200, Michael Landenberger wrote:
>>> Der Routerzwang soll aber demnächst fallen. Dann ist O2 verpflichtet,
>>> auch die Telefonie-Zugangsdaten an den Kunden 'rauszurücken, damit
>>> dieser auch Fremdhardware einsetzen kann.
>>
>>Aber nur für Neukunden. An Bestandsverträgen ändert sich nichts.
>
> Ist das so?

Ja, das ist so:

http://www.teltarif.de/routerzwang-abschaffung-august-2016/news/62612.html

Marc Haber

unread,
May 14, 2016, 9:54:18 AM5/14/16
to
Das ist Mist.

Michael Landenberger

unread,
May 14, 2016, 12:40:52 PM5/14/16
to
"Marc Haber" schrieb am 14.05.2016 um 15:54:15:

> Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com> wrote:

>>>> Aber nur für Neukunden. An Bestandsverträgen ändert sich nichts.

>>> Ist das so?

>> Ja, das ist so:

>> http://www.teltarif.de/routerzwang-abschaffung-august-2016/news/62612.html

> Das ist Mist.

In der Tat. Interessant wäre allerdings, wie bei Bestandskunden mit
konventionellen Festnetzanschlüssen verfahren wird, wenn deren Anschlüsse nach
dem 1. August 2016 auf NGN umgestellt werden. Bei konventionellen Anschlüssen
gibt es keinen Routerzwang, dieser würde wenn überhaupt erst mit der
Umstellung auf NGN eingeführt.

Häufig lassen die Verträge für derartige Anschlüsse dem Provider die Wahl
zwischen konventionellem Festnetz und NGN, d. h. der Provider darf selbst
entscheiden, wie er seine Leistung erbringt, und die Anschlüsse ggf. auch ohne
Zustimmung des Kunden umstellen. Die Umstellung würde in diesem Fall keine
Vertragsänderung darstellen, der bisherige Vertrag läuft also weiter und
enthält in diesem Fall vermutlich auch weiterhin den Routerzwang (wenngleich
dieser wie geschrieben bisher nicht relevant war). Im Klartext bedeutet das:
ein Bestandskunde, der bisher ohne Zwangsrouter auskam, wird plötzlich mit
einem solchen konfrontiert. Ich wette, der Gesetzgeber hat an diesen Fall
überhaupt nicht gedacht :-(

Mir ist das aber relativ egal. Ich behalte meinen echten, zwangsrouter-freien
ISDN-Anschluss so lange, wie O2 mir diesen lässt. Irgendwann wird sich die
Umstellung aber nicht mehr vermeiden lassen, ich hoffe aber, dass sie erst
nach dem 1. August erfolgt. Wenn O2 mir dann mit der Begründung, ich sei
Bestandskunde, einen Zwangsrouter aufs Auge drücken will, wechsele ich einfach
den Anbieter. Easybell könnte eine Alternative sein: gleiche Technik
(Telefonica NGN), ähnliche Preise, aber kein Zwangsrouter (nach dem 1.8.
sowieso nicht mehr). Ein solcher Wechsel wäre auch vergleichsweise kurzfristig
möglich, da mein derzeitiger Vertrag mit 4 Wochen Frist zu jedem Monatsende
gekündigt werden kann. Natürlich werde ich zusehen, auch in Zukunft nur solche
Verträge abzuschließen, aber auch das ist glücklicherweise bei Easybell kein
Problem.

Gruß

Michael

Christian Müller

unread,
May 16, 2016, 11:18:08 AM5/16/16
to
Michael Landenberger schrieb:

> Der Routerzwang soll aber demnächst fallen.

Das wäre eine Hoffnung.


> Ansonsten könntest du die Box aber durch einen anderen geeigneten
> Router ersetzen, sobald dir O2 die Zugangsdaten mitgeteilt hat.

Das teste ich mal. Danke.


Gruß Christian

Christian Müller

unread,
May 16, 2016, 11:18:08 AM5/16/16
to
Bernd Lauert schrieb:

> Trage die neuen PPPoE-Zugangsdaten in deinen vorhandenen Router ein, die
> gibt es bei der Hotline. Nur bei Telefonie zieren sie sich, aber wenn du
> die nicht nutzen willst, ist es sowieso egal.

Das versuche ich mal. Danke.

Gruß Christian

Christian Müller

unread,
May 21, 2016, 6:00:48 AM5/21/16
to
Es ist unglaublich liebe Group,

ich schrub:

> nun hats mich auch erwischt - mein Anbieter will NGN.
> Dazu hat er mir die O2 homebox 6641 zugesendet.

Zwischen diesen neutral formulierten Worten hatte ich meinen
Hass gegenüber der neuen Technik versteckt. Ich wollte das nicht!
Nicht nur, weil das pauschal bäh ist, sondern weil ich auch keine
Veränderung wollte.
Den Ärger bestärkte noch der mitten in der Woche liegende
Umschaltzeitpunkt und die kurzfristig angeordnete Maßnahme
(die Umstellung habe ich nicht angestoßen).
Ich erwartete das Schlimmste, als am Dienstag eine Kurznachricht
auf das Handy gesendet wurde, dass am Mittwoch ab 2Uhr (also
mitten in der Nacht) die Umstellung von mir vorzunehmen sei.
Dabei hatte ich den Termin telefonisch auf heute (Samstag) verlegt.

Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag funktionierte allerdings alles so,
wie bisher. Sogar am Samstag hat meine Fritzbox um 5Uhr eine
neue IP-Adresse bekommen, was mich vermuten ließ, dass O2 mich
vergessen hätte.
Ein Anruf mit dem Handy zeigte aber, dass meine Rufnummern nicht
mehr erreichbar waren (ausgehend telefonieren ging noch, da ich
VoIP abgehend verwende).

Ich überlegte, die O2-Box nicht anzuschließen und stattdessen all
meinen Kommunikationspartnern meine Ortsrufnummer von GMX
mitzuteilen. Aber der Basteldrang siegte doch.
Wenigstens wollte ich versuchen, die Box zu verwenden, damit ich
im Falle der anstehenden Kündigung ein Argument (zu schwierig...)
vorwerfen konnte.


Nungut, ich entfernte im Flur den Eingang vom NTBA (den Splitter
ließ ich drin (ist alles mit Klemmen verkabelt, Umstecken geht also
nicht) und schloss im Arbeitzimmer die O2-Box an den Uk0 (Highband)
an. Meine Fritzbox schloss ich mit S0 und LAN-A (PPPoE pass through)
an die O2-Box an - es funktionierte auf Anhieb!

OK, ich habe hinterher der O2-Box eine freie IP-Adresse gegeben und
in meiner Fritzbox eingestellt, dass sie die Internetverbindung von einer
bestehenden IP-Adresse bekommen soll.
Zwei Anrufe (VoIP von GMX und "Fest"netz von O2 zeigten keine
nennenswerten Unterschiede in der Latenz).


Daher frage ich mich nun:

Soll ich die O2-Box als "Durchreicher" betreiben - PPPoE mit pass
through verwenden oder soll die O2-Box als Router dienen?

Der Splitter scheint die Datenrate nicht zu beeinflussen. Kann der
im Signalweg verbleiben?


"Negativ" aufgefallen ist mir, dass ich von der Fritzbox keine Wahl
der abgehenden "Festnetz"leitung habe.
Da ich aber eh über GMX telefoniere, ist das kein wirklicher Nachteil.

"Negativ" ist zweifelsohne, dass meine Energieversorgung nun über
meine Kommunikationsfähigkeit entscheidet - aber das auch nur
theoretisch, denn da ich eine FritzBox als Telefonanlage verwende,
hätte ich bei einem Stromausfall zunächst grummelnd nach der
Taschenlampe, dann fluchend nach frischen Batterien suchen müssen,
um dann das notspeisefähige ISDN-Telefon aus der Schublade direkt
am NTBA anschließen zu müssen...
Da hätte ich wohl eher zum Handy gegriffen.
Wenn nicht gerade ein Atomkrieg oder Alien-Besuch stattfindet,
hat doch ein großer Teil der Bevölkerung einen redundanten
Kommunikationsweg, sodass die batteriegespeiste Versorgung
über das Telefonnetz an Bedeutung verloren hat.


Vielleicht ziehe ich meine Hardware auf die O2-Box um.
Dann entfällt eine DECT- und eine (bedarfsweise eingeschaltete) WLAN-
Station, ein zusätzlicher Router, sowie die FritzBox.
Mal sehen, was die von Alice verlassene Wunderwelt mir zukünftig bietet...


Gruß Christian

Jörg Tewes

unread,
May 21, 2016, 6:35:18 AM5/21/16
to
Christian Müller schrieb:

> Daher frage ich mich nun:
>
> Soll ich die O2-Box als "Durchreicher" betreiben - PPPoE mit pass
> through verwenden oder soll die O2-Box als Router dienen?

Wenn dir die O2 Box von den Funktionen her ausreichend ist würde ich
die Fritzbox aus Gründen der Stromersparnis rausnehmen.

> Der Splitter scheint die Datenrate nicht zu beeinflussen. Kann der
> im Signalweg verbleiben?

Da O2 von Telefonica versorgt wird und die imho kein Annex J anbieten
kannste den dazwischen lassen. Könnte u.U. bei Störungen mal Probleme
machen wenn O2 sich querstellt.


Bye Jörg

--
Aber Frauen sind ja nicht an der Kohle, sondern am Charakter des
Mannes interessiert. "Deshalb sieht man auch so viele achtzigjährige
Sozialhilfeempfänger mit hübschen jungen Frauen am Arm."
(Richard Fish, "Ally McBeal").

Christian Müller

unread,
May 21, 2016, 9:27:14 AM5/21/16
to
Jörg Tewes schrieb:

> Wenn dir die O2 Box von den Funktionen her ausreichend ist würde ich
> die Fritzbox aus Gründen der Stromersparnis rausnehmen.

Das muss ich herausfinden.
Als KO-Kriterium dürfte sich aber wohl herausstellen,
dass die Box kein VoIP kann.
Damit dürften meines Erkundungs-Ausflüge in die Box eher sparsam sein.


> Da O2 von Telefonica versorgt wird und die imho kein Annex J anbieten
> kannste den dazwischen lassen.

"Sieht" der Anbieter meinen Splitter?
OK, er kann darauf schließen, wenn er im Low-Band Anforderungen sendet,
auf die dann keinen Antworten kommen.



Gruß Christian

Bernd Lauert

unread,
May 21, 2016, 9:39:52 AM5/21/16
to
On Sat, 21 May 2016 12:35:18 +0200, Jörg Tewes wrote:

> Christian Müller schrieb:
>
>> Daher frage ich mich nun:
>>
>> Soll ich die O2-Box als "Durchreicher" betreiben - PPPoE mit pass
>> through verwenden oder soll die O2-Box als Router dienen?

Passthrough wird nur solange funktionieren, bis der Anschluß auf Telekom-
BNG umrangiert wurde.

>> Der Splitter scheint die Datenrate nicht zu beeinflussen. Kann der im
>> Signalweg verbleiben?
>
> Da O2 von Telefonica versorgt wird und die imho kein Annex J anbieten
> kannste den dazwischen lassen. Könnte u.U. bei Störungen mal Probleme
> machen wenn O2 sich querstellt.

Telefonica plant die eigene Festnetztechnik komplett abzubauen und will
alle Kunden auf Telekomtechnik umziehen. Da gibt es dann auch Annex-J und
maximal eine PPPoE-Session - die braucht die Box für sich selbst.

Jörg Tewes

unread,
May 21, 2016, 10:29:06 AM5/21/16
to
Christian Müller schrieb:
> Jörg Tewes schrieb:
>
>> Wenn dir die O2 Box von den Funktionen her ausreichend ist würde ich
>> die Fritzbox aus Gründen der Stromersparnis rausnehmen.
>
> Das muss ich herausfinden.
> Als KO-Kriterium dürfte sich aber wohl herausstellen,
> dass die Box kein VoIP kann.

O2 stellt dich auf NGN also VoIP um, und schickt dir eine O2 Box die
kein VoIP kann? Hattest du nicht geschrieben, das du die 6641 bekommen
hast? Die hat TAE und ISDN Anschlüsse.

>> Da O2 von Telefonica versorgt wird und die imho kein Annex J anbieten
>> kannste den dazwischen lassen.

> "Sieht" der Anbieter meinen Splitter?
> OK, er kann darauf schließen, wenn er im Low-Band Anforderungen sendet,
> auf die dann keinen Antworten kommen.

Neuere Splitter enthalten einen Prüfwiderstand. Kommt halt drauf an ob
deiner schon so einen hat. Könnte auch sein das die von O2 gelieferten
ihn schon immer enthielten. Darüber könnte man auch den Splitter fest
stellen.


Bye Jörg

--
"Life is life, whether it's wrapped in skin, scales, or feathers.
Now if you respected these beings instead of constantly trying to
murder them, you'd appreciate that!"
(Dr. Franklin (to his father), "GROPOS")

Andreas Bockelmann

unread,
May 21, 2016, 2:52:45 PM5/21/16
to
Jörg Tewes schrieb:
> Christian Müller schrieb:
>> Jörg Tewes schrieb:
>>
>>> Wenn dir die O2 Box von den Funktionen her ausreichend ist würde ich
>>> die Fritzbox aus Gründen der Stromersparnis rausnehmen.
>>
>> Das muss ich herausfinden.
>> Als KO-Kriterium dürfte sich aber wohl herausstellen,
>> dass die Box kein VoIP kann.
>
> O2 stellt dich auf NGN also VoIP um, und schickt dir eine O2 Box die
> kein VoIP kann? Hattest du nicht geschrieben, das du die 6641 bekommen
> hast? Die hat TAE und ISDN Anschlüsse.

Ich habe gerade mal bei O2 ins Handbuch der Box geschaut. Der
DSL-Eingang wird an die TAE angeschlossen, die Box hat TAE a/b und einen
S0-Port. Folglich ist es eine VoIP-Box.


--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
F/V +49-3221-1143516

Jörg Tewes

unread,
May 21, 2016, 3:59:10 PM5/21/16
to
Andreas Bockelmann schrieb:
Meine Rede.


Bye Jörg

--
"The past tempts us, the present confuses us, the future frightens
us, and our lives slip away, moment by moment, lost in that vast,
terrible in between."
(Centauri Emperor, "The Coming of Shadows")

Jörg Tewes

unread,
May 21, 2016, 6:35:28 PM5/21/16
to
Bernd Lauert schrub

> On Sat, 21 May 2016 12:35:18 +0200, Jörg Tewes wrote:

>> Christian Müller schrieb:
>>
>>> Daher frage ich mich nun:
>>>
>>> Soll ich die O2-Box als "Durchreicher" betreiben - PPPoE mit pass
>>> through verwenden oder soll die O2-Box als Router dienen?

> Passthrough wird nur solange funktionieren, bis der Anschluß auf
> Telekom- BNG umrangiert wurde.

>>> Der Splitter scheint die Datenrate nicht zu beeinflussen. Kann der
>>> im Signalweg verbleiben?
>>
>> Da O2 von Telefonica versorgt wird und die imho kein Annex J
>> anbieten kannste den dazwischen lassen. Könnte u.U. bei Störungen
>> mal Probleme machen wenn O2 sich querstellt.

> Telefonica plant die eigene Festnetztechnik komplett abzubauen und
> will alle Kunden auf Telekomtechnik umziehen.

Und dafür dann entsprechend bezahlen? Hmm, wieder ein Grund mehr von
Telefonica wegzubleiben.

Wo kann man dzu näheres rausfinden?


Bye Jörg

--
Wirtschaftswissenschaftler jagen keine Elefanten. Aber sie sind fest
davon überzeugt, daß die Elefanten sich selber stellen würden, wenn
man ihnen nur genug bezahlt.

Marc Haber

unread,
May 22, 2016, 3:07:57 AM5/22/16
to
Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com> wrote:
>Telefonica plant die eigene Festnetztechnik komplett abzubauen und will
>alle Kunden auf Telekomtechnik umziehen.

Da gibt es sicher eine Pressemitteilung dazu, oder?

Ich glaube nicht, dass sich Telefonica als einer der drei DSL-Provider
mit signifikant messbarer Verbreitung in der Fläche aus dem Amrkt
zurückzieht und das ganze Geschäft Vodafone und T überlässt. Wobei,
natürlich, mit Vectoring wird es eh bald nur noch T geben und
vielleicht Vodafone in homöopathischer Dosis.

Michael Landenberger

unread,
May 22, 2016, 3:08:06 AM5/22/16
to
"Jörg Tewes" schrieb am 21.05.2016 um 16:29:06:

> Christian Müller schrieb:

> O2 stellt dich auf NGN also VoIP um, und schickt dir eine O2 Box die
> kein VoIP kann? Hattest du nicht geschrieben, das du die 6641 bekommen
> hast? Die hat TAE und ISDN Anschlüsse.

Ihr habt beide recht ;-) Natürlich kann die Box VoIP. Allerdings unterstützt
sie nur diejenigen VoIP-Accounts, die zum Anschluss gehören, fremde Accounts
lassen sich nicht einrichten. Also braucht Christian noch einen anderen
VoIP-Client, wenn er zusätzlich zu O2-VoIP noch das von anderen Anbietern (z.
B. von GMX) nutzen möchte.

@Christian: die Fritzbox lässt sich weiterhin so verwenden, als sei sie an
einen konventionellen Festnetzanschluss angeschlossen, wenn man ihren
Amtsanschluss (TAE oder ISDN-S0 je nach gebuchter Anschlussart) mit den
entsprechenden Anschlüssen der O2-Box verbindet. Die O2-Box simuliert einen
konventionellen Festnetzanschluss, d. h. aus Sicht der Fritzbox verhält sie
sich wie eine TAE-Dose (analog) bzw. ein NTBA (ISDN). Ich würde die Fritzbox
außerdem weiterhin Router und Telefonanlage spielen lassen, denn die O2-Box
ist in ihren Möglichkeiten doch stark beschränkt.

Gruß

Michael

Bernd Lauert

unread,
May 22, 2016, 4:10:09 AM5/22/16
to
On Sun, 22 May 2016 09:07:57 +0200, Marc Haber wrote:

> Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com> wrote:
>>Telefonica plant die eigene Festnetztechnik komplett abzubauen und will
>>alle Kunden auf Telekomtechnik umziehen.
>
> Da gibt es sicher eine Pressemitteilung dazu, oder?

Von Telefonica-Wiederverkäufern wie Easybell gibt es dazu klare Ansagen.

> Ich glaube nicht, dass sich Telefonica als einer der drei DSL-Provider
> mit signifikant messbarer Verbreitung in der Fläche aus dem Amrkt
> zurückzieht und das ganze Geschäft Vodafone und T überlässt. Wobei,
> natürlich, mit Vectoring wird es eh bald nur noch T geben und vielleicht
> Vodafone in homöopathischer Dosis.

Und genau das ist der Grund, warum Telefonica künftig nur noch
Vorleistungen der Telekom nutzt. Mitsamt Drossel, da die Telekom diese
Vorleistungen natürlich nach Datenverkehr berechnet. Das ist übrigens auch
der Grund, warum die Flatrate mittelfristig mal wieder aus Deutschland
verschwinden wird.

Christian Müller

unread,
May 22, 2016, 11:33:01 PM5/22/16
to
Jörg Tewes schrieb:


> O2 stellt dich auf NGN also VoIP um, und schickt dir eine O2 Box die
> kein VoIP kann?

Gedankenfehler. Sie kann außer dem vom Anbieter vorgegebenen VoIP
kein kundenkonfigurierbares.


> Hattest du nicht geschrieben, das du die 6641 bekommen hast?
> Die hat TAE und ISDN Anschlüsse.

Sie hat sogar Klemmen für ISDN.
Die Box scheint von der Hardware nicht auf kleinstem Neveau konstruiert
worden zu sein. Mir scheint, dass da unter der Haube mehr steckt, als
die Box nach außen zeigen darf.


> Neuere Splitter enthalten einen Prüfwiderstand. Kommt halt drauf an ob
> deiner schon so einen hat. Könnte auch sein das die von O2 gelieferten
> ihn schon immer enthielten.

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es kann sein, dass NTBA und Splitter
nicht die Teile sind, die mir der Anbieter gesendet hat.
Das werde ich sehen, wenn ich aus dem Keller den Karton mit der
Alice-Hardware (bin schon länger Kunde) zurücksende.
Ob O2 damit was anfangen kann?
Nungut, der Alice-Vertrag liegt mir noch vor. Darauf beziehe ich mich
dann bei der Rücksendung.


Gruß Christian

Christian Müller

unread,
May 22, 2016, 11:48:16 PM5/22/16
to
Michael Landenberger schrieb:

> @Christian: die Fritzbox lässt sich weiterhin so verwenden, als sei sie an
> einen konventionellen Festnetzanschluss angeschlossen, wenn man ihren
> Amtsanschluss (TAE oder ISDN-S0 je nach gebuchter Anschlussart) mit den
> entsprechenden Anschlüssen der O2-Box verbindet.

Mit einer Einschränkung, die mich aber nicht stört:
Ich habe nicht hinbekommen, die abgehende MSN wählen zu können.
Das ging vorher mit *11x#.
Aber das stört nur minimal.


Gruß Christian

Jörg Tewes

unread,
May 23, 2016, 5:46:55 AM5/23/16
to
Christian Müller schrieb:
> Jörg Tewes schrieb:
>
>
>> O2 stellt dich auf NGN also VoIP um, und schickt dir eine O2 Box die
>> kein VoIP kann?
>
> Gedankenfehler. Sie kann außer dem vom Anbieter vorgegebenen VoIP
> kein kundenkonfigurierbares.

Achso, dann stimmt Michaels Vermutung ja.

>> Neuere Splitter enthalten einen Prüfwiderstand. Kommt halt drauf an ob
>> deiner schon so einen hat. Könnte auch sein das die von O2 gelieferten
>> ihn schon immer enthielten.
>
> Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es kann sein, dass NTBA und Splitter
> nicht die Teile sind, die mir der Anbieter gesendet hat.

Splitter und NTBA bekommst du vom Provider da liegst du richtig.


Bye Jörg

--
"Cannot run out of time. There is infinite time ... You are finite.
Zathras is finite ... This ... is wrong tool."
(Zathras in "War without End")

Jens Bock

unread,
May 24, 2016, 6:52:46 AM5/24/16
to
Christian Müller <spamal...@yahoo.de> wrote:
>
> Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es kann sein, dass NTBA und Splitter
> nicht die Teile sind, die mir der Anbieter gesendet hat.
> Das werde ich sehen, wenn ich aus dem Keller den Karton mit der
> Alice-Hardware (bin schon länger Kunde) zurücksende.
> Ob O2 damit was anfangen kann?
> Nungut, der Alice-Vertrag liegt mir noch vor. Darauf beziehe ich mich
> dann bei der Rücksendung.

Du kannst dir einen aktuellen DHL-Retourenschein zum Selbstausdrucken
erstellen:
<https://dsl.o2online.de/selfcare/content/segment/kundencenter/beratungservice/ruecksendung>

Der Elektroschrott geht dann an KOMSA [09228 Chemnitz] und nicht mehr
wie früher nach Hamburg.
Der Verteil aus meiner Sicht besteht darin, dass dann o2-Kundennummer
und Absender elektronisch erfasst sind. (Bei den alten Rücksendescheinen
sollte man diese Daten handschriftlich eintragen.)

Gruß,
Jens

Jens Bock

unread,
May 24, 2016, 8:48:51 AM5/24/16
to
Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com> wrote:
>
> On Sun, 22 May 2016 09:07:57 +0200, Marc Haber wrote:
>
> > Bernd Lauert <m8r-9...@mailinator.com> wrote:
> >>Telefonica plant die eigene Festnetztechnik komplett abzubauen und will
> >>alle Kunden auf Telekomtechnik umziehen.
> >
> > Da gibt es sicher eine Pressemitteilung dazu, oder?

http://www.telekom.com/medien/konzern/185212

"Mit dieser Kooperation kann Telefónica den Übergang von der eigenen
ADSL-Infrastruktur hin zu einer zukunftsfähigen NGA-Plattform umsetzen.
Telefónica will dafür VDSL- und Vectoring-Vorleistungsprodukte der
Telekom nutzen. Der Prozess soll schrittweise erfolgen und 2019
abgeschlossen sein."

> Von Telefonica-Wiederverkäufern wie Easybell gibt es dazu klare Ansagen.

Genau deshalb migriert easybell zur Zeit ihre ADSL-Kunden von Telefonica
zu QSC:
http://www.teltarif.de/easybell-dsl-wechsel-qsc-telefonica/news/62660.html


Gruß,
Jens


Christian Müller

unread,
May 25, 2016, 12:37:42 PM5/25/16
to
Jens Bock schrieb:

> Du kannst dir einen aktuellen DHL-Retourenschein zum Selbstausdrucken
> erstellen:

Danke für die Info.


Gruß Christian

Lutz Pogrell

unread,
May 31, 2016, 2:25:50 PM5/31/16
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> writes:
>
[...]
> Da gibt es sicher eine Pressemitteilung dazu, oder?
>
> Ich glaube nicht, dass sich Telefonica als einer der drei DSL-Provider
> mit signifikant messbarer Verbreitung in der Fläche aus dem Amrkt
> zurückzieht und das ganze Geschäft Vodafone und T überlässt. Wobei,
> natürlich, mit Vectoring wird es eh bald nur noch T geben und
> vielleicht Vodafone in homöopathischer Dosis.
>

Warum glaubts du dass? Ich dachte gerade in kleinen und mittleren
Staedten kommen Stadtwerke oder lokale Energieversorger mit eigener
Infrastruktur? Z.B. in meiner Heimatstadt:

http://www.netkom.de/privatkunden/thueringendsl/

Ich hatte den Eindruck, die bauen Outdoor-DSLAMs auf.

> Grüße
> Marc

Nein ich habe sonst nichts mit denen zu schaffen, auch nicht als Kunde.

Lutz

Nomen Nescio

unread,
Jun 1, 2016, 5:23:00 AM6/1/16
to
Lutz Pogrell <lutzp...@spreefolk.in-berlin.de> wrote:

> Warum glaubts du dass? Ich dachte gerade in kleinen und mittleren
> Staedten kommen Stadtwerke oder lokale Energieversorger mit eigener
> Infrastruktur? Z.B. in meiner Heimatstadt:
>
> http://www.netkom.de/privatkunden/thueringendsl/

Mit vergleichsweise hohen Preisen, Einrichtungsgebühr und Routermiete.
Noch dazu mit Beauftragung per Post.

Das ist kein Billig-DSL.

Thomas Einzel

unread,
Jun 1, 2016, 5:53:39 AM6/1/16
to
Am 01.06.2016 um 11:09 schrieb Nomen Nescio:
> Lutz Pogrell <lutzp...@spreefolk.in-berlin.de> wrote:
>
>> Warum glaubts du dass? Ich dachte gerade in kleinen und mittleren
>> Staedten kommen Stadtwerke oder lokale Energieversorger mit eigener
>> Infrastruktur? Z.B. in meiner Heimatstadt:
>>
>> http://www.netkom.de/privatkunden/thueringendsl/
>
> Mit vergleichsweise hohen Preisen, EinrichtungsgebÃŒhr und Routermiete.
> Noch dazu mit Beauftragung per Post.
>
> Das ist kein Billig-DSL.

Ich finde deren (wirklichen) Preis von knapp 30€ für DSL 25/5 Mbit/s
nicht ungünstig, ohne VoIP 2€ weniger. Und einen Router muss man lt.
Internetseite weder kaufen noch mieten - vorhandene Technik oder ein
anderes Angebot sind offenbar möglich.
Muss es denn immer nur immer das Billigste sein? Es mag doch auch keiner
für den niedrigsten Lohn die beste Arbeit leisten?

--
Thomas

Bernd Lauert

unread,
Jun 1, 2016, 9:10:01 AM6/1/16
to
On Wed, 01 Jun 2016 11:53:48 +0200, Thomas Einzel wrote:

> Ich finde deren (wirklichen) Preis von knapp 30€ für DSL 25/5 Mbit/s
> nicht ungünstig, ohne VoIP 2€ weniger. Und einen Router muss man lt.
> Internetseite weder kaufen noch mieten - vorhandene Technik oder ein
> anderes Angebot sind offenbar möglich.

Depends. In Osten Europas sind bis zu 100 MBit für 5 € im Monat üblich.
Solches DSL gilt außerhalb Deutschland nämlich mittlerweile nicht mehr als
"Breitband".

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 1, 2016, 12:20:08 PM6/1/16
to
Bernd Lauert schrieb:

> Depends. In Osten Europas sind bis zu 100 MBit für 5 € im Monat üblich.

Wo genau ist denn dieser "Osten Europas"?
Ich kenne etliche Gegenden in den Gegenden, welche ich (und etliche
andere...) als "Osten Europas" ansehen, wo es bisher allenfalls analoge
Modems als Internetzugang gibt - es sei denn, der Strom ist gerade mal
wieder weg.

> Solches DSL gilt außerhalb Deutschland nämlich mittlerweile nicht mehr als
> "Breitband".

Aha

MfG
Rupert

Michael Landenberger

unread,
Jun 1, 2016, 1:42:01 PM6/1/16
to
"Rupert Haselbeck" schrieb am 01.06.2016 um 18:20:04:

> Bernd Lauert schrieb:
>
>> Depends. In Osten Europas sind bis zu 100 MBit für 5 € im Monat üblich.

> Wo genau ist denn dieser "Osten Europas"?
Östlich von hier ;-)
<http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article109902640/Deutschland-beim-Turbo-Internet-hinter-Rumaenien.html>
In Litauen gibt es europaweit mit Abstand die meisten Glasfaseranschlüsse,
gefolgt von Norwegen und Schweden. Ok, letztere gehören nicht zu Osteuropa,
aber auf den Plätzen 4-9 finden sich wieder osteuropäische Staaten von
Bulgarien über Slowenien, Lettland und Russland bis zur Slowakei und Estland.
Die Ukraine liegt immerhin auf Platz 13. Deutschland findet sich dagegen noch
hinter Rumänien.

Was die Anschlüsse allerdings kosten, kann ich nicht sagen. 100 MBit/s für 5
Euro glaube ich jedenfalls erstmal nicht. Auch in Osteuropa kostet
Infrastruktur Geld.

> Ich kenne etliche Gegenden in den Gegenden, welche ich (und etliche
> andere...) als "Osten Europas" ansehen, wo es bisher allenfalls analoge
> Modems als Internetzugang gibt - es sei denn, der Strom ist gerade mal
> wieder weg.

Vielleicht solltest du dein Bild von Osteuropa mal revidieren. Hint: der
eiserne Vorhang ist seit einiger Zeit weg. Aber vielleicht meinst du ja
Weißrussland oder Polen: diese Länder tauchen auf obiger Liste auch nicht auf.
Also genau wie Deutschland, wobei hier aber der Strom eher selten ausfällt und
man Orte, an man nicht anders als per Analogmodem ins Internet kommt, auch mit
der Lupe suchen muss. Vielleicht ist das ja in Weißrussland und Polen auch so.
BTW: auf Analogmodems dürfte hierzulande niemand mehr angewiesen sein, denn
ISDN gibt's (auf Wunsch) überall. Zwar nicht (mehr) überall als
konventioneller Anschluss, aber wo der Anschluss als All-IP-Anschluss
realisiert und kein echtes ISDN mehr angeboten wird, muss zwangsläufig auch
DSL verfügbar sein. Das würde das Analogmodem dann erst recht überflüssig
machen.

Gruß

Michael

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 1, 2016, 3:00:08 PM6/1/16
to
Michael Landenberger schrieb:

> "Rupert Haselbeck" schrieb am 01.06.2016 um 18:20:04:
>> Bernd Lauert schrieb:
>>> Depends. In Osten Europas sind bis zu 100 MBit für 5 € im Monat üblich.
>
>> Wo genau ist denn dieser "Osten Europas"?
> Östlich von hier ;-)
> <http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article109902640/Deutschland-beim-Turbo-Internet-hinter-Rumaenien.html>
> In Litauen gibt es europaweit mit Abstand die meisten Glasfaseranschlüsse,
> gefolgt von Norwegen und Schweden. Ok, letztere gehören nicht zu
> Osteuropa, aber auf den Plätzen 4-9 finden sich wieder osteuropäische
> Staaten von Bulgarien über Slowenien, Lettland und Russland bis zur
> Slowakei und Estland. Die Ukraine liegt immerhin auf Platz 13. Deutschland
> findet sich dagegen noch hinter Rumänien.

Wie so viele andere verwechselst du Osteuropa mit den großen Städten bzw.
Ballungszentren Osteuropas. Allerdings bestehen auch die Länder Osteuropas
nicht lediglich aus Städten, sogar deutlich weniger noch als Deutschland.

> Was die Anschlüsse allerdings kosten, kann ich nicht sagen. 100 MBit/s für
> 5 Euro glaube ich jedenfalls erstmal nicht. Auch in Osteuropa kostet
> Infrastruktur Geld.

Ja, auch insoweit kann man ihn natürlich nicht ernst nehmen. Aber das ist
wohl recht häufig so bei seinen Behauptungen...

>> Ich kenne etliche Gegenden in den Gegenden, welche ich (und etliche
>> andere...) als "Osten Europas" ansehen, wo es bisher allenfalls analoge
>> Modems als Internetzugang gibt - es sei denn, der Strom ist gerade mal
>> wieder weg.
>
> Vielleicht solltest du dein Bild von Osteuropa mal revidieren.

Vielleicht solltest du einfach mal hinfahren! Selber! Es gibt dort viele
wunderschöne Gegenden. Mit vielen netten Menschen. Allerdings auch vielfach
ohne erstklassige Hotels für verwöhnte West-Journalisten -Touristen und halt
auch ohne Industrie und ohne bemerkenswertes Gewerbe. Denn diese Dinge sind
vorzugsweise in den Ballungszentren entstanden.
Und dort, in den Ballungszentren, gibts natürlich auch schnelle
Netzanbindungen (natürlich aber nicht für 5 Euro)

MfG
Rupert

Michael Landenberger

unread,
Jun 1, 2016, 5:31:11 PM6/1/16
to
"Rupert Haselbeck" schrieb am 01.06.2016 um 21:00:04:

> Wie so viele andere verwechselst du Osteuropa mit den großen Städten bzw.
> Ballungszentren Osteuropas. Allerdings bestehen auch die Länder Osteuropas
> nicht lediglich aus Städten, sogar deutlich weniger noch als Deutschland.

In Litauen sind 30% aller Breitbandanschlüsse Glasfaseranschlüsse. Das sind
fast ein Drittel. Glaubst du wirklich, dass es die nur in Ballungszentren
gibt? Das würde ja bedeuten, dass 30% aller Litauer in Ballungszentren leben.

Osteuropa ist längst nicht mehr so unterentwickelt wie von 25 Jahren. Die
haben gewaltig aufgeholt. Oft hatten sie es dabei sogar leichter, denn die
vorhandene Infrastruktur war so marode, dass man sie gleich komplett durch
etwas Modernes ersetzt hat. Hierzulande versucht man dagegen, über die über
150 Jahre alte und ursprünglich für Frequenzen bis 3000 Hertz entwickelte
Kupferdoppelader noch Breitband-Internet zu prügeln. Und der rosa Riese spielt
dabei den Vorreiter. Was für ein Schwachsinn.

Gruß

Michael

Andreas Wenzel

unread,
Jun 1, 2016, 6:17:17 PM6/1/16
to
Am 01.06.2016 um 23:33 schrieb Michael Landenberger:

> In Litauen sind 30% aller Breitbandanschlüsse Glasfaseranschlüsse. Das sind
> fast ein Drittel. Glaubst du wirklich, dass es die nur in Ballungszentren
> gibt? Das würde ja bedeuten, dass 30% aller Litauer in Ballungszentren leben.

38% der Litauer wohnen schonmal in Vilnius, Kauna und Klaipeda.

Matthias Taube

unread,
Jun 2, 2016, 4:42:29 AM6/2/16
to
Am 02.06.2016 um 00:17 schrieb Andreas Wenzel:

>> fast ein Drittel. Glaubst du wirklich, dass es die nur in Ballungszentren
>> gibt? Das würde ja bedeuten, dass 30% aller Litauer in Ballungszentren
>> leben.
>
> 38% der Litauer wohnen schonmal in Vilnius, Kauna und Klaipeda.

Und in dem ebenfalls schon genannten Estland leben 32% der Einwohner in
der Hauptstadt Tallinn.

Diese Vergleiche sind deshalb sehr mit Vorsicht zu genießen.


Rupert Haselbeck

unread,
Jun 2, 2016, 4:40:09 PM6/2/16
to
Michael Landenberger schrieb:

> "Rupert Haselbeck" schrieb am 01.06.2016 um 21:00:04:
>> Wie so viele andere verwechselst du Osteuropa mit den großen Städten bzw.
>> Ballungszentren Osteuropas. Allerdings bestehen auch die Länder
>> Osteuropas nicht lediglich aus Städten, sogar deutlich weniger noch als
>> Deutschland.
>
> In Litauen sind 30% aller Breitbandanschlüsse Glasfaseranschlüsse. Das
> sind fast ein Drittel. Glaubst du wirklich, dass es die nur in
> Ballungszentren gibt?

Die Kosten sind dort ebenso zu kalkulieren wie in anderen Ländern. Die
Unternehmen investieren daher mit Vorliebe in den Ballungszentren.
Das ist hierzulande zwar etwas anders, aber halt nur aufgrund gesetzlicher
REgelungen und vor allem auch wegen des vorhandenen (Cu)Netzes

> Das würde ja bedeuten, dass 30% aller Litauer in
> Ballungszentren leben.

Nein, es sind deutlich mehr

> Osteuropa ist längst nicht mehr so unterentwickelt wie von 25 Jahren. Die
> haben gewaltig aufgeholt. Oft hatten sie es dabei sogar leichter, denn die
> vorhandene Infrastruktur war so marode, dass man sie gleich komplett durch
> etwas Modernes ersetzt hat. Hierzulande versucht man dagegen, über die
> über 150 Jahre alte und ursprünglich für Frequenzen bis 3000 Hertz
> entwickelte Kupferdoppelader noch Breitband-Internet zu prügeln. Und der
> rosa Riese spielt dabei den Vorreiter. Was für ein Schwachsinn.

Allzuviel Arroganz spricht nicht für überragende Kompetenz. Und natürlich
muß nicht alles, was man nicht versteht, deshalb Schwachsinn sein.
Manchmal würde es helfen, zumindest zu versuchen, die Gründe der
Entscheidungen anderer Leute verstehen zu wollen.
Natürlich wäre es sehr nett, wenn irgendwer (am besten wohl die Telekom?) in
den nächsten drei (oder fünf? oder zehn?) Jahren ein flächendeckendes
Glasfasernetz aufbauen könnte, damit der gute Bernd seine 100MBit/s für 5 €
pro Monat erhalten kann. Anesichts des bereits vorhandenen Bestandes, seien
es Leitungen auf TAL-Basis, seien es Breitbandkabel, Glasfaser oder was auch
immer, wird das aber niemand finanzieren wollen. Die meisten Leute
hierzulande sind auf absehbare Zeit mit den vorhandenen Anschlüssen
zufrieden und wollen für schnellere Anschlüsse nicht mehr bezahlen, wie der
Nutzungsgrad der in den letzten Jahren gebauten Glasfasernetze deutlich
zeigt. Ohne Kundeninteresse wird es aber auch kein Anbieterinteresse geben
können

MfG
Rupert

Christian Müller

unread,
Jun 3, 2016, 12:05:49 AM6/3/16
to
Rupert Haselbeck schrieb:

> Natürlich wäre es sehr nett, wenn irgendwer (am besten wohl die Telekom?) in
> den nächsten drei (oder fünf? oder zehn?) Jahren ein flächendeckendes
> Glasfasernetz aufbauen könnte, damit der gute Bernd seine 100MBit/s für 5 €
> pro Monat erhalten kann. Anesichts des bereits vorhandenen Bestandes, seien
> es Leitungen auf TAL-Basis, seien es Breitbandkabel, Glasfaser oder was auch
> immer, wird das aber niemand finanzieren wollen. Die meisten Leute
> hierzulande sind auf absehbare Zeit mit den vorhandenen Anschlüssen
> zufrieden und wollen für schnellere Anschlüsse nicht mehr bezahlen,

Zu diesen Leute gehöre ich.
Ich habe Versatel-2000 gehabt und war zufrieden.
Nach einem Umzug hatte ich Alice-16000, was ich registrierte, aber nicht
wirklich ausnutzte. OK - Updates, Downloads und die Mediathek gingen
nun schneller, aber das nutze ich selten.

Als aus Alice O2 wurde, wurde irgendwann später die Leitung auf unter
6000 gedrosselt. Gemerkt habe ich das zwar, aber nur, weil ich einen
Netzwerkmonitor ständig mitlaufen lasse. Da fiel mir auf, dass die Ausschläge
nicht mehr die Skala ausfüllten. Am Surfverhalten ist mir nichts aufgefallen.
Selbst wenn meine Fritzbox Bandbreite für ein aktuell laufendes VoIPfonat
reserviert, ändert sich allenfalls messtechnisch was am Seitenaufbau.

Mir wäre eine kleinere Lei(s)tung für weniger Geld lieber.
Der Trend geht aber wohl dahin, die beim Anbieter sinkenden Kosten
nicht an den Kunden weiterzugeben, sondern ein bestehendes Angebot
mit Mehrwerten aufzubessern und dabei den Preis bestehen zu lassen.


Gruß Christian

Michael Landenberger

unread,
Jun 3, 2016, 2:33:57 AM6/3/16
to
"Rupert Haselbeck" schrieb am 02.06.2016 um 22:40:08:

> Natürlich wäre es sehr nett, wenn irgendwer (am besten wohl die Telekom?) in
> den nächsten drei (oder fünf? oder zehn?) Jahren ein flächendeckendes
> Glasfasernetz aufbauen könnte, damit der gute Bernd seine 100MBit/s für 5 €
> pro Monat erhalten kann. Anesichts des bereits vorhandenen Bestandes, seien
> es Leitungen auf TAL-Basis, seien es Breitbandkabel, Glasfaser oder was auch
> immer, wird das aber niemand finanzieren wollen.

Was du (und die Telekom) nicht einsehen wollen: das Glasfasernetz *muss*
finanziert werden, in jedem Fall. Und es hat Vorteile, damit *sofort*
anzufangen und nicht erst in 10 oder 15 Jahren. Merke: VDSL-Vectoring-Ausbau
jetzt *plus* Glasfaser-Ausbau später (unvermeidlich!) ist deutlich teurer als
Glasfaser-Ausbau alleine.

> Die meisten Leute
> hierzulande sind auf absehbare Zeit mit den vorhandenen Anschlüssen
> zufrieden und wollen für schnellere Anschlüsse nicht mehr bezahlen,

Bei vielen Investitionen dauert es *sehr* lange, bis sie sich rechnen. Wenn
sie aber anfangen, sich zu rechnen, reiben sich diejenigen die Hände, die
diese Investitionen bereits getätigt haben. Die, die nicht (oder noch
schlimmer: in die falsche Technik) investiert haben, schauen dann erstmal in
die Röhre.

Gruß

Michael

Michael Landenberger

unread,
Jun 3, 2016, 2:56:12 AM6/3/16
to
Ok, dann drücken wir's mal anders aus: wieviel % der Internetanschlüsse in der
deutschen Hauptstadt Berlin oder anderen deutschen Großstädten sind FTTB- oder
FTTH-Anschlüsse? Ich habe auf die Schnelle keine Zahlen gefunden, vermute
aber, der Anteil ist in Berlin drastisch geringer als in Vilnius oder Tallinn.
Apropos Berlin: u. a. in der Berliner Gropiusstadt (einem sozialen Brennpunkt
übrigens mit relativ geringem Durchschnittseinkommen) wurde bereits vor 4
Jahren mit einem Ausbau mit 100-Mbit/s-Glasfaseranschlüssen begonnen:
<http://www.teltarif.de/gropiusstadt-glasfaser-projekt-start/news/48792.html>
Allerdings nicht von der Telekom, die hat mal wieder gepennt (obwohl sie den
Ausbau dank bereits vorhandener Leerrohre möglicherweise am schnellsten und
preiswertesten hinbekommen hätte). Anbieter sind stattdessen QSC, Ericsson,
Vattenfall und die Wohnungsbaugesellschaft DeGeWo. Was glaubst du, wieviele
Bewohner, bei denen ein solcher Anschluss verfügbar ist, noch Telekom-Kunden
sind? Ich denke, es sind nicht viele. An den Glasfaser-Nutzern verdient die
Telekom jedenfalls keinen Cent mehr, noch nicht einmal TAL-Miete können sie
von denen kassieren.

Auch an anderer Stelle in Berlin hat sich die Telekom blamiert: hier wurde
damit begonnen, freies WLAN für alle anzubieten. Allerdings sind die
Zugangspunkte über Telekom VDSL oder gar nur DSL angebunden, was besonders an
gut frequentierten Orten wie z. B. dem Brandenburger Tor dazu führt, dass die
Anbindung in die Knie geht und das WLAN sehr langsam oder gar nicht mehr
benutzbar wird. Am Brandenburger Tor gibt es aber auch einen Hotspot, der von
Vodafone betrieben wird und der mit 1 GBit/s-Glasfaser angebunden ist. Mit dem
gibt es keine Probleme. Guckstu
<http://www.teltarif.de/wlan-hotspot-free-wifi-berlin-technik/news/64133.html>
und
<http://www.teltarif.de/gigabit-hotspot-vodafone-berlin-technik/news/63429.html>.

Gruß

Michael

Bernd Lauert

unread,
Jun 3, 2016, 3:02:01 AM6/3/16
to
On Fri, 03 Jun 2016 08:58:58 +0200, Michael Landenberger wrote:

> "Matthias Taube" schrieb am 02.06.2016 um 10:42:28:
>
>> Am 02.06.2016 um 00:17 schrieb Andreas Wenzel:
>
>>> 38% der Litauer wohnen schonmal in Vilnius, Kauna und Klaipeda.
>
>> Und in dem ebenfalls schon genannten Estland leben 32% der Einwohner in
>> der Hauptstadt Tallinn.
>>
>> Diese Vergleiche sind deshalb sehr mit Vorsicht zu genießen.
>
> Ok, dann drücken wir's mal anders aus: wieviel % der Internetanschlüsse
> in der deutschen Hauptstadt Berlin oder anderen deutschen Großstädten
> sind FTTB- oder FTTH-Anschlüsse?

Die FTTH-Gesamtpenetration in Deutschland liegt jedenfalls unter 1 %.

Jens Bock

unread,
Jun 3, 2016, 10:14:40 AM6/3/16
to
Christian Müller <spamal...@yahoo.de> wrote:
>
> Als aus Alice O2 wurde, wurde irgendwann später die Leitung auf unter
> 6000 gedrosselt. Gemerkt habe ich das zwar, aber nur, weil ich einen
> Netzwerkmonitor ständig mitlaufen lasse. Da fiel mir auf, dass die Ausschläge
> nicht mehr die Skala ausfüllten. Am Surfverhalten ist mir nichts aufgefallen.

Wenn du dir den Internetanschluß mit einer Vierer-WG teilen würdest oder
mehrere Kinder im Teenie-Alter hättest, würdest du den Unterscheid
wahrscheinlich schon merken. ;-)

Gruß,
Jens

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 3, 2016, 11:20:08 AM6/3/16
to
Michael Landenberger schrieb:

> Was du (und die Telekom) nicht einsehen wollen: das Glasfasernetz *muss*
> finanziert werden, in jedem Fall.

Wenn man es denn haben will, dann wird es finanziert werden müssen. Sonst
nicht

> Und es hat Vorteile, damit *sofort*
> anzufangen und nicht erst in 10 oder 15 Jahren. Merke:
> VDSL-Vectoring-Ausbau jetzt *plus* Glasfaser-Ausbau später
> (unvermeidlich!) ist deutlich teurer als Glasfaser-Ausbau alleine.

Die Situation ist hierzulande eine deutlich andere als in weiten Teilen "des
Ostens". Hier existieren bereits durchaus leistungsfähige Anschlüsse und
Leitungen, welche die Bedürfnisse offenbar bereits weitgehend abdecken, wie
eben der Umstand zeigt, dass höhere Bandbreite häufig nur dann noch zu
verkaufen ist, wenn sie zum selben Preis zu haben sind, wie die bereits
vorhandene. Offensichtlich decken die vorhandenen und etablierten
Technologien auf der Grundlage der bereits vorhandenen Netze (viel TAL, ein
wenig Breitband-Kabel, etwas Glas, etwas Funk) die Wünsche der Kunden. Eine
zunehmende Anzahl von Kunden will überhaupt keinen Festnetzanschluss mehr,
also auch keine Glasfaser, weil die Mobilanbindung des Smartphones alle
Wünsche bereits erfüllt.
In dieser Lage wird kein vernünftiger Mensch einen Milliardenbetrag für
Investitionen einplanen

>> Die meisten Leute
>> hierzulande sind auf absehbare Zeit mit den vorhandenen Anschlüssen
>> zufrieden und wollen für schnellere Anschlüsse nicht mehr bezahlen,
>
> Bei vielen Investitionen dauert es *sehr* lange, bis sie sich rechnen.

Richtig

> Wenn sie aber anfangen, sich zu rechnen, reiben sich diejenigen die Hände,
> die diese Investitionen bereits getätigt haben. Die, die nicht (oder noch
> schlimmer: in die falsche Technik) investiert haben, schauen dann erstmal
> in die Röhre.

Richtig. Aber derlei Gemeinplätze treffen die Situation hier nicht. Es
bringt nicht wirklich viel, zu investieren, wenn man keinerlei begründete
Aussicht hat, dass die Investition in absehbarer Zeit - jedenfalls binnen
einer einstelligen Zahl von Jahrzehnten - auch nur ihre Kosten wieder
einbringt. Von den Wunschträumen einiger Nerds kann man nichts finanzieren.
Und nur, damit wir uns nicht missverstehen: Ich würde ja auch gerne einen
Glasfaseranschluss haben, wäre aber durchaus auch froh, wenn ich irgendwann
an etwas VDSL-gleiches kommen könnte. Andererseits schränken mich die
derzeit vorhandenen 6/2 MBit/s auch nicht wirklich ein. Und etwa 98% der
Zeit idlet auch dieser Anschluss vor sich hin. Warum sollte ich 200 Euro pro
Monat (nur mal so als Hausnummer) in die Hand nehmen, um Glas zu bekommen?

MfG
Rupert

Jörg Tewes

unread,
Jun 3, 2016, 6:22:19 PM6/3/16
to
Jens Bock schrieb:
Im Usenet sind entweder Singles die nur Textwebsites angucken/Filme
nur gucken wenn sie das Prädikat "besonders Wertvoll" haben, oder
Familienväter die nicht mehr brauchen, weil sie ihren Nachwuchs so
erzogen haben das sie auch nur obiges machen. Den Durchschnitt der
Gesellschaft findet man im Usenet eher selten.


Bye Jörg

--
"We have treaties."
"Ink on a page."
(Londo and Refa, "The Long, Twilight Struggle")

Jörg Tewes

unread,
Jun 3, 2016, 6:30:50 PM6/3/16
to
Michael Landenberger schrieb:
> "Matthias Taube" schrieb am 02.06.2016 um 10:42:28:
>
>> Am 02.06.2016 um 00:17 schrieb Andreas Wenzel:
>
>>> 38% der Litauer wohnen schonmal in Vilnius, Kauna und Klaipeda.
>
>> Und in dem ebenfalls schon genannten Estland leben 32% der Einwohner in der
>> Hauptstadt Tallinn.
>>
>> Diese Vergleiche sind deshalb sehr mit Vorsicht zu genießen.
>
> Ok, dann drücken wir's mal anders aus: wieviel % der Internetanschlüsse in der
> deutschen Hauptstadt Berlin oder anderen deutschen Großstädten sind FTTB- oder
> FTTH-Anschlüsse?

Die Telekom hat vor ca. einem Jahr, eigenen Angaben zufolge, insgesamt
500.000 Haushalte mit FTTH angeschlossen. Zahlende Kunden wären es
aber deutlich weniger.

Hier eine Aussage aus 2014

[Zitat]
Im Februar 2014 berichtete der Ausrüsterverband FTTH Council Europe,
dass von den 275.000 Haushalten in Deutschland, die über
Glasfaseranschlüsse verfügten, nur 18.000 tatsächlich von der Telekom
versorgt würden. Das ging aus einer Studie hervor. Viel mehr
Glasfaserkunden hatten danach M-Net in München mit 90.000 und
Netcologne in Köln mit 88.000. Wilhelm.Tel aus Norderstedt hat 45.000
Glasfaserkunden.
[/Zitat]


Bye Jörg

--
"Mollari, what did he say...really."
"He said...that we are both damned."
"Well, it's a small enough price to pay for immortality."
(Refa and Londo, "The Coming of Shadows")

Rupert Haselbeck

unread,
Jun 3, 2016, 6:50:09 PM6/3/16
to
Jörg Tewes schrieb:

> Im Februar 2014 berichtete der Ausrüsterverband FTTH Council Europe,
> dass von den 275.000 Haushalten in Deutschland, die über
> Glasfaseranschlüsse verfügten, nur 18.000 tatsächlich von der Telekom
> versorgt würden. Das ging aus einer Studie hervor. Viel mehr
> Glasfaserkunden hatten danach M-Net in München mit 90.000 und
> Netcologne in Köln mit 88.000. Wilhelm.Tel aus Norderstedt hat 45.000
> Glasfaserkunden.
> [/Zitat]

In München kann man ja auch einen Glasfaseranschluß im Haus haben, aber
dennoch einen 16KBit/s Anschluß buchen, der dann ebensoviel kostet wie ein
kupferbasierter DSL-Anschluss.
Für die Statistik ist das aber natürlich ein Glasfaseranschluss - immerhin
könnte man damit auch 100MBit/s haben, wenn man denn wollte

MfG
Rupert

Michael Landenberger

unread,
Jun 3, 2016, 7:25:16 PM6/3/16
to
"Jörg Tewes" schrieb am 04.06.2016 um 00:30:49:

> Die Telekom hat vor ca. einem Jahr, eigenen Angaben zufolge, insgesamt
> 500.000 Haushalte mit FTTH angeschlossen. Zahlende Kunden wären es
> aber deutlich weniger.

500.000 Haushalte sind ca. 28% der knapp 1,8 Mio. Haushalte, die es in Berlin
gibt (Quelle:
https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/basiszeitreihegrafik/bas-zensus-haushalte.asp>).
Damit läge Berlin ungefähr auf Augenhöhe mit ganz (!) Lettland. Um den genauen
Anteil zu berechnen, müsste man aber wissen, wieviele dieser 500.000
Anschlüsse tatsächlich genutzt werden.

Gruß

Michael

Jörg Tewes

unread,
Jun 3, 2016, 7:36:43 PM6/3/16
to
Michael Landenberger schrieb:
> "Jörg Tewes" schrieb am 04.06.2016 um 00:30:49:
>
>> Die Telekom hat vor ca. einem Jahr, eigenen Angaben zufolge, insgesamt
>> 500.000 Haushalte mit FTTH angeschlossen. Zahlende Kunden wären es
>> aber deutlich weniger.
>
> 500.000 Haushalte sind ca. 28% der knapp 1,8 Mio. Haushalte, die es in Berlin
> gibt

Ja aber, zumindest 05/2015, waren es insgesamt nur 500.000 Haushalte.
Nicht 500.000 Haushalte in Berlin. Ich weiß nicht mal ob es in Berlin
überhaupt FTTH/FTTB Anschlüsse gibt, egal von welchem Anbieter.


Bye Jörg

--
Woran erkennen Sie, daß Sie ein Pechvogel sind?
Sie wollten noch mal schnell in den Fahrstuhl furzen und dann bleibt
er stecken!

hans-diet...@alice-dsl.de

unread,
Nov 17, 2017, 11:47:34 AM11/17/17
to
Am Freitag, 13. Mai 2016 11:56:38 UTC+2 schrieb Christian Müller:
> Hallo Group,
>
> nun hats mich auch erwischt - mein Anbieter will NGN.
> Dazu hat er mir die O2 homebox 6641 zugesendet.
> Damit am Umschalttag der Aufwand nicht so groß ist (die
> Box wird meiner bestehenden Verkabelung vorgeschaltet;
> ich sehe nicht ein, dass ich meine Installation auf die
> neue Box umziehe), will ich die Box vorab konfigurieren.
>
> Wenn ich die Box aufrufe, dann kommt allerdings eine
> Oberfläche, die durch die Installation der Box führen will.
> Der erste Schritt muss wohl sein, dass die Box über
> den DSL-Anschluss eine Verbindung zum Betreiber aufbauen will.
> Kennt einer die Box - kann ich das umgehen?
>
>
> Gruß Christian

Michael Landenberger

unread,
Dec 15, 2017, 3:22:18 PM12/15/17
to
Du musst nicht deinen ganzen Beitrag in den Betreff schreiben ;-)

Die Homebox wird auch nicht angeschlossen, sondern man muss sie selbst
anschließen. Im Auslieferungszustand ist sie so eingestellt, dass sie sich
nach dem Anschließen automatisch konfiguriert. U. U. muss man noch einen
Aktivierungscode eingeben. Wenn man genau nach Anleitung vorgeht, kann
eigentlich nichts schiefgehen.

Als erste Ursache dafür, dass du nicht mehr telefonieren kannst, vermute ich
den Umstand, dass dein Telefon nach wie vor an der Telefondose angeschlossen
ist. Da funktioniert es nach Umstellung auf Internet-Telefonie (genau die wird
bei dir in Kürze erfolgen oder muss bereits erfolgt sein, denn sonst hätte dir
O2 keine Homebox zugeschickt) nicht mehr. Stattdessen muss das Telefon nun an
der Homebox angeschlossen werden.

Die zweite Ursache könnte sein, dass dir O2 zwar die Homebox schon zugeschickt
hat, die Umstellung auf Internettelefonie aber noch nicht erfolgt ist und du
demnach immer noch einen konventionellen Telefonanschluss hast. In diesem Fall
muss das Telefon bis zur tatsächlichen Umstellung noch an der Telefondose
angeschlossen bleiben. Wenn du es zu früh an die Homebox anschließt,
funktioniert es natürlich auch nicht.

Die dritte mögliche Ursache könnte darin bestehen, dass die Homebox schlicht
defekt ist. In diesem Fall solltest du von O2 ein Ersatzgerät anfordern.

Gruß

Michael
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