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DSLAM, LineCard, Access Concentrator etc.

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Ronny Stepken

unread,
Jul 24, 2001, 9:49:33 PM7/24/01
to
Hallo,

da ich Probleme mit meinem ISP habe, von der Hotline aber immer nur der
Spruch 'alles o.k' kommt, obwohl ich mir sicher bin, daß das nicht stimmen
kann, hab ich mal versucht, mich über die DSL Technik in den VSt
schlauzumachen.
Ich bin immer wieder auf die Begriffe DSLAM, LineCard, Access Concentrator
gestoßen.

Meine Frage:
Welche Funktion erfüllen die oben genannten Geräte, und wie sind sie
untereinander vernetzt/verschaltet?
Welches dieser Geräte antwortet beim Pingen als erster Hop?

Für Aufklärung :) wäre ich dankbar.

CU Ron

--
For NSA, KGB and other buttfuckers:
Molotow - Cracks - C4 - anal - FBI - Microsoft - Area 51 - Lolita - RAF
waffenfähiges Plutonium - NSDAP - Lauschangriff - Marihuana - Hammerskins
Virus - Alien - Bush - Kiddieporn - TNT - Warez - Polizeifunk - Ed Fagan

Sebastian 'Wastl' Koopmann

unread,
Jul 25, 2001, 6:52:56 AM7/25/01
to
Hallo,

"Ronny Stepken" <ronny-...@nexgo.de> schrieb:

> Ich bin immer wieder auf die Begriffe DSLAM, LineCard, Access Concentrator
> gestoßen.
>
> Meine Frage:
> Welche Funktion erfüllen die oben genannten Geräte, und wie sind sie
> untereinander vernetzt/verschaltet?

Der DSLAM (Digital Subscriber Line Access Module) ist ein Rack in der
Vermittlungsstelle, welches die Linecards (= vermittlungsseitige Modems)
sowie einige zentrale Baugruppen (Multiplexer, Wandlung Elektrisch/Optisch,
...) beinhaltet.

Der Access Concentrator (AC) ist der nächst höhere Knoten, auf ihn sind
etliche DSLAMs geschaltet. Er multiplext also ebenfalls, nur auf höherer
Ebene. Er leitet auch die Verbindungsaufbauanforderungen der Kunden an den
entsprechenden Rechner des ISP weiter.

> Welches dieser Geräte antwortet beim Pingen als erster Hop?

Der AC.


mfg

Wastl

Martin Piayda

unread,
Jul 25, 2001, 8:16:56 AM7/25/01
to
"Hergen Lehmann" <hlehmann.ex...@snafu.de> wrote in message
news:9jlslr$ruq$1...@unlisys.unlisys.net...

> DSLAM=Digital subscriber line access multiplexer. Dieses Gerät bündelt
> eine größere Zahl von DSL-Anschlüssen auf eine gemeinsame Glasfaser-
> leitung zwecks Weitertransport zum AC.

"Bündeln" wäre parallel. Beim Multiplexer
werden jedoch alle Eingänge _nacheinander_
auf den Ausgang geschaltet -> Seriell.
Parallel würden diese kleinen 155er ATM-
Leitungen zum AC auch nicht verkraften.

Sonst keine Einwände ;-)

Martin


Stefan Fricke

unread,
Jul 29, 2001, 8:55:31 AM7/29/01
to
Hergen Lehmann wrote:

> ergänzend: RADIUS=Der Server für die Überprüfung der Anmeldedaten,
> fällt bei T-Offline auch gerne mal aus.

RADIUS-Server sind bei DSL optional. Bei T-DSL gibt es sie und sie werden
durch die Zwangstrennung unnötig belastet (da es häufigeres Login gibt).
Ein Grund für die Ausfälle, aber nicht der einzige.

Stefan

Stefan Fricke

unread,
Jul 30, 2001, 5:58:09 PM7/30/01
to
Hergen Lehmann wrote:

> Nachteil speziell in Verbindung mit DSL: Da es hier keine "Einwahl" in
> dem Sinne gibt, ist die Radius-Authentifizierung letztlich die einzige
> Möglichkeit, flexibel zwischen verschiedenen Tarifen und Anbietern
> wählen zu können.

Nein, nur zwischen Resellern kann man wechseln. Schon für den Wechsel
zwischen verschiedenen Tarifen sind RADIUS-Server ungeeignet, weil man
jedesmal eine neue Kennung bekommen müsste. Und wer braucht denn wirklich
den flexiblen Wechsel zwischen Resellern? Ich kenne niemanden, der
gleichzeitig Accounts bei zwei verschiedenen T-DSL-Anbietern unterhält.

> Die weit überwiegende Mehrzahl der T-Online-Kunden haben ja nicht
> einmal Flat, und die anderen sind größtenteils so vernünftig, sich bei
> Nichtbenutzung selbst auszuloggen (schon deshalb, weil sie dann ihren
> Computer abschalten).

Dann wäre die Zwangstrennung ja überflüssig und T-DSL-Kunden müssten sich
fragen, warum sie so ein überflüssiges Feature mitbezahlen.

Stefan

Michael Schlenstedt

unread,
Jul 31, 2001, 1:41:27 AM7/31/01
to
Am Mon, 30 Jul 2001 at 21:58 GMT schrieb Stefan Fricke:
> den flexiblen Wechsel zwischen Resellern? Ich kenne niemanden, der
> gleichzeitig Accounts bei zwei verschiedenen T-DSL-Anbietern unterhält.

Im MOment ist das sicher noch uninteressant, da ausser T-Online
lediglich Flats angeboten werden. Sobald aber "normal" nach Zeit, am
Besten noch via CallByCall bzw. ohne Grundgebuehr, abgerechnet wird,
macht das schon Sinn. Und das wird irgendwann kommen.

> Dann wäre die Zwangstrennung ja überflüssig und T-DSL-Kunden müssten sich
> fragen, warum sie so ein überflüssiges Feature mitbezahlen.

Die Radius-Server bzw. das PPPoE-Protokoll ist ganz einfach noetig, um
auch andere Tarife ausser Flatrates ueber xDSL anbieten zu koennen.

CU,
Michael

--
T-DSL Konfiguration unter Linux
-------------------------------
-> http://www.adsl4linux.de

Tilman Schmidt

unread,
Jul 31, 2001, 6:23:26 AM7/31/01
to
Michael_...@schlenn.de (Michael Schlenstedt) wrote:

>Im MOment ist das sicher noch uninteressant, da ausser T-Online
>lediglich Flats angeboten werden. Sobald aber "normal" nach Zeit, am
>Besten noch via CallByCall bzw. ohne Grundgebuehr, abgerechnet wird,
>macht das schon Sinn. Und das wird irgendwann kommen.

Für DSL ist eine Abrechnung nach Zeit nicht "normal", da durch das
reine "Online-Sein" keine Ressourcen belegt bzw. verbraucht werden.[1]
Wenn man unbedingt nutzungsabhängig abrechnen will, wäre bei DSL ein
Volumentarif angemessen.

>Die Radius-Server bzw. das PPPoE-Protokoll ist ganz einfach noetig, um
>auch andere Tarife ausser Flatrates ueber xDSL anbieten zu koennen.

Das ist nicht richtig. Alle existierenden Standleitungs-Tarifmodelle
lassen sich auch ohne RADIUS und/oder PPPoE auf DSL-Anbindungen
anwenden.

[1] Die PPPoE-Session zählt nicht, da die ja nur für die Abrechnung
nach Zeit gebraucht wird. Wenn man nicht aus *anderen* Gründen nach
Zeit abrechnen will, kann man PPPoE weglassen und direkt routen. Alles
andere ist entweder einfach da und liegt brach, solange ich es nicht
nutze (DSL-Modem, DSLAM-Port), ist also mit einem festen Monatspreis
korrekt berücksichtigt, oder es wird erst in dem Moment beansprucht,
wo ich tatsächlich Daten übertrage (Backbone-Kapazität).

--
Tilman Schmidt E-Mail: Tilman....@ePost.de
Bonn, Germany
- Undetected errors are handled as if no error occurred. (IBM) -

Egon Vellusig

unread,
Jul 31, 2001, 1:56:03 PM7/31/01
to
Tilman Schmidt <Tilman....@ePost.de> wrote:

>Das ist nicht richtig. Alle existierenden Standleitungs-Tarifmodelle
>lassen sich auch ohne RADIUS und/oder PPPoE auf DSL-Anbindungen
>anwenden.

Welches Tarifmodell zu Anwendung gelangt wird m.W. erst bei der
Abrechnung entschieden. Bis dahin sind alle User gleich.

--
Egon Vellusig - D-93309 Kelheim, Donaustr. 11
Tel: +49 171 2081535
mailto:e...@vellusig.de - http://www.vellusig.de

Michael Schlenstedt

unread,
Jul 31, 2001, 5:38:39 PM7/31/01
to
Am Die, 31 Jul 2001 at 10:23 GMT schrieb Tilman Schmidt:
>
> Für DSL ist eine Abrechnung nach Zeit nicht "normal", da durch das
> reine "Online-Sein" keine Ressourcen belegt bzw. verbraucht werden.[1]
> Wenn man unbedingt nutzungsabhängig abrechnen will, wäre bei DSL ein
> Volumentarif angemessen.

Natuerlich, aber einige User moechten nunmal auch nach Zeit abrechnen,
und mit der jetzigen Loesung kannst Du als Provider/Telefongesellschaft
eben *beides* anbieten. Und die flexibelste Loesung "gewinnt" eben
meist, besonders wenn es um (viel) Geld geht.

Sobald der Markt fuer zeitlich abgerechnete Verbindungen uninteressant
ist, wird die Telekom "einen Teufel" tun und unnoetige Radius-Server
warten, in Stand halten etc.

>
> Das ist nicht richtig. Alle existierenden Standleitungs-Tarifmodelle
> lassen sich auch ohne RADIUS und/oder PPPoE auf DSL-Anbindungen
> anwenden.

Aber eben nicht die "normalen" zeitabhaengigen Tarife.

Stefan Fricke

unread,
Jul 31, 2001, 7:20:15 PM7/31/01
to
Michael Schlenstedt wrote:

> Im MOment ist das sicher noch uninteressant, da ausser T-Online
> lediglich Flats angeboten werden.

Stimmt nicht, 1&1 bietet z.B. einen volumenbasierten Tarif über T-DSL.

> Sobald aber "normal" nach Zeit, am
> Besten noch via CallByCall bzw. ohne Grundgebuehr, abgerechnet wird,
> macht das schon Sinn. Und das wird irgendwann kommen.

Nur vereinzelt. Die Erfahrung aus dem Ausland zeigen, dass das eher die
Ausnahme ist, zumal nicht zwischen *allen* Providern gewechselt werden
kann.


> Die Radius-Server bzw. das PPPoE-Protokoll ist ganz einfach noetig, um
> auch andere Tarife ausser Flatrates ueber xDSL anbieten zu koennen.

Der RADIUS-Server dient nur der Authentifizierung. Für die Tarifwahl reicht
es, dass du *irgendwie* authentifiziert wirst, dies kann bei DSL auch durch
den verwendeten Port geschehen. PPPoE braucht man bei zeitbasierten
Tarifen, die aber bei DSL eigentlich unsinnig sind. Bei volumenbasierter
Abrechnung braucht man kein PPPoE.

Stefan

Stefan Fricke

unread,
Jul 31, 2001, 7:44:56 PM7/31/01
to
Michael Schlenstedt wrote:

> Natuerlich, aber einige User moechten nunmal auch nach Zeit abrechnen,
> und mit der jetzigen Loesung kannst Du als Provider/Telefongesellschaft
> eben *beides* anbieten.

Nun ja, einige User würden auch ganz gerne eine statische IP haben,
trotzdem bietet das keiner der "Großen" zu einem für Privatkunden
akzeptablen Preis an, obwohl es kostenmäßig drin wäre. Was ich damit sagen
will ist, es geht nicht immer nach den Wünschen der User.

> Sobald der Markt fuer zeitlich abgerechnete Verbindungen uninteressant
> ist, wird die Telekom "einen Teufel" tun und unnoetige Radius-Server
> warten, in Stand halten etc.

Für zeitliche Abrechnung braucht man keine RADIUS-Server. Das können die
PPPoE-Server schon.

RADIUS-Server sind für den Provider dann ein Vorteil, wenn es ein
einheitliches Authentifizierungssystem für seine DSL- und seine
Dialup-Kunden will.

Stefan

Michael Schlenstedt

unread,
Aug 1, 2001, 2:12:55 AM8/1/01
to
Am Die, 31 Jul 2001 at 23:44 GMT schrieb Stefan Fricke:

> will ist, es geht nicht immer nach den Wünschen der User.

Nein, natuerlich nicht. Es geht nach den wirtschaftlichen
Interessen der Telkos.

>
> Für zeitliche Abrechnung braucht man keine RADIUS-Server. Das können die
> PPPoE-Server schon.

Und wie moechtest Du den User authentifizieren?

Michael Schlenstedt

unread,
Aug 1, 2001, 2:20:16 AM8/1/01
to
Am Die, 31 Jul 2001 at 23:20 GMT schrieb Stefan Fricke:
>
>> Im MOment ist das sicher noch uninteressant, da ausser T-Online
>> lediglich Flats angeboten werden.
>
> Stimmt nicht, 1&1 bietet z.B. einen volumenbasierten Tarif über T-DSL.

Ja, die volumenbasierten Tarife habe ich mit in "Flatrates" eingebunden.
Lass es mich anders ausdruecken: "Solange es nur Tarife mit sehr hoher
Grundgebuehr gibt..."

Ich wollte damit lediglich ausdruecken, dass es sich im Moment noch
nicht lohnt, 2 Tarife bei unterschiedlichen Providern parallel zu
ordern. Technisch ist das jetzt schon moeglich, finanziell duerfte sich
das eher nicht lohnen. Denkbar waere aber vielleicht, die 1 oder 2 GB
bei 1und1 auszunutzen und anschliessend per CallByCall ueber T-Online
ins Netz zu gehen. Ist halt eine Rechenaufgabe.

> Der RADIUS-Server dient nur der Authentifizierung. Für die Tarifwahl reicht
> es, dass du *irgendwie* authentifiziert wirst, dies kann bei DSL auch durch
> den verwendeten Port geschehen. PPPoE braucht man bei zeitbasierten

Warum sollte man 2 Verfahren parallel betreiben? Welchen Vorteil haette
die Telko davon? Was passoert, wenn sich sich der Port eines USers
aendert, weil vielleicht fuer 1 Woche das ADSL-Modem ausgefallen ist
oder abgeschaltet wurde?

> Tarifen, die aber bei DSL eigentlich unsinnig sind. Bei volumenbasierter

...aber von einigen Usern gewuenscht werden. Ich kann es nur wiederholen:
Es zaehlen wirtschaftliche Interessen, nicht ob "ADSL eigentlich eine
Standleitungstechnik" ist. Den Provider interessiert, wie er moeglichst
viele User erreichen kann, und das mit moeglichst wenig Aufwand. Und das
ist mit PPPoE nunmal am flexibelsten und einfachsten zu machen. Wen
PPPoE stoert, muss sich eben eine "richtige" Standleitung mit fester IP
etc. pp. buchen.

Stefan Fricke

unread,
Aug 1, 2001, 4:06:22 AM8/1/01
to
Michael Schlenstedt wrote:

> Und wie moechtest Du den User authentifizieren?

Bei DSL bist du fest mit einem Port verbunden. Über diesen Port kannst du
authentifiziert werden. In den USA ist DSL ohne PPPoE übrigens weit
verbreitet. Flatrates sind da ja ohnehin die Regel und zeitbasierte Tarife
die Ausnahme. Ohne PPPoE ist man eben immer online, wenn der Rechner
eingeschaltet ist.

Stefan

Tilman Schmidt

unread,
Aug 1, 2001, 2:53:21 PM8/1/01
to
Michael_...@schlenn.de (Michael Schlenstedt) wrote:

>> Der RADIUS-Server dient nur der Authentifizierung. Für die Tarifwahl reicht
>> es, dass du *irgendwie* authentifiziert wirst, dies kann bei DSL auch durch
>> den verwendeten Port geschehen. PPPoE braucht man bei zeitbasierten
>
>Warum sollte man 2 Verfahren parallel betreiben? Welchen Vorteil haette
>die Telko davon? Was passoert, wenn sich sich der Port eines USers
>aendert, weil vielleicht fuer 1 Woche das ADSL-Modem ausgefallen ist
>oder abgeschaltet wurde?

Die Telekom betreibt jetzt schon mindestens zwei Verfahren parallel.
Über T-DSL gibt es ja nicht nur T-Online, 1&1 etc. mit PPPoE, sondern
auch T-Interconnect und T-ATM.

>> Tarifen, die aber bei DSL eigentlich unsinnig sind. Bei volumenbasierter
>
>...aber von einigen Usern gewuenscht werden.

Ich kenne niemanden, der einen zeitbasierten Tarif wünscht. Die
Forderungen, die ich gehört habe, gingen ausnahmslos in Richtung
Flatrate.

>Es zaehlen wirtschaftliche Interessen, nicht ob "ADSL eigentlich eine
>Standleitungstechnik" ist. Den Provider interessiert, wie er moeglichst
>viele User erreichen kann, und das mit moeglichst wenig Aufwand. Und das
>ist mit PPPoE nunmal am flexibelsten und einfachsten zu machen.

Das ist nicht richtig. PPPoE ist erst einmal reiner Overhead. Wenn man
das komplett weglässt und das DSL-Modem im Bridging-Mode betreibt,
spart man Aufwand.

> Wen
>PPPoE stoert, muss sich eben eine "richtige" Standleitung mit fester IP
>etc. pp. buchen.

Da liegt der Hase im Pfeffer. Die Provider wollen professionellen
Kunden die teureren "richtigen" Standleitungen verkaufen, weil die
Kalkulation der Tarife von T-Online, 1&1 und ähnlichen vom
Nutzungsverhalten eines Privatkunden ausgeht. Deshalb muss die Nutzung
der Privatkunden-DSL-Verbindung in irgendeiner Weise so beschränkt
werden, dass sie als Standleitung für Firmenkunden unbrauchbar wird.
Das erreicht man mit dynamischer IP-Adresse und Zwangstrennung, und um
diese technisch durchzusetzen, braucht man PPPoE.

Die Alternative wäre eine Tarifierung, bei der das Nutzungsverhalten,
egal wie es aussieht, nicht zu Verlusten des ISP führen kann, im
Klartext: volumenbasierte Abrechnung. Dann könnte der ISP auf PPPoE
verzichten. Die ist aber dem Privatkunden schwer zu vermitteln, weil
er das Transfervolumen nicht direkt sieht und kaum jemand eine
Vorstellung davon hat. Verbindungszeit kennt jeder vom Telefon.

Olaf Selke

unread,
Aug 1, 2001, 3:39:52 PM8/1/01
to
Tilman Schmidt schrieb:

> Das ist nicht richtig. PPPoE ist erst einmal reiner Overhead. Wenn man
> das komplett weglässt und das DSL-Modem im Bridging-Mode betreibt,
> spart man Aufwand.

Bei PPPoE arbeitet das DSL Modem als Bridge. Es routet keine IP Packete
auf Layer 3 sondern bridged Ethernet Frames auf Layer 2.

Ohne PPP laesst sich nur per dhcp eine Adresse dynamisch zuweisen. Da
dhcp im Gegensatz zu PPP nicht stateful ist, hat man das Problem unbelegte
Adresse zur erneuten Freigabe zu identifizieren. Man kann zwar anfangen
an den dhcp Lease-Times herumzuschrauben, aber den Kern des Problems
loest man damit nicht.

Wenn mir jemand eine praxistaugliche Alternative zu PPP(oe) bei DSL Diensten
liefern kann, bekommt er von mir eine oder sehr viele Kisten Bier.

btw: Fixed IP Addresses are not an option!

Olaf

Tilman Schmidt

unread,
Aug 1, 2001, 4:11:09 PM8/1/01
to
Olaf Selke <olaf....@blutmagie.de> wrote:

>Tilman Schmidt schrieb:
>
>> Das ist nicht richtig. PPPoE ist erst einmal reiner Overhead. Wenn man
>> das komplett weglässt und das DSL-Modem im Bridging-Mode betreibt,
>> spart man Aufwand.
>
>Bei PPPoE arbeitet das DSL Modem als Bridge. Es routet keine IP Packete
>auf Layer 3 sondern bridged Ethernet Frames auf Layer 2.

Korrekt. "Bridging Mode" bezeichnet nun das Betriebsverfahren, dass
man in diese Ethernet Frames direkt die IP-Nutzdaten reinpackt, statt
sie erst in PPP und das wieder in PPPoE zu verpacken - also die
DSL-Strecke als Bridge zwischen dem Ethernet des Kunden und dem des
ISP einsetzt.

>Ohne PPP laesst sich nur per dhcp eine Adresse dynamisch zuweisen. Da
>dhcp im Gegensatz zu PPP nicht stateful ist, hat man das Problem unbelegte
>Adresse zur erneuten Freigabe zu identifizieren. Man kann zwar anfangen
>an den dhcp Lease-Times herumzuschrauben, aber den Kern des Problems
>loest man damit nicht.

Das Hauptproblem ist: DHCP ist dafür konzipiert, demselben Client
möglichst (d.h. solange sie nicht zwischenzeitlich anderweitig
vergeben wurde) immer wieder dieselbe IP-Adresse zuzuweisen. Das
widerspricht dem Ziel des ISP, die IP-Adresse auch ohne konkreten
technischen Anlass absichtlich immer wieder zu ändern, um es dem
Kunden zu erschweren, an der Leitung einen Server zu betreiben.

>Wenn mir jemand eine praxistaugliche Alternative zu PPP(oe) bei DSL Diensten
>liefern kann, bekommt er von mir eine oder sehr viele Kisten Bier.
>
>btw: Fixed IP Addresses are not an option!

Warum nicht? Das wäre die saubere Lösung! Das Problem, dass Kunden an
der Privat-DSL-Anbindung Server betreiben, muss anderweitig angegangen
werden. Technische Lösungen für organisatorische Probleme fordern nur
zur Umgehung heraus - ich sage nur: "dyndns.org".

Stefan Fricke

unread,
Aug 1, 2001, 6:57:21 PM8/1/01
to
Tilman Schmidt wrote:

> Warum nicht? Das wäre die saubere Lösung! Das Problem, dass Kunden an
> der Privat-DSL-Anbindung Server betreiben, muss anderweitig angegangen
> werden. Technische Lösungen für organisatorische Probleme fordern nur
> zur Umgehung heraus - ich sage nur: "dyndns.org".

IMHO löst sich das Problem schon durch den begrenzten Upstream. Wenn ein
Privatkunde mit fester IP einen SSH-Server betreibt oder sich seine Mail am
SMTP-Port seines Rechners ausliefern lässt, statt über den POP3-Server des
Providers zu gehen oder ein kleiner Webserver mit vielleicht 500 Zugriffen
pro Monat betrieben wird, dann macht das nicht so viel aus, dass das
kostenmäßig den Unterschied "Business-Tarifen" rechtfertigen würde. Die
Zahl solcher Privat-Server dürfte im Vergleich zu der Zahl derer, die
dauernd in Filesharing-Diensten online sind, vernachlässigbar klein sein.
Nur, erstere Gruppe, die große Mengen an Traffic verursacht, muss ein
Privatkundenprovider einkalkulieren.

Die Gründe für die Zwangstrennung sind auch andere. Zwangstrennung gibt es
nämlich schon seit BTX-Zeiten und daher kann es durchaus sein, dass
irgendein Entscheider, der wenig Ahnung von Technik hat, gesagt hat, "Das
war schon immer so, das wird auch bei DSL so!"

Stefan

Olaf Selke

unread,
Aug 2, 2001, 2:30:42 AM8/2/01
to
Tilman Schmidt schrieb:

>
> Das Hauptproblem ist: DHCP ist dafür konzipiert, demselben Client
> möglichst (d.h. solange sie nicht zwischenzeitlich anderweitig
> vergeben wurde) immer wieder dieselbe IP-Adresse zuzuweisen. Das
> widerspricht dem Ziel des ISP, die IP-Adresse auch ohne konkreten
> technischen Anlass absichtlich immer wieder zu ändern, um es dem
> Kunden zu erschweren, an der Leitung einen Server zu betreiben.

ein weiteres Problem ist zu verhindern, dass sich findige User einfach
selber eine IP Adresse fest vergeben und dhcp deaktivieren. Bekommt ein
anderer User diese Adresse per dhcp zugewiesen, hat der ISP ploetzlich
mehrere User mit gleicher Adresse. Es gewinnt dann derjenige, dessen
PC schneller auf ARP Requests des RAS antwortet. Da das natuerlich
so nicht akzeptabel ist, muesste der RAS in die dhcp Replies reinsehen
und solche ARP Replies der PCs verwerfen, zu denen er keine gueltigen
dhcp Replies gesehen hat.

Das technisch umzusetzten ist eher gruselig.

> >btw: Fixed IP Addresses are not an option!
>
> Warum nicht? Das wäre die saubere Lösung!

voellig richtig, aber dazu muessten wir auf IPv6 warten. Mit IPv4 bekommst
du (entgegen anders lautender Behauptungen hier in der NG) dafuer nicht
die notwendige Menge Adressraum vom Ripe.

> Das Problem, dass Kunden an der Privat-DSL-Anbindung Server betreiben,
> muss anderweitig angegangen werden.

richtig, bei PPPoE hat man die Moeglichkeit der Zwangstrennung per
Session-Timer. Mit dhcp oder fester Adresse geht das so nicht.

Olaf

Rudolf Polzer

unread,
Aug 2, 2001, 4:13:03 AM8/2/01
to

Darf T-O eigentlich portscannen bzw. trafficsniffen, um Server
zu entdecken? Würde dieses Ergebnis ausreichen, um den Vertrag
zu kündigen (fällt das auch unter "gleichzeitige Mehrfachnutzung")?
Denn das IP-Problem ist einfach gelöst: in ip-up (Linux) die IP
in einem Frameset auf einen STR*TO-FTP hochladen, fertig ist die
"feste Adresse".

--
2.4.5 in arch/mips/kernel/irixelf.c(759):
#if 0 /* XXX No fucking way dude... */

Mario Klebsch

unread,
Aug 2, 2001, 12:16:50 PM8/2/01
to
Rupert Haselbeck <nix-...@gmx.de> writes:

>Am Wed, 01 Aug 2001 20:53:21 +0200 schrieb Tilman Schmidt:

>>Ich kenne niemanden, der einen zeitbasierten Tarif wünscht. Die
>>Forderungen, die ich gehört habe, gingen ausnahmslos in Richtung
>>Flatrate.

>Ja, du scheinst viele Dinge nicht zu kennen :-)
>Lies doch mal den Geschäftsbericht von T-Online. Dort könntest du
>entnehmen, daß von 650000 Kunden mit T-DSL-Zugang "nur" 189000 den Tarif
>TDSL Flat benutzt. Der weitaus überwiegende Teil nutzt den eco-Tarif.

Und Du meinst, die würden das weiterhin tun, wennmanihnen alternativ
einen Volumenbasierten Dienst anbieten würde?

73, Mario
--
Mario Klebsch ma...@klebsch.de
PGP-Key available at http://www.klebsch.de/public.key
Fingerprint DSS: EE7C DBCC D9C8 5DC1 D4DB 1483 30CE 9FB2 A047 9CE0
Diffie-Hellman: D447 4ED6 8A10 2C65 C5E5 8B98 9464 53FF 9382 F518

Tilman Schmidt

unread,
Aug 2, 2001, 1:30:29 PM8/2/01
to
Rupert Haselbeck <nix-...@gmx.de> wrote:

>Am Wed, 01 Aug 2001 20:53:21 +0200 schrieb Tilman Schmidt:
>

>>Ich kenne niemanden, der einen zeitbasierten Tarif wünscht. Die
>>Forderungen, die ich gehört habe, gingen ausnahmslos in Richtung
>>Flatrate.
>

>Ja, du scheinst viele Dinge nicht zu kennen :-)

Ist doch immer wieder schön, wenn Leute sachlich diskutieren!

>Lies doch mal den Geschäftsbericht von T-Online. Dort könntest du
>entnehmen, daß von 650000 Kunden mit T-DSL-Zugang "nur" 189000 den Tarif
>TDSL Flat benutzt. Der weitaus überwiegende Teil nutzt den eco-Tarif.

Und Du meinst, dass die sich alle den zeitbasierten Tarif wünschen und
zum Beispiel einen volumenbasierten ablehnen würden?

>Den "Bridgingmode" des Modems solltest du mal näher erklären. Was
>versteht der Fachmann denn darunter?

Habe ich ja in <kungmtk7nk166jcik...@4ax.com> inzwischen
getan. Ich hatte halt angenommen, das sei allgemein bekannt.

>>spart man Aufwand.
>
>Welchen "Aufwand" spart man?

Den AC, die Installation des PPPoE-Treibers beim Kunden, und zur
Laufzeit das Verpacken der IP-Pakete in PPPoE.

>>Das erreicht man mit dynamischer IP-Adresse und Zwangstrennung, und um
>>diese technisch durchzusetzen, braucht man PPPoE.
>

>Das ginge genauso mit DHCP.

Wie machst Du mit DHCP Zwangstrennung?

>Was nicht ohne weitere Maßnahmen möglich wäre, das ist die
>Teilnehmerfreizügigkeit. Mit DHCP kann ich auf einfache Art und Weise
>Anschlüsse (bzw. die an dem Anschluß hängende Gerätschaft) verwalten,
>nicht aber personenbezogene Accounts.

Das ist richtig. Die Bedeutung der Teilnehmerfreizügigkeit bei DSL
schätze ich aber als relativ gering ein.

Egon Vellusig

unread,
Aug 3, 2001, 3:50:26 AM8/3/01
to
Mario Klebsch <ma...@klebsch.de> wrote:

>Und Du meinst, die würden das weiterhin tun, wennmanihnen alternativ
>einen Volumenbasierten Dienst anbieten würde?

Du meinst wirklich, User die heute nicht in der Lage sind ihre
Onlinezeiten selbst zu erfassen, wären bereit Volumina, auf deren
Größe sie keinen Einfluß haben und die sie auch nicht erfassen können,
zu bezahlen?

Schöne Grüße, Egon

Rudolf Polzer

unread,
Aug 3, 2001, 4:50:30 AM8/3/01
to
Egon Vellusig <e...@vellusig.de> wrote:
> Mario Klebsch <ma...@klebsch.de> wrote:
>
> >Und Du meinst, die würden das weiterhin tun, wennmanihnen alternativ
> >einen Volumenbasierten Dienst anbieten würde?
>
> Du meinst wirklich, User die heute nicht in der Lage sind ihre
> Onlinezeiten selbst zu erfassen, wären bereit Volumina, auf deren
> Größe sie keinen Einfluß haben und die sie auch nicht erfassen können,
> zu bezahlen?

Ich fuer meinen Teil wuerde nie ein volumenbasierten Tarif
verwenden. Denn es kommt schon vor (Schulklasse), dass die
T-DSL-Luser per ICQ die IP der 1&1-Luser ziehen und dann
irgendwie (Portscan, Nuke, ping flood, was auch immer)
denen Traffic verursachen, mit dem Ziel, die 1GB zu
ueberschreiten.

--
#!/usr/bin/perl -- Exercise: prove _or_ disprove that _all_ digits
############################ displayed are 1! s/^/4711081542426/g;
use strict;$|=@_=$0=2;for(;;){do{++$0}while('@'x$0)=~/^(..+)\1+$/;
push@_,$0;for((2-@_)..0){$_[-$_]=abs($_[-$_]-$_[1-$_])}print$_[0]}

Mario Klebsch

unread,
Aug 3, 2001, 10:40:27 AM8/3/01
to
Rupert Haselbeck <nix-...@gmx.de> writes:

>Am Thu, 2 Aug 2001 18:16:50 +0200 schrieb Mario Klebsch:

>>>TDSL Flat benutzt. Der weitaus überwiegende Teil nutzt den eco-Tarif.
>>
>>Und Du meinst, die würden das weiterhin tun, wennmanihnen alternativ
>>einen Volumenbasierten Dienst anbieten würde?

>Keine Ahnung, was die Leute wirklich tun würden.
>Ich vermute allerdings schon, daß die Volumenabrechnung für einen
>erklecklichen Anteil zu ungewohnt oder zu undurchsichtig erscheinen
>könnte.

Man müsste den Leuten ur erklären, das ihnen in der Zeit, in der sie
eine Web-Seite lesen, keine laufenden Kosten entstehen, egal wie
langsam oder schnell sie lesen. Ich denke schon, das würden sie
verstehen. Schliesslich verstehen sie ja auch, dass ihnen derzeit
Kosten etstehen, obwohl sie überhaupt nichts machen.

Mario Klebsch

unread,
Aug 4, 2001, 10:17:17 AM8/4/01
to
Hergen Lehmann <hlehmann.ex...@snafu.de> writes:

>>Ich denke schon, das würden sie
>>verstehen. Schliesslich verstehen sie ja auch, dass ihnen derzeit
>>Kosten etstehen, obwohl sie überhaupt nichts machen.

>Das ist aber ein vertrautes Abrechungsmodell. Die meisten Dienstleis-
>tungen im täglichen Leben werden entweder nach der Nutzungszeit oder
>pauschal abgerechnet.

Strom, Wasser, Gas, Heizöl, Autofahren, Telefon, ...

Ja, das wird wirklich alles nach der Zeit abgerechnet.

Tilman Schmidt

unread,
Aug 4, 2001, 12:20:17 PM8/4/01
to
e...@vellusig.de (Egon Vellusig) wrote:

>Du meinst wirklich, User die heute nicht in der Lage sind ihre
>Onlinezeiten selbst zu erfassen, wären bereit Volumina, auf deren
>Größe sie keinen Einfluß haben und die sie auch nicht erfassen können,
>zu bezahlen?

Die User, die heute ihre Onlinezeit nicht erfassen, werden auch ihr
Volumen nicht erfassen und ihre Online-Rechnung bei beiden
Abrechnungsmodellen gleichermaßen als gottgegeben hinnehmen. Sie
werden höchstens nach einer allzu erschreckenden Rechnung den Vorsatz
fassen, ihren Internet-Konsum etwas einzuschränken. Für solche User
ist jedes nutzungsabhängige Tarifmodell gleich gut oder schlecht.

Für alle anderen sollte die Erfassung des Volumens kein größeres
Problem sein als das der Zeit. Wenn ich meinen Mauszeiger auf das
Netzwerksymbol im System Tray bewege, prangt da die Anzeige:

Gesendet: 112.782 Bytes
Empfangen: 2.843.774 Bytes

Und das serienmäßig bei Windows 2000. Die Ausgangssituation ist also
schon besser als zu Beginn der Zeittarife. Im übrigen sollte es für
die Autoren der zahlreichen Online-Zeiterfassungsprogrammen keinerlei
Problem sein, entsprechend auch Online-Volumenerfassungsprogramme
herauszubringen.

Mario Klebsch

unread,
Aug 4, 2001, 1:40:46 PM8/4/01
to
Hergen Lehmann <hlehmann.ex...@snafu.de> writes:

>ma...@klebsch.de (Mario Klebsch) wrote:

>>>Das ist aber ein vertrautes Abrechungsmodell. Die meisten Dienstleis-
>>>tungen im täglichen Leben werden entweder nach der Nutzungszeit oder
>>>pauschal abgerechnet.
>>
>>Strom, Wasser, Gas, Heizöl,

>[ ] Dir ist der Unterschied zwischen Dienstleistungen und materiellen
>Gütern bekannt.

Meinst Du jetzt Dienstleistungen, die von Menschen verrichtet werden?
Oder wie soll ichg das verstehen?

>>Autofahren, Telefon, ...
>>Ja, das wird wirklich alles nach der Zeit abgerechnet.

>Stimmt, die werden nach Zeit abgerechnet [im Falle des Autos dann,
>wenn es eine Dienstleitung ist, also beim Taxi/Mietwagen]

Da sitzt ja auch ein Mensch am Steuer, und Menschen wollen nach Zeit
für ihre Arbeit bezahlt werden. Im Internet sitzt aber kein Männchen
beim Pr5ovider, das mir bei der Einwahl exclusiv zugeordnet wird und
darauf wartet, meine Packete durchzureichen.

Also wirklich, ich kann Dich nicht ganz verstehen. Oder willst Du
vielleicht darauf hinaus, dass es die meinsten Menschen als natürlich
hinnehmen, das Internet etwas mit Telefonieren zu tun hat, und das
Telefonieren nach Zeit abgerechnet wird?

Mario Klebsch

unread,
Aug 5, 2001, 5:09:33 AM8/5/01
to
Hergen Lehmann <hlehmann.ex...@snafu.de> writes:

>ma...@klebsch.de (Mario Klebsch) wrote:

>>[...]


>>Da sitzt ja auch ein Mensch am Steuer, und Menschen wollen nach Zeit
>>für ihre Arbeit bezahlt werden. Im Internet sitzt aber kein Männchen
>>beim Pr5ovider, das mir bei der Einwahl exclusiv zugeordnet wird und
>>darauf wartet, meine Packete durchzureichen.
>>
>>Also wirklich, ich kann Dich nicht ganz verstehen.

>Wasser/Gas/Heizöl sind materiell.

Und Strom?

>Du kannst sie erwerben, wobei der
>Vorbesitzer sein Eigentum verliert. Du kannst die erworbene Menge
>messen, sie aufbewahren, sie wieder verkaufen.

Mit Daten geht das etwa nicht?

>Es ist naheliegend, solche Dinge anhand der Menge zu berechnen, denn
>ihr Wert ist direkt proportional zur Menge.

Sollte bei Daten doch nicht anders sein.

>Auf der anderen Seite stehen Dienstleistungen, seien es die Fahrt im
>Taxi oder in der Bahn,

Der Transport eines Paketes z.B. Kleine Pakete sind genauso teuer,w ie
grosse, und wenn ein Paket mal verschwunden ist, und erst nach einer
Woche ankommt, dann wird es echt teuer...

>die Arbeitsleistung eines Handwerkers, die Miete einer Wohnung, die
>BENUTZUNG (nicht der Besitz!) eines Telefon,

Was ist mit der Nutztungsform "Warten auf einen Anruf"?

>und ebenso die Benutzung des Internet.
>Hier leiht der Besitzer Dir lediglich seine Ressourcen, ohne daß er
>sein Eigentum verliert. Die entstehenden Kosten sind Fixkosten durch
>die Bereithaltung der Ressourcen. Benutzungsabhängig werden sie erst
>dann, wenn die Ressourcen knapp werden, und er andere zahlende Kunden
>abweisen und/oder seine Kapazitäten ausbauen muß.

>Es hat sich eingebürgert, solche Leistungen nach der Nutzungszeit
>(bzw. im Falle von Verkehrsleistungen auch der Strecke) abzurechnen,
>weil ein Versuch, die tatsächlichen Kosten umzulegen, enorm komplex
>und kaum nachvollziehbar würde.

die Miete einer Wohnung wird nach Nutzunhszeit abgerechnet? Das wäre
mir neu, normalerweise bezahlst Du nicht die Nutzung, sondern
Nutzungsunabhängig die Bereitstellung, hast also eine
Wohl-Flat-Rate. :-) Eine ausnahme dürften Stundenhotels sein.

Beim Handwerker sieht es wieder anders aus. Da bezahlst Du den Mann,
und dessen Kosten sind tatsächlich Zeitabhängig.

Beim Telefon hast Du eine Kombination: Du zahlst eien Beitrag für di
eBereitstellung (der die Basiskosten beinhaltet) und einen für die
Nutzung ZUSÄTZLICHER Resourcen beim Telefonieren.

Bei der Nutzung des Internets entstehen aber ZUSÄTZLICHE Kosten erst,
wenn Daten übertragen werden, und zwar in dem Masse, wie Daten
übertragen werden.

>>Oder willst Du
>>vielleicht darauf hinaus, dass es die meinsten Menschen als natürlich
>>hinnehmen, das Internet etwas mit Telefonieren zu tun hat, und das
>>Telefonieren nach Zeit abgerechnet wird?

>So in etwa.

>Aber kommen wir nochmal konkret auf den Internetzugang via DSL zurück.
>Kosten entstehen hier primär an drei Punkten:
>1. Durch die Bereitstellung eines Port. Die Kosten sind proportional
>zur Mietdauer => monatliche Grundgebühr.
>2. Durch die Bereithaltung einer Infrastruktur (Backbone) mit ausrei-
>chender Leistung. Hier wird in der Regel nach gemieter Bandbreite und
>Mietdauer abgerechnet => monatliche Grundgebühr.
>3. Durch die Nutzung von Bandbreite zur Hauptverkehrzeit, wo diese
>knapp ist, und bei exzessiver Nutzung anderen Kunden nicht mehr zur
>Verfügung steht.

>Kostenneutral wäre daher wohl ein Tarif, der aus einem monatlichen
>Pauschalpreis besteht, plus einer "Strafgebühr", wenn zu den Hochlast-
>zeiten viel Bandbreite belegt wird. Aber ob das für den Kunden
>transparent wäre?
>Volumen und Zeit sind letztlich nur Versuche einer für den Kunden
>besser überschaubaren Mischkalkulation.

So wiet kann ich Dir zustimmen.

>Wobei ich im Privatbereich wie gesagt Zeit für zweckmäßiger halte, um
>den Kunden nicht den Breitbandanschluß zu vergraulen, und um nicht
>Konflikte mit der Werbebranche heraufzubeschwören, die ja ganz massiv
>unnötiges Volumen produziert.

Das sehe ich anders. Eine Abrechnung nach Volumen würde die Kosten
proportional zum Nutzen der Kunden verteilen. Das geht natürlich von
der Annahme aus, das der Kundennutzen um so höher sei, je mehr Daten
er überträgt.

Das Argument vom dummen Kunden mag recht praktisch sein, aber ich
glaube es geht vielmehr darum, infach für eine nicht erbrachte
Dienstleistung zu kassieren. Die Abrechnung nach Zeit hat für
einenProvider diverse Vorteile. Als Wichtigsten will ich nur nennen,
dass er damit die Kunden bei einer schlechten Erbriungung seiner
Leistung draufzahlen lässt. Stimmt die Bandbreite nicht, dauert ein
Download länger, der Kunde darf draufzahlen. :-(

>Würde Volumen direkt Kosten verursachen, brächte das einige
>hochinteressante, rechtliche Komplikationen...

Es gibt doch schon Kunden, die nach Volumen zahlen, also müsste es
diese Komplikationen auch schon geben...

Stefan Fricke

unread,
Aug 2, 2001, 6:30:01 PM8/2/01
to
Rudolf Polzer wrote:

> Darf T-O eigentlich portscannen bzw. trafficsniffen, um Server
> zu entdecken?

In der Regel nicht. Dazu müsste es
1. Ein Serververbot in den AGB geben
2. Einen konkreten Anfangsverdacht für einen Vertragsverstoss geben

> Würde dieses Ergebnis ausreichen, um den Vertrag
> zu kündigen (fällt das auch unter "gleichzeitige Mehrfachnutzung")?

Nein, ein Server ist keine "gleichzeitige Mehrfachnutzung". Außerdem müsste
eine Vertragsverletzung bewiesen werden. Sind bestimmte Ports offen und
deuten auf NAT hin, so ist das kein Beweis für ein Netzwerk. Schließlich
kann ich auch eine Firewall installieren oder ich habe eine exotische
Software, die diese Ports nutzt.

Stefan

Rudolf Polzer

unread,
Aug 7, 2001, 11:40:47 AM8/7/01
to
Stefan Fricke <sfr...@sfricke.de> wrote:
> Rudolf Polzer wrote:
>
> > Darf T-O eigentlich portscannen bzw. trafficsniffen, um Server
> > zu entdecken?
>
> In der Regel nicht. Dazu müsste es
> 1. Ein Serververbot in den AGB geben
> 2. Einen konkreten Anfangsverdacht für einen Vertragsverstoss geben

Der ist nötig? Darf T-O also diese Methoden (insbes. sniffing)
nicht anwenden, _um_ einen Anfangsverdacht zu bekommen?

> > Würde dieses Ergebnis ausreichen, um den Vertrag
> > zu kündigen (fällt das auch unter "gleichzeitige Mehrfachnutzung")?
>
> Nein, ein Server ist keine "gleichzeitige Mehrfachnutzung". Außerdem müsste

Wenn er öffentlich zugänglich ist (d.h. ohne Kennwort o.ä.), dann
schon.

> eine Vertragsverletzung bewiesen werden. Sind bestimmte Ports offen und
> deuten auf NAT hin, so ist das kein Beweis für ein Netzwerk. Schließlich
> kann ich auch eine Firewall installieren oder ich habe eine exotische
> Software, die diese Ports nutzt.

NAT ist sowieso nicht verboten. Man darf ohnehin einen Router
aufstellen - ihn aber nur selbst und vielleicht sogar nur
von einem Rechner aus nutzen. Aber um selbst abwechselnd von
zwei Rechnern ins Netz gehen zu können - AFAIK ok. Und niemand
verbietet einen Software-Router.

--
2.4.5 in init/main.c(607):
struct task_struct *child_reaper = &init_task;

Roland Ebel

unread,
Aug 7, 2001, 2:09:11 PM8/7/01
to
"Rudolf Polzer" <adsg...@durchnull.de> schrieb im Newsbeitrag
news:slrn9n02vv.2...@www42.durchnull.de...

> Stefan Fricke <sfr...@sfricke.de> wrote:
> > Rudolf Polzer wrote:
> >
> > > Darf T-O eigentlich portscannen bzw. trafficsniffen, um Server
> > > zu entdecken?
> >
> > In der Regel nicht. Dazu müsste es
> > 1. Ein Serververbot in den AGB geben
> > 2. Einen konkreten Anfangsverdacht für einen Vertragsverstoss geben
>
> Der ist nötig? Darf T-O also diese Methoden (insbes. sniffing)
> nicht anwenden, _um_ einen Anfangsverdacht zu bekommen?

Ein Portscan ist nichts rechtswidriges - warum sollte nicht der
Provider - wie jeder andere User auch - beliebige Portscanns
durchführen dürfen?

> > Nein, ein Server ist keine "gleichzeitige Mehrfachnutzung". Außerdem
müsste
>
> Wenn er öffentlich zugänglich ist (d.h. ohne Kennwort o.ä.), dann
> schon.

Ein Server ist ein Server - sonst nichts. Wenn er nicht ausdrücklich
verboten ist, ist er erlaubt. Eine unerlaubte Mehrfachnutzung der
Zugangskennung ist daduch nicht gegeben - es sei denn, Du
bietest Deine Anschlussdaten dort zum Download an.

> NAT ist sowieso nicht verboten.

Stimmt.

> Man darf ohnehin einen Router aufstellen...

Stimmt.

> - ihn aber nur selbst und vielleicht sogar nur
> von einem Rechner aus nutzen.

Stimmt nicht - werder das eine noch das andere.

Zumindest bei T-Online gibt es die "Duldung der gemeinschaftlichen
Nutzung durch Familienmitglieder", und Du selbst darft an so vielen
Rechnern arbeiten, wie Du willst (Z.B. einer als Mailserver, einer als
FTP-Server, einer als Napster-Server, und einer zum Surfen)

Roland


Rudolf Polzer

unread,
Aug 7, 2001, 3:18:43 PM8/7/01
to
Roland Ebel <New...@Ebel-Berlin.de> wrote:
> "Rudolf Polzer" <adsg...@durchnull.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:slrn9n02vv.2...@www42.durchnull.de...
> > Stefan Fricke <sfr...@sfricke.de> wrote:
> > > Rudolf Polzer wrote:
> > >
> > > > Darf T-O eigentlich portscannen bzw. trafficsniffen, um Server
> > > > zu entdecken?
> > >
> > > In der Regel nicht. Dazu müsste es
> > > 1. Ein Serververbot in den AGB geben
> > > 2. Einen konkreten Anfangsverdacht für einen Vertragsverstoss geben
> >
> > Der ist nötig? Darf T-O also diese Methoden (insbes. sniffing)
> > nicht anwenden, _um_ einen Anfangsverdacht zu bekommen?
>
> Ein Portscan ist nichts rechtswidriges - warum sollte nicht der
> Provider - wie jeder andere User auch - beliebige Portscanns
> durchführen dürfen?

Wirklich? Das sehe ich anders. Warum verbieten dann viele Provider
Portscans? Ist so eine Klausel überhaupt rechtsgültig?

> > > Nein, ein Server ist keine "gleichzeitige Mehrfachnutzung". Außerdem
> müsste
> >
> > Wenn er öffentlich zugänglich ist (d.h. ohne Kennwort o.ä.), dann
> > schon.
>
> Ein Server ist ein Server - sonst nichts. Wenn er nicht ausdrücklich
> verboten ist, ist er erlaubt. Eine unerlaubte Mehrfachnutzung der
> Zugangskennung ist daduch nicht gegeben - es sei denn, Du
> bietest Deine Anschlussdaten dort zum Download an.

So interpretiere ich "gleichzeitige Mehrfachnutzung" - schließlich
haben andere ins Netz gehende Rechner die Zugangsdaten nicht.
Diese Interpretation halte ich aber nicht für das Gemeinte, so
dass hier ein Gericht entscheiden müsste. Das Risiko will ich aber
nicht auf mich nehmen.

> > NAT ist sowieso nicht verboten.
>
> Stimmt.
>
> > Man darf ohnehin einen Router aufstellen...
>
> Stimmt.
>
> > - ihn aber nur selbst und vielleicht sogar nur
> > von einem Rechner aus nutzen.
>
> Stimmt nicht - werder das eine noch das andere.
>
> Zumindest bei T-Online gibt es die "Duldung der gemeinschaftlichen
> Nutzung durch Familienmitglieder", und Du selbst darft an so vielen
> Rechnern arbeiten, wie Du willst (Z.B. einer als Mailserver, einer als
> FTP-Server, einer als Napster-Server, und einer zum Surfen)

Daher das "vielleicht". Sieht man die AGBs und die
Leistungsbeschreibung streng, dann darf man das wirklich nicht.
Berücksichtigt man jedoch, was T-O selbst sagt, dann darf
man das - aber es fragt sich nur, wie lange.

--
Your password must be at least 18770 characters and cannot repeat any of
your previous 30689 passwords. Please type a different password. Type a
password that meets these requirements in both text boxes. [M$]
(Fix: http://support.microsoft.com/support/kb/articles/q276/3/04.ASP)

Egon Vellusig

unread,
Aug 7, 2001, 4:25:54 PM8/7/01
to
Tilman Schmidt <Tilman....@ePost.de> wrote:

>Die User, die heute ihre Onlinezeit nicht erfassen, werden auch ihr
>Volumen nicht erfassen und ihre Online-Rechnung bei beiden
>Abrechnungsmodellen gleichermaßen als gottgegeben hinnehmen. Sie
>werden höchstens nach einer allzu erschreckenden Rechnung den Vorsatz
>fassen, ihren Internet-Konsum etwas einzuschränken. Für solche User
>ist jedes nutzungsabhängige Tarifmodell gleich gut oder schlecht.

Ja, wenn sie verdrängen daß sie bei einer Abrechnung nach Traffic auch
für Besuche auf ihrer Homepage zahlen.

>Für alle anderen sollte die Erfassung des Volumens kein größeres
>Problem sein als das der Zeit. Wenn ich meinen Mauszeiger auf das
>Netzwerksymbol im System Tray bewege, prangt da die Anzeige:
>
>Gesendet: 112.782 Bytes
>Empfangen: 2.843.774 Bytes

Der Traffic kann bedeutend darüber liegen.

>Und das serienmäßig bei Windows 2000. Die Ausgangssituation ist also
>schon besser als zu Beginn der Zeittarife. Im übrigen sollte es für
>die Autoren der zahlreichen Online-Zeiterfassungsprogrammen keinerlei
>Problem sein, entsprechend auch Online-Volumenerfassungsprogramme
>herauszubringen.

Nur wenn Du weder beim Provider noch auf Deinem Rechner einen Web-,
FTP- etc. Server am laufen hast.

Egon Vellusig

unread,
Aug 7, 2001, 4:18:52 PM8/7/01
to
Mario Klebsch <ma...@klebsch.de> wrote:

>Man müsste den Leuten ur erklären, das ihnen in der Zeit, in der sie
>eine Web-Seite lesen, keine laufenden Kosten entstehen, egal wie
>langsam oder schnell sie lesen. Ich denke schon, das würden sie
>verstehen. Schliesslich verstehen sie ja auch, dass ihnen derzeit
>Kosten etstehen, obwohl sie überhaupt nichts machen.

Bist Du Dir da so sicher? Solltest Du den Leuten nicht auch erklären
daß sie auch für Zugriffe auf ihre Homepage zahlen?

Lars Feyerabend

unread,
Aug 7, 2001, 5:15:37 PM8/7/01
to
* ma...@klebsch.de (Mario Klebsch) schrieb:

[Abrechnung nach Zeit oder Volumen]
>> Wasser/Gas/Heizöl sind materiell.

> Und Strom?

Wird auch nach Zeit abgerechnet: Kilowatt_stunden_... ;-)

// La "SCNR" rs
--
http://www.this-page-intentionally-left-blank.org

Tilman Schmidt

unread,
Aug 7, 2001, 5:33:58 PM8/7/01
to
e...@vellusig.de (Egon Vellusig) wrote:

>Mario Klebsch <ma...@klebsch.de> wrote:
>
>>Man müsste den Leuten ur erklären, das ihnen in der Zeit, in der sie
>>eine Web-Seite lesen, keine laufenden Kosten entstehen, egal wie
>>langsam oder schnell sie lesen. Ich denke schon, das würden sie
>>verstehen. Schliesslich verstehen sie ja auch, dass ihnen derzeit
>>Kosten etstehen, obwohl sie überhaupt nichts machen.
>
>Bist Du Dir da so sicher? Solltest Du den Leuten nicht auch erklären
>daß sie auch für Zugriffe auf ihre Homepage zahlen?

Nein, nur dass sie ihre Homepage besser auf den dafür kostenlos zur
Verfügung gestellten Server ihres Providers legen sollten statt auf
einen PC bei sich zu Hause.

Tilman Schmidt

unread,
Aug 7, 2001, 5:45:32 PM8/7/01
to
e...@vellusig.de (Egon Vellusig) wrote:

>Tilman Schmidt <Tilman....@ePost.de> wrote:
>
>>Die User, die heute ihre Onlinezeit nicht erfassen, werden auch ihr
>>Volumen nicht erfassen und ihre Online-Rechnung bei beiden
>>Abrechnungsmodellen gleichermaßen als gottgegeben hinnehmen. Sie
>>werden höchstens nach einer allzu erschreckenden Rechnung den Vorsatz
>>fassen, ihren Internet-Konsum etwas einzuschränken. Für solche User
>>ist jedes nutzungsabhängige Tarifmodell gleich gut oder schlecht.
>
>Ja, wenn sie verdrängen daß sie bei einer Abrechnung nach Traffic auch
>für Besuche auf ihrer Homepage zahlen.

Das ist *ein* mögliches Tarifmodell, und kein sehr wahrscheinliches.
Wenn ein Provider heute eine kostenlose Homepage anbietet, während er
die Verbindung zum Kunden nach Zeit abrechnet, wieso sollte er beim
Wechsel auf Abrechnung der Verbindung zum Kunden nach Volumen die
Homepage auf einmal auch nutzungsabhängig abrechnen?

>>Im übrigen sollte es für
>>die Autoren der zahlreichen Online-Zeiterfassungsprogrammen keinerlei
>>Problem sein, entsprechend auch Online-Volumenerfassungsprogramme
>>herauszubringen.
>
>Nur wenn Du weder beim Provider noch auf Deinem Rechner einen Web-,
>FTP- etc. Server am laufen hast.

Die Homepage beim Provider wird bei einem volumenabhängigen Tarif
aller Wahrscheinlichkeit nach genauso kostenlos bleiben, wie sie es
beim zeitabhängigen Tarif war. Alles andere (FTP- etc. Server,
Webserver zu Hause) sind Nutzungsformen, die der Normalkunde, der
nicht einmal weiß, wie er sein Nutzungsvolumen kontrollieren soll, eh
nicht beherrscht. Da kommen wir in den Bereich der professionellen
Nutzung, wo Volumentarife problemlos schon seit vielen Jahren üblich
sind und keiner ein Problem damit hat, dass er selbstverständlich auch
für Traffic zahlt, der von Kunden ausgelöst wurde.

Sven Geggus

unread,
Aug 8, 2001, 2:45:41 AM8/8/01
to
Lars Feyerabend <ma...@lars-feyerabend.de> wrote:

>> Und Strom?

> Wird auch nach Zeit abgerechnet: Kilowatt_stunden_... ;-)

Und das soll ich jetzt witzig finden?

Sven

--
"I'm a bastard, and proud of it"
(Linus Torvalds, Wednesday Sep 6, 2000)

/me is giggls@ircnet, http://geggus.net/sven/ on the Web

Sven Geggus

unread,
Aug 8, 2001, 2:48:09 AM8/8/01
to
Tilman Schmidt <Tilman....@epost.de> wrote:

> Nein, nur dass sie ihre Homepage besser auf den dafür kostenlos zur
> Verfügung gestellten Server ihres Providers legen sollten statt auf
> einen PC bei sich zu Hause.

Was daran technisch gesehen besser sein soll musst Du mir erst mal
erklaeren. Klar, dadurch, dass T-DSL eine mutwillig verkrueppelter IP-Zugang
ist bleibt einem de-fakto nix andres ueberig. Zu HAuse kann ich jedes noch
so exotische Apache Modul installieren, beim Provider meist nicht.

Sven

--
The source code is not comprehensible
(found in bug section of man 8 telnetd on Redhat Linux)

Helmuth Schutzeich

unread,
Aug 8, 2001, 3:47:02 AM8/8/01
to
Hi Sven,

You (Sven Geggus) wrote:
> Zu HAuse kann ich jedes noch
> so exotische Apache Modul installieren, beim Provider meist nicht.
>

Zuhause kann ich auch eine Datenbankanbindung zB mit ColdFusion
realisieren, was beim Provider meist schweineteuer ist.

Andererseit wäre mir der Aufwand, meine Websites selbst zu hosten, zu
groß. Ein offenes System müßte ich völlig anders konfigurieren.

Lieben Gruß, Helmuth

--
Home page: http://www.schutzeich.de
Virtual Access 5.51 build 315, Windows 2000 build 2195
Edited: Wed, 08 Aug 2001 09:41 +0200 CET
Antworten bitte nur in der NG

Egon Vellusig

unread,
Aug 8, 2001, 4:51:30 AM8/8/01
to
Tilman Schmidt <Tilman....@ePost.de> wrote:

>>Ja, wenn sie verdrängen daß sie bei einer Abrechnung nach Traffic auch
>>für Besuche auf ihrer Homepage zahlen.
>
>Das ist *ein* mögliches Tarifmodell, und kein sehr wahrscheinliches.
>Wenn ein Provider heute eine kostenlose Homepage anbietet, während er
>die Verbindung zum Kunden nach Zeit abrechnet, wieso sollte er beim
>Wechsel auf Abrechnung der Verbindung zum Kunden nach Volumen die
>Homepage auf einmal auch nutzungsabhängig abrechnen?

Wir stimmen hoffentlich darin überein daß die durch die Homepage
verursachten durchschnittlichen Transferkosten im Minutenpreis
inkludiert sind. Das ist bei einer Berechnung nach Zeit üblich und
anders auch gar nicht machbar. Diese Kosten sind daher bei allen
Providern durchaus vergleichbar.

Auch bei Berechnung des Traffics wäre das machbar, stellt aber die
eher unübliche Vorgangsweise dar. Selbst die Mutter DTAG macht dies
IIRC, ich habe nicht nachgesehen, bei ihren Angeboten so.

Vergleiche mit anderen Providern, und die bleiben sicher nicht aus,
würden daher sehr zu Ungunsten von T-Online ausgehen. Etwa nach dem
Motto: Bei UUnet zahle ich für ein MByte 0,08 DEM, warum verlangt TO
0,24 DEM? Das ist eine Schweinerei, die reinste Abzocke.

Ich vermute daß die Marketingabteilung da sehr schnell ein Veto
einlegen würde.

>>Nur wenn Du weder beim Provider noch auf Deinem Rechner einen Web-,
>>FTP- etc. Server am laufen hast.
>
>Die Homepage beim Provider wird bei einem volumenabhängigen Tarif
>aller Wahrscheinlichkeit nach genauso kostenlos bleiben, wie sie es
>beim zeitabhängigen Tarif war.

Nach dem oben gesagten fehlt mir da der Glaube. TO wird sich IMHO
nicht mutwillig eine neue Laus in den Pelz setzen :-).

>Alles andere (FTP- etc. Server,
>Webserver zu Hause) sind Nutzungsformen, die der Normalkunde, der
>nicht einmal weiß, wie er sein Nutzungsvolumen kontrollieren soll, eh
>nicht beherrscht. Da kommen wir in den Bereich der professionellen
>Nutzung, wo Volumentarife problemlos schon seit vielen Jahren üblich
>sind und keiner ein Problem damit hat, dass er selbstverständlich auch
>für Traffic zahlt, der von Kunden ausgelöst wurde.

Das sehe ich anders. Gerade diejenigen unter den TO-Kunden die vom
Tuten und Blasen keine Ahnung haben sind es doch die ihre `Server'
über TO anbinden. Das ist doch das immer wiederkehrende Argument wenn
es darum geht "wie verhindere ich daß TO die Verbindung nach 15
Minuten abbaut". Ein Profi käme nie auf die Idee einen Server über TO
zu realisieren.

Timo Holzherr

unread,
Aug 8, 2001, 5:58:01 AM8/8/01
to
Hi NG.

> Ansonsten gibt es immer noch die Möglichkeit, beim Provider einen
> eigenen Server unterzustellen. Das ist schon zu den Regeltarifen nicht
> mehr soooo teuer, und wenn es einem guten, gemeinnützigen Zweck dient,
> kann man da sicher auch noch handeln.

http://www.domain-discount.com/

100 DM pro Monat für einen eigenen Server, 1 GB Traffic monatlich frei

grüße Timo


Tobias Wolter

unread,
Aug 8, 2001, 7:06:47 AM8/8/01
to
Roland Ebel hat geschrieben getan getutet:

> > - ihn aber nur selbst und vielleicht sogar nur
> > von einem Rechner aus nutzen.
> Stimmt nicht - werder das eine noch das andere.
> Zumindest bei T-Online gibt es die "Duldung der gemeinschaftlichen
> Nutzung durch Familienmitglieder"

Aber die Flatrate-Angebote sind AFAIK auf EINE Person beschränkt und
daher dann auch nicht durch Familienmitglieder benutzbar, oder? So habe
ich das nämlich in der Routerdebatte mitbekommen.

-towo
--
Eigentlich sollte man das umdrehen. Sowas in der Art von "Diese Seiten
sind fuer die Benutzung von JavaScript pessimiert. Bitte schalten Sie
JavaScript ab."
- Boris 'pi' Piwinger in de.alt.sysadmin.recovery

Sabine Baer

unread,
Aug 11, 2001, 6:24:18 AM8/11/01
to
On Tue, 7 Aug 2001 20:09:11 +0200, Roland Ebel wrote:

[...]

>Ein Server ist ein Server - sonst nichts. Wenn er nicht ausdrücklich

Was hat ein Server ueberhaupt mit meinem ISP zu tun?
Ich habe einen Mailserver, um meine Mails in verschiedene Faecher zu
verteilen, ich habe einen Newsserver, um News offline lesen zu
koennen, ich kann einen Einwahlserver einrichten, dann kann jeder, der
die Telefonnummer kennt und ein Passwort bekommt, eine ppp-verbindung
aufbauen oder sich ganz ohne ppp einfach remote einloggen, ich kann
einem anderen Rechner oder meinem eigenen einen Zugang zu Port 80 oder
21 bewilligen und wenn ich mehr wuesste, noch andere Dienste zur
Verfuegung stellen (und ein dummes Gesicht machen, wenn jemand sie
anders nutzt, als ich mir das gedacht habe). Das alles hat
ueberhauptnichts mit meinem ISP zu tun.

Nur in den kurzen Mimenten, in denen mir mein ISP den Zugang zum
Inter-Net oeffnet und meinen Rechner zu einem vollwertigen
Internetrechner macht, da koennten meine Server auch ueber diesen Weg
genutzt werden. Wenn ich denn meine IP-Adresse, die ich selbst ja erst
einmal herausfinden muss, fuer genau diese Zeit einem dritten
bekanntgeben wuerde um sich damit zu verbinden.

Also, das Anbieten von Servern als t-online-Kunde ist doch ohnehin
Spielerei.
Und das Anbieten von Servern auf anderen Wegen geht t-online doch
nichts an.

(Klar, wenn ich jedem, der sich bei mir einloggen darf, auch gestatte,
eine t-online-Verbindung aufzumachen, dann sollte ich vorher mal in
die AGB gucken, aber das hat doch nichts mit von mir installierten
Servern zu tun)

Oder sehe ich da was falsch?

Sabine

--
Nein. Eine Nachricht ist nie unabhängig vom Sender. Ich höre auch
nicht Radio Islam, selbst wenn die zufällig auf die bemerkenswert
richtige Einsicht kämen, dass vier und vier acht sind.
(B. Schroeder in dsg)

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