Am 18.08.2022 um 01:08 schrieb Jörg Tewes:
...
> Es wird immer eine Version mit neuen Fixes kommen. Und es wird immer
> schnell kommen. Für beliebige Definitionen von schnell. Für viele in
> den Mozilla Gruppen sind die Updates die alle 6 Wochen kommen zu
> schnell, manche beschweren sich gar darüber das schon wieder ein
> Update kommt. "Wieso wußten die Firefox Macher als sie die 102
> rausgebracht haben denn nicht von den Fehlern die sie in der 102.0.1
> behoben haben?" War nicht selten zu hören.
nur IMO:
Ich finde es *sehr* gut wenn Bugfixe - die nichts an den Funktionen
ändern - sehr schnell kommen. Also so wie x.y.1, x.y.2
Wenn man daraus so etwas wie ein Servicepack oder Servicerelease daraus
macht (wie x.2, x.3 etc.), die ebenfalls die Funktionen nicht
grundsätzlich ändern - prima!
Was mich jedoch sehr stört ist die Änderung in den Majorreleases, wo
Funktionen prinzipiell geändert werden oder wegfallen, Add-Ons ersatzlos
nicth mehr gehen, ohne dass letztendlich gegenüber dem Vorrelease eine
Verbesserung der Funktionen erkennbar ist (ja, da ist sicher auch eine
gewisse Subjektivität dabei). Natürlich gibt es auch gute und
nachvollziehbare Weiterentwicklungen, Stillstand ist keine Lösung.
Also mich stört bei TB (und FF): Hauptsache öfter neu und unbedingt
anders als vorher.
Zwischen Fehlerbehebung und Funktionsänderung sehe ich eine großen
Unterschied - Auswirkungen von zu lange im Softwaretesting gearbeitet.
Jetzt kann man z.B. argumentieren, dass das TB Entwicklungsteam nichts
dafür kann, wenn z.B. TBSync kein angepasstes AddOn für TB 102+ liefert.
Aber da verkennt man IMO, warum TB (und FF) von vielen Menschen mit
technischer Affinität genutzt werden: die Erweiterung mit AddOns (über
das, was andere Programme bieten) und das breite Angebot an AddOns ist
IMO einer der Hauptvorteile von TB (und FF). Wenn einem bei fast jedem
Majorrealease die oft mühselig zusammengebaute Konfiguration "um die
Ohren fliegt" und es teilweise keine anderen Lösungen gibt - wo ist dann
noch der Sinn das jedes mal wieder an zahlreichen(!) Profilen
umzukonfigurieren? Stellt euch nur Familien mit 4 Personen und 6
Rechnern vor, auf 4 Rechnern davon jeder ein Konto, 18x kein Spaß. (nur
als (willkürliches) Beispiel). Oder glaubt jemand im Ernst dass ein ONU
die Konfiguration selber anpassen kann? Die brauchen doch schon öfter
mal länger um ihrer Passwörter zu finden... Da heißt die ONU Lösung:
geht nicht mehr, nehme ich nicht mehr.
Noch was dazu: Ohne die Integration des Lightning-Kalenders - der auch
bei jedem Majorrelease sofort funktioniert - wäre für mich schon lange
TB unbenutzbar. Diese Integration war IMO eine der besten Ideen der
letzten 7 Jahre. Aber Lightning braucht oft Verbindungen, wer möchte
mehrere nicht-synchrone Kalender und Adressbücher? CardDAV geht nicht
schön, aber es geht, bei CalDAV gibt es offenbar noch viel
Optimierungspotenzial. (wie Erkennung mehrere Kalender auf einem Konto,
Aufgaben via CalDAV).
TB ist mehr als nur eine Mail&News Programm, es wird von vielen als
Groupware Ersatz genutzt, das sollte das TB Entwicklungsteam auf dem
Schirm haben. Outlook ist ja nun wirklich keine (vernünftige)
Alternative, erst recht nicht bei Linux.
Interessiert zwar alles keinen, aber ich schreibe es mal trotzdem.
--
Thomas