Andreas Borutta, 2023-08-02 10:54:
> Arno Welzel:
>
>> Andreas Borutta, 2023-07-30 22:00:
>>
>> [...]
>>> Und unabhängig davon bin ich überzeugt, dass es freier Software sehr
>>> gut tun würde, wenn an der Kultur etwas geändert wird. Was genau da
>>> funktionieren könnte, maße ich mir nicht an zu wissen.
>>>
>>> Nahezug gar keine menschliche Kommunikation zwischen Nutzern und
>>> Entwicklern /und/ auch keine /Übermittler/ halte ich für eine
>>> kulturelle Sackgasse.
>>
>> Bug-Meldungen in Plattformen wie Bugzilla oder Github *sind*
>> "menschliche Kommunikation".
>
> Du missverstehst noch, was ich meine.
>
> Ich meinte einen Dialog.
> Es geht darum, normale Nutzer zu ermutigen, sich konstruktiv zu
> beteiligen mit präzisen Vorschlägen und Rückmeldungen.
Und dafür ist ein Bugtracker das präfierte Medium. Denn "präzise
Vorschlägen und Rückmeldungen" gibt es nicht, wenn man nur ein Forum
anbietet, wo jeder schreiben kann, was und wie er gerade will.
Siehe Usenet ;-)
> Meine These:
> Die Datenbank in der jetztigen Form ist dafür nur schlecht oder gar
> nicht geeignet.
>
> Das von mir vorgeschlagene System mit einem Vermittler zwischen
> normalem Nutzer und Entwickler wäre besser geeignet.
>
> Ein Vermittler könnte z.B. dem Nutzer freundlich erklären, dass
> aktuell zu wenig Kapazität bei den Entwicklern für die Bearbeitung
> bestimmter Aufgaben vorhanden ist.
Das dürfte den Benutzer wenig interessieren. Dann fordert er halt, dass
der Anbieter mehr Entwickler beschäftigen soll, zumal Mozilla laut
<
https://www.heise.de/news/Mozillas-Jahresbericht-Umsatz-beibt-stabil-Abhaengigkeit-von-Google-auch-6293061.html>
bereits 2021 rund 7,5 Mio. USD in, Zitat: Menschen und Projekte für
"mehr Gesundheit im Internet" (Zitat Ende) investiert hat.
Würde man statt dessen 1 Mio. weniger investieren und dafür ein paar
zusätzliche Leute für Entwicklung bei Thunderbird bezahlen inkl.
"Endbenutzer-Betreuung", könnte vielleicht das umsetzen, was Dir vorschwebt.
> Mit so einer Rückmeldung wäre der Nutzer nicht frustriert, wo er sonst
> vielleicht gar kein Feedback von Entwicklern erhält oder nur ein
> schnödes, formales "deferred".
Das glaube ich nicht.
[...]
> Aus Gesprächen mit diversen Nutzern freier Software weiß ich
> jedenfalls:
> Die vorherschende Kultur und der Tonfall, die Art der Kommunikation,
> all das stimuliert sie nicht zum Beitragen. Es schreckt sie ab.
>
> Entwickler und normale Nutzer ticken sehr verschieden. Es ist alles
> andere als trivial da Brücken zu bauen.
Ja - nicht weniger Benutzer wollen bei Open Source gerne alles gratis -
weil es ist ja "Open Source" und da weiß man doch, dass das nix kosten
darf - und nerven auch mitunter extrem, wenn man ihnen erklärt, dass das
aus Zeitgründen nicht machbar ist. BTDT - deshalb ist meine Motivation
auf Einzelwünsche einzugehen, extrem niedrig.