Martin Lopez:
> Am Wed, 12 Jan 2022 19:17:39 +0100 schrieb Arno Welzel:
>
>> Es hilft daher nicht, wenn man Covid-19 per se abstreitet oder
>> verharmlost und so tut, als wäre das alles nur eine Verschörung ...
>
> Der erste Schritt wären solche Unterstellungen zu lassen. Vielleicht
> kommen dann die Menschen ja doch wieder zusammen, denn einzig alleine
> zählt die Frage wie man in Zukunft wieder zusammen leben möchte.
Wenn ich mir ansehen, was Menschen auf diversen Demos in Berlin
verbreiten, sehe ich das nicht als Unterstellung.
Ein Bekannter von mir, der auch komplett in diese Welt abgedriftet ist,
hat mir gegenüber letztes Jahr gesagt, die Regierung von reichen Eliten
gesteuert ist, die darüber entscheiden, was mit dem Volk passieren soll.
Die hätten konkrete Pläne und das würde alles noch viel schlimmer. Und
das meinte er absolut ernst.
Siehe auch die Akteure in diesem Umfeld:
<
https://www.regensburg-digital.de/steigender-zulauf-bei-coronaprotesten/10012022/>
Zitat:
"Gleichzeitig spricht der Weidener seit Monaten immer wieder von einer
durch Politik und Medien bewusst betriebenen Spaltung der Gesellschaft
und zweifelt die Existenz des Coronavirus an. Auch ob die Krise nicht
von langer Hand geplant sei, mutmaßte Bauer schon mehrfach."
Und die Aussage, dass es den Virus nicht gibt oder er bei weitem nicht
so gefährlich ist, wie behauptet, findet definitiv statt.
Mag sein, dass Du persönlich zumindest die Existenz von Covid-19 aks
Erkrankung anerkennst und auch die möglichen Komplikationen bis hin zu
Todesfällen. Aber die breite Masse derer, die auf den Corona-Demos
unterwegs sind, lehnen *jegliche* Maßnahmen ab, gerade *weil* sie davon
ausgehen, dass die Pandemie nur erfunden wurde - wahlweise von der
korrupten Regierung, Pharmaunternehmen oder von irgendwelchen "Eliten",
zu denen dann auch Leute wie Bill Gates gerechnet werden.
Es ist auch verständlich - Menschen suchen bei Ereignissen dieser
Größenordnung nach Schuldigen. Das war bei 9/11 auch nicht anders - auch
da sprießen Verschwörungstheorien aller Art, weil man nicht glauben
will, dass es tatsächlich Terrorismus in dieser Form geben könnte. Auch
beim Anschlag auf dem Breitscheidplatz in Berlin gab es schnell allerlei
Verschwörungstheorien und rechte Propaganda:
<
https://www.morgenpost.de/berlin/article209996893/So-wird-der-Berlin-Anschlag-fuer-rechte-Propaganda-genutzt.html>
<
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-04/verschwoerungstheorien-sprache-forschung-germanistik-soeren-stumpf?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F>
Im Kern läuft es immer auf "die da oben und wir" hinaus.
> Akzeptiere einfach das sich zwischen 1% und 40% sich nicht auf Dauer
> zwecks C19 Impfen lassen werden. Es ist einfach so, fertig.
Damit habe ich auch kein Problem. Aktuell sind es übrigens nur etwa 30%.
Ein Problem habe ich, wenn *mir* jemand vorwirft, ich wäre ideologisch
verblendet, wenn ich mich selbst gegen Covid-19 schützen möchte und kein
Interesse daran habe, auf Demos mitzulaufen, wo tausende Menschen ohne
Schutz herumlaufen.
> Auch auf die Frage hin was man dann mit diesen Menschen in
> allerletzter(!) Konsequenz machen soll, sollte mal jeder in sich gehen.
Solange keine Impfpflicht besteht - nichts.
Aber diese Menschen sollen dann bitte auch nicht rumjammern, wenn
Geschäfte oder Restaurants nur Leute einlassen, die geimpft oder
getestet sind. Und ja - ich kenne auch Leute, die selbst einen Test
ablehnen mit dem Argument, dass wahlweise der Test ohnehin nicht
funktioniert oder dass die Angestellten der Geschäft oder Restaurants ja
geimpft wären und es daher egal wäre, ob man selbst den Virus hat oder
nicht.
> (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu
> schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
GG Art 2: "Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit."
Auch ich, der kein Covid-19 von Anderen bekommen will.