Juergen Kah:
Gemeint ist ixquick:
>Schreiben was von "diskreteste Suchmaschine der Welt", wollen
>aber alles speichern von mir alles, was sie kriegen können und
>ich soll bei denen noch Filter einstellen...
Deine Sucheinstellungen sind im Grund nichts anderes als weitere
Parameter (neben dem Suchausdruck) zur Suchanfrage. Sie werden
nicht bei ixquick gespeichert sondern bei Dir in Form eines
Cookies, das keine weiteren Informationen enthält. Wenn dein
Browser alle Cookies beim Beenden des Browsers löscht, sind Deine
Einstellungen vergessen.
Willst Du gar nicht mit Cookies arbeiten, bietet ixquick Dir auch
die Möglichkeit, deine Einstellungen in einem URL zum
Suchformular unterzubringen. Alle weiteren Links auf diesem
Suchformular, die auf Seiten von ixquick verweisen, dürften dann
ebenfalls Deine Sucheinstellungen enthalten, so dass die im
Navigieren zwischen ixquick‐Seiten immer mitgeschleppt werden und
Du sie nicht bei jeder weiteren Suchanfrage von neuem einstellen
musst.
Solange ixquick Deine Suchanfragen nicht speichert, sehe ich
keine Diskretionsverletzung.
Ein anderes Szenario mit Cookies ist, dass ein Suchdienst
»Datenkrake« ebenfalls ermöglicht, Sucheinstellungen mittels
Cookies festzuhalten, dann aber nicht die Einstellungen in einem
Cookie unterbringt, sondern jedem seiner Besucher bei seinem
ersten Besuch eine Besuchernummer verpasst, die in einem Cookie
auf dem Rechner des Besuchers gespeichert wird.
Datenkrake unterhält dann bei sich eine Tabelle, die zu jeder
Besuchernummer die Sucheinstellungen enthält (damit man behaupten
kann, die Cookies wären ein Dienst an den Besuchern), aber in der
Hauptsache dazu dient, dass Datenkrake jeden Besucher dadurch
wiedererkennt, dass der Browser bei jedem weiteren Besuch
Datenkrake das Cookie präsentiert, das er beim ersten Besuch
erhalten hat. Auf diese Weise kann Datenkrake für jeden Besucher
eine Suchanfragengeschichte speichern.
Ein Beispiel:
Besuchernummer | Familienfilter | Suchgeschichte
| | IP | Suchanfrage
---------------+----------------+-----------------+----------------
327246793 | aus | 123.456.789.012 | Datensammelwut
+----------------+-----------------+----------------
| aus | 456.789.012.345 | Wiedererkennung
| | | AND Cookies
---------------+----------------+-----------------+----------------
327246794 | an | 789.012.345.456 | Vanilleeis
---------------+----------------+-----------------+----------------
327246795 | an | |
---------------+----------------+-----------------+----------------
Zum Besucher mit der Nummer 327246793 sind zwei Besuche
»Datensammelwut« von 123.456.789.012 aus und »Wiedererkennung AND
Cookies« von 456.789.012.345 aus und die Einstellung
»Familienfilter aus« gespeichert. Zum Besucher mit der Nummer
327246794 ist ein Besuch mit der Suchanfrage »Vanilleeis« von der
IP‐Adresse 789.012.345.456 aus und die Einstellung
»Familienfilter an« gespeichert. Besucher mit der Nummer
327246795 hat Datenkrake gerade zum ersten Mal besucht, noch ohne
eine Suchanfrage getätigt zu haben. Deshalb ist die
Suchgeschichte noch leer. Die Voreinstellung »an« des
Familienfilters ist in der Tabelle erkennbar.
Bei diesem Szenario wird das Cookie bei dem Besucher übrigens nicht
geändert, wenn er seine Einstellungen ändert, schließlich soll er
ja seine Identität behalten.
Fazit: Cookie ist nicht gleich Cookie. Die entscheidende Frage
ist, ob es um Wiedererkennung geht oder nicht.
>ja, ich weiss, dass IP + Browser usw. eh gespeichert werden,
Ich meine bisher verstanden zu haben, dass ixquick genau das
nicht tut.
Vorschlag: Follow‐ups nach de.comm.infosystems.suchmaschinen.
Friedhelm