"Arno Welzel" schrieb am 13.01.2018 um 23:46:52:
> Und ich habe eben Port 110 genommen, weil es ja auch um POP3 ging.
Es ging um einen Server, der neben IMAP auch POP3 kann. Allerdings kam in dem
von mir in <news:p3anbq$fha$
1...@tota-refugium.de> beschriebenen String das
Wörtchen "POP3" nicht vor, wohl aber das Wörtchen "IMAP". Da hätte man
eigentlich drauf kommen können, dass es mir primär um IMAP ging ;-) Zumal in
besagtem Beitrag dann auch noch von "kruden Antworten auf IMAP-Befehle" die
Rede war.
Um die Sache zu konkretisieren, drei Beispiele für die eigenartige
Verhaltensweise des Servers:
1. Bei der Abfrage von Nachrichten-Informationen mit FETCH enthält die Antwort
diese Informationen in einer anderen Reihenfolge als sie im FETCH-Befehl
aufgelistet waren. Beispiel: mit dem Befehl "FETCH 1 (UID RFC822.SIZE FLAGS
BODY.PEEK[HEADER])" werden nacheinander die UID, die Größe, die Flags und die
Header einer Nachricht abgefragt. In der Antwort auf diesen Befehl sind diese
Informationen auch enthalten, allerdings in anderer Reihenfolge als sie im
FETCH-Befehl standen. Ein wirklicher Verstoß gegen RFC3501 ist das zwar nicht,
aber mir ist kein anderer IMAP-Server bekannt, der sich so verhält.
2. UIDPLUS wird nicht unterstützt. Das ist vor allem deshalb nachteilig, weil
in den Antworten auf APPEND und COPY keine UID mitgeliefert wird. Der Client
weiß nach dem Hochladen bzw. Kopieren einer Nachricht also nicht, welche UID
die hochgeladene bzw. kopierte Nachricht bekommen hat.
3. In der Antwort auf einen SELECT- oder EXAMINE-Befehl auf einen leeren
Ordner liefert der Server für EXISTS den Wert 0 zurück. Das ist zunächst
einmal korrekt. Lädt man aber mittels APPEND eine Nachricht in diesen Ordner
hoch oder kopiert mittels COPY eine Nachricht in diesen Ordner, liefert der
Server immer noch 0 für EXISTS zurück. Den korrekten Wert für EXISTS (nämlich
1) liefert er erst aus, nachdem der Client die Verbindung zum Server getrennt
und wieder neu aufgebaut hat. WTF?
Gruß
Michael