Ich würde gerne unseren Firmen-Exchange ins Abseits stellen, benötige
jedoch eine Alternative, die mit Outlook zusammenarbeitet. Jetzt gibt es
z.B. OpenGroupware, was allerdings den kostenpflichtigen "Zidelook"
benötigt.
Was ich jetzt nicht verstehe: Andere Exchange-kompatible Clients können
über WebDAV und den ZideStore-Server auf OpenGroupware zugreifen - wieso
kann das Exchange nicht? Outlook bietet doch eine Möglichkeit an, über
HTTP auf Exchange zuzugreifen, ist das nicht die selbe Methode?
Was gibt es für kostenfreie Alternativen, um Exchange zu ersetzen?
Linux-Kenntnisse, insbesondere im Mailbereich sind vorhanden.
Tschau!
Michael
> Ich würde gerne unseren Firmen-Exchange ins Abseits stellen, benötige
> jedoch eine Alternative, die mit Outlook zusammenarbeitet.
GroupWise 7. Ende Mai kommt der SP1, da ist das Ding einsetzbar und enthält
auch einen Outlook Connector (für Outlook XP und 2003). GW7 enthält
übrigens einen Suse SLES 9 Server kostenlos dazu.
> Was gibt es für kostenfreie Alternativen, um Exchange zu ersetzen?
Sorry! Das nun nicht.
--
Stefan Braunstein
- no e-mails -
Stefan Braunstein schrieb:
> Am Thu, 06 Apr 2006 17:52:42 +0200 schrieb Michael Vogel:
>
>> Was gibt es für kostenfreie Alternativen, um Exchange zu ersetzen?
>
> Sorry! Das nun nicht.
Mein Chef wird nicht wirklich Geld springen lassen wollen, wenn wir
Exchange bereits legal besitzen ...
Michael
> Mein Chef wird nicht wirklich Geld springen lassen wollen, wenn wir
> Exchange bereits legal besitzen ...
Womit er durchaus Recht hätte.
Dann müsste er aber auch bereit sein, Geld für einen
Exchange-Administrator, bzw. eine Exchange-Schulung auszugeben ...
Nur weil Exchange per Maus bedienbar ist, bedeutet es nicht, dass es von
jedem auch bedienbar ist.
Michael
Exchange wird _nicht_ von jedem bedient! (Hoffentlich)
OpenGroupware und das darunterliegende System (Linux?/BSD) hälst du
_ohne_ Schulung für administrierbar?
Worin genau erwartest du einen Vorteil durch die Umstellung eines
funktionierenden Systems auf eine _Dir_ unbekannte Software?
Klar. Aber wir haben eben niemanden, der es wirklich kennt und wollen
uns dafür auch niemanden ins Haus holen.
> OpenGroupware und das darunterliegende System (Linux?/BSD) hälst du
> _ohne_ Schulung für administrierbar?
Wir haben Leute im Haus, die umfassende und langjährige Linux-Erfahrung
haben und die schon mehr als einen Mailserver administriert haben, der
dann auch durchaus mehr als nur Standard gemacht hat.
> Worin genau erwartest du einen Vorteil durch die Umstellung eines
> funktionierenden Systems auf eine _Dir_ unbekannte Software?
Wenn die Software uns bekannte Komponenten benutzt, ist das System nicht
unbekannt. Mal davon abgesehen habe ich bislang die Erfahrung gemacht,
dass (für mich) unixoide Systeme häufig einfacher in der Administration
sind, wenn man sich abseits der ganzen bunten Oberflächen auf die
Kommandozeile einlässt.
Aber ich möchte hier wirklich kein Windows-Bashing betreiben. Ich weiß
nur, dass wir mit Exchange ein Produkt haben, mit dem wir uns nicht gut
auskennen und das wir im Fehlerfall schwierig beherrschen können.
Michael
> kann das Exchange nicht? Outlook bietet doch eine Möglichkeit an, über
> HTTP auf Exchange zuzugreifen, ist das nicht die selbe Methode?
Outlook 2003 kann die F/B-Informationen auf einem WebDAV-Server
publizieren. Allerdings ist das noch recht weit davon entfernt,
Exchange-Funktionalität zu sein.
> Was gibt es für kostenfreie Alternativen, um Exchange zu ersetzen?
Die meisten verfügbaren Open Source Groupware-Lösungen sehen entweder so
aus, dass Outlook als IMAP-Client mit eben F/B-Publishing über WebDAV
arbeitet, oder aber dass die Serverkomponenten zwar Open Source sind, aber
die Konnektoren (die MAPI-Clients, die für die Umsetzung der MAPI-Aufrufe
in die entsprechenden Serverprotokolle zuständig sind) kommerziell
vertrieben werden. OpenGroupware hast du ja bereits genannt, die Liste der
anderen "üblichen Verdächtigen" ist mäßig lang - da ist z.B. Scalix mit dem
in die Jahre gekommenen OpenMail-Code, Kolab mit recht preiswerten
Konnektoren und Open-xchange.
> Linux-Kenntnisse, insbesondere im Mailbereich sind vorhanden.
Das sagt leider überhaupt noch nichts über die Kenntnisse im Umgang mit der
Groupware, denn dort sind die Regeln häufig gänzlich andere.
--
Denis Jedig
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