Aufruf zum Telekom-Boykott schlägt hohe Wellen

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Christian Herpich

ungelesen,
06.10.1998, 03:00:0006.10.98
an
Dienstag, 6. Oktober 1998, 02:05 Uhr

Aufruf zum Telekom-Boykott schlägt hohe Wellen

Protest gegen Tarife - Telekom: «»Preise sind marktgerecht'' Von
AP-Korrespondent Peter Zschunke

Frankfurt/Main (AP) Wie ein Lauffeuer verbreitet sich im Internet ein
Aufruf zum Proteststreik gegen die Telefontarife der
Telekom. Was als Initiative eines kleinen hessischen Computervereins begann
und dann in Fußball-Mailinglisten auftauchte, ist
innerhalb kurzer Zeit von großen Teilen der Internet-Szene in Deutschland
aufgegriffen worden: Am 1. November sollen alle
privaten Internet-Nutzer 24 Stunden lang darauf verzichten, sich über die
Telekom in das Computernetz einzuwählen. Der
Initiator Thomas von Treichel schätzt, daß sich 50 bis 75 Prozent an der
Aktion beteiligen werden.

«»Es reicht uns!'' empört sich Treichels Verein DarkBreed in Karben bei
Frankfurt. Und in einem offenen Brief an
Telekom-Vorstandschef Ron Sommer schreibt er: «»Der Frust der User hat
einen vorläufigen Höhepunkt erreicht, und jetzt
wird gehandelt.'' Nach dem Vorbild einer ähnlichen Aktion in Spanien, die
im September das ehemalige Staatsunternehmen
Telefonica zur teilweisen Rücknahme von Preiserhöhungen für die
Internet-Einwahl gezwungen hat, riefen die aufmüpfigen
Hessen am 21. September zum Boykott auf. Eine andere für die erste
Dezemberhälfte geplante «»Protestaktion gegen die
überhöhten Internetzugangstarife'' schloß sich dem Aufruf der Karbener an.

Nicht zufällig sind es gerade Jugendliche, die gegen die Telekom auf die
Barrikaden gehen. Ihnen wird das Internet als Medium
der Zukunft angepriesen, doch die Kosten sind für sie oft erdrückend. Von
Treichel sagt, daß Jugendliche in der Ausbildung
etwa 25 Prozent ihres Monatslohns für Online-Verbindungen ausgeben. «»Das
ist schon happig.'' Auf seiner Web-Seite
(http://www.gamespy.de/internetstreik/) fordert der Verein daher: «»Es muß
jungen Menschen möglich gemacht werden,
dieses Medium ohne übermäßige Kosten zu nutzen.''

Telekom: «»Wir denken bei Spezialtarifen weiter nach''

Telekom-Sprecher Jörg Lammers hält dagegen: «»Unsere Preise für die
Kombination T-Online und Telekom sind überaus
marktgerecht.'' Tatsächlich wurden die Gebühren für eine Stunde T-Online
seit 1995 von 9,60 Mark auf drei Mark gesenkt -
jeweils ohne Telefonkosten -und ab 1. November gibt es jeden Monat zwei
Stunden gratis. Und wer mit anderen Providern
ins Netz geht? Diese weist die Telekom auf den Spezialtarif CityPlus hin,
der für eine einmalige Bereitstellungsgebühr von 9,08
Mark und 24,20 Mark im Monat eine Preissenkung von 50 Prozent ermöglicht,
wenn man zehn Stunden lang mit einer von
fünf gewählten Telefonnummern verbunden ist -allerdings nur in der Zeit von
9.00 bis 18.00 Uhr oder mit geringerem Rabatt
ab 5.00 Uhr und bis 21.00 Uhr. Und Lammers fügt hinzu: «»Selbstverständlich
denken wir im Bereich der Spezialtarife weiter
nach.''

Bewußt wurde ein Sonntag für die Boykott-Aktion ausgewählt, da die
Privatanwender bevorzugt am Wochenende ins Netz
gehen, um den preiswerteren Tarif zu nutzen. Die Organisatoren schätzen,
daß die Telekom bei einer Boykott-Beteiligung aller
privaten Internet-Nutzer 10,2 Millionen Mark einbüßen könnte: «»Das Netz
verbindet, und das soll der 'Rosa Riese' einmal zu
spüren bekommen. Und zwar schmerzlich.'' Außerdem wird dazu aufgerufen, der
Telekom auf den kostenlosen
0800-Nummern oder per E-Mail den persönlichen Unmut kundzutun.

Die Resonanz auf den Streikaufruf zeigt die besondere Kommunikationskraft
des Computernetzes: In den ersten Tagen
verbreitete sich der Aufruf noch relativ langsam, doch dann explodierte das
Interesse. In den großen Städten, allen voran
Berlin mit der Zentrale der Deutschen Telekom, soll es Streikparties geben.
Nach Angaben von Treichels wollen bisher fünf
kleinere Internet-Provider ihre Zugänge am Streiktag abschalten. Und
zahlreiche häufig besuchte Internet-Angebote werden
am 1. November ihre Seiten vom Netz nehmen und statt dessen nur auf den
Streik hinweisen.


Martin Trepl

ungelesen,
06.10.1998, 03:00:0006.10.98
an
On 6 Oct 1998 14:05:26 +0100, "Christian Herpich" <cher...@donau.de>
wrote:

>«»Es reicht uns!'' empört sich Treichels Verein DarkBreed in Karben bei

Es gäbe einen einzigen Aspekt unter dem die hohen Tarife gerade noch
zu rechtfertigen wären:
s e k u n d e n g e n a u e Abrechnung ohne Aufpreis und
Verbindungsentgelt.


Grüsse,
Martin

P.S.: Dieses Posting habe ich geschrieben, nachdem bei der
Linux-Mailserver-Installation gut 10,- DM die ISDN-Leitung
hinuntergingen <grrr>.
P.P.S.: If min. unit=1s then IdleTime=1s

Dieter Ludigkeit

ungelesen,
06.10.1998, 03:00:0006.10.98
an

Christian Herpich schrieb in Nachricht
<01bdf116$3b852d00$LocalHost@herpich>...

>Dienstag, 6. Oktober 1998, 02:05 Uhr
>
>Aufruf zum Telekom-Boykott schlägt hohe Wellen
>
>.....

>Telekom: «»Wir denken bei Spezialtarifen weiter nach''


... bis in alle Ewigkeit
Amen

>Telekom-Sprecher Jörg Lammers hält dagegen: «»Unsere Preise für die

>Kombination T-Online und Telekom sind .....

SITZEN BEI DER TELEKOM NUR ANALPHABETEN ?

KÖNNEN DIE NICHT LESEN ?

HALLO, ES GEHT UM DIE TELEFONGEBÜHREN,

GENAUER UM DEN CITYCALL-TARIF

NOCH GENAUER UM EIN SPEZIAL-TARIF FÜR DATENVERBINDUNGEN

Beim Provider haben wir zum Glück eine Wahl, für den Zugang .........
ach Ihr scheint es doch nicht zu verstehen oder IHR WOLLT NICHT ????

Setzt Euch mit Thomas von Treichel in Verbindung, er wird es Euch sicherlich
noch einmal in aller Ruhe erklären.
Telefon 0177 - 4238047 (mit der Netzkennzahl 01079 könnt ihr sogar Geld
sparen, falls die eigene Tarife zu teuer sind ;-)) )

>.....


>ins Netz geht? Diese weist die Telekom auf den Spezialtarif CityPlus hin,
>der für eine einmalige Bereitstellungsgebühr von 9,08

>.....

Oh, es tut langsam weh !!!!!

>..... Und Lammers fügt hinzu: «»Selbstverständlich


>denken wir im Bereich der Spezialtarife weiter
>nach.''


AMEN !!!


Dieter


PS: Die verschiedenen Reaktionen müßten doch manche Überraschen und eines
besseren belehrt haben. Noch dazu wo der Tag X noch bevorsteht. Ich glaube
wir werden noch manche überraschung erleben.


CDL-Veranstaltung
http://www.ludigkeit.net/


Christian Herpich

ungelesen,
06.10.1998, 03:00:0006.10.98
an

Martin Trepl <martin...@nuernberg.netsurf.de> schrieb im Beitrag
<361a2616.7938446@stargate>...


> On 6 Oct 1998 14:05:26 +0100, "Christian Herpich" <cher...@donau.de>
> wrote:
>
> >«»Es reicht uns!'' empört sich Treichels Verein DarkBreed in Karben bei
>
> Es gäbe einen einzigen Aspekt unter dem die hohen Tarife gerade noch
> zu rechtfertigen wären:
> s e k u n d e n g e n a u e Abrechnung ohne Aufpreis und
> Verbindungsentgelt.
>

Neeee, davon halte ich GAR nichts, denn die sekundengenaue Abrechnung
bringt nur denen was, die das Netz nur fuer's Usenet oder fuer Mail
benutzen.
Die, die lang online sind und das WWW benutzen, sparen sich dadurch kaum
etwas. Ich bin durchaus der Meinung, dass es fair waere, ein
Verbindungsentgelt zu verlangen, denn der Verbindungsaufbau kostet auch
Geld. So wuerden die Langetlefonierer naemlich nicht die Kurztelefonierer
subventionieren, wie es bei sekundengenauer Abrechnung der Fall ist.
Mir persoenlich ist fuer's Internet minutengenaue Abrechnung mit guenstigen
Minutenpreisen wesentlich lieber.
Wenn die Stunde nur 1 DM kostet, dann kann man meinetwegen auch eine 15
Minutentaktung machen, das waere fuer mich auch ok.

Gruss

Christian

Michael Marx

ungelesen,
06.10.1998, 03:00:0006.10.98
an
Christian Herpich schrieb:

> aufgegriffen worden: Am 1. November sollen alle
> privaten Internet-Nutzer 24 Stunden lang darauf verzichten, sich über die
> Telekom in das Computernetz einzuwählen. Der
> Initiator Thomas von Treichel schätzt, daß sich 50 bis 75 Prozent an der
> Aktion beteiligen werden.


der Rest kann ja dann über Tele2 & Co. surfen, ist scließlich ein
Wochenende <g>.

Michael

Die Nachricht wurde gelöscht

Martin Trepl

ungelesen,
06.10.1998, 03:00:0006.10.98
an
On 6 Oct 1998 19:10:04 +0100, "Christian Herpich" <cher...@donau.de>
wrote:

>Neeee, davon halte ich GAR nichts, denn die sekundengenaue Abrechnung


>bringt nur denen was, die das Netz nur fuer's Usenet oder fuer Mail
>benutzen.

Warum soll ich denn mehr als 1Pf für die Meldung: "Nix da" zahlen?
Das geht heute tagsüber bei Tele2 auch für max. 8Pf (nicht 12Pf wie
bei Pink-T - auch wenn deren Werbung etwas anderes vortäuschen will).
Dass es wirtschaftlich sinnvoll ist ein Mail-Request durch halb de
zurouten und dann wieder in die Nachbarstadt zurück kann mir keiner
erzählen. Ich nehme übrigens bewusst Tele2, weil die mit eigener
Rechnung nicht 8Pf Zeilenhonor(r)ar an T zahlen müssen.

>Die, die lang online sind und das WWW benutzen, sparen sich dadurch kaum
>etwas. Ich bin durchaus der Meinung, dass es fair waere, ein

Gerade bei WWW kann ich deine Argumentation nicht nachvollziehen. Eine
WWW-Sitzung läuft natürlicherweise (IP über ISDN ohne Rücksicht auf
Takte) so ab:
- Connect
- Seite laden (wenige Sekunden)
- Disconnect
- Seite lesen
- weiterklicken -> connect ...

Das würde die Linux-Konfiguration deutlich vereinfachen:
- WWWOffline nicht mehr zwingend erforderlich
- falsch konfigurierte Mail- und News-Daemon brächten keine 100te Mark
pro Monat mehr zusammen falls sie Einsteigern nicht auffallen.
Mich hat die Konfiguration heute mindestens 10DM gekostet bis alles
stimmt.
- Die Idle-Time müsste nicht variabel nach Tag+Zeit programmiert
werden (etwas kompliziert).

Bei langen FTP-Sessions hast du allerdings recht. Heute ist bei mir
FTP nicht selten eine Hintergrundaktivität, um die ungenutzte
Bandbreite beim Surfen auszunutzen.

>Verbindungsentgelt zu verlangen, denn der Verbindungsaufbau kostet auch
>Geld. So wuerden die Langetlefonierer naemlich nicht die Kurztelefonierer

Nach Stiftung Warentest (Besetzt-Vergütungsdiskussion) liegen die
Kosten < 0,1Pf.

>subventionieren, wie es bei sekundengenauer Abrechnung der Fall ist.
>Mir persoenlich ist fuer's Internet minutengenaue Abrechnung mit guenstigen
>Minutenpreisen wesentlich lieber.

Wenn man die Wahl zwischen mehreren Tarif-Modellen hätte, wäre es noch
besser.

>Wenn die Stunde nur 1 DM kostet, dann kann man meinetwegen auch eine 15
>Minutentaktung machen, das waere fuer mich auch ok.

Da würden sich die Provider und Normalnutzer aber freuen ;-)
Viele Provider haben wegen der 4min-Taktung nach 21Uhr heute schon
Kapazitätsprobleme.

Grüsse,
Martin

Moritz Muehlenhoff

ungelesen,
06.10.1998, 03:00:0006.10.98
an
"Christian Herpich" <cher...@donau.de> wrote:

>> Es gäbe einen einzigen Aspekt unter dem die hohen Tarife gerade noch
>> zu rechtfertigen wären:
>> s e k u n d e n g e n a u e Abrechnung ohne Aufpreis und
>> Verbindungsentgelt.
>>

>Neeee, davon halte ich GAR nichts, denn die sekundengenaue Abrechnung
>bringt nur denen was, die das Netz nur fuer's Usenet oder fuer Mail
>benutzen.

>Die, die lang online sind und das WWW benutzen, sparen sich dadurch kaum
>etwas.

Keinesfalls. Mit ISDN geht der Verbindungsaufbau ratzfatz. Wenn Du nur
für die Seitenanforderungen eine Verbindung aufbauen lässt, sparst Du
all das, was normalerweise beim Warten mitbezahlt wird. Wenn das
elende Taktsystem nicht wäre, hätte ich meinen Linuxrechner auch schon
umkonfiguriert.

Moritz

Thomas RACHEL

ungelesen,
07.10.1998, 03:00:0007.10.98
an

Martin Karrasch schrieb in Nachricht
<36436ded...@news.nacamar.de>...
>und denke und hoffe, daß Sören und Frey diese FAQ übernehmen.

Sind das 2 verschiedene ? Ich dachte, das wäre einer...

Thoma$

Marc Haber

ungelesen,
07.10.1998, 03:00:0007.10.98
an
"Christian Herpich" <cher...@donau.de> wrote:
>Frankfurt/Main (AP) Wie ein Lauffeuer verbreitet sich im Internet ein
>Aufruf zum Proteststreik gegen die Telefontarife der
>Telekom. Was als Initiative eines kleinen hessischen Computervereins begann
>und dann in Fußball-Mailinglisten auftauchte,

Das ist gut getroffen. Im Klartext: Die Initiatoren scherten sich
einen Dreck um die netiquette und luden ihren Müll in allen möglichen
ungeeigneten Foren ab.

>Initiator Thomas von Treichel schätzt, daß sich 50 bis 75 Prozent an der
>Aktion beteiligen werden.

*PRUST*

>Tatsächlich wurden die Gebühren für eine Stunde T-Online
>seit 1995 von 9,60 Mark auf drei Mark gesenkt -
>jeweils ohne Telefonkosten

Das allerdings ist die typische Telekom-Verarschung. Es geht den
Initiatoren doch gerade um das, was hier aus der Beispielrechnung
rausgelassen wird.

>Diese weist die Telekom auf den Spezialtarif CityPlus hin,
>der für eine einmalige Bereitstellungsgebühr von 9,08

>Mark und 24,20 Mark im Monat eine Preissenkung von 50 Prozent ermöglicht,
>wenn man zehn Stunden lang mit einer von
>fünf gewählten Telefonnummern verbunden ist -allerdings nur in der Zeit von
>9.00 bis 18.00 Uhr oder mit geringerem Rabatt
>ab 5.00 Uhr und bis 21.00 Uhr.

und nicht für die bei Providern in letzter Zeit so beliebten
01801-Nummern.

Grüße
marc

--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Beginning of Wisdom " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fax: *49 721 966 31 29

Marc Haber

ungelesen,
07.10.1998, 03:00:0007.10.98
an
"Christian Herpich" <cher...@donau.de> wrote:
>Die, die lang online sind und das WWW benutzen, sparen sich dadurch kaum
>etwas.

Das stimmt nicht. Die Verbindung könnte nach Übertragung der Seite
sofort abgebaut und beim weitersurfen wieder aufgebaut werden. Das
geht im ISDN ja rasend schnell.

Grüße
Marc

Andreas Frackowiak

ungelesen,
07.10.1998, 03:00:0007.10.98
an
Hallo,

Michael Schwendt <invisi...@gmx.de> writes:
>On Tue, 6 Oct 1998, Martin Karrasch wrote:
>> >am 1. November
>>
>> Sollen doch alle Internet-Provider an diesem Tag ihre Zugänge
>> abschalten. >:)

>Klasse! Und den Tag dann gleich für Wartungs- und Administrations-
>arbeiten nutzen. :-)

Das gab es doch schon tatsaechlich.

Vor ein bis zwei Jahren gab es nen Netzreinigungstag, initiiert von der
ICTF (Internet Cleaning Task Force), bei dem alle Netzgeraete, speziell
auch Anwenderrechner abgeschaltet werden mussten, damit die NCRs
(Net-Cleaning-Robots) die gesamten Datenleitungen und Kanaele der
Internetprovider von alten Daten und herumgammelnden IP-Fragmenten
reinigen konnten, ohne die Anwenderrechner zu beschaedigen, oder gar
Anwenderdaten zu loeschen.

Die Reinigung war ein voller Erfolg, denn danach flutschten die Daten
wieder durchs Netz, dass es eine wahre Freude war.


Gruesse,
Andreas

--
extra interrete nulla vita, et si ulla, non est ita.

Christian Herpich

ungelesen,
07.10.1998, 03:00:0007.10.98
an

Michael Marx <Mich...@t-online.de> schrieb im Beitrag
<6vdj3k$m48$1...@news01.btx.dtag.de>...


> Christian Herpich schrieb:
>
> > aufgegriffen worden: Am 1. November sollen alle
> > privaten Internet-Nutzer 24 Stunden lang darauf verzichten, sich über
die
> > Telekom in das Computernetz einzuwählen. Der

> > Initiator Thomas von Treichel schätzt, daß sich 50 bis 75 Prozent an
der
> > Aktion beteiligen werden.
>
>

> der Rest kann ja dann über Tele2 & Co. surfen, ist scließlich ein
> Wochenende <g>.
>

nur das verrueckte daran ist, dass man am WE 10 Pfennig an Tele 2 zahlt.
Von diesen 10 Pfennig gehen, je nachdem wie Tele 2 routet und je nachdem wo
man wohnt und je nach Zeit 2-8 Pfennig an Interconnect an die Telekom,
zwischen 9 und 21 Uhr mindestens 2* City Interconnect, also 2 mal 1,95
Pfennig zzgl. Mwst., macht knappe 5 Pfennig. Wenn man mit City Weekend
direkt surft, bekommt die Telekom nur 3 Pfennig. Verrueckt, aber es ist so.
Also, lasst das Internet ganz liegen und macht ein Alternativprogramm. Dann
sehen wir alle mal, wie schoen es auch ohne Computer sein kann ;-)

Gruss

Christian

Torsten Goetzke

ungelesen,
07.10.1998, 03:00:0007.10.98
an

Andreas Frackowiak wrote in message <6vfs48$jle$1...@bra.ins.de>...
Hi,

machen wir doch jeden Samstag Kehrwoche und säubern so die
Datenleitung von verendeten Bits und Bytes. Gesucht werden nur noch
die Besenschwinger. :-))

Gruß

Torsten

Wolfgang Wittig

ungelesen,
07.10.1998, 03:00:0007.10.98
an
Die Medien behandeln die Telekom seit einger Zeit sehr "umsichtig". Keiner will den größten
Werbekunden Deutschlands verlieren! Daher ist nur von Medien, die werbeunabhängig sind, Hilfe
zu erwarten - leider sind alle abhängig von den verkauften Anzeigen, Werbesekunden etc.

Martin Karrasch schrieb:

> Die Medien können da echt einiges bewirken.
>

Axel Schmidt

ungelesen,
08.10.1998, 03:00:0008.10.98
an
>nur das verrueckte daran ist, dass man am WE 10 Pfennig an Tele 2 zahlt.
>Von diesen 10 Pfennig gehen, je nachdem wie Tele 2 routet und je nachdem wo
>man wohnt und je nach Zeit 2-8 Pfennig an Interconnect an die Telekom,

na und? Es kommt doch inerster Linie auf die PR-Wirkung an. Die
Million an Ausfall reizt die DTAG bestimmt nicht zu einer
Tarfifsenkung! Aber alle Medien werden berichten, und das ist der nur
schwer in DM quantifizierbare Imageschaden, gegen den DTAG dann evtl.
(hoffentlich) etwas unternimmt!

Axel


Christian Herpich

ungelesen,
08.10.1998, 03:00:0008.10.98
an

Axel Schmidt <axels....@gmx.de> schrieb im Beitrag
<361c1969...@news.supernews.com>...

ok, aber trotzdem sollte man an diesem Tag die Finger vom Internet lassen,
denn die Telekom verdient so und so mit. 1 Tag ohne Internet, GENIESS es,
mach ein Spiel, geh sporteln und schnauf tief durch. Das tut sicher gut.
Vielleicht eine ganz neue Erfahrung.

Gruesse

Christian

Marc Haber

ungelesen,
08.10.1998, 03:00:0008.10.98
an
Ma...@bigfoot.de (Martin Karrasch) wrote:
>>Das ist gut getroffen. Im Klartext: Die Initiatoren scherten sich
>>einen Dreck um die netiquette und luden ihren Müll in allen möglichen
>>ungeeigneten Foren ab.
>
>Hast Du mal genau gelesen?: *Mailinglisten*, nicht *Newsgroups*! War
>wohl nichts mit "gut getroffen".

In Fußball-Mailinglisten ist Eure "Aktion" genauso Offtopic wie in
de.alt.fan.haraldschmidt. Der einzige Unterschied ist, daß ihr im
Falle der Mailingliste bei einem entsprechenden bofh ohne
Schreibberechtigung dastehen würdet.

Michael Prinzing

ungelesen,
08.10.1998, 03:00:0008.10.98
an
On Wed, 07 Oct 1998 12:42:28 GMT, Marc Haber wrote:

>"Christian Herpich" <cher...@donau.de> wrote:
>>Die, die lang online sind und das WWW benutzen, sparen sich dadurch kaum
>>etwas.
>
>Das stimmt nicht. Die Verbindung könnte nach Übertragung der Seite
>sofort abgebaut und beim weitersurfen wieder aufgebaut werden. Das
>geht im ISDN ja rasend schnell.


Im Prinzip stimmt das zwar, in der Praxis führt dies aber zu
erheblichen Problemen, falls die eigene IP dynamisch vergeben und ein
Browser verwendet wird, der die TCP-Verbindung nicht sofort nach dem
Laden einer Seite wieder abbaut.

Bei Anwahl einer neuen Seite wird zwar die Telefonverbindung wieder
aufgebaut, allerdings wird durch die neu zugewiesene IP die für den
Browser (und die Gegenstelle) aber noch bestehede TCP-Verbindung
ungültig. Spätestens dann, wenn der Browser versucht, die alte
TCP-Verbindung unter Verwendung der neuen IP zu beenden, hast Du ein
Problem.


Michael


Wolfgang Wittig

ungelesen,
09.10.1998, 03:00:0009.10.98
an
das dient zum Beweis, wie weit Anspruch und Realität auseinanderklaffen
:-)

Ruediger Schwarz-Linek schrieb:

> Nun tu mal nicht so, als ob Regionalblättchen Ypsilon mit
> dem Marketing von Dtag verhandelt. Dtag schaltet über Agentur(en).
>
> Ich zitiere mal aus Mails an mich:
>
> "vielen Dank fuer die Infos zum Internet-Streik.
> Obwohl die Telekom ein Werbepartner von uns ist,
> lassen wir uns nicht davon abschrecken."
>
> "Da wir Redaktion und Werbung deutlich trennen,
> gibt es überhaupt keine Probleme auch gegen einen
> großen Werbekunden wie die DEUTSCHE TELEKOM "zu schießen"."

Holger Lubitz

ungelesen,
12.10.1998, 03:00:0012.10.98
an
In article <Pine.LNX.4.03.98101...@faldor.intranet>, Michael Schwendt writes:
> Ja. Das war mein Eindruck in allen späteren c't Ausgaben. Etwa die Standard-
> meldungen über ADSL-Pilotprojekte oder zwei "Freistunden" bei T-Online oder
> oder über Schulen ans Kümmernetz über ach so günstige Ferntarife. Ist doch
> lachhaft!

Eine gute Zeitschrift berichtet, aber sie wertet nicht. Wenns nach Dir
ginge, duerften nur noch Telekom-Hassblaetter Existenzberechtigung haben?

> In den USA bekommt man sogar schon Pauschaltarife für long
> distance calls.

Quelle?

> Brachte die c't weitere Artikel über Entwicklungen im
> Ausland und über entsprechende Defizite hierzulande? Nööö. Stattdessen
> versuchte sie sich daran, die Gerüchte über "das Aussterben von flat-rates"
> zu beleben.

Keine amerikanische Telco ist ueber flat rate gluecklich, und die Provider
noch viel weniger - "get a user, buy a modem". Es ist einzig und allein
politisch nicht durchsetzbar, auf metered local calls umzustellen (bzw. die
gibts schon, mit niedrigerer Grundgebuehr, aber die unmetered halt auch
noch, so dass jeder mit entsprechendem Nutzungsprofil natuerlich unmetered
nimmt).

> Nee, nee, jenen *einen* Artikel darf man nicht überbewerten,
> wenn sich an der Grundeinstellung und dem Kommentarverhalten der c't
> nichts geändert hat. Magenta Brille auf und weiterschreiben...

Weisst Du eigentlich, was Du da unterstellst?

Holger

--
RedHat 5.1 (i386/Alpha/Sparc/m68k) fuer 18 DM: http://linuxservice.de

Wolfgang Schwendt

ungelesen,
12.10.1998, 03:00:0012.10.98
an
Michael Schwendt <invisi...@gmx.de> wrote:
: On Sun, 11 Oct 1998, Martin Karrasch wrote:

:>Was meinst Du mit "in die entgegengesetzte Richtung"? Du meinst, seit
:>dem Artikel wurde die T-Kom in höchsten Tönen und T-Online über allen
:>Klee gelobt?

: Ja. Das war mein Eindruck in allen späteren c't Ausgaben. Etwa die Standard-


: meldungen über ADSL-Pilotprojekte oder zwei "Freistunden" bei T-Online oder
: oder über Schulen ans Kümmernetz über ach so günstige Ferntarife. Ist doch

: lachhaft! Brachte die c't weitere Artikel über Entwicklungen im


: Ausland und über entsprechende Defizite hierzulande?

------------
Aus: Der Tagesspiegel, Berlin, 1. Dezember 1997, Seite 18 (Wirtschaft)
Kampf um Kopf und Herz der Telekom-Kunden
[dokumentiert auch unter http://userpage.fu-berlin.de/~dittbern/Telekom/Aus_Medien14.html#TASP_1 ]

"Ich weiß überhaupt nicht, welchen Sinn die ganze Einprügelei auf die
Telekom haben soll", sagte Sommer kürzlich vor Journalisten,
die bei einem Mittagessen zu einer etwas positiveren Berichterstattung
ermutigt werden sollten (...)
------------

So heisst das im Jargon der Branche: "zu einer etwas positiveren
Berichterstattung ermutigen".

Bezogen auf die c't muss das ja nun nicht gleich bedeuten,
dass T-Online oder ISDN in den hoechsten Toenen gelobt werden sollen.
Es reicht eben schon, wenn manche Kritikpunkte nicht explizit
erwaehnt werden.

Die c't hat beisp. schon mehrfach ueber xDSL und Kabelmodems berichtet.
Noch nie wurden dabei jedoch die guenstigen (Pauschal-)Tarife
erwaehnt, zu denen derartige Internet-Zugaenge in Nordamerika angeboten
werden. Rein zufaellig natuerlich!

Fazit: Fuer bestimmte Hardware Test (Motherboards taiwanesischer Firmen)
mag die c't noch eine gute Zeitschrift sein.

Fuer eine Berichterstattung ueber die hohe Wachtstumsdynamik auf dem
nordamerikanischen Breitband-Dienstemarkt, der nun mal
die Entwicklung des Internet massgeblich bestimmt und daher
auch fuer uns Europaer interessant ist, wirkt die c't Berichterstattung
in letzter Zeit schlichtweg wie durch eine magenta-farbene Brille gefiltert.

Als ob es nach dem Wegezoll-Artikel (c't 12/1997) tatsaechlich
eine Ermutigung zu einer "etwas positiveren" Berichterstattung gab,
so dass unliebsame Fakten jetzt einfach nicht mehr erwaehnt werden.

Wer sich selbst ein Bild von den in der c't verschwiegenen Fakten machen
moechte, sollte eher einen Blick auf
http://userpage.fu-berlin.de/~dittbern/Telekom/Offline.html werfen.

Und wer dieser Info-Quelle nicht traut, sollte direkt auf
die amerikan. Info-Quellen zugreifen, wie z.B. http://www.cabledatacomnews.com

Der "Wegezoll-Artikel" ist uebrigens im Internet dauerhaft archiviert:
http://userpage.fu-berlin.de/~dittbern/Telekom/CT_Wegezoll.html

Alle dort enthaltenen Faktern sind mit wenigen Mausclicks nachpruefbar.


Wolfgang Busch

ungelesen,
12.10.1998, 03:00:0012.10.98
an
Wolfgang Schwendt <1sch...@informatik.uni-hamburg.de> schrieb in Nachricht
<6vsr8b$i35$1...@rzsun02.rrz.uni-hamburg.de>...

>Michael Schwendt <invisi...@gmx.de> wrote:
>: On Sun, 11 Oct 1998, Martin Karrasch wrote:


...gekürzt


>
>Bezogen auf die c't muss das ja nun nicht gleich bedeuten,
>dass T-Online oder ISDN in den hoechsten Toenen gelobt werden sollen.
>Es reicht eben schon, wenn manche Kritikpunkte nicht explizit
>erwaehnt werden.
>
>Die c't hat beisp. schon mehrfach ueber xDSL und Kabelmodems berichtet.
>Noch nie wurden dabei jedoch die guenstigen (Pauschal-)Tarife
>erwaehnt, zu denen derartige Internet-Zugaenge in Nordamerika angeboten
>werden. Rein zufaellig natuerlich!


die ct ist eine zeitschrift für "computer und Technik", nicht für
Telefontarife!

(beschweren sollte man sich da lieber bei der Connect (gerade probeabo
abbestelt :-), die kein Pips über FT gesagt hat, nur
in dieser aktuellen Ausgabe, leicht hämisch über die einstellung der
günstigen tarife....)

>Fazit: Fuer bestimmte Hardware Test (Motherboards taiwanesischer Firmen)
>mag die c't noch eine gute Zeitschrift sein.


ist ja auch der sinn der zeitschrift...

>Fuer eine Berichterstattung ueber die hohe Wachtstumsdynamik auf dem
>nordamerikanischen Breitband-Dienstemarkt, der nun mal
>die Entwicklung des Internet massgeblich bestimmt und daher
>auch fuer uns Europaer interessant ist, wirkt die c't Berichterstattung
>in letzter Zeit schlichtweg wie durch eine magenta-farbene Brille
gefiltert.
>
>Als ob es nach dem Wegezoll-Artikel (c't 12/1997) tatsaechlich
>eine Ermutigung zu einer "etwas positiveren" Berichterstattung gab,
>so dass unliebsame Fakten jetzt einfach nicht mehr erwaehnt werden.


wo sollte der sinn der ct (und des heise verlages) sein, keine kritik an der
tcom zu üben, ich habe noch nie (so
weit ich mich erinnern kann ) eine anzeige der telekom in einer der
zeitschriften vom heise verlag gesehen...


>Wer sich selbst ein Bild von den in der c't verschwiegenen Fakten machen
>moechte, sollte eher einen Blick auf
>http://userpage.fu-berlin.de/~dittbern/Telekom/Offline.html werfen.
>
>Und wer dieser Info-Quelle nicht traut, sollte direkt auf
>die amerikan. Info-Quellen zugreifen, wie z.B.
http://www.cabledatacomnews.com
>
>Der "Wegezoll-Artikel" ist uebrigens im Internet dauerhaft archiviert:
>http://userpage.fu-berlin.de/~dittbern/Telekom/CT_Wegezoll.html
>
>Alle dort enthaltenen Faktern sind mit wenigen Mausclicks nachpruefbar.
>


gruss Wolfgang

--
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wwb...@gmx.de
wer auch sein kabel für die Datasuite verloren hat
kann sich ja mal melden, ich habe noch eins :-)
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Thomas Kasulke

ungelesen,
12.10.1998, 03:00:0012.10.98
an

Wolfgang Busch schrieb in Nachricht <6vtih4$2ol$5...@newsfeed.easynews.net>...

>wo sollte der sinn der ct (und des heise verlages) sein, keine kritik an der
>tcom zu üben, ich habe noch nie (so
>weit ich mich erinnern kann ) eine anzeige der telekom in einer der
>zeitschriften vom heise verlag gesehen...

z.B. c`t Ausgabe 20 Seite 44/45 T-Net ATM

Thomas


Wolfgang Schwendt

ungelesen,
14.10.1998, 03:00:0014.10.98
an
Wolfgang Busch wrote:
>
> die ct ist eine zeitschrift für "computer und Technik", nicht für
> Telefontarife!
>

Eine ernsthafte Bewertung vieler Computer-Technologien und -Anwendungen
kann nicht erfolgen, wenn nicht gleichzeitig zumindest eine kurze
Betrachtung der Tarife und damit Nutzungskosten erfolgt.

Das betrifft nicht nur Zugangs-Technologien wie etwa DSL, Kabelmodems,
fiber-to-the-curb usw.

Es betrifft ebenso Features wie den Sinn+Unsinn der Integration des
Windows 98 Desktops mit dem Internet. Übrigens eines vieler
Parade-Beispiele, das maßgeblich von der in Nordamerika
absehbaren Tendenz zu günstigem "Always-On" Internet motiviert wurde.


> wo sollte der sinn der ct (und des heise verlages) sein, keine kritik an der
> tcom zu üben, ich habe noch nie (so
> weit ich mich erinnern kann ) eine anzeige der telekom in einer der
> zeitschriften vom heise verlag gesehen...

pro c't Ausgabe mindestens 2 ganzseitige A4-Anzeigen der Telekom.
Dazu Anzeigen von eng kooperierenden Vermarktungspartnern,
wie etwa 1&1, von denen es regelmäßig eine Beilage für ISDN & T-Online
gibt (abwechselnd mit der Beilage für 1&1 Internet, die aber auch
Werbung für ISDN enthält).

Dazu kommen auch A4-Anzeigen anderer Telcos (z.B. Viag Interkom oder
O.tel.O). Auch die haben wie die Telekom ein eminentes Interesse daran,
daß in den Medien nicht über das Internet-freundliche Tarifniveau
Nordamerikas berichtet wird. Nach dem Motto: "Wenn es die deutsche
Bevölkerung (und selbst die Politik) einfach nicht weiß, sind alle mit
uns zufrieden".

Vergessen werden dürfen auch nicht die anderen Publikationen
des Heise Verlags, etwa die iX oder das Online-Angebot.

Früher gab es auch die Gateway ...


Kritik an Stornierung der Telekom-Werbung

1.11.1997: Der Tagesspiegel, Berlin, Seite 31 (Medien).

BONN (AP). Die Deutsche Telekom hat ihre Werbespots in der ARD [Ed: im
Werte von 30 Mill. DM] storniert und sich damit die Kritik des Deutschen
Journalisten- Verbandes (DJV) zugezogen. Das Unternehmen habe sich
dem Verdacht ausgesetzt, Kritiker mit wirtschaftlichem Druck mundtot
machen zu wollen, erklärte der DJV am Freitag in Bonn. In der
"Panorama"- Sendung war am Donnerstag abend in der ARD darauf
hingewiesen worden, daß die Telekom nach einem kritischen Beitrag des
NDR-Magazins über die Erhöhung der Kabelgebühr alle Werbebuchungen bei
der ARD fristlos gekündigt habe. Telekom- Sprecher Ulrich Lissek
erklärte, in dem Beitrag sei ohne Genehmigung rund 50 Prozent eines
Werbespots des Unternehmens ausgestrahlt worden. Dies sei ein "klarer
Rechtsbruch" und eine Verletzung bestehender Verträge. Deshalb sei
die Werbung storniert worden.

[dokumentiert auch unter
http://userpage.fu-berlin.de/~dittbern/Telekom/Neues8.html#6 ]

schw...@my-dejanews.com

ungelesen,
15.10.1998, 03:00:0015.10.98
an
In article <+0q5D*tX...@caty.ol.sub.de>, h...@caty.ol.sub.de (Holger Lubitz)
wrote:

> Eine gute Zeitschrift berichtet, aber sie wertet nicht. Wenns nach Dir
> ginge, duerften nur noch Telekom-Hassblaetter Existenzberechtigung haben?

Willst Du jetzt Haare spalten?

Noch einmal. Ich war und bin von den Artikeln der c't (z.B. Wegezoll...), aber
allgemein von ihrer Berichterstattung, nicht begeistert. Die c't braucht nicht
werten. Sie sollte aber sehr wohl eine kritische Position einnehmen koennen.

> > In den USA bekommt man sogar schon Pauschaltarife für long
> > distance calls.
>
> Quelle?

Dies zeigt, dass Du mit den Begriff "Pauschaltarif" nicht sonderlich viel
anzufangen weisst. Oder irre ich mich? Such doch einfach mal nach "long
distance calls" oder besser "intrastate" oder "regional calls". Es behauptet
doch keiner, dass es long distance calls bereits genauso guenstig gibt, wie
local calls. Mit "Pauschaltarif" meine ich nicht "Pauschalkosten" oder
"Pauschalpreis", sondern die urspruengliche Bedeutung von "flat rate".
Aehnlich Mobilcom :) Einheitlich niedriger Tarif den ganzen Tag ueber bzw.
in bestimmten, festgelegten anderen Zeitraeumen. In den USA i.d.R. ab 19,95
US$ monatlich. Da sind 4.0 p/min. nicht unbedingt Seltenheit.

Oder Kanada (aus Canada NewsWire):

TORONTO, July 6 /CNW/ - Sprint Canada Inc., Canada's largest alternative
long-distance company, today announced that for the first time in Canada,
residential customers will be able to talk as often and as long as they want
to anywhere in Canada, during evenings and weekends, for one low monthly flat
rate.

The new flat rate calling plan, THE MOST(TM) unlimited savings plan, offers
customers unlimited long-distance calling to anywhere in Canada, evenings and
weekends, for just $20 a month.

> Keine amerikanische Telco ist ueber flat rate gluecklich, und die Provider
> noch viel weniger - "get a user, buy a modem".

Sie verdienen sich aber eine goldene Nase. Die freuen sich ueber jeden Kunden
und werben diese sogar ab, indem sie entweder eine Einrichtungsgebuehr
wegfallen lassen, Freimonate spenden und sogar Praemien zahlen. Und Internet
User haben i.d.R. eine zweite Telefonleitung. Das bringt dann doppelte
monthly flat-rate.

> > Nee, nee, jenen *einen* Artikel darf man nicht überbewerten,
> > wenn sich an der Grundeinstellung und dem Kommentarverhalten der c't
> > nichts geändert hat. Magenta Brille auf und weiterschreiben...
>
> Weisst Du eigentlich, was Du da unterstellst?

Ich unterstelle grundsaetzlich nie etwas. Was Du hineininterpretierst, bleibt
ganz Dir ueberlassen.

-- Michael

-----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own

Thomas RACHEL

ungelesen,
15.10.1998, 03:00:0015.10.98
an

Wolfgang Schwendt <1sch...@informatik.uni-hamburg.de> schrieb in
Nachricht <36240F0C...@informatik.uni-hamburg.de>...

Liest bei Euch die ganze Familie dcs+t ? ;-)

>Telekom- Sprecher Ulrich Lissek
>erklärte, in dem Beitrag sei ohne Genehmigung rund 50 Prozent eines
>Werbespots des Unternehmens ausgestrahlt worden. Dies sei ein "klarer
>Rechtsbruch" und eine Verletzung bestehender Verträge. Deshalb sei
>die Werbung storniert worden.

Das verstehe ich nicht. Sollen sie doch froh sein, wenn geworben wird...

Thoma$

Holger Lubitz

ungelesen,
16.10.1998, 03:00:0016.10.98
an
In article <704t3b$p4b$1...@nnrp1.dejanews.com>, schw...@my-dejanews.com writes:
> Noch einmal. Ich war und bin von den Artikeln der c't (z.B. Wegezoll...), aber
> allgemein von ihrer Berichterstattung, nicht begeistert. Die c't braucht nicht
> werten. Sie sollte aber sehr wohl eine kritische Position einnehmen koennen.

Was ist Kritik denn anderes als eine Wertung? Und -- auch wenn es den
Telekom-Hassern nicht in den Kram passt -- im europaeischen Vergleich steht
die Telekom gar nicht _so_ schlecht da. Nicht einmal bei den Ortstarifen.
Frag z.B. mal einen Oesterreicher, was er im extra billigen "Online-Tarif"
zahlt - mehr oder weniger genausoviel wie hier ein normales Ortsgespraech.

> Dies zeigt, dass Du mit den Begriff "Pauschaltarif" nicht sonderlich viel
> anzufangen weisst.

Pauschaltarif heisst, eine Pauschale fuer alles. Wenn eine Gespraechsminute
extra kostet -- und sei es nur tagsueber -- dann ist das kein Pauschaltarif
mehr.

> local calls. Mit "Pauschaltarif" meine ich nicht "Pauschalkosten" oder
> "Pauschalpreis", sondern die urspruengliche Bedeutung von "flat rate".

Das waere dann Einheitstarif.

> The new flat rate calling plan, THE MOST(TM) unlimited savings plan, offers
> customers unlimited long-distance calling to anywhere in Canada, evenings and

^^^^^^^^


> weekends, for just $20 a month.

^^^^^^^^

Mit anderen Worten: Werktags tagsueber muss weiterhin bezahlt werden. Kein
Pauschaltarif.

> > > Nee, nee, jenen *einen* Artikel darf man nicht überbewerten,
> > > wenn sich an der Grundeinstellung und dem Kommentarverhalten der c't
> > > nichts geändert hat. Magenta Brille auf und weiterschreiben...
> >
> > Weisst Du eigentlich, was Du da unterstellst?
>
> Ich unterstelle grundsaetzlich nie etwas. Was Du hineininterpretierst, bleibt
> ganz Dir ueberlassen.

Du unterstellst die Existenz einer magentafarbenen Brille, die vor dem
Schreiben aufgesetzt wird. Da muss ich gar nichts interpretieren. Ich trage
keine derartige Brille, und bei der c't habe ich auch noch keine gesehen.
(Waere es anders, wuerde ich mir einen anderen Verlag suchen.)

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