uni-x.net

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Lutz Illigen

unread,
Dec 27, 2006, 10:49:08 AM12/27/06
to
Weiß jemand was mit news.uni-x.net los ist? Ich kann seit heute kein posting
mehr loswerden.

Lutz


Lutz Illigen

unread,
Dec 27, 2006, 11:44:20 AM12/27/06
to
"Lutz »Ingrid« Illigen" <newsg...@lutz-illigen.de> wrote:

> Weiß jemand was mit news.uni-x.net los ist? Ich kann seit heute
> kein posting mehr loswerden.

Abholen geht auch nicht.

Lutz

Marc Langer

unread,
Dec 27, 2006, 12:14:51 PM12/27/06
to

Er ist komplett down. Weiß nicht was da los ist, ich hatte letzte
Woche meinen letzten Arbeitstag. Ich habe mal einen Kollegen gebeten,
nachzuschauen.

Marc

Lutz Illigen

unread,
Dec 27, 2006, 11:39:27 PM12/27/06
to
Marc Langer <reply-...@marclanger.de> wrote:

> Er ist komplett down. Weiß nicht was da los ist, ich hatte
> letzte Woche meinen letzten Arbeitstag. Ich habe mal einen
> Kollegen gebeten, nachzuschauen.

Danke.

Lutz

Marc Langer

unread,
Dec 28, 2006, 10:15:45 AM12/28/06
to
Am Wed, 27 Dec 2006 17:14:51 +0000 (UTC) schrieb Marc Langer:

> Er ist komplett down. Weiß nicht was da los ist, ich hatte letzte
> Woche meinen letzten Arbeitstag. Ich habe mal einen Kollegen gebeten,
> nachzuschauen.

Der Server ist defekt und wird auch nicht wieder neu aufgesetzt,
da mit mir der letzte Kollege gegangen ist, der sich damit auskannte ...
Tut mir leid.

Marc

Ignatios Souvatzis

unread,
Dec 28, 2006, 4:26:55 PM12/28/06
to
Marc Langer wrote (über uni-x.net):

> Der Server ist defekt und wird auch nicht wieder neu aufgesetzt,
> da mit mir der letzte Kollege gegangen ist, der sich damit auskannte ...

Das erinnert mich an 'was. Zufällig entdeckte ich heute @Job, dass
der (meines Wissens letzte verbliebene) Newsserver der Universität
Bonn zum Jahresende abgeschaltet wird. Das Ganze war bloss im WWW
angekündigt, nicht in der internen Gruppe uni-bonn.rhrz.announce.
Ich habe mal nachgefragt, was der Grund ist, rechne aber nicht
damit, vor Ende des Jahres noch Bescheid zu bekommen.

Ersatz war auch keiner angekündigt - ich denke aber mal, dass 3500
Euro/Jahr für die pauschale Buchung von DFNNetNews relativ happig
sind, wenn man es schon einspart, einem Rechner alle 5 Jahre eine
neue Platte und alle Jahre mal einen INN- und OS-Upgrade zu
spendieren.

(Soweit ich weiss, kostet DFNNewsFeed keine Extragebühren über die
anteilige Nutzung des Datenvolumens des XWin-Anschlusses hinaus.)

Gibt es an anderen Hochschulen auch ein Newsserversterben?

-is
--
seal your e-mail: http://www.gnupg.org/

Lutz Illigen

unread,
Dec 29, 2006, 1:15:28 AM12/29/06
to
Marc Langer <reply-...@marclanger.de> wrote:

> Der Server ist defekt und wird auch nicht wieder neu aufgesetzt,
> da mit mir der letzte Kollege gegangen ist, der sich damit
> auskannte ... Tut mir leid.

Macht ja nix, danke für die Info.

Lutz

Holger Marzen

unread,
Dec 29, 2006, 3:22:19 AM12/29/06
to
* On Thu, 28 Dec 2006 22:26:55 +0100, Ignatios Souvatzis wrote:

> Marc Langer wrote (über uni-x.net):
>
>> Der Server ist defekt und wird auch nicht wieder neu aufgesetzt,
>> da mit mir der letzte Kollege gegangen ist, der sich damit auskannte ...
>
> Das erinnert mich an 'was. Zufällig entdeckte ich heute @Job, dass
> der (meines Wissens letzte verbliebene) Newsserver der Universität
> Bonn zum Jahresende abgeschaltet wird. Das Ganze war bloss im WWW
> angekündigt, nicht in der internen Gruppe uni-bonn.rhrz.announce.
> Ich habe mal nachgefragt, was der Grund ist, rechne aber nicht
> damit, vor Ende des Jahres noch Bescheid zu bekommen.

Das ist die ganz normale Entwicklung. Wir haben Zeiten, in denen es
Lehrstühle gibt, die die Diplomarbeit im Word-Format fordern. Die
Studenten sind zu immer höherem Anteil aus der Gruppe der
Webforen-Kiddys, die die Wurzeln der Computerei und des Internets nicht
mehr erlebt haben sondern gleich mit der Oberfläche der kommerziellen
Aspekte von Computern und Internet (schön bunt und alles so nehmen, wie
es vorgegeben wird) eingewickelt wurden.

Das Usenet ist dort einfach out. Da ist ja nicht mal HTML gerne gesehen.
Wie langweilig, wenn man nicht seine animierten Lieblings-Smileys in die
Signatur einfügen kann!

Holger Marzen

unread,
Dec 29, 2006, 3:22:59 AM12/29/06
to
* On Thu, 28 Dec 2006 22:26:55 +0100, Ignatios Souvatzis wrote:

> Marc Langer wrote (über uni-x.net):
>
>> Der Server ist defekt und wird auch nicht wieder neu aufgesetzt,
>> da mit mir der letzte Kollege gegangen ist, der sich damit auskannte ...
>
> Das erinnert mich an 'was. Zufällig entdeckte ich heute @Job, dass
> der (meines Wissens letzte verbliebene) Newsserver der Universität
> Bonn zum Jahresende abgeschaltet wird. Das Ganze war bloss im WWW
> angekündigt, nicht in der internen Gruppe uni-bonn.rhrz.announce.
> Ich habe mal nachgefragt, was der Grund ist, rechne aber nicht
> damit, vor Ende des Jahres noch Bescheid zu bekommen.

Das ist die ganz normale Entwicklung. Wir haben Zeiten, in denen es


Lehrstühle gibt, die die Diplomarbeit im Word-Format fordern. Die
Studenten sind zu immer höherem Anteil aus der Gruppe der
Webforen-Kiddys, die die Wurzeln der Computerei und des Internets nicht
mehr erlebt haben sondern gleich mit der Oberfläche der kommerziellen
Aspekte von Computern und Internet (schön bunt und alles so nehmen, wie
es vorgegeben wird) eingewickelt wurden.

Das Usenet ist dort einfach out, denn dort ist ja nicht mal HTML gerne

Thorsten Tüllmann

unread,
Dec 29, 2006, 4:11:52 AM12/29/06
to
Ignatios Souvatzis wrote:
> Gibt es an anderen Hochschulen auch ein Newsserversterben?

Das gibt es schon seit Jahren. Seit ich hier die Newsserver betreue,
haben mindestens drei Hochschulen den Newsbetrieb eingestellt. Da
passierts dann auch schon mal, dass der Feed haengt und Nachfragen nach
Monaten mit "So was haben wir hier nicht" beantwortet werden...
Klicki-Bunti Webforen sind halt viel toller(TM).

ciao,
Thorsten

Marco Schmidt

unread,
Dec 29, 2006, 4:40:54 AM12/29/06
to
Thorsten Tüllmann:

>Das gibt es schon seit Jahren. Seit ich hier die Newsserver betreue,
>haben mindestens drei Hochschulen den Newsbetrieb eingestellt. Da
>passierts dann auch schon mal, dass der Feed haengt und Nachfragen nach
>Monaten mit "So was haben wir hier nicht" beantwortet werden...
>Klicki-Bunti Webforen sind halt viel toller(TM).

In Aachen wurde der Uni-Server Mitte 2004 abgestellt
<news:c51h1r$ci2$1...@nets3.rz.RWTH-Aachen.DE>.

Der Grund war allerdings weniger die Lust auf Webforen noch
News-Desinteresse (die lokalen Hierarchien wurden und werden intensiv
genutzt), sondern die Kosten für notwendige neue Hardware und
Wartung/Support <news:c5lbvf$2om5j$1...@ID-231202.news.uni-berlin.de>.
Die Dienstleistung beim DFN einzukaufen entlastete das Personal
(ausschließlich für News zuständige Leute gab's nicht) und brachte
eine merkliche Geschwindigkeitssteigerung für die Nutzer.

Nachteil: Bricht die Außenleitung weg, gibt's auch kein Usenet. Dann
ist da noch die vielbeklagte schleichende Auflösung des dezentralen
Serververbands.

Gruß,
Marco

Robert Krempel

unread,
Dec 29, 2006, 1:02:12 PM12/29/06
to
Holger Marzen schrieb:

[Geschwalle]

> Das Usenet ist dort einfach out

Nicht nur dort. Das Usenet ist insgesamt out.
Und das Usenet hat guten Grund darüber nachzudenken, ob es nicht
selbst dafür verantwortlich ist.
Als Stichworte seien genannt:
abschreckende Überheblichkeit besonders der Regulars, übler
Umgangston, erschreckende Qualität der Beiträge (besonders in den
technischen und anderen Fach-Gruppen), völlig überkommene "Regeln".

Das Usenet bietet überhaupt nichts mehr, was man anderswo nicht zu
erheblich angenehmeren Bedingungen bekommen könnte. Usenet macht
schlichtweg keinen Spaß (mehr).

Ignatios Souvatzis

unread,
Dec 29, 2006, 1:11:59 PM12/29/06
to
Marco Schmidt wrote:
> Thorsten Tüllmann:
>
>>Das gibt es schon seit Jahren. Seit ich hier die Newsserver betreue,
>>haben mindestens drei Hochschulen den Newsbetrieb eingestellt. Da
>>passierts dann auch schon mal, dass der Feed haengt und Nachfragen nach
>>Monaten mit "So was haben wir hier nicht" beantwortet werden...
>>Klicki-Bunti Webforen sind halt viel toller(TM).
>
> In Aachen wurde der Uni-Server Mitte 2004 abgestellt
><news:c51h1r$ci2$1...@nets3.rz.RWTH-Aachen.DE>.
>
> Der Grund war allerdings weniger die Lust auf Webforen noch
> News-Desinteresse (die lokalen Hierarchien wurden und werden intensiv
> genutzt), sondern die Kosten für notwendige neue Hardware und
> Wartung/Support <news:c5lbvf$2om5j$1...@ID-231202.news.uni-berlin.de>.
> Die Dienstleistung beim DFN einzukaufen entlastete das Personal
> (ausschließlich für News zuständige Leute gab's nicht) und brachte
> eine merkliche Geschwindigkeitssteigerung für die Nutzer.

Wenn sie das wenigstens getan hätten...

-is

Paul Muster

unread,
Dec 29, 2006, 1:07:48 PM12/29/06
to
Robert Krempel schrieb:

> [Geschwalle]

> Das Usenet bietet überhaupt nichts mehr, was man anderswo nicht zu
> erheblich angenehmeren Bedingungen bekommen könnte. Usenet macht
> schlichtweg keinen Spaß (mehr).

Warum bist du noch hier und laberst rum?

Möchtest du nicht lieber in irgendein Webforum verschwinden? Wäre gut
für das Usenet.


ofG Paul

Sven Paulus

unread,
Dec 29, 2006, 1:29:16 PM12/29/06
to
Paul Muster <exp-3...@news.muster.dyndns.info> wrote:
>> Das Usenet bietet überhaupt nichts mehr, was man anderswo nicht zu
>> erheblich angenehmeren Bedingungen bekommen könnte. Usenet macht
>> schlichtweg keinen Spaß (mehr).
> Warum bist du noch hier und laberst rum?

Fuehlst Du Dich bedraengt, weil er unangenehme Wahrheien ausspricht?

Marco Schmidt

unread,
Dec 29, 2006, 1:37:14 PM12/29/06
to
Ignatios Souvatzis:

>> Der Grund war allerdings weniger die Lust auf Webforen noch
>> News-Desinteresse (die lokalen Hierarchien wurden und werden intensiv
>> genutzt), sondern die Kosten für notwendige neue Hardware und
>> Wartung/Support <news:c5lbvf$2om5j$1...@ID-231202.news.uni-berlin.de>.
>> Die Dienstleistung beim DFN einzukaufen entlastete das Personal
>> (ausschließlich für News zuständige Leute gab's nicht) und brachte
>> eine merkliche Geschwindigkeitssteigerung für die Nutzer.
>
>Wenn sie das wenigstens getan hätten...

Worauf beziehst Du Dich? Wer hat was nicht getan?

Gruß,
Marco

Juergen Ilse

unread,
Dec 29, 2006, 1:41:07 PM12/29/06
to
Hallo,

Wenn all diejenigen, die das Usenet auf seine Art und Weise kritisieren,
aus dem Usenet dauerhaft verschwinden wuerden, waere das Klima im Usenet
wieder um einiges angenehmer als momentan ... Statt das Usenet an "neue
Regeln" anpassen zu wollen, um zu versuchen mit "Webforen" in Konkurrenz
zu treten, waere es sinnvoller, wenn all diejenigen, denen das Usenet
nicht passt, vom Usenet fernbleiben wuerden. Insofern kann ich Paul eigent-
lich nur zustimmen.

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)

Lars P. Wolschner

unread,
Dec 29, 2006, 1:43:18 PM12/29/06
to
"Robert Krempel" <kremp...@gmail.com>:

> Das Usenet bietet überhaupt nichts mehr, was man anderswo nicht zu
> erheblich angenehmeren Bedingungen bekommen könnte. Usenet macht
> schlichtweg keinen Spaß (mehr).

Naja, vorläufig halte ich die Oberfläche eines Newsreaders immer noch
für angenehmer als die der Webforen. Das könnte sich allerdings mit
einen Ajax-mäßigen Lösung ändern. Vor allem das Antworten mit Zitat
finde ich auch bei den modernen Foren-Kontruktionen noch ziemlich
umständlich. Und ich bearbeiter so manches Zitat in meinem Newsreader
manuell, bin also nicht mal allzu bequem.

CU
--
Lars P. Wolschner lars.wo...@nexgo.de
Senefelderstraße 3 lars.wo...@gmx.de
D-63069 Offenbach am Main
Fon & Fax: +49 69 80068670 Mobil: +49 163 8122462 (eplus)

Holger Marzen

unread,
Dec 29, 2006, 1:47:19 PM12/29/06
to
* On 29 Dec 2006 10:02:12 -0800, Robert Krempel wrote:

> Holger Marzen schrieb:
>
> [Geschwalle]
>
>> Das Usenet ist dort einfach out
>
> Nicht nur dort. Das Usenet ist insgesamt out.
> Und das Usenet hat guten Grund darüber nachzudenken, ob es nicht
> selbst dafür verantwortlich ist.

Denken kann das Usenet also. Du meinst sicher den Betreiber des Usenets,
also das Pendant zum Forenadmin, ja?

> Als Stichworte seien genannt:
> abschreckende Überheblichkeit besonders der Regulars,
> übler Umgangston,

Überheblich und mit üblem Umgangston, wie zitierten Text durch
"[Geschwalle]" ersetzen ohne inhaltlich darauf einzugehen?

Joern Bredereck

unread,
Dec 29, 2006, 1:53:09 PM12/29/06
to
Holger Marzen <hol...@marzen.de> wrote:

> Das Usenet ist dort einfach out, denn dort ist ja nicht mal HTML gerne
> gesehen. Wie langweilig, wenn man nicht seine animierten
> Lieblings-Smileys in die Signatur einfügen kann!

na, das wären doch endlich mal gute Nachrichten, wenn sich die
HTML-Junkies und die von dir skizzierte "Generation Klicky-Bunti" aus
dem UseNet verziehen würde. Leider kann ich deinen Optimimus
diesbezüglich nicht teilen. Im UseNet sind leider immernoch viel zu
viele Leute präsent, die in bunten Webforen weitaus besser aufgehoben
wären. :-(


--
Gruß,
Jörn

Joern Bredereck

unread,
Dec 29, 2006, 1:54:30 PM12/29/06
to
Robert Krempel <kremp...@gmail.com> wrote:

> Das Usenet bietet überhaupt nichts mehr, was man anderswo nicht zu
> erheblich angenehmeren Bedingungen bekommen könnte. Usenet macht
> schlichtweg keinen Spaß (mehr).

was machst du dann noch hier?

--
Gruß,
Jörn

Robert Krempel

unread,
Dec 29, 2006, 1:57:45 PM12/29/06
to
Paul Muster schrieb:

> Warum bist du noch hier und laberst rum?

Das geht Dich im Zweifelsfalle überhaupt nichts an.

> Möchtest du nicht lieber in irgendein Webforum verschwinden? Wäre gut
> für das Usenet.

Aber immerhin folgt sofort die Bestätigung dessen, was ich zuvor
schrieb:
> übler Umgangston
> erschreckende Qualität der Beiträge
...und falls Du zu den Regulars gehörst:
> abschreckende Überheblichkeit besonders der Regulars

jb

unread,
Dec 29, 2006, 2:08:16 PM12/29/06
to
Robert Krempel wrote:

>> Warum bist du noch hier und laberst rum?
>
> Das geht Dich im Zweifelsfalle überhaupt nichts an.

also wenn du das UseNet auf der einen Seite so schlecht findest, und es
auf der anderen Seite trotzdem nutzt, dann musst du dir schon die Frage
nach der Ursache für dieses inkonsequente Verhalten gefallen lassen.

Darauf antworten musst du aber natürlich nicht; spricht ja schliesslich
für sich selbst.

Gruß,

Jörn

Robert Krempel

unread,
Dec 29, 2006, 2:08:49 PM12/29/06
to
Holger Marzen schrieb:

> > Nicht nur dort. Das Usenet ist insgesamt out.
> > Und das Usenet hat guten Grund darüber nachzudenken, ob es nicht
> > selbst dafür verantwortlich ist.
>
> Denken kann das Usenet also. Du meinst sicher den Betreiber des Usenets,
> also das Pendant zum Forenadmin, ja?

Du wirst schon verstanden haben, was ich damit meinte.
Falls nicht (und dann wäre verständlich, warum die Qualität so im
Keller ist), zur Erläuterung: Ich meinte damit solche Teilnehmer wie
Dich.

> Überheblich und mit üblem Umgangston, wie zitierten Text durch
> "[Geschwalle]" ersetzen ohne inhaltlich darauf einzugehen?

Du meinst, ich sollte auf dieses "subtile" Windows/MS-Bashing und
Klicki-Bunti-Gefasel *inhaltlich* eingehen? Ich bitte Dich...Dann
würde ich die Qualität ja noch weiter drücken.

Robert Krempel

unread,
Dec 29, 2006, 2:15:59 PM12/29/06
to
jb schrieb:

> also wenn du das UseNet auf der einen Seite so schlecht findest, und es
> auf der anderen Seite trotzdem nutzt, dann musst du dir schon die Frage
> nach der Ursache für dieses inkonsequente Verhalten gefallen lassen.

Naja, ich finde auch bundesdeutsche Straßen oftmals mehr als schlecht,
nutze sie aber trotzdem.

> Darauf antworten musst du aber natürlich nicht; spricht ja schliesslich
> für sich selbst.

Ah ja, da Du ja über keinerlei weitere Information zu den Gründen
verfügst, basiert Deine Einschätzung dann wohl auf

Holger Marzen

unread,
Dec 29, 2006, 2:20:11 PM12/29/06
to
* On 29 Dec 2006 11:08:49 -0800, Robert Krempel wrote:

> Holger Marzen schrieb:
>
>> > Nicht nur dort. Das Usenet ist insgesamt out.
>> > Und das Usenet hat guten Grund darüber nachzudenken, ob es nicht
>> > selbst dafür verantwortlich ist.
>>
>> Denken kann das Usenet also. Du meinst sicher den Betreiber des Usenets,
>> also das Pendant zum Forenadmin, ja?
>
> Du wirst schon verstanden haben, was ich damit meinte.
> Falls nicht (und dann wäre verständlich, warum die Qualität so im
> Keller ist), zur Erläuterung: Ich meinte damit solche Teilnehmer wie
> Dich.

An Selbstbewusstsein mangelt es dir nicht.

>> Überheblich und mit üblem Umgangston, wie zitierten Text durch
>> "[Geschwalle]" ersetzen ohne inhaltlich darauf einzugehen?
>
> Du meinst, ich sollte auf dieses "subtile" Windows/MS-Bashing und
> Klicki-Bunti-Gefasel *inhaltlich* eingehen? Ich bitte Dich...Dann
> würde ich die Qualität ja noch weiter drücken.

Gelesene Texte verstehen und dann noch darauf eingehen, das ist out.
Meine Rede.

Es war übrigens Professoren-Bashing, weil solche Deppen nicht
inhaltliche und formale Anforderungen an das Ergebnis vorschreiben
sondern das dazu benutzte Werkzeug. Das ist nicht in erster Linie
deshalb schlimm, weil MS Word für diesen Zweck wirklich nicht das am
besten geeignete Werkzeug ist, sondern auch weil die Studenten unnötig
gegängelt werden. Es wird ihnen verboten, selbst ein geeignetes Werkzeug
auszuwählen. Dies zeigt eine hochgradige Ignoranz in Tateinheit mit
Missbrauch der Stellung und dem Versagen im Lehrauftrag, für den die
Professoren immerhin bezahlt werden.

Was soll denn da in der Masse als Ergebnis herauskommen außer
engstirnigen Konformisten, die gerade zum Gegenteil eines kritischen,
diskussionsfähigen und in der Wahl seiner Werkzeuge flexiblen Menschen
ausgebildet wurden?

Joern Bredereck

unread,
Dec 29, 2006, 2:20:52 PM12/29/06
to
Robert Krempel wrote:

>> Warum bist du noch hier und laberst rum?
>
> Das geht Dich im Zweifelsfalle überhaupt nichts an.

also wenn du das UseNet auf der einen Seite so schlecht findest, und es


auf der anderen Seite trotzdem nutzt, dann musst du dir schon die Frage
nach der Ursache für dieses inkonsequente Verhalten gefallen lassen.

Darauf antworten musst du aber natürlich nicht; spricht ja schliesslich
für sich selbst.

Gruß,

Jörn

Joern Bredereck

unread,
Dec 29, 2006, 2:27:44 PM12/29/06
to
Robert Krempel wrote:

>> also wenn du das UseNet auf der einen Seite so schlecht findest, und es
>> auf der anderen Seite trotzdem nutzt, dann musst du dir schon die Frage
>> nach der Ursache für dieses inkonsequente Verhalten gefallen lassen.
>
> Naja, ich finde auch bundesdeutsche Straßen oftmals mehr als schlecht,
> nutze sie aber trotzdem.

Soll das ein Beispiel für das Argumentations-Niveau sein, das du im
UseNet vermisst? Dann wird mir allerdings einiges klar.... In dem Fall
ist das UseNet dann wirklich nichts für dich und ich muss dir, im
Kontext deiner eigenen Person, zu deiner ursprünglichen These durchaus
beipflichten.

Gruß,

Jörn

Joern Bredereck

unread,
Dec 29, 2006, 2:32:44 PM12/29/06
to
Holger Marzen wrote:

> Es war übrigens Professoren-Bashing, weil solche Deppen nicht
> inhaltliche und formale Anforderungen an das Ergebnis vorschreiben
> sondern das dazu benutzte Werkzeug. Das ist nicht in erster Linie
> deshalb schlimm, weil MS Word für diesen Zweck wirklich nicht das am
> besten geeignete Werkzeug ist, sondern auch weil die Studenten unnötig
> gegängelt werden. Es wird ihnen verboten, selbst ein geeignetes Werkzeug
> auszuwählen. Dies zeigt eine hochgradige Ignoranz in Tateinheit mit
> Missbrauch der Stellung und dem Versagen im Lehrauftrag, für den die
> Professoren immerhin bezahlt werden.

Ich glaube das hatte so gut wie jeder der hier mitlesenden (vielleicht
mit Ausnahme von Robert) auch in deinem ersten Posting so verstanden.
Diese Wiederholung war daher IMO überflüssig.

Ich frage mich sowieso gerade, ob unsere Antworten auf Robert's Postings
nicht bereits den Tatbestand der Trollfütterung erfüllen. :-(

Gruß,

Jörn

peter.a...@googlemail.com

unread,
Dec 29, 2006, 2:42:40 PM12/29/06
to
Holger Marzen schrieb:

> An Selbstbewusstsein mangelt es dir nicht.

Geht so ;-).
Aber mal im Ernst: Dem Usenet - resp. den Teilnehmern - würde etwas
Selbstkritik imho tatsächlich nicht schaden. Dabei schließe ich mich
durchaus mit ein.
Dass es daran mangelt, sieht man ja schon ganz gut an den Reaktionen,
die sich meist in einem "Verzieh Dich!" erschöpfen.

In der Tat halte ich die - zugegebenermaßen plakativen - Aspekte für
überdenkenswert, ob der Niedergang des Usenets damit etwas zu tun
haben könnte.

> >> Überheblich und mit üblem Umgangston, wie zitierten Text durch
> >> "[Geschwalle]" ersetzen ohne inhaltlich darauf einzugehen?
> >
> > Du meinst, ich sollte auf dieses "subtile" Windows/MS-Bashing und
> > Klicki-Bunti-Gefasel *inhaltlich* eingehen? Ich bitte Dich...Dann
> > würde ich die Qualität ja noch weiter drücken.
>
> Gelesene Texte verstehen und dann noch darauf eingehen, das ist out.
> Meine Rede.
>
> Es war übrigens Professoren-Bashing

Ja, etwas Prof-Bashing kann man zur Not auch herauslesen.

Aber das war ja nicht das Thema, sondern warum sich Newsserverbetreiber
zunehmend zurückziehen.

Was meinst Du, warum sie das tun? Doch nicht, weil Professoren
Worddokumente haben wollen, oder?

Joern Bredereck

unread,
Dec 29, 2006, 2:52:57 PM12/29/06
to
peter.a...@googlemail.com wrote:

> In der Tat halte ich die - zugegebenermaßen plakativen - Aspekte für
> überdenkenswert, ob der Niedergang des Usenets damit etwas zu tun
> haben könnte.

Welcher Niedergang eigentlich? Das UseNet schrumpft sich wieder gesund.
Die Trolle und "Mausfuchtler" finden es zunehmend interessanter, sich in
Webforen zu tummeln und lassen das UseNet zunehmend in Ruhe. Ich kann
diese Tendenzen nur begrüssen; wollen wir hoffen, dass das anhält.

Und auch bezüglich der Newsserver kann ich noch keinen alarmierenden
Rückgang erkennen. Wahrscheinlich kamen in diesem Jahr allein durch
OpenNews mehr Newsserver dazu, als an deutschen Unis weggefallen sind.

Gruß,

Jörn

Holger Marzen

unread,
Dec 29, 2006, 3:08:49 PM12/29/06
to
* On 29 Dec 2006 11:42:40 -0800, peter.a...@googlemail.com wrote:

> Aber das war ja nicht das Thema, sondern warum sich Newsserverbetreiber
> zunehmend zurückziehen.
>
> Was meinst Du, warum sie das tun? Doch nicht, weil Professoren
> Worddokumente haben wollen, oder?

Dass die Zahl der Newsserver vermutlich zurückgegangen ist (ich finde
auch immer wieder neuere Projekte, ein Teil davon bildet meine Feeds),
liegt meiner Ansicht nach an der billigen Verfügbarkeit der
Online-Zugänge. Früher hattzen sehr viele Leute einen lokalen Newsserver
oder so ein Zwischending wie Crosspoint mit UUCP, heute kann man ständig
online sein und einen entfernten Newsserver nutzen.

Aber das halte ich für nicht so wesentlich. Bei meiner Aussage dachte
ich eher an die Nutzer der Newsserver, und da spielt durchaus die
veränderte Philosophie an den Unis eine Rolle. Es wird - wie in der
Werbung und im Berufsleben - mehr und mehr Wert auf die Hülle statt den
Inhalt gelegt, ein meiner Ansicht nach typischer und symptomatischer
Fall ist das Vorschreiben eines wenig tauglichen Werkzeugs an Unis, nur
weil es sich im Businessbereich zum Schreiben von zweiseitigen Memos
durchgesetzt hat. Und deshalb haben auf die jungen Menschen heute die
bunten Webforen einen deutlich höheren Reiz. Die Strukturierung des
Diskussionsfaden wird auf einen eindimensionalen Strang reduziert, dafür
kann man tolle animierte Bilder einbauen, und kurze Postings mit dem
alleinigen Inhalt "LOL" fügen sich angenehm in den Strang ein, weil man
nicht so weit scrollen muss. Möglicherweise vermissen die Kids auch,
wenn nicht an allen Ecken des Bildschirms Werbung flackert, weil ihr
mentaler Werbefilter nach Input dürstet.

Konsumierung einfacher aber aufdringlicher Inhalte ist angesagt.

Da passt das Usenet nicht ins Schema.


Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 29, 2006, 2:53:27 PM12/29/06
to
Joern Bredereck in <news:en3pqk$n5c$1...@hathi.bw-networx.net>:

>Robert Krempel wrote:
>
>>> Warum bist du noch hier und laberst rum?
>>
>> Das geht Dich im Zweifelsfalle überhaupt nichts an.
>
>also wenn du das UseNet auf der einen Seite so schlecht findest, und es
>auf der anderen Seite trotzdem nutzt,

Er tut es ja nicht, sondern leakt über Googlegroups hinein.

CU!
Ulrich - Die nächste Kerbe in seinen "Man sollt Google endlich
abklemmen"-Kolben schnitzend.

Alexander Bartolich

unread,
Dec 29, 2006, 4:51:12 PM12/29/06
to
Holger Marzen schrieb:
> [...] Und deshalb haben auf die jungen Menschen heute die

> bunten Webforen einen deutlich höheren Reiz. Die Strukturierung des
> Diskussionsfaden wird auf einen eindimensionalen Strang reduziert, dafür
> kann man tolle animierte Bilder einbauen, und kurze Postings mit dem
> alleinigen Inhalt "LOL" fügen sich angenehm in den Strang ein, weil man
> nicht so weit scrollen muss. Möglicherweise vermissen die Kids auch,
> wenn nicht an allen Ecken des Bildschirms Werbung flackert, weil ihr
> mentaler Werbefilter nach Input dürstet.
>
> Konsumierung einfacher aber aufdringlicher Inhalte ist angesagt.
>
> Da passt das Usenet nicht ins Schema.

Mir fallen da drei alte, große Webforen ein, die frei von Bildern sind:
http://www.heise.de/newsticker/
http://slashdot.org/
http://www.kuro5hin.org/

Das Problem mit dem Usenet ist zum einem die mangelnde inhaltliche
Substanz; die vielen Postings, in denen unbefleckt von Wissen und
Erfahrung nur Sprüche geklopft werden.

Das andere Problem ist die (geistige) Erstarrung. In den bestehenden
Hierarchien erfordern selbst die kleine Änderungen einen enormen
Aufwand an Zeit und Nerven. Und neue Hierarchien einzurichten
bedeutet alle Nachteile des Usenet ohne dessen Vorteile.

--

Alexander Bartolich

unread,
Dec 29, 2006, 4:51:25 PM12/29/06
to
Holger Marzen schrieb:
> [...] Und deshalb haben auf die jungen Menschen heute die

> bunten Webforen einen deutlich höheren Reiz. Die Strukturierung des
> Diskussionsfaden wird auf einen eindimensionalen Strang reduziert, dafür
> kann man tolle animierte Bilder einbauen, und kurze Postings mit dem
> alleinigen Inhalt "LOL" fügen sich angenehm in den Strang ein, weil man
> nicht so weit scrollen muss. Möglicherweise vermissen die Kids auch,
> wenn nicht an allen Ecken des Bildschirms Werbung flackert, weil ihr
> mentaler Werbefilter nach Input dürstet.
>
> Konsumierung einfacher aber aufdringlicher Inhalte ist angesagt.
>
> Da passt das Usenet nicht ins Schema.

Mir fallen da drei alte, große Webforen ein, die frei von Bildern sind:

Alexander Bartolich

unread,
Dec 29, 2006, 4:52:15 PM12/29/06
to
Holger Marzen schrieb:
> [...] Und deshalb haben auf die jungen Menschen heute die

> bunten Webforen einen deutlich höheren Reiz. Die Strukturierung des
> Diskussionsfaden wird auf einen eindimensionalen Strang reduziert, dafür
> kann man tolle animierte Bilder einbauen, und kurze Postings mit dem
> alleinigen Inhalt "LOL" fügen sich angenehm in den Strang ein, weil man
> nicht so weit scrollen muss. Möglicherweise vermissen die Kids auch,
> wenn nicht an allen Ecken des Bildschirms Werbung flackert, weil ihr
> mentaler Werbefilter nach Input dürstet.
>
> Konsumierung einfacher aber aufdringlicher Inhalte ist angesagt.
>
> Da passt das Usenet nicht ins Schema.

Mir fallen da drei alte, große Webforen ein, die frei von Bildern sind:

Juergen Ilse

unread,
Dec 29, 2006, 5:00:12 PM12/29/06
to
Hallo,

Robert Krempel <kremp...@gmail.com> wrote:
> jb schrieb:
>> also wenn du das UseNet auf der einen Seite so schlecht findest, und es
>> auf der anderen Seite trotzdem nutzt, dann musst du dir schon die Frage
>> nach der Ursache für dieses inkonsequente Verhalten gefallen lassen.
> Naja, ich finde auch bundesdeutsche Straßen oftmals mehr als schlecht,
> nutze sie aber trotzdem.

Fuer kraftfahrzeugbasierten Individualverkehr in Deutschland gibt es
aber zu den Strassen keine wirkliche Alternative. Welchen Zweck fuer
den es keine bessere Alternative gibt erfuellt denn das Usenet fuer
dich? Wenn du darauf *keine* Antwort haben solltest, ist die Frage
deines Vorredners voellig berechtigt.

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)

Juergen Ilse

unread,
Dec 29, 2006, 5:10:03 PM12/29/06
to
Hallo,

Joern Bredereck <jo...@bredereck.net> wrote:
> Welcher Niedergang eigentlich? Das UseNet schrumpft sich wieder gesund.
> Die Trolle und "Mausfuchtler" finden es zunehmend interessanter, sich in
> Webforen zu tummeln und lassen das UseNet zunehmend in Ruhe. Ich kann
> diese Tendenzen nur begrüssen; wollen wir hoffen, dass das anhält.

Du meinst, das Ende des September '93 rueckt vielleicht sogar in den
naechsten Jahr(zehnt?)en in greifbare Naehe?
;-)

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)

Stefan 'Steve' Tell

unread,
Dec 29, 2006, 5:14:33 PM12/29/06
to
Joern Bredereck wrote:

> diesbezüglich nicht teilen. Im UseNet sind leider immernoch viel zu
> viele Leute präsent, die in bunten Webforen weitaus besser aufgehoben
> wären. :-(

Der Abgang von Nachwuchs war schon immer der Anfang vom Ende eines
Netzwerks. Das war schon im MagicNet/SevenNet so, später wars im Fido so
und jetzt gehts mit großen Schritten im Usenet los.

--
By(t)e,
Stefan 'Steve' Tell | http://blog.crashmail.de
-------------------------------| http://www.zenwalker.de
Powered by Zenwalk GNU/Linux | http://www.zenwalk.org

Thomas Dahmen

unread,
Dec 29, 2006, 5:14:16 PM12/29/06
to
Am 29.12.2006 22:52 meinte Alexander Bartolich:

> Mir fallen da drei alte, große Webforen ein, die frei von Bildern sind:
> http://www.heise.de/newsticker/
> http://slashdot.org/
> http://www.kuro5hin.org/

Die aufdringlichen (Werbe-)Bilder und Flash-Animationen hast Du mittels
Cleanfeed^WAdblock beseitigt?

> Das Problem mit dem Usenet ist zum einem die mangelnde inhaltliche
> Substanz; die vielen Postings, in denen unbefleckt von Wissen und
> Erfahrung nur Sprüche geklopft werden.

Dies nach Erwähnung des Heise-Newstickers zu schreiben, entbehrt nicht
einer gewissen Komik.

Fröhliches Klopfen,
Thomas

--
Talking to you is like masturbating with a cheese grater! Slightly
amusing, but mostly painful. [Ford Fairlane]

Juergen Ilse

unread,
Dec 29, 2006, 5:16:07 PM12/29/06
to
Hallo,

Alexander Bartolich <alexander...@gmx.at> wrote:
> Das Problem mit dem Usenet ist zum einem die mangelnde inhaltliche
> Substanz; die vielen Postings, in denen unbefleckt von Wissen und
> Erfahrung nur Sprüche geklopft werden.

Das klingt fast wie die Gruende, die vor einigen Jahren zur Loeschung
von de.comp.os.unix.linux.newusers gefuehrt haben ... Es war immer
weniger Substanz vorhanden, ersetzt durch (teilweise sogar extrem
gefaehrliches) Halbwissen und frechen Antworten auf Versuche, in
solchen Faellen korrigierend einzugreifen ...

> Das andere Problem ist die (geistige) Erstarrung. In den bestehenden
> Hierarchien erfordern selbst die kleine Änderungen einen enormen
> Aufwand an Zeit und Nerven. Und neue Hierarchien einzurichten
> bedeutet alle Nachteile des Usenet ohne dessen Vorteile.

Das sehe ich nicht unbedingt als Nachteil. Eine gewissen Konstanz
ist IMHO oftmals eher vorteilhaft. Wieso glaubst du, dass die Nach-
teile wirklich ueberwiegen wuerden?

Tschuess,
Juergen Ilse (jue...@usenet-verwaltung.de)

Stefan 'Steve' Tell

unread,
Dec 29, 2006, 5:17:28 PM12/29/06
to
Joern Bredereck wrote:

> Welcher Niedergang eigentlich? Das UseNet schrumpft sich wieder gesund.

Auch diese verdrehte Darstellung der Tatsachen habe ich in den letzten 15
Jahren desöfteren gelesen. Alle 'sich damals gesundschrumpfenden Netze'
sind heute defakto tot.

Stefan 'Steve' Tell

unread,
Dec 29, 2006, 5:19:48 PM12/29/06
to
Holger Marzen wrote:

> Möglicherweise vermissen die Kids auch, wenn nicht an allen Ecken des
> Bildschirms Werbung flackert, weil ihr mentaler Werbefilter nach Input
> dürstet.

Mal ehrlich .... wer in einem Webforum beim Lesen noch Werbung zu sehen
bekommt, hat seinen Browser nicht ausreichend konfiguriert.

Joern Bredereck

unread,
Dec 29, 2006, 5:34:16 PM12/29/06
to
Stefan 'Steve' Tell wrote:

>> diesbezüglich nicht teilen. Im UseNet sind leider immernoch viel zu
>> viele Leute präsent, die in bunten Webforen weitaus besser aufgehoben
>> wären. :-(
>
> Der Abgang von Nachwuchs war schon immer der Anfang vom Ende eines
> Netzwerks. Das war schon im MagicNet/SevenNet so, später wars im Fido so
> und jetzt gehts mit großen Schritten im Usenet los.

Grundsätzlich stimmt das wohl. Auf der anderen Seite ist der fehlende
Nachwuchs, der in einem rein textuellen Medium nicht mehr klarkommt eher
ein gesellschaftliches Problem und nichts "usenetspezfisches".

Das Problem setzt sich doch in andere Bereichen des täglichen Lebens
fort. Du solltest z.B. mal sehen, was für "Bewerbungen" jede Woche auf
meinen Schreibtisch flattern. Die Bewerber scheinen noch nie in Ihrem
Leben einen echten Brief verfasst zu haben. In den meisten "Bewerbungen"
wird dann aber irgendwas über "hervorragende Word- und PC-Kenntnisse"
gefaselt.

Der Nachwuchs fehlt jedenfalls nicht nur im UseNet, sondern auch an
allen anderen Stellen, an denen ein gewisses Maß an Sorgfalt und
Bereitschaft zur Regelkonformität gefragt ist.

Aber daraus den Schluss zu ziehen, man müsse eben seine Erwartungen
überdenken um den "Nachwuchs" nicht zu gefährden ist IMO grotesk.

Gruß,

Jörn

Alexander Bartolich

unread,
Dec 29, 2006, 5:35:35 PM12/29/06
to
Thomas Dahmen schrieb:

> Am 29.12.2006 22:52 meinte Alexander Bartolich:
> [...]

>> Mir fallen da drei alte, große Webforen ein, die frei von Bildern sind:
>> http://www.heise.de/newsticker/
>> http://slashdot.org/
>> http://www.kuro5hin.org/
>
> Die aufdringlichen (Werbe-)Bilder und Flash-Animationen hast Du mittels
> Cleanfeed^WAdblock beseitigt?

http://adzapper.sourceforge.net/


>
>> Das Problem mit dem Usenet ist zum einem die mangelnde inhaltliche
>> Substanz; die vielen Postings, in denen unbefleckt von Wissen und
>> Erfahrung nur Sprüche geklopft werden.
>
> Dies nach Erwähnung des Heise-Newstickers zu schreiben, entbehrt
> nicht einer gewissen Komik.

Stimmt, ist schlecht formuliert. Was ich eigentlich sagen wollte:
In den großen Webforen liegen unter den Kommentaren (noch) echte
Schätze, die die Trollerei aufwiegen. Dagegen ist es schon lange
her, dass mich ein Posting im deutschsprachigen Usenet erleuchtet
hat.

--

Joern Bredereck

unread,
Dec 29, 2006, 5:39:59 PM12/29/06
to
Alexander Bartolich wrote:


> Mir fallen da drei alte, große Webforen ein, die frei von Bildern sind:
> http://www.heise.de/newsticker/

örks... dein Werbefilter scheint gut zu funktionieren. Schau dir diese
Seite bitte mal ohne Addblocker an.

> Das Problem mit dem Usenet ist zum einem die mangelnde inhaltliche
> Substanz; die vielen Postings, in denen unbefleckt von Wissen und
> Erfahrung nur Sprüche geklopft werden.

aha... und beim von dir zitierten Heise-Newsticker ist das Niveau
besser? *hüstel*

Gruß,

Jörn

Alexander Bartolich

unread,
Dec 29, 2006, 5:53:56 PM12/29/06
to
Joern Bredereck schrieb:
> Stefan 'Steve' Tell wrote:
>> [...]

>> Der Abgang von Nachwuchs war schon immer der Anfang vom Ende eines
>> Netzwerks. Das war schon im MagicNet/SevenNet so, später wars im Fido so
>> und jetzt gehts mit großen Schritten im Usenet los.
>
> Grundsätzlich stimmt das wohl. Auf der anderen Seite ist der fehlende
> Nachwuchs, der in einem rein textuellen Medium nicht mehr klarkommt

http://de.wikipedia.org/wiki/SMS

> eher ein gesellschaftliches Problem und nichts "usenetspezfisches".

Ist der Bedarf an Unix-Admins in den letzten 20 Jahren gefallen oder
gestiegen? Ist das Lohn-Niveau dabei gefallen oder gestiegen?

> [...]


> Das Problem setzt sich doch in andere Bereichen des täglichen Lebens
> fort. Du solltest z.B. mal sehen, was für "Bewerbungen" jede Woche auf
> meinen Schreibtisch flattern. Die Bewerber scheinen noch nie in Ihrem
> Leben einen echten Brief verfasst zu haben.

Zu meiner Zeit war "Stenotypie & Maschinenschreiben" ein Freifach.
Wer sich das nicht angetan hat, wusste nach 13 Jahren Schulzeit
tatsächlich nichts über die grundlegenden Regeln der Typographie
und Geschäftskorrespondenz.

> In den meisten "Bewerbungen" wird dann aber irgendwas über "hervorragende
> Word- und PC-Kenntnisse" gefaselt.

Im Vergleich zur Generation 45+ stimmt das auch. Und Maschinenschreiben
war zu deren Zeit nur etwas für Mädchen.

> Der Nachwuchs fehlt jedenfalls nicht nur im UseNet, sondern auch an
> allen anderen Stellen, an denen ein gewisses Maß an Sorgfalt und
> Bereitschaft zur Regelkonformität gefragt ist.

Ich bin Autodidakt.

Weder in der HTBLA Elektrotechnik noch im Studium der Informatik
wurde mir irgend etwas gelehrt, dass für meinen Beruf (Software-
Entwickler) relevant ist, oder ich damals nicht schon wusste.
Meine Bereitschaft, mich einem wie auch immer gearteten Mief unter
den Talaren unterzuordnen hat das restlos zerstört.

> Aber daraus den Schluss zu ziehen, man müsse eben seine Erwartungen
> überdenken um den "Nachwuchs" nicht zu gefährden ist IMO grotesk.

Die Jugend von Heute ist die Kundschaft von morgen. Sofern du
nicht Beamter bist, solltest du deine Erwartungen überdenken.

--

Thomas Dahmen

unread,
Dec 29, 2006, 6:03:02 PM12/29/06
to
Am 29.12.2006 23:35 meinte Alexander Bartolich:

>>> Mir fallen da drei alte, große Webforen ein, die frei von Bildern sind:
>>> http://www.heise.de/newsticker/
>>> http://slashdot.org/
>>> http://www.kuro5hin.org/
>>
>> Die aufdringlichen (Werbe-)Bilder und Flash-Animationen hast Du mittels
>> Cleanfeed^WAdblock beseitigt?
>
> http://adzapper.sourceforge.net/

Also sind diese altvorderen Foren per se doch nicht so ganz werbefrei?

>> Dies nach Erwähnung des Heise-Newstickers zu schreiben, entbehrt
>> nicht einer gewissen Komik.
>
> Stimmt, ist schlecht formuliert.

Stimmt.

> In den großen Webforen liegen unter den Kommentaren (noch) echte
> Schätze, die die Trollerei aufwiegen. Dagegen ist es schon lange
> her, dass mich ein Posting im deutschsprachigen Usenet erleuchtet
> hat.

Deine Wahrnehmung scheint mir etwas arg gestört. Welcher
Heise-Newsticker-Artikel wäre das zuletzt gewesen?

Thomas

--
"You're human."
"Barely. I'm a lawyer."
[Blade II]

Holger Korn

unread,
Dec 29, 2006, 6:26:45 PM12/29/06
to
Am 29.12.2006 23:17:28 schrieb Stefan 'Steve' Tell:


> Jahren desöfteren gelesen. Alle 'sich damals gesundschrumpfenden Netze'
> sind heute defakto tot.

upps - im Fidonet gibt es noch immer über 7000 Nodes. Maximum war irgendwas
im Bereich von 37000.


--
cu |_|
|olger

Lars P. Wolschner

unread,
Dec 29, 2006, 6:48:46 PM12/29/06
to
Thomas Dahmen <td.u...@gmx.de>:

> Am 29.12.2006 22:52 meinte Alexander Bartolich:

>> Das Problem mit dem Usenet ist zum einem die mangelnde


>> inhaltliche Substanz; die vielen Postings, in denen unbefleckt
>> von Wissen und Erfahrung nur Sprüche geklopft werden.
>
> Dies nach Erwähnung des Heise-Newstickers zu schreiben, entbehrt
> nicht einer gewissen Komik.

Daß das Niveau im Usenet höher sei, ist eine Legende; das mag
früher mal so gewesen sein. Rein fachlich wird man im Web vor allem
bei bestimmter Hard- oder Software längst besser bedient, während
man im Usenet nicht unbedingt die Mitleser und vor allem Schreiber
hat, die Erfahrung mit genau dem fraglichen Produkt haben. Die de-
Gruppen, in denen Microsoft Windows oder Microsoft Office-Pakete on
topic sind, haben nicht die geringste Chance gegen die entsprechen-
den Gegenstücke innerhalb microsoft.public.*. Dort erhält man nicht
nur wesentlich bessere, sondern auch deutlich schnellere Antworten.

Generell aber meine ich, daß die überwältigende Mehrzahl der Nutzer
von technischen Gruppen in erster Linie Support erwartet, gleich-
viel ob im Usenet oder im Web. Diskussionen entspannen sich besten-
falls noch aus Vergleichen konkurrierender Produkte. Das liegt im
Falle der Informationstechnik aber am Trend zur Black Box, der sich
wegen der enormen Komplexität moderner Digitaltechnik kaum vermei-
den läßt.

CU
--
Lars P. Wolschner lars.wo...@nexgo.de
Senefelderstraße 3 lars.wo...@gmx.de
D-63069 Offenbach am Main
Fon & Fax: +49 69 80068670 Mobil: +49 163 8122462 (eplus)

Joern Bredereck

unread,
Dec 29, 2006, 7:02:28 PM12/29/06
to
Alexander Bartolich wrote:

>>> Der Abgang von Nachwuchs war schon immer der Anfang vom Ende eines
>>> Netzwerks. Das war schon im MagicNet/SevenNet so, später wars im Fido so
>>> und jetzt gehts mit großen Schritten im Usenet los.
>> Grundsätzlich stimmt das wohl. Auf der anderen Seite ist der fehlende
>> Nachwuchs, der in einem rein textuellen Medium nicht mehr klarkommt
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/SMS

Einfach einen Link abzukippen, ohne seine Argumente in eigenen Worten
auzuformulieren ist übrigens ein Trend, den ich als sehr viel
alarmierender empfinde, als ein angebliches "Newsserversterben" oder der
hier herbeigeredete Untergang des UseNets.

Wenn du mit mir diskutieren möchtest, dann artikuliere dich bitte in
vollständigen Sätzen. Ich bin nicht bereit einfach nur auf irgendwelche
Links zu klicken und dann darüber zu rätseln, was du nun eigentlich
damit ausdrücken wolltest.


>> eher ein gesellschaftliches Problem und nichts "usenetspezfisches".
>
> Ist der Bedarf an Unix-Admins in den letzten 20 Jahren gefallen oder
> gestiegen? Ist das Lohn-Niveau dabei gefallen oder gestiegen?

Der Bedarf ist gestiegen, aber das Verhältnis von gut ausgebildeten
Admins zu selbsternannten "Experten" hat inzwischen groteske Züge
angenommen. Oder einfacher gesagt: Man muss lange suchen, um wirklich
fähige Leute zu finden. Und findet man mal einen fähigen Admin, so sind
seine Sozialkompetenzen bzw. sein Auftreten für einen Einsatz bei
anspruchsvollen Kunden meistens nicht ausreichend.

>> [...]
>> Das Problem setzt sich doch in andere Bereichen des täglichen Lebens
>> fort. Du solltest z.B. mal sehen, was für "Bewerbungen" jede Woche auf
>> meinen Schreibtisch flattern. Die Bewerber scheinen noch nie in Ihrem
>> Leben einen echten Brief verfasst zu haben.
>
> Zu meiner Zeit war "Stenotypie & Maschinenschreiben" ein Freifach.

Ich weiß ja nicht, welche Schulen du besucht hast, aber die simpelsten
Regeln, um einen Brief oder gar eine Bewerbung zu verfassen, waren
durchaus Bestandteil des Deutsch-Unterrichts. Oder ist das in Österreich
auch nur Freifach? :-)

> Wer sich das nicht angetan hat, wusste nach 13 Jahren Schulzeit
> tatsächlich nichts über die grundlegenden Regeln der Typographie
> und Geschäftskorrespondenz.

Womit sich mein Eindruck wieder einmal bestätigt, dass das Schulsystem
letztendlich für einen Großteil der aktuellen Misere verantwortlich ist.

>> In den meisten "Bewerbungen" wird dann aber irgendwas über "hervorragende
>> Word- und PC-Kenntnisse" gefaselt.
>
> Im Vergleich zur Generation 45+ stimmt das auch. Und Maschinenschreiben
> war zu deren Zeit nur etwas für Mädchen.

Es geht nicht um's 10-Finger-Blindschreiben, sondern um elementare
Deutschkenntnisse und ein Minimum an Form und Aufmachung.

>> Der Nachwuchs fehlt jedenfalls nicht nur im UseNet, sondern auch an
>> allen anderen Stellen, an denen ein gewisses Maß an Sorgfalt und
>> Bereitschaft zur Regelkonformität gefragt ist.
>
> Ich bin Autodidakt.
>
> Weder in der HTBLA Elektrotechnik noch im Studium der Informatik
> wurde mir irgend etwas gelehrt, dass für meinen Beruf (Software-
> Entwickler) relevant ist, oder ich damals nicht schon wusste.
> Meine Bereitschaft, mich einem wie auch immer gearteten Mief unter
> den Talaren unterzuordnen hat das restlos zerstört.

Na dann viel Spaß bei der Jobsuche, falls der Bedarf an
Software-Entwicklern oder die Toleranzgrenze für deine
Anarcho-Einstellung bei den Arbeitgebern einmal sinken sollte.

Worauf du damit hinausmöchtest, erschliesst sich mir allerdings noch
nicht so ganz. Willst du damit sagen, dass Grundkenntnisse in Form und
Umgang optional sind?

>> Aber daraus den Schluss zu ziehen, man müsse eben seine Erwartungen
>> überdenken um den "Nachwuchs" nicht zu gefährden ist IMO grotesk.
>
> Die Jugend von Heute ist die Kundschaft von morgen. Sofern du
> nicht Beamter bist, solltest du deine Erwartungen überdenken.

Es ist ein Unterschied, ob man bereit ist, Idioten in der Firma zu
beschäftigen, oder ob man bereit ist, an Idioten Geld zu verdienen.

Hint: ein großer Klingelton-Hersteller ist einer unserer Kunden. Du
kannst mir glauben, dass dort _nicht_ die selben Idioten arbeiten, die
sich für viel Geld die Klingeltöne aufs Handy laden.

Gruß,

Jörn

Arnold Schiller

unread,
Dec 29, 2006, 9:14:44 PM12/29/06
to
Marc Langer:

> Der Server ist defekt und wird auch nicht wieder neu aufgesetzt,
> da mit mir der letzte Kollege gegangen ist, der sich damit auskannte ...
> Tut mir leid.

Aber einen Apache können sie schon noch bedienen...

SCNR,
Arnold

Alexander Bartolich

unread,
Dec 29, 2006, 9:19:15 PM12/29/06
to
Joern Bredereck schrieb:
> Alexander Bartolich wrote:
>> Joern Bredereck schrieb:
>>> [...]

>>> Grundsätzlich stimmt das wohl. Auf der anderen Seite ist der fehlende
>>> Nachwuchs, der in einem rein textuellen Medium nicht mehr klarkommt
>>
>> http://de.wikipedia.org/wiki/SMS
>
> Einfach einen Link abzukippen, ohne seine Argumente in eigenen Worten
> auzuformulieren [..]

http://de.wikipedia.org/wiki/SMS
# Short Message Service (SMS) ist ein Telekommunikationsdienst zur
# Übertragung von Textnachrichten, der zuerst für den GSM-Mobilfunk
# entwickelt wurde und nun auch im Festnetz verfügbar ist.

Es handelt sich dabei um ein rein textuelles Medium, mit dem praktisch
ausschließlich der Nachwuchs (TM) klar kommt.

>> [...]


>> Ist der Bedarf an Unix-Admins in den letzten 20 Jahren gefallen oder
>> gestiegen? Ist das Lohn-Niveau dabei gefallen oder gestiegen?
>

> Der Bedarf ist gestiegen, aber [...]

... und das Lohn-Niveau ist gefallen.

> [...] Und findet man mal einen fähigen Admin, so sind


> seine Sozialkompetenzen bzw. sein Auftreten für einen Einsatz bei
> anspruchsvollen Kunden meistens nicht ausreichend.

IIRC machten die Hohepriester der Mini-Computer niemals Hausbesuche.
Und die Armee der xCSE besteht doch eh nur aus austauschbaren Klonen,
oder?

> [...]


> Womit sich mein Eindruck wieder einmal bestätigt, dass das Schulsystem
> letztendlich für einen Großteil der aktuellen Misere verantwortlich ist.

>> [...]
>> Ich bin Autodidakt. [...]


>> Meine Bereitschaft, mich einem wie auch immer gearteten Mief unter
>> den Talaren unterzuordnen hat das restlos zerstört.
>
> Na dann viel Spaß bei der Jobsuche, falls der Bedarf an
> Software-Entwicklern oder die Toleranzgrenze für deine
> Anarcho-Einstellung bei den Arbeitgebern einmal sinken sollte.

Für mich ist da ein kleiner Unterschied: Geld stinkt nicht.

> Worauf du damit hinausmöchtest, erschliesst sich mir allerdings noch
> nicht so ganz. Willst du damit sagen, dass Grundkenntnisse in Form und
> Umgang optional sind?

Was praktische Arbeit betrifft, sind gute Leute heute und auf
absehbare Zukunft notwendigerweise Querdenker und Idealisten,
die sich über die Grenzen des momentan erforderlichen mit der
Technik beschäftigten.

Entweder akzeptiert man die sich daraus ergebenden charakterlichen
Eigenheiten, oder man ändert die Erwartungen bezüglich Einarbeitungs-
zeit und Produktivität.

--

Alexander Bartolich

unread,
Dec 29, 2006, 9:21:53 PM12/29/06
to
Thomas Dahmen schrieb:

> Am 29.12.2006 23:35 meinte Alexander Bartolich:
>
>>>> Mir fallen da drei alte, große Webforen ein, die frei von Bildern sind:
^^^^^^^
>>> [...]

>>> Die aufdringlichen (Werbe-)Bilder und Flash-Animationen hast Du mittels
>>> Cleanfeed^WAdblock beseitigt?
>>
>> http://adzapper.sourceforge.net/
>
> Also sind diese altvorderen Foren per se doch nicht so ganz werbefrei?

Holger schrieb etwas über "tolle animierte Bilder".
Damit sind IMHO animierte Smileys, Signaturen und Avatare gemeint.

--

Toni Grass

unread,
Dec 29, 2006, 9:40:29 PM12/29/06
to
Alexander Bartolich wrote:

[....]


>Was praktische Arbeit betrifft, sind gute Leute heute und auf
>absehbare Zukunft notwendigerweise Querdenker und Idealisten,
>die sich über die Grenzen des momentan erforderlichen mit der
>Technik beschäftigten.

Hm, ich überlege ernsthaft, ob man Querdenker und Idealisten nun eher in
Webforen oder im Usenet findet.

Toni

Roland Sommer

unread,
Dec 29, 2006, 11:14:28 PM12/29/06
to
* Joern Bredereck <jo...@bredereck.net> wrote:

> Grundsätzlich stimmt das wohl. Auf der anderen Seite ist der fehlende
> Nachwuchs, der in einem rein textuellen Medium nicht mehr klarkommt eher
> ein gesellschaftliches Problem und nichts "usenetspezfisches".

> Der Nachwuchs fehlt jedenfalls nicht nur im UseNet, sondern auch an


> allen anderen Stellen, an denen ein gewisses Maß an Sorgfalt und
> Bereitschaft zur Regelkonformität gefragt ist.
>
> Aber daraus den Schluss zu ziehen, man müsse eben seine Erwartungen
> überdenken um den "Nachwuchs" nicht zu gefährden ist IMO grotesk.

Full Ack. IMHO hat das u.a. mit nachlassender Kritikfähigkeit zu tun und
daran sind ebenfalls nicht das Usenet bzw. deren Regulars schuld.

Allerdings (und da will ich auch mal eine Lanze für die Neulinge
brechen) ist es schon heftig, wenn man als Unbedarfter ins UseNet
startet und dabei typische Anfängerfehler macht, kommen sofort
entsprechende "Korrekturvorschläge". Üblicherweise sind die sehr
sachlich aber auch sehr kurz gehalten und das kann man dann schon mal
als Breitseite missverstehen.

(Als damaliger Linuxanfänger hatte ich mal eine Frage zu einem nicht
Linuxspez. Befehl - was ich aber mangels Wissen einfach nicht wusste -
in einer Linuxgroup gestellt und musste bei der Antwort echt schlucken).

Aber mangels Zeit schreibe ich heute selbst oft nur das Notwendigste.
Könnte ich aber erkennen, dass es sich um einen Neuling handelt, würde
ich ausführlicher schreiben oder garnicht (wenn's die Zeit nicht
hergibt) um solche Missverständnisse zu vermeiden.

Vielleicht wäre es hilfreich Levels einzuführen, bei der jeder
UseNet-Teilnehmer Auskunft über seinen Wissenstand bezgl. der jeweiligen
Gruppe und dem UseNet insgesamt gibt. Ich würde meine Antworten darauf
aufbauend anders gestalten.

Ein ganz anderes Problem liegt im Bekannheitsgrad, keiner meiner
Bekannten und Freunde hat je davon gehört (und zeigt aber auch nach
meiner Vorführung wenig Interesse). Typisches Argument: brauche ich
nicht, ich hab meine Webforen.

Stefan 'Steve' Tell

unread,
Dec 30, 2006, 1:12:07 AM12/30/06
to

Ich weiß, ich bin einer davon. Und sei versicht .... a) es gibt keine 7000
Nodes und von blühendem Leben ist das Fido leider weit entfernt. In vielen
Fachgruppen kommen seit Monaten nur noch Pings und Rules.

Stefan 'Steve' Tell

unread,
Dec 30, 2006, 1:15:09 AM12/30/06
to
Joern Bredereck wrote:

> Das Problem setzt sich doch in andere Bereichen des täglichen Lebens
> fort. Du solltest z.B. mal sehen, was für "Bewerbungen" jede Woche auf
> meinen Schreibtisch flattern. Die Bewerber scheinen noch nie in Ihrem
> Leben einen echten Brief verfasst zu haben.

Das Problem kann ich bestätigen und prangere ich auch an. Das ist aber
unterm Strich ein anderer Schuh. Wenn das Medium Usenet nicht fähig bzw.
nicht bereit sich, sich auf die geänderten Bedingungen einzustellen, dann
muss es die Konsequenzen tragen (wie bei Dir als Unternehmer). Das Usenet
bekommt keine neuen Mitglieder, Du keine neuen Mitarbeiter oder Du musst
halt zwangsläufig 'ne Pappnase einstellen.

> Aber daraus den Schluss zu ziehen, man müsse eben seine Erwartungen
> überdenken um den "Nachwuchs" nicht zu gefährden ist IMO grotesk.

Finde ich nicht. Man kann ja trotzdem zu dem Schluss kommen, 'dieser'
Nachwuchs hätte hier nichts zu suchen. Dann sind einem die Konsequenzen
aber bewusst.

Stefan 'Steve' Tell

unread,
Dec 30, 2006, 1:20:06 AM12/30/06
to
Roland Sommer wrote:

> Allerdings (und da will ich auch mal eine Lanze für die Neulinge
> brechen) ist es schon heftig, wenn man als Unbedarfter ins UseNet
> startet und dabei typische Anfängerfehler macht, kommen sofort
> entsprechende "Korrekturvorschläge". Üblicherweise sind die sehr
> sachlich aber auch sehr kurz gehalten und das kann man dann schon mal
> als Breitseite missverstehen.

Was ich bei Anfängern vor allem als lästig empfinde ist, wenn von einem
Regular der Hinweis kommt, es würde in einer Manpage stehen oder der
Neuling wäre in der falschen Gruppe. Und ja, ich weiß, der Hinweis auf eine
Manpage kann nie verkehrt sein und ja, ich selbst kann mich an die Zeiten
erinnern, wo in ich in einer Manpage soviel zu lesen hatte, dass ich dort
nicht zwangsläufig auf die Lösung gekommen bin.

Es gibt auch Regulars, die einen Verweis auf die Manpage bringen, erklären,
wo und wie man dort das gesuchte findet (ggf. mit einem Zitat) und dann
noch passenden Hinweis anbringen, dass der Neuling dort zunächst selber
suchen könnte. Oder eine kurze Erklärung zum Problem liefern und dann den
Zusatz schreiben, der Neuling befände sich eigentlich in der falschen
Gruppe.

Auch das ist alles wieder eine Frage des Tonfalls. Ich weiß, dass es nervt,
tausendmal die gleichen Fragen zu beantworten und ich weiß auch, dass es
nervt, wenn immer wieder Typen in falschen Gruppen aufschlagen. *Ich* finde
aber, dass es das Usenet lesenswerter macht, wenn die ganz groben Hinweise
*ohne* Problemhilfe verschwinden würden, zumindestens, wenn ich unsicher
bin, ob am anderen Ende nicht ggf. ein Neuling/Gelegenheits-User sitzt.

Holger Marzen

unread,
Dec 30, 2006, 2:27:50 AM12/30/06
to
* On Sat, 30 Dec 2006 02:19:15 +0000 (UTC), Alexander Bartolich wrote:

> # Short Message Service (SMS) ist ein Telekommunikationsdienst zur
> # Übertragung von Textnachrichten, der zuerst für den GSM-Mobilfunk
> # entwickelt wurde und nun auch im Festnetz verfügbar ist.
>
> Es handelt sich dabei um ein rein textuelles Medium, mit dem praktisch
> ausschließlich der Nachwuchs (TM) klar kommt.

Und der deshalb so beliebt ist, weil die Nachrichtenlänge von ca. 160
Zeichen der Aufmerksamkeitsspanne der heutigen Konsumenten entspricht.
Dort wird in einzelnen Satzfragmenten hin- und hergestammelt.

Holger Marzen

unread,
Dec 30, 2006, 2:42:51 AM12/30/06
to
* On Sat, 30 Dec 2006 02:19:15 +0000 (UTC), Alexander Bartolich wrote:

> # Short Message Service (SMS) ist ein Telekommunikationsdienst zur
> # Übertragung von Textnachrichten, der zuerst für den GSM-Mobilfunk
> # entwickelt wurde und nun auch im Festnetz verfügbar ist.
>
> Es handelt sich dabei um ein rein textuelles Medium, mit dem praktisch
> ausschließlich der Nachwuchs (TM) klar kommt.

Und das deshalb so beliebt ist, weil die Nachrichtenlänge von ca. 160


Zeichen der Aufmerksamkeitsspanne der heutigen Konsumenten entspricht.

Bei SMS wird in einzelnen Satzfragmenten hin- und hergestammelt.

Lutz Illigen

unread,
Dec 30, 2006, 3:30:47 AM12/30/06
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"Robert Krempel" <kremp...@gmail.com> wrote:

> Das Usenet ist insgesamt out.

Du jetzt auch.

Lutz

Daniel Weber

unread,
Dec 30, 2006, 3:39:44 AM12/30/06
to
Roland Sommer schrieb:

> Ein ganz anderes Problem liegt im Bekannheitsgrad, keiner meiner
> Bekannten und Freunde hat je davon gehört (und zeigt aber auch nach
> meiner Vorführung wenig