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Spass mit Störungsmeldung

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Arno Welzel

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Sep 9, 2022, 11:01:48 AM9/9/22
to
Wieder mal so eine der typischen Geschichten, die sicher nicht
repräsentativ aber dennoch ärgerlich sind.

Seit fast zwei Jahren habe ich einen Anschluss mit VDSL Super Vectoring,
250 MBit/s down, 40 MBit/s up innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings in
einem Mietshaus Baujahr 2004. Bisher war das auch immer sehr stabil und
die mögliche Geschwindigkeit wurde auch immer zu nahezu 100% erreicht
oder sogar minimal übertroffen.

Als Router kommt eine Fritz!Box 7590 mit dem derzeit aktuellen Fritz!OS
7.29 zum Einsatz.

Die laut Fritz!Box angegebene Leitungslänge bis zu Vermittlungsstelle
mit "Adtran, Version 12.4.127" sind 193 Meter.

Letzte Woche Donnerstag, also heute vor 8 Tagen, traten dann unerwartet
Verbindungsabbrüche auf. Diese habe sich so geäußert, dass der DSL-Sync
komplett weg ist und nach etwa 1-2 Minuten wieder neu aufgebaut wird.
Das passierte dann am Donnerstag mehrere Male über einige Stunden hinweg.

Am Freitag lief es dann erstmal scheinbar normal, bis es dann am Samstag
wieder losging, nun aber teilweise auch schon 20-30 Minuten nach dem
letzten erfolgreichen Verbindungsaufbau.

Also Samstag eine Störungsmeldung online über das entsprechende Formular
eingereicht.

Am Sonntag vormittag wurde ich zurückgerufen und es wurde angekündigt,
dass man einen Techniker schickt, der sich das vor Ort ansieht, weil der
Hotline-Mensch keine Störung erkennen kann.

Montag dann der Techniker vor Ort. Der fragt dann, wie alt die
Telefondose ist und hat sie ausgestauscht, weil sie schon über 10 Jahre
alt ist. Und er war sich sicher, dass das das Problem ist, weil die
Kontakte korrodieren. Warum es dann am Freitag überhaupt keine Probleme
gab, konnte er auch nicht sagen.

Ergebnis: keine Änderung. Nachdem der Techniker weg war, ging es mit den
Abbrüchen so weiter und die Fritz!Box hat nun auch eine
Störabstandsmarge von nur noch 4 oder 5 dB in Empfangsrichtung
angezeigt, statt der sonst üblichen 7-8 dB.

Also nochmal die Hotline angerufen. Maßnahme nun: man würde die Leitung
für 24 Stunden auf "Beobachtung" stellen und dann entscheiden, was zu
tun ist. In jedem Fall würde ich am nächsten Tag - Dienstag - bis 12 Uhr
eine Rückmeldung bekommen.

Dienstag - keine Rückmeldung. Auch nicht um 13 oder 14 Uhr.

Dann habe ich Dienstag nachmittag nochmal nachgefragt. Der Hotliner
meinte nun, dass es ihm sehr leid täte, dass das wohl was verpennt
wurde. Er würde sich persönlich darum kümmer und ich werde auf jeden
Fall am nächsten Tag - Mittwch - bis 15 Uhr bescheid bekommen, was Sache
ist.

Mittowch - keine Rückmeldung. Auch nicht um 16 oder 17 Uhr.

Also nochmal nachgefragt mit der Aufforderung, dass ich eine
verbindliche Aussage haben will.

Nun die Ankündigung, dass am Samstag vormittag nochmal ein Techniker
kommt, der die Leitung von der Wohnung bis zum Verteiler auf prüft.

Seit dem ist die Leitung aber wieder scheinbar in Ordnung - zumindest
habe ich seit Donnerstag nun schon über 24 Stunden eine durchgehende
Verbindung und die Störabstandsmarge liegt auch wieder bei 7 dB in
Empfangsrichtung. Die Fehlerzähler sind auch fast alle bei 0. Lediglich
"korrigierte DTU" sind in der Vermittlungsstelle zwischendurch mal 3-10
in den letzten 15 Minuten, aber die Datenübertragung wird davon nicht
negativ beeinflusst.

Bevor nun der zweite Techniker wieder irgendwas kaputt machen, wollte
ich den Störungsauftrag im Kundencenter online stornieren mit der Option
"Problem behoben".

Ergebnis, sinngemäß:

"Bitte warten, wir messen ihre Leitung..."

"Ihre Leitung ist immer noch gestört. Der Technikereinsatz ist
erforderlich und kann nicht storniert werden."

Na dann bin ich ja mal gespannt...

--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de

Arno Welzel

unread,
Sep 10, 2022, 5:35:59 AM9/10/22
to
Arno Welzel, 2022-09-09 17:01:

> Wieder mal so eine der typischen Geschichten, die sicher nicht
> repräsentativ aber dennoch ärgerlich sind.

[...]

> Bevor nun der zweite Techniker wieder irgendwas kaputt machen, wollte
> ich den Störungsauftrag im Kundencenter online stornieren mit der Option
> "Problem behoben".
>
> Ergebnis, sinngemäß:
>
> "Bitte warten, wir messen ihre Leitung..."
>
> "Ihre Leitung ist immer noch gestört. Der Technikereinsatz ist
> erforderlich und kann nicht storniert werden."
>
> Na dann bin ich ja mal gespannt...

Techniker war nun da.

Er hat auf seinem Gerät online den aktuellen Status der Leitung geprüft
und meinte, dass soweit alles in Ordnung wäre. Zur Sicherheit hat er
aber dennoch den Port einmal zurückgesetzt - Ergebnis war, dass der Sync
jetzt um ca. 5% bessere Werte liefert, so wie es vor der Störung mal war.

Weiterhin gab es noch die Aussage, dass der warme Sommer potentiell auch
Ausfallerscheinungen mit der Außentechnik begünstigt. Falls nochmal
Probleme auftreten sollten, würde man vermutlich auf einen anderen Port
wechseln oder ggf. die Line-Card ganz austauschen.

Zur Hotline meinte er sinngemäß, dass man da früher meist den Technikern
ab 50+ angeboten hat, in der Hotline statt im Außendienst zu arbeiten
und man dadurch auch als Kunde eine kompetente Beratung bekommen hat.
Aber mittlerweile ist auch das komplett an diverse Dienstleister
"outgesourced", wo dann Menschen sitzen, die mehr oder weniger auch nur
das machen, was ihnen eine Software am Bildschirm sagt.

Wie auch immer - Problem ist erstmal behoben und ich hoffe, dass es so
bleibt.

Thomas Einzel

unread,
Sep 10, 2022, 5:56:09 AM9/10/22
to
Am 10.09.2022 um 11:35 schrieb Arno Welzel:
...
> Weiterhin gab es noch die Aussage, dass der warme Sommer potentiell auch
> Ausfallerscheinungen mit der Außentechnik begünstigt.

Da gab es doch diesen Sommer Leute die ihrem MFG einen Sonnenschirm
spendiert hatten - es hat wohl tatsächlich geholfen.
--
Thomas

Arno Welzel

unread,
Sep 10, 2022, 6:35:42 AM9/10/22
to
Thomas Einzel, 2022-09-10 11:56:
Ja, wurde hier berichtet:

<https://www.golem.de/news/netzausfall-anwohner-kuehlen-telekom-gehaeuse-mit-sonnenschirm-2207-166712.html>

Zitat:

Anwohner haben einen Verteilerkasten der Deutschen Telekom mit einem
Sonnenschirm beschattet, damit ihr Internetzugang bei großer Hitze
funktioniert. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Angaben
der Betroffenen in Liederbach (Hessen). Nach den Informationen der
Boulevardzeitung fiel seit Mai immer wieder für ein medizinisches
Schreibbüro von Petra Rüdiger und 400 weitere Nachbarn bei Temperaturen
um die 30 Grad die Internetversorgung aus.

Sie stellten fest, dass an dem Telekom-Verteilerkasten der Lüfter laut
brummte. "Wenn ich meinen Sonnenschirm darüber aufspannte, war die
Verbindung zum Netz plötzlich wieder da", sagte Rüdiger der
Bild-Zeitung. "Wenn mittags bei 30 Grad die Sonne auf den
Telekom-Verteilerkasten knallt, habe ich stundenlang weder Telefon noch
Internet."

Shinji Ikari

unread,
Sep 10, 2022, 7:46:57 AM9/10/22
to
Guten Tag

Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb

>Am 10.09.2022 um 11:35 schrieb Arno Welzel:
>Da gab es doch diesen Sommer Leute die ihrem MFG einen Sonnenschirm
>spendiert hatten - es hat wohl tatsächlich geholfen.

Ja. Nicht jedes MFG ist mit einer ausreichenden aktiven Kuehlung
versehen und bei einigen war die auch falsch eingebaut oder die
Wartungszyklen der dabei gelegentlich verwendeten Filter nicht
eingehalten worden.
Es gibt eben viele Gruende, warum es (in) einem kleinen OutDoor
Gehaeuse zu warm werden kann.

Thomas Einzel

unread,
Sep 10, 2022, 8:27:47 AM9/10/22
to
Warum ist mir schon klar :-)

Ich fand die Sonnenschirmlösung nur so schön pragmatisch.

xDSL ist ohnehin nur eine Brückentechnologie...
--
Thomas

Shinji Ikari

unread,
Sep 10, 2022, 9:19:25 AM9/10/22
to
Guten Tag

Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb

>Am 10.09.2022 um 13:46 schrieb Shinji Ikari:
>> Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb
>xDSL ist ohnehin nur eine Brückentechnologie...

Logisch. Es ist eben ein Schritt zwischen Steintafeln tragen und
Telepathie.

Kay Martinen

unread,
Sep 10, 2022, 9:40:02 AM9/10/22
to
Am 10.09.22 um 15:19 schrieb Shinji Ikari:
Glaube mir wenn ich sage "Du willst NICHT wissen was ich darüber denke"
:-) Aber der Punkt ist auch das die Welt eine lügenfreie wäre wenn jeder
Gedankenlesen könnte. Bis jemand eine Abschirmung dagegen erfindet, dann
geht die Lügerei von Vorne los.

Begnügen wir uns da besser mit xFiber als vorläufigem Endpunkt der
Zugangs- und verbindungs-technologie.

Und auf Hacker als 5. Macht im Staate um die dicksten Lügen auf zu
decken. :-) Wie schnell hackt es sich wohl über einen 10Gbit Anschluß
und e2e-verbindungen dank IPb6?

OBTW, Verschlüsselung gab's schon auf Steintafeln: Rosetta-Stone! ;-)

Bye/
/Kay

--
"Kann ein Wurstbrot die Welt retten?" :-)

Shinji Ikari

unread,
Sep 10, 2022, 10:40:14 AM9/10/22
to
Guten Tag

Kay Martinen <use...@martinen.de> schrieb

>Am 10.09.22 um 15:19 schrieb Shinji Ikari:
>> Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb
>>> Am 10.09.2022 um 13:46 schrieb Shinji Ikari:
>>>> Thomas Einzel <usene...@einzel.de> schrieb
>>> xDSL ist ohnehin nur eine Brückentechnologie...
>> Logisch. Es ist eben ein Schritt zwischen Steintafeln tragen und
>> Telepathie.
>Glaube mir wenn ich sage "Du willst NICHT wissen was ich darüber denke"

Glaube mir, ich kann auch nichtsehen, dass DU danach hier gefragt
wurdest.

Arno Welzel

unread,
Sep 11, 2022, 5:57:16 AM9/11/22
to
Thomas Einzel, 2022-09-10 14:27:

[...]
> xDSL ist ohnehin nur eine Brückentechnologie...

Ja, und? Solange FTTH nicht flächendeckend existiert, muss man damit
halt leben. Nein, Kabel ist für mich auch keine Alternative.

Thomas Einzel

unread,
Sep 11, 2022, 6:32:16 AM9/11/22
to
Am 11.09.2022 um 11:57 schrieb Arno Welzel:
> Thomas Einzel, 2022-09-10 14:27:
>
> [...]
>> xDSL ist ohnehin nur eine Brückentechnologie...
>
> Ja, und? Solange FTTH nicht flächendeckend existiert, muss man damit
> halt leben.

ja, sehe ich auch so

> Nein, Kabel ist für mich auch keine Alternative.

ack
--
Thomas
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