On 07/07/2017 at 05:50 PM Christian Weisgerber wrote:
> Mein VDSL-50/Magenta-Zuhause-M-Anschluss ist im zweiten Anlauf dann
> vor zwei Monaten auch umgestellt worden. Die PPP-Sitzung wird mit
> den alten Zugangsparametern weiterhin hergestellt, soweit kein
> Problem, aber es soll ja jetzt auch ohne funktionieren. Nur wie?
>
> * Ohne Authentifizierungsprotokoll?
> Nein. Die Telekom-Gegenstelle beharrt weiterhin darauf, PAP
> auszuhandeln.
>
> * Mit leeren Authentifizierungsdaten?
> Nein, auch das scheitert.
>
> Augenscheinlich müssen bestimmte, feste Authentifizierungsparameter
> verwendet werden. Aber welche? Man sollte meinen, das wäre öffentlich
> dokumentiert. Irgendwie müssen die CPE-Hersteller es ja auch erfahren.
Ich wurde schon letztes Jahr umgestellt. In diesem Zusammenhang habe ich
im Vorfeld nachgefragt und es auch selbst verifiziert.
Fazit:
Im Grunde hat sich protokolltechnisch nichts geändert. Die Telekom
übergeht per *default* (und das halte ich persönlich für die Frechheit),
die Prüfung, um den Anschluss vollpfostentauglich zu machen (zumindest
war es bei mir defaultmäßig aktiviert).
Im Detail heißt das, dass Du bei ppp als user und password irgendwas
eingeben kannst - genauso bei sip (war zumindest bei meinen Tests damals
so). Nur nicht nichts (weil damit die Protokolle und oder Programme an
sich wahrscheinlich nicht klarkommen).
Über die Defaulteinstellung (derzeit: Kundencenter -> Anschluss
verwalten -> Meine Zugangsdaten -> Easy Login -> Status einsehen ->
"Automatischer Internet-Zugang ist inaktiv." sollte aktiv sein) freut
sich die Telekom, weil Kunde sein Device einfach nur noch einstecken
muss und fertig (kein Support mehr nötig) - evtl. müssen noch
Telefonnummern eingegeben werden - das vermag ich aber nicht zu sagen,
weil ich solche vom Provider gemanagten Kisten grundsätzlich nie und
nimmer einsetzen würde - damit bist Du nämlich vollständig unter der
Kontrolle des Providers und der Provider hat vollständig die
*Möglichkeit*, zu kontrollieren und zu bestimmen, was Du zu sehen
bekommst und was nicht.
Über die Defaulteinstellungen freut sich auch jeder andere, der an die
physische Leitung dran kommt. Der kann dann nämlich einfach sein eigenes
Modem dran hängen und voila ... .
Und natürlich freuen sich auch diejenigen, die Du in dein Netz lässt,
falls udp durchgereicht wird. Die können sich dann ohne Password einen
beliebigen SIP-Client auf Deine Telefonnummer registrieren und können
dann damit machen, was Dein Telefonanschluss alles hergibt.
Ergo:
Legt man auch nur ein ganz klein wenig Wert auf Sicherheit (und man
weiß, was man tut), schaltet man als erstes dieses Feature ab und
verwendet als zweites keinen von der Telekom verwalteten Router bzw.
Modem. Wobei man "Telekom" in diesem Satz durch jeden beliebigen
Provider ersetzen kann.
V.a. wichtig: regelmäßig prüfen, dass dieses Feature auch wirklich
ausgeschaltet ist. Ich habe nämlich schon erlebt, dass plötzlich doch
wieder der Default aktiv war ... .
Die Prüfung kann man im Kundencenter durchführen (was ziemlich lästig
sein kann, weil sich das ständig ändert und man ziemlich danach suchen
muss) oder einfach testweise temporär *einmalig* eine falsche UID
verwenden (lauter Nullen z.B.). Wenn man trotzdem reinkommt ist
easylogin aktiviert - wenn nicht ist alles gut. Die letztere Variante
ist im Übrigen die sicherste, weil man sich nicht auf die Anzeige
verlassen muss (die könnte ja durchaus falsch sein).
Gruß,
Andreas