ich habe meine Zweifel, ob ich hier richtig bin - ggf. umleiten, bitte.
Es geht um ein von mir sorgfältig geplanter Vollanbieterwechsel zu
Alice. Mitte Juli läuft mein 2-Jahres Knebelvertrag DSL mit GMX aus, und
zu diesem Zeitpunkt wollte ich zu Alice wechseln. Leider habe ich die
Rechnung ohne die T-com gemacht: Die behauptet jedenfalls, ich säße in
einem "call time" Tarif mit Jahresbindung gefangen, der erst im März
2009 kündbar sei. Tasache ist, dass im Feb 2008 meine ISDN Anlage
abgeraucht ist, und ich diesen Anlass benutzt habe, den seit ca. 6
Jahren (also seit DSL) sowieso überflüssigen ISDN-Anschluss auf Analog
downzugraden (Igitt, denglisch). Alles lief telefonisch, keine
schriftlichen Unterlagen (bis auf eine Auftragsbestätigung der -com zu
"call time", der ich lediglich nicht wiedersprochen hatte (da stand auch
nur der dämliche Tarifname drauf, ohne irgendwas über die
Vertragslaufzeit. Gut - oder nicht: Auf jeden Fall will ich seit 4 Wo.
zumindest mit einem von den Jungs reden (mit jemand, der auch etwas
entscheiden kann, nicht mit einem call center MA, dessen jedes zweite
Wort lautet: Da habe ich keine Kompetenz. Für ein Unternehmen, das sich
als Kernkompetenz die Telefonie auf die Fahnen geschrieben hat, kein
gutes Omen. Bleibt also die gelbe Post. Vor 4 Wochen erstmal geschrieben
(T-com Bonn), immer noch keine Reaktion (obwohl eine call center MA das
Schreiben vorliegen hatte!). Vor 2 Wo an die für mich zuständige Kunden
Niederlassung, Einschreiben/Rückschein diesmal - keine Reaktion. Die
denken wohl, Kunde kann sich eh nicht wehren. Womit sie sogar ziemlich
recht haben - ENTWEDER BLEIBE ICH VON Juli bis März ohne DSL-Anbindung,
oder ich muss schon wieder einen 2-Jahres Knebelvertrag eingehen - der
dann aber auch wieder nicht zu irgendwelchen T-Com Laufzeiten passt. Ich
habe sogar angeboten, die ca. 10 Monate Grundgebühr zu bezahlen, ohne
jede Gegenleistung zu erwarten, nur damit ich den Anschluß freibekomme -
aber die Jungs antworten einfach nicht.
Viel Text - wer hat einen Rat?
Hallo,
> [Eine alltägliche T-Com Geschichte]
Hach ja. Das mit den unbeantworteten Schreiben nach Bonn und an die
Kundenniederlassung kenn ich :(
> Viel Text - wer hat einen Rat?
0228-181-0 anrufen, kurz erwähnen du möchtest gern eine
Vorstandsbeschwerde aufgeben. Danach hat man meist jemand am Telefon,
der auch versucht weiterzuhelfen.
Meinem letzten Schreiben bin ich _sechs_ Monate hinterhergelaufen bis
ich eine Antwort hatte.
Marcel
...oder Du bestellst den Alice-Anschluß _zusätzlich_ zum bestehenden
T-Com-Anschluß, und streitest Dich dann gemütlich mit T-Com.
...oder Du bestellst einen mit 6 Werktagen Frist kündbaren
T-DSL-Anschluss auf Deinem T-Com-Anschluß (zzgl. eines ebenso
kurzfristig kündbaren T-DSL-Tarifs der keinen Anschlußwechselzwang mit
sich bringt) und wechselst dann halt 2009 mit allem zu Alice.
Ciao,
Daniel
Ersteres fände ich ansprechender, weil das erstens ohne Downtime geht
und zweitens keine Anschlußgebühr kostet. Nachteil: Alice kann keine
Rufnummern nachträglich auf einen bereits existierenden Anschluß
draufportieren, der OP müsste also seine Rufnummern nach dem Ablauf
des Call Time woandershin, z.B. zu einem VoIP-Anbieter, portieren.
Ob es klappt, den Alice-Anschluß zunächst ohne Telefonie zu bestellen,
und dann zum rechten Zeitpunkt auf ein Alice-Produkt mit Telefonie
unter gleichzeitiger Rufnummernportierung zu wechseln, entzieht sich
derzeit meiner Kenntnis.
Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
> Tasache ist, dass im Feb 2008 meine ISDN Anlage abgeraucht
> ist, und ich diesen Anlass benutzt habe, den seit ca. 6
> Jahren (also seit DSL) sowieso überflüssigen
> ISDN-Anschluss auf Analog downzugraden (Igitt, denglisch).
> Alles lief telefonisch, keine schriftlichen Unterlagen (bis
> auf eine Auftragsbestätigung der -com zu "call time", der
> ich lediglich nicht wiedersprochen hatte
Wolltest du denn überhaupt Call Time? Dieser Tarif zeichnet sich neben
der 1-jährigen Vertragslaufzeit dadurch aus, dass er 120 überteuerte
[1] Freiminuten ins Telekom-Festnetz enthält. Ein Call Plus-Anschluss
kann dagegen binnen 6 Werktagen gekündigt werden. Nutzt man Call Plus
in Verbindung mit Call-by-Call oder Preselection, wird es auch billiger
als Call Time.
Ich halte es aber nicht für unwahrscheinlich, dass du Call Time gar
nicht wolltest, sondern Call Plus. Es ist nicht unüblich bei der
Telekom, Kunden Call Time aufs Auge zu drücken, wenn sie nicht
hartnäckig genug auf Call Plus bestehen. Ich kenne mehrere Fälle, da
ist das genau so gelaufen, und die Betroffenen hatten Mühe, den
ungewollten Tarif wieder loszuwerden.
[1] Teilt man den Mehrpreis von 4,09 Euro gegenüber Call Plus durch die
Anzahl der Freiminuten, kommt man auf einen Minutenpreis von 3,4 Cent.
Diesen Preis unterbietet je nach Tageszeit sogar die Telekom selbst.
Bei verschiedenen Preselection-Anbietern kostet es nochmal deutlich
weniger, wobei man als Kunde bei einem solchen Anbieter nicht
umständlich mit Call-by-Call-Vorwahlen hantieren muss und obendrein nur
das bezahlt, was man vertelefoniert (nicht genutzte Freiminuten bei
Call Time verfallen dagegen am Monatsende). Man muss also schon ganz
triftige Gründe haben, Call Time wirklich haben zu wollen.
> (da stand auch nur der dämliche Tarifname drauf, ohne
> irgendwas über die Vertragslaufzeit.
Wenn da der Tarif draufstand, den du bestellt hast, dann solltest du
auch dessen Konditionen kennen, auch wenn sie nicht auf der
Auftragsbestätigung stehen. Man liest sich einen Vertrag durch, bevor
man ihn abschließt. Wurde dir dagegen ein anderer Tarif bestätigt, als
du bestellt hast, hättest du *sofort* reklamieren müssen. Jetzt dürfte
es dafür zu spät sein.
> Viel Text - wer hat einen Rat?
Ich würde den Telefonanschluss so wie er ist bis Februar 2009
weiterlaufen lassen und dann kündigen (Kündigungsfrist beachten!). Um
nach Auslaufen des GMX-Vertrags nicht ohne DSL dazustehen, würde ich
für den Rest der Call-Time-Vertragslaufzeit Congstar DSL bestellen. Das
kostet zwar 50 Euro Einrichtung, kann aber monatlich gekündigt werden.
Congstar DSL kostet 14,99 Euro im Monat, wenn man die
Einrichtungskosten auf die Zeit vom Juli 2008 bis zum Februar 2009 (8
Monate) umrechnet, kommt man auf Gesamtkosten in Höhe von 21,24 Euro
pro Monat. Auf keinen Fall würde ich mir einen 2-Jahres-Vertrag aufs
Auge drücken lassen, auch wenn der zunächst billiger erscheint. Unterm
Strich ist er es nicht, vor allem dann nicht, wenn er teurer ist als
vergleichbare Angebote der Konkurrenz. Die (vergleichsweise teure)
Kombination aus Call-Time und Congstar DSL könntest du im Februar 2009
loswerden. Einen 2-Jahres-Vertrag hättest du dagegen 16 Monate länger
an der Backe.
Gruß
Michael
> 0228-181-0 anrufen, kurz erwähnen du möchtest gern eine
> Vorstandsbeschwerde aufgeben. Danach hat man meist jemand am Telefon,
Hmm... ws ist eine Vorstandsbeschwerde?
Bei der # habe ich schon mal angerufen, nach ewigem Klingeln wollte
jemand wissen, worum es geht, ich murmelte "Beschwerde" und wurde dann
weitergeleited - ins callcenter :-(
Trotzdem, ich werd's einfach nochmal versuchen - kannst Du mir vorher
noch mit einer Definition zu "Vorstandsbeschwerde" weiterhelhelfen?
Danke, Karl
Das habe ich mit auch schon überlegt. Es geht dann aber vor allem darum,
dass der _Anschluss_ nicht frei wird, ohne dass die T-Com ihr plazet gibt.
Nun, ich bin ein älterer Jahrgang. Ich kenne noch die gute alte Post,
Vorgänger der T-Com, die mir vorschreiben wollte (und konnte), welches
Telefon (die Hardware) ich ich in die Dose stöpseln _darf_. Was dazu
geführt hat, das ich 94 bei den ersten Mobiltelefonen nie und nimmer D1
gewählt hätte. Und was dazu führen wird, bei jeder Liberalisierung auf
gar keinen Fall einen Ableger des alten Monopolmonsters zu wählen.
MfG
Karl
> Wolltest du denn überhaupt Call Time?
_NEIN_ Wozu? (Damaliges) Ziel war sowieso mittelfristiges VoP.
>> (da stand auch nur der dämliche Tarifname drauf, ohne
>> irgendwas über die Vertragslaufzeit.
>
> Wenn da der Tarif draufstand, den du bestellt hast, dann solltest du
> auch dessen Konditionen kennen, auch wenn sie nicht auf der
> Auftragsbestätigung stehen. Man liest sich einen Vertrag durch, bevor
> man ihn abschließt. Wurde dir dagegen ein anderer Tarif bestätigt, als
> du bestellt hast, hättest du *sofort* reklamieren müssen. Jetzt dürfte
> es dafür zu spät sein
Da hast Du selbstverständlich Recht. Ich dachte halt, T-Com ist eine
große, redliche Firma, da brauche ich nicht jeden i-Punkt unter die Lupe
nehmen. Ich weiß, ich bin blöd.
> den Rest der Call-Time-Vertragslaufzeit Congstar DSL bestellen. Das
> kostet zwar 50 Euro Einrichtung, kann aber monatlich gekündigt werden.
Danke für den Tip, aus vielleicht nachvollziehbaren Gründen habe ich
mich über Congstar noch nicht schlau gemacht. Auch Danke für Deine
detaillierte Analyse.
MfG
Karl
Deswegen spreche ich von einem _zusätzlichen_ Anschluss bei Alice. Da
muss die Telekom den bestehenden Anschluss nicht freigeben, weil für den
Alice-Anschluss eine weitere Leitung gelegt wird.
Ciao,
Daniel
> Deswegen spreche ich von einem _zusätzlichen_ Anschluss bei Alice.
> Da muss die Telekom den bestehenden Anschluss nicht freigeben,
> weil für den Alice-Anschluss eine weitere Leitung gelegt wird.
Das ist nicht ganz richtig. Für einen zusätzlichen Anschluss bei Alice
wird eine zweite Leitung genutzt, _falls_bereits_vorhanden_. Ist keine
zweite Leitung vorhanden, wird auch keine gelegt, sondern Hansenet
lehnt wie die meisten anderen Telekom-Konkurrenten den Auftrag einfach
ab. Neue Leitungen legt nur die Telekom. Natürlich kann man, um an eine
neue Leitung zu kommen, zuerst einen zusätzlichen Telekom-Anschluss
beauftragen und dann mit diesem zu Alice wechseln. Wenn man die
Bereitstellungskosten für den Telekom-Anschluss (60 Euro) nicht scheut.
Gruß
Michael
Da gibts (scheinbar) ne extra Abteilung in Bonn - nach dem Wunsch bzgl.
Vorstandsbeschwerde waren die Leute am anderen Ende deutlich kompetenter
und riefen auch zurück.
Marcel