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Erfahrungen mit Alice DSL in NRW (Kreis Recklinghausen)?

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Martin Honnen

unread,
Oct 23, 2010, 10:14:11 AM10/23/10
to

Hallo,

ich wohne in Marl, Kreis Recklinghausen, NRW.
Ich hatte heute einen Flyer im Briefkasten, dass Alice an meinem Wohnort
ab sofort VDSL Highspeed Tarife anbietet (zu finden unter
http://www.alice-dsl.de/provider/content/segment/anbieter/produkte/highspeed/speed_tarifvergleich/).
Ich habe zur Zeit einen 2Mbit DSL Anschluss bei Versatel und �berlege
nun zu wechseln.
Wer ist oder war Alice DSL Kunde und kann �ber gute oder schlechte
Erfahrungen berichten?
Mit Versatel hatte ich in den letzten Jahren kaum St�rungen.

Gru�
Martin

Michael Landenberger

unread,
Oct 24, 2010, 6:23:12 AM10/24/10
to
"Martin Honnen" <maho...@yahoo.de> schrieb:

> Wer ist oder war Alice DSL Kunde und kann �ber gute oder schlechte
> Erfahrungen berichten?

Viele Berichte �ber Alice VDSL-Anschl�sse kann man hier nachlesen:
<http://www.hansenet-user-forum.de/viewtopic.php?f=58&t=26530>

Kurze Zusammenfassung:

1. Alice VDSL basiert nicht auf Telekom-VDSL, sondern auf Telefonica-VDSL.
Da Telefonica im Gegensatz zur Telekom noch nicht �ber Outdoor-DSLAMs
verf�gt, m�ssen VDSL-Kunden direkt aus den Hauptverteilern versorgt werden.
Das ist aber nur in einem Umkreis von 500-800m um entsprechend ausger�stete
Hauptverteiler m�glich, was die Verf�gbarkeit gegen�ber Telekom-VDSL
deutlich einschr�nkt.

2. Alice VDSL-Anschl�sse werden grunds�tzlich als NGN-Anschl�sse realisiert,
bei denen die Telefonie �ber VoIP l�uft. Das gilt auch f�r Gebiete, die
Hansenet mit eigener Vermittlungstechnik ausgebaut hat und wo normalerweise
konventionelle Festnetzanschl�sse geschaltet werden. Solches bekommt man
aber wenn �berhaupt nur dann, wenn man ADSL (bis 16 MBit/s) bestellt.

3. Gro�e Kritik wird an der von Alice gelieferten Hardware (eine
modifizierte Fritzbox 7570) ge�bt. Hansenet hat die an sich recht flexibel
einsetzbare AVM-Hardware durch eine modifizierte Firmware derart
beschnitten, dass man kaum noch etwas damit anfangen kann. Viele n�tzliche
Funktionen der Original-Firmware fehlen. Au�erdem klagen viele Nutzer �ber
eine zu geringe Upstream-Bandbreite, vermutlich verursacht durch einen
Firmware-Bug (die Nutzdatenrate betr�gt dann teilweise nur 50% der
Sync-Datenrate). Im Hansenet-Userforum findet man allerdings Tipps, wie sich
die f�r Alice VDSL n�tigen Einstellungen in andere Ger�te �bertragen lassen.
Geeignete Ger�te sind z. B. die Original-FB 7570, die FB 7390 oder auch ein
Telekom Speedport W920V, der baugleich mit der FB 7570 ist und bei dem sich
mit ein paar Kunstgriffen die Original-Firmware der FB 7570 aufspielen
l�sst. Bei diesen Ger�ten gibt es die beschriebenen Nachteile nicht, d. h.
es sind alle Funktionen der Original-Firmware verf�gbar und auch die
Upload-Bandbreite erreicht den maximal m�glichen Wert.

Ich selbst habe einen Alice ADSL-Anschluss (DSL 16000), mit dem ich
zumindest in technischer Hinsicht sehr zufrieden bin. Ich werde aber trotz
des sehr g�nstigen Preises nicht auf Alice VDSL umsteigen, weil ich nicht
auf konventionelles ISDN verzichten und mich auch nicht mit der mangelhaften
Alice Hardware herumschlagen m�chte.

Der Alice Service ist derzeit etwas gew�hnungsbed�rftig. Man h�ngt
vergleichsweise lange in Hotline-Warteschleifen bzw. muss bei
E-Mail-Anfragen lange (> 1 Woche) auf eine Antwort warten. Au�erdem sind die
Antworten, die man erh�lt, nicht immer brauchbar, weil manche Hotliner
offenbar noch weniger Ahnung haben als die Kunden. In meinem Fall ist das
kein gro�es Problem, denn ich brauche den Service selten. Dank
konventionellem Festnetz ist mein Anschluss sehr zuverl�ssig, auch
abrechnungstechnisch l�uft eigentlich alles. Wenn es doch irgendwo mal
klemmt, wende ich mich zuerst an o. g. Hansenet-Userforum. Dort erh�lt man
meist kompetenteren Rat als an der Hotline. Ob Alice VDSL-Anschl�sse ebenso
problemlos laufen und man den Service ebenso selten braucht, wird sich erst
zeigen m�ssen, denn es gibt sie ja noch nicht so lange.

> Mit Versatel hatte ich in den letzten Jahren kaum St�rungen.

Von Versatel hattest du vermutlich konventionelles ISDN, das ist ausgereift
und in der Regel zuverl�ssig. NGN wie das bei Alice VDSL ist etwas
"pflegebed�rftiger" als konventionelles Festnetz, da kann es u. U. h�ufiger
zu St�rungen kommen.

Gru�

Michael

Martin Honnen

unread,
Oct 24, 2010, 11:49:31 AM10/24/10
to
Michael Landenberger wrote:
> "Martin Honnen" <maho...@yahoo.de> schrieb:
>
>> Wer ist oder war Alice DSL Kunde und kann �ber gute oder schlechte
>> Erfahrungen berichten?
>
> Viele Berichte �ber Alice VDSL-Anschl�sse kann man hier nachlesen:
> <http://www.hansenet-user-forum.de/viewtopic.php?f=58&t=26530>
>
> Kurze Zusammenfassung:

[snip]

Danke f�r den Link und die Zusammenfassung.


Gru�

Martin

Tobias Crefeld

unread,
Oct 23, 2010, 3:58:00 PM10/23/10
to
Martin Honnen meinte zu "Erfahrungen mit Alice DSL in NRW (Kreis Recklinghausen)?" in de.comm.provider.misc:

> Ich hatte heute einen Flyer im Briefkasten, dass Alice an meinem Wohnort
> ab sofort VDSL Highspeed Tarife anbietet (zu finden unter

Nachdem m.W. nur die Deutsche Telekom VDSL baut, d�rfte das ein Reseller-
Angebot sein. Das hei�t aber auch, dass offenbar DTAG einen VDSL-Kasten in
Deiner N�he aufgestellt hat und somit auch andere Reseller wie 1&1 VDSL
anbieten k�nnen. Nur mal so als Tip zur Recherche.

> Wer ist oder war Alice DSL Kunde und kann �ber gute oder schlechte
> Erfahrungen berichten?

Zwei Arbeitskollegen sind k�rzlich von Alice weggegangen. Die meisten
Anschl�sse von Hansenet/Alice sind Reseller-Anschl�sse und nach meiner
Erfahrung gibt das im St�rungsfall immer zus�tzliche Wartezeit bis zur
Behebung.
Ich fahre mittlerweile seit einigen Jahren gut damit, nur noch bei
Anbietern zu bestellen, die eigene Technik am Ende der Leitung haben - in
Deinem Fall also vermutlich DTAG. Hebt die Wahrscheinlichkeit, dass der
Support einen direkten Zugang zum Technik-Monitor hat und das der
Techniker vor Ort sich nicht auf den Standpunkt zur�ckzieht, dass Dein
Vertragspartner ja nicht sein Arbeitsgeber ist und dementsprechend
minimalistisch kooperiert.

> Mit Versatel hatte ich in den letzten Jahren kaum St�rungen.

So erfreulich das ist, so zeigt sich die Kompentenz eines Anbieters doch
erst darin, wie er tats�chlich mit St�rungen umgeht.
--
Gruss,
Tobias.

Michael Landenberger

unread,
Oct 24, 2010, 2:13:36 PM10/24/10
to
"Tobias Crefeld" <tc-...@myway.de> schrieb:

> Nachdem m.W. nur die Deutsche Telekom VDSL baut, d�rfte das
> ein Reseller-Angebot sein.

Du wei�t falsch. Inzwischen gibt es mit Telefonica einen zweiten Anbieter
von (Resale-)VDSL. Alice VDSL basiert ausschlie�lich auf Telefonica-VDSL.
Als Reseller-Angebot w�rde ich das auch nicht bezeichnen, denn Hansenet
geh�rt zu Telefonica, bezieht VDSL also von der eigenen Mutter. Es ist also
allenfalls konzern-internes Resale.

Telekom-VDSL bietet Alice nicht (mehr) an. Es gab wohl zu viele Probleme
damit.

Alle deine folgenden Ausf�hrungen zum Thema Alice VDSL sind somit hinf�llig.

> Zwei Arbeitskollegen sind k�rzlich von Alice weggegangen. Die meisten
> Anschl�sse von Hansenet/Alice sind Reseller-Anschl�sse

Schon wieder falsch. Die meisten Alice-Anschl�sse basieren auf
Hansenet-eigener Technik, bei der au�er der "letzten Meile" nichts
angemietet werden muss. Allein in Hamburg gibt es davon �ber eine halbe
Million. Wenn man bedenkt, dass Hansenet au�er Hamburg noch ca. 150 weitere
St�dte (darunter Gro�st�dte wie Rostock, Berlin, Dresden, Frankfurt/M.,
M�nchen oder Stuttgart) und Ballungsgebiete mit eigener Technik erschlossen
hat, kannst du dir ausrechnen, wie viele der ca. 2,5 Mio. Alice-Anschl�sse
auf dieser Technik und nicht auf Resale-DSL basieren.

Gru�

Michael

Thomas Hochstein

unread,
Oct 24, 2010, 6:52:55 PM10/24/10
to
Michael Landenberger schrieb:

> Der Alice Service ist derzeit etwas gew�hnungsbed�rftig.

Nachdem man bei der Konzernmutter derzeit daran arbeitet, hunderte von
Mitarbeitern, darunter auch viele qualifizierte Techniker, auf die
Stra�e zu setzen [1], erscheint es eher unwahrscheinlich, da� sich
daran zuk�nftig etwas bessert ...

-thh

[1]
<http://www.nw-news.de/owl/regionale_wirtschaft/3819097_telef_nica_plant_massiven_stellenabbau_in_verl.html>
mit - offensichtlich - vielen Kommentaren von Mitarbeitern.

Michael Landenberger

unread,
Oct 25, 2010, 4:31:15 AM10/25/10
to
"Thomas Hochstein" <t...@inter.net> schrieb:

> Nachdem man bei der Konzernmutter derzeit daran arbeitet, hunderte
> von Mitarbeitern, darunter auch viele qualifizierte Techniker, auf
> die Stra�e zu setzen [1], erscheint es eher unwahrscheinlich, da�
> sich daran zuk�nftig etwas bessert ...

Ja, die von Telefonica angek�ndigte Entlassungswelle bereitet mir auch
einiges Kopfzerbrechen. Ich frage mich auch, ob die derzeit sehr langen
Reaktionszeiten des Alice-Supports eine Folge der gro�en Nachfrage nach
Alice-Produkten sind oder eher eine Protestaktion der Mitarbeiter.
Allerdings gab es schon den ein oder anderen gravierenden Mangel beim
Service (haupts�chlich verursacht durch v�llig ahnungslose
1st-Level-Supporter), lange bevor Telefonica Hansenet �bernommen hat. Auch
mein Alice-Vertrag w�re beinahe nicht zustandegekommen, weil ich auf die
Antwort auf eine Vorab-Anfrage per E-Mail �ber eine Woche warten musste und
ich das nicht gerade vertrauenerweckend fand. Das war 2006. In der Folgezeit
wurden die Reaktionszeiten aber deutlich k�rzer, einmal lagen zwischen
Anfrage und Antwort nur wenige Stunden. Inzwischen ist aber wieder der Wurm
drin und die Bearbeitung von E-Mail-Anfragen dauert mehrere Tage. Siehe auch
<http://www.alice-dsl.de/provider/content/segment/anbieter/service/qualitaetsbarometer/alice_qualitaetsbarometer/>.

Au�er den langen Wartezeiten beim Service habe ich aber noch keine negativen
Folgen der Hansenet-�bernahme durch Telefonica bemerkt. Im Gegenteil, es
wurden einige attraktive Neuerungen eingef�hrt, von denen wie bei Alice
�blich auch Bestandskunden profitieren konnten.

Gru�

Michael

Martin Wagner

unread,
Oct 25, 2010, 5:05:31 AM10/25/10
to
Michael Landenberger wrote:

> Der Alice Service ist derzeit etwas gew�hnungsbed�rftig.

Mal eine Frage nebenbei.

Stimmt es, das Alice ehemalig AOL ist/sein soll?

Wurde mir am WE so mitgeteilt.

Danke f�r Hinweise

Martin

Martin Kissel

unread,
Oct 25, 2010, 5:28:26 AM10/25/10
to
Am 25.10.2010 11:05, schrieb Martin Wagner:
> Stimmt es, das Alice ehemalig AOL ist/sein soll?

Hansenet hat das Internetzugangsgesch�ft der AOL Deutschland vor ein
paar Jahren �bernommen. Die Kunden wurden angeschrieben und wechselten
entweder auf ein Alice-Produkt oder sind bei ihrem AOL-Produkt
geblieben, das seitdem aber von Hansenet angeboten und abgerechnet wird.

Gru�
Martin

Martin Wagner

unread,
Oct 25, 2010, 5:56:18 AM10/25/10
to

Danke f�r die Info

Tobias Crefeld

unread,
Oct 26, 2010, 8:14:00 PM10/26/10
to
Michael Landenberger meinte:
> "Tobias Crefeld" <tc-...@myway.de> schrieb:

>> Nachdem m.W. nur die Deutsche Telekom VDSL baut, d�rfte das
>> ein Reseller-Angebot sein.

> Du wei�t falsch. Inzwischen gibt es mit Telefonica einen zweiten
> Anbieter von (Resale-)VDSL. Alice VDSL basiert ausschlie�lich auf
> Telefonica-VDSL. Als Reseller-Angebot w�rde ich das auch nicht

Ist mir neu, dass Telefonicas VDSL schon �bers Planungsstadium hinaus ist,
also muss ich mal glauben.

> Telekom-VDSL bietet Alice nicht (mehr) an. Es gab wohl zu viele Probleme
> damit.

Nicht das es mich wundert.


>> Zwei Arbeitskollegen sind k�rzlich von Alice weggegangen. Die meisten
>> Anschl�sse von Hansenet/Alice sind Reseller-Anschl�sse

> Schon wieder falsch. Die meisten Alice-Anschl�sse basieren auf
> Hansenet-eigener Technik, bei der au�er der "letzten Meile" nichts
> angemietet werden muss. Allein in Hamburg gibt es davon �ber eine halbe

Hansenet hat ein Nord-S�d-Gef�lle. In HH/Niedersachsen/NRW sind sie
historisch bedingt verbreiteter und da mag es schon sein, dass in
einzelnen Orten wie HH die Wahrscheinlichkeit, einen hansenet-eigenen
DSLAM zu bekommen h�her ist als die, ein Resellerangebot untergejubelt zu
bekommen. Aber HH ist halt nicht der Nabel der Welt.


> Frankfurt/M., M�nchen oder Stuttgart) und Ballungsgebiete mit eigener
> Technik erschlossen hat, kannst du dir ausrechnen, wie viele der ca. 2,5
> Mio. Alice-Anschl�sse auf dieser Technik und nicht auf Resale-DSL
> basieren.

Ja, wie geschrieben.
Geht auch gar nicht anders. Wer in der BRD initial fl�chendeckend
anbietet, muss bei ca. 6000 VSt meistens auf fremdes DSL zur�ckgreifen,
wenn er Geld verdienen will. Die neben DTAG einzigen, die komplett oder
zumindest gr��tenteils eigene Technik im Knoten stehen haben, also
ausschlie�lich die letzte Meile von der DTAG beziehen, sind City-Carrier a
la Netcologne oder MNet. Wobei zumindest letztere schon ganz flei�ig daran
arbeiten, selbst diese letzte Meile selbst bereitzustellen, Stichwort
FttB, usw.. Ger�chteweise hatte Hansenet auch mal so angefangen, aber dann
die Expanseritis bekommen.

--
Gruss,
Tobias.

Michael Landenberger

unread,
Oct 27, 2010, 1:57:42 AM10/27/10
to
"Tobias Crefeld" <tc-...@myway.de> schrieb:

> Hansenet hat ein Nord-S�d-Gef�lle. In HH/Niedersachsen/NRW
> sind sie historisch bedingt verbreiteter

Und in Berlin ;-)

> und da mag es schon sein, dass in einzelnen Orten wie HH die
> Wahrscheinlichkeit, einen hansenet-eigenen DSLAM zu bekommen h�her
> ist als die, ein Resellerangebot untergejubelt zu bekommen.

Die Wahrscheinlichkeit ist in der Tat gr��er, auf dem "platten Land" nur mit
NGN abgespeist zu werden. Allerdings ist dort, wo Hansenet echte
Festnetzanschl�sse schaltet (n�mlich in St�dten und Ballungsgebieten), die
Haushaltsdichte gr��er. Daher gibt es dort mehr Alice-Anschl�sse und
demzufolge auch mehr konventionelle Anschl�sse.

> Aber HH ist halt nicht der Nabel der Welt.

Es gibt mehr konventionelle Alice-Anschl�sse au�erhalb Hamburgs als solche
in Hamburg. Allein in Berlin und im Berliner Umland incl. Potsdam d�rften es
ebenfalls mehrere Hunderttausend sein. Auch die Zahl der konventionellen
Alice-Anschl�sse in anderen Gro�st�dten wie Frankfurt/M., Stuttgart oder
M�nchen d�rfte jeweils mindestens sechsstellig sein. HH ist in der Tat nicht
der Nabel der Welt ;-)

> Geht auch gar nicht anders. Wer in der BRD initial fl�chendeckend
> anbietet, muss bei ca. 6000 VSt meistens auf fremdes DSL
> zur�ckgreifen, wenn er Geld verdienen will.

Anbieten != tats�chlich schalten.

> Die neben DTAG einzigen, die komplett oder zumindest gr��tenteils
> eigene Technik im Knoten stehen haben, also ausschlie�lich die letzte
> Meile von der DTAG beziehen, sind City-Carrier a la Netcologne oder
> MNet. Wobei zumindest letztere schon ganz flei�ig daran arbeiten,
> selbst diese letzte Meile selbst bereitzustellen, Stichwort FttB, usw..
> Ger�chteweise hatte Hansenet auch mal so angefangen, aber dann die
> Expanseritis bekommen.

Die Expanseritis d�rfte nicht der Grund gewesen sein, warum der Ausbau von
Alice FttB ins Stocken geraten ist. Ich denke eher, es war chronischer
Geldmangel, verursacht durch die Mutter Telecom Italia. Ich k�nnte mir
denken, dass die finanziell wesentlich potentere Telefonica den Ausbau bald
wieder aufnimmt, zumal sie als echter Netzbetreiber (Telecom Italia war in D
nicht als Netzbetreiber t�tig) ein Interesse daran haben m�sste,
netztechnisch konkurrenzf�hig zu bleiben.

Gru�

Michael

Michael Paul

unread,
Oct 28, 2010, 9:43:42 AM10/28/10
to
Hi,

On 23 Okt., 16:14, Martin Honnen <mahotr...@yahoo.de> wrote:

> Ich hatte heute einen Flyer im Briefkasten, dass Alice an meinem Wohnort
> ab sofort VDSL Highspeed Tarife anbietet

Sowas hatte ich jetzt auch im Briefkasten (Rhein-Main-Gebiet).
Allerdings habe ich das aufgrund des Hinweises, sich (bezüglich der
Verfügbarkeit) im zuständigen O2-Shop beraten zu lassen, nicht als
"Alice VDSL ist auch für Dich verfügbar" aufgefaßt.

Michael

Message has been deleted

Marc Haber

unread,
Oct 28, 2010, 4:53:18 PM10/28/10
to
Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>Ich habe noch keine Heißleine erlebt, die sich letztlich nicht als
>ärgerlich erwiesen hat. Gerade auch mit Alice erinnere ich mich an
>absolut bescheuertes Heißleinengespräch.

Ich habe mich mehr als einmal von der Alice-Hotline erfolgreich und
zielführend verarztet gefühlt, inklusive einem Fall von "Kann es sein,
dass der Anschluß noch auf einem 1-Mbit-Debuggingprofil ist, der hat
vorher 4,5 Mbit gebracht" - "Ja, da haben Sie recht. Das haben die
Kollegen wohl vergessen. Entschuldigung. Moment, ich fix' das grad
mal. *klicketiklick* Jetzt bringt er 6 Mbit/s. Schönen Tag noch."

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Martin Kissel

unread,
Oct 30, 2010, 4:53:12 AM10/30/10
to
Am 27.10.2010 02:14, schrieb Tobias Crefeld:
> Ist mir neu, dass Telefonicas VDSL schon übers Planungsstadium hinaus ist

Ist es. Alice' VDSL läuft darüber.


> Hansenet hat ein Nord-Süd-Gefälle. In HH/Niedersachsen/NRW sind sie

> historisch bedingt verbreiteter und da mag es schon sein, dass in
> einzelnen Orten wie HH die Wahrscheinlichkeit, einen hansenet-eigenen

> DSLAM zu bekommen höher ist als die, ein Resellerangebot untergejubelt zu

> bekommen. Aber HH ist halt nicht der Nabel der Welt.

In HH ist die Wahrscheinlichkeit auf einen HN-DSLAM nicht gerade klein,
so um die 100%. :-) Und auch sonst hat HN DSLAMs nicht nur im Norden,
sondern bundesweit in sehr vielen Städten.


> Geht auch gar nicht anders. Wer in der BRD initial flächendeckend
> anbietet, muss bei ca. 6000 VSt meistens auf fremdes DSL zurückgreifen,

> wenn er Geld verdienen will. Die neben DTAG einzigen, die komplett oder

> zumindest größtenteils eigene Technik im Knoten stehen haben, also
> ausschließlich die letzte Meile von der DTAG beziehen, sind City-Carrier a
> la Netcologne oder MNet.

Und Telefónica o2. Und Vodafone. Und Hansenet.

Gruß
Martin

Tobias Crefeld

unread,
Nov 1, 2010, 2:42:00 PM11/1/10
to
Martin Kissel meinte:

> Am 27.10.2010 02:14, schrieb Tobias Crefeld:

>> Geht auch gar nicht anders. Wer in der BRD initial fl�chendeckend
>> anbietet, muss bei ca. 6000 VSt meistens auf fremdes DSL zur�ckgreifen,


>> wenn er Geld verdienen will. Die neben DTAG einzigen, die komplett oder

>> zumindest gr��tenteils eigene Technik im Knoten stehen haben, also
>> ausschlie�lich die letzte Meile von der DTAG beziehen, sind


>> City-Carrier a la Netcologne oder MNet.

> Und Telef�nica o2. Und Vodafone.

Telefonica ja, aber die sind nur Vorlieferant f�r verschiedene Reseller a
la 1&1, Hansenet, etc.. Nutzt dem Support und damit dem Endkunden exakt
gar nichts.

> Und Hansenet.

"gr��tenteils"? Da stellt sich doch die Frage, warum Hansenet seit Jahren
DSLAM samt Backbone-Access von Telefonica und QSC nutzt und warum sie seit
Ende 2008 Bitstrom von DTAG beziehen - was bekanntlich einen DSLAM plus
Backbone-Access vom Rosa Riesen voraussetzt. ( http://www.call-magazin.de/
dsl-voip/dsl-voip-nachrichten/alice-schaltet-wieder-dsl-anschluesse-ueber-
die-telekom_24504.html )
Angeblich (inoffizielle Quelle) erreicht Hansenet mit eigener Technik
h�chstens 40% der Abdeckung der DTAG, zusammen mit Telefonica & Co. sind
es 70%. Die Verteilung der Anschl�sse ist nicht ver�ffentlicht, aber es
ist nat�rlich anzunehmen, dass hier der Anteil der eigenen Technik gr��er
ist, weil Resale-Anschl�sse meist mehr �rger haben und schneller wieder
das Weite suchen - in zwei Jahren 300.000 weniger Kunden kommen ja nicht
von ungef�hr. ( http://www.dslweb.de/dsl-marktuebersicht.php , http://
www.dslweb.de/dsl-marktuebersicht-2008-2.php )

Fies an der Geschichte ist, dass es der potentielle Kunde den heutigen
Alice-Angeboten nicht mehr ansieht, ob er gut managebare eigene Technik
kauft oder sich Resale-Kram einf�ngt, bei dem der Reseller f�r jeden Port-
reset selber erstmal eine Anfrage mit mind. 1 Werktag Reaktionszeit bei
seinem Vorlieferanten aufmachen muss.

Bei DTAG und den genannten City-Carriern wei� man es dagegen sicher.

--
Gruss,
Tobias.

Michael Landenberger

unread,
Nov 1, 2010, 2:12:17 PM11/1/10
to
"Tobias Crefeld" <tc-...@myway.de> schrieb:

> Fies an der Geschichte ist, dass es der potentielle Kunde den
> heutigen Alice-Angeboten nicht mehr ansieht, ob er gut managebare

> eigene Technik kauft oder sich Resale-Kram einfängt,

In der Tat ist diese Geheimniskrämerei nicht sonderlich kundenfreundlich.
Hansenet sollte die Karten offen auf den Tisch legen, so dass ein Kunde, der
die Anschlussart schon vor der Schaltung herausfinden will, nicht auf
irgendwelche Tricks angewiesen ist, die er sich erst mühsam im Netz
zusammensuchen muss. Wenigstens gibt es solche Tricks, aber wer weiß, wie
lange sie noch funktionieren. Es erstaunt mich, dass Hansenet nicht längst
von Verbraucherschützern dazu verdonnert wurde, in Sachen Anschlussart
reinen Wein einzuschenken.

> bei dem der Reseller für jeden Portreset selber erstmal eine Anfrage


> mit mind. 1 Werktag Reaktionszeit bei seinem Vorlieferanten aufmachen
> muss.

Ist die Reseller-Schnittstelle von Hansenet-Mutter Telefonica nicht etwas
"pflegeleichter" als die von Telekom-Resale-DSL? Und kann man überhaupt noch
von Resale sprechen, wenn ein Unternehmen Vorleistungen vom eigenen
Mutterkonzern bezieht?

Gruß

Michael

Martin Kissel

unread,
Nov 1, 2010, 11:32:09 PM11/1/10
to
Am 01.11.2010 19:42, schrieb Tobias Crefeld:
> Telefonica ja, aber die sind nur Vorlieferant für verschiedene Reseller a
> la 1&1, Hansenet, etc.. Nutzt dem Support und damit dem Endkunden exakt
> gar nichts.

o2 DSL wird direkt von Telefónica o2 angeboten. Das bislang einzige
VDSL-Angebot dafür gibts aber bislang nur in Diedorf bei Augsburg (mit
Outdoor-DSLAMs).
Ansonsten wird VDSL ab VSt konzernintern bislang nur über HN vertrieben.

Die Schnittstelle für die Reseller ist gar nicht mal schlecht, diese
können darüber schon einige Daten auslesen bzw. ändern.


> "größtenteils"? Da stellt sich doch die Frage, warum Hansenet seit Jahren

> DSLAM samt Backbone-Access von Telefonica und QSC nutzt und warum sie seit
> Ende 2008 Bitstrom von DTAG beziehen - was bekanntlich einen DSLAM plus
> Backbone-Access vom Rosa Riesen voraussetzt.

Um DSL auch außerhalb des eigenen Netzes anzubieten natürlich. Was
meinst du mit "Abdeckung größtenteils" eigentlich genau? Wenn du von
Fläche ausgehst, hat HN nicht allzu viel. Wenn du von Bevölkerung
ausgehst, haben sie ziemlich viel.

Gruß
Martin

Tobias Crefeld

unread,
Nov 2, 2010, 5:21:00 PM11/2/10
to
Michael Landenberger meinte zu "Re: Erfahrungen mit Alice DSL in NRW (Kreis Recklinghausen)?":
> "Tobias Crefeld" <tc-...@myway.de> schrieb:

> sich erst m�hsam im Netz zusammensuchen muss. Wenigstens gibt es solche
> Tricks, aber wer wei�, wie lange sie noch funktionieren. Es erstaunt
> mich, dass Hansenet nicht l�ngst von Verbrauchersch�tzern dazu


> verdonnert wurde, in Sachen Anschlussart reinen Wein einzuschenken.

Ich f�rchte, daf�r fehlt die juristische Grundlage. Solange die
Leistungsbeschreibung nur abstrakte Angaben im Stile von "Telefonie" und
"IP mit 16000kbps" macht und nichts �ber die technische Anbindung aussagt,
kann man ihnen auch nichts ans Zeug flicken, selbst wenn sie die Anbindung
mal live und innerhalb des Vertrags �ndern wollten.

Zun�chst m��te man wohl erstmal nachweisen, dass die Anbindungsart
Qualit�tsunterschiede mit sich bringt. Zur Wettbewerbsverzerrung w�rde es,
wenn nachweisbar w�re, dass ein "Insider-Kunde" die so definierte Qualit�t
des angebotenen Anschlu� kennt und der "Normal-Kunde" nicht. W�r ein
denkbarer Aufh�nger, aber setz das erstmal durch...


>> bei dem der Reseller f�r jeden Portreset selber erstmal eine Anfrage


>> mit mind. 1 Werktag Reaktionszeit bei seinem Vorlieferanten aufmachen
>> muss.

> Ist die Reseller-Schnittstelle von Hansenet-Mutter Telefonica nicht
> etwas "pflegeleichter" als die von Telekom-Resale-DSL? Und kann man

> �berhaupt noch von Resale sprechen, wenn ein Unternehmen Vorleistungen
> vom eigenen Mutterkonzern bezieht?

Fiskalisch auf jeden Fall und technisch vorl�ufig auch.

Wird sicher interessant, wie sich Telefonica in Zukunft verh�lt. Bislang
sind sie ja nicht am Endkunden dran, sondern verteilen ihre DSLAM-Ports
breit an 1&1, Hansenet, O2 und vermutlich noch einige Reseller mehr. H�ngt
wohl auch davon ab, ob sie einer Regulierung unterworfen werden.
Auf der letzten Meile ist es ja heute schon so, dass der regulierte Preis
f�r alle Anbieter gilt, was einige Auch-Carrier aus der Allianz der TAL-
Preis-muss-sinken-ISPs getrieben hat.( http://www.heise.de/newsticker/
meldung/TAL-Streit-Netcologne-und-M-Net-verlassen-Breko-Verband-
206328.html ). DTAG-Bitstream ist ebenfalls reguliert und so arg weit ist
das Telefonica'sche DSL-Resale ja nicht davon entfernt.

--
Gruss,
Tobias.

Tobias Crefeld

unread,
Nov 2, 2010, 4:51:00 PM11/2/10
to
Martin Kissel meinte zu "Re: Erfahrungen mit Alice DSL in NRW (Kreis
Recklinghausen)?":

> Am 01.11.2010 19:42, schrieb Tobias Crefeld:

>> Telefonica ja, aber die sind nur Vorlieferant f�r verschiedene Reseller


>> a la 1&1, Hansenet, etc.. Nutzt dem Support und damit dem Endkunden
>> exakt gar nichts.

> o2 DSL wird direkt von Telef�nica o2 angeboten. Das bislang einzige
> VDSL-Angebot daf�r gibts aber bislang nur in Diedorf bei Augsburg (mit
> Outdoor-DSLAMs).
> Ansonsten wird VDSL ab VSt konzernintern bislang nur �ber HN vertrieben.

> Die Schnittstelle f�r die Reseller ist gar nicht mal schlecht, diese
> k�nnen dar�ber schon einige Daten auslesen bzw. �ndern.

O2-DSL legt ja im Moment m�chtig zu. Da dr�ngt sich die Frage auf, ob O2
�ber bessere, technische Support-Kan�le beim Zugriff auf Telefonica-
Technik verf�gen als der �brige Reseller-Markt. Andernfalls kann man
gleich bei 1&1, Hansenet und Konsorten bleiben.


>> "gr��tenteils"? Da stellt sich doch die Frage, warum Hansenet seit


>> Jahren DSLAM samt Backbone-Access von Telefonica und QSC nutzt und
>> warum sie seit Ende 2008 Bitstrom von DTAG beziehen - was bekanntlich
>> einen DSLAM plus Backbone-Access vom Rosa Riesen voraussetzt.

> Um DSL auch au�erhalb des eigenen Netzes anzubieten nat�rlich. Was
> meinst du mit "Abdeckung gr��tenteils" eigentlich genau? Wenn du von
> Fl�che ausgehst, hat HN nicht allzu viel. Wenn du von Bev�lkerung


> ausgehst, haben sie ziemlich viel.

"gr��tenteils" meint Anteil eigener Technik bezogen auf (Summe eigene +
Telefonica/QSC/whatever-resale + DTAG-bitstream + keine-Ahnung-was-sonst-
noch- Technik).
Dabei interessiert im Kontext nicht die Fl�che, sondern die Anzahl
erschlie�barer Kunden, weil das ja wohl die Basis ist, auf der das
Gl�cksspiel stattfindet, was der geneigte Kunde in spe letztlich technisch
bekommt.

--
Gruss,
Tobias.

Martin Kissel

unread,
Nov 3, 2010, 9:19:09 PM11/3/10
to
Am 02.11.2010 22:21, schrieb Tobias Crefeld:
> Wird sicher interessant, wie sich Telefonica in Zukunft verhält. Bislang
> sind sie ja nicht am Endkunden dran, sondern verteilen ihre DSLAM-Ports
> breit an 1&1, Hansenet, O2 und vermutlich noch einige Reseller mehr.

Falls es dir noch bekannt war: Eine Trennung zwischen Telefónica und o2
gibt es nicht mehr, das ist mittlerweile alles "Telefónica o2 Germany
GmbH & Co. OHG".

Gruß
Martin

Ralph Angenendt

unread,
Nov 4, 2010, 12:52:13 PM11/4/10
to

Selbiges gilt für Hansenet/Alice.

Ralph
--
You'll have to wait til yesterday is here

Nicht schreiben können: http://lestighaniker.de/

Martin Kissel

unread,
Nov 4, 2010, 10:22:02 PM11/4/10
to
Am 04.11.2010 17:52, schrieb Ralph Angenendt:
> Well, Martin Kissel <martin...@sharing.de> wrote:
>> Falls es dir noch bekannt war: Eine Trennung zwischen Telefᅵnica und o2
>> gibt es nicht mehr, das ist mittlerweile alles "Telefᅵnica o2 Germany

>> GmbH & Co. OHG".
> Selbiges gilt fᅵr Hansenet/Alice.

Nein, zumindest noch nicht. Die o.g. Telefᅵnica o2 und die Hansenet GmbH
sind unterschiedliche juristische Personen. Ist aber absehbar, dass sich
das ᅵndert.

Gruᅵ
Martin

Tobias Crefeld

unread,
Nov 5, 2010, 4:01:00 PM11/5/10
to
Ralph Angenendt meinte:

> Well, Martin Kissel <martin...@sharing.de> wrote:
>> Am 02.11.2010 22:21, schrieb Tobias Crefeld:

>>> Wird sicher interessant, wie sich Telefonica in Zukunft verhält.
>>> Bislang sind sie ja nicht am Endkunden dran, sondern verteilen ihre
>>> DSLAM-Ports breit an 1&1, Hansenet, O2 und vermutlich noch einige
>>> Reseller mehr.

>> Falls es dir noch bekannt war: Eine Trennung zwischen Telefónica und o2
>> gibt es nicht mehr, das ist mittlerweile alles "Telefónica o2 Germany
>> GmbH & Co. OHG".

Ging aus den zitierten Marktreports seit Q3/2009 auf dslweb.de hervor.

Aber bis sowas auch technisch-logistisch durchschlägt, dauert es ja immer
eine Weile. Bislang läuft das Neukundengeschäft von O2/Telefonica-DSL
recht gut, wenn auch noch auf so niedriger Basis, dass niemand davor
"Angst" hat.

Wenn das aber erstmal konsolidiert ist und die Größenordnung einer 1&1
erreicht, werden sich sicher beide Seiten fragen, wie weit man den
Konkurrenten noch unterstützen mag. Schon mit den DTAG-Techies ist es ja
wenig lustig, wenn sie nur die TAL beisteuern sollen. Mein Rekord liegt
bei 5 Anläufen für einen 1&1-Anschluss und davon erschien an 3 Terminen
nicht mal wer zum Aufschalten, keine Entschuldigung, nix, nur die lapidare
Behauptung "Kunde nicht angetroffen" (bei einem Ladengeschäft nicht gerade
wahrscheinlich). Wenn sich das nun in einer Vierecksgeschichte (Kunde,
1&1-Provider, Telefonica-DSL, DTAG-TAL) mit gleich zwei unmotivierten
"Partnern" fortsetzen sollte... na dann Gute Nacht.


> Selbiges gilt für Hansenet/Alice.

Denke mal, diese Meldungen geisterten heuer im Herbst in so großer Zahl
durch die einschlägigen Gazetten, dass es kaum jemand verborgen geblieben
sein dürfte - insbesondere, als klar gestellt wurde, dass Alice als Marke
mittelfristig stirbt und abgesehen von einer Geschäftsstelle in HH von
Hansenet (auch personell) nicht mehr arg viel übrig bleiben soll.

--
Gruss,
Tobias.

Michael Landenberger

unread,
Nov 5, 2010, 5:55:46 PM11/5/10
to
"Tobias Crefeld" <tc-...@myway.de> schrieb:

> Wenn das aber erstmal konsolidiert ist und die Gr��enordnung einer


> 1&1 erreicht, werden sich sicher beide Seiten fragen, wie weit man

> den Konkurrenten noch unterst�tzen mag.

Diese Beantwortung dieser Frage wird man bei Telefonica sicher anders
angehen als bei der DTAG. Grund: Telefonica verkauft seine Leistungen
freiwillig an Reseller, die DTAG tut das dagegen nur widerwillig und unter
Zwang der BNetzA. Das d�rfte beim Umgang mit Reseller-Konkurrenten eine
nicht unwesentliche Rolle spielen.

Gru�

Michael

Tobias Crefeld

unread,
Nov 5, 2010, 4:24:00 PM11/5/10
to
Martin Kissel meinte:

> Am 04.11.2010 17:52, schrieb Ralph Angenendt:
>> Well, Martin Kissel <martin...@sharing.de> wrote:
>>> Falls es dir noch bekannt war: Eine Trennung zwischen Telef�nica und
>>> o2 gibt es nicht mehr, das ist mittlerweile alles "Telef�nica o2

>>> Germany GmbH & Co. OHG".
>> Selbiges gilt f�r Hansenet/Alice.

> Nein, zumindest noch nicht. Die o.g. Telef�nica o2 und die Hansenet GmbH


> sind unterschiedliche juristische Personen. Ist aber absehbar, dass sich

> das �ndert.

Zumindest wollen sie heute schon so wahrgenommen werden:
- Werbebanner "Alice geh�rt jetzt zu O2" ( http://static.alice.de/
provider/content/staticdownload/anbieter/12947496/2010-09-20-18-51-51/
thumbnail/headarticle_o2_sticker_hotline.jpg )
- Proklamation addierter Ums�tze (http://www.alice-dsl.de/kundencenter/
export/de/unternehmen/ueber_uns/datenfakten.html ).

--
Gruss,
Tobias.

Michael Landenberger

unread,
Nov 6, 2010, 5:01:00 PM11/6/10
to
"Tobias Crefeld" <tc-...@myway.de> schrieb:

> Zumindest wollen sie heute schon so wahrgenommen werden:
> - Werbebanner "Alice geh�rt jetzt zu O2" (
> <http://static.alice.de/provider/content/staticdownload/anbieter/12947496/2010-09-20-18-51-51/thumbnail/headarticle_o2_sticker_hotline.jpg>
> )
> - Proklamation addierter Ums�tze
> (<http://www.alice-dsl.de/kundencenter/export/de/unternehmen/ueber_uns/datenfakten.html>
> ).

Ich habe mir mal erlaubt, die kaputten Links zu reparieren.

Hinweis: Gem�� RFC 3986 Appendix C
(<http://tools.ietf.org/html/rfc3986#appendix-C>) d�rfen URIs zwar umbrochen
werden, sie sollen dann aber in Wrapper-Zeichen wie '<>' oder '"'
eingeschlossen werden. Dein Newsclient bricht �berlange Links beim Senden
um, schlie�t sie aber nicht in Wrapper-Zeichen ein. Er ist also kapott.

Gru�

Michael

Tobias Crefeld

unread,
Nov 6, 2010, 3:45:00 PM11/6/10
to
Michael Landenberger meinte:
> "Tobias Crefeld" <tc-...@myway.de> schrieb:

>> Wenn das aber erstmal konsolidiert ist und die Größenordnung einer


>> 1&1 erreicht, werden sich sicher beide Seiten fragen, wie weit man

>> den Konkurrenten noch unterstützen mag.

> Diese Beantwortung dieser Frage wird man bei Telefonica sicher anders
> angehen als bei der DTAG. Grund: Telefonica verkauft seine Leistungen
> freiwillig an Reseller, die DTAG tut das dagegen nur widerwillig und

> unter Zwang der BNetzA. Das dürfte beim Umgang mit Reseller-Konkurrenten


> eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

Erschterens basierte die bisherige Bereitwilligkeit von Telefonica darauf,
dass der Reseller kein Konkurrent war. Das ist spätestens seit dem Aufkauf
von O2 anders.

Zweiterens und auf die Gefahr hin, mit meiner Wiederholung zu nerven,
basiert die Regulierung von Bitstream auf der Theorie, dass DTAG hier den
Markt dominiert. Sobald klar ist, dass Telefonica eine ähnlich große
Abdeckung erreicht oder (z.B. dank neuer Access-Strategien wie Kabel oder
WLAN) sogar mehr als eine bloße Teilmenge der DTAG-Abdeckung bietet, muss
entweder die Regulierung aufgehoben werden oder Telefonica wird ebenfalls
der Regulierung unterworfen.
Wenn ich mir die bisherigen BNetzA-Strategien, speziell im Funkbereich
(UMTS, Wimax), ansehe, dann drängt sich mir die Ahnung auf, dass die
BNetzA zwei, den Bitstream-Markt beherrschende Unternehmen noch nicht als
echten Markt ansieht und dementsprechenden Regulierungsbedarf sieht.

--
Gruss,
Tobias.

Michael Landenberger

unread,
Nov 7, 2010, 12:12:24 PM11/7/10
to
"Tobias Crefeld" <tc-...@myway.de> schrieb:

> Erschterens basierte die bisherige Bereitwilligkeit von Telefonica
> darauf, dass der Reseller kein Konkurrent war. Das ist spätestens
> seit dem Aufkauf von O2 anders.

Seit dem Aufkauf von Hansenet ist es sogar noch anderser ;-) Allerdings
scheint Telefonica seinen Resellern trotzdem freundlicher gesonnen zu sein
als die Telekom den ihren. Mir sind beispielsweise einige Fälle zu Ohren
gekommen, in denen bei Telekom-Resale-Anschlüssen (incl. Telekom Bitstream)
angeblich nur DSL 6000 ging, nach einem Wechsel zu Call&Surf jedoch
plötzlich am gleichen Anschluss DSL 16000 verfügbar war. Ich habe dagegen
noch nie gehört, dass ein Kunde eines Telefonica-Resellers weniger
Bandbreite bekommen hat als bei O2.

> Wenn ich mir die bisherigen BNetzA-Strategien, speziell im Funkbereich
> (UMTS, Wimax), ansehe, dann drängt sich mir die Ahnung auf, dass die
> BNetzA zwei, den Bitstream-Markt beherrschende Unternehmen noch nicht
> als echten Markt ansieht und dementsprechenden Regulierungsbedarf
> sieht.

Was sollte sich bei Telefonica durch eine Regulierung ändern? Zum Resale
muss man Telefonica nicht zwingen, das machen die Spanier schon jetzt. Auch
Preissenkungen muss die BNetzA nicht durchsetzen, denn Telefonica nimmt
offenbar schon jetzt niedrigere Preise als die Telekom. Das kann man daran
erkennen, dass DSL-Reseller wie 1&1 und Hansenet dort, wo sowohl T-DSL als
auch Telefonica DSL verfügbar ist, letzterem fast immer den Vorzug geben.
Auf Telekom-Vorleistungen wird in der Regel nur dort zurückgegriffen, wo
nichts anderes verfügbar ist.

Gruß

Michael

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