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Schnitzeljagd

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Ulrich F. Heidenreich

unread,
Nov 29, 2003, 1:27:38 PM11/29/03
to
Maaaahlzeit!

Google hat leider versagt, also muß mal wieder meine Leibundmagengruppe
herhalten:

Mein Stammlokalwirtskoch verekelt mich gelegentlich zwar selten aber
doch regelmäßig mit einem Phänomen an einem ordinärem Schnitzel, was
ich irgendwie nicht einzuordnen weiß. Die Dinger haben dann einen ein-
bis zu drei cm breiten Randbereich, der so ausschaut, als habe da jemand
einen "medium" zubereiteten Streifen Schweinebraten drangepappt.

Im Gegensatz zum Restschnitzel ist dieses Stück dunkelrotbraun, irgendwo
zwischen leicht schwabbeliger und faseriger Konsistenz und schmeckt auch
noch leicht "muffig", als sei diese Ecke des Schnitzels im Begriff, sich
seinem MHD von der falschen Richtung her zu nähern. Man kann es zwar
abschneiden, aber es verdirbt mit den Appetit am gesamten Stück ...

Was mag das sein? Und wie mag ich - außer durch Boykott - meinen Wirt
davon überzegen können, daß ich sowas eigentlich nicht am Schnitzel
erwarte? Oder gehört das etwa sogar dran und ich bin mal wieder nur
übersensibel?

TIA,
Ulrich
--
Aus einem Newsletter von Tal.de:

Ab 1. M?rz 2004 k?nnen bei DENIC .de-Domains mit Umlauten
(?,?,?) und 89 weiteren Sonderzeichen registriert werden.

Harald Stein

unread,
Nov 29, 2003, 2:26:30 PM11/29/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

> Maaaahlzeit!

Moin



> Google hat leider versagt, also muß mal wieder meine
> Leibundmagengruppe herhalten:

Du suchst drm...

> Was mag das sein? Und wie mag ich - außer durch Boykott - meinen
> Wirt davon überzegen können, daß ich sowas eigentlich nicht am
> Schnitzel erwarte? Oder gehört das etwa sogar dran und ich bin mal
> wieder nur übersensibel?

Schnitzel gehören imo nur unter die Schuhe, niemals auf den Teller.
Möglicherweise ist Dir der Genuss echten Fleisches schon völlig
fremd, da es als "Schnitzel" in Restaurants (den Gourmet-Tempel mal
ausgenommen) meist nur noch vorgepresstes Formfleich für die Friseuse
gibt.
Falls es wider Erwarten doch natürlich gewachsenes Fleisch ist, weiss
man ja nie, wer aus welchem Stück Sau das Schnitzel herausgetrennt hat.
Dazu eignen sich ja mehrere Teile dieser Tiere. Bei dem beschrieben
könnte also gut und gern ein Teil eines anderen Muskelteiles daran
hängen. Dieses kann schon einen etwas anderen Geschmack und Konsistens
haben. Das Problem ist dann eher, dass dieser Teil möglicherweise nicht
gar ist. Schwein 'medium' ist dann doch eher unlecker. Am besten weiss
sicher der Koch, was für ein Teil das ist, frag ihn einfach.

Wenn es bäh ist, gehört der Koch erschlagen.

Gruß Harald - pappsatt

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Nov 30, 2003, 2:59:28 AM11/30/03
to
Harald Stein in <ODN91...@odin.gewernerschaft.de>:

>Du suchst drm...

Sinnlos. Die Antworten kommen doch eh hierhin. Frag doch zum Beispiel
mal was in nrw.verkehr ...

>> Was mag das sein? Und wie mag ich - außer durch Boykott - meinen
>> Wirt davon überzegen können, daß ich sowas eigentlich nicht am
>> Schnitzel erwarte? Oder gehört das etwa sogar dran und ich bin mal
>> wieder nur übersensibel?
>
>Schnitzel gehören imo nur unter die Schuhe, niemals auf den Teller.

Tut mir leid, daß ich mir keine Rump- oder Filetsohlen leisten kann.

>Falls es wider Erwarten doch natürlich gewachsenes Fleisch ist, weiss
>man ja nie, wer aus welchem Stück Sau das Schnitzel herausgetrennt hat.

Laut Wirt ist es Schweinerücken. Doch der ist lang (boqpcza: Arva, avpug
qre Jveg) Gehört Lummer auch noch dazu? Daraus hatte damals Muttern die
leckersten Schnitzel gezaubert.

>Dazu eignen sich ja mehrere Teile dieser Tiere. Bei dem beschrieben
>könnte also gut und gern ein Teil eines anderen Muskelteiles daran
>hängen. Dieses kann schon einen etwas anderen Geschmack und Konsistens
>haben.

Besser hätte ich meine Frage auch nicht formulieren können.

>Das Problem ist dann eher, dass dieser Teil möglicherweise nicht
>gar ist. Schwein 'medium' ist dann doch eher unlecker.

Schwein Medium ist blass-Rosa und hat einen deutlich anderen Ekelfaktor
als dieses braunrote Geschlumpe.

>Wenn es bäh ist,

... gibt's einen bis mehrere Schlechtes-Gewissen-Uzo vom Wirt und der
Spuk ist mal wieder einige Schnitzel lang vorbei.

Danke trotzdem für Deine Auskünfte.

CU!

Berthold Josephs

unread,
Nov 30, 2003, 2:45:38 AM11/30/03
to
On Sat, 29 Nov 2003 20:26:30 +0100, Harald Stein wrote:

>Ulrich F. Heidenreich schrieb:
>
>> Maaaahlzeit!
>
>Moin

Ni hao.

>Schnitzel gehören imo nur unter die Schuhe, niemals auf den Teller.
>Möglicherweise ist Dir der Genuss echten Fleisches schon völlig
>fremd, da es als "Schnitzel" in Restaurants (den Gourmet-Tempel mal
>ausgenommen) meist nur noch vorgepresstes Formfleich für die Friseuse
>gibt.

Einspruch!
Ich bin mir sicher, daß zumindest meine Friseuse^WTop-Hair-Stylistin
ziemlich wählerisch ißt.

Damals waren die Schnitzel aus echtem Fleisch auch nicht besser, die
waren oft von der PNP-Art.
Oder kann man auch Formfleisch so dünn kloppen?

>Gruß Harald - pappsatt

b.erthold, richtigen Kaffee schlürfend, trotz Halsschmerzen

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Nov 30, 2003, 7:28:32 AM11/30/03
to
Guido Busch in <dcpm.R301155...@eadrax.de>:

>Also mal was grundsätzliches vorweg; meines Wissens ist der Begriff
>Schnitzel mal nur für Kalbfleisch genutzt worden

IBTD: http://www.lebensmittellexikon.de/sch00280.php

>Die wirklich besten "Wiener Schnitzel" sind aus dem eigentlichen
>Schinkenfleisch eines Kalbes wenn ich mich nicht irre.

Echtes Wiener (also Kalbs-) Schnitzel ist knochentrocken. Da muß ich
Harald Recht geben: Ohne viel Glück oder in schweineteurer Lokalität
haste da entweder Schuhsole oder, wie b.erthold so nett sagte,
vorsichtshalber PNP-Schnitzel.

>Du darfst gerne nochmal deine Wirtsleut fragen, ob das, was sie da anbieten
>nicht eingentlich (mehr Wahrheitsgemäß) Nackenschnitzel sind.

Ich habe mal gefragt.

Die Aussage war "Schweinerücken". Das ca. 80 cm lange Stück Rohfleisch,
was man mir zum Beweis zeigte, war für mich mangels Metzgerkenntnissen
(und Anschnitt. Sah aus wie ein überdimensionaler Rehrücken, nur größer
und heller) kein Beweis. Jetzt sach nicht, dat war Känguruh ..

>Aus dem Nacken-/Rückenbereich, hinter dem Mittelgrat beim Kalb und dem Kamm
>beim Schwein (in Richtung Heck), stellt man IIRC die besseren Kotelett her.

Kommt drauf an[TM]:

Ich hatte mal Verwandschaft aus dem Fränkischen, für die konnte ein
Schweinebraten nicht fett genug und das Kotelett mußte unbedingt Nacken
sein, damit es für sie (und gleichzeitig für mich un-) genießbar war.
Ich wiederum mag Nackenkotelett höchstenfalls vom Holzkohlegrill. Und
dann darf es auch nicht zu sehr durchwachsen sein.

>Lummer ist Endstück/Übergang zum nächsten Bereich davon (ich weiß nur nicht
>mehr, zu welche Seite - also ob zum Kopf oder zum Heck)

IIRC Richtung A****

>und IIRC gerne auch für Kassler genutzt.

Kassler ist doch primär Zubereitungsart. Also gepökelt und geräuchert.
Oder?

>Nun diese Grundlagen weiter zerlegen ... dann stelle ich mir z. B. vor,
>- dass der liebe Wirt einfach Nacken/Lummer gekauft hat

Der liebe Wirt hat - so wie es aussah - eine ganze "Stange" Fleisch
gekauft, die nach meinen zwischenzeitlichen Recherchen (o.g. Link ist
da ähnlich hilfreich wie Deine alten Kochbücher) beim Nacken anfängt
und beim Lummer aufhört. Da werden dann zeitnah Schnitzelscheiben draus
gehackt. @Harald: Die dabei auftretenden Geräusche aus der Küche lassen
*nicht* auf das Klopfen von Formfleisch schließen ...

Und ich habe die Befürchtung, daß da manchmal nicht differenziert wird,
ob's nun ein paniertes Schnitzel, ein deftiges Stück für den Grillteller
oder ein mit Tomaten, Champignons und Käse überbackener Schweinerücken
werden soll.

>- darauf geachtet hat, einen großen Teil "Reinfleisch" zu haben
>- die Knochen ausgelöst hat
>- den ander gewachsenen (fettigen) Übergang aber drangelassen hat.

Fettig ist dieses, von Farbe und Konsistenz schon fast an recht dunklen
Schweinebraten erinnernde, braune Geschwabbel an dem ansonsten hellen,
fast weißem Schnitzelfleisch überhaupt nicht. Nacken kann es IMHO also
nicht sein. Aber ich lasse mich da gerne korrigieren. Hatten wir nicht
mal 'ne Hotelfachfrau hier?

>Quellenangaben:
>- 2 Uraltkochbücher (in denen noch Hausschlachtungen "beschrieben" sind)

Da versagt meines. Das kennt vom "oberen" Schwein nur Kamm, Kotelett und
Keule ...

>- Erinnerungen (teils vage) an meine vielen Schlachterbesuche

Örks. Totes Fleisch beschauen. Ich glaube, danach würde ich zum
Vegetarier werden.

>> Schwein Medium ist blass-Rosa und hat einen deutlich anderen Ekelfaktor
>> als dieses braunrote Geschlumpe.
>

>Das spricht fast eindeutig für Nacken/Kotelett-Fleisch.

IMHO zu mager für den beobachteten Effekt.

>Stell Dir mal
>Nackenfleisch mässiger Qualität vor - fast genau so

Roh oder gegrillt oder paniert gebraten?

Beate Goebel

unread,
Nov 30, 2003, 8:48:35 AM11/30/03
to
Berthold Josephs schrieb am Sonntag, 30.11. 2003, 08:45:

> b.erthold, richtigen Kaffee schlürfend, trotz Halsschmerzen

Zuhause? Oder noch an der besten Quelle gegen Erkältungen: Chinaöl. Damit
gurgeln und weg ist.

Beate

--
If it's there and you can see it - it's real.
If it's not there and you can see it - it's virtual.
If it's there and you can't see it - it's transparent.
If it's not there and you can't see it - you erased it!

Beate Goebel

unread,
Nov 30, 2003, 8:47:05 AM11/30/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb am Sonntag, 30.11. 2003, 13:28:

> Die Aussage war "Schweinerücken". Das ca. 80 cm lange Stück
> Rohfleisch, was man mir zum Beweis zeigte, war für mich mangels
> Metzgerkenntnissen (und Anschnitt. Sah aus wie ein überdimensionaler
> Rehrücken, nur größer und heller) kein Beweis. Jetzt sach nicht, dat
> war Känguruh ..

Känguruh ist Wildfleisch und damit sehr dunkel.

Beate

--
> Kann mir jemand sagen wie ich Knoppix löschen kann? Habe die
> Festplatte formatiert und Knoppix ist noch immer da?
Du musst die CD aus dem Laufwerk nehmen vor dem booten.
[Waldemar Trella und Michael Banck in dcoulm]

Manfred Polak

unread,
Nov 30, 2003, 8:35:56 AM11/30/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Gehört Lummer auch noch dazu? Daraus hatte damals Muttern die
>leckersten Schnitzel gezaubert.

Und ich wunderte mich schon, dass man von Heinrich Lummer so
lange nichts mehr gehört hat.

cu, Manfred

Berthold Josephs

unread,
Nov 30, 2003, 10:28:07 AM11/30/03
to
On Sun, 30 Nov 2003 14:48:35 +0100, Beate Goebel wrote:

>Berthold Josephs schrieb am Sonntag, 30.11. 2003, 08:45:
>
>> b.erthold, richtigen Kaffee schlürfend, trotz Halsschmerzen
>
>Zuhause? Oder noch an der besten Quelle gegen Erkältungen: Chinaöl. Damit
>gurgeln und weg ist.

Wieder zuhause und weit weg von den Rezepten.
Mein Kollege war mal bei den Betriebsärzten:
Zwei Ärzte sitzen nebeneinander, einer führt die Diagnose durch,
schreibt ein Rezept und gibt dies an seinen Kollegen weiter.
Dieser holt dann die Medizin aus einem Schrank.

"Chinaöl" scheint aber in China selten Anwendung zu finden, dafür gibt
es viele Tees - die allerdings bei häufigem Gebrauch zur
Allergieauslösung neigen.

b.erthold

Beate Goebel

unread,
Nov 30, 2003, 11:42:24 AM11/30/03
to
Uwe Milde schrieb am Sonntag, 30.11. 2003, 17:24:

> Un nein, Schnitzel aus Pressfleisch habe ich noch nicht gesehen.

IMHO nennt sich das eher "Cordon Bleu". In Käse eingewickelt sieht man auch
nicht, was drin ist.

Beate

--
<mental note target='myself'>
first coffee,
then post
</>

Beate Goebel

unread,
Nov 30, 2003, 11:41:18 AM11/30/03
to
Berthold Josephs schrieb am Sonntag, 30.11. 2003, 16:28:

> On Sun, 30 Nov 2003 14:48:35 +0100, Beate Goebel wrote:
>> Zuhause? Oder noch an der besten Quelle gegen Erkältungen: Chinaöl.
>> Damit gurgeln und weg ist.
>
> Wieder zuhause und weit weg von den Rezepten.
> Mein Kollege war mal bei den Betriebsärzten:

Wer geht denn wegen einer Erkältung zum Arzt? Aber als
beschäftigungsfördernde Maßnehme ist das ja nicht schlecht.

> "Chinaöl" scheint aber in China selten Anwendung zu finden, dafür gibt

Vermutlich müsste es Australienöl heißen, da ja hauptsächlich Eukalyptus
drin ist, was schon von den austr. Abos genutzt wurde.

> es viele Tees - die allerdings bei häufigem Gebrauch zur
> Allergieauslösung neigen.

Ja, da kannst Du Dir auch einiges aus dt. Apotheken zusammenbrauen und
heftig daneben greifen. Omas "Hausmittel" sind ja wieder in, nur die
Dosierung versteht keiner mehr. Kann gefährlich werden, denn auch
Pflanzensubstanzen sind Arzneimittel.

Zum Gurgeln gegen Halzschmerzen hilft mir aber immer noch das alte H2O2,
verdünnt natürlich.

Beate

--
"Wenn einer am Boden liegt, weil er vom eigenen Armutszeugnis
erdrückt wurde, haut man nicht noch drauf herum."
[Michael Scheer in hdc]

Thomas Hühn

unread,
Nov 30, 2003, 12:50:41 PM11/30/03
to
Am Sun, 30 Nov 2003 18:36:32 +0100 schrieb Kerstin Tiedemann:

>> IMHO nennt sich das eher "Cordon Bleu". In Käse eingewickelt sieht man
>> auch nicht, was drin ist.
>

> Banausen! Cordon Bleu sind mit Kochschinken(?) und Käse _gefüllte_
> Kalbsschnitzel. Sehr lecker. Natürlich nicht die Version, die man unter
> diesem Namen in Tiefkühltruhen und Imbißbuden findet.
>
> Hier gilt wie immer, dass man sich gut überlegen muß, _wo_ man das
> Risiko eingehen möchtem, sowas im Restaurant zu bestellen.

Komm doch mal in unsere Mensa. Die haben das öfter. :-(

Thomas

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Nov 30, 2003, 1:11:07 PM11/30/03
to
Guido Busch in <dcpm.R301605...@eadrax.de>:

>Veröffentlicht doch "Ulrich F. Heidenreich" folgendes:


>> Echtes Wiener (also Kalbs-) Schnitzel ist knochentrocken.
>

>Aber nein, zumindest habe ich es nie so gravierend empfunden.

Das wirklich einzige, zart-saftige Kalbsschnitzel, was ich jemals
gegessen habe, hieß "Piccata Milanese". Oder war's "Saltimbocca Romana"?

Egal. Zumindest war's in der mittleren italienischen Gastronomie - die
Häuser, die Wert drauf legen, "Ristorante" und nicht etwa "Pizzaria" zu
heißen - wo mir das mal über den Weg lief. (War mir btw ein wenig
peinlich, weil ich mich fast über die Miniaturportion beschwert hätte.
Dann aber noch rechtzeitig einlenkte, weil dort freundlicherweise die
zweite Hälfte des Gerichts solange warmgestellt und erst "nachserviert"
wurde, wenn man mit der ersten fertig war.)

Alle "Wiener Schnitzel" in /bezahlbaren/ Lokalen waren dagegen PNP oder
furztrocken oder ebenso glücklicher- wie eigentlich fälschlicherweise
vom Schwein.

>>> nicht eingentlich (mehr Wahrheitsgemäß) Nackenschnitzel sind.

>> Die Aussage war "Schweinerücken". Das ca. 80 cm lange Stück Rohfleisch,
>> was man mir zum Beweis zeigte, war für mich mangels Metzgerkenntnissen
>> (und Anschnitt. Sah aus wie ein überdimensionaler Rehrücken, nur größer
>> und heller) kein Beweis. Jetzt sach nicht, dat war Känguruh ..
>

>Neinnein - das kann schon hinkommen. Aber ich bleibe dabei, dass Sie dann
>aus dem Grundmaterial für Nackensteaks (und Kottlett) einfach die Knochen
>ausgelöst haben ...

Daß es sich beim Schnitzel (aus welchem Ende auch immer) des Schweine-
Rückens nicht um das klassische Schnitzel, (welches Afaik irgendwo aus
der Oberschale stammen müßte) sondern um ausgelöste Koteletts handelt,
ist mir auch klar. Nur, woher dies braune Geschlumpe kommt, wüßt eich
immer noch gerne.

>> Schweinebraten nicht fett genug und das Kotelett mußte unbedingt Nacken
>> sein, damit es für sie (und gleichzeitig für mich un-) genießbar war.
>

>Nun, da Du die entsprechende Erinnerung haben kannst - könnte es nicht doch
>sein, dass der "bemängelte" Rand ein wenig einem solchen Stück Fleisch
>ähnlich war?

Nein. Der Scheweinacken (Sorry: Getippt habe ich "Schweinenacken". Aber
meien Tatstatur macht sich wohl mal weider mit den bekannten Symptomen
selbständig), den ich kenne hat gar keine so großen Stücke fettfreien
Fleisches. Bei nächster Gelegenheit lege ich ein solches Ding mal auf
den Scanner :-)

>>> und IIRC gerne auch für Kassler genutzt.
>> Kassler ist doch primär Zubereitungsart. Also gepökelt und geräuchert.
>> Oder?
>

>Meines Wissens ja - aber dadurch, dass man sich so ungemein an die
>spezifische Farbe gewöhnt hat, kann man sich die als Kassler verwendeten
>Fleischstücke kaum in anderen Gerichten vorstellen

Kann ich nicht nachvollziehen. Kassler bekommt IMHO durch's Pökelsalz
die Rotfärbung. Wenn man's nicht pökelt, sollte es durchasu so
ausschauen, wie die "normal" zubereiteten Stücke.

>>> - Erinnerungen (teils vage) an meine vielen Schlachterbesuche
>> Örks. Totes Fleisch beschauen. Ich glaube, danach würde ich zum
>> Vegetarier werden.
>

>Nicht in dem Sinne gemeint: Wenn ich mal nicht wußte, was ich wirklich will
>(welches Fleisch wofür), dann gab es Belehrungen und Erklärungen.

Ich dachte eher an Besuche im Schlachthaus.

>So zum
>Beispiel habe ich das richtige anbraten und schneiden gelernt sowie, dass
>Fleisch durch diese "Schnitzelklopfautomaten" jagen eine pure Sünde ist!

Ack. Ein Schnitzel, was geklopft werden muß, ist auch ohne diese
Mißhandlung ungenießbar. Ein Schnitzel, was genießbar ist, wird dadurch
ungenießbar.

>>>> Schwein Medium ist blass-Rosa und hat einen deutlich anderen Ekelfaktor
>>>> als dieses braunrote Geschlumpe.
>>> Das spricht fast eindeutig für Nacken/Kotelett-Fleisch.
>> IMHO zu mager für den beobachteten Effekt.
>

>Hm; denke es mal ein wenig mager an ...

-v

>auch nicht von der Konsistenz her mit einem "schlechten" Kotelett vergleichbar?

Kommt drauf an, wie Du "schlecht" definierst: "Schlecht" im Sinne von
"verdorben" schmecken diese braunen Ränder schon ein wenig.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Nov 30, 2003, 1:26:27 PM11/30/03
to
Uwe Milde in <b76ksvk1nnjun1clg...@milde.ndh.net>:

>IME ist gerade das "Wiener Art" (also Schwein) Schnitzel ganz oft nur
>langweiliges trockenes Fleisch.

IBTD. Man nimmt Schwein, weil es eben nicht so furztrocken wie Kalb
schmeckt. IMHO aus den selben Gründen, warum ein Schweineschnitzel auch
erst dann gut schmeckt, wenn man dazu kein Schnitzel sondern
ausgelöstets Kotelett nimmt.

>Un nein, Schnitzel aus Pressfleisch habe ich noch nicht gesehen. Mag
>sein, daß das, was man im Supermarkt in der Tiefkühltruhe fertig paniert
>findet,

Google mal scherzeshalber nach Formfleisch. Da wirst Du reichlichst
anbieter wie BoFrost finden, die fertig paniertes Formfleisch nicht nur
an den Endkunden, sondern auch an die "Gastronomie" (@Stefanie: Darf man
die GAstronomie eigentlich "Gastronomie" so nennen, wenn sie sich von
solchen Unternehmen beliefern läßt?) ausliefern.

Thomas Hühn

unread,
Nov 30, 2003, 1:37:37 PM11/30/03
to
Am Sun, 30 Nov 2003 19:04:59 +0100 schrieb Kerstin Tiedemann:

>> Komm doch mal in unsere Mensa. Die haben das öfter. :-(
>

> Nö. Selbst Schuld, falscher Studienort ;Þ
> http://www.unicum.de/gewinnspiele/mensatest/mensatest02.htm

Tja, aber die Telekom kocht lecker... halt auch teurer.

Thomas

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Nov 30, 2003, 1:33:22 PM11/30/03
to
Kerstin Tiedemann in <bqddda.3...@tiedemann.myfqdn.de>:

>Beate Goebel, du hast geschrieben:


>> Uwe Milde schrieb am Sonntag, 30.11. 2003, 17:24:
>>
>>> Un nein, Schnitzel aus Pressfleisch habe ich noch nicht gesehen.
>>
>> IMHO nennt sich das eher "Cordon Bleu". In Käse eingewickelt sieht man
>> auch nicht, was drin ist.
>

>Banausen!

s/sen/sin/

Naja: Wer schon Pfannkuchen mit den Fingern ißt, hält auch das (meist
Puten-) Formfleisch aus der Aldi-Tiefkühltrue für Cordon Bleu.

>Cordon Bleu sind mit Kochschinken(?) und Käse _gefüllte_
>Kalbsschnitzel. Sehr lecker.

[..]


>Hier gilt wie immer, dass man sich gut überlegen muß, _wo_ man das
>Risiko eingehen möchtem, sowas im Restaurant zu bestellen.

Ein echtes Cordon Bleu - also mit Kalb - würde ich genauso wie das echte
Wiener Schnitzel auch nur in entsprechend teuren Lokalen wagen. Es gibt
aber auch eine relativ bezahlbare Rindfleisch(SIC!)-Variante des Cordon
Bleu. Da ist das Kalbschnitzel durch ein Hüft- oder Rumpsteak ersetzt
worden und das Ganze heißt dann "lustiger Bosniak".

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Nov 30, 2003, 1:49:01 PM11/30/03
to
Kerstin Tiedemann in <bqd80u.3...@tiedemann.myfqdn.de>:

>Ulrich F. Heidenreich, du hast geschrieben:
>
>> IBTD: http://www.lebensmittellexikon.de/sch00280.php
>
>Siehste. Da steht doch alles, was du wissen willst.

Nö.

>Schweineschnitzel
>aus der Oberschale (einem Teil der Keule) ist am leckersten.

Da steht, daß die leckeren Schnitzel eben nicht aus dem klassischen
Schnitzelfleisch stammen, sondern ausgelöste Koteletts sind.

>Aus dem
>fettfreien Teil vom Rücken ist es evtl zu trocken. Schwabbelige braune
>Ränder habe da nix zu suchen und sind Grund genug, Wirt und/oder Koch
>die Ohren langzuziehen.

Ack. Ich wüßte zum einen trotzdem gerne, aus welcher Ecke das Zeug
stammt, um ggfls. die Ohren in die richtige "Wenn Du nochmal xyz zu
Schnitzel verarbeitest"-Richtung ziehen zu können. Zum Anderen gibt
es auch tatsächlich Nackenschnitzel, die mir förmlich die Schuhe
ausziehen würden, aber wohl doch "erlaubt "sind. Da möchte ich ungern
eine fasche Beschuldigung an meinen Leibundmagenwirt loslassen.

>>> Die wirklich besten "Wiener Schnitzel" sind aus dem eigentlichen
>>> Schinkenfleisch eines Kalbes wenn ich mich nicht irre.
>>
>> Echtes Wiener (also Kalbs-) Schnitzel ist knochentrocken.
>

>Eigentlich nicht. Es sollte nur ganz kurz in der Pfanne gebraten
>werden. Dann ist es lecker.

IMHO auch eine Frage des Fleisches. Mit viel Pech hast Du selbst im
wunderbar ausschauenden Fleisch ein "Netz" von Fett(?)adern drin, die
sich beim Schneiden und Beißen wie Gummigarn anfühlen.

>Natürlich muß man sich gut überlegen, ob
>z.B. dem Dorfkrug an der Landstraße sowas zuzutrauen ist.

Nö. Der stellt das ohne rotzuwerden auf den Tisch.

>> Ich hatte mal Verwandschaft aus dem Fränkischen, für die konnte ein
>> Schweinebraten nicht fett genug
>

>Klar, beim Braten kann das Fett dran bleiben. Man muß es dann später ja
>nicht essen.

Du kennst *den* Schweinebraten nicht: Das von den diesen Leuten als
lecker angesehen Bratenfleisch hatte nicht etwa eine saftig/knusprige
Bratenkruste, sondern bestand aus drei bis vier maximal Zweimarkstück
großen Fleischinseln, die von bis zu einem Zentimeter breiten Fettadern
umgeben waren. Einmal probiert und dieses Zeug - fast zusammen mit dem
Mageninhalt - wieder auf den Teller gelegt ...

Beate Goebel

unread,
Nov 30, 2003, 3:02:23 PM11/30/03
to
Uwe Milde schrieb am Sonntag, 30.11. 2003, 20:18:

> On Sun, 30 Nov 2003 17:42:24 +0100, Beate Goebel wrote:
>> IMHO nennt sich das eher "Cordon Bleu". In Käse eingewickelt sieht man
>> auch nicht, was drin ist.
>

> Hm? Das Fleisch gehört *um* den Käse (und Schinken oder was auch
> immer) gelegt/gefaltet/gewickelt, das Ganze dann ggf. paniert.

Richtig, so rum war es.

> Sonst ließe sich das Teil ja auch nicht mehr braten.
> Und ich würde da eigentlich immer noch *ein* Stück Fleisch erwarten,
> höchstens vielleicht mal zwei Stücke übereinandergestapelt mit dem
> Käse+Schinken+? dazwischen.
>
> Kennst Du das anders?

Oh ja. Unter Panade läßt sich eine Menge verstecken. So sehr, dass ich CB
eigentlich nur mit gekochtem Schinken und Käse verbinde.

BTW gekochter Schinken sieht auch sehr oft nicht mehr aus wie natürlich
gewachsen.

Beate

--
"Thanks, I was "thinking" again and I get into trouble everytime I do."
[Carl in grc.security.software]

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Nov 30, 2003, 3:32:40 PM11/30/03
to
Kerstin Tiedemann in <bqdjco.3...@tiedemann.myfqdn.de>:

>Ulrich F. Heidenreich, du hast geschrieben:

>> Naja: Wer schon Pfannkuchen mit den Fingern ißt, hält auch das (meist
>> Puten-) Formfleisch aus der Aldi-Tiefkühltrue für Cordon Bleu.
>

>Wern'se ma nich frech! Ich esse Pfannkuchen auch mit den Fingern ;-)

Auch, wenn ein leckeres Gschnetzeltes drin ist? Das gibt aber 'ne
mittelprächtge Schweinerei. Stichwort Schweinerei: Gsnchetzeltes muß
auch nicht unbedingt echt Berner - also vom Kalb - sein. Es geht sowohl
vom Schwein als auch vom Rind. Letzters wäre dann Stroganoff. Warum
krieg ich jetzt Hunger, obwohl ich satt bin?

>> Ein echtes Cordon Bleu - also mit Kalb - würde ich genauso wie das echte
>> Wiener Schnitzel auch nur in entsprechend teuren Lokalen wagen.
>

>Genau das meinte ich ;-)


>
>> Es gibt
>> aber auch eine relativ bezahlbare Rindfleisch(SIC!)-Variante des Cordon
>> Bleu.
>

>Rumpsteaks o.ä. kenne ich nur unpaniert.

Loogisch. Den Lustigen Bosniak sollste selbstverfreilich nicht panieren.
Würde dann wörtliche Folgen haben.

>Nee, eine sehr leckere
>Ausnahme ist die "Strindberg"-Variante. Mit Senf und kleinen
>Zwiebelwürfelchen eingestrichen, dann in Mehl gewendet und durch Ei
>gezogen und nicht zu heiß gebraten. _Das_ ist lecker.

Ei weiß. Warum krieg ich jetz Hunger, obwohl ich satt bin? Oder schrieb
ich das heute schonmal ...?

>Leider gibts das kaum noch irgendwo :-(

Irgendwie scheinen tatsächlich die bezahlbaren Lokale mit solchen
Gerichten auszusterben. Entweder mußt Du in Etablissements, wo kein
Gericht unter 36 € (SIC! EURO. Nicht etwa DEM) erhältlich ist oder Du
landest bei Banausen, die Cordon Bleu aus Formfleisch machen ...

>> Da ist das Kalbschnitzel durch ein Hüft- oder Rumpsteak ersetzt
>> worden und das Ganze heißt dann "lustiger Bosniak".
>

>Nie gehört. Gibts hier nirgends.

Keine Jugoschwaben in der Nähe? Pljeskavica, Rasjnici, Djuvecreis,
Muckalica, Satarasch (Aus dem Gedächtnis. Schreibweise muß A nicht
stimmen und variiert B sowieso) auch kein Begriff?

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Nov 30, 2003, 3:38:46 PM11/30/03
to
Uwe Milde in <tdiksv0s38mrt885m...@milde.ndh.net>:

>On Sun, 30 Nov 2003 19:26:27 +0100, Ulrich F. Heidenreich wrote:
>>IBTD. Man nimmt Schwein, weil es eben nicht so furztrocken wie Kalb
>>schmeckt.
>

>Ich habe bisher eher vermutet, daß dies aus Preisgründen geschieht.

Mittelbar. Genießbares Kalbfleisch scheint wohl teurer zu sein, als
genießbares Schweinefleisch. Kalb einfach pauschal durch Schwein zu
ersetzen, scheint mir nicht der Grund für schmackhafte Schnitzel zu
sein.

>"Gut schmeckt" ist ja auch nicht das, was ich mit den üblichen
>Schnitzeln "Wiener Art" in den meisten Restaurants verbinde.

Muß ich teilweise zustimmen. In vielen Lokalen nimmt man halt
vorsichtshalber "Wiener Art", um möglichst den fetten, knorpeligen
Knusten der dickeren Schnitzelvarianten zu entgehen.

Manfred Polak

unread,
Nov 30, 2003, 4:29:11 PM11/30/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Das wirklich einzige, zart-saftige Kalbsschnitzel, was ich jemals
>gegessen habe, hieß "Piccata Milanese". Oder war's "Saltimbocca Romana"?

Saltimbocca ist Naturschnitzel mit einer Schinkenscheibe darauf (per
Zahnstocher befestigt) und Salbei dazwischen. Schmeckt ausgezeichnet.
Dazu gibt's normalerweise Risotto, also Reis mit etwas Käse drin.

cu, Manfred

Harald Stein

unread,
Nov 30, 2003, 5:00:58 PM11/30/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

> Sinnlos. Die Antworten kommen doch eh hierhin. Frag doch zum
> Beispiel mal was in nrw.verkehr ...

ich hab keinen Verkehr in nrw ...

> ... gibt's einen bis mehrere Schlechtes-Gewissen-Uzo vom Wirt und
> der Spuk ist mal wieder einige Schnitzel lang vorbei.

na ja, nicht satt aber besoff^wzufrieden. Ist doch auch was.

Gruß Harald

Harald Stein

unread,
Nov 30, 2003, 4:58:54 PM11/30/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

> Keine Jugoschwaben in der Nähe?

Die hiesigen Gastarbeiter (die noch da sind) kamen aus Vietnam und
betreiben so einige fragwürdige Imbissbuden. Da will man(n) nix essen
...
Ok, einige vertreten auch die kantonesische Küche in diversen
Chinarestaurants. Einige sind sogar annehmbar.

Der einzige Jugoschlawe hat hier (iirc unter Waffengewalt *g*) sein
Geschäft wieder aufgegeben.

> Pljeskavica, Rasjnici, Djuvecreis,
> Muckalica, Satarasch (Aus dem Gedächtnis. Schreibweise muß A nicht
> stimmen und variiert B sowieso) auch kein Begriff?

dafür muss man in den Westen oder an die Adria fahren :-)

Gruß Harald

Harald Stein

unread,
Nov 30, 2003, 5:02:41 PM11/30/03
to
Berthold Josephs schrieb:

> Ich bin mir sicher, daß zumindest meine
> Friseuse^WTop-Hair-Stylistin ziemlich wählerisch ißt.

Es ging nicht um Haare in der Suppe...

> Damals waren die Schnitzel aus echtem Fleisch auch nicht besser,
> die waren oft von der PNP-Art.
> Oder kann man auch Formfleisch so dünn kloppen?

Die Jungs vom Straßenbau leihen bestimmt die Dampfwalze an die
Kantine/Mensa/whatever aus.

Gruß Harald

Berthold Josephs

unread,
Dec 1, 2003, 9:15:58 AM12/1/03
to
On Sun, 30 Nov 2003 23:02:41 +0100, Harald Stein wrote:

>Berthold Josephs schrieb:
>
>> Ich bin mir sicher, daß zumindest meine
>> Friseuse^WTop-Hair-Stylistin ziemlich wählerisch ißt.
>
>Es ging nicht um Haare in der Suppe...

Bei der wäre es auch eher wahrscheinlich, daß sich eins ihrer
Piercings löst.

>> Oder kann man auch Formfleisch so dünn kloppen?
>
>Die Jungs vom Straßenbau leihen bestimmt die Dampfwalze an die
>Kantine/Mensa/whatever aus.

Wäre einen Versuch wert.
Ich habe schonmal gesehen, wie es einer Videokamera ergeht, aber
vielleicht ist da manches Fleisch ja stabiler.

b.erthold

Berthold Josephs

unread,
Dec 1, 2003, 9:13:51 AM12/1/03
to
On Sun, 30 Nov 2003 22:29:11 +0100, Manfred Polak wrote:

>Dazu gibt's normalerweise Risotto, also Reis mit etwas Käse drin.

Schneiden die die Reiskörner vor oder nach dem kochen auf?

b.erthold

Berthold Josephs

unread,
Dec 1, 2003, 9:13:11 AM12/1/03
to
On Sun, 30 Nov 2003 21:32:40 +0100, Ulrich F. Heidenreich wrote:

>Irgendwie scheinen tatsächlich die bezahlbaren Lokale mit solchen
>Gerichten auszusterben. Entweder mußt Du in Etablissements, wo kein
>Gericht unter 36 € (SIC! EURO. Nicht etwa DEM) erhältlich ist oder Du
>landest bei Banausen, die Cordon Bleu aus Formfleisch machen ...

Jupp, seit der Euro-Einführung bin ich erheblich seltener in richtigen
Restaurants, viele hatten damals echt 1 zu 1 umgestellt.
Gute Fleischgerichte gibt es mittags bei manchen Metzgern, meistens
lande ich hier in S aber in einem vegetarischen
Selbstbedienungsrestaurant, nicht billig, aber gut.

b.erthold

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 1, 2003, 10:31:03 AM12/1/03
to
Berthold Josephs in <bqflq8.3...@bj.ponguin.de>:

>Jupp, seit der Euro-Einführung bin ich erheblich seltener in richtigen
>Restaurants, viele hatten damals echt 1 zu 1 umgestellt.

Und ich habe, als ich neulich nach etlichen Jahren mal wieder bei meinem
Leib und Magen-Griechen hereinschauen wollte, den Preisschock meines
Lebens bekommen: http://bacchos.de/grillgerichte.html schien mir denn
doch "etwas" zu teuer.

Es hat sich dann aber tatsächlich als aktuelle (SIC!) Auszeichnung in
DM entpuppt. Die Karte sieht entsprechend merkwürzig aus. Die €-Preise
scheinen dort wirklich nur JFTR zu stehen. Da findeste zum Beispiel
sowas wie:

|Suvlaki
|2 Fleischspieße mit Reis, Pommes frites,
|dazu gemischter Salat mit Sauce 9,46 € 18,50 DM

Manfred Polak

unread,
Dec 1, 2003, 10:45:33 AM12/1/03
to
Berthold Josephs schrieb:

>>Dazu gibt's normalerweise Risotto, also Reis mit etwas Käse drin.
>
>Schneiden die die Reiskörner vor oder nach dem kochen auf?

So haben die das im Mittelalter gemacht. Aber natürlich gehen
auch die Italiener mit der Zeit und benutzen moderne Käse-Ionen-
Implantationstechnik, um den Reis zu dotieren.

cu, Manfred

Marc Riese

unread,
Dec 2, 2003, 8:47:20 AM12/2/03
to
Manfred Polak schrieb:

Von Karl-Eduard von Schnitzler ja auch nicht, von daher ...

Marc
--
Iss, was gar ist, trink, was klar ist, red, was wahr ist.
-- Martin Luther

Marc Riese

unread,
Dec 2, 2003, 8:47:20 AM12/2/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Harald Stein in <ODN91...@odin.gewernerschaft.de>:
>>Du suchst drm...


>
>Sinnlos. Die Antworten kommen doch eh hierhin. Frag doch zum Beispiel
>mal was in nrw.verkehr ...

:-ş

Marc

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 3, 2003, 1:04:39 PM12/3/03
to
Guido Busch in <dcpm.R031737...@eadrax.de>:

>Veröffentlicht doch "Ulrich F. Heidenreich" folgendes:
>

>> Daß es sich beim Schnitzel (aus welchem Ende auch immer) des Schweine-
>> Rückens nicht um das klassische Schnitzel, (welches Afaik irgendwo aus
>> der Oberschale stammen müßte) sondern um ausgelöste Koteletts handelt,
>> ist mir auch klar. Nur, woher dies braune Geschlumpe kommt, wüßt eich
>> immer noch gerne.
>

>Also ich habe heute zufällig einen "lange vermissten" Bekannten
>wiedergetroffen ... seines Zeichens Restaurantfachmann und einige Zeit
>sogar "Abteilungsleiter". Nach seinen Erinnerungen sind die Angaben der
>Seiten, die hiero mal verlinkt wurden grundsätzlich genau so richtig, wie
>die angesprochenen Ursprünge aus der Keule

Ack.

>vom Kalb.

Nack. Klassisches Schnitzel kommt aus der Keule. Daß diese unbedingt
eine Kalbskeule sein muß, steht imho nirgendwo.

>Ergebnis dieser Überanstrengung war folgende Idee:
>- salopp gesagt "Lende"

"Lende" ist AFAIK ein anderes Wort für "Filet" oder "Lummer" aber
keineswegs "Bauch". Daraus wird genausowenig ein braunschwabbeliges
Schnitzel, als wenn man in den Nacken gerät. Filet oder Lende zu
panieren ist - obwohl durchaus genießbar - 'ne Todsünde. Stücke aus dem,
was im Selbstbedienungsregal als "Lummerbraten" bezeichnet war, ergaben
Mutter's beste Schnitzel.

Nacken gehört wegen des Fettgehalts unbedingt natur kurzgebraten oder
besser noch auf den Grill. So kenne ich's zumindest von der Praxis
diesseits der Pfanne her.

>Sein Verdacht ging dahin, dass die Keule großzügig mit Bauchlappen/-ansatz

"Bauchlappen" - Also *unterhalb* des Rückens - paßt da von meinem
laienhaften Verständnis schon eher auf dieses Geschlumpe. Hat hier
schonmal jemand versucht, Schweinebauch zu panieren und als Schnitzel
zu braten?

>(Hüfte)

Wieso Hüfte?

>Er meinte, dass man sich doch nur den
>himmelweiten Unterschied zwischen gegrilltem und anders gegarten
>Bauchfleisch ansehen müsse, um auf die Idee zu kommen, dass das ganze "nur
>angebraten" wohl ziemlich nah an "weicher und bräunliche" rankommt (und
>Fett ist im Bauchfleisch nur mäßig bis mittel, Sehnen eher nicht).

Ebent.

Harald Stein

unread,
Dec 3, 2003, 1:54:06 PM12/3/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

> Hat hier schonmal jemand versucht, Schweinebauch zu panieren und
> als Schnitzel zu braten?

Ich hoffe nicht ... da könnte aber durchaus das von Dir angesprochene
Produkt bei entstehen.

Den Bauch kann man schön grillen, unpaniert in der heißen Pfanne
brutzeln oder im Stück mittig aufschlitzen und mit Backobst füllen.
Dann gehört der aber als Braten in den Schmortopf. *mjam*

Gruß Harald

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 3, 2003, 1:45:50 PM12/3/03
to
Guido Busch in <dcpm.R031737...@eadrax.de>:

>Veröffentlicht doch "Ulrich F. Heidenreich" folgendes:
>

>> Ack. Ein Schnitzel, was geklopft werden muß, ist auch ohne diese
>> Mißhandlung ungenießbar. Ein Schnitzel, was genießbar ist, wird dadurch
>> ungenießbar.
>

>Und trotzdem muß man teilweise wirklich guten Schlachtern rechtzeitig ein
~~~~~~~~~~~
>"Nein!" hinschmettern, damit sie es nicht machen. Duch die Forderungen von
>X-Kunden haben die sich so diese Handgriffe angewöhnt. :-/

Sorry für zwei Antworten auf ein und das selbe Posting: Welcher
*Schlachter* sollte denn Schnitzel klopfen?

Da Du meinen Ekel bezüglich Schlachthäusern neulich schon nicht so recht
teilen wolltest, habe ich des Gefühl, Du verwechselst Schlachter und
Metzger. Und selbst letztgenannter dürfte die Schnitzel noch am Stück -
also keineswegs in einem Zustand, der es erlaubt, sie zu Klopfen oder
durch einen Steaker zu ziehen - an den Koch liefern. Jener kann IMHO
erst der Übeltöter sein, der wo ein Steak weich^Wtrockenklopft.

Oder stimmt mein Weltbild nicht mehr und man kauft inzwischen beim
Schlachter nicht mehr ganze^Whalbe Schweine, sondern bereits fertig
portionierte Schnitzel?

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 3, 2003, 2:50:43 PM12/3/03
to
Kerstin Tiedemann in <bqlgck.3...@tiedemann.myfqdn.de>:

>Nö. Das ist wie mit den Pfannkuchen <eg>

Das wären dann Müller != Bäcker = Konditoren
Zumindest nach Deiner Definition von Pfannkuchen <fg>

>Schlachter = Fleischer = Metzger (Beruf oder Geschäft)

Schlachter sind die Jungs, die das lebende Tier abmurksen. Und das
möchte ich mir - wie ich Guido gegenüber schon andeutete - nicht
life antun, um nicht zum Vegatarier zu werden.

>> Oder stimmt mein Weltbild nicht mehr und man kauft inzwischen beim
>> Schlachter nicht mehr ganze^Whalbe Schweine, sondern bereits fertig
>> portionierte Schnitzel?
>

>Frag doch deinen Wirt, wie _er_ das kauft.

Egal, ob er es nun vom "Schlacht- und Viehhof", "Großmarkt" oder vom
"Frischezentrum" (Ist BTW in Essen der Bezeichnungswandel im Laufe der
Zeit für ein und denselben Großhandel für Fleisch-Erzeugnisse) bezieht,
dürfte er dort, wie Guido behauptete, keine fertig trockengeklopfte
Schnitzel bekommen können.

>Es gibt genug Gastwirte, die
>ihr Fleisch fertig portioniert und eingeschweißt bei FEGRO/Selgros
>(gibt's das bei dir auch?) kaufen.

FEGRO habe ich schonmal irgendwo gehört. Scheint vergleichbar mit der
Non-Non-Food (Nein, mein "Non" prellt nicht) -Abteilung der METRO zu
sein. Da kaufen Gastwirte?

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 2:27:42 AM12/4/03
to
Kerstin Tiedemann in <bqlkb6.3...@tiedemann.myfqdn.de>:

>Niemand will _dich_ in einen Schlachthof schicken.

Bei Guido klang es aber so. Er geht nicht zum Metzger sondern zum
Schlachter, um seine Schnitzel nicht durch den Steaker ziehen zu
lassen.

>*nachdenk* Obwohl... ;-)

Und hinterher auf den Grill, wie?

>> Egal, ob er es nun vom "Schlacht- und Viehhof", "Großmarkt" oder vom
>> "Frischezentrum" (Ist BTW in Essen der Bezeichnungswandel im Laufe der
>> Zeit für ein und denselben Großhandel für Fleisch-Erzeugnisse) bezieht,
>> dürfte er dort, wie Guido behauptete, keine fertig trockengeklopfte
>> Schnitzel bekommen können.
>

>Hat er das behauptet? Ernsthaft?

Jepp:

| > Ack. Ein Schnitzel, was geklopft werden muß, ist auch ohne diese
| > Mißhandlung ungenießbar. Ein Schnitzel, was genießbar ist, wird dadurch
| > ungenießbar.
|
| Und trotzdem muß man teilweise wirklich guten Schlachtern rechtzeitig ein

| "Nein!" hinschmettern, damit sie es nicht machen.

Ich weiß nicht so recht: Wenn ich den Herrn, der da gerade ein Schwein
in zwei Hälften schlitzt bitten würde, die Schnitzel dabei nicht zu
klopfen, würde er mich doch sehr seltsam anschauen ...

>> FEGRO habe ich schonmal irgendwo gehört. Scheint vergleichbar mit der
>> Non-Non-Food (Nein, mein "Non" prellt nicht) -Abteilung der METRO zu
>> sein. Da kaufen Gastwirte?
>

>Ja, die mit kleineren Kneipen erledigen das bei ihrem "normalen"
>Einkauf gleich mit. Kommt halt auf die Menge an. Hat Metro auch 'ne
>Fleischabteilung?

Ja. Die mit den kleineren Bürobetrieben erledigen (hier: Das Fleisch
für den privaten Gebrauch) das bei ihrem "normalen" Einkauf gleich mit.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 2:10:28 AM12/4/03
to
Guido Busch in <dcpm.R032200...@eadrax.de>:

>Also Kerstin hat da schon die richtige Richtung eingeschlagen.

Nö. Außer da gibt's Richtung Osten mal wieder Sprachverwirrungen.
Nicht böse gemeint, aber zum Beispiel bei "Plaste" denke /ich/ an das
Gegenteil von "Elaste" und meine, einen Chemiker reden zu hören.

>Ich hielt
>"Schlachter" für den allgemein gängigeren Begriff.

Beim Schlachter ist (respektive war soeben) das Vieh noch Lebe/wesen/.
Beim Metzger ist es schon Lebens/mittel/.

>Ansonsten gebe ich Dir gerne Recht, dass da eine feine -althergebrachte-
>Unterscheidung existiert.

Feine? Ob Du nun ganze, blutende Tiere am Kranhaken hängen siehst, die
gerade längs aufgeschlitzt werden (=Schlachter) oder appetitlich in der
Glasvitrine liegende Fleisscheiben (=Metzger) ist für Dich nur eine
"feine" Unterscheidung? Na, denn Mahlzeit ...

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 2:38:48 AM12/4/03
to
Guido Busch in <dcpm.R032159...@eadrax.de>:

>Also gemeint war/ist schon die Keule, aber halt großzügig in Richtung
>Bauchmuskulatur geschnitten.

Und das Stück aus der Bauchmuskulatur schneidet der Koch dann von der
Keule ab und klebt es vor dem Braten an das Rückensteak?

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 3:30:30 AM12/4/03
to
Uwe Milde in <s4ntsv0p2ucqssd6t...@milde.ndh.net>:

>On Sun, 30 Nov 2003 21:02:23 +0100, Beate Goebel wrote:

>>Oh ja. Unter Panade läßt sich eine Menge verstecken. So sehr, dass ich CB
>>eigentlich nur mit gekochtem Schinken und Käse verbinde.

Das Argument verstehe ich jetzt nicht. Warum sei Schinken und Käse !=
paniert?

>Naja, für den ersten Augenschein ist ein paniertes Irgendwas natürlich
>erstmal unbewertbar.

Es könnte ja ein Jägerschnitzel sein :-p
Oder dieses bekannte Kotelett Burgunder Art aus der Mensa.

>>BTW gekochter Schinken sieht auch sehr oft nicht mehr aus wie natürlich
>>gewachsen.
>

>Wo kaufst Du nur immer ein?

Vermutlich dort, wo immer ein *) hinter dem Schinken steht :-p

CU!
Ulrich
__________
*) Zusatzstoffe: Schinken ist Formfleisch-Vorderschinken mit Phosphat /
Oliven sind geschwärzt / Salatdressing, Jäger- und Zigeunersauce
enthalten Benzoe- & Sorbinsäure / Cola ist koffeinhaltig / Fanta ist
gefärbt mit Beta Carotin

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 3:45:12 AM12/4/03
to
Guido Busch in <dcpm.R032159...@eadrax.de>:

>Wenn Du richtiges Bauchfleisch mit Schwarte nimmst und das paniert sehr
>stark brätst, dann hast Du als Ergebnis die (mancherorts sogenannte)
>Spezialität "Schusterkarbonade".

Bist Du Dir da sicher, daß das *Bauch*-Speck ist? "Karbonade" läßt
nämlich verdächtig auf Rückenspeck schließen.

Marc Riese

unread,
Dec 4, 2003, 8:14:17 AM12/4/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Guido Busch in <dcpm.R032200...@eadrax.de>:
>>Also Kerstin hat da schon die richtige Richtung eingeschlagen.
>
>Nö. Außer da gibt's Richtung Osten mal wieder Sprachverwirrungen.
>Nicht böse gemeint, aber zum Beispiel bei "Plaste" denke /ich/ an das
>Gegenteil von "Elaste" und meine, einen Chemiker reden zu hören.
>
>>Ich hielt
>>"Schlachter" für den allgemein gängigeren Begriff.
>
>Beim Schlachter ist (respektive war soeben) das Vieh noch Lebe/wesen/.
>Beim Metzger ist es schon Lebens/mittel/.

Ohne jetzt einen heiligen Pfannkuchenkrieg anzetteln zu wollen, für mich
sind Schlachter und Metzger absolut 1a Synonyme. Dabei ist die Logik,
die Du da reinlegen willst, durchaus nachvollziehber, aber auch in
meinem persönlichen Sprachgebrauch verwischt sich das völlig. Da wo's
Aufschnitt und Rinderbraten gibt, ist für mich je nach Tageslaune der
"Schlachter" oder der "Metzger". Zumal auch bei einigen Metzgern hinten
geschlachtet wird. Ist das für Dich dann ein Metzger oder ein
Schlachter? Und jetzt sag' nicht "hinten Schlachter, vorne Metzger",
dann haste mich hier liegen ;-).

Marc
--
Enten legen ihre Eier in aller Stille. Hühner gackern dabei wie
verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt isst Hühnereier.
-- Henry Ford

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 9:44:21 AM12/4/03
to
Marc Riese in <41203...@btw.scnr.de>:

>Ohne jetzt einen heiligen Pfannkuchenkrieg anzetteln zu wollen, für mich
>sind Schlachter und Metzger absolut 1a Synonyme.

Für mich eben nicht. Metzger/Fleischer ist der Laden, in dem ich
nichtvegetarische Lebensmittel erwerben kann. Schlachter ist der
Betrieb, der dem Metzger/Fleischer den Rohstoff liefert.

Personalunion ist - siehe unten - möglich.

>Dabei ist die Logik,
>die Du da reinlegen willst, durchaus nachvollziehber, aber auch in
>meinem persönlichen Sprachgebrauch verwischt sich das völlig.

Sorry. "Schlachter" assoziert bei mir immer das Abschlachten der
Viecher.

>Da wo's
>Aufschnitt und Rinderbraten gibt, ist für mich je nach Tageslaune der
>"Schlachter" oder der "Metzger". Zumal auch bei einigen Metzgern hinten
>geschlachtet wird. Ist das für Dich dann ein Metzger

Da wo's den Aufschnitt und den Rinderbraten gibt, der Metztger/
Fleischer.

>oder ein Schlachter?

Der steht mit dem Hackebeilchen in weißgefliesten und blutbespritzen
Räumen.

>Und jetzt sag' nicht "hinten Schlachter, vorne Metzger",
>dann haste mich hier liegen ;-).

Die Chance laß ich mir nicht entgehen. Darfst aber wieder aufstehen.

Beate Goebel

unread,
Dec 4, 2003, 11:05:48 AM12/4/03
to
Uwe Milde schrieb am Donnerstag, 04.12. 2003, 08:11:

> On Sun, 30 Nov 2003 21:02:23 +0100, Beate Goebel wrote:

>> BTW gekochter Schinken sieht auch sehr oft nicht mehr aus wie
>> natürlich gewachsen.
>

> Wo kaufst Du nur immer ein?

Im Supermarkt. Metzger kann ich mir nur selten leisten.

Beate

--
I know you believe you understand what you think I said,
but I am not sure you realize that
what you heard is not what I meant.

Beate Goebel

unread,
Dec 4, 2003, 11:27:04 AM12/4/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb am Donnerstag, 04.12. 2003, 09:30:

>>> Oh ja. Unter Panade läßt sich eine Menge verstecken. So sehr, dass
>>> ich CB eigentlich nur mit gekochtem Schinken und Käse verbinde.
>

> Das Argument verstehe ich jetzt nicht. Warum sei Schinken und Käse !> paniert?

In dem Teil, den Du weggekürzt hast, stand, dass wir über Cordon Bleu
reden.

> __________
> *) Zusatzstoffe: Schinken ist Formfleisch-Vorderschinken mit Phosphat
> / Oliven sind geschwärzt / Salatdressing, Jäger- und Zigeunersauce
> enthalten Benzoe- & Sorbinsäure / Cola ist koffeinhaltig / Fanta ist
> gefärbt mit Beta Carotin

Igitt, woher kennst Du solches Zeug? Kann man das essen?

Beate

--
"Wer die Fehler der Vergangenheit nicht kennt, wird auch nicht in der
Lage sein, sie zu genießen, wenn sie in der Zukunft neu gemacht werden."
[Diane Duane]

Marc Riese

unread,
Dec 4, 2003, 11:33:01 AM12/4/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Marc Riese in <41203...@btw.scnr.de>:
>>Ohne jetzt einen heiligen Pfannkuchenkrieg anzetteln zu wollen, für mich
>>sind Schlachter und Metzger absolut 1a Synonyme.
>
>Für mich eben nicht.

Das habe ich schon verstanden, ich wollte Dir nur in Deinem "Außer da
gibt's Richtung Osten mal wieder Sprachverwirrungen." entgegentreten,
das hat nichts mit Landesteilen zu tun, sondern es scheint wohl über
regionale Sprachgepflogenheiten hinaus ganz persönliche Ansichten dazu
zu geben.

>Metzger/Fleischer ist der Laden, in dem ich
>nichtvegetarische Lebensmittel erwerben kann. Schlachter ist der
>Betrieb, der dem Metzger/Fleischer den Rohstoff liefert.

Ja, das hattest Du schon geschrieben, ich verstehe Deine Sicht der
Dinge, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass meinem
Sprachgebrauch, und offenbar nicht nur meinem, das völlig egal ist.

>>Dabei ist die Logik,
>>die Du da reinlegen willst, durchaus nachvollziehber, aber auch in
>>meinem persönlichen Sprachgebrauch verwischt sich das völlig.
>
>Sorry. "Schlachter" assoziert bei mir immer das Abschlachten der
>Viecher.

"Schlachter" assoziert bei mir, dass ich dort "Geschlachtetes", in
welcher Form auch immer, kaufen kann.

>>Da wo's
>>Aufschnitt und Rinderbraten gibt, ist für mich je nach Tageslaune der
>>"Schlachter" oder der "Metzger". Zumal auch bei einigen Metzgern hinten
>>geschlachtet wird. Ist das für Dich dann ein Metzger
>
>Da wo's den Aufschnitt und den Rinderbraten gibt, der Metztger/
>Fleischer.

s/./Schlachter./ :-)

>>oder ein Schlachter?
>
>Der steht mit dem Hackebeilchen in weißgefliesten und blutbespritzen
>Räumen.

Also hier in der Metzschlachtfleischerei sind zwar keine blutbespritzten
Räume, aber da steht durchaus ein weißbeschürztes Männeken mit
Hackebeilchen und hackt Dir je nachdem, was Du wovon wieviel haben
möchtest, was aus den bereits vorgehackten Sachen ab. Vielleicht kommt
daher die Sprach-/Begriffsverwischung.

>>Und jetzt sag' nicht "hinten Schlachter, vorne Metzger",
>>dann haste mich hier liegen ;-).
>
>Die Chance laß ich mir nicht entgehen.

Ich hab's geahnt. :-)

>Darfst aber wieder aufstehen.

Danke.

Marc
--
Solange es Schlachthöfe gibt, wird es Schlachtfelder geben.
-- Leo Tolstoi

Beate Goebel

unread,
Dec 4, 2003, 11:49:21 AM12/4/03
to
Guido Busch schrieb am Donnerstag, 04.12. 2003, 17:13:

> Und wenn ich nochmal salopp übertreiben darf (habe jetzt aber nicht
> zur Absicherung in die Geschichtsbücher geschaut) ... "Metzger" und
> "Fleischereifachbetrieb" ist neumodischer Schnickschnak. ;-)

Wenn ich zur Verwirrung beitragen darf: Der Mensch, der mich in meiner
Jugend mit in den Schlachthof genommen hat, nannte sich Metzger(meister)
und schlachtete die Kälber eigenhändig (mit dem Beil). Daraus machte er
dann persönlich Wurst etc. und verkaufte es auch noch eigenhändig. Das war
im Allgäu.

Vielleicht ist auch das regional unterschiedlich.

Beate

--
"Ich sags ja immer: RfCs in Stein meisseln (5cm starke Granitplatten,
grosser Font) und diese Idioten solange damit schlagen, bis sie es
entweder kapiert haben oder der Genpool bereinigt wurde."
[Juergen P. Meier in dasr]

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 12:48:12 PM12/4/03
to
Beate Goebel in <Xns9447B18...@ID-12795.user.uni-berlin.de>:

>Ulrich F. Heidenreich schrieb am Donnerstag, 04.12. 2003, 09:30:
>
>>>> Oh ja. Unter Panade läßt sich eine Menge verstecken. So sehr, dass
>>>> ich CB eigentlich nur mit gekochtem Schinken und Käse verbinde.
>>
>> Das Argument verstehe ich jetzt nicht. Warum sei Schinken und Käse !> paniert?
>
>In dem Teil, den Du weggekürzt hast, stand, dass wir über Cordon Bleu
>reden.

Richtig. Cordon Bleu ist mit Schinken und Käse gefülltes, paniertes
Schnitzel. Irgendwie meinte ich herausgehört zu haben, daß Du CB (das
war doch Dein Kürzel für Cordon Bleu?) deshalb vorzögest, weil dort
die Panage den Inhalt nicht verberge.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 1:01:43 PM12/4/03
to
Guido Busch in <dcpm.R041736...@eadrax.de>:

>Veröffentlicht doch "Ulrich F. Heidenreich" folgendes:
>

>> Nicht böse gemeint, ...
>
>Dafür bist Du aber momentan wieder ziemlich genau, was die Begriffsnutzung
>hier angeht. >:-|

<Heul> Warum unterstellt mir eigentlich jeder Erbsenzählertum, wenn
ich doch nur erklären möchte, *warum* ich einen für mich völlig
offensichtlichen Begriff so und nicht anders verstanden habe? </>

>Aber ich hatte auch schon erwähnt, dass ich fast nur bei Schlachtern
>einkaufe;

Is' ja schon gut. Ich habe auch Marc inzwischen verstanden.

Es scheint außer mir tatsächlich genügend Leute zu geben, die nicht
über die sprachlichen Feinheiten verfügen, mit "Schlachter" den Teil
des Berufsbildes "Fleischer" zu bezeichnen, der für die relativ
unappetitliche Vorbereitung der absoluten Raw-Ware verantwortlich ist.

>Schlachhöfe die wirklich den Großteil der Nachfrage sättigen gibt es
>bestimmt noch nicht so ewig lange

Ich habe dagegen eher die Erfahrung gemacht, daß klassische Schlachthöfe
mehr oder weniger aussterben: Den Abriß des Essener Schlachthofes (mit
Ersatz durch das hier schon einmal erwähnten "Frischezentrum", welches
Großmarkt und Schlachthof zusammenfaßte) habe ich noch leibhaftig mit
erleben dürfen.

Allerdings aus einer Nicht-Kulinarischen Ecke: Damals zog ich mit einem
Fotografen durch die Gegend, der das wirklich ekelige Ambiente noch
einfangen Wollte, bevor das Teil ganz abgerissen wurde.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 12:45:27 PM12/4/03
to
Marc Riese in <41203...@btw.scnr.de>:

>Ulrich F. Heidenreich schrieb:
>
>>Marc Riese in <41203...@btw.scnr.de>:
>>>Ohne jetzt einen heiligen Pfannkuchenkrieg anzetteln zu wollen, für mich
>>>sind Schlachter und Metzger absolut 1a Synonyme.
>>
>>Für mich eben nicht.
>
>Das habe ich schon verstanden, ich wollte Dir nur in Deinem "Außer da
>gibt's Richtung Osten mal wieder Sprachverwirrungen." entgegentreten,

Sowas soll's ja geben, daß jemand "Pfannkuchen" sagt aber Schmalzgebäcke
meint. Deswegen hätte es mich nicht gewundert, daß es auch Lokalkolorit
sein mag, wenn jemand "ich war beim Schlachter" sagt, nicht an dem Ort
des Geschehens war, an dem die Schlachtung stattfand.

>das hat nichts mit Landesteilen zu tun, sondern es scheint wohl über
>regionale Sprachgepflogenheiten hinaus ganz persönliche Ansichten dazu
>zu geben.

Was mich ein wenig verblüfft. Denn welchen Grund, zwischen Schlachter
und Fleischer zu unterscheiden, außer auf Grund Ihrer Tätigkeit - der
Schlachter murkst das lebende Vieh ab und macht die Vorarbeiten. Der
Fleischer sorgt für Nachbearbeitung bis hin zum Verkauf/Vertrieb -
sollte es denn sonst geben?

Wenn Guido mir sagt, er sei beim Schlachter gewesen, dann war er aus
meiner Sicht nicht dort, wo das Vieh schon in appetitlicher Form eines
Schnitzels vorlag.

>>Metzger/Fleischer ist der Laden, in dem ich
>>nichtvegetarische Lebensmittel erwerben kann. Schlachter ist der
>>Betrieb, der dem Metzger/Fleischer den Rohstoff liefert.
>
>Ja, das hattest Du schon geschrieben, ich verstehe Deine Sicht der
>Dinge, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass meinem
>Sprachgebrauch, und offenbar nicht nur meinem, das völlig egal ist.

Dann bleibt für mich dennoch die Frage offen, wie Du unterscheidest,
ob Du nun beim Schlachter oder Metzger warst. Vielleicht ist es in
Düsseldorf auch anders: Bei den Metzgern, die ich kenne, schlachtet
niemand. Allen der Blutgeruch im Verkaufsraum wäre ein wenig a
bträglich.

>>>Dabei ist die Logik,
>>>die Du da reinlegen willst, durchaus nachvollziehber, aber auch in
>>>meinem persönlichen Sprachgebrauch verwischt sich das völlig.
>>
>>Sorry. "Schlachter" assoziert bei mir immer das Abschlachten der
>>Viecher.
>
>"Schlachter" assoziert bei mir, dass ich dort "Geschlachtetes", in
>welcher Form auch immer, kaufen kann.

Ich versuch's mal zu verstehen. Mit welchem Begriff machst Du dann
deutlich, daß Du nicht bei demjenigen warst, der schlachtet?

>>Die Chance laß ich mir nicht entgehen.
>
>Ich hab's geahnt. :-)
>
>>Darfst aber wieder aufstehen.
>
>Danke.

Gern geschehen. Haben wir hier überhaupt noch jemand, der noch im Knien
posten muß?

Beate Goebel

unread,
Dec 4, 2003, 1:13:56 PM12/4/03
to
Uwe Milde schrieb am Donnerstag, 04.12. 2003, 18:45:

> Was den gekochten Schinken angeht, schien mir bisher das Zeug aus dem
> Aldi ("Delikatess ... Schinken") in Scheiben eigentlich immer leidlich
> annehmbar. Aufschnitt bringt mir an der Frischfleischtheke IMO nicht
> soviel Vorteil.

Wenn das der Schinken in runden, fast kreisförmigen Scheiben ist, dann ist
der zurecht gepresst / gerollt. Schinken wächst nicht rund.

Beate

--
"Das geht zu weit und ich lege hiermit AUSDRÜCKLICH BESCHWERDE gegen Beleidigung
ein! Ich erwarte eine Entschuldungung des Urhebers und eine Unterlassungs-
aufforderung an den Urheber von Seiten von de.admin.net-abuse !"
[Jasper Riedel in dan-an]

Beate Goebel

unread,
Dec 4, 2003, 1:12:25 PM12/4/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb am Donnerstag, 04.12. 2003, 18:48:

> Beate Goebel in <Xns9447B18...@ID-12795.user.uni-berlin.de>:


>>
>>>>> Oh ja. Unter Panade läßt sich eine Menge verstecken. So sehr, dass

>>>>> ich CB eigentlich nur mit gekochtem Schinken und Käse verbinde. [...]


>
> Richtig. Cordon Bleu ist mit Schinken und Käse gefülltes, paniertes
> Schnitzel. Irgendwie meinte ich herausgehört zu haben, daß Du CB (das
> war doch Dein Kürzel für Cordon Bleu?) deshalb vorzögest, weil dort
> die Panage den Inhalt nicht verberge.

Dann hast Du die beiden Sätze, die ich oben stehen gelassen habe, genau
falsch rum verstanden. Kisuaheli?

Beate

--
>> Nein; ich verlasse mich da ganz auf Deine Aussagen
> Die sind aber widersprüchlich. [Wolfgang Jäth, Thomas G. Liesner in h.d.m]

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 1:32:03 PM12/4/03
to
Kerstin Tiedemann in <bqnth4.3...@tiedemann.myfqdn.de>:

>Du solltest drüber nahdenken, ob _deine_ Definition von "Schlachter"
>wirklich korrekt ist ;-)

Es ist keine Definition, sondern ein Eindruck: Schlachter ist derjenige,
der das kurz vorher noch lebende Tier schlachtet. Fleischer derjenige
der das Lebensmittel Fleisch herstellt/verkauft. Ungefähr (!) ein
Unterschied wie zwischen Müller und Bäcker. Oder Holzfäller und
Baumarkt.

>>> *nachdenk* Obwohl... ;-)
>> Und hinterher auf den Grill, wie?
>

>Möchtest du denn? Bist _du_ ein Szaf?

Eher weniger. Aber genügend Bauchspeck für eine Schusterkarbonade könnte
ich schon anbieten.

>Wenn er doch aber einen Fleischerladen meint?

Bitte nicht mißverstehen: Dann soll er nicht "Schlachter" sagen.

>>> Ja, die mit kleineren Kneipen erledigen das bei ihrem "normalen"
>>> Einkauf gleich mit. Kommt halt auf die Menge an. Hat Metro auch 'ne
>>> Fleischabteilung?
>> Ja. Die mit den kleineren Bürobetrieben erledigen (hier: Das Fleisch
>> für den privaten Gebrauch) das bei ihrem "normalen" Einkauf gleich mit.
>

>Das auch. Aber wir sprachen ja von kleinen Kneipen, oder?

Nein. Hier, ob auch die Metro eine Food-Abteilung hätte. Zum Einkauf
für die Gastronomie ist die IMHO nicht geeignet. Sieht - bis auf die
Tatsache, daß die Preisauszeichnung Netto stattfindet - nicht sonderlich
anders aus, als die Fleischer- (nicht Schlachter-) Abteilung in einem
Endkundengroßmarkt.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 1:21:01 PM12/4/03
to
Guido Busch in <dcpm.R041736...@eadrax.de>:

>Stophaltmoment ... beim Gespräch mit meinem Bekannten wurde von einem
>Schnitzel-Schnitzel ausgegangen. Ich bin mir jetzt gerade nicht mehr
>sciher, hatten wir uns hier schon auf "Rücken" als eigentlichen Ursprung
>geeinigt?

Ob Du Dich geeinigt hast, weiß ich auch nicht. Daß mein Wirt die
Schnitzel aber aus dem Schweinerücken (statt definitionsgemäß aus
der Keule) schneidet, habe ich IIRC schon mehrfach angedeutet.

BTW habe ich mir heute mal die Überwindung geleistet, mir hinter dem
Glas der Fleischervitrine und nicht etwa - shudder - beim Schlachter
heute aktuelles rohes Nackensteak doch etwas näher anzuschauen. Du
könntest also - ja, wirst sogar! - mit Deiner ersten Vermutung recht
haben:

Da ist selbst in rohem Zustand etwas Hellbraungraues drin enthalten,
was bei der Verwendung als Schnitzel durchaus das besagte dunkelbraune
Geschwabbel ergeben könnte.

Bis Dato hatte ich aber Nackenkotelett - von diversen Grillabenden, an
denen man das Fleisch gezungenermaßen roh zu Gesicht bekommt - immer
wesentlich hell(rot)er und mit fast weißen Fettanteilen durchzogen in
Erinnerung.

Beate Goebel

unread,
Dec 4, 2003, 2:59:12 PM12/4/03
to
Guido Busch schrieb am Donnerstag, 04.12. 2003, 19:49:

> Veröffentlicht doch "Beate Goebel" folgendes:


>> Wenn ich zur Verwirrung beitragen darf:
>

> Mußte dass denn jetzt ... so kurz vor der Berliner-Saison ... sein,
> dass Du noch mehr Möglichkeitn aufbietest????ß ;-)

Was ist denn die "Berliner-Saison"?

>> Vielleicht ist auch das regional unterschiedlich.
>

> Bin zwar akut zu faul zum nachsuchen wirklicher Beweise, aber eine
> vage Erinnerung sagt mir, dass "Metzger" wohl die urtümliche
> Berufsbezeichnung sein könnte. Die heutigen
> Fleischereifachverkäufer/innen hießen IIRC früher ja auch
> Metzgereiverkäufer/innen.

Ich glaube, die korrekte Berufsbezeichnung wird schlicht in der
Handwerksrolle festgelegt und IMHO hat die sich seit dem Mittelalter nur
wenig geändert. Die IHK sollte es also wissen, wie die heißen, die in dem
Fach die Meisterprüfung haben. Mit dem Fußpersonal kann das schon
variieren.

Beate

--
"> Interessiert zwar vermutlich keinen, aber ich poste das mal.
Das hast du voellig richtig erkannt. Aber gut, dass wir darueber
gesprochen haben." [Klaus Hoeppner d.c.p.u]

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 3:08:56 PM12/4/03
to
Kerstin Tiedemann in <bqo1pl.3...@tiedemann.myfqdn.de>:

>Ulrich F. Heidenreich, du hast geschrieben:


>
>> <Heul> Warum unterstellt mir eigentlich jeder Erbsenzählertum, wenn
>> ich doch nur erklären möchte, *warum* ich einen für mich völlig
>> offensichtlichen Begriff so und nicht anders verstanden habe? </>
>

>*tröst*

Danke. Kann ich brauchen. Nachdem hier aber die eine Weltbildhalterin
verschwunden ist, muß^Wdarf ich auf Dich ausweichen.

>Dann erzähl doch mal, was du _wirklich_ für ein Problem hast.

Es besteht darin, zu verstehen, daß jemand einen Fleischer¹) gezielt als
Schlachter bezeichnet, obwohl er damit definitiv nicht seine mit

|... beurteilen die Fleischqualität des lebenden Tieres und wählen die
|Schlachttiere entsprechend aus. Sie schlachten die Tiere, entbluten und
|enthäuten sie und nehmen sie aus. Sie zerlegen die Schlachttierkörper ...

beschriebene Tätigkeit meinte.

CU!
Ulrich
_____
¹) Danke BTW für Deinen Link. Ich wußte nicht, daß "Fleischer" der
Oberbegriff war, sondern hatte bisher rein intuitiv zwischen dem
"http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/F/kurz_B4010103.html"-Fleischer
und dem "http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/F/kurz_B4010102.html"-
Schlachter unterschieden ...

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 4, 2003, 3:16:00 PM12/4/03
to
Guido Busch in <dcpm.R042013...@eadrax.de>:

>Und wie schonmal geschrieben muß der Verkaufstresen nicht im gleichen Raum
>wie die Schlachtbank stehen - darf es glaube ich sogar gar nicht (mehr?).

Dann versuche doch ganz einfach mal zu verstehen, daß ich bei Diener
Aussage "Ich war beim Schlachter" fälschlicherweise davon ausgegangen
bin, daß Du diesen Verkaufstresen in Richtung "Schlachter" übertreten
hast.

Also Dir nicht beim Metzger/Fleischer sondern bei dem Eumel, der die
ganzen Tiere - fast noch lebend - tranchiert, Deine Erkentnisse über
geklopfte Schnitzel geholt hast.

Marc Riese

unread,
Dec 4, 2003, 4:34:45 PM12/4/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Kerstin Tiedemann in <bqnth4.3...@tiedemann.myfqdn.de>:


>>Wenn er doch aber einen Fleischerladen meint?
>
>Bitte nicht mißverstehen: Dann soll er nicht "Schlachter" sagen.

Bislang bin ich damit nie missverstanden worden, warum sollte ich sowas
also nicht sagen? Wenn ich Dir sage, dass ich hier gestern mit der
U-Bahn gefahren bin, kannst Du gerne behaupten, dass das nicht geht,
weil wir hier keine U-Bahn haben, *niemand* hier in der Stadt wird mich
aber bei dieser Aussage missverstehen.

Marc

Marc Riese

unread,
Dec 4, 2003, 4:34:45 PM12/4/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Marc Riese in <41203...@btw.scnr.de>:


>>Das habe ich schon verstanden, ich wollte Dir nur in Deinem "Außer da
>>gibt's Richtung Osten mal wieder Sprachverwirrungen." entgegentreten,
>
>Sowas soll's ja geben, daß jemand "Pfannkuchen" sagt aber Schmalzgebäcke
>meint. Deswegen hätte es mich nicht gewundert, daß es auch Lokalkolorit
>sein mag, wenn jemand "ich war beim Schlachter" sagt, nicht an dem Ort
>des Geschehens war, an dem die Schlachtung stattfand.

Du, das weiß ich doch gar nicht, wenn ich da hingehe, ob hintendrin
geschlachtet wird. Und wenn der Typ morgens früh woanders schlachtet und
dann die Sachen in seine Verkaufsstelle bringt und die da verkauft, so
bleibt das trotzdem der Schlachter. Dir ist schon bewusst, dass
Schlachter ein Mensch und kein Ort ist?

>Wenn Guido mir sagt, er sei beim Schlachter gewesen, dann war er aus
>meiner Sicht nicht dort, wo das Vieh schon in appetitlicher Form eines
>Schnitzels vorlag.

Das kannst Du doch so gar nicht wissen.

>>Ja, das hattest Du schon geschrieben, ich verstehe Deine Sicht der
>>Dinge, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass meinem
>>Sprachgebrauch, und offenbar nicht nur meinem, das völlig egal ist.
>
>Dann bleibt für mich dennoch die Frage offen, wie Du unterscheidest,
>ob Du nun beim Schlachter oder Metzger warst.

Ich unterscheide _gar_ nicht dazwischen. Das hatte ich doch schon
geschrieben.

>Vielleicht ist es in
>Düsseldorf auch anders: Bei den Metzgern, die ich kenne, schlachtet
>niemand. Allen der Blutgeruch im Verkaufsraum wäre ein wenig a
>bträglich.

Wo ist denn überhaupt jemals irgendwo im Verkaufsraum geschlachtet
worden?

>>"Schlachter" assoziert bei mir, dass ich dort "Geschlachtetes", in
>>welcher Form auch immer, kaufen kann.
>
>Ich versuch's mal zu verstehen. Mit welchem Begriff machst Du dann
>deutlich, daß Du nicht bei demjenigen warst, der schlachtet?

Das wäre dann für mich strenggenommen der Metzger. Den Ausdruck
"Fleischer" habe ich ehrlich gesagt IIRC noch nie wirklich verwendet.
"Metzger" oder "Schlachter" reicht ja hier offenbar schon mehr als
genug ;-) Im Gegensatz zu Dir assoziiere ich aber "Schlachter" nicht mit
den Bildern, die Dich offenbar mal traumatisiert haben, ich glaube da
ist auch der Grund für Deine, pardon, Erbsenzählerei?

>>>Darfst aber wieder aufstehen.
>>
>>Danke.
>
>Gern geschehen. Haben wir hier überhaupt noch jemand, der noch im Knien
>posten muß?

Momentan wohl nicht mehr, es fehlt hier eindeutig ein bisschen an, ähm,
frischem Fleisch. :o)

Marc

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 2:01:47 AM12/5/03
to
Kerstin Tiedemann in <bqpaq2.3...@tiedemann.myfqdn.de>:

>Ich weiß gar nicht, ob es hier überhaupt irgendwo einen Fleischer (mit
>Laden) gibt, in den hinten die lebenden Tiere rein und vorne der
>zufriedene Kunde mit seinen Fleisch- und Wurstpäckchen rausgeht.

Ich kenne auch keine solchen. Wenn aber jemand statt Fleischer
Schlachter sagt, ...

>BTW: Wie ist das eigentlich mit Bäckereien? Dürfen die bei dir auch nur
>so heißen,

Was zum Teufel hat das mit "heißen dürfen" zu tun?

>wenn sie die Brötchen aus Mehl + weiteren Zutaten
>herstellen? Wie nennst du die anderen /Läden/?

Wenn ich nicht in den Brötchenladen gehe, gehe ich zum Müller. Wenn ich
nicht in den Fleischerladen gehe, gehe ich zum Schlachter. Jetzt klar?

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 2:24:20 AM12/5/03
to
Marc Riese in <41203...@btw.scnr.de>:

>Dir ist schon bewusst, dass
>Schlachter ein Mensch und kein Ort ist?

Ebent. Mein Reden seit Anno Tobak. Wenn mir jemand sagt, er geht zum
Schlachter, dann vermittelt er mir, daß er den Menschen aufsucht, der
die Tiere abmurkst und grob zerlegt. Selbst wenn dieser Mensch am
gleichen Ort - hier in der Großstadt eher ungewöhnlich - arbeitet,
in dem auch der Metzger den Aufschnitt hobelt oder die Schnitzel
zart^Wtrockenklopft.

>>Wenn Guido mir sagt, er sei beim Schlachter gewesen, dann war er aus
>>meiner Sicht nicht dort, wo das Vieh schon in appetitlicher Form eines
>>Schnitzels vorlag.
>
>Das kannst Du doch so gar nicht wissen.

Himmikruzi. Das hat doch mit Wissen (i.s.V Gedankenlesen) nichts zu tun.
Sondern mit Verstehen des Gesagtem.

>>Dann bleibt für mich dennoch die Frage offen, wie Du unterscheidest,
>>ob Du nun beim Schlachter oder Metzger warst.
>
>Ich unterscheide _gar_ nicht dazwischen.

Nochmal für den extra Verständnislosen: Da Du selbstverfreilich nicht
zwischen den Begriffen Schlachter und Metzger unterscheidest, bleibt für
mich die Frage offen, wie Du denn den Unterschied ausdrückst, ob Du nun
bei dem Menschen warst, der die Tiere abmurkst und grob zerlegt oder bei
dem, der Dir die Schnitzel zartklopft.

>Wo ist denn überhaupt jemals irgendwo im Verkaufsraum geschlachtet
>worden?

Mit Sicherheit nirgendwo. Wer also zum Schlachter will, wird sich wohl
kaum in den Verkaufsraum begeben.

>>>"Schlachter" assoziert bei mir, dass ich dort "Geschlachtetes", in
>>>welcher Form auch immer, kaufen kann.
>>
>>Ich versuch's mal zu verstehen. Mit welchem Begriff machst Du dann
>>deutlich, daß Du nicht bei demjenigen warst, der schlachtet?

Dann war ich beim Fleischer oder Metzger. Um Dein oben genanntes
Ort/Mensch Phänomen noch einmal aufzugreifen. Es mag sogar die
umgekehrte Situation geben, daß Schlachter und Metzger ein und
dieselbe Person aber unterschiedliche Orte bedeuten. Wenn ich höre,
daß jemand seinen Schlachter besucht, besucht er ihn an dem Ort, wo
geschlachtet wird.

>ist auch der Grund für Deine, pardon, Erbsenzählerei?

Nein. Es ist keine Erbsenzählerei. Wenn jemand seinen Fleischer (Jetzt
tatsächlich Erbsenzähl: näher, denn "Fleischer" heißen beide) als
Schlachter bezeichnet, dann muß er damit rechnen, daß man versteht,
er sei beim Schlachter i.s.V. Schlachtendem gewesen.

>>Gern geschehen. Haben wir hier überhaupt noch jemand, der noch im Knien
>>posten muß?
>
>Momentan wohl nicht mehr, es fehlt hier eindeutig ein bisschen an, ähm,
>frischem Fleisch. :o)

CU!

Frank Zeeb

unread,
Dec 4, 2003, 1:53:28 PM12/4/03
to
Ulrich F. Heidenreich wrote:

> Sowas soll's ja geben, daß jemand "Pfannkuchen" sagt aber Schmalzgebäcke
> meint. Deswegen hätte es mich nicht gewundert, daß es auch Lokalkolorit
> sein mag, wenn jemand "ich war beim Schlachter" sagt, nicht an dem Ort
> des Geschehens war, an dem die Schlachtung stattfand.

Ich glaube wohl, daß das wieder eine eher regionale Unterscheidung (in
der Umgangssprache/Alltagssprache) ist -- wenngleich es für Facharbeiter
in Schlachthöfen eine spezielle Sprachregelung geben mag. Zu der Zeit,
als sich die regionalen Unterschiede ausbildeten, war eine
Differenzierung eben nicht nötig, weil man an der Fleisch- und
Wurstverkaufsstelle eben selbst schlachtete, also Schlachtung,
Herstellung des Endproduktes und Verkauf weitgehend in einer Hand lagen.
Heutzutage ist die Differenzierung wiederum unnötig geworden, weil kaum
noch Metzger/Fleischer selbst schlachten, so daß die
regionalsprachlichen Unterschiede nicht weiter stören. Wenn ich es
richtig weiß, heißt es in Österreich übrigens "Fleischhauer" und der im
Südwesten übliche Begriff "Metzger" ist etymologisch mit dem Wort
"Gemetzel" zu verbinden. Man müßte bei all dem natürlich jetzt auch noch
die Wurstsorten etc. nach ihren regionalen Bezeichnungen verwursten,
aber da bin ich nicht mehr dabei.

Gruß
Frank

Marc Riese

unread,
Dec 5, 2003, 4:05:51 AM12/5/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Marc Riese in <41203...@btw.scnr.de>:
>>Dir ist schon bewusst, dass
>>Schlachter ein Mensch und kein Ort ist?
>
>Ebent. Mein Reden seit Anno Tobak. Wenn mir jemand sagt, er geht zum
>Schlachter, dann vermittelt er mir, daß er den Menschen aufsucht, der
>die Tiere abmurkst und grob zerlegt. Selbst wenn dieser Mensch am
>gleichen Ort - hier in der Großstadt eher ungewöhnlich - arbeitet,
>in dem auch der Metzger den Aufschnitt hobelt oder die Schnitzel
>zart^Wtrockenklopft.

Ich habe nicht nur Großstadterfahrung, ich komme ja ursprünglich aus
einer Kleinstadt mit viieel plattem Land drumrum, und da bin ich bis
heute noch mehrfach im Jahr. Ein Bekannter dort schlachtet selbst,
verarbeitet die Sachen selbst weiter und verkauft sie dann in seinem
Laden (vereinfacht gesagt - er hat natürlich noch Mitarbeiter). Noch nie
habe ich dort, wann immer gesagt wurde, dass jemand dort hingeht - in
den Laden - eine andere Formulierung gehört als "zum Schlachter gehen".
Und wenn ich das hier in der Großstadt sage, dass ich zum Schlachter
gehe, wissen die Leute auch, wo ich hingehe. Naja, alle bis auf Dich
vermutlich.

>>>Dann bleibt für mich dennoch die Frage offen, wie Du unterscheidest,
>>>ob Du nun beim Schlachter oder Metzger warst.
>>
>>Ich unterscheide _gar_ nicht dazwischen.
>
>Nochmal für den extra Verständnislosen: Da Du selbstverfreilich nicht
>zwischen den Begriffen Schlachter und Metzger unterscheidest, bleibt für
>mich die Frage offen, wie Du denn den Unterschied ausdrückst, ob Du nun
>bei dem Menschen warst, der die Tiere abmurkst und grob zerlegt oder bei
>dem, der Dir die Schnitzel zartklopft.

Du bist in den knapp 33 Jahren, die ich jetzt auf diesem feuchtwarmen
Steinklumpen durchs All fliege, die erste Person, ehrlich, auf die ich
treffe, die ein Verständnisproblem damit hat, zu wissen, wo ich hingehe,
wenn ich ihm sage, dass ich zum Schlachter gehe. Du kannst ja vielleicht
auch gleich mal, wo Du eine Deiner verbissenen Sturkopfphasen zu haben
scheinst, z.B. bei http://www.lesum.de/yp/index.php?kat=Schlachter
vorbeischauen und weitermissionieren, dass die dort völlig flasche
Terminologie verwenden. War direkt auf der ersten Seite bei Google unter
"Schlachter" zu finden, gibt aber sicher noch viel mehr davon, im
Gegensatz zu Dir finde ich das aber auch nicht ungewöhnlich.

Um auf Deine Frage zurückzukommen, wie ich den Unterschied ausdrücke:
Gar nicht, denn es ist klar was gemeint ist. Falls es
Verständnisschwierigkeiten gibt, sage ich auf Nachfrage "Metzger". Ist
mir aber im RL noch nie passiert.

>>>>"Schlachter" assoziert bei mir, dass ich dort "Geschlachtetes", in
>>>>welcher Form auch immer, kaufen kann.
>>>
>>>Ich versuch's mal zu verstehen. Mit welchem Begriff machst Du dann
>>>deutlich, daß Du nicht bei demjenigen warst, der schlachtet?
>
>Dann war ich beim Fleischer oder Metzger. Um Dein oben genanntes
>Ort/Mensch Phänomen noch einmal aufzugreifen. Es mag sogar die
>umgekehrte Situation geben, daß Schlachter und Metzger ein und
>dieselbe Person aber unterschiedliche Orte bedeuten. Wenn ich höre,
>daß jemand seinen Schlachter besucht, besucht er ihn an dem Ort, wo
>geschlachtet wird.

Okay, dass Du das so verstehst, habe ich verstanden :-). Ich teile diese
Assoziation nicht, wenn mir das jemand sagt, weiß ich, er besucht den
Ort, an dem mindestens auch das Geschlachtete verkauft wird und dass
diese Person dorthin geht, um etwas davon zu kaufen.

>>ist auch der Grund für Deine, pardon, Erbsenzählerei?
>
>Nein. Es ist keine Erbsenzählerei. Wenn jemand seinen Fleischer (Jetzt
>tatsächlich Erbsenzähl: näher, denn "Fleischer" heißen beide) als
>Schlachter bezeichnet, dann muß er damit rechnen, daß man versteht,
>er sei beim Schlachter i.s.V. Schlachtendem gewesen.

Gut, war mir bisher nicht bewusst, weil das bislang noch nie jemand
flasch verstehen woll^w^wverstanden hat.

Marc
--
Die meisten leben in den Ruinen ihrer Gewohnheiten.
-- Jean Cocteau

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 4:08:09 AM12/5/03
to
Marc Riese in <41203...@btw.scnr.de>:

>Ulrich F. Heidenreich schrieb:
>
>>Kerstin Tiedemann in <bqnth4.3...@tiedemann.myfqdn.de>:
>>>Wenn er doch aber einen Fleischerladen meint?
>>
>>Bitte nicht mißverstehen: Dann soll er nicht "Schlachter" sagen.

Kerstin solle das bitte nicht als *Forderung* meinerseits mißverstehen.
Sondern irgendwie als Erwartungshaltung. "Schlachter" bedeutet mir mir
das in http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/F/kurz_B4010102.html
beschriebene Teilgebiet des Fleischerhandwerks. Wer "Schlachter" dagegen
als Synonym zu "Fleischer" verwendet (was mir bisher nicht bekannt war),
muß damit rechnen, mißverstanden zu werden.

>Bislang bin ich damit nie missverstanden worden,

Dann ist es heute das erste Mal. Und ich bin mir verdammt sicher, daß
ich mit dem Begriffsverständnis Schlachter=Schlachtender nicht alleine
dastehe, auch wenn hier mal wieder nach der "Heidenreich ist das einzige
Arschloch, das unter Pfannkuchen KEIN Schmalzgebäck versteht"-Methode
versucht wird, es so darzustellen.

>warum sollte ich sowas
>also nicht sagen? Wenn ich Dir sage, dass ich hier gestern mit der
>U-Bahn gefahren bin, kannst Du gerne behaupten, dass das nicht geht,

Falscher Vergleich. Wenn es sowohl U-Bahnen als auch Straßenbahnen gibt,
die im Untergrund fahren, wirst Du mit der Aussage, jemand sei U-Bahn
gefahren, immer wieder die Assoziation auslösen, er sei eben mit der U-
und nicht etwa mit der Straßenbahn gefahren. Zumindest sollte er mit der
Rückfrage rechnen, ob er wirklich mit der U-Bahn (beim Schlachter) zum
Ziel X gekommen sei (Schnitzel geklopft bekam) oder nicht etwa doch in
der Straßenbahn (also beim Metzger/Fleischer) war.


>weil wir hier keine U-Bahn haben

Ist das in Düsseldorf anders? Wir hier in Essen haben nämlich sowohl
U-Bahnen als auch Straßenbahnen, die im Untergrund fahren.

Würdest Du gerne als zwischen U-Bahn (Typ Frankfurt) und U-Bahn (Typ
Berlin) Erbsenzählender niedergemacht werden, wenn Du auf die Aussage
"Ich bin mit der U-Bahn nach Essen-Steele gefahren" zurückfragst: "Oh,
haben die jetzt die U-Bahn-Ostspange doch noch gebaut? Ich dachte, die
sei aus chronischem Geldmangel gestorben"?

Weil Du ganz einfach die Begriffe "U-Bahn" und "Straßenbahn" genauso
differenzierst¹), wie ich Schlachter und Fleischer differenziere,
während Dein Gesprächspartner sich diesen Unterschieds nicht bewußt ist
und pauschal von "U-Bahn" redet, wenn er am Berliner Platz in die 109
gestiegen ist.

CU!
Ulrich
_________
¹) So würde für Dich die Existenz einer U-Bahn Richtung Ratingen die
Fertigstellung der Wehrhahnlinie bedeuten, nicht wahr? Zumindest
solange, wie Du *nich*t weißt, daß Dein Gegenüber *nicht* zwischen
Straßenbahn und U-Bahn differenziert, sondern alle Fleischer
Schlachter nennt.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 4:26:34 AM12/5/03
to
Guido Busch in <dcpm.R042217...@eadrax.de>:

>Veröffentlicht doch "Ulrich F. Heidenreich" folgendes:
>

>> Dann versuche doch ganz einfach mal zu verstehen, daß ich bei Diener
>> Aussage "Ich war beim Schlachter" fälschlicherweise davon ausgegangen
>> bin, daß Du diesen Verkaufstresen in Richtung "Schlachter" übertreten
>> hast.
>

>Habe ich doch andernorts schon "bedauert", dass es zu einem Fehlverständnis
>trotz Vermeidungsversuch gekommen ist.

Du brauchst es nicht zu bedauern. Ich weiß ja jetzt, daß es zumindest
zwei Leser dieser Gruppe gibt, die "Schlachter" nicht als Eingrenzung
des Fleischerhandwerks auf die Schlachtung sondern als Synonym zu
"Fleischer" ansehen.

"Bedauern" tue ich allerdings, daß so etwas Erbsenzählvorwürfe auslöst.
Da will man sich erklärenderwise dafür entschuldigen, daß man Schlachter
eben nicht als Synonym für Fleischer verstanden hat und bekommt dafür
noch Tritte in den Hinterschinken.

>Guy "Und haben mal wieder Traffic erzeugt! :-)" B.

Ebent. Sonst löscht womöglich noch jemand die Gruppe ...

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 5:02:13 AM12/5/03
to
Frank Zeeb in <bqo3bp...@ID-17888.user.dfncis.de>:

>Ulrich F. Heidenreich wrote:
>
>> Sowas soll's ja geben, daß jemand "Pfannkuchen" sagt aber Schmalzgebäcke
>> meint. Deswegen hätte es mich nicht gewundert, daß es auch Lokalkolorit
>> sein mag, wenn jemand "ich war beim Schlachter" sagt, nicht an dem Ort
>> des Geschehens war, an dem die Schlachtung stattfand.
>
>Ich glaube wohl, daß das wieder eine eher regionale Unterscheidung (in
>der Umgangssprache/Alltagssprache) ist

Dem hat man mir ja heftig widersprochen. Ich bin ja inzwischen Dank
dieser Gruppe hier lernfähig geworden. Daß es zum Beispiel Gegenden
gibt, wo Backwaren Pfannkuchen genannt werden oder in denen so etwas
für mich Selbstverständliches wie Balkan-Restaurants an jeder fünften
Straßenecke völlig unüblich sind, usw. usf.

So ging ich denn zunächst davon aus, daß es auch regional (AKA Guido's
Ecke) üblich sein könnte, Schlachter als Synonym für Fleischer statt als
vom Fleischer abgrenzenden Begriff zu verwenden. Marc machte mir jedoch
in seiner unnachahmlichen Art klar, daß ich einfach nur zu blöd und zu
verbohrt sei, es nicht zu kapieren, daß es zwischen Schlachter und
Fleischer gar keinen Unterschied gebe :-(

>Heutzutage ist die Differenzierung wiederum unnötig geworden, weil kaum
>noch Metzger/Fleischer selbst schlachten, so daß die
>regionalsprachlichen Unterschiede nicht weiter stören.

IBTD. Gerade *weil* heutzutage der Metzger/Fleischer in der Regel kein
Schlachte(nde)r mehr ist, wurde ich wach, als jemand gezielt zu betonen
schien, er habe seine Kenntnisse bezüglich Schnitzelklopfen vom
Schlachter und - implizit - nicht vom Metzger/Fleischer erhalten.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 4:35:03 AM12/5/03
to
Uwe Milde in <saevsvors5rkg2iqi...@milde.ndh.net>:

>Nein, es ging darum, daß ein paniertes Cordon Bleu zwar eindeutig
>Schinken und Käse aber ggf. kein benenn- udn eindeutig identifizierbares
>Fleisch habe.

Ich suche jetzt nicht im Thread zurück, glaube mich aber erinnern zu
können, daß jemand der irrigen Meinung war, bei Cordon bleu sei das
Fleisch nicht in einer Panade sondern in Schinken und Käse eingehüllt.

>>Es könnte ja ein Jägerschnitzel sein :-p
>
>Ja, oder ein Zigeunerschnitzel.

Das wußte ich wiederum nicht. Gibt's auch Gegenden, in denen auch
Zigeunerschnitzel kein Schnitzel ist?

>>Oder dieses bekannte Kotelett Burgunder Art aus der Mensa.
>
>Was ist das dann?

Panierter Knochen. Fleisch in nennenswerten Mengen war daran nicht zu
finden.

Marc Riese

unread,
Dec 5, 2003, 6:01:33 AM12/5/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Frank Zeeb in <bqo3bp...@ID-17888.user.dfncis.de>:


>>Ich glaube wohl, daß das wieder eine eher regionale Unterscheidung (in
>>der Umgangssprache/Alltagssprache) ist
>
>Dem hat man mir ja heftig widersprochen.

Naja, soo heftig war's nun auch wieder nicht, ich schrieb:

|Das habe ich schon verstanden, ich wollte Dir nur in Deinem "Außer da
|gibt's Richtung Osten mal wieder Sprachverwirrungen." entgegentreten,

|das hat nichts mit Landesteilen zu tun, sondern es scheint wohl über
|regionale Sprachgepflogenheiten hinaus ganz persönliche Ansichten dazu
|zu geben.

Ich mag mich mit der Ansicht, dass das über regionale Sprachgewohnheiten
hinaus geht, geirrt haben, da bin ich mir noch etwas unsicher, aber die
"außer da gibt's Richtung Osten mal wieder Sprachverwirrungen"-Aussage
wollte ich einfach nicht so stehen lassen, diese Bemerkung stimmt so
ganz schlicht und einfach nicht, denn ich war z.B. noch nie "im Osten".

>So ging ich denn zunächst davon aus, daß es auch regional (AKA Guido's
>Ecke) üblich sein könnte, Schlachter als Synonym für Fleischer statt als
>vom Fleischer abgrenzenden Begriff zu verwenden. Marc machte mir jedoch
>in seiner unnachahmlichen Art klar, daß ich einfach nur zu blöd und zu
>verbohrt sei, es nicht zu kapieren, daß es zwischen Schlachter und
>Fleischer gar keinen Unterschied gebe :-(

Das habe ich weder geschrieben noch gemeint. Ich habe geschrieben, dass
für *mich* im Sprachgebrauch kein Unterschied besteht und ich wegen
Nichtfalschverstandenwerdens auch bislang keinen Anlass zur
Unterscheidung gesehen habe. Du hast mir dann hier "in Deiner
unnachahmlichen Art" (was immer das sein mag) versucht klarzumachen
"Bist Du doof, das sind doch völlig unterschiedliche Dinge, das weiß man
doch <erklär> <salbader>: Du benutzt das falsch".

Geh einfach noch mal zu <41203...@btw.scnr.de> zurück, damit hat das
angefangen und da habe ich ganz ruhig und sachlich meine Sicht der Dinge
dargelegt und auch gleich vorab mein Verständnis für Deine Sichtweise
gezeigt.

>>Heutzutage ist die Differenzierung wiederum unnötig geworden, weil kaum
>>noch Metzger/Fleischer selbst schlachten, so daß die
>>regionalsprachlichen Unterschiede nicht weiter stören.
>
>IBTD. Gerade *weil* heutzutage der Metzger/Fleischer in der Regel kein
>Schlachte(nde)r mehr ist, wurde ich wach, als jemand gezielt zu betonen
>schien, er habe seine Kenntnisse bezüglich Schnitzelklopfen vom
>Schlachter und - implizit - nicht vom Metzger/Fleischer erhalten.

Sorry, ich schließe mich da ganz klar Franks Ansicht an.

Marc

Beate Goebel

unread,
Dec 5, 2003, 5:53:43 AM12/5/03
to
Uwe Milde schrieb am Donnerstag, 04.12. 2003, 23:53:

> On Thu, 04 Dec 2003 19:13:56 +0100, Beate Goebel wrote:
>> Wenn das der Schinken in runden, fast kreisförmigen Scheiben ist, dann
>> ist der zurecht gepresst / gerollt. Schinken wächst nicht rund.
>

> Naja, gut, das finde ich aber so tragisch nicht. In rund ist es halt
> praktischer.
> Es wird aber nicht weniger Fleisch dadurch, daß es beim Garen in Form
> gedrückt wird.

Nein, nicht ganz. Du möchstest aber sicher nicht wissen, wie dieser
Schinken "gekocht" wird. ;-)

> Anders eben, als wenn tatsächlich irgendwie
> Fleischfetzen zusammengekleistert werden zu Pseudo-Fleisch.

*Das* ist es nicht.

Beate

--
"fällt man mit durchschnittlich 80GB/Monat schon in die Kategorie Power-User?"
[Alexander Koch in tiscali.de.general]

Beate Goebel

unread,
Dec 5, 2003, 5:52:18 AM12/5/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb am Freitag, 05.12. 2003, 10:08:

> Falscher Vergleich. Wenn es sowohl U-Bahnen als auch Straßenbahnen
> gibt, die im Untergrund fahren, wirst Du mit der Aussage, jemand sei
> U-Bahn gefahren, immer wieder die Assoziation auslösen, er sei eben
> mit der U- und nicht etwa mit der Straßenbahn gefahren.

Ja, da ecke ich in Köln auch immer an, da dort die *Straßenbahn*, _wenn_
sie unter der Erde fährt, plötzlich U-Bahn genannt wird.

Für mich ist U-Bahn eben U-Bahn mit den entsprechenden Wagen und
Straßenbahn etwas anderes. Schließlich ist eine S-Bahn auch kein
Nahverkehrs- oder D-Zug.

Beate

--
"Man kann es so oder so machen. Ich bin für so."
[Gerhard Schröder laut Spiegel 27/2003]

Beate Goebel

unread,
Dec 5, 2003, 5:48:02 AM12/5/03
to
Guido Busch schrieb am Donnerstag, 04.12. 2003, 22:15:

> Veröffentlicht doch "Beate Goebel" folgendes:

>> Was ist denn die "Berliner-Saison"?
>

> Naja - zu Sylvester gibbets doch immer einen mit Senf ode sonstwas
> unüblichem (scharfen) gefüllt. Und mir sind zwar einige Betriebe
> bekannt, die diese Leckereien allgemeiner Art immer verkaufen, aber in
> der eigentlichen "Wintersaison" bekommt man das Zeugs doch an jeder
> Ecke.

Ach so, Du uchst einen Bäcker, der Pfannkuchen auch im August verkauft.
Kann ich Dir in meinem Dorf 2 nennen.

>> Ich glaube, die korrekte Berufsbezeichnung wird schlicht in der

>> Handwerksrolle festgelegt ... Mit dem Fußpersonal kann das schon
>> variieren.
>
> In dem Sinne dachte ich mir das auch. Das mit der Handwerksrolle hört
> sich für mich ziemlich bekannt an und dürfte hinhauen.

Bei der Handwerkskammer (Köln) gibt es weder Metzger noch Schlachter. Man
macht seinen Gesellen-/Meisterbrief als Fleischer-in.

Beate

--
"Democracy is the right for disagree."
[Robert Redford, Sept. 2001 auf CNN]

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 6:09:46 AM12/5/03
to
Marc Riese in <51203...@btw.scnr.de>:

>Ich habe nicht nur Großstadterfahrung, ich komme ja ursprünglich aus
>einer Kleinstadt mit viieel plattem Land drumrum, und da bin ich bis
>heute noch mehrfach im Jahr. Ein Bekannter dort schlachtet selbst,
>verarbeitet die Sachen selbst weiter und verkauft sie dann in seinem
>Laden (vereinfacht gesagt - er hat natürlich noch Mitarbeiter). Noch nie
>habe ich dort, wann immer gesagt wurde, dass jemand dort hingeht - in
>den Laden - eine andere Formulierung gehört als "zum Schlachter gehen".
>Und wenn ich das hier in der Großstadt sage, dass ich zum Schlachter
>gehe, wissen die Leute auch, wo ich hingehe.

Verblüffend. Und keiner sagt Dir dann, "Geh zu Deinem Landfleischer,
wenn Du zum Schlachter willst. Hier in der Großstadt gibt's sowas nicht
mehr."?

>>>>Dann bleibt für mich dennoch die Frage offen, wie Du unterscheidest,
>>>>ob Du nun beim Schlachter oder Metzger warst.
>>>
>>>Ich unterscheide _gar_ nicht dazwischen.
>>
>>Nochmal für den extra Verständnislosen: Da Du selbstverfreilich nicht
>>zwischen den Begriffen Schlachter und Metzger unterscheidest, bleibt für
>>mich die Frage offen, wie Du denn den Unterschied ausdrückst, ob Du nun
>>bei dem Menschen warst, der die Tiere abmurkst und grob zerlegt oder bei
>>dem, der Dir die Schnitzel zartklopft.
>
>Du bist in den knapp 33 Jahren, die ich jetzt auf diesem feuchtwarmen
>Steinklumpen durchs All fliege, die erste Person, ehrlich, auf die ich
>treffe, die ein Verständnisproblem damit hat, zu wissen, wo ich hingehe,
>wenn ich ihm sage, dass ich zum Schlachter gehe.

Du verstehst mich gezielt miß. Kann das sein? Wenn für Dich "Schlachter"
ein Synonym für "Fleischer" ist, wie bezeichnestet Du es dann, wenn Du
zum Schlachter (also NICHT in den Laden, wo die Lebensmittel verkauft
werden) gehst. Schlachter kannst Du ja nicht sagen. Das ist ja ein
Synonym für Fleischer.

>vorbeischauen und weitermissionieren,

HERRGOTT. Unterstelle mir bitte nicht Missionieren. Ich versuche hier
stundenlang zu erklären, warum unter "Schlachter" was anderes zu
verstehen ist als unter "Fleischer/Metzger".

>Um auf Deine Frage zurückzukommen, wie ich den Unterschied ausdrücke:
>Gar nicht, denn es ist klar was gemeint ist.

Wenn Du also dahin, wo die ganzen Schweinehälften in halbe zerteilt
werden gehen willst, dann kann man von Deiner Stirne ablesen, daß Du
nicht dahin gehen willst, wo die Lebensmittel verkauft werden?

Weil es für Dich tatsächlich keinen Unterschied zwischen dem Besuch des
Schlacht- und Viehofes oder der Metzgertheke in Deinem Supermarkt um
die Ecke gibt? Da Du den Metzger/Fleischer Schlachter nennst. Wie nennst
Du dann - zur Unterscheidung davon - den Schlachter?



>Okay, dass Du das so verstehst, habe ich verstanden :-). Ich teile diese
>Assoziation nicht, wenn mir das jemand sagt, weiß ich, er besucht den
>Ort, an dem mindestens auch das Geschlachtete verkauft wird und dass
>diese Person dorthin geht, um etwas davon zu kaufen.

Und wie zum Teufel bezeichnestet Du den Ort, wo geschlachtet wird? "Beim
Schlachter", "Beim Metzger" oder "Beim Fleischer"? Da das alles für Dich
Synonyme sind, müßtet Du ja für "Beim Schlachter" einen anderen Begriff
haben.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 6:18:06 AM12/5/03
to
Kerstin Tiedemann in <bqpbg8.3...@tiedemann.myfqdn.de>:

>Hehe, reingefallen. Was ist denn im Zigeunerschnitzel anderes drin?

Jäger kann man AFAIK vor der Zubereitung als Schnitzel auch noch
verwursten. Von Zigeunern war mir das bisher noch nicht bekannt.

Marc Riese

unread,
Dec 5, 2003, 6:41:30 AM12/5/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Marc Riese in <41203...@btw.scnr.de>:


>>Bislang bin ich damit nie missverstanden worden,
>
>Dann ist es heute das erste Mal. Und ich bin mir verdammt sicher, daß
>ich mit dem Begriffsverständnis Schlachter=Schlachtender nicht alleine
>dastehe

Ja, da bin ich mir auch sicher. Genauso sicher bin ich mir, dass ich
bislang nie missverstanden worden bin, wenn ich das als Synonym
verwendet habe.

>auch wenn hier mal wieder nach der "Heidenreich ist das einzige
>Arschloch, das unter Pfannkuchen KEIN Schmalzgebäck versteht"-Methode
>versucht wird, es so darzustellen.

Sorry wenn Du da nicht drüber lächeln kannst, ich kann es und ich lächle
gerne für Dich mit, wenn Du möchtest :-). Mensch Ulrich, bleib' mal
locker, wir diskutieren hier nicht den Weltuntergang (naja, bis auf
Turbi hin und wieder :->).

>>warum sollte ich sowas
>>also nicht sagen? Wenn ich Dir sage, dass ich hier gestern mit der
>>U-Bahn gefahren bin, kannst Du gerne behaupten, dass das nicht geht,
>
>Falscher Vergleich. Wenn es sowohl U-Bahnen als auch Straßenbahnen gibt,
>die im Untergrund fahren, wirst Du mit der Aussage, jemand sei U-Bahn
>gefahren, immer wieder die Assoziation auslösen, er sei eben mit der U-
>und nicht etwa mit der Straßenbahn gefahren. Zumindest sollte er mit der
>Rückfrage rechnen, ob er wirklich mit der U-Bahn (beim Schlachter) zum
>Ziel X gekommen sei (Schnitzel geklopft bekam) oder nicht etwa doch in
>der Straßenbahn (also beim Metzger/Fleischer) war.
>
>>weil wir hier keine U-Bahn haben
>
>Ist das in Düsseldorf anders? Wir hier in Essen haben nämlich sowohl
>U-Bahnen als auch Straßenbahnen, die im Untergrund fahren.

CMIIW, aber Du hast doch mal behauptet, eine U-Bahn sei für Dich nur
eine U-Bahn, wenn sie komplett U fährt. Worauf ich hinaus will, ist der
umgangssprachliche "falsch"-Gebrauch von Begriffen, der durch das
allgemeine Verstandenwerden "richtig" wird.

>Würdest Du gerne als zwischen U-Bahn (Typ Frankfurt) und U-Bahn (Typ
>Berlin) Erbsenzählender niedergemacht werden, wenn Du auf die Aussage
>"Ich bin mit der U-Bahn nach Essen-Steele gefahren" zurückfragst: "Oh,
>haben die jetzt die U-Bahn-Ostspange doch noch gebaut? Ich dachte, die
>sei aus chronischem Geldmangel gestorben"?

Da kenne ich jetzt nichts von, in allen drei Städten nicht, deshalb kann
ich da leider nichts zu sagen. Und da hier generell garniemand irgendwo
"als Erbsenzählender niedergemacht" wird, würde ich da wie bei Dir auch
bei mir keine Gefahr sehen.

>Weil Du ganz einfach die Begriffe "U-Bahn" und "Straßenbahn" genauso
>differenzierst¹), wie ich Schlachter und Fleischer differenziere,
>während Dein Gesprächspartner sich diesen Unterschieds nicht bewußt ist
>und pauschal von "U-Bahn" redet, wenn er am Berliner Platz in die 109
>gestiegen ist.

U-Bahn ist U-Bahn und Straßenbahn ist Straßenbahn. Die U-Bahn ist daran
zu erkennen, dass ein Blaues "U" an der Haltestelle steht, auch an jeder
Haltestelle, die auf der Straße ist.

>_________
>¹) So würde für Dich die Existenz einer U-Bahn Richtung Ratingen die
> Fertigstellung der Wehrhahnlinie bedeuten, nicht wahr? Zumindest
> solange, wie Du *nich*t weißt, daß Dein Gegenüber *nicht* zwischen
> Straßenbahn und U-Bahn differenziert, sondern alle Fleischer
> Schlachter nennt.

Wenn^WFalls die Wehrhahnlinie mal fertig wird, dann fährt da eine U-Bahn
hin, ja. Genauso, wie jetzt eine U-Bahn von hier nach Duisburg fährt.

Marc

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 7:53:05 AM12/5/03
to
Beate Goebel in <Xns944878C...@ID-12795.user.uni-berlin.de>:

>Ulrich F. Heidenreich schrieb am Freitag, 05.12. 2003, 10:08:
>
>> Falscher Vergleich. Wenn es sowohl U-Bahnen als auch Straßenbahnen
>> gibt, die im Untergrund fahren, wirst Du mit der Aussage, jemand sei
>> U-Bahn gefahren, immer wieder die Assoziation auslösen, er sei eben
>> mit der U- und nicht etwa mit der Straßenbahn gefahren.
>
>Ja, da ecke ich in Köln auch immer an, da dort die *Straßenbahn*, _wenn_
>sie unter der Erde fährt, plötzlich U-Bahn genannt wird.

Da könnte man sich fast wieder drüber streiten. Es ist aber nicht das
Frankfurter vs. Berliner U-Bahn-Syndrom, auf das ich hinaus wollte.

Sondern in Essen und vielen Ruhrgebietsstädten gibt es sowohl "unechte
U-Bahnen" der Sorte, wie Du sie auch von Köln her kennst als auch echte
Straßenbahnen, die teils aber auch in Tunneln - teils eigenen, teils
sogar zusammen mit diesen "U-Bahnen" im "U-Bahn"-Tunnel - fahren. Wenn
man dort nicht zwischen "U-Bahn" und Straßenbahn im "U-Bahn"-Tunnel
differenziert, kann es mißverstanden werden:

So sollte damals mal aus der die östlichen Stadtteile bedienenden
Straßenbahn eine dieser "unechten" U-Bahnen werden. Aus Kostengründen
ist es aber bei der Straßenbahn, die in der Innenstadt durch Tunnel
fährt, geblieben. Wenn nun jemand behauptet, er sei in Essen mit der
U-Bahn nach Steele gefahren, wird er - völlig ohne erbsenzählerische
Absicht, sondern in dem Erstaunen, daß dann wohl doch die sogenannte
"Ostspange" gebaut wurde - zu hören bekommen, daß das unwahrscheinlich
sei, weil der Bau dieser Strecke doch eigentlich bis "nach der
Cebit[TM]" vertagt wurde.

Was Marc dagegen unter^Wandeuten wollte, daß ich mit der genauen
Bezeichnung "Schlachter" für den schlachtenden Fleischer wohl genauso
pingelig sei, wie jemand, der die Essener U-Bahn nicht als U-Bahn
verstehen will. Dabei möchte ich doch nur differenzieren (respektive
ging fälschlicherweise davon aus, daß Guido differenzieren wollte) wo
differenzieren notwendig oder sinnvoll ist.

>Schließlich ist eine S-Bahn auch kein

>Nahverkehrs-[..] Zug

Doch. Außer in Berlin :-). Die S-Bahn Rhein/Ruhr ist, genauso wie iirc
die Frankfurter oder Münchener S-Bahn, ein reines Nahverkehrsangebot
der Bundesbahn^W Bahn AG und wird/wurde auch teils mit den gleichen,
Lokbespannten Nahverkehrszügen gefahren. Im Kölner Raum habe ich sogar
die S12 mit Ziel Porz/Wahn einmal noch mit den alten "Silberlingen" -
nur S-Bahn-Orange angemalt - bespannt erlebt. Lediglich in Berlin ist's
afaik was Eigenständiges.

CU!
Ulrich

Marc Riese

unread,
Dec 5, 2003, 8:24:12 AM12/5/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Marc Riese in <51203...@btw.scnr.de>:


>>Und wenn ich das hier in der Großstadt sage, dass ich zum Schlachter
>>gehe, wissen die Leute auch, wo ich hingehe.
>
>Verblüffend. Und keiner sagt Dir dann, "Geh zu Deinem Landfleischer,
>wenn Du zum Schlachter willst. Hier in der Großstadt gibt's sowas nicht
>mehr."?

Nein.

>>Du bist in den knapp 33 Jahren, die ich jetzt auf diesem feuchtwarmen
>>Steinklumpen durchs All fliege, die erste Person, ehrlich, auf die ich
>>treffe, die ein Verständnisproblem damit hat, zu wissen, wo ich hingehe,
>>wenn ich ihm sage, dass ich zum Schlachter gehe.
>
>Du verstehst mich gezielt miß. Kann das sein? Wenn für Dich "Schlachter"
>ein Synonym für "Fleischer" ist, wie bezeichnestet Du es dann, wenn Du
>zum Schlachter (also NICHT in den Laden, wo die Lebensmittel verkauft
>werden) gehst. Schlachter kannst Du ja nicht sagen. Das ist ja ein
>Synonym für Fleischer.

Wann bitte geht man denn da hin? Alleine schon dadurch, dass man da doch
so gar nicht hingeht, erschließt sich doch schon, dass man zum
Schlachtendproduktverkaufsladen geht. Wenn ich ins Schlachthaus gehe,
würde ich sagen, dass ich ins Schlachthaus gehe. Da gibt's dann ganz
viele Schlachter, ganz ohne Laden.

>>vorbeischauen und weitermissionieren,
>
>HERRGOTT. Unterstelle mir bitte nicht Missionieren. Ich versuche hier
>stundenlang zu erklären, warum unter "Schlachter" was anderes zu
>verstehen ist als unter "Fleischer/Metzger".

Du versuchst stundenlang zu erklären, warum *Du* unter "Schlachter" was
anderes verstehst als "Fleischer/Metzger". Da liegt glaube ich die
einzige Schwierigkeit in dieser ganzen Definiererei hin und her. Und
nein, da bist Du nicht der einzige, der das so versteht wie Du. Das
Problem ist, dass Du andauernd versuchst, diejenigen, die nicht Deiner
Auffassung sind, als ein paar bemitleidenswerte verwirrte
Sprachschluderer darzustellen. Das ist jedenfalls mein Eindruck.

>>Um auf Deine Frage zurückzukommen, wie ich den Unterschied ausdrücke:
>>Gar nicht, denn es ist klar was gemeint ist.
>
>Wenn Du also dahin, wo die ganzen Schweinehälften in halbe zerteilt
>werden gehen willst, dann kann man von Deiner Stirne ablesen, daß Du
>nicht dahin gehen willst, wo die Lebensmittel verkauft werden?

Der gesunde Menschenverstand wird Dich dazu bringen, *nicht* davon
auszugehen, dass ich ins Schlachthaus gehe. Wer geht denn in seinem
Leben überhaupt mal ins Schlachthaus, wenn er nicht sein Geld damit
verdient, Tiere zu schlachten?

>Weil es für Dich tatsächlich keinen Unterschied zwischen dem Besuch des
>Schlacht- und Viehofes oder der Metzgertheke in Deinem Supermarkt um
>die Ecke gibt? Da Du den Metzger/Fleischer Schlachter nennst. Wie nennst
>Du dann - zur Unterscheidung davon - den Schlachter?

Auch Schlachter.

>>Okay, dass Du das so verstehst, habe ich verstanden :-). Ich teile diese
>>Assoziation nicht, wenn mir das jemand sagt, weiß ich, er besucht den
>>Ort, an dem mindestens auch das Geschlachtete verkauft wird und dass
>>diese Person dorthin geht, um etwas davon zu kaufen.
>
>Und wie zum Teufel bezeichnestet Du den Ort, wo geschlachtet wird? "Beim
>Schlachter", "Beim Metzger" oder "Beim Fleischer"?

Schlachthaus. Und da ist es wieder, unser Ort<=>Person-Problem. :-)

Marc

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 8:55:20 AM12/5/03
to
Guido Busch in <dcpm.R051352...@eadrax.de>:

>Also "Brötchenladen" ist wirklich kein Begriff, den ich kenne oder finde.
>Die nennen sich fast alle "Bäckerei".

Das war ja auch nur bildlich gemeint. Weil es bei Brötchen eben
nicht die Unterscheidung zwischen Laden und Produktionsstätte wie
beim Schlacheter vs. Fleischer gibt. Da heißen beide Bäcker.

>Guy "Gibt es im 3.-Welt-Laden die dann also dritte Welt zu kaufen?" B.

Ul "A bus station is where the bus stops. A train station is where the
train stops. A work station is ...?" rich

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 8:44:29 AM12/5/03
to
Marc Riese in <51203...@btw.scnr.de>:

>Ulrich F. Heidenreich schrieb:


>>Ist das in Düsseldorf anders? Wir hier in Essen haben nämlich sowohl
>>U-Bahnen als auch Straßenbahnen, die im Untergrund fahren.
>
>CMIIW, aber Du hast doch mal behauptet, eine U-Bahn sei für Dich nur
>eine U-Bahn, wenn sie komplett U fährt.

Laß das "für Dich" mal weg, dann wird der Schuh draus, denn Du mir
anziehen möchtest.

>>Würdest Du gerne als zwischen U-Bahn (Typ Frankfurt) und U-Bahn (Typ
>>Berlin) Erbsenzählender niedergemacht werden, wenn Du auf die Aussage
>>"Ich bin mit der U-Bahn nach Essen-Steele gefahren" zurückfragst: "Oh,
>>haben die jetzt die U-Bahn-Ostspange doch noch gebaut? Ich dachte, die
>>sei aus chronischem Geldmangel gestorben"?

>Da kenne ich jetzt nichts von, in allen drei Städten nicht,

Oops. Es ging nicht um drei Städte. Sondern um den "Echten U-Bahn-
Wagen[TM]" mit untenliegender Stromschiene aber ohne Rückspiegel und
ohne Blinker im Vergleich zum Frankfurter Modell, welches wohl eher
Ähnlichkeit mit Düsseldorfer, Kölner oder Essener U-Bahn-Wagen hat.

>Worauf ich hinaus will, ist der
>umgangssprachliche "falsch"-Gebrauch von Begriffen, der durch das
>allgemeine Verstandenwerden "richtig" wird.

Ei weiß.

Du meinst, ich sei so erbsenzählerisch, die Bezeichnung "U-Bahn" für die
in NRW verkehrenden U-Bahnen sei faktisch falsch. Dem ist aber nicht so.
Ich differenziere nicht wie manch andere "Erbsenzähler" zwischen Echten
Berliner und Unechten Frankfurter U-Bahnen und würde auch niemanden dumm
von der Seite anmachen, wenn er es "wagen" würde, die Düsseldorfer oder
Essener U-Bahn als U-Bahn zu bezeichnen.

>>Weil Du ganz einfach die Begriffe "U-Bahn" und "Straßenbahn" genauso
>>differenzierst¹), wie ich Schlachter und Fleischer differenziere,
>>während Dein Gesprächspartner sich diesen Unterschieds nicht bewußt ist
>>und pauschal von "U-Bahn" redet, wenn er am Berliner Platz in die 109
>>gestiegen ist.
>
>U-Bahn ist U-Bahn und Straßenbahn ist Straßenbahn.

Ebent. Schlachter ist Schlachter und Fleischer ist Fleischer. Nicht
jeder Fleischer ist auch Schlachter, genausowenig wie nicht Alles, was
im Essener U-Bahn-Tunnel fährt, eine U-Bahn ist.

>Die U-Bahn ist daran
>zu erkennen, dass ein Blaues "U" an der Haltestelle steht,

Das "U" dient Dir also genauso zu Differenzierung zwischen U-Bahn- und
Straßenbahnlinien, wie mir der Begriff "Schlachter" hilft, zwischen
dem Schlachtbetrieb und dem Nichtschlachtbetrieb bei Fleischern zu
unterscheiden.

Und jetzt kommen Leute an und sagen: "Fährt doch alles im Tunnel. Nenne
ich also alles - egal ob es an einem gelben H oder einem blauen U hält -
"U-Bahn". Das ist für mich seit X Jahren alles ein- und dasselbe und hat
noch NIE zu Mißverständnissen geführt. Nur dieser Erbsenzähler Marc
meint, ich müsse dazwischen differenzieren."

Wärest Du dann nicht auch in der Lage, den Leuten erklären zu wollen,
daß als U-Bahn eigentlich nur diejenigen Linien verstanden werden, die
das blaue U tragen? Und daß Du sie vielleicht mißverstanden habest, weil
sie eine im Tunnel verkehrende Straßenbahn als U-Bahn bezeichnet haben?

CU!
Ulrich

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 9:13:14 AM12/5/03
to
Guido Busch in <dcpm.R051352...@eadrax.de>:

>Womit wir einen der Knackpunkte haben werden; wenn ich in einen meiner
>Stammbetriebe gehe, dann trennt mich nur eine Schiebetür mit riesigem
>Fenster vom eigentlichen Schlachtraum. Und das ganze Gebäude ist zu 80-90%
>"Schlachtraum" - der Verkaufsraum gleicht eher einem Hamsterkäfig im
>Vergleich zur Wohnung ...

Dann ist doch alles in Butter. Dann warst Du *doch* ziemlich genau dort,
zu dem ich in <bqcra0.3...@ufh.invalid.de> mit ...

| >- Erinnerungen (teils vage) an meine vielen Schlachterbesuche
|
| Örks. Totes Fleisch beschauen. Ich glaube, danach würde ich zum
| Vegetarier werden.

... einen gewissen Ekel äußerte. Beim Schlachter (selbst wenn er hinter
einer Glasscheibe werkelt) ist die Nähe zum lebenden Tier noch so
intensiv, daß es mir den Appetit an Fleisch nachhaltig verderben könnte.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 10:47:08 AM12/5/03
to
Guido Busch in <dcpm.R051626...@eadrax.de>:

>Aber der vordere Breich, der betreten wird und ohne Probleme einsehbar ist,
>wäre per Definition eine Fleischerei oder Metzgerei (dort sind ja die
>Auslagen, Kasse, Waage, Steaker, Schneidebretter und so).

Full Ack. Da sind wir ja ganz einer Meinung. Hat sich Marc also völlig
umsonst ins Zeug gelegt. Hoffentlich berechnet der mir das nicht :-p

>>|> - Erinnerungen (teils vage) an meine vielen Schlachterbesuche
>>| Örks. Totes Fleisch beschauen. Ich glaube, danach würde ich zum
>>| Vegetarier werden.
>> ... einen gewissen Ekel äußerte. Beim Schlachter (selbst wenn er hinter
>> einer Glasscheibe werkelt) ist die Nähe zum lebenden Tier noch so
>> intensiv, daß es mir den Appetit an Fleisch nachhaltig verderben könnte.
>

>Hm - da kann ich Dir betreffend der Nähe zum "Tatort" eigenlich recht
>geben.

Daß ich das noch erleben durfte :-)

>Aber das bringt mich zu einem Problem, was eine Ladenkette hier als
>"Kundenfreundlich" einstuft. Die haben, wo baulich machbar, hinter Ihren
>Fleisch- und Wursttresen im großen Geschäftskomplex alles großzügig
>verglast. Hintergrund soll sein, dass ein Kunde jederzeit sehen kann, wie
>supersauber es dort ist und dass auch mal selbst verarbeitet wird und nur
>selten "fertig portionierte Fabrikware" in der Auslage landet.

Typische (Fehl-)Entscheidung "Von oben". Den Fimmel hatten die bei der
Vobis mit der "gläsernen Technik" auch schon mal. König Kunde sollte
sehen, daß sich "Echte Techniker [TM]¹)" um seine Problemfälle kümmern.

Mit dem Erfolg, daß er entweder sehen konnte, welches Chaos das knapp
kalkulierte Personal im hinteren Bereich veranstalten *mußte* oder
allen Vorschriften zum Trotz das große Fenster zur Technik hin mit
Werbeplakaten oder der großen Intel-Fahne verhangen wurde.

>Da befürchte ich nun, dass Du in manchem Geschäft lieber "blind"
>einkaufst/-en solltest, damit es Dir nicht den Appetit verdirbt.

Ja. So in etwa.

CU!
Ulrich
_________
¹)Bis hin zur Dienstvorschrift, daß die Techniker weiße Kittel zu
tragen hätten: "Du Papi. Ist der Mann da der Doktor?" #-(

Marc Riese

unread,
Dec 5, 2003, 11:08:15 AM12/5/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Guido Busch in <dcpm.R051626...@eadrax.de>:
>>Aber der vordere Breich, der betreten wird und ohne Probleme einsehbar ist,
>>wäre per Definition eine Fleischerei oder Metzgerei (dort sind ja die
>>Auslagen, Kasse, Waage, Steaker, Schneidebretter und so).
>
>Full Ack. Da sind wir ja ganz einer Meinung. Hat sich Marc also völlig
>umsonst ins Zeug gelegt.

Hä?

>Hoffentlich berechnet der mir das nicht :-p

Hä?

Ma "Hä?" rc

Frank Zeeb

unread,
Dec 5, 2003, 10:22:47 AM12/5/03
to
Ulrich F. Heidenreich wrote:

> Jäger kann man AFAIK vor der Zubereitung als Schnitzel auch noch
> verwursten. Von Zigeunern war mir das bisher noch nicht bekannt.

He, he, es heißt jetzt Sinti- und Roma-Schnitzel, wobei es meines
Wissens noch mehrere andere Stämme/Gruppen unter der genannten Ethnie
gibt, die sich von diesem Ausdruck auch wieder diskriminiert fühlen,
weil nur noch von Sinti und Roma die Rede ist.

Gruß
Frank

Frank Zeeb

unread,
Dec 5, 2003, 10:20:23 AM12/5/03
to
Marc Riese wrote:

> Sorry, ich schließe mich da ganz klar Franks Ansicht an.

Das ist schön. Es gibt immer verschiedene Sprachebenen. Das mit der
regionalen Differenz ist nun glaube ich geklärt, daß Ulrich auf einer
anderen Sprachebene -- nämlich z.B. einer fachsprachlichen -- nicht
zwangsläufig unrecht haben muß, wohl auch. Kommunikationstheoretisch
betrachtet beginnen jetzt die Mißverständnisse, und deshalb, weil auf
den verschiedenen Sprachebenen dasselbe Wort (Ausdruck/sign)
unterschiedliche Bedeutungen (Inhalt/signified) hat. Man muß also
jeweils angeben, auf welchem Bezugssystem man sich jeweils befindet, das
ist alles. Mit richtig oder falsch hat das nichts zu tun, weil beides
auf dem jeweiligen Bezugssystem richtig ist, und auf einigen/allen
anderen eben falsch.
Soweit die reine Lehre. In der Praxis kommt bisweilen noch ein
psychologischer Effekt dazu, daß nämlich mindestens einer der
Diskutanten auf der Allgemeingültigkeit seines Rahmens und damit der von
ihm vertretenen Inhalte beharrt. Deshalb spricht man im Süden kein
richtiges Deutsch und umgekehrt sind die Fischköpfe arrogant.

Gruß
Frank

Marc Riese

unread,
Dec 5, 2003, 11:39:16 AM12/5/03
to
Frank Zeeb schrieb:

>Marc Riese wrote:
>> Sorry, ich schließe mich da ganz klar Franks Ansicht an.
>
>Das ist schön. Es gibt immer verschiedene Sprachebenen. Das mit der
>regionalen Differenz ist nun glaube ich geklärt, daß Ulrich auf einer
>anderen Sprachebene -- nämlich z.B. einer fachsprachlichen -- nicht
>zwangsläufig unrecht haben muß, wohl auch.

Absolut.

>Kommunikationstheoretisch
>betrachtet beginnen jetzt die Mißverständnisse, und deshalb, weil auf
>den verschiedenen Sprachebenen dasselbe Wort (Ausdruck/sign)
>unterschiedliche Bedeutungen (Inhalt/signified) hat. Man muß also
>jeweils angeben, auf welchem Bezugssystem man sich jeweils befindet, das
>ist alles. Mit richtig oder falsch hat das nichts zu tun, weil beides
>auf dem jeweiligen Bezugssystem richtig ist, und auf einigen/allen
>anderen eben falsch.

Ack. Deshalb auch mein 3-Hä-Posting gerade eben zu Ulrichs merkwürdigem,
hm, Ausbruch? Irgendwie scheint er der irrigen Meinung zu sein,
"gewonnen" zu haben, wie auch immer er darauf kommt? Aber vielleicht hat
er das ja auch anders gemeint, er wird es uns sicher sagen.

>Soweit die reine Lehre. In der Praxis kommt bisweilen noch ein
>psychologischer Effekt dazu, daß nämlich mindestens einer der
>Diskutanten auf der Allgemeingültigkeit seines Rahmens und damit der von
>ihm vertretenen Inhalte beharrt.

Der Schuh geht an Ulrich, denn ich habe durchweg die _logische_
Richtigkeit seiner Auffassung festgestellt. Ich habe auch nie in Frage
gestellt, dass sein Sprachgebrauch, so wie er das gewohnt ist, Anwendung
findet.

>Deshalb spricht man im Süden kein
>richtiges Deutsch und umgekehrt sind die Fischköpfe arrogant.

<g> Naja, wenn Du als Badener das sagst ... <tiiiefduck>

Marc

Marc Riese

unread,
Dec 5, 2003, 12:55:26 PM12/5/03
to
Guido Busch schrieb:

>Veröffentlicht doch "Marc Riese" folgendes:


>>> Full Ack. Da sind wir ja ganz einer Meinung. Hat sich Marc also völlig
>>> umsonst ins Zeug gelegt.
>> Hä?

>> Hä?
>> Ma "Hä?" rc
>
>Ach Marc ... das haben wir alles nur Dir zuliebe geschrieben. >;->

*schnief* Ihr seid so gut zu mir.

Ma "Hä?" rc

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 5, 2003, 12:42:07 PM12/5/03
to
Marc Riese in <51203...@btw.scnr.de>:

>Ulrich F. Heidenreich schrieb:


>>Full Ack. Da sind wir ja ganz einer Meinung. Hat sich Marc also völlig
>>umsonst ins Zeug gelegt.

~~~~~~~


>Hä?
>
>>Hoffentlich berechnet der mir das nicht :-p
>
>Hä?

Dat heißt nicht "Hä?" sonnern "Wa?"

CU!
Ul -Du kennst den Unterschied zwischen "umsonst" und "vergeblich"?- rich

Marc Riese

unread,
Dec 5, 2003, 1:08:12 PM12/5/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>Marc Riese in <51203...@btw.scnr.de>:


>>Hä?
>
>Dat heißt nicht "Hä?" sonnern "Wa?"

Wa?

>Ul -Du kennst den Unterschied zwischen "umsonst" und "vergeblich"?- rich

Hä? Worauf willst Du überhaupt hinaus?

Marc

Frank Zeeb

unread,
Dec 5, 2003, 1:41:32 PM12/5/03
to
Uwe Milde wrote:

> Da bin ich jetzt überfragt. Da nach meiner Beobachtung bei beidem nur
> die Soße den Jäger vom Zigeuner unterscheidet, hätte ich angenommen, daß
> beides gleich gut oder schlecht ist.

Bei einer Beerdigung letzthin spielte das Jagdhornensemble. Ich glaube,
die hätten sich gegen Deine Aussage verwahrt, daß Jäger und Zigeuner die
gleiche Soße sind.

Gruß
Frank

Frank Zeeb

unread,
Dec 5, 2003, 1:39:40 PM12/5/03
to
Marc Riese wrote:

> <g> Naja, wenn Du als Badener das sagst ... <tiiiefduck>

PATSCH! Treffer, versenkt.

Gruß
Frank

Manfred Polak

unread,
Dec 5, 2003, 4:13:11 PM12/5/03
to
Marc Riese schrieb:

>Ohne jetzt einen heiligen Pfannkuchenkrieg anzetteln zu wollen,

Dafür, dass Du das gar nicht wolltest, ist es dir aber ziemlich
gut gelungen ... <veg>

cu, Manfred

Manfred Polak

unread,
Dec 5, 2003, 3:56:13 PM12/5/03
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>>Schließlich ist eine S-Bahn auch kein
>>Nahverkehrs-[..] Zug
>
>Doch. Außer in Berlin :-). Die S-Bahn Rhein/Ruhr ist, genauso wie iirc
>die Frankfurter oder Münchener S-Bahn, ein reines Nahverkehrsangebot
>der Bundesbahn^W Bahn AG

Die Münchner S-Bahn wird zwar von der Bahn betrieben (im Rahmen des
Münchner Verkehrsverbunds) und benutzt oberirdisch dieselben Schienen
und Oberleitungen wie die Bahn, unterscheidet sich aber deutlich von
Nahverkehrszügen, Schienenbus etc.

>und wird/wurde auch teils mit den gleichen,
>Lokbespannten Nahverkehrszügen gefahren.

Nö. Die S-Bahn hier hat keine Loks, sondern Garnituren mit Triebwagen.
Sieht wie eine größere Version der U-Bahn aus. Wobei wir hier eine
"richtige" U-Bahn haben. Die Trambahn bleibt bescheiden über der
Erde, wie es sich gehört.

cu, Manfred

Manfred Polak

unread,
Dec 5, 2003, 5:14:07 PM12/5/03
to
Frank Zeeb schrieb:

>PATSCH! Treffer, versenkt.

Im Bodensee oder nur im Neckar?

cu, Manfred

Manfred Polak

unread,
Dec 5, 2003, 6:53:24 PM12/5/03
to

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 6, 2003, 2:55:13 AM12/6/03
to
Manfred Polak in <05-12-03.21-5...@polak.dyn.dhs.org>:

>Die Münchner S-Bahn wird zwar von der Bahn betrieben (im Rahmen des
>Münchner Verkehrsverbunds) und benutzt oberirdisch dieselben Schienen
>und Oberleitungen wie die Bahn,

Also definitiv keine S-Bahn. Ne, Beate? :-)

>unterscheidet sich aber deutlich von
>Nahverkehrszügen, Schienenbus etc.

Was fährt denn bei euch als S-Bahn? Hier im Raum Ruhrgebiet verkehren
die ET423 IIRC durchaus auch als Nahverkehrszug (oder nur der ET425?
Kann mich da irren. Sie ähneln sich sehr) und nicht nur als S-Bahn.

Laufen bei euch etwa noch die ET420 (www.REMOVETHIS.de/S6-in-Essen.jpg)
mit denen es hier (allerdings in Ruhr-Orange und nicht München-Blau.
Frankfurt hatte iirc ein hellrot) auch anfing?

>>und wird/wurde auch teils mit den gleichen,
>>Lokbespannten Nahverkehrszügen gefahren.
>
>Nö. Die S-Bahn hier hat keine Loks, sondern Garnituren mit Triebwagen.

Zu den obengenannten verkehren hier im Regelbetrieb auch noch die
sogenannten X-Wagen. Heute mit Ex Reichsbahn-Loks vom Typ BR143
http://www.peterblanck.de/html/e-lok_br_143.html bespannt.

Wenn das Wagenmaterial mal wieder knapp wird, siehst Du hier auf der
S-Bahn auch schon mal "normale" Nahverkehrszüge oder vice Versa.

Ach, was schreibe ich eigentlich alles selbst. Steht doch fast genauso
alles auf http://home.t-online.de/home/520044036293/s-bahn/fahrzeuge.htm

>Sieht wie eine größere Version der U-Bahn aus. Wobei wir hier eine
>"richtige" U-Bahn haben.

Mit Stromschiene ...

>Die Trambahn bleibt bescheiden über der
>Erde, wie es sich gehört.

... hätte sie auch keine Chance.

Hier in Raum Ruhrgebiet ist aber alles (WIR essen z.B. auch die
Pfannkuchen mit Messer und Gabel) ganz anders:

Da fährt durchaus auch mal die U-Bahn als Straßen- und die Straßen- als
U-Bahn. In Essen noch relativ leicht differenzierbar, alldieweil die
Straßenbahn meterspurig und die U-Bahn Normalspur fährt. Mit so netten
Einrichtungen wie dem Dreischeinengleis auf der Südstrecke, um sowohl
Straßen- als auch U-Bahnen die gleiche Trasse nutzen zu lassen:

http://www.jochen-schoenfisch.de/stadtbahn/fotos/es-ruettenscheid_u11.html#foto

Ganz verquert wird es einige Meter weiter Westen in Mülheim und
Duisburg: In Mülheim treffen sich die Essener U-Bahn (Normalspur),
die Mülheimer Straßenbahn (Meterspur) und die Duisburger Straßenbahn
(Normalspur) in einem U-Bahnhof. In Duisburg verkehren normalspurige
sowohl Straßenbahnen als auch U-Bahnen sowohl im Straßenraum als auch
im U-Bahntunnel.

Im Ruhrtunnel (Duisburger & Mülheimer Straßenbahn. Keine U-Bahn) liegt
ein Vierschienengleis, alldieweil paradoxerweise die schmalspurige
Mülheimer Straßenbahn breiter(SIC!) als die normalspurige Duisburger
Bahn ist.

Soweit zum Thema U-Bahn-Differenzierung ...

Marc Riese

unread,
Dec 6, 2003, 4:10:58 AM12/6/03
to
Guido Busch schrieb:

>Veröffentlicht doch "Marc Riese" folgendes:

>>> Ach Marc ... das haben wir alles nur Dir zuliebe geschrieben. >;->
>> *schnief* Ihr seid so gut zu mir.
>

>Aber nur manchmal - zumindest immer erst nach der Auflösung. ;-)

Hm.[tm]

>> Ma "Hä?" rc
>
>Ich wollte damit ausdrücken, dass ich wohl schon Ulrich verstehe - aber mir
>Deine und meine Ansicht eher geläufig sind. Und das wir scheinbar an einem
>Punkt sind, wo wir alle dazu neigen, unsere Standpunkte einfach wiederholt
>zu begründen, da kaum noch neue Nuancen eingebracht werden können.

Das mit dem "umsonst" und "in Rechnung stellen" habe ich verstanden,
aber warum ich mich "umsonst bzw. vergeblich" 'ins Zeug gelegt habe',
ist mir völlig unklar. Es hat sich doch an Deiner und meiner Meinung und
am Sprachgebrauch nichts geändert, und an der Tatsache, dass viele
andere Leute diesen 'unseren' Sprachgebrauch teilen und verstehen ja
sowieso nicht. *schulterzuck*

So, für den Rest des Wochenendes melde ich mich dann mal ab, zuviel zu
tun. Bis demnächst wieder in diesem Theater :-).

Marc
--
http://www.scnr.de/haie.html

Frank Zeeb

unread,
Dec 6, 2003, 4:17:55 AM12/6/03
to
Manfred Polak wrote:

>>PATSCH! Treffer, versenkt.
>
> Im Bodensee oder nur im Neckar?

Egal. Da wo es am tiefsten. Mit einem Mühlstein um den Hals.

Gruß
Frank

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 6, 2003, 4:20:48 AM12/6/03
to
Guido Busch in <dcpm.R060957...@eadrax.de>:

>Und das wir scheinbar an einem
>Punkt sind, wo wir alle dazu neigen, unsere Standpunkte einfach wiederholt
>zu begründen, da kaum noch neue Nuancen eingebracht werden können.
>

>Guy B.
>
>--
>Eine gute Rede
>soll das Thema erschöpfen,
>nicht die Zuhörer

Zufallssignatur?

CU!
Ulrich

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 6, 2003, 5:44:00 AM12/6/03
to
Marc Riese in <61203...@btw.scnr.de>:

>Das mit dem "umsonst" und "in Rechnung stellen" habe ich verstanden,
>aber warum ich mich "umsonst bzw. vergeblich" 'ins Zeug gelegt habe',
>ist mir völlig unklar.

Ganz einfach: Guido war beim Schlachter.

Deine Überzeugungsarbeit, daß er auch Schlachter gesagt hätte, wenn er
nur im Fleischereifachgeschäft (dessen Bedienstete vielleicht nie im
Leben ein totes Schwein gesehen haben) gewesen wäre, war umsonst.

>So, für den Rest des Wochenendes melde ich mich dann mal ab, zuviel zu
>tun.

Du Glücklicher.

CU!
Ulrich

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Dec 6, 2003, 5:36:44 AM12/6/03
to
Guido Busch in <dcpm.R051352...@eadrax.de>:

>Ich habe hier ein Reethaus, das zu gut 3/4 aus Räucherkammern besteht, dann
>ein "Verkaufsraum" und zwei weitere Gebäude auf dem Grundstück für die
>Schlachtungen und Zwischenlagerung. Bin ich da beim Schlachter, bei einer
>Fleischerei oder beim Metzger ... PS: dort wird ausschliesslich Schinken
>udn Salami bereitet und verkauft - oder bin ich dann in einer Räucherei?

Gute Frage :-) Erinnert mich an einen Metzger/Fleischer/Schlachter,
der Anno Tobak in einer fränkischen Kleinstadt mal schwarzgeräucherte
Leberwurst selbstgeschlachtet, -gewurstet und -geräuchert hatte. Beim
Anschneiden dieser knochenharten aber nicht knochentrockenen Delikatesse
hast Du Dir tatsächlich schwarze Finger vom Rauch geholt.

Einfach ein Gedicht, bis daß er zuletzt die Dinger nicht mehr selbst
herstellte, sondern aus der Wurstfabrik bezog. Das Schwarze war dann
Farbstoff E-Sowieso, der Geschmack hieß "Raucharoma" und die Würste
schmeckten nun wie der sprichwörtliche Laternenpfahl ganz unten.
Spätestens dann möchte /ich/ den Betrieb nicht mehr "Schlachter" nennen.

Auf http://www.REMOVETHIS.de/addresslist.asp.html ¹) findeste auch keine
einzigen Schlachter mehr. Nur noch Metzgereien :-)

CU!
Ulrich

¹) Sorry für den Umweg. Aber das ist mal wieder einer dieser Sch****
Webseiten, auf die man nicht per Link verweisen kann:
Die Branchensuche nach "Metzgereien" liefert mir zwar den Link

http://www.altdorf.de/addresslist.asp?folder_id=1584&mainfolder_id=1584&category_id=63&style=1
klickst Du ihn wieder an, landeste aber bei Schornsteinfegern #-(

Berthold Josephs

unread,
Dec 5, 2003, 12:45:48 PM12/5/03
to
On Fri, 05 Dec 2003 12:41:30 +0100, Marc Riese wrote:

>Ja, da bin ich mir auch sicher. Genauso sicher bin ich mir, dass ich
>bislang nie missverstanden worden bin, wenn ich das als Synonym
>verwendet habe.

Also bei meinem Onkel aufm Dorf würde man dich schon fragend ansehen,
dort ist man dem schlachten noch näher.

b.erthold

Berthold Josephs

unread,
Dec 5, 2003, 12:43:37 PM12/5/03
to
On Fri, 05 Dec 2003 10:08:09 +0100, Ulrich F. Heidenreich wrote:

>Dann ist es heute das erste Mal. Und ich bin mir verdammt sicher, daß
>ich mit dem Begriffsverständnis Schlachter=Schlachtender nicht alleine
>dastehe,

Stümmt, auch ich denke bei "Schlachter" zuerst an einen, der mit
Bolzenschußgeräten, Sägen und Hackebeilen hantiert.

>auch wenn hier mal wieder nach der "Heidenreich ist das einzige
>Arschloch, das unter Pfannkuchen KEIN Schmalzgebäck versteht"-Methode
>versucht wird, es so darzustellen.

Tja, so is das halt.

>Ist das in Düsseldorf anders? Wir hier in Essen haben nämlich sowohl
>U-Bahnen als auch Straßenbahnen, die im Untergrund fahren.

In Stuttgart heissen die Dinger "Stadtbahnen", wobei manche damit nur
die modernen Wagen/Linien meinen, andere auch die klassischen
Strassenbahnen.
Logischerweise sind die Stationen mit einem großen U gekennzeichnet.

b.erthold

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