Thomas Hochstein schrieb:
> Harald Klotz schrieb:
>> Also für alle. ;-)
>> Newsletter und Mailinglisten sind in der Whitelist.
>
> Das ist für mich weder möglich - ich kenne die
> Versandvarianten vor dem Empfang der ersten Mail gar
> nicht
Ich auch nicht, aber seriöse Newsletterversender schaffen es
ohnehin direkt zu adressieren.
Ansonsten weiss ich es nach dem ersten Empfang und der kommt
nicht unerwartet.
Alles was unerwartet kommt *ist* Spam.
> - noch vom Aufwand her praktikabel; dafür ist das
> Spamaufkommen deutlich zu gering.
Bei mir nicht.
Eine Adresse ist leicht verbrannt, wenn du bei einem Deppen
im Telefonbuch bist.
>> BCC sind Rundschreiben, also in der Regel nicht wichtig.
>> Es ist Pech für den Absender, nicht meines, wenn es nicht
>> ankommt.
>
> Dann ist doch alles gut.
So ist es.
Es gibt keine unerwartete Nachricht ohne direkte
Adressierung.
Wenn ich etwas erwarte und es kommt nicht, schaue ich im
Filter nach, so einfach ist das.
> Wer Rundschreiben aus dem Urlaub, die immerhin an > 100
> Leute gehen sollen, also so unpersönlich wie nur was
> sind, haben will, der filtert sie nicht aus, und für die
> anderen sind sie nicht wichtig. :)
Richtig.
Allerdings dürfte in so einem Fall der Absender in meinem
positiv Filter stecken.
>> Komisch, meine Erfahrung ist definit ja.
>
> Ich halte es für eher unwahrscheinlich, daß Spammer ihre
> Mails überhaupt mit einem Mailclient generieren (und nur
> dann braucht man ein Konstrukt wie BCC).
Darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht, allerdings hat
der meiste Spam eine lange Liste im TO und sehr häufig
fliegen sie raus, weil sie nicht an eine meiner
Emailadressen gehen.
Das zu filtern ist trivial, an Adresse1 in Ardner1, an
Adresse2 in....
Was noch nicht rausgeflogen ist, vom Konto1 in Ordner
Konto1.
In den Ordnern Konto1 bis Kontox finde ich extrem selten
eine Nachricht, die kein Spam ist.
> Sie werden
> vermutlich mit ihrer Software schlicht dieselbe Mail an
> alle Empfänger absetzen.
Das kann sein, muss aber nicht und meine Erfahrung ist eben,
dass ich eine Menge Spam ganz simpel herausbekomme per
Regel, "nicht an mich".
>> Die Spammer nutzen häufig To, CC und BCC um auf einen
>> Schlag viel einliefern zu können.
>
> Du bekommst wirklich eine relevant Menge Spam mit einer
> Vielzahl von Adressen in To: und/oder CC:? Das kann ich
> nicht bestätigen, und ich halte es auch für höchst
> unwahrscheinlich, weil das schlicht eine dämliche
> Implementation wäre.
Ob es dämlich ist kann ich nicht beurteilen.
Warum die Spammer es so senden weiss ich nicht.
Sie machen es.
>> Das ist die Antwort eines Unwissenden.
>
> Ohne Dir zu nahe treten zu wollen vermute ich begründet,
> daß ich von dem Thema deutlich mehr "weiß" als Du.
Dem vostehenden nach, scheint es nicht der Fall zu sein.
>> Korrekt wäre, es ist technisch nicht vorgesehen.
>
> Es geht technisch per SMTP nicht.
Das ist nur dein schmaler Blick.
Es würde gehen wenn, es geht nicht, weil keine geeignete
Regel implementiert ist.
Es gibt nichts, was gegen eine Regel BCCx spricht, in der
eine Liste der Einzelempfänger steht, die auf auf dem
Mailserver umgesetzt wird.
Es gibt ja auch BCC, wo die Adressaten völlig unterschlagen
wird.
Wenn man vernünftig gewesen wäre, hätte man BCC so
implementiert, dass der jeweilige Empfänger im TO
eingetragen wird, aber so weit hat man nicht gedacht, Leute
wie du müssen am Werk gewesen sein.
Oberflächlich mit "ich will nicht" Syndrom.
Technisch steht dem nichts entgegen, ausser dass man es
nicht vorgesehen hat.
> Um das, was Du Dir
> vorstellst, möglich zu machen, bedürfte es eines anderen
> Übertragungsprotokolls, daß die getrennte Übertragung von
> Header (oder Headerteilen) und Body vorsieht.
Du willst mehr wissen als ich und schreibst so ahnungslos?
Ich denke eher du bist so auf eingefahrenen Spuren, dass du
nicht links und rechts schaust.
Nimm einfach die Scheuklappen ab.
> _Möglich_
> wäre das, es gibt dafür allerdings keinen Grund. (Genauso
> wenig wie für den Verzicht auf BCC.)
Doch, ich sehe sogar gute Gründe.
Andererseits, ich bekomme damit viel Spam raus.
>> Ok, da müssen Leute ohne Verstand am Werk gewesen sein.
>
> Die fuhrwerken in der Regel eher mit unverstandenen oder
> ungeeignten Spamfiltern herum.
Ja klar.
>> Seit wann wird beim Briefverkehr nur der Briefbogen
>> ausgeliefert?
>
> Das ist beim Mailverkehr so üblich (oder unüblich) wie
> beim Briefverkehr. In beiden Fällen bekommen manche
> Empfänger nur den Briefbogen, andere auch den Umschlag.
Dass der Empfänger den Bogen ohne Umschlag bekommt ist im
Papierverkehr äusserst ungewöhnlich.
Dass ein Empfänger auspackt und unterverteilt ist eine
andere Baustelle.
> Beim Brief ist es im privaten Bereich verbreitet, beides
> zu erhalten, im geschäftlichen Bereich wird Post hingegen
> oft zentral geöffnet und verteilt.
Mal wieder hast nicht den richtigen Blick.
Auch im geschäftlichen Bereich wird selbstverständlich mit
Umschlag ausgeliefert, wie der Empfänger weiterverteilt ist
nicht Sache der Transporteurs.
> Beim Mailverkehr ist
> das eine Frage der Konfiguration des Empfängersystems.
Nein.
> Die weit überwiegende Mehrzahl der von mir genutzten
> Systeme (ich nehme sogar an, alle) liefert den
> Briefumschlag mit (in Form der Header Return-path: und
> Envelope-to:). Ansonsten ergibt sich schlicht aus dem
> Fakt, daß Dir der "Briefbogen" - nämlich die E-Mail -
> vorliegt, daß der "Briefumschlag" an Dich adressiert war.
Der Umschlag enthält das BCC, das wird mitgeliefert?
>> Wie bei der Briefpost, statt an alle Haushalte an mich,
>> dann bekommt es die erwünschte Aufmerksamkeit.
>> Per Aufkleber ist es bei der Briefpost meinem Postboten
>> verboten nicht adressiertes einzuwerfen.
>
> Du verkennst immer noch, daß jede E-Mail, die Du
> erhältst, (auf dem Umschlag) persönlich an Dich
> adressiert ist, daß allerdings nicht jede E-Mail auch
> (auf dem Briefbogen) an Dich gerichtet ist.
Ich verkenne nichts.
Praktisch bekomme ich ein Blatt welches irgendeine Order hat
es mir zuzustellen, aber nicht an mich adressiert ist.
Es hat eine gewisse Ähnlichkeit wie Briefpost an alle
Haushalte.
> Kurzum: Man kann das machen, wenn man es möchte, man muß
> es aber nicht; der Aufwand ist bei der Erstellung von
> Mails in einem Mailclient beträchtlich.
Im Grunde ist das gut, auch das Verfahren mit dem BCC, so
kann man Spam einfach filtern. ;-)
Wer was von mit will adressiert persönlich, viel Spammer
leider auch.
Spamfiltern bei Providern traue ich nicht, obwohl der von GM
auffallend fut ist, vor allem bietet er Spam mit Vermerk
zuzustellen oder auf Wunsch auch nur eine Liste über den
Inhalt des Spamordners, im Gegensatz zu den Stümpern von O2,
die löschen ohne die Spamliste mitteilen zu können.
> Und im Gegensatz zu Dir finde ich es sogar vorzugswürdig,
> erkennen zu können, ob ich nun eine individuell
> persönlich an mich gerichtete Mail vor mir habe oder eine
> Massenaussendung. Das ist für mich eine zwar nicht
> besonders wichtige, aber immerhin interessante
> Information.
Da auch Spam häufig direkt adressiert ist, ist das für mich
kein brauchbares Kriterium.
Aber BBCs auszufiltern ist offensichtlich auch dir nützlich,
wo ist unser Problem?
> Das Ausfiltern von Mail, die nicht per To: oder CC: an
> mich gerichtet ist, habe ich hingegen als
> Anti-Spam-Lösung bereits noch Ende der 90er verworfen;
Ich nicht und es ist erfolgreich, in Verbindung mit
geeigneten Whitelisten.
> weder ist es (wegen der Gefahr, legitime Mail zu
> übersehen,
Wer schickt dir eine legitime unerwartete Mail per BCC?
Bei mir kommt es nicht vor.
> [1] Und der Filter läuft nach Möglichkeit bereits auf dem
> Server und lehnt sicher erkannten Spam direkt ab; das
> entlastet den Spamfolder erheblich, weil dort nur noch
> Zweifelsfälle landen.
Ich verlasse mich nicht auf Providerfilter, die haben mir zu
häufig Fehler erzeugt und der Aufwand ist mir bei manchen
Providern zu hoch, weil nur über die Webseite einsehbar.
Grüße Harald