Detlef Borchers hat wieder zugeschlagen!

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Framstag

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Jul 25, 1993, 12:07:31 PM7/25/93
to
Unser aller Liebling unter den deutschen EDV-Schreiberlingen, Detlef
Borchers, hat wieder zugeschlagen und praesentiert uns in der August-ct
erneut ungebremst von jeder Sachkenntnis seinen beschraenkten DOSen-
Horizont:


S. 17
"So Sun nicht (...) den Umschwung auf Windows NT schafft, duerften die
SPARCstations bald den Weg der Next-Rechner gehen."

"Prestigesuechtige Senatoren muss man wohl zu den Begleiterscheinungen der
US-Variante der Netzdiskussion rechnen. So forderte ein Senator Perrey
(...) den Anschluss aller Bibliotheken an den E-Highway (...)" (Gemeint ist
das neue 'Super-Internet')


Noch einen drauf setz er mit seinem Lieblingsthema "E-mail", wieder mal
komplett aus der DOS-Froschperspektive geschrieben:

S.92 "Talking Bits"
(Es geht um die weltweite Verbreitung von E-Mail Protokollen) "Vollens
marginal steht (...) die Unix-Mail auf SMTP-Basis mit 6 Prozent (...) da."

S.93
"Schliesslich etabliert sich die Mailverbindung via (Novells Message
Handling System) MHS zur Unix-Seite hin zu einem Standard, der das
traditionelle SMTP vergessen laesst."

Als die wichtigsten 4 Mailsysteme ueberhaupt stellt er ausschliesslich
DOSen-sw vor. Desweiteren strotzt sein Artikel nur so von Fehlern: "jede
EMail ist nach dem Prinzip 'Store&Forward' aufgebaut" usw...

Man koennte glatt meinen, er lebt in einem Parallel-Universum. Liebe
ct-Redaktion: bitte gebt doch diesen Fabulenten schnellstens an den
Springerverlag ab. Dort ist er bestens aufgehoben, ABER ERSPART UNS
INTELLIGENTEN LESERN SO EINEN MIST!


\ Ulli 'Framstag' Horlacher \ psi%(0262)45050260103::orakel \
\ Student consultant VAX/VMS and networks \ ora...@dulruu51.bitnet \
\ Rechenzentrum Universitaet Ulm Germany \ ora...@rz.uni-ulm.de \
\ G=ulli;S=horlacher;OU=rz;P=uni-ulm;A=dbp;C=de \ rzmain::orakel \
\ "With mainframes you just can do nonsense, with PCs not even that." \

Frank Simon

unread,
Jul 24, 1993, 8:51:01 AM7/24/93
to
Hallo,

jeder Schreiberling kann sich irren. Mensch kann auch schon mal
"Unsinn" schreiben.

Detlef Borchers macht aber wiederholt Fehler, die m.E. vermeidbar
sind. Er schreibt z.B. etwas davon, dass Unix-Mail mit ihren SMTP
einen Anteil von 6% haben. Wer sowas sagt, sollte eine Quelle mit
angeben. Diese Angabe entbehrt naemlich jeder Grundlage. Wer glaubt,
dass MHS SMTP abloesen kann, der hat m.E. nicht mal Ahnung von den
Grundlagen der Netzwerktechnik (wie kann mensch das nur vergleichen?).

Terra
--
-------------------------------------------------------------------------------
! Frank Simon (Terra), Ammerlaender Heerstr. 389, W2900 (26129) Oldenburg,FRG !
! te...@sol.ccc.de, te...@sol.zer+49 441 76206 !
! "Nun kann ich Maedels fragen: Willst du mal mein Class-C-Netz sehen" Pilhuhn!
-------------------------------------------------------------------------------

Carsten Rossenhoevel

unread,
Jul 25, 1993, 2:50:36 PM7/25/93
to
te...@sol.ccc.de (Frank Simon) writes:
> [..] Wer glaubt,

> dass MHS SMTP abloesen kann, der hat m.E. nicht mal Ahnung von den
> Grundlagen der Netzwerktechnik (wie kann mensch das nur vergleichen?).

Tja, was machen wir denn nun? Ignorieren oder gemeinsam einen Leserbrief
schreiben oder c't nicht mehr kaufen? (1) ist unsportlich, (2) aufwendig
und die Wirkung zweifelhaft, (3) merken die gar nicht.

Kennt vielleicht jemand einen c't-Chef, mit dem man mal reden koennte?

Ratlos, Carsten

Andreas Frackowiak

unread,
Jul 26, 1993, 3:01:26 AM7/26/93
to
ORA...@rzmain.rz.uni-ulm.de (Framstag) writes:

>Liebe
>ct-Redaktion: bitte gebt doch diesen Fabulenten schnellstens an den
>Springerverlag ab. Dort ist er bestens aufgehoben,

Huch ? Du meinst doch sicherlich nicht den Springer-Verlag, sondern
den Axel-Springer-Verlag (also den mit dem Luegenblatt "Blind" ) ?


Oki
Andreas

--
Andreas Frackowiak a...@germany.uucp

Thorsten Guenther

unread,
Jul 26, 1993, 3:54:24 AM7/26/93
to
In article <1993Jul25....@wega.rz.uni-ulm.de> ORA...@rzmain.rz.uni-ulm.de (Framstag) writes:
>Unser aller Liebling unter den deutschen EDV-Schreiberlingen, Detlef
>Borchers, hat wieder zugeschlagen und praesentiert uns in der August-ct
>erneut ungebremst von jeder Sachkenntnis seinen beschraenkten DOSen-
>Horizont:

Hmmmm...ist doch derselbe, bei dem Mail im Internet mehrere Tage zur
Uebermittlung braucht, oder?

Ich habe keine Ahnung von Protokollen o.ae., aber selbst ich habe diesen
laecherlichen Artikel nur kurz angelesen, genauso mache ich es uebrigens
mit Artikeln ueber Netzwerke, wenn Usenet nicht oder nur am Rande erwaehnt
wird :-). Vielfach werden Hobbynetzwerke (MAUS, Zerberus) erwaehnt, haeufig
noch Compuserve, und das wars dann... :-/.
Es ist einfach so, dass die 'Fach-'autoren haeufig keinen blassen Schimmer
von der Moeglichkeit einer privaten Usenet-Anbindung ueber Vz* oder IN
haben, von technischen Details der DFUe fuer diese User schon gar nicht
und von Kosten-/Nutzenrechnungen halten sie sowieso nichts (AmigaMagazin
6(?)/93 hat es gewagt, 2400-Baud-Modems zu testen!).
Die c't-Artikel heben sich eigentlich im Normalfall positiv davon ab, aber
D.B. macht eine Ausnahme (oder sollen seine Artikel als Glosse gemeint
sein?).

Weregoose

- guen...@peschl.fmi.uni-passau.de (Thorsten Guenther) -
---------------------------------------------------------------------------
- Vom 1.8. bis zum 28.10. bin ich erreichbar mit were...@sos.sh.sub.org -
- bzw. guen...@sos.sh.sub.org -

Kay Marquardt

unread,
Jul 26, 1993, 5:23:54 AM7/26/93
to
In article <22ukls$m...@news.cs.tu-berlin.de>, cr...@cs.tu-berlin.de (Carsten Rossenhoevel) writes:
[...]

|> Kennt vielleicht jemand einen c't-Chef, mit dem man mal reden koennte?
--

D.B. ist geschmackssache...

Probiert doch mal mit 'ne mail an c...@ix.de

kay
___________________________________
``` /
______________________oOO_(o o)_OOo_____/ Kay Marquardt
_ _ (_) BASF AG, ZHV/S, B18/S
/ / / __ _ _ _ _ _ /_/_ 67056 Ludwigshafen / Rhein
/ /_(_/_/_(_/_/_/_(_/_/_(_/_/_ Phone : +49-(0)621/60-48426
/ E-Mail: K.Mar...@zhv.basf-ag.de
_____________________________________________________________________________

Framstag

unread,
Jul 26, 1993, 7:14:38 AM7/26/93
to
In <1993Jul26....@horga.ruhr.de> z...@horga.ruhr.de writes:

> >Liebe
> >ct-Redaktion: bitte gebt doch diesen Fabulenten schnellstens an den
> >Springerverlag ab. Dort ist er bestens aufgehoben,
>
> Huch ? Du meinst doch sicherlich nicht den Springer-Verlag, sondern
> den Axel-Springer-Verlag (also den mit dem Luegenblatt "Blind" ) ?

Latuernich meinte ich den Bloed-Zeitungs Springerverlag!
Der (wissenschaftliche) Springerverlag ist erste Sahne!

peinliche verwexlung....

Framstag

unread,
Jul 26, 1993, 7:18:40 AM7/26/93
to
In <1993Jul2...@ula1b18.zhv.basf-ag.de> k...@ula1b18.zhv.basf-ag.de writes:

> D.B. ist geschmackssache...
>
> Probiert doch mal mit 'ne mail an c...@ix.de

Hab ich schon bei seinem letzten peinlichen Artikel "Mailwars" gemacht.
Keine Reaktion von der ct.

Markus Nullmeier

unread,
Jul 26, 1993, 10:10:42 AM7/26/93
to

> > D.B. ist geschmackssache...
Ja, Borchers ist eben ein Profi-Journalist mit allem, was dazu gehoert:
Zweifellos liefert er, staendig durch die Welt jettend [oder selbigen
Eindruck erweckend] den Zeitschriften Informationen, an die sie ohne ihn
nicht oder nicht so preisguenstig bekaemen, zum Beispiel seine diversen
Messeberichte. Dabei versteht er es, die erhaschten Neuigkeiten standes-
gemaess sprachlich aufzupeppen: je mehr Leute das Zeug lesen, desto
teurer kann man die Artikel verkaufen. Bei Bedarf wird auch der Inhalt
durch Spekulation oder Anekdoten (e. g. Wasserschlacht bei der Demo-Messe)
gestreckt. Sachliche Richtigkeit hat, wie ueberall im Journalismus,
hoechstens dritte Prioritaet.

Durch fehlende Konkurrenz machen derartige Flops-im-Detail der c't und
insbesondere auch der iX eher wenig aus. Die Ueberpruefung auf sachliche
Richtigkeit ist daher nicht allzusehr vonnoeten. Moeglicherweise mag
Borchers es auch nicht, wenn man an seinen 'brandheissen' Artikeln allzuviel
aendert.

> >
> > Probiert doch mal mit 'ne mail an c...@ix.de

Oder [fuer Flames] det...@topspin.mhs.compuserve.com, wenn ich mich
richtig erinnere.


> Hab ich schon bei seinem letzten peinlichen Artikel "Mailwars" gemacht.
> Keine Reaktion von der ct.

Der c't scheint ihr 'Gernet-Forum' wichtiger zu sein, es war ja einmal
kurz als fido.ger.ct-Newsgroup zu lesen :-/ Vermutlich werden die aber
nicht oeffentlich ueber ihre [freien] Mitarbeiter diskutieren...

Wie dem auch sei, vielleicht ist Herr Borchers ja doch offen,
etwas _neues_ ueber das aus seiner Perspektive veraltete (lies hat
keinen Neuigkeitswert) Internet zu lernen. Nachdem auf meinen vorherigen
Vorschlag (das Buch von Krol) scheinbar keine Reaktion kam, schlage ich
ihm jetzt das "Internet System Handbook" vom M T Rose vor, was vielleicht
eher auf seinem Niveau ist.


--
---------------------------------------------------
Markus Nullmeier af...@ix.urz.uni-heidelberg.de


P.S. Eine der letzten Ausgaben der PC*Welt war enthielt bei etwa
Seite 90 ein Foto von Herrn Borchers...


Frank Simon

unread,
Jul 25, 1993, 8:08:18 AM7/25/93
to
Hallo,

Das Stichwort: Ich bin ja hier direkt an die ct-Hierachie angeschlossen
und verteile sie auch. Ich wuerde sagen: Jemand macht einen Text fertig,
stellt ihn hier zur Diskussion und ich schicke das dann in die ct-Hierachie
und via Fax an die Redaktion. Ok ?

Martin Husemann

unread,
Jul 26, 1993, 8:18:19 AM7/26/93
to
cr...@cs.tu-berlin.de (Carsten Rossenhoevel) writes:

>Tja, was machen wir denn nun? Ignorieren oder gemeinsam einen Leserbrief
>schreiben oder c't nicht mehr kaufen? (1) ist unsportlich, (2) aufwendig
>und die Wirkung zweifelhaft, (3) merken die gar nicht.

>Kennt vielleicht jemand einen c't-Chef, mit dem man mal reden koennte?

Das hat wenig Sinn. Die haben in solcher Hinsicht ein ziemlich dickes
Fell und halten sich immer noch für die beste deutsche Computerzeitschrift.

Weiß jemand, ob wir eine Gegendarstellung verlangen können (als SMTP
Benutzer z.B.) ?


Gruß


Martin
--
"In computer languages, beauty is only scan deep" - Larry Wall

David-Michael Lincke

unread,
Jul 26, 1993, 12:29:20 PM7/26/93
to
In article <1993Jul25....@wega.rz.uni-ulm.de>, ORA...@rzmain.rz.uni-ulm.de (Framstag) writes:
> Unser aller Liebling unter den deutschen EDV-Schreiberlingen, Detlef
> Borchers, hat wieder zugeschlagen und praesentiert uns in der August-ct
> erneut ungebremst von jeder Sachkenntnis seinen beschraenkten DOSen-
> Horizont:
> [ ...]

>
> "Schliesslich etabliert sich die Mailverbindung via (Novells Message
> Handling System) MHS zur Unix-Seite hin zu einem Standard, der das
> traditionelle SMTP vergessen laesst."
> [...]

> Man koennte glatt meinen, er lebt in einem Parallel-Universum. Liebe
> ct-Redaktion: bitte gebt doch diesen Fabulenten schnellstens an den
> Springerverlag ab. Dort ist er bestens aufgehoben, ABER ERSPART UNS
> INTELLIGENTEN LESERN SO EINEN MIST!
>
Ach Ulli,
reg Dich doch nicht so auf. Die zwei Jahre bis unser guter alter Detlef zur
Powerplay wechselt, um dort Protokolle fuer SEGA - Nintendo Connectivity
zu testen, werden wir doch noch ueberstehen.

Gruss David
--
David-Michael Lincke **** University of St. Gallen HSG ************
-------------------------------------------------------------------
bwll...@sgcl1.unisg.ch, ae...@freenet.carleton.ca
9263...@sgcl1.unisg.ch, lin...@ezinfo.vmsmail.ethz.ch

Wolfgang Strobl

unread,
Jul 26, 1993, 2:43:23 PM7/26/93
to
In <CAru6...@bi-link.owl.de> mar...@bi-link.owl.de (Martin Husemann) writes:

>cr...@cs.tu-berlin.de (Carsten Rossenhoevel) writes:

>>Tja, was machen wir denn nun? Ignorieren oder gemeinsam einen Leserbrief
>>schreiben oder c't nicht mehr kaufen? (1) ist unsportlich, (2) aufwendig
>>und die Wirkung zweifelhaft, (3) merken die gar nicht.

>>Kennt vielleicht jemand einen c't-Chef, mit dem man mal reden koennte?

>Das hat wenig Sinn. Die haben in solcher Hinsicht ein ziemlich dickes
>Fell und halten sich immer noch für die beste deutsche Computerzeitschrift.


>Weiß jemand, ob wir eine Gegendarstellung verlangen können (als SMTP
>Benutzer z.B.) ?

Hiesse das nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen? Daß die c't ein
ziemlich dickes Fell hat, wenn man an ihren Artikeln herumkrittelt,
das habe ich selber vor Jahren mal erlebt. Aber trotz aller Mängel
wird die c't ihrem eigenen Anspruch, mit dem auch die Byte mal
angefangen hat (von dem sie im Gegensatz zur c't aber seit Jahren
schon weit, weit weg ist), nämlich so eine Art "small systems journal"
zu sein, doch weitgehend gerecht. Jedenfalls findet hier jeder, der
weder Hardwareingenieur, Entscheidungsträger und Großeinkäufer,
Softwarehaus mit Produktstrategie und Marketingabteilung oder
Mitglied im Wissenschaftsbetrieb (sprich: Verwalter einer Literatur-
liste) noch nur ein einfacher Bastler ist - oder von allem ein
bißchen - eine Menge brauchbaren technisch orientierten Materials.

Man sollte seine Ansprüche dabei nicht zu hoch schrauben; ich
persönlich lese die c't weder, um mir meine Vorurteile gegen
andere Systemen bestätigen zu lassen, noch um Kaufentscheidungen
zu treffen und ich benutze sie auch nicht als Ersatz für die technischen
Unterlagen für die Programmierung oder den Betrieb von Rechnern, mit denen
ich zu tun habe, sondern hauptsächlich deswegen, weil dort über
Geräte und Programme (Hard- und Software) in einer Weise berichtet
wird, in der ich es selber täte (mich damit beschäftigen, nicht
darüber berichten), wenn ich die Zeit dafür hätte.

Insofern beurteile ich die Zeitschrift weniger anhand der Artikel
aus Bereichen, in denen ich mich auskenne, sondern anhand solcher,
die sich mit Themen beschäftigen, für die ich weder beruflich
noch in der Freizeit Gelegenheit habe, mich damit ausführlich zu
beschäftigen. Daß ich dort, wo ich Experte bin, die meisten Artikel
recht schnell zerpflücken kann, halte ich bei diesem Typ Zeitschrift
für ziemlich selbstverständlich.

Ärgerlich wird es, wenn man einem Artikel auch ohne Fachkenntnisse
zu schnell ansieht, daß der das Papier nicht wert ist, auf dem er
gedruckt ist. Ein Beispiel ist der oben erwähnte Fall, der mich
mal zu einem Leserbrief bewegt hatte. Es ging um einen Artikel, in
dem ein Verschlüsselungsverfahren komplett mit Quelltext vorgestellt
wurde und vollmundig in der Überschrift behauptet wurde, daran würden
sich "sogar die Experten vom BKA die Zähne ausbeißen".

Nun bin ich alles andere als ein Experte für Kryptographie, Zahlen-
theorie und verwandte Verfahren. Aber Behauptungen wie diese
reizen mich immer. Also schwang ich mich hinter den Bildschirm
meines selbst zusammengelöteten CP/M-Rechners (man mag daran
ersehen, daß die Geschichte schon etwas zurückliegt) und tippte
zunächst das längliche Turbo-Pascal-Programm ab - Listings via
Mailbox gab's damals noch nicht. Von da bis zu dem (halb so
langen und doppelt so schnellen (!)) C-Programm (Software Toolworks,
kann sich da noch jemand dran erinnern? Keine structs, kein floating-
point ...), das aus so ziemlich jedem verschlüsselten Text das
Passwort zuverlässig ausrechnen konnte, dauerte es weniger als
zwei oder drei Stunden. Ich habe meine Analyse des Verfahrens zu-
sammen mit dem Quelltext in einem freundlichen Leserbrief an
die c't geschickt, worauf mir nach ein paar Wochen Herr Stiller
(den ich ansonsten wegen seiner ausgezeichneten Hardwareartikel
sehr schätze) zurückschrieb, daß mein Knackverfahren auf der
Kenntnis des Verschlüsselungsverfahrens beruhe, was durch Änderung
der (ein einzelnes Byte verschlüsselnden) Verschlüsselungsfunktion
leicht zu beheben sei, aber er doch sehr an meinem Knackverfahren
interessiert sei - wenn ich es in Pascal umschriebe. Igitt! :-{

Ich habe mich eine weitere Stunde an meinen Rechner gesetzt und
ein zweites Programm geschrieben (wieder in C), das zwar nun
nicht mehr in der Lage war, das zum Verschlüsseln benutzte
Passwort zu ermitteln, aber zum Ausgleich die Datei gleich
kurzerhand wieder entschlüsselte, und das auch noch etwa doppelt
so schnell lief, wie das Turbo-Pascal-Programm zum Verschlüsseln
gebraucht hatte, das etwas weniger Zeilen hatte und - das war
der Knackpunkt des Knackprogramms - völlig unabhängig von
der (byteweisen) Verschlüsselungsfunktion war. (Ich habe einfach
ausgenutzt, dass es bei blockweiser Wiederholung desselben
Schlüsselblocks völlig unerheblich ist, mit welchen Klimmzügen
das Programm diesen Schlüsselblock aus dem vom Benutzer einge-
tippten Klartextschlüssels ausrechnet, und man genug
verschlüsselten Text für die Analyse hat). Dieses Programm habe
ich nun zusammen mit einem nun allerdings schon etwas spitzen
Brief Herrn Stiller geschickt. Eine Antwort habe ich nicht mehr
erhalten, und beide Briefe sind auch nicht als Leserbrief
veröffentlicht worden. Ein halbes Jahr später habe ich auf dem
heise-Stand auf der Hannovermesse (hieß das damals schon CeBit?)
den damaligen Chefredakteur angesprochen, der aber nur mäßig
interessiert war - was ich nun auch wieder verstehen kann, denn
das war ja inzwischen Schnee von gestern.

Ich habe mich damals schwer geärgert, aber sehe das inzwischen
eher als einen Fehler an. Ob eine Zeitschrift Leserbriefe auch
zur Qualitätskontrolle einsetzt, das ist die Entscheidung der
Redaktion. Sie kann das tun, aber niemand zwingt sie dazu, und
schon gar nicht der Leser, außer über sein Kaufverhalten. Und
das ist, zumindest bei mir, weniger davon bestimmt, wieviele
*schlechte* Artikel eine Zeitschrift enthält, für die ich sie
durch Kaufenthaltung strafen zum müssen glaube, sondern
einzig und allein davon, wieviele *gute* Artikel sie enthält.

Wenn ich an einer Zeitschrift regelmäßig kürzer lese als an einem
Krimi oder einem SF zum selben Preis, dann kaufe ich sie nicht oft.
Wenn aber nicht, dann ist mir völlig egal, wieviel dummes Zeug
sonst noch so drinsteht.

--
o ( Wolfgang Strobl Wolfgan...@gmd.de (+49 2241) 14-2394
/\ * GMD - Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung mbH
_`\ `_<=== Schloss Birlinghoven, P.O. Box 1316, | #include
__(_)/_(_)___.-._ 53731 Sankt Augustin, Germany | <std.disclaimer.hpp>

Bernd Hennig

unread,
Jul 26, 1993, 5:50:18 PM7/26/93
to
cr...@cs.tu-berlin.de (Carsten Rossenhoevel) writes:

Aeh - bekommt dieser Mensch denn GELD fuer das Geschreibsel ? Ich dachte
immer, das waere die staendige "1.April" Rubrik, nachdem das Niveau
der C'T einfach zu hoch war MUSSTE mach doch etwas dagegen tun.....

Ein Leserbrief, in dem die "Fakten" dieses Herrn kurz und buendig aus-
einandergeknuepft werden duerfte dann ca. 90% der naechsten Ausgabe aus-
machen ?

--
Bernd Hennig | PFM News & Mail RMT | 06131 / 362779 | be...@pfm.rmt.sub.org
" Fuellen die das Bier in Faesser ? "
" Ja, aber vorher nehmen sie die Katzen raus !" - ALF

Olaf Titz

unread,
Jul 27, 1993, 3:41:39 AM7/27/93
to
In article <43...@sol.ccc.de> te...@sol.ccc.de (Frank Simon) writes:

> Das Stichwort: Ich bin ja hier direkt an die ct-Hierachie angeschlossen
> und verteile sie auch. Ich wuerde sagen: Jemand macht einen Text fertig,
> stellt ihn hier zur Diskussion und ich schicke das dann in die ct-Hierachie
> und via Fax an die Redaktion. Ok ?

Bekommt man davon auch hier (d.h. im Usenet) was mit?

Olaf
--
olaf titz o ol...@bigred.ka.sub.org praetorius@irc
comp.sc.student _>\ _ s_t...@ira.uka.de LINUX - the choice
karlsruhe germany (_)<(_) uk...@dkauni2.bitnet of a GNU generation
what good is a photograph of you? everytime i look at it it makes me feel blue

Olaf Titz

unread,
Jul 27, 1993, 3:43:04 AM7/27/93
to
In article <CAru6...@bi-link.owl.de> mar...@bi-link.owl.de (Martin Husemann) writes:

> Das hat wenig Sinn. Die haben in solcher Hinsicht ein ziemlich dickes
> Fell und halten sich immer noch für die beste deutsche Computerzeitschrift.

Sind sie ja leider auch :-(

> Weiß jemand, ob wir eine Gegendarstellung verlangen können (als SMTP
> Benutzer z.B.) ?

Zweifelhaft. Aber eine Gegendarstellung w"are auf jeden Fall (f"ur
uns) ziemlich l"acherlich.

Henning Schmiedehausen

unread,
Jul 27, 1993, 7:52:47 AM7/27/93
to

c...@ix.de (Christian Persson) oder aber das c't Forum, dass es normalerweise
bei Fido (GerNet) Nodes oder auch per Gate im Internet gibt. Aber auch dass
hat IMHO wenig Sinn, weil der Persson ein ********** ***** ist, der seine
Redakteure auch bei total falschen Meinungen bis aufs Blut verteidigt und
wenn ihn jemand wirklich mal in die Enge treibt, demjenigen nicht mehr
antwortet.

cu
Henning

--
Henning Schmiedehausen - bar...@forge.franken.de _ // Amiga -
Not tiny, sometimes toony, always a little loony \X/ learning to fly
--- Home of Barnard's Software Forge (ECG210) ---

... press your thumbs (that's cross your fingers for Englishmen),...
-- Dr. Peter Kittel in <11...@cbmger.de.so.commodore.com>

peter katzmann

unread,
Jul 28, 1993, 5:32:32 AM7/28/93
to
In article <Lgfit*S...@forge.franken.de> Bar...@forge.franken.de (Henning Schmiedehausen) writes:
>From: Bar...@forge.franken.de (Henning Schmiedehausen)
>Subject: Re: Detlef Borchers hat wieder zugeschlagen!
>Date: Tue, 27 Jul 1993 11:52:47 GMT

>In article <22ukls$m...@news.cs.tu-berlin.de>, Carsten Rossenhoevel writes:
>
>> te...@sol.ccc.de (Frank Simon) writes:
>> > [..] Wer glaubt,
>> > dass MHS SMTP abloesen kann, der hat m.E. nicht mal Ahnung von den
>> > Grundlagen der Netzwerktechnik (wie kann mensch das nur vergleichen?).
>>
>> Tja, was machen wir denn nun? Ignorieren oder gemeinsam einen Leserbrief
>> schreiben oder c't nicht mehr kaufen? (1) ist unsportlich, (2) aufwendig
>> und die Wirkung zweifelhaft, (3) merken die gar nicht.
>>
>> Kennt vielleicht jemand einen c't-Chef, mit dem man mal reden koennte?
>
>c...@ix.de (Christian Persson) oder aber das c't Forum, dass es normalerweise
>bei Fido (GerNet) Nodes oder auch per Gate im Internet gibt. Aber auch dass
>hat IMHO wenig Sinn, weil der Persson ein ********** ***** ist, der seine
>Redakteure auch bei total falschen Meinungen bis aufs Blut verteidigt und
>wenn ihn jemand wirklich mal in die Enge treibt, demjenigen nicht mehr
>antwortet.
>
Bei denen nuetzt garnichts, ich hab auch schon mal ne mail hingeschickt, no
reply. Ist aber angekommen und gelesen.
Soviel schwachsinn mit einer echt mehr als nur beschissenen grammatik hab
ich noch nie gesehen, die springen da auf einen Zug und erzaehlen den Kid's
etwas, wovon die nur traeumen, aber nicht drauf zugreifen koennen.
Ich lese c't nur noch in der Firma, mein ABO Zuhause ist abbestellt. Wenn
ich eine Computerzeitung noch richtig lese ist es die byte. Die einzige
Zeitung bei der man noch was lernt. Die byte artikel in der c't sind doch
auch nur ein Witz. In der byte ist es ein feature mit 4 Schwerpunktartikeln
plus intro, in der c't ein aus dem kontext gerissener Artikel von 4.

peter

Frank Simon

unread,
Jul 28, 1993, 1:43:45 PM7/28/93
to
Hallo,

hier eineMail von Detlef Borchers zu dem Thema

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

>From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>
>Subject: Detlef Borchers hat wieder einmal ...
>Date: 28 Jul 93 08:55:06 EDT

Guten Tag Herr Simon,

ich moechte auf Ihren in de.comm.internet geauesserten Vorschlag eines
Diskussionsverteilers eingehen und nehme hiermit von meiner Seite aus zu
den ausserordentlich amuesanten Kommentaren Stellung, die mich von diversen
Seiten betreffen. Wenn Sie diese Mail weiterreichen, haben Sie mein
vollstes Einverstaendnis. In der Hoffnung auf weitere putzige Dingerchen
....

Zunaechst einmal sollten die entruesteten Herrschaften wissen, dass die c't
einen Artikel ueber DOS, OS/2 und Apple-Mail bestellt hatte. Ich habe just
diese Ware geliefert. Unix war ausdruecklich nicht gefordert. Aus meiner
Perspektive verhaelt es sich so, als ob man in einem Artikel ueber die
Orangenernte gerne etwas ueber Aepfel gelesen haette, was ich, gelinde
gesagt, fuer eine kindliche Vorstellung halte.

Zweitens gehen einige Kommentatoren die Wende hoch ueber die Prozentangabe
bei SMTP. Die Quelle ist angegeben, es ist die jaehrlich herausgegebene
Marktuntersuchung von Ferris Networks, einem Marktforschungsunternehmen.
Ueber diese Untersuchung hat die Computerwoche berichtet, ich habe eine
Analyse in der PC-Woche geschrieben, sie ist in der PC-Week, in Computing
Canada und in den Information Industry News veroeffentlicht, aber der Sturm
der Entruestung kommt erst bei der Referenz in der c't auf. Da darf man
doch wohl lachen, oder?

Zur Information: die Anteile am Mailmarkt sehen wie folgt aus:
Mainframe-Loesungen (PROFS) 52%, PC-Netzwerke 22%, andere Mainframes 12%,
auf Minis basierende Loesungen 6%, SMTP-basierte Mail 6%, Macintosh-Mail
2%.
Die groessten Rueckgaenge im Vergleich zum Vorjahr: PROFS, SMTP.

Was die Internet-Diskussion anbelangt: jawohl, ich glaube, dass das
Internet kommerzialisiert wird und die Unis eine marginale Rolle spielen.
Man sehe nur die IBM-Untersuchung des eigenen Internet-Gateways an: von den
350 000 Messages pro Monat werden da nur 7% dem Forschungsnetz alter
Praegung zugerechnet.

Ansonsten bin ich sicher, dass der Rest der aufgeregten Kommentare ueber
Borchers als jettender Profi-Journalist, Rezensent von Nintendo-Games usw.
usf. Energien kostet, die im harten Uni-Alltag erst einmal getankt werden
muessen. Natuerlich muss es unter diesem Gesichtspunkt unfassbar sein, dass
manche Leute "mit Geschreibsel auch noch Geld verdienen". Aber immerhin hat
der analytische Sachverstand der Kommentatoren eines erkannt: das man ein
dickes Fell in diesem Beruf braucht. Das habe ich. In diesem Sinne wuerde
ich mich freuen, weitere Kommentare zu erhalten. --Detlef, DAR

**********************************************************************
Detlef Borchers, Presseb*ro TopSpin, Langenstr. 9, 49492 Westerkappeln
*** Compuserve: 76060,3303 *** MCI: 477-0501 *** Genie: d.borchers ***
** Internet: dbo...@well.sf.ca.us ** MHS: detlef@topspin via Cserve **
**********************************************************************

Kristian Koehntopp

unread,
Aug 1, 1993, 3:49:18 AM8/1/93
to
In <23dr0t$m...@server2.rz.uni-leipzig.de> bub...@aix520.informatik.uni-leipzig.de (Sven Tuerpe) writes:
>Und weil ich gerade beim fragen bin, ich habe da was von UUCP-Crosspoint
>gehoert. Wann kann man damit rechnen?

Crosspoint 3.0 befindet sich jetzt in der beginnenden
Beta-Testphase. Die Upgrade-Strategie wurde soeben
bekanntgegeben (-> /T-NETZ/SUPPORT/CROSSPOINT).

Peter Mandrella hat fuer die 3.0-Version grosse Teile von
Crosspoint neu geschrieben (und einen eigenen uucico erstellt
und ... ). Das und die persoenliche Zeitplanung von Peter
erklaeren die lange Verzoegerung... :-)

Nach meinen Informationen wird Crosspoint 3.0 irgendwann im
3Q93 erscheinen.

Kristian
--
Kristian Koehntopp, Harmsstrasse 98, 24114 Kiel 1, +49 431 676689
"Bringen Sie sich ins Internet - die neuen C-Netze."
-- nach Jochen Erwied (ma...@joker.ruhr.de)

Andreas Frackowiak

unread,
Aug 1, 1993, 7:20:56 AM8/1/93
to

te...@sol.ccc.de (Frank Simon) writes:

>hier eineMail von Detlef Borchers zu dem Thema

[...]

>Zweitens gehen einige Kommentatoren die Wende hoch ueber die Prozentangabe
>bei SMTP. Die Quelle ist angegeben, es ist die jaehrlich herausgegebene
>Marktuntersuchung von Ferris Networks, einem Marktforschungsunternehmen.

[...]


>Zur Information: die Anteile am Mailmarkt sehen wie folgt aus:
>Mainframe-Loesungen (PROFS) 52%, PC-Netzwerke 22%, andere Mainframes 12%,
>auf Minis basierende Loesungen 6%, SMTP-basierte Mail 6%, Macintosh-Mail
>2%.


Ich kenne die Studie nicht, denke aber dass nun deutlicher wird, was
da ueberhaupt verglichen wurde. Nicht die Anteile an der tatsaech-
lichen Nutzung, sondern eher die Prozentanteile an den *Verkaeufen*
von Mail-Software (bzw. Dienstleistungen).


Und da schneidet natuerlich ein Konzept/System schlechter ab, bei dem
E-Mail nur ein Teil der Gesamtdienste ist (E-Mail als Teil von Internet),
und die Software zur Benutzung von E-Mail oft kostenlos ist, bzw. schon
als Teil des Betriebssystems mit anderen Paketen gebuendelt ist.


Insofern sagt der *Verkauf* von E-Mail Software in diesem Fall nicht
unbedingt etwas ueber das tatsaechliche Verhaeltnis der Nutzung aus,
und es bewahrheitet sich der Spruch: "Trau keiner Statistik, die Du
nicht selbst gefaelscht hast.".


OkiDoki
Andreas


--
"Protocols should become simpler as they evolve." - Robert Ullmann
Andreas Frackowiak a...@germany.uucp

Helge Oldach

unread,
Aug 1, 1993, 11:07:58 AM8/1/93
to
Bar...@forge.franken.de (Henning Schmiedehausen) writes:
| Aber die 'richtige Welt' macht weiter und kuemmert sich (Gott sei Dank) nicht
| um Z-Connect, MausTausch und MHS.

Voellig korrekt. Die macht SNA.

--
Helge....@Stollmann.DE Fazer auf Betäubung!

Karl-Heinz Weiss

unread,
Aug 1, 1993, 1:30:51 PM8/1/93
to
In article <55mQP...@xpoint.ruessel.sub.org>
pe...@xpoint.ruessel.sub.org (Peter Mandrella) writes:

>Zerberus, Fido und Maus sind bekannt, weil es praktisch in jedem
>Nahbereich oeffentliche Zugaenge dazu gibt. CompuServe ist durch massive
>Werbung bekannt. Dem Usenet fehlt beides.
>
>Fuer Zerberus, Fido und Maus gibt es fuer alle wichtigen Rechnerplattformen
>komfortable, Otto-Normalanwenderfreundliche Offline-Software. Fuer UUCP
>noch nicht.

Und W a n n gibts die endlich ? ;-)

Gruss, Karl-Heinz

Fido Classic 2:241/7455.19
Maus: Karl-Heinz Weiss@KA
Z-Net: K.W...@Fun-Box.Zer
---

Martin Husemann

unread,
Aug 1, 1993, 5:57:10 PM8/1/93
to
z...@horga.ruhr.de (Andreas Frackowiak) writes:

>Ich kenne die Studie nicht, denke aber dass nun deutlicher wird, was
>da ueberhaupt verglichen wurde. Nicht die Anteile an der tatsaech-
>lichen Nutzung, sondern eher die Prozentanteile an den *Verkaeufen*
>von Mail-Software (bzw. Dienstleistungen).

Das ist aus meiner Sicht der größte Hammer an dem Zitat (und Herr Borchers
hat es offenbar immer noch nicht begriffen): ich kann sofort eine realistische
Statistik liefern, das ZCONNECT das Maß aller Dinge ist und "man" für ISDN
Kommunikation einen Fossil-Treiber braucht.

Solange ich weder bekanntgebe, was in der Erhebung gefragt wurde, noch auf
welchen 100% Wert sich meine Aussagen beziehen, ist "Fälschung" noch ein
viel zu elegantes Wort: grober Unfug ist zutreffender.

Und Churchill hat Andreas ja bereits zu Recht zitiert...

Thorsten Kitz

unread,
Aug 1, 1993, 7:02:32 PM8/1/93
to
Hallo Henning,

In <04xjt*7...@forge.franken.de> Bar...@forge.franken.de (Henning Schmiedehausen) writes:

>Inter-/UseNet ist das weltgroesste, thememmaessig am weitesten gefaecherte,
>am besten verbundene und weitestverbreitete Netzwerk. Vielleicht Fido kann
>im Verbreitungsgrad mit Inter-/UseNet mithalten. Maus und Z sind doch
>bestenfalls regional deutsche Erscheinungen (oder warum gibt es eine maus.de
>und eine zer.de, aber keine UseNet Sites in diesen kleinen Netzen)

Da liegen aber klare Verstaendigungsprobleme vor. *.maus.de oder *.zer.de sind
Usenet-Sites, da sie am Usenet teilnehmen. Jeder Rechner, ob Mailbox oder
privater Rechner, der News verschicken kann, nimmt am Usenet teil. Das diese
Netze regionale Erscheinung sind, stimmt bedingt. Das MausNet z.B. gibt es auch
in Oesterreich. Das es nicht international verbreitet ist, liegt mit daran, dass
die Software eine komplette Deutschsprachige Benutzerfuehrung hat.

>Aber die 'richtige Welt' macht weiter und kuemmert sich (Gott sei Dank) nicht
>um Z-Connect, MausTausch und MHS.

Das halte ich doch fuer ueberheblich. Warum "die richtige Welt" ? Usenet ist kein
homogenes Netzwerk, sondern eigentlich eine Anhaeufung von Rechner und Unter-Netzen
die einen gemeinsamen News Austausch machen. Das Internet dient als "Backbone"
im Sinne des Wortes, also als Mittel, um schnell weite Entfernungen zu ueberbruecken.
Das private Usenet Sites nicht so publik sind, liegt IMHO doch ein wenig an der
etwas komplizierteren Installation der Software. Fuer den Anruf bei einer Mailbox
braucht man lediglich sein Modem, ein Terminalprogramm und die richtige Telefon-
Nummer. Wenn die Mailbox-Software benutzerfreundlich ist, kann man unter Umstaenden
in wenigen Minuten die erste Nachricht losschicken. Ueberleg mal, wie lange es
dauert ein UUCP System ohne Vorkenntnisse korrekt zu installieren. Mailboxen
haben durchaus eine Berechtigung und fuer den durchschnittlichen CT Leser sind
sie einfach besser geeignet.

Bis dann,

Thorsten.

--
******************************************************************
* Thorsten Kitz * E-Mail: thor...@radar.mk.open.de *
* In den Telgen 7 * th...@nvl1.hrz.uni-dortmund.de *
* 58638 Iserlohn * MausNet: T.K. @ MK *
* Germany * Voice: +49-2371-32403 *
******************************************************************

Olaf Titz

unread,
Aug 1, 1993, 11:59:40 AM8/1/93
to
> >From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>

> Zweitens gehen einige Kommentatoren die Wende hoch ueber die Prozentangabe
> bei SMTP. Die Quelle ist angegeben, es ist die jaehrlich herausgegebene
> Marktuntersuchung von Ferris Networks, einem Marktforschungsunternehmen.
> Ueber diese Untersuchung hat die Computerwoche berichtet, ich habe eine

Es stellt sich die Frage, "uber welche Grundmenge die Untersuchung
l"auft. Wenn man alle installierten Mailsysteme vergleicht und dabei
jedes 3-Knoten-Novellnetz mit standardm"assig mitgelieferter
Mailf"ahigkeit mitgez"ahlt wird, ist es klar, wer bei der Anzahl
Installationen 'gewinnt'. Eine alternative M"oglichkeit w"are zum
Beispiel, reine Inhouse-Systeme von solchen mit weltweiter
Connectivity zu trennen (wobei die weltweite Connectivity sich
nat"urlich auf die konkrete Installation bezieht und nicht auf
potentielle F"ahigkeiten der Software).

Wenn jemand den Marktbericht in Originalform kennt, w"are es sch"on,
dar"uber Auskunft zu geben.

> Zur Information: die Anteile am Mailmarkt sehen wie folgt aus:

An *welchem* Mailmarkt? Das ist der springende Punkt. (Noch eine
andere Vergleichsbasis w"urde "ubrigens die transferierte Datenmenge
bieten... man erkennt daran die relative Sinnlosigkeit solcher
Statistiken.)

> Mainframe-Loesungen (PROFS) 52%, PC-Netzwerke 22%, andere Mainframes 12%,

Oder soll das etwa heissen, dass weltweit 64% aller Mail*anwender*
Mainframes benutzen? Hier darf auch gelacht werden.

> auf Minis basierende Loesungen 6%, SMTP-basierte Mail 6%, Macintosh-Mail
> 2%.

Sicher, z.B. in Betrieben, deren gesamte EDV von Minis auf Novellnetze
migriert wurde, ist SMTP sicher nicht stark vertreten ;-) Aber was
alles wird hier unter 'Macintosh-Mail' zusammengefasst? Worunter fallen
beispielsweise Macs mit SMTP, etc.? Viel zu viele Fraghen, um mit
diesen Zahlen "uberhaupt irgendetwas anfangen zu k"onnen - jedenfalls
nicht ohne mehr Hintergrundinformation.

Noch ne M"oglichkeit: Wird der hier zerpfl"uckte 'Marktanteil' etwa in
Dollars gemessen? Dann hat SMTP nat"urlich sowieso kaum Chancen...

> Was die Internet-Diskussion anbelangt: jawohl, ich glaube, dass das
> Internet kommerzialisiert wird und die Unis eine marginale Rolle spielen.

Hier hat er (leider) recht. Umso mehr, als sich die Unis aktiv
zur"uckziehen (Dortmund, Karlsruhe).

> Man sehe nur die IBM-Untersuchung des eigenen Internet-Gateways an: von den
> 350 000 Messages pro Monat werden da nur 7% dem Forschungsnetz alter
> Praegung zugerechnet.

Vermutlich wird noch ein gr"osserer Anteil "uber das Forschungsnetz
(in USA z.B. "uber NSFNet) *geroutet*, und IBM bekommt das gar nicht
mit. (Weil diese Zwischenknoten in den Messages keine Spuren
hinterlassen.) Allerdings betrifft offenbar diese Zahl nur die bei
IBM abgehenden und ankommenden Mails und l"asst genausowenig
R"uckschl"usse auf das Aufkommen im gesamten Internet zu wie die
Mailstatistik von bigred.ka.sub.org. :-)

> usf. Energien kostet, die im harten Uni-Alltag erst einmal getankt werden
> muessen. Natuerlich muss es unter diesem Gesichtspunkt unfassbar sein, dass
> manche Leute "mit Geschreibsel auch noch Geld verdienen". Aber immerhin hat

Sehen wir es mal anders herum: Borchers konzentriert sich einseitig
auf den Business-Bereich, in dem teilweise ganz andere
Gesetzm"assigkeiten gelten als in dem von 'uns' ebenso einseitig
gesehenen akademischen und Hobbybereich (vergleiche die
Netikette-Anmerkungen auf Seite 90!) und st"osst deswegen allein durch
die Tatsache, dass die von 'uns' favorisierten Systeme nicht erw"ahnt
werden, auf Unverst"andnis. Auch einige der hier zu dem Thema
geschriebenen Artikel zeugen IMHO von einer gewissen
Betriebsblindheit.

Damit beweist sich aber wieder einmal, was an anderer Stelle schon
kritisiert wurde: c't entfernt sich immer mehr von seinen Urspr"ungen
und wird mehr und mehr business-orientiert. Wenn ich mir BYTE heute
anschaue, sehe ich schwarz f"ur die Zukunft, da f"ur die technisch
orientierte Zielgruppe eben derzeit keine Alternative (mehr) am Markt
ist. Schade drum.

Olaf Titz

unread,
Aug 1, 1993, 11:30:03 AM8/1/93
to
In article <1993Jul29.0...@arbi.Informatik.Uni-Oldenburg.DE> Dirk...@arbi.informatik.uni-oldenburg.de (Dirk Rode) writes:

> BTW.: Kann mir mal jemand die ersten Absaetze aus seinem Artikel auf
> Seite 86ff erlaeutern? Das mit den Entscheidungslinien etc will
> mir irgendwie nicht so ganz klar werden ...

Okay, ich versuchs mal...

< Zu irgendeinem Zeitpunkt aber wird die Struktur ausgereizt sein und
< nach 'Verbesserungen' verlangen. Darin kann sich aber eine Menge
< Z"undstoff verbergen: aus der Informatik wird dann die
< Informationsautomatik.

Wir erkennen allm"ahlich, dass unsere Gehirnkapazit"aten mit der
Entwicklung der Winchesterplatten nicht Schritt halten und wir in der
Datenflut ersaufen. Die Informatik als Technik verstanden hat und
traditionell keine Abhilfe gebracht, mit neueren Datenorganisations-
techniken ergeht es uns eher wie dem Hasen mit dem Igel.

Also sind organisatorische, nicht nur technische "Anderungen im Umgang
mit der verf"ugbaren Informationskapazit"at vonn"oten. (Inwieweit
allerdings heutige E-Mail-Systeme, wie die in dem angesprochenen
Artikel vorgestellten, dieser Anforderung gen"ugen, mag ich schwer
bezweifeln.)

< Da werden dann nicht l"anger Dateien und Reports zur allgemeinen
< Verf"ugbarkeit auf Server-Platten genietet, sondern direkt entlang der
< Entscheidungslinien mit immer schnelleren Reaktionszeiten bef"ordert.

Es langt nicht, die Daten vorliegen zu haben, sie m"ussen auch ihren
vorgesehenen Empf"anger nicht nur erreichen, sondern von diesem auch
angenommen werden. Vermutlich steht dahinter das Bild von dem
'Management-Informationssystem', wie es z.B. bei IBM verwendet wird.
Dieses versucht durch Abbildung der Unternehmenshierarchie auf Daten-
und Mailwege den Transport der Daten zu kanalisieren (Hauptadressaten
sind i.d.R. unmittelbare Vorgesetzte und Untergebene).

Gleichzeitig verspricht man sich dadurch offenbar schnellere
Reaktionszeiten - wenn pro Zeiteinheit immer mehr Messages ankommen,
m"ussen diese immer gefiltert werden, um den Adressaten nicht zu
"uberlasten.

< Kurzum, es naht die Zeit der 'lean production' in der EDV, in der die
< Dateien nicht in einem Drucker ersaufen oder vor einem Router
[hier stand wirklich 'vor'!]
< ausgebremst werden, sondern 'just in time' in flachen
< Entscheidungshierarchien zirkulieren.

Hier ist mal wieder die Vision von einer neuen Unternehmenskultur, die
(als Leitmotiv der Postmoderne?) immer wieder im Zusammenhang mit der
zunehmenden (EDV-) Vernetzung genannt wird. Derzeit aber scheint mir
Skepsis angebracht, da (s.o.) die Entscheidungsstrukturen im
Unternehmen sich von der Technik unbeeinflusst halten und die
Anpassung eher umgekehrt geht. (Auch die E-mail wird von der
Sekret"arin gelesen...)

Insgesamt scheint mir das Problem also korrekt analysiert, aber nicht
gel"ost zu sein.

U.Kunitz

unread,
Aug 2, 1993, 5:14:28 AM8/2/93
to
In <43...@sol.ccc.de> te...@sol.ccc.de (Frank Simon) writes:

>Hallo,

>hier eineMail von Detlef Borchers zu dem Thema

>>From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>
>>Subject: Detlef Borchers hat wieder einmal ...
>>Date: 28 Jul 93 08:55:06 EDT

>Zur Information: die Anteile am Mailmarkt sehen wie folgt aus:
>Mainframe-Loesungen (PROFS) 52%, PC-Netzwerke 22%, andere Mainframes 12%,
>auf Minis basierende Loesungen 6%, SMTP-basierte Mail 6%, Macintosh-Mail
>2%.
>Die groessten Rueckgaenge im Vergleich zum Vorjahr: PROFS, SMTP.

Diese Marktanalyse vergleicht auch wieder "Apfel mit Birnen. Leider wei"s
ich nicht, wie die Leute gez"ahlt haben. Wenn das nach dem Schema gelaufen
sollte, Mainframe mit installierten Mailpaket plus angeschlossene Terminals,
wundern mich die Zahlen nicht. Oder haben die die Kosten für solche
Mailsysteme zusammenaddiert. Nach beiden Rechnungen sind obige Zahlen
verst"andlich. Ich glaube nicht, da"s die reale Nutzung der aufgef"uhrten
Systeme wiedergespiegelt werden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die meisten Angestellten, die
Mainframe-Systeme nicht benutzen, weil sie zu wenig in die PC-Umgebung
integriert sind. SAA in einer 3270-Terminal-Emulation ist halt etwas
anderes als SAA auf einem PC. Die Editoren sind auch auf 3270 im
Datenfeldeingabemodus zurechtgeschnitten. Die Mail lies sich auch nicht auf
den PC "ubertragen. Meistens wurde die Mail dazu benutzt, Nachrichten an
die EDV-Abteilung abzusetzten, weil die Leute da telefonisch
kaum zu erreichen waren.

Ich bin mir darüber im Klaren, da"s es wesentlich intelligentere L"osungen
geben k"onnte und wahrscheinlich auch gibt. Leider waren die in der Firma,
wo ich gearbeitet habe, noch nicht eingef"uhrt.

Ein Indiz f"ur meine oben genannte Vermutung, was das Zustandekommen der
Marktanalysezahlen angeht, liefert Herr Borchers gleich selber:

>Was die Internet-Diskussion anbelangt: jawohl, ich glaube, dass das
>Internet kommerzialisiert wird und die Unis eine marginale Rolle spielen.
>Man sehe nur die IBM-Untersuchung des eigenen Internet-Gateways an: von den
>350 000 Messages pro Monat werden da nur 7% dem Forschungsnetz alter
>Praegung zugerechnet.

Welches Mail-Protokoll wird denn f"ur die "ubertragung dieser 350 000
Messages benutzt? Auf Anhieb fallen mir nur die Alternativen SMTP und X.400
ein. X.400 kommt aber in der obigen Analyse gar nicht vor.

Ich glaube, daß eine Marktanalyse für Mail, doch erst dann Sinn macht, wenn
man entsprechende Dienstanbieter wie Compuserve, MCI oder Internet-Anbieter
in die Analyse mit einbezieht. Ich glaube nicht, das in Zukunft das meiste
Geld mit dem Verkauf von Mail-Software verdient wird. Die Telekom macht ja
auch nicht den gr"o"seren Teil ihres Umsatzes mit der Einrichtung von
Telefonanschl"ussen.

>Borchers als jettender Profi-Journalist, Rezensent von Nintendo-Games usw.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Wo kann ich den Artikel mal nachlesen? ;-) Eine gewisse Sachlichkeit sollte
man sich auch bewahren, wenn man die kritisierte Person nicht kennt.

Vielleicht ist ja das Problem des deutschen Computerjournalismus, daß der
deutschen Computerbranche. Von Deutschland gehen kaum oder gar keine
Entwicklungen aus. Die Qualit"at der in dieser Gruppe gew"urdigten
Byte-Artikel ist doch darin begr"undet, da"s die Leute, die an den
entsprechenden Entwicklungen beteiligt sind, diese geschrieben haben.
Allerdings kann man in der Byte auch Am"usantes lesen. Ich denke da nur an
die Chef-Kolumne und Jerry Pournelle schreibt auch manchmal Dinge,
von denen er so gut wie gar keine Ahnung hat.

Waren nur meine Gedanken zu dem Thema,
Uli
--
I know tha >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> t in my
heart I f >>>> Ulrich Kunitz >>>> kun...@informatik.hu-berlin.de >>>> eel like
going ho >>>> >>>> Voice: (030) 513 11 52 >>>> me again
But I k <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<< now ...

David-Michael Lincke

unread,
Aug 2, 1993, 6:49:23 AM8/2/93
to

Falsch! Die macht DECnet.
OpenVMS, das sicherere UNIX

David
--
David-Michael Lincke ******** University of St. Gallen HSG ********

Lars Duening

unread,
Aug 2, 1993, 3:15:24 PM8/2/93
to
In <1993Aug1.1...@bigred.ka.sub.org> schreibt
ol...@bigred.ka.sub.org (Olaf Titz):

> [Diverses ueber D. Borchers und den Mail_markt_]

> Damit beweist sich aber wieder einmal, was an anderer Stelle schon
> kritisiert wurde: c't entfernt sich immer mehr von seinen Urspr"ungen
> und wird mehr und mehr business-orientiert. Wenn ich mir BYTE heute
> anschaue, sehe ich schwarz f"ur die Zukunft, da f"ur die technisch
> orientierte Zielgruppe eben derzeit keine Alternative (mehr) am Markt
> ist. Schade drum.

Sieh es doch mal positiv: sobald die c't den Stand erreicht hat,
darfst du dir den Ehrentitel 'old fart' zulegen und in a.f.c ueber die
Business-Droids schimpfen [ grosser dicker :-) ].
--
Lars Duening; due...@ibr.cs.tu-bs.de

Michaela Merz

unread,
Aug 3, 1993, 6:41:23 AM8/3/93
to

... was mich an diesem Thema wundert:

Wo bleiben die ganzen Deutschen und Franzoesischen BTX-Mails? Nicht das
ich dieses Medium zum Verschicken meiner Mails verwende, ich koennte
mir allerdings vorstellen, dass da einiges an Mitteilungen verschickt
wird - hmm - man muesste 'mal EDEN um 'ne Statistik bitten.....

Michaela

*** eurom: Das Mailboxsystem der Free Software Association ***

di...@theoris.rz.uni-konstanz.de

unread,
Aug 6, 1993, 12:34:15 PM8/6/93
to
Thorsten Kitz (thor...@radar.mk.open.de) wrote:
> Hallo Henning,

> In <04xjt*7...@forge.franken.de> Bar...@forge.franken.de (Henning Schmiedehausen) writes:

> >Inter-/UseNet ist das weltgroesste, thememmaessig am weitesten gefaecherte,
> >am besten verbundene und weitestverbreitete Netzwerk. Vielleicht Fido kann
> >im Verbreitungsgrad mit Inter-/UseNet mithalten. Maus und Z sind doch
> >bestenfalls regional deutsche Erscheinungen (oder warum gibt es eine maus.de
> >und eine zer.de, aber keine UseNet Sites in diesen kleinen Netzen)

> Da liegen aber klare Verstaendigungsprobleme vor. *.maus.de oder *.zer.de sind
> Usenet-Sites, da sie am Usenet teilnehmen. Jeder Rechner, ob Mailbox oder

Nicht nur das!

Internet != Usenet

Das Internet ist eines der vielen Netzwerke, die am Usenet teilnehmen.
Usenet ist einer der vielen Dienste, die das Internet anbietet.
Usenet ist *kein* Netzwerk.
Zur Lektuere sei die regelmaessig in diversen Newsgroups erscheinende
Usenet FAQ empfohlen.
--
Papernet: | Internet:
Dierk Lucyga | di...@theoris.rz.uni-konstanz.de
Universitaet Konstanz | (MIME and Metamail accepted)
Postfach 5560 | Voicenet:
D-78434 Konstanz | +49 7531 88 2404

Nils Kassube

unread,
Aug 1, 1993, 12:28:00 PM8/1/93
to
o...@obh.in-berlin.de (Oliver Brandmueller) schrieb am 30.07.93 um 11:28 Uhr:
| Es gibt auf Atari, Mac, PC, UNIX, wohl auch Amiga sehr schoene UUCP-
| Pakete. Diese sind einfach zu instalieren und zu bedienen. Auch ier liegt

Amiga nicht. Irgendjemand Einwände?

Frank Simon

unread,
Aug 6, 1993, 10:06:25 AM8/6/93
to
Hallo,

di...@theoris.rz.uni-konstanz.de writes:
>Das Internet ist eines der vielen Netzwerke, die am Usenet teilnehmen.

Fast korrekt. Da Internet selbst nicht EIN, sondern VIELE Netze sind,
stimmen hier paar Worte nicht.

>Usenet ist einer der vielen Dienste, die das Internet anbietet.

UseNet ist kein Dienst.

>Usenet ist *kein* Netzwerk.
Computer Netzwerke von Tannebau oder The Matrix von Quarterman lesen.
UseNet ist logischer Verbund, der sich ueber einen Dienst (NetNews)
und darueber auf bestimmte Hierachien (Big Seven) definiert.

Terra

Jan Wieck

unread,
Aug 6, 1993, 9:06:23 AM8/6/93
to
ol...@bigred.ka.sub.org (Olaf Titz) writes:
: > >From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>

: > Zweitens gehen einige Kommentatoren die Wende hoch ueber die Prozentangabe
: > bei SMTP. Die Quelle ist angegeben, es ist die jaehrlich herausgegebene
: > Marktuntersuchung von Ferris Networks, einem Marktforschungsunternehmen.
: > Ueber diese Untersuchung hat die Computerwoche berichtet, ich habe eine
:
: Es stellt sich die Frage, "uber welche Grundmenge die Untersuchung
: l"auft. Wenn man alle installierten Mailsysteme vergleicht und dabei
: jedes 3-Knoten-Novellnetz mit standardm"assig mitgelieferter
: Mailf"ahigkeit mitgez"ahlt wird, ist es klar, wer bei der Anzahl
: Installationen 'gewinnt'. Eine alternative M"oglichkeit w"are zum
: Beispiel, reine Inhouse-Systeme von solchen mit weltweiter
: Connectivity zu trennen (wobei die weltweite Connectivity sich
: nat"urlich auf die konkrete Installation bezieht und nicht auf
: potentielle F"ahigkeiten der Software).

Dabei stellt sich auch die Frage, ob das reine zaehlen von
Installationen ueberhaupt zu sinnvollen Ergebnissen fuehren
kann. Mein Rechner benutzt kein SMTP sondern kommuniziert
ausschliesslich ueber UUCP. Jede Mail, die irgendein User
meines Rechners aus Hamburg herausschickt oder von aussen
erhaelt wird bzw. wurde jedoch irgendwo ueber SMTP transpor-
tiert (jedenfalls grundsaetzlich).

Insofern benutzen alle User meines Systems SMTP als Trans-
portservice. Letztendlich sieht es so aus, dass die gesamte
internationale Connectivity von Hanse Networking (ca. 80
Rechner teilweise Boxen) ueber SMTP realisiert wird. Aber nur
die wenigsten Rechner benutzen SMTP direkt.

Statistiken koennen also nur auf Basis der Datenmengen
erstellt werden, denn die Anzahl der Anwender kann bei SMTP
nun wirklich nicht ermittelt werden.


Bis dann, Jan

--
#======================================================================#
# It's easier to get forgiveness for being wrong than for being right. #
# Let's break this rule - forgive me. #
#================================= wi...@jwminhh.hanse.de (Jan Wieck) =#

Axel Zinser

unread,
Aug 7, 1993, 2:48:52 AM8/7/93
to
>Amiga nicht. Irgendjemand Einwdnde?

Kommt darauf an, worauf sich Deine Aussage bezieht. Es existieren
UUCP-Pakete, aber wie einfach diese zu installieren und zu bedienen
sind, kann ich nicht beurteilen.

fifi
--
Axel Zinser +49 511 699945 fi...@hiss.han.de

Henning Schmiedehausen

unread,
Aug 7, 1993, 6:50:40 PM8/7/93
to

DUUCP, wCNews, Arn und elm sind einfach zu installieren. Zumindest fuer
Leute, die READMEs lesen koennen, und ihren Amiga nicht nur zum Starten von
THE SCHWACHSINN und Spiele verwenden.

cu
Henning


--
Henning Schmiedehausen - bar...@forge.franken.de _ // Amiga -
Not tiny, sometimes toony, always a little loony \X/ learning to fly
--- Home of Barnard's Software Forge (ECG210) ---

Sicher, es gibt auch Leute, die uebertReiBen die Knappheit ein wenig... :)
-- Juergen Weinelt in <jow....@hcast.franken.de>

Matthias Urlichs

unread,
Aug 9, 1993, 5:23:34 PM8/9/93
to
In de.comm.internet, article <tb.743949736@materna>,

t...@Materna.DE (Torsten Beyer) writes:
>
> >Bar...@forge.franken.de (Henning Schmiedehausen) writes:
> [...]

> >bei Fido (GerNet) Nodes oder auch per Gate im Internet gibt. Aber auch dass
> >hat IMHO wenig Sinn, weil der Persson ein ********** ***** ist, der seine
> >Redakteure auch bei total falschen Meinungen bis aufs Blut verteidigt und
>
> Ganz im Ernst: Erwartest Du, dass der sich in aller Oeffentlichkeit
> hinstellt und seine Redakteure in die Sch****e reitet ? Das kann er sich
> einfach nicht leisten, unabhaengig davon, ob er ein ********** ***** ist
> oder nicht.
>
Nein. Aber ich erwarte, dass jemand, der vorgibt, fachlich kompetenter
Journalist zu sein, bereit ist, ueber seine Aussagen zu diskutieren
und dazuzulernen.
Ansonsten kann er naemlich, um es ueberspitzt auszudruecken, gleich
zur Bloedzeitung gehen.

> Darueber hinaus begreife ich diesen Aufruhr hier nicht. Bei jeder
> Zeitschrift gibt es gute und weniger gute Artikel. Zugegeben, D.B. faellt
> primaer durch weniger gute Artikel auf. Aber es kann halt nicht jeder
> Redakteur ueberdurchschnittlich gut sein. Das ist bei 'ner Zeitung nicht
> anders als im richtigen Leben. Nehmt's mit einem Lachen :-)
>
Schon. Aber wenn wir den Leuten nicht sagen, dass wir die Artikel fuer
Muell halten, wird das Niveau von der betreffgenden Zeitschrift garantiert
nicht besser.
Genauso wie es nicht besser wird, wenn die Redakteure nicht auf die
Meinung ihrer Leser hoeren oder anscheinend unwillig oder infaehig
sind auf diese einzugehen. Irgendwann bleibt dann naemlich nur noch
die Meinung der Inserenten uebrig, und wohin das fuehrt duerfte klar
sein.

Mich hat insbesondere die Erwiderung aufgeregt, dass der Mensch in
<insert your favorite magazine> schon dasselbe geschrieben hat und
nur bei der c't haetten sich die Leute aufgeregt. Offenbar haben dort
einige Leute inzwischen vergessen, weshalb wir diese Zeitschrift lesen,
naemlich weil technisch fundierte Artikel drinstehen und kein inhalts-
loses Marketinggefasel.

--
Matthias Urlichs -- url...@smurf.sub.org -- Phone: NONE; use email or lose.
Schleiermacherstrasse 12 -- 90491 Nuernberg -- Germany || Linux+Mac Consulting

Frank Simon

unread,
Aug 11, 1993, 12:10:32 AM8/11/93
to
Hallo,

url...@smurfnbg.smurf.sub.org (Matthias Urlichs) writes:
>Nein. Aber ich erwarte, dass jemand, der vorgibt, fachlich kompetenter
>Journalist zu sein, bereit ist, ueber seine Aussagen zu diskutieren
>und dazuzulernen.

Tatsaechlich hat Detlef Borchers das hier versucht. Siehe die
Postings, die ich von ihm weitergeleitet habe. Leider ist von den
hiesigen kaum jemand darauf eingegangen.

peter katzmann

unread,
Aug 11, 1993, 9:50:45 AM8/11/93
to
>url...@smurfnbg.smurf.sub.org (Matthias Urlichs) writes:
>>Nein. Aber ich erwarte, dass jemand, der vorgibt, fachlich kompetenter
>>Journalist zu sein, bereit ist, ueber seine Aussagen zu diskutieren
>>und dazuzulernen.
>Tatsaechlich hat Detlef Borchers das hier versucht. Siehe die
>Postings, die ich von ihm weitergeleitet habe. Leider ist von den
>hiesigen kaum jemand darauf eingegangen.
>
>Terra
Hm, du hast es crossgepostet und dann ist es wohl unter deinem Namen
gelaufen ? Wenn da ein Detlef Borchert gestanden haette, waehren wohl auch
alle darauf angesprungen. Ich meine der Mann schreibt ueber das Internet und
masst sich an E-Mail Pakete zu bewerten (viele Bunte Icons sind bei ihm ein
positives Kriterium btw.) . Dann mueste er ja wohl auch E-Mail und News
Zugriff haben und mal persoenlich zu dem gesammten Stellung nehmen.
Als ich jetzte den zweiten Teil seiner E-Mail Pakete bewertung in der c't
gelesen habe ging mir den Hahnenkamm hoch. Die Bewertung von Pegasus wahr so
mit falschheiten gespickt, das es schon richtig weh tat.
Man muss mal Bedenken das Pegasus Mail umsonst ist und daher der
schmerzloseste Einstige fuer alle, wird von ihm als ein schlechtes paket
Empfunden. Wo halt mal wieder das Vorurteil zuschlaegt, Software die nichts
kostet, taugt nichts und hat keinen Support (ich meine die PMAIL liste im
Bitnet ist der beste Support den ich kenne). Man sollte David Harris doch
wirklich mal Geld geben fuer eine Werbung in den Zeitungen wo die Software
besprochen wird, dann fallen wohl auch die Bewertungen anders aus.
Detlef Borchers Bewertung ist auch im krassen Gegensatz zu den positiven
Bewertungen und Empfehlungen in der U.S. Presse. Geschweige denn wenn man
sich mal anschaut wer alles Pmail verwendet.

peter

Frank Simon

unread,
Aug 11, 1993, 7:15:52 AM8/11/93
to
Hallo,

Hier nochmal die erste, sowie 2 weitere Mails von Detlef Borchers

Terra

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>
To: <te...@sol.ccc.de>
Subject: Detlef Borchers hat wieder einmal ...

Guten Tag Herr Simon,

ich moechte auf Ihren in de.comm.internet geauesserten Vorschlag eines
Diskussionsverteilers eingehen und nehme hiermit von meiner Seite aus zu
den ausserordentlich amuesanten Kommentaren Stellung, die mich von diversen
Seiten betreffen. Wenn Sie diese Mail weiterreichen, haben Sie mein
vollstes Einverstaendnis. In der Hoffnung auf weitere putzige Dingerchen
....

Zunaechst einmal sollten die entruesteten Herrschaften wissen, dass die c't
einen Artikel ueber DOS, OS/2 und Apple-Mail bestellt hatte. Ich habe just
diese Ware geliefert. Unix war ausdruecklich nicht gefordert. Aus meiner
Perspektive verhaelt es sich so, als ob man in einem Artikel ueber die
Orangenernte gerne etwas ueber Aepfel gelesen haette, was ich, gelinde
gesagt, fuer eine kindliche Vorstellung halte.

Zweitens gehen einige Kommentatoren die Wende hoch ueber die Prozentangabe

bei SMTP. Die Quelle ist angegeben, es ist die jaehrlich herausgegebene
Marktuntersuchung von Ferris Networks, einem Marktforschungsunternehmen.
Ueber diese Untersuchung hat die Computerwoche berichtet, ich habe eine

Analyse in der PC-Woche geschrieben, sie ist in der PC-Week, in Computing
Canada und in den Information Industry News veroeffentlicht, aber der Sturm
der Entruestung kommt erst bei der Referenz in der c't auf. Da darf man
doch wohl lachen, oder?

Zur Information: die Anteile am Mailmarkt sehen wie folgt aus:

Mainframe-Loesungen (PROFS) 52%, PC-Netzwerke 22%, andere Mainframes 12%,
auf Minis basierende Loesungen 6%, SMTP-basierte Mail 6%, Macintosh-Mail
2%.
Die groessten Rueckgaenge im Vergleich zum Vorjahr: PROFS, SMTP.

Was die Internet-Diskussion anbelangt: jawohl, ich glaube, dass das

Internet kommerzialisiert wird und die Unis eine marginale Rolle spielen.
Man sehe nur die IBM-Untersuchung des eigenen Internet-Gateways an: von den
350 000 Messages pro Monat werden da nur 7% dem Forschungsnetz alter
Praegung zugerechnet.

Ansonsten bin ich sicher, dass der Rest der aufgeregten Kommentare ueber

Borchers als jettender Profi-Journalist, Rezensent von Nintendo-Games usw.

usf. Energien kostet, die im harten Uni-Alltag erst einmal getankt werden
muessen. Natuerlich muss es unter diesem Gesichtspunkt unfassbar sein, dass
manche Leute "mit Geschreibsel auch noch Geld verdienen". Aber immerhin hat

der analytische Sachverstand der Kommentatoren eines erkannt: das man ein
dickes Fell in diesem Beruf braucht. Das habe ich. In diesem Sinne wuerde
ich mich freuen, weitere Kommentare zu erhalten. --Detlef, DAR

**********************************************************************
Detlef Borchers, Presseb*ro TopSpin, Langenstr. 9, 49492 Westerkappeln
*** Compuserve: 76060,3303 *** MCI: 477-0501 *** Genie: d.borchers ***
** Internet: dbo...@well.sf.ca.us ** MHS: detlef@topspin via Cserve **
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From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>

To: <te...@sol.ccc.de>


Subject: Detlef Borchers hat wieder einmal ...

Hallo Herr Simon,

danke fuer Ihre Antwort. Nur einige Saetzchen und Klarstellungen:

>Haben sie selbst die Moeglichkeit in de.comm.internet zu schreiben oder
>soll ich ihre Erklaerung weiterleiten ?

Sie sollen, ich habe frueher mal beschrieben, warum ich das nicht machen
kann.

>MHS hat auch nix direkt mit Novell
>zu tun, ausser das Novell selbst auf die OSI-Linie setzt und daher
>natuerlich ein Mailsystem nach dem MHS-Konzept implementiert hat.

Nein, hier liegt definitiv ein Missveerstaendnis vor. Ich schreibe ueber
Novells MHS und sonst nichts. Das werden Sie spaetestens merken, wenn der
zweite Teil des Artikels erscheint (und das Original ist noch laenger).
Ich meine also MHS 1.5, Global MHS usw. Mir ist sehr wohl die andere
Begrifflichkeit von MHS gelaeufig, die hier aber nicht hingehoert. Ich
schreibe ja auch nicht ueber X.400.

>Uebrigens haben sie - obwohl sie ja ein Artikel fuer DOS, OS/2 und
>Mac schreiben, auf S.93 selbst Vergleiche mit Unix und Unix-Mail ange-
>stellt. Ich nehme persoenlich an, dass sie (zufaellig) einfach nur
>Informationen von OSI-Freaks erhalten hat.

Hihi, nein, ich arbeite mit UnixWare und der MHS-Mail der Unix-Ware, und
bin mit dem Produkt weiss Gott nicht zufrieden. Die ist uebrigens nicht in
der Rezension drin, weil ich immer noch auf ein taugliches Upgrade warte.
Vorher lief hier uugate zum Server, jetzt halt das...

>Mensch muss immer damit rechnen, dass dort Entruestung entsteht, wo jene
>Leute sitzen, die das von ihnen Beschriebene taeglich einsetzen. In
>diesen Fall also in den NetNews.

Immerhin eine ausgesprochen intolerante Gruppe von Leuten. Ihr Argument
ist mit unverstaendlich. _Keiner_, wohlgemerkt keiner, scheint das
wirklich von mir Beschriebene, also cc:Mail, MS-Mail etc. taeglich
einzusetzen. Dazu ist ja garnichts gekommen. In den MHS-Foren, wo ich mich
aufhalte, hat der Artikel auch grossen Nachhall erzeugt, nur wird dort
ueber die _Produkte_ und ihre Macken diskutiert. Das ist IMHO der Abstand
zwischen Universitaet und Realitaet, anders kann ich mir das nicht
erklaeren.

>DANN aber aus den wenigen Nachrichten in Richtung Forschungs-
>netz abzuleiten, dass da kein Interesse besteht, ist einigermassen mutig.

Das galt einem Anwurf im Rahmen des Superhighway-Zeugs, wo das hehre Lied
des Forschungsnetzes gesungen wurde, was so Bloedsinn ist.

>Die Grenze zwischen "Einfacher Darstellung" und "sachlich
>falsch dargestellt" ist aber fliessend und ihnen wird nun vorgeworfen,
>diese Grenze ueberschritten zu haben.

Was wiederum die Leute vom Fach zu beurteilen haben? Das ich nicht lache.
Seit 20 Jahren muss ich in meiner journalistischen Arbeit immer wieder
gegen diese Experten angehen. Ich schreibe nicht fuer sie. Der gesamte
Artikel ist in beiden c'ts 20 Seiten lang (das ist vor Talking Bits ja
noch einer...) und die Experten regen sich ueber zwei Spalten auf und
plustern was von wegen Grenzueberschreitung. Am besten finde ich die
Sache mit dem Paralleluniversum, wenn man einfach nur anderer Meinung ist.
Irgendwann werde ich wohl einen Artikel ueber die psychisch deformierenden
Folgen des Mailgebrauchs schreiben muessen <bg>.

Viel Glueck mit Studium und Schreiberei. Diese Szene kann gute
Journalisten gebrauchen, die wissen, fuer welche Leserschaft sie
schreiben. --Detlef DAR

PS. Auch diese Antwort koennen Sie posten, wenn Ihnen danach zumute ist.
Mein Fell ist, wie gesagt, sehr dick. Und dieser DAR-Titel ist wirklich
scharf.

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Detlef Borchers, Presseb*ro TopSpin, Langenstr. 9, 49492 Westerkappeln
*** Compuserve: 76060,3303 *** MCI: 477-0501 *** Genie: d.borchers ***
** Internet: dbo...@well.sf.ca.us ** MHS: detlef@topspin via Cserve **
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From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>

To: <te...@sol.ccc.de>


Subject: Detlef Borchers hat wieder einmal ...

Noch ein naechtliches Re-Hallo,

"Aeh. UnixWare ist das einzige Unix-Derivat, was nicht mit TCP/IP, sondern
mit IPX ausgeliefert wird. Das gesamte Mailsystem dort hat nix mit
Internet, SMTP, etc zu tun. Jetzt bin ich total verwirrt."

Ja, es ist auch verwirrend: es gibbet ne Personal Edition und die Server
Edition. Letztere ist klassisch TCP/IP zum Unix-Netz raus, erstere ist
IPX-orientiert am Netware-Server. Damit ist ne Zwitter-Mail vorhanden.
Meine Bemerkung und mein Aerger bezog sich auf die Server-Anbindung nach
Netware. Vorher hatte ich Interactive Unix und das war dann diese
xgate-Geschichte zu MHS, uugate zu den Unix-Redaktionen. Uebrigens: Die
Sicht von UnixWare als Derivat ist lustig, wo Novell es zum
Markenzeichen hochpuschen will.

"Urspruenglich hat "Framstag" das losgetreten. Der hatte einfach das Glueck
mehrfach von Journalisten (z.B. SPIEGEL, EMMA, WDR, etc) in seinen
Aussagen in falschen Zusammenhang gebracht wurde. Er ist seitdem auf
Journalisten nicht gut zu sprechen."

Dafuer habe ich von ihm den DAR-Titel bekommen, gleichwohl habe ich um
Erlaubnis zum Zitieren gefragt und sie nicht bekommen, nur den duemmsten
anzunehmenden Redakteur. Jaja, die Toleranz ...

Desweiteren scheint Ihnen immer noch das marginale SMTP quer im Halse zu
stecken. Ich kann nur wiederholen: ich habe einen Vergleich von
Mailsystemen in PC-Netzwerken geschrieben. In diesem Rahmen wird weder
X.400 noch SMTP diskutiert. Was dort MHS heisst, ist IMHO mit
hinreichender Deutlichkeit als Novell MHS gekennzeichnet. Ferner habe ich
auf die Zukunftstrends aufmerksam gemacht (auch der Artikel davor), in
diesem Rahmen habe ich ansatzweise eine Studie von Ferris Networks
zitiert, in der ich die Dimension des Wachstums kurz umreissen wollte.
Ein Bestandteil dieser Studie ist die Aussage, das SMTP-basierte Mail an
Bedeutung verlieren wird. Von 75 KB Text ist das ein Absatz und um den
veranstaltet das NewsNet einen Tanz. Wirklich putzig. Vielleicht besitzt
Ihr Fachbereich die Studie. Sie kostete 450 Dollar und daher habe ich mir
die Investition als freier Journalist gut ueberlegt. So dankbare
Reaktionen wie diese Diskussion hatte ich damals garnicht einkalkuliert :-)

Ich hoffe, diese Nach-Mail stellt meine Position eindeutig klar. Der
muntere Diskussionszirkel kann mich nun vor Nintendos oder in Jets
hineinphantasieren, einen c't-Borchers-Boykott starten oder den DAR-Titel
ausbauen - ich wuensche viel Vergnuegen. --Detlef

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Detlef Borchers, Presseb*ro TopSpin, Langenstr. 9, 49492 Westerkappeln
*** Compuserve: 76060,3303 *** MCI: 477-0501 *** Genie: d.borchers ***
** Internet: dbo...@well.sf.ca.us ** MHS: detlef@topspin via Cserve **
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Markus Nullmeier

unread,
Aug 11, 1993, 4:53:34 PM8/11/93
to

Gute Idee, die Mail nochmal zu posten. Ob jetzt mehr Leute antworten werden,
weiss ich nicht. Irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass es Borchers
peng-egal ist, was hier gepostet wird (wenn er es per Email nachgeschickt
bekommt), dies ermuntert nicht gerade zur Diskussion. Wenn er mit dem
Vorsitzenden des IN e.V. Email austauscht (lobenswert), ist das etwas anderes.

Um meinen vorigen Artikel zu wiederholen: Es liegt mir nichts daran, auf
Borchers hier weitere persoenliche Angriffe loszulassen. Selbst wenn dazu
flames gibt: Wenn Borches nicht gerade was ueber das Internet schreibt, ist
es oft lesenswert, e. g. der Kasten "Email-Intelligent benutzt" in
der letzten c't. Wen die neuesten Messeberichte oder spezielle DOS-Software
langweilen, brauch sie ja nicht zu lesen.

Beim Internet scheint Borchers jedoch eine Art wunden Punkt zu haben, anders
kann ich mir seine seltsamen, in vielem aus der Luft gegriffenen Aussagen
dazu nicht erklaeren. Seine Akademiker-Schelte sind in diesem Zusammenhang
bemerkenswert. Moeglicherweise (er selbst wird es selbstredend bestreiten)
kommt er mit der universitaeren Ausrichtung von Forschungsnetzen (die im
Internet ja einen erheblichen Anteil haben) nicht zurecht und sieht sich
diskriminiert. Viele Unis meinen ja auch heute noch, dass nur die Profs
vollwertigen Zugang zum Netz haben sollen - frueher war es sicher noch
einfacher, bei Nachfrage nach Netzzugang unangenehme Erfahrungen zu machen.

In article <45...@sol.ccc.de> Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM> writes:

[Antwort auf das Zeug kommt morgen oder so].

--
---------------------------------------------------
Markus Nullmeier af...@ix.urz.uni-heidelberg.de

Christoph Badura

unread,
Aug 11, 1993, 7:44:06 PM8/11/93
to
Ich zitiere hier nur was D.B. gesagt hat, auch wenn es Terra
attributiert wird.

In <45...@sol.ccc.de> te...@sol.ccc.de (Frank Simon) writes:

>From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>
>[..] den ausserordentlich amuesanten Kommentaren Stellung, [...]
> In der Hoffnung auf weitere putzige Dingerchen
>....

> Da darf man
>doch wohl lachen, oder?


>Ansonsten bin ich sicher, dass der Rest der aufgeregten Kommentare [...]


>Energien kostet, die im harten Uni-Alltag erst einmal getankt werden
>muessen.

>Was wiederum die Leute vom Fach zu beurteilen haben? Das ich nicht lache.

>Irgendwann werde ich wohl einen Artikel ueber die psychisch deformierenden

>Folgen des Mailgebrauchs schreiben muessen <bg>.

Das nennst Du diskussionsbereit?

--
Christoph Badura --- b...@flatlin.ka.sub.org --- +49 721 606137

Personally, I don't care whether someone is cool enough to quote Doug
Gwyn--I only care whether Doug Gwyn is cool enough to quote. -- Larry Wall

Frank Simon

unread,
Aug 12, 1993, 12:22:51 AM8/12/93
to
Hallo,

b...@flatlin.ka.sub.org (Christoph Badura) writes:
>Ich zitiere hier nur was D.B. gesagt hat, auch wenn es Terra
>attributiert wird.

[..]
>Das nennst Du diskussionsbereit?
Hmmm. Sagen wir: Er aeussert sich dazu und teilweise hat er auch
Begruendungen geliefert. Du kannst aber von einen Menschen m.E. nicht
erwarten, dass er nur sachlich reagiert, wenn er als "DAR", Trottel und
aehnliches tituliert wird.

Terra

Hadmut Danisch

unread,
Aug 12, 1993, 8:27:56 AM8/12/93
to
te...@sol.ccc.de (Frank Simon) writes:
[Er zitiert Hernn Borchers...]

>From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>

>Zunaechst einmal sollten die entruesteten Herrschaften wissen, dass die c't
>einen Artikel ueber DOS, OS/2 und Apple-Mail bestellt hatte. Ich habe just
>diese Ware geliefert. Unix war ausdruecklich nicht gefordert. Aus meiner
>Perspektive verhaelt es sich so, als ob man in einem Artikel ueber die
>Orangenernte gerne etwas ueber Aepfel gelesen haette, was ich, gelinde
>gesagt, fuer eine kindliche Vorstellung halte.


Und wenn der ADAC einen Artikel ueber den VW Golf haben will,
dann stellt er VW als den einzigen Autohersteller auf der Welt hin...


>ist mit unverstaendlich. _Keiner_, wohlgemerkt keiner, scheint das
>wirklich von mir Beschriebene, also cc:Mail, MS-Mail etc. taeglich
>einzusetzen.

Da kann er Recht haben.

Hadmut

Detlef Borchers

unread,
Aug 12, 1993, 9:24:12 AM8/12/93
to

Hallo, ich habe nicht sachlich genug reeeagiert? Auch das laesst sich
aendern. Bitte, ich stehe diskursiv zur Verfuegung. --Detlef
--
Detlef Borchers deb...@tpki.toppoint.de
49492 Westerkappeln

Kristian Koehntopp

unread,
Aug 12, 1993, 3:47:30 AM8/12/93
to
In <pet.378....@informatik.ee.edag.de> p...@informatik.ee.edag.de (peter katzmann) writes:
> Dann mueste er ja wohl auch E-Mail und News
>Zugriff haben und mal persoenlich zu dem gesammten Stellung nehmen.

Herr Borchers hat sich auf Initiative von Axel Roschinski
<ap...@toppoint.de> als Benutzer auf tpki.toppoint.de eintragen
lassen und ist unter der Adresse deb...@toppoint.de per Mail
zu erreichen. Inwieweit Mail dort gelesen und beantwortet wird,
kann ich nicht sagen.

> Newsgroups: tp.eintraege
> From: mal...@tpki.toppoint.de (Matthias Grund)
> Subject: Eintrag deborch
> Organization: Toppoint Mailbox e.V.
> Date: Wed, 04 Aug 1993 14:19:52 GMT
>
> Detlef Borchers aus 49492 Westerkappeln wurde
> am 04.08 um 15:19:47 unter dem Namen deborch
> eingetragen.

[ ... ]


>Detlef Borchers Bewertung ist auch im krassen Gegensatz zu den positiven
>Bewertungen und Empfehlungen in der U.S. Presse. Geschweige denn wenn man
>sich mal anschaut wer alles Pmail verwendet.

Ich glaube, dass die Basis der ganzen Diskussion hier ein
massives Missverstaendnis ist und auf der unterschiedlichen
Herangehensweise basiert. Die Aussagen hier basieren wohl zum
groessten Teil auf Internet-Erfahrung im universitaeren
(genauer gesagt, informatischen) Bereich. Selbstverstaendlich
ist hier SMTP das dominierende Protokoll, vor allen Dingen auch
dann, wenn man die Menge der bewegten Bytes misst und nicht die
Anzahl der Installationen.

Herr Borchers geht bei seiner Betrachtung wahrscheinlich eher
von Verkaufszahlen aus (oder von Installationen aus der Basis
dieser Verkaufszahlen). Dort schneidet PD-Software (Verkaeufe?)
und Shareware natuerlich schlecht ab, zumal sich die Anzahl der
Installationen dort nicht messen laesst.

Wenn man jetzt den "E-Mail Markt" (und um den ging es dort ja
auch) betrachtet, ist PD und Shareware ausserdem auch nicht
relevant (PD: Kein Umsatz, kein Markt; Shareware: Hmm. :-().
Auch die Anzahl der bewegten Bytes oder internationale
Connectivity sind in diesem Zusammenhang nicht relevant (ausser
man ist Provider :-). Und wie viele Firmennetze, von deren
Existenz niemals etwas nach draussen (oder gar in unsere
Naehe) dringt, mag es wohl weltweit geben?


Um es festzuhalten: Ich glaube auch nicht, dass dieser Artikel
besonders golden recherchiert war. Aber ich glaube, dass der
groesste Teil der Entruestung hier eher auf der fuer uns
fremdartigen Herangehensweise an das Thema E-Mail basiert. Ob
diese Entruestung berechtigt ist, ist eine andere Frage: Bin
ich noch Zielgruppe der c't? Aber diese Diskussion laeuft
sowieso staendig in ct.diskussionen (aka CT.GER) und da gehoert
sie auch hin.

Kristian
--
Kristian Koehntopp, Harmsstrasse 98, 24114 Kiel 1, +49 431 676689
"Der Unterschied zwischen einem Kind und einem Mann besteht doch nur in der
Groesse ihrer EDV-Anlage." -- Roland Mieslinger

Matthias Urlichs

unread,
Aug 12, 1993, 4:59:42 AM8/12/93
to
> From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>
> To: <te...@sol.ccc.de>
>
> >Haben sie selbst die Moeglichkeit in de.comm.internet zu schreiben oder
> >soll ich ihre Erklaerung weiterleiten ?
>
> Sie sollen, ich habe frueher mal beschrieben, warum ich das nicht machen
> kann.
>
Es gibt ausreichend viele Mail->News-Gates, hier zB via Mail an
de.comm....@usenet.smurf.sub.org.

> >Mensch muss immer damit rechnen, dass dort Entruestung entsteht, wo jene
> >Leute sitzen, die das von ihnen Beschriebene taeglich einsetzen. In
> >diesen Fall also in den NetNews.
>
> Immerhin eine ausgesprochen intolerante Gruppe von Leuten. Ihr Argument
> ist mit unverstaendlich. _Keiner_, wohlgemerkt keiner, scheint das
> wirklich von mir Beschriebene, also cc:Mail, MS-Mail etc. taeglich
> einzusetzen.

Dafuer setzen die cc:Mail-User nicht taeglich ihren Usenet-Mailer und
ihren Newsreader ein. Weil sie den, genauso wie umgekehrt auch, ganz
einfach nicht haben.

> >DANN aber aus den wenigen Nachrichten in Richtung Forschungs-
> >netz abzuleiten, dass da kein Interesse besteht, ist einigermassen mutig.
>
> Das galt einem Anwurf im Rahmen des Superhighway-Zeugs, wo das hehre Lied
> des Forschungsnetzes gesungen wurde, was so Bloedsinn ist.
>

Es ist aus unserer Sicht genausogut Bloedsinn, das Ganze nur auf den Kommerz-
aspekt abzustellen (siehe auch Marktanteil-Statistik) und dabei die unter-
schiedlichen Beduerfnisse der Benutzer zu ignorieren.

MHS zB hat bei mir persoenlich nicht deshalb keinen Marktanteil, weil ich
davon keine Ahnung haette, sondern ganz einfach weil ich es fuer _meine_
alltaegliche Arbeit nicht brauchen kann.

> >Die Grenze zwischen "Einfacher Darstellung" und "sachlich
> >falsch dargestellt" ist aber fliessend und ihnen wird nun vorgeworfen,
> >diese Grenze ueberschritten zu haben.
>
> Was wiederum die Leute vom Fach zu beurteilen haben? Das ich nicht lache.

Wer denn bitte sonst ???

> Seit 20 Jahren muss ich in meiner journalistischen Arbeit immer wieder
> gegen diese Experten angehen. Ich schreibe nicht fuer sie. Der gesamte

Leider sind es die von Ihnen kritisierten "Experten" die sich dann mit
den Leuten auseinandersetzen muessen, die Artikel wie ihre lesen und
dann der Meinung sind, unsere Mailkonnektivitaet von 6%-oder-was-auch-
immer waere automatisch absolut miserabel gegenueber dem, was MHS o.ae.
bietet.
Man haette ja auch die Zahl der weltweit direkt und indirekt erreichbaren
Leute angeben koennen... die Zahlen sind fuer die Praxis, i.e. fuer eine
Zeitschrift wie c't, die doch wohl den Anspruch eines technischen anstatt
eines Marketingmagazins hat, weitaus brauchbarer.

In diesem Zusammenhang noch was zum "marginalen SMTP": Sobald man
anfaengt, ueber Konnektivitaet ueber das eigene DOSen-Netz hinaus
nachzudenken (nicht etwa PC-Netz -- es gibt auch PCs, die nicht
mit einem 80x86 laufen), ist SMTP ganz und gar nicht mehr marginal.

Abgesehen davon: Wozu sollte ich XXXX DM fuer MHS oder cc: ausgeben,
wenn ich mir fuer dasselbe Geld einen Linux-Server hinstellen und
alle Rechner mit (frei erhaeltlichen) SMTP/POP-faehigen Mailagents
ausstatten kann? Auch so kann man ein PC-Netz aufbauen -- und
der Anschluss des zufaellig vorhandenen Macs oder was-auch-immer
ist auch kein Problem.

> Viel Glueck mit Studium und Schreiberei. Diese Szene kann gute
> Journalisten gebrauchen, die wissen, fuer welche Leserschaft sie
> schreiben. --Detlef DAR
>

Siehe oben...

Christoph Badura

unread,
Aug 12, 1993, 12:19:53 PM8/12/93
to
In <45...@sol.ccc.de> te...@sol.ccc.de (Frank Simon) writes:
>>Das nennst Du diskussionsbereit?
>Hmmm. Sagen wir: Er aeussert sich dazu und teilweise hat er auch
>Begruendungen geliefert. Du kannst aber von einen Menschen m.E. nicht
>erwarten, dass er nur sachlich reagiert, wenn er als "DAR", Trottel und
>aehnliches tituliert wird.

Tu' ich ja auch nicht. Andererseits hat er da natuerlich auch die
Gelegenheit nicht genutzt, zu zeigen, dass er ueber diesen Dingen
steht.


Anyway, konkret zu den zwei Punkten die mir hier als die wichtigsten
erscheinen.

Das die c't eine Artikel ueber PC-E-Mail-Systeme bestellt hat mag ja
sein, nur geht das aus dem Artikel ueberhaupt nicht hervor. In der
fett gedruckten Zusammenfassung wird sogar explizit von "den vier
gewichtigsten Mailsystemen" gesprochen. Das ist in keiner Weise auf
irgendeinen Bereich eingeschraenkt. (Mal ganz abgesehen davon, dass
es im Widerspruch zu der Aussage steht, dass die PC-Systeme nur 22
Prozent des Marktes ausmachen. :-) Tss, tss, tss.)

Und wie definiert sich den der Marktanteil in der Studie? Geht das
nach Anzahl der Benutzer, wie der davorstehende Satz suggerieren
koennte? Oder geht das nach verkauften Stueckzahlen? Oder nach
Umsatz? Sind in der Studie nur Mail User Agents erfasst (dann
verstehe ich nicht was SMTP da soll), oder werden da auch Mail
Transportsystem dazugerechnet? Fragen ueber Fragen, ohne deren
Beantwortung sich ueberhaupt nicht diskutieren laesst.

Christoph Badura

unread,
Aug 12, 1993, 12:22:15 PM8/12/93
to

>Herr Borchers geht bei seiner Betrachtung wahrscheinlich eher
>von Verkaufszahlen aus (oder von Installationen aus der Basis
>dieser Verkaufszahlen). Dort schneidet PD-Software (Verkaeufe?)
>und Shareware natuerlich schlecht ab, zumal sich die Anzahl der
>Installationen dort nicht messen laesst.

Ganz unberuecksichtig ist ja bisher auch noch, dass SMTP ein Protokoll
zwischen MTAs ist. Wenn man per MUA ueber Netz an seine Mailbox
ranwill, dann benutzt man POP2, POP3, IMAP oder NFS.

Markus Nullmeier

unread,
Aug 12, 1993, 3:53:00 PM8/12/93
to

Hier eine weiter 'postbare EMail':

Date: 11 Aug 93 18:57:09 EDT
From: Detlef Borchers <DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM>
Subject: c't-Artikel
Message-Id: <930811225709_5...@CompuServe.COM>
Status: RO

Hallo allerseits

Also ich bin durchaus bereit, ueber meine Artikel zu diskutieren.
Ich habe mehrfach meine Adressen genannt. Auf der Well geht es nun
mal nicht, da .de nicht uebernommen wird. Bei einem deutschen Mail-
Account behindert mich diee Frage der Kommerzialitaet. Aber ich
arbeite dran <g>.

Was die bunten Icons anbelangt, steht das bei Magic Mail und dort gibt
es Menues mit mehr als 20 dieser Dinger. Jawohl, ich halte das nicht
fuer foerderlich. Natuerlich ist mir klar, das Pegasus in USA an
zweiter Position steht. Das hat aber wenig mit Deutschland zu tun.
Im uebrigen lautet das Fazit "kann sich sehen lassen".

Gegen den akademischen Kontext habe ich nichts, nur glaube ich, dass
das Internet in einem Masse kommerzialisiert wird/werden muss, dass
sich seine Struktur aendert. Und das wird als mein Probleem ausgelegt.

Da Frank Simon richtig bemerkt hat, dass niemand auf meine Antworten
reagieren wollte, spare ich mir die Adressen. Wie ueblich ist alles
postbar. --Detlef

Markus Nullmeier

unread,
Aug 12, 1993, 3:56:11 PM8/12/93
to
In article <1993Aug12.1...@sun0.urz.uni-heidelberg.de> Markus Nullmeier (af...@aixterm3.urz.uni-heidelberg.de) writes:
> Hier eine weiter 'postbare EMail':
[...]
Und hier die Antwort darauf:

To: DET...@TOPSPIN.MHS.CompuServe.COM (Detlef Borchers)
Date: Thu, 12 Aug 93 21:29:38 CET

> Bei einem deutschen Mail-
> Account behindert mich die Frage der Kommerzialitaet. Aber ich
> arbeite dran <g>.
Ja, also `deb...@tpki.toppoint.de' hat wohl keiner erwartet; dies
sollte auch von Skeptikern als Diskussionsbereitschaft gewertet werden.

Wie waere es weiterhin mit sozusagen
% nslookup -q=any
>topspin.de.
[...]
topspin.de preference = 190, mail exchanger = mail.Germany.EU.net
bzw. (xlink)
topspin.de preference = 200, mail exchanger = iraun1.IRA.UKA.DE

[PMail]


> Im uebrigen lautet das Fazit "kann sich sehen lassen".

Genauer gesagt "Als Freeware kann sich [Pmail] sehen lassen".
Auch mir erschienen einige Kommentare zu Pmail unfair - egal,
ein Heft vorher ist es ja in den hoechsten Toenen gelobt worden.

> Gegen den akademischen Kontext habe ich nichts, nur glaube ich, dass
> das Internet in einem Masse kommerzialisiert wird/werden muss, dass

> sich seine Struktur aendert. Und das wird als mein Problem ausgelegt.

Nein, vor mir nicht und von den meissten anderen Leuten sicher
auch nicht: ich kann mich nicht erinnern, das in der Newsgroup
de.comm.internet jemand an der Kommerzialisierung Anstoss genommen
hat.

In dem merkwuerdigen `Mail Wars'-Artikel schrieben Sie aber
sinngemaess, sie haetten die Meinung, die Intenet-Technologie sei
veraltet, EMail im Internet braeuchte tagelang (es war nicht zu
erkennen, dass dies bedeuten solle, die EMail lege auf ihrem Weg
eine Teilstrecke im Intenet zurueck), etc. Meisstens werfen sie
Unix und TCP/IP-Protokolle beilaeufig in einen Topf, so auch in
den letzten c't-Heften: "Im Unix-Umfeld arbeitet die [IESG] an
PEM, ...", "Unix-Mail" als Synonym fuer RFC821/RFC822, etc.

Diese Art Ungenauigkeiten nerven die Leute, welche sich
in der Oeffentlichkeit um ein einigermassen realistisches Bild
von Internet, Usenet, etc. bemuehen, da die meissten Leser
hiervon noch mehr verwirrt werden als sie es durch Presseberichte
ueber den Internet-Worm, GIFs in Mailboxen, KGB-Hack, ... sind.

Zum Electronic Superhighway: Die Viedeoserver-Ideen und anderes
finde ich auch bedenklich. Wohlfeiler Spott darueber kompensiert
aber den technologischen Rueckstand in Europa in Sachen Hochge-
schwindigkeitskommunikation nicht.

> Da Frank Simon richtig bemerkt hat, dass niemand auf meine Antworten
> reagieren wollte,

Nun ja, dieser Thread ist irgendwie typisch fuer das Usenet.
Wenige Leute reden zur Sache und es wird in 'flame wars'
geschwelgt. Vielleicht laeuft es in den Compuserve-Foren etwas
anders.

Detlef Borchers

unread,
Aug 12, 1993, 7:30:33 PM8/12/93
to

Nur drei kurze Gedanken:

a.) meeine Heimatbox ist dbo...@well.sf.ca.us und dort gibt es nunmal nicht
diesen News-Bereich
b.) war die Angabe der Prozente dazu gedacht, die Sache zu relativieren.....
c.) schreibe ich ueber PC-Netzwerke und da spielen Loesungen wie die
mit Linux null Rolle. --Detlef

Detlef Borchers

unread,
Aug 12, 1993, 7:34:42 PM8/12/93
to

Also, jeder ist frei, diese Studie zu beziehen und mit den Autoren bei
diesem Marktforschungsinstitut zu diskutieren. Ich werde sehen, ob sich
David Ferris zum Mitreden bewegen laesst, ansonsten lass ich es. --Detlef

peter katzmann

unread,
Aug 13, 1993, 3:12:23 AM8/13/93
to
>Nur drei kurze Gedanken:
>
>a.) meeine Heimatbox ist dbo...@well.sf.ca.us und dort gibt es nunmal nicht
>diesen News-Bereich
Wie schon gesagt, ich kann nicht ueber das Internet den Stab brechen wenn
ich nicht selber mittendrinn bin. Irgendwo werfen Sie uns allen vor wir
beschweren uns ueber die E-Mail Pakete und koennten doch garnichts dazu
sagen, da wir cc:Mail oder MS-Mail nicht probiert haetten. ( Stimmt aber ich
kenn einige die sind von diesen many $ produkten zu Pegasus/Charon/Mercury
und freuen sich das Sie jetzte viele $ sparen (hi hi)). Umgekehrt ziehen Sie
ueber die 'anachronismen' des IN (RFC-Protokolle) her, ohne es richtig
mitzumachen.

>b.) war die Angabe der Prozente dazu gedacht, die Sache zu relativieren.....

Schoen aber in wie weit relativieren. Theorethisch gibt es in meiner Firma
100 User auf einer IBM die alle Profs verwenden koennen und dagegen nur 15
Leute die SMTP fahren. Die Anwendungen unter Profs sind 0 die SMTP anwender
haben im Schnitt mindestens eine Mail am Tag.

>c.) schreibe ich ueber PC-Netzwerke und da spielen Loesungen wie die
>mit Linux null Rolle. --Detlef
>--

Das ist aber auch schon an der realitaet vorbei. Linux oder 386 BSD werden
sehr gerne als IN Gateway's (Smart Mailer Gateways) verwendet, es ist die
kostenguenstigste alternative zu einer grossen UNIX Box. Leider kann man
sich auf die IN faehigkeiten der meisten von ihnen besprochenen (ich will ja
nicht sagen getesteten, denn das waehre uebertrieben) Produkte nur
dahingehend verlassen das sie den Wachstum grauer Haare foerdern. Was jetzte
noch zu ihrem Hinweis des, es wird nur im Universitaeren bereich angewandt,
betrifft. Schauen Sie sich doch mal im MilNet um, und machen sie doch mal
erhebungen bei den einzelnen Konoten was dort im Hintergrund verwendet wird,
bevor alles auf dem grossen Netz landet !

mfg. p. katzmann

Hadmut Danisch

unread,
Aug 13, 1993, 4:55:49 AM8/13/93
to
deb...@tpki.toppoint.de (Detlef Borchers) writes:

>b.) war die Angabe der Prozente dazu gedacht, die Sache zu relativieren.....

Wenn einfach so in den Raum gestellt wird, dass ABC einen weltweiten
Anteil von xy% hat, dann kann man natuerlich behaupten, dass das
relativ ist, weil es in Prozent angegeben ist. So wie es aber behauptet
wird, wird der Anteil aber *wesentlich* hoeher dargestellt, als
er tatsaechlich (z.B. in mails oder MByte) ist. Was das mit
relativieren zu tun haben soll, wuerde mich schon mal interessieren.


>c.) schreibe ich ueber PC-Netzwerke und da spielen Loesungen wie die

Warum steht das nicht so in dem Artikel, dass man merkt, dass sich
die Prozentzahlen auf PC-Netzwerk-Mail beziehen und nicht auf
alle Mail weltweit? Welchen Anteil haben denn PC-Netzwerke an den
Netzwerken allgemein? Warum wird das nicht relativiert?

Hadmut Danisch


Carl von Loesch

unread,
Aug 13, 1993, 9:13:26 AM8/13/93