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Neue 2-Mbit-Technik mit 2-Adern UK2?

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Marc Haber

unread,
Jan 25, 2002, 1:36:51 PM1/25/02
to
Hi,

ich war heute wegen hohem Krankenstand zum ersten Mal seit langer Zeit
wieder auf einer Leitungsinstallation draussen. Natürlich funktioniert
die Leitung nicht, und wir haben nach langer Telefonkonferenz die
Leitung als "defekt" eingestuft. Fehlerbild: Auf der A-Seite geht die
S2M-Fehlerlampe auf dem NTPM nicht einmal aus, wenn man den NTPM
zwischen "S2Man/a" und "S2Man/b" respektive "S2Mab/a" und "S2Man/a"
brückt, der NTPM auf der B-Seite zeigt blinkende HK2A/HK2B-Lampen. Der
wie bei uns üblich über Bicos BC2A angeschlossene Cisco 2611 auf der
A-Seite sagt "down/down", der genauso angeschlossene Cisco 1720 auf
der B-Seite "up/down".

Was mir bei der Fehlersuche seltsam aufgestossen ist: Der NTPM auf
A-Seite hat auf der Leiterplatte hinten in einem gross mit "TELEKOM"
beschrifteten Feld vier Klemmen, die mit "UK2ab/a", "UK2ab/b",
"UK2an/a" und "UK2an/b" beschriftet sind. Nach meinem
Informationsstand ist die Zuführung von der Vermittlungsstelle
vieradrig. Auf diesem NTPM sind aber nur zwei Adern aufgelegt, und
zwar auf "Uk2ab/a" und "UK2ab/b". Die beiden anderen Adern, die nach
meinem Verständnis wohl auf "UK2an/a" und "UK2an/b" gehören, hängen
lose in der Luft, und auch im daneben hängenden DTAG-Unterverteiler
sind von der Verbindung zum NTPM in question nur zwei Adern aufgelegt.

Die anderen (älteren) NTPMs in dieser Installation sind alle mit vier
Adern mit dem Verteiler verbunden. Leider war ich nach Aufkommen
dieser Feststellung nicht mehr auf der B-Seite, um dort zu
vergleichen, kann also nicht sagen, ob die Zuleitung auf der B-Seite
auch nur mit einem Adernpaar aufgelegt wurde.

Auch die Kollegen, die sonst die Leitungsinstallationen machen, sagen
dass ein NTPM üblicherweise mit zwei Adernpaaren mit der DTAG
verbunden wird, und nicht mit einem.

Haben wir es hier mit einer neuen Anschlusstechnik zu tun, die
zwischen Vermittlungsstelle und NTPM mit nur einem Adernpaar arbeitet,
oder hat der Telekom-Techniker, der die Leitung heute morgen mit
"Ende-Ende-Messung erfolgreich" übergeben hat, nicht wirklich
gemessen?

Der NTPM ist ein ganz normaler NTPM, der sich in nix von den älteren
unterscheidet.

Über Eure Kommentare würde ich mich freuen.

Grüße
Marc

--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Beginning of Wisdom " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fax: *49 721 966 31 29

B. Eckstein

unread,
Jan 25, 2002, 2:00:50 PM1/25/02
to
Marc Haber wrote:

> Auf diesem NTPM sind aber nur zwei Adern aufgelegt, und
> zwar auf "Uk2ab/a" und "UK2ab/b". Die beiden anderen Adern, die nach
> meinem Verständnis wohl auf "UK2an/a" und "UK2an/b" gehören, hängen
> lose in der Luft, und auch im daneben hängenden DTAG-Unterverteiler
> sind von der Verbindung zum NTPM in question nur zwei Adern aufgelegt.

IMHO hat der Monteur im wahrsten Sinne des Wortes nur "halbe Arbeit"
geleistet.

--
B.Eckstein, - mailto:b...@epost.de
FAQ zu de.comp.hardware.netzwerke: http://how.to/dchn
"I remember being vaguely surprised when the milage counter in my car
went from 77777 to 77778 and not 100000, back in the days when I was
a PDP-11 expert!" Dan O'Reilly in comp.os.vms

Oliver Bartels

unread,
Jan 25, 2002, 4:15:51 PM1/25/02
to
On Fri, 25 Jan 2002 19:36:51 +0100, Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de>
wrote:

>Haben wir es hier mit einer neuen Anschlusstechnik zu tun, die
>zwischen Vermittlungsstelle und NTPM mit nur einem Adernpaar arbeitet,
>oder hat der Telekom-Techniker, der die Leitung heute morgen mit
>"Ende-Ende-Messung erfolgreich" übergeben hat, nicht wirklich
>gemessen?
Doch, das gibt es. Und zwar werden neue Kupfer 2M Leitungen
bei der DTAG häufig/praktisch immer als SDSL Leitungen
ausgeführt, und die brauchen bis ca. 3km Kabellänge nur
eine Doppelader!

Wir haben u.a. solche Leitungen in unserem Bestand.

Der NTPM ist mit NT2MKU-E beschriftet, die Lämpchen für
die UK-Seite hören auf UKH1 und UKH2.

Hintergrund: Früher wurde als Signal der ganz normale HDB3
Code auf die DAs gelegt, etwas bandbreitenbegrenzt zwar, aber
mit dem gleichen Codeschema. Bei längeren Leitungen wurde
über Zwischenregeneratoren das Signal wieder aufgefrischt
und das Bündel zudem getrennt geführt.

Heute gibt es Signalprozessoren, die schnell genug sind, um
auch bei 2 MBit/s sowohl eine adaptive Echocancellation als
auch eine adaptive Signalentzerrung vornehmen zu können.

Daher wird bei SDSL die Taktrate künstlich erhöht, es werden
zusätzliche Steuerungs- und Sicherungsbits hinzugefügt und
danach die Taktrate z.B. wieder halbiert, indem zwei Bits auf
ein Symbol mit vier Spannungswerten abgebildet werden.
Bis ca. 3km Leitungslänge je nach Leitungstyp kann das
voll gegeneinander gesendet werden, durch die adaptive
Echounterdrückung wird das erwartete Echo des eigenen
Signals im NTPM erzeugt und vom Empfangssignal abgezogen.

Und jetzt kommt es : Bei größeren Distanzen wird jetzt nicht
etwa wieder nach Übertragungsrichtungen getrennt übertragen,
sondern es wird wieder die Datenrate halbiert und wieder
gegeneinander gesendet, diesmal eben auf zwei Doppeladern!

Damit spart man sich die Zwischenregeneratoren komplett
ein, was natürlich eine erhebliche Kostenersparnis bedeutet.

Gruß Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + obar...@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Oliver Bartels

unread,
Jan 25, 2002, 4:29:03 PM1/25/02
to
On Fri, 25 Jan 2002 19:36:51 +0100, Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de>
wrote:
>Fehlerbild: Auf der A-Seite geht die
>S2M-Fehlerlampe auf dem NTPM nicht einmal aus, wenn man den NTPM
>zwischen "S2Man/a" und "S2Man/b" respektive "S2Mab/a" und "S2Man/a"
>brückt, der NTPM auf der B-Seite zeigt blinkende HK2A/HK2B-Lampen. Der
>wie bei uns üblich über Bicos BC2A angeschlossene Cisco 2611 auf der
>A-Seite sagt "down/down", der genauso angeschlossene Cisco 1720 auf
>der B-Seite "up/down".
Nachtrag:

Eine beliebte Falle ist der Unterschied 2MS/2MU.
Wenn die S2M Lampe (also die, die sagt, ob das lokal eingespeiste
Signal ok ist) nicht ausgeht, obwohl ein korrektes, aber unstrukturiertes
Signal vorliegt, dann kann es sein, dass der NTPM ein strukturiertes
Signal erwartet. Wenn es der Techniker so eingemessen hat, ist
die Leitung dann aus seiner Sicht ok, aber halt strukturiert.
Ursache kann eine Fehleinstellung sein, oder dass die Leitung
falsch bestellt wurde.

Eine andere Möglichkeit wäre eine vergessene Schleife, auch das
hatten wir schon.

Und auch sehr beliebt ist das Thema G.703 Übergabe über WD-Dose,
da hatten wir schon bei jedem Carrier nette Vertauschungen aller Art.

Marc Haber

unread,
Jan 25, 2002, 5:45:48 PM1/25/02
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> wrote:
>On Fri, 25 Jan 2002 19:36:51 +0100, Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de>
>wrote:
>>Haben wir es hier mit einer neuen Anschlusstechnik zu tun, die
>>zwischen Vermittlungsstelle und NTPM mit nur einem Adernpaar arbeitet,
>>oder hat der Telekom-Techniker, der die Leitung heute morgen mit
>>"Ende-Ende-Messung erfolgreich" übergeben hat, nicht wirklich
>>gemessen?
>Doch, das gibt es. Und zwar werden neue Kupfer 2M Leitungen
>bei der DTAG häufig/praktisch immer als SDSL Leitungen
>ausgeführt, und die brauchen bis ca. 3km Kabellänge nur
>eine Doppelader!
>
>Wir haben u.a. solche Leitungen in unserem Bestand.
>
>Der NTPM ist mit NT2MKU-E beschriftet, die Lämpchen für
>die UK-Seite hören auf UKH1 und UKH2.

UKH1 und UKH2-Lampen haben diese NTPMs, ja. Aber sonst sehen sie
wirklich exakt so aus wie "normale" NTPMs. Wie genau sie beschriftet
sind, weiss ich nicht mehr.

>Bis ca. 3km Leitungslänge je nach Leitungstyp kann das
>voll gegeneinander gesendet werden, durch die adaptive
>Echounterdrückung wird das erwartete Echo des eigenen
>Signals im NTPM erzeugt und vom Empfangssignal abgezogen.

Klingt nach Signalprozessing in Extremo.

>Und jetzt kommt es : Bei größeren Distanzen wird jetzt nicht
>etwa wieder nach Übertragungsrichtungen getrennt übertragen,
>sondern es wird wieder die Datenrate halbiert und wieder
>gegeneinander gesendet, diesmal eben auf zwei Doppeladern!

Also haben wir es auf dieser Leitung mit maximal 3 km Länge zu tun.

Marc Haber

unread,
Jan 25, 2002, 5:53:39 PM1/25/02
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> wrote:
>Eine beliebte Falle ist der Unterschied 2MS/2MU.

Leitungsbezeichnung 94M.

>Wenn die S2M Lampe (also die, die sagt, ob das lokal eingespeiste
>Signal ok ist) nicht ausgeht, obwohl ein korrektes, aber unstrukturiertes
>Signal vorliegt, dann kann es sein, dass der NTPM ein strukturiertes
>Signal erwartet. Wenn es der Techniker so eingemessen hat, ist
>die Leitung dann aus seiner Sicht ok, aber halt strukturiert.
>Ursache kann eine Fehleinstellung sein, oder dass die Leitung
>falsch bestellt wurde.

Ja, das hatten wir auch schonmal. Kann eine Leitung auf einer Seite
strukturiert und auf der anderen Seite unstrukturiert übergeben
werden? Auf der B-Seite geht die S2M-Lampe nämlich sehr wohl aus.

>Und auch sehr beliebt ist das Thema G.703 Übergabe über WD-Dose,
>da hatten wir schon bei jedem Carrier nette Vertauschungen aller Art.

Auf der einen Seite dieser Leitung hatte der DTAG-Techniker bereits
netterweise eine RJ45-Dose gesetzt, auf der anderen Seite "durfte" ich
selbst schrauben. Kann man G703 eigentlich ohne weiteres über zwei
Stockwerke durch eine Telefonverkabelung führen?

Was mich heute besonders stutzig gemacht hat, war dass auf der B-Seite
S2M aus, UKH1/2 leuchtet, und auf der A-Seite S2M an, UKH1/2 aus. Das
klingt für mich irgendwie verdächtig nach einer Leitung, die nur in
einer Richtung tut, was aber laut Deinem anderen Artikel auf einer so
realisierten Leitung nicht wirklich plausibel scheint.

Strukturiert/unstrukturiert lasse ich am Montag nochmal prüfen.

Fazit: *nerv* kommt man am wegen Nachtschicht Mi/Do eigentlich
"freien" Freitag ins Büro, um "mal eben schnell" beim Installieren
einer Leitung auszuhelfen, verdaddelt man sechs Stunden mit Dingen,
die man eigentlich können sollte. Und stellt obendrein fest, dass
einen die Technik überholt hat. DTAG realisiert 2 Mbit über SDSL, wo
kommen wir denn da hin ;)

Oliver Bartels

unread,
Jan 25, 2002, 7:15:49 PM1/25/02
to
On Fri, 25 Jan 2002 23:53:39 +0100, Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de>
wrote:
>Leitungsbezeichnung 94M.
Das sollte unstrukturiert sein.

>Ja, das hatten wir auch schonmal. Kann eine Leitung auf einer Seite
>strukturiert und auf der anderen Seite unstrukturiert übergeben
>werden? Auf der B-Seite geht die S2M-Lampe nämlich sehr wohl aus.

Wenn man einen NT falsch konfiguriert, dann geht das schon.
Vom Datenformat heißt strukturiert im Prinzip nur, dass regelmäßig
ein bestimmtes Bitmuster auftaucht (8 Bit alle 32 x 8 Bit, eben das
RKW/MW), welches den Frame Start festlegt, und dass der gesamte
Frame CRC4 gesichert ist (Wahrung der Transparenz).

Ist z.B. ein NT auf strukturiert eingestellt und es wird ein strukturiertes
Testsignal eingespielt, dann akzeptiert das der NT und schickt es
auf die Leitung. Dem unstrukturierten Leitungsweg ist es egal, was
da an Daten kommt, ob mit oder ohne RKW/MW interessiert ihn
nicht. Dem NT am anderen Ende ist das auch egal, und wenn man
da eine Brücke schaltet, schickt er es wieder strukturiert zurück,
denn auch ihm ist gleichgültig, was da in den Bits steht.
Der erste NT wiederum stellt fest, dass da etwas scheinbar strukturiertes
von der Vst zurückkommt, ergo sieht die Leitung scheinbar gut aus.

Kommst Du nun mit einem unstrukturierten Signal, dann sagt der
auf strukturiert eingestellte NT "bäh" dazu, weil er kein RKW findet
und die CRC4 eh nicht hinkommt, und läßt die S2M Lampe leuchten.
Je nachdem, wie das SDSL nun weitergeführt wird (SDH), kann
der NT ggf. sogar ein Außerband-AIS (Remember: SDSL hat da
noch ein paar Bits mehr als 2MU/HDB3 ...) anlegen, was dann ggf.
zu dem Alarm auf der anderen Seite führt.

Unklar wäre mir dann aber, wieso an diesem NT dann nicht auch
die U* Lampen leuchten, denn das Teil bekommt ganz sicher
keinen gültigen Rahmen.

Eher könnte das ein Problem sein:

>Auf der einen Seite dieser Leitung hatte der DTAG-Techniker bereits
>netterweise eine RJ45-Dose gesetzt, auf der anderen Seite "durfte" ich
>selbst schrauben. Kann man G703 eigentlich ohne weiteres über zwei
>Stockwerke durch eine Telefonverkabelung führen?

Oha. Das hängt von der Art der Telefonverkabelung ab, es
kann Probleme machen, muss aber nicht. Wir haben mit
eigenen Umsetzern soetwas auch schon über sehr lange
Kabel geführt, die waren aber geschirmt und gut angepaßt
und ich habe nach einer Messung mit dem DSO noch etwas
am Gain gedreht.

Die Frage ist hier, wie *lang* die Kabel sind und wie gut die
Anpassung hinkommt. Bei einem 1MHz Signal (und genau
das liegt bei G.703 vor) sollte der Wellenwiderstand des
Kabels schon halbwegs dem Innenwiderstand des Generators
bzw. der Last entsprechen. G.703 ist dabei auf 120 Ohm
spezifiziert. Die Wellenlänge beträgt bei 1MHz ungefähr
300m, allerdings unterhalten wir uns
a) um einen Hin- und Rückweg, also Kabellänge 150m,
b) wenn da nicht das epsilon_r des Kabels wäre, also
bei einem eps_r von z.B. 4 geht wieder ein Faktor sqrt(4)=2
ab, dann bleiben 75m, nun
c) wird für eine Auslöschung aber 180 Grad Phasenwinkel
benötigt, macht die halbe Wellenlänge, also 37,5m!

Wenn also nach ca. 37m (je nach Kabeltyp) ein satte
Fehlstelle vorliegt, wird das Signal richtig gut gedämpft
(destruktive Interferenz), das *kann* soweit gehen, dass
der NT es nicht mehr akzeptiert. Zudem kann auch ein
kleinerer Phasenversatz das Signal so gut verfälschen,
dass der NT zu Recht ebenfalls nicht mag.

Denn HDB3 als G.703 Code enthält als ternärer Code einige
Merkmale, an dem ein NT oder Umsetzer erkennen kann,
ob das, was da kommt, etwas taugt.
Been there, designed that into some LCA ;-)

Und 20..40m Kabellänge kommt bei zwei Stockwerken sehr
schnell zusammen ...

Genaue Aussagen kann man aber nur mit einer Messung
mit einem Digitalspeicheroszi mit Differential Probe machen,
dann läßt sich das Signal und die Echos bewerten
(z.B. mittels Augendiagramm, was bei G.703 gut geht).

Es kann durchaus sein, dass der Empfänger im NT das
Signal nicht mehr mag, weil zu schwach oder zuviele
Echos. Mit geeigneter Hardware kann man daran natürlich
etwas drehen, wir haben wiegesagt auf einem Grundstück
auch eine längere interne Telefonkabelstrecke, allerdings ist
es da halt sehr fein, wenn man die Schaltung des Umsetzers
sehr genau kennt und weiß, woran zu drehen ist ;-)

>Fazit: *nerv* kommt man am wegen Nachtschicht Mi/Do eigentlich
>"freien" Freitag ins Büro, um "mal eben schnell" beim Installieren
>einer Leitung auszuhelfen, verdaddelt man sechs Stunden mit Dingen,
>die man eigentlich können sollte. Und stellt obendrein fest, dass
>einen die Technik überholt hat. DTAG realisiert 2 Mbit über SDSL, wo
>kommen wir denn da hin ;)

Tja, auch die müssen rechnen, da wird heute manches realisiert,
was früher als unmöglich galt, ich sag nur E1 im Bündel ...

Marc Haber

unread,
Jan 26, 2002, 2:47:40 AM1/26/02
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> wrote:
>On Fri, 25 Jan 2002 23:53:39 +0100, Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de>
>wrote:
>>Leitungsbezeichnung 94M.
>Das sollte unstrukturiert sein.

Das ist ja schonmal etwas.

<snip>

>Eher könnte das ein Problem sein:
>
>>Auf der einen Seite dieser Leitung hatte der DTAG-Techniker bereits
>>netterweise eine RJ45-Dose gesetzt, auf der anderen Seite "durfte" ich
>>selbst schrauben. Kann man G703 eigentlich ohne weiteres über zwei
>>Stockwerke durch eine Telefonverkabelung führen?
>Oha. Das hängt von der Art der Telefonverkabelung ab, es
>kann Probleme machen, muss aber nicht.

Für den Test hatte ich Anschaltgerät und Router im Keller direkt an
den NTPM angeschlossen (eben um die interne Verkabelung als Fehler
auszuschliessen). Nur leider muss die Übergabe an das Netz des Kunden
im zweiten Stock stattfinden.

Ich kann also versuchen, entweder das G.703, das X.21 oder das
Ethernet über die Telefonverkabelung zu führen. So richtig gefallen
mag mir das nicht, und per "richtigem" Netz komme ich nur noch per LWL
aus dem Keller in den 2. Stock, oder per VLAN-Trunking über die
vorhandenen Switches. Das kommt aber nicht in Frage, da ich nicht
bereit bin, "ungeschütztes" Internet und "geschütztes" internes Netz
nur durch Switch-Software voneinander abzutrennen.

>Die Frage ist hier, wie *lang* die Kabel sind und wie gut die
>Anpassung hinkommt.

Das ist eine recht neue Verkabelung, und der Anschaltraum im Keller
liegt direkt neben dem Aufzugsschacht. Deswegen gehe ich davon aus,
dass die Kabel ziemlich auf direktem Wege in den zweiten Stock
hochlaufen und dort auch recht gerade zum Serverraum hinübergeführt
wurden. Allerdings ist es halt ein 40-DA-Telefonkabel.

<physik snipped, das konnte ich schon in der Schule nicht>
<Dad würde sich im Grabe rumdrehen, war Physiker>

>Und 20..40m Kabellänge kommt bei zwei Stockwerken sehr
>schnell zusammen ...

Ja, das sehe ich ähnlich.

>Mit geeigneter Hardware kann man daran natürlich
>etwas drehen, wir haben wiegesagt auf einem Grundstück
>auch eine längere interne Telefonkabelstrecke, allerdings ist
>es da halt sehr fein, wenn man die Schaltung des Umsetzers
>sehr genau kennt und weiß, woran zu drehen ist ;-)

Wie würdest Du denn, wenn man kein so detailliertes Elektronikwissen
wie Du hast, bei der vorliegenden Kabelsituation vorgehen? Ich möchte
dem Kunden eigentlich ungerne eine LWL-Ethernet-Bridge aufdrücken,
obwohl er es eigentlich nicht anders verdient hätte.

Könnte man den NTPM in den zweiten Stock verlegen lassen und die
SDSL-Strecke durch die Telefonverkabelung schicken? Oder macht die
DTAG das nicht mit?

Siegbert Marschall

unread,
Jan 26, 2002, 3:24:07 AM1/26/02
to
Hi,

> Das ist eine recht neue Verkabelung, und der Anschaltraum im Keller
> liegt direkt neben dem Aufzugsschacht. Deswegen gehe ich davon aus,
> dass die Kabel ziemlich auf direktem Wege in den zweiten Stock
> hochlaufen und dort auch recht gerade zum Serverraum hinübergeführt
> wurden. Allerdings ist es halt ein 40-DA-Telefonkabel.

wenn das kabel nicht gestückelt ist, dh. direkt zum serverraum geht,
ohne zwischenverteiler, dann sollte es da keine probleme geben.

> Wie würdest Du denn, wenn man kein so detailliertes Elektronikwissen
> wie Du hast, bei der vorliegenden Kabelsituation vorgehen? Ich möchte
> dem Kunden eigentlich ungerne eine LWL-Ethernet-Bridge aufdrücken,
> obwohl er es eigentlich nicht anders verdient hätte.

warum die 10mbit teile sind doch recht günstig ?

> Könnte man den NTPM in den zweiten Stock verlegen lassen und die
> SDSL-Strecke durch die Telefonverkabelung schicken? Oder macht die
> DTAG das nicht mit?

geht, dem dsl machen die 40m nix aus. dtag macht das auf eigenen auftrag,
wenn ihr das gleich am anfang gesagt hättet, sogar ohne extrakosten.
jetzt werden sie wohl kohle sehen wollen, es sei den es läuft über
kulanz bzw. der techniker der eure leitung "repariert" setzt das
ding grad um.

wenn du dürftest könntest du das auch selber machen.
a/b ab, strom ab, abschrauben, oben anschrauben, a/b + strom dran,
fertig.

bye, siggi.

Marc Haber

unread,
Jan 26, 2002, 3:55:53 AM1/26/02
to
Siegbert Marschall <si...@marschall.org> wrote:
>> Wie würdest Du denn, wenn man kein so detailliertes Elektronikwissen
>> wie Du hast, bei der vorliegenden Kabelsituation vorgehen? Ich möchte
>> dem Kunden eigentlich ungerne eine LWL-Ethernet-Bridge aufdrücken,
>> obwohl er es eigentlich nicht anders verdient hätte.
>warum die 10mbit teile sind doch recht günstig ?

Ich kenne nur die 100-Mbit-Teile, und die sind teuer. Was verstehst Du
unter "recht günstig"?

>> Könnte man den NTPM in den zweiten Stock verlegen lassen und die
>> SDSL-Strecke durch die Telefonverkabelung schicken? Oder macht die
>> DTAG das nicht mit?
>geht, dem dsl machen die 40m nix aus.

Und den im gleichen Kabel geführten S0-, POTS- und Systel-Verbindungen
macht das auch nix aus?

>dtag macht das auf eigenen auftrag,
>wenn ihr das gleich am anfang gesagt hättet, sogar ohne extrakosten.

Das hat der Kunde verbockt. Ich bin ja fast vom Glauben abgefallen,
als ich das gesehen habe.

>wenn du dürftest könntest du das auch selber machen.
>a/b ab, strom ab, abschrauben, oben anschrauben, a/b + strom dran,
>fertig.

Unten sitzt der NTPM in einem Rahmen, in dem auch die beiden NTPMs für
die Telefonie sitzen. Das heisst, oben fehlt die Stromversorgung und
der Montagerahmen. Das wird die DTAG machen müssen. Auf Kosten des
Kunden versteht sich.

Thomas Krause

unread,
Jan 26, 2002, 5:31:46 AM1/26/02
to
Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de> wrote in news:a2tqup$141a$1
@wrath.news.nacamar.de:

> Siegbert Marschall <si...@marschall.org> wrote:
>>> Wie würdest Du denn, wenn man kein so detailliertes Elektronikwissen
>>> wie Du hast, bei der vorliegenden Kabelsituation vorgehen? Ich möchte
>>> dem Kunden eigentlich ungerne eine LWL-Ethernet-Bridge aufdrücken,
>>> obwohl er es eigentlich nicht anders verdient hätte.
>>warum die 10mbit teile sind doch recht günstig ?
>
> Ich kenne nur die 100-Mbit-Teile, und die sind teuer. Was verstehst Du
> unter "recht günstig"?

ca. 100 EUR/St. netto für die AT-MC13/MC14

http://www.alliedtelesyn.com/webmaster3/files/allied/Website/ProductSupport
Docs/Document/MC13_dde.pdf

Grüße,
Thomas

Oliver Bartels

unread,
Jan 26, 2002, 7:06:08 AM1/26/02
to
On Sat, 26 Jan 2002 08:47:40 +0100, Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de>
wrote:

>Für den Test hatte ich Anschaltgerät und Router im Keller direkt an
>den NTPM angeschlossen (eben um die interne Verkabelung als Fehler
>auszuschliessen). Nur leider muss die Übergabe an das Netz des Kunden
>im zweiten Stock stattfinden.
Hast Du geschaut, ob der G.703 Umsetzer richtig konfiguriert ist ?

>Ich kann also versuchen, entweder das G.703, das X.21 oder das
>Ethernet über die Telefonverkabelung zu führen. So richtig gefallen

Das mit dem Ethernet lass sein, das funktioniert nicht bzw.
macht nur Ärger wie Packet Loss bei bestimmten Datenkonstellationen
usw., also richtig schön zu suchende Fehler.
Erfahrungsgemäß geht das gerade mal über 10m Telefonkabel,
weil das Signal noch viel schneller ist, bei CAT-n sieht das natürlich
anders aus, aber da sieht auch das Kabel anders aus ...

Von dem X.21 via Telefonkabel rate ich auch dringend ab,
die Treiber und Empfänger sind galvanisch nicht getrennt,
bei der geringsten Potentialdifferenz gibt es günstigstenfalls
Probleme oder sie rauchen gleich ab.

Bei G.703 ist im Gegensatz zu X.21 wenigstens eine Trennung
durch Übertrager enthalten und das Signal ist gleichspannungsfrei.

>Das ist eine recht neue Verkabelung, und der Anschaltraum im Keller
>liegt direkt neben dem Aufzugsschacht. Deswegen gehe ich davon aus,
>dass die Kabel ziemlich auf direktem Wege in den zweiten Stock
>hochlaufen und dort auch recht gerade zum Serverraum hinübergeführt
>wurden. Allerdings ist es halt ein 40-DA-Telefonkabel.

Hmmja, kann, muss aber ned tun. Kann auch eine erhöhte
Bitfehlerrate geben.

Es sollten keine Verteiler dazwischen sein, weil jede Klemmleiste
eine schöne Impedanzfehlstelle ist.

Und die G.703 Ports haben *keine* adaptive Entzerrung.

Btw.: S0/UP0/ISDN und POTS werden durch das G.703 Signal
nicht gestört, wohl aber kann POTS das G.703 gut durcheinander
bringen, insbesondere beim Abheben, bei der Pulswahl (hoffentlich
nur noch im Museum zu finden) und beim Weckruf.

Du solltest in jedem Fall ein anderes Bündel benutzen.

Weil: G.703 mit Pegel um max. 3V arbeitet, POTS hingegen
mit bis zu 60V, die beim Abheben des Hörers schlagartig
auf wenige Volt und dafür ca. 20mA Strom zusammenbrechen.
Und den Umschaltvorgang kann man durchaus auf den
Nachbarleitungen messen.

>Wie würdest Du denn, wenn man kein so detailliertes Elektronikwissen
>wie Du hast, bei der vorliegenden Kabelsituation vorgehen? Ich möchte
>dem Kunden eigentlich ungerne eine LWL-Ethernet-Bridge aufdrücken,
>obwohl er es eigentlich nicht anders verdient hätte.

Sooo teuer sind die nun auch wieder nicht.
Alternativ Endstelle verlegen lassen.

>Könnte man den NTPM in den zweiten Stock verlegen lassen und die
>SDSL-Strecke durch die Telefonverkabelung schicken? Oder macht die
>DTAG das nicht mit?

Die DTAG macht das gegen Auftrag, die haben die Techniker,
um sie zum Kunden zu schicken. Ich meine gehört zu haben,
dass deren Außendienst-Service so wie jeder andere solche
davon lebt ;-)

Die SDSL Strecke sollte damit keine Probleme haben, gut ist es
natürlich, wenn das Kabel geschirmt ist.

Marc Haber

unread,
Jan 26, 2002, 12:35:10 PM1/26/02
to
Thomas Krause <gu...@chef-ingenieur.de> wrote:
>Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de> wrote in news:a2tqup$141a$1
>@wrath.news.nacamar.de:
>> Ich kenne nur die 100-Mbit-Teile, und die sind teuer. Was verstehst Du
>> unter "recht günstig"?
>
>ca. 100 EUR/St. netto für die AT-MC13/MC14

Hm. Ich denke, der Kunde lässt sich dann lieber den NTPM versetzen.

Marc Haber

unread,
Jan 26, 2002, 12:38:04 PM1/26/02
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> wrote:
>On Sat, 26 Jan 2002 08:47:40 +0100, Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de>
>wrote:
>>Für den Test hatte ich Anschaltgerät und Router im Keller direkt an
>>den NTPM angeschlossen (eben um die interne Verkabelung als Fehler
>>auszuschliessen). Nur leider muss die Übergabe an das Netz des Kunden
>>im zweiten Stock stattfinden.
>Hast Du geschaut, ob der G.703 Umsetzer richtig konfiguriert ist ?

Ja. Ist ein Bicos BC2A, auf A-Seite als Master, auf B-Seite als Slave.

>Es sollten keine Verteiler dazwischen sein, weil jede Klemmleiste
>eine schöne Impedanzfehlstelle ist.

Das muss ich noch klären.

>>Könnte man den NTPM in den zweiten Stock verlegen lassen und die
>>SDSL-Strecke durch die Telefonverkabelung schicken? Oder macht die
>>DTAG das nicht mit?
>Die DTAG macht das gegen Auftrag, die haben die Techniker,
>um sie zum Kunden zu schicken. Ich meine gehört zu haben,
>dass deren Außendienst-Service so wie jeder andere solche
>davon lebt ;-)

Die stellen sich also nicht (mehr) an, Teile ihres Netzes durch
"private" Leitungen zu legen, und versuchen auch nicht mehr, die
Leitungen, durch die sie durchgehen plötzlich als ihr Eigentum zu
betrachten?

>Die SDSL Strecke sollte damit keine Probleme haben, gut ist es
>natürlich, wenn das Kabel geschirmt ist.

Das ist ein geschirmtes 50-DA-Kabel. Aber halt nur einmal geschirmt.

Siegbert Marschall

unread,
Jan 26, 2002, 2:30:23 PM1/26/02
to
hi,

> >warum die 10mbit teile sind doch recht günstig ?
>
> Ich kenne nur die 100-Mbit-Teile, und die sind teuer. Was verstehst Du
> unter "recht günstig"?

ca. 50 eur/stück. medienkonverter, noname, 10mbit/s, fiber auf rj45.


bye, siggi.

Tobias Crefeld

unread,
Jan 26, 2002, 2:39:00 PM1/26/02
to
mh+usenet0113 # zugschlus.de@2:2480/8049.100 meinte am 26.01.02

> >Die DTAG macht das gegen Auftrag, die haben die Techniker,

> >um sie zum Kunden zu schicken. Ich meine gehoert zu haben,
> >dass deren Aussendienst-Service so wie jeder andere solche
> >davon lebt ;-)

MH> Die stellen sich also nicht (mehr) an, Teile ihres Netzes durch
MH> "private" Leitungen zu legen, und versuchen auch nicht mehr, die
MH> Leitungen, durch die sie durchgehen ploetzlich als ihr Eigentum zu
MH> betrachten?

Selbst wenn sie das machen wuerden, ist die Frage, ob Du das willst. Man
legt ja gerne Wert auf klar definierte PoPs (welches in Deinem Fall der NT
sein duerfte). Weisst Du, von welcher Qualitaet dieses Kabel ist? Oder was
da sonst so drueber geht? Klar, bei eigenem Equipment, fuer das keine
weitere Firma zustaendig ist, mache ich sowas auch.


Gruss,
Tobias.

Tobias Crefeld

unread,
Jan 26, 2002, 2:42:00 PM1/26/02
to
spamtrap # bartels.de@2:2480/8049.100 meinte am 25.01.02

OB> Doch, das gibt es. Und zwar werden neue Kupfer 2M Leitungen
OB> bei der DTAG haeufig/praktisch immer als SDSL Leitungen
OB> ausgefuehrt, und die brauchen bis ca. 3km Kabellaenge nur
OB> eine Doppelader!

Und das wird dann als E1 verkauft?


Gruss,
Tobias.

Oliver Bartels

unread,
Jan 26, 2002, 5:11:59 PM1/26/02
to
On Sat, 26 Jan 2002 20:42:00 +0100, Tobias Crefeld
<Tobias_...@p97.nina.muenchen.nu> wrote:
>OB> Doch, das gibt es. Und zwar werden neue Kupfer 2M Leitungen
>OB> bei der DTAG haeufig/praktisch immer als SDSL Leitungen
>OB> ausgefuehrt, und die brauchen bis ca. 3km Kabellaenge nur
>OB> eine Doppelader!
>Und das wird dann als E1 verkauft?
Ja warum denn nicht. Es funktioniert ganz hervorragend.

Du schiebst die Bits mit 2048kBit/s mit Deinem *eigenen* Takt
herein und so kommen sie wieder heraus.
Für die Latenzzeit macht es bei der Technik auch keinen Unterschied,
weil direkt auf vier Zustände codiert wird (also keine blockweise FFT),
da kostet die SDH Umsetzung eher mehr Zeit, und die ist auf
längere Strecken immer mit dabei.
Und von der Ausfallsicherheit ist es eher besser, weil eine
Doppelader, die nicht da ist, auch nicht ausfallen kann.
Bei der E1 mit 2DA ist die Leitung tot, wenn die eine *oder* die
andere DA ausfällt.
Das Limit ist halt die Leitungslänge zur Vst, aber das ist denen
ihr Problem, solange wie die Bits wieder richtig rauskommen.

Mit ADSL auf ATM Basis hat das wenig zu tun, denn da gibt
es keine commited bitrate, ATM darf Zellen wegwerfen.
Bei einem vom Kunden kommenden Takt auf einer E1 *kann*
aber das Netz nichts verwerfen, die Leitung würde dann als
fehlerhaft gelten.

Oliver Bartels

unread,
Jan 26, 2002, 5:19:04 PM1/26/02
to
On Sat, 26 Jan 2002 18:38:04 +0100, Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de>
wrote:

>Die stellen sich also nicht (mehr) an, Teile ihres Netzes durch
>"private" Leitungen zu legen, und versuchen auch nicht mehr, die
>Leitungen, durch die sie durchgehen plötzlich als ihr Eigentum zu
>betrachten?
Nö. Wir haben DTAG Leitungen, u.a. STM-1, die durch von uns
bezahltes Monomode-Glas führen, und ganze SDH-CC Systeme,
die bei uns im Rack hängen und von uns komplett versorgt
werden. Und auch die normalen E1 auf dem Land laufen über
unsere Inhouse-Verkabelung.

Im Gegenteil: Ich habe immer den Eindruck, dass die DTAG
Techniker sehr froh sind, wenn sie *nicht* selber das Inhouse-
Kabel verlegen brauchen.

Marc Haber

unread,
Jan 27, 2002, 4:45:52 AM1/27/02
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> wrote:
>Im Gegenteil: Ich habe immer den Eindruck, dass die DTAG
>Techniker sehr froh sind, wenn sie *nicht* selber das Inhouse-
>Kabel verlegen brauchen.

natürlich sind sie das. Ich hatte das einmal (ausserhalb der
Internet-Umgebung), wo die DTAG ein Adernpaar eines 6-Paar-Kabels für
einen POTS-Anschluss verwenden _durfte_. Die anderen Paare waren mit
einem S0 und drei analogen Nebenstellen einer privaten TK-Anlage
beschaltet.

Zwei Monate nach Installation des POTS-Anschlusses will die DTAG im
Keller etwas umbauen. Schwupps, funktioniert S0 und die drei analogen
Nebenstellen nicht mehr. Ich gehe in den Keller runter. DTAG hatte das
Kabel vor unserem Verteiler abgeschnitten, und im eigenen neuen
Verteiler eingeschlossen: "Da geht eine Leitung von uns durch, das ist
jetzt unser Kabel. Bitte legen Sie für Ihre Anwendung ein neues."

Dispatcher und Niederlassungsleiter bestätigten die Aussage des
Monteurs. Erst ein Telefonat vom Anwalt liess die DTAG Brücken in
deren Verteiler legen. Aber das Kabel liegt immer noch im
DTAG-Verteiler.

Holger Petersen

unread,
Jan 27, 2002, 4:50:30 AM1/27/02
to
Oliver Bartels <spam...@bartels.de> writes:

>Für die Latenzzeit macht es bei der Technik auch keinen Unterschied,
>weil direkt auf vier Zustände codiert wird (also keine blockweise FFT),
>da kostet die SDH Umsetzung eher mehr Zeit, und die ist auf
>längere Strecken immer mit dabei.

OT-Frage:

Wo finde ich _Grundlagen_ zu SDH?

Ich werde demnächst mit so einer Technik zu tun bekommen, und diese
DBA's (_d_rei_b_uchstabige _A_bkürzungen :-) kann man ja nicht sinn-
voll in Google suchen...

Grussm Holger

Felix Deutsch

unread,
Jan 27, 2002, 5:37:57 AM1/27/02
to
Holger Petersen wrote:

>Oliver Bartels <spam...@bartels.de> writes:
>
>>Für die Latenzzeit macht es bei der Technik auch keinen Unterschied,
>>weil direkt auf vier Zustände codiert wird (also keine blockweise FFT),
>>da kostet die SDH Umsetzung eher mehr Zeit, und die ist auf
>>längere Strecken immer mit dabei.
>
>OT-Frage:
>
> Wo finde ich _Grundlagen_ zu SDH?

http://www.techfest.com/networking/wan/sonet.htm
http://www.gare.co.uk/technology_watch/sdh.htm
http://people.deas.harvard.edu/~jones/cscie129/lectures/lecture12/sonet/sonet.html
(...)

>Ich werde demnächst mit so einer Technik zu tun bekommen, und diese
>DBA's (_d_rei_b_uchstabige _A_bkürzungen :-) kann man ja nicht sinn-
>voll in Google suchen...

Doch. Die ITU-T Recommendations sind nur wichtig, wenn du es *ganz*
genau wissen willst.

Felix

Oliver Bartels

unread,
Jan 27, 2002, 6:06:29 AM1/27/02
to
On 27 Jan 2002 10:50:30 +0100, Holger Petersen <h...@kbbs.org> wrote:
> Wo finde ich _Grundlagen_ zu SDH?
Alexander Wilde, SDH in der Praxis, VDE-Verlag, ISBN 3-8007-2446-4
Roland Kiefer, Digitale Übertragung in SDH- und PDH-Netzen,
expertverlag, ISBN 3-8169-1592-2

Wenn Du es ganz genau wissen willst, bleiben nur die ITU-T
Recommendations, in der *neueren* G.707 steht im Prinzip alles
drin, weil man die G.708 und G.709 dort zusammengefaßt hat.
Ich empfehle aber in jedem Fall vorher die Einarbeitung
mittels anderer Literatur, die Normtexte sind extrem kompakt
und nützen nur demjenigen etwas, der vorab schon eine grobe
Vorstellung hat, um was es dabei geht. Die ITU-T Normen-CD
ist leider auch nicht ganz billig.

Ich schlage mich gerade etwas mit den Normen herum, weil
wir hier an einem Stück Hardware dazu arbeiten, dass eine
direkte optische Übergabe hat.

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