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[OT?]: Kundenakquise - Redesign Website

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André Spieker

unread,
Aug 23, 2002, 5:56:55 AM8/23/02
to
Hallo liebe NG!

Habe hier einen potentiellen Kunden mit einer Firmenwebsite
(grösseres Bauingenieurunternehmen), die ein "Lifting" nötig
hätte. Nun habe ich mir überlegt, ihn per Email darauf
aufmerksam zu machen und evtl. meine Dienste anzubieten...

Was haltet ihr von solcher Kundenakquise (Seriösität, etc.)?
Wie könnte man die Email am "sanftesten" formulieren?
Welche Erfahrungen habt ihr evtl. damit gemacht?

Freue mich auf eure Meinungen und Ideen!

Gruss
André


Lupus Goebel

unread,
Aug 23, 2002, 6:08:49 AM8/23/02
to
Hallöschen,

On 8/23/2002 11:56 AM André Spieker schrieb:
> Hallo liebe NG!
>
> Habe hier einen potentiellen Kunden mit einer Firmenwebsite
> (grösseres Bauingenieurunternehmen), die ein "Lifting" nötig
> hätte. Nun habe ich mir überlegt, ihn per Email darauf
> aufmerksam zu machen und evtl. meine Dienste anzubieten...

Spam wäre das dann, nach meiner bescheidener Meinung. Rufe lieber an und
versuche so an den Entscheider zu kommen. Zumal du per e-Mail mit
sicherheit:
a) eine Person erreicht die keine Ahnung hat
b) die Taste "delete" wird gedrückt.
c) den Entscheider verärgern könnte wenn du ihn gleich erwischt.

> Was haltet ihr von solcher Kundenakquise (Seriösität, etc.)?
> Wie könnte man die Email am "sanftesten" formulieren?
> Welche Erfahrungen habt ihr evtl. damit gemacht?

Evtl. wäre deine Frage besser in news:de.etc.beruf.selbstaendig aufgehoben


--
MfG - Lupus Göbel
Der Sumpf und Morasthobbybastler und Anfänger mit
Wissensdurst (http://www.lupusdw.de)

Alois Fischer

unread,
Aug 23, 2002, 7:00:30 AM8/23/02
to
Tja Lupus,

> On 8/23/2002 11:56 AM André Spieker schrieb:
>> Hallo liebe NG!
>>
>> Habe hier einen potentiellen Kunden mit einer Firmenwebsite
>> (grösseres Bauingenieurunternehmen), die ein "Lifting" nötig hätte.
>> Nun habe ich mir überlegt, ihn per Email darauf aufmerksam zu machen
>> und evtl. meine Dienste anzubieten...
>
> Spam wäre das dann, nach meiner bescheidener Meinung. Rufe lieber an
> und versuche so an den Entscheider zu kommen. Zumal du per e-Mail mit
> sicherheit: a) eine Person erreicht die keine Ahnung hat b) die Taste
> "delete" wird gedrückt. c) den Entscheider verärgern könnte wenn du
> ihn gleich erwischt.

Kaltaquise per Telefon ist meines Wissen gesetzlich verboten und rangieren
auf der selben Stufe wie EMail- und Fax-SPAM.

Aber was er darf ist altmodische Werbebriefe schreiben.

> Evtl. wäre deine Frage besser in news:de.etc.beruf.selbstaendig
> aufgehoben

Yepp, und wurde dort schon öfter diskutiert. Google hälfe also auch weiter.


Gruss
Alois

André Spieker

unread,
Aug 23, 2002, 8:14:43 AM8/23/02
to
Hallo,

Lupus Goebel wrote:
> Spam wäre das dann, nach meiner bescheidener Meinung.

Wohl war, wohl war...
Irgendwelchen Spam-Mist zu verbreiten ist in keinster Weise
meine Absicht. Das solche Werbe-Mails nicht gut ankommen -
darauf hätte ich selbst kommen können... sorry!

> Evtl. wäre deine Frage besser in news:de.etc.beruf.selbstaendig
> aufgehoben

Dank Dir! Hab's mir "ergoogelt" und bin jetzt doch was
schlauer... Hätte erst denken, dann posten sollen.

Gruss
Andre

Steffi Abel

unread,
Aug 23, 2002, 8:52:27 AM8/23/02
to
"André Spieker" <an...@andre-spieker.de> schrieb:

> Habe hier einen potentiellen Kunden mit einer Firmenwebsite
> (grösseres Bauingenieurunternehmen), die ein "Lifting" nötig
> hätte. Nun habe ich mir überlegt, ihn per Email darauf
> aufmerksam zu machen und evtl. meine Dienste anzubieten...

Der Unterschied zwischen "per Email auf meine Dienstleistung
aufmerksam machen" und "SPAM" liegt wo?

> Was haltet ihr von solcher Kundenakquise (Seriösität, etc.)?

Sie ist uneffektiv.

> Wie könnte man die Email am "sanftesten" formulieren?

gar nicht.

> Freue mich auf eure Meinungen und Ideen!

Ruf an, sprech mit dem Geschäftsführer (un dnur mit dem!), vereinbare
einen Termin mit ihm, zeig ihm während des Termins, was an seiner Site
gut ist, zeig ihm, was du an der Site noch besser machen kannst und
lass ihn den mitgebrachten Auftrag unterschreiben.

So einfach geht das.

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 23, 2002, 8:54:18 AM8/23/02
to
"Alois Fischer" <use...@tfn.de> schrieb:

> Kaltaquise per Telefon ist meines Wissen gesetzlich verboten

da täuschst du dich.

> und rangieren auf der selben Stufe wie EMail- und Fax-SPAM.

da auch.

> Aber was er darf ist altmodische Werbebriefe schreiben.

das stimmt natürlich. Preiswerter wäre es allerdings, die Werbebriefe
gleich selbst in die Tonne zu schmeissen, dann spart er wenigstens das
Porto.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 23, 2002, 9:57:02 AM8/23/02
to
On Fri, 23 Aug 2002 14:54:18 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>"Alois Fischer" <use...@tfn.de> schrieb:
>
>> Kaltaquise per Telefon ist meines Wissen gesetzlich verboten
>
>da täuschst du dich.
>

Nein, es ist verboten.

sh. z.B.
<http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/seiten/geld/alter/news/Cold_Calling.htm>


Gruß
Olaf
--
Aquaristik: Mattenfilter, Statik, Diskussionsforum,
Berechnungstools
<http://www.deters-ing.de>

Jochen Daum

unread,
Aug 23, 2002, 11:49:38 AM8/23/02
to
Hi Olaf !

> >"Alois Fischer" <use...@tfn.de> schrieb:
> >
> >> Kaltaquise per Telefon ist meines Wissen gesetzlich verboten
> >
> >da täuschst du dich.
> >
>
> Nein, es ist verboten.
>
> sh. z.B.
>
<http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/seiten/geld/alter/news/Cold_Callin
g.htm>
>

Bezweifle ich, eine Firma ist kein Verbraucher.

Grüße, Jochen

Robert Daut

unread,
Aug 23, 2002, 12:26:40 PM8/23/02
to
Antwort auf den Beitrag vom 23.08.2002 15:57 von Olaf Deters:
>
> Nein, es ist verboten.

Na dann können alle Telefon-Marketing-Firmen einpacken. Außerdem kann
ich die Hälfte meiner Anrufer verklagen :-).

> sh. z.B.
> <http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/seiten/geld/alter/news/Cold_Calling.htm>

Da lese ich erstens nur etwas von Finazdienstleistungen und zweitens
bezieht sich das auf Privatpersonen, die angerufen werden.

Der Thread handelt aber davon, daß einer Firma ein Angebot gemacht
werden soll, die Webseiten zu überarbeiten. Da sieht das ganz anders aus!

Gruß Robert

Olaf Deters

unread,
Aug 23, 2002, 1:22:20 PM8/23/02
to
On Fri, 23 Aug 2002 18:26:40 +0200, Robert Daut <dev...@gmx.de>
wrote:

>> Nein, es ist verboten.
>
>Na dann können alle Telefon-Marketing-Firmen einpacken. Außerdem kann
>ich die Hälfte meiner Anrufer verklagen :-).
>

jau, was meinst Du, warum die ohne Übermittlung der Rufnummer anrufen.


Privatpersonen genießen einen höheren rechtlichen Schutz. Firmen
müssen es sich gefallen lassen, wenn branchenzugehörige Firmen ihre
Dienste anbieten.
Ich habe z.B. ein Ingenieurbüro. Wenn mich ein Anbieter anruft, der
mir Software aus meiner Branche anbieten will, dann ist's ok. Wenn mir
einer Büromaterial offeriert, dann kann ich zwar knurren, aber es ist
rechtlich noch im Rahmen. Wenn mir aber einer Geldanlagemöglichkeiten
ansabbeln will, ist Schluss. Das darf er nicht mehr.

>Der Thread handelt aber davon, daß einer Firma ein Angebot gemacht
>werden soll, die Webseiten zu überarbeiten. Da sieht das ganz anders aus!
>

ich meine nicht. Wenn z.B. bekannt würde, dass eine Firma einen neuen
Firmenwagen anschaffen will, dann können ja auch nicht alle
Autohändler der Region auf der Matte stehen.

Lupus Goebel

unread,
Aug 23, 2002, 1:21:14 PM8/23/02
to
Hallöschen,

On 8/23/2002 3:34 PM Anette Stegmann schrieb:

[..]

> Wenn Du wissen willst, was SPAM ist:
>
> http://www.spam.com/sp/sp_fq.htm
> http://www.spam.com/ci/ci_in.htm

Gibt es das auch auf deutsch? Denke auch das der Begriff "Spam" in jedem
Rechtsraum anderes definiert ist. Oder?

> Wenn Du eine Newsgroup suchst, in der spam und "vorsaetzliches
> Fehlverhalten beim Versand von E-Mail diskutiert" wird:
> de.admin.net-abuse.mail

Denke das dies keiner sucht weil sich alle einig sind.

Lupus Goebel

unread,
Aug 23, 2002, 1:25:49 PM8/23/02
to
Hallöschen,

On 8/23/2002 3:57 PM Olaf Deters schrieb:

[..]

>>> Kaltaquise per Telefon ist meines Wissen gesetzlich verboten
>>
>> da täuschst du dich.
>
> Nein, es ist verboten.

Soeben wurde meine Hauptfirma aufgrund der verbotenen Telefonate
geschlossen *g*

> sh. z.B.
> <http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/seiten/geld/alter/news/Cold-
> _Calling.htm>

Betrifft nur Privatpersonen, nicht aber das Anrufen von Firmen. Fast
jede Handelsgesellschaft lebt davon. Das "Cold-Calling" (meine Kollegen
sind out, die sagen immer noch Kalt-Anrufe) ist eines der größen
Stützbeine des Handels.

Olaf Deters

unread,
Aug 23, 2002, 1:51:42 PM8/23/02
to
On Fri, 23 Aug 2002 19:25:49 +0200, Lupus Goebel <post...@lupusdw.de>
wrote:

>> Nein, es ist verboten.
>
>Soeben wurde meine Hauptfirma aufgrund der verbotenen Telefonate
>geschlossen *g*
>

igitt, Du betreibst so etwas ??

>> sh. z.B.
>> <http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/seiten/geld/alter/news/Cold-
>> _Calling.htm>
>
>Betrifft nur Privatpersonen, nicht aber das Anrufen von Firmen. Fast
>jede Handelsgesellschaft lebt davon. Das "Cold-Calling" (meine Kollegen

>sind out, die sagen immer noch Kalt-Anrufe) ist eines der gr=F6=DFen
>St=FCtzbeine des Handels.
>
Genau das ist das Problem.

<http://www.sakowski.de/verbr-r/verbr-r18.html#gewerb>

Auch bei Unternehmen können nicht wahllos diese unsinnigen und
nervigen Anrufe getätigt werden. Entscheidend ist, ob die Offerte in
branchengebunden ist.

Es ist gut so, dass gegen diese Machenschaften vorgegangen wird.

Alois Fischer

unread,
Aug 23, 2002, 1:50:11 PM8/23/02
to
Hi Steffi,

> "Alois Fischer" <use...@tfn.de> schrieb:
>
>> Kaltaquise per Telefon ist meines Wissen gesetzlich verboten
>
> da täuschst du dich.

scheint so.

Andererseits...

http://www.sakowski.de/skripte/wettb.html#telefon

| Telefonwerbung
|
| ...Auch im gewerblichen Bereich ist Telefonwerbung nach der
| Rechtsprechung nur zulässig, wenn der Angerufene ausdrücklich oder
| konkludent sein Einverständnis damit erklärt hat. Allerdings wird das
| Merkmal einer konkludenten Einwilligung nicht so streng gehandhabt wie
| im privaten Bereich. Es ist dann zu bejahen, wenn aufgrund konkreter
| tatsächlicher Umstände ein sachliches Interesse des Anzurufenden zum
| Anrufer bzw. zum Gegenstand des Anrufs vermutet werden kann (BGH NJW
| 1991, 2087 "Telefonwerbung IV"). Das Gericht muß zur
| Entscheidungsfindung eine Interessenabwägung vornehmen, ob der Anruf
| entweder keine oder zumindest eine zumutbare Belästigung darstellt
| oder ob er unzumutbar und damit wettbewerbswidrig ist. Voraussetzung
| hierfür ist, daß der Anruf sich auf den konkreten Interessenbereich
| des Kunden bezieht. Ein allgemeiner Sachbezug zum Geschäftsbetrieb des
| angerufenen Gewerbetreibenden reicht also nicht aus. Verstöße gelten
| als unlauterer Wettbewerb nach § 1 UWG.
| Fall: Herausgeber H der
| "Gelben Seiten" ruft Gewerbetreibende an, die mit dem kostenlosen
| Grund-/Standardeintrag vertreten sind, um bei diesen entgeltliche
| Zusatzeinträge zu aquirieren. Ist dies rechtens? (OLG Köln, Urteil vom
| 8.3.2002 - 6 U 165/01)

und der Leitsatz zum Urteil ...

| Auch die unaufgeforderte telefonische Akquisition gewerblicher Kunden
| durch den Herausgeber von Telefon- und Adressverzeichnissen mit dem
| Ziel der Auftragserweiterung verstößt gegen die guten Sitten im
| Wettbewerb. Ein ausdrückliches oder konkludent erklärtes
| Einverständnis des Angerufenen lässt sich grundsätzlich weder aus dem
| zwischen der Telefongesellschaft und dem jeweiligen Gewerbetreibenden
| noch aufgrund eines durch "sozialtypisches Verhalten" begründeten
| Vertragsverhältnisses zum Herausgeber (u.a.) eines
| Branchenverzeichnisses herleiten.

Ein Hinweis auf die mangelhafte Website und das Angebot dies zu
beheben dürfte wohl allenfalls ein allgemeiner Sachbezug sein.

>> und rangieren auf der selben Stufe wie EMail- und Fax-SPAM.
>
> da auch.

Stimmt, derartige Telefonanrufe werden zumindest von den Personen die ich
kenne als noch viel lästiger empfunden.

>> Aber was er darf ist altmodische Werbebriefe schreiben.
>
> das stimmt natürlich. Preiswerter wäre es allerdings, die Werbebriefe
> gleich selbst in die Tonne zu schmeissen, dann spart er wenigstens das
> Porto.

Kommt drauf an ob er vor dem Wegwerfen einen Werbebriefvalidator befragt
der ihm natürlich erklärt daß da eine Briefmarke drauf gehört.


Gruss
Alois

Steffi Abel

unread,
Aug 23, 2002, 3:00:16 PM8/23/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de> wrote:
>
> >"Alois Fischer" <use...@tfn.de> schrieb:
> >
> >> Kaltaquise per Telefon ist meines Wissen gesetzlich verboten
> >
> >da täuschst du dich.
> >
> Nein, es ist verboten.
>
> sh. z.B.
>
<http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/seiten/geld/alter/news/Cold_
Calling.htm>

Ich denke, wir sind uns einig darüber, dass es in DE nicht die
Verbraucherzentrale Bremen ist, die entscheidet, was gesetzlich
verboten ist und was nicht.

Ich denke, wir sind uns auch einig darüber, dass dies in DE der
Gesetzgeber entscheidet.

Seine Entscheidungen tut der Gesetzgeber in Gesetzen kund.

Wenn du der Meinung bist, Kaltakquise per Telefon sei generell
gesetzlich verboten, kannst du sicher den Paragraphen des Gesetzes
nennen, nach dem das verboten sein soll.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 23, 2002, 3:13:26 PM8/23/02
to
On Fri, 23 Aug 2002 21:00:16 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>Seine Entscheidungen tut der Gesetzgeber in Gesetzen kund.
>
und die Auslegung der Gesetze in Gerichtsurteilen, die wiederum
wiederufen werden können. So eindeutig, wie Du es darzulegen versuchst
es es somit nicht.

>Wenn du der Meinung bist, Kaltakquise per Telefon sei generell
>gesetzlich verboten, kannst du sicher den Paragraphen des Gesetzes
>nennen, nach dem das verboten sein soll.
>

ich habe das Wort "generell" nicht gebraucht. Ein passender Link, der
die juristische Situation bezgl. Cold-Calling gegenüber Unternehmen
darstellt ist von mir un Alois genannt worden. Es ist nun an Dir, Dich
diesbezüglich aufzuschlauen.

Lupus Goebel

unread,
Aug 23, 2002, 3:48:30 PM8/23/02
to
Hallöschen,

On 8/23/2002 7:51 PM Olaf Deters schrieb:

[..]

>>> Nein, es ist verboten.


>>
>>Soeben wurde meine Hauptfirma aufgrund der verbotenen Telefonate
>>geschlossen *g*
>>
> igitt, Du betreibst so etwas ??

Jepp, verkaufen Kopier-; Drucker und Faxgeräte sowie Büromaterial. Wir
dürfen überall anrufen. Denn ein Intresse sit hier immer anzunehmen.

>>> sh. z.B.
>>> <http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/seiten/geld/alter/news/Cold-
>>> _Calling.htm>
>>
>>Betrifft nur Privatpersonen, nicht aber das Anrufen von Firmen. Fast
>>jede Handelsgesellschaft lebt davon. Das "Cold-Calling" (meine Kollegen
>>sind out, die sagen immer noch Kalt-Anrufe) ist eines der gr=F6=DFen
>>St=FCtzbeine des Handels.
>>
> Genau das ist das Problem.
>
> <http://www.sakowski.de/verbr-r/verbr-r18.html#gewerb>

<Zitat>
Erfolgt der Anruf von Unternehmen, mit denen bisher keine Geschäfte
gemacht wurden ("Kaltakquise") und ist das Angebot objektiv nicht im
Interesse des Gewerbetreibenden bzw. liegt lediglich ein allgemeiner
Sachbezug zum Gewerbebetrieb vor, wird in den meisten Fällen von einer
verbotenen Telefonwerbung auszugehen sein.
<Zitat>

Auf das <und> kommt es an.

<Zitat>
In der Praxis stellen sich schwierige Abgrenzungsfragen, wann eine
Telefonwerbung gegenüber einem Unternehmer zulässig ist oder nicht. Ob
beispielsweise ein Unternehmen, dass noch nicht oder nicht umfassend im
Internet präsent ist, von einer Webdesign - Agentur ohne ausdrückliches
Einverständnis angerufen werden darf, um ein Angebot für eine Neufassung
der Website abzugeben, ist fraglich. Rechtsprechung liegt hierzu noch
nicht vor. Ein Gericht müsste hier im Einzelfall neben der
Konkretisierung des Merkmals "konkrete, tatsächliche Umstände" eine
Abwägung der gegenseitigen Interessen vornehmen, ob der Anruf für den
Unternehmer letztlich keine oder zumindest eine zumutbare Belästigung


darstellt oder ob er unzumutbar und damit wettbewerbswidrig ist.

</zitat>

Also noch nicht geklärt, dann werde wir das auch nicht klären können.
Aber bitte versuche es doch einmal, sage uns dann bitte hinterher was
bei der Gerichtsverhandlung rausgekommen ist *g*

> Auch bei Unternehmen können nicht wahllos diese unsinnigen und
> nervigen Anrufe getätigt werden. Entscheidend ist, ob die Offerte in
> branchengebunden ist.
>
> Es ist gut so, dass gegen diese Machenschaften vorgegangen wird.

Wie verkaufen Firmen ihre Produkte denn sonst noch? Bei uns läuft 70%
(geschätzt, eher mehr) über Telefon und anschließenden Termin.

Steffi Abel

unread,
Aug 23, 2002, 4:12:01 PM8/23/02
to
"Alois Fischer" <use...@tfn.de> schrieb:

> Ein Hinweis auf die mangelhafte Website und das Angebot dies zu
> beheben dürfte wohl allenfalls ein allgemeiner Sachbezug sein.

da traue ich mir zu, jeden Prozess zu gewinnen - vorausgesetz,
die Website ist tatsächlich so schlecht, wie der OP schreibt.

> >> und rangieren auf der selben Stufe wie EMail- und Fax-SPAM.
> >
> > da auch.
>
> Stimmt, derartige Telefonanrufe werden zumindest von den Personen
> die ich kenne als noch viel lästiger empfunden.

Mag sein, ist aber rechtlich nicht von Relevanz.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 23, 2002, 4:36:47 PM8/23/02
to
On Fri, 23 Aug 2002 21:48:30 +0200, Lupus Goebel <post...@lupusdw.de>
wrote:


Hallo,

>Wie verkaufen Firmen ihre Produkte denn sonst noch? Bei uns l=E4uft 70%
>(gesch=E4tzt, eher mehr) =FCber Telefon und anschlie=DFenden Termin.
>

über allgemeine Werbung, z.B. in einschlägigen Zeitschriften. Wer bei
mir anruft hat nie eine Chance, eben weil er angerufen hat. Wann ich
was brauche entscheide ich selbst und dann ergreife ich die
Initiative.

Lupus Goebel

unread,
Aug 23, 2002, 4:39:48 PM8/23/02
to
Hallöschen,

On 8/23/2002 10:36 PM Olaf Deters schrieb:
>
>>Wie verkaufen Firmen ihre Produkte denn sonst noch? Bei uns l=E4uft 70%
>>(gesch=E4tzt, eher mehr) =FCber Telefon und anschlie=DFenden Termin.
>>
>
> über allgemeine Werbung, z.B. in einschlägigen Zeitschriften. Wer bei
> mir anruft hat nie eine Chance, eben weil er angerufen hat. Wann ich
> was brauche entscheide ich selbst und dann ergreife ich die
> Initiative.

Dennoch bleiben bei uns geschätze 70% über das Telefon. Ich glaube auch
nicht das dies nur in meiner Branche so ist.

P.S. ich mag auch nicht angerufen werden, so Leute wimmle ich gleich ab.

Olaf Deters

unread,
Aug 23, 2002, 5:01:27 PM8/23/02
to
habe noch was gefunden:

Zitat:
Die unaufgeforderte Telefonwerbung stellt aufgrund der von ihr
hervorgerufenen Beeinträchtigung beim Angerufenen grundsätzlich einen
Verstoß gegen die guten Sitten des Wettbewerbs dar. Während die
Telefonwerbung im privaten Bereich eine Beeinträchtigung der
Individualssphäre des Angerufenen bedeutet, ruft diese im gewerblichen
Bereich eine Störung des Geschäftsablaufs hervor. Beides ist aus der
Sicht des BGH nicht hinnehmbar.

<http://www.graefe-partner.de/ecom/werbeemail.htm>

Sehr interessant auch (für Dich)

<http://www.adicor.de/urteile.nsf/e48b11fc36604f9dc1256877005039f5/488219b547c306d9c125689c0031b9cd!OpenDocument>

Da ich als Unternehmen auch ein Kfz habe, könnte man daraus schließen,
dass derartige Werbeanrufe auch von Interesse seien. Dem ist nicht so.


oder hier:

Zitat:
Telefonwerbung bei Gewerbetreibenden

OLG Stuttgart

Urteil vom 08.08.1997 - – 2 U 4/97

Die Antragsgegnerin befaßt sich u.a. mit der Akquisition von
Eintragungen von Gewerbetreibenden in ein bundesweites elektronisches
Branchenbuch (EBB), das im Rahmen des T-Online-Dienstes (früher Btx)
der Deutschen Telekom AG und außerdem über das Internet über
Bildschirme abrufbar ist. Die Antragsgegnerin führt, im Wege
eigeninitiierter Telefonanrufe, bei Gewerbetreibenden eine Überprüfung
der bestehenden Eintragungen auf ihre Aktualität durch. Im Rahmen
solcher Telefongespräche kam es zu Angeboten über kostenpflichtige
Werbeeinträge. Ein Unterlassungsanspruch ergibt sich aus § 1 UWG.
Telefonwerbung bei Gewerbetreibenden ist nur zulässig, wenn ein
konkreter, aus dem Interessenbereich des Angerufenen herzuleitender
Grund, der diese Art der Werbung rechtfertigt, besteht. Ein solcher
kann regelmäßig nur dann in Betracht gezogen werden, wenn der
Angerufene ausdrücklich oder konkludent sein Einverständnis mit
derartigen Anrufen erklärt hat oder wenn aufgrund konkreter Umstände
ein sachliches Interesse des Anzurufenden vom Anrufer vermutet werden
kann.

<http://www.virtuellekanzlei.de/body_wettbewerbsrecht.html>

Wenn man also Cold-Calling betreibt, dann bewegt man sich auf sehr
dünnem Eis.

Steffi Abel

unread,
Aug 23, 2002, 5:20:41 PM8/23/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> Ein passender Link, der
> die juristische Situation bezgl. Cold-Calling gegenüber Unternehmen
> darstellt ist von mir un Alois genannt worden. Es ist nun an Dir,
> Dich diesbezüglich aufzuschlauen.

Das tue ich. Seit weit mehr als zehn Jahren. Du darfst bei mir also
getrost rudimentäre Vertriebskenntnisse voraussetzen. Weder ich noch
irgendein Verkäufer den ich geschult habe, ist jemals zivil- oder gar
strafrechtlich für telefonische Kaltakquse belangt worden.

Du bringst - wie viele andere - die Kaltakquise an den "letzten
Verbraucher" mit der gewerblichen Kaltakquise durcheinander.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 24, 2002, 1:28:11 AM8/24/02
to
On Fri, 23 Aug 2002 23:20:41 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>Du bringst - wie viele andere - die Kaltakquise an den "letzten


>Verbraucher" mit der gewerblichen Kaltakquise durcheinander.
>

Nein, lese mal genauer nach. Es sind inzwischen sehr viele Zitate aus
der Rechtssprechung hier genannt worden.

Olaf Deters

unread,
Aug 24, 2002, 1:31:30 AM8/24/02
to
On 23 Aug 2002 23:38:00 +0200, cbar...@gmx.de (Christian Bartsch)
wrote:

>Dir ist aber die Trennung zwischen Judikative (Rechtsprechung) und
>Legislative (Gesetze erlassen) irgendwie ein Begriff?
>
>Aufgabe des Gesetzgebers ist es nicht, seine eigenen Gesetze auszulegen
>und diese Auslegungen zu widerrufen, das ist den (unabhaengigen) Leuten im
>schwarzen Talar ueberlassen (nein,nicht den Pfarrern!).

ich habe ja von Gerichtsurteilen geschrieben. Fakt ist, das
Cold-Calling vom Gesetzgeber nur unter gewissen Umstände toleriert
wird. Das es wenig Urteile dazu gibt, liegt an der Tatasache, das
diese Telefontypen zumeist unerkannt bleiben und keine Telefonnummern
übermitteln. Da kann ja jeder auf der anderen Seite sitzen.

Olaf Deters

unread,
Aug 24, 2002, 1:40:16 AM8/24/02
to
On Fri, 23 Aug 2002 22:39:48 +0200, Lupus Goebel <post...@lupusdw.de>
wrote:

>> mir anruft hat nie eine Chance, eben weil er angerufen hat. Wann ich


>> was brauche entscheide ich selbst und dann ergreife ich die
>> Initiative.
>

>Dennoch bleiben bei uns gesch=E4tze 70% =FCber das Telefon. Ich glaube au=
>ch nicht das dies nur in meiner Branche so ist.


>
>P.S. ich mag auch nicht angerufen werden, so Leute wimmle ich gleich ab.
>

An einem normalen Tag erhalte ich zwischen 1 und 5 solcher Anrufe
meistens wollen sie einem Geldanlagen, Krankenkassen und Einträge in
Branchenbücher ansabbeln. Jedes Gespräch tippe ich mal auf mind. 1
Minute (wenn ich nicht schon vorher dazwischen gehen oder den Hörer
aufknalle). Macht also im Schnitt 3 Minute pro Tag, 15 Minuten in der
Woche, 1 Stunde im Monat. 1 Stunde mal Geld .... = Wow!
Diese Primaten kosten mich Geld und daran habe ich keinerlei
Interesse.

Was mich aber wirklich fasziniert ist, das bei der Webseitengestaltung
hier auf das Wohl des Lesers ein schier unglaublicher Wert gelegt
wird. Bei der Kundenakquise interessiert das plötzlich überhaupt nicht
mehr. Da werden dreiste Methoden gefeiert. Coldcalling ist m.E.
genauso eine Frechheit und unsinnig wie zwingendes Flash und
Javascript in einer Webseite. Der Leser / Kunde kann sich nicht
dagegeben wehren, sondern nur gleich den Höhrer aufballern.

Lars Kasper

unread,
Aug 24, 2002, 3:02:50 AM8/24/02
to
Lupus Goebel <post...@lupusdw.de> schrieb:

> Denke auch das der Begriff "Spam" in jedem
> Rechtsraum anderes definiert ist. Oder?

SPAM ist eigentlich das "Dosenfleisch" von Hormel Foods.

Mit Spam werden umgangssprachlich die unverlangt eingesandten
Werbe-E-Mails bezeichnet. "Formalere" Begriffe wären UBE und UCE.


Lars Kasper
--
<http://larskasper.de/> persönliche Webseite
<http://dciwam.de/faq/> Webauthoring-FAQ: HTML, CSS, usw.

Konni Scheller

unread,
Aug 24, 2002, 3:19:18 AM8/24/02
to
Steffi Abel <ab...@s.netic.de> wrote:

> > Stimmt, derartige Telefonanrufe werden zumindest von den Personen
> > die ich kenne als noch viel lästiger empfunden.
>
> Mag sein, ist aber rechtlich nicht von Relevanz.

Könnte aber von geschäftlicher Relevanz sein. Kann es nicht passieren,
dass Du einen Kunden damit endgültig vertreibst - anstatt ihn zu
gewinnen?

Servus,
Konni

André Spieker

unread,
Aug 24, 2002, 4:04:21 AM8/24/02
to
Hallo,

Konni Scheller wrote:
> Könnte aber von geschäftlicher Relevanz sein. Kann es nicht passieren,
> dass Du einen Kunden damit endgültig vertreibst - anstatt ihn zu
> gewinnen?

Genau das ist der springende Punkt:
Ich hätte mir einmal überlegen sollen, was Spam u. Telefonanrufe
mit mir machen... Reagiere da selbst äußerst genervt u. mir
würde es im Traum nicht einfallen mich länger mit diesen "Drückern"
zu beschäftigen. Es kostet Zeit (Geld), Nerven u. wo ich meine
Angebote einhole, ist immer noch meine Sache.
Bisher kommen die Kunden auf mich zu, und ich denke, dies ist auch
der seriöseste Weg.
Manchmal steht man sich durch seine nebulösen Gedanken selbst
im Weg ;o)

Danke für die vielfältigen Meinungen!

Gruss
Andre

p.s.: Entschuldigt bitte das OT - werde mich bessern.

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 5:30:10 AM8/24/02
to
"Konni Scheller" <ko...@roterochs.de> schrieb:

> Könnte aber von geschäftlicher Relevanz sein. Kann es nicht
> passieren, dass Du einen Kunden damit endgültig vertreibst
> - anstatt ihn zu gewinnen?

Kann sein. Na und? Wenn ich ihn *nicht* anrufe, habe ich ihn *ganz
sicher* verloren. Wenn ich ihn anrufe, habe ich ihn nur *vielleicht*
verloren. Was ist besser?

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 5:37:47 AM8/24/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> Was mich aber wirklich fasziniert ist, das bei der
> Webseitengestaltung hier auf das Wohl des Lesers ein
> schier unglaublicher Wert gelegt wird.

Ich interessiere mich nur mittelbar für das Wohl meiner Leser.
In erster Linie interessiert mich mein Wohl. Mir geht's gut, wenn ich
viele Leser auf meinen Sites habe. Viele Leser auf der Seite habe ich
dann, wenn die sich wohlfühlen. *Deswegen* tue ich alles für das Wohl
des Lesers.

Könnte ich die Zahl meiner (qualifizierten) Leser steigern, indem ich
pro aufgerufener Seite 2 Popups aufmache, Scrollbalken einfärbe,
unsinnige Flashs mit Hintergrundsounds ablaufen lasse und Texte in 8px
Comic Sans schreibe, würde ich es tun.

> Bei der Kundenakquise interessiert das plötzlich überhaupt nicht
> mehr.

Da interessiert es sogar ganz besonders. Aufgabe eines guten Verkäufer
ist es deshalb, sowohl beim Anrufen als auch beim Verkaufsgespräch als
auch nach dem Vertragsabschluß ein Klima zu schaffen, in dem sich der
Kunde wohlfühlt.

Für einen Webdesigner, der am Beginn seiner Geschäftstätigkeit steht
und daher i. d. R.

a) nicht über ausreichende Mittel für uneffektive
Mailings und Anzeigenschaltungen verfügt,
b) auch nicht über den Bekanntheitsgrad verfügt, der
notwendig ist, damit Kunden "von selbst" kommen und
c) noch nicht über ausreichend Geschäftskontakte verfügt,
die es ihm ermöglichen von Empfehlungen zu leben,

ist telefonische Kaltakquise die effizienteste Möglichkeit, Aufträge
zu erhalten.

Selbst für einen Anfänger ist es - so er vor, während und nach dem
Telefonieren keine Fehler macht - möglich, bei einem Telefonieraufwand
von einem Vormittag mindestens 4 Termine zu schnappen.

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 5:38:23 AM8/24/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> Das es wenig Urteile dazu gibt, liegt an der Tatasache, das
> diese Telefontypen zumeist unerkannt bleiben und keine
> Telefonnummern übermitteln.

Meinst du es wäre klug von einem Webdesigner, bei einem Kunden
anzurufen und alles dafür zu tun, unerkannt zu bleiben?

Ich stell mir gerade die Gesichter meiner Zuhörer vor, wenn ich
empfehlen würde, Telefonate mit den Worten zu beginnen

"Wer ich bin tut nichts zur Sache. Ich bin Mitarbeiter
eines Unternehmens, das geheim bleiben muß. Ich möchte
einen Termin mit Ihnen vereinbaren wegen der Gestaltung
einer Website. Passt es Ihnen morgen Nacht um 23:00 Uhr
unten im Hafen? Code-Wort: 'Frame'. Bitte legen Sie das
Honorar für die Website in den Papierkorb im Stadtpark
neben dem großen Springbrunnen. Gleich ist eine Minute
rum. Muß jetzt auflegen, wegen Anrufverfolgung. Tschüß."

Sorry, aber das erste was ein Verkäufer lernt, ist das richtige
Melden: "Guten Tag, mein Name ist $NAME von der Firma $FIRMA. $VORNAME
$NAME. Ich möchte ..."

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 6:23:19 AM8/24/02
to
"André Spieker" <an...@andre-spieker.de> schrieb:

> wo ich meine Angebote einhole, ist immer noch meine Sache.
> Bisher kommen die Kunden auf mich zu, und ich denke, dies ist auch
> der seriöseste Weg.

Da begehst du einen Denkfehler, der dich u. U. viel Geld kosten kann.
Ein Kunde wird nur dann ein Angebot einholen bzw. nur dann auf dich
zukommen, wenn er ein Bedürfniss hat, das du befriedigen kannst.

Das setzt voraus, dass er

a) weiß, *dass* er ein Bedürfnis hat und
b) weiß, dass *du* dieses Bedürfnis befriedigen kannst.

Der Bauingenieur aus deinem OP weiß nicht, dass er einer besseren Site
bedarf. Er ist ja bereits wie alle "im Internet". Woher sollte er
wissen, dass er mit seiner Site richtiges Geld verdienen kann? Von
anderen Bauingenieuren? Wohl kaum. Die haben i. d. R. genauso
schlechte und damit vermutlich erfolglose Seiten wie er.

Da dieser Bauingenieur nicht weiß, dass es besser geht, hat er auch
nicht das Bedürfnis nach einer besseren Site.

Selbst wenn er das Bedürfnis danach hätte, wie sollte er genau in dem
Moment, in dem er dieses Bedürfnis befriedigen will, erfahren, dass du
einer der wenigen bist, die in der Lage sind, ihm eine bessere Site zu
bauen?

Ein Bedürfniss zu wecken und gleichzeitig eine Möglichkeit zur
Befriedigung dieses Bedürfnisses zu schaffen, geht am besten per
Telefonakquise.

Gruß Steffi

Lupus Goebel

unread,
Aug 24, 2002, 6:48:35 AM8/24/02
to
Hallöschen,

On 8/24/2002 11:37 AM Steffi Abel schrieb:


[...]

Dem ist nicht hinzuzufügen.
Danke dir Steffi, ich hätte das nicht so gut rüberbringen können.
Vollste Zustimmung.

Robert Daut

unread,
Aug 24, 2002, 6:49:55 AM8/24/02
to
Antwort auf den Beitrag vom 24.08.2002 07:40 von Olaf Deters:

>
> An einem normalen Tag erhalte ich zwischen 1 und 5 solcher Anrufe
> meistens wollen sie einem Geldanlagen, Krankenkassen und Einträge in
> Branchenbücher ansabbeln. Jedes Gespräch tippe ich mal auf mind. 1
> Minute (wenn ich nicht schon vorher dazwischen gehen oder den Hörer
> aufknalle). Macht also im Schnitt 3 Minute pro Tag, 15 Minuten in der
> Woche, 1 Stunde im Monat. 1 Stunde mal Geld .... = Wow!
> Diese Primaten kosten mich Geld und daran habe ich keinerlei
> Interesse.

Stelle Dir jetzt vor, das wäre nicht erlaubt. Und stelle Dir weiter
vor, diese Firmen wollten trotzdem etwas verkaufen, und jede Firma
würde Dir anstelle des Anrufs einen Außendienstmitarbeiter
vorbeischicken...

Gruß Robert

Robert Daut

unread,
Aug 24, 2002, 6:31:29 AM8/24/02
to
Antwort auf den Beitrag vom 23.08.2002 19:22 von Olaf Deters:

>
>>>Nein, es ist verboten.
>>
>>Na dann können alle Telefon-Marketing-Firmen einpacken. Außerdem kann
>>ich die Hälfte meiner Anrufer verklagen :-).
>
> jau, was meinst Du, warum die ohne Übermittlung der Rufnummer anrufen.

Das tun bei mir die wenigsten. Und selbst wenn: Ich könnte ja so tun
als sei ich interessiert. Spätestens dann erfahre ich, wer mir da
etwas anbieten will.

> Privatpersonen genießen einen höheren rechtlichen Schutz. Firmen
> müssen es sich gefallen lassen, wenn branchenzugehörige Firmen ihre
> Dienste anbieten.

Das wollte ich hören :-)

> Ich habe z.B. ein Ingenieurbüro....

Also eine Firma.

> ... Wenn mir aber einer Geldanlagemöglichkeiten


> ansabbeln will, ist Schluss. Das darf er nicht mehr.

Da bin ich mir überhaupt nicht sicher. Möglich, daß es bei einer
Einzelfirma anders ist, aber spätestens wenn Du Vollkaufmann bist, ist
es mit dem Schutz vorbei.

>>Der Thread handelt aber davon, daß einer Firma ein Angebot gemacht
>>werden soll, die Webseiten zu überarbeiten. Da sieht das ganz anders aus!
>
> ich meine nicht. Wenn z.B. bekannt würde, dass eine Firma einen neuen
> Firmenwagen anschaffen will, dann können ja auch nicht alle
> Autohändler der Region auf der Matte stehen.

Das tun sie auch. Und ich denke, daß es nicht verboten ist, sogar ohne
daß sie wissen, ob ich ein Auto brauche. Wo ist der Unterschied zur
Software oder zum Büromaterial? Es sind alles Betriebsmittel für Deine
Firma. Willst Du einer Zeitung verbieten, Dir Inserate anzubieten?

Oder willst Du eine Blindenwerkstatt verklagen, weil sie Dir Besen und
Klopapier anbieten? :-)

Gruß Robert

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 7:25:41 AM8/24/02
to
"Robert Daut" <dev...@gmx.de> schrieb:

> aber spätestens wenn Du Vollkaufmann bist,
> ist es mit dem Schutz vorbei.

Da irrst du gewaltig.

> Willst Du einer Zeitung verbieten, Dir Inserate anzubieten?

Ja, was sollte dagegen sprechen?

> Oder willst Du eine Blindenwerkstatt verklagen, weil sie Dir Besen
> und Klopapier anbieten? :-)

Auch das kann er.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 24, 2002, 8:04:22 AM8/24/02
to
On Sat, 24 Aug 2002 11:38:23 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>Meinst du es wäre klug von einem Webdesigner, bei einem Kunden


>anzurufen und alles dafür zu tun, unerkannt zu bleiben?
>

Bei einem Kunden kann er ja gerne anrufen. Ein Kunde ist es aber nur
dann, wenn schon mal ein Vertragsverhältnis vorhanden war. Wenn er
aber bei Leuten oder Firmen anruft, mit denen er noch kein
Vertragsverhältnis hatte, dann sind es eben keine Kunden. Das wird
gerne unterschlagen.

>Ich stell mir gerade die Gesichter meiner Zuhörer vor, wenn ich
>empfehlen würde, Telefonate mit den Worten zu beginnen
>

..

Die Gesichter wären sicherlich eigenartig, aber Dein Beispiel hat
nichts mit meinem Text zu tun.

>Sorry, aber das erste was ein Verkäufer lernt, ist das richtige
>Melden: "Guten Tag, mein Name ist $NAME von der Firma $FIRMA. $VORNAME
>$NAME. Ich möchte ..."
>

Und das wird so schnell runter gerappelt, dass man es nicht versteht.
Würde eine Telefonnummer im Display erscheinen, könnte ich diese
nebenbei notieren. So nicht, also verarsche ich die Leute ein bischen
oder lege sofort auf.

Steffi, warum werden die denn alle am Telefon so nervös, wenn man
nochmal nach dem Namen und der Firma fragt, für die sie anrufen, dann
etwas wartet und anschließend verkündet, dass sie gar nicht hätten bei
mir anrufen dürfen ?? Etliche haben sofort schon aufgelegt oder das
stottern bekommen.

Olaf Deters

unread,
Aug 24, 2002, 8:07:51 AM8/24/02
to
On Sat, 24 Aug 2002 11:30:10 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>Kann sein. Na und? Wenn ich ihn *nicht* anrufe, habe ich ihn *ganz


>sicher* verloren. Wenn ich ihn anrufe, habe ich ihn nur *vielleicht*
>verloren. Was ist besser?
>

ihn so laufen lassen und später evtl. unter niveauvolleren Umständen
nochmals treffen. Wer auf solche Methoden zurückgreifen muss, um den
muss es schon ganz schön eigenartig stehen.

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 8:12:24 AM8/24/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de> wrote:
>
> >Meinst du es wäre klug von einem Webdesigner, bei einem Kunden
> >anzurufen und alles dafür zu tun, unerkannt zu bleiben?
> >
> Bei einem Kunden kann er ja gerne anrufen. Ein Kunde ist es aber nur
> dann, wenn schon mal ein Vertragsverhältnis vorhanden war.

Schön, dann formuliere ich meine Frage um: Meinst du es wäre klug von
einem Webdesigner, bei einem potenziellen Neukunden, der den
Webdesigner gar nicht kennt, anzurufen und alles dafür zu tun,
unerkannt zu bleiben?

> >Sorry, aber das erste was ein Verkäufer lernt, ist das richtige


> >Melden: "Guten Tag, mein Name ist $NAME von der Firma $FIRMA.
> >$VORNAME $NAME. Ich möchte ..."
> >
> Und das wird so schnell runter gerappelt, dass man es nicht
> versteht.

Siehst du, das ist das zweite, was ich (angehende) Verkäufer
lehre: langsam und deutlich in kurzen, einfach aufgebauten Sätzen
zu sprechen.

"Guten Tag. Ich heiße $NAME und hab mir mal ihre Website angesehen und
dabei gravierende usability-Mängel festgestellt ausserdem ist die Site
nicht valid und kann nicht von jedem Browser angezeigt werden da
wollte ich sie fragen ob sie jemanden für einen Relaunch der Site
brauchen so dass die site accessible wird und die Images optimiert
werden und auch die Frames rausmachen."

Wer so telefoniert, kann sich die 6 ct sparen.

> Steffi, warum werden die denn alle am Telefon so nervös, wenn man
> nochmal nach dem Namen und der Firma fragt, für die sie anrufen,

das mußt du nicht mich fragen. Ich freue mich, wenn jemand nach meinem
Namen und Firma fragt - signalisiert das doch Interessse.

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 8:22:19 AM8/24/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de> wrote:
>
> >Kann sein. Na und? Wenn ich ihn *nicht* anrufe, habe ich ihn *ganz
> >sicher* verloren. Wenn ich ihn anrufe, habe ich ihn nur
> >*vielleicht* verloren. Was ist besser?
> >
> ihn so laufen lassen und später evtl. unter niveauvolleren Umständen
> nochmals treffen.

Get real! Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass Unternehmer mit
der Vergabe von Aufträgen für Websites so lange warten, bis sie
ausgerechnet dich "später evtl. unter niveauvollen Umständen nochmal
treffen"?

> Wer auf solche Methoden zurückgreifen muss, um den
> muss es schon ganz schön eigenartig stehen.

Es sei dir unbenommen, die schnellste, preiswerteste und
wirkungsvollste Möglichkeit, mit der ein Webdesigner an Aufträge
kommt, eigenartig zu nennen. Auch wenn ich den Terminus "eigenartig"
in diesem Zusammenhang wirklich nicht verstehe.

Gruß Steffi

Lupus Goebel

unread,
Aug 24, 2002, 8:53:42 AM8/24/02
to
Hallöschen,

On 8/24/2002 2:34 PM Juergen Arnold schrieb:


> On Sat, 24 Aug 2002 14:12:24 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
> wrote:
>
>> das mußt du nicht mich fragen. Ich freue mich, wenn jemand nach meinem
>> Namen und Firma fragt - signalisiert das doch Interessse.
>

> Es *kann* aber auch passieren, daß sich jemand über diese Art der
> Kontaktaufnahme so sehr ärgert (z.B. weil er glaubt, selbst am besten
> seine Bedürfnisse zu kennen), daß er nach Namen und Firma des
> Anrufenden fragt, um Ärger zu machen.

Also, dazu muss ich sagen. In den 3 Jahren meiner Kalt-Anrufe habe ich
nur eine einzige Stimme gehört die sagte: "Lassen sie das, wenn wir was
brauchen suchen wir unseren Lieferanten selber aus. Sie gehören mit
diesen Methoden nicht dazu!" *klack*. Nachgefragt um evtl. sich zu
Beschweren hat keiner.

[...]

Rainer Kersten

unread,
Aug 24, 2002, 8:22:04 AM8/24/02
to
Olaf Deters(Olaf Deters) meinte am 24.08.2002:

> (...)


> meistens wollen sie einem Geldanlagen, Krankenkassen und Einträge in
> Branchenbücher ansabbeln. Jedes Gespräch tippe ich mal auf mind. 1
> Minute (wenn ich nicht schon vorher dazwischen gehen oder den Hörer
> aufknalle). Macht also im Schnitt 3 Minute pro Tag, 15 Minuten in der
> Woche, 1 Stunde im Monat. 1 Stunde mal Geld .... = Wow!
> Diese Primaten kosten mich Geld und daran habe ich keinerlei
> Interesse.

Richtig. Also muss man es ihnen abgewöhnen. Es kostet ja
auch deren Geld. Und nur da kriegst Du sie. ;-)))



> Der Leser / Kunde kann sich nicht
> dagegeben wehren, sondern nur gleich den Höhrer aufballern.

Nö. Das geht viel lustiger.

Aus jahrelanger, leidvoller Erfahrung habe ich da eine
gewisse Taktik entwickelt und immer wieder upgedated.

Ich beantworte diese Anrufe "zielorientiert". Als Ziel
definiere ich den Austrag aus der entsprechenden Datenbank.

Ich gebe dem Anrufer die Zeit, die er/sie braucht, sein
Eingangssprüchlein auszusagen. Schweigend. An der Stelle, wo
meine erste Reaktion eingeplant ist, schweige ich auch. Dann
kommt meist ein fragendes "Hallo?" oder sowas.

Damit habe ich ihn schon halb aus dem Konzept. Und dann
gehts los:

In meiner Reaktion gehe ich _niemals_ auf den Inhalt seines
Sprüchleins ein, sondern ausschliesslich auf die Form. Ich ziehe das
Gespräch _sofort_ auf die Ebene einer Fachsimpelei über
Telefonverkauf. Da habe nun wirklich so gut wie keine Ahnung
von, aber es reicht _immer_, um den Anrufer vollends aus dem
Konzept zu bringen.

- "Der Text war schon sehr gut, aber er klingt noch zu sehr
nach abgelesen|auswendiggelernt"

- "Das machen Sie gut. Wirklich sehr gut! Aber an der
Modulation der Stimme müssen sie noch arbeiten...[1]"

- "Hmm... Ja... Nicht schlecht. Aber bei der direkten
Ansprache würde ich das "Sie" und "Ihnen" ein klein wenig
betonen.[2]"

- "Direkt mal ein Tip: Nennen Sie das Produkt|die Leistung
nicht zu früh in der Einleitung. Bauen Sie zuerst Spannung
auf!"

- usw.

Irgendetwas fällt mir immer ein. _Alle_ sind bisher darauf
eingestiegen. Und ich lasse sie nicht mehr da raus. ;-)
Jeden Versuch, wieder auf das Produkt zurückzukommen,
beantworte ich mit neuer Kritik. Ich lasse mir Zeit. Viel
Zeit. Das kostet nämlich auch bei denen. Nach ca. 2-3 min
tue ich dann so, als wolle ich _denen_ ein Telefonverkaufsseminar
verkaufen. (Nicht, dass ich der Lage wäre, eins zu
halten, aber egal)[3]

Da das ganze Gespräch in sehr freundlicher, höflicher, kollegialer
Atmosphäre verläuft, haben die ganz erhebliche Mühe, es
passend zu beenden. Und wie das geht, erkläre ich ihnen im
Zweifelsfall auch noch. Dauert nochmal 2-3 min. Wenn er
allmählich unwillig reagiert, erkläre ich ihm eindringlich,
dass er mit dieser Methode gar keinen Erfolg haben _kann_.
Damit hole ich mindestens noch 1 Minute raus. ;-)

Glaub mir: Wenn die den Hörer aufgelegt haben, fliege ich
aus der Datenbank. ;-)

Diese Taktik, über Jahre konsequent angewandt, wirkt
hervorragend. Die Zahl der Anrufe ist kontinuierlich
zurückgegangen. Jetzt nur noch ca. 1 x pro Monat. Und kaum
noch Profis. Nur noch Opfer, keine Gegner.

Was...? Klar ist das hier ontopic! Wenn ich nämlich gute Laune
und den Gegner an der Wand habe, versuche ich dem noch ein
relaunch seiner WWW-Seiten zu verkaufen. ;-)

Bestens gelaunt,
Rainer

[1] Niemals bei Frauen! Bei Frauen _immer_ die Stimme loben.
Garniert mit Fragen wie "Haben Sie mal Schauspielerei
gemacht?" - "Wo singen sie denn?"

[2] Es lohnt sich wirklich, deren Einstiegssprüchlein
_genau_ anzuhören. Wenn man in der Lage ist, es wörtlich zu
wiederholen, ist die Verwirrung komplett, und dem Anrufer
völlig klar, dass er jetzt ganz genau _gar nichts_ verkaufen
wird.

[3] Obwohl: Was meint Ihr? Wäre es nicht eine Geschäftsidee?

Seminar: Cold Call Blocking

Hier lernen Sie, wie man erfolgreich und nachhaltig
Werbeanrufer verstört! <marketingblabla />

Rainer Kersten

unread,
Aug 24, 2002, 8:40:44 AM8/24/02
to
Steffi Abel(Steffi Abel) meinte am 24.08.2002:

> Kann sein. Na und? Wenn ich ihn *nicht* anrufe, habe ich ihn *ganz
> sicher* verloren. Wenn ich ihn anrufe, habe ich ihn nur *vielleicht*
> verloren. Was ist besser?

Don't call us. We'll call you.

Rainer Kersten

unread,
Aug 24, 2002, 8:44:40 AM8/24/02
to
Steffi Abel(Steffi Abel) meinte am 24.08.2002:

> Sorry, aber das erste was ein Verkäufer lernt, ist das richtige


> Melden: "Guten Tag, mein Name ist $NAME von der Firma $FIRMA. $VORNAME
> $NAME. Ich möchte ..."

Richtig. Und das bitte in einem Tempo, dass man es auch
versteht. Sonst unterbrache ich _sofort_! "Wie woor dat...?"

Olaf Deters

unread,
Aug 24, 2002, 9:44:00 AM8/24/02
to
On Sat, 24 Aug 2002 14:12:24 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>Schön, dann formuliere ich meine Frage um: Meinst du es wäre klug von


>einem Webdesigner, bei einem potenziellen Neukunden, der den
>Webdesigner gar nicht kennt, anzurufen und alles dafür zu tun,
>unerkannt zu bleiben?
>

ja, er soll lieber durch gute Leistung dafür sorgen, dass er auf dem
indirekten Wege bekannt wird.

>Wer so telefoniert, kann sich die 6 ct sparen.
>

ja.

Zumal dazu das Urteil passt, wo ein Autohändler einem Unternehmer ohne
Aufforderung ein Auto anpreisen wollte. Diese Richtung der
Kontaktaufnahme ist verboten.

>das mußt du nicht mich fragen. Ich freue mich, wenn jemand nach meinem
>Namen und Firma fragt - signalisiert das doch Interessse.
>

Du bist aber noch nicht auf die hier dargestellte rechtliche Situation
eingegangen. Die weist doch recht eindeutig darauf hin, dass
Cold-Calling auch zwischen Unternehmen nicht grundsätzlich erlaubt, in
den meisten Fällen sogar verboten ist.

Olaf Deters

unread,
Aug 24, 2002, 9:45:51 AM8/24/02
to
On Sat, 24 Aug 2002 14:53:42 +0200, Lupus Goebel <post...@lupusdw.de>
wrote:

>Also, dazu muss ich sagen. In den 3 Jahren meiner Kalt-Anrufe habe ich
>nur eine einzige Stimme geh=F6rt die sagte: "Lassen sie das, wenn wir was=
>brauchen suchen wir unseren Lieferanten selber aus. Sie geh=F6ren mit


>diesen Methoden nicht dazu!" *klack*.

Diesen Satz sage ich in der Woche mindestens 3-mal.

Olaf Deters

unread,
Aug 24, 2002, 9:48:07 AM8/24/02
to
On Sat, 24 Aug 2002 14:22:19 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>Get real! Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass Unternehmer mit


>der Vergabe von Aufträgen für Websites so lange warten, bis sie
>ausgerechnet dich "später evtl. unter niveauvollen Umständen nochmal
>treffen"?
>

Idealerweise kontaktieren sie Dienstleister, von denen sie über andere
Kanäle schon gehört haben. Wenn nicht, dann gibt's das Branchenbuch.

Diesen guten Ruf muss man sich allerdings erarbeiten und das wollen
viele Läden heute nicht mehr leisten.

Can Filip Sakrak

unread,
Aug 24, 2002, 2:42:21 PM8/24/02
to
Rainer Kersten schrieb:

> Hier lernen Sie, wie man erfolgreich und nachhaltig
> Werbeanrufer verstört! <marketingblabla />

Wenn ich irgendwann aus irgendeinem Grund mal in die Verlegenheit kommen
sollte, mich an outbound-Projekten beteiligen zu muessen, dann werde
ich gewiss an Dich denken. ;-) <tm />

Viele Gruesse
Can Filip Sakrak

f'up -> de.alt.recovery.webauthor

--
Wizard fuer SPAM-Filter: http://spamabwehr.sakrak.net/
F.A.Q. zu Webauthoring : http://www.dciwam.de/faq/
F.A.Q. zum Posten : http://www.learn.to/quote/
Oeffentl. Usenetarchiv : http://groups.google.com/

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 3:11:08 PM8/24/02
to
"Rainer Kersten" <r.ke...@BILKINFO.de> schrieb:

> Don't call us. We'll call you.

Vergiss es. Sie tun's ja doch nicht.

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 2:06:38 PM8/24/02
to
"Rainer Kersten" <r.ke...@BILKINFO.de> schrieb:

> Richtig. Also muss man es ihnen abgewöhnen. Es kostet ja
> auch deren Geld. Und nur da kriegst Du sie. ;-)))

["Tipps" eines mit zuviel Zeit Gesegneten gesnippt]

> Glaub mir: Wenn die den Hörer aufgelegt haben, fliege ich
> aus der Datenbank. ;-)

das fliegst du auch, wenn du nach 10 Sekunden wortlos auflegst. Spart
dir aber 'ne Menge Zeit.

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 3:11:40 PM8/24/02
to
"Juergen Arnold" <news.juer...@gmx.de> schrieb:

> Und selbst wenn das "Ärger machen" sich nur darin äußert, seinen
> Mißmut über die versuchte Kundenaquise in seinem beruflichen Umfeld
> weiterzuverbreiten. Sofern dieses Umfeld ebenfalls zu Deiner
> Zielgruppe (d.h. potentiellen Kunden) gehört, hast Du u.U. in diesem
> Bereich künftig keine gute Presse mehr.

Da fällt mir doch glatt ein Zitat von L. Benetton ein:

"Mir egal, was über mich geschrieben wird,
Hauptsache, sie schreiben meinen Namen richtig"

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 3:10:22 PM8/24/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:
> "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de> wrote:

> >Meinst du es wäre klug von
> >einem Webdesigner, bei einem potenziellen Neukunden, der den
> >Webdesigner gar nicht kennt, anzurufen und alles dafür zu tun,
> >unerkannt zu bleiben?

> ja

Ohne Worte!

> er soll lieber durch gute Leistung dafür sorgen, dass er auf dem
> indirekten Wege bekannt wird.

Fassen wir deine Existenzgründertipps für angehende Webdesigner, die
ohne Bekanntheitsgrad, ohne Kunden und ohne dicke finanzielle
Ausstattung dastehen, mal zusammen:

1. Es ist klug, bei der Kaltakquise eines potenziellen Neukunden, der
einen nicht kennt, alles dafür zu tun, unerkannt zu bleiben. Quelle:
<3d678c4e...@news.cis.dfn.de>

2. Sie sollen allgemeine Werbung in einschlägigen Zeitschriften
machen. Quelle: <3d669c70...@news.cis.dfn.de> (wie sie die
finanzieren sollen, wer die verfasst und welche Zeitschirften so
einschlägig sind, dass die Werbung erfolgreich ist, schreibst du
leider nicht.)

3. Sie sollen durch gute Leistung dafür sorgen, dass sie auf dem
indirekten Wege bekannt werden. Quelle:
<3d678c4e...@news.cis.dfn.de> (wie denn der indirekte Weg
aussieht, beschreibst du leider nicht. Wie Sie an Kunden kommen, denen
sie zeigen können, was zu leisten sie in der Lage sind, schreibst du
leider auch nicht.)

4. Sie sollen Kunden, die Websites mit offensichtlichen Mängeln haben,
nicht darauf ansprechen, sondern hoffen, dass diese sie später evtl.
unter niveauvolleren Umständen treffen. Quelle:
<3d6776a...@news.cis.dfn.de> (wo man sich allerdings später
trifft, schreibst du leider nicht. Wie man verhindert, dass sie vor
dem nächsten, evtl. unter nievauvolleren Umständen stattfindenden
Treffen von einem Konkurrenten akquiriert werden, schreibst du leider
auch nicht.)

5. Sie sollen warten, bis sie über andere Kanäle empfohlen werden.
Quelle: <3d678e1d...@news.cis.dfn.de> (wie sie allerdings an
ausreichend Kunden kommen, die sie empfehlen könnten, schreibst du lei
der nicht.)

6. Sie sollen warten und hoffen, dass sie übers Branchenbuch gefunden
werden. Quelle: <3d678e1d...@news.cis.dfn.de>

Glaub mir, da taugt mein Tipp, sich einen Tag lang hinzusetzen und
qulifiziert zu telefonieren, mehr. Auch wenn das anfangs schwieriger
ist, als hinzusitzen und zu warten, bis einem die Aufträge in den
Schoß fallen.

Gruß Steffi

Andrea Glatthor

unread,
Aug 24, 2002, 4:35:09 PM8/24/02
to
"Steffi Abel" <ab...@s.netic.de> schrieb:

> Fassen wir deine Existenzgründertipps für angehende Webdesigner, die
> ohne Bekanntheitsgrad, ohne Kunden und ohne dicke finanzielle
> Ausstattung dastehen, mal zusammen:
>
> 1. Es ist klug, bei der Kaltakquise eines potenziellen Neukunden, der
> einen nicht kennt, alles dafür zu tun, unerkannt zu bleiben. Quelle:
> <3d678c4e...@news.cis.dfn.de>

Das hat Olaf sinngemäß so nie geschrieben.
[weitere sinnentstellende Interpretationen gelöscht]

> Glaub mir, da taugt mein Tipp, sich einen Tag lang hinzusetzen und
> qulifiziert zu telefonieren, mehr. Auch wenn das anfangs schwieriger
> ist, als hinzusitzen und zu warten, bis einem die Aufträge in den
> Schoß fallen.

Er soll nicht warten, bis ihm die Aufträge in den Schoß fallen, er soll
die gute alt(modisch)e Schneckenpost bemühen!

Andrea
--
Bauchemie Webverzeichnis http://www.bauchemie-info.de/

Steffi Abel

unread,
Aug 24, 2002, 5:06:13 PM8/24/02
to
"Andrea Glatthor" <a...@andrea-glatthor.de> schrieb:

> "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de> schrieb:
>
> > Fassen wir deine Existenzgründertipps für angehende Webdesigner,
> > die ohne Bekanntheitsgrad, ohne Kunden und ohne dicke finanzielle
> > Ausstattung dastehen, mal zusammen:
> >
> > 1. Es ist klug, bei der Kaltakquise eines potenziellen Neukunden,
> > der einen nicht kennt, alles dafür zu tun, unerkannt zu bleiben.
> > Quelle: <3d678c4e...@news.cis.dfn.de>
>
> Das hat Olaf sinngemäß so nie geschrieben.

Dann lies dir bitte <3d678c4e...@news.cis.dfn.de> nochmal durch.
Dort antwortete Olaf auf meine Frage, ob es klug sei so zu handeln:

| Meinst du es wäre klug von
| einem Webdesigner, bei einem potenziellen Neukunden, der den

| Webdesigner gar nicht kennt, anzurufen und alles dafür zu tun,
| unerkannt zu bleiben?

mit

| ja

> [weitere sinnentstellende Interpretationen gelöscht]

[ ] Du kennst den Unterschied zwischen "Interpretation" und "Zitat".

> Er soll nicht warten, bis ihm die Aufträge in den Schoß fallen, er
> soll die gute alt(modisch)e Schneckenpost bemühen!

Und darauf hoffen, dass a) der Brief beim Entscheider ankommt und b)
der Entscheider den Brief liest und c) der Entscheider das
Geschriebene ohne Erklärung begreift und d) vom Entscheider im Sinne
des Werbenden beantwortet werden.

Ein Werbebrief, der unangefordert kommt, ist allenfalls für preiswerte
Massenprodukte geeignet. Erklärungsbedürftige Dienstleistungen wie
qualifiziertes Webdesign lassen sich über einen Werbebrief gar nicht
bzw. nur äusserst schwer verkaufen.

Sprich mal mit einer Vorstandssekretärin deines Vertrauens - die
meiste Werbepost landet, vom Chef ungelesen, im Papierkorb. Allenfalls
ein Assistent bekommt die zu lesen. Der Assistent der GL ist aber ein
denkbar schlechter Ansprechpartner, wenn es um die Akquisition eines
Relaunches für eine Website geht. Für ihn bedeutet so etwas nur
zusätzliche Arbeit. Er wird also einen Teufel tun, mit seinem Chef
über einen der 30 Werbebriefe, die heute ankamen zu diskutieren - noch
dazu, wenn das Schreiben von einem ihm völlig Unbekannten kommt.

Anders sieht das selbstverständlich aus, wenn ich z. B. original HP
Tonerkartuschen für 30 EUR verkloppen will. Da hast du recht, in
diesem Fall ist der Brief tatsächlich die bessere - weil
effizientere - Lösung. Wir reden hier aber über die Akquise von
Webdesign-Aufträgen.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 25, 2002, 1:57:21 AM8/25/02
to
Steffi,

Deine verbalen Ablenkungsmanöver täuschen nicht darüber hinweg, dass
Du immer noch nicht auf die hier offen dargelegten rechtlichen
Erläuterung zu dem Thema eingegangen bist.

Olaf Deters

unread,
Aug 25, 2002, 2:17:44 AM8/25/02
to
On Sat, 24 Aug 2002 23:06:13 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>Ein Werbebrief, der unangefordert kommt, ist allenfalls für preiswerte


>Massenprodukte geeignet. Erklärungsbedürftige Dienstleistungen wie
>qualifiziertes Webdesign lassen sich über einen Werbebrief gar nicht
>bzw. nur äusserst schwer verkaufen.
>

gute Leistung braucht nicht besabbelt zu werden. Sie ist
selbsterklärend.
Wenn ein Schriftstück gut aufgemacht, informativ, unaufdringlich,
aussagekräftig, nicht marktschreierisch ... ist, dann kommen derartige
Dinge bei mir in eine entsprechende Ablage, auf das ich zu gegebener
Zeit darauf zurückgreifen kann. Ein Telefonanrufer hat hingegen sofort
verloren, Termine will ich nicht, dafür habe ich keine Zeit.

Der Vorteil von Printwerbung ist weiterhin, dass ich mir das Teil zu
Gemüte führen kann, wenn ich es für richtig halte. Einen Telefonanruf
habe ich zu akzeptieren, wenn er gerade aufläuft. Terminvereinbarungen
gibt es bei mir nur aufgrund einer Vorsortierung und diese werde ich
nicht anhand von Telefongebrabbel machen.

Nein, Telefonwerbung bietet m.E. keinen einzigen Vorteil, nur
Nachteile.

Rainer Kersten

unread,
Aug 24, 2002, 7:46:28 PM8/24/02
to
Steffi Abel(Steffi Abel) meinte am 24.08.2002:

> ["Tipps" eines mit zuviel Zeit Gesegneten gesnippt]

Es ist Samstag. Es regnet. Viel.



> > Glaub mir: Wenn die den Hörer aufgelegt haben, fliege ich
> > aus der Datenbank. ;-)
>
> das fliegst du auch, wenn du nach 10 Sekunden wortlos auflegst. Spart
> dir aber 'ne Menge Zeit.

Habe ich früher gemacht. War teilweise wirkungsvoll. Jetzt
ist hier Ruhe. Ausserdem machts mehr Spass. Und unterm
Strich spare ich Zeit.

Olaf Deters

unread,
Aug 25, 2002, 5:22:03 AM8/25/02
to
On Sun, 25 Aug 2002 10:31:26 +0200, Roger Schuster
<sch...@r-schuster.de> wrote:

>Ich musste mich bisher zum Glück nie mit dem Thema Vertrieb auseinander
>setzen, doch sehe ich das etwas anders. Ein Werbebrief verursacht beim
>Empfänger viel höhere Kosten als ein Werbeanruf. Der Brief muss beim
>Postamt aus dem Postfach geholt, bei der Poststelle in der Firma
>sortiert, vom Verteiler an einen geeigneten Empfänger in der Firma
>zugestellt, von diesem geöffnet, überflogen und weggeworfen werden.
>Ergo hat dieser eine Brief Arbeitszeit von u.U. mehreren Personen
>verraucht für nichts.
>
also bei mir landet der Brief im Briefkasten. Sollte der Absender
vermuten lassen, dass es eventuell interessant sein könnte, dann wird
er mitgenommen und überflogen. Sollte es aber etwas branchenfremdes
sein, so geht der Brief sofort ungelesen und zerrissen in den Müll.

Steffi Abel

unread,
Aug 25, 2002, 5:00:41 AM8/25/02
to
"Rainer Kersten" <r.ke...@BILKINFO.de> schrieb:

[Telefonverkäufer zutexten}

> Jetzt ist hier Ruhe. Ausserdem machts mehr Spass.

Das Argument lass ich gelten. Das sehe ich genauso.

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 25, 2002, 5:22:34 AM8/25/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> Deine verbalen Ablenkungsmanöver täuschen nicht darüber hinweg,

es sind keine verbalen Ablenkungsmanöver, es sind Zitate des von dir
Geposteten.

> Du immer noch nicht auf die hier offen dargelegten rechtlichen
> Erläuterung zu dem Thema eingegangen bist.

Es ist ganz arg verboten und wird mit schrecklichen Strafen geahndet.
Das ändert nichts daran, dass es die effizienteste Art der
Kundengewinnung ist.

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 25, 2002, 6:38:12 AM8/25/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> gute Leistung braucht nicht besabbelt zu werden. Sie ist
> selbsterklärend.

Und schon haben wir einen der Punkte erkannt, in denen sich ein guter
von einem schlechten Verkäufer unterscheidet. Der schlechte Verkäufer
versucht, ein Produkt (hier: eine Website)zu verkaufen. Eine Website
ist toll, jeder hat eine, da gibt's nichts zu erklären.

Dagegen verkauft der gute Verkäufer nicht das Produkt sondern die Idee
des Produkts (hier: zusätzlichen Umsatz, besseren Service, Prestige
uva. - das variiert je nach Käufer).

Jeder Käufer versucht, durch den Kauf von Produkten Bedürfnisse zu
befriedigen. Ein guter Verkäufer wird herausfinden, welches Bedürfnis
der Käufer mit einer Website befriedigen kann. Das kann er nicht, wenn
er einen Brief schreibt. Daher sind Werbebriefe ausschließlich
geeignet für nicht-erklärungsbedürftige Produkte, die (fast nur) über
den Preis verkauft werden.

> Wenn ein Schriftstück gut aufgemacht, informativ, unaufdringlich,
> aussagekräftig, nicht marktschreierisch ... ist, dann kommen
> derartige Dinge bei mir in eine entsprechende Ablage,

Das machen meine Kunden auch. Sie legen alle Werbebriefe, die sie von
Webdesignern erhalten, fein säuberlich ab in einen Ordner "Internet" -
nur meinen Namen nicht. Den schreiben sie in ihre Terminkalender. Das
einzige Schriftstück das im Ordner "Internet" landet und von mir
verfasst ist, ist dann der Auftrag.

> Ein Telefonanrufer hat hingegen sofort
> verloren, Termine will ich nicht, dafür habe ich keine Zeit.

Prima, das hat mich dann genau 10 Sekunden gekostet. Macht in EUR bei
einem kalkulatorischen Std-Satz von 100 EUR:

0,28 EUR Zeit
+ 0,01 EUR Telefongebühr
========================
= 0,29 EUR gesamt

Wieviele Briefe kann ich dafür verfassen, falzen, kuvertieren,
frankieren und versenden?

> Nein, Telefonwerbung bietet m.E. keinen einzigen Vorteil, nur
> Nachteile.

Für dich mag das stimmen. Für einen guten Verkäufer bietet das Telefon
dagegen nur Vorteile gegenüber jeder anderen Form der Akquisition.

Gruß Steffi

Stefan Kühling

unread,
Aug 25, 2002, 6:48:09 AM8/25/02
to
Olaf Deters schrieb:

>On Sat, 24 Aug 2002 23:06:13 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
>wrote:
>
>>Ein Werbebrief, der unangefordert kommt, ist allenfalls für preiswerte
>>Massenprodukte geeignet. Erklärungsbedürftige Dienstleistungen wie
>>qualifiziertes Webdesign lassen sich über einen Werbebrief gar nicht
>>bzw. nur äusserst schwer verkaufen.

Das geht wohl auch nur gut über die Vermarktung der Person und
nicht der Dienstleistung im Mailing.

>gute Leistung braucht nicht besabbelt zu werden. Sie ist
>selbsterklärend.
>Wenn ein Schriftstück gut aufgemacht, informativ, unaufdringlich,
>aussagekräftig, nicht marktschreierisch ... ist, dann kommen derartige
>Dinge bei mir in eine entsprechende Ablage, auf das ich zu gegebener
>Zeit darauf zurückgreifen kann. Ein Telefonanrufer hat hingegen sofort
>verloren, Termine will ich nicht, dafür habe ich keine Zeit.
>
>Der Vorteil von Printwerbung ist weiterhin, dass ich mir das Teil zu
>Gemüte führen kann, wenn ich es für richtig halte. Einen Telefonanruf
>habe ich zu akzeptieren, wenn er gerade aufläuft. Terminvereinbarungen
>gibt es bei mir nur aufgrund einer Vorsortierung und diese werde ich
>nicht anhand von Telefongebrabbel machen.
>
>Nein, Telefonwerbung bietet m.E. keinen einzigen Vorteil, nur
>Nachteile.

Die Frage, die sich stellt, ist doch nicht, was Dir besser
gefällt. Die Frage ist, womit mache ich mehr Umsatz. Das ist die
Entscheidung, die der "Werbende" treffen muß. Wenn er schlau ist,
greift er (auch) zum Telefon.

Stefan Kühling

unread,
Aug 25, 2002, 6:48:19 AM8/25/02
to
Olaf Deters schrieb:

>Deine verbalen Ablenkungsmanöver täuschen nicht darüber hinweg, dass
>Du immer noch nicht auf die hier offen dargelegten rechtlichen
>Erläuterung zu dem Thema eingegangen bist.

In den angegeben Links ist doch deutlich beschrieben, daß
telefonische Kaltakquise erlaubt ist, wenn nicht nur ein
allgemeines Interesse bei einem Gewerbetreibenden vorliegt. Von
lediglich allgemeinen Interesse kann man bei einer "kaputten"
Internetsite doch wohl kaum reden.

Aber selbst wenn: die Kosten einer Abmahnung alle paar tausend
Anrufe tragen sich dann durch das Neukundengeschäft.

Steffi Abel

unread,
Aug 25, 2002, 6:54:02 AM8/25/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> also bei mir landet der Brief im Briefkasten. Sollte der Absender
> vermuten lassen, dass es eventuell interessant sein könnte, dann
> wird er mitgenommen und überflogen. Sollte es aber etwas
> branchenfremdes sein, so geht der Brief sofort ungelesen und
> zerrissen in den Müll.

Gut erkannt. Ein starkes Argument dagegen, Werbebriefe zu versenden,
um Websites zu verkaufen.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 25, 2002, 7:29:33 AM8/25/02
to
On Sun, 25 Aug 2002 11:22:34 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>es sind keine verbalen Ablenkungsmanöver, es sind Zitate des von dir
>Geposteten.
>
warum postest Du sie denn nochmal? Es kann sie ja jeder bei mir
nachlesen.

>> Du immer noch nicht auf die hier offen dargelegten rechtlichen
>> Erläuterung zu dem Thema eingegangen bist.
>
>Es ist ganz arg verboten und wird mit schrecklichen Strafen geahndet.
>Das ändert nichts daran, dass es die effizienteste Art der
>Kundengewinnung ist.
>

und sie sind vom Sinn her vergleichbar mit Flash und Popup-Fenstern in
einer WebSite. Tolle Sache, wirklich :o(

Steffi Abel

unread,
Aug 25, 2002, 9:16:57 AM8/25/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

[Telefonakquisition von Websiteaufträgen]

> und sie sind vom Sinn her vergleichbar mit Flash und Popup-Fenstern
> in einer WebSite.

Sind sie nicht. Ein Webdesigner, der seine Dienstleistung z. B. auf
der Site t-online.de per Popup bewirbt, wird kaum einen Kunden
erreichen, da die meisten User Popups ungelesen wegklicken. Er bezahlt
somit vergeblich eine Menge Geld für das Bewerben seines Angebots.

Ganz anders die Kaltakquise per Telefon. Da bezahlt er ein paar Cent
für Telefonate und hat eine hohe Response (vorausgesetzt, er
telefoniert richtig).

Gruß Steffi

Rainer Kersten

unread,
Aug 25, 2002, 11:02:46 AM8/25/02
to
Olaf Deters(Olaf Deters) meinte am 25.08.2002:

> [Telefon-Akquise]


> und sie sind vom Sinn her vergleichbar mit Flash und Popup-Fenstern in
> einer WebSite. Tolle Sache, wirklich :o(

Du differenzierst doch so gerne.
Dann tu dies auch hier. Merkmal: Qualität.

Olaf Deters

unread,
Aug 25, 2002, 4:23:09 PM8/25/02
to

ist doch so. Da wird dem potentiellen Leser beim Öffnen der Seite in
Form von Flash, Werbung und sonstigen Überflüssigkeiten etwas
aufgedrückt, was er nicht will. Genauso, wie beim Abheben des
Telefonhörers mit einem Callcenter auf der anderen Seite. Klingelt
mein Bürotelefon, so erwarte ich projektbezogenes Telefonat oder einen
neuen Auftrag, nicht aber Werbung.

Ich sehe da durchaus Parallelen. Aus dem Grunde bin ich doch sehr
verwundert, dass jemand, der sich ansonsten so sehr um die Interessen
der Leser bemüht, plötzlich diese so offenkundig ignoriert.
In erster Linie muss ein jedes Unternehmen doch bestrebt sein, sich
möglichst positiv in Szene zu setzen. Vorrangig durch Leistung und
durch eine unaufdringliche Werbung. Telefonische Werbeanrufe sind da
m.E. absolut kontraproduktiv.

Sicherlich hat diese Branche ihre Erfolge, aber es gibt ja noch
wesentlich derbere Taktiken, die wirtschaftlich erfolgreich sind. Ich
denke da z.B. an Drückerkolonnen. Der wirtschaftliche Erfolg sagt
somit nichts aus und sollte nicht angeführt werden. Die Akzeptanz bei
der Gegenseite ist entscheidend und die ist denkbar schlecht. Ich gehe
davon aus, dass niemand auf der Kundenseite jaulen würde, wenn die
Praxis der Telefonwerbung von heute auf morgen verschwinden würde.
Würden aber Produktinformationen z.B. in Fachmagazinen ausfallen, so
wäre das schon problematisch.

Steffi Abel

unread,
Aug 25, 2002, 5:28:53 PM8/25/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> In erster Linie muss ein jedes Unternehmen doch bestrebt sein, sich
> möglichst positiv in Szene zu setzen.

Und das gelingt bei erklärungsbedürftigen Produkten eben nur durch ein
persönliches Gespräch.

> Telefonische Werbeanrufe sind da m.E. absolut kontraproduktiv.

Wenn sie von Jungs und Mädels durchgeführt werden, die keinen blassen
Schimmer davon haben, was sie hier anbieten, sind sie tatsächlich
kontraproduktiv.

Wenn aber ein Webdesigner, der etwas von seiner Arbeit versteht anruft
und dem Unternemer erklärt, dass er in der Lage ist, die Website so zu
relaunchen, dass zukünftig alle Interessenten seine Informationen
lesen können, sieht das anders aus.

Häufige Reaktion dieser so akquirierten Unternehmer ist: "Ich wußte
gar nicht, dass die Suchmaschinen meine Seite gar nicht lesen können.
Na dann kommen Sie mal vorei und zeigen Sie mir, wie es besser geht".

> Die Akzeptanz bei der Gegenseite ist entscheidend

das stimmt.

> und die ist denkbar schlecht.

Das stimmt nicht. Sie ist besser, als sie es bei jeder anderen Form
der Werbung ist.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 26, 2002, 1:01:05 AM8/26/02
to
On Sun, 25 Aug 2002 23:28:53 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:


>> Die Akzeptanz bei der Gegenseite ist entscheidend
>
>das stimmt.
>
>> und die ist denkbar schlecht.
>
>Das stimmt nicht. Sie ist besser, als sie es bei jeder anderen Form
>der Werbung ist.

Ich kennen niemanden, der diese Anrufe auch nur annähernd sinnvoll und
löblich findet. Sie rangieren in der Wertung noch unterhalb der
Faxwerbung, weil man Faxe ja sofort in den Mülleimer werfen kann. Beim
Telefon muss ich häufig noch ein paar Meter bewegen, damit ich es
erreiche. Und dann Werbegelaber auf der anderen Seite??

Wir haben ja auch häufiger Gespräche, wo man erörtert ob und wie man
diesen Werbeunsinn abstellen kann. Von allen Beteiligten werden
Telefon- und Faxwerbung als das lästigste und dümmste angesehen.

Steffi, Du kannst ja nicht anders, als es gut zu finden. Deine
Informationen dürften aber nicht objetktiv sein. Du solltest genau
hier mal Deine sonstigen Statements zu Countern und Statistiken
anwerden.

Steffi Abel

unread,
Aug 26, 2002, 4:21:02 AM8/26/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> Ich kennen niemanden, der diese Anrufe auch nur annähernd sinnvoll
> und löblich findet.

Wenn dir gegenüber jemand äussert, dass ihm eine Werbeform nicht
gefällt, bedeutet das nicht, dass er diese Werbeform nicht akzeptiert.

Ich behaupte, dass annähernd hundert Prozent derjenigen meiner Kunden,
mit denen der Erstkontakt übers Telefon zustande kam, die Frage
"Finden Sie Kaltakquise per Telefon auch nur annähernd sinnvoll und
löblich?" verneinen würden - was nichts daran ändert, dass die
Vereinbarung des Ersttermins per telefonischer Kaltakquise erfolgte.

Ich kenne niemanden, der den übermäßigen CO2-Ausstoß unserer
Industriegesellschaft auch nur annähernd sinnvoll und löblich findet.
Wieso fahren dennoch alle Auto? Die meistens sogar Autos mit mehr als
50 PS?

Du siehst, dass die Akzeptanz einer Sache und die Äußerungen darüber
sehr oft divergieren.

> Sie rangieren in der Wertung noch unterhalb der
> Faxwerbung, weil man Faxe ja sofort in den Mülleimer werfen kann.

"Guten Tag, mein Name ist $NAME von der Firma $FIRMA. $VORNAME NAME.
Ich möchte mit Ihnen einen Termin wegen der (Neu)Gestaltung Ihrer
Internetseiten vereinbaren" - "Ich nicht. Auf Wiedersehen <aufleg/>"

dauert 5 Sekunden. Kostet bei einem kalkulatorischen Stundensatz von
100 EUR weniger als 14 Cent.

Da kommt den Empfänger Faxwerbung teurer. Da kommt den Empfänger sogar
das Überblättern von Zeitschriftenwerbung teurer.

> Beim Telefon muss ich häufig noch ein paar Meter bewegen,
> damit ich es erreiche.

Das Telefon steht ein paar Meter entfernt, aber dein Fax steht neben
dir? Du solltest die ergonomische Anordnung deiner Arbeitsmittel
überdenken.

> Und dann Werbegelaber auf der anderen Seite??

Nein, kein Werbegelaber - nur die Frage, ob du an einem Termin
interessiert bist.

Du verwechselst gute Telefonakquisition mit dem weit verbreiteten
"Guten Tag, wer ist denn in ihrem Hause für $IRGENDWAS
zuständig?"-Gelalle von Telefonrobotern, die nicht das Geringste von
ihrer Arbeit verstehen.

> Wir haben ja auch häufiger Gespräche, wo man erörtert ob und wie man
> diesen Werbeunsinn abstellen kann. Von allen Beteiligten werden
> Telefon- und Faxwerbung als das lästigste und dümmste angesehen.

Glaub mir, ich würde bei mindestens 30% der sich so Äußernden sofort
einen Termin bekommen, riefe ich kalt dort an.

> Steffi, Du kannst ja nicht anders, als es gut zu finden.

Doch kann ich, ich werbe in Anzeigen, mit Mailings, stelle (nicht
mehr) auf Messen aus, verteile Visitenkarten und weiteres mehr.

> Deine Informationen dürften aber nicht objetktiv sein.

Sie sind es, da ich die meisten Formen der Werbung schon ausprobiert
habe. Von der ganzseitigen Vierfarb-Anzeige im Spiegel (allerdings
nicht für mein jetziges Unternehmen) über Postmailings bis zur
Schaltung von Textanzeigen 1-spaltig 50 im
regionalen Anzeigenblättchen.

> Du solltest genau hier mal Deine sonstigen Statements zu
> Countern und Statistiken anwerden.

Und genau das tue ich. Aus den egativen Äußerungen einiger $JEMANDs zu
schließen, Telefonakquisition sein uneffizient, ist der gleiche Unfug,
wie aus der Anzeige eines Counterstandes auf die Zahl der Leser zu
schließen.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 26, 2002, 5:02:05 AM8/26/02
to
On Mon, 26 Aug 2002 10:21:02 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>Wenn dir gegenüber jemand äussert, dass ihm eine Werbeform nicht


>gefällt, bedeutet das nicht, dass er diese Werbeform nicht akzeptiert.
>

haha, man muss sie doch akzeptieren. Das ist ja die Sauerei. Man kann
sich doch nicht dagegen wehren. Heute morgen hatte ich drei
Werbeanrufe

- Geldanlage in der Schweiz
- "Unternehmensberater" für Ingenieurbüro
- Feuerfeste Schränke für Datensicherung

Alle wurden selbstverständlich umgehend abgewürgt, keiner hatte die
Telefonnummer übermittelt.

>Ich behaupte, dass annähernd hundert Prozent derjenigen meiner Kunden,
>mit denen der Erstkontakt übers Telefon zustande kam, die Frage
>"Finden Sie Kaltakquise per Telefon auch nur annähernd sinnvoll und
>löblich?" verneinen würden - was nichts daran ändert, dass die
>Vereinbarung des Ersttermins per telefonischer Kaltakquise erfolgte.
>

Trotzdem ist es illegal.

>Ich kenne niemanden, der den übermäßigen CO2-Ausstoß unserer
>Industriegesellschaft auch nur annähernd sinnvoll und löblich findet.
>Wieso fahren dennoch alle Auto? Die meistens sogar Autos mit mehr als
>50 PS?
>

sinnfreier Vergleich.

>"Guten Tag, mein Name ist $NAME von der Firma $FIRMA. $VORNAME NAME.
>Ich möchte mit Ihnen einen Termin wegen der (Neu)Gestaltung Ihrer
>Internetseiten vereinbaren" - "Ich nicht. Auf Wiedersehen <aufleg/>"
>
>dauert 5 Sekunden. Kostet bei einem kalkulatorischen Stundensatz von
>100 EUR weniger als 14 Cent.
>

Es müsste eine Lampe am Telefon geben, die einen Werbeanruf
signalisiert, so wie Anzeigen in einer Zeitung auch gekennzeichnet
werden müssen.

Was glaubst Du, wieviele Telefonate noch übrigbleiben?
Wie stehst Du zu diesem Vorschlag?

>Das Telefon steht ein paar Meter entfernt, aber dein Fax steht neben
>dir? Du solltest die ergonomische Anordnung deiner Arbeitsmittel
>überdenken.
>

Oh, da ist aber noch ausgeprägter Lernbedarf bei Dir vorhanden. Ich
darf offensichtlich nicht so viel voraussetzen.

Zum Fax bewege ich mich wann ich will, bzw. man geht mal daran vorbei
und schaut ob da was liegt. Wenn jedoch das Telefon klingelt,
unterbricht man den augenblicklichen Arbeitsvorgangen und bewegt sich
zum Telefon bzw. hebt an, so man direkt daneben ist.

>Nein, kein Werbegelaber - nur die Frage, ob du an einem Termin
>interessiert bist.
>

Wenn ich an einem Termin interessiert bin, kümme ich selbst darum. Da
muss man mich nicht fragen.

>Glaub mir, ich würde bei mindestens 30% der sich so Äußernden sofort
>einen Termin bekommen, riefe ich kalt dort an.
>

Ich glaube Dir das nicht. Ich kenne niemanden, der sich auf
Haustürgeschäfte oder Telefonfritzen einlässt.

>Und genau das tue ich. Aus den egativen Äußerungen einiger $JEMANDs zu
>schließen, Telefonakquisition sein uneffizient, ist der gleiche Unfug,
>wie aus der Anzeige eines Counterstandes auf die Zahl der Leser zu
>schließen.
>

Wie ich schon schrieb, Drückerkolonnen arbeiten auch effizient. Auf
dem Niveau ist Telefonwerbung.

Steffi Abel

unread,
Aug 26, 2002, 5:12:37 AM8/26/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:
> "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de> wrote:

> >Ich behaupte, dass annähernd hundert Prozent derjenigen meiner
> >Kunden, mit denen der Erstkontakt übers Telefon zustande kam,
> >die Frage "Finden Sie Kaltakquise per Telefon auch nur annähernd
> >sinnvoll und löblich?" verneinen würden - was nichts daran
> >ändert, dass die Vereinbarung des Ersttermins per telefonischer
> >Kaltakquise erfolgte.
> >
> Trotzdem ist es illegal.

Das Ändert nichts an der Akzeptanz dieser Akquisitionsform.

> >Ich kenne niemanden, der den übermäßigen CO2-Ausstoß unserer
> >Industriegesellschaft auch nur annähernd sinnvoll und löblich
> >findet. Wieso fahren dennoch alle Auto? Die meistens sogar Autos
> >mit mehr als 50 PS?
> >
> sinnfreier Vergleich.

Er sollte dazu dienen, dir zu zeigen, dass die Äußerungen einer Person
über einen Schverhalt und dem Verhalten der Person diesem Sachverhalt
gegenüber häufig eine Diskrepanz besteht.

> Es müsste eine Lampe am Telefon geben, die einen Werbeanruf
> signalisiert, so wie Anzeigen in einer Zeitung auch gekennzeichnet
> werden müssen.
>
> Was glaubst Du, wieviele Telefonate noch übrigbleiben?

Keine. Solche Lampen gibt es aber nicht. Deswegen bleibt für einen
Webdesigner, der ohne Mittel aber dringend auf der Suche nach
Aufträgen ist, keine andere Möglichkeit, als telefonisch Termine
zu vereinbaren.

> Wenn ich an einem Termin interessiert bin, kümme ich selbst darum.
> Da muss man mich nicht fragen.

"Guten Tag, mein Name ist ..., ich möchte einen Termin wegen einer
Internetseite mit Ihnen vereinbaren" - "<stöhn>Oh ja</stöhn>, darum
will ich mich seit $ZEITRAUM schon kümmern, ich komme aber nie
dazu." - "Passt es Ihnen am $TERMIN um $DATUM?" - "Moment <wart/> ja,
das geht, ich hab's mir notiert. Wie war Ihr Name? ..."

Diesen Dialog habe ihn schon sehr oft geführt.

> Ich glaube Dir das nicht. Ich kenne niemanden, der sich auf
> Haustürgeschäfte oder Telefonfritzen einlässt.

Ich auch nicht. Ich verkaufe auch keine Websites am Telefon. Ich
vereinbare nur einen Termin für ein Verkaufsgespräch.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 26, 2002, 6:34:21 AM8/26/02
to
On Mon, 26 Aug 2002 11:12:37 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>> Was glaubst Du, wieviele Telefonate noch übrigbleiben?
>
>Keine.
>
Aha ... und genau das ist der reale Wert der reaAkzeptanz. Alles
andere ist tatsachenverdrehende Wortspielerei.

Rainer Kersten

unread,
Aug 26, 2002, 8:26:32 AM8/26/02
to
Olaf Deters(Olaf Deters) meinte am 25.08.2002:

> [Telefon-Akquise vs Flash/JS]


> >Du differenzierst doch so gerne.
> >Dann tu dies auch hier. Merkmal: Qualität.
>
> ist doch so. Da wird dem potentiellen Leser beim Öffnen der Seite in
> Form von Flash, Werbung und sonstigen Überflüssigkeiten etwas
> aufgedrückt, was er nicht will.

Dann geht er zur nächsten Seite. Bei blödsinniger,
branchenfremder Telefonwerbung legt er eben auf. Ist
dasselbe.

> Genauso, wie beim Abheben des
> Telefonhörers mit einem Callcenter auf der anderen Seite. Klingelt
> mein Bürotelefon, so erwarte ich projektbezogenes Telefonat oder einen
> neuen Auftrag, nicht aber Werbung.

Richtig. Und jetzt bitte die Differenzierung: Wenn das
Telefon klingelt, und jemand ist dran, der kein
Marketing-Blabla von sich gibt, sondern der wirklich etwas
für mich hat, das für mich interessant ist, ist sein Anruf
willkommen.



> Ich sehe da durchaus Parallelen.

Ja. Ebendst. Ich auch.

> Aus dem Grunde bin ich doch sehr
> verwundert, dass jemand, der sich ansonsten so sehr um die Interessen
> der Leser bemüht, plötzlich diese so offenkundig ignoriert.

Nein. Überhaupt nicht. Ein kleiner Teil der Werbe-Anrufe sind in
meinem Interesse. Einige langjährige Geschäftsbeziehungen
sind so entstanden.

> In erster Linie muss ein jedes Unternehmen doch bestrebt sein, sich
> möglichst positiv in Szene zu setzen. Vorrangig durch Leistung und
> durch eine
> unaufdringliche Werbung.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Ebendst.

> Telefonische Werbeanrufe sind da m.E. absolut kontraproduktiv.

Das ist mir zu pauschal. Sie sind es meistens, aber sie
_müssen_ es nicht sein.

Ein Verkäufer hat vor einigen Jahren für mich telefonisch eine
$teilmenge[1] einer $zielgruppe[2] abgegrenzt. Das war mit
einer schlichten Frage pro Angerufenem erledigt. Vorher
hat er sich artig für die Störung entschuldigt, und das
Gespräch auch schnell wieder zu einem guten Ende geführt,
wenn die Antwort "Nein" lautete. Lautete sie "Ja", hat er
freundlich und höflich die zu bewerbende Leistung[3] angeboten.
Ich glaube, da hat sich niemand belästigt gefühlt. Es gab einige
nette Fachsimpeleien und einige neue Kunden. Es gab sogar
Leute, die sich über den Anruf freuten, und bedauerten,
nicht zu $teilmenge zu gehören.

_Guter_ Telefon-Verkauf ist deutlich mehr als Blödsinn aus
dem Call-Center. Genauso wie guter Aussendienst. Den 286ten
Kreditkartenheini schicke freundlich, aber bestimmt weiter,
mit dem Kollegen aus meiner Branche fachsimpele ich gerne
und ausgiebig.

_Gutes_ Telefonieren ist eine Kunst, die ich gerne denen
überlasse, die sie beherrschen. Und die sind mir auch als
Anrufer willkommen. Die überlegen sich nämlich vorher sehr
gut, wen sie anrufen.

Zurück zum Topic: Wer Telefonieren beherrscht, kann IMO sehr
wohl seine Dienste als Webdesigner anbieten. Wenn er es
richtig und gut macht.

Gruss Rainer

[1] mit Küche und selber kochend
[2] Kindergärten in einer Grossstadt
[3] Lebensmittel-Lieferungen

Rainer Kersten

unread,
Aug 26, 2002, 8:34:34 AM8/26/02
to
Olaf Deters(Olaf Deters) meinte am 26.08.2002:

> Ich kennen niemanden, der diese Anrufe auch nur annähernd sinnvoll und
> löblich findet.

<meld />

Hier! Sinnvolle Anrufe finde ich löblich.

> Sie rangieren in der Wertung noch unterhalb der
> Faxwerbung, weil man Faxe ja sofort in den Mülleimer werfen kann.

Viel schlimmer: Genau deshalb habe ich fax abgeschafft.
;-)))

> Beim Telefon muss ich häufig noch ein paar Meter bewegen, damit ich es
> erreiche.

Wenn Du bei Deinem Job nicht immer an einem Platz sitzt,
viel telefonieren musst, und trotzdem kein schnurloses
Telefon hast, solltest Du Dir eins anschaffen.

> Und dann Werbegelaber auf der anderen Seite??

Wir sprachen nicht von sinnfreiem Werbegelaber, sondern von
sinnvollen Anrufen.



> Steffi, Du kannst ja nicht anders, als es gut zu finden. Deine
> Informationen dürften aber nicht objetktiv sein.

Och, Olaf!
man differenzierung

> Du solltest genau hier mal Deine sonstigen Statements zu
> Countern und Statistiken anwerden.

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Gruss Rainer

Rainer Kersten

unread,
Aug 26, 2002, 9:05:20 AM8/26/02
to
Olaf Deters(Olaf Deters) meinte am 26.08.2002:

> haha, man muss sie doch akzeptieren.

Nö. Muss man nicht.

> Das ist ja die Sauerei. Man kann sich doch nicht dagegen
> wehren. Heute morgen hatte ich drei Werbeanrufe
>
> - Geldanlage in der Schweiz

In die Datenbank bin ich auch mal geplumpst. Das war ne
Show! Da habbich das anders gemacht. Ich habe den
Call-Center-Robot informiert, dass ich den Freisprecher
einschalte, und dann haben wir uns zu dritt kaputtgelacht. Drei
Anrufe von drei Call-Centern in drei Wochen. Jedesmal
Riesengelächter. Seitdem ist Ruhe. :-)

> - "Unternehmensberater" für Ingenieurbüro
> - Feuerfeste Schränke für Datensicherung

Hihi. Du machst da was fahcsl. Sag Ihnen, ich wäre dafür
zuständig. Sie sollen mich anrufen. ;-)))

Steffi Abel

unread,
Aug 26, 2002, 1:34:41 PM8/26/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> Aha ... und genau das ist der reale Wert der reaAkzeptanz.

Der REALE (wirkliche) Wert der Akzeptanz bemißt sich danach, wieviele
Leute sofort wieder auflegen. Und das sind - wenn ich anrufe - gerade
mal ca. 10% der Angerufenen. Ergibt eine Akzeptanz von 90%.

Jeder andere Werber würde sich vor Glück totsaufen, hätte er solche
Quoten.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 27, 2002, 7:12:33 AM8/27/02
to
On Mon, 26 Aug 2002 19:34:41 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:


>
>> Aha ... und genau das ist der reale Wert der reaAkzeptanz.
>
>Der REALE (wirkliche) Wert der Akzeptanz bemißt sich danach, wieviele
>Leute sofort wieder auflegen. Und das sind - wenn ich anrufe - gerade
>mal ca. 10% der Angerufenen. Ergibt eine Akzeptanz von 90%.
>

wie bitte?????? Sorry, aber die Interpretation ist ja einfach
lächerlich. So was albernes habe ich ja noch nie gehört. Nur weil die
Leute nicht gleich und unmittelbar den Hörer aufballern, wird ihnen
unterstellt sie würden diese Gängelei akzeptieren??? Das ist ja der
Hohn schlechthin.
Ich vermute eher, dass es eher die Tatsache ist, das die meisten Leute
über möglichst weite Strecken versuchen, Ihren Anstand zu bewahren und
nicht gleich loszupoltern. Ich werde aber mein Telefonverhalten
gegenüber diesen zwielichtigen und kriminellen (1) Werbefuzzis ändern.


(1) sie mißachten vorsätzliche geltenes Recht, sind som
Gesetzesbrecher, also kriminell.

Konni Scheller

unread,
Aug 27, 2002, 10:13:40 AM8/27/02
to
Steffi Abel <ab...@s.netic.de> wrote:

> Könnte ich die Zahl meiner (qualifizierten) Leser steigern, indem ich
> pro aufgerufener Seite 2 Popups aufmache, Scrollbalken einfärbe,
> unsinnige Flashs mit Hintergrundsounds ablaufen lasse und Texte in 8px
> Comic Sans schreibe, würde ich es tun.

Vorsicht, alles was sie in dciwam sagen, kann und wird (!) gegen Sie
verwendet werden.

Ansonsten ist der Satz ziemlich sinnfrei. Kleine Entsprechung?

"Könnte ich die Zahl meiner zahlungskräftigen Gäste dadurch erhöhen,
dass ich pro bestelltem Bier einen Schnaps zu gebe (der vorher getrunken
werden muss), die Tischkanten blau lackiere, fetzige Geräusche namens
Heavy Metal in Flughafenlautstärke durch meine Gaststätte dröhnen lasse
und die Speisekarte in 8px Comic Sans schreibe, dann würde ich es tun."

Das eine wie das andere ist Blödsinn.

Servus,
Konni

Konni Scheller

unread,
Aug 27, 2002, 10:29:41 AM8/27/02
to
Rainer Kersten <r.ke...@BILKINFO.de> wrote:

> > - Feuerfeste Schränke für Datensicherung
>
> Hihi. Du machst da was fahcsl. Sag Ihnen, ich wäre dafür
> zuständig. Sie sollen mich anrufen. ;-)))

Ja, in Düsseldorf ist ja jetzt alles feuerfest und brandsicher. ;-)

Konni

Konni Scheller

unread,
Aug 27, 2002, 10:35:25 AM8/27/02
to
Steffi Abel <ab...@s.netic.de> wrote:

> Kann sein. Na und? Wenn ich ihn *nicht* anrufe, habe ich ihn *ganz
> sicher* verloren. Wenn ich ihn anrufe, habe ich ihn nur *vielleicht*
> verloren.

Brutal, aber überzeugend. Betreibst Du nebenbei Kampfsport? Nein?
Solltest Du unbedingt tun.

Servus,
Konni

Olaf Deters

unread,
Aug 27, 2002, 11:16:47 AM8/27/02
to
On Mon, 26 Aug 2002 14:34:34 +0200, r.ke...@BILKINFO.de (Rainer
Kersten) wrote:

>Viel schlimmer: Genau deshalb habe ich fax abgeschafft.
>;-)))

sollte man tun :-)

>Wenn Du bei Deinem Job nicht immer an einem Platz sitzt,
>viel telefonieren musst, und trotzdem kein schnurloses
>Telefon hast, solltest Du Dir eins anschaffen.
>

Ich habe 1 festes und drei schnurlose im Büro verteilt. Dennoch
arbeitet man mitunter in einem Raum, der nicht mit einem Telefon
gesegnet ist. Nebenan steht aber eines. Da wetzt man dann halt hin.

Auch macht sich dieser Werbetelefonterror besonders gut, wenn man auf
Handy umgeschaltet hat und in einer Besprechung sitzt.
Ausschnitt: Bla bla ... lingel-lingel ..."Moment, mein Handy
klingelt!" - "Jau, hört man" .... bla brabbel Grummel .. "pah, war
mal wieder Werbung" .. "auch du Scheiße ja, das Problem kennen wir.
Man sollte die in die Luft sprengen" ..

>> Und dann Werbegelaber auf der anderen Seite??
>
>Wir sprachen nicht von sinnfreiem Werbegelaber, sondern von
>sinnvollen Anrufen.
>

Werbung ist niemals ein sinnvoller Anruf.

>> Steffi, Du kannst ja nicht anders, als es gut zu finden. Deine
>> Informationen dürften aber nicht objetktiv sein.
>
>Och, Olaf!
>man differenzierung
>

Hab' ich doch. Lese hin. Werbung, insbesondere per Telefon, rangiert
vom Sinn, vom Anstand usw. noch unterhalb von Flash-Intro's, Popups
und sonstigen Unsinnigkeiten auf eine WebSite. Man kann absolut ohne,
es nervt, es hat keinen Nutzen.

Sascha Claus

unread,
Aug 27, 2002, 11:31:07 AM8/27/02
to
10 REM "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de> wrote:
> "Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:
> > "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de> wrote:
>
> > >Meinst du es wäre klug von
> > >einem Webdesigner, bei einem potenziellen Neukunden, der den
> > >Webdesigner gar nicht kennt, anzurufen und alles dafür zu tun,
> > >unerkannt zu bleiben?
>
> > ja
>
> Ohne Worte!

> [Existenzgründertipps für angehende Webdesigner, die ziemlicher Unsinn sind]

Kein Wunder, dass du es zu nichts bringst. Mit diesen Tipps hält man
sich Konkurrenz vom Leib und du stellst sie hier als Unsinn dar. Ich
habe mittlerweile mehr Fahrzeuge mitsamt Chauffeur, als du dir jemals
zum selberfahren kaufen wolltest oder gar könntest.


30 REM X-Post über de.comm.infosystems.www.authoring.misc und de.alt.recovery.webauthor, F'up->de.alt.recovery.webauthor
--
Sascha Claus L. E., Germany <http://www.umsu.de/formata.html>
<mailto:SC...@gmx.de> <PGP-key:0x9E095CA2>
"Am faulsten sind die Parlamente, die am stärksten besetzt sind."
(Sir Winston Leonard Spencer "Winnie" Churchill)

Rainer Kersten

unread,
Aug 27, 2002, 1:42:38 PM8/27/02
to
Konni Scheller(Konni Scheller) meinte am 27.08.2002:

> "Könnte ich die Zahl meiner zahlungskräftigen Gäste dadurch erhöhen,
> dass ich pro bestelltem Bier einen Schnaps zu gebe (der vorher getrunken
> werden muss), die Tischkanten blau lackiere, fetzige Geräusche namens
> Heavy Metal in Flughafenlautstärke durch meine Gaststätte dröhnen lasse
> und die Speisekarte in 8px Comic Sans schreibe, dann würde ich es tun."

Netter Plan.



> Das eine wie das andere ist Blödsinn.

NACK. Wird Zeit, dass Du mal nach Düsseldorf kommst.

Gruss Rainer

PS.: Glaubst Du, blaue Tischkanten seien bissresistenter?

Rainer Kersten

unread,
Aug 27, 2002, 1:43:50 PM8/27/02
to
Konni Scheller(Konni Scheller) meinte am 27.08.2002:

Wozu? Sprache ist die stärkste aller Waffen.

Steffi Abel

unread,
Aug 27, 2002, 2:59:54 PM8/27/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:

> Werbung, insbesondere per Telefon, rangiert
> vom Sinn, vom Anstand usw. noch unterhalb von Flash-Intro's, Popups
> und sonstigen Unsinnigkeiten auf eine WebSite. Man kann absolut
> ohne, es nervt, es hat keinen Nutzen.

Ich verstehe deine Formulierung so, dass du davon überzeugt bist, dass
Werbung generell nervt und nutzlos ist und Telefonwerbung nur im
Besonderen. Hab ich das richtig verstanden?

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 27, 2002, 2:59:44 PM8/27/02
to
"Konni Scheller" <ko...@roterochs.de> schrieb:

> Steffi Abel <ab...@s.netic.de> wrote:
>
> > Kann sein. Na und? Wenn ich ihn *nicht* anrufe, habe ich ihn *ganz
> > sicher* verloren. Wenn ich ihn anrufe, habe ich ihn nur
> > *vielleicht* verloren.
>
> Brutal, aber überzeugend.

Ich verstehe nicht, was daran brutal sein soll, wenn ich einen Kunden,
der offensichtlich Bedarf an meiner Dienstleistung hat, nicht auf mein
Angebot ansprechen soll.

Erklär's mir bitte.

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 27, 2002, 3:00:22 PM8/27/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:
> "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de> wrote:

> >Der REALE (wirkliche) Wert der Akzeptanz bemißt sich danach,
> >wieviele Leute sofort wieder auflegen. Und das sind - wenn
> >ich anrufe - gerade mal ca. 10% der Angerufenen. Ergibt
> >eine Akzeptanz von 90%.
> >
> wie bitte??????

deine ?-Taste prellt.

> Sorry, aber die Interpretation ist ja einfach
> lächerlich. So was albernes habe ich ja noch nie gehört. Nur weil
> die Leute nicht gleich und unmittelbar den Hörer aufballern,
> wird ihnen unterstellt sie würden diese Gängelei akzeptieren???

Nein, das unterstelle ich nicht. Wenn ich mir meine Telefonprotokolle
dieses Jahres ansehe, komme ich auf ungefähr dieses Erebnis:

Ca. 2% legten sofort nachdem ich mich gemeldet habe kommentarlos auf.
Ca. 8% sagten, dass sie kein Interesse haben.
Ca. 15% sagten, dass sie gerade keine Zeit haben und ich später
anrufen soll (zugegeben, am Timing muß ich noch arbeiten).

Der Rest stellte entweder fachliche Gegenfragen (zeigt also Interesse)
oder vereinbarte einen Termin.

In der Summe standen also ca. 80%-90% der Angerufenen meinem Anruf
nicht negativ gegenüber (von den 15%, die um späteren Anruf baten,
hatten etwa die Hälfte nie ein Interesse)

BTW, auf meine besten Mailings erhalte ich im Schnitt nicht einmal 10%
Response - das mag durchaus daran liegen, dass ich keine Ahnung davon
habe, wie man gute Mailings verfasst, aber ich kenne auch sonst keinen
einzigen Mailing-Autor, der über 10% Response liegt, die meisten
würden wohl bei 3% Response schon ein Fass aufmachen.

Gruß Steffi

Steffi Abel

unread,
Aug 27, 2002, 3:02:28 PM8/27/02
to
"Konni Scheller" <ko...@roterochs.de> schrieb:

> Steffi Abel <ab...@s.netic.de> wrote:
>
> > Könnte ich die Zahl meiner (qualifizierten) Leser steigern, indem
> > ich pro aufgerufener Seite 2 Popups aufmache, Scrollbalken
> > einfärbe, unsinnige Flashs mit Hintergrundsounds ablaufen lasse
> > und Texte in 8px Comic Sans schreibe, würde ich es tun.

> Ansonsten ist der Satz ziemlich sinnfrei.

Wenn sich dir der Sinn nicht erschließt, erklär ich's dir. Bin ja
nicht so.

Warum ist es denn dumm von Webautoren, Popups zu öffnen, Scrollbalken
einzufärben, unsinnige Flashs laufen zu lassen, mit Hintergrundsounds
zu lärmen oder Texte unlesbar klein zu schreiben?

Weil dadurch User ausgeschlossen werden und somit die Besucherzahlen
sinken und somit der Erfolg der Site schwindet. Erfolglosigkeit ist
aber nicht das, was der Autor mag. Der Autor mag Erfolg, er mag hohe
Besucherzahlen und vermeidet deswegen, Besucher auszuschließen.

Ich behaupte, wenn 90% der Besucher sagen würden, "Nee du, Konnis
Seiten sind echt übel, da mußt du erst immer lange suchen, ob und was
es Neues gibt, da geh ich lieber auf Seiten, auf denen mir das Neueste
per aufspringendem Popup präsentiert wird", dann würdest du das
Neueste per Popup-Window präsentieren. Es sei denn, du willst in
Schönheit sterben.

> Kleine Entsprechung?

DU drohst MIR mit Vergleichen? Lächerlich! Mal sehen ...

> "Könnte ich die Zahl meiner zahlungskräftigen Gäste dadurch erhöhen,
> dass ich pro bestelltem Bier einen Schnaps zu gebe (der vorher
> getrunken werden muss), die Tischkanten blau lackiere, fetzige
> Geräusche namens Heavy Metal in Flughafenlautstärke durch meine
> Gaststätte dröhnen lasse und die Speisekarte in 8px Comic Sans
> schreibe, dann würde ich es tun."

Überleg mal, genau *so* handelst du doch. Du tust *das*, womit du den
größten Erfolg hast. Wie wär's, wenn du als Vorspeise nur noch Pâté
servieren würdest, deine Hauptspeisenkarte reduziertest auf Loup de
Mer, Dorade Royale und Currywurst und zum Dessert ausschließlich Créme
Brulée und vielleicht einen Epoisses anbietest?

Sei sicher, du würdest (in Forchheim) baden gehen. Weil du das nicht
willst, bietest du genau die Karte an, die dir die meisten Besucher
bringt.

Gruß Steffi

Olaf Deters

unread,
Aug 27, 2002, 3:45:45 PM8/27/02
to
On Tue, 27 Aug 2002 21:00:22 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>deine ?-Taste prellt.
>
Nein, tut sie nicht. Sonst hatte ich die Tatsatur ausgewechselt.

>Ca. 8% sagten, dass sie kein Interesse haben.
>

Da gehöre ich zu

>In der Summe standen also ca. 80%-90% der Angerufenen meinem Anruf
>nicht negativ gegenüber (von den 15%, die um späteren Anruf baten,
>hatten etwa die Hälfte nie ein Interesse)
>

Glaube ich Dir nicht.
Warum fürchtest Du dann die Werbewarnlampe am Telefon?
Wenn sich so viele Leute durch Telefonwerbung beglückt fühlen, dann
würde das Warnlämpchen doch Deine Erfolge nicht schmälern können?!

Ich bin ja nun auch nicht erst seit ein paar Tagen im Büroberufsleben.
Außerdem bin ich selbstständig, also der gesuchte "Geschäftsführer",
zu dem sich etliche Telefonwerber zielstrebig durchfragen. Man hat
demnach Kontakt mit allen möglichen Geschäftspartnern. Es ist mir noch
nicht ein einziger begegnet, der sich zu Werbeanrufen freut. Im
Gegenteil, ich erlebe es immer wieder, dass die regelrecht platzen.
Besonders wenn so ein Werbeheini über das umgeleitete Telefon auf dem
Handy bei einer Besprechung landet. Ich bezahle dann noch für den
Dummfug.

Nein, Telefonwerbung = Telefonterror
Es ist verboten und wer es praktiziert ist ein vorsätzlicher
Rechtsbrecher, ein Krimineller. Nichts anderes ist der.

Olaf Deters

unread,
Aug 27, 2002, 3:55:16 PM8/27/02
to
On Tue, 27 Aug 2002 20:59:54 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>Ich verstehe deine Formulierung so, dass du davon überzeugt bist, dass


>Werbung generell nervt und nutzlos ist und Telefonwerbung nur im
>Besonderen. Hab ich das richtig verstanden?
>

Aufdringliche Werbung nervt oft, Telefonwerbung immer.

Man kauft sich eine Zeitung und schüttelt die. Was rausfällt geht
sofort ins Altpapier, danach ist die Zeitung nur noch halb so schwer.
Beim Öffnen des Briefkastens genauso. Man muss richtig aufpassen, dass
man nicht versehentlich einen echten Brief wegschmeißt. Alles was bunt
ist, fliegt sofort ungelesen in den Container.

Wenn ich was brauche, neulichst war es eine Digitalkamera, dann gehe
ich los und kaufe mir Fachzeitschriften. In diesem Fall ganz bewußt
keine Computerzeitschriften, sondern Fotozeitschriften. Darin werden
dann die entsprechenden Themen intensiv gelesen. Parallel wird im
Internet gestöbert und gelesen. Allmählich wird das Bild dann klarer,
man weiß was man will. Als letzer Schritt dann werden spiralig von nah
nach fern die Läden angerufen. Kenntnis von denen hat man durch
HörenSagen, Gelbe Seiten, Internet.

Man kommt dadurch ohne Vertretergebrabbel, ohne Buntebildchenwerbung
ganz konsequent zum Ziel. Klappt wunderbar und bringt beste
Ergebnisse.

Es ist absolut unsinnig zu glauben, dass man ohne Werbung nicht
könnte. Es gibt sogar Branchen, die dürfen nicht werben und sie leben
auch. Nicht mal schlecht. Werbung hat doch ein wesentliches Ziel:
Einen Bedarf dort zu wecken, wo keiner vorhanden ist. Das ganze als
"Beratung" umzutaufen ist doch lächerlich.

Steffi Abel

unread,
Aug 27, 2002, 3:48:37 PM8/27/02
to
"Rainer Kersten" <r.ke...@BILKINFO.de> schrieb:

> Konni Scheller(Konni Scheller) meinte am 27.08.2002:
>
> > "Könnte ich die Zahl meiner zahlungskräftigen Gäste dadurch
> > erhöhen, dass ich pro bestelltem Bier einen Schnaps zu gebe
> > (der vorher getrunken werden muss), die Tischkanten blau
> > lackiere, fetzige Geräusche namens Heavy Metal in
> > Flughafenlautstärke durch meine Gaststätte dröhnen lasse
> > und die Speisekarte in 8px Comic Sans schreibe, dann würde
> > ich es tun."
>
> Netter Plan.

Ebend. Von der Speiekarte in 8px Comic Sans mal abgesehen.

Gruß Steffi

ge-darw'ed

Steffi Abel

unread,
Aug 27, 2002, 4:07:51 PM8/27/02
to
"Olaf Deters" <noMail...@deters-ing.de> schrieb:
> "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>

> >In der Summe standen also ca. 80%-90% der Angerufenen meinem Anruf


> >nicht negativ gegenüber (von den 15%, die um späteren Anruf baten,
> >hatten etwa die Hälfte nie ein Interesse)
> >
> Glaube ich Dir nicht.

Das liegt daran, dass du bisher nur mit schlechten Telefonraben aus
Callcentern getelefoniert hast. Und das sind zu 98% Luschen, die nicht
einmal rudimentäre Vertriebskenntnisse besitzen.

Wenn dich einer anruft, der das Gespräch mit den Worten beginnt, "Wer
ist denn bei Ihnen zuständig für Internet" oder "Sind Sie der
Zuständige für die Website?" kannst du sicher sein, eine völlige
Telefonnull an der Strippe zu haben.

Würde ich so telefonieren, läge meine Erfolgsquote auch unter 1% und
99% der Angerufenen würden sich durch meine Anrufe belästigt fühlen.

> Warum fürchtest Du dann die Werbewarnlampe am Telefon?

Weil sie androht, es könne einer von den oben erwähnten rhetorischen
Tieffliegern am anderen Ende der Leitung sitzen und das auswendig
gelernte, 1000fach gehörte "Wer ist denn in Ihrem Hause zuständig für
$PRODUKT"-Sätzchen lallen.

Gruß Steffi

Konni Scheller

unread,
Aug 27, 2002, 5:31:05 PM8/27/02
to
Rainer Kersten <r.ke...@BILKINFO.de> wrote:

> Netter Plan.

Sag ich doch.

> > Das eine wie das andere ist Blödsinn.
>
> NACK. Wird Zeit, dass Du mal nach Düsseldorf kommst.

Düsseldorf ist nicht Franken. :-(

Servus,
Konni

Konni Scheller

unread,
Aug 27, 2002, 5:31:08 PM8/27/02
to
Steffi Abel <ab...@s.netic.de> wrote:

> Wenn sich dir der Sinn nicht erschließt, erklär ich's dir. Bin ja
> nicht so.

Doch! *fußaufstampf* Du bist *immer* so!

> DU drohst MIR mit Vergleichen? Lächerlich! Mal sehen ...
>
> > "Könnte ich die Zahl meiner zahlungskräftigen Gäste dadurch erhöhen,
> > dass ich pro bestelltem Bier einen Schnaps zu gebe (der vorher
> > getrunken werden muss), die Tischkanten blau lackiere, fetzige
> > Geräusche namens Heavy Metal in Flughafenlautstärke durch meine
> > Gaststätte dröhnen lasse und die Speisekarte in 8px Comic Sans
> > schreibe, dann würde ich es tun."
>
> Überleg mal, genau *so* handelst du doch.

Au contraire, Madame!

Wenn ich Gäste zwinge einen Schnaps vor jedem Getränk zu trinken, dann
ist das das Popup-Fenster, das ich jedesmal wegklicken muss.

Der Satz ist sinnfrei, weil es eben so _nicht_ ist. Und das jeder weiß -
ähm, jeder wissen sollte.

> Sei sicher, du würdest (in Forchheim) baden gehen.

Eben.

> Weil du das nicht
> willst, bietest du genau die Karte an, die dir die meisten Besucher
> bringt.

Genau das sag ich doch.

Servus,
Konni

Konni Scheller

unread,
Aug 27, 2002, 5:31:10 PM8/27/02
to
Steffi Abel <ab...@s.netic.de> wrote:

> BTW, auf meine besten Mailings erhalte ich im Schnitt nicht einmal 10%
> Response - das mag durchaus daran liegen, dass ich keine Ahnung davon
> habe, wie man gute Mailings verfasst, aber ich kenne auch sonst keinen
> einzigen Mailing-Autor, der über 10% Response liegt, die meisten
> würden wohl bei 3% Response schon ein Fass aufmachen.

Früher[tm], also vor dem 11. September etc. blabla, hatte ich auf meine
Mailings (zum Kerzenscheindinner etc) noch Response von 30%. :-(
Jetzt muss ich mich mit 10% bescheiden.

Aber früher da war sowieso alles besser. Und aus Holz.

Aus *echtem* Holz.

Servus,
Konni

Konni Scheller

unread,
Aug 27, 2002, 5:31:10 PM8/27/02
to
Steffi Abel <ab...@s.netic.de> wrote:

> Ich verstehe nicht, was daran brutal sein soll, [..]
>
> Erklär's mir bitte.

Es ist brutal für mich, dass endlich zu begreifen.

Als "Dienstleister-am-Ort" (Gastronom) bin ich seit jeher gewohnt, dem
Gast *alle* Wünsche zu erfüllen oder zumindest sich sehr um ihn zu
bemühen. Also gilt: Keinen Gast auslassen!

Das unterscheidet sich stark von der Mentalität beim Telefonieren: der
nicht, also dann der nächste.

Ist eine völlig andere Denke, und das hab ich - hoffe ich - jetzt
endlich begriffen.

ähm, hüstel...

DANKE dafür. Und für alles andere.

Servus,
Konni

Olaf Deters

unread,
Aug 28, 2002, 1:29:45 AM8/28/02
to
On Tue, 27 Aug 2002 22:07:51 +0200, "Steffi Abel" <ab...@s.netic.de>
wrote:

>> >In der Summe standen also ca. 80%-90% der Angerufenen meinem Anruf


>> >nicht negativ gegenüber (von den 15%, die um späteren Anruf baten,
>> >hatten etwa die Hälfte nie ein Interesse)
>> >
>> Glaube ich Dir nicht.
>
>Das liegt daran, dass du bisher nur mit schlechten Telefonraben aus
>Callcentern getelefoniert hast. Und das sind zu 98% Luschen, die nicht
>einmal rudimentäre Vertriebskenntnisse besitzen.
>

Möglich, aber ich will doch gar keine Vertreter in meinem Haus haben.
Ich mag die Typen nicht, es sei denn, ich habe die Initiative
ergriffen.

>Wenn dich einer anruft, der das Gespräch mit den Worten beginnt, "Wer
>ist denn bei Ihnen zuständig für Internet" oder "Sind Sie der
>Zuständige für die Website?" kannst du sicher sein, eine völlige
>Telefonnull an der Strippe zu haben.
>

Nö, die fangen schon anders an. "Guten Tag, mein Name ist .... von der
Fa. ..... . Wir erstellen für unsere Kunden Webseiten (1) und würden
auch ihren gerne ein kostenloses Beratungsgepräch anbieten".

Bei (1) kannst Du nun jegliche Leistungen einsetzen. Ist eigentlich
immer die gleiche Leier.

Besonders lustig sind die Leute, die mir ständig meinen Namen um die
Ohren hauen. Ich weiß, der eigene Name ist das schönste Worten vor
jeden. Aber ich weiß doch wie ich heiße, dass brauchen die mir doch
nicht permanent zu erzählen.
Andere wiederholen ständig den Namen der Firma. Einige machen beides,
furchtbares Gesabbel.

>Weil sie androht, es könne einer von den oben erwähnten rhetorischen
>Tieffliegern am anderen Ende der Leitung sitzen und das auswendig
>gelernte, 1000fach gehörte "Wer ist denn in Ihrem Hause zuständig für
>$PRODUKT"-Sätzchen lallen.
>

Die würde aber anzeigen, dass da einer einem was verkaufen will. Man
kann es drehen und wenden wie man will, auch Du willst das und musst
Dich in die Reihe der anderen einordnen lassen. Es gibt keine
wohltätigen Verkäufer.

Steffi Abel

unread,
Aug 28, 2002, 2:25:15 AM8/28/02
to
"Konni Scheller" <ko...@roterochs.de> schrieb:

> Als "Dienstleister-am-Ort" (Gastronom) bin ich seit jeher gewohnt,
> dem Gast *alle* Wünsche zu erfüllen oder zumindest sich sehr um
> ihn zu bemühen. Also gilt: Keinen Gast auslassen!

Das ist selten klug. Dein Dienstleistungskontingent ist beschränkt.
Dir steht somit pro Kunde nur eine bestimmte Zeitspanne zur Betreuung
zur Verfügung. Alle Zeit, die du z. B. notorischen Nörglern widmest,
musst du bei der Betreuung von Kunden, die wirkliches Interesse an
deiner Betreuung haben, einsparen.

> Das unterscheidet sich stark von der Mentalität beim Telefonieren:
> der nicht, also dann der nächste.

Das hat überhaupt nichts mit Telefonieren zu tun. Das ist
praktiziertes Beschwerdemanagement. Der Kunde hat eben *nicht* immer
recht.

Ein Kunde von mir, für den wir eine große Website erstellten, rief
nach Fertigstellung fast 14-tägig an und beklagte sich über
irgendetwas an der Site. Mal baute sie zu langsam auf, dann passte ihm
eine Formulierung nicht (mehr), dann war ein Bild zu unscharf, das
Suchmaschinenranking bei altavista gefiel nicht usw.

Wir waren ständig dabei, von ihm Reklamiertes zu korrigieren. Der für
ihn verwendete Zeitaufwand stand in keinem Verhältnis mehr zu dem
durch ihn erwirtschafteten Gewinn.

Nach einem "dann ist es wohl besser, wenn wir unsere
Geschäftsbeziehung beenden" verwende ich die Zeit, die bisher für ihn
draufging auf die bis dato zu vernachlässigende Betreuung von Kunden
mit echten Reklamationen und auf die Akquisition von Neukunden.

Unterm Strich bleibt mehr hängen.

Gruß Steffi

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