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rechtsradikales Gedankengut im AF

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Martin Laabs

unread,
Jul 9, 2003, 3:59:32 PM7/9/03
to
Hallo,

ich habe meine Lizenz erst seit zwei Wochen und
vorgestern mein Gerät bekommen.

Nun habe ich auf "meinem" Relais ein Gespräch
verfolgt welches durch und durch rechtsradikal
der übleren Sorte war.

Jetzt habe ich die ganze Zeit überlegt wie man denn
auf ein solches Gespräch reagieren soll. Gar nix
machen ist mir zu wenig.

Danke
Martin L.

Berthold Bronisz

unread,
Jul 9, 2003, 4:10:39 PM7/9/03
to

"Martin Laabs" schrieb im Newsbeitrag

> Jetzt habe ich die ganze Zeit überlegt wie man denn
> auf ein solches Gespräch reagieren soll. Gar nix
> machen ist mir zu wenig.

Richtige Einstellung, "weggucken" bringt nichts. Eine Möglichkeit wäre, die
RegTP sofort zu informieren, damit ggf. Aufnahmen dieser "Gespräche"
vorgenommen werden können. Diese könnten dann, wenn ermittelt wurde, wer der
oder die "Gesprächsführer" war(en), evtl. vor Gericht verwendet werden. Ich
denke, dass es ja in einem solchen Fall zu einer Anzeige kommen würde. Auf
jedenfall würde ich mich in ein solches Gespräch nicht einmischen. Man kennt
diese Leute nicht und weiß auch nicht, welche gearteten Nachteile einem
daraus selber entstehen können.

>
> Danke
> Martin L.

vy 73 de Bert, DF1KBB

Jörn Franke

unread,
Jul 9, 2003, 6:13:15 PM7/9/03
to
Hi,

unbedingt solltest du was machen ! Jedoch muß du wissen, dass es nicht
unbedingt Funkamateure gewesen sein müssen, die dieses Gespräch geführt
haben !

Folgende Möglichkeiten gibt es:

RegTP (http://www.regtp.de) anschreiben (E-Mail) oder anrufen.

Sich mit Funkamateuren aus deiner Nähe absprechen, die dieses Relais auch
hören, und beraten, was zu tuen ist.

Wenn beide Möglichkeiten nichts ergeben und diese Gespräche wieder zu hören
sind, solltest du die örtliche Polizeistation aufsuchen und Anzeige
erstatten.

(Mehr fällt mir jetzt auch nicht ein)

Greetz,
Jörn (DL2EJF)

Ulrich Onken

unread,
Jul 9, 2003, 4:34:57 PM7/9/03
to
Hallo,

Berthold Bronisz wrote:
> "Martin Laabs" schrieb im Newsbeitrag
>
>
>>Jetzt habe ich die ganze Zeit überlegt wie man denn
>>auf ein solches Gespräch reagieren soll. Gar nix
>>machen ist mir zu wenig.
>
>
> Richtige Einstellung, "weggucken" bringt nichts. Eine Möglichkeit wäre, die
> RegTP sofort zu informieren, damit ggf. Aufnahmen dieser "Gespräche"
> vorgenommen werden können.

Das sehe ich auch so. Vor ein paar Jahren hat das damalige BAPT in
solchen Fällen reagiert und zumindest in einem mir konkret bekannten
Fall einen rechtsextremistischen Störer juristisch wasserdicht
ermittelt. Derjenige wurde später rechtskräftig verurteilt. Ich weiß
allerdings nicht, ob das heute noch auf diesem Weg (RegTP) funktioniert.

Wenn es konkrete Hinweise auf Gesetzesverstöße gibt, dann ist der beste
Weg vermutlich eine Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft.
Zeit, Frequenz, benutzte Rufzeichen und Inhalte der Aussendungen (evtl.
Mitschnitte) dürften dabei wichtige Informationen sein.

73 de Uli, DK2GO

Berthold Bronisz

unread,
Jul 9, 2003, 4:43:17 PM7/9/03
to

"Ulrich Onken" schrieb im Newsbeitrag

> Das sehe ich auch so. Vor ein paar Jahren hat das damalige BAPT in
> solchen Fällen reagiert und zumindest in einem mir konkret bekannten
> Fall einen rechtsextremistischen Störer juristisch wasserdicht
> ermittelt. Derjenige wurde später rechtskräftig verurteilt. Ich weiß
> allerdings nicht, ob das heute noch auf diesem Weg (RegTP) funktioniert.

Ich würde es so versuchen, denn was die Mitschnitte betrifft, die Du unten
aufführst, halte ich es für besser, diese von "Amtswegen" durchführen zu
lassen, da ich nicht weiß, ob ein Gericht die Mitschnitte, welche eine
Privatperson aufgenommen hat, anerkennt. Sorry, langer Satz, aber dafür
viele Kommas, wobei ich hoffe, diese richtig gesetzt zu haben ;-)

>
> Wenn es konkrete Hinweise auf Gesetzesverstöße gibt, dann ist der beste
> Weg vermutlich eine Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft.
> Zeit, Frequenz, benutzte Rufzeichen und Inhalte der Aussendungen (evtl.
> Mitschnitte) dürften dabei wichtige Informationen sein.

Polizei geht schneller, da die Staatsanwaltschaft die Anzeige erst an die
Polizei weitergeben muss, damit diese dann tätig werden kann.

>
> 73 de Uli, DK2GO

Peter Geerlings

unread,
Jul 9, 2003, 6:32:50 PM7/9/03
to
Martin Laabs schrieb:
> ...

> Nun habe ich auf "meinem" Relais ein Gespräch
> verfolgt welches durch und durch rechtsradikal
> der übleren Sorte war.
>
> Jetzt habe ich die ganze Zeit überlegt wie man denn
> auf ein solches Gespräch reagieren soll. Gar nix
> machen ist mir zu wenig.
...
Dagegen seine Stimme erheben? Ich kann Deine Erregung und Enttäuschung
verstehen und der Eifer der andren OMs mit den Vorschlägen bez. RegTP
freut mich, aber rechtsradikal zu sein oder sich zu äussern ist erstmal
noch nichts illegales, zeugt eher von elementaren sozialen Störungen
undmangelnder Intelligenz. Was wurde denn erzählt, waren es Äusserungen,
die in den Bereich des Straftatbestandes gingen,z.B Volksverhetzng o.ä?
Grüsse, Peter

Jürgen Hüser

unread,
Jul 9, 2003, 7:24:07 PM7/9/03
to
Hallo!

Berthold Bronisz schrieb:

> Richtige Einstellung, "weggucken" bringt nichts. Eine Möglichkeit wäre, die
> RegTP sofort zu informieren, damit ggf. Aufnahmen dieser "Gespräche"
> vorgenommen werden können. Diese könnten dann, wenn ermittelt wurde, wer der
> oder die "Gesprächsführer" war(en), evtl. vor Gericht verwendet werden. Ich

ACK! Ist schon schlimm genug was solche Gruppen an ihren Stammtischen
alles für ein Sch... ablassen. Aber Afu ist öffentlich, und so manche
Aussagen oder Gespräche in der Öffentlichkeit sehe ich weniger als
"Recht auf freie Meinungsäusserung", sondern viel mehr als
"Volksverhetzung" und geistige Brandstiftung.
Offizielle Schritte einleiten...je schneller destso besser.

> denke, dass es ja in einem solchen Fall zu einer Anzeige kommen würde. Auf

Je nach detailierten und (offiziell) protokoliertem Gesprächsinhalt
eventuell schon...kommt halt immer darauf an wie "hart" der Inhalt war.
Meines Wissens nach schreitet die RegTP da genauso freudig ein wie
damals die BAPT, zumindest was die Beweissicherung und eventuelle
Störungsbeseitugung dieser Art angeht.
Letztens erst auf DB0ZU zufällig mitbekommen...

> jedenfall würde ich mich in ein solches Gespräch nicht einmischen. Man kennt
> diese Leute nicht und weiß auch nicht, welche gearteten Nachteile einem
> daraus selber entstehen können.

Was normale, unbelastete Leute angeht stimme ich dem voll zu, ebenso was
die Verwertbarkeit von Aufzeichnungen sowie eine Eskalation auf dem
Relais angeht.
Aber ich persönlich hätte kein Problem damit mich bei solchen Leuten
unbeliebt zu machen...das bin ich dort schon..:-)
Jap...ich wurde schon mehrfach bedroht, auch körperlich aus dieser
Richtung...stört mich nicht besonders...bin da schon abgehärtet, hi

Aber dennoch...wer sich mit solchen Leuten verbal anlegt und dabei seine
Identität bekannt gibt oder gar persönlich gegenübersteht, sollte schon
wissen was solche Leute u.U. bei sich haben (Schlagringe,
Baseballschläger, Stich und Schußwaffen) und wann/wie diese idR
eingesetzt werden wenn den Glatzen die Argumente ausgehen.
Zurückhaltung und "stilles petzen" kann da durchaus viel gesünder sein.

Grüße aus Augsburg

Jürgen, DG7GJ


Michael Koschka

unread,
Jul 9, 2003, 8:32:07 PM7/9/03
to

"Martin Laabs" <98ma...@gmx.de> schrieb

Lieber OM Martin,

sicher unschön, die OM´s sollten sich vielleicht einen anderen Ort für
politische Gespräche suchen - allerdings ist soetwas wohl eher eine Ausnahme
im Amateurfunk.
Bevor Du hier allerdings um Stellungnahme bittest, wäre es hilfreich wenn
Du kurz schilderst, was den Gesprächsthema war. Für einen Linksextremisten
z.B.sind Äußerungen eines Herrn Stoibers wohl schon rechtsextrem - manchmal
kommt es eben auf die Betrachtungsweise an und in Demokratien gibt es
soetwas wie Meinungsfreiheit... Ich frage nur weil unten schon die Rede von
Amateurfunk-Skinheads, Schlagringe, Messer usw. ist ( Bildzeitung läßt
grüßen ) - was soll der amateurfunkinteressierte Mitleser denn denken, was
auf unseren Bändern los ist ?

Ansonsten würde ich Dir raten - solltest Du nochmals soetwas hören - Dich in
das Gespräch einzuschalten und das zu tun, was ein Mann in solchen Fällen
tut : Seine Meinung sagen und die Leute auffordern diesen Unsinn zu
unterlassen !

Natürlich kannst Du auch bei irgendeiner Behörde annonym Anzeige erstatten.
Ich fürchte nur, Du praktizierst dann genau das, was Du wohl bekämpfen
möchtest...

Ich persönlich bin der Meinung, das - obwohl es keine inhaltliche
Begrenzungen im Amateurfunk mehr gibt - politische Themen generell nicht
auf´s Band gehören. Amateurfunk ist ein Hobby und soll Spaß und Freude
bereiten. Politische Äußerungen sollte man sich deshalb generell
verkneifen - ganz gleich, aus welcher Richtung... Dies führt nur zu
Streitigkeiten und entspricht auch nicht dem Sinn unseres Hobbys.

Gruß
Michael
do4ek


Berthold Bronisz

unread,
Jul 10, 2003, 1:03:57 AM7/10/03
to

"Michael Koschka" schrieb im Newsbeitrag

> Du kurz schilderst, was den Gesprächsthema war. Für einen Linksextremisten
> z.B.sind Äußerungen eines Herrn Stoibers wohl schon rechtsextrem -
manchmal
> kommt es eben auf die Betrachtungsweise an und in Demokratien gibt es
> soetwas wie Meinungsfreiheit...

Das ist wohl war, aber wenn er schon schreibt, dass dort Äußerungen der
"übelsten Art" oder "Sorte" gemacht werden, so lässt das darauf schliessen,
dass hier der Volksverhetzung "gefrönt" wurde. Mir sind auch zwei Relais
bekannt, auf bzw. über denen gelegentlich "Unmut" über Ausländer,
Andersdenkende und Homosexuelle geäußert wurden. Das waren zum einen die
Nordhelle, DB0VR, und Essen, DB0WE, welches ich wegen eines QTH-Wechsels in
jüngster Zeit allerdings weniger gut empfangen kann. Mein QTH ist im Süden
von Köln. Den oben erwähnten Unmut empfanden möglicherweise einige als
"freie Meinungsäußerung", ich empfand sie als Volksverhetzung.

Wer sich selber ein Bild darüber machen möchte, kann ja mal unter der Woche
auf einem der beiden oder auf beiden Relais reinhören. Ich bin überzeugt,
dass man in der Woche mindestens ein "QSO" mithören wird, in dem auch
"solche" Themen besprochen werden.

> Gruß
> Michael
> do4ek

Michael Riedel

unread,
Jul 10, 2003, 2:27:51 AM7/10/03
to
Das braucht der Amateurfunk nicht !

Zeichne die Gespräche im Wiederholungsfall
vollständig auf. Wichtig ist auch, dass ein
anderer, neutraler Funkamateur diese Gespräche
mitverfolgt. Ist genug Material zusammen, die
Mitschnitte anhören und möglichst vollständig
zu Papier bringen. Dann eine Strafanzeige
bei der nächsten Staatsanwaltschaft ( nicht
Polizeidienststelle!) einreichen. Die vorherige
Einschaltung der RegTP ist nicht hilfreich.

73,

Michael
DG2KAR

"Berthold Bronisz" <df1...@darc.de> schrieb im Newsbeitrag
news:beis36$r9m$00$1...@news.t-online.com...

Martin Laabs

unread,
Jul 10, 2003, 3:25:31 PM7/10/03
to
In article <3f0cb452$0$142$9b62...@news.freenet.de>,
"Michael Koschka" <do...@agz.net> writes:
>
> "Martin Laabs" <98ma...@gmx.de> schrieb

> Lieber OM Martin,
>
> sicher unschön, die OM´s sollten sich vielleicht einen anderen Ort für
> politische Gespräche suchen - allerdings ist soetwas wohl eher eine
> Ausnahme im Amateurfunk.

Ja, sicher. Ich habe schon so viele vernünftige und sehr nette
Funkamateure getroffen das ich diese als Minderheit betrachte.

> Bevor Du hier allerdings um Stellungnahme bittest, wäre es hilfreich
> wenn Du kurz schilderst, was den Gesprächsthema war.
> Für einen Linksextremisten z.B.sind Äußerungen eines Herrn
> Stoibers wohl schon rechtsextrem -
> manchmal kommt es eben auf die Betrachtungsweise an und in
> Demokratien gibt es soetwas wie Meinungsfreiheit...

Grob geschildert ging es um "die Ausländer" welche die
Verbrechen in Deutschland begehen. (Mit div. Beispielen welche ich
hier nicht näher ausführen möchte) Die EU welche nur den Ausländern
Vorteile erbringt und für die wir Bluten müssen und dem Vorschlag
die Grenze (mit dem deutschen BGS und der Polizei)
doch wieder dicht zu machen.

Auch wurden Politiker beschimpft die öffentlich Meinung zu
boykotieren (wobei die OM's nicht mal den Namen kannten, sie meinten
wohl Schily)

Gewüzt wurde das ganze dadurch das das Relais auf einem
ehemaligen KZ steht.

> Ich frage nur weil unten schon die Rede von
> Amateurfunk-Skinheads, Schlagringe, Messer usw. ist ( Bildzeitung läßt
> grüßen ) - was soll der amateurfunkinteressierte Mitleser denn denken,
> was auf unseren Bändern los ist ?

Ich weis nicht ob die getätigten Aussagen bereits illegal sind.
Ich weis nur das sie genau denen entsprechen welche ich bei
einer Unterhaltung, bei einem Wahlstand einer rechts eingordneten
Partei, erhielt.

> Ansonsten würde ich Dir raten - solltest Du nochmals soetwas hören -
> Dich in das Gespräch einzuschalten und das zu tun, was ein Mann
> in solchen Fällen tut : Seine Meinung sagen und die Leute auffordern
> diesen Unsinn zu unterlassen !

Sicher. Sollte ein solches Gespräch nochmal auftreten werde ich sicherlich
in diese Richtung aktiv.

> Natürlich kannst Du auch bei irgendeiner Behörde annonym Anzeige
> erstatten. Ich fürchte nur, Du praktizierst dann genau das,
> was Du wohl bekämpfen möchtest...

Wie meinst du das? Es ist doch mit nichten Propaganda illegale
Inhalte (so sie denn verbreitet wurden) anzuzeigen. Obwohl
mir dabei sicher nicht allzu wohl wäre.

> Ich persönlich bin der Meinung, das - obwohl es keine inhaltliche
> Begrenzungen im Amateurfunk mehr gibt - politische Themen generell nicht
> auf´s Band gehören. Amateurfunk ist ein Hobby und soll Spaß und Freude
> bereiten. Politische Äußerungen sollte man sich deshalb generell
> verkneifen

So sehe ich es auch. Evt. sind die OM's so vernünftig das sie
sich auf einen Frequenzwechsel einlassen.

Tschüss
Martin L.

PS: An deinem Posting waren ca. 200 Leerzeilen angehängt. Bitte überprüfe
doch mal deinen Newsreader. Dabei kannst du evt. auch den Zeilenumbruch
ab 72 Zeichen oder so einstellen. Das erspaart den anderen langwieriges
Umformatieren um die 78 Zeichengrenze einzuhalten.

.... _... ____. _ ._.. _._

unread,
Jul 10, 2003, 3:46:48 PM7/10/03
to
> Grob geschildert ging es um "die Ausländer" welche die
> Verbrechen in Deutschland begehen. (Mit div. Beispielen welche ich
> hier nicht näher ausführen möchte) Die EU welche nur den Ausländern
> Vorteile erbringt und für die wir Bluten müssen und dem Vorschlag
> die Grenze (mit dem deutschen BGS und der Polizei)
> doch wieder dicht zu machen.

was ist dabei rechtsradikal? das ist doch buergerliche mitte.
du hast das von deinem linksradikalen standpunkt aus
nur falsch eingeordnet.


Martin Laabs

unread,
Jul 10, 2003, 4:24:02 PM7/10/03
to
In article <3f0dc2a7$0$235$4d4e...@read.news.ch.uu.net>,

".... _... ____. _ ._.. _._" <m...@mycall.com> writes:

> was ist dabei rechtsradikal? das ist doch buergerliche mitte.
> du hast das von deinem linksradikalen standpunkt aus
> nur falsch eingeordnet.

Es mag sein das mein Artikel nicht diese Aussagekraft hat welche
das Gespräch enthielt.
Aber wenn gegen Zigeuner und Ausländer Unwahrheiten verbreitet
werden (und das war unbestreitbar der Fall) ist das für
micht keine bürgerliche Mitte mehr.

Die bürgerliche Mitte kann den Standpunkt haben das der
Euro den Deutschen schadet oder das die EU Erweiterung
Arbeitsplätze kostet.

Aber wenn Mitbürger beschimpft werden, egal aus welcher
Richtung, ist das IMO nicht unter den Tisch der Konservativen
zu kehren.

Wie ich aber bereits schrieb bin ich nicht im Bilde ob die
auf dem Relais getätigeten Aussagen illegal sind.

Sollte ich ein weiteres Gespräch dieser OM's mitbekommen
werde ich die entsprechenden Fakten schriftlich festhalten
um korrekt berichten zu können.

Tschüss
Martin L.

Peter Völpel

unread,
Jul 10, 2003, 4:45:27 PM7/10/03
to
Martin Laabs schrieb:

> PS: An deinem Posting waren ca. 200 Leerzeilen angehängt. Bitte überprüfe
> doch mal deinen Newsreader. Dabei kannst du evt. auch den Zeilenumbruch
> ab 72 Zeichen oder so einstellen. Das erspaart den anderen langwieriges
> Umformatieren um die 78 Zeichengrenze einzuhalten.

ich bekomme nur 10 Leerzeilen zu sehen, nicht dass es an Deinem
Newsreader liegt?

73
Peter,DF3KV

Jürgen Hüser

unread,
Jul 10, 2003, 6:13:43 PM7/10/03
to
^Hallo!

Michael Koschka schrieb:

> soetwas wie Meinungsfreiheit... Ich frage nur weil unten schon die Rede von
> Amateurfunk-Skinheads, Schlagringe, Messer usw. ist ( Bildzeitung läßt
> grüßen ) - was soll der amateurfunkinteressierte Mitleser denn denken, was
> auf unseren Bändern los ist ?

Nunja, zu "Amateurfunk-Skinheads" kann ich auch nur den Kopf schütteln.
Sowas mag es vielleicht geben, weshalb man die Existenz vielleicht nicht
ganz ausschließen kann. Aber mir ist sowas (bisher) noch nicht über den
Weg gelaufen.
Lediglich habe ich schon häufiger auf Afu diverse winzige Minderheiten
gehört, die man durchaus als geistige Brandstifter bezeichnen könnte.
Leute die, wenn man denen Gegenübertritt klein genug sind um unter nem
Teppich zu kriechen, aber am Funkgerät den großen Volksverhetzer raus
lassen. Da geht es schonmal um eindeutig härtere Sachen. Nicht sowas
harmloses wie "Grenzen wieder schließen" sondern eher in Richtung
"wieder Gaskammern bauen"..:-(((

Und was die Messer und Schlagringe angeht (Liste könnte man beliebig
weiterführen)..:
Das ist bei einigen harten "Glatzen" halt genauso "üblich" wie für
normale menschen heute Handys.
Natürlich haben diese Leute meißt die Gemeinsamkeit nicht ganz helle zu
sein (Mitläufereffekt), aber das muß ja kein Hinderungsgrund für eine
Afu-Prüfung sein.
Und erst recht ist das auch kein Indiz dafür das solche Leute kein
Funkgerät bedienen können (als Schwarzfunker).

Ergo..: Wenn man nicht weis wer da soein Schwachfug auf Funk ablässt,
sollte man vorsichtig sein. Solch harte Jungs können Kritik oder
Wiederworte nicht vertragen und reagieren liebend gerne mit brutaler
Gewalt.
Ich gehöre da zu den vielen Leuten, die beruflich bedingt ein bissel
vorbelastet sind was den Umgang mit solchen Personengruppen angeht...:-)

> Ansonsten würde ich Dir raten - solltest Du nochmals soetwas hören - Dich in
> das Gespräch einzuschalten und das zu tun, was ein Mann in solchen Fällen
> tut : Seine Meinung sagen und die Leute auffordern diesen Unsinn zu
> unterlassen !

Wie gesagt - würde ich ausschließlich empfehlen wenn der oder die
beteiligten Stationen identifizierbar sind...sprich entweder Nennung
_realer_ Calls und/oder persönlich bekannt (OV-Kollege o.ä.).
Sonnst kann man man aus versehen in eine Art Wespennest stechen und
bringt sich sowie seine Familie in unnötiger Gefahr.
Der stille Weg, also kommentarlose Beweissicherung (Aufzeichnung,
Zeugen) und schnellstmögliche Anzeige ist da der "sicherere" Weg.

> Ich persönlich bin der Meinung, das - obwohl es keine inhaltliche
> Begrenzungen im Amateurfunk mehr gibt - politische Themen generell nicht
> auf´s Band gehören. Amateurfunk ist ein Hobby und soll Spaß und Freude
> bereiten. Politische Äußerungen sollte man sich deshalb generell
> verkneifen - ganz gleich, aus welcher Richtung... Dies führt nur zu
> Streitigkeiten und entspricht auch nicht dem Sinn unseres Hobbys.

ACK! Mir ging es schon immer auf den Keks wenn zu Wahlkampfzeiten
stundenlang OM's auf den Bändern darüber diskutieren was man nun wählen
könne. Sowas gehört nicht auf Funk, obwohl es schon zu etwas harmloseren
Formen zählt. Geht es aber (glücklicher weise nur sehr selten) um
extreme Sichtweisen, sollte die zuständige Staatsanwaltschaft die
Möglichkeit bekommen zu gucken ob es einen strafrechtlich relevanten
Inhalt gab.

Jürgen Hüser

unread,
Jul 10, 2003, 6:30:58 PM7/10/03
to
Hallo!

Martin Laabs schrieb:

> Grob geschildert ging es um "die Ausländer" welche die
> Verbrechen in Deutschland begehen. (Mit div. Beispielen welche ich
> hier nicht näher ausführen möchte) Die EU welche nur den Ausländern
> Vorteile erbringt und für die wir Bluten müssen und dem Vorschlag
> die Grenze (mit dem deutschen BGS und der Polizei)
> doch wieder dicht zu machen.

Wie, um mehr nicht...was ist denn daran "extrem"?
Sorry, ich kann schon verstehen das du dich darüber aufregst - mir ginge
es ganz genau so. Aber _das_ ist noch kein strafrechtlich relevanter
Inhalt, vielmehr würde ich es unter "geistige Brandstiftung"
einsortieren...leider noch innerhalb der Meinungsfreiheit...:-(

Wenn's nur das ist..: Reinmelden, zusammenscheißen bzw klarmachen welche
pädagogische Wirkung sie mit solchen öffentlichen Gesprächen erzielen,
und bekanntgeben das solche Inhalte nicht auf Afu gehören.
Hilft das nix, dann veröffentliche hier oder anderswo die Calls der
Stationen (wenn sie denn eines haben).
Öffentliches blosstellen hilft bei machen solcher Leuten...

> Gewüzt wurde das ganze dadurch das das Relais auf einem
> ehemaligen KZ steht.

Oh, delikat...aber auch das ist strafrechtlich nicht besonders aufregend
:-(

> Ich weis nicht ob die getätigten Aussagen bereits illegal sind.
> Ich weis nur das sie genau denen entsprechen welche ich bei
> einer Unterhaltung, bei einem Wahlstand einer rechts eingordneten
> Partei, erhielt.

ACK! Hab mehrere Demonstrationen von Rechtsradikalen mitbekommen. Was du
oben erwähnst wird dort lauthals in Reden per Lautsprecherwagen
hinausgeschrien, ohne das die daneben stehenden Polizeihundertschaften
einen (rechtlichen) Handlungsgrund haben einzuschreiten.

> So sehe ich es auch. Evt. sind die OM's so vernünftig das sie
> sich auf einen Frequenzwechsel einlassen.

Aber bitte nicht innerhalb der Afu-Bereiche. Normale QSO's ja, aber
solche Inhalte bitte nur per Telefon oder persönlich. Sonnst müsste man
ja annehmen das sie den Amateurfunk (weil öffentlich) als politische
Werbeplatform nutzen wollen, um ihre Meinung zu verbreiten /
Gleichgesinte zu animieren.

Michael Koschka

unread,
Jul 10, 2003, 9:12:15 PM7/10/03
to

"Martin Laabs" <98ma...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bekeja$66h4c$1...@ID-191456.news.uni-berlin.de...

> >
> Grob geschildert ging es um "die Ausländer" welche die
> Verbrechen in Deutschland begehen. (Mit div. Beispielen welche
ich
> hier nicht näher ausführen möchte) Die EU welche nur den
Ausländern
> Vorteile erbringt und für die wir Bluten müssen und dem
Vorschlag
> die Grenze (mit dem deutschen BGS und der Polizei)
> doch wieder dicht zu machen.

Sorry Martin, aber solche Themen sind Alltagsthemen, die sicher
auch nicht ganz unbegründet sind. Strafbare Handlungen oder eine
Aufforderung zu solchen sehe ich hier auch nicht. Die
Meinungsfreiheit schließt auch solche Meinungen ein, die einem
persönlich vielleicht nicht passen...

> Auch wurden Politiker beschimpft die öffentlich Meinung zu
> boykotieren (wobei die OM's nicht mal den Namen kannten, sie
meinten
> wohl Schily)

Schimpfen über Politiker gehört Heute zum Umgangston wie ein
`Guten Tag´. Gottseidank fährt nicht die Stasi vor, wenn man sich
seinen Frust von der Seele redet (Steuererhöhungen usw.). Ist auf
allen mir bekannten Relais übrigens an der Tagesordnung.

> Gewüzt wurde das ganze dadurch das das Relais auf einem
> ehemaligen KZ steht.

Sehe ich keinen direkten Zusammenhang. Allerdings verbrachten an
dieser Örtlichkeit damals viele Ihre Zeit, weil sie ihre Meinung
frei geäussert hatten und ein netter Nachbar gar etwas anrüchiges
witterte. Ebenso später zu DDR-Zeiten in Bautzen und anderswo.
Daraus sollten wir lernen, wie wichtig Freiheit ist und diese
nicht eingrenzen. Ansonsten wird sich die Geschichte
wiederholen... Freiheit gilt entweder für alle - oder irgendwann
für keinen.

> Ich weis nicht ob die getätigten Aussagen bereits illegal sind.
> Ich weis nur das sie genau denen entsprechen welche ich bei
> einer Unterhaltung, bei einem Wahlstand einer rechts
eingordneten
> Partei, erhielt.

Na, dann kann es nicht illegal sein, sonst wäre die Partei
verboten. Gottseidank gibt´s verschiedene Parteien - man hat die
freie Wahl.

> > Natürlich kannst Du auch bei irgendeiner Behörde annonym
Anzeige
> > erstatten. Ich fürchte nur, Du praktizierst dann genau das,
> > was Du wohl bekämpfen möchtest...
>
> Wie meinst du das? Es ist doch mit nichten Propaganda illegale
> Inhalte (so sie denn verbreitet wurden) anzuzeigen. Obwohl
> mir dabei sicher nicht allzu wohl wäre.

Martin, ich unterstelle Dir doch nicht, irgendwelche Propaganda
betreiben zu wollen. Das Thema lauschen - notieren - melden
erinnert mich nur irgendwie an unschöne Zeiten unserer Geschichte.
Und deshalb ist Dir bei dem Gedanken auch nicht recht wohl.

> > Ich persönlich bin der Meinung, das - obwohl es keine
inhaltliche
> > Begrenzungen im Amateurfunk mehr gibt - politische Themen
generell nicht
> > auf´s Band gehören. Amateurfunk ist ein Hobby und soll Spaß
und Freude
> > bereiten. Politische Äußerungen sollte man sich deshalb
generell
> > verkneifen
>
> So sehe ich es auch. Evt. sind die OM's so vernünftig das sie
> sich auf einen Frequenzwechsel einlassen.

Nein, sie sollen solche Themen generell nicht auf
Amateurfunkbändern besprechen.
Politische Inhalte gehören - zumindest meiner Meinung nach - nicht
auf´s Band. Übrigens, sie gehören auch nicht in diese Newsgroup,
da es nicht zum Thema passt. Und weil ich mich ein klein wenig
über Deinen Beitrag geärgert habe, habe ich überhaupt geantwortet.
Warum ? Hier lesen Tausende mit. Funkamateure, Funkinteressierte,
sicher auch der ein oder andre Presse-Mensch der vielleicht irgend
etwas zum Thema Amateurfunk zusammenträgt. Aus dem In- und
Ausland. Es ist unschön genug, daß solche Themen auf einem Relais
verbreitet werden müssen. Schlimmer ist es, soetwas hier an die
Öffentlichkeit zu bringen. Negative Presse haben wir in letzter
Zeit schon genug. Neben DARC-Streitigkeiten, `Todesstrahlen aus
Funkamateur´s Antenne´ und `Aktion Herzschrittmacherstillstand´
fehlt uns dieses Thema gerade noch :
Amateurfunker betreiben vom ehemaligen KZ-Gelände soundso einen
Sender, der rechtsextremistischen Inhalt verbreitet. Das wäre doch
eine Schlagzeile wert, oder ? Schon mal darüber nachgedacht ?
Wir haben hier vor Ort eine ganze Menge sehr unschöne und störende
`Aussendungen´ auf den Relais. Am besten ist es, diese Leute total
zu ignorieren. Wenn ich jetzt jeden Rülpser, jede pornographische
Aussendung usw. hier zur Diskussion stelle, welches Bild gewinnt
der Mitleser über den Amateurfunk in Deutschland ? Sollen wir
solchen Leuten die Macht verleihen, unser Hobby in ein falsches
Licht zu rücken ??

73
Michael
do4ek


>
> PS: An deinem Posting waren ca. 200 Leerzeilen angehängt. Bitte
überprüfe
> doch mal deinen Newsreader. Dabei kannst du evt. auch den
Zeilenumbruch
> ab 72 Zeichen oder so einstellen. Das erspaart den anderen
langwieriges
> Umformatieren um die 78 Zeichengrenze einzuhalten.

Hab den Zeilenumbruch auf 66 gestellt - glaube, das ist jetzt der
aktuelle `Normwert´. Die 200 Leerzeilen kann ich mir nicht
erklären.


Michael Koschka

unread,
Jul 10, 2003, 10:14:04 PM7/10/03
to

"Jürgen Hüser" <jhu...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3F0DE517...@gmx.net...
> .....Lediglich habe ich schon häufiger auf Afu diverse winzige


Minderheiten
> gehört, die man durchaus als geistige Brandstifter bezeichnen
könnte.
> Leute die, wenn man denen Gegenübertritt klein genug sind um
unter nem
> Teppich zu kriechen, aber am Funkgerät den großen Volksverhetzer
raus
> lassen. Da geht es schonmal um eindeutig härtere Sachen. Nicht
sowas
> harmloses wie "Grenzen wieder schließen" sondern eher in
Richtung
> "wieder Gaskammern bauen"..:-(((

Nun, jeder der annonym hinter seinem Funkgerät sitzt und sich
nicht traut etwas zu sagen sondern lieber mit Stören und
Trägerdrücken anderen den Mund verbieten will ist wohl ein
geistiger Winzling, der im Leben nichts zu sagen hat...
Begriffe wie `Volksverhetzer´ oder `geistige Brandstiftung´ finde
ich übrigens reichlich unsinnig. Wenn der - wie man immer hört -
dumme Volksverhetzer ein Volk aufhetzen kann, ist das Volk
folglich noch dümmer als der Dumme... Sollte man davon ausgehen ?
Ein Brandstifter ist ein Brandstifter, also ein Täter. Wie kann
man geistige Brandstiftung definieren ? Mit übermenschlichen
Fähigkeiten ? Wie kann ich jemanden ein `geistiges Verbrechen´
nachweisen, wie kann ich beweisen, was eine Person gedacht und
somit bezweckt hat. Da eine Beweisführung nicht möglich ist, ist
auch ein Täterbeschreibung wie `Brandstifter´ nicht statthaft -
George Orwell läßt grüßen...
Zu Deinem letzten Satz - Leute die soetwas von sich geben, haben
ein ernstes psychologisches Problem. Soetwas kann man nicht erst
nehmen - solche Personen sind mit sich selbst genug gestraft...

> Ergo..: Wenn man nicht weis wer da soein Schwachfug auf Funk
ablässt,
> sollte man vorsichtig sein. Solch harte Jungs können Kritik oder
> Wiederworte nicht vertragen und reagieren liebend gerne mit
brutaler
> Gewalt.
> Ich gehöre da zu den vielen Leuten, die beruflich bedingt ein
bissel
> vorbelastet sind was den Umgang mit solchen Personengruppen
angeht...:-)

Ja Jürgen, in diesem Fall waren es wahrscheinlich ältere OM´s, die
ihr Leben lang gearbeitet haben und sich nun über ihre tolle Rente
freuen. Vielleicht hat sie die ein oder andere Ungerechtigkeit ein
wenig geärgert. Ich denke mal diese `harten Jungs´ stellen keine
so große Gefahr da. Du wirst sie wohl auch weder bei den 1.Mai
Krawallen in Berlin, Hamburg oder anderswo treffen - ich kann mir
auch nicht vorstellen daß die OM´s Dir demnächst schwarz vermummt
und steinewerfend über den Weg laufen. Das ist der Fachbereich
anderer `Demonstanten/innen´.

> Wie gesagt - würde ich ausschließlich empfehlen wenn der oder
die
> beteiligten Stationen identifizierbar sind...sprich entweder
Nennung
> _realer_ Calls und/oder persönlich bekannt (OV-Kollege o.ä.).
> Sonnst kann man man aus versehen in eine Art Wespennest stechen
und
> bringt sich sowie seine Familie in unnötiger Gefahr.
> Der stille Weg, also kommentarlose Beweissicherung
(Aufzeichnung,
> Zeugen) und schnellstmögliche Anzeige ist da der "sicherere"
Weg.

Jürgen, also `Wespennest´ und `Familie in unnötiger Gefahr´ ist
jetzt ein wenig dick aufgetragen. Bleiben wir mal auf dem Teppich.
Und der stille Weg mag ja erfolgreich sein, hat aber auch etwas
jämmerliches. Zu seiner Meinung sollte man schon stehen. Macht man
das nicht, taugt entweder die Meinung nichts, oder man selbst...

Bei `extremen Sichtweisen´ kommt es eben wieder auf die Sichtweise
an. Wer entscheidet in einer freien Gesellschaft, was extrem ist ?
Wäre ich König und Du würdest Dich dahingehend äußern, ein anderer
würde meine Tätigkeit besser ausfüllen, wäre das für mich eine
`extreme Sichtweise´ ;-)
Bei strafrechtlichen Dingen ist ein Gericht zuständig. Allerdings
habe ich ein grundsätzliches Problem damit, in Meinungsäußerungen
Straftaten zu sehen. Unsinnige Behauptungen widerlegt man -
Gewalttäter gehören in den Knast. Weder Gedanken noch Meinungen
kann (und darf) man verbieten - sonst ist man nicht besser als
das, was man zu bekämpfen vorgibt.

In einer Sache aber sind wir uns auf jeden Fall einig : politische
Themen gehören nicht in den Amateurfunk. Und da dies eine
Amateurfunk-Newsgroup ist, eigentlich auch nicht hierhin. Und da
wir jetzt selber das machen, was wir ja eigentlich nicht wollen,
schlage ich vor wir schließen das Thema einfach ab. Es bringt
nichts für den Amateurfunk - allein der Leitartikel ist schon
schädlich.

> Grüße aus Augsburg
> Jürgen, DG7GJ

73 aus Düsseldorf
Michael
do4ek


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Berthold Bronisz

unread,
Jul 11, 2003, 5:39:15 AM7/11/03
to

"Hanno Luedemann" schrieb im Newsbeitrag

> Der zufällig Mitleser, ohne Insiderkenntnisse könnte bereits aus dem
> oben zitierten Satz (fälschlicherweise) ableiten, dass _porno-
> graphische Aussendungen_, im Amateurfunk fast schon an der
> Tagesordnung sind.

Wer weiß, vielleicht gewinnt der Amateurfunk dadurch neuen Nachwuchs ;-)

Das Wort "Mitglied" allerdings könnte unter den Gegebenheiten dann eine
andere Bedeutung bekommen ;-)


> 73, Hanno DL9SXX

Message has been deleted

Berthold Bronisz

unread,
Jul 11, 2003, 6:36:48 AM7/11/03
to

"Hanno Luedemann" schrieb im Newsbeitrag

> <SATIRE>
> So könnte man evtl. für den Amateurfunk auch werben: "ein alter
> Laptop, ein billiges Modem und ein einfaches HFG, ... funktioniert
> sogar auf der grünen Wiese ... alles (fast) kostenlos"
> </SATIRE>
>
> So etwas ähnliches habe ich die Tage erst in PR gelesen. Bert, dann
> ist aber kein Platz mehr für ein gemütliches CW- QSO, das ist dann
> evtl. noch schlimmer, als am Wochenende beim Contest. Willst Du das?
> Ich nicht ;-)))

Naja, Platz für ein gemütliches CW-QSO findet sich immer. Noch gibts ja
Bandpläne, die man nutzen kann. Aber davon abgesehen, ich glaube kaum, dass
dieses "Worst-Case" Szenario (jemals) eintreten wird.

>
> >Das Wort "Mitglied" allerdings könnte unter den Gegebenheiten dann eine
> >andere Bedeutung bekommen ;-)
>

> Das ist natürlich ein beachtenswerter Aspekt; hier hast Du bestimmt an
> die neue deutsche Rechtschreibung gedacht ;-)

Nur ;-)

Message has been deleted

Jürgen Hüser

unread,
Jul 11, 2003, 4:39:11 PM7/11/03
to
Hallo!

Michael Koschka schrieb:

> Nun, jeder der annonym hinter seinem Funkgerät sitzt und sich
> nicht traut etwas zu sagen sondern lieber mit Stören und
> Trägerdrücken anderen den Mund verbieten will ist wohl ein
> geistiger Winzling, der im Leben nichts zu sagen hat...

Davon habe ich nicht geredet und distanziere mich von solchen feigen
Aktionen ausdrücklich - nur um das mal klarzustellen.

> Begriffe wie `Volksverhetzer´ oder `geistige Brandstiftung´ finde
> ich übrigens reichlich unsinnig. Wenn der - wie man immer hört -
> dumme Volksverhetzer ein Volk aufhetzen kann, ist das Volk
> folglich noch dümmer als der Dumme... Sollte man davon ausgehen ?

Man merkt das bei dir ein gewisser Unterschied zwischen Vorstellung und
Realität herrscht. Merke: 1 Mensch ist Klug, 1000 Menschen sind Saudumm.
Das kann dir jeder Mensch bestätigen der hin und wieder mit größeren
Menschenmassen zu tun hat. Beispiele..? Sanitäter, Polizisten usw welche
häufiger Großdemonstrationen absichern.

Kurz gesagt..: Ja, davon muß man leider ausgehen.

> Ein Brandstifter ist ein Brandstifter, also ein Täter. Wie kann
> man geistige Brandstiftung definieren ? Mit übermenschlichen
> Fähigkeiten ? Wie kann ich jemanden ein `geistiges Verbrechen´
> nachweisen, wie kann ich beweisen, was eine Person gedacht und
> somit bezweckt hat. Da eine Beweisführung nicht möglich ist, ist
> auch ein Täterbeschreibung wie `Brandstifter´ nicht statthaft -
> George Orwell läßt grüßen...

Tja, diese "geistige Brandstiftung" ist natürlich ein relativ neues
Kunstwort, welches die problematik aber perfekt beschreibt.
Es ist vielleicht nicht strafbar (leider!), aber moralisch äusserst
verwerflich.
Kleines Beispiel aus eigener Erfahrung..: Gemütliche Sylvesterfeier mit
nen paar Fremden in einer urlaubsgemeinschaft. Man sitzt etliche Stunden
am Tisch und lässt sich gesellig vollaufen. Tja, und was ist das
Hauptgesprächsthema nach wenigen Minuten?
Ausländer, alles gefährliche Schwerverbrecher, sowas will man nicht in
der Nachbarschaft haben, denen müsste man Arschtritte verpassen das sie
DL fluchtartig verlassen usw, unsw...achja, Hiltler war ja ein soo guter
Mann. Das ganze stundenlang...ebenso am Tisch nen paar Teenager und
sogar Kinder (so bis rund 7 Jahre hinab), welche diese Unterhaltung
aufmerksam verfolgen.
Ja um himmels willen...was soll blos aus solchen Kindern werden...? Da
wird in solchen Familien schon im früsten Kindesalter ein absolutes
Feindbild geschaffen.

Und um nun mal wieder zurück zum Afu zu kommen..: Wer im Amateurfunk
derartige Sprüche ablässt, der muß auch damit rechnen das er andere
beeinflusst. Sei es nun einen "dummen" Erwachsenen oder halt nen paar
Teenager die mal reinhören.

> Zu Deinem letzten Satz - Leute die soetwas von sich geben, haben
> ein ernstes psychologisches Problem. Soetwas kann man nicht erst
> nehmen - solche Personen sind mit sich selbst genug gestraft...

Wenn sie die absolut einzigen währen die so denken, ja...
Aber leider finden solche Leute ja auch immer andere mit gleicher
Gesinnung...

> > Ich gehöre da zu den vielen Leuten, die beruflich bedingt ein bissel
> > vorbelastet sind was den Umgang mit solchen Personengruppen angeht...:-)
>
> Ja Jürgen, in diesem Fall waren es wahrscheinlich ältere OM´s, die
> ihr Leben lang gearbeitet haben und sich nun über ihre tolle Rente
> freuen. Vielleicht hat sie die ein oder andere Ungerechtigkeit ein
> wenig geärgert. Ich denke mal diese `harten Jungs´ stellen keine
> so große Gefahr da. Du wirst sie wohl auch weder bei den 1.Mai
> Krawallen in Berlin, Hamburg oder anderswo treffen - ich kann mir
> auch nicht vorstellen daß die OM´s Dir demnächst schwarz vermummt
> und steinewerfend über den Weg laufen. Das ist der Fachbereich
> anderer `Demonstanten/innen´.

Jö, als Journalist der u.a. schon manches mal über rechtsradikale
Aktivitäten berichten musste, zähle ich mehr oder weniger als
"natürliches Feindbild" für diese Gruppe.
Und was die "harten Jungs" angeht..: Es gibt auch ausserhalb von
Demonstrationen genügend "kontakte" mit denen...kommt nur halt auf die
Gegend an.

> Jürgen, also `Wespennest´ und `Familie in unnötiger Gefahr´ ist
> jetzt ein wenig dick aufgetragen. Bleiben wir mal auf dem Teppich.

Es kommt immer darauf an, wie diese Sprücheklopfer einzuordnen sind.
Irgendwelche Rentner mit verbogener Meinung, wie du eben erwähntest,
oder halt richtige "Kämpfer mit ausgeprägtem Feindbild"...
Gerät man an letztere, finde ich diesen Satz nicht übertrieben.
Will ich das mal so sagen...ich bin alleinstehend, hab ne dicke Haut,
und da es schon einige male zu diversen Zwischenfällen kam, bin ich halt
idR recht aufmerksam. Von daher hab ich es nicht besonders nötig ein
Blatt vor den Mund zu nehmen..:-)

> Und der stille Weg mag ja erfolgreich sein, hat aber auch etwas
> jämmerliches. Zu seiner Meinung sollte man schon stehen. Macht man
> das nicht, taugt entweder die Meinung nichts, oder man selbst...

Dem kann ich zustimmen - aber man sollte zumindest genug über diese
Leute wissen, um abschätzen zu können welche "Nebenwirkungen" man damit
herraufbeschwört.

> Bei `extremen Sichtweisen´ kommt es eben wieder auf die Sichtweise
> an. Wer entscheidet in einer freien Gesellschaft, was extrem ist ?
> Wäre ich König und Du würdest Dich dahingehend äußern, ein anderer
> würde meine Tätigkeit besser ausfüllen, wäre das für mich eine
> `extreme Sichtweise´ ;-)

Klar, aber es gibt ja noch den gesunden Menschenverstand..:-)

> Bei strafrechtlichen Dingen ist ein Gericht zuständig. Allerdings
> habe ich ein grundsätzliches Problem damit, in Meinungsäußerungen
> Straftaten zu sehen. Unsinnige Behauptungen widerlegt man -
> Gewalttäter gehören in den Knast. Weder Gedanken noch Meinungen
> kann (und darf) man verbieten - sonst ist man nicht besser als
> das, was man zu bekämpfen vorgibt.

Full ACK! Es gibt aber scheinbar immernoch Leute die das nicht so sehen.
So wollte mir letztens einer eine einstweilige Verfügung auf's Auge
drücken, deren Auflagen mein Recht auf freie Meinungsäusserung
eingeschränkt hätten.
Logisch ist nix raus geworden...aber jener Antragsteller schien es
dennoch nicht kapiert zu haben...:-(

> In einer Sache aber sind wir uns auf jeden Fall einig : politische
> Themen gehören nicht in den Amateurfunk. Und da dies eine
> Amateurfunk-Newsgroup ist, eigentlich auch nicht hierhin. Und da
> wir jetzt selber das machen, was wir ja eigentlich nicht wollen,
> schlage ich vor wir schließen das Thema einfach ab. Es bringt
> nichts für den Amateurfunk - allein der Leitartikel ist schon
> schädlich.

Jap, dem schließe ich mich an.
Andererseits ist es dennoch mal gut darüber geredet zu haben, alleine
schon um auf solche problematischen Einzelfälle mal breiter aufmerksam
zu machen :-)

Ralph A. Schmid, DK5RAS

unread,
Jul 12, 2003, 3:05:53 AM7/12/03
to
Jürgen Hüser <jhu...@gmx.net> wrote:

>Tja, diese "geistige Brandstiftung" ist natürlich ein relativ neues
>Kunstwort, welches die problematik aber perfekt beschreibt.
>Es ist vielleicht nicht strafbar (leider!), aber moralisch äusserst
>verwerflich.

Da mußt Du ganz vorsichtig sein, sowas als Straftatbestand würde es
jedermann aufs Einfachste ermöglichen, Andersdenkende auszuschalten
durch Denunzieren. Dann haben wir genau die Zustände, die Du _nicht_
haben willst...

Ob es am Amateurfunk was zu suchen hat oder nicht, solange es nicht
illegal ist kann man nur abschalten bzw. weiterdrehen...alles Andere
wäre ein Eingriff in die Meinungsfreiheit. Du hast es doch letztens
erst erleben "dürfen", wie es ist, wenn man einem an der Meinungs-und
Redefreiheit kratzen will...nach den von Dir eben geforderten Regeln
wärst Du fällig gewesen, ohne Wenn und Aber :(

regards - Ralph

--

Want to get in touch? http://www.radio-link.net/whereisralph.txt

Günter Schupp

unread,
Jul 10, 2003, 7:11:56 PM7/10/03
to

"Berthold Bronisz" <df1...@darc.de> schrieb im Newsbeitrag
news:behsru$kju$02$1...@news.t-online.com...

>
> "Martin Laabs" schrieb im Newsbeitrag
>
> > Jetzt habe ich die ganze Zeit überlegt wie man denn
> > auf ein solches Gespräch reagieren soll. Gar nix
> > machen ist mir zu wenig.

Hallo Bert,

> Richtige Einstellung, "weggucken" bringt nichts. Eine Möglichkeit wäre,
die
> RegTP sofort zu informieren, damit ggf. Aufnahmen dieser "Gespräche"
> vorgenommen werden können.

Ich glaube, Du siehst das etwas zu blauäugig. Die RegTP kann natürlich
nachträglich keine "Aufnahmen dieser Gespräche" fertigen und die Verursacher
werden derartige Gespräche auch nicht mit Vorankündigung wiederholen, damit
sie von der Behörde aufgezeichnet werden können.

> Diese könnten dann, wenn ermittelt wurde, wer der
> oder die "Gesprächsführer" war(en), evtl. vor Gericht verwendet werden.

Das hat (leider) keine Aussicht auf Erfolg, weil eben 99,9 % der
"Gesprächsführer" nicht gerichtsverwertbar ermittelt werden können.

> Ich
> denke, dass es ja in einem solchen Fall zu einer Anzeige kommen würde.

Nee, so wie Du Dir das vorstellst jedenfalls nicht. Die RegTP wird keine
Anzeige erstatten (aufgrund welcher Erkenntnisse denn auch?). Ein
Funkamateur, der diese "Gespräche" gehört hat, könnte bei der
Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten. Aber was sollte das bringen? Anzeige
gegen Unbekannt? Wegen was? Die Staatsanwaltschaft wird, wenn sie wirklich
ein öffentliches Interesse sieht, wahrscheinlich die RegTP um Stellungnahme
bitten, aber die weiß doch nix!
So hat das jedenfalls keinerlei Aussicht auf Erfolg.


>
> vy 73 de Bert, DF1KBB

vy 73
Günter, DL6IM

Jürgen Hüser

unread,
Jul 14, 2003, 8:44:19 PM7/14/03
to
Hi Ralph!

"Ralph A. Schmid, DK5RAS" schrieb:

> Da mußt Du ganz vorsichtig sein, sowas als Straftatbestand würde es
> jedermann aufs Einfachste ermöglichen, Andersdenkende auszuschalten
> durch Denunzieren. Dann haben wir genau die Zustände, die Du _nicht_
> haben willst...

Das ist schon klar...nur bei gewissen Themen empfinde ich halt, das die
Gesprächsteilnehmer darauf achten sollten wer alles mithört (zB
Minderjährige, noch extrem beeinflußbare, sagen wir mal, 5-8-Jährige
Kinder usw). Weil solche Themen, erst recht wenn sie in der eigenen
Familie o.ä. zum "Dauerbrenner" werden, brennen sich halt recht schnell
bei solchen Kindern in den Kopf ein.

Gut, die paar Rechten-Demos die ich miterlebt hatte waren da schon
besser abgesichert...Minderjährige Teilnehmer waren verboten, und die
Polizeikräfte versuchten recht erfolgreich immer andere Minderjährige
möglichst weit aus der Reichweite des Lautsprecherwagens zu halten...:-)

> Ob es am Amateurfunk was zu suchen hat oder nicht, solange es nicht
> illegal ist kann man nur abschalten bzw. weiterdrehen...alles Andere
> wäre ein Eingriff in die Meinungsfreiheit. Du hast es doch letztens
> erst erleben "dürfen", wie es ist, wenn man einem an der Meinungs-und
> Redefreiheit kratzen will...nach den von Dir eben geforderten Regeln
> wärst Du fällig gewesen, ohne Wenn und Aber :(

Naja, kommt vielleicht noch...wundert mich zwar das ich 15 Tage nach der
letzten Frist noch immer nichts höre vom Landgericht, aber mal schaun.
:-)
Nungut, da gebe ich dir natürlich recht...man selber zieht halt im Kopf
immer gewisse Grenzen, die rein juristisch gesehen garnicht da sind...
Und unterm Strich rechtlich gäbe es dann nur noch "gute" und "schlechte"
Meinungen, womit dann recht haarsträubene Ergebnisse entstehen
könnten..:-(

Jürgen Hüser

unread,
Jul 14, 2003, 9:01:38 PM7/14/03
to
Hallo!

Günter Schupp schrieb:

> Das hat (leider) keine Aussicht auf Erfolg, weil eben 99,9 % der
> "Gesprächsführer" nicht gerichtsverwertbar ermittelt werden können.
>
> > Ich
> > denke, dass es ja in einem solchen Fall zu einer Anzeige kommen würde.
>
> Nee, so wie Du Dir das vorstellst jedenfalls nicht. Die RegTP wird keine
> Anzeige erstatten (aufgrund welcher Erkenntnisse denn auch?). Ein
> Funkamateur, der diese "Gespräche" gehört hat, könnte bei der
> Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten. Aber was sollte das bringen? Anzeige
> gegen Unbekannt? Wegen was? Die Staatsanwaltschaft wird, wenn sie wirklich
> ein öffentliches Interesse sieht, wahrscheinlich die RegTP um Stellungnahme
> bitten, aber die weiß doch nix!
> So hat das jedenfalls keinerlei Aussicht auf Erfolg.

Hast du dort persönliche Erfahrungswerte bezüglich solchen
Sachverhalten?
Gut, ich war in solchen Sachen nie involviert, aber so spontan fallen
mir da zwei Fälle ein..:

Ein inzwischen fast schon "prominenter" OM verbreitete damals im
Ruhrgebiet allabendlich Chaos auf den Relais...grundlose, plötzliche
Beschimpfungen im Alkoholsuff, rechtsradikale Äusserungen, stundenlange
Musik- und Schnarchorgien...
Mehrfach gab's Ärger...aber einmal wurd es einigen OM's zu bunt.
Besagter OM gab nachts stundenlang knallharte Nazisprüche ab und
beleidigte anwesende und nicht anwesende OM's. Dann haben zwei oder drei
Funkamateure alles mitprotokolliert, parallel zeichnete die RegTP in
Krefeld alles auf, und ab dem nächsten Abend war funkstille.
Ist nun schon etwas mehr als ein Jahr her...kam damals auch zu nem
Prozeß, dessen Ergebniss der DARC lauthals verkündete...Geräte futsch,
Rufzeichen futsch und soweit ich weis Zwangstherapie wegen Alkoholsucht.

Nunja, und dann erst vor wenigen Wochen auf DB0ZU 2m. Da schaltet man
abends nochmal die Funke ein, und dann hört man da ne Endlosschleife mit
deutscher Marschmusik, unterbrochen von diversen alten Nazi-Reden.
Naja...RegTP fuhr vor, und Plöpp...es war Still...

Nungut, mir fällt da als auffälligste gemeinsamkeit zunächst der schwer
rechtsradikale Inhalt auf. Aber zugegeben...in beiden Fällen sehr lange
keine Rufzeichennennung, teilweise Dauerstrichbetrieb...also rechtlich
gesehen vielleicht nur ne "Störung"....
Aber andererseits hab ich auch schonmal stundenlange Tastenklemmer auf
so manchen Relais mitbekommen, ohne das sich die RegTP drum scherrte.
Bei den beiden erwähnten Fällen hingegen waren die Jungs der RegTP
relativ flott..:-)

Michael Koschka

unread,
Jul 14, 2003, 10:45:26 PM7/14/03
to

"Jürgen Hüser" <jhu...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag

news:3F135272...@gmx.net...

> Gut, ich war in solchen Sachen nie involviert, aber so spontan
fallen
> mir da zwei Fälle ein..:
>
> Ein inzwischen fast schon "prominenter" OM verbreitete damals im
> Ruhrgebiet allabendlich Chaos auf den Relais...grundlose, plötzliche
> Beschimpfungen im Alkoholsuff, rechtsradikale Äusserungen,
stundenlange
> Musik- und Schnarchorgien...
> Mehrfach gab's Ärger...aber einmal wurd es einigen OM's zu bunt.
> Besagter OM gab nachts stundenlang knallharte Nazisprüche ab und
> beleidigte anwesende und nicht anwesende OM's. Dann haben zwei oder
drei
> Funkamateure alles mitprotokolliert, parallel zeichnete die RegTP in
> Krefeld alles auf, und ab dem nächsten Abend war funkstille.
> Ist nun schon etwas mehr als ein Jahr her...kam damals auch zu nem
> Prozeß, dessen Ergebniss der DARC lauthals verkündete...Geräte
futsch,
> Rufzeichen futsch und soweit ich weis Zwangstherapie wegen
Alkoholsucht.

Hallo Jürgen,

da Du als Journalist doch sicher keine falsche `Nachrichten´
verbreiten möchtest, helfe ich gern bei der Korrektur eines Deiner
Fälle.
Bei dem besagtem OM handelt es sich richtigerweise um einen
Störenfried und Alkoholiker der regelmäßig durch übelste
Beschimpfungen anderer OM´s auffiel. Besonders Inhaber eines Klasse3
Rufzeichens können hiervon ein `Liedlein singen´. Allerdings waren von
diesem OM nicht `rechtsradikale Sprüche´ zu hören. Nur um die
Ersatz-Schlagwörter auszuschliessen : Er ist auch weder Sportschütze
noch Kampfhundebesitzer ;-) Der OM fiel auch dahingehend auf, daß er
stets zu Wahlzeiten stundenlange Werbung für eine politische Partei
auf Band verbreitete - für die SPD.
So schön es auch ist, daß dieser `Funkamateur´ - zumindest zur Zeit -
nicht mehr die Region heimsucht, so gab er weder `Nazisprüche´ ab,
noch wurde seine Zulassung widerrufen. Er wurde zu einer Geldstrafe
verurteilt, zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung und seine Geräte
wurden eingezogen. Verurteilt wurde er wegen `Volksverhetzung´, weil
er volltrunken die Aussage tätigte, er hätte die Flugzeuge anders in
das WTC geflogen, wenn er einer der Terroristen gewesen wäre.
Natürlich gibt eine Story bezüglich eines alkoholkranken Funkamateurs
wenig her. Die Schlagzeile `rechtsradikaler Funkamateur´ ist da schon
interessanter - schadet dem Ansehen des Amateurfunks in der
Öffentlichkeit jedoch ungleich mehr, da es ansonsten sicher keine
öffentliche Negativpresse gegeben hätte...

73
Michael

Jürgen Hüser

unread,
Jul 15, 2003, 6:36:36 PM7/15/03
to
Hallo!

Michael Koschka schrieb:

> da Du als Journalist doch sicher keine falsche `Nachrichten´
> verbreiten möchtest, helfe ich gern bei der Korrektur eines Deiner
> Fälle.

Naja, war weniger als journalistische Nachricht gedacht..:-)

> Bei dem besagtem OM handelt es sich richtigerweise um einen
> Störenfried und Alkoholiker der regelmäßig durch übelste
> Beschimpfungen anderer OM´s auffiel. Besonders Inhaber eines Klasse3
> Rufzeichens können hiervon ein `Liedlein singen´. Allerdings waren von
> diesem OM nicht `rechtsradikale Sprüche´ zu hören. Nur um die
> Ersatz-Schlagwörter auszuschliessen : Er ist auch weder Sportschütze
> noch Kampfhundebesitzer ;-) Der OM fiel auch dahingehend auf, daß er
> stets zu Wahlzeiten stundenlange Werbung für eine politische Partei
> auf Band verbreitete - für die SPD.

Jap, das mit den übelsten Beschimpfungen usw, als auch die Sprüche zum
WTC kann ich da bestätigen...gerade letzteres hat mich damals als swl
sprichwörtlich den Hocker gehauen.
Aber ich meine mich auch noch daran erinnern zu können, das besagter OM
im Suff auch mehrmals einige Sprücke und Worte benutzte, die ganz klar
in Richtung rechtsradikalismus/Volksverhetzung kommen.
Aber gut, der bot sowieso die _komplette_ Bandbreite an
Geschmacklosigkeiten.

> So schön es auch ist, daß dieser `Funkamateur´ - zumindest zur Zeit -
> nicht mehr die Region heimsucht, so gab er weder `Nazisprüche´ ab,
> noch wurde seine Zulassung widerrufen. Er wurde zu einer Geldstrafe
> verurteilt, zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung und seine Geräte
> wurden eingezogen. Verurteilt wurde er wegen `Volksverhetzung´, weil
> er volltrunken die Aussage tätigte, er hätte die Flugzeuge anders in
> das WTC geflogen, wenn er einer der Terroristen gewesen wäre.

Nungut, die Verurteilung habe ich damals nicht mehr im Ruhrgebiet
mitbekommen, sondern erst als ich hier in Augsburg war. Somit war ich
auch nicht besonders interessiert daran, hab die verschiedenen Meldungen
in Fachzeitschriften, in DARC-Rundsprüchen usw nur nebenher mitbekommen.

> Natürlich gibt eine Story bezüglich eines alkoholkranken Funkamateurs
> wenig her. Die Schlagzeile `rechtsradikaler Funkamateur´ ist da schon
> interessanter - schadet dem Ansehen des Amateurfunks in der
> Öffentlichkeit jedoch ungleich mehr, da es ansonsten sicher keine
> öffentliche Negativpresse gegeben hätte...

Naja, besagten OM als "rechtsradikalen Funkamateur" zu bezeichnen währe
absolut nicht zutreffend. Viel mehr passen würde "im regelmässig
alkoholisiertem Zustand unausstehlich und absolut geschmacklos"...aber
lassen wir den Sachverhalt besser ruhen.
Und was "öffentliche Negativpresse" anging hab ich nichts mitbekommen.
Vielmehr vermute ich das die diversen Fachzeitschriften die Meldung aus
dem DARC-Rundspruch hatten. Hab nur mal gerüchteweise gehört, das
angeblich der WDR was darüber gebracht hätte, aber weder habe ich das
gesehen noch weis ich ob an diesem gerücht wirklich was dran war.

Günter Schupp

unread,
Jul 16, 2003, 10:26:34 AM7/16/03
to

"Jürgen Hüser" <jhu...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3F135272...@gmx.net...
> Hallo!

>
>
> Hast du dort persönliche Erfahrungswerte bezüglich solchen
> Sachverhalten?
> Gut, ich war in solchen Sachen nie involviert, aber so spontan fallen
> mir da zwei Fälle ein..:
>
Hallo Jürgen,

von diesen Fällen habe ich auch gehört; sie wurden mir allerdings etwas
anders geschildert. Keinesfalls war es so, daß die RegTP erschien und Plopp
war Ruhe.

Wir hatten hier in der Region einige Fälle von Rufzeichenmißbräuchen
(Piraten), allerdings ohne bösartige Störungen. Durch sorgfältige Recherchen
einiger Funkamateure wurden die Urheber weitestgehend eingekreist bzw. die
Aufenthaltsorte festgestellt und dann die RegTP genau informiert (mit
Sendegewohnheiten etc.). Die "Übeltäter" wurden ermittelt, die Geräte
sichergestellt, Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Bei so klaren
Sachverhalten ist das auch kein Problem, die 3 Betroffenen wurden allesamt
"auf frischer Tat ertappt". Schwieriger ist es da schon, Rufzeichenmißbrauch
im PR-Netz nachzuweisen.
Vor Jahren wurde in Nürnberg ein Funkamateur wegen rechtsradikaler Sprüche
in PR ermittelt und aus dem Verkehr gezogen. Aber der Ermittlungsaufwand war
enorm.

Wie aktiv die RegTP in solchen Fällen ist, hängt auch davon ab, welche
Außenstelle zuständig ist und wie motiviert der zuständige Meßbeamte ist.

vy 73
Günter, DL6IM

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