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Antenne erden?

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Michael Meyer

unread,
May 11, 1998, 3:00:00 AM5/11/98
to

Moin,

komisch, es scheint keinen zu interessieren - trotzdem nochmal
die Frage:
muss ich meine KW-Stabantenne (1m hoch) erden, wenn sie zwar auf
dem Balkongelaender isoliert stehend montiert ist, aber nicht
aus einer gedachten Flaeche Balkon-Etage 1 - Balkon-Etage 2
(seitlich gesehen) herausragt? Hoehe ueber Erde ca. 2,5 m.

MFG Meikel.

Juergen Oberbeck

unread,
May 11, 1998, 3:00:00 AM5/11/98
to

Michael Meyer schrieb in Nachricht <35571A...@stgl.sel.alcatel.de>...

Hallo, damit dein Ruf nicht verhalt. Eine Erdung ist nicht erforderlich. Es
gilt fuer sogenannte Fensterantennen Ausladung max. 1.5m; Abstand zum
unteren Dachrand (Regenrinne) min. 2m.
Das zu dem..und wenn das Gewitter kommt wuerde ich eh den Stecker aus der
Antenne schrauben. Hoffe das beruhigt, weiterhin viel Spass beim Hobby
Gruss Juergen

Thomas Rehm

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

Hallo Michael!

Du schriebst am 11.05.98 zum Thema "Antenne erden?":

> muss ich meine KW-Stabantenne (1m hoch) erden, wenn sie zwar auf
> dem Balkongelaender isoliert stehend montiert ist, aber nicht
> aus einer gedachten Flaeche Balkon-Etage 1 - Balkon-Etage 2
> (seitlich gesehen) herausragt? Hoehe ueber Erde ca. 2,5 m.

Sofern ein Blitzeinschlag unwahrscheinlich ist (und das ist es): Nein.

Wenn Du optimalen Kurzwellenempfang haben willst: Zumindest ein
sogenantes "Gegengewicht" (Draht, Metall, egal) sollte angeschlossen
sein.

Falls Du sichergehen willst und auch elektrostatische Aufladungen
("Luftelektrizität") ableiten willst, empfiehlt sich zumindest ein
Widerstand von 100 Kilo-Ohm zwischen Antennenleiter und Erde.

Thomas.


Thomas Schaerer

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

In de.sci.electronics Thomas Rehm <Th....@t-online.de> wrote:
> Hallo Michael!

> Du schriebst am 11.05.98 zum Thema "Antenne erden?":

>> muss ich meine KW-Stabantenne (1m hoch) erden, wenn sie zwar auf
>> dem Balkongelaender isoliert stehend montiert ist, aber nicht
>> aus einer gedachten Flaeche Balkon-Etage 1 - Balkon-Etage 2
>> (seitlich gesehen) herausragt? Hoehe ueber Erde ca. 2,5 m.

> Sofern ein Blitzeinschlag unwahrscheinlich ist (und das ist es): Nein.

> Falls Du sichergehen willst und auch elektrostatische Aufladungen


> ("Luftelektrizität") ableiten willst, empfiehlt sich zumindest ein
> Widerstand von 100 Kilo-Ohm zwischen Antennenleiter und Erde.

Wenn im Umkreis von einigen 100 metern ein kraeftiger Blitz einschlaegt
nuetzt der 100 k-Ohm-Widetsand gar nichts. Die Spannung kann noch immer
zerstoererische Werte annehmen. Besser waere ein ausreichend
bemessener Zinkoxyd-Varistor zwischen Antenne und Erde.

Gruss
Thoams

#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#
* Thomas Schaerer >>> scha...@isi.ee.ethz.ch <<< ||| *
* Swiss Federal Institute of Technology Zurich, ETHZ ||| *
* Signal and Information Processing Laboratory ISI / | \ *
* Sternwartstr. 7 CH-8092 Zurich, Switzerland / | \ *
#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#


Uwe Krause

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

Michael Meyer wrote:
> muss ich meine KW-Stabantenne (1m hoch) erden, wenn sie zwar auf
> dem Balkongelaender isoliert stehend montiert ist, aber nicht
> aus einer gedachten Flaeche Balkon-Etage 1 - Balkon-Etage 2
> (seitlich gesehen) herausragt? Hoehe ueber Erde ca. 2,5 m.

Nein.

73 Uwe
--

Uwe Krause, DL6MPG
dl6mpg@db0oca.#saa.deu.eu - dl6...@db0oca.ampr.org
phone : +49(0)35973 232 40 email : dl6...@amsat.org

Michael Meyer

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

Thomas Rehm wrote:
>
> Sofern ein Blitzeinschlag unwahrscheinlich ist (und das ist es): Nein.
>
> Wenn Du optimalen Kurzwellenempfang haben willst: Zumindest ein
> sogenantes "Gegengewicht" (Draht, Metall, egal) sollte angeschlossen
> sein.
>
> Falls Du sichergehen willst und auch elektrostatische Aufladungen
> ("Luftelektrizität") ableiten willst, empfiehlt sich zumindest ein
> Widerstand von 100 Kilo-Ohm zwischen Antennenleiter und Erde.
>

Moin Thommes,

und vielen Dank -uebrigens an alle for Answers- Empfaenger ist
geerdet, allerdings nur ueber den Schukoanschluss. Im Aktivantennen-
gehaeuse unterhalb der Antenne befindet sich ein gasgefuellter
*Ueberspannungsdurchschlaeger*, will sagen Glimmlampe. Die soll wohl
Schlimmeres verhueten.

MFG. Meikel.

Michael Meyer

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

Juergen Oberbeck wrote:
>
> Michael Meyer schrieb in Nachricht <35571A...@stgl.sel.alcatel.de>...
> >Moin,
> >
> >komisch, es scheint keinen zu interessieren - trotzdem nochmal
> >die Frage:
> >muss ich meine KW-Stabantenne (1m hoch) erden, wenn sie zwar auf
> >dem Balkongelaender isoliert stehend montiert ist, aber nicht
> >aus einer gedachten Flaeche Balkon-Etage 1 - Balkon-Etage 2
> >(seitlich gesehen) herausragt? Hoehe ueber Erde ca. 2,5 m.
> >
> >MFG Meikel.
>
> Hallo, damit dein Ruf nicht verhalt. Eine Erdung ist nicht erforderlich...

Moin Juergen,

und vielen Dank! Ich hatte aehnliches in einschlaegiger Literatur
bereits gelesen, war mir aber nicht sooo sicher.

Beruhigt - Meikel.

Thomas Rehm

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

Hallo Thomas!

Du schriebst am 12.05.98 zum Thema "Re: Antenne erden?":

> Wenn im Umkreis von einigen 100 metern ein kraeftiger Blitz
> einschlaegt nuetzt der 100 k-Ohm-Widetsand gar nichts. Die Spannung
> kann noch immer zerstoererische Werte annehmen. Besser waere ein
> ausreichend bemessener Zinkoxyd-Varistor zwischen Antenne und Erde.

Ich sprach von elektrostatischer Aufladung. Für solche Zwecke
reicht ein Widerstand, wobei meist (aber nicht immer) im Empfänger
selber schon ein solcher Widerstand vorhanden ist.

Im übrigen gehe ich davon aus, daß der Empfänger ausreichende
Schutzmaßnahmen gegen EMV (beispielsweise zwei antiparallele Dioden)
im Eingang aufweist. Für eine Stabantenne völlig ausreichend.

Dein Tip mit dem Varistor in allen Ehren, aber leider sind diese
Bauteile für HF-Anwendungen völlig unbrauchbar. Ein Varistor besitzt
je nach Bauform eine (verlustbehaftete) Kapazität von mehreren
hundert Piko-Farad bis hin zu einigen Nano-Farad.

Thomas.


Joachim W.

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

Hallo,

Michael Meyer schrieb:


>
> und vielen Dank -uebrigens an alle for Answers- Empfaenger ist

> geerdet, allerdings nur ueber den Schukoanschluss. ...
>
der Schukoanschluß ist keine HF-Erde. Du kannst zwar
gleichstrommäßig eine Verbindung zum Erder der Blitzschutzanlage
nachweisen aber davon hast Du nichts.
Über den Schutzleiter kannst Du keine (HF-) Überspannungen
ableiten, weil die Impedanz zu hoch ist.
Auf dem Schutzleiter sind viele Störsignale. Wenn der Anschluß an
den Schutzleiter eine Empfangsverbesserung bringt, dann ist die
Antennenanlage nicht so toll.

Normalerweise ist deshalb auch keine Verbindung von
Empfängermasse und Schutzleiter vorhanden.
Die Empfangsanlage wird über einen anderen Weg mit der Erde
(Potentialausgleich) verbunden. Das kann z.B. durch Anschluß an
die Zentralheitzungsrohre passieren.
Wenn Du aber einen PC am Empfänger angeschlossen hast, ist diese
Verbindung zum Schutzleiter da.
Dann hilft nur eine gute Verkabelung der Anlage (keine
Masseschleifen) und zusätzlich eine gute HF-Erde.

> MFG. Meikel.

Gruss Joachim

Frank Klemm

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

On Tue, 12 May 1998 13:50:33 -0700, Michael Meyer <M.M...@stgl.sel.alcatel.de> wrote:
>Thomas Rehm wrote:
>>
>
>und vielen Dank -uebrigens an alle for Answers- Empfaenger ist
>geerdet, allerdings nur ueber den Schukoanschluss. Im Aktivantennen-
>gehaeuse unterhalb der Antenne befindet sich ein gasgefuellter
>*Ueberspannungsdurchschlaeger*, will sagen Glimmlampe. Die soll wohl
>Schlimmeres verhueten.
>
Ansprechzeiten: ca. 100 us. Zu langsam.

Evt. noch zwei Si-Dioden antiparallel dazu. Deren Ansprechzeiten sind um
Größenordnungen geringer. Geht aber nur bei Empfangsantenne.

--
Frank Klemm

/------\ /-----------------------------------------------------\
| eMail: || p...@uni-jena.de | home: p...@schnecke.offl.uni-jena.de |
| Tel: || | home: +49 (3641) 390545 |
| sMail: || Frank Klemm, Ziegesarstr. 1, D-07747 Jena, Germany |
\------/ \-----------------------------------------------------/

Martin Freiberg

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

Michael Meyer <M.M...@stgl.sel.alcatel.de> writes:

> muss ich meine KW-Stabantenne (1m hoch) erden, wenn sie zwar auf
> dem Balkongelaender isoliert stehend montiert ist, aber nicht
> aus einer gedachten Flaeche Balkon-Etage 1 - Balkon-Etage 2
> (seitlich gesehen) herausragt? Hoehe ueber Erde ca. 2,5 m.

Nein, muss nicht geerdet werden. erst wenn sie ueber 1.5 Meter
ueber den Balkon hinaus steht.


\
\ ..............
| . \ ^
__________| . \ 2m
| . \ |
| . \ ...v.....
| . |
| . |
| o T . |
| O' |<-1.5m->. |
|___L____| . |
|

Eine Aussenantenne, deren hoechster Punkt mindestens 2 m ueber der
Dachkannte (nicht Dachfirst) liegt und deren aeusserster Punkt
mehr als 1.5 m von der Aussenfront des Gebaeudes Entfernt ist,
muss mit einer evtl. vorhandenen Blitzschutzanlage oder ueber eine
Erdungsleitung mit einem Erder verbunden werden.

ANMERKUNG: Es kann sein das die Abstaende inzwischen verkuerzt
wurden und nur noch 1 m in beiden Faellen korrekt ist. Aber da
bin ich mir jetzt nicht sicher. Antennen auf dem Dach Erde ich
immer Grundsaetzlich, und an die Wand werden eh nur Satspiegel
geschraubt und die reichen nun mal keinen Meter mehr hinaus. :-)

Martin


--
Es hat niemand etwas Ordendliches | ()_() Martin Freiberg
geleistet, der nicht etwas Aus- | ( x o )
serordendliches leisten wollte. | |\_/|
(Verfasser unbekannt) | \w/ Wer...@wwho.augusta.de

Thomas Schaerer

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to

In de.sci.electronics Thomas Rehm <Th....@t-online.de> wrote:
> Hallo Thomas!

> Du schriebst am 12.05.98 zum Thema "Re: Antenne erden?":

>> Wenn im Umkreis von einigen 100 metern ein kraeftiger Blitz
>> einschlaegt nuetzt der 100 k-Ohm-Widetsand gar nichts. Die Spannung
>> kann noch immer zerstoererische Werte annehmen. Besser waere ein
>> ausreichend bemessener Zinkoxyd-Varistor zwischen Antenne und Erde.

> Ich sprach von elektrostatischer Aufladung. Für solche Zwecke
> reicht ein Widerstand, wobei meist (aber nicht immer) im Empfänger
> selber schon ein solcher Widerstand vorhanden ist.

Das habe ich schon verstanden. Ich wollte nur die Erfahrung mitteilen,
dass dies dann u.U. nicht mehr genuegt, wenn in der Naehe ein Blitz
einschlaegt.


> Im übrigen gehe ich davon aus, daß der Empfänger ausreichende
> Schutzmaßnahmen gegen EMV (beispielsweise zwei antiparallele Dioden)
> im Eingang aufweist. Für eine Stabantenne völlig ausreichend.

Tja, das kommt ganz drauf an welche Energie freigesetzt wird,
bzw. absorbiert werden muss.


> Dein Tip mit dem Varistor in allen Ehren, aber leider sind diese
> Bauteile für HF-Anwendungen völlig unbrauchbar. Ein Varistor besitzt
> je nach Bauform eine (verlustbehaftete) Kapazität von mehreren
> hundert Piko-Farad bis hin zu einigen Nano-Farad.

Danke fuer die Info. Das wusste ich nicht.

Dann bleibt wohl nur noch die Moeglichkeit der Gasentladungen fuer den
groben Schutz, oder?

Gruss
Thomas

Werner Huerttlen

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to

Th....@t-online.de (Thomas Rehm) wrote:

...


>Wenn Du optimalen Kurzwellenempfang haben willst: Zumindest ein
>sogenantes "Gegengewicht" (Draht, Metall, egal) sollte angeschlossen
>sein.

Thomas,
kannste mir das mit dem Gegengewicht mal bitte erklären ?

Wenn ich ein Handfunkgerät habe, 27MHz FM, dann habe ich doch auch
kein Gegengewicht.

Wenn ich jetzt ein Mobilfunkgerät habe, und so ne Autoantenne, die
normalerweise in ein Loch im Kotflügel kommt, dann spielt das Auto
wohl die Rolle des Gegengewichtes. Mir ist nicht klar, warum: denn
über
die Abschirmung des BNC-Kabel führe ich doch Masse mit. Muß ich
denn zu Testen der Anordnung beispielsweise eine 1x1m große
Metallplatte benutzen, in deren Mitte ich die Antenne montiere und
ändert sich dann die Abstimmung der Antenne ?

Wie ist das dann mit Magnetfußantennen ?

Bin für jede Erklärung dankbar,
Werner


Best regards,
Werner
remove .XXX in e-mail-adress

* Opinions expressed herein are my own and may
* not represent those of my employer


Michael Meyer

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to

Thomas Rehm wrote:
>
> Hallo Thomas!

>
> Im übrigen gehe ich davon aus, daß der Empfänger ausreichende
> Schutzmaßnahmen gegen EMV (beispielsweise zwei antiparallele Dioden)
> im Eingang aufweist. Für eine Stabantenne völlig ausreichend.
>

Moin Thommes,

in diesem (meinem) Falle sitzt hinter der Antennenbuchse im RX
eine maechtige Glimmlampe.... Es handelt sich naemlich um einen
aelteren kommerzielle Roehren-RX von Telefunken.

MFG. Meikel

Michael Meyer

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to

Frank Klemm wrote:
>
> Ansprechzeiten: ca. 100 us. Zu langsam.
>
> Evt. noch zwei Si-Dioden antiparallel dazu. Deren Ansprechzeiten sind um
> Größenordnungen geringer. Geht aber nur bei Empfangsantenne.
>

Moin Frank,

klingt auf jeden Fall plausibel. Hat mich ohnehin gewundert, wieso
der Hersteller vor den (hochempfindlichen) HF-Verstaerker nur so eine
simple Glimmlampe geschaltet hat. Vermute, diese Aktivantenne
REFCOM ADX32D ist zwar eine *fuer aussen*, bei naeherem Hinsehen
meinen die vielleicht jedoch nur eine fuer *unter Dach*...

MFG. Meikel

Michael Meyer

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to

Joachim W. wrote:
>
> der Schukoanschluß ist keine HF-Erde. Du kannst zwar
> gleichstrommäßig eine Verbindung zum Erder der Blitzschutzanlage
> nachweisen aber davon hast Du nichts.
> Über den Schutzleiter kannst Du keine (HF-) Überspannungen
> ableiten, weil die Impedanz zu hoch ist.
> Auf dem Schutzleiter sind viele Störsignale. Wenn der Anschluß an
> den Schutzleiter eine Empfangsverbesserung bringt, dann ist die
> Antennenanlage nicht so toll.
>

Moin Joachim,

haua haua, da habe ich ueberhaupt noch nicht drueber nachgedacht -
werde auf jeden Fall probieren!!!

> Normalerweise ist deshalb auch keine Verbindung von
> Empfängermasse und Schutzleiter vorhanden.

Bei diesem RX (alter kommerzieller Roehren-RX von Telefunken)
ist sie aber so verbunden. Metallgehaeuse -> Chassis -> Masse.
U.U. habe ich hier also Freiraum zum Probieren.

MFG. Meikel

alex

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to


Werner Huerttlen wrote:

> Wenn ich ein Handfunkgerät habe, 27MHz FM, dann habe ich doch auch
> kein Gegengewicht.
>
> Wenn ich jetzt ein Mobilfunkgerät habe, und so ne Autoantenne, die
> normalerweise in ein Loch im Kotflügel kommt, dann spielt das Auto
> wohl die Rolle des Gegengewichtes. Mir ist nicht klar, warum: denn
> über
> die Abschirmung des BNC-Kabel führe ich doch Masse mit. Muß ich
> denn zu Testen der Anordnung beispielsweise eine 1x1m große
> Metallplatte benutzen, in deren Mitte ich die Antenne montiere und
> ändert sich dann die Abstimmung der Antenne ?
>
> Wie ist das dann mit Magnetfußantennen ?
>
> Bin für jede Erklärung dankbar,
> Werner
>
> Best regards,
> Werner
> remove .XXX in e-mail-adress
>
> * Opinions expressed herein are my own and may
> * not represent those of my employer

Bei den Lambda/4-Antennen brauchst Du immer ein Gegengewicht. Beim
Handfunkgerät bist Du das Gegengewicht (über die Hand+Körper, etc.). Ist
natürlich nicht so gut. Beim Fahrzeug ist es das Auto, bei der
Groundplane-Antenne sind es die abgestimmten Radials, etc....
Der Sinn des Gegengewichts=Erde ist die Reflektion des Lambda/4 Stabes,
so erzeugt man eine virtuelle zweite Hälfte und erhält eine Lambda/2
Antenne. Je besser die Erde, desto besser die Reflexion, desto
besser=verlustfreier die Antenne. Die Abstimmung hängt auch von der Erde
ab (was den Eingangswiderstand betrifft, die Wellenlängenabstimmung hängt
von Antennenlänge, Verlängerungsspulen, Dachkapazitäten, etc. ab).
Eine ideale L/4-Antenne hat einen Eingagswiderstand von ca. 38-40 Ohm.
Ist er höher (bei realen Antennen immer), so ist die Erdung nicht ideal,
Du bläst also Leistung in den Boden, die nicht über die Antenne kommt.
Abhilfe: Bessere Erdung (damit ist die hf-Erdung gemeint).
Zum BNC-Kabel: Du führst natürlich Masse mit (Außenleiter), die wird dann
an der Antenne mit deren Erde verbunden. Somit: Unsymmetrisches Kabel an
unsymm. Antenneneingang.

Gruss

Alex

Thomas Rehm

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to

Hallo Thomas!

Du schriebst am 13.05.98 zum Thema "Re: Antenne erden?":

>> Ein Varistor besitzt je nach Bauform eine (verlustbehaftete)
>> Kapazität von mehreren hundert Piko-Farad bis hin zu einigen
>> Nano-Farad.

> Dann bleibt wohl nur noch die Moeglichkeit der Gasentladungen fuer
> den groben Schutz, oder?

Ja. - Besonders blitzgefährdete Antennenanlagen arbeiten dann
meist nur noch mit Strukturen, die von sich aus schon eine
galvanische Verbindung nach Erde haben (Schleifendipol oder
Dipol mit Gammma-Anpassung. Bei höheren Frequenzen auch oft
sog. Schlitzstrahler, wo die Antennenstruktur lediglich durch
einen vertikalen Schlitz in einem geerdeten Metallmast dargestellt
wird).

Thomas.


Thomas Rehm

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to

Hallo Frank!

Du schriebst am 12.05.98 zum Thema "Re: Antenne erden?":

>> Im Aktivantennen-gehaeuse unterhalb der Antenne befindet sich
>> ein gasgefuellter *Ueberspannungsdurchschlaeger*

> Ansprechzeiten: ca. 100 us. Zu langsam.

Üblicherweise werden solche Gas-Überspannungsableiter (das sind
keine "Glimmlampen" sondern leistungsfähige Schutzelemente)
nur als "Grob-Schutz" benutzt, und zwar immer im Zusammenhang mit
einem "Feinschutz", z.B. Diodenbegrenzern, wie von Dir vorgeschlagen.
Diese werden also ganz sicher schon in der Aktivantenne vorhanden
sein und nicht extra nachgerüstet werden müssen.

Thomas.


Thomas Rehm

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to

Hallo Werner!

Du schriebst am 13.05.98 zum Thema "Re: Antenne erden?":

>> Wenn Du optimalen Kurzwellenempfang haben willst: Zumindest ein
>> sogenantes "Gegengewicht" (Draht, Metall, egal) sollte angeschlossen
>> sein.

> Thomas,
> kannste mir das mit dem Gegengewicht mal bitte erklären ?
>

> Wenn ich ein Handfunkgerät habe, 27MHz FM, dann habe ich doch auch
> kein Gegengewicht.

Ja, deshalb haben Handfunkgeräte auch so geringe Reichweiten,
wegen der Erdverluste (Deine Hand wirkt als "Gegengewicht").

Hänge nur testweise mal ein Stück Draht von ca. 2,40m Länge an das
Gehäuse eines Handgerätes (der Draht muß aber frei runterbaumeln,
vom Balkon oder so ähnlich). Du wirst Dich wundern: Das macht
erfahrungsgemäß mindestens ein oder zwei S-Stufen aus (6 bis 12 dB).

> Wenn ich jetzt ein Mobilfunkgerät habe, und so ne Autoantenne, die
> normalerweise in ein Loch im Kotflügel kommt, dann spielt das Auto
> wohl die Rolle des Gegengewichtes. Mir ist nicht klar, warum: denn
> über
> die Abschirmung des BNC-Kabel führe ich doch Masse mit.

Es geht um die Antenne selbst. Eine Antenne ist immer ein
"Dipol". Wenn einer der beiden Pole fehlt, würde theoretisch
nichts abgestrahlt.
Das, was der Strahler an elektrischer Energie aufnimmt (und abstrahlt)
muß in gleicher Größe (und umgekehrter Phase) auch in das Gegengewicht
fließen. Und wenn eines von beiden hohe Verluste hat, wird die
Abstrahlung der gesamten Antenne darunter leiden.

> Muß ich denn zu Testen der Anordnung beispielsweise eine 1x1m große
> Metallplatte benutzen, in deren Mitte ich die Antenne montiere und
> ändert sich dann die Abstimmung der Antenne ?

Wenn es sich bei der Antenne um eine abgestimmte "Lambda-Viertel"-
Antenne handelt (die übliche Antennenform im CB-Mobilfunk),
dann ja. Bei sogenannte Aktiv-Antennen (die nur zum Empfang benutzt
werden können) spielt die Masse eine eher geringe Rolle, weil die
Antenne dann kaum Gegengewicht braucht - die Antenne wird hochohmig
betrieben, ein Vorverstärker (hochohmig, nicht mit den sonst üblichen
50 Ohm angepaßter Sendeantennen) setzt die Impedanz so um, daß
daß normale Empfänger (mit 50-Ohm-Eingang) ein vernünftiges Empfangs-
Signal erhalten.

> Wie ist das dann mit Magnetfußantennen ?

Da bildet der (isolierte) Magnetfuß zum Fahrzeugdach eine Kapazität,
die groß genug ist, um die HF-"Erd"-Ströme zum Auto zu übertragen.
Ist allerdings bei Kurzwelle (CB) nur eine Behelfslösung, weil die
Kapazität eher zu gering ist. Für Ukw (2m) oder höher ist das dann
schon eine brauchbare Lösung.

Thomas.


Thomas Rehm

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to

Hallo Michael!

Du schriebst am 13.05.98 zum Thema "Re: Antenne erden?":

> in diesem (meinem) Falle sitzt hinter der Antennenbuchse im RX


> eine maechtige Glimmlampe.... Es handelt sich naemlich um einen
> aelteren kommerzielle Roehren-RX von Telefunken.

Staun! Na, mit solch alter Technik kenne ich mich nicht aus.
Allerdings sind Röhren auch grundsätzlich wesentlich unempfindlicher
als Halbleiter.

Thomas.


Joachim W.

unread,
May 13, 1998, 3:00:00 AM5/13/98
to

Moin Michael,

Michael Meyer schrieb:


>
> Bei diesem RX (alter kommerzieller Roehren-RX von Telefunken)
> ist sie aber so verbunden. Metallgehaeuse -> Chassis -> Masse.
>

Dann wirst Du wohl den Schutzleiter dran lassen müssen. Denn ein
Betrieb ohne Schutzleiter ist in so einem Fall nur mit
zusätzlichem Netz-Trenntrafo erlaubt.
Das wäre aber sicher zu viel Aufwand. Da Du eine aktive Antenne
benutzt, ist die Erdung auch nicht sooo wichtig. Sinnvoll ist
evtl. die Verbindung von Antennenfuß zu einem Metallgegenstand,
wie z.B. Balkongeländer.
An den Blitzstromableiter sollte man den RX nur anschließen, wenn
die Antenne laut VDE-Vorschriften sowieso eine Erdung braucht.
Sonst nicht.

> MFG. Meikel

Viel Erfolg
Joachim


Michael Meyer

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

Thomas Rehm wrote:
>
> Hallo Michael!

>
>
> Staun! Na, mit solch alter Technik kenne ich mich nicht aus.
> Allerdings sind Röhren auch grundsätzlich wesentlich unempfindlicher
> als Halbleiter.
>
> Thomas.

Moin Thommes,

jeps. Diese *Glimmlampe* sieht uebrigens wirklich aus wie so eine
Stabglimmlampe Typ UR110, wer dieses Ding noch kennt - stammt ja noch
aus den Zeiten, wo es ja noch keine halbleiterbestueckten Aktivantennen
gab.... Und aber eben selbst diese hat diesen beschriebenen *Glimm-
durchschlaeger* drin. Sollte allerdings mal die Platine beschnarchen, ob
da nicht schon diese antiparallel-Dioden mit drauf sind.

MFG. Meikel

Michael Meyer

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

Joachim W. wrote:
>
> Auf dem Schutzleiter... Wenn der Anschluß an

> den Schutzleiter eine Empfangsverbesserung bringt, dann ist die
> Antennenanlage nicht so toll.
>

Moin Joachim,

jetzt muss ich zurueckfragen: ja soll denn der Erdanschluss keine
Empfangsverbesserung bringen? (Auch nicht an Schuko?).
Ich dachte, auch bei toller Antennenanlage verbessert die Erdung
den Empfang. :-(

MFG. Meikel

Werner Huerttlen

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

Th....@t-online.de (Thomas Rehm) wrote:

Also Thomas,
vielen Dank für diese Informationen, wirklich sehr hilfreich.

Nur eins möchte ich nochmal fragen:


Reicht denn zum Testen der Anordnung beispielsweise eine 1x1m große
Metallplatte , in deren Mitte ich die Antenne montiere ??
Und muß ich die Metallplatte dann erden ?
An PE oder besser am Heizungsrohr ?


Und wenn ich die Antenne am Balkongeländer montiere, muß/soll ich dann
auch eine Metallplatte installieren, denn das Geländer ist ja schmal
(5cm) ?

Oliver Welp

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

Hallo,

Thomas Rehm wrote:

> Allerdings sind Röhren auch grundsätzlich wesentlich unempfindlicher
> als Halbleiter.

Ist ja durchaus nicht negativ... "moderne" Empfaenger haben ja meist
mehr Empfindlichkeit, als sinnvoll ist, dafuer ist das
Grosssignalverhalten zum Weglaufen... :-(

Oliver
(DL9QJ, N3NSF)

--
[Oliver Welp - we...@muenster.de
we...@uni-muenster.de
http://www.muenster.de/~welp/]

Oliver Welp

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

Hallo,

Thomas Rehm wrote:

> > Wie ist das dann mit Magnetfußantennen ?
> Da bildet der (isolierte) Magnetfuß zum Fahrzeugdach eine Kapazität,
> die groß genug ist, um die HF-"Erd"-Ströme zum Auto zu übertragen.

Dies ist ein weit verbreiteter Irrglaube, tatsaechlich wirkt nur die
Masse der Antennenleitung, des Funkgeraetes und ueber diese Verbindung
die Karosserie (ein wenig) als Gegengewicht. Der Effekt der kapazitiven
Kopplung ist absolut vernachlaessigbar. Nachzulesen in irgendeiner der
letzten Ausgaben der QST (bei Bedarf kann ich mal nachsehen...).

Thomas Rehm

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

Hallo Oliver!

Du schriebst am 14.05.98 zum Thema "Re: Antenne erden?":

>>> Wie ist das dann mit Magnetfußantennen ?
>> Da bildet der (isolierte) Magnetfuß zum Fahrzeugdach eine
>> Kapazität, die groß genug ist, um die HF-"Erd"-Ströme zum Auto zu
>> übertragen.

> Dies ist ein weit verbreiteter Irrglaube

[...]


> letzten Ausgaben der QST (bei Bedarf kann ich mal nachsehen...).

Bitte nachschauen und die Begründung hier posten, interessiert
mich.

Thomas.


Thomas Rehm

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

Hallo Werner!

Du schriebst am 14.05.98 zum Thema "Re: Antenne erden?":

> Reicht denn zum Testen der Anordnung
Welcher Anordnung? Ich habe etwas den Überblick verloren,
bitte schreibe genauer, welche Anordnung von welchen
Elementen du meinst: Aktiv/Passiv-Antenne, Frequenzbereich etc.

Thomas.


Joachim W.

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

Hallo Meikel,

Michael Meyer schrieb:


>
> jetzt muss ich zurueckfragen: ja soll denn der Erdanschluss keine
> Empfangsverbesserung bringen? (Auch nicht an Schuko?).
> Ich dachte, auch bei toller Antennenanlage verbessert die Erdung
> den Empfang. :-(

sorry, ich habe es wohl nicht so gut formuliert. Eine gute
HF-Erde ist normalerweise, wegen der Ableitung von
Überspannungen, Bestandteil der Antennenanlage. Wie stark die
Empfangsqualität durch die HF-Erde beeinflußt wird, hängt vom
Antennentyp ab.

Beispiel:
- Wenn Du einen symmetrischen Dipol mit einem Balun an das
Koaxkabel anpasst, ist der Einfluß der HF-Erdung
(Koax-Abschirmung auf Erde) sicher schwer nachzuweisen.
Es sei denn, Du baust dir gleich einen Fehler ein, wie z.B.
eine Erdschleife ;-) Aber das ist ein anderes Thema.
- Wenn Du eine Langdraht-Antenne benutzt, ist die HF-Erde der
Gegenpol für den Empfang und spielt damit schon eine
wesentliche Rolle.

Bei deiner Aktivantenne ist die Erdung nicht so wichtig. Wenn Du
die Antenne an ein Stück Metall anschraubst, daß ca. so groß
(lang) ist, wie der Antennenstab, hat der eingebaute Verstärker
schon optimale Bedingungen. Die Größe des "Gegengewichtes" spielt
nur eine Rolle, wenn es zu klein ist ;-)

Der Schuko ist u.a. wegen der darauf liegenden Störsignale als
RX-HF-Erde nicht zu empfehlen (Außerdem ist es nicht zulässig).
Obwohl Dein Röhren-RX mit diesen Störungen besser klar kommen
würde als der normale "Halbleiter"-Weltempfänger.

Die Kombination von Aktivantenne + Röhren-RX ist schon eine gute.
Ich glaube, es ist nicht erforderlich die Anlage zu erden.
Wenn aber ein Heizungsrohr in der Nähe ist, kannst Du es auch
anschließen.


Gruss Joachim


Josef Wolf

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

In <6ja7fs$m29$1...@news00.btx.dtag.de> j....@t-online.de (Joachim W.) writes:
>Die Empfangsanlage wird über einen anderen Weg mit der Erde
>(Potentialausgleich) verbunden. Das kann z.B. durch Anschluß an
>die Zentralheitzungsrohre passieren.

Das ist _nicht_ zulaessig...
--
-- Josef Wolf -- j...@raven.inka.de -- Germersheim, Germany --

Werner Huerttlen

unread,
May 15, 1998, 3:00:00 AM5/15/98
to

Th....@t-online.de (Thomas Rehm) wrote:

>Hallo Werner!

>Thomas.

Hi Thomas, also:

ich habe ein Funkgerät gekauft, und keine Ahnung davon.
CB-Mobilfunkgerät von Albrecht FM-27MHz. Das Teil will ich
zum Testen mal mit nem 12V Netzteil bei mir auf dem Labortisch
betreiben. Ich habe dazu eine AutoAntenne zur Montage in ein Loch im
Kotflügel mit Koaxkabelanschluß, an den ich einen BNC-Stecker gecrimpt
habe. Ein S-Meter für 100.-- habe ich auch gekauft.

Man hat mir gesagt, wenn ich die Antenne einfach nur so betreibe(also
auf dem Tisch liegend) geht das Funkgerät kaputt, wegen
Fehlabstimmung. Das will ich logischerweise vermeiden.


Reicht denn zum Testen der Anordnung beispielsweise eine 1x1m große
Metallplatte , in deren Mitte ich die Antenne montiere ??

Die Antenne kriegt ja Masse über den Schirm des Koaxkabels.
Und muß ich die Metallplatte dann zusätzlich erden ?


An PE oder besser am Heizungsrohr ?


Und wenn ich diese Antenne am Balkongeländer montiere, muß/soll ich


dann
auch eine Metallplatte installieren, denn das Geländer ist ja schmal

(5cm) und ich vermute als Gegengewicht nicht geeignet ? Oder brauch
ich eine Spezialbalkongeländerantenne ?

Ich will erstmal ein bischen spielen, um mich mit Funk vertraut zu
machen.

Wolfgang Fink

unread,
May 15, 1998, 3:00:00 AM5/15/98
to

Werner Huerttlen wrote:
>
> Th....@t-online.de (Thomas Rehm) wrote:
>
> >Hallo Werner!
>
> >Du schriebst am 14.05.98 zum Thema "Re: Antenne erden?":
>
> >> Reicht denn zum Testen der Anordnung
> >Welcher Anordnung? Ich habe etwas den Überblick verloren,
> >bitte schreibe genauer, welche Anordnung von welchen
> >Elementen du meinst: Aktiv/Passiv-Antenne, Frequenzbereich etc.
>
> >Thomas.
>

Hallo Thomas,

Du brauchst in jedem Fall ein "Gegengewicht" fuer Deine Mobilantenne.
Die Masseleitung ueber das Koaxkabel alleine reicht nicht ! In diesem
Fall wuerdest Du dein Funkgeraet "schiessen". Also, ne moeglichst grosse
und leitende Platte unter den Rundstrahler. Man kann aber auch
sternfoermig
Draehte mit einer Laenge von Lambda - halbe verlegen, auch je mehr desto
besser :-))

Viel Erfolg beim Basteln und vielleicht wird ja aus einem CB-Funker mal
ein
Funk-Amateur :-)))

Schoenes Wochenende und Gruss
Wolfgang

--
CLASS GmbH Telefon: 08151 - 991 261
PRO Telefax: 08151 - 991 239
Wolfgang Fink
Moosstrasse 7 eMail: Wolfga...@class.de
82319 Starnberg URL: http://www.class.de

member of DEUTSCHER AMATEUR RADIO CLUB (DARC)
Call:DL8WFU BBS:DB0AHO-8 OV:C-37 LOC:JN58KB QTH:Ummendorf

Michael Meyer

unread,
May 15, 1998, 3:00:00 AM5/15/98
to

Joachim W. wrote:
>
>
> Die Kombination von Aktivantenne + Röhren-RX ist schon eine gute.
> Ich glaube, es ist nicht erforderlich die Anlage zu erden.
> Wenn aber ein Heizungsrohr in der Nähe ist, kannst Du es auch
> anschließen.
>
> Gruss Joachim


Moin Joachim,

werde ich auf jeden Fall probieren!

MFG. Meikel

Michael Meyer

unread,
May 15, 1998, 3:00:00 AM5/15/98
to

Joachim W. wrote:
>
> ... Wenn Du die Antenne an ein Stück Metall anschraubst, daß ca.
> so groß (lang) ist, wie der Antennenstab, hat der eingebaute Verstärker
> schon optimale Bedingungen. ...

Moin Joachim,

sage mal, wenn ich nun den Antennenstab einfach mal verlaengere
(siehe mein Posting unter *REFCOM ADX32D*), dann muesste sich doch
eine hoehere Eingangsspannung am Verstaerkereingang einfinden?
Von u.U. auftretenden Uebersteuerungen mal abgesehen. Die Resonanz-
laenge spielt doch bei dene Aktivantennen eine untergeordnete Reihe.(?)

MFG. Meikel

Stephan A. Maciej

unread,
May 15, 1998, 3:00:00 AM5/15/98
to

On 15 May 98 (21:39), Th....@t-online.de wrote:
> Ja, deshalb haben Handfunkgeräte auch so geringe Reichweiten,
> wegen der Erdverluste (Deine Hand wirkt als "Gegengewicht").

Wie erreiche ich denn dann bei Handfunkgeraeten hoehere Reichweiten ?
Ausgangsleistung solange erhoehen, bis Reichweite da... ? Oder gibt's da
noch 'ne andere Moeglichkeit ?!?

--
Stephan A. Maciej, step...@muc.de, http://www.muc.de/~stephanm/
"Wer nicht will, dass die Welt sich veraendert, der will nicht,
dass sie bleibt." (Erich Fried)

Oliver Welp

unread,
May 16, 1998, 3:00:00 AM5/16/98
to

Hallo,

Thomas Rehm wrote:

> >>> Wie ist das dann mit Magnetfußantennen ?
> >> Da bildet der (isolierte) Magnetfuß zum Fahrzeugdach eine
> >> Kapazität, die groß genug ist, um die HF-"Erd"-Ströme zum Auto zu
> >> übertragen.
>
> > Dies ist ein weit verbreiteter Irrglaube

> Bitte nachschauen und die Begründung hier posten, interessiert
> mich.

Irgendwie habe ich den Artikel noch nicht wiedergefunden, nur einen
anderen, der die gleiche Aussage trifft, aber sie nicht weiter
begruendet :-(

Meine Vermutung geht dahin, dass die entstandene Kapazitaet einfach zu
gering ist, um eine entsprechende Kopplung zu ermoeglichen, insbesondere
fuer tiefere Frequenzen (Kurzwelle).

Ein haeufig zu findender Rat ist, man verbinde den Magnetfuss
zusaetzlich galvanisch (moeglichst direkt) mit der Karosserie (Scharnier
vom Kofferraum oder so). Das verbessert die Erdungsverhaeltnisse schon
ziemlich. Vielleicht mal selbst probieren?!

Werde aber weitersuchen und im Erfolgsfalle meine Erkenntnisse hier
weiterverbreiten ;-))

73, Oliver

Thomas Rehm

unread,
May 17, 1998, 3:00:00 AM5/17/98
to

Hallo Stephan!

Du schriebst am 15.05.98 zum Thema "Re: Antenne erden?":

> On 15 May 98 (21:39), Th....@t-online.de wrote:
>> Ja, deshalb haben Handfunkgeräte auch so geringe Reichweiten,
>> wegen der Erdverluste (Deine Hand wirkt als "Gegengewicht").
>>

>> Hänge nur testweise mal ein Stück Draht von ca. 2,40m Länge an das
>> Gehäuse eines Handgerätes (der Draht muß aber frei runterbaumeln,
>> vom Balkon oder so ähnlich). Du wirst Dich wundern: Das macht
>> erfahrungsgemäß mindestens ein oder zwei S-Stufen aus (6 bis 12 dB).

> Wie erreiche ich denn dann bei Handfunkgeraeten hoehere Reichweiten ?
> Ausgangsleistung solange erhoehen, bis Reichweite da... ? Oder gibt's
> da noch 'ne andere Moeglichkeit ?!?

Siehe oben. Der Effekt macht sich am stärksten im Kurzwellenbereich
bemerkbar, bei ganz hohen Frequenzen (E-Netz-Handies z.B.) ist
keine Verbesserung zu merken.

Thomas.


Werner Huerttlen

unread,
May 18, 1998, 3:00:00 AM5/18/98
to

Wolfgang Fink <Wolfga...@class.de> wrote:


>Du brauchst in jedem Fall ein "Gegengewicht" fuer Deine Mobilantenne.
>Die Masseleitung ueber das Koaxkabel alleine reicht nicht ! In diesem
>Fall wuerdest Du dein Funkgeraet "schiessen". Also, ne moeglichst grosse
>und leitende Platte unter den Rundstrahler. Man kann aber auch

Hallo Wolfgang,
wie groß muss den die Platte sein, 1m2 alublech oder Stahlblech
ausreichend ? Muss die Platte an Erde, oder an Masse ?

Wolfgang Fink

unread,
May 18, 1998, 3:00:00 AM5/18/98
to

Hallo Werner,

1m2 Stahlblech sollten ausreichen. Mit Deiner 2. Frage verwirrst Du
mich momentan ein wenig, obwohl ich den Unterschied zwischen Erde
und Masse sehr wohl kenne. Wenn ich Dich richtig verstanden habe,
dann willst Du doch eine Mobil-Antenne irgendwo betreiben, nur nicht
auf einem Auto ? Also z.B. auf dem Balkon oder im Wohnzimmer oder so
Wenn dem so ist, dann braucht die Platte ueberhaupt nicht geerdet zu
werden. Sie soll ja das Gegengewicht zu Deinem Rundstrahler sein. Oder
habe ich jetzt irgendwas nicht so recht in Erinnerung, habe nicht
nachgelesen

Gruss
Wolfgang

Ralf Laborenz

unread,
May 18, 1998, 3:00:00 AM5/18/98
to

Wolfga...@class.de(Wolfgang Fink) wrote:
> Rundstrahler. Man kann aber auch sternfoermig

> Draehte mit einer Laenge von Lambda - halbe verlegen, auch je mehr
> desto besser :-))
Waren das bei einer GPA nicht lambda/4-Radials?

Gruss, Ralf

--
Ralf Laborenz D-30161 Hannover

Michael Meyer

unread,
May 19, 1998, 3:00:00 AM5/19/98
to

Josef Wolf wrote:
>
> >Die Empfangsanlage wird über einen anderen Weg mit der Erde
> >(Potentialausgleich) verbunden. Das kann z.B. durch Anschluß an
> >die Zentralheitzungsrohre passieren.
>
> Das ist _nicht_ zulaessig...
>


Moin Josef,

Was? Wie? Ja wie soll ich denn nun erden? Ueber Schuko nicht, ueber
Heizung nicht, womoeglich auch ueber Wasserleitung nicht?

Verwirrt - Meikel.

Werner Huerttlen

unread,
May 19, 1998, 3:00:00 AM5/19/98
to

Hallo Wolfgang,
danke für deine Mühe mir zu antworten.

>1m2 Stahlblech sollten ausreichen. Mit Deiner 2. Frage verwirrst Du
>mich momentan ein wenig, obwohl ich den Unterschied zwischen Erde
>und Masse sehr wohl kenne. Wenn ich Dich richtig verstanden habe,
>dann willst Du doch eine Mobil-Antenne irgendwo betreiben, nur nicht
>auf einem Auto ?

Genau so ist es, ich will testweise eine Autoantenne betreiben, um
das Funkgerät auszuprobieren. Weil man mir gesagt hat, ohne
Gegengewicht gehts nicht,
auf der 1x12m großen Blechplatte (Alu geht nicht ?).

>Wenn dem so ist, dann braucht die Platte ueberhaupt nicht geerdet zu
>werden. Sie soll ja das Gegengewicht zu Deinem Rundstrahler sein.

Nun versteh ich gar nix mehr. Wenn die Platte frei floatet, wie kann
Sie denn dann ein gegengewicht sein ?
(ich sehe, der Funkkram birgt noch viele Rätsel)

Wenn Sie nicht geerdet sein muß, umso besser.

Werner

Peter W. Schnoor

unread,
May 19, 1998, 3:00:00 AM5/19/98
to

Hallo Hams,
Dann will ich auch meinen Senf dazugeben:

Werner Huerttlen wrote:

> Genau so ist es, ich will testweise eine Autoantenne betreiben, um
> das Funkgerät auszuprobieren. Weil man mir gesagt hat, ohne
> Gegengewicht gehts nicht,

Richtig! Loetest Du den lambda/4-Stab direkt an
die Koaxseele und sonst nichts, hast du ´ne
feine Langdrahtantenne mit kleinem Strahler dran.
Die strahlt eben wie ´ne Langdraht, aber nicht
wie ein lambda/4-Strahler. Der Aussenmantel
des Koaxkabels bildet dann naemlich das Gegengewicht.
Jedes Gegengewicht, welches eine kleine Kapazitaet
gegenueber dem Erdkoerper besitzt, strahlt!
(Soll ja auch, zB. beim Dipol...)

Ein lambda/4-Gegengewicht (Radial) am Ende der
Koaxabschirmung oder Aufwickeln des Koaxkabels
in lambda/4 Entfernung vom Speisepunkt (Koaxdrossel)
bereinigt diese Situation wieder. Ebenso eine *direkte*
Ankopplung an den Erdkoerper mit der Laenge Null.
"Erdkoerper" meint hier alles, was deutlich groesser ist,
als eine Wellenlaenge, da sich der HF-Strom dort verteilt
und in einzelnen, kleinen Gebieten kaum noch nachweisbar
ist. Eine meterlange Leitung zum naechsten Erdungspunkt
(Heizung, Wasser, etc.) fuehrt HF-Strom, strahlt
demnach munter und irregulaer in die Gegend.

> auf der 1x12m großen Blechplatte (Alu geht nicht ?).

Alles, was leitet und grossflaechig ist, ist gut, vorausgesetzt
die Zuleitung dahin ist *sehr* kurz gegenueber der Wellenlaenge.
Sonst s.o. :-(



> >Wenn dem so ist, dann braucht die Platte ueberhaupt nicht geerdet zu
> >werden. Sie soll ja das Gegengewicht zu Deinem Rundstrahler sein.

Wenn Stahlbeton darunter ist, gilt die Platte aufgrund
ihrer hohen Kapazitaet als fest angekoppelt. Von den
dielektrischen Verlusten des Baumaterials abgesehen...

54°16´N / 10°04´E
73 es gl de DF3LP
Peter

Werner Huerttlen

unread,
May 20, 1998, 3:00:00 AM5/20/98
to

"Peter W. Schnoor" <pw...@nephro.uni-kiel.de> wrote:

Hi Peter, danke für den Hinweis.

Aber ich habs immer noch nicht:


>> >Wenn dem so ist, dann braucht die Platte ueberhaupt nicht geerdet zu
>> >werden. Sie soll ja das Gegengewicht zu Deinem Rundstrahler sein.

>Wenn Stahlbeton darunter ist, gilt die Platte aufgrund
>ihrer hohen Kapazitaet als fest angekoppelt. Von den
>dielektrischen Verlusten des Baumaterials abgesehen...

Ich habe die 1x1 Meter große Platte auf meinem Labortisch liegen.
Mit nem Loch in der Mitte, in das die Autoantenne kommt. Muß ich die
Platte jetzt nun erden, an Masse, an Pe, an Abschirmung vom
Koax-antennenkabel aber gar nicht irgendwie erden ?

Sorry, aber das war bisher noch nicht rausgekommen.

Joachim W.

unread,
May 20, 1998, 3:00:00 AM5/20/98
to

Michael Meyer schrieb:

> Moin Joachim,
>
> sage mal, wenn ich nun den Antennenstab einfach mal verlaengere
> (siehe mein Posting unter *REFCOM ADX32D*), dann muesste sich doch
> eine hoehere Eingangsspannung am Verstaerkereingang einfinden?
> Von u.U. auftretenden Uebersteuerungen mal abgesehen. Die Resonanz-
> laenge spielt doch bei dene Aktivantennen eine untergeordnete Reihe.(?)
>

Eine sehr gute Frage. Mit Resonanzen muß man immer rechnen.
Wenn man eine bestimmte Resonanzfrequenz will, hat man oft eine
andere. Und wenn man keine Resonanzen haben will (wie im Fall der
breitbandigen Aktivantenne), dann treten welche auf und
verschlechtern bei bestimmten Frequenzen den Empfang. ;-))

Ich kann keine verläßliche Auskunft dazu geben. Ich gehe aber
davon aus, daß die Entwickler der Antenne die Elektronik so
gestaltet haben, daß im lt. Datenblatt erreichbaren
Frequenzbereich keine Resonanzstellen auftreten, die den Empfang
verschlechtern könnten.
Wenn Du nun die Länge des Stabes vergrößerst, hängt es von der
Elektronik ab, ob es bei bestimmten Frequenzen zu
Empfangsproblemen kommen kann oder nicht.
Da sowas nur mit "besserer" Technik ausgemessen werden kann, rate
ich davon ab.


Gruss Joachim

Joachim W.

unread,
May 20, 1998, 3:00:00 AM5/20/98
to

Michael Meyer schrieb:

Nach meinem Wissen ist die Erdung über die Rohre der
Zentralheizung für (Rundfunk-) Empfangsanlagen ausdrücklich
erlaubt.
Natürlich muß überprüft werden, ob die Rohre einen korrekten
Potentialausgleich haben.
Wenn erforderlich, suche ich mal entsprechende Literaturhinweise
(DIN VDE) raus.
Das dauert aber ein paar Tage. Ich habe im Moment keinen Zugriff
darauf.


Grüsse Joachim


Peter W. Schnoor

unread,
May 21, 1998, 3:00:00 AM5/21/98
to

Hallo Werner, hallo Hams,

Werner Huerttlen wrote:

> Aber ich habs immer noch nicht:

> Ich habe die 1x1 Meter große Platte auf meinem Labortisch liegen.
> Mit nem Loch in der Mitte, in das die Autoantenne kommt. Muß ich die
> Platte jetzt nun erden, an Masse, an Pe, an Abschirmung vom
> Koax-antennenkabel aber gar nicht irgendwie erden ?

Der Strahler geht an die Seele,
das Blech an die Abschirmung.
Beides gehoert aber nicht auf den
Labortisch, sondern auf´s Dach ;-)

Ist´s eine kommerzielle Antenne,
(ich vermute mal VHF/UHF...)
musst Du Dich um nix kuemmern:
Die richtigen Anschluesse besorgt
dann der Antennenfuss mit Stecker.
O.K.?

Andreas Kuepper

unread,
May 22, 1998, 3:00:00 AM5/22/98
to

Werner schrieb:

> Ich habe die 1x1 Meter große Platte auf meinem Labortisch liegen.
> Mit nem Loch in der Mitte, in das die Autoantenne kommt. Muß ich die
> Platte jetzt nun erden, an Masse, an Pe, an Abschirmung vom
> Koax-antennenkabel aber gar nicht irgendwie erden ?
>

Nein, das funktioniert dann ohne Erdanschluss. Dein Auto musst Du ja auch
nicht erden und die Platte ersetzt das Blech der Karosserie.

Gruesse
Andreas


-------------------------------------------------------------------
Andreas Kuepper, Germany http://www.oche.de/~kuepper
-------------------------------------------------------------------
## CrossPoint v3.11 R ##

Josef Wolf

unread,
May 22, 1998, 3:00:00 AM5/22/98
to

In <6juaag$urk$5...@news02.btx.dtag.de> j....@t-online.de (Joachim W.) writes:
>Michael Meyer schrieb:
>> Josef Wolf wrote:
>> > >Die Empfangsanlage wird über einen anderen Weg mit der Erde
>> > >(Potentialausgleich) verbunden. Das kann z.B. durch Anschluß an
>> > >die Zentralheitzungsrohre passieren.
>> > Das ist _nicht_ zulaessig...
>> Was? Wie? Ja wie soll ich denn nun erden?

Ja, Du sollst...

>> Ueber Schuko nicht,

Habe mitgekriegt, dass dadurch die Empfangsqualitaet absinkt.

>> ueber
>> Heizung nicht, womoeglich auch ueber Wasserleitung nicht?

Da bleibt Dir wohl nur eines: Separate Erdungsleitung zur Poti-Schiene
legen.

>Nach meinem Wissen ist die Erdung über die Rohre der
>Zentralheizung für (Rundfunk-) Empfangsanlagen ausdrücklich
>erlaubt.

Installationsrohre duerfen nicht zur Erdung verwendet werden. Eine
Ausnahme koennte sein, wenn Du fuer ein rein batteriebetriebenes
Geraet ein Gegengewicht fuer die Antenne benoetigst. Das ist dann
aber auch keine _Erdung_.

>Wenn erforderlich, suche ich mal entsprechende Literaturhinweise
>(DIN VDE) raus.

Bitte tue das!

Joachim W.

unread,
May 25, 1998, 3:00:00 AM5/25/98
to

Hallo,

Josef Wolf schrieb:


> In <6juaag$urk$5...@news02.btx.dtag.de> j....@t-online.de
> (Joachim W.) writes:
>> Michael Meyer schrieb:

>>> Was? Wie? Ja wie soll ich denn nun erden?
> Ja, Du sollst...
>>> Ueber Schuko nicht,
> Habe mitgekriegt, dass dadurch die Empfangsqualitaet absinkt.

Ich habe im Moment nur eine Erläuterung der DIN VDE 0855
(Teil1/03.94) in einer DEHN Druckschrift (DS307/396) gefunden.
Die 0855 beschreibt u.a. die Erdung von Antennen in
Kabelverteilsystemen für Ton- und Fernsehrundfunk-Signale.
Nach DIN VDE 0855 dürfen nicht als Erdungsleiter verwendet
werden:
Zitat DEHN:
"- Schutzleiter (PE), PEN-Leiter und Neutralleiter der
Starkstromanlage,
- Funktionserdungsleiter, Funktionserder
- Schirm des Koaxkabels"

>
> Da bleibt Dir wohl nur eines: Separate Erdungsleitung zur Poti-Schiene
> legen.
>
> >Nach meinem Wissen ist die Erdung über die Rohre der
> >Zentralheizung für (Rundfunk-) Empfangsanlagen ausdrücklich
> >erlaubt.
>
> Installationsrohre duerfen nicht zur Erdung verwendet werden. Eine
> Ausnahme koennte sein, wenn Du fuer ein rein batteriebetriebenes
> Geraet ein Gegengewicht fuer die Antenne benoetigst. Das ist dann
> aber auch keine _Erdung_.
>
> >Wenn erforderlich, suche ich mal entsprechende Literaturhinweise
> >(DIN VDE) raus.
>
> Bitte tue das!

Nochmal aus der DEHN-Druckschrift ein Zitat zu Erdungsleiter:

"Natürliche Bestandteile können verwendet werden, wie z.B.:
- metallische Installationen, wie durchgehende metallene
Wasserverbrauchsleitungen oder durchgehende metallene
Heizungsrohrleitungen, vorausgesetzt, das die örtlichen
Vorschriften das zulassen und die elektrisch leitende Verbindung
verschiedener Teile dauerhaft ausgeführt ist; ..."

Es gibt also auch Einschränkungen.
Welche Vorschriften untersagen denn aus Deiner Sicht die
Verwendung der Zentralheizungsrohre als Erdungsleiter?


Gruss

Joachim

Werner Huerttlen

unread,
May 25, 1998, 3:00:00 AM5/25/98
to

"Peter W. Schnoor" <pw...@nephro.uni-kiel.de> wrote:


>Der Strahler geht an die Seele,
>das Blech an die Abschirmung.
>Beides gehoert aber nicht auf den
>Labortisch, sondern auf´s Dach ;-)

aha. Also das Blech nicht extra erden, sondern einfach bnc-mäßig auf
Abschirmung legen. Danke.-


>Ist´s eine kommerzielle Antenne,
>(ich vermute mal VHF/UHF...)
>musst Du Dich um nix kuemmern:
>Die richtigen Anschluesse besorgt
>dann der Antennenfuss mit Stecker.
>O.K.?

Nun, ich denke daran einen testaufbau zu machen, das CB-Funkgerät soll
in ein19" gehäuse, mit Netzteil, und mit etwas zusatzelektronik. Die
Antenne wird über ein Koaxkabel und BNC-Verbindung an das Gehäuse
angeschlossen und befindet sich dann auf dem dach. Wenn ich das Ding
nun vorführe, will ich logischerweise nicht extra aufs dach klettern
und ne Antenne montieren, sonder eben testweise mal ne Blechplatte mit
nem Loch drin, in das die Autoantenne reinkommt.
So, danke für die Hilfe.

Werner Huerttlen

unread,
May 25, 1998, 3:00:00 AM5/25/98
to

And...@kuepper.oche.de (Andreas Kuepper) wrote:

>Werner schrieb:

>> Ich habe die 1x1 Meter große Platte auf meinem Labortisch liegen.
>> Mit nem Loch in der Mitte, in das die Autoantenne kommt. Muß ich die
>> Platte jetzt nun erden, an Masse, an Pe, an Abschirmung vom
>> Koax-antennenkabel aber gar nicht irgendwie erden ?
>>
>Nein, das funktioniert dann ohne Erdanschluss. Dein Auto musst Du ja auch
>nicht erden und die Platte ersetzt das Blech der Karosserie.

danke für die hilfe.

Michael Meyer

unread,
May 26, 1998, 3:00:00 AM5/26/98
to

Joachim W. wrote:
>
> Nach meinem Wissen ist die Erdung über die Rohre der
> Zentralheizung für (Rundfunk-) Empfangsanlagen ausdrücklich
> erlaubt.
> Natürlich muß überprüft werden, ob die Rohre einen korrekten
> Potentialausgleich haben.


Moin Joachim,

Du, ich habe einfach mal Zentralheizungsrohr und Nulleiter
mit Ohmmeter ausgemessen, die sind praktisch widerstandsfrei
miteinander verbunden. Ist das denn wirklich nicht Ok so?
Kann ich mir kaum vorstellen, dass das nicht erlaubt sein sollte.

MFG. Meikel

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