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SWR-Meter selber bauen?

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Karsten Heddenhausen

unread,
Nov 16, 2001, 9:40:04 AM11/16/01
to
Moin, moin Michael!

"Michael Holzt" <k...@oev.expires-usenet.fqdn.org> schrieb im Newsbeitrag
news:slrn9va7q...@mutsumi.fqdn.org...
> Hat hier eigentlich schon mal jemand ein SWR-Meter selber gebaut? Ist das
> praktikabel, und wie gut ist der erzielbare Genauigkeit?
>
> Hintergrund ist, daß ich ein SWR-Meter für 13cm benötige. Nächste Woche
> trifft hoffentlich mein neues Amateurfunkzeugnis und ein neues Rufzeichen
> ein, und dann will ich ein wenig mit Funk-LANs im Afu-Betrieb
> experimentieren.

Ich habe mir mal eines für 2m und 70cm selbstgebaut. Grundlage war da ein
Teil, was ich mal auf irgendeinem Flohmarkt erstanden hatte, so'n Teil für
11m-CB. Da habe ich dann einen anderen Richtkoppler reingesetzt und gut. Nix
mit Kreuzzeiger, nur SWR, und auch nicht für allzuviel Leistung geeignet.
Von der Frequenz her sind die Dinger eigentlich unkritisch, so lange nur
gekoppelt wird. Der frequenzabhängige Teil bei einigen SWR-Meßbrücken ist
das Kreuzzeiger Teil, weil die tatsächliche Leistung anzeigen müssen/sollen.
Wie gut mein Teil auf höheren Bändern tut, habe ich noch nicht getestet. Was
die Leistung anbetrifft, so sind da die Dioden ausschlaggebend, wieviel
können die ab :-)

Recht interessante Infos gibt es dazu im ARRL Handbuch. Der einzige Nachteil
an diesem Werk, man muß die Längenangaben regelmäßig umrechnen. Ich habe da
doch so meineProbleme. Aber die Sache mit Pi mal Daumen bekommt da eine ganz
neue Bedeutung: Pi x 1 inch = 3.141 * 2.56cm = 8,04cm :-) Und woher weiß ich
bei der Angabe 1 Fuß, welche Schuhgröße der Mensch hat :-))

73 es vy 65 de Karsten DC7OS
--
DARC OV H65 Hannover Hohes Ufer feiert heute seinen 6. Geburtstag!


Mathias Köhler

unread,
Nov 16, 2001, 1:33:18 PM11/16/01
to
Hallo Michael,

schau mal unter http://www.marsport.demon.co.uk/archive.htm

Dort im DUBUS-Archiv unter Stichwort Reflectometer suchen.

vy 73 de Mathias, DL9YEB

Michael Holzt schrieb:

> Hat hier eigentlich schon mal jemand ein SWR-Meter selber gebaut? Ist das
> praktikabel, und wie gut ist der erzielbare Genauigkeit?
>
> Hintergrund ist, daß ich ein SWR-Meter für 13cm benötige. Nächste Woche
> trifft hoffentlich mein neues Amateurfunkzeugnis und ein neues Rufzeichen
> ein, und dann will ich ein wenig mit Funk-LANs im Afu-Betrieb
> experimentieren.
>

> --
> Einkauf bei Edeka 1,2 kg Milka-Schokolade, 4 * Obstgarten.
> (Simon Krahnke)

Dieter Palme

unread,
Nov 18, 2001, 4:36:56 PM11/18/01
to
Hi Michael,
ich kann bestätigen, daß dies bei Beachtung einiger Grundlagen dazu
hervorragend geht. Besser bei UHF als bei KW. Richtkoppler eignen sich
vorzüglich und lassen sich mit hinreichender Genauigkeit aufbauen. Grundlage
dazu sind die gekoppelten Leitungen. Ein weiterer Beitrag hier weist darauf
auch hin. Präzision muß allerdings sein. Man sollte schon eine Drehbank
irgendwo benutzen dürfen, um die runden Teile auf das richtige Maß zu
bringen. Bewährt hat sich eine Anordnung aus einer Koaxialleitung, in die
eine kurze Meßleitung zusätzlich eingefügt wird (die bekannte Methode,
einen Draht unter die Abschirmung eines Kabels zu schieben, reicht
allerdings nicht hin, es muß genauer sein für 13 cm). Wichtig ist, daß man
die Berechnungsgrundlagen für die Kopplung zweier Leitungen und den
Wellenwiderstand der ja stark exzentrischen (Hilfs-)Leitung zur Verfügung
hat (Gundlach/Meinke helfen da.). Diese Hilfsleitung wird auf beiden Seiten
mit ihrem Wellenwiderstand abgeschlossen. Einige Artikel in der Literatur
sprechen zwar davon, daß es nicht nötig sei, dies genau zu machen.
Mitnichten, genau das ist wichtig. Und dann muß man den ganz knapp neben der
Wand liegenden und auch noch ziemlich dünnen Draht gerade und in konstantem
Abstand zur Wand halten. Handwerkliches Geschick und gute Ideen sind da
gefragt. Ich habe mehrere derartige Dinger in meinem AFU-Leben gebaut, für 2
m dimensioniert und bis 900 MHz gemessen. Ja, was noch wichtig ist, die
Dioden, die die Meßsignale gleichrichten sind nicht ganz unkritisch. Nach
meinen Erfahrungen gehen Ge-Dioden gut, mit Schottky habe ich nur Pleiten
erlebt, es waren vielleicht nicht die richtigen Typen. Ich hab noch irgendwo
einen vernünftigen Artikel dazu, falls erwünscht, werde ich ihn suchen. NB,
man kann auch ein Kreuzzeigerinstrument für die Anzeige verwenden. Eines
soll nicht verschwiegen werden, die Dinger sind frequenzabhängig in der
Leistungsanzeige, SWR stimmt aber.
73 de
Dieter
DL7UDP
ex Y26RO
ex DM2FRO
ex DM4QBO

--
Dipl. Phys. Dieter Palme
dl7udp
mailto:dieter...@t-online.de
mailto:dl7...@yahoo.com
mailto:d.p...@profile-optsys.com

Dieser Beitrag besteht zu 100 % aus recycelten Elektronen


"Michael Holzt" <k...@oev.expires-usenet.fqdn.org> schrieb im Newsbeitrag
news:slrn9va7q...@mutsumi.fqdn.org...

Dirk Friedel

unread,
Nov 18, 2001, 6:05:10 AM11/18/01
to
Hallo Michael !


MH> Hat hier eigentlich schon mal jemand ein SWR-Meter selber gebaut?
MH> Ist das praktikabel, und wie gut ist der erzielbare Genauigkeit?

MH> Hintergrund ist, daß ich ein SWR-Meter für 13cm benötige. Nächste

Ich suche auch schon eine Weile danach, kaufen ist kaum erschwinglich,
habe mit jemanden gesprochen der ATV betreibt er meinte es sei sehr
kritisch ein SWR zu bauen welches relativ genau ist vor allem fuer sehr
kleine Leistungen -( Ausserdem solle man es mit einem Richtkoppler oder
wie das heist,gebaut werden.. mhhh

Habe hier 3 Sender fuer 23 cm 2 Sender fuer 13 cm und etliche antennen,
kann aber leider nichts messen -((

Gruss
Dirk

Frank Berger

unread,
Nov 19, 2001, 7:31:09 AM11/19/01
to

"Dirk Friedel" <Dirk_F...@oct.fido.de> schrieb im Newsbeitrag
news:10061...@p1.f201.n4000.z242.fido.de...

Hallo allerseits ...

schaut doch mal bei www.giga-tech.de rein ich habe dort ein Reflektometer
als Bausatz gesehen und mir das Teil bei Lengtronik hier vor Ort mal
angeschaut. Ich glaube das könnte ein Ansatz dazu sein.
Den Rest wie Instrument usw. kann man sicher leicht beim grossen C o.ä.
beschaffen.
Ordentliche Flansch-N-Buchsen habe ich auch bei Giga-Tech gesehen.

In diesem Sinne, viel Spass beim basteln.

73 de Frank

Michael Holzt

unread,
Nov 19, 2001, 7:52:27 AM11/19/01
to
On Mon, 19 Nov 2001 13:31:09 +0100, Frank Berger <f.be...@ebm-berger.de> wrote:
> schaut doch mal bei www.giga-tech.de rein ich habe dort ein Reflektometer
> als Bausatz gesehen und mir das Teil bei Lengtronik hier vor Ort mal
> angeschaut.

Stellt sich die Frage was man für den Preis an Genauigkeit erwarten kann.
Wenn ich das Recht verstehe, ist das auf Platine geätzt, während hier
im Thread die ganze Zeit von hochgenauen auf einer Drehbank herzustellenden
Teilen war.

Uwe Krause

unread,
Nov 19, 2001, 9:25:25 AM11/19/01
to
"Frank Berger" <f.be...@ebm-berger.de> wrote :

> schaut doch mal bei www.giga-tech.de rein ich habe dort ein
> Reflektometer als Bausatz gesehen und mir das Teil bei Lengtronik hier
> vor Ort mal angeschaut. Ich glaube das könnte ein Ansatz dazu sein.

Hallo,

erzähl mal bitte woraus der Bausatz besteht. Die Infos bei Gigia-Tech
sind etwas dürtig.

73 Uwe
dl6mpg

---
"The hard part was figuring out how to destroy the
physical universe. But I think we've solved that."
- Marcus Larry, 1999

Frank Berger

unread,
Nov 19, 2001, 9:44:00 AM11/19/01
to
"Michael Holzt" <k...@oii.expires-usenet.fqdn.org> schrieb im Newsbeitrag
news:slrn9vi04...@mutsumi.fqdn.org...

> On Mon, 19 Nov 2001 13:31:09 +0100, Frank Berger <f.be...@ebm-berger.de>
wrote:
> > schaut doch mal bei www.giga-tech.de rein ich habe dort ein
Reflektometer
> > als Bausatz gesehen und mir das Teil bei Lengtronik hier vor Ort mal
> > angeschaut.
>
> Stellt sich die Frage was man für den Preis an Genauigkeit erwarten kann.
> Wenn ich das Recht verstehe, ist das auf Platine geätzt, während hier
> im Thread die ganze Zeit von hochgenauen auf einer Drehbank
herzustellenden
> Teilen war.
>
Hallo Michael ....

ich habe auch weder was von Genauigkeit geschrieben und auch nicht behauptet
dass dies der Ersatz für ein fertiges Gerät darstellt welches erheblich
teurer ist, sondern lediglich dies als Ansatz zur Lösung im Eigenbau
gesehen.
Denn wenn ich mich recht erinnere war ja die Frage nach dem Eigenbau.

Nicht mehr und nicht weniger!


Michael Holzt

unread,
Nov 19, 2001, 9:48:18 AM11/19/01
to
On Mon, 19 Nov 2001 15:44:00 +0100, Frank Berger <f.be...@ebm-berger.de> wrote:
> ich habe auch weder was von Genauigkeit geschrieben und auch nicht behauptet
> dass dies der Ersatz für ein fertiges Gerät darstellt welches erheblich
> teurer ist,

Das habe ich auch nicht behauptet. Aber die Frage nach der Genauigkeit
ist trotzdem valide. Es stellt einen Unterschied dar, ob der Unterschied
zur Drehbank-Lösung riesengroß ist (also die Platinen-Lösung nicht mal
zum schätzen taugt) oder nur mittelmäßig. Und das wäre die Frage.

Mathias Köhler

unread,
Nov 19, 2001, 1:01:24 PM11/19/01
to
Hallo Michael, Hallo Leute,

Michael Holzt schrieb:

> ......Aber die Frage nach der Genauigkeit


> ist trotzdem valide. Es stellt einen Unterschied dar, ob der Unterschied
> zur Drehbank-Lösung riesengroß ist (also die Platinen-Lösung nicht mal
> zum schätzen taugt) oder nur mittelmäßig. Und das wäre die Frage.

Die SWR-Messung ist doch eine Relativ-Messung (Schätzung, Vergleich...). Wir wollen
doch nur wissen, ob mehr Leistung an die Antenne geht, als zurückkommt. Muß das
Messgerät dafür _genau_ sein ?

Vorlauf -> Anzeige auf max. Zeigerausschlag, Rücklauf -> Zeiger steht irgendwo
deulich niedriger als vorher. Das reicht doch zum optimieren der Antenne, oder ?

Das ein SWR-Meter natürlich der Frequenz entsprechend sauber aufgebaut werden
sollte, ist klar, aber wer viel misst, misst Mist ;-)

Um den Aufwand gering zu halten, bietet sich dann doch der o.g. Bausatz in
Stripline-Technik an.

Viel Spaß beim Basteln.

Norbert Goettsche

unread,
Nov 19, 2001, 1:50:37 PM11/19/01
to
Sorry, das Original von Michael ist schon weg :-)

>Besonders edel sind natürlich Richtkopller aus versilberten
>Messingteilen.

Fa. EME, Karl Müller, DC3CD, baut sehr gute Richtkoppler. Diese und
das DJ9BV-Wattmeter benutze ich auch. Schöne Sache!

Norbert

--
CB SevenFifty '98 | 42,70 Mm | HHH#2
"Koffer sind was feines..."

Frank Berger

unread,
Nov 19, 2001, 1:55:31 PM11/19/01
to
"Michael Holzt" schrieb ...

> On Mon, 19 Nov 2001 15:44:00 +0100, Frank Berger <f.be...@ebm-berger.de>
wrote:
> > ich habe auch weder was von Genauigkeit geschrieben und auch nicht
behauptet
> > dass dies der Ersatz für ein fertiges Gerät darstellt welches erheblich
> > teurer ist,
>
> Das habe ich auch nicht behauptet. Aber die Frage nach der Genauigkeit
> ist trotzdem valide. Es stellt einen Unterschied dar, ob der Unterschied
> zur Drehbank-Lösung riesengroß ist (also die Platinen-Lösung nicht mal
> zum schätzen taugt) oder nur mittelmäßig. Und das wäre die Frage.
>
Also Michael ...

ich war eben noch mal bei Lengtronik und habe mit Walter DG0EW über das
Thema gesprochen.
Also wenn man den Bausatz sauber aufbaut, hat man damit durchaus ein
Messmittel um für den amateurmässigen Gebrauch Messungen bezüglich SWR bzw.
Leistungsmaximum machen zu können. Wenn man jedoch höhere Ansprüche an die
Genauigkeit stellt muss man wohl sehr tief in die Tasche greifen und ein
kommerzielles Produkt benutzen.
Wir haben jedoch vor zum testen von Bausätzen ATV-TX 23/13 solch ein
Reflektometer zu benutzen. Habe deshalb solch einen Bausatz mitgenommen und
werde den am Wochenende mal zusammenbaun.
Wenn das Projekt fertig ist kann ich gern mal berichten und ein paar Fotos
zur Verfügung stellen.

73 de Frank


Hermann Boehm

unread,
Nov 19, 2001, 1:58:50 PM11/19/01
to
"Michael Holzt" schrieb:

> Es stellt einen Unterschied dar, ob der Unterschied
> zur Drehbank-Lösung riesengroß ist (also die Platinen-Lösung nicht mal
> zum schätzen taugt) oder nur mittelmäßig. Und das wäre die Frage.

Hallo allerseits,

Michael, für diesen Frequenzbereich nicht mal mittelmäßig. Du kannst ruhig
glauben, was Dieter, DL7UDP, bezüglich dem zu teribenden Aufwand geschrieben
hat. Auch mit seinen Anmerkungen zu den Schottky-Dioden hat er insofern
recht, dass es eben die richtigen Typen sein müssen. ;-) Ergänzend wäre zu
erwähnen, dass man sich so einen Richtkoppler auch aus Kupfer-/Messingrohren
mit entsprechenden Durchmessern aufbauen kann, um auf das richtige Z zu
kommen (Informationen hierzu siehe Meinke-Gundlach oder andere
Fachliteratur) und das ganze versilbert. Präzision ist aber auch dabei
geboten.

Die Frage ist allerdings, ob sich der Aufwand lohnt, bzw. was man damit
machen möchte. Wenn man sich etwas näher mit der Materie befasst, kommt man
schnell drauf, dass die SWR-Thematik in den meisten Fällen überbewertet
wird. Du musst Dir mal vorstellen, dass bei einem SWR von 2 ca.10 Prozent
der Leistung reflektiert wird und bei einem SWR von 3 sind's 25 Prozent.
Rechne mal aus, wieviel dB das sind ...

Hinzu kommt, dass die meisten Messanordnungen sowieso fragwürdig sind. Wenn
beispielsweise nach dem Sender ein SWR-Meter ein SWR von 1,2 anzeigt, heißt
das noch lange nicht, dass dies auch für den Speisepunkt der Antenne
zutrifft. Richtigerweise müsste man nämlich dort messen oder zumindest eine
Antennenleitung mit definierter Länge (elektrische Länge Lambda/2 oder ein
Vielfaches davon, bezogen auf die Betriebsfrequenz) einfügen, um
Transformationen zu vermeiden. Und wer tut das?

Aber sicher kannst Du es mit einer Platinenlösung versuchen. Erwarte dann
aber keine MESSERGEBNISSE. Vermutlich würdest Du dann auch verwundert
feststellen, wie gut das SWR bei geringer Leistung ist, sich aber bei
Leistungserhöhung zunehmend "verschlechtert". Aber damit würde ich jetzt zu
tief einsteigen.

73 de Hermann, DK6XH


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