Wie gehts denn dann mit der Betriebstart CW weiter? Stirbt sie?
Überlebt sie in einem Reservat, das von AGCW- und HSC-Enthusiasten
handtastend bevölkert wird? Darf man nur noch dann auf Kurzwelle
funken UND im DARC Mitglied sein, wenn man dessen "CW-Statement"
erfüllt? Oder wird der Amateurfunk dann - wie DARC-Vorstandsmitglied
Hans-Jörg Unglaub dem Wirtschaftsministerium versicherte, "in die
Niveaulosigkeit abrutschen" - auf der sich nach Meinung des DARC die
Nicht-Kurzwellenlizenzler dann wohl schon befinden?
Ich bin auf Vorschläge gespannt, wie man das Überleben von CW sichern
möchte. Meine Strategie war es bisher, in der allgemein zugänglichen
Öffentlichkeit CW als liebenswerte Facette des Amateurfunks
darzustellen. Davon werde ich in Zukunft Abstand nehmen und nur noch
drei, vier begonnene Projekte beenden. Der Grund liegt - so glaube ich
- auf der Hand: Wenn ich hier die Reaktionen sehe ("Großkotz" ist ja
nur Spitze des Eisberges), dann möchte ich nicht, daß
CW-Interessierte, die aufgrund beispielsweise der Vorstellung einer
Morsetaste Gefallen an CW finden, mit diesen Teilen des Vereinsfunks
konfrontiert wird.
Nach wie vor halte ich eine starke Öffentlichkeitsarbeit "pro CW" zur
Erhaltung der Betriebsart für essentiell. Sicherlich werden jene
Vereinsfunker, die ihrem Haß gegen Andersdenkende hier freien Lauf
lassen, nun diese Lücke in Zeitungen & Zeitschriften mit Artikeln &
Bildern trefflich & effizient füllen.
Aber vielleicht gibt es ja noch einge Reihe weiterer Ideen, bei denen
"CW" als - im Sinne des CW-Statements des DARC - als tragendes Element
des Kurzwellen-Freizeitfunks funktioniert.
Ich bin gespannt auf eine KONSTRUKTIVE Diskussion! 73 de Nils, DK8OK
>Wie gehts denn dann mit der Betriebstart CW weiter?
Wie bisher.
>Stirbt sie?
Warum sollte sie?
>Überlebt sie in einem Reservat, das von AGCW- und HSC-Enthusiasten
>handtastend bevölkert wird?
???
>Ich bin auf Vorschläge gespannt, wie man das Überleben von CW sichern
>möchte.
Was gibt es da zu sichern? Wer Spass daran hat, macht es, wer nicht,
der laesst es bleiben, so wie bei jeder anderen Betriebsart auch.
>Meine Strategie war es bisher, in der allgemein zugänglichen
>Öffentlichkeit CW als liebenswerte Facette des Amateurfunks
>darzustellen. Davon werde ich in Zukunft Abstand nehmen und nur noch
>drei, vier begonnene Projekte beenden.
CW wird auch ohne _deine Werbung_ ueberleben.
> Der Grund liegt - so glaube ich
>- auf der Hand: Wenn ich hier die Reaktionen sehe ("Großkotz" ist ja
>nur Spitze des Eisberges), dann möchte ich nicht, daß
>CW-Interessierte, die aufgrund beispielsweise der Vorstellung einer
>Morsetaste Gefallen an CW finden, mit diesen Teilen des Vereinsfunks
>konfrontiert wird.
Wenn Du deine Aktivitaeten nach ein paar Leuten ausrichtest, die ein
wenig neben der Spur laufen, dann ist das dein Problem.
>Nach wie vor halte ich eine starke Öffentlichkeitsarbeit "pro CW" zur
>Erhaltung der Betriebsart für essentiell. Sicherlich werden jene
>Vereinsfunker, die ihrem Haß gegen Andersdenkende hier freien Lauf
>lassen, nun diese Lücke in Zeitungen & Zeitschriften mit Artikeln &
>Bildern trefflich & effizient füllen.
Dem muendigen Buerger kannst Du schon zutrauen, dass er sich eine
eigene Meinung bildet.
>Aber vielleicht gibt es ja noch einge Reihe weiterer Ideen, bei denen
>"CW" als - im Sinne des CW-Statements des DARC - als tragendes Element
>des Kurzwellen-Freizeitfunks funktioniert.
Wozu? Uebrigens ist es bei der Vielfalt der Meinungen von ueber 50.000
Mitgliedern wohl kaum moeglich, immer die Interessen aller zu
vertreten.
73 es cuagn de DK8DG
--
http://www.dk8dg.germ.de
Ich habe zu "überlebt CW" eine schlichte Haltung: CW kann nur durch
seine eigene Attraktivität überleben - nicht aber durch intensiv-
medizinische Massnahmen.
Die Befürworter von CW müssen es schaffen, diese Betriebsart als
wünschenswert und attraktiv in der Öffentlichkeit darzustellen -
ohne jede staatliche Unterstützung. Gelingt dies nicht, dann
hat - so leid mir das tut - CW keine Zukunft.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
>Ich habe zu "überlebt CW" eine schlichte Haltung: CW kann nur durch
>seine eigene Attraktivität überleben - nicht aber durch intensiv-
>medizinische Massnahmen.
Stimmt.
>Die Befürworter von CW müssen es schaffen, diese Betriebsart als
>wünschenswert und attraktiv in der Öffentlichkeit darzustellen -
>ohne jede staatliche Unterstützung.
Es gibt keine Befuerworter oder Gegner von CW. Die gab es hoechstens
beim Thema CW-Pruefung als Zugangsvoraussetzung zur Kurzwelle. Das
Thema ist nun Geschichte. Wer Spass an CW hat, der macht es, wer
nicht, der laesst es bleiben. CW lebt - auch ohne kuenstliche
Beatmung.
>Gelingt dies nicht, dann
>hat - so leid mir das tut - CW keine Zukunft.
Glaube mir, CW wird es immer geben, genauso lange wie gesegelt wird,
obwohl es Motoren gibt.
P.S. Wieso interessiert dich das ueberhaupt?
Du könntest Dich natürlich auch einmal fragen, *warum* ich Dich als Großkotz
bezeichnet habe. Ich fasse es noch einmal prägnant und bündig zusammen:
Hier in der Newsgroup strotzt es nur von Funkamateuren, die nicht nur CW
können, sondern es aktiv betreiben. Wenn dann ein OM Schiffhauer daherkommt
und die große Belehrungsaktion in Sachen CW abläßt, dann sollte er sich
dieses Umfeldes bewußt sein und nicht auftreten, als sei er der einzige
Retter des Universums.
Zur Rettung der Betriebsart braucht es vor allem eins: Aktivität in eben
jener Betriebsart. Und an genau diesem Punkt hapert es bei Dir auf ziemlich
massive Art und Weise. Poste mal Dein Logbuch, damit andere wissen, was Du
*tust* und nicht nur *redest*.
Abgesehen davon solltest Du Dir Vokabeln wie "Vereinsfunker" sparen. Im
Gegensatz zur Einheitspartei des verflossenen Sozialismus darf man im freien
Westen durchaus Mitglied in einem Verein sein und sich dennoch den Luxus
einer eigenen Meinung erlauben. Wenn ich als Mitglied des DARC, des HSC,
VHSC, SHSC, EHSC und FOC bekannt bin, dann mögen das für Dich Vereine sein,
die Dir nicht wohlgesonnen sind, oder deren Eintrittsvoraussetzungen zu
erfüllen Du nicht willens oder in der Lage bist, was aber nichts an der
Tatsache ändert, daß man auch als Mitglied dieser Vereine nicht
notwendigerweise den Verstand an der Garderobe abgibt.
Ach so, was die kreativen Vorschläge zur Erhaltung von CW angeht, so wirst
Du als aktiver CWist sicherlich FY/DL5CF gearbeitet haben, der ja in keiner
anderen Betriebsart zu hören war. Auf seiner QSL findet sich der wohl beste
Hinweis, den man auch Dir geben kann:
CW - don't talk about it, just do it!
Peter Lemken
DF5JT
Berlin
--
Das Priester-Zoelibat ist das erfolgreichste Eugenik-Projekt der
Menschheit. Es besticht auch in Momenten scheinbaren Versagens mit der
Eleganz seines Entwurfs.
-- Mirko Liss in d.a.s.r
Nils Schiffhauer schrieb:
>
> Auch wenn der DARC - als einziger deutscher Verein - neulich im
> Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für die Beibehaltung
> des Nachweises manueller CW-Kenntnisse beim Kurzwellenzugang gestimmt
> hat:
Ich begrüße dieses Abstimmverhalten grundsätzlich, sie entspricht meiner
Vorstellung eines mehrstufigen Prüfungsstems, welches in seiner höchsten
Stufe alle Betriebsarten umfassen sollte.
> Spätestens im Jahre 2003 ist auch in Deutschland Schluß mit
> dieser Hürde.
Woher weißt Du das ? Man kann das zwar annehmen, entschieden ist das
aber nicht. Ein Wegfall der CW-Pflicht!! bedeutet nicht, daß die CEPT
sich auch von dieser Prüfung verabschiedet. Es ist allerdings zumindest
davon auszugehen, daß dieser Worst Case eintritt.
> Wie gehts denn dann mit der Betriebstart CW weiter? Stirbt sie?
Nein.
> Überlebt sie in einem Reservat, das von AGCW- und HSC-Enthusiasten
> handtastend bevölkert wird?
Es ist mir neu, daß die AGCW aus Handtasten-Puristen bestehen soll. Es
gibt dort, wie überall, allerdings sicher auch Funkfreunde, welche die
Handtaste bevorzugen. Spätestens nach den ersten großen UKW-Kontesten
und stundenlangem handtastenden CQ-Ruf belehrte ich mich eines
besseren.....
> Darf man nur noch dann auf Kurzwelle
> funken UND im DARC Mitglied sein, wenn man dessen "CW-Statement"
> erfüllt?
Was soll diese "präventive" Stimmungsmache gegen den DARC ? Laß doch
bitte mal Deine persönlichen Gefühle außen vor, wenn Du hier über die
Zukunft unseres Hobbies mitdebattieren willst - was ja ansich durchaus
lobenswert ist. Kein Mensch hat so eine verquere "Kombination" bisher
auch nur angedacht.
Wie man im Vorfeld versucht, Prüfungsinhalte zu gestalten, ist das Eine
- das Andere ist die Behandlung der zu diesen Inhalten dann geprüften.
Hier gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz. Schließlich können zukünftige
Kurzwellenfunkamateure nichts dafür, daß sie keine CW-Prüfung ablegen
durften....
> Oder wird der Amateurfunk dann - wie DARC-Vorstandsmitglied
> Hans-Jörg Unglaub dem Wirtschaftsministerium versicherte, "in die
> Niveaulosigkeit abrutschen" -
Der Wegfall der CW-Prüfung wird das nicht bewirken - es gibt andere
Faktoren, die dies bereits tun. Man betrachte nur die Untätigkeit bzw.
Hilflosigkeit der Behörde gegenüber bestimmten Mißständen. Ob das nun
pöbelnde, betrunkene CEPT-1-Inhaber im 40- oder 80m-Band oder Klasse 2
oder 3-Inhaber in PR sind, ist dabei egal. In Bezug auf CW hat mir die
Argumentationsweise des DARCs nicht besonders zugesagt.
Gleichwohl: Auch CW hat etwas mit Niveau zu tun: Niveau als anderer
Begriff für die Gesamtmenge der beherrschten Betriebsarten. Woraus der
Umkehrschluß folgt, daß ein Funkamateur, welcher nur CW betreibt eben
nicht automatisch über ein höheres betriebstechnisches Potential verfügt
wie jener Funkamateur, welcher eine exzellente Handhabe von Phonie- oder
SSTV-QSOs vorweist.
Besser wäre es, "Niveau" vom "Idealbild" eines Funkamateurs abzuleiten.
Dieser ist sämtlichen Betriebsarten gegenüber aufgeschlossen (aus
Zeitgründen gleichwohl fast unmöglich), technisch und betriebstechnisch
versiert, und achtet die Werte unserer Gemeinschaft. Stichwort
Ham-Spirit.
Der Tempo-250-Nur-Kontester ist für mich sicher nicht der ideale
Funkamateur - jener, der sich selbst zum "Kontest-Hasser" profiliert und
nur Klönrunden "fährt", aber genauso wenig.
> auf der sich nach Meinung des DARC die
> Nicht-Kurzwellenlizenzler dann wohl schon befinden?
Wieder eine üble Unterstellung. Ich bin auch in den Jahren meiner
"Klasse-C-Zugehörigkeit" nie geringschätzig behandelt worden. Genauso
ergeht es den meisten anderen Funkamateuren ebenso (Negativbeispiele
sind die Ausnahme). Die Tatsache, daß es im DARC Stimmen gibt, welche CW
als NIVEAUHEBEND betrachten, bedeutet nicht, daß diese
Nicht-Telegrafisten Niveaulosigkeit unterstellen würden. Obiges ist ein
unzulässiger Umkehrschluß Deinerseits, Nils.
Anbei sei gefragt: Wer ist der DARC ? Genau, es ist die Gesamtheit
seiner Mitglieder mit ihren vielen unterschiedlichen Strömungen. Eben
eine Ansammlung von mehr als 50000 Individualisten mit
unterschiedlichsten Interessen.
> Ich bin auf Vorschläge gespannt, wie man das Überleben von CW sichern
> möchte.
Exemplarisch ein paar Vorschläge (es gibt durchaus mehr, aber es muß ja
nicht gleich ein Roman werden...):
- Noch-Nicht-Funkamateuren könne mit Decodern schonmal "reinhören", und
die Vielfalt dieser Betriebsart dort betrachten, wo die Dekoder noch
etwas "verstehen".
- "Schon-Funkamateuren" kann man den "Mund wässrig machen", indem man
den Spaß und die Freude an der Betriebsart CW und deren Überlegenheit im
DX-Betrieb verdeutlicht. Dies gilt ganz besonders auch für die
UKW-Bänder, auf denen Digimodes eher problematisch in ihrer Handhabung
sind (siehe auch den nächsten Absatz).
- Die Kombination aus Selbstbau und CW als "einfachen" Einstieg in den
HF-Selbstbau muß gefördert werden.
- Vorstellung von CW-Projekte im Freundeskreis, OVe des DARC e.V. sind
dazu ideale Strukturen !!! Dort könnten kostenlose CW-Schnupperkurse in
kleinen Häppchen einen streßfreien Einstieg ermöglichen.
> Meine Strategie war es bisher, in der allgemein zugänglichen
> Öffentlichkeit CW als liebenswerte Facette des Amateurfunks
> darzustellen. Davon werde ich in Zukunft Abstand nehmen und nur noch
> drei, vier begonnene Projekte beenden.
Schade. Ich muß allerdings zugeben, daß ich von Deinen Artikeln nicht
unbedingt so besonders angetan bin. Zu viele Seitenhiebe gegen den ach
so bösen Vereinsfunk, und gerade auch in Deinen
Digimode-Veröffentlichungen eine zu ungerechte "Schlechtrechnung" von CW
- dort verschweigst Du nämlich die zusätzliche Selektionswirkung des
menschlichen Gehörs - und setzt einen viel zu hohen S/N für CW an, der
ja oft noch höher liegt als der für "gerade-noch-SSB" nötige S/N.
Anders gesagt: der große technische Vorteil von CW, welcher übrigens
auch auf dem Verzicht von Informationen in Phase und Frequenz des
HF-Signals basiert (vom Signalzustand her ist CW eine reine zweiwertige
ASK), wird zu wenig herausgearbeitet.
> Der Grund liegt - so glaube ich
> - auf der Hand: Wenn ich hier die Reaktionen sehe ("Großkotz" ist ja
> nur Spitze des Eisberges), dann möchte ich nicht, daß
Wenn Du eine öffentliche Diskussion anstößt, mußt Du auch damit rechnen,
daß Dir widersprochen wird, und nicht immer wird dieser Widerspruch die
gebotene Sachlichkeit enthalten. Das ist insbesondere dann der Fall,
wenn einer aus "emotionaler Sicht vorbelasteten" Person widersprochen
wird. Auch auf meine Artikel in der CQDL habe ich nicht immer sachliche
und freundliche Kritik erhalten. Hier muß einfach das eigene dicke Fell
dick genug sein.
> CW-Interessierte, die aufgrund beispielsweise der Vorstellung einer
> Morsetaste Gefallen an CW finden, mit diesen Teilen des Vereinsfunks
> konfrontiert wird.
Mit Vereinsfunk hat das alles recht wenig zu tun. Da nunmal die
allermeisten aktiven Funkamateure, insbesondere die auf Direktfrequenzen
und Kurzwelle aktiven Funkamateure, Mitglied des DARC e.V. sind, ist es
auch einfach nur logisch, daß eben auch die meisten jener, welche auf
Deine Artikel oder Diskussionsbeiträge reagieren, ebenfalls Mitglieder
des DARCs sind.
> Nach wie vor halte ich eine starke Öffentlichkeitsarbeit "pro CW" zur
> Erhaltung der Betriebsart für essentiell.
Zweifelsohne. Siehe obige Ausführungen.
> Sicherlich werden jene
> Vereinsfunker, die ihrem Haß gegen Andersdenkende hier freien Lauf
> lassen,
Wer läßt bitteschön hier seinem Haß freien Lauf ? Ist Widerspruch und
Kritik für Dich bereits Haß ? Lieber Nils, Dein Verhalten in der
Öffentlichkeit mißfällt vielen Lesern, und nicht nur solchen, die sich
in irgendeiner Form besonders mit dem DARC verbunden fühlen. Es sind
Deine vielen Seitenhiebe gegen den DARC, die man in all Deinen
Publikationen (oftmals auch nur zwischen den Zeilen) findet, welche
Resentiments gegen Deine Person am Leben erhalten. Solange diese
"Seitenhiebe", welche oft ebenfalls als Ausdruck von Haß empfunden
werden, an der Tagesordnung sind, wird es den meisten Funkamateuren
schwer fallen, einen Strich unter die Vergangenheit im Verhältnis zu Dir
zu ziehen. Das mag man kritisch betrachten, es ist menschlich aber allzu
verständlich.
> nun diese Lücke in Zeitungen & Zeitschriften mit Artikeln &
> Bildern trefflich & effizient füllen.
> Aber vielleicht gibt es ja noch einge Reihe weiterer Ideen, bei denen
> "CW" als - im Sinne des CW-Statements des DARC - als tragendes Element
> des Kurzwellen-Freizeitfunks funktioniert.
Wieso eigentlich diese Selbstbeschränkung auf Kurzwelle ? Das ist genau
diese "Ewig-gestrige" Haltung, die jenen immer wieder (zu Unrecht!)
vorgeworfen wird, welche an der CW-Prüfung festhalten wollen. Seit rund
50 Jahren ist Amateurfunk eben KEIN Kurzwellen-Freizeitfunk, sondern ein
technisch-experimenteller Funkdienst, der genauso Frequenzbereiche
oberhalb 30 MHz bedient. Hinsichtlich seines technisch-experimentellen
Auftrags sind diese sogar ganz besonders wichtig !
> Ich bin gespannt auf eine KONSTRUKTIVE Diskussion! 73 de Nils, DK8OK
Gerne.
73,
Ulrich Hilsinger, DH0GHU
dh0...@darc.de
www.dh0ghu.de
PR: dh0ghu@db0cz.#bw.deu.eu
[...]
>
> Hier in der Newsgroup strotzt es nur von Funkamateuren, die nicht nur
> CW können, sondern es aktiv betreiben. Wenn dann ein OM Schiffhauer
> daherkommt und die große Belehrungsaktion in Sachen CW abläßt, dann
> sollte er sich dieses Umfeldes bewußt sein und nicht auftreten, als
> sei er der einzige Retter des Universums.
>
Die Annahme, daß es hier Funkamateure gibt, die CW können und
praktizieren, ist vermutlich zutreffend. Der Ausdruck "strotzt nur so"
deutet aber auf eine solide Mehrheit der CWisten hin, für die ich
derzeit keinen Anzeichen sehe.
> Zur Rettung der Betriebsart braucht es vor allem eins: Aktivität in
> eben jener Betriebsart. Und an genau diesem Punkt hapert es bei Dir
> auf ziemlich massive Art und Weise. Poste mal Dein Logbuch, damit
> andere wissen, was Du *tust* und nicht nur *redest*.
>
CW ist nicht von Nils Schiffhauer abhängig. Wer für seine Betriebsart
Werbung machen will, geht auf Personen zu, die noch zu überzeugen
sind, nicht auf welche, die es schon sind. Nur Betrieb bedeutet den
Ausschluss derer, die noch nicht Betrieb machen.
> Abgesehen davon solltest Du Dir Vokabeln wie "Vereinsfunker" sparen.
> Im Gegensatz zur Einheitspartei des verflossenen Sozialismus darf man
Was bitte, hat der Sozialismus hier verloren ??
Wem unterstellst du hier seine Methoden ??
> im freien Westen durchaus Mitglied in einem Verein sein und sich
den freien Westen gibt es eigentlich auch nicht mehr. Ich frage mich
langsam, in welchem Zeitalter du lebst, oder sind die Nachrichten der
letzten Jahre an dir vorbeigegangen ? ( sie wurden villeicht nicht in
CW gesendet ??)
> dennoch den Luxus einer eigenen Meinung erlauben. Wenn ich als
Wieso LUXUS ?? Die Meinungsfreiheit ist für jeden da.
> Mitglied des DARC, des HSC, VHSC, SHSC, EHSC und FOC bekannt bin,
> dann mögen das für Dich Vereine sein, die Dir nicht wohlgesonnen
> sind, oder deren Eintrittsvoraussetzungen zu erfüllen Du nicht
> willens oder in der Lage bist, was aber nichts an der Tatsache
> ändert, daß man auch als Mitglied dieser Vereine nicht
> notwendigerweise den Verstand an der Garderobe abgibt.
Was es aber auch nicht ausschliesst.
> Ach so, was die kreativen Vorschläge zur Erhaltung von CW angeht, so
> wirst Du als aktiver CWist sicherlich FY/DL5CF gearbeitet haben, der
> ja in keiner anderen Betriebsart zu hören war. Auf seiner QSL findet
> sich der wohl beste Hinweis, den man auch Dir geben kann:
>
> CW - don't talk about it, just do it!
>
Du könntest Dich natürlich auch einmal fragen, *warum* ich Dich als
> Großkotz bezeichnet habe.
Weil du in deiner Antwort eigentlich keine oder unzutreffende
Begründungen gegeben hast ( Argument möchte ich das nicht nennen).
Wenn eine Antwort aber so wenig Substanz und soviele Beleidigungen und
Abfälligkeiten enthält, deutet das darauf hin, daß der Antwortende
eigentlich nichts sagen kann oder will.
Zum Thema CW Prüfung gibt es sicher mache Begründung dafür oder
dagegen, aber ich sehe keinen zwingenden Grund, Beleidigungen zu
äussern. Besonders schon mal nicht gegen Leute, deren Meiunung von
meiner abweicht.
Robert
--
They played Beethoven last night.
Beethoven lost.
> Überlebt sie in einem Reservat, das von AGCW- und HSC-Enthusiasten
> handtastend bevölkert wird?
AGCW ja,handtastend nein.Ich benutze einen Sqeezer
> Darf man nur noch dann auf Kurzwelle
> funken UND im DARC Mitglied sein, wenn man dessen "CW-Statement"
> erfüllt? Oder wird der Amateurfunk dann - wie DARC-Vorstandsmitglied
> Hans-Jörg Unglaub dem Wirtschaftsministerium versicherte, "in die
> Niveaulosigkeit abrutschen" - auf der sich nach Meinung des DARC die
> Nicht-Kurzwellenlizenzler dann wohl schon befinden?
Die "Nicht-Kurzwellenlizenzler" werden Dir was husten !
>
> Ich bin auf Vorschläge gespannt, wie man das Überleben von CW sichern
> möchte. Meine Strategie war es bisher, in der allgemein zugänglichen
> Öffentlichkeit CW als liebenswerte Facette des Amateurfunks
> darzustellen. Davon werde ich in Zukunft Abstand nehmen und nur noch
> drei, vier begonnene Projekte beenden. Der Grund liegt - so glaube ich
> - auf der Hand: Wenn ich hier die Reaktionen sehe ("Großkotz" ist ja
> nur Spitze des Eisberges), dann möchte ich nicht, daß
> CW-Interessierte, die aufgrund beispielsweise der Vorstellung einer
> Morsetaste Gefallen an CW finden, mit diesen Teilen des Vereinsfunks
> konfrontiert wird.
Und was bitteschön ist Vereinsfunk ? Die Aktivität spielt sich bei mir
ausschließlich zuhause im Shack ab,im "Verein" bin ich bloß,um QSL-Karten
abzugeben und abzuholen
>
> Nach wie vor halte ich eine starke Öffentlichkeitsarbeit "pro CW" zur
> Erhaltung der Betriebsart für essentiell. Sicherlich werden jene
> Vereinsfunker, die ihrem Haß gegen Andersdenkende hier freien Lauf
> lassen, nun diese Lücke in Zeitungen & Zeitschriften mit Artikeln &
> Bildern trefflich & effizient füllen.
Was hast Du eigentlich immer mit Deinen Bildern und Artikeln ? Damit erhält
man kein CW,nur mit selber machen
> Aber vielleicht gibt es ja noch einge Reihe weiterer Ideen, bei denen
> "CW" als - im Sinne des CW-Statements des DARC - als tragendes Element
> des Kurzwellen-Freizeitfunks funktioniert.
>
> Ich bin gespannt auf eine KONSTRUKTIVE Diskussion! 73 de Nils, DK8OK
Ich auch.
73
Tom
Welches ich hier nicht einmal ansatzweise ansprach.
>Nein! Solange *irgendwo* auf Kurzwelle noch CW existiert, solange
>Funker der Faszination dieser "geheimen" Zeichen erlegen sind,
>solange Funker stolz auf die *eigenen* Faehigkeiten des Verstehens
>sind - mache ich mir keine Bange.
ack
> Es wird weniger - aber auch *nur* das...
Aber nicht wegen der fehlenden Pruefung, sondern weil die Generation
von OMs, die zu 100% CW beherrschen und pflegen (es gab fuer sie ja
frueher keine andere Betriebsart) langsam ausstirbt. Ich schaetze mal,
dass sich der Anteil der aktiven CWisten zu der Anzahl aller
Rufzeichen langfristig auf irgendeinen Wert einpendelt und der wird
sicher deutlich groesser als 0% sein.
>Zur Rettung der Betriebsart braucht es vor allem eins: Aktivität in eben
>jener Betriebsart.
Retten kann ich nur etwas, das vom Untergang bedroht ist. Der
Untergang von CW wird zwar gern von einigen Leuten herbeigeredet. Ich
sehe ihn nicht, und ich bin mir auch voellig sicher, dass er nicht
stattfindet, insofern ist "Rettung" sicher das falsche Wort.
>Und an genau diesem Punkt hapert es bei Dir auf ziemlich
>massive Art und Weise. Poste mal Dein Logbuch, damit andere wissen, was Du
>*tust* und nicht nur *redest*.
Mit Aktivitaet allein erreichst Du bestenfalls, dass OMs, die bereits
CW beherrschen, aktiver werden. Ebenso wichtig ist es aber, Leute
dafuer zu begeistern, die es noch nicht ko(e)nnen, und dabei nuetzt
dir die Aktivitaet auf dem Band eher weniger.
Wenn ich mir die Home-Page von Ludwig ansehe, dann bin ich mir sicher,
dass dadurch erheblich mehr Motivation bei Nicht-OMs geschaffen wird,
als von deinen Aktivitaeten auf dem Band und vor allem von deinem
Auftreten hier, dass von einigen Lesern als arrogant bezeichnet wird.
Wenn ich deine Ausserungen hier in der NG mit CW assoziiere, dann
wirkt das fuer mich eher abstossend, als anziehend.
> > Ich bin auf Vorschläge gespannt, wie man das Überleben von CW sichern
> > möchte.
> Exemplarisch ein paar Vorschläge (es gibt durchaus mehr, aber es muß ja
> nicht gleich ein Roman werden...):
>
> - Noch-Nicht-Funkamateuren könne mit Decodern schonmal "reinhören", und
> die Vielfalt dieser Betriebsart dort betrachten, wo die Dekoder noch
> etwas "verstehen".
> - "Schon-Funkamateuren" kann man den "Mund wässrig machen", indem man
> den Spaß und die Freude an der Betriebsart CW und deren Überlegenheit im
> DX-Betrieb verdeutlicht. Dies gilt ganz besonders auch für die
> UKW-Bänder, auf denen Digimodes eher problematisch in ihrer Handhabung
> sind (siehe auch den nächsten Absatz).
> - Die Kombination aus Selbstbau und CW als "einfachen" Einstieg in den
> HF-Selbstbau muß gefördert werden.
> - Vorstellung von CW-Projekte im Freundeskreis, OVe des DARC e.V. sind
> dazu ideale Strukturen !!! Dort könnten kostenlose CW-Schnupperkurse in
> kleinen Häppchen einen streßfreien Einstieg ermöglichen.
Gute Ideen, wenn man das durch die CW-Brille sieht. Daß Decoder
gebraucht werden dürfen, ist allerdings gegen die gegenüber dem
Ministerium nicht nur im "CW-Statement" vorgetragene Meinung des DARC,
der explizit auf manuellen CW-Kenntnissen für den Kurzwellenzugang
besteht! Entscheidend wird sein der LEICHTE Zugang zu einer
10-Watt-Lizenz, darauf wird sich der Rest aufbauen müssen.
> so bösen Vereinsfunk, und gerade auch in Deinen
> Digimode-Veröffentlichungen eine zu ungerechte "Schlechtrechnung" von CW
> - dort verschweigst Du nämlich die zusätzliche Selektionswirkung des
> menschlichen Gehörs - und setzt einen viel zu hohen S/N für CW an, der
> ja oft noch höher liegt als der für "gerade-noch-SSB" nötige S/N.
> Anders gesagt: der große technische Vorteil von CW, welcher übrigens
> auch auf dem Verzicht von Informationen in Phase und Frequenz des
> HF-Signals basiert (vom Signalzustand her ist CW eine reine zweiwertige
> ASK), wird zu wenig herausgearbeitet.
Die Selektionswirkung des menschlichen Ohres habe ich vielfach -
zuletzt in einem Beitrag über die entsprechende Dissertation von
SM7CMY ("Signal Detection in Noise with special reference to
telegraphy") - öffentlich angesprochen, die cq-DL allerdings hat
meines Wissens nichts darüber veröffentlicht.
Zum Rest erbitte ich nähere Erläuterungen und Quellenangaben -
vielleicht anhand von Leistungsbilanz- und Beispielrechnungen für CW,
WSJT, PSK31, MFSK16 etc. Auch mit dem Fading-Simulator erhärtete
Ergebnisse, die die angebliche Überlegenheit von CW beispielsweise
gegenüber Pactor II darstellen, sind hochwillkommen!
> > Der Grund liegt - so glaube ich
> > - auf der Hand: Wenn ich hier die Reaktionen sehe ("Großkotz" ist ja
> > nur Spitze des Eisberges), dann möchte ich nicht, daß
> Wenn Du eine öffentliche Diskussion anstößt, mußt Du auch damit rechnen,
> daß Dir widersprochen wird, und nicht immer wird dieser Widerspruch die
> gebotene Sachlichkeit enthalten. Das ist insbesondere dann der Fall,
> wenn einer aus "emotionaler Sicht vorbelasteten" Person widersprochen
> wird. Auch auf meine Artikel in der CQDL habe ich nicht immer sachliche
> und freundliche Kritik erhalten. Hier muß einfach das eigene dicke Fell
> dick genug sein.
Danke - ich habe das als Solidarisierung mit dem FOC-Funker Lemken
verstanden, nicht als Distanzierung von seinen Beschimpfungen.
73 Nils, DK8OK
Ein Blick auf die Connect/Disconnect-Zyklen protokollorientierter
Betriebsarten wie PACTOR und AMTOR zeigt, daß sie im praktischen Betrieb
(Pile-Up, Contests, MS, Aurora) ungeeignet und dem manuellen CW in Sachen
Geschwindigkeit haushoch unterlegen sind. Ignoriert man die
Connects/Disconnects ergibt sich zwar eine vergleichsweise höhere
Geschwindigkeit, die aber mit Einbuße an Empfangssicherheit bezahlt wird,
weil das Ohr nicht nachkorrigieren kann. Das dürfte ein Grund für die
Tatsache sein, daß es im praktischen DX-Betrieb nur SSB, CW und in Ansätzen
RTTY gibt, obwohl PACTOR schon seit Jahren eine ausgereifte Betriebsart ist,
allerdings mit ganz anderer Ausrichtung.
>> Wenn Du eine öffentliche Diskussion anstößt, mußt Du auch damit rechnen,
>> daß Dir widersprochen wird, und nicht immer wird dieser Widerspruch die
>> gebotene Sachlichkeit enthalten. Das ist insbesondere dann der Fall,
>> wenn einer aus "emotionaler Sicht vorbelasteten" Person widersprochen
>> wird.
>
> Danke - ich habe das als Solidarisierung mit dem FOC-Funker Lemken
> verstanden, nicht als Distanzierung von seinen Beschimpfungen.
Hast Du ein Problem mit dem FOC?
ein Zitat von unten muss ich jetzt mal nach oben kopieren:
> Ich bin gespannt auf eine KONSTRUKTIVE Diskussion! 73 de Nils, DK8OK
Ich würde in dem Satz das Wort Diskussion hervorheben. Das bedeutet,
dass zwei Seiten miteinander reden. Es gibt schon eine Menge Postings
in diesem Thread mit einigen guten Denkanstößen. Wenn Du die jetzt noch
etwas großzügiger kommentierst, lässt sich Deine Position sicher besser
verstehen.
> Spätestens im Jahre 2003 ist auch in Deutschland Schluß mit
> dieser Hürde.
Ist das eine amtliche Aussage? Wenn ja, wo findet man die? Oder ist das
eher eine Prognose?
> Wie gehts denn dann mit der Betriebstart CW weiter? Stirbt sie?
Das Beispiel mit den Segelschiffen ist ja schon oft genannt worden.
> Darf man nur noch dann auf Kurzwelle
> funken UND im DARC Mitglied sein, wenn man dessen "CW-Statement"
> erfüllt?
Dein Unwillen dem DARC gegenüber lese ich immer wieder. Warum mischt Du
das immer in Deine Texte herein? Deine Meinung über den DARC hat mit
der Sache (Überleben von cw) an sich doch nicht wirklich viel zu tun.
> Oder wird der Amateurfunk dann [...] "in die
> Niveaulosigkeit abrutschen" - auf der sich nach Meinung des DARC die
> Nicht-Kurzwellenlizenzler dann wohl schon befinden?
Dann gibt es ja keine "Nicht-Kurzwellenlizenzler" mehr :-).
> Ich bin auf Vorschläge gespannt, wie man das Überleben von CW sichern
> möchte.
Das wird sich von alleine ergeben. Es hängt sicher auch daran, dass die
Aktiven im Rahmen ihrer Möglichkeiten "Werbung" dafür machen. Das
könnte zum Beispiel dadurch geschehen, dass man Freunden einfach mal
die Station vorführt und ein Beispiel QSO zeigt. Vielleicht mit
angeschlossenem Dekoder, damit auch die nicht Eingeweihten sofort lesen
können, worum es geht. Die technischen Spezifikationen werden auch
immer alleine für sich pro cw reden. Es muss nur auch begreifbar werden.
> Meine Strategie war es bisher, in der allgemein zugänglichen
> Öffentlichkeit CW als liebenswerte Facette des Amateurfunks
> darzustellen.
> Davon werde ich in Zukunft Abstand nehmen und nur noch
> drei, vier begonnene Projekte beenden.
Warum das denn?
> Der Grund liegt - so glaube ich
> - auf der Hand: Wenn ich hier die Reaktionen sehe ("Großkotz" ist ja
> nur Spitze des Eisberges),
Aha, gekränkte Eitelkeit... Also wenn Dir Peters Statements auf den
Wecker gehen, dann filtere ihn einfach. Das ist besser für den
Blutdruck. Achso, Du sprachst von Eisberg... Hm, das würde bedeuten,
dass es noch eine breite Masse geben muss, die genauso wie Peter denkt,
es aber vielleicht nicht sagt. *Das* würde mir an Deiner Stelle dann
wirklich zu denken geben :-).
> dann möchte ich nicht, daß
> CW-Interessierte, die aufgrund beispielsweise der Vorstellung einer
> Morsetaste Gefallen an CW finden, mit diesen Teilen des Vereinsfunks
> konfrontiert wird.
Zum Einen wirst Du nicht eine "geschützte Umgebung zur Aufzucht
zukünftiger cw-Liebhaber" erbauen können, zum Anderen finde ich Deinen
erneuten Seitenhieb auf den DARC wieder mal ziemlich neben der Sache.
Lass doch mal Deinen gekränkten Stolz beiseite. Einschnappen ist keine
Lösung. Es wird immer Leute geben, die herumpöbeln, kein Verständnis
für gutes Benehmen haben oder sich im Ton vergreifen oder einfach nur
anderer Meinung sind. Wenn Dir das immer so nahe geht, dass Deine
weiteren Reaktionen beißender Spott sind, brauchst Du wirklich ein
dickeres Fell. Die Welt wird Dich nicht mit Samthandschuhen anfassen
und cw-Interessierte sicher auch nicht.
> Sicherlich werden jene
> Vereinsfunker, die ihrem Haß gegen Andersdenkende hier freien Lauf
> lassen, nun diese Lücke in Zeitungen & Zeitschriften mit Artikeln &
> Bildern trefflich & effizient füllen.
Ich weiß noch nicht, warum es eine "Lücke" geben wird, aber von Hass
würde ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen. Ich bin sicher nicht
in allen Punkten Deiner Meinung. Unterstellst Du mir jetzt Hass? Das
wäre schade weil das Ende der "Diskussion", die Du eigentlich haben
wolltest.
> Aber vielleicht gibt es ja noch einge Reihe weiterer Ideen, bei denen
> "CW" als - im Sinne des CW-Statements des DARC - als tragendes Element
> des Kurzwellen-Freizeitfunks funktioniert.
Der DARC hat in meinen Augen nicht unmittelbar etwas mit cw zu tun. Auf
KW ist es eine recht weit verbreitete Betriebsart, wohl nicht ganz ohne
Grund. Im Rahmen seiner Möglichkeiten Werbung dafür zu machen, muss
jeder selber tun. Ich mache eher für den Amateurfunk an sich Werbung,
nicht für eine spezielle Betriebsart. Da kann sich jeder dann selber
sein Steckenpferd heraussuchen.
Zumindest verstehe ich so langsam, warum Dich im DARC niemand mehr
haben will. Das ist jetzt einfach mal eine Feststellung, kein Angriff
meinerseits.
73 de Elmar, DG1EHG - ja, ein Nicht-Kurzwelli; der trotzdem morsen übt.
Nils Schiffhauer schrieb:
> Gute Ideen, wenn man das durch die CW-Brille sieht. Daß Decoder
> gebraucht werden dürfen, ist allerdings gegen die gegenüber dem
> Ministerium nicht nur im "CW-Statement" vorgetragene Meinung des DARC,
> der explizit auf manuellen CW-Kenntnissen für den Kurzwellenzugang
> besteht!
Decoder ermöglichen dem noch-nicht-Morsenden, schon vorab zu erkennen,
daß in CW sehr viele interessante QSOs durchgeführt werden, und somit
diese Betriebsart erstrebenswert ist. Von der Anwendung im QSO-Betrieb
bin ich nicht sonderlich überzeugt. Im rechten Auge das Contestlog, im
Linken Auge den CW-Decoder ? Ich hätte damit Probleme :)
> Entscheidend wird sein der LEICHTE Zugang zu einer
> 10-Watt-Lizenz, darauf wird sich der Rest aufbauen müssen.
Der Zugang zu unserer jetzigen Klasse-3-Genehmigung ist einfach genug.
Deiner Forderung nach einer Prüfung ohne technische Kentnisse / ohne
Berechtigung zum HF-Selbstbau ist eine Absage zu erteilen, schon, weil
sie der Grunddefinition des Amateurfunks widerspricht: Und die möchte
ich nicht verändert sehen.
Nebenbei sei auf die "Bestehen"-Quote von nahezu 100% bei
Klasse-3-Prüfungen hingewiesen, sowie auf die Tatsache, daß ich nach wie
vor noch keinen Klasse-3-Inhaber gefunden habe, der die Prüfung als
schwierig empfand.
> > so bösen Vereinsfunk, und gerade auch in Deinen
> > Digimode-Veröffentlichungen eine zu ungerechte "Schlechtrechnung" von CW
> > - dort verschweigst Du nämlich die zusätzliche Selektionswirkung des
> > menschlichen Gehörs - und setzt einen viel zu hohen S/N für CW an, der
> > ja oft noch höher liegt als der für "gerade-noch-SSB" nötige S/N.
> > Anders gesagt: der große technische Vorteil von CW, welcher übrigens
> > auch auf dem Verzicht von Informationen in Phase und Frequenz des
> > HF-Signals basiert (vom Signalzustand her ist CW eine reine zweiwertige
> > ASK), wird zu wenig herausgearbeitet.
>
> Die Selektionswirkung des menschlichen Ohres habe ich vielfach -
> zuletzt in einem Beitrag über die entsprechende Dissertation von
> SM7CMY ("Signal Detection in Noise with special reference to
> telegraphy") - öffentlich angesprochen, die cq-DL allerdings hat
> meines Wissens nichts darüber veröffentlicht.
Ich beziehe mich auf Deine Beispielrechnungen wie jene in Funk 11/2001,
Seite 12, letzer Abschnitt/folgende Spalte auf Seite 13. Die 10 dB S/N
sind ebenso falsch wie die Annahme, alle CW-Filter hätten 500 Hz
Bandbreite. Selbst in meinem alten TS850, den ich als Nachsetzer für
meine UKW-Transverter benutze, betreibe ich ein (steilflankiges)
270-Hz-Filter. DSP-Transceiver ermöglichen noch weitaus niedrigere
Bandbreiten. Was Dir auch bekannt sein sollte, denn in Funk 05/2001
erwähnst Du immerhin eine minimale CW-Bandbreite von 50 Hz beim TS2000
(Wobei das natürlich wenig hilft, wenn der A/D-Wandler vor dem DSP schon
mangels analoger Vorfilter überfordert wird - ein Fakt, auf den in
Testberichten nicht nur in der FUNK leider nicht deutlich hingewiesen
wird. Es handelt sich dabei dann genau genommen um Blocking.).
Im UKW-Bereich bei EME-Spezialisten sind Bandbreiten um 100 Hz auch
schon längst üblich.
Deine Berechnung (z.B. in Funk 11/2001) ist daher m.E. um mehr als 10 dB
zu ungünstig für Telegrafie !
> Zum Rest erbitte ich nähere Erläuterungen und Quellenangaben -
> vielleicht anhand von Leistungsbilanz- und Beispielrechnungen für CW,
> WSJT, PSK31, MFSK16 etc. Auch mit dem Fading-Simulator erhärtete
> Ergebnisse, die die angebliche Überlegenheit von CW beispielsweise
> gegenüber Pactor II darstellen, sind hochwillkommen!
Die Arbeit mußt Du Dir, abgesehen von obiger Erläuterung, leider alleine
machen. Mir genügt meine Erfahrung als auf den Bändern aktiver
Funkamateur sowie mein Fachwissen, um zu erkennen, daß beispielsweise
bei Auroraverbindungen und unseren Randbedingungen Frequenz- und
Phaseninformationen wertlos sind.
Eine Leistungsbilanzrechnung bei CW ist darüber hinaus wenig hilfreich,
denn sie berücksichtigt die Fähigkeiten des OPs nicht im Geringsten. Ein
erfahrener CW-Operator wird noch dort Zeichen verstehen, wo unsereins
längst aufgibt.
Dieser Vorteil von CW kommt natürlich insbesondere in rauschbegrenzten
Übertragungskanälen zur Geltung, diese trifft man vorwiegend auf
Frequenzen ab 144 MHz an. Auf Kurzwelle handelt es sich zumeist um den
Fall eines interferenzbegrenzten Übertragungskanals.
Außerdem wolltest Du ja etwas über die Vorteile von CW lesen - das ist
ein Teil ebendieser !
> > > Der Grund liegt - so glaube ich
> > > - auf der Hand: Wenn ich hier die Reaktionen sehe ("Großkotz" ist ja
> > > nur Spitze des Eisberges), dann möchte ich nicht, daß
> > Wenn Du eine öffentliche Diskussion anstößt, mußt Du auch damit rechnen,
> > daß Dir widersprochen wird, und nicht immer wird dieser Widerspruch die
> > gebotene Sachlichkeit enthalten. Das ist insbesondere dann der Fall,
> > wenn einer aus "emotionaler Sicht vorbelasteten" Person widersprochen
> > wird. Auch auf meine Artikel in der CQDL habe ich nicht immer sachliche
> > und freundliche Kritik erhalten. Hier muß einfach das eigene dicke Fell
> > dick genug sein.
>
> Danke - ich habe das als Solidarisierung mit dem FOC-Funker Lemken
was bedeutet "FOC" ?
> verstanden, nicht als Distanzierung von seinen Beschimpfungen.
Quatsch.
Bei meiner Antwort habe ich überhaupt nicht an DF5JT gedacht. Von
Beschimpfungen gegen Deine Person distanziere ich mich genauso wie von
Deinen gegen mich und andere DARC-Mitglieder ("Vereinsfunker" ->
suggeriert, wir würden nur mit Hilfe eines Vereins funken können, oder
nur mit dessen Mitgliedern) !
Dennoch kann ich Dir nur den wirklich gut gemeinten Rat geben,
Beschimpfungen einfach nur zu ignorieren.
Ich schreibe aus eigener (schlechter) Erfahrung, wenn ich Dir eine
"Fellverdickung" anrate. Wer aggressiv mit extremen Standpunkten an die
Öffentlichkeit geht und darüber hinaus auch noch andere angreift, muß
(leider) immer damit rechnen, auch unsachlich angegriffen zu werden.
Diese Erkenntnis hat überhaupt nichts mit einer "Solidarisierung" zu
tun, sondern mit eigener Erfahrung.
> 73 Nils, DK8OK
73,
Ulrich Hilsinger, DH0GHU
PR: dh0ghu@db0cz.#bw.deu.eu
Internet: dh0...@darc.de
http://www.dh0ghu.de
Bis Du mit Deiner Zeitung pleite gegangen? Braucht Du deshalb diesen
Platz um mit Deinem Querulantentum zu frönen?
Karsten Paulsen
DL1BEY
> Dein Unwillen dem DARC gegenüber lese ich immer wieder. Warum mischt Du
> das immer in Deine Texte herein? Deine Meinung über den DARC hat mit
> der Sache (Überleben von cw) an sich doch nicht wirklich viel zu tun.
Das hat eher damit was zu tun, dass vor einigen Jahren die
Mitgliedschaft von DK8OK durch den DARC einseitig beendet worden ist.
Das scheint unser aller Nils mental nicht so recht verkraftet haben,
deshalb ist seine CW-Argumentation nur die Verpackung um ständig
Stimmung gegen den DARC zu machen und zwar immer mit den gleichen
Phrasen. Die von ihm von der Pro-CW Fraktion geforderte Toleranz
gegenüber seinen Argumenten kann man in umgekehrter Weise bei ihm leider
nicht entdecken. Seine Beiträge in den Rubriken DARC und MEINUNG dürften
mittlerweile auch denjenigen bekannt sein, die kein PR machen.
Leider hat er jetzt auch das Usenet als Agitationsmedium entdeckt...und
macht offensichtlich nur Copy-and-Paste seiner PR Beiträge...
73 de Steffen
PS: Übrigens glaube ich nicht, dass DK8OK sich durch Peters Äusserungen
beleidigt fühlt, denn gegen das, was in erwähnten Rubriken gegen ihn in
PR so abgeht, sind Peters Äusserungen Streicheleinheiten... Insofern hat
Nils schon ein dickes Fell :-)
--
ax25: dl4alb@db0erf.#thr.deu.eu
http://www.tu-ilmenau.de/~df0hq
Man sollte das Beispiel mit den Segelschiffen nicht überziehen.
Die müssen sich nämlich normalerweise nicht mit den Maschinen-
fahrzeugen um knappe Ressourcen streiten, da die Weltmeere hin-
reichenden Platz für alle bieten. Der Amateurfunk im Allgemeinen
und eine bestimmte Betriebsart im Besonderen käme jedoch in Prob-
leme, würden nicht internationale Vereinbarungen (Frequenz- und
Bandpläne) für den erforderlichen Freiraum sorgen.
Gruß - Wolfgang (Funkamateur und Segler)
--
*** a sig isn't spam, but an accepted way of blah blah ***
*** - aus uk.rec.sailing - ***
*** Mon, 12 Nov 2001 13:39 +0100 ***
> Hast Du ein Problem mit dem FOC?
>
> Peter Lemken
> DF5JT
> Berlin
Nein, nur wenn es als Akronym für "fuck other's competence" statt
"First Operator's Club" zu stehen scheint.
73 es agbp de Nils, DK8OK
Danke auch für diese entschiedene Unterstützung der Beschimpfung - da
weiß man, wo jemand steht! Zur freundlichen Frage eine freundliche
Antwort: Ich habe keine Zeitung, auch keine Zeitschrift.
> Decoder ermöglichen dem noch-nicht-Morsenden, schon vorab zu erkennen,
> daß in CW sehr viele interessante QSOs durchgeführt werden, und somit
> diese Betriebsart erstrebenswert ist. Von der Anwendung im QSO-Betrieb
> bin ich nicht sonderlich überzeugt. Im rechten Auge das Contestlog, im
> Linken Auge den CW-Decoder ? Ich hätte damit Probleme :)
Wenn man CW und Contestlog und Transceiversteuerung mit dem PC macht,
braucht man nicht zu schielen ;-)
> Deiner Forderung nach einer Prüfung ohne technische Kentnisse / ohne
> Berechtigung zum HF-Selbstbau ist eine Absage zu erteilen, schon, weil
> sie der Grunddefinition des Amateurfunks widerspricht: Und die möchte
> ich nicht verändert sehen.
Deshalb wirds ja auch - ab Januar 2002 erst in England, dann wohl auch
in Deutschland - zwei Zeugnisklassen geben: Die eine berechtigt zum
Basteln an allem (und da gibts ne Menge!) außer am Transceiver (obwohl
man sich den auch noch selbst zusammenlöten kann!), die andere zum
Löten von Anfang an. Du wirst sehen, daß genau DAS Ergebnis der
DARC-Expertengruppe sein wird!
> Ich beziehe mich auf Deine Beispielrechnungen wie jene in Funk 11/2001,
> Seite 12, letzer Abschnitt/folgende Spalte auf Seite 13. Die 10 dB S/N
> sind ebenso falsch wie die Annahme, alle CW-Filter hätten 500 Hz
> Bandbreite.
Gerhard Braun sieht das in "Planung und Berechnung von
Kurzwellenverbindungen" - DEM Standardwerk der Kurzwellenkommunikation
von Siemens - genauso, wie es ich es dargestellt habe.
> meine UKW-Transverter benutze, betreibe ich ein (steilflankiges)
> 270-Hz-Filter. DSP-Transceiver ermöglichen noch weitaus niedrigere
> Bandbreiten. Was Dir auch bekannt sein sollte, denn in Funk 05/2001
> erwähnst Du immerhin eine minimale CW-Bandbreite von 50 Hz beim TS2000
> (Wobei das natürlich wenig hilft, wenn der A/D-Wandler vor dem DSP schon
> mangels analoger Vorfilter überfordert wird - ein Fakt, auf den in
> Testberichten nicht nur in der FUNK leider nicht deutlich hingewiesen
> wird. Es handelt sich dabei dann genau genommen um Blocking.).
Nicht wirklich Blocking. Wenn Du versuchst, es für alle Leser hier mal
darzustellen, wirst Du es merken. Ich bin gespannt und freue mich
drauf! Im übrigen magst Du mal nachlesen, wie ich - etwa beim
DSP-Boliden DASA D-1800A zu 80.000 DM - dieses Problem nicht nur
benannt, sondern auch in aufwendig zu erstellenden
Wasserfalldiagrammen "live" gezeigt habe (auch beim Kenwood, der
woanders ja auch in diesem Punkt eher prima weggekommen ist - mit
dieser Kritik mußt Du Dich in der Adresse vertan haben!)
> Im UKW-Bereich bei EME-Spezialisten sind Bandbreiten um 100 Hz auch
> schon längst üblich.
>
> Deine Berechnung (z.B. in Funk 11/2001) ist daher m.E. um mehr als 10 dB
> zu ungünstig für Telegrafie !
Ich dachte, die EMEer nutzen WSJT (s.a. FAZ vom 13.11.01), um den
Aufwand an Power möglichst klein zu halten bzw. setzen FFT mit
Bandbreiten unter 1 Hz und Averaging ein - alles Methoden, die das Ohr
leicht überfordern...
> > Zum Rest erbitte ich nähere Erläuterungen und Quellenangaben -
> > vielleicht anhand von Leistungsbilanz- und Beispielrechnungen für CW,
> > WSJT, PSK31, MFSK16 etc. Auch mit dem Fading-Simulator erhärtete
> > Ergebnisse, die die angebliche Überlegenheit von CW beispielsweise
> > gegenüber Pactor II darstellen, sind hochwillkommen!
>
> Die Arbeit mußt Du Dir, abgesehen von obiger Erläuterung, leider alleine
> machen. Mir genügt meine Erfahrung als auf den Bändern aktiver
> Funkamateur sowie mein Fachwissen, um zu erkennen, daß beispielsweise
> bei Auroraverbindungen und unseren Randbedingungen Frequenz- und
> Phaseninformationen wertlos sind.
Mir reichen Gefühl & Wellenschlag nicht, ich habs auch ganz gerne
theoretische unterstützt. Aber MT63 gegen manuelles CW unter
Aurora-Bedingungen: Das wäre ein Wettlauf, den ich gerne mal im
Fading-Simulator machen werde!
> Eine Leistungsbilanzrechnung bei CW ist darüber hinaus wenig hilfreich,
> denn sie berücksichtigt die Fähigkeiten des OPs nicht im Geringsten. Ein
> erfahrener CW-Operator wird noch dort Zeichen verstehen, wo unsereins
> längst aufgibt.
> Dieser Vorteil von CW kommt natürlich insbesondere in rauschbegrenzten
> Übertragungskanälen zur Geltung, diese trifft man vorwiegend auf
> Frequenzen ab 144 MHz an. Auf Kurzwelle handelt es sich zumeist um den
> Fall eines interferenzbegrenzten Übertragungskanals.
Wiederum: Nicht wirklich. Als CW-Praktiker empfinde ich gerade das
Rauschen nicht als so hinderlich wie die Intersymbol-Interferenz;
vulgo: das Ineinanderlaufen (besonders von schnellen) Zeichen unter
Mehrwegausbreitung. Ein typisches Problem aktiver DXer!
73 de Nils, DK8OK
Zwei kaputte Genitiv-s in einem Satz, nicht schlecht. Und dann noch im
Zusammenhang mit "competence" und "First Class". Verleiht Deiner
Argumentation die notwendige Glaubwürdigkeit.
Einführung Gesinnungstest NOW! Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.
> Zur freundlichen Frage eine freundliche
> Antwort: Ich habe keine Zeitung, auch keine Zeitschrift.
Und ein Jahrbuch gibts auch nicht mehr. Schade eigentlich, ich fand's
gut. Damit muß ich aber in der Minderzahl sein, sonst wäre es nicht ple^W
vom Markt verschwunden.
Nils Schiffhauer schrieb:
> > Deiner Forderung nach einer Prüfung ohne technische Kentnisse / ohne
> > Berechtigung zum HF-Selbstbau ist eine Absage zu erteilen, schon, weil
> > sie der Grunddefinition des Amateurfunks widerspricht: Und die möchte
> > ich nicht verändert sehen.
>
> Deshalb wirds ja auch - ab Januar 2002 erst in England, dann wohl auch
> in Deutschland - zwei Zeugnisklassen geben: Die eine berechtigt zum
> Basteln an allem (und da gibts ne Menge!) außer am Transceiver (obwohl
> man sich den auch noch selbst zusammenlöten kann!), die andere zum
> Löten von Anfang an. Du wirst sehen, daß genau DAS Ergebnis der
> DARC-Expertengruppe sein wird!
Du wirst dann sehen, daß ich dies auch dann nicht gut finden werde.
Zweistufig schon gar nicht, wenn, dann mindestens dreistufig. Aber diese
unterste Stufe gefällt mir nicht. Ich sehe in einem Einstieg unterhalb
des jetzigen Klasse-3-Schwierigkeitsgrads keinerlei Wachstumsperspektive
für den Amateurfunk, eben weil der jetzige Einstieg schon einfach genug
ist.
Wenn wirklich diese "Nicht-Voll-Berechtigte" Klasse eingeführt wird,
wird an einem Grundpfeiler des Amateurfunks gesägt, der eine weitaus
tragendere Rolle hat, als das (relativ dazu) Pfeilerchen CW-Prüfung.
> > Ich beziehe mich auf Deine Beispielrechnungen wie jene in Funk 11/2001,
> > Seite 12, letzer Abschnitt/folgende Spalte auf Seite 13. Die 10 dB S/N
> > sind ebenso falsch wie die Annahme, alle CW-Filter hätten 500 Hz
> > Bandbreite.
>
> Gerhard Braun sieht das in "Planung und Berechnung von
> Kurzwellenverbindungen" - DEM Standardwerk der Kurzwellenkommunikation
> von Siemens - genauso, wie es ich es dargestellt habe.
Im kommerziellen Bereich mag das so sein. Dort wird man nicht
zurückfragen wollen, etc. Da ich CW bevorzugt für "extremes" UKW-DX
benutze, sehe ich das natürlich aus einer anderen Perspektive als ein
kommerzieller Anwender. Für diese mag 10 dB S/N bei CW sinnvoll sein.
Einem DXer genügt weitaus weniger. Ein Digimode, der 4 dB S/N benötigt,
benötigt diesen S/N immer. Egal, mit welchem OP, egal, was übertragen
wird (außer, es wird Redundanz für FEC übertragen hi).
> > meine UKW-Transverter benutze, betreibe ich ein (steilflankiges)
> > 270-Hz-Filter. DSP-Transceiver ermöglichen noch weitaus niedrigere
> > Bandbreiten. Was Dir auch bekannt sein sollte, denn in Funk 05/2001
> > erwähnst Du immerhin eine minimale CW-Bandbreite von 50 Hz beim TS2000
> > (Wobei das natürlich wenig hilft, wenn der A/D-Wandler vor dem DSP schon
> > mangels analoger Vorfilter überfordert wird - ein Fakt, auf den in
> > Testberichten nicht nur in der FUNK leider nicht deutlich hingewiesen
> > wird. Es handelt sich dabei dann genau genommen um Blocking.).
>
> Nicht wirklich Blocking. Wenn Du versuchst, es für alle Leser hier mal
> darzustellen, wirst Du es merken. Ich bin gespannt und freue mich
> drauf!
Ich versuchs mal kurz und übersichtlich:
In den heutigen "preisgünstigen" KW-Transceivern mit DSP wird ein
mehrere kHz breites Paßband dem A/D-Wandler zugeführt, der den DSP mit
Daten versorgt. Dieser A/D-Wandler hat einen bestimmten Dynamik-Bereich.
Wenn nun starke Signale im Durchlaßbereich liegen, muß die AGC die
analoge Verstärkung so weit herunter regeln, daß die
Aussteuerbarkeitsgrenze des A/D-Wandlers nicht erreicht wird. Dadurch
kann es passieren, daß schwache Signale, welche gleichzeitig mit starken
Signalen im Paßband liegen, so wenig verstärkt werden, daß sie nicht
einmal mehr im LSB, also dem die kleinsten Werte beschreibenden Bit am
Ausgang des ADCs, vorhanden sind. Der benötigte Dynamikbereich des ADCs
(inclusive eventuellem Oversamplings) müßte aber im Extremfall rund 100
dB betragen, ein Wert, der in der Praxis wohl von den wenigsten
Transceivern erreicht wird. Wünschenswert sind da Transceiver mit
vernünftigen analogen Filtern UND schnellen ADCs, welche Oversampling
ermöglichen. Allerdings trauen sich die Hersteller derzeit wohl nicht,
derartige Geräte auf den Markt zu bringen. Heute sind KW-Transceiver
eher billiger als vor einigen Jahren, in dieser Marktsituation ist es
schwierig, Geräte zu Preisen weit jenseits 5000 DM erfolgreich zu
vermarkten.
Jedenfalls: das "zuregeln" des RX durch benachbarte Störsignale ist eine
Form des Blockings.
Auf Kurzwelle fällt das vielleicht seltener auf - Pegelunterschiede nahe
100 dB innerhalb weniger kHz sind dort eher selten. Auf UKW-Bändern ist
das durchaus nicht ungewöhnlich.
> Im übrigen magst Du mal nachlesen, wie ich - etwa beim
> DSP-Boliden DASA D-1800A zu 80.000 DM - dieses Problem nicht nur
> benannt, sondern auch in aufwendig zu erstellenden
> Wasserfalldiagrammen "live" gezeigt habe
Ich erinnere mich dunkel. Ich bin allerdings "Tabellenfan". Deine
Testberichte enthalten immer schöne Bilder, aber arg wenig "harte
Fakten" in Form von Zahlen. IP3, Blockingdynamikbereich, Rauschzahl,
Sendeseitiger Intermodulationsabstand, Filterdurchlaßcharakteristik (da
auch gerne als Plot), und so weiter. Nur so kann ich auch zwei
Transceiver vergleichen. Eine Aussage à la ".. war in RX1 eine Spur
präsenter als in RX2" überzeugt mich nicht.
> (auch beim Kenwood, der
> woanders ja auch in diesem Punkt eher prima weggekommen ist - mit
> dieser Kritik mußt Du Dich in der Adresse vertan haben!)
Ich habe ja geschrieben "nicht nur in der Funk". Dieser Punkt wird
generell viel zu wenig herausgearbeitet.
Bei vielen Funkamateuren entsteht der Eindruck, ein schneller,
komfortabler DSP sei ein Allheilmittel für die RX-Performance. Das ist
eben nicht so.
> > Im UKW-Bereich bei EME-Spezialisten sind Bandbreiten um 100 Hz auch
> > schon längst üblich.
> >
> > Deine Berechnung (z.B. in Funk 11/2001) ist daher m.E. um mehr als 10 dB
> > zu ungünstig für Telegrafie !
>
> Ich dachte, die EMEer nutzen WSJT (s.a. FAZ vom 13.11.01), um den
Nein, WSJT ist für Meteorscatter gedacht. WSJT realisiert insbesondere
die notwendige hohe Geschwindigkeit für Meteorscatter-Verbindungen, die
zur Ausnutzung kurzer Pings notwendig ist. Ob sich WSJT durchsetzt, ist
fraglich, Vorteile gibt es inbesondere zu Zeiten schlechter
Ausbreitungsbedingungen. Allerdings ist die erforderliche
Frequenzgenauigkeit ebenso ein Problem wie die fehlende
"Gehörkontrolle". Insbesondere bei Random-Betrieb bestehen dort Zweifel.
Vermutlich wird bei MS HSCW neben WSJT weiterbestehen. Dazu kommt, daß
viele DXer den "Selbst-hören"-Genuß nicht missen möchten. Man möchte ja
am Abend nicht nur die neuen Initials abhaken, sondern auch SPASS am
Hobby haben.
> Aufwand an Power möglichst klein zu halten bzw. setzen FFT mit
> Bandbreiten unter 1 Hz und Averaging ein - alles Methoden, die das Ohr
> leicht überfordern...
Mit extrem langsamer Telegrafie ist dies, wie im LF-Bereich, möglich,
doch auch dort hat man wieder das Problem, daß das nichts zum "zuhören"
ist. TECHNISCH ist das alles schön & gut, aber die Faszination des
CW-(EME-)QSOs hat man dabei nicht mehr. Das alles ist nichts neues, seit
Jahren wird experimentiert, aber diese Verfahren setzen sich eben aus
ganz praktischen Gründen NICHT im "Allround-Betrieb" durch.
> > > Zum Rest erbitte ich nähere Erläuterungen und Quellenangaben -
> > > vielleicht anhand von Leistungsbilanz- und Beispielrechnungen für CW,
> > > WSJT, PSK31, MFSK16 etc. Auch mit dem Fading-Simulator erhärtete
> > > Ergebnisse, die die angebliche Überlegenheit von CW beispielsweise
> > > gegenüber Pactor II darstellen, sind hochwillkommen!
> >
> > Die Arbeit mußt Du Dir, abgesehen von obiger Erläuterung, leider alleine
> > machen. Mir genügt meine Erfahrung als auf den Bändern aktiver
> > Funkamateur sowie mein Fachwissen, um zu erkennen, daß beispielsweise
> > bei Auroraverbindungen und unseren Randbedingungen Frequenz- und
> > Phaseninformationen wertlos sind.
>
> Mir reichen Gefühl & Wellenschlag nicht, ich habs auch ganz gerne
> theoretische unterstützt. Aber MT63 gegen manuelles CW unter
> Aurora-Bedingungen: Das wäre ein Wettlauf, den ich gerne mal im
> Fading-Simulator machen werde!
Ich kenne Deinen Fading-Simulator nicht und weiß nicht, was der außer
Fading noch simuliert. Fading ist nicht das Problem bei Aurora. Aber ich
gehe davon aus, daß Du als Norddeutscher weißt, wie Aurora auf 2m und
70cm klingt. Durch die "Unruhe" der Reflektionszone gehen Phasen- und
Frequenzinformationen komplett verloren, die "verwischung" ist relativ
breitbandig. Einzelne Zustände des Signals werden dabei nicht mehr
trennbar sein. Sorry, für mehr als eine QUALITATIVE Erläuterung habe ich
keine Zeit, zumal ich hier momentan nicht über entsprechende
Simulationssoftware verfüge. Quantitativ mußt Du das dann wohl selbst
berechnen. Tu das mal, das Ergebnis würde mich auch interessieren.
Leider werde ich nicht in der Lage sein können, hier Digimode-Versuche
via Aurora durchzuführen: Diese besonders exzellenten
Ausbreitungsbedingungen auf 2m genießen wir hier in JN38 viel zu selten.
Noch schlimmer sieht es übrigens bei PSK31 aus: Auf UKW wegen Multipath
nahezu gänzlich unbrauchbar, wenn es um DX-Betrieb geht.
Die ganzen theoretischen Überlegungen haben so oder so einen Nachteil:
Die "Hörschwelle" des menschlichen Gehörs für CW ist von Mensch zu
Mensch unterschiedlich. So wie manch ein OP Signale tief im Rauschen
entziffern kann, benötigen andere möglicherweise tatsächlich 10 dB S/N,
weil eben das "Perfekte" CW-Gehört fehlt. Letztere Gruppe wird mit
Digimodes auf UKW womöglich weitaus mehr Spaß haben als mit CW.
> > Eine Leistungsbilanzrechnung bei CW ist darüber hinaus wenig hilfreich,
> > denn sie berücksichtigt die Fähigkeiten des OPs nicht im Geringsten. Ein
> > erfahrener CW-Operator wird noch dort Zeichen verstehen, wo unsereins
> > längst aufgibt.
> > Dieser Vorteil von CW kommt natürlich insbesondere in rauschbegrenzten
> > Übertragungskanälen zur Geltung, diese trifft man vorwiegend auf
> > Frequenzen ab 144 MHz an. Auf Kurzwelle handelt es sich zumeist um den
> > Fall eines interferenzbegrenzten Übertragungskanals.
>
> Wiederum: Nicht wirklich. Als CW-Praktiker empfinde ich gerade das
> Rauschen nicht als so hinderlich wie die Intersymbol-Interferenz;
Ich glaube, Du stimmst im zweiten Satz zu, denn was Du mit "nicht
wirklich" relativierst, bekräftigst Du danach wieder: Auch ISI gehört zu
den möglichen verursachenden Elementen eines interferenzbegrenzten
Funkkanals. Das ist ein Funkkanal, dessen S/N nicht durch Rauschen
(=Zufallssignale), sondern durch Interferenzen, also durch
nichtzufälligen Störsignale, begrenzt wird. Solche Kanäle sind
typischerweise auf den unteren Kurzwellenbändern, aber z.B. auch in
zellularen Funknetzen (z.B. Mobilfunk), vorzufinden, während
Amateurfunkbänder wie 10m, 6m, 2m, 70cm, usw, meistens rauschbegrenzte
Übertragungskanäle darstellen. Nicht immer, aber mit steigender Frequenz
immer öfter :)
> vulgo: das Ineinanderlaufen (besonders von schnellen) Zeichen unter
> Mehrwegausbreitung. Ein typisches Problem aktiver DXer!
Auf Kurzwelle sicher, im UKW-Bereich ist dieses Phänomen in dieser Form
unbekannt, da die Laufzeitunterschiede zwischen den einzelnen
Signalzügen relativ zur Symboldauer klein sind.
Auf Kurzwelle trifft man auch weitaus seltener auf das Problem eines im
Rauschen befindlichen Signals, sondern eben eher auf QRM oder Multipath
durch Backscatter oder andere Mehrwegeffekte (gerade im
Sonnenfleckenmaximum). Allerdings werden auch Digimodes damit ihre
Probleme haben, ohne aufwändige Kanalschätzungsverfahren anhand von
Traininssequenzen kann man die Folgen von ISI nicht beheben.
Für mich als Slowspeed-Telegrafist ist die ISI-Problematik natürlich
sowieso weniger relevant :-)
Meine persönliche Meinung zu dieser Thematik:
Die meisten Digimodes sind aus technischer Sicht sehr interessant. Im
DX-Alltag sind sie aber immernoch, insbesondere auf den "etwas höheren"
Bändern, in den meisten Fällen analogen Modi unterlegen, oder nur für
besondere Einsatzfälle zu gebrauchen. CW und Highspeed-CW(für MS)
"erschlagen" alle Ausbreitungsarten, Digimodes hingegen müssen häufig
auf die jeweilige Ausbreitungsart spezialisiert werden. Ein weiterer
praktischer Nachteil der Digimodes ist deren insgesamt kritischeres
Handling. Je höher die Betriebsfrequenz ist, desto schwieriger wird es,
die geforderte Frequenzstabilität zu realisieren, insbesondere natürlich
unter "DX-Pedition-Bedingungen". Im 2m-Band hat man eben eine rund 10
mal höhere Drift und Ungenauigkeit wie auf 20m bei gleicher Qualität des
Referenzoszillators. Wenn dann noch zwei "gleichgerichtet" driftende
Oszillatoren in TRX und Transverter "zusammenarbeiten" müssen, verstärkt
sich diese Tendenz noch. Das sind die ganz praktischen Argumente, welche
den Digimodes gerade auf UKW das Leben schwer machen.
Wer dann noch mit den eigenen Ohren funken will und nicht alles vom
Monitor ablesen möchte, vielleicht auch Spaß am "Signale-Fischen" hat,
wird mit einem Digimode als "Regelbetriebsart" nicht glücklich.
Gleichwohl ist die Fülle der Experimentiermöglichkeiten natürlich riesig
- aber das Eine schließt ja das Andere nicht aus.
Über die Grundlagen digitaler Modis, über dabei zu berücksichtigende
Effekte sowie auch über die Anwendung auf UKW wird der geneigte Leser
voraussichtlich ab nächstem Jahr in der CQ-DL-Rubrik "UKW-Digital" mehr
erfahren.
dies ist, wenn ich richtig gezählt habe, das 25. Re zu DK8OKs besorgter
Frage, ob die Betriebsart CW zum Weiterleben - trotz DARC und CW-Statement -
oder Sterben verdammt ist; nach dem Motto: es ist zwar längst alles gesagt -
aber längst nicht von allen.
Mich erinnert diese Diskussion ein klein wenig an den herrlichen
Loriot-Klassiker, in dem sich Hermann mit seinem Eheweib Berta um das zu
hart gekochte Viereinhalbminutenei zankt. In dieser NG-Diskussion wurde das
Ei gegen CW ausgetauscht, aber - wie bei Berta&Hermann - um die Sache geht
es im Grunde überhaupt nicht, vielmehr sind 'Beziehungskisten' im Laufe
vieler Jahre in Schieflage geraten.
So verwundert auch nicht, dass ein Wort wie "Großkotz" helle Empörung
auslöst. Jener, der sich nun derart betroffen zeigt, hat vermutlich den vor
einigen Tagen von ihm als vorteilhaft dargestellten Umstand, in dieser
Newsgroup seinen Wissenshorizont über die "Psychopathologie" einiger
Schreiber erweitern zu können, längst vergessen.
Insgesamt: Uraltes, mehr Reiz als Thema, und kaum was Neues; aber Nils kann
durchaus zufrieden sein mit der Anzahl der Rückmeldungen. Ich habe mal mir
vorzustellen versucht, was wohl geschehen würde, wenn DK8OK
schreiben würde, in Burgdorf scheine die Sonne und in Baunatal regne es -
womoeglich wegen eines Regen-Statements des DARC - irgendwann in den 50er
Jahren vielleicht. Liefe vermutlich auf eine ähnlich KONSTRUKTIVE Diskussion
hinaus.
Nix für ungut!
73 de Hermann, DK6XH
> Wie gehts denn dann mit der Betriebstart CW weiter? Stirbt sie?
Was für eine Tolle frage !!! Die wurde Ja noch nie hier oder im PR
diskutiert.
Wenn man schon nichts interessantes zu erzählen hat muß man ja wenigstens
de.comm.ham zumüllen ?
PS: von mir aus kann CW sterben und für immer begraben bleiben ( meine
meinung) jedem dem es
spaß macht soll es natürlich machen! Jedem das Seine ! Allerdings sollten
wir als Funkamateure mal wieder
aktiv etwas ( gemeinsam) neues schaffen. Projekte wie AO40 oder
DATV weisen in die zukunft des Amateurfunks.
CW in die aller ersten anfänge der Funktechnik. Wie stehts z.B. um
digitalen Sprach funk im Afu ? gibts da schon
konzepte ? Meines wissens nicht, würde mich aber gerne eines besseren
belehren lassen !!!!!!!
also, bevor wir uns hier mal wieder über längst beantwortete, tausendmal
diskutierte themen streiten, sollten
wir mal in die zukunft schauen ;))))
gruß Jan Liebhaeuser alias DO1VL
vor allem auf KW ist da so eine Sache , die man nicht gerade mal eben
aus dem Ärmel schüttelt....
73
Walter
DK1BN
danke, Ulrich, für Deinen wirklich guten und kompetenten Beitrag! Es geht
zwar nicht mehr um Leben bzw. Überleben von CW, dafür aber um weit
wichtigere Dinge. Nachfolgend zu zwei Punkten jeweils eine kurze Anmerkung.
[DH0GHU]
> > > Deiner Forderung nach einer Prüfung ohne technische Kentnisse / ohne
> > > Berechtigung zum HF-Selbstbau ist eine Absage zu erteilen, schon, weil
> > > sie der Grunddefinition des Amateurfunks widerspricht: Und die möchte
> > > ich nicht verändert sehen.
[DK8OK]
> > Deshalb wirds ja auch - ab Januar 2002 erst in England, dann wohl auch
> > in Deutschland - zwei Zeugnisklassen geben: Die eine berechtigt zum
> > Basteln an allem (und da gibts ne Menge!) außer am Transceiver (obwohl
> > man sich den auch noch selbst zusammenlöten kann!), die andere zum
> > Löten von Anfang an. Du wirst sehen, daß genau DAS Ergebnis der
> > DARC-Expertengruppe sein wird!
[DH0GHU]
> Du wirst dann sehen, daß ich dies auch dann nicht gut finden werde.
> Zweistufig schon gar nicht, wenn, dann mindestens dreistufig. Aber diese
> unterste Stufe gefällt mir nicht. Ich sehe in einem Einstieg unterhalb
> des jetzigen Klasse-3-Schwierigkeitsgrads keinerlei Wachstumsperspektive
> für den Amateurfunk, eben weil der jetzige Einstieg schon einfach genug
> ist.
> Wenn wirklich diese "Nicht-Voll-Berechtigte" Klasse eingeführt wird,
> wird an einem Grundpfeiler des Amateurfunks gesägt, der eine weitaus
> tragendere Rolle hat, als das (relativ dazu) Pfeilerchen CW-Prüfung.
DH0GHUs Worte möchte ich ganz dick unterstreichen! Zwar ist in den letzten
Jahren - wesentlich bedingt durch den Umstand, dass man sein Funk-Equipment
fertig kaufen kann - die Entwicklung und der Selbstbau eigener Geräte
rückläufig, was aber nicht zwangsläufig einen Handlungsbedarf ableitet,
einem Teil der Funkamateure den Selbstbau grundsätzlich zu verbieten.
Beispielsweise kaufen viele Funkamateure zwar ein 'Gerät von der Stange',
sind aber dann ständig am Modifizieren - und meist ist dies kein
'Verschlimmbessern'.
Diese Möglichkeit würde der "Nicht-Voll-Berechtigte"-Klasse genommen. DK8OKs
Aussage, dass diese Klasse ihre "Transceiver auch noch selbst zusammenlöten
kann", ist zwar grundsätzlich richtig, aber das darf heute auch schon jeder
ohne AFu-Genehmigung - er muss halt seine Gerätschaften zertifizieren
lassen. Wer weiß, was das kostet, wird solche Gedanken ganz schnell
verwerfen.
Weiter kann festgestellt werden, dass jene Funkamateure, die tatsächlich zu
wenig technisches Wissen haben, die Finger von Selbstbau&Modifizierung
lassen, und somit - anders als neuerdings immer wieder behauptet wird - kaum
zum Risikofaktor für ihr Umfeld werden.
Amateurfunk ist als TECHNISCH EXPERIMENTELLER Funkdienst definiert und steht
auf drei Säulen:
- Aus- und Weiterbildung
- Technische Versuche
- Kommunikation
Unschwer zu erkennen, dass jede dieser drei Säulen wichtig ist für den
Fortbestand des Amateurfunks. Erkennbar vielleicht auch, wo in diesem Modell
die Betriebsart CW zu finden ist, nämlich im Kommunkationspfeiler - als Teil
davon.
Würde hingegen die Säule 'Technische Versuche' wegbrechen - worin
unterscheidet sich dann noch der Funkamateur vom allgemeinen Funkanwender?
Woraus leiten wir dann noch die Erfordernis ab, dass wir die
Frequenzressourcen brauchen, die uns heute zur Verfügung stehen? Die
Begründung dafür wird schon heute immer schwieriger.
Wir wissen heute nicht, wie die Entwicklung weiter geht, was in zehn oder
zwanzig Jahren sein wird. Aber selbst in die Öffentlichkeit zu gehen, darauf
hinzuweisen, dass Funkamateure womöglich ein Sicherheitsrisiko für Millionen
von Menschen darstellen, aufgrund der möglichen Sendeleistungen gegenüber
den Mobilfunkdiensten sogar ein weit höheres, also selbst zu fordern, der
Gesetzgeber möge die Funkamateure doch bitteschön in ihren Möglichkeiten
beschränken - wie nennt man so etwas? Richtig!
------------------------------------------------
[DH0GHU]
> > > meine UKW-Transverter benutze, betreibe ich ein (steilflankiges)
> > > 270-Hz-Filter. DSP-Transceiver ermöglichen noch weitaus niedrigere
> > > Bandbreiten. Was Dir auch bekannt sein sollte, denn in Funk 05/2001
> > > erwähnst Du immerhin eine minimale CW-Bandbreite von 50 Hz beim TS2000
> > > (Wobei das natürlich wenig hilft, wenn der A/D-Wandler vor dem DSP
schon
> > > mangels analoger Vorfilter überfordert wird - ein Fakt, auf den in
> > > Testberichten nicht nur in der FUNK leider nicht deutlich hingewiesen
> > > wird. Es handelt sich dabei dann genau genommen um Blocking.).
[DK8OK]
> > Nicht wirklich Blocking. Wenn Du versuchst, es für alle Leser hier mal
> > darzustellen, wirst Du es merken. Ich bin gespannt und freue mich
> > drauf!
[DH0GHU]
> Ich versuchs mal kurz und übersichtlich:
> In den heutigen "preisgünstigen" KW-Transceivern mit DSP wird ein
> mehrere kHz breites Paßband dem A/D-Wandler zugeführt, der den DSP mit
> Daten versorgt. Dieser A/D-Wandler hat einen bestimmten Dynamik-Bereich.
> Wenn nun starke Signale im Durchlaßbereich liegen, muß die AGC die
> analoge Verstärkung so weit herunter regeln, daß die
> Aussteuerbarkeitsgrenze des A/D-Wandlers nicht erreicht wird. Dadurch
> kann es passieren, daß schwache Signale, welche gleichzeitig mit starken
> Signalen im Paßband liegen, so wenig verstärkt werden, daß sie nicht
> einmal mehr im LSB, also dem die kleinsten Werte beschreibenden Bit am
> Ausgang des ADCs, vorhanden sind. Der benötigte Dynamikbereich des ADCs
> (inclusive eventuellem Oversamplings) müßte aber im Extremfall rund 100
> dB betragen, ein Wert, der in der Praxis wohl von den wenigsten
> Transceivern erreicht wird. Wünschenswert sind da Transceiver mit
> vernünftigen analogen Filtern UND schnellen ADCs, welche Oversampling
> ermöglichen. Allerdings trauen sich die Hersteller derzeit wohl nicht,
> derartige Geräte auf den Markt zu bringen. Heute sind KW-Transceiver
> eher billiger als vor einigen Jahren, in dieser Marktsituation ist es
> schwierig, Geräte zu Preisen weit jenseits 5000 DM erfolgreich zu
> vermarkten.
> Jedenfalls: das "zuregeln" des RX durch benachbarte Störsignale ist eine
> Form des Blockings.
Hierzu eine kleine Ergänzung:
Mit "Nicht-wirklich-Blocking" meint DK8OK vermutlich 'Desensibilisierung'.
Dieser Effekt ist bei den heute verwendeten Halbleitern häufiger als
'Blocking' für die Verschlechterung des S/N-Verhältnisses in Empfängern
(auch der sog. Oberklasse) verantwortlich.
Unter 'Blocking' versteht man die Verringerung der Verstärkung, zum Beispiel
der RX-Eingangsstufen, durch starke Störsignale außerhalb der
Empfängerbandbreite. Der Empfänger wird dadurch 'taub', was auch an der
Feldstärkeanzeige zu beobachten ist - diese geht zurück.
'Desensibilisierung' dagegen ist das Ansteigen des Rauschens am RX-Ausgang,
erkennbar auch daran, dass die Feldstärkeanzeige - anders als beim
'Blocking' - zunimmt. Für eine Desensibilisierung kann es mehrere Ursachen
geben, zum Beispiel:
- Der Störsender selbst hat starke Rauschseitenbänder, von denen ein Teil in
den Empfangskanal (=Durchlassbandbreite des Empfängers) fällt.
- Der Empfängeroszillator hat starke Rauschseitenbänder (dank PLL und
diese Problematik wird bis heute von vielen Geräteherstellern immer noch
zu wenig beachtet), und der Störsender mischt einen Teil dieses Rauschens
in den ZF-Kanal des Empfängers --> reciprocal mixing.
- Die Weitabselektion des (1.) ZF-Filters ist unzureichend, wodurch das
Störsignal in die (bei Doppelsupern 1. oder 2.) ZF gelangt und dort
begrenzt wird. Zudem können diese Probleme auch in der 2. Mischstufe
auftreten.
73 de Hermann, DK6XH