Analog zur FDP/Möllemann-Diskussion um die Geschlossenheit
einer Gruppierung und ihr damit zusammen hängendes äußeres
Erscheinungsbild bin ich der Meinung, die innere Zerissen-
heit des Amateurfunkdienstes und die polemisch und
persönlich geführten öffentlichen Angriffe haben uns allen
geschadet - bei Politik, Behörden und der Gesellschaft.
Diese These stelle ich zur Diskussion.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
"Dr. Ralph P. Schorn" schrieb:
Das Gegenteil ist eher der Fall.
Wenn eine eingeschränkte Lizenz (C) nicht eingeführt worden wäre,
gäbe es diese Diskussion überhaupt nicht.
Auf die diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer keine
CW-Prüfung machen wollten, hätte man gut verzichten können.
Es ist immer das Gleiche, jemand gibt den kleinen Finger und
verliert seine Hand wenn er nicht aufpasst.
73
Peter
Das wäre ein immenser Schaden für den Amateurfunk gewesen,
weil es ihn ohne CW-prüfungslose Klasse gar nicht mehr
geben würde bzw. er mangels Masse in der Bedeutungslosigkeit
versunken wäre.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
Wohl kaum. Du zelebrierst geradezu die Zerissenheit.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
Geschadet hingegen hat dem gesamten Amateurfunk - und dem DARC verstärkt,
der ja in der Folge bis heute 8.000 Mitglieder verlor - das sture Festhalten
an der CW-Prüfung. Der Schaden ist um so größer, da er durch das öffentliche
"CW-Statement" ja mit Absicht vervielfacht wurde.
Geschadet hat dem Ansehen - ich hoffe, nur dem des DARC als Verursacher,
aber betroffen davon wird bedauerlicherweise mal wieder der gesamte
Amateurfunk sein - das Auftreten des Herrn Vorstandsmitglied Unglaub im
Wirtschaftsministerium in dieser Frage.
Ob die DARC-Umfrage und das gebrochene Funktionärsversprechen, sich an das
Ergebnis zu halten, ebenfalls geschadet hat, wird sich dann zeigen, wenn die
Zahl der ausgetretenen Mitglieder für das Jahr 2002 vorliegen.
In summa: Geschadet haben dem Amateurfunk jene Leute, die CW a) als
Prüfungsgegenstand b) in hanebüchener Vehemenz verteidigt haben. Was ich
schon Anfang der 90er über die diesbezügliche Politik des DARC-Vorstandes
sagte, ist längst eingetreten. Ebenfalls eingetreten ist gottlob aber auch
das, was ich forderte und bei dem ich mithalf, es umzusetzen: CW als
liebenswerte Betriebsart weiterhin in der Öffentlichkeit hochzuhalten.
Multipliziert man die ANzahl der Artikel, die ich beispielsweise über
MOrsetasten geschrieben habe, mit der Anzahl der Leser, so ist es gewiß
nicht unbescheiden zu sagen, daß ich unter den ersten zwei, drei Leuten in
Deutschland bin, die in den letzten Jahren wirksam etwas für CW getan haben.
Die AGCW konnte demzufolge auch in einem funk-Interview sich über guten
Zuwachs freuen.
Schön wäre es, wenn diesen Weg auch noch andere verfolgten. Was ja aber
nicht nur für CW, sondern auch für die Jugendarbeit gilt. Aber hier haben
wir es mit den selben Strukturen zu tun, wie ich dem Editorial von Knut
Theurich im neuestn "FUnkamateur" entnehme, wo nut schreibt:
"Schade nur, daß einige wichtige DARC-Amtsträger immer noch nicht wahrhaben
wollen, welches Potential beispielsweise für die Nachwuchsgewinnung im
FUNKAMATEUR steckt. Wir jedenfalls bleiben für eine Zusammenarbeit offen."
Knut hat damit auch anderen aus der Seele gesprochen. Und seine Bemerkung
beantwortet ein wenig von der Frage, wer dem Amateurfunk schadet.
73 de Nils, DK8OK
Das mag vielleicht Deine Meinung sein,
aber die ist weder objektiv noch massgebend.
Abgesehen davon würde dem Amateurfunk Klasse statt Masse
auch wesentlich besser tun.
Peter
Nils Schiffhauer schrieb:
> Geschadet hingegen hat dem gesamten Amateurfunk - und dem DARC verstärkt,
> der ja in der Folge bis heute 8.000 Mitglieder verlor - das sture Festhalten
> an der CW-Prüfung. Der Schaden ist um so größer, da er durch das öffentliche
> "CW-Statement" ja mit Absicht vervielfacht wurde.
Die meisten hier in der Region in den letzten Jahren aus dem DARC
ausgetretenen Mitglieder sind, soweit mir bekannt, NICHT wegen der
CW-Prüfung-Diskussion ausgetreten, sondern aufgrund anderer Gründe.
Todesfall, keine Zeit fürs Hobby, aufkommendes Desinteresse,
wirtschaftliche Umstände, familliäre Umstände, Unzufriedenheit/Streit
mit dem OV, etc. etc. etc.
Es gibt zwar sicher auch Mitgliedsverluste, die mit einer angeblich zu
konservativen Haltung des DARCs begründet werden, genauso gibt es aber
auch Austritte von Leuten, die den DARC zu progressiv halten (was er
natürlich sein soll....).
73,
Ulrich Hilsinger, DH0GHU
73
Ulrich dh0ghu
Ulrich Hilsinger schrieb:
So sehr wissenschaftlich fundiert schien es allerdings nicht zu sein
sonst sehe es jetzt doch wohl nicht günstiger aus.
Das Hauptproblem waren auch nciht die Personenschutz-Grenzwerte sondern
die für Herzschrittmacher, die nachweislich 300V/m problemlos
verkraften.
Hier wurde dem DARC zu Recht vorgeworfen nichts getan zu haben.
Peter
was sollen immer diese sinnlosen Diskussionen mit CW hin, CW her --- man
braucht doch nur mal die Berichte in den diversen Funkzeitschrifen zu lesen,
aktuell kann ich da mal den Funkamateur 10/02 S. 1085 1. Spalte
empfehlen --- wer CW machen will und Spaß daran hat der soll es tun und wer
keinen Bock darauf hat der soll es lassen - basta.
--... ..---
Sören.
Peter Völpel schrieb:
> Das Hauptproblem waren auch nciht die Personenschutz-Grenzwerte sondern
> die für Herzschrittmacher,
Richtig, gegen diese ist der DARC auch vorgegangen.
> die nachweislich 300V/m problemlos
> verkraften.
Leider nicht alle. Die meisten halten vielleicht viel aus, aber wenn EIN
einziger nur 10 V/m aushält, dann ist in der derzeitigen Norm 10 V/m als
Grenzwert festgelegt. So funktioniert nun mal leider das Prinzip des
allumfassenden Rundumschutzes.
DKE will das nun ja bekanntlich ändern, in einem neuen Normungsverfahren
werden die allerschlechtesten Geräte nicht gewertet. Grund: Die
Industrie will keine allgemeinen Normen zur Immunität der Geräte
akzeptieren, da dadurch Spezialapparate nicht mehr realisierbar seien.
Deren Träger sollen demnach in Zukunft wohl selbst dafür Verantwortlich
sein, sich nicht selbst zu gefährden (am besten, man gibt ihnen geeichte
Feldsonden als Gratis-Zugabe zum Medizinprodukt hi).
Wie es um diesen Normentwurf derzeit steht, weiß ich leider nicht - wenn
der durchkommt, dürfte uns das auf 2m mit den HSM-Grenzwerten z.B.
wieder in die Nähe der Personenschutzgrenzwerte bringen.
Mit der Störimmunität ist das leider so eine Sache - ein einzelner um
wenige Millimeter falsch platzierter Abblockkondensator auf einer
Platine kann mehrere dB Störfestigkeit kosten.
EMV ist ein schwieriges Fachgebiet, und längst nicht jeder
Entwicklungsingenieur, auch nicht jeder gute, beherrscht diese
Problematik.
300 V/m schließlich sind kein Pappenstiel, gerade im VHF/UHF-Bereich ist
das eine wahrhaft große Herausforderung.
Dabei ist natürlich auch wesentlich, WIE gemessen wird. (Modulation des
Störsignals, Polarisation, ..)
> Hier wurde dem DARC zu Recht vorgeworfen nichts getan zu haben.
Falsch,
ohne CETECOM-Studie würden wir zum Teil mehr als 10 dB schärfere
Grenzwerte zu verkraften haben. Die Studie heißt CETECOM-Studie, weil
sie von CETECOM durchgeführt wurde - in Auftrag gegeben und bezahlt
wurde sie bekanntlich vom DARC. Diese Studie berücksichtigte erstmals
Amateurfunkbetriebsarten, so daß heute nicht mehr die
worst-Case-AM-Grenzwerte gelten.
73,
Ulrich dh0ghu
Ulrich Hilsinger schrieb:
>
> Hallo Peter,
>
> Peter Völpel schrieb:
>
> > Das Hauptproblem waren auch nciht die Personenschutz-Grenzwerte sondern
> > die für Herzschrittmacher,
>
> Richtig, gegen diese ist der DARC auch vorgegangen.
So, inwiefern?
>
> > die nachweislich 300V/m problemlos verkraften.
>
> Leider nicht alle. Die meisten halten vielleicht viel aus, aber wenn EIN
> einziger nur 10 V/m aushält, dann ist in der derzeitigen Norm 10 V/m als
> Grenzwert festgelegt.
Und welcher wäre das gewesen?
Keiner der zu der Zeit und heute implantierten...
So funktioniert nun mal leider das Prinzip des
> allumfassenden Rundumschutzes.
wäre auch nichts gegen einzuwenden
> DKE will das nun ja bekanntlich ändern, in einem neuen Normungsverfahren
> werden die allerschlechtesten Geräte nicht gewertet. Grund: Die
> Industrie will keine allgemeinen Normen zur Immunität der Geräte
> akzeptieren, da dadurch Spezialapparate nicht mehr realisierbar seien.
Das ist nicht neu, war mit der alten FTZ-Nummer nicht anders
> Deren Träger sollen demnach in Zukunft wohl selbst dafür Verantwortlich
> sein, sich nicht selbst zu gefährden (am besten, man gibt ihnen geeichte
> Feldsonden als Gratis-Zugabe zum Medizinprodukt hi).
> Wie es um diesen Normentwurf derzeit steht, weiß ich leider nicht - wenn
> der durchkommt, dürfte uns das auf 2m mit den HSM-Grenzwerten z.B.
> wieder in die Nähe der Personenschutzgrenzwerte bringen.
die Feldsonde sollte integriert sein,
geeicht sicher nicht, eher kalibriert
> Mit der Störimmunität ist das leider so eine Sache - ein einzelner um
> wenige Millimeter falsch platzierter Abblockkondensator auf einer
> Platine kann mehrere dB Störfestigkeit kosten.
> EMV ist ein schwieriges Fachgebiet, und längst nicht jeder
> Entwicklungsingenieur, auch nicht jeder gute, beherrscht diese
> Problematik.
> 300 V/m schließlich sind kein Pappenstiel, gerade im VHF/UHF-Bereich ist
> das eine wahrhaft große Herausforderung.
Komisch dass die Autoindustrie das schon lange im Griff hat,
die Hersteller der Herzschrittmacher noch wesentlich länger.
> Dabei ist natürlich auch wesentlich, WIE gemessen wird. (Modulation des
> Störsignals, Polarisation, ..)
>
> > Hier wurde dem DARC zu Recht vorgeworfen nichts getan zu haben.
>
> Falsch,
> ohne CETECOM-Studie würden wir zum Teil mehr als 10 dB schärfere
> Grenzwerte zu verkraften haben. Die Studie heißt CETECOM-Studie, weil
> sie von CETECOM durchgeführt wurde - in Auftrag gegeben und bezahlt
> wurde sie bekanntlich vom DARC. Diese Studie berücksichtigte erstmals
> Amateurfunkbetriebsarten, so daß heute nicht mehr die
> worst-Case-AM-Grenzwerte gelten.
Der DARC hat soweit mir bekannt ist, nichts gegen die Verfügung 306
unternommen
Vorgegangen wurde gerichtlich durch private Klagen, wobei sich dann
zum Gerichtstermin herausstellte, dass die Verfügung 306 Rechtsunwirk-
sam war.
Dass Amateurfunkbetriebsarten kein Dauerpegel rund um die Uhr sind
leuchtet wohl jedem ein, dazu bedarf es keiner teuren Studie.
Für die Einstrahlfestigkeit eines elektronischen Gerätes ist dieses
allerdings auch nicht relevant, das kippt um, egal ob die Einströmung
5 Sekunden oder 1 Tag andauert wenn es nicht entsprechend konstruktive
Massnahmen entwickelt sind und per Qualitätskontrolle sichergestellt
werden.
73
Peter
Lieber Peter,
ich wollte die CW-Prüfung machen, aber ich denke ein Beruf geht vor Hobby.
Nachdem ich inzwischen, auch durch Mitlesen dieser Gruppe, zu der Auffassung
gekommen bin das ich in den Augen vieler CW-philen nur ein Amateur 2ter
Klasse bin verzichte ich auf CW. Nach dem Fall der CW- Prüfung werde ich
sicher auf Kurzwelle aktiv sein. Nur du mußt mit mir leben, ich nicht mit
dir. In unseren Verein stört es niemand ob man ein "Funker" erster oder
zweiter oder gar dritter Klasse ist. Für meine Prüfung habe ich bei voller
Punktzahl übrigens nur zwei Tage gelernt ;-)
Jeder hat Stärken oder Schwächen und diese zu fördern oder zu tolerieren
sollte eine Tugend des Amateurfunkes sein. Nur in dieser Newsgroup merke ich
nichts davon. Meine Meinung CW schadet dem AFU nicht, nur diejenigen ohne
Akzeptanz und Toleranz. Ich werde deshalb weiterhin nur mitlesen. Dies mußte
mal raus und jetzt sammelt Steine und erschlagt mich!
Richard Mayr
DG8MR
Richard Mayr schrieb:
> Lieber Peter,
> ich wollte die CW-Prüfung machen, aber ich denke ein Beruf geht vor Hobby.
> Nachdem ich inzwischen, auch durch Mitlesen dieser Gruppe, zu der Auffassung
> gekommen bin das ich in den Augen vieler CW-philen nur ein Amateur 2ter
> Klasse bin verzichte ich auf CW. Nach dem Fall der CW- Prüfung werde ich
> sicher auf Kurzwelle aktiv sein. Nur du mußt mit mir leben, ich nicht mit
> dir. In unseren Verein stört es niemand ob man ein "Funker" erster oder
> zweiter oder gar dritter Klasse ist. Für meine Prüfung habe ich bei voller
> Punktzahl übrigens nur zwei Tage gelernt ;-)
> Jeder hat Stärken oder Schwächen und diese zu fördern oder zu tolerieren
> sollte eine Tugend des Amateurfunkes sein. Nur in dieser Newsgroup merke ich
> nichts davon. Meine Meinung CW schadet dem AFU nicht, nur diejenigen ohne
> Akzeptanz und Toleranz. Ich werde deshalb weiterhin nur mitlesen. Dies mußte
> mal raus und jetzt sammelt Steine und erschlagt mich!
> Richard Mayr
> DG8MR
Hallo Richard,
Du hast vollkommen Recht mit Deiner Aussage!
Ich bin auch kein CWist.
Warum sollten diejenigen die kein CW wollen Amateure zweiter Klasse
sein?
Nur auf die KW können sie noch nicht, da ist die VO Funk gegen.
Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass ohne die erleichterten
Zugangsbestimmungen das Thema CW ja oder nein gar nicht zum Thema
erhoben worden wäre.
Tempo 60 und erst Recht Tempo 25 ist dermassen leicht zu erlernen,
dass es wohl jeder können sollte der KW macht, da er sonst viele
Verbindungen nicht macht, vor allem ohne Fremdsprachenkenntnisse.
73
Peter
Hier ist vom PERSONENSCHUTZ die Rede, nicht von HSM.
Es gibt in der Tat Leute, die der Meinung sind, die
weltweit im Konsens akzeptierten ICNIRP-Werte des
Personenschutzes (z.B. 27,5 V/m von 10 bis 400 MHz)
seien abzulehnen ...
Ich bezeichne sowas gewöhnlich als politischen
Selbstmord.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
Das ist AGZ-Position pur.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
> ...
>>Hier wurde dem DARC zu Recht vorgeworfen nichts getan zu haben.
>
>
> Falsch,
> ohne CETECOM-Studie würden wir zum Teil mehr als 10 dB schärfere
> Grenzwerte zu verkraften haben. Die Studie heißt CETECOM-Studie, weil
> sie von CETECOM durchgeführt wurde - in Auftrag gegeben und bezahlt
> wurde sie bekanntlich vom DARC. Diese Studie berücksichtigte erstmals
> Amateurfunkbetriebsarten, so daß heute nicht mehr die
> worst-Case-AM-Grenzwerte gelten.
Sehe ich nicht so. Wer sagt eigentlich, dass im Falle einer
nicht abgedeckten Sendeart automatisch irgendeine andere
genommen werden muss? Die DIN/VDE-Norm selbst sagt, dass
man dies "kann" - und somit aber nicht muss. Ausserdem
wird darauf hingewiesen, dass das tatsächliche Risiko
so deutlich überschätzt werden kann. Die BEMFV trifft
hier keine weitere Regelung.
Unser Rechtsstandpunkt war und ist, dass dort, wo es z.B.
keine SSB-Grenzwerte gibt, gar keine HSM-Grenzwerte zur
Anwendung gelangen, wenn wir SSB machen.
Und - seit dem 1.9.2002 ist die neue Version der 0848-3-1
mit einem abgestuften Risikokonzept aus der Kommentierungs-
frist. Damit ist der Entwurf vom Februar 2001, den die
BEMFV festschreibt, wissenschaftlich/fachlich nicht mehr
existent - und es ist für mich sehr fraglich, ob die BEMFV
in diesem Punkt einen Prozess überleben würde ...
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
Nein, unsere.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
"Dr. Ralph P. Schorn" schrieb:
>
Hallo Ralph,
Die Antwort passt nicht zu meiner Aussage zum HSM Grenzwert,
vom Personenschutz war nicht die Rede, sonst von der
Einströmfestigkeit der Herzschrittmacher
(also keine Person sondern Elektronik)
73
Peter
Peter Völpel schrieb:
> > > Das Hauptproblem waren auch nciht die Personenschutz-Grenzwerte sondern
> > > die für Herzschrittmacher,
> > Richtig, gegen diese ist der DARC auch vorgegangen.
> So, inwiefern?
Nun, zum einen im Kontakt mit Behörde/Ministerium. Wenig erfolgreich,
wie wir wissen. Zum Zweiten durch Normungsarbeit, siehe CETECOM-Studie -
das umso erfolgreicher.
[weniger immune HSM]
> Und welcher wäre das gewesen?
> Keiner der zu der Zeit und heute implantierten...
Das mag auf die ursprungs-Grenzwerte von vor mehr als 10 Jahren
zutreffen, Gegenstand der neuen Grenzwerte von 2001 sind nur derzeit
implantierte und auf dem Markt befindliche HSM.
> > DKE will das nun ja bekanntlich ändern, in einem neuen Normungsverfahren
> > werden die allerschlechtesten Geräte nicht gewertet. Grund: Die
> > Industrie will keine allgemeinen Normen zur Immunität der Geräte
> > akzeptieren, da dadurch Spezialapparate nicht mehr realisierbar seien.
>
> Das ist nicht neu, war mit der alten FTZ-Nummer nicht anders
Die hat nichts mit Medizinprodukten zu tun.
> > 300 V/m schließlich sind kein Pappenstiel, gerade im VHF/UHF-Bereich ist
> > das eine wahrhaft große Herausforderung.
>
> Komisch dass die Autoindustrie das schon lange im Griff hat,
300 V/m ? Vielleicht bei massiven Schirmmaßnahmen, vergiß das bei einem
Medizinprodukt, das nur wenige g wiegen darf. Und darüber hinaus
empfindlichste Sensoren besitzt. Die HSM-Sonde ist auch noch eine schöne
Antenne.
"Einfach so im Griff" hat das niemand. Auch ein Gehäuse hilft wenig,
mitunter sogar garnicht, denn es verursacht zu allem Übel auch noch
Eigenresonanzeffekte, wenn auch nur ein klein wenig HF irgendwie in das
Gehäuse eindringt - z.B. über eine Leitung nach außen. Klar, hier helfen
DuKos. Ein bei 50 MHz gut wirksamer Kondensator muß allerdings bei 432
MHz nicht mehr unbedingt gut sein, oder umgekehrt. Das hängt natürlich
vom Dielektrikum und vom mechanischen Aufbau des Bauteils ab. usw usw
usw.
Ich kenne den Aufwand, den man treiben muß, um mehr als die
"industrieüblichen" 10 V/m zu erreichen...
> Dass Amateurfunkbetriebsarten kein Dauerpegel rund um die Uhr sind
> leuchtet wohl jedem ein, dazu bedarf es keiner teuren Studie.
> Für die Einstrahlfestigkeit eines elektronischen Gerätes ist dieses
> allerdings auch nicht relevant, das kippt um, egal ob die Einströmung
> 5 Sekunden oder 1 Tag andauert wenn es nicht entsprechend konstruktive
> Massnahmen entwickelt sind und per Qualitätskontrolle sichergestellt
> werden.
Es geht nicht um die Dauer eines Signals, sondern um dessen
Modulationsinhalt. Was nämlich bei elektromagnetischen Beeinflussungen
bei Nicht-HF-Geräten in der Regel passiert, ist, daß an irgendwelchen
Diodenstrecken in Halbleitern eine Hüllkurvendemodulation des
einstreuenden HF-Signals stattfindet. Ein FM-Signal hat somit
beispielsweise ein sehr niedriges Störpotential, während ein AM-Signal
mit m=100% und Rechteckmodulation den Worst-Case darstellen dürfte.
Darüber hinaus kommt es auch noch darauf an, wie die spektrale
Verteilung des demodulierten Signals aussieht. Unterscheidet es sich
drastisch vom Nutzsignal, so wird eine entsprechend aufgebaute
Auswertung dadurch nicht gestört. Beispiel: Ein 30-kHz-Pfeifen wird man
in einem gestörten Telefon nicht hören. Das 1-kHz-Rechteck eines
norm-EMV-Störsignals hingegen wird man sehr sehr deutlich wahrnehmen,
denn die Auswertung (menschliches Ohr) hat dort annähernd ihre höchste
Empfindlichkeit.
Wenn ich also einen HSM mit einem Norm-TV-Signal beaufschlage, wie das
in der 2001-er-Norm auf UKW getan wurde, so sind die realen Auswirkungen
auf den HSM andere als bei einem sprachmodulierten Signal, das unterhalb
circa 200 Hz sehr wenig Modulationsanteile hat.
Mit Qualitätskontrolle hat das übrigens erstmal relativ wenig zu tun -
die Qualitätskontrolle sorgt üblicherweise nur dafür, daß die
hauseigenen Standards des Herstellers (so, wie dem Kunden versprochen
bzw im Qualitätsmanagementsystem festgelegt) eingehalten werden. Das
sagt überhaupt nichts über die Störfestigkeit eines Gerätes aus, die
kann lausig sein. Wenn die mal zu Beginn so lausig spezifiziert wurde,
ist das ok. Nur wenn das Produkt dann am Ende die Spec nicht einhält,
muß die Qualitätssicherung einschreiten (oder wenn erkennbar ist, daß
Produktionsmethoden zu diesem Mißerfolg führen werden, etc).
In der Realität ist der Grund für mangelhafte EMV-Festigkeit natürlich
sehr häufig eher in der kaufmännischen Abteilung des Herstellers als
beim Ingenieur in der R&D-Abteilung zu suchen. Natürlich kann man ein
Gerät herrlich störfest machen. Aber gerade im Bereich der
Jubelelektronik ist das Wunschdenken. Eine mehrlagige FR4-Platine ist
nunmal viel teurer als das zweiseitig kaschierte Hartpapiergelump,
welches heute immer noch sehr verbreitet ist, und bei Stückzahlen im
Millionenbereich sind auch 20 zusätzliche SMD-Abblockkondensatoren ein
nicht zu unterschätzender Wirtschaftlichkeitsfaktor. Ganz zu schweigen
von Ferrit-Beads, SMD-Leiterbahndukos, Gegentaktfiltern und anderen
Filterbausteinen. Die man bei offener Bauweise nicht nur an allen
Leitungen braucht, sondern insbesondere an allen empfindlichen Bauteilen
(v.a. dort, wo die Nutzpegel niedrig sind), und dort dann insbesondere
für hohe Frequenzen (schon die D-Netz-Frequenzen bei 900 MHz verzeien
auch Nachlässigkeiten im Layout nicht...)
Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis auch jeder Kaufmann erkannt
haben wird, daß Geld für EMV-Maßnahmen in einem Gerät kein verlorenes
Geld ist.
73,
Ulrich dh0ghu
[Ablehnung ICNIRP-Grenzwerte]
> Ich bezeichne sowas gewöhnlich als politischen
> Selbstmord.
Da sind wir ausnahmsweise einmal einer Meinung...
73
Ulrich dh0ghu
ist das jetzt positiv oder negativ gemeint?
> Vy 73,
> Ralph, DC5JQ
73,
Sören.
Ulrich Hilsinger schrieb:
>
> Hi Peter,
>
> Peter Völpel schrieb:
> > > > Das Hauptproblem waren auch nciht die Personenschutz-Grenzwerte sondern
> > > > die für Herzschrittmacher,
> > > Richtig, gegen diese ist der DARC auch vorgegangen.
> > So, inwiefern?
> Nun, zum einen im Kontakt mit Behörde/Ministerium. Wenig erfolgreich,
Genau das ist der Punkt, der Viele zum Austritte veranlasste
> wie wir wissen. Zum Zweiten durch Normungsarbeit, siehe CETECOM-Studie -
> das umso erfolgreicher.
>
ACK
wobei das weniger als Vorgehen gegen die Verfügung 306 zu sehen ist
> [weniger immune HSM]
> > Und welcher wäre das gewesen?
> > Keiner der zu der Zeit und heute implantierten...
> Das mag auf die ursprungs-Grenzwerte von vor mehr als 10 Jahren
> zutreffen, Gegenstand der neuen Grenzwerte von 2001 sind nur derzeit
> implantierte und auf dem Markt befindliche HSM.
klar, das Problem war die Verfügung 306
>
> > > DKE will das nun ja bekanntlich ändern, in einem neuen Normungsverfahren
> > > werden die allerschlechtesten Geräte nicht gewertet. Grund: Die
> > > Industrie will keine allgemeinen Normen zur Immunität der Geräte
> > > akzeptieren, da dadurch Spezialapparate nicht mehr realisierbar seien.
> >
> > Das ist nicht neu, war mit der alten FTZ-Nummer nicht anders
> Die hat nichts mit Medizinprodukten zu tun.
Aber mit der (verständlichen) Einstellung der Industrie generell
>
> > > 300 V/m schließlich sind kein Pappenstiel, gerade im VHF/UHF-Bereich ist
> > > das eine wahrhaft große Herausforderung.
> >
> > Komisch dass die Autoindustrie das schon lange im Griff hat,
> 300 V/m ? Vielleicht bei massiven Schirmmaßnahmen, vergiß das bei einem
> Medizinprodukt, das nur wenige g wiegen darf. Und darüber hinaus
> empfindlichste Sensoren besitzt. Die HSM-Sonde ist auch noch eine schöne
> Antenne.
> "Einfach so im Griff" hat das niemand. Auch ein Gehäuse hilft wenig,
> mitunter sogar garnicht, denn es verursacht zu allem Übel auch noch
> Eigenresonanzeffekte, wenn auch nur ein klein wenig HF irgendwie in das
> Gehäuse eindringt - z.B. über eine Leitung nach außen. Klar, hier helfen
> DuKos. Ein bei 50 MHz gut wirksamer Kondensator muß allerdings bei 432
> MHz nicht mehr unbedingt gut sein, oder umgekehrt. Das hängt natürlich
> vom Dielektrikum und vom mechanischen Aufbau des Bauteils ab. usw usw
> usw.
> Ich kenne den Aufwand, den man treiben muß, um mehr als die
> "industrieüblichen" 10 V/m zu erreichen...
ich auch, deshalb musst Du es nicht für mich erklären
>
> > Dass Amateurfunkbetriebsarten kein Dauerpegel rund um die Uhr sind
> > leuchtet wohl jedem ein, dazu bedarf es keiner teuren Studie.
> > Für die Einstrahlfestigkeit eines elektronischen Gerätes ist dieses
> > allerdings auch nicht relevant, das kippt um, egal ob die Einströmung
> > 5 Sekunden oder 1 Tag andauert wenn es nicht entsprechend konstruktive
> > Massnahmen entwickelt sind und per Qualitätskontrolle sichergestellt
> > werden.
>
> Es geht nicht um die Dauer eines Signals, sondern um dessen
> Modulationsinhalt. Was nämlich bei elektromagnetischen Beeinflussungen
> bei Nicht-HF-Geräten in der Regel passiert, ist, daß an irgendwelchen
> Diodenstrecken in Halbleitern eine Hüllkurvendemodulation des
> einstreuenden HF-Signals stattfindet. Ein FM-Signal hat somit
> beispielsweise ein sehr niedriges Störpotential, während ein AM-Signal
> mit m=100% und Rechteckmodulation den Worst-Case darstellen dürfte.
> Darüber hinaus kommt es auch noch darauf an, wie die spektrale
> Verteilung des demodulierten Signals aussieht. Unterscheidet es sich
> drastisch vom Nutzsignal, so wird eine entsprechend aufgebaute
> Auswertung dadurch nicht gestört. Beispiel: Ein 30-kHz-Pfeifen wird man
> in einem gestörten Telefon nicht hören.
ne Fledermaus schon :-)
und eventuell wird eine Verstärkerstufe unlinear
Das 1-kHz-Rechteck eines
> norm-EMV-Störsignals hingegen wird man sehr sehr deutlich wahrnehmen,
> denn die Auswertung (menschliches Ohr) hat dort annähernd ihre höchste
> Empfindlichkeit.
> Wenn ich also einen HSM mit einem Norm-TV-Signal beaufschlage, wie das
> in der 2001-er-Norm auf UKW getan wurde, so sind die realen Auswirkungen
> auf den HSM andere als bei einem sprachmodulierten Signal, das unterhalb
> circa 200 Hz sehr wenig Modulationsanteile hat.
>
> Mit Qualitätskontrolle hat das übrigens erstmal relativ wenig zu tun -
> die Qualitätskontrolle sorgt üblicherweise nur dafür, daß die
> hauseigenen Standards des Herstellers (so, wie dem Kunden versprochen
> bzw im Qualitätsmanagementsystem festgelegt) eingehalten werden. Das
> sagt überhaupt nichts über die Störfestigkeit eines Gerätes aus, die
> kann lausig sein. Wenn die mal zu Beginn so lausig spezifiziert wurde,
> ist das ok.
ist sie bei Herzschrittmachern und anderen medizinischen Geräten aber
nicht
Nur wenn das Produkt dann am Ende die Spec nicht einhält,
> muß die Qualitätssicherung einschreiten (oder wenn erkennbar ist, daß
> Produktionsmethoden zu diesem Mißerfolg führen werden, etc).
ja, anderenfalls wäre sie fehl am Platze...
>
> In der Realität ist der Grund für mangelhafte EMV-Festigkeit natürlich
> sehr häufig eher in der kaufmännischen Abteilung des Herstellers als
> beim Ingenieur in der R&D-Abteilung zu suchen. Natürlich kann man ein
> Gerät herrlich störfest machen. Aber gerade im Bereich der
> Jubelelektronik ist das Wunschdenken. Eine mehrlagige FR4-Platine ist
> nunmal viel teurer als das zweiseitig kaschierte Hartpapiergelump,
> welches heute immer noch sehr verbreitet ist, und bei Stückzahlen im
> Millionenbereich sind auch 20 zusätzliche SMD-Abblockkondensatoren ein
> nicht zu unterschätzender Wirtschaftlichkeitsfaktor. Ganz zu schweigen
> von Ferrit-Beads, SMD-Leiterbahndukos, Gegentaktfiltern und anderen
> Filterbausteinen. Die man bei offener Bauweise nicht nur an allen
> Leitungen braucht, sondern insbesondere an allen empfindlichen Bauteilen
> (v.a. dort, wo die Nutzpegel niedrig sind), und dort dann insbesondere
> für hohe Frequenzen (schon die D-Netz-Frequenzen bei 900 MHz verzeien
> auch Nachlässigkeiten im Layout nicht...)
>
> Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis auch jeder Kaufmann erkannt
> haben wird, daß Geld für EMV-Maßnahmen in einem Gerät kein verlorenes
> Geld ist.
Ich weiss nicht warum Du diese Abhandlung getippt hast,
wer es nicht weiss und wissen will, kann es sicher irgendwo nachlesen.
Wer sich etwas auskennt, weiss es sowieso.
Ausserdem ging es um HSM, da sind die Masstäbe in der Störfestigkeit
ganz andere als in der Jubelelektronik, die Preisgestaltung ist darüber
hinaus ebenfalls interessanter für die Hersteller
73
Peter
Bravo, Sören! Wäre man dieser Meinung bereits Anfang der 90er gefolgt, als
ich sie des öfteren in der Fachzeitschrift "funk" aussprach, dann hätte es
dieses unsägliche DARC-Kasperltheater gar nicht erst gegeben. Nun aber will
ja gerade der DARC - sagt er - etwas anderes, nämlich: Sich international
für die Beibehaltung der CW-Prüfung einzusetzen. Daß er national das
Gegenteil macht - nämlich: vom Wirtschaftsministerium den
morseprüfungsfreien Kurzwellenzugang zu fordern - ist dann wieder nen
anderen Schnack. Falls Du das für schizophren hältst, sage es nicht mir,
sondern jenen, die das tun.
73 de Nils, DK8OK
>Wenn eine eingeschränkte Lizenz (C) nicht eingeführt worden wäre,
>gäbe es diese Diskussion überhaupt nicht.
Ich gehöre zwar nicht zur Grünen Zunft, aber mir ist zu Ohren
gekommen, dass auch im deutschen Jagdwesen erheblich Veränderungen
bevorstehen.
In Zukunft sollen Jagdscheine in einem Drei-Klassen-Verfahren
ausgegeben werden:
Einsteiger-Jagdschein 3 erlaubt - nach Ablegung einer recht einfachen
Multiple-Choice-Prüfung - das Führen kleinkalibriger Waffen mit
geringer Durchschlagskraft. Bejagt werden dürfen Krähen, Elstern und
Kaninchen.
Klasse zwei ist in der theoretischen Prüfung anspruchsvoll. Das
Jagdrecht wird erweitert auf Sauen und Rehwild. Pro Jäger sind eine
Doppelflinte und eine Repetierbüchse erlaubt.
Klasse eins erfordert zusätzlich einen Leistungsnachweis im
Tontaubenschießen. Im Gegenzug dürfen mit Waffen hoher Feuer- und
Durchschlagskraft auch Hirsche und - soweit verfügbar - Bären erlegt
werden.
Der prominente Jagdbuch-Autor Neidhard Schilfwasser fordert außerdem
vehement die Einführung des Klasse 3b-Jagdscheins. Mit ihm dürfen
Jagdnovizen mit Luftpistolen auf Bären schießen.
-----------
Mal im Ernst:
ich habe mich schon oft gefragt, ob dieses Klassen-System wirklich
sinnvoll ist. Es ist doch völlig selbstverständlich, und wir
beobachten das ja seit 30 Jahren, dass solche Abstufungen bei den
Betroffenen Emotionen wecken. Da sind die (unbegründeten)
Überlegenheitsgefühle auf der einen Seite, "ich bin Klasse 1, Du nur
Klasse 2"; auf der anderen Seite der permanente Neidkomplex "ich will
auch, was der darf ....".
Ich werde bei passender Gelegenheit mal DJ6IH fragen, ob in der
deutschen Jägerschaft tatsächlich der Wunsch nach einem
Einsteiger-Jagdschein existiert (wegen der Anziehungskraft für den
Jägernachwuchs) ;-)
73 Joe
DK7VW [N7VW] - Werner 'Joe' Jochem
AGCW-DL * DARC * DIG * G-QRP-C * HSC * RTC
QTH: Stralsund * LOC: JO64NH
http://www.dk7vw.de
>ich sie des öfteren in der Fachzeitschrift "funk" aussprach, dann hätte es
>dieses unsägliche DARC-Kasperltheater gar nicht erst gegeben. Nun aber will
>ja gerade der DARC - sagt er - etwas anderes, nämlich: Sich international
>für die Beibehaltung der CW-Prüfung einzusetzen. Daß er national das
>Gegenteil macht - nämlich: vom Wirtschaftsministerium den
>morseprüfungsfreien Kurzwellenzugang zu fordern - ist dann wieder nen
>anderen Schnack. Falls Du das für schizophren hältst, sage es nicht mir,
>sondern jenen, die das tun.
Lieber Nils,
wider besseres Wissen und mit gezielter Absicht versuchst Du hier seit
Wochen in etlichen Postings zu suggerieren, der Brief an das BMWi sei
vom DARC geschrieben worden.
Du weißt aber ganz genau, dass dieser Brief von Hans-Jörg Unglaub,
DL4EBK, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des RTA geschrieben
wurde.
Ohne allzuviel aus dem Nähkästchen zu plaudern, kann ich Dir aber
versichern, dass nach dieser Aktion erheblicher Gesprächsbedarf (von
verschiedenster Seite) bestanden hat.
Aber wir machen das wie eine professionelle Fußballmannschaft: wenn
einer mal ein Eigentor schießt, machen wir die Spielkritik in der
Kabine und nicht montags im "Kicker".
73 Joe
(Vertreter der AGCW-DL im RTA)
Werner Jochem schrieb:
Ich denke auch dass diese Klasseneinteilung die Wiege ständiger
Reibereien darstellt wie von Dir hervorragend beschrieben.
Super das Jägerlatein von Dir , Joe!
73
Peter
Voll ACK! Allein um Neu-Mitglieder zu bekommen, wird das Niveau der
Prüfungen auf Kreuzworträtselniveau reduziert ,siehe Klasse 3 Lizenz.
Meine XYL hat kürzlich, just for fun weil sie eine Wette verloren hat,
mit 10 Tagen Auswendiglernen ohne jegliche Probleme die DO Lizenz
gemacht. Natürlich freue ich mich wenn ich abends auf dem Nachauseweg mit
ihr funken kann, aber mit Amateurfunk hat das beileibe nichts zu tun. Die
Frage ist, ist das das Prüfungsniveau das der Amateurfunk braucht, um
zukünftig "überleben" zu können ?
Von daher erübrigt sich natürlich auch die Frage ob CW dem Amateurfunk
schadet. CW ist die letzte Bastion, die uns zukünftig von CB Funk oder
PMR unterscheidet....aber das hatten wir ja schon.
73 Michael (DL8SDJ)
> Von daher erübrigt sich natürlich auch die Frage ob CW dem Amateurfunk
> schadet. CW ist die letzte Bastion, die uns zukünftig von CB Funk oder
> PMR unterscheidet....aber das hatten wir ja schon.
Aha, dann sind also Klasse 2 und 3-Inhaber dem CB-Funk
gleichzusetzen? Ich glaube, _diese_ Art von innerem
Spaltungsversuch schadet dem Amateurfunk wirklich ...
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
ich bin zur Zeit über der 1er. Muß also CW lernen. Ich gebe leider zu, daß
CW gerade der Grund für mich war, mich für den Amateurfunk bzw. die 1er zu
interessieren.
Ich schäme mich dafür. Und bitte um Entschuldigung.
Denn was ich hier lesen muß ist, daß ich eigentlich eher eine bedauernswerte
Randerscheinung bin. Denn in einer Technikwelt in der TCP/IP Verbindungen
mit Goldadern verwechselt werden und alles nur QuickFun sein darf, paßt CW
nun wirklich nicht mehr hinein.
Ein alter Spruch, den mir ein älterer Herr einmal sagte, lautete:
Mache wenig. Aber "was" Du machst, das mache "gut".
Dieser Gedanke scheint heute dem Rausch gewichen zu sein, alles und alles so
schnell wie möglich haben zu können - ohne viel eigenem Aufwand. Verbirgt
sich der Genuß eines Leidenschaft nicht auch hinter dem dafür notwendigen
Aufwand hierzu? Was hat Zappen im Amateurfunk noch mit Leidenschaft zu tun?
Nur weil für CW Anstrengung und Ausdauer erforderlich ist, ist es schlecht.
Eine Grundhaltung die ich nicht Teilen kann. Will jemand in einem Orchster
mitwirken, muß er auch erst den mühsamen Weg gehen ein Instrument (oft sogar
mehrere) zu lernen und kann nicht einfach seinen PC hinstellen, ne'
Soundkarte rein und mit Samples seinen Meister zeigen (wäre aber sicher
interessant ;-).
Ich bin ein echter Neuling. Anfangs dachte ich sogar Packet-Radio wäre ein
Relikt wie CB-Funk. Aber ich muß einsehen, ich habe mich getäuscht. Der
Mensch (Amateurfunker) will nur noch moderne Kommunikation auf höchster
Ebene vollziehen. Da wäre doch das Handy oder das Telefon eigentlich die
schönste Form und Krönung, aber da kann man nicht einfach mal ein CQ CQ
losrufen und es antwortet jemand mit einer QSL-Karte.
Aber so sehr ich mich von der Übertechnik entfernen will, desto näher bewege
ich mich darauf zu. Ich will nicht mit einem Notebook unterm Arm funken,
auch nicht als Eingabe-Ausgabemedium zum QRV oder zum Logbuch führen. Ich
will nur funken und zwar so, wie man es vor 100 Jahren gemacht hat und mit
DX-Reichweiten. Sicher ist das für die meisten von Euch zu primitiv, denn
Ihr definiert Amateurfunk als etwas anderes.
CW-Treu und freudig lernend (jedes Zeichen mehr ist ein Geschenk des Himmels
:-)
Heribert
PS. Stell Dir vor eine Berufsgattung würde meinen eine Promotion schade
deren Berufsbild, nur weil andere nicht promovieren wollen/können, und
stimmten für die Abschaffung derer.
"Dr. Ralph P. Schorn" <dc...@agz-ev.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3D91DE10...@agz-ev.de...
Wenn ich die Diskussion um CW - speziell auch die aktuelle hier
in der Newsgroup - betrachte, dann stellt sich schon die Frage,
ob CW dem Amateurfunk nicht massgeblichen Schaden zugefuegt
hat.
Analog zur FDP/Möllemann-Diskussion um die Geschlossenheit
einer Gruppierung und ihr damit zusammen hängendes äußeres
Erscheinungsbild bin ich der Meinung, die innere Zerissen-
heit des Amateurfunkdienstes und die polemisch und
persönlich geführten öffentlichen Angriffe haben uns allen
geschadet - bei Politik, Behörden und der Gesellschaft.
Diese These stelle ich zur Diskussion.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
[ueber AFu und CW]
Keine Sorge, Heribert. Du bist mit deinen Interessen nicht allein.
Spaetestens auf dem Band wirst Du das auch feststellen. Die
Spassgesellschaft hier ist nicht gross, sondern nur laut. Deshalb
kommt dir das so vor. Lass dich also nicht von deinem Ziel abbringen.
Ich freu' mich schon auf unser erstes CW-QSO. :-)
--
73 es cuagn de DK8DG
http://www.dk8dg.de
Meine bescheidene Meinung:
Noe, CW nicht, aber die Diskussion darum. Sie verstellt den Blick
auf wichtigere Probleme (die in de.comm.ham schon benannt wurden).
73 de DL2LFH, Jan-Martin
>>> Du zelebrierst geradezu die Zerissenheit.
>>
>>
>> Welche? Deine?
>
>
> Nein, unsere.
Mir widerstrebt es, einen Begriff wie "unser", der ja eine gewisse
Gemeinschaftlichkeit ausdrückt, im Zusammenhang mit einem konspirativen
Grillverein wie der AGZ und deren Agitatoren genannt zu sehen.
Bert
Kannst Du denn Telegrafie?
Sten, dk7by
> Ralph, DC5JQ
>^^^^^^^^^^^^^
>
>Kannst Du denn Telegrafie?
Wer etwas kann, der tut es. Wer es nicht kann, macht sich wichtig,
indem er darueber redet.
Es reicht, um DX-QSOs auf 50 MHz und darüber zu Ende
zu bringen, wenn SSB nicht mehr geht.
"Können" im Sinne von Unterhaltungen führen: ein
klares NEIN, es sei denn mittels Software.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
Das behauptest Du vielleicht, ich nicht ! Nur wer das Prüfungsniveau immer
weiter verwässert tut Afu letztendlich nichts Gutes, weil neben ernsthaft
Interessierten natürlich auch Leute zum Afu kommen, die dort eigentlich
nichts zu suchen haben. Damit verkommt Afu immer mehr zum "Laberfunk"ohne
jeglichen Tiefgang. Und um so etwas zu verhindern, sollte(n) die
Zugangsprüfung(en) schon einen gewissen Anspruch haben und keine Farce sein.
Das garantiert zwar keine erstklassige Betriebstechnik und besseren Ham
Spirit, ist aber ein wirksames Filter, Spinner fern zu halten....
73 Michael (DL8SDJ)
>Aber wir machen das wie eine professionelle Fußballmannschaft: wenn
>einer mal ein Eigentor schießt, machen wir die Spielkritik in der
>Kabine und nicht montags im "Kicker".
Deswegen vertraut Otto-Normal-OM ja Institutionen wie DARC, RTA, AGZ
und wie sie alle heisse so: Weil alles hinter verschlossenen Türen
geschieht.
Zum "Kreuzworträtselargument":
Das sogenannte Ankreuzverfahren ist eine in Bezug auf Testdurchführung
und -auswertung äußerst objektive Methode und hat mit dem
Schwierigkeitsgrad des Testinhalts nicht das Geringste zu tun!
Zum Argument "Masse statt Klasse":
Es gibt im Amateurfunk - wie z.B. bei der Uranbombe - eine "Kritische
Masse". Wird sie unterschritten - OE ist auf dem besten Weg dazu! -
geht gar nichts mehr: Das PR-Netz verfällt, Afu-Geschäfte schließen,
die Nachwuchsarbeit unterbleibt, die Behörde ignoriert unsere Anliegen
- lange bevor der letzte Funkamateur SK macht!
73 de Alfred, OE5AKM (NCI-3778)
>Deswegen vertraut Otto-Normal-OM ja Institutionen wie DARC, RTA, AGZ
>und wie sie alle heisse so: Weil alles hinter verschlossenen Türen
>geschieht.
sowohl
beim darc als auch bei der agz sind die ordentlichen jahreshauptversammlungen
immer oeffentlich. woll?
mfg
hermann
>Das Gegenteil ist eher der Fall.
>Wenn eine eingeschränkte Lizenz (C) nicht eingeführt worden wäre,
>gäbe es diese Diskussion überhaupt nicht.
>Auf die diejenigen, die aus welchen Gründen auch immer keine
>CW-Prüfung machen wollten, hätte man gut verzichten können.
>Es ist immer das Gleiche, jemand gibt den kleinen Finger und
>verliert seine Hand wenn er nicht aufpasst.
>
>73
>Peter
>
analog dazu,
wenn der mensch nicht waere, gaebe es keine kriege und keinen
amateurfunkdienst.
so ein oberquatsch.
mfg
hermann
einfache gemeinsame nenner
sind wohl zu simpel. wenn cw eine derart elitaere betriebsart ist, dann werden
deren anwender doch eh untereinander per gehoerlesen glucken. wer cw nicht
gebuehrlich kann, faellt eben eh durchs cw-netz. es ist doch in gewissen
fonie-runden ueblich,
wo, meine herren, liegen denn die probleme?
mfg
hermann
>Thema: Re: Schadet CW dem Amateurfunk ?
>Von: Frank <senf...@gmx.de>
>Datum: Wed, 25 Sep 2002 18:28:03 +0200
>
>On Wed, 25 Sep 2002 18:02:24 +0200, "Dr. Ralph P. Schorn"
><dc...@agz-ev.de> wrote:
>
>>Wenn ich die Diskussion um CW - speziell auch die aktuelle hier
>>in der Newsgroup - betrachte, dann stellt sich schon die Frage,
>>ob CW dem Amateurfunk nicht massgeblichen Schaden zugefuegt
>>hat.
>Wenn ich die Diskussion mit/um DC5JQ - speziell auch die aktuelle hier
>in der Newsgroup - betrachte, dann stellt sich schon die Frage,
>ob DC5JQ dem Amateurfunk nicht massgeblichen Schaden zugefuegt
>hat.
>
>Bye Frank
>
dieses muster,
das frank hier abgibt schadet dem amateurfunkdienst in der oeffentlichkeit.
vielleicht ist das die einzige erklaerung dafuer, warum der darc nie eine
wirkliche oeffentlichkeitsarbeit betrieb. er kennt seine pappenheimer -
mitglieder - wohl besser, als ich es je dachte.
mfg
hermann
>Das behauptest Du vielleicht, ich nicht ! Nur wer das Prüfungsniveau immer
>weiter verwässert tut Afu letztendlich nichts Gutes, weil neben ernsthaft
>Interessierten natürlich auch Leute zum Afu kommen, die dort eigentlich
>nichts zu suchen haben. Damit verkommt Afu immer mehr zum "Laberfunk"ohne
>jeglichen Tiefgang. Und um so etwas zu verhindern, sollte(n) die
>Zugangsprüfung(en) schon einen gewissen Anspruch haben und keine Farce sein.
>Das garantiert zwar keine erstklassige Betriebstechnik und besseren Ham
>Spirit, ist aber ein wirksames Filter, Spinner fern zu halten....
>
>73 Michael (DL8SDJ)
>
ist
denn ....my ant gp = wx here wet es 7 cgrad plus = trx ft-7 es out 25 wtts = my
name is hermann hermann es qth wermelskirchen wermelskirchen = hw ? dl8sdj de
dl1eec bk..... anspruchsvoller funkverkehr? und das dann 10x am sonntag
vormittags?
geh ma fort !
gruss
hermann
>Thema: Re: Schadet CW dem Amateurfunk ?
>Von: Michael Amann <M_A...@gmx.de>
>Datum: Thu, 26 Sep 2002 08:24:32 +0200
sorry michael,
wie waere es denn, wenn du dich mittels der interpunktion abgrenzen wuerdest.
wenn du schon so auf die cb-ler runterguckst, dann bitte nicht nur in cw,
sondern auch in den anderen disziplinen.
und wegen der gross-klein-schreibung brauchst du nicht zu mobbern, die ist als
alternative in dl anerkannt.
mfg
hermann
"Hermann F. Schulze" schrieb:
Du sagst es überdeutlich
"Hermann F. Schulze" schrieb:
wer schreibt denn solchen Schwachsinn?
viel zu viel redundanz...
Peter
Beim DARC sind sie "Mitglieder-öeffentlich", d.h. Nicht-Mitglieder
müssen draussen bleiben ...
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
>was sollen immer diese sinnlosen Diskussionen mit CW hin, CW her --- man
>braucht doch nur mal die Berichte in den diversen Funkzeitschrifen zu lesen,
>aktuell kann ich da mal den Funkamateur 10/02 S. 1085 1. Spalte
>empfehlen --- wer CW machen will und Spaß daran hat der soll es tun und wer
>keinen Bock darauf hat der soll es lassen - basta.
Full ACK.
Niemand hat die Absicht ein CW-Verbot zu errichten. Nur ob heute CW
noch die Sonderstellung verdient, die es derzeit noch geniesst ist für
mich sehr fraglich. Wie kann es sein, dass eine Betriebsart von vielen
einerseits ihr geschütztes Refugium hat, andererseits ganz offiziell
in die Refugien (lt. Bandplan) anderer Betriebsarten "einbrechen"
darf. Es würde ein Riesengeschrei geben, wenn ich auf 14.005 ein
PSK-Signal hinstellen würde. Auf 14.070 darf aber jeder seine mehrere
100Hz breiten Klopfzeichen reinrattern.
Wer CW machen will möge das tun. Aber heute ist CW nur noch eine
Betriebsart unter vielen und es sollte eine unter Gleichen sein.
> wer schreibt denn solchen Schwachsinn?
> viel zu viel redundanz...
599 TU ? Da wäre die letzte 9 redundant ;-)
72/73 de Wolf, DL2WRJ
> In Zukunft sollen Jagdscheine in einem Drei-Klassen-Verfahren
> ausgegeben werden:
>...
> Der prominente Jagdbuch-Autor Neidhard Schilfwasser fordert außerdem
> vehement die Einführung des Klasse 3b-Jagdscheins. Mit ihm dürfen
> Jagdnovizen mit Luftpistolen auf Bären schießen.
Hallo Joe,
einfach toll glossiert. Das nimmt dem ganzen vielleicht ein wenig die
hiesige Verbissenheit.
73s de Wolfgang DL2KBJ
>Hallo Peter,
>
>Peter Völpel schrieb:
>
>> Das Hauptproblem waren auch nciht die Personenschutz-Grenzwerte sondern
>> die für Herzschrittmacher,
>
>Richtig, gegen diese ist der DARC auch vorgegangen.
>
>> die nachweislich 300V/m problemlos
>> verkraften.
guten abend,
wenn ich die diskussion im dke richtig verstanden habe, geht es gar nicht so
sehr um die physikalische einstroemung elektromagnetischer schwingungen,
sondern um die 60-hz-taktung, die das geraet per sonde im herzen des traegers
sieht.
sieht der hsm den vorgeschriebenen takt nicht mehr oder abweichungen dessen,
dann schaltet er eben auf beschleunigung oder bremse, je nach
zustands-programmierung.
die gefahr der beeinflussung besteht darin, dass der hsm das herz nicht mehr
sieht, sondern irgendwas, was so aehnlich schnell schwingt. und deswegen ist cw
so dramatisch effektiv, was die beeinflussung von hsm betrifft; allerdings
nicht als hf, sondern als modulationshuellkurve.
gaukelt cw dem hsm einen 90er herzschlag vor, dann bremst er runter, aber das
biologische intakte herz von 60 aus down und das waere gar nicht erwuenscht.
insofern sollten wir uns mal ein anderes verstaendnis der probleme zulegen und
erkennen, dass der blitzeinschlag mit der hsm-problematik ueberhaupt nichts zu
tun hat und deswegen dieses argument bei den insidern kopfschuetteln
verursacht.
wir sollten uns nicht staendig mit einem aufgesetzten halbwissen blamieren.
mfg
hermann
>mich sehr fraglich. Wie kann es sein, dass eine Betriebsart von vielen
>einerseits ihr geschütztes Refugium hat, andererseits ganz offiziell
>in die Refugien (lt. Bandplan) anderer Betriebsarten "einbrechen"
>darf.
Das hat eigentlich eher Gründe, die aus der _Frühzeit des Amateurfunks
herrühren (Stichwort Crossmode). Ich hätte auch kein Problem damit,
wenn die Bandpläne CW nur in den ausgewiesenen CW-Segmenten gestatten
würden, da ich in CW ohnehin nur dort aktiv bin. Insofern könnte man
das tatsächlich mal überdenken.
Ich denke, dass die Anzahl von Afu-Telegrafisten, die CW in SSB oder
Digi-Bereichen machen, ohnehin verschwindend gering sein dürfte. Es
macht relativ wenig Sinn, auf z.B. 14.285 kHz in CW cq zu rufen. Die
Chance auf eine Antwort (zumindest in dieser Betriebsart) dürfte
minimal sein.
>PSK-Signal hinstellen würde. Auf 14.070 darf aber jeder seine mehrere
>100Hz breiten Klopfzeichen reinrattern.
Die Bandbreite eines (sauberen) CW-Signals ist allein von der
Tastgeschwindigkeit abhängig. Falls das mit den "mehreren 100Hz
breiten Klopfzeichen" öfter vorkommt, solltest Du Deinen Empfänger mal
überprüfen. Den dieser Fall sollte auch bei 300 BpM nicht eintreten.
Im übrigen ist 14.070 in der Tat die "obere" Grenze des für CW
ausgewiesenen Subbandes. Korrekterweise sollten also Telegrafisten
einen Schutzabstand von 100 bis 200 Hz einhalten.
Allerdings, lieber Jörg, kann ich Dir diese Kutsche retour geben.
Gerade auf 20m kannst Du jede Menge Pactor-Station (teilweise sogar
Mailboxen) runter bis nach 14.050 hören. Gerade um die 14.060 rum, wo
sehr viel QRP-CW stattfindet ist das äußerst ärgerlich.
73 Joe
DK7VW [N7VW] - Werner 'Joe' Jochem
AGCW-DL * DARC * DIG * G-QRP-C * HSC * RTC
QTH: Stralsund * LOC: JO64NH
http://www.dk7vw.de
> wir sollten uns nicht staendig mit einem aufgesetzten halbwissen blamieren.
>
>mfg
>hermann
Es ist schön, dass Du wenigstens in der ersten Person Plural sprichst.
;-)
SCNR
Wolfgang Welter schrieb:
Hi Wolfgang,
Das finde ich auch!
Noch weiterhin schönen Urlaub auf Mallorca!
Peter, DF3KV
"Hermann F. Schulze" schrieb:
letzteres erfordert in diesem Fall keinen Kommentar
73
Peter
>> wir sollten uns nicht staendig mit einem aufgesetzten halbwissen
>blamieren.
>
>
>letzteres erfordert in diesem Fall keinen Kommentar
>
siehst
du peter, du disqualifizierst dich. schade.
gruss
hermann
>On 26 Sep 2002 19:28:16 GMT, dl1...@aol.com (Hermann F. Schulze)
>wrote:
>
>> wir sollten uns nicht staendig mit einem aufgesetzten halbwissen
>blamieren.
>>
>>mfg
>>hermann
>
>Es ist schön, dass Du wenigstens in der ersten Person Plural sprichst.
>;-)
>
>SCNR
>Joe
yes sir,
ich habe es nicht notwendig, mich auf ein treppchen zu stellen.
mfg
hermann
Hallo,
wie unschwer zu sehen ist, sind an diesem beitrag die üblichen
verdächtigen beteiligt. Immerhin, CW zugangsprüfung sorgt seit
1994 für unterhaltung. Nicht unbedingt geistvoll aber immerhin.
Während die vorschriften betreffend dieses steckenpferds immer
restriktiver verfasst werden, betreibt funkamateur nabelschau.
Was sollte er auch tun.
Es ist wie im wirklichen leben. Es war wahl. Die matadore
wurden nicht müde, die existentielle wichtigkeit dieses
vorgangs zu betonen. Die aber wohl gesellschaftsrelevanten
themen, wie da sind: staatsverschuldung/verschuldung der kommunen,
höhe der sozialbeiträge und rentenfinanzierung waren plötzlich
einfach verschwunden. Für keine der parteien waren sie wichtig.
Ganz so, wie bei amateurs. Das reformen nötig sind, darin sind
die parteien den funkamateuren - immerhin - vorraus. Das wars dann
aber auch. Wird ans "eingemachte" gegangen - nunmal notwendigerweise -
ähneln sie sich wieder. Die gleichen reaktionen.
Wir verhalten uns also durchaus gesellschaftskonform. Wir können
also zufrieden sein. Es bleibt also, wie es war.
Eigentlich ein zufriedenstellender zustand. Oder?
--
schüss, horst-dieter
> noch die Sonderstellung verdient, die es derzeit noch geniesst ist für
> mich sehr fraglich. Wie kann es sein, dass eine Betriebsart von vielen
> einerseits ihr geschütztes Refugium hat, andererseits ganz offiziell
> in die Refugien (lt. Bandplan) anderer Betriebsarten "einbrechen"
> darf. Es würde ein Riesengeschrei geben, wenn ich auf 14.005 ein
> PSK-Signal hinstellen würde. Auf 14.070 darf aber jeder seine mehrere
> 100Hz breiten Klopfzeichen reinrattern.
Wie schon geschrieben wurde, kommt das in der Praxis eher selten vor.
Sinn der CW-Möglichkeit im ganzen Band liegt u. a. darin,
beispielsweise QSOs in Fone-Betriebsarten bei plötzlichen
condx-Einbrüchen fortsetzen zu können.
Im übrigen dokumentiert dieser Thread doch gerade zumindest _einen_
Nutzen von CW: einige Zeitgenossen wären beim Wegfall von CW ihres
universellen Frustableiters beraubt; es müßte ein anderes Thema
gefunden werden... ;-)
73 de Ulrich, DF4KV
> Zum Argument "Masse statt Klasse":
> Es gibt im Amateurfunk - wie z.B. bei der Uranbombe - eine "Kritische
> Masse". Wird sie unterschritten - OE ist auf dem besten Weg dazu! -
> geht gar nichts mehr:
>
> Das PR-Netz verfällt,
Ist nicht essentiell für den Amateurfunk.
Afu-Geschäfte schließen,
Auch das läßt sich - gerade aus der Sicht der OE-Funkamateure kompensieren,
z.B. durch den üblichen Einkauf in Nachbarländern oder durch Selbstbau.
> die Nachwuchsarbeit unterbleibt,
das wiederum liegt ausschließlich an den Funkanateuren in OE
> die Behörde ignoriert unsere Anliegen
> - lange bevor der letzte Funkamateur SK macht!
und das ist das einzige Argument, das ich wenigstens teilweise gelten lassen
mag.
cu, Ralf
--
"Die Wahrheit ist unser kostbarstes Gut. Laßt uns sparsam damit umgehen!"
Mark Twain
> Wir verhalten uns also durchaus gesellschaftskonform. Wir können
>also zufrieden sein. Es bleibt also, wie es war.
> Eigentlich ein zufriedenstellender zustand. Oder?
interessant
ist, dass die umfrageinstitute noch kein pr machen. die wuerden ganz schoen
geld sparen, wenn sie dieses medium als referenz-gruppe nutzen wuerden.
ich behauptete schon immer, dass nicht der amateurfunk so neben der kappe ist,
sondern er nur die gesellschaft ohne maske repraesentiert.
gruss
hermann
>Sinn der CW-Möglichkeit im ganzen Band liegt u. a. darin,
>beispielsweise QSOs in Fone-Betriebsarten bei plötzlichen
>condx-Einbrüchen fortsetzen zu können.
dann
muesste man auch folgerichtig auf allen bandabschnitten erst recht psk31 oder
mt63 machen, denn der signal-rausch-abstand dieser betriebsarten ist noch
besser als der des cw.
vergiss doch mal bitte nicht, dass cw ein historischer fakt ist...es war mal
die alleinige betriebsart des amateurfunkdienstes...und deswegen fand es auf
dem gesamten bande statt.
offensichtlich verstellt die pro-cw-pruefungs-anwendungs-idee den blick fuers
reale.
mfg
hermann
>
> die gefahr der beeinflussung besteht darin, dass der hsm das herz nicht mehr
> sieht, sondern irgendwas, was so aehnlich schnell schwingt. und deswegen ist cw
> so dramatisch effektiv, was die beeinflussung von hsm betrifft; allerdings
> nicht als hf, sondern als modulationshuellkurve.
>
> gaukelt cw dem hsm einen 90er herzschlag vor, dann bremst er runter, aber das
> biologische intakte herz von 60 aus down und das waere gar nicht erwuenscht.
>
> insofern sollten wir uns mal ein anderes verstaendnis der probleme zulegen und
> erkennen, dass der blitzeinschlag mit der hsm-problematik ueberhaupt nichts zu
> tun hat und deswegen dieses argument bei den insidern kopfschuetteln
> verursacht.
>
> wir sollten uns nicht staendig mit einem aufgesetzten halbwissen blamieren.
>
> mfg
> hermann
>
Tut mir leid , aber auch dieses ist nicht richtig . Jeder neue Schrittmacher kann diese Art von
Störungen ausblenden oder gibst Du nur ständig "Irrung" bzw. nur Punkte auf einer DX-Frequenz :-).
Bei wirklichen Störungen geht so ein Ding in einen "Fail-Safe" Modus und da passiert dem Träger
nicht allzuviel, ausser das die Belastbarkeit abnimmt.
73
Walter
"Hermann F. Schulze" schrieb:
Ach ja?
Ich disqualifiziere mich weil ich auf Dein unqualifiziertes
Gewäsch bezüglich Herzschrittmacher nicht eingegangen bin
um Dich nicht noch mehr zu blamieren?
Peter
> Tut mir leid , aber auch dieses ist nicht richtig . Jeder neue
> Schrittmacher kann diese Art von Störungen ausblenden oder gibst Du nur
> ständig "Irrung" bzw. nur Punkte auf einer DX-Frequenz :-).
> Bei wirklichen Störungen geht so ein Ding in einen "Fail-Safe" Modus und
> da passiert dem Träger nicht allzuviel, ausser das die Belastbarkeit
> abnimmt.
Nein, kann er nicht, wenn das Signal auf seinen Elektroden
als vom Herz stammend erkannt wird. Nur wenn es als
unsinnig bzw. "korrupt" erkannt wird, wird ausgeblendet.
Und das ist die Schwierigkeit bei CW: Die Modulations-
hüllkurve kommt den typischen Frequenzen der Herzaktivität
ziemlich nahe. Hier hilft auch keine DIN/VDE-Norm, denn
die stellt lediglich auf das Erkennen von "Störung" -
also nicht nicht Herz-originären Signalen - ab.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
>Ach ja?
>
>Ich disqualifiziere mich weil ich auf Dein unqualifiziertes
>Gewäsch bezüglich Herzschrittmacher nicht eingegangen bin
>um Dich nicht noch mehr zu blamieren?
>
>Peter
peter,
merkst du eigentlich noch etwas, das man im herkoemmlichen sinn als umgangsform
bezeichnet?
gruss
hermann
>Bei wirklichen Störungen geht so ein Ding in einen "Fail-Safe" Modus und da
>passiert dem Träger
>nicht allzuviel, ausser das die Belastbarkeit abnimmt.
genau
das befuerchten die schuetzer der hsm-traeger. der sleep-modus schaltet sich
nur ein, wenn der traeger ohnmaechtig wird. wenn der hsm aber annimmt, dass der
hsm-traeger ohnmaechtig ist, und er ist es nicht, dann entstehen die echten
probleme.
ich will nur aufzeigen, dass das hsm-problem weniger das herkoemmliche problem
der als "stoerender beeinflussung" bekannten wirkung ist, sondern das
vorgaukeln irgendwelcher signale, die mit der herzschlagfrequenz verwechselt
werden koennen und so zu einer stimulans oder blockierung des herzen fuehren,
die medizinisch nicht gewollt ist.
wenn einem das mal klar wurde, dann versteht man auch die problematik dieser
aktiven koerperhilfen, die noch nicht mal im luftraum sich befinden, sondern in
einer salzigen, waessrigen loesung. deswegen ist auch die resonanzfrequenz von
leitungslaengen der sonden anders zu bewerten.
mfg
hermann
Ein CB-Funker's Meinung...
73
> Im Artikel <an0tc0$83s$04$1...@news.t-online.com>, Walter Muth <dk...@amsat.org>
> schreibt:
>
>
>>Bei wirklichen Störungen geht so ein Ding in einen "Fail-Safe" Modus und da
>>passiert dem Träger
>>nicht allzuviel, ausser das die Belastbarkeit abnimmt.
>>
>
> genau
> das befuerchten die schuetzer der hsm-traeger. der sleep-modus schaltet sich
> nur ein, wenn der traeger ohnmaechtig wird. wenn der hsm aber annimmt, dass der
> hsm-traeger ohnmaechtig ist, und er ist es nicht, dann entstehen die echten
> probleme.
Das muss ich selbst als ausgewiesener Nichtfachmann auf diesem Gebiet
als sprichwörtlich hirnrissig anzweifeln. Seit wann reagieren HSM auf
/Hirnwellen/ Hirnströme/, die Bewustlosigkeit kennzeichnen? Zudem kann
Bewustlosigkeit bei unterschiedlichsten Aktivitäten und
Herzbeanspruchungen auftreten ohne dass eine damit verbundene spontane
änderung der Herztätigkeit eintritt.
Ich denke, HSM haben genug Fuzzy-Logik eingebaut um abrupte
Signaländerungen abzufangen und ggf. in definierter Form (zeitlich
verzögert) dann auf einen Standardwert zu fahren wenn sich kein
verwertbares Signal einfindet. Das hat erstmal mit Bewustlosigkeit gar
nix zu tun.
odo
"Hermann F. Schulze" schrieb:
> >Sinn der CW-Möglichkeit im ganzen Band liegt u. a. darin,
> >beispielsweise QSOs in Fone-Betriebsarten bei plötzlichen
> >condx-Einbrüchen fortsetzen zu können.
>
> dann
> muesste man auch folgerichtig auf allen bandabschnitten erst recht psk31 oder
> mt63 machen, denn der signal-rausch-abstand dieser betriebsarten ist noch
> besser als der des cw.
Technisch richtig, betriebstechnisch falsch. Wenn mich meine
Gegenstation in Phonie nicht mehr hört, kann ich mit hoher
Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, daß sie CW verstehen wird. Ohne
irgendwas externes anzuschließen, und ohne am TRX auf einen anderen Mode
umstellen zu müssen. "Eben mal" im QSO von SSB auf MT63 umzusteigen ist
um einiges umständlicher. Die Realität im alltäglichen Betrieb (v.a. auf
UKW) ist nunmal, daß man kurzfristig auf CW umsteigt, um ein QSO zu
retten. Da kann man vorher nicht nachfragen, ob die Gegenstation einen
Digimode macht, und man kann auch nicht lange umstöpseln. Bis dahin ist
sie vielleicht endgültig im Noise versunken.
Hermann, ich kann Deine Mail nur so deuten, daß Dir die Betriebspraxis
auf den Bändern doch noch ein wenig fehlt. Übe mal ein bischen.
> vergiss doch mal bitte nicht, dass cw ein historischer fakt ist...es war mal
> die alleinige betriebsart des amateurfunkdienstes...und deswegen fand es auf
> dem gesamten bande statt.
Historisch richtig. Praktisch richtig ist aber dennoch (siehe oben!),
daß beispielsweise im SSB-Bereich auf 2m auch CW erlaubt ist. Zumal das
auch nicht stört, wenn mal irgendwo ein CW-QSO läuft.
... Und niemand wird freiwillig in einem vollen Digimode- oder
Phone-Segment auf Kurzwelle CW machen.
> offensichtlich verstellt die pro-cw-pruefungs-anwendungs-idee den blick fuers
> reale.
Nun, offensichtlich verstellen eher Dir Deine theoretischen
Betrachtungsweisen den Blick auf den realen Amateurfunkbetrieb, von dem
Du offenbar nur sehr eingeschränkt Ahnung hast...
Die oben beschriebene Praxis (SSB-QSO mit CW retten) habe ich schon
hundertfach auf 2m und 70cm durchgeführt, ich habe noch nie erlebt, daß
mich jemand in einem Digimode anruft, und ich hätte dann meist noch
nicht einmal einen PC in Betrieb gehabt, wenn es denn so gewesen wäre.
Übrigens fände ich es ziemlich doof, bei Portabel-Betrieb noch einen PC
nebst Stromversorgung mitschleppen zu müssen, nur weil irgendjemand
meint, ein in CW mögliches QSO unbedingt in MT63 oä führen zu müssen.
73,
Ulrich Hilsinger, DH0GHU
Jau, schade das sich das geschehen in pr nicht in klingende münze
wandeln lässt :-((
Für soziologische feldforschung nicht uninteressant, wie sich in
einer, in ihrem verständnis elitären gruppe, im wandel der zeit
verfallserscheinungen zeigen. Autoritäre denkschema neigen in einer
liberaler werdenden umgebung nunmal zu terrorerscheinungen und/oder
zu selbstzerstörung. Der ausspruch: "Klasse statt masse" beweist
sehr schön, die eher hilflose und trotzig die haltung der akteure ist.
--
schüss, horst-dieter
Hallo Ronny,
da passt doch gut zusammen. Mit Deiner Einstellenung .... wo
willst Du dann die Zeit zum Funkbetrieb hernehmen?
Oder hast Du da dann doch wieder plötzlich Zeit?
Verkohl Dich selber Ronny ts ts..
Sten dk7by
> So hat der Amateurfunk keine Zukunft!
Worüber definierst du denn die Zukunft des Amateurfunks?
> Wer Interesse am Hobby, aber die Zeit nicht mehr hat, um für emmense
> Prüfungen zu Pauken (so wie es mir geht: VK [4] Schichtarbeit /
> Schichtleiter / alles tun für Beruf um Arbeit zu behalten / danach Haushalt
> und Behörtengänge), der kann wenigstens sich noch etwas am praktischen Funk
> erfreuen und sich soweit selbst Wissen aneignen, wie er möchte.
Ich kann dich trösten: Frühe, als noch 60 BpM für jeden Funkamateur galten,
hat man auch schon hart und lang gearbeitet.
> Wegen mir alle Prüfungen abschaffen und Zugang für ordnungsgemäß verhaltende
> Funker gewähren.
Klar. Wie z.B. die Verhältnisse aussehen, wenn jeder darf, kannst du auf 11m
sehr schön beobachten.
> Es ist so, auch wenn es alle nicht so sehen. Die Zeiten haben sich geändert
> und Zeit wird immer knapper.
> (Jedenfalls bei mir)
Das war wie gesagt früher auch so und schon damals kein wirklicher
Hinderungsgrund. Könnte es stattdessen sein, daß du gern noch anderen
Freizeitbeschäftigungen nachgehen möchtest, die dir dann ein wenig die Zeit
rauben?
"Hermann F. Schulze" schrieb:
Hermann,
Nun wunder ich mich doch sehr.
Hinter einem Menschen, der andere Funkamateure auch schon mal mit
Cretin oder Ungeziefer tituliert, hätte ich nicht so ein empfindsames
Seelchen vermutet...
Peter
> vergiss doch mal bitte nicht, dass cw ein historischer fakt ist...es war mal
> die alleinige betriebsart des amateurfunkdienstes...und deswegen fand es auf
> dem gesamten bande statt.
..und es ist im Bedarfsfall auch heute noch von allen KW-Nutzern
abrufbar.
>
> offensichtlich verstellt die pro-cw-pruefungs-anwendungs-idee den blick fuers
> reale.
Der Realitätsverlust scheint mir eher auf der anderen Seite zu liegen
(s. o.)
73 de Ulrich, DF4KV
Ulrich Strate schrieb:
Genau!
CW mit DSP Unterstützung hat mit Sicherheit bessere S/N Verhältnisse
als die Soundcardmodi.
EME mit 50W auf 2m ist mittlerweile Praxis.
73
Peter, DF3KV
>..und es ist im Bedarfsfall auch heute noch von allen KW-Nutzern
>abrufbar.
hallo,
die vokabel ALLE wuerde ich aber stark bezweifeln. 15 v.h. mehr sinds nicht
gruss
hermann
>ich habe noch nie erlebt, daß
>mich jemand in einem Digimode anruft, und ich hätte dann meist noch
>nicht einmal einen PC in Betrieb gehabt,
ulrich,
dein antiqiertes fossiles wissen hast du doch ww breitgetreten. jeder weiss
doch, dass du im amateurfunktechnischen mittelalter lebst.also was soll es?
mit dir kann man eben nur quatschen oder morsen. that´s it.
solong
hermann
>Übrigens fände ich es ziemlich doof, bei Portabel-Betrieb noch einen PC
>nebst Stromversorgung mitschleppen zu müssen, nur weil irgendjemand
>meint, ein in CW mögliches QSO unbedingt in MT63 oä führen zu müssen.
warum
musst du dich eigentlich immer selbst zum doofmann erklaeren?
gruss
hermann
>Technisch richtig, betriebstechnisch falsch.
ulrich,
welchem jahrhundert bist du denn entsprungen. fortschrittliche funkamateure
haben den kram eh immer dabei und auch immer an. meine cpu, die das alles kann,
ist leichter als ne taste und saeuft weniger strom als dein elbug. #
und das luder vesteht sogar cw.
geh ma fort.
hermann
>ermann,
>
>Nun wunder ich mich doch sehr.
>Hinter einem Menschen, der andere Funkamateure auch schon mal mit
>Cretin oder Ungeziefer tituliert, hätte ich nicht so ein empfindsames
>Seelchen vermutet...
>
>Peter
hallo peter,
du identifizierst dich mit ihnen ? doch nicht wirklich ?
gruss
hermann
ps: bleib´ besser oberhalb des dielenbrettes
Hallo Peter,
nichts für ungut aber es hat sich in der Praxis gezeigt, dass WSJT für
EME-Verbindungen allen anderen Betriebsarten überlegen ist. Zumin-
dest wird dies auch in der QST so propagiert.
Um den Senkerodierer aus der Nachbarschaft zu empfangen, bedarf
es jedoch lediglich eines Rauschfunkgerätes für VHF und eines guten
Rechtsbeistandes für die QSL. Fehlt jetzt nur noch ein Richter, der die
Funktion des QSL-Managers übernimmt.
Vy 73 de Wolf,
DL5DKW
Hallo Peter,
nichts für ungut aber es hat sich in der Praxis gezeigt, dass WSJT für
EME-Verbindungen allen anderen Betriebsarten überlegen sein soll.
Zumindest wird dies neben der bekannten Amateurfunkliteratur auch
in der QST propagiert.
Um den Senkerodierer aus der Nachbarschaft zu empfangen, bedarf
es jedoch lediglich eines Rauschfunkgerätes für VHF und eines guten
Rechtsbeistandes für die QSL.
"Hermann F. Schulze" schrieb:
> >Technisch richtig, betriebstechnisch falsch.
> ulrich,
> welchem jahrhundert bist du denn entsprungen. fortschrittliche funkamateure
> haben den kram eh immer dabei und auch immer an.
Ach ? Erzähl das mal einem jugendlichen Funkamateur (Schüler, Azubi,
Student), von einem tragbaren Rechner kann der nur träumen. Der ist
froh, wenn's Geld für ein gebrauchtes IC202 reicht.
> meine cpu, die das alles kann,
> ist leichter als ne taste und saeuft weniger strom als dein elbug. #
Glaube ich nicht. In meinem Elbug sind seit ca. 3 Jahren die gleichen 3
1.5V-Batterien drin, das Ding ist insgesamt damit MONATE angeschaltet
gewesen und hat viele hundert Stunden gesendetv (u.a. für
Meteorscatter-Betrieb). ETM9-COG-X3, das Ding braucht im Standby-Betrieb
Strom im Sub-Milliampere-Bereich, und auch im Betrieb kaum mehr. Du
magst ja noch mittelalterliche TTL-Technik einsetzen, ich bin halt schon
im CMOS-Zeitalter aufgeachsen...
> und das luder vesteht sogar cw.
Brauche ich das ? CW verstehe ich selber.
73
Ulrich dh0ghu
"Hermann F. Schulze" schrieb:
> >ich habe noch nie erlebt, daß
> >mich jemand in einem Digimode anruft, und ich hätte dann meist noch
> >nicht einmal einen PC in Betrieb gehabt,
... was natürlich aus dem Zusammenhang heraus zitiert wird (wie dies für
"uns' Hermann" auch üblich ist), das Zitat bezieht sich natürlich auf
ein vorm (qsb-bedingten) Abbruch stehendes SSB-QSO. Lies den Kontext,
und zitiere zusammenhängend.
> dein antiqiertes fossiles wissen hast du doch ww breitgetreten. jeder weiss
> doch, dass du im amateurfunktechnischen mittelalter lebst.also was soll es?
>
> mit dir kann man eben nur quatschen oder morsen. that´s it.
Schwätzer. Ich habe den technischen Background digitaler Betriebsarten
schon in Zeiten VERSTANDEN, als Du in PR nur wirres Gestammel
rausgebracht hast. Dein Nichtwissen über absolut grundlegende technische
Grundlagen digitaler Modi (in diesem Beispiels-Fall PR) hast Du ja vor
etwas mehr als einem Jahr in den PR-Mailboxen beispielsweise sehr
eindrucksvoll zur Schau gestellt.
Es ist einfach ein Fakt (praktische Erfahrung, die DU nicht hast, weil
Du überhaupt kein Equipment für 2m-DX besitzst und in den letzten 10
Jahren dort auch nicht aktiv warst), daß NIEMAND ein abbrechendes
2m-SSB-QSO in MT63 fortsetzt. Die Gegenstation würde das ja womöglich
nicht einmal merken, denn sie muß ja erst einmal wissen, in welchem Mode
die Gegenstation sendet. Das leise CW-Signal im Rauschen hingegen ist
äußerst markant und leicht zu erkennen.
73,
Ulrich dh0ghu
>Brauche ich das ? CW verstehe ich selber.
bist
du dir soooo sicher ? oder bist du nur ne projektion à la welt am draht?
gruss
hermann
....hamradio...4 a better human relationship
>Die Gegenstation würde das ja womöglich
>nicht einmal merken, denn sie muß ja erst einmal wissen, in welchem Mode
>die Gegenstation sendet. Das leise CW-Signal im Rauschen hingegen ist
>äußerst markant und leicht zu erkennen.
jawoll,
wenn alle gegenstationen zu rueckstaendig sind wie du, dann hast du natuerlich
recht. richtig gute funkamateure vertrauen auf ihre ohren UND auf ihre
elektronik. nowire fimndet sogar in deinem kopf nicht statt.
gruss
hermann
>Glaube ich nicht. In meinem Elbug sind seit ca. 3 Jahren die gleichen 3
>1.5V-Batterien drin, das Ding ist insgesamt damit MONATE angeschaltet
>gewesen und hat viele hundert Stunden gesendetv (u.a. für
>Meteorscatter-Betrieb). ETM9-COG-X3, das Ding braucht im Standby-Betrieb
>Strom im Sub-Milliampere-Bereich, und auch im Betrieb kaum mehr. Du
>magst ja noch mittelalterliche TTL-Technik einsetzen, ich bin halt schon
>im CMOS-Zeitalter aufgeachsen...
i sag´s ja immer,
du hast null ahnung. meine cpu braucht gar keine strom...sie kriegt ihn vom
trx. wenn du etwas pfiffiger waerest, haettest du mir das mit deinem elbug an
den kopf geschmissen. so hatte ich den argumentativen vorteil.
aber dazu bis du eben nicht tuff genug..
tirez dans le vent mon ami s.v.p.
gruss
hermann
> Ach ? Erzähl das mal einem jugendlichen Funkamateur (Schüler, Azubi,
> Student), von einem tragbaren Rechner kann der nur träumen. Der ist
> froh, wenn's Geld für ein gebrauchtes IC202 reicht.
Dann muss der eben CW lernen. Das ist aber _kein_ Argument
dafuer, dass dies alle anderen sollen, die sich mehr
kaufen koennen. Letzteres haette den Hauch von Kommunismus.
Vy 73,
Ralph, DC5JQ
"Dr. Ralph P. Schorn" schrieb:
Die Frage (von Deinem GF) war "hat jeder einen Rechner dabei" - nicht,
ob jemand CW lernen muß. Wer CW nicht einmal ansatzweise beherrscht UND
keinen Rechner hat, der ihm die Arbeit abnimmt, hat einfach Pech gehabt,
in einem Fall wie er hier diskutiert wird.
Das Faß "CW-Prüfung ja/nein" werde ich hier sicher nicht wieder
aufmachen, auch wenn Du das noch so gerne sehen würdest.
73,
Ulrich DH0GHU
> die vokabel ALLE wuerde ich aber stark bezweifeln. 15 v.h. mehr sinds nicht
An uns CW-Prüfungsvertretern liegts aber diesmal ausnahmsweise nicht...
> welchem jahrhundert bist du denn entsprungen. fortschrittliche funkamateure
> haben den kram eh immer dabei und auch immer an. meine cpu, die das alles kann,
> ist leichter als ne taste und saeuft weniger strom als dein elbug. #
Dein Geschrei möcht' ich hören, wenn ich einem jugendlichen Funkamateur mit
Klasse 2, der mal nach Amerika funken möchte, empfehlen würde, EME zu
machen...
"Hermann F. Schulze" tönte:
> >Die Gegenstation würde das ja womöglich
> >nicht einmal merken, denn sie muß ja erst einmal wissen, in welchem Mode
> >die Gegenstation sendet. Das leise CW-Signal im Rauschen hingegen ist
> >äußerst markant und leicht zu erkennen.
> jawoll,
>
> wenn alle gegenstationen zu rueckstaendig sind wie du, dann hast du natuerlich
> recht. richtig gute funkamateure vertrauen auf ihre ohren UND auf ihre
> elektronik. nowire fimndet sogar in deinem kopf nicht statt.
Was lernen wir daraus ? Da auf 2m niemand von SSB auf MT63 umschaltet,
um ein QSO zu retten, sind alle 2m-OPs rückständig. Das gilt natürlich
auch für jene, welche sonst z.B. mit FSK441 arbeiten, oder intensiv mit
anderen Digitalbetriebsarten experimentieren.
Der einzige fortschrittliche Funkamateur auf 2m ist Hermann F. Schulze,
DL1EEC. Der ist auf UKW so fortschrittlich, daß er dort aufgrund der
Rückständigkeit seiner potentiellen QSO-Partner seit vielen Jahren kein
DX-QSO mehr zustande gebracht hat.
73,
Ulrich, DH0GHU