Am 10.04.2012 18:31, schrieb Andreas M. Kirchwitz:
> Arno Welzel<
use...@arnowelzel.de> wrote:
>
> >>> Für Android gilt: CyanogenMod existiert, falls man der Firmware des
> >>> Herstellers nicht traut. Auch "rooten" und beseitigen unerwünschter
> >>> "Spyware" ist bei vielen Android-Geräten möglich.
> >>
> >> Es ist eher unwahrscheinlich, dass der normale Anwender dies tut.
> >
> > Das ist irrelevant. Es ging mir um das Prinzip. CyanyogenMod ist nicht
> > verboten und Android liegt im Source vor.
>
> Was garantiert mir das? Hast Du den Source-Code komplett
> durchgelesen? Also ich nicht.
>
> Und nicht verboten? Nennen wir es wohlwollend rechtliche Grauzone.
Es ist keine Grauzone. CyanogenMod verwendet die frei zugänglichen
Quellen von Android, die man z.B. hier bekommen kann:
<
http://source.android.com/source/building-kernels.html>
Wenn ein Hersteller wegen einer anderen Firmware seine Garantie
verweigert, ist das vielleicht für den Nutzer ein Problem. *Verboten*
ist es deswegen trotzdem nicht.
> Technisch ist vieles möglich, aber vielleicht bleiben wir bei
> dem realistischen Fall, dass jemand sein Handy einfach im Laden
> gekauft hat und es normal benutzen möchte.
>
> > Die "Carrier IQ"-Geschichte
> > war auch ein eindrucksvolles Beispiel, dass solche Aktionen nicht
> > dauerhaft unentdeckt bleiben.
>
> Es hat leider auch gezeigt, dass Vertrauen nicht angebracht ist.
> Will man wirklich seine Privatsphäre haben, muss man selbst
> sicherstellen, dass es niemand aushebeln kann.
Das habe ich auch nie bestritten. Aber hier lesen sich manche Äußerungen
so, als wäre man der Überwachung hilflos ausgeliefert.
> >> Wer seine Privatsphäre haben will, muss den Akku entfernen,
> >> sonst kann er sich das Ausschalten auch sparen, weil er dann
> >> sowieso darauf "vertraut", dass alle ganz lieb zu ihm sind.
> >
> > Nein - wer Privatsphäre haben will, darf keine Handys benutzen. Denn
> > solange es eingeschaltet ist, hat man keine Privatsphäre mehr, da ja
> > potentiell jede Aktion vom Provider oder Überwachungsstellen
> > aufgezeichnet wird. Also gehe hin und entscheide Dich.
>
> Wurde doch bereits mehrfach gesagt: Wer den Wunsch nach Privatsphäre
> hat, muss den Akku entfernen. Und wenn man dann irgendwann genug
> Privatsphäre hatte, setzt man den Akku wieder ein und nimmt teil an
> unserer vernetzten Welt. Der Vorgang ist beliebig oft wiederholbar.
Das ist unsinnig. Denn aus der Angabe "Handy wurde an Ort x ausser
Betrieb genommen und x Stunden/Tage später am selben Ort wieder
eingeschaltet" lässt sich auch schon einiges an Information ableiten.
> Ist doch wirklich nicht so schwierig zu verstehen. Den Aus-Schalter
> lassen wir bitte aus der Gleichung raus, denn das ist eine Illusion
> für den Anwender. Ein virtueller Zustand. Das hat wenig mit dem
> tatsächlichen Ausschalten des Geräts zu tun.
Ohne konkrete Belege ist das nur Gefasel.