Ich habe ein altes "Wählscheiben" Telefon bekommen (wie alt es
wirklich ist, weiß ich nicht genau, aber es ist vergleichsweise groß,
aus schwarzer "Plastik", besitzt *keinen* eigenen Stromanschluß und
auf der Unterseite steht ein "DP" in einem Kreis gedruckt und in je
einem Rechteck ein "W 30", ein "7.52" und ein "323" und stammt aus der
DDR).
Das Telefon läßt sich normal in einer Telefondose anschließen und
funktioniert auch an einem Analoganschluß tadellos!
An meinem ISDN Anschluß, wo die Telefone mit einem "TELENET VERONA"
a/b-Wandler angeschlossen sind, ertönt ein Freizeichen bei
Hörerabnahme, man kann Nummern anwählen und angewählt werden und auch
mit dem Partner Sprechen. ABER - Das Telefon klingelt nicht richtig!
Anstatt ein "Ring-Ring-Ring", wie es an einer Analogen Dose zu hören
ist, ertönt nur bei jedem Klingelton, den man im Hörer des anrufenden
Apparates hört, ein einzelnes "Ging" (Wie soll ich es anders
Beschreiben?!)
Schraubt man das Gerät auf, dann sieht man das der "Glockenschläger"
(oder wie das Ding wirklich heißen mag), der zwischen den beiden
Glocken sitzt, auch nur bei jedem Klingelton *einmal* anschlägt.
Meine Frage nun, *wie* kriege ich es hin das das alte Telefon auch
ganz normal an meinen ISDN Anschluß klingelt - denn kaputt scheint es
ja nicht zu sein, weil es ja an einem Analoganschluss funktioniert.
Oder liegt es an meinem a/b Wandler, das der irgendwie nicht die
nötige Spannung bereitstellt wie eine normale, anlaoge Telefondose?
Bin für jeden Hinweis dankbar
Ronald
---
Gruß Ronald
Ronald Giering <n...@rgiering.de> schrieb:
>einem Rechteck ein "W 30", ein "7.52" und ein "323" und stammt aus der
>DDR).
>Anstatt ein "Ring-Ring-Ring", wie es an einer Analogen Dose zu hören
>ist, ertönt nur bei jedem Klingelton, den man im Hörer des anrufenden
>Apparates hört, ein einzelnes "Ging" (Wie soll ich es anders
>Beschreiben?!)
Ist dem Telefon die vorhandene Rufspannung nicht genehm?
Ich glaube beim Telefon sollten rund 25V Wechselspannung ankommen (Bin
mir da nicht mehr ganz sicher, da es dochschon zu lange her ist).
Kannst ja mal messen, was aus Deinem a/b-Wandler 'raus kommt.
>Oder liegt es an meinem a/b Wandler, das der irgendwie nicht die
>nötige Spannung bereitstellt wie eine normale, anlaoge Telefondose?
In der Richtung wuerde ich suchen.
--
MfG, Shinji
P.S.:Mails >141kB & <155kB werden wegen Virusverdacht sofort geloescht.
Hallo!
[...]
>Ist dem Telefon die vorhandene Rufspannung nicht genehm?
>Ich glaube beim Telefon sollten rund 25V Wechselspannung ankommen (Bin
>mir da nicht mehr ganz sicher, da es dochschon zu lange her ist).
>Kannst ja mal messen, was aus Deinem a/b-Wandler 'raus kommt.
Bin Stromtechnisch nicht so bewandert: also ein Voltmeter ausborgen
und in die Telefondose halten? Oder mit welchem Werkzeug messe ich
das?
Und wenn das mit den 25V stimmt - was könnte man machen wenn es
wirklich daran liegt?
---
Gruß Ronald
> Bin Stromtechnisch nicht so bewandert: also ein Voltmeter
> ausborgen und in die Telefondose halten?
Oder einfaches Multimeter *kaufen*. Für etwa 10..20EUR. Braucht man
immer mal.
> Und wenn das mit den 25V stimmt - was könnte man machen wenn es
> wirklich daran liegt?
Nicht viel. Eventuell das Telefon aufschrauben, und durch Justage
versuchen, die Mechanik empfindlicher zu machen. Mit viel Aufwand auch
Spannungsvervielfachung oder, z.B. Relaisgesteuert, Fremdspannung
zuführen. Nichts für "stromtechnisch Unbewanderte". Oder die Klingel
austauschen.
--
Angaben unverbindlich. Emails werden nicht unbedingt gelesen;
moeglichst in Newsgroup antworten, oder unaufwendig kurze email. Ggf.
eventuelle weitere Hinweise suchen. Freundliche Gruesze - Frank.
> Mit viel Aufwand
> auch Spannungsvervielfachung
..wobei: Wenn man 'nen geeigneten Trafo findet, ist das vielleicht
nicht mal aufwendig. So etwa 1:2 Wicklungsverhältnis primär/sekundär,
schätze ich, sollten gehen.
Ronald Giering schrieb :
> Das Telefon läßt sich normal in einer Telefondose anschließen und
> funktioniert auch an einem Analoganschluß tadellos!
> An meinem ISDN Anschluß, wo die Telefone mit einem "TELENET VERONA"
> a/b-Wandler angeschlossen sind, ertönt ein Freizeichen bei
> Hörerabnahme, man kann Nummern anwählen und angewählt werden und auch
> mit dem Partner Sprechen. ABER - Das Telefon klingelt nicht richtig!
a/b-Wandler und billige TK-Anlagen liefern oft nicht die Spannung und
die notwendige Stromstärke, um ein "mechanisches" Telefon klingeln zu
lassen. Zudem arbeiten sie aus Kostengründen i.d.R. mit einer
Ruffrequenz von 50Hz (aus der Netzspannung) und nicht wie "früher" mit
25Hz. Kann somit auch sein, dass die mechanische Klingel mit 50Hz
Rufwechselspannung einfach überfordert ist, da der mechanische Weg so
lang ist, dass erst mit 25Hz der Klöpel ins Schwingen kommt.
Gruß
Erich
[...]
>Oder einfaches Multimeter *kaufen*. Für etwa 10..20EUR. Braucht man
>immer mal.
In dem Fall schon...
>. Oder die Klingel austauschen.
Hm, das würde gehen, oder ist das nur so dahingesagt? Wenn ja, *woher*
ne andere Klingel nehmen?
---
Gruß Ronald
>a/b-Wandler und billige TK-Anlagen liefern oft nicht die Spannung und
>die notwendige Stromstärke, um ein "mechanisches" Telefon klingeln zu
>lassen.
[...]
A/B Wandler generell, oder gibt es "bessere" a/b Wandler?
Gibt es evtl. eine "genormte" Angabe dazu in den Merkblättern? Denn
ich kann mir Vorstellen wenn ich, der eh kaum das Versteht was er hier
liest, es einen Verkäufer erzähle der eigentlich lieber
Krawattenverkäufer sein würde...
---
Gruß Ronald
Ronald Giering schrieb:
> "Erich Kirchmayer" <e_kirc...@hotmail.com> schrieb:
>
>
>>a/b-Wandler und billige TK-Anlagen liefern oft nicht die Spannung und
>>die notwendige Stromstärke, um ein "mechanisches" Telefon klingeln zu
>>lassen.
>
> [...]
> A/B Wandler generell, oder gibt es "bessere" a/b Wandler?
Das Telefon dürfte W48 heißen, an meiner Euracom klingelte es erst
nachdem ich einen Wiederstand in Reihe zur "Klingelspule" geschaltet
habe. Vorher ist die Verbindung nach einem Ping sogar abgebrochen. Die
Lautstärke ändert sich dadurch kaum.
Versuche es am besten mit einem Poti zum Testen (verstellbarer Wiederstand).
Sollte die Euracom 50Hz liefern, was ich vermute, sollte das dem Wecker
also nichts ausmachen.
Gruß
Klaus
Ronald Giering schrieb:
> Hallo NG!
>
> Ich habe ein altes "Wählscheiben" Telefon bekommen (wie alt es
> wirklich ist, weiß ich nicht genau, aber es ist vergleichsweise groß,
> aus schwarzer "Plastik", besitzt *keinen* eigenen Stromanschluß und
> auf der Unterseite steht ein "DP" in einem Kreis gedruckt und in je
> einem Rechteck ein "W 30", ein "7.52" und ein "323" und stammt aus der
> DDR).
>
Sorry, da steht ja W30, dann ist es natürlich kein W48, zu schnell
gelesen...
Gruß
Klaus
Moin Ronald,
ich habe mit meinem schönen elfenbeinfarbenen W48 an einer AGFEO ISDN
Anlage genau das gleiche Problem.
Da ich aber das Telefon nicht verbasteln wollte, habe ich einfach
einen "analogen Wecker" (den gibt's für wenig Geld, ua. bei der
Telekom) parallel geschaltet.
Nun klingelt zwar nicht das Telefon mit seinem unverwechselbaren
Klang, dafür versäume ich aber auch keine Anrufe mehr.
Gruß
Michael
--
Invent an idiotproof tool and they invent a better idiot! :-)
mailto: michae...@epost.de
>>. Oder die Klingel austauschen.
> Hm, das würde gehen, oder ist das nur so dahingesagt? Wenn ja,
> *woher* ne andere Klingel nehmen?
Das mußt Du selbst herausfinden. Ich persönlich würde, wenn mir das
nostalgische Telefon das wert wäre, nicht die Klingel tauschen, auch
nicht einen halbwegs funktionierenden Klingelton durch mechanische
Justage versuchen, sondern eine Schaltung bauen, die die Klingel (ggf.
auch mit Fremdspannung) im Originalton erklingen ließe. Wegen der 25Hz-
Geschichte vielleicht doch 'ne kleine Transistorschaltung; nur noch
elektronisch angesteuert/ausgelöst durch die ursprüngliche Spannung an
der Klingel. Da kann man dann an Frequenz und Spannung justieren, wie
man will. Erfordert natürlich ein spezielles Netzteil und eine
zusätzliche Leitung (Stromversorgung) zum Telefon.
Ist sicher nicht besonders teuer (abgesehen vielleicht vom exotischen
Netzteil), aber nur was für Bastler.
Ronald Giering schrieb im Newsbeitrag
<news:f9gt00tcem0aqo37d...@4ax.com>:
> Ich habe ein altes "Wählscheiben" Telefon bekommen (wie alt es
> An meinem ISDN Anschluß, wo die Telefone mit einem "TELENET VERONA"
> a/b-Wandler angeschlossen sind, ertönt ein Freizeichen bei
> Hörerabnahme, man kann Nummern anwählen und angewählt werden und auch
> mit dem Partner Sprechen. ABER - Das Telefon klingelt nicht richtig!
Vielleicht hilft es ja schon, einfach die beiden Anschlussadern zu
vertauschen (nicht sehr wahrscheinlich, aber den Versuch wäre es wert). Auf
die sonstige Funktion hat das keinen Einfluss.
Viele Grüße
Wolfgang
Hallo Michael!
[...]
>Da ich aber das Telefon nicht verbasteln wollte, habe ich einfach
>einen "analogen Wecker" (den gibt's für wenig Geld, ua. bei der
>Telekom) parallel geschaltet.
Du meinst so ein Teil bei dem die "Glocken" obendrauf sitzen? Und den
hast Du ans Telefon geklemmt? Habe zwar keine Ahnung *wie*, aber das
klingt weniger kompliziert als es ist, oder?
---
Gruß Ronald
>Du meinst so ein Teil bei dem die "Glocken" obendrauf sitzen? Und den
>hast Du ans Telefon geklemmt? Habe zwar keine Ahnung *wie*, aber das
>klingt weniger kompliziert als es ist, oder?
Moin Ronald,
nein, das ist eine kleine "Kunststoffdose", die parallel zum Telefon
angeschlossen wird und das Klingeln übernimmt, wie z.B. diese hier:
http://www.telefonocker.de/WK_954_AP-_Zweitwecker_fuer_Telefone-_Tonruf.htm
Zugegeben: die Optik und der Klang kommen an ein W48 oder die große
Außenglocke nicht ran.
MfG
Frank Markgraf
> Da ich demnächst auch ein W48 bekomme, das an der Euracom laufen
> soll: Wie könnte eine solche Schaltung denn konkret aussehen?
-Netzteil mit ca. 60V Sekundärspannung (oder etwas weniger; zur
Erzeugung der Spannung für die Originalklingel)
-Transistorschaltung (zur Erzeugung der 25Hz; bistabiler Multivibrator)
-ausgangsseitig Schalttransistor oder ähnliches schaltendes Bauelement,
das die nötigen Spannungen schafft
-Ansteuerung des Ganzen durch Original-Weckeranschlüsse des Telefons
(auftrennen und im erforderlichen Maße elektrische
Originaleigenschaften durch Spule/Kondensator/Widerstandskombination
nachbilden)
-Originalwecker (ist ja aufgetrennt worden) an Schaltausgang der
erstellten Schaltung anschließen.
Ich würde aber erstmal prüfen, ob ein simpler Trafo (verdoppelt
Sekundärspannung, halbiert Primärstrom, behält aber leider
Originalfrequenz bei) vielleicht ausreicht. Und dann ggf., wenn keine
Bastel/Elektronikerfahrung da ist, nach fertigen Schaltungen suchen
(Conrad u.a.).
Die Bastelei ist vom Arbeitsaufwand und Preis sicher nur vertretbar,
wenn echte nostalgische Gefühle vorhanden sind. Das spezielle Netzteil
(natürlich sicher ausgeführt; galvanisch getrennte Wicklungen; keine
gefährliche Billigbauform) ist vermutlich die teuerste Komponente.
Sonst wäre ein neues Telefon sicher günstiger.
> Da ich demnächst auch ein W48 bekomme, das an der Euracom laufen
> soll: Wie könnte eine solche Schaltung denn konkret aussehen?
Hallo Frank,
das W48 funktioniert an der Euracom ohne irgendwelches Gebastel.
--
Oliver Leißner
Die E-Mail-Adresse im Absender ist gültig, aber nur für einen Monat
und wird normalerweise nicht gelesen.
Bei Bedarf den Teil vor dem "@" durch meinen Vornamen ersetzen.
> das W48 funktioniert an der Euracom ohne irgendwelches Gebastel.
Sicher? Es gibt da bestimmt Streuungen in der Serie. Siehe auch:
Message-ID: <bunv9n$jl45n$1...@ID-154575.news.uni-berlin.de>
> Oliver Leißner:
>
> > das W48 funktioniert an der Euracom ohne irgendwelches Gebastel.
>
> Sicher? Es gibt da bestimmt Streuungen in der Serie. Siehe auch:
> Message-ID: <bunv9n$jl45n$1...@ID-154575.news.uni-berlin.de>
>
Bei einem Bekannten von mir funktioniert ein W48 von 1959 ohne Probleme
an einer Euracom 180F von 1999.
>Da ich demnächst auch ein W48 bekomme, das an der Euracom laufen soll:
>Wie könnte eine solche Schaltung denn konkret aussehen?
Wieso "auch"? Der OP hat weder ein W48, noch eine Euracom. Bei mir hängen
zwei w48 an der Euracom und funktionieren tadellos.
Schönen Tag noch!
Dominique
> An meinem ISDN Anschluß, wo die Telefone mit einem "TELENET VERONA"
> a/b-Wandler angeschlossen sind, ertönt ein Freizeichen bei
> Hörerabnahme, man kann Nummern anwählen und angewählt werden und auch
> mit dem Partner Sprechen. ABER - Das Telefon klingelt nicht richtig!
Wie hier in der NG schon erwähnt wurde, gibt es da 2 Probleme.
Vorgesehen ist eine Rufwechselspannung von 60 V mit 25 Hz. Der Adapter
liefert vermutlich 20...24V bei 50 Hz. Die Spannung ist also zu gering
und die Frequenz zu hoch. Zusätzlich kann die Mechanik für 50 Hz zu
träge sein und einen höheren Strom erfordern.
> Meine Frage nun, *wie* kriege ich es hin das das alte Telefon auch
> ganz normal an meinen ISDN Anschluß klingelt - denn kaputt scheint es
> ja nicht zu sein, weil es ja an einem Analoganschluss funktioniert.
> Oder liegt es an meinem a/b Wandler, das der irgendwie nicht die
> nötige Spannung bereitstellt wie eine normale, anlaoge Telefondose?
Als Praktiker und Bastler würde ich mir ein kleines Sortiment von
Kondensatoren besorgen, und den vorhandenen 1uF-Kondensator, der in
Reihe zum Wecker geschaltet ist, probehalber ersetzen. Das ganze ist
Pfennigkram ...bzw. Centkram. Bitte keine Elektrolytkondensatoren
verwenden, da diese polungsabhängig sind!
Als erstes würde ich 1uF parallel schalten (ergibt 2uF). Wenn das wider
Erwarten nicht greift, sind stufenweise Werte zwischen 0,25uF und 3uF
statt dem vorhandenen Kondensator zu testen (warum? -> siehe unten).
Achtung,
das folgende ist nicht wirklich wichtig und dazu auch noch lang !!!
Als Theoretiker würde ich den Taschenrechner ziehen und folgende
Milchmädchen-Rechnung anstellen:
Der Wecker ist über einen Kondensator 1uF zwischen a/b geschaltet. Er
hat einen ohmschen Widerstand von ca. 600Ohm. Da mir die Induktivität
der Weckerspulen fehlt, muß ich leider schätzen.
1. oberer Grenzwert:
Ich nehme erst einmal an, daß die Induktivität so klein ist, daß bei 25
Hz kein nennenswerter Blindwiderstand entsteht. Bei 60 V und 25Hz ergibt
sich hier ein Scheinwiderstand Z von 6394 Ohm ( Z=R -j/(2+Pi*f*C) ). Der
Wecker wird dabei folglich mit 9,4 mA Strom durchflossen.
Senkt man nun die Spannung auf 24V bei 50Hz, würden bei einem dann
entstehenden Scheinwiderstand von 3239 nur noch 7,4 mA fließen.
Schaltet man jetzt 1uF parallel (zusammen 2uF), ergibt sich bei 24V und
50 Hz ein Scheinwiderstand von 1700 Ohm und ein Strom von 14,1 mA. Das
sollte theoretisch ausreichen, um einen trägen Wecker wieder zu erwecken.
Den Kondesator sollte man nicht beliebig vergrößern, da er noch eine
zweite Funktion hat. Er dient der Funkenlöschung des NSI-Schalters
(Wählscheibe). Ist der Wert zu groß, erwarte ich bei ungünstigen
Bedingungen Falschwahlen bzw. gar keine Wahl mehr.
Ganz so einfach wie oben dargestellt, ist es aber leider nicht. Denn der
Wecker hat auch eine Induktivität. Mit steigender Frequenz, wird der
Blindwiderstand einer Induktivität L höher und der Blindwiderstand eines
Kondensators C geringer:
2. unterer Grenzwert und Idealfall
Ein Reihenschwingkreis (Weckerschaltung) ist in Resonanz (durchlässig),
wenn der Blindwiderstand von L und C gleich groß ist. Sollte die
Weckerschaltung in Resonanz sein müßte bei C=1uF und f=25Hz die
Induktivität L=40,5H sein!!! Ich denke nicht, daß die Wecker-Spule eine
solch hohe Induktivität von 40,5H hat, aber für die Grenzwertbetrachtung
ist das hilfreich.
Nimmt man an, daß der Weckerstromkreis bei 25 Hz in Resonanz ist (C=1uF,
L= 40,5H), so würde sich ein Scheinwiderstand Z von 600 Ohm ergeben (Z=
R +j*(1*Pi*f*L) -j/(2+Pi*f*C) ). Der Wecker würde dabei mit 100mA
durchflossen!
Bei L=40,5 und f=50Hz ist für die Resonanz ein Kondensator von 0,25uF
notwendig. Bei 24V Spannung können dann jedoch maximal 40 mA Strom
fließen - mehr geht nicht! Kommt der Wecker damit nicht ins Rennen -
dann hilft auch kein anderer Kondensator mehr.
Da die Induktivität des Weckers >0H und wahrscheinlich <40,5H liegt,
befindet sich der optimale Wert für C irgendwo zwischen 0,25uF und 3uF !!!
Gruß
Uwe Teichert
P.S.: Alle Elektrotechniker und Ingenieure mögen mir diese allzu groben
Überschlagsrechnungen verzeihen!
> Ich hätte wohl einen astabilen Multivibrator genommen, zumindest
> zunächst.
Gut aufgepaßt. Hast ja recht.
> Frank Markgraf schrieb in de.comm.geraete.isdn.tk-anlage:
>
>
>>Da ich demnächst auch ein W48 bekomme, das an der Euracom laufen
>>soll: Wie könnte eine solche Schaltung denn konkret aussehen?
>
>
> Hallo Frank,
>
> das W48 funktioniert an der Euracom ohne irgendwelches Gebastel.
>
Ich musste einen Widerstand vor den Wecker basteln, weil die
Stromaufnahme scheinbar zu hoch war. Jetzt gehts schon jahrelang
störungsfrei (Euarcom 182)
Gruß
Klaus
> Als erstes würde ich 1uF parallel schalten (ergibt 2uF). Wenn das
> wider Erwarten nicht greift, sind stufenweise Werte zwischen
> 0,25uF und 3uF statt dem vorhandenen Kondensator zu testen (warum?
> -> siehe unten).
In Message-ID: <bunv9n$jl45n$1...@ID-154575.news.uni-berlin.de>
wurde ja empfohlen, 'nen Widerstand in Reihe zur Spule zu schalten. Das
kann ich mir auf den ersten Blick nur so erklären, daß dadurch eine
Leistungsanpassung an die Euracom erfolgte, vorher also die Euracom
überlastet wurde.
> Bei 24V Spannung können dann jedoch maximal 40
> mA Strom fließen - mehr geht nicht! Kommt der Wecker damit nicht
> ins Rennen - dann hilft auch kein anderer Kondensator mehr.
>
> Da die Induktivität des Weckers >0H und wahrscheinlich <40,5H
> liegt, befindet sich der optimale Wert für C irgendwo zwischen
> 0,25uF und 3uF !!!
Guckst Du z.B. hier:
http://www.telefonmuseum-hittfeld.de/seite12.htm
Der Wecker hat wohl 2x300 Ohm (in Reihe?) oder 1x1500 Ohm. Die DDR-
Serie W38 hat wohl einen noch größeren Widerstand.
http://www.wasser.de/telefon-alt/forum/index.pl?job=thema&tnr100000000000577
(ganzen Link benutzen) ist auch sehr interessant; dort finden sich auch
die Experten für alte Telefone.
Ich persönlich kenne so eine Telefonsorte noch aus dem lästigen
Gebrauch bis 1989, es stand auf einem ausziehbaren Schwenkarm, war für
3 Mitarbeiter, und hing an einer Anlage, die bzgl. Amtszugang stets
überlastet war (ca. 30 Wahlversuche, und schon war das Amt da.. dann
ging's weiter, sofern die Zielnummer nicht gerade besetzt war).
Insofern kommt mir sowas nicht ins Haus. Wenn schon, dann noch älter.
>>> das W48 funktioniert an der Euracom ohne irgendwelches Gebastel.
>> Sicher? Es gibt da bestimmt Streuungen in der Serie. Siehe auch:
>> Message-ID: <bunv9n$jl45n$1...@ID-154575.news.uni-berlin.de>
>Bei einem Bekannten von mir funktioniert ein W48 von 1959 ohne Probleme
>an einer Euracom 180F von 1999.
Das liegt an den haeufig kritisierten Relais in der Euracom. Damit wird
eben eine ordentliche, saubere Rufspannung erzeugt.
Das bekommt so eine Minianlage mit Steckernetzteil halt nicht hin :-)
best regards,
Stefan Frank
--
Homepage: http://www.sfrank.de CbC Jumppage: http://telcotip.sfrank.de
Euracom : http://euracom.sfrank.de Internet CbC: http://internet.sfrank.de
>>Bei einem Bekannten von mir funktioniert ein W48 von 1959 ohne
>>Probleme an einer Euracom 180F von 1999.
>
> Das liegt an den haeufig kritisierten Relais in der Euracom. Damit
> wird eben eine ordentliche, saubere Rufspannung erzeugt.
Wie jetzt: Die Relais flattern im 25Hz-Takt? ;-)
Da wundert mich dann nichts mehr.
> Das bekommt so eine Minianlage mit Steckernetzteil halt nicht hin
> :-)
Ja, genau: Die Euracoms passen perfekt zum Nostalgietelefon. Und beide,
Euracom (mit klappernden Relais) und W48 (mit brutaler Klingel) sind
auch bzgl. Schlafzimmertauglichkeit vergleichbar ;-)
Frank
Splitter? Sind wir hier in der DSL-Gruppe?
Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Beginning of Wisdom " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fax: *49 721 966 31 29
> ..wobei: Wenn man 'nen geeigneten Trafo findet, ist das vielleicht
> nicht mal aufwendig. So etwa 1:2 Wicklungsverhältnis primär/sekundär,
> schätze ich, sollten gehen.
>
.. wobei das Problem evtl. auch eher darin liege könnte, dass der
AB-Wandler keine hohen Klingel*ströme* liefern kann und deshalb in Folge
die Spannung zusammenbricht - dann würde der Trafo wahrscheinlich auch
nichts nützen.
Als Abhilfe könnte man zwischen Telefon und AB-Wandler ein Relais +
Steckernetzteil hängen:
AB-Wandler lässt Relais - Spule anziehen und die Relais-Kontakte
schließen den Stromkreis zur Klingel im Telefon.
*Sehr* unschönes Problem an der Sache: Die Klingel muss nun separat über
eigene Leitungen mit dem Relais verbunden werden!
Außerdem könnte es sein, dass die Klingelspulen auch zur Kanaltrennung
von Sprechen/Hören mitbenutzt werden (????) - ich kenne mich da leider
nicht aus (weiß das hier zufällig jemand besser?), dann geht´s auch mit
extra Klingelleitung nicht...
Ciao, Knut
>>Hm, das würde gehen, oder ist das nur so dahingesagt? Wenn ja,
>>*woher* ne andere Klingel nehmen?
>
>
> Das mußt Du selbst herausfinden. Ich persönlich würde, wenn mir das
> nostalgische Telefon das wert wäre, nicht die Klingel tauschen, auch
> nicht einen halbwegs funktionierenden Klingelton durch mechanische
> [...]
>
> Ist sicher nicht besonders teuer (abgesehen vielleicht vom exotischen
> Netzteil), aber nur was für Bastler.
>
Als Alternative für Nicht-Bastler würde sich auch eine gute alte
Eumex208 TK-Anlage von Ebay anbieten. Die kann alte Telefone mit
mechanischer Klingel definitiv herrlich laut klingeln lassen.
Diese Anlagen gibt´s teilweise schon für 10-20 Euro...
Ciao, Knut
Wer ist denn bitte so blöd und hängt sich das ganze Kabelgedöns einer
TK-Anlage ins Schlafzimmer?! Sowas kommt in den Flur, in den Keller oder
in eine Kammer und da stört weder das Kabelgewirr, noch das leise Klicken.
Und W48+Schlafzimmer: als Wecker doch ideal! :-) Man sollte vielleicht
nur für Externanrufe einen zweiten Apparat installieren...
MfG,
Ch. Blümer
in de.comm.geraete.isdn.tk-anlage Martin Gerdes <martin...@gmx.de> wrote:
>>Bei einem Bekannten von mir funktioniert ein W48 von 1959 ohne Probleme
>>an einer Euracom 180F von 1999.
> Mag sein. Den Unterschied in der Klingelfrequenz dürfte ein Purist aber
> hören -- und es sind meist solche, die heute noch ein W48 betreiben.
Ja. Im Gegensatz zu dem amerikanischen Telefonen klingeln
die deutschen auch bei 50 Hz. Das liegt an der Konstruktion -
ein Wippen-Klöppel mit zwei Spulen (und Glocken), hingegen
bei den Amis nur _eine_ Glocke mit innenliegender Spule
und einem Solenoiden (also beweglichem Kern). Der schwingt
dann einfach nicht mehr weit genug. Ich habe mal eines
manipuliert, indem ich die Glocke verbogen habe, aber
richtig gut ging das trotzdem nicht.
Richtig, der Purist (und nicht nur der) hört das...
mfg.
Gernot
--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Die deutsche Telekom ist eine Organisation für Radsport. Das Geschaeft
mit den Telefon-Leitungen betreiben die nur ehrenamtlich nebenbei.
(ac...@amt.comlink.de)
Davon gehe ich ebenfalls aus, bei mir hatte es aber eben auch nur "ping"
gemacht und die Verbindung wurde dann abgebrochen.
Habe das W48 mit einem Poti auf "minimalen" Strom eingestellt (so das
die Klingel noch schön klingt), viel Strom braucht der Wecker wohl
nicht, sonst wäre der Poti längst verbrannt, gemessen habe ich nicht,
damals hatte die Euracom DM 729,- gekostet, da macht man nicht so viele
Versuche mit "Überlast" ;-)
Gruß
Klaus
Gruß
Uwe Teichert
Das is jetzt en Ding,
auch ich habe mehrere W48 an einer Euracom 18x, und brauche einen
Wiederstand zur Strombegrenzung vor den Weckern...
Gruß
Klaus