Autopost: Die FAQ zur Tk-Anlagen-Serie Siemens Hicom 100E
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Inhalt
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(Hinweise auf Neuerungen/Änderungen kommen
vor der der eigentlichen FAQ)
1. Vorwort
2. Welche Anlagen und Softwarestände gibt es?
3. Woran erkenne ich Anlage und Softwarestand?
4. Kann man die Anlage updaten?
5. Wie kann ich die Anlage programmieren?
6. Wo bekomme ich Programmiercode, Kabel, Software usw.?
7. Welche Systemtelefone kann ich an der Anlage betreiben?
8. Kann ich die Systemtelefone auch direkt an einem
ISDN-Anschluss betreiben?
9. Wie beginne ich die Programmierung?
10. Wo finde ich weitere Informationen zur Neuinstallation
und Montage?
11. Wie weise ich einem Teilnehmer eine MSN zu?
12. Wie kann ich eine MSN denn mehreren Teilnehmern zuweisen?
13. Was sind Leitungen und Richtungen?
14. Wo ist der Unterschied zwischen Teilnehmer und interner
Rufnummer?
15. Wie funktionieren die Rufziel-Listen?
16. Kann die Anlage CLIP-an-analogen-Tln, SMS-ins-Festnetz
usw.?
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Update 1. Verkabelungsbug erwähnt
Nachdem ich selbst bei meinem Umzug drauf reingefallen bin und 10
Minuten nach dem Fehler gesucht habe, habe ich den 'Verkabelungsbug'
(wenn man das SysTel auf 3/4 statt auf 4/5 anklemmt, funktioniert es
scheinbar, ist aber nicht benutzbar) mal schriftlich festgehalten :-)
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Ein Projekt der Newsgroup de.comm.geraete.isdn.tk-anlage.
Nun zur eigentlichen FAQ:
1. Vorwort
Die Anlagen der Hicom 100E-Serie, damals auch von der Telekom unter
dem Namen Octopus E10/20/30 vertrieben, erfreuen sich derzeit
gebraucht immer größerer Beliebtheit. Einer grossen Handelsplattform
sei Dank ist es heute für Privatpersonen absolut problemlos und
verhältnismässig günstig, sich eine Profi-Tk-Anlage zuzulegen, die vor
fünf Jahren den Erstbesitzer vielleicht noch einen vier- bis
fünfstelligen DM-Betrag gekostet hat.
Dennoch sollte man nicht vergessen, dass die Hicom 100E a) seinerzeit
eine Profi-Anlage war, die nicht auf Konfiguration durch den Kunden
ausgelegt war - ein 'anfängertaugliches' Manual vermisst man ebenso
wie die bei kleinen Anlagen gerne dabeiliegende Konfigurationssoftware
- und b) vor etwa 10 Jahren zum ersten Mal entwickelt wurde, d.h. in
verschiedenen Punkten einfach nicht mehr aktuell ist.
Diese FAQ ist aufgrund zahlreicher Anfragen in der Newsgroup
de.comm.geraete.isdn.tk-anlage entstanden und soll die beliebtesten
Fragen klären. Die FAQ wird dazu regelmässig in der o.g. Newsgroup
gepostet.
Unter [1]http://www.hicom-faq.de ist zusätzlich aus dem ursprünglichen
FAQ-Gedanken eine komplette Konfigurationanleitung entstanden, die
aufgrund des Umfangs nur im Web verfügbar ist.
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2. Welche Anlagen und Softwarestände gibt es?
Die Anlagen der Siemens-Serie Hicom 100E und der Telekom Octopus
E10-30 sind modular ähnlich einem PC und prinzipiell baugleich. Sie
bestehen grundsätzlich aus einer Haupt- und einer Anzahl von
Erweiterungsplatinen.
Hicom-Anlagen:
* Hicom 108E
2 UP0-Anschlüsse (Systemtelefone), 4 analoge interne Anschlüsse, 1
Erweiterungsslot
* Hicom 112E
4 UP0-Anschlüsse (Systemtelefone), 4 analoge interne Anschlüsse, 2
Erweiterungsslots
* Hicom 118E
6 UP0-Anschlüsse (Systemtelefone), 4 analoge interne Anschlüsse, 4
Erweiterungsslots
Telekom-Versionen:
* Telekom Octopus E10(A) / E20
Unter den Namen Octopus E10/E20 scheint es verschiedene Mainboards
gegeben haben, in etwa vergleichbar mit den Mainboards der 108E
und 112E. Scheinbar gab es zwischendurch eigens für die Telekom
gefertigte Modelle, während später wohl aus Kostengründen wieder
die normalen Siemens-Modellvarianten verbaut wurden.
Bekannt sind derzeit die folgenden Varianten:
+ Ein Mainboard 2/4 (2x Up0/E, 4x analog) mit einem
Erweiterungsslot, d.h. eine normale 108E als E10
+ Ein Mainboard 4/4 (4x Up0/E, 4x analog) mit einem
Erweiterungsslot, d.h. ein Mainboard irgendwo zwischen 108E
und 112E, sowohl als E10 als auch als E20 bereits gesichtet
worden.
+ Ein Mainboard 4/4 (4x Up0/E, 4x analog) mit zwei
Erweiterungsslots, d.h. eine normale 112E als E10
+ Ein Mainboard 6/4 (6x Up0/E, 4x analog) mit zwei
Erweiterungsslots, d.h. eine Mainboard irgendwo zwischen 112E
und 118E, als E20
+ Ein Mainboard 6/4 (6x Up0/E, 4x analog) mit vier
Erweiterungsslots, d.h. eine 118E 'in kleinem Gehäuse' als
E20
Eine E20, in der sich ein 118E-Mainboard versteckt, läßt sich dann
auch wirklich zu einer vollen E30/118E aufrüsten, es fehlt
lediglich der Gehäuseaufsatz (für die Unterbringung der beiden
zusätzlichen Baugruppen), die geänderten Anschlußkabel für den
Anschluß von je zwei statt einer Baugruppe sowie evtl. (je nach
Anzahl der Systemtelefone) das stärkere Netzteil.
* Telekom Octopus E30
Die wenigstens Schwierigkeiten gibt es bei der Zuordnung der
Octopus E30, das ist eine ganz normale 118E. Je nach Softwarestand
(bei meiner ersten Hicom, eine E30 2.0.1+, war es z.B. der Fall)
gibt die Anlage sich in der Baugruppenübersicht sogar ehrlich als
Hicom 118 statt als Octopus E30 aus.
* Achtung: Neuere Hicom-Anlagen als Octopus E
Die Telekom bot unter dem Namen Octopus E10/E20/E30 auch neuere
Hicom-Anlagen (150E-Serie) an. Diese sind in dieser FAQ nicht
berücksichtigt. Erkennen kann man 'unsere' Hicom 100E-Serie daran,
dass im Programmiermenü (*95 vom Tln11) KEIN Benutzername verlangt
wird und dass nur links ein kleiner Deckel zum Verkabeln abnehmbar
ist, nicht der gesamte Gehäusedeckel.
Hinweis an dieser Stelle: Vorgenanntes beschreibt nur die
Grundkonfiguration von Gehäuse und Hauptplatine. Die letztendlich
wirklich gegebene Leistungsfähigkeit in Hinsicht auf die
Anschlussmöglichkeiten hängt vom jeweiligen Anlagenausbau und
Softwarestand der Anlage ab. Näheres zu den Platinen/Baugruppen gibt's
[2]hier.
Zumindest eine Erweiterungsbaugruppe ist notwendig, damit die Anlage
auch externe Verbindungen aufnehmen kann, entweder eine TLA (analog)
oder eine STLS (ISDN).
Softwarestände:
* Software 2.0.1 oder 2.0.1+: Hierbei handelt es sich um den
ältesten Softwarestand, 2.01+ enthält m.W. nur einige
Fehlerkorrekturen gegenüber 2.01 sowie die Möglichkeit, die
v.24-Schnittstelle auf 9600 bps einzustellen.
* Software 2.0.2: Anruferliste, Programmierung per ISDN (intern oder
Fernwartung) möglich, Weiterverbinden vom internen S0 aus (z.B.
von einem Gigaset aus) möglich, zahlreiche kleinere Ergänzungen,
viel umfangreichere Amtsberechtigungen u.a. konfigurierbar.
* Software 2.1: Systemtelefone können 'per sofort' MFV-Töne im
Gespräch senden (bis 2.02 nur nach Eingabe einer Kennziffer);
Tastenbelegung der Systemtelefone lässt sich auch zentral per PC
programmieren; zahlreiche Funktionen speziell für
Mehrgeräteanschlüsse, z.B. Wahl der mitzuschickenden MSN per Taste
möglich; Signalisierung, auf welcher MSN der Anruf ankommt,
möglich; verbesserte Gruppenfunktionen (Besetzt, wenn ein
Teilnehmer der Gruppe besetzt ist).
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3. Woran erkenne ich Anlage und Softwarestand?
Den Softwarestand kann man im Programmiermenü der Anlage (*95)
ablesen: Steht in der Mitte '659', handelt es sich um v2.1, '657' ist
v2.0.2 und '654' ist v2.0.1(+)
Zusätzlich verrät auch die Sachnummer des Mainboards noch etwas:
S30817-Q920-A701 bezeichnet ein Mainboard einer 118E v2.1. Kleine
Anlagen erkennt man an einem B (=112E) und C (=108E) im letzten Block,
ältere Softwarestände erkennt man an einem 601 (=v.2.0.2) bzw. 501
(=v.2.0.1[+]) im letzten Block.
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4. Kann man die Anlage updaten?
* ab Software 2.0.1/2.0.1+: Hier hilft nur ein Mainboard-Tausch,
d.h. man kauft das Mainboard einer neureren Anlage (oder gleich
die komplette Anlage), kann aber natürlich Endgeräte, Baugruppen
und ggf. Gehäuse weiterbenutzen.
* ab Software 2.0.2: Ein Flash-Update auf 2.1 ist möglich. Dafür
benötigt man ein Original-Programmierkabel (d.h. das geht nicht
per ISDN), eine Update-Software sowie die neue Firmware. Die
Updatesoftware ist keine Freeware/Shareware o.ä., d.h. zum Updaten
sollte man einen Siemens-Distributor befragen.
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5. Wie kann ich die Anlage programmieren?
Grundsätzlich ist nahezu die gesamte Programmierung über eines der
beiden ersten Systemtelefone (Tln11, 12) möglich. Dazu benötigt man
lediglich den Programmiercode und am besten (der Übersicht halber) ein
Optiset E Memory mit grossem Display.
Alternativ kann die Anlage auch mit der Programmiersoftware 'Assistant
L' von Siemens programmiert werden, bei Sw 2.0.1 benötigt man ein
spezielles Programmierkabel, ab Sw 2.0.2 genügt auch eine intern
angeschlossene ISDN-Karte.
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6. Wo bekomme ich Programmiercode, Kabel, Software usw.?
Den Programmiercode sollte eigentlich der Anlagenerrichter auf Anfrage
mitteilen (oder eben nicht, je nach vertraglicher Vereinbarung beim
Kauf). Gerade bei privat gekauften Anlagen dürfte diese Möglichkeit
wegfallen, ein wenig googlen sollte da weiterhelfen.
Programmiersoftware und Kabel bekommt man bei jedem gut geführten
Siemens-Distributor auch heute noch - kostet aber vermutlich mehr, als
die ganze Anlage gekostet hat :-(
Die Software ist Kaufsoftware, Anfragen nach Raubkopien in der
Newsgroup dürften aussichtslos sein. Für das Kabel gibt es einen
[3]privaten Anbieter, der selbstgebaute Kabel vertreibt. Kabel und
Software werden - machmal einzeln, manchmal bei der entsprechenden
Telefonanlage beigelegt - bei [4]ebay angeboten. Wir können nur davon
abraten, für Raubkopien auch noch Geld zu bezahlen! (Hinweis: Unseren
Informationen nach wurde der AssL nie auf CD-ROM herausgegeben -
hieran kann man Raubkopien vermutlich sehr einfach entlarven).
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7. Welche Systemtelefone kann ich an der Anlage betreiben?
Die Hicom 100E unterstützt die alten Systemtelefone 'Optiset base' und
'Optiset memory' des Vorgängers Hicom 116E sowie die eigenen
Systemtelefone 'Optiset E Entry', 'E Standard', 'E Advanced', 'E
Memory' und die baugleichen Telekom-Brüder 'Octophon 20, 22, 26 und
28'. (Nicht das Octophon 24!)
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8. Kann ich die Systemtelefone auch direkt an einem ISDN-Anschluss
betreiben?
Nein.
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9. Wie beginne ich die Programmierung?
Am Systemtelefon Tln11 oder Tln12 gelangt man mit *95 und der Eingabe
des Programmiercodes ins Programmiermenü.
Bei einer kompletten Neuinstallation empfielt es sich, die Anlage
urzuladen, d.h. in den Auslieferungszstand zu versetzen.
Dies geschieht ebenfalls von Tln 11 oder Tln 12 mit *95 und der
Eingabe des Reinitialisierungs-Codes.
An allen Systemtelefonen gelangt man mit *91 in ein Programmiermenü
zur Belegung der Systemtasten.
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10. Wo finde ich weitere Informationen zur Neuinstallation und
Montage?
Unter [5]http://www.hicom-faq.de findet sich eine komplette
Installationsanleitung.
Bei weitergehenden Fragen, die nicht unter der o.g. URL beantwortet
wurden, darf man sich ruhig 'trauen' und in
[6]de.comm.geraete.isdn.tk-anlage fragen :-)
Als Alternative zu o.g. Newsgroup gibt es auch unter [7]dieser URL ein
ganz gutes Forum mit Schwerpunkt Hicom.
Die Bedienungsanleitungen der Endgeräte kann man sich bei der
[8]Telekom herunterladen.
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11. Wie weise ich einem Teilnehmer eine MSN zu?
Die Hicom ist in erster Linie für die Verwendung von
Anlagenanschlüssen ausgelegt, deshalb kann man nirgendwo eine MSN
zuweisen. Solange man keine Anlagenrufnummer konfiguriert hat, kann
man die MSNs einfach als Durchwahlnummern des gewünschten Teilnehmers
eintragen (z.B. Teilnehmer 11 soll die 123456 als MSN bekommen, dann
trägt man diese als DuWa für den Tln 11 ein).
Mit dieser Konfiguration ist es aber nur möglich, jede MSN genau
einmal zu vergeben. Trägt man eine MSN bei mehreren Teilnehmern ein,
ist die MSN ankommend gar nicht mehr erreichbar!
Ist die MSN zu lang, um sie als Durchwahl eintragen zu können (könnte
bei ganz alten Softwareständen der Fall sein), hilft folgender Trick:
* den vorderen gleichen Teil aller MSNs, z.B. 1234 als
Anlagen-Stammnummer hinterlegen
* den hinteren unterschiedlichen Teil der MSNs, z.B. 567, 568, 569
als Durchwahl eintragen
Auf diese Weise hat man dann aus der MSN 1234567 die 1234-567 gemacht,
die Durchwahl ist nur noch dreistellig und der Anlage ist's relativ
egal, dass sie in Wirklichkeit gar nicht an einem durchwahlfähigen
Anschluss arbeiten.
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12. Wie kann ich eine MSN denn mehreren Teilnehmern zuweisen?
Dazu gibt es zwei Tricks:
* Ankommende Anrufe verteilt man am besten über eine Gruppe, d.h.
man trägt die MSN als Durchwahl für die Gruppe z.B. 881 ein und
weist der Gruppe 881 alle Teilnehmer zu, an denen diese MSN
signalisiert werden soll.
* Wenn man bei abgehenden Anrufen die (falsche) MSN 23456
übermittelt, macht die Vermittlungsstelle daraus automatisch
123456, wenn nur diese 'in Frage kommt'. Um nun jedem Teilnehmer
eine individuelle Durchwahl zu verpassen, kürzt man die Durchwahl
einfach von vorne immer weiter - theoretisch reicht auch die 6 als
DuWa, solange es keine andere MSN gibt, die auf 6 endet. Die
mehrfache Verwendung einer Durchwahl führt nur ankommend zu
Problemen, d.h. abgehend könnte man die 23456 (die ja gar nicht
existiert, d.h. die ohnehin nicht ankommend erreichbar sein muss)
mehreren Teilnehmer zuweisen. Der Assistant L bemängelt diesen
Konflikt zu Recht, in der Regel klappt das aber problemlos.
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13. Was sind Leitungen und Richtungen?
'Leitungen' sind in der Tat die Telefonleitungen nach draussen - an
einem ISDN-Anschluss deren zwei, an einem analogen Anschluss eine.
Die Leitungen kann man über die Leitungskennziffer ansprechen, z.B.
801 und 802 sind die Leitungskennziffern i.d.R. des ersten
ISDN-Anschlusses. Die Leitungskennziffern 801-808 werden bei einer
STLS-Baugruppe auch dann alle vergeben, wenn einige der ISDN-Ports
intern konfiguriert sind (und damit gar keine Leitungen nach Aussen
haben können). Die 'zweite' Amtsbaugruppe, z.B. eine TLA, fängt dann
bei 809 an usw.
Das Belegen der Leitungen direkt über Kennziffern ist wenig sinnvoll:
Mit etwas Pech wird ausgerechnet auf dieser Leitung gerade
telefoniert, dann erfolgt ein besetzt, da man ja genau die Leitung
ausgewählt hat. Genutzt wird das eigentlich in erster Linie zu
Testzwecken (um bei mehreren ISDN-Anschlüssen auch zu gucken, ob
wirklich alle Anschlüsse funktionieren) und vielleicht in Sonderfällen
wie z.B. zwei externe Mehrgeräteanschlüsse, um bestimmte
Leistungsmerkale des zweiten MGA zu nutzen oder z.B. eine bestimmte
MSN (die nur auf dem 2. MGA liegt) mitzusenden o.ä.
'Richtung' bedeutet eine oder mehrere (Amts-)Leitungen mit
individuellen Eigenschaften gegenüber den anderen Richtungen, aber
gleichen Eigenschaften für alle Leitungen dieser Richtung. Die
bekannteste Richtung ist bereits vorkonfiguriert, sie nutzt erstmal
alle zur Verfügung stehenden Leitungen und hat als Richtungskennzahl
die 0 - sprich, durch Wahl der 0 bekomme ich eine freie Leitung von
allen, die in dieser Richtung konfiguriert sind.
Weitere Richtungen werden z.B. bei einem Mischbetrieb von Anlagen- und
Mehrgeräteanschlüssen benötigt: Hier haben die Anlagenanschlüsse
andere Parameter (Leitungstyp PP, Anlagenrufnummer etc.) als die
Mehrgeräteanschlüsse (PMP). Das gleiche gilt natürlich für analoge
Anschlüsse und Anschlüsse zur Querverbindung/Unter- bzw. Hauptanlagen.
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14. Wo ist der Unterschied zwischen Teilnehmer und interner
Rufnummer?
Teilnehmer ist ein Teilnehmer der Anlage, entweder ein Systemtelefon
oder ein a/b-Teilnehmer oder eine MSN an einem internen S0, Teilnehmer
11 z.B. ist das erste angeschlossene Systemtelefon (und damit auch
eines der beiden programmierberechtigten). Unter welcher Nummer man es
anrufen kann, entscheidet man durch die Rufnummer (intern) oder
Durchwahl (extern) -> im Extremfall hat der Teilnehmer 11 die
Rufnummer 58 und auch die Durchwahl -58, dann bleibt es weiterhin
Teilnehmer 11, aber das bemerkt man nur beim Programmieren (und da
auch nur wenig), in der Praxis ist's halt die 58.
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15. Wie funktionieren die Rufziel-Listen?
Rufziel-Listen sind 'Klingel-Tabellen', wann welcher Teilnehmer
klingeln soll. Die normalste Rufzielliste ist einfach nur ein * (=der
Teilnehmer selbst), das kann aber auch z.B. als erstes Ziel die Gruppe
881 und erst als zweites Ziel das * sein oder * als Ziel und die 123
als Zweitwecker oder was-auch-immer.
Die Rufziel-Listen sind erstmal nur wie gesagt Klingel-Tabellen, wann
(extern bei Tag, extern bei Nacht, intern) für welchen Teilnehmer
welche Tabellen-Zeile genommen wird, kann man unter 'Zuordnung int/ext
Rufe' zuweisen.
Als Beispiel folgende Konfiguration:
* Externe Anrufe auf Teilnehmer 11 sollen zusätzlich sofort auf dem
Schnurlos-Tel. Nr. 15 mitklingeln
* Externe Anrufe auf Teilnehmer 12 sollen nach dem 4. Klingeln auf
dessen Voicebox (MSN 2912) gehen
* Nachts sollen Anrufe für beide Teilnehmer sofort auf einer
zentralen Feierabend-Ansage (MSN 290) landen.
Mit den Rufziellisten könnte man das wie folgt umsetzen:
* Rufzielliste Nr. 1, erstes Ziel: * (=Teilnehmer selbst),
Zweitwecker-Ziel: 15, sofort
* Rufzielliste Nr. 2, erstes Ziel: *, zweites Ziel 2912
* Rufzielliste Nr. 3, erstes Ziel: 290
* Rufzielliste Nr. 16 (als Standard für internen Anrufe) bleibt
unverändert: erstes Ziel *
* Zuordnung für Teilnehmer 11: Tag=1, Nacht=3, Intern=16
* Zuordnung für Teilnehmer 12: Tag=2, Nacht=3, Intern=16
Das bewirkt:
* Teilnehmer 11 verwendet bei Anrufen in der Tag-Konfiguration die
Rufzielliste 1, dort ist als erstes Ziel das * konfiguriert (d.h.
Teilnehmer 11 klingelt selbst) und als Zweitwecker das Schnurlose
Nr. 15, das klingelt ebenfalls sofort mit
* Teilnehmer 12 verwendet bei Anrufen in der Tag-Konfiguration die
Rufzielliste 2, dort ist als erstes Ziel das * konfiguriert (d.h.
Teilnehmer 12 klingelt selbst), als zweites Ziel (d.h. nach etwa
4x Klingeln) die Voicebox unter 2912
* Beide Teilnehmer verwenden bei Anrufen in der Nacht-Konfiguration
die Rufzielliste 3, dort ist als erstes Ziel die 290 konfiguriert,
d.h. die Teilnehmer selbst klingeln nicht (ist ja kein *
vorhanden), das Gespräch läuft sofort auf der Voicebox unter 290
auf
* Beide Teilnehmer verwenden bei internen Anrufen die Rufzielliste
16, d.h. die Anrufe klingeln ganz normal am Teilnehmer selbst (und
nur da)
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16. Kann die Anlage CLIP-an-analogen-Tln, SMS-ins-Festnetz usw.?
Nein. Zum einen wurden selbst die neusten Versionen der Hicom lange
vor der Einführung dieser neuen Features entwickelt, d.h. die Anlage
'kann es gar nicht können'. Und zum anderen vertritt Siemens die
Einstellung 'da, wo Leistungsmerkmale wie Rufnummernanzeige gebraucht
werden, gehört auch ein ordentliches Systemtelefon hin', mit dieser
Begründung können selbst nagelneue Anlagen kein CLIP an analogen
Ports.
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Ein Projekt der Newsgroup de.comm.geraete.isdn.tk-anlage.
References
1. http://www.hicom-faq.de/
2. http://www.hicom-faq.de/index.cgi?answer=erweiterungsbaugruppen
3. http://www.andreas-wenzel.de/html/hicom_kabel.html
4. http://www.ebay.de/
5. http://www.hicom-faq.de/
6. news://de.comm.geraete.isdn.tk-anlage/
7. http://www.telofax.de/cgi-bin/board/YaBB.pl
8. http://www.telekom.de/dtag/faq2/download/0,10302,486-1-0-1,00.html