Wunsch:
Wenn Ziel belegt, soll gleich eine Ansage erfolgen (z.B 'Der
Teilnehmer spricht gerade, Sie werden zur Zentrale durchgestellt,
bitte warten Sie.'), dann hat man a) die 1. 5 * Klingeln gespart und
b) der Anrufer weiß, dass sich gleich jemand um ihn kümmert.
Ich hab mal nach älteren Postings gegooglet, es gibt da die Option
'Ansage vor dem Melden'. Ist das dann immer, auch wenn der Angerufene
frei ist? Geht das, was ich beschrieben habe, damit? Ich möchte nicht
gleich in eine große Lösung (CTI/David/Genius o.ä.) investieren
müssen.
Thilo
p.s. Anlage ist gekauft, mit Wartungsvertrag. Der Vertrieb neigt
jedoch dazu, teure Lösungen vorzuschlagen.
> Wenn Ziel belegt, soll gleich eine Ansage erfolgen (z.B 'Der
> Teilnehmer spricht gerade, Sie werden zur Zentrale durchgestellt,
> bitte warten Sie.'), dann hat man a) die 1. 5 * Klingeln gespart und
> b) der Anrufer weiß, dass sich gleich jemand um ihn kümmert.
also, es gibt
- anlagen"eigene" Loesungen - das sind die, die Dir Siemens
vorschlagen wird und die Dir offenbar zu teuer sind
- externe Loesungen.
Ein Beispiel fuer eine externe Loesung waere: Bei Besetzt geht das
Gespraech sofort auf die Zentrale diese geht bei besetzt auf einen
internen S0. Da haengt ein PC mit einer FritzCard dran, auf dem eine
Software laeuft, die den Anruf annimmt, eine Ansage einspielt und dann
weitervermittelt. (Natuerlich kann bei Besetzt auch direkt auf den PC
gesprungen werden, statt erst die Zentrale)
Ob das einfacher/besser/billiger ist, als eine entsprechende
Anlagen-eigene Funktion, kommt drauf an, was der folgenden
Geraetschaften schon existiert:
- Du brauchst einen "KommunikationsServer", der diese Aufgabe
uebernimmt. Der kann dabei locker auch noch andere aehnliche Aufgaben
(z.B. nebenbei Fax2Mail, Voiceboxen fuer die Mitarbeiter usw) abwickeln,
sollte aber ansonsten ein eigener Server sein
- Dieser braucht eine ISDN-Karte. Je nach Groesse reicht dafuer eine
FritzCard, bei entsprechend hohem Telefonaufkommen sollte es evtl. eher
z.B. eine (oder mehrere) AVM C4 sein (fuer je 4 Anschluesse), da eine
FritzCard ein Anschluss nur zwei B-Kanaele hat, d.h. im Optimalfall nur
zwei Gespraeche abwickeln kann. (u.U. werden zum Verbinden aber beide
B-Kanaele gebraucht, d.h. es geht nur eins gleichzeitig)
- Diese Karte(n) muss/muessen an die Anlage angebunden werden, d.h. Du
brauchst einen oder mehrere interne S0s. Auch die kosten...
- Software: Fuer kleines Geld (darum geht's hier ja offenbar) tun's
CapiCall (www.shamrock.de) oder Calling-Us (www.media21.de ?) ...
CapiCall ist besser geeignet, wenn Du z.B. noch fuer alle Mitarbeiter
Voiceboxen, evtl. mit Benutzung der Briefkasten-LED an den
Systemtelefonen einrichten willst, CallingUs ist flexibler, wenn es um
Verschachtelungen geht, d.h. wenn Zentrale besetzt ist, probiere die
naechste Nummer, wenn da auch besetzt ist, spring in ein Sprachmenue,
wenn er da nicht reagiert, lass eine Nachricht hinterlassen usw.
- Die Anlage muss entsprechend umkonfiguriert werden. S0's
nachruesen/einrichten, interne MSN vergeben, Abwurf bei besetzt auf
Zentrale oder PC konfigurieren, Besetzt-Abwurf der Zentrale, ... um den
Siemens-Support wirst Du wohl nicht rumkommen
- Dann waeren da noch die Nachteile: Wie schon gesagt begrenzt die
verwendete ISDN-Hardware die Anzahl der gleichzeitig abgewickelten
Anrufe. Ausserdem merkt man in manchen Bereichen spaeter schon (vor
allem bei Einschraenkungen in der moeglichen Konfiguration Tk-seitig),
dass sowas eine externe Loesung ist, die evtl. nur 99%ig an Eure HiCom
passt.
Im grossen und ganzen bin ich (und meine Kunden auch) bisher mit solchen
Loesungen aber immer sehr zufrieden gewesen, i.d.R. bist Du erheblich
flexibler als bei externen Black-Box-Modulen o.ae., die nur
eingestoepselt werden.
Gruss
Joern
> Als Software zu empfehlen
>
> http://www.voxtron.de/Produkte/TeleButler/telebutler-ueberblick.html
zu empfehlen, aber IMHO in diesem Fall zu teuer.
Fuer die genannte Anforderungen tun's auch die genannten Programme
dreimal, die aber nur einen Bruchteil kosten...
"Thilo Kutt" <ku...@ebdruck.de> schrieb im Newsbeitrag
news:a7n0vv$mdpkj$1...@ID-21657.news.dfncis.de...
>Kein Anklopfschutz, nach 5 * Klingeln auf Zentrale. Wenn die Zentrale
>aber selbst belegt ist oder nicht gleich abhebt, entstehen für den
>Anrufer lange Klingelzeiten, in denen 'nix passiert'. Ein pures
>Besetztzeichen wird nicht gewollt, man will jeden Anrufers habhaft
>werden.
>Wunsch:
>Wenn Ziel belegt, soll gleich eine Ansage erfolgen (z.B 'Der
>Teilnehmer spricht gerade, Sie werden zur Zentrale durchgestellt,
>bitte warten Sie.'), dann hat man a) die 1. 5 * Klingeln gespart und
>b) der Anrufer weiß, dass sich gleich jemand um ihn kümmert.
No Problem und nix teuer.
Im Prinzip reicht ein einfacher Anrufbeantworter. Dieser muss nur zwei
Kriterien erfüllen: er muss SOFORT nach der Ansage _auflegen_ und
sollte keinen Piep-Ton bringen. Die Hicom 150 E Office lässt sich dazu
mittels eines "Tricks" (offiziell kommt die Geschichte von Siemens Wien
(VIE)) dazu bringen, nach der Anrufbeantworteransage zu einer
festgelegten Nebenstelle zu "verbinden". Dabei wird ein Programmteil
der Hicom genutzt, der ansich für UCD (die Siemens-Version von ACD -
also automatische Anrufverteilung) gedacht ist.
Ich denke mal, daß du nicht selbst die Anlage einrichten wirst - aber
gibt die folgenden Zeilen einfach mal deinem Anlagentechniker, der
sollte sich damit auskennen......
Bei den betreffenden Teilnehmern Anklopfschutz einschalten.
Anrufbeantworterport unter Anschaltungen/Ansage als Ansagegerät
definieren. In den Rufziellisten "*" (für gerufenen Teilnehmer) und
dann #201 (1. UCD-Gruppe) eintragen Als 3. Ziel dann die
Vermittlung/Zentrale. Rufzyklen Anzahl = 15. Unter UCD-Gruppen braucht
nichts eingetragen werden. Das 3. Ziel der Rufzielliste
(Zentrale/Vermittlung) darf _keinen_ Anklopfschutz haben!!!
Folgende Funktion läuft dann ab: Teilnehmer ist belegt. Anruf schaltet
(da Anklopfschutz) sofort auf zweites Rufziel gem. Rufzielliste weiter.
Ansage läuft ab. Nach Auflegen vom Anrufbeantworter "verbindet" die
Anlage selbstständig zum nächsten Rufziel gem. der Rufzielliste weiter.
Der Anrufer hört solange Wartemusik, bis sich das 3. Rufziel meldet.
"Gag" an der Sache ist, daß bis zu 30 Anrufer auf diese Weise "ins
Warten" kommen können und strikt nach First-In-First-Out aus der
Warteschleife herauskommen. Die Ansage sollte möglichst kurz gehalten
werden, da sie ja nur einmal zur Verfügung steht, d.h. während ein
Anrufer die Ansage des AB hört, hat ein weiterer Anrufer Freizeichen.
Kommen in diesem Fall zeitgleich mehrere Anrufer an, so erhalten sie
auch Freizeichen und dann alle (bis zu 30 Stück) _gleichzeitig_ die
Ansage vom AB.
Eine weitere Möglichkeit ist, ein beliebiges Gerät "Ansage vor Melden"
einzusetzen. Dieses Gerät verbindet "mechanisch" selbst weiter.
Nachteil bei dieser Lösung ist erstmal der Preis (die Geräte kosten ab
200EUR aufwärts) und es stehen nur eine begrenzte Zahl Ports zur
Verfügung (i.d.R. nur ein Port). Ist das Ziel (Vermittlung etc.)
belegt, erfolgt Wiederanruf und der Anrufer erhält erneut die Ansage
"zur Zeit belegt...."
Und zu Guter Letzt ;-) kann man die Sache auch vollkommen "High-Tech"
machen: Dem Anrufer wird nicht nur angesagt, daß der Teilnehmer belegt
ist, sondern er erhält verschiedene Möglichkeiten, sich selbst
weiterzuverbinden, auf einer Voicemail eine Nachricht zu hinterlassen,
während der Wartezeit div. Infos abzurufen etc. Solche Geräte/Systeme
sind z.B. der PC-basierte Telebutler der Fa. VOXTRON oder ähnliche
IVR/VM-Systeme. Immerhin lassen sich so einige Anrufe "automatisiert"
erledigen (z.B. Nachfage nach Terminen/akt. Angeboten usw.) Ob und wie
man sowas brauchen kann liegt am speziellen Anforderungsprofil des
Kunden......
--
Gruß
Erich Kirchmayer
--
"Ich bekomme keine Anrufe mehr - hat das was zu bedeuten, wenn im
Display "Anrufschutz" steht??"
"Joern Dost" <jo...@thedosts.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3C9F8835...@thedosts.de...
Kommt darauf an, was man _wirklich_ machen will. Capi-Butler bzw.
Tele-Butler sind ausgewachsene IVR-Systeme mit Voicemail und haben
einen entsprechend grossen Umfang an Möglichkeiten. Und DAFÜR sind sie
IMHO durchaus preiswert!
> Kommt darauf an, was man _wirklich_ machen will. Capi-Butler bzw.
> Tele-Butler sind ausgewachsene IVR-Systeme mit Voicemail und haben
> einen entsprechend grossen Umfang an Möglichkeiten. Und DAFÜR sind sie
> IMHO durchaus preiswert!
hab ich auch nicht bestritten. Aber Thilo suchte wohl etwas guenstiges,
um lediglich seine "Ansage bei Besetzt" hinzubekommen, und dafuer tut's
ein 49 EUR CallingUs Personal auch wunderbar ... es soll halt guenstig sein.
(Wobei immer noch Server, ISDN-Karte und S0-Ports noetig sind, d.h.
Deine Anrufbeantworter-Loesung ist dann wohl doch angebrachter)
Gruss
Joern
>hab ich auch nicht bestritten. Aber Thilo suchte wohl etwas guenstiges,
>um lediglich seine "Ansage bei Besetzt" hinzubekommen, und dafuer tut's
>ein 49 EUR CallingUs Personal auch wunderbar ... es soll halt guenstig sein.
Wenn wir später mal eine 'ausgewachsene' Lösung einsetzten wollen (mit
Voiceboxen, CTI, Faxserver usw.) darf das durchaus was kosten, solange
das Nutzen/Preis-Verhältnis stimmt. Im Moment möchte ich nur anfangs
beschriebenes Ärgernis abstellen, wenn möglich mit 'Bordmitteln'.
>(Wobei immer noch Server, ISDN-Karte und S0-Ports noetig sind, d.h.
>Deine Anrufbeantworter-Loesung ist dann wohl doch angebrachter)
1 (evt. 2) unbenutzen S_0 habe ich noch, eine B1-Karte und ein älterer
PC stehen auch noch rum. Ich muss nochmal genau lesen, aber an Erichs
Lösung mit dem AB gefällt mir die größere 'Gleichzeitigkeit' besser.
Das Einrichten sollte kein Problem sein, die Techniker, die ins Haus
kommen, sind sehr kompetent, soweit ich das beurteilen kann.
Zum Thema Geiz: Ich würde eher beim Hersteller kaufen, wenn mir die
Preise irgendwie plausibel vorkommen würden. Solche kleinen Lösungen
werden garnicht vorgeschlagen, und die Preispolitik generell klemmt.
Beispiel: Es ist billiger, Mobilteile fremd einzukaufen und vom
Servicetechniker einrichten zu lassen, als Kauf+Einrichtung aus einer
Hand. Wenn ein paar Software-Einstellungen zu ändern sind, ist es
billiger, Techniker-Anfahrt+Zeit zu bezahlen, als es per Remote machen
zu lassen.
Ich kenne keine anderen 'großen' Anlagen, habe mit der Hicom in 1 1/2
Jahren keine großen Ausfälle gehabt (bis auf sporadische
Basisstations-Resets), aber sie Vertriebssituation finde ich
unbefriedigend. Zum Thema Kundenberechtigung bei der Administration
ist eh' schon genug geschrieben worden.
Habe vor einiger Zeit mal was zur Anzahl von Basisstationen gefragt,
das Ganze ist dann so ausgegangen, dass wir kurzerhand einen Sender,
der einen Bereich überflüssigerweise 3-fach abdeckte, kurzerhand
selbst versetzt haben. Beim Angebot für einen weiteren Sender war die
Pauschale für Einrichtung höher als der Materialpreis.
Ist jetzt OT geworden, musste aber mal sein.
Thilo
> 1 (evt. 2) unbenutzen S_0 habe ich noch, eine B1-Karte und ein älterer
> PC stehen auch noch rum. Ich muss nochmal genau lesen, aber an Erichs
> Lösung mit dem AB gefällt mir die größere 'Gleichzeitigkeit' besser.
ist sie erstmal auch, zumal anlageneigene ACD-Funktionen und ein
einfacherer Anrufbeantworter wesentlich ausfallsicherer sind als jeder
WindowsPC :-)
Die B1 wuerde ich dann aber trotzdem mal nicht zu weit weglegen, falls
mal Fax2Mail mit Faxdurchwahl fuer jeden oder Voiceboxen usw. mal ein
Thema werden. CapiCall/CapiFax und CallingUs als "kleine" Loesung und
TeleButler als ausgewachsene Loesung sind ganz nette Prograemmchen :-)
> Das Einrichten sollte kein Problem sein, die Techniker, die ins Haus
> kommen, sind sehr kompetent, soweit ich das beurteilen kann.
einen "KommunikationsServer" muesstest Du vermutlich selbst einrichten,
d.h. auch hier (wenn Du dann nach einer Woche Dauerbetrieb feststellst,
dass noch eine Kleinigkeit an der Anlage geaendert werden muss) ist die
AB-Loesung "pflegeleichter"
Gruss
Joern
mfg
tom